[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Verstellen der Spannung der mit einem
ersten Ende auf einer Wickelvorrichtung und mit einem zweiten Ende an einer weiteren
Befestigung festgelegten Seiten eines Saiteninstrumentes, insbesondere einer Gitarre,
vorzugsweise E-Gitarre, oder eines Basses, vorzugsweise E-Basses, mit wenigstens einem
Motor, einem mit dem Motor verbundenen Getriebe, wobei in der Vorrichtung weniger
Motoren angeordnet sind als das Saiteninstrument Saiten aufweist.
[0002] Zum korrekten Stimmen von Saiteninstrumenten ist es erforderlich, die bei diesen
Instrumenten zwischen zwei Befestigungspunkten gespannten Saiten in ihrer Spannung
exakt einzustellen, so dass sich beim Anschlagen der Saite eine stehende Welle der
richtigen Frequenz ausbildet und somit der gewünschte Ton erzeugt wird.
[0003] Üblicherweise sind hierzu die Saite eines Saiteninstrumentes jeweils mit einem ihrer
beiden Enden starr festgelegt, das zweite Ende der Saite läuft auf einer Wickelvorrichtung,
bspw. in Form einer Spindel oder einem ähnlichen Element, auf und kann durch Auf-
bzw. Abwickeln ge- bzw. entspannt werden, um so die richtige Stimmung der Saite zu
erlangen.
[0004] Insbesondere dann, wenn das Saiteninstrument auch automatisch gestimmt werden können
soll, d.h. mittels einer Steuerung, die aufgrund eines erfassten Ist-Tones der angeschlagenen
Saite im Vergleich desselben mit einem Soll-Ton einen Antrieb zur Veränderung der
Saitenspannung so ansteuert, dass diese den Soll-Ton erzeugt, müssen die Saiten in
ihrer Spannung automatisch verändert werden. Hierzu wurde an anderer Stelle bereits
vorgeschlagen, jede der Wickelvorrichtungen mit einem eigenen motorischen Antrieb
zu versehen.
[0005] So beschreibt die
US 6,184,452 in zwei alternativen Ausführungsvarianten Vorrichtungen zum automatischen Stimmen
einer E-Gitarre. In einer ersten Variante wird in dieser Druckschrift eine Vorrichtung
beschrieben, bei der an dem Korpus der Gitarre die dortigen Saitenenden in über ein
Getriebe mit starren Übertragungsgliedern mit einem Motor zum Antreiben verbindbaren,
zum Spannen der Saiten verstellbaren Halterungen angeordnet sind. In einer zweiten
Variante ist am Kopf eine Vorrichtung anzuordnen, die mittels eines Kupplungsmechanismus
Antriebswellen mit den Wirbeln, auf denen die dortigen Saitenenden auflaufen, verbinden
und die Antriebswellen getrieben von einem Motor und über eine Getriebekonstruktion
mit starren Kraftübertragungsgliedern zum Verstellen der Saitenspannung antreiben
kann.
[0006] Die
US 5,767,429 zeigt eine Vorrichtung zum Verstellen der Spannung der Saiten einer Gitarre in Form
einer von der Gitarre getrennten Baueinheit, die einen Antrieb mit einer Ausgangswelle
aufweist, wobei die Ausgangswelle eine Kupplung zum Verbinden mit einer Eingangswelle
aufweist, die mit einem zugehörigen Wirbel am Kopf der Gitarre verbunden ist. Zum
Verstellen der Spannung einer Gitarrensaite wird die Kupplung mit der Eingangswelle
verbunden und der Antrieb bewegt den Wirbel.
[0007] Zum Beispiel bei einer Gitarre, insbesondere einer E-Gitarre, bzw. einem Bass, vorzugsweise
E-Bass, sitzen die so genannten Mechaniken bzw. die Wirbel zum Spannen bzw. Entspannen
der Saiten am so genannten Kopf des Instrumentes und damit an einem vergleichsweise
kleinen Teil desselben. Zwar können grundsätzliche auch hier motorische Antriebe zum
Einstellen der Saitenspannungen der einzelnen Saiten angebracht werden, wie dies die
US 6,184,452 andeutet, allerdings ist es sehr schwierig diese Bauelemente alle auf dem räumlich
engen Kopf der Gitarre unterzubringen, ohne deren Aussehen und Handhabung nachhaltig
zu verändern. Dies gelingt mit der in der
US 6,184,452 vorgeschlagenen Variante denn auch nur unzureichend. Nahezu unmöglich ist es dann,
zusätzlich zu den Antrieben die gesamte Steuerung für ein System zum automatischen
Stimmen der Gitarre bzw. des Basses, vorzugsweise E-Basses, an diesem Teil des Instrumentes
anzuordnen. Insoweit ist es erstrebenswert, nach alternativen Möglichkeiten zum Verstellen
der Spannung einer Saite eines Saiteninstrumentes zu suchen.
