| (19) |
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(11) |
EP 1 861 517 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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31.12.2008 Patentblatt 2009/01 |
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Anmeldetag: 09.03.2006 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2006/002155 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2006/097237 (21.09.2006 Gazette 2006/38) |
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KONTROLLIERTE DICKENREDUKTION BEI SCHMELZTAUCHBESCHICHTETEM WARMGEWALZTEM STAHLBAND
UND HIERBEI EINGESETZTE ANLAGE
CONTROLLED THICKNESS REDUCTION IN HOT-DIP COATED HOT-ROLLED STEEL STRIP AND INSTALLATION
USED THEREFOR
REDUCTION CONTROLEE D'EPAISSEUR POUR UN FEUILLARD D'ACIER LAMINE A CHAUD ET REVETU
PAR IMMERSION A CHAUD ET INSTALLATION CORRESPONDANTE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
18.03.2005 DE 102005013103
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.12.2007 Patentblatt 2007/49 |
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Patentinhaber: |
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- SMS Demag Aktiengesellschaft
40237 Düsseldorf (DE)
- Wuppermann Staal Nederland BV
4782 Moerdijk (NL)
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Erfinder: |
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- KLÖCKNER, Hans-Georg
46487 Wesel (DE)
- GRAMER, Andreas
42655 Solingen-Höhscheid (DE)
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| (74) |
Vertreter: Sieckmann, Ralf |
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Cohausz Dawidowicz Hannig & Sozien
Patent- und Rechtsanwaltakanzlei
Schumannstrasse 97-99 40237 Düsseldorf 40237 Düsseldorf (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 312 692 WO-A-02/14572
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EP-A- 1 336 666
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN Bd. 017, Nr. 420 (C-1093), 5. August 1993 (1993-08-05) &
JP 05 086448 A (NKK CORP), 6. April 1993 (1993-04-06)
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN Bd. 2003, Nr. 12, 5. Dezember 2003 (2003-12-05) & JP 2004
002918 A (SHENG YU STEEL CO LTD), 8. Januar 2004 (2004-01-08)
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN Bd. 1998, Nr. 02, 30. Januar 1998 (1998-01-30) & JP 09 279323
A (NIPPON STEEL CORP), 28. Oktober 1997 (1997-10-28)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur kontrollierten Dickenreduktion
bei schmelztauchbeschichtetem (=schmelztauchveredeltem) warmgewalzten Stahlband sowie
die entsprechende Anlage, wie nachfolgend näher erläutert.
[0002] Derzeit existieren drei Möglichkeiten für die Erzeugung schmelztauchbeschichteter
Produkte.
[0003] Bei höheren Anforderungen an die Oberflächenqualität und an die Maßhaltigkeit wird
ein kaltgewalztes Band rekristallisierend geglüht, anschließend schmelztauchbeschichtet
und dann dressiert und/oder streckbiegegerichtet.
[0004] Bei vergleichbarer Anforderung wird ein Warmband, das vorher schmelztauchbeschichtet
wurde, auf einem separaten Kaltwalzwerk auf Maßhaltigkeit reduziert.
[0005] Als dritte Möglichkeit und bei geringeren Anforderungen an die Oberflächenqualität
und die Maßhaltigkeit wird ein Warmband nach Beseitigung des Zunderns schmelztauchbeschichtet
und dressiert und / oder streckbiegegerichtet.
[0007] Aus der
EP 1 203 106 B1 =
US 6 761 936 B1 =
WO 01/011099 A2 ist bereits ein Verfahren zum Feuerverzinken von warmgewalztem Stahlblech bekannt,
wobei in einem ersten Schritt das Band in eine Beizstation eingeführt, in einem weiteren
Schritt das Band in eine Spülstation eingeführt, dann in eine Trockenstätion eingeführt,
in einem weiteren Schritt in einen Verzinkungsofen eingeführt und eine Verzinkung
vorgenommen wird, wobei die vorgenannten Verfahrensschritte unter hermetischem Abschluss
gegen Luft und Sauerstoff aus der Umgebung durchgeführt werden.
[0008] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei der Erzeugung derartiger
schmelztauchveredelter Warmbänder das Band direkt in der Prozesslinie weiterzuverarbeiten
und dort einer speziellen Dickenreduktion zu unterwerfen.
[0009] Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale von Anspruch 1 gelöst.
