[0001] Die Erfindung betrifft ein Vorhang-Auftragswerk zum Auftragen zweier Streichmediums-Schichten,
beispielsweise Farbe, auf die Oberseite einer sich bewegenden Bahn, aufweisend eine
oberhalb der zu beschichtenden Bahn befindlichen Mediums-Zufuhreinrichtung mit zwei
Strömungskanälen für jeweils ein Streichmedium, wobei die Mediums- Zufuhreinrichtung
in der Lage ist, einen aus diesen Streichmedien bestehenden Vorhang an die sich bewegende
Bahn abzugeben.
[0002] In den letzten Jahren sind zur Beschichtung von Papier-, Karton oder anderen Faserstoffbahnen
vermehrt Vorhang-Auftragswerke vorgeschlagen worden.
[0003] Ein solches Vorhang-Auftragswerk 100 ist im schematischen Querschnitt in Figur 4
gezeigt. Es zeigt einen oberen Vorhangkopf 101, der eine Farbe ta auf die in Richtung
des Pfeils laufende Bahn w abgibt, um einen Farbvorhang zu bilden.
[0004] Ein derartiges Vorhang-Auftragswerk zur Abgabe einer einzigen Auftragsschicht ist
in der japanischen Gebrauchsmusteranmeldung
JP 4131700 U1 offenbart.
[0005] Ein weiteres aus der
JP 2005161153-A bekanntes Vorhang-Auftragswerk ist im schematischen Querschnitt der Figur 5 dargestellt.
Zwei Streichmediumsarten, bzw. Farben tb, tc gelangen von zwei oberen Vorhangköpfen
201, 202 in Form von Einzeischichtvorhängen cb, cc auf eine in Richtung des Pfeils
laufende Bahn w. Die Einzelvorhänge legen sich auf der Bahn übereinander. Dabei gelangt
die zweite Schicht tc auf die noch nasse, ungetrocknete erste Schicht.
[0006] Ist die Menge der aus den Vorhangköpfen 201, 202 abgegebenen Farben tb, tc gering,
zum Beispiel weniger als 4 bis 6 l/min pro Bahnbreite m, sind die Farbvorhänge cb,
cc nicht sehr stark und können nicht zur Bildung eines normalen Vorhangs verwendet
werden. Des Weiteren kann durch Lufteinwirkung eine Beeinträchtigung der Vorhänge
cb, cc bewirkt werden, so dass eine normale Beschichtung verhindert wird.
[0007] Ein weiteres Auftragswerk für den zweischichtigen Auftrag ist im schematischen Querschnitt
in Figur 6a und Figur 6b dargestellt. Bei Figur 6b handelt es sich um eine Ansicht
entlang der Pfeilrichtung A von Figur 6a. Die beiden Vorhangköpfe 301, 302 bilden
einen zweischichtigen Farbvorhang bestehend aus den Schichten cd, ce, der auf die
in Richtung des Pfeils laufende Bahn w gelangt.
[0008] Wie in Figur 6b dargestellt, ist bei Verwendung eines in Figur 6a dargestellten Vorhang-Auftragswerks
300 die Vorhangbreite cs größer als die Bahnbreite ws.
Nachteilig ist, dass das von der Auffangschale cp1 aufgefangene Medium der beiden
Farben td, te jedoch vermischt wird (siehe Figur 6 a). Aus diesem Grunde ist, wenn
Farben mit verschiedenen Eigenschaften aufgetragen werden sollen, die Wiederverwendung
der vermischten Medien td, te unmöglich. Außerdem kommt es zu einem Produktionsverlust.
[0009] Aus der
US 4, 233, 346 ist eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Auftragen von überlagerten Schichten auf
eine Bahn bekannt.
Als Auftragsvorrichtung ist ebenfalls ein Vorhang-Auftragswerk vorgesehen. Das Auftragswerk
weist eine oberhalb der zu beschichtenden Bahn befindliche Mediums-Zufuhreinrichtung
mit zwei Strömungskanälen für jeweils ein Streichmedium auf. Die Strömungskanäle sind
so angeordnet, dass ein aus beiden Mediumsarten aneinander gelegter, zweischichtiger
Vorhang entsteht und an die sich darunter bewegende Bahn abgegeben wird. Die Figur
3 der US- Patentschrift entspricht im Wesentlichen der als "prior art" gekennzeichneten,
vorstehend abgehandelten Figur 6a mit denselben Nachteilen.