[0008] Diese Aufgabe wird mit einer Vorrichtung zum Verstellen der Spannung der mit einem
ersten Ende auf einer Wickelvorrichtung und mit einem zweiten Ende an einer weiteren
Befestigung festgelegten Saiten eines Saiteninstrumentes mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen dieser Vorrichtung sind in den abhängigen Ansprüchen
2 bis 6 angegeben.
[0009] Die zentrale, erfinderische Idee der Erfindung besteht darin, bei einer Vorrichtung
der eingangs genannten Art, bei der anstelle jeder der Wickelvorrichtungen einen eigenen
Motor zuzuordnen, die Anzahl der Motoren insgesamt reduziert ist, ein von dem wenigstens
einen Motor erzeugtes Drehmoment über ein Getriebe auf flexible Wellen zu übertragen,
welche einen gekrümmten Verlauf aufweisen und mit den Wickelvorrichtungen zu deren
Antrieb verbunden sind. Der Einsatz flexibler Wellen ermöglicht eine Umlenkung des
Drehmomentes in Richtung der Wickelvorrichtungen. Grundsätzlich wäre es auch möglich,
den Weg zwischen einer Drehmomentausgabe des bzw. der Motor(en) und den Wickelvorrichtungen
über bspw. Zahnradkombinationen zu überbrücken, allerdings würde dies eine mit der
Erfindung gerade zu überwindende komplexe und mit vielen Bauteilen beladene Konstruktion
bedingen. Hier haben die erfindungsgemäßen flexiblen Wellen den Vorteil, dass sie
klein, leicht und einfach in einem Saiteninstrument anzuordnen sind.
[0010] Insbesondere am Beispiel einer Gitarre, vorzugsweise E-Gitarre, bzw. eines Basses,
vorzugsweise E-Basses, bei welchen Instrumenten die Wickelvorrichtungen in Form der
so genannten Wirbel am Kopf sitzen, ist der Raum zur Anordnung von Motoren besonders
eingeengt. Hier kann mit der vorliegenden Erfindung gegenüber einer an anderer Stelle
bereits vorgeschlagenen Ausrüstung eines jeden Wirbels mit einem eigenen Motor erheblicher
Raum eingespart werden. Dies führt zunächst zu einer Gewichtsersparnis an diesem Ende
des Instrumentes, was insbesondere für die Austarierung des Instrumentes von extremem
Vorteil ist. Für Musiker ist es störend, teilweise sogar nahezu unmöglich, mit "kopflastigen"
Instrumenten zu agieren. Ferner bietet eine Reduktion der Anzahl der Motoren bei diesen
Instrumenten die Möglichkeit, in dem dann noch vorhandenen, nicht durch die Motoren
eingenommenen Raum bspw. eine Steuerung für eine automatische Stimmung des Instrumentes
unterzubringen. Sind am Kopf der Gitarre, insbesondere E-Gitarre, bzw. des Basses,
vorzugsweise E-Basses, auch Sensoren angeordnet, die den aktuellen Ton einer angeschlagenen
Saite erfassen (bspw. Piezoabnehmer) und ist auch eine Spannungsversorgung am Kopf
des Instrumentes vorhanden, kann eine Vorrichtung zum automatischen Stimmen des Instrumentes
insgesamt dort am Kopf angeordnet sein. Eine solche Vorrichtung funktioniert, indem
der tatsächliche Ist-Ton einer schwingenden Saite der Frequenz erfasst wird, diese
Frequenz mit einer in der Steuerung gespeicherten Soll-Frequenz verglichen wird und
durch die Steuerung der bzw. die Motor(en) sowie das Getriebe in einer solchen Art
und Weise angesteuert werden, dass die der entsprechenden Saite zugeordnete Aufwickelvorrichtung,
z.B. der zugeordnete Wirbel, entsprechend zum Spannen bzw. zum Entspannen der Saite
so angesteuert wird, dass sie in der vorgegebenen Frequenz schwingt. Alternativ kann
eine solche Vorrichtung zum automatischen Stimmen des Saiteninstrumentes, insbesondere
einer Gitarre oder Basses, vorzugsweise E-Basses, auch modular entlang des Instrumentes
verteilt sein. So kann am Beispiel einer Gitarre, vorzugsweise E-Gitarre, bzw. eines
Basses, vorzugsweise E-Basses, die Steuerung auch am Korpus des Instrumentes angeordnet
sein, wobei dann dafür Sorge zu tragen ist, dass die Steuersignale vom Korpus zum
Kopf an den Motor / die Motoren sowie das Getriebe übertragen werden. Gleichermaßen
kann zwar die Steuerung am Kopf angeordnet sein, jedoch eine Stromversorgung für die
Steuerung und den/die Motor(en) vom Korpus her zum Kopf geführt sein.
