Technisches Gebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Auftragsvorrichtung zum Auftragen von Streichmedium,
beispielsweise Farbe in mehreren Schichten auf eine laufende Bahnfläche.
[0002] Bisher mussten bei der Herstellung von beschichtetem Papier, das zur Verwendung als
allgemeines Druckpapier, zum Beispiel für Kataloge usw., allgemeines Druckpapier,
druckempfindliches Papier, wärmeempfindliches Papier und Kartenpapier für automatische
Kartenausgabemaschinen eingesetzt wird, nach dem Auftragen von Farbe auf einer als
Basispapier dienenden Bahnfläche Nach-Dosierungsauftragswerke (Rakelstreichanlage,
Stangenrakel, Luftrakel usw.) Dosierungen durchgeführt werden.
Maschinen, die für einen solchen Farbauftrag verwendet werden, werden gemeinhin als
Auftragswerke bezeichnet.
[0003] In den letzten Jahren sind anstelle des Schritts des Farbauftragens unter Einsatz
eines Nach-Dosierungsauftragswerks weithin Vorhang-Auftragsvorrichtungen (Vor-Dosierungsauftragswerke)
eingesetzt worden. Wie im schematischen Querschnitt des Hauptteils von Figur 11 gezeigt,
werden dabei Farben ta, tb auf die Fläche der Bahn w aufgetragen, indem die Farben
ta, tb aus den oberen Vorhangköpfen 101 a, 101 b auf eine in Richtung des Pfeils laufende
Bahn w abgegeben werden, um Farbvorhänge ca, cb zu bilden.
[0004] Darüber hinaus steht auch ein als Auftragsverfahren mit verschiebbarer Düse bekanntes
Mehrschicht-Auftragsverfahren zur Verfügung.
[0005] Auf die japanische Patentschrift Nr.
63-239 sei hierbei verwiesen.
[0007] Bei der Verwendung der oben beschriebenen Vorhang-Auftragswerke für photographische
Filme oder dergleichen, bei denen die Laufgeschwindigkeit niedrig ist (120 m/min,
2 bis 3m/sec), wird normalerweise die Farbe ta als eine erste Schicht auf die Filmfläche
und die Farbe tb als eine zweite Schicht auf die auf die Filmfläche aufgetragene Farbe
ta aufgetragen. Zwischen der Fallgeschwindigkeit der Farben ta, tb und der Laufgeschwindigkeit
des Films besteht nur ein geringer Unterschied.
[0008] Bei der Anwendung dieser Art von Vorhang-Auftragsvorrichtungen auf einer Papierbahn
w ist die Laufgeschwindigkeit der Bahn jedoch hoch, 300 bis 1800 m/min (5 bis 60m/sec)
und die Fallgeschwindigkeit der Farben ta, tb beträgt 3m/sec, was einen Geschwindigkeitsunterschied
zwischen den beiden Geschwindigkeiten in einer Größenordnung des 20-Fachen bedeutet.
[0009] In diesem Fall kann die als die erste Schicht auf die Bahn w aufgetragene Farbe ta
gleichmäßig über die Fläche der Bahn w gezogen und normalerweise ohne Erzeugung von
Beschichtungsunebenheiten, wie zum Beispiel Fleckenbildung, aufgetragen werden. Wie
oben beschrieben, besteht jedoch oftmals ein großer Geschwindigkeitsunterschied bei
der auf der bereits auf der Fläche der Bahn w aufgetragenen Farbe ta aufzutragenden
Farbe tb. Darüber hinaus entstehen in Abhängigkeit von der Farbart große Unterschiede
beim Oberflächenzustand, einschließlich des Reibungskoeffizienten zwischen der Fläche
der Bahn w, auf die die Farbe ta aufgetragen wird und der auf der Fläche der Bahn
w aufgetragenen Farbe ta, auf die die Farbe tb aufgetragen werden soll.
[0010] Wenn es zwischen der Farbe tb und der auf der Fläche der Bahn w aufgetragenen Farbe
ta zu einem Schlupf kommt, dann kann die Farbe tb nicht leicht über die Farbe ta gezogen
werden und es kommt zu einer Unebenheit der Beschichtung, wie zum Beispiel Fleckenbildung.
[0011] Zur Vermeidung dieses Problems wird ein durch die dichte Anordnung zweier Farbvorhänge
ca, cb, die aus den Vorhangköpfen 101a, 101b ausgegeben werden, gebildeter einziger
dicker Filmfarbvorhang auf die Fläche der Bahn w aufgetragen. Durch Lösen des Problems
des Schlupfs zwischen den Farben auf der Fläche der Bahn w wird dadurch eine Unebenheit
der Beschichtung, wie zum Beispiel Fleckenbildung, verhindert. (siehe Figur 3 der
angeführten Schrift 1).
[0012] Da aber der einzige Farbvorhang aus mehreren Farbschichten besteht, vermischen sich
die Farben. Selbst wenn die von der Fläche der Bahn w überlaufende Farbe zurückgewonnen
wird, kann sie nicht wieder verwendet werden.
[0013] Außerdem ist es schwierig, die Breite des Farbstrahls bezüglich der Breite der Bahn
w zu regulieren und diese Übereinstimmung zu gewährleisten, wenn die Breite des zu
beschichtenden Artikels geändert wird.
[0014] Weil die Vorhang-Auftragsverfahren des Stands der Technik im Allgemeinen die Bildung
von unabhängigen Farbvorhängen erfordern, kann es außerdem bei der Durchführung von
Beschichtungen mit niedriger Geschwindigkeit vorkommen, dass Vorhänge gebildet werden,
die instabil sind und leicht reißen. Infolgedessen kann keine normale Beschichtung
erreicht werden.
[0015] Darüber hinaus werden bei der Durchführung von kontinuierlichem Vorhangauftrag unter
Verwendung mehrerer Farben aufgrund der dünnen Filmdicke der beim Auftragsprozess
eingesetzten Farben sowohl die darunter, als auch die darüber aufgetragene Schicht
leicht beeinträchtigt. Dies führt zu einer Aufrauung der beschichteten Fläche.
[0016] Um dies zu verhindern, ist demgemäß eine Fließgeschwindigkeit von der Größenordnung
erforderlich, die beim Bilden des Farbvorhangs verwendet wird.
[0017] Darüber hinaus muss beim Auftragsverfahren mit verschiebbarer Düse des Mehrschicht-Auftragsverfahrens
bei Beendigung des Auftragens die Zuführung von Farbe zu den nicht benutzten Köpfen
angehalten werden. Wenn die Farbenzuführung zu den nicht benutzten Köpfen nicht angehalten
wird, führt dies zu einem Vermischen der Farben, wenn die Vorrichtung betrieben wird,
wodurch die Farben nicht mehr unabhängig voneinander zurückgewonnen werden können.