In der besagten
US 4, 233, 346 ist auch offenbart, dass eine Schicht schmaler ist als die Breite der Bahn. Die andere
Schicht des zweischichtigen Vorhangs ist dagegen breiter als die Bahn. Der über den
Bahnrand hinaus abgegebene Vorhangrandteil (also des Teils der breiteren Vorhangschicht)
kann aufgefangen werden. Nachteilig ist, dass eine Randführung des schmaleren Vorhangs
und damit ein sauberer aufgebrachter Strichrand auf der Bahn nicht möglich ist.
[0010] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Vorhang-Auftragswerk für einen
doppelschichtigen Auftrag auf eine Bahnfläche anzugeben, das einen stabilen doppelschichtigen
Vorhang erzeugt und bei dem überschüssiges Streichmedium vom Vorhangrand getrennt
auffangbar und zurückgewinnbar ist und mit dem darüber hinaus eine gleichmäßige Beschichtung
auf der Bahn möglich ist.
[0011] Zur Lösung der Aufgabe wird ein Vorhang-Auftragswerk nach Anspruch 1 vorgeschlagen.
[0012] Der besondere Vorteil dieser Erfindung besteht darin, dass die überschüssigen, nicht
für die Beschichtung verwendeten Streichmediumsteile pro Schicht und ohne sich zu
vermischen, getrennt voneinander aufgefangen und auch zurückgewonnen werden können.
Die zurückgewonnene Farbe kann wieder verwendet werden und der Farbverlust beim Auftragsprozess
kann dadurch so weit wie möglich reduziert werden.
[0013] Eine sehr vorteilhafte Lösung besteht darin, dass plattenförmige Führungsmittel zum
Stabilisieren der Seitenränder des doppelschichtigen Vorhangs vorgesehen sind.
Damit lässt sich der Vorhang stabilisieren und ermöglicht dadurch eine gleichmäßige
Beschichtung.
[0014] Vorteilhaft ist es, wenn die plattenförmigen Führungsmittel in Breitenrichtung der
Mediums-Zufuhreinrichtung bzw. des Vorhangs verstellbar sind. Dadurch kann man auch
die Breite des Vorhangs variieren.
[0015] Eine vorteilhafte Ausbildung der Führungsmittel ergibt sich, wenn diese flexibel
sind und sich dadurch optimal an den Vorhang anpassen können. Die plattenartigen Führungsmittel
können beispielsweise aus einer Folie aus Polypropylen gefertigt sein und eine Dicke
von 50 bis 100 µm aufweisen. Ihre Oberfläche, d.h. jene Fläche die mit dem Vorhangsrändern
in Kontakt kommt, ist glatt bzw. mit einem niedrigen Reibungskoeffizienten ausgeführt.
[0016] Zweckmäßig ist es, wenn die Strömungskanäle der Mediums-Zufuhreinrichtung - hinsichtlich
der Baugröße der Zufuhreinrichtung - in einem Winkel θ von 15 bis 30° zueinander konvergieren.
Die Auslässe der Strömungskanäle treffen dann im Bereich des Spitzenteils der mittleren
Lippe der Mediums-Zufuhreinrichtung zusammen und erzeugen so einen aneinander gelegten,
also doppelschichtigen Vorhang.
[0017] Die Bauform der Mediums- Zufuhreinrichtung kann dadurch kompakt und dennoch in relativ
geringer Größe ausfallen.
[0018] Sowohl die erfindungsgemäße Mediums-Trennplatte als auch das plattenartige Führungsmittel
ist jeweils als Paar vorhanden. Mit anderen Worten: die Bauteile Trennplatte und Führungsmittel
sind parallel zueinander angeordnet, befinden sich vorteilhafterweise an jedem Vorhangsrand
und erstrecken sich parallel zur Bewegungsrichtung der laufenden Bahn.
[0019] Die Mediums-Trennplatte lässt sich vorteilhaft in Bahnbreitenrichtung - angepasst
an die jeweilige Vorhangsbreite - verfahren. Dadurch lässt sich das überschüssige
Medium auch unabhängig von der Größe der Bahnbreitenabmessung zurückgewinnen.