[0011] Das erfindungsgemäß vorhandene Getriebe ist vorzugsweise so ausgestaltet, dass es
jeweils eine mit einer Wickelvorrichtung verbundene; flexible Welle gezielt einzeln
ansteuern und mit einer Drehmomentausgabe eines Motors verbinden kann. Auf diese Weise
ist sicher gestellt, dass jede der Wickelvorrichtungen einzeln zum Spannen bzw. Entspannen
der jeweiligen Saite automatisch bewegt werden kann, so dass jede Saite individuell
gespannt bzw. entspannt und damit gestimmt werden kann.
[0012] In einer bevorzugten Ausgestaltung (Anspruch 2) weist die Vorrichtung zwei Motoren
auf, die jeweils ein Drehmoment mit einander entgegen gesetztem Drehsinn erzeugen.
Diese Art der entgegen gesetzt gerichteten Drehmomente kann bspw. durch eine in einer
bezogen auf das Drehmoment axialen Richtung einander gegenüber liegenden Anordnung
von gleichsinnig laufenden Motoren erzeugt werden, es können jedoch auch Motoren parallel
neben einander gesetzt werden, welche gegensinnig laufen. Ferner ist in dieser Weiterbildung
vorgesehen, dass ein Getriebe vorgesehen ist, über welches jede der zu jeweils einer
Wickelvorrichtung geführten, flexiblen Welle mit der Drehmomentausgabe des einen oder
anderen Motors verbindbar ist. Auf diese Weise wird durch Verbinden der flexiblen
Welle einer Wickelvorrichtung mit dem einen bzw. dem anderen Motor, genauer mit deren
Drehmomentausgaben, eine Bewegung der Wickelvorrichtung zum Auf- bzw. Abwickeln der
Saite, d.h. zum Spannen bzw. Entspannen derselben erreicht.
[0013] In einer wie in Anspruch 3 angegebenen Weiterbildung der Vorrichtung wird erreicht,
dass jede der Wickelvorrichtungen individuell zum Spannen bzw. Entspannen der Saite
ansteuerbar ist, während die restlichen Wickelvorrichtungen in ihrer momentanen Position
verbleiben.
[0014] Eine mögliche, im Rahmen der Erfindung derzeit bevorzugte Ausgestaltung des Getriebes
ist in Anspruch 4 angegeben. Danach wird eine an den wenigstens einen Motor angeschlossene
eine Friktionsoberfläche aufweisende, im wesentlichen zylinderförmige, um eine Längsachse
rotierbare Antriebswalze sowie mit den flexiblen Wellen verbundene, ebenfalls Friktionsoberflächen
aufweisende und mit der Antriebswalze in Eingriff bringbare Abnahmeräder in dem Getriebe
angeordnet. Eine solche Lösung hat gegenüber einer Lösung mit Zahnrädern den Vorteil,
dass es beim Einkuppeln eines der Abnahmeräder an der Antriebswalze nicht zu einem
Versatz der Zahnungen der jeweiligen Zahnräder kommen kann. Als Friktionsoberflächen
werden insbesondere Gummioberflächen bevorzugt (Anspruch 5).
[0015] In Anspruch 6 ist die bevorzugte Anordnung der Vorrichtung an einem Kopf einer Gitarre,
vorzugsweise einer E-Gitarre, oder eines Basses, vorzugsweise E-Basses, beschrieben.