[0018] Obgleich es bei Betrieb der Maschine und nicht benutzten Köpfen zu keinem Vermischen
der Farben kommt, so trocknen die Farben in den nicht benutzten Düsenkopfteilen jedoch
aus und haften daran.
[0019] Bei nachfolgenden Arbeitsgängen kommt es daher zur Bildung von Streifenmustern, der
Verstopfung der Düsenschlitzdüse und der nicht gleichförmigen Zuführung von Farbe
in der Breitenrichtung.
[0020] Wenn die Farbe zu irgendeinem der Köpfe angehalten wird, muss demgemäß das Auftragen
angehalten und eine Reinigung der Köpfe durchgeführt werden. Da das bei diesem Reinigungsvorgang
verwendete Reinigungswasser bei Betrieb auch die anderen Köpfe durchspült, müssen
bei Anhalten der Farbe zu irgendeinem der Köpfe auch alle anderen Köpfe gleichzeitig
angehalten und gereinigt werden.
[0021] Somit ist der Wechsel der Art des zu beschichteten Produkts mit einem großen Zeitaufwand
verbunden, da natürlich auch das Auftragen angehalten werden muss und alle Köpfe gereinigt
werden müssen.
[0022] Demgemäß ist das Mehrschicht-Auftragsverfahren mit verschiebbarer Düse insofern mit
Problemen behaftet, weil es zu einem Vermischen der Farben kommt, die Regulierung
der Farben jeder Schicht schwierig ist, alle Köpfe gereinigt werden müssen, wenn ein
Wechsel des Auftragens durchgeführt wird. Außerdem ist der Prozess zum Starten und
Anhalten des Auftragens schwierig.
[0023] Angesichts des Obigen besteht die Aufgabe der vorliegenden Erfindung in der Bereitstellung
einer Auftragsvorrichtung, bei der die Entstehung von Beschichtungsfehlern, wie zum
Beispiel Fleckenbildung, bei der Bildung von mehreren Farbschichten auf einer Bahnfläche
verhindert wird und bei der darüber hinaus Beschichtungen entsprechend den Flüssigkeitseigenschaften
der Farben hergestellt werden können und die Rückgewinnung überschüssiger Farbe gewährleistet
wird.
[0024] Die oben angeführte Aufgabe wird mit einer Auftragsvorrichtung nach Anspruch 1 gelöst.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass das Strahlführungsteil ein Paar keilförmiger
Führungsglieder umfasst, die sich zur stromabwärtigen Seite hin vergrößern, wobei
der Abstand zwischen ihnen die gleiche Abmessung aufweist wie die Breite der in der
Beschichtung eingesetzten Farbe, wobei die zwischen dem Paar Führungsglieder fließende
Farbe zum Streichen der Bahnfläche einsetzbar ist und die entlang der Außenseite des
Paars Führungsglieder fließende Farbe zurückgewinnbar ist.
[0025] Dadurch wird eine wirtschaftliche und effektive Verwendung der Farben erreicht.
[0026] Im Wesentlichen wird im Weiteren bei der Erläuterung der Erfindung von "Farbe" bzw.
Farbvorhang, Farbschichten usw. gesprochen. Es wird aber ausdrücklich darauf hingewiesen,
dass die Anwendung des Begriffes Farbe beispielhaft für alle Streichmedien anzusehen
ist.
[0027] Zweckmäßig ist es, wenn das Strahlführungsteil im obersten stromaufwärtigen Vorhangkopf
angeordnet ist.
[0028] Eine weitere zweckmäßige Ausführung besteht darin, dass das Strahlführungsteil ein
Farbenführungsteil zum Führen der aus dem Vorhangkopf abgegebenen Farbe zur Führungsflächenneigung
und ein Rückgewinnungsführungsteil, das neben dem Farbenführungsteil und in einer
anderen Richtung als dieses angeordnet ist, und zum Umlenken des Flusses überschüssiger
Farbe. dient, vorhanden ist.
[0029] Eine vorteilhafte Ausbildung der Vorrichtung besteht darin, dass ein Behältnis vorgesehen
ist zum Auffangen der abgegebenen Farbe aus den Vorhangköpfen der mehreren Vorhangköpfe,
die bei der Beschichtung nicht verwendet werden. Außerdem ist ein Zirkulationsmittel
zum Rezirkulieren der von dem Behältnis aufgefangenen Farbe zu den Vorhangköpfen vorgesehen.
[0030] Die erfindungsgemäße Auftragsvorrichtung umfasst auch ein Zufuhrmittel zur Zuführung
von Wasser oder dergleichen zu den Vorhangköpfen der mehreren Vorhangköpfe, die beim
Beschichten nicht verwendet werden. Die Vorrichtung umfasst auch ein Behältnis zum
Auffangen von aus den Vorhangköpfen abgegebenem Wasser und dergleichen und ein Zirkulationsmittel
zum Rezirkulieren des von dem Behältnis aufgefangenen Wassers und dergleichen zu den
Vorhangköpfen.
[0031] Die erfindungsgemäße Auftragsvorrichtung kann auch so ausgebildet sein, dass ein
aus einem Vorhangkopf abgegebener Vorhang größer bzw. breiter als die Bahn ist oder
aber auch kleiner bzw. schmaler als die Bahn ist. So können beispielsweise alle abgegebenen
Vorhänge dieselbe Breite aufweisen. Besonders vorteilhaft ist es allerdings, wenn
der aus einem auf der stromabwärtigen Seite gelegene Vorhangkopf abgegebene Vorhang
breiter als die Breite der Bahn ist und der Vorhang vom benachbarten stromaufwärtigen
Vorhangskopf schmaler als die Breite der Bahn ist. Das hat den Vorteil, dass kein
vermischter Mediums- bzw. Farbstrom im Randbereich der Bahn auftritt. Das zweite Medium,
also jenes vom stromaufwärtigen Vorhangkopf abgegebene Medium wird vollständig vom
ersten Medium (ausgehend vom stromabwärtigen Vorhangkopf) mitgenommen.
Auch soll noch erwähnt sein, dass die Bahn beim Passieren der erfindungsgemäßen Auftragsvorrichtung
in aufwärts steigender, horizontaler, oder auch fallender Weise geführt sein kann.
Dementsprechend ist auch die Gleitbahn in ihrer Anordnung zur Bahnführung ausgerichtet.
[0032] Mit der vorliegenden Erfindung kann unabhängig von der Höhe der Fließgeschwindigkeit
der Farben, eine ihren Flüssigkeitseigenschaften entsprechende optimale Beschichtung
hergestellt werden.
[0033] Darüber hinaus ist aufgrund der Bildung mehrerer Farbschichten durch Laminierung
in Reihenfolge auf einer Führungsflächenneigung eine Beschichtung mit geringen Fließgeschwindigkeiten
möglich, wodurch eine Farbeinsparung erreicht wird.