[0020] Ebenso lässt sich das plattenartige Führungsmittel unabhängig von der Größe der Bahnbreitenabmessungen
bewegen.
[0021] In der Beschreibung der Erfindung wird oftmals von "Farbe" bzw. Farbvorhang gesprochen.
Es sei aber darauf hingewiesen, dass die Erfindung sich ganz allgemein auf das Auftragen
eines Streichmediums bezieht.
[0022] Es folgt eine Beschreibung einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung unter
Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen.
[0023] Es zeigen:
- Figur 1:
- eine schematische Vorderansicht des sich auf die Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung beziehenden Vorhang-Auftragswerks.
- Figur 2 a:
- einen Querschnitt entlang der Linie B-B von Figur 1.
- Figur 2 b:
- einen Querschnitt entlang der Linie C-C von Figur 1.
- Figur 3 a:
- eine vergrößerte Ansicht der mittleren Lippe und der Mediums- Mediums-Trennplatte,
die in Figur 2b dargestellt sind.
- Figur 3 b:
- einen schematischen Querschnitt eines modifizierten Beispiels für die Mediums-Trennplatte
und das Lagerungsbehältnis.
- Figur 4:
- einen schematischen Querschnitt des Hauptteils eines Beispiels für eine Vorhang-Auftragsvorrichtung
nach dem Stand der Technik.
- Figur 5:
- einen schematischen Querschnitt des Hauptteils eines Beispiels für eine Zwei-Schicht-Vorhang-Auftragsvorrichtung
nach dem Stand der Technik.
- Figur 6 a:
- einen schematischen Querschnitt des Hauptteils eines anderen Beispiels für eine Zwei-Schicht-Vorhang-Auftragsvorrichtung
nach dem Stand der Technik.
- Figur 6 b:
- ist eine Ansicht entlang der Richtung von Pfeil A von 6 a.
[0024] Figur 1 ist eine schematische Vorderansicht eines Vorhang-Auftragswerks 10 einer
Ausführungsform, bei dem die vorliegende Erfindung Anwendung findet, und Figur 2 a
ist ein Querschnitt entlang der Linie B-B von Figur 1, und Figur 2b ist ein Querschnitt
entlang der Linie C-C von Figur 1.
[0025] Das Vorhang-Auftragswerk 10 gibt mittels einer Mediums-Zufuhreinrichtung N eine Farbe
ta eines ersten Vorhangkopfs 11 bzw, eine Farbe tb eines zweiten Vorhangkopfs 12 aus
bzw. ab, woraufhin unter Bildung von zweischichtigen Farbvorhängen ca, cb (siehe Figur
2 a) zwei Schichten der Farben ta, tb auf eine in Richtung des Pfeils laufende Fläche
der Bahn w aufgetragen werden.
[0026] Das Vorhang-Auftragswerk 10 erzeugt in seinem Mittelbereich einen stabilen Farbvorhangbereich,
indem es, wie in Figur 1 dargestellt, die zweischichtigen Farbvorhänge ca, cb in Breiten
abgibt, die größer sind als die Bahnbreite ws.
[0027] Es sei darauf hingewiesen, dass, wie in Figur 2 a dargestellt, ein zwischen den Strömungskanälen
11a, 12a des ersten Vorhangkopfs 11 bzw. des zweiten Vorhangkopfs 12 gebildeter Winkel
θ zwischen 15 und 30° eingestellt ist. Der Winkel θ liegt vorzugsweise in diesem vorgeschriebenen
Wertebereich, weil die Abmessungen der Mediums- Zufuhreinrichtung N insgesamt zu groß
wären, wenn der Winkel größer wäre.
[0028] Wie in den Figuren 1 und 2b dargestellt, werden darüber hinaus die überschüssigen
Farben ta1, tb1 in Breitenrichtung der Bahn, die zur Beschichtung der Bahnfläche nicht
verwendet werden, durch spezielle Auffangschalen cp1, cp2 einzeln getrennt und aufgefangen.
[0029] Auf diese Weise werden die zurückgewonnenen Farben ta1, tb1 zu (in den Zeichnungen
nicht gezeigten) Zufuhrbehältern für jede der Farben ta, tb zurückgeführt. Sie können
rezirkuliert und wieder dem ersten Vorhangkopf 11 bzw. dem zweiten Vorhangkopf 12
zugeführt werden.