[0016] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
eines Ausführungsbeispiels anhand der beigefügten Figuren. In den Figuren ist die
Erfindung am Beispiel einer Verwirklichung in einer E-Gitarre gezeigt. Die Erfindung
ist jedoch nicht auf dieses Instrument beschränkt, sondern kann grundsätzlich bei
allen Saiteninstrumenten angewandt werden. In den Figuren zeigen:
- Fig. 1
- schematisch eine Ansicht einer E-Gitarre,
- Fig. 2
- in dreidimensionaler Ansicht die Rückseite des Kopfes der in Fig. 1 gezeigten E-Gitarre
mit einer darauf angeordneten, erfindungsgemäßen Vorrichtung,
- Fig. 3
- eine Aufsicht auf die in Fig. 2 dargestellte Rückseite des Kopfes der E-Gitarre und
- Fig. 4
- eine entlang der in Fig. 3 gezeigten Linie IV - IV genommene Schnittansicht durch
den Kopf der E-Gitarre mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung
[0017] In den Figuren sind gleiche Elemente mit gleichen Bezugszeichen versehen.
[0018] In den Figuren wird die Erfindung anhand eines auf einer in Fig. 1 dargestellten
E-Gitarre 1 montierten Ausführungsbeispiels erläutert. Die Erfindung ist nicht auf
die Anwendung in einer solchen E-Gitarre beschränkt, sondern kann prinzipiell in jedem
Saiteninstrument eingesetzt werden, insbesondere auch in Akustik-Gitarren, E-Bässen,
Streichinstrumenten und dergleichen.
[0019] Die in Fig. 1 schematisch gezeigte E-Gitarre 1 lässt sich grob unterteilen in einen
Korpus 2, einen Hals 3 und einen Kopf 4. An dem Korpus 2 ist ein Befestigungsblock,
in diesem Beispiel ein Tremolo-Systemblock 5, angeordnet, an welchem die Gitarrensaiten
6a bis 6f jeweils mit einem ersten Ende festgelegt sind. Mit ihrem jeweiligen zweiten
Ende laufen die Gitarrensaiten 6a bis 6f auf an dem Kopf 4 angeordneten Wirbeln 7
auf. Die Wirbel 7 sind mit Flügeln 8 verbunden, durch deren Drehung die Wirbel 7 verdreht
und damit die Saitenspannung verändert werden kann. Am Korpus 2 der Gitarre 1 befindet
sich unterhalb der Saiten 6a bis 6f schließlich noch ein so genanntes pick-guard 9.
[0020] Die erfindungsgemäße Vorrichtung wird in diesem Ausführungsbeispiel am Kopf 4 der
E-Gitarre 1 angeordnet, und zwar auf der den Wirbeln 7 gegenüber liegenden Rückseite
des Kopfes 4.
[0021] Dies ist in den Figuren 2 bis 4 näher dargestellt. In diesen Figuren ist jeweils
nur der Kopf 4 der E-Gitarre 1-sowie ein kleiner Abschnitt des Halses 3 dargestellt.
Zu erkennen sind die mit den auf der gegenüber liegenden Seite angeordneten Wirbeln
7 zum Drehen derselben verbundenen Mechaniken 10. An diese Mechaniken 10 angeschlossen
ist für jeden der Wirbel 7 je eine flexible Welle 11. Diese flexiblen Wellen 11 sind
mit jeweils einem Abnahmerad 13 verbunden, welches Teil eines Getriebes 12 ist. Ebenfalls
Teil des Getriebes 12 sind Antriebswalzen 14. Die Antriebswalzen 14 sind direkt mit
bezogen auf das Drehmoment in einer axialen Richtung einander gegenüber liegend angeordneten
Motoren 15 verbunden. Letzte sind in einer hier nicht näher dargestellte Stromversorgung
angeschlossen, so dass sie die Antriebswalzen 14 zur Rotation bringen können.
[0022] In einer Neutralstellung des Getriebes 12 sind die Abnahmeräder 13 mit einer radialen
Friktionsoberfläche von radialen Friktionsoberflächen der Antriebswalzen 14 getrennt.
Soll einer der Wirbel 7 zum Verstellen der Saitenspannung gedreht werden, wird das
mit der entsprechenden flexiblen Welle 11 verbundene Abnahmerad 13 in später näher
zu beschreibender Weise mit seiner Friktionsfläche mit der Friktionsfläche einer der
Antriebswalzen 14 in Verbindung gebracht, so dass ein Drehmomentübertrag von dem der
Antriebswalze 14 zugeordneten Motor 15 auf den Wirbel 7 stattfinden kann.