[0034] Es kommt auch zu keiner Erhöhung der beiden Seitenränder der aufgetragenen Schicht
und es kann eine normale Beschichtung mit einem gleichmäßigen Fluss implementiert
werden.
[0035] Dadurch, dass das Strahlführungsteil am obersten stromaufwärtigen Vorhangkopf angeordnet
ist, kann die in Kontakt mit der Neigung der Führungsfläche fließende Farbe so geführt
werden, dass sie gleichmäßig über die Führungsflächenneigung fließt und Beschichtungsfehler
verhindert werden.
[0036] Aufgrund der Tatsache, dass die zur Beschichtung eingesetzte Farbe geführt und überschüssige
Farbe durch ein Rückgewinnungsführungsteil strömungsumgelenkt und aufgefangen werden
kann, wird eine wirtschaftliche und effektive Verwendung der Farben erreicht.
[0037] Vorteilhaft ist es außerdem, dass die Vorhangköpfe während des Auftragsbetriebs gezielt
geschaltet werden können.
[0038] Die Vorhangköpfe und Rohre usw. lassen sich durch die Zirkulation von Wasser und
dergleichen gut reinigen.
[0039] Es folgt eine Beschreibung einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung unter
Bezugnahme auf die Zeichnungen.
[0040] Es zeigen:
- Figur 1:
- ein schematischer Querschnitt der sich auf die Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
beziehenden Auftragsvorrichtung
- Figur 2 a:
- eine vergrößerte Ansicht des ersten Vorhangkopfs der Auftragsvorrichtung von Figur
1
- Figur 2 b:
- eine vergrößerte Ansicht des zweiten, dritten und vierten Vorhangkopfs der Auftragsvorrichtung
von Figur 1
- Figur 3 a:
- ein schematischer lateraler Querschnitt des Falles, in dem in der Auftragsvorrichtung
der Ausführungsform kein Strahlführungsteil ausgeführt ist
- Figur 3 b:
- ein schematischer lateraler Querschnitt des Falls, in dem ein durch das Abgeben einer
zweiten Farbe von einem zweiten Vorhangkopf gebildeter Farbvorhang auf die entlang
einer Führungsfläche fließenden Farbe herab fällt
- Figur 4 a:
- eine vergrößerte Ansicht des dritten und des vierten Vorhangkopfs, die in Figur 1
gezeigt werden
- Figur 4 b:
- eine schematische vergrößerte Ansicht in Richtung von Pfeil A von a
- Figur 5:
- eine schematische vergrößerte perspektivische Ansicht des Vorhangführungsteils der
Führungsfläche der Ausführungsform
- Figur 6 a:
- eine schematische Ansicht in Richtung von Pfeil D von Figur 1, die ein modifiziertes
Beispiel eines Verfahrens zur Rückgewinnung von Farbe darstellt
- Figur 6 b:
- ein Querschnitt entlang der Linie E-E von a, und Figur 6c ist ein Querschnitt entlang
der Linie F-F von a
- Figur 7:
- eine schematische perspektivische Ansicht einer ersten Flussumlenkungsvorrichtung
der Ausführungsform
- Figur 8 a:
- ein Querschnitt entlang der Linie B-B von Figur 7
- Figur 8 b:
- ein Querschnitt entlang der Linie C-C von Figur 7
- Figur 9:
- eine schematische perspektivische Ansicht einer zweiten Flussumlenkungsvorrichtung
der Ausführungsform
- Figur 10 a, b, c und d:
- schematische Ansichten der auf Grundlage der Wahl eines beliebigen der Vorhangköpfe
22, 23, 24 implementierten Beschichtung
- Figur 11:
- ein schematischer Querschnitt des Hauptteils der Vorhang- Auftragsvorrichtung nach
dem Stand der Technik
[0041] Die
Figur 1 zeigt einen schematischen Querschnitt einer Auftragsvorrichtung 1, in der die vorliegende
Erfindung Anwendung findet. In der Vorrichtung 1 ist der Lauf einer zu beschichtenden
Bahn w in Richtung eines Pfeils α (oder eines Pfeils β) mit verschiedenen Farben t1,
t2, t3, t4 auf einer Seite der Bahn w dargestellt. Es werden vier aufgetragene Schichten
gebildet.
[0042] Obgleich in Figur 1 ein Beispiel dargestellt wird, bei dem vier aufgetragene Schichten
eingesetzt werden, können auch zwei, drei oder fünf oder mehr Schichten verwendet
werden.
[0043] Die Auftragsvorrichtung 1 umfasst
- . einen ersten Vorhangkopf 21 zum Abgeben eines ersten Streichmediums, z.B. einer
ersten Farbe t1 und Bilden eines Mediums- bzw. Farbvorhangs tc1,
- . einen zweiten Vorhangkopf 22 zum Abgeben eines zweiten Mediums bzw. einer zweiten
Farbe t2 und Bilden eines Mediums- bzw. Farbvorhangs tc2,
- . einen dritten Vorhangkopf 23 zum Abgeben eines dritten Mediums (im Nachfolgenden
aus Vereinfachungsgründen nur noch mit "Farbvorhang"... bezeichnet) bzw. einer dritten
Farbe t3 und Bilden Farbvorhangs tc3,
- . einen vierten Vorhangkopf 24 zum Abgeben einer vierten Farbe t4 und Bilden eines
Farbvorhangs tc4.
- eine Führungsfläche 3 mit einer Neigung 3s, auf die die Farbvorhänge tc1, tc2, tc3,
tc4 fallen gelassen werden, um mehrere Farbschichten der in Reihenfolge laminierten
Farben t1, t2, t3 und t4 zu bilden.
[0044] Jede Höhe zwischen den oben beschriebenen Vorhangköpfen 21, 22, 23, 24 und der Führungsfläche
3, sowie der Abstand zwischen diesen Vorhangköpfen und der Winkel dieser Vorhangköpfe
ist einstellbar.
[0045] Obgleich die Vorhangköpfe 21, 22, 23, 24 normalerweise die gleiche Breite aufweisen
(in Vertikalrichtung in Figur 1), können diese Breiten auch im Voraus geändert werden.
[0046] Zum Einstellen der Auftragsbreite ist eine (in der Zeichnung nicht gezeigte) Vorrichtung
zum Trennen der Beschichtungsflüssigkeiten zwischen den Auslässen der Vorhangköpfe
21, 22, 23, 24 und dem am weitesten entfernt liegenden stromabwärtigen Ende der Führungsfläche
3 vorgesehen, durch die der Überschuss der Farben t1, t1, t3 und t3 zurückgewonnen
wird und die Farben t1 t2, t3 t4 wie erforderlich in Schichten auf der Bahn w aufgetragen
werden.