[0030] Zur Erhöhung der Stabilität zwischen den zum Beschichten eingesetzten Farben ta,
tb und den einzeln getrennten überschüssigen Farben ta1, tb1, die zur Beschichtung
nicht verwendet werden, sind, wie in Figur 1 dargestellt, parallelzueinander angeordnete
plattenartige Führungsmittel gp, gp zur Ausrichtung der Randteile der Farbvorhänge
ca, cb vorgesehen.
[0031] Die Führungsmittel gp, gp stabilisieren die Farbvorhänge ca, cb und teilen sie in
Farben ta, tb, die zur Beschichtung verwendet werden, und einzeln getrennte überschüssige
Farben ta1, tb1, die nicht zur Beschichtung verwendet werden.
[0032] Das heißt, durch die beweglichen Führungsmittel gp, gp, die am Vorhangrand mit Möglichkeit
der Bewegung in Breitenrichtung der Bahn angeordnet sind, kann die Breite der Farbvorhänge
ca, cb optimal eingestellt werden. Der zweischichtige Vorhang ca, cp wird direkt zur
Beschichtung der Fläche der Bahn w über ihre gesamte Breite ws verwendet.
[0033] Die plattenartigen Führungsmittel gp, gp sind aus einer flexiblen Folie oder dergleichen
hergestellt. Um einen Widerstand gegen die Flüssigkeitsströmung der Vorhänge zu verhindern,
sind sie mit einer glatten Fläche und niedrigem Reibungskoeffizienten konfiguriert.
[0034] Um den Fluss der Medien bzw. Farben ta, tb verbessern und stabile Farbvorhänge ca,
cb erzeugen zu können ist zum Beispiel eine Polypropylenfolie mit einer Dicke von
50 bis 100 µm an einer dünnen Messing- oder Aluminiumplatte befestigt. Der Vorhang
mit seinen zwei Schichten ca, cb lässt sich dadurch besonders einfach ausrichten und
stabilisieren.
[0035] Im Kontaktbereich zwischen den Randteilen des Farbvorhangs ca, cb und den Führungsmitteln
gp tritt nur eine sehr geringe Störung des Vorhangs auf.
[0036] In Figur 1 ist dargestellt, dass in einem Bereich zwischen der Bahn w und den plattenartigen
Führungsmitteln gp eine Lücke mit der Abmessung d1 von 3 bis 5 mm vorhanden ist. Das
Streichmedium ta2, tb2 dieses Bereich, welches nicht für die Beschichtung verwendet
wird, wird mit parallel angeordneten Auffangschalen cp3 aufgefangen.
[0037] Es sei noch darauf hingewiesen, dass die Führungsmittel bzw. Führungsplatten gp aufgrund
ihrer Konfiguration aus einer dünnen Metallplatte und einer Propylenfolie gebogen
und plastisch verformt werden können, weshalb eine optimale Anpassung an den Vorhang
erfolgt.
[0038] Figur 3 a ist eine vergrößerte Ansicht entlang der mittleren Lippe N1 und Mediums-Trennplatte
pb nach der Darstellung in Figur 2 b.
[0039] Figur 2b und Figur 3 a zeigt eine Konfiguration, bei der die überschüssigen Medienteile
ta1, tb1, die nicht für die Beschichtung verwendet werden, einzeln bzw. getrennt voneinander
auffangbar sind.
[0040] Das heißt, ein Spitzenteil N11 einer zwischen den Strömungskanälen 11a, 12a einer
Zwei-Schicht-Mediums-Zufuhreinrichtung N angeordneten mittleren Lippe N1 ist so vorgesehen,
dass er 0,5 bis 10 mm (siehe Abmessung d von Figur 3 a) vom Spitzenteil N21 der beiden
äußeren Seitenlippen N2 nach unten zur Bahn w ragt. Es soll erwähnt sein, dass die
Abmessung d, um die der Spitzenteil N11 der mittleren Lippe N1 von den Spitzenteilen
N21, N21 der beiden Seitenlippen N2, N2 nach unten zur Bahnseite ragt, nicht auf diesen
Wert beschränkt ist und ihn um 10 mm übertreffen kann.