[0010] Die vorliegende Erfindung betrifft somit ein Verfahren zum Schmelztauchbeschichten
von warmgewalztem Stahlband, wobei das Stahlband eine Beizstation, eine Spülstation,
eine Trockenstation, einen Erwärmungsofen und dann ein Schmelzbad durchläuft, das
dadurch gekennzeichnet ist, dass die Fertigdicke und die Dickentoleranz des schmelztauchbeschichteten
Stahlbandes durch eine kontrollierte Dickenreduktion in einem Walzgerüst in der Prozesslinie
erreicht wird, bei der durch mindestens ein Dickenmessgerät im Auslauf des Walzgerüstes
das Erreichen der Fertigdicke kontrolliert wird und Abweichungen von dieser nach oben
oder unten als Stellsignal auf die Anstellung des Walzgerüstes zurückgeführt werden,
um die Dickenreduktion entsprechend zu erhöhen oder zu reduzieren.
[0011] Beim Dressieren gemäß Stand der Technik wird das schmelztauchveredelte Band in der
Linie einer Verlängerung und damit einer Dickenreduktion in einem Dressiergerüst unterworfen,
bei der das Ziel einer gleichmäßigen Verlängerung des Bandquerschnitts über die Bandlänge
verfolgt wird. Hierzu werden die Einlauf- und Auslaufgeschwindigkeit als Messgröße
einer gleichmäßigen Verlängerung bzw. Dickenreduktion zu Kontrollzwecken gemessen
und ausgewertet.
[0012] Im Gegensatz dazu liegt der technologische Schwerpunkt im erfindungsgemäßen Verfahren
im gezielten und kontrollierten Einstellen der Fertigdicke und der Toleranz im Walzgerüst
in der Linie nach dem Schmelztauchveredeln.
[0013] Der Unterschied zum Dressieren liegt in der Tatsache, dass z.B. bei einer Vergrößerung
der Einlaufdicke die Dickenreduktion im Walzgerüst größer wird, um die Fertigdicke
zu halten und dabei die Auslaufgeschwindigkeit (bei konstanter Einlaufgeschwindigkeit)
größer wird. Entsprechendes gilt bei dünnerer Einlaufdicke. Damit braucht ein Dressiergerüst
kein Dickenmessgerät zur Regelung, das erfindungsgemäße Verfahren dagegen auf jeden
Fall.
[0014] Auch erhält man bei bei Anwendung der unterschiedlichen Dickenreduktionsverfahren
Verfahrenserzeugnisse, die sich von einander deutlich unterscheiden, wie sich aus
den Dickenschrieben über die Bandlänge von Warmbandcoils im dressierten Zustand einerseits
(Stand der Technik) und in dem erfindungsgemäßen Verfahren andererseits ergibt.
[0015] Das vorgenannte Dickenmessgerät wird beispielsweise von der Thermo Electron (Erlangen)
GmbH in Erlangen unter der Bezeichnung Radiometrie RM 200 EM zusammen mit der entsprechenden
Soft- und Hardware vertrieben. Diese Messgeräte werden in Linie bevorzugt direkt hinter
und insbesondere auch vor dem Warmwalzgerüst eingesetzt, um die Walzkraft für das
dickenreduzierte schmelztauchveredelte Warmband zu regeln.
[0016] Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist vor dem Walzgerüst ein Dickenmessgerät
angeordnet, das die Eingangsdicke des Stahlbandes misst und der Dickenregelung des
Walzgerüsts meldet.
[0017] Nach einer bevorzugten Ausführungsform des vorliegenden Verfahrens liegt die Dickenreduktion
in einem Bereich von mehr als 2 % bis 30 %, vorzugsweise 4 % bis 10 %. Bei derartigen
Dickenreduktionen beträgt die Dickentoleranz bezogen auf die Bandmitte +/-0,01mm,
oder besser.
[0018] Nach einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung erfolgt die Dickenreduktion
nach Abkühlung des Stahlbandes auf 25 °C - 55 °C, insbesondere 30 ° C - 50 °C.
[0019] Unter einem Stahlband im Sinne der vorliegenden Erfindung versteht man z.B. warmgewalzte
Weichstähle zum Kaltumformen, wie sie in der DIN EN 10 111 unter den Bezeichnungen
DD11 - DD14 eingesetzt sind, sowie warmgewalzte unlegierte Baustähle, wie sie in der
DIN EN 10025 beschrieben sind.
[0020] Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind vor und / oder nach dem Walzgerüst
Bandspeicher vorgesehen, um Geschwindigkeitsschwankungen durch die Dickenregelung
aufzufangen. Hierbei handelt es sich insbesondere um Minibandspeicher, bei denen die
entsprechenden Geschwindigkeitsschwankungen besonders gut aufgefangen werden können.