[0047] Die oben beschriebene Bahn wird in Richtung von Pfeil α mit einer Geschwindigkeit
von zum Beispiel 1200 m/min (20 m /sec) bewegt. Die in den laminierten Schichten auf
der Neigung 3s fließenden Farben t1, t2, t3, t4 gelangen von einem Vorhangführungsteil
3g aus in Form eines Farbvorhanges tc auf die Fläche der Bahn w . Das Vorhangführungsteil
3g ist mit dem Endteil der Neigung 3s der Führungsfläche 3 durchgehend verbunden.
Der herabfallende Farbvorhang tc weist beispielsweise eine Geschwindigkeit von 3 bis
5 m/sec auf ..
[0048] Die oben beschriebenen Vorhangköpfe 21, 22, 23, 24 umfassen Sammler 21 h, 22h, 23h,
24h. Die Farben t1, t2, t3, t4 werden jedem der Sammler 21h, 22h, 23h, 24h mit einem
vorgeschriebenen Druck zugeführt, der entweder durch jeweilige (in der Zeichnung nicht
gezeigte) Pumpen oder ein anderes Luftdruckverfahren verliehen wird. Die Farben t1,
t2, t3, t4 durchströmen Düsen 21 n, 22n, 23n bzw. 24n derart, dass sie bei einer Geschwindigkeit
von 1 bis 5 m/sec eine Filmdicke von 50 bis 300 µm erzeugen..
[0049] Die oben beschriebene Führungsfläche 3 ist zum Beispiel aus einer Platte aus rostfreiem
Stahl oder einer Harzfläche mit einer Oberflächenrauigkeit von höchstens Ra 0,4 hergestellt.
[0050] Die Führungsfläche 3 ist, wie in der vergrößerten Ansicht von
Figur 2 (a) dargestellt, unter jedem Kopf angeordnet. Beim ersten Vorhangkopf 21 - siehe Darstellung
in
Figur 2 (b)- ist der erste Vorhangkopf 21 und die Führungsfläche 3 manchmal in direktem Kontakt.
Es sei darauf hingewiesen, dass der Bereich eines Abstands s zwischen den Vorhangköpfen
und der Führungsfläche 3 (siehe Figur 2 (a)), der durch die Eigenschaften der Beschichtungsflüssigkeit
bestimmt wird, zwischen 0,1 und 100 mm liegt.
[0051] Wie in Figur 1 dargestellt, ist der nach unten weisende Vorhangführungsteil 3g an
der stromabwärtigen Endteilneigung 3s direkt unter der Düse 24n des vierten Vorhangkopfs
24 zur Bahn w ausgebildet.
[0052] Es sei darauf hingewiesen, dass der Bereich eines Neigungswinkel 3θ, dessen Kardinalpunkt
das Ende der Neigung 3s der Führungsfläche 3 ist, zwischen ca. 15 und 60° einstellbar
ist und bei dieser Vorrichtung auf 30° eingestellt ist. Es sei darauf hingewiesen,
dass der Neigungswinkel 3θ der Neigung 3s der Führungsfläche 3 willkürlich eingestellt
ist.
[0053] Obgleich die Führungsfläche 3 dieser Ausführungsform in der Seitenansicht eine gekrümmte
Linie beschreibt, kann sie darüber hinaus auch als eine gerade Linie ausgebildet sein.
[0054] Figur 3 a zeigt eine schematische Ansicht in Breitenrichtung. Hier ist angedeutet, dass bei
nicht angemessenem Abstand s zwischen den Vorhangköpfen 21, 22, 23, 24 und der Führungsfläche
3, es zu einem Kontinuitätsverlust der Farben t1, t2, t3, t4 und zu einem Kontinuitätsverlust
der Farbvorhänge tc1, tc2, tc3 und tc4 kommt, wodurch die Erzeugung einer gleichförmigen
Filmdruckströmung behindert wird. Es ist zu erwähnen, dass der zu wählende Abstand
s von den Farbeigenschaften abhängig ist.
[0055] Wie in
Figur 3 b, die eine schematische Seitenansicht davon zeigt, dargestellt, bildet die aus der
Düse des Vorhangkopfs abgegebene Farbe t1 bei Berührung der Neigung der Führungsfläche
3 einen Farbvorsprung t1 a, der die Erzeugung einer gleichförmigen Filmdickenströmung
entlang der Neigung 3s behindert.
[0056] Um dieses Problem zu verhindern, wird wie oben beschrieben, der Abstand s zwischen
den Vorhangköpfen 21, 22, 23, 24 und der Fläche 3, der den Farbeneigenschaften entspricht,
in einem Bereich von 0,1 mm bis 100 mm eingestellt.
Oder es kann, wie in Figur 2 b dargestellt, eine gleichförmige Filmdickenströmung
entlang der Neigung 3s der Führungsfläche 3 erzeugt werden.
Durch die Anordnung eines Strahlführungsteils 3f in der Nähe des Strahls der Düse
21 n zum gleichmäßigen Führen der abgegebenen Farbe t1 auf die Neigung 3s der Führungsfläche
3 wird eine normale Beschichtung erreicht..
[0057] Es sei darauf hingewiesen, dass, wie in Figur 1 dargestellt, Strahlführungsteile
3f1, 3f2 und 3f3 im zweiten Vorhangkopf 22, dritten Vorhangkopf 23 bzw. vierten Vorhangkopf
24 angeordnet werden können. In diesen Fällen werden sie von der Führungsfläche 3
getrennt hergestellt.
[0058] Obgleich das Strahlführungsteil 3f (siehe Figur 2 b bei der vorliegenden Ausführungsform)
als integraler Teil der Führungsfläche 3 gezeigt wird, kann es auch getrennt von der
Führungsfläche 3 bestehen.
Je nachdem welches Teil einzusetzen ist, wird in Abgängigkeit von den Flüssigkeitseigenschaften
der Farben und den Abgabebedingungen usw. angemessen, entschieden.
[0059] Figur 4 a ist eine schematische vergrößerte Ansicht des dritten Vorhangkopfs 23 und des vierten
Vorhangkopfs 24 von Figur 1, und
Figur 4 b ist eine schematische Ansicht in Richtung von Pfeil A von (a) davon.
[0060] Wie in Figur 4 a dargestellt, werden die Farbschichten durch Laminieren der aus dem
dritten Vorhangkopf 23 abgegebenen Farbe t3 sowie der aus dem vierten Vorhangkopf
24 auf die anderen Farben t1, t2 auf der Neigung 3s der Führungsfläche 3 abgegebene
Farbe t4 gebildet. Aus den Farbschichten t1, t2, t3, t4 gelangt vom Endteil der Neigung
3s der Führungsfläche 3 bzw. durchgehenden Vorhangführungsteil 3g aus ein Farbvorhang
tc auf die Fläche der Bahn w..