[0041] Darüber hinaus stößt eine Mediums-Trennplatte pb einer gekrümmt vorragenden Form
an den Spitzenteil N11 der mittleren Lippe N1 und bildet somit zwei voneinander getrennte
Bereiche, so dass die beiden abgegebenen Arten der Farben ta, tb räumlich derart voneinander
getrennt werden, dass die beiden Medien ta, tb ohne Vermischen aufgefangen und auch
rückgeführt werden können.
[0042] Wie in Figur 3 a dargestellt, fließt jede der überschüssigen Farben ta1, tb1, die
ohne Vermischen entlang der Mediums-Trennplatte pb und fällt in Lagerungsbehältnisse
pc1, pc2 herab.
[0043] Da die Lagerungsbehältnisse pc1, pc2, wie in Figur 1 dargestellt, eine zu den speziellen
Auffangschalen cp1, cp2 abfallende Neigung aufweisen, kann die Farbe ta1 des Lagerungsbehältnisses
pc1 und die Farbe tb2 des Lagerungsbehältnisses pc2 zu den speziellen Auffangschalen
cp1 bzw. cp2 fließen, wo sie zurückgewonnen werden.
[0044] Wie in Figur 3 a dargestellt, ist hier zur Verhinderung einer Beschädigung der mittleren
Lippe N1 infolge des Anstoßens der Mediums-Trennplatte pb am Spitzenteil N11 der mittleren
Lippe N1 an der der Mediums-Trennplatte pb ein elastisches Material, wie zum Beispiel
eine Kautschukfolie oder ein Harzmaterial, befestigt. Es sei darauf hingewiesen, dass
auch eine Konfiguration, bei der kein elastisches Material pb1 eingesetzt wird und
stattdessen die Mediums-Trennplatte pb selbst elastisch ist, verwendet werden kann.
[0045] Obgleich die vorliegende Erfindung ein Beispiel darstellt, in dem die Mediums-Trennplatte
pb und die Lagerungsbehältnisse pc1, pc2 unter Verwendung einer gebogenen Platte aus
rostfreiem Stahl, wie in Figur 3 b dargestellt, integral ausgebildet sind, können
darüber hinaus die Mediums-Trennplatte pb2 und die Lagerungsbehältnisse pc11, pc21
auch getrennt ausgebildet sein. Solange die Mediums-Trennplatte so konfiguriert ist,
dass sie vorragt und an den Spitzenteil N11 der mittleren Lippe N1 anstößt, um die
überschüssigen Farben ta1, tb1 zu trennen, kann die Mediums-Trennplatte und der Lagerungsbehältnisse
und dergleichen beliebig ausgebildet sein.
[0046] Darüber hinaus kann die Konfiguration eine erste sich bewegende Vorrichtung zum Bewegen
der oben beschriebenen Mediums-Trennplatte pb und der Lagerungsbehältnisse pc1, pc2
usw. in Breitenrichtung und eine zweite sich bewegende Vorrichtung zum Bewegen der
Führungsplatten gp, gp in Breitenrichtung umfassen.
[0047] Auf Grundlage dieser Konfigurationen kann bei Änderung der Breitenabmessung der zu
beschichtenden Bahn eine optimale Einstellung erreicht werden, indem die Führungsmittel
gp, gp, die Mediums-Trennplatte pb und die Lagerungsbehältnisse pc1, pc2 in Breitenrichtung
w bewegt werden, woraufhin die Randteile der Farbvorhänge ca, cb stabilisiert werden
und die überschüssigen Farben ta1, tb1 einzeln getrennt und zurückgewonnen werden
können.
[0048] Beim Betrieb des Vorhang-Auftragswerks kann es vorkommen, dass sich geringe Mengen
an überschüssigen Medien vermischen. Aufgrund der beschriebenen Konfiguration ist
diese Vermischungsrate allerdings sehr gering, weshalb ein Farbenverlust so weit wie
möglich reduziert werden kann.
[0049] Durch die Ausrichtung des Randteils der Farbvorhänge ca, cb durch die Führungsplatten
gp, gp kann darüber hinaus eine Stabilisierung der Randteile der Farbvorhänge ca,
cb erreicht werden. Außerdem kann die optimale Breite des Farbvorhangs ca, cb bezüglich
der Breite der Bahn w eingestellt werden, weshalb ein gleichmäßiger Auftrag auf der
Bahnoberfläche erreicht wird.