[0023] Wie insbesondere in Fig. 3 erkennbar, sind die Motoren 15 in axialer Richtung der
Antriebswalzen 14 einander gegenüber liegend angeordnet. Die Motoren 15 selbst haben
beide eine gleichsinnige Drehmomentausgabe, durch die einander gegenüber liegende
Anordnung wird auf die Antriebswalzen 14 jedoch jeweils ein Drehmoment mit entgegen
gesetztem Drehsinn ausgegeben. Daher können die Abnahmeräder 13 durch Eingriff mit
jeweils einer der Antriebswalzen 14 in einem ersten Drehsinn bzw. in einem dem ersten
Drehsinn entgegen gesetzten Drehsinn bewegt werden. Mit anderen Worten kann je nach
ausgesuchter Antriebswalze 14, mit welcher ein bestimmtes Abnahmerad 13 in Eingriff
gebracht wird, die zugeordnete flexible Welle 11 und damit letztendlich der Wirbel
7 zum Entspannen oder zum Spannen der Saite in der jeweils erforderlichen Drehrichtung
angetrieben werden.
[0024] In Fig. 4 ist noch einmal deutlich zu erkennen, dass in einer Leerlaufposition die
Abnahmeräder 13 mit ihren Friktionsflächen von den Friktionsflächen der Antriebswalzen
14 getrennt sind. Erst wenn ein ausgesuchter Wirbel 7 in einer bestimmten Richtung
verdreht werden soll, wird das zugehörige Abnahmerad 13 mit seiner radialen Friktionsfläche
gezielt gegen die radiale Friktionsfläche der entsprechenden Antriebswalze 14 gedrückt,
um ein Verstellen des Wirbels 7 und damit Spannen bzw. Entspannen auf diesen Wirbel
7 auflaufenden Saite zu erreichen.
[0025] In Fig. 4 ist ferner zu erkennen, dass zu einer platzsparenden Bauweise die insgesamt
sechs Antriebsräder (je eines für die sechs Wirbel 7) in der in Fig. 3 gezeigten Ansicht
in zwei Ebenen übereinander angeordnet sind. In gleicher Weise sind auch die flexiblen
Wellen 11 in zwei Ebenen geführt.
[0026] Die gezeigte Vorrichtung eignet sich insbesondere sehr gut, um in ein System zum
automatischen Stimmen des Saiteninstrumentes, hier der E-Gitarre 1, eingebunden zu
werden. Hierzu werden die Motoren 15 wie auch das Getriebe 12 bzw. eine Ansteuerung
zum Einkuppeln einzelner Abnahmeräder 13-mit einer Steuerung verbunden. Diese Steuerung
ist ferner mit einer Erfassungseinrichtung zum Wahrnehmen der tatsächlichen aktuellen
Frequenz, in welcher eine Saite schwingt, verbunden und in der Lage, diese aktuelle
Frequenz mit einer Soll-Frequenz zu vergleichen. Anhand des Vergleichsergebnisses
steuert die Steuerung einen der Motoren 15 an (je nach erforderlicher Laufrichtung
zum Spannen bzw. Entspannen der zu stimmenden Saite). Ferner steuert die Steuerung
einen Kupplungsmechanismus an, der das dem Wirbel 7, auf welchem die zu spannende
Saite aufläuft zugeordnete Abnahmerad 13 mit der dem angesteuerten Motor 15 zugeordneten
Antriebswalze 14 in Eingriff bringt, so dass ein Spannen bzw. Entspannen der Saite
erfolgt. Die Steuerung kontrolliert ferner, vorzugsweise über eine Regelung, bei der
permanent der von der Saite erzeugte Ton überwacht wird, wann die Saite die richtige
Spannung aufweist und löst dann das Abnahmerad 13 von der Antriebswalze 14 und schaltet
den Motor 15 aus.
[0027] Mechanismen zum Ankuppeln eines Abnahmerades 13 an eine der Antriebswalzen 14 können
bspw. pneumatisch oder magnetisch, vorzugsweise elektromagnetisch, angetrieben sein.
[0028] Das gezeigte und beschriebene Ausführungsbeispiel ist nicht beschränkend, sondern
dient lediglich der Erläuterung. Die Erfindung in ihrem vollen Umfang ist ausschließlich
durch die nachfolgenden Ansprüche beschränkt.