[0061] Wie in Figur 4 b dargestellt, ist des Weiteren von den Farbvorhängen tc, die von
dem Vorhangführungsteil 3g fließen, nur die Breite bt4 des Farbvorhangs tc42 der Farbe
t4 breiter als die Breite bw der Bahn w, und die überschüssige Farbe t4, die nicht
für die Beschichtung verwendet wird, wird durch eine Farbschale cp aufgefangen und
zurückgewonnen.
[0062] Figur 5 ist eine schematisch vergrößerte perspektivische Ansicht, die den im Auftragsschritt
verwendeten Vorhangführungsteil 3g darstellt.
[0063] Wie dargestellt, kommt es zu einem Zusammenziehen durch Oberflächenspannung, bei
dem die beiden Seitenendteile der oberen Farbe t4 zum Mittelteil gezogen werden, wodurch
die Fläche der Bahn w mit einer zusammengezogenen Farbe t4 beschichtet wird.
[0064] In Anbetracht der Vorhangbreite bt4 der zusammengezogenen Farbe t4 muss demgemäß
die Breite des aus dem vierten Vorhangkopf 24 abgegebenen Farbvorhangs tc41 (siehe
Figur 1) groß sein.
[0065] Wie in Figur 4 b und in Figur 5 dargestellt, ist aufgrund der Tatsache, dass sich
die beiden Seitenendteile der aus dem dritten Vorhangkopf 23 abgegebenen Farbe t3
mit der Farbe t4 kombinieren und zwei Schichten bilden, wenn sie den Vorhangführungsteil
3g herunter fließen. Damit ist die Kraft dieser herab fallenden Schichten bzw. Flusses
jedoch stärker als die Oberflächenspannung. Infolgedessen kommt es im Gegensatz zum
Geschehen bei Farbe t4 zu keinem Zusammenziehen.
[0066] Da sich die beiden Seitenendteile der Farben t2 und t1, die am Vorhangführungsteil
3g herab fließen, zu drei Schichten und vier Schichten kombinieren, ist ebenso die
Kraft ihres abwärts strömenden Flusses stark, und es kommt zu keinem Zusammenziehen
infolge von Oberflächenspannung.
[0067] Wie in Figur 4 b dargestellt, wird die aus dem dritten Vorhangkopf 23 abgegebene
Farbe t3 mit der Breite der Düse 23n abgegeben, die auf eine Breite bt3 eingestellt
ist, welche schmaler ist als die Breite bt4 des Farbvorhangs tc42 der Farbe t4 und
als die Breite bw der Bahn w. Darüber hinaus wird die aus dem zweiten Vorhangkopf
22 abgegebene Farbe t2 mit der Breite der Düse 22n abgegeben, die auf eine Breite
bt2 eingestellt ist, welche schmaler ist als die Breite bt3 des Farbvorhangs tc32
der Farbe t3. Des Weiteren wird die aus dem ersten Vorhangkopf 21 abgegebene Farbe
t1 mit einer Breite bt1 abgegeben, die schmaler ist als die Breite bt2 des Farbvorhangs
tc22 der Farbe t2.
[0068] Es sei darauf hingewiesen, dass die Breite bt2 der Farbe t2 auf jeder Seite 10 mm
schmaler eingestellt ist als die Breite bt3 der Farbe t3, und die Breite bt1 der Farbe
t1 ist auf jeder Seite 10 mm schmaler eingestellt als die Breite bt2 der Farbe t2.
[0069] Auf diese Weise sind die Farbschichten der entlang der Neigung 3s der Führungsfläche
3 fließenden Farbschichten, die aus den Vorhangköpfen der stromabwärtigen Seite abgegeben
werden, breiter als die aus den benachbarten Vorhangköpfen der stromaufwärtigen Seite
abgegebenen Farbschichten und bedecken die beiden Seitenränder der Farbschichten.
[0070] Da sich infolgedessen die Seitenrandendteile der Farbschichten nicht überlappen und
sie darüber hinaus durch benachbarte, aus Vorhangköpfen der stromabwärtigen Seite
abgegebene Farben der oberen Schicht gesteuert werden, sind die Farbschichten stabil.
Dadurch kann eine normale Beschichtung der Bahn w erreicht werden.
[0071] Als Nächstes folgt eine Beschreibung mit Bezugnahme auf
Figur 6 a, bei der es sich um eine schematische perspektivische Ansicht in Richtung von Pfeil
D in Figur 1 eines modifizierten Beispiels zur Rückgewinnung des Überschusses der
beim Auftrag eingesetzten Farbe handelt.
[0072] Dieses Beispiel zeigt das Abgeben der Farben t3 und t4, die nur einen dritten Vorhangkopf
23 und einen vierten Vorhangkopf 24 verwenden.
[0073] In
Figur 6 b, einem Querschnitt entlang der Linie E-E von Figur 6 a , ist gezeigt, dass im Auftragsbereich
die aus dem dritten Vorhangkopf 23 abgegebene Farbe t3 einen Farbvorhang tc3 bildet,
der entlang der Führungsfläche t3 nach unten fließt.
[0074] Die aus dem vierten Vorhangkopf 24 abgegebene Farbe t4 bildet einen Farbvorhang tc4,
der entlang der Führungsfläche 3 nach unten fließt, wodurch ein Schichtlaminat gebildet
wird, das entlang der Neigung 3s der Führungsfläche 3 fließt. Darüber hinaus fließen
die geschichteten Farben t3, t4 von einem mit dem Endteil der Neigung 3s der Führungsfläche
3 durchgehenden Vorhangführungsteil 3g herab, fallen auf die Fläche der Bahn w und
beschichten sie.
[0075] Wie in
Figur 6 c , einem Querschnitt entlang der Linie F-F von Figur 6 a dargestellt, wird die überschüssige
Farbe t4 der aus dem vierten Vorhangkopf 24 abgegebenen Farbe durch Farbschalen cp4,
cp4 aufgefangen. Die überschüssige Farbe t3 der aus dem dritten Vorhangkopf 23 abgegebenen
Farbe t3 wird durch Farbschalen cp3, cp3 aufgefangen.
[0076] Es sei darauf hingewiesen, dass, wie in Figur 6 a dargestellt, eine geringe Menge
überschüssiger Farbe, die ein Gemisch der Farben t4 und t3 enthält, von den Farbschalen
cp5, cp5 aufgefangen wird.
[0077] Obgleich das oben beschriebene modifizierte Beispiel einen Fall darstellt, in dem
keine Vorhangköpfe 21, 22 eingesetzt werden, wird bei Einsatz der Vorhangköpfe 21,
22 überschüssige Farbe, die ein Gemisch der Farben t1 und t2 enthält, durch die Farbschalen
cp3, cp3 zurückgewonnen.