[0050] Das beschriebene Vorhang-Auftragswerk zeichnet sich dadurch aus, dass es eine stabile,
zweischichtige Beschichtung unter geringem Farbenverlust erzeugt.
[0051] Es sei darauf hingewiesen, dass, obgleich die oben beschriebene Ausführungsform ein
Beispiel darstellt, bei dem die Führungsplatten gp, gp und die Mediums-Trennplatten
pb, pb und die Lagerungsbehältnisse pc1, pc2 usw. an den parallelen Seiten der Bahn
w angeordnet sind, sie auch an nur einer Seite der Bahn w angeordnet sein können.
Es versteht sich von selbst, dass bei Anordnung an nur eine Seite der Bahn w die gleiche
Wirkung erzielt werden kann.
[0052] Praktische Beispiele für die Anwendung der vorliegende Erfindung können sein:
das Auftragen von Farbe auf Kalender, Kataloge, druckempfindliches Papier, wärmeempfindliches
Papier, photographische Filme,
sowie darüber hinaus
das Auftragen von Medien auf eine Seite von magnetischen Karten z.B. für automatische
Bahnsteigsperren.
Bezugszeichenliste
[0053]
- 10
- Vorhang-Auftragswerk
- 11
- erster Vorhangkopf
- 12
- zweiter Vorhangkopf
- 11a, 12a
- Strömungskanal
- ca, cb
- Vorhang
- cp1, cp2, cp3
- Auffangschale
- d
- Abmessung bzw. Lücke
- gp
- Führungsplatte
- N
- Mediums-Zufuhreinrichtung
- N1
- mittlere Lippe
- N11, N21
- Spitzenteil
- N2
- Seitenlippe
- pb
- Mediums-Trennplatte
- pb1
- Mediums-Trennplatte
- pb2
- Mediums-Trennplatte
- pc1, pc2
- Lagerungsbehältnis
- pc11, pc21
- Lagerungsbehältnis
- ta, tb
- Medium bzw. Farbe
- ta1 ,ta2,tb1 ,tb2
- überschüssiges Medium bzw. Farbe
- w
- Bahn
- ws
- Bahnbreite
1. Vorhang-Auftragswerk (10) zum Auftragen zweier Streichmediums-Schichten, beispielsweise
Farbe, auf die Oberseite einer sich bewegenden Bahn (w), aufweisend, eine oberhalb
der zu beschichtenden Bahn (w) befindlichen Mediums- Zufuhreinrichtung (N) mit zwei
Strömungskanälen (11a, 12a) für jeweils ein Streichmedium (ta, tb), wobei
die Mediums-Zufuhreinrichtung (N) in der Lage ist, einen aus diesen Streichmedien
(ta, tb) bestehenden zweischichtigen Vorhang (ca, cb) an die sich bewegende Bahn (w)
abzugeben;
die beiden Strömungskanäle (11a, 12a) zueinander konvergierend angeordnet sind;
die beiden Strömungskanäle (11a, 12a) sich zwischen einer mittlere Lippe (N1) mit
einem Spitzenteil (N11) und jeweils einer Seitenlippe (N2) der Mediums-Zufuhreinrichtung
(N) befinden;
die mittlere Lippe (N1) mit ihrem Spitzenteil (N11) zur Bahn (w) hin ragt;
dadurch gekennzeichnet, dass
eine konvex geformte Mediums-Trennplatte (pb, pb1, pb2) vorgesehen ist;
das Spitzenteil (N11) der mittleren Lippe (N1) an die Mediums-Trennplatte (pb, pb1,
pb2) anstößt, und dabei die beiden Arten überschüssigen Streichmediums (ta1, tb1),
die aus der Mediums-Zufuhreinrichtung (N) abgegeben werden, einzeln trennt.
2. Vorhang-Auftragswerk nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
plattenförmige Führungsmittel (gp) zum Stabilisieren der Seitenränder des Vorhangs
(ca, cb) vorgesehen sind.
3. Vorhang-Auftragswerk nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Strömungskanäle (11a, 12a) der Mediums-Zufuhreinrichtung (N) in einem Winkel θ
von 15 bis 30° zueinander konvergieren.
4. Vorhang-Auftragswerk nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die plattenförmigen Führungsmittel (gp) in Breitenrichtung der Mediums-Zufuhreinrichtung
(N) bzw. des Vorhangs (ca, cb) verstellbar sind.