Bezugszeichenliste
[0029]
- 1
- E-Gitarre
- 2
- Korpus
- 3
- Hals
- 4
- Kopf
- 5
- Tremolo-Systemblock
- 6a-f
- Saite
- 7
- Wirbel
- 8
- Flügel
- 9
- Pick-Guard
- 10
- Mechanik
- 11
- flexible Welle
- 12
- Getriebe
- 13
- Abnahmerad
- 14
- Antriebswalze
- 15
- Motor
1. Vorrichtung zum Verstellen der Spannung der mit einem ersten Ende auf einer Wickelvorrichtung
(7) und mit einem zweiten Ende an einer weiteren Befestigung (5) festgelegten Saiten
(6a - 6f) eines einen Kopf und einen Korpus aufweisenden Saiteninstrumentes (1), insbesondere
einer Gitarre, vorzugsweise E-Gitarre, oder eines Basses, vorzugsweise E-Basses, mit
wenigstens einem Motor (15), einem mit dem wenigstens einem Motor (15) verbundenen
Getriebe (12), wobei in der Vorrichtung weniger Motoren (15) angeordnet sind als das
Saiteninstrument (1) Saiten (6a - 6f) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass an dem Getriebe (12) zur Übertragung einer von der Kombination aus Motor (15) und
Getriebe (12) generierten Drehbewegung auf die Wickelvorrichtung (7) flexible Wellen
(11) angeschlossen sind, und
dass der wenigstens eine Motor (15) zur Anordnung an dem Kopf des Saiteninstruments (1)
eingerichtet ist und
die flexiblen Wellen (11) so ausgebildet sind, dass sie im Gebrauch zwischen der Kombination
aus Motor (15) und Getriebe (12) und der Wickelvorrichtung (7) einen gekrümmten Verlauf
aufweisen, zur Umlenkung des Drehmomentes der Drehbewegung in Richtung der Wickelvorrichtung.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie zwei Motoren (15) aufweist, die jeweils ein Drehmoment mit einander entgegen
gesetztem Drehsinn erzeugen, sowie ein Getriebe (12), über welches jede der zu jeweils
einer Wickelvorrichtung (7) geführten, flexiblen Wellen (11) mit der Drehmomentausgabe
des einen oder anderen Motors (15) verbindbar ist.
3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Normalstellung des Getriebes (12) die flexiblen Wellen (11) in einer Leerlaufposition
ohne Verbindung mit dem Motor (15) geschaltet sind und dass über das Getriebe (12)
jede einer zugehörigen Wickelvorrichtung (7) zugeordnete, flexible Welle (11) einer
Saite (6a - 6f) einzeln und gezielt mit der Drehmomentausgabe des wenigstens einen
Motors (15) verbindbar ist, während die restlichen flexiblen Wellen (11) in der Leerlaufposition
verbleiben.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Getriebe (12) durch eine an dem mindestens einen Motor (15) angeordnete, eine
Friktionsoberfläche aufweisende im wesentlichen zylinderförmige, um eine Längsachse
rotierbare Antriebswalze (14) sowie mit der Antriebswalze (14) in Eingriff bringbare,
mit den flexiblen Wellen (11) verbundene, Friktionsoberflächen aufweisende Abnahmeräder
(13) gebildet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebswalze (14) und die Abnahmeräder (13) Friktionsoberflächen aus Gummi aufweisen.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie an einem Kopf (4) einer Gitarre (1), vorzugsweise einer E-Gitarre, oder eines
Basses, vorzugsweise E-Basses, angeordnet ist, wobei die flexiblen Wellen (11) zum
Drehen der Wirbel (7) an diese angeschlossen sind.
1. A method for adjusting the tension of the strings (6a - 6f) of a stringed instrument
(1), in particular a guitar, preferably an electric guitar or a bass, preferably an
electric bass, having a head and a body, with a first end fastened to a winding device
(7) and with a second end fastened to an another fastener (5), and having at least
one motor (15), a gear (12) connected to said at least one motor (15), whereas fewer
motors (15) are arranged in the device than the stringed instrument (1) possesses
strings (6a - 6f),
characterised in
flexible shafts (15) are connected to the gear (12) for transmitting a rotational
movement generated by the combination of motor (15) and gear (12) to the winding device
(7), and that said at least one motor (15) is designed to be arranged on the head
of the stringed instrument (1) and the flexible shafts (11) are formed in such a way
that they have a curved run in use between the combination of motor (15) and gear
(12) and the winding device (7), for diverting the torque of the rotational movement
in the direction of the winding device.