[0078] Wenn die Vorhangköpfe 21, 22 nicht eingesetzt werden, wie in diesem Fall dargestellt,
kann die überschüssige Farbe t3 aus dem dritten Vorhangkopf 23 nur durch die Farbschalen
cp3, cp3 unabhängig zurückgewonnen werden.
[0079] Die überschüssige Farbe t4 aus dem vierten Vorhangkopf 24 kann andererseits durch
die Farbschalen cp4, cp4 ohne Mischen unabhängig zurückgewonnen werden.
[0080] Wenn die Beschichtung unter Einsatz nur des vierten Vorhangkopfs 24 und des dritten
Vorhangkopfs 23 durchgeführt wird, können die überschüssigen Farben t4 bzw. t3 unabhängig
zurückgewonnen werden.
[0081] Als Nächstes wird eine erste Flussumlenkungsvorrichtung B1 beschrieben, die zur Einstellung
der Breite bt1 der aus dem ersten Vorhangkopf 21 abgegebenen Farbe t1 verwendet wird.
[0082] Wenn die Vorhangköpfe 21, 22 nicht wie hier dargestellt verwendet werden, kann die
überschüssige Farbe t3 aus dem dritten Vorhangkopf 23 nur durch die Farbschalen cp3,
cp3 unabhängig zurückgewonnen werden.
[0083] Die überschüssige Farbe t4 aus dem vierten Vorhangkopf 24 kann jedoch ohne Mischen
durch die Farbschalen cp4, cp4 unabhängig zurückgewonnen werden.
[0084] Wenn die Beschichtung unter Einsatz nur des vierten Vorhangkopfs 24 und des dritten
Vorhangkopfs 23 durchgeführt wird, können die überschüssigen Farben t4 bzw. t3 unabhängig
zurückgewonnen werden.
[0085] Wie in
Figur 7 dargestellt, ist bei der ersten Flussumlenkungsvorrichtung B1 ein Strahlführungsteil
3f angeordnet, das in der Nähe einer Düse 21 n des ersten Vorhangkopfs 21 angeordnet
ist. Das Strahlführungsteil 3f ist in Form eines Blocks ausgebildet, bei dem ein mittlerer
Farbenführungsteil 3fb der Breite der Farbe t1 zum Führen der Farbe t1 h für das Auftragen
verwendet wird. Außerdem sind Rückgewinnungsführungsteile 3k zum Führen der Farbe
t1, die zurückgewonnen werden soll vorhanden. Die Rückgewinnungsführungsteile 3k sind
getrennt und in verschiedenen Richtungen vorgesehen.
[0086] Durch das Abgeben der Farbe t1 aus der Düse 21 zum Führungsteil 3fb und zu den Rückgewinnungsführungsteilen
3k wird darüber hinaus die für das Auftragen verwendete Farbe t1, wie in
Figur 8 a dargestellt, bei der es sich um einen Querschnitt entlang der Linie B-B von Figur
7 handelt, bei ihrem Fluss entlang dem Farbenführungsteil 3fb mit der vorgeschriebenen
Auftragsbreite der Beschichtung, das heißt mit der Breite des Farbenführungsteils
3fb, geführt. Darüber hinaus wird, wie in
Figur 8 c gezeigt, bei der es sich um einen Querschnitt entlang der Linie C-C von Figur 7 handelt,
die überschüssige Farbe t1, die nicht für die Beschichtung verwendet wird, bei ihrem
Fluss entlang der Rückgewinnungsführungsteile 3k geführt, um durch die Farbschalen
cp aufgefangen und zurückgewonnen zu werden.
[0087] Durch eine solche Einstellung der Breite des in der Nähe der Düse 21 n angeordneten
Führungsteils 3fb können die Einstellung und die Positionierung der Breite der aufzutragenden
Farbe t1 zuverlässig und einfach durchgeführt werden. Außerdem kann die überschüssige
Farbe t1 zurückgewonnen und effektiv genutzt werden.
[0088] Figur 9 zeigt eine zweite Flussumlenkungsvorrichtung B2 als ein modifiziertes Beispiel der
ersten Flussumlenkungsvorrichtung B1.
Bei dieser Konfiguration ist ein Paar (Flussumlenkungs-) Führungsglieder g1, g2 in
Keilform, die sich in Richtung der stromabwärtigen Seite allmählich vergrößert, in
einem Strahlführungsteil 23f vorgesehen. Das Strahlführungsteil 23f ist in der Nähe
der Düse 21 n des ersten Vorhangkopfs 21 angeordnet. Die Breitenabmessung gs zwischen
den Führungsgliedern g1, g2 ist auf die Breitenabmessung der für die Beschichtung
eingesetzten Farbe t1 eingestellt.
[0089] Wenn die zweite Flussumlenkungsvorrichtung B2 verwendet und die Farbe t1 aus der
Düse 21 n abgegeben wird, fließt die Farbe t1 entlang dem Strahlführungsteil 23f.
Es wird durch die Flussumlenkungsführungsglieder g1, g2 bewirkt, dass die Farbe zwischen
diesen fließt und zu einer Farbe t10 strömungsumgelenkt wird. Die Farbe t10 soll zum
Beschichten der gleichen Breite wie die Breitenabmessung gs zwischen den Flussumlenkungsführungsgliedern
g1, g2 und den überschüssigen Farben t11, t11, die entlang der Außenseite der Flussumlenkungsführungsglieder
g1, g2 fließen, eingesetzt werden.
[0090] Nachdem zwischen den jeweiligen Oberflächenspannungen der aufzutragenden Farbe t10
und den überschüssigen Farben t11, t11, die durch die Flussumlenkungsführungsglieder
g1, g2 getrennt sind, ein Gleichgewicht hergestellt ist, kann auf Grundlage dieser
Konfiguration eine Wiederholung dieser Flussumlenkung vermieden werden. Es sei darauf
hingewiesen, dass eine effektive Flussumlenkung gewährleistet wird, wenn die Breite
jedes der rechtwinkligen Flussumlenkungsführungsglieder g1, g2 in Flussrichtung der
Farbe t1 auf eine Abmessung in einer Größenordnung von mindestens 10 mm eingestellt
wird...
[0091] Auf Grundlage dieser Konfiguration kann durch die Rückgewinnung der überschüssigen
Farben t11 eine Farbeinsparung erreicht werden und die Farbe t1 kann effektiv genutzt
werden.
[0092] Als Nächstes wird der Auftragsprozess beschrieben, bei dem unter Verwendung der Auftragsvorrichtung
1 der oben beschriebenen Konfiguration mehrere Farbschichten verschiedener Farben
t1, t2, t3, t4 auf einer Seite einer Bahn w gebildet werden.
[0093] Wie in den Figuren 1 und 2 a dargestellt, wird als Erstes die als eine erste Schicht
aufgetragene Farbe t1 aus einer Düse 21 n eines ersten Vorhangkopfs 21 auf ein Strahlführungsteil
3f abgegeben.