[0021] Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist wenigstens eine der Arbeitswalzen
im Walzgerüst glatt oder hat eine strukturierte Oberfläche mit speziellem Schliff
und
l oder stochastischer / deterministischer Struktur.
[0022] Als spezieller Schliff, der erfindungsgemäß hier eine Rolle spielt und der je nach
Kundenwunsch eingesetzt wird, kann sowohl ein zylindrischer Schliff, als auch ein
balliger Schliff Verwendung finden.
[0023] Für die Erzeugung rauer Oberflächen auf dem Stahlband können einerseits stochastische
Strukturen Verwendung finden, die durch die Verfahren Shot-Blast-Texturing (SBT),
Electro-Discharge-Texturing (EDT), Electro-Chemical-Texturing (ECT) und Precision
Texturing (PRETEX®-verfahren der Salzgitter AG. Darüber hinaus können über Laser-Texturing
(LT) und Electron-Beam-Texturing (EBT) deterministische kraterartige Strukturen auf
derartigen Arbeitswalzen erzeugt werden.
[0024] Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform erfolgt die Dickenreduktion in Gegenwart
einer Walzflüssigkeit. Bei einer derartigen Walzflüssigkeit handelt es sich entweder
um ein verflüchtigendes Metallbearbeitungsmittel, demineralisiertes Wasser, synthetisches
Walzöl, aber auch um eine Walzemulsion, die die Reibeigenschaften im Walzspalt (Reibverhältnisse
zwischen Walzgut und Walzen) verbessern.
[0025] Derartige Schmierungen erfolgen üblicherweise durch einen Mengenauftrag von etwa
0,2 g/m
2 - 5 g/m
2.
[0026] Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform handelt es sich bei der Schmelztauchbeschichtung
um eine Beschichtung mit einer Zink- oder Aluminiumlegierung. Beispielhaft sind genannt
Zink, Zink-Eisen, Zink-Aluminium, Aluminium-Zink oder Aluminium-Silicium, wobei Zink
und Zinklegierungen bevorzugt sind.
[0027] Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform erfolgt das Durchlaufen der Beizstation,
Spülstation, Trockenstation und des Schmelzbades unter Abschirmung gegen Luft und
Sauerstoff. Wir verweisen hierzu - um Wiederholungen zu vermeiden - auf die Europäische
Patentschrift
EP 1 203 106 B2 der SMS Demag AG, Rn 0011 - 0025.
[0028] Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist weiter die Bereitstellung einer Anlage
zur Erzeugung eines speziellen schmelztauchbeschichteten warmgewalzten Stahlbandes.
[0029] Die vorliegende Erfindung betrifft daher eine Anlage zur Erzeugung von schmelztauchbeschichtetem
warmgewalztem Stahlband der vorbeschriebenen Art, enthaltend eine Beizstation, eine
Spülstation, einen Trockner, einen Erwärmungsofen und ein Schmelzbad, die dadurch
gekennzeichnet ist, dass in der Prozesslinie ein Walzgerüst mit mindestens einem Dickenmessgerät
im Auslauf für eine kontrollierte Dickenreduktion vorgesehen ist, um vorzugsweise
eine Dickenreduktion von mehr als 2 % bis 30 %, insbesondere 4 % bis 10 %, ggf. in
Verbindung mit einer Prägung mit speziellem Schliff und / oder stochastischer / deterministischer
Struktur des Stahlbands vorzusehen.
[0030] Die vorliegende Erfindung wird nunmehr anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert.
Beispiel 1: Kontrollierte Dickenreduktion
[0031] Ein warmgewalzter weicher Stahl zum Kaltumformen unter der Bezeichnung Band EN 10111-DD
11 wurde im Anschluss an eine Schmelztauchbeschichtung der vorgenannten erfindungsgemäßen
Art in Linie einer kontrollierten Dickenabnahme von ca. 6,5 % unterzogen. Hierbei
kam es zu einem Anstieg der Streckgrenze (R
p0,2) um bis zu 80 N/mm
2, einer Steigerung der Zugfestigkeit (R
m) um bis zu 30 N/mm
2 wohingegen die Dehnung des Stahlbandes (A
80, Gleichmaßdehnung) um 10 %, d.h. von 30 % auf 20 % reduziert worden ist.