2. A device according to claim 1, characterised in that it has two motors (15), which each generate a torque with a rotation direction opposite
to one another, as well as a gear (12), via which each of the flexible shafts (11)
respectively guided to a winding device (7) can be connected to the torque output
of either motor (15).
3. A device according to any of the preceding claims, characterised in that in a normal position of the gear (12), the flexible shafts (11) are switched in a
neutral position without connection to the motor (15) and that each of a flexible
shaft (11) of a string (6a - 6f) assigned to a corresponding winding device (7) can
be connected individually and with accuracy to the torque output of said at least
one motor (15), while the remaining flexible shafts (11) stay in the neutral position.
4. A device according to any of the preceding claims, characterised in that the gear (12) consists of a substantially cylindrical drive roller (14) which is
arranged on said at least one motor (15), has a friction surface and is rotatable
about a longitudinal axis, as well as of reducing wheels (13) having friction surfaces
connected to the flexible shafts (11) and which can be brought into engagement with
the drive roller (14).
5. A device according to claim 4, characterised in that the drive roller (14) and the reducing wheels (13) have friction surfaces made of
rubber.
6. A device according to any of the preceding claims, characterised in it is integrated in a head (4) of a guitar (1), preferably an electric guitar or
a bass, preferably an electric bass whereas the flexible shafts (11) are connected
to swivels (7) for the rotation thereof.
1. Procédé de réglage de tension des cordes (6a - 6f) d'un instrument à cordes (1), en
particulier d'une guitare, de préférence d'une guitare électrique ou d'une basse,
de préférence d'une basse électrique, présentant une tête et un corps, avec une première
extrémité fixée sur un dispositif d'enroulement (7) et une seconde extrémité au niveau
d'un autre système de fixation (5), comportant au moins un moteur (15), un engrenage
(12) connecté audit au moins un moteur (15), dans lequel le dispositif comprend moins
de moteurs (15) que l'instrument à cordes (1) ne compte de cordes (6a - 6f),
caractérisé en ce
que des arbres flexibles (11) sont connectés à l'engrenage (12) pour assurer la transmission
d'un mouvement rotatif généré par la combinaison moteur (15) et engrenage (12) au
dispositif d'enroulement (7) et en ce que ledit au moins un moteur (15) doit être
disposé au niveau de la tête de l'instrument à cordes (1) et les arbres flexibles
(11) sont conçus de telle sorte qu'en service ils suivent une courbe entre la combinaison
moteur (15) et engrenage (12) et le dispositif d'enroulement (7), pour dévier le couple
du mouvement rotatif en direction du dispositif d'enroulement.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il présente deux moteurs (15), qui génèrent chacun un couple de rotation dans un sens
de rotation opposé l'un à l'autre, de même qu'un engrenage (12), par l'intermédiaire
duquel chacun des arbres flexibles (11) guidés vers un dispositif d'enroulement (7)
peut être connecté à la sortie de couple de l'un des moteurs (15).
3. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'en position normale de l'engrenage (12), les arbres flexibles (11) sont connectés
en position neutre sans liaison avec le moteur (15) et en ce que chaque arbre flexible (11) d'une corde (6a - 6f), associé à un dispositif d'enroulement
correspondant (7) peut être connecté individuellement et avec précision à la sortie
de couple dudit au moins un moteur (15) par l'intermédiaire de l'engrenage (12), pendant
que les autres arbres flexibles (11) restent en position neutre.
4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'engrenage (12) est constitué d'un galet d'entraînement (14) sensiblement cylindrique,
disposé au niveau dudit au moins un moteur (15), présentant une surface de friction
et rotatif autour d'un axe longitudinal, de même que de pignons réducteurs (13) engrenables
avec le galet d'entraînement (14), reliés aux arbres flexibles (11) et présentant
des surfaces de friction.
5. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce que le galet d'entraînement (14) et les pignons réducteurs (13) présentent des surfaces
de friction en caoutchouc.
6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est intégré au niveau de la tête d'une guitare (1), de préférence une guitare électrique
ou d'une basse, de préférence une basse électrique, tandis que les arbres flexibles
(11) sont connectés aux tourillons (7) pour les faire tourner.