[0094] Zu diesem Zeitpunkt stellt die in Figur 7 gezeigte erste Flussumlenkungsvorrichtung
B1 oder die in Figur 9 gezeigte Flussumlenkungsvorrichtung B2 die Breite der für die
Beschichtung eingesetzten Farbe t1 auf eine vorgeschriebene Breite ein. Die überschüssige
Farbe t1 wird strömungsumgelenkt, so dass sie von Farbschalen cp aufgefangen und zurückgewonnen
werden kann.
[0095] Die als die zweite Schicht aufgetragene Farbe t2 wird, wie in den Figuren 1 und 2
b dargestellt, aus der Düse 22n des zweiten Vorhangkopfs 22 in einer Breite bt2 abgegeben,
die größer ist als die Breite bt1 der ersten Schicht der Farbe t1 (siehe Figur 4 b),
zum Beispiel auf jeder Seite um 10 mm breiter ist als die Breite bt1 der Farbe t1,
und wird, wie in den Figuren 1 und 3 b dargestellt, auf die erste Schicht der Farbe
t1 aufgetragen, die entlang der Neigung 3s der Führungsfläche 3 fließt.
[0096] Die als die dritte Schicht aufgetragene Farbe t3 wird, wie in den Figuren 1, 2 b
und 4 b dargestellt, aus der Düse 23n des dritten Vorhangkopfs 23 mit einer Breite
bt3 abgegeben, die größer ist als die Breite bt2 der zweiten Schicht der Farbe t2
(siehe Figur 4 b), zum Beispiel auf jeder Seite um 10 mm breiter ist als die Breite
bt2 der auf die zweite Schicht der Farbe aufzutragenden Farbe t2, die entlang der
Neigung 3s der Führungsfläche 3 fließt.
[0097] Die als die vierte Schicht aufgetragene Farbe t4 wird, wie in den Figuren 1, 2 b
und 5 gezeigt, aus der Düse 24n des vierten Vorhangkopfs 24 mit einer Breite abgegeben,
die größer ist als die Breite bt3 der dritten Schicht der Farbe t3, und wird, wie
in Figur 4 b gezeigt, unter Bildung einer Breite bt4 nach dem Zusammenziehen auf die
dritte Schicht der Farbe t3 aufgetragen, die entlang der Neigung 3s der Führungsfläche
3 fließt.
[0098] Es sei darauf hingewiesen, dass die Positionsbeziehung zwischen dem Spitzenendteil
des Vorhangkopfs 22 und der ersten Schicht der Farbe t1, die entlang der Führungsfläche
fließt, so eingestellt wird, dass gemäß dem Flüssigkeitszustand der Farben t1, t2
durch Bewegung des zweiten Vorhangkopfs 22 und der Führungsfläche 3 usw. optimale
Bedingungen geschaffen werden.
[0099] Ähnlich wie die Vorgehensweise für den oben beschriebenen Vorhangkopf 22 können auch
der dritte Vorhangkopf 23 und der vierte Vorhangkopf 24 eingestellt werden, um durch
Bewegung des Vorhangkopfs und der Führungsfläche 3 optimale Bedingungen zu schaffen.
[0100] Wie in Figur 1 und in Figur 4 dargestellt, fließen auf diese Weise die Farben t1,
t2, t3, t4 entlang der Neigung 3s der Führungsfläche 3, wo sie vier Schichten bilden.
Bei Führung entlang dem Vorhangführungsteil 3g, wo sie sich von der Führungsfläche
3 trennen, bildet sich aufgrund der Schwerkraft ein Farbvorhang tc, der auf die Fläche
der Bahn w aufgetragen wird, wodurch eine aus 4 Schichten der Farben t1, t2, t3, t4
bestehende Beschichtung auf der Fläche der Bahn w erreicht wird.
[0101] Mehrschichtauftrag auf einer Fläche einer Bahn w kann unter Verwendung einer willkürlichen
Anzahl von Farben auf diese Weise erreicht werden.
[0102] Es sei darauf hingewiesen, dass, obgleich bei dem Beispiel der vorliegenden Ausführungsform
ein Strahlführungsteil 3f nur für die erste Schicht der Farbe t1 vorgesehen ist, Strahlführungsteile
willkürlich in beliebige Anzahl Vorhangköpfe angeordnet werden können., gemäß dem
Flüssigkeitszustand von Farben mit niedriger Fließgeschwindigkeit usw..
[0103] Wenn entweder die in Figur 7 gezeigte erste Flussumlenkungsvorrichtung B1 oder die
in Figur 9 gezeigte Flussumlenkungsvorrichtung B2 zur Bereitstellung der Flussumlenkung
der aufzutragenden Farbe und zur Rückgewinnung der Farbe angeordnet ist, wird nur
die erforderliche Farbe beim Auftragen verwendet und die überschüssige Farbe kann
zurückgewonnen werden.
[0104] Auf diese Weise wird eine Bahn w, auf der mehrere Schichten aus den Farben t1, t2,
t3, t4 aufgetragen sind, dazu verwendet, nach einem Trocknungsschritt, ein Papierprodukt
zu bilden. An den Stellen, an denen eine normale Beschichtung nicht stattgefunden
hat, wie zum Beispiel durch in seinen beiden Seitenteilen auftretende Fleckbildung
können diese Stellen, durch Abschneiden entfernt werden.
[0105] Es sei darauf hingewiesen, dass, obgleich bei der in den oben beschriebenen Beispielen
implementierten Beschichtung, wie in Figur 1 dargestellt, die Bahn w in Richtung von
Pfeil α läuft, eine Beschichtung ebenso möglich ist, wenn die Bahn in Richtung β läuft.
[0106] Auf Grundlage der oben beschriebenen Konfiguration ist darüber hinaus in Abhängigkeit
von der zu beschichtenden Produktart die Zuführung und das Anhalten von Farbe zu willkürlichen
Vorhangköpfen möglich, woraufhin die Farbe für einen angehaltenen Vorhangkopf, die
in eine Farbschale fällt, durch Verwendung eines Rohrs oder einer Pumpe oder dergleichen
(in der Zeichnung nicht gezeigt), das bzw. die als Zirkulationsmittel dient, zirkuliert
werden kann.
[0107] Darüber hinaus können die Vorhangköpfe 21, 22, 23, 24 während der Implementierung
der Beschichtung umgeschaltet werden, woraufhin die Farbe für die beim Auftragen nicht
verwendeten Vorhangköpfe von Farbschalen gesammelt und durch ein Zirkulationsmittel
im Bereitschaftszustand zirkuliert wird, und darüber hinaus kann bewirkt werden, dass
statt Farbe Wasser von einer Spezialwasserpumpe oder einem Spezialwasserrohr, die
bzw. das ein (in der Zeichnung nicht gezeigtes) Zufuhrmittel bildet, zu diesen Vorhangköpfen
fließt, um sie zu reinigen.