5. Vorhang-Auftragswerk nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
die plattenförmigen Führungsmittel (gp) flexibel sind und beispielsweise aus einer
Folie, bestehend aus Polypropylen, gefertigt sind.
1. Curtain application unit (10) for applying two layers of coating medium, for example
colour, to the top side of a moving web (w), having a medium supply device (N) located
above the web (w) to be coated and having two flow ducts (11a, 12a) for one coating
medium (ta, tb) in each case,
the medium supply device (N) being capable of discharging a two-layer curtain (ca,
cb) composed of these coating media (ta, tb) onto the moving web (w);
the two flow ducts (11a, 12a) being arranged to converge towards each other;
the two flow ducts (11a, 12a) being located between a central lip (N1) having a tip
part (N11) and in each case a side lip (N2) of the medium supply device (10);
the central lip (N1) projecting with its tip part (N11) towards the web (w);
characterized in that
a convex medium separating plate (pb, pb1, pb2) is provided;
the tip part (N11) of the central lip (N1) abuts the medium separating plate (pb,
pb1, pb2) and, in the process, individually separates the two types of excess coating
medium (ta1, tb1) which are discharged from the medium supply device (N).
2. Curtain application unit according to Claim 1,
characterized in that
plate-like guide means (gp) are provided in order to stabilize the side edges of the
curtain (ca, cb).
3. Curtain application unit according to Claim 1,
characterized in that
the flow ducts (11a, 12a) of the medium supply device (N) converge towards each other
at an angle θ of 15 to 30°.
4. Curtain application unit according to Claim 2,
characterized in that
the plate-like guide means (gp) can be adjusted in the width direction of the medium
supply device (N) and of the curtain (ca, cb).
5. Curtain application unit according to Claim 4,
characterized in that
the plate-like guide means (gp) are flexible and, for example, fabricated from a thin
sheet consisting of polypropylene.
1. Système d'enduction en rideau (10) pour l'enduction de deux couches de milieu d'enduction,
par exemple de la peinture, sur le côté supérieur d'une bande en mouvement (w), présentant
un dispositif d'alimentation en milieu (N) situé au-dessus de la bande à revêtir (w),
avec deux canaux d'écoulement (11a, 12a) pour un milieu d'enduction respectif (ta,
tb), le dispositif d'alimentation en milieu (N) étant en mesure de délivrer un rideau
(ca, cb) à deux couches constitué de ces milieux d'enduction (ta, tb) sur la bande
en mouvement (w) ;
les deux canaux d'écoulement (11a, 12a) étant disposés de manière convergente l'un
vers l'autre, les deux canaux d'écoulement (11a, 12a) se trouvant entre une lèvre
centrale (N1) ayant une partie de pointe (N11) et une lèvre latérale respective (N2)
du dispositif d'alimentation en milieu (N) ;
la lèvre centrale (N1) pénétrant avec sa partie de pointe (N11) vers la bande (w)
;
caractérisé en ce que
l'on prévoit une plaque de séparation de milieu de forme convexe (pb, pb1, pb2) ;
la partie de pointe (N11) de la lèvre centrale (N1) bute contre la plaque de séparation
de milieu (pb, pb1, pb2) et en l'occurrence sépare individuellement les deux types
de milieu d'enduction en excès (ta1, tb1), qui sont délivrés hors du dispositif d'alimentation
en milieu (N).
2. Système d'enduction en rideau selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
des moyens de guidage en forme de plaque (gp) sont prévus pour stabiliser les bords
latéraux du rideau (ca, cb).
3. Système d'enduction en rideau selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
les canaux d'écoulement (11a, 12a) du dispositif d'alimentation en milieu (N) convergent
l'un vers l'autre suivant un angle θ de 15 à 30°.
4. Système d'enduction en rideau selon la revendication 2,
caractérisé en ce que
les moyens de guidage en forme de plaque (gp) peuvent être déplacés dans la direction
de la largeur du dispositif d'alimentation en milieu (N) ou du rideau (ca, cb).
5. Système d'enduction en rideau selon la revendication 4,
caractérisé en ce que
les moyens de guidage en forme de plaque (gp) sont flexibles et sont par exemple fabriqués
en une feuille de polypropylène.