[0108] Die Darstellungen von
Figur 10 zeigen beispielhaft eine schematische Ansicht einer auf Basis einer beliebigen Auswahl
der Farben t2, t3, t4, die die Vorhangköpfe 22, 23, 24 verwenden, implementierten
Beschichtung.
[0109] Figur 10 a zeigt eine Laminierung der Fläche der Bahn w, die in Reihenfolge durch die Farbe
t2 vom zweiten Vorhangkopf 22, die Farbe t3 vom dritten Vorhangkopf 23 und die Farbe
t4 vom vierten Vorhangkopf 24 beschichtet wird. Hier werden die Farben t2, t3, t4
nicht von den Farbschalen (Sammelbehältern) cp21, cp31, cp41 aufgefangen und rezirkuliert.
[0110] Figur 10 b zeigt eine Laminierung der Fläche der Bahn w, die in Reihenfolge durch die Farbe
t2 vom zweiten Vorhangkopf 22 und die Farbe t4 vom vierten Vorhangkopf 24 beschichtet
wird. In diesem Fall ist der dritte Vorhangkopf 23 in die Bereitschaftsstellung bewegt
worden, und die Farbe t3 vom dritten Vorhangkopf 23 wird von der Farbschale cp31 aufgefangen
und zirkuliert, woraufhin statt der Farbe t3 Wasser zirkuliert wird, um ihn zu reinigen.
[0111] Figur 10 c zeigt einen Fall, in dem eine Fläche der Bahn w in Reihenfolge durch die Farbe t3
vom dritten Vorhangkopf 23 und die Farbe t4 vom vierten Vorhangkopf 24 laminationsbeschichtet
wird. In diesem Fall ist der zweite Vorhangkopf 22 in die Bereitschaftsstellung bewegt
worden, und die Farbe t2 vom zweiten Vorhangkopf 22 wird von der Farbschale cp21 aufgefangen
und zirkuliert, woraufhin statt der Farbe t2 Wasser zirkuliert wird, um ihn zu reinigen.
[0112] Figur 10 d zeigt den Fall, in dem eine Fläche der Bahn w in Reihenfolge durch die Farbe t2 vom
zweiten Vorhangkopf 22 und die Farbe t3 vom dritten Vorhangkopf 23 laminationsbeschichtet
wird. In diesem Fall ist der vierte Vorhangkopf 24 in die Bereitschaftsstellung bewegt
worden, und die Farbe t4 vom vierten Vorhangkopf 24 wird von der Farbschale cp41 gesammelt
und zirkuliert, und statt der Farbe t4 wird Wasser zirkuliert, um ihn zu reinigen.
[0113] Auf Grundlage der oben beschriebenen Konfiguration ist die erste Schicht der Farbe
t1 stabil, da sie bei ihrem Fluss entlang der Neigung 3s durch den Strahlführungsteil
3f ohne Bildung eines Vorhangs geführt wird.
[0114] Aufgrund der mehreren Schichten ist die Gesamtfilmdicke des auf die Bahnfläche 2
herab fallenden Farbvorhangs tc dicker ausgebildet und dadurch stabiler. Dadurch ist
ein Auftragen mit niedriger Fließgeschwindigkeit möglich und es kann eine Farbeinsparung
erreicht werden.
[0115] Aus diesem Grunde erfolgt bei der mit hoher Geschwindigkeit laufenden Bahn w eine
stabile, gleichmäßige Beschichtung ohne Farbfleckenbildung oder Unebenheit oder dergleichen.
[0116] Selbst bei hohen Fließgeschwindigkeiten können stabile Farbschichten aufrechterhalten
werden, was bei Verwendung der Mehrschicht-Auftragsvorrichtungen nach dem Stand der
Technik schwierig war. Nun, können auch dicke Beschichtungen mit dicker Filmdicke
erzeugt werden.
[0117] Auch der optimale Abstand der Führungsfläche 3 zu dem zu beschichtenden Artikel kann
willkürlich eingestellt werden Die Auftragsbreite der Farbschichten kann darüber hinaus
vor deren Bildung in mehreren Schichten auf der Neigung 3s der Führungsfläche 3 eingestellt
werden. Diese Breiteneinstellung der auf die Bahn w aufzutragenden Farbschichten ist
einfach. Infolgedessen ist der Auftragsvorgang einfach.
[0118] Darüber hinaus kommt es zu keinem Vermischen des Überschusses der Farben. Sie können
einzeln zurückgewonnen werden.
[0119] Da die entlang der Führungsfläche 3 fließende Farbschicht mit einer Breite fließt,
die die benachbarten beiden Seitenränder der unteren Farbschicht bedeckt, ist darüber
hinaus der Fluss der Farbschichten stabil, weshalb auch der Farbvorhang tc unmittelbar
vor dem Auftragen stabil ist.
[0120] In Abhängigkeit von der Art des zu beschichtenden Produkts kann darüber hinaus die
Farbe willkürlichen Vorhangköpfen zugeführt und angehalten werden, und die Vorhangköpfe
21, 22, 23 und 24 können während der der Beschichtung umgeschaltet werden, woraufhin
die Farbe der während des Auftragens nicht verwendeten Vorhangköpfe in Farbschalen
gesammelt und im Wartezustand zirkuliert werden kann. Darüber hinaus ist eine Zirkulation
von Wasser für deren Reinigung möglich..
[0121] Selbst wenn die Art des zu beschichtenden Produkts gewechselt wird, kann eine Reinigung
der nicht für die Beschichtung verwendeten Vorhangköpfe erfolgen.
[0122] Es sei darauf hingewiesen, dass die Farbschicht auf der stromabwärtigen Seite breiter
ist als die Farbschicht auf der stromaufwärtigen Seite. Die Breite der stromabwärtigen
Seite kann auch geringer sein als die Breite der Farbschicht auf der stromaufwärtigen
Seite, oder die Breiten aller Farbschichten können gleich sein.
[0123] Mit diesen Konfigurationen kann die gleiche Wirkung wie oben beschrieben erzielt
werden.
Demgemäß kann eine Auftragsvorrichtung für das Vorhang-Auftragsverfahren zur Durchführung
eines mehrschichtigen Auftragens unter Verwendung mehrerer Streichmedien bzw. Farben
mit verbesserter Wahlfreiheit der einzelnen Schichten bereitgestellt werden.
[0124] Die Erfindung kann Anwendung finden bei Auftragsvorrichtungen bei der Herstellung
von Kalendern, Katalogen, druckempfindlichem Papier, wärmeempfindlichem Papier, photographischem
Film, oder auch zum Auftragen auf ein magnetisches Material, wie auf eine Seite von
Karten für automatische Bahnsteigsperren.