[0032] Hiermit wird aus dem weichen Produkt Band EN 10111-DD11 ein Stahl der verzinkten
Güte, beispielsweise DX51D der EN 10327 oder S320GD der EN 10326 mit den gleichen
Werkstoffeigenschaften wie ein verzinktes Stahlband gleicher Bezeichnung gemäß EN-Norm
erhalten. Während der kontrollierten Dickenreduktion wurden die Dickenschrieben über
die Bandlänge von Warmbandcoils aufgezeichnet.
[0033] So wurde auf einer Länge von 1.548 m bei einer kontrollierten Dickenreduktion eine
mittlere Dicke von 1,5 mm Blechdicke bei einem einmaligen Maximalwert von 1,588 mm
und einem Minimalwert von 1,497 mm bei einer 2-Sigma Toleranz von 0,014 mm erreicht.
Vergleichsbeispiel (Dickenreduktion durch Dressieren)
[0034] Beispiel 1 wurde wiederholt, allerdings anstelle einer kontrollierten Dickenreduktion
eine Dressierung um 1 % durchgeführt. Ebenso wie bei Beispiel 1 wurden die Dickenschrieben
über die Bandlänge von Warmbandcoils aufgezeichnet.
[0035] So wurde auf einer Länge von 1.455 m bereits bei einer Dressierung von 1 % eine mittlere
Dicke von 1,704 mm bei einem Sollwert von 1,700 mm erhalten bei einem Maximalwert
von 1,809 mm und einem Minimalwert von 1,664 mm und einer 2-Sigma Toleranz von 0,032
mm. Bereits hieraus kann man erkennen, dass eine Dressierung deutlich nachteiliger
gegenüber der erfindungsgemäßen kontrollierten Dickenreduktion ist.
[0036] Ein Vergleich der Charakteristika zeigt, dass sich die Dickenschrieben über die Bandlänge
von Warmbandcoils im dressierten Zustand einerseits (Stand der Technik) und in dem
erfindungsgemäßen Verfahren andererseits deutlich voneinander unterscheiden und das
erfindungsgemäße Verfahrenserzeugnis bei nahezu 6,5 fach höherer Dickenreduktion ein
Warmbandcoil mit deutlich geringerer Dickentoleranzen erzeugt wird.
1. Verfahren zum Schmelztauchbeschichten von warmgewalztem Stahlband, wobei das Stahlband
eine Beizstation, eine Spülstation, eine Trockenstation, einen Erwärmungsofen und
dann ein Schmelzbad durchläuft, dadurch gekennzeichnet, dass die Fertigdicke und die Dickentoleranz des schmelztauchbeschichteten Stahlbandes
durch eine kontrollierte Dickenreduktion in einem Walzgerüst in der Prozesslinie erreicht
wird, bei der durch mindestens ein Dickenmessgerät im Auslauf des Walzgerüstes das
Erreichen der Fertigdicke kontrolliert wird und Abweichungen von dieser nach oben
oder unten als Stellsignal auf die Anstellung des Walzgerüstes zurückgeführt werden,
um die Dickenreduktion entsprechend zu erhöhen oder zu reduzieren.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dickenreduktion in einem Bereich von mehr als 2 % bis 30 %, vorzugsweise 4 %
- 10% liegt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dickenreduktion nach Abkühlung des Stahlbandes auf 25 °C bis 55 °C, vorzugsweise
30 °C bis 50 °C erfolgt.
4. Verfahren nach irgendeinem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Walzgerüst ein Dickenmessgerät angeordnet ist, das die Eingangsdicke des
Stahlbandes misst und der Dickenregelung des Walzgerüstes meldet.
5. Verfahren nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass vor und / oder nach dem Walzgerüst Bandspeicher vorgesehen sind, um Geschwindigkeitsschwankungen
durch die Dickenregelung aufzufangen.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der Arbeitswalzen im Walzgerüst glatt ist oder eine strukturierte
Oberfläche mit speziellem Schliff und / oder stochastischer / deterministischer Struktur
aufweist.
7. Verfahren nach irgendeinem der vorstehenden Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Dickenreduktion in Gegenwart einer Walzflüssigkeit erfolgt.
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei der Schmelztauchbeschichtung um eine Beschichtung mit einer Zink- oder
Aluminiumlegierung, vorzugsweise Zink und seinen Legierungen handelt.
9. Verfahren nach Anspruch 1 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Durchlaufen der Beizstation, Spülstation, Trockenstation und des Schmelzbades
unter Abschirmung gegen Luft und Sauerstoff erfolgt.
10. Anlage zur Erzeugung von schmelztauchbeschichtetem warmgewalztem Stahlband, insbesondere
erhalten nach den Ansprüchen 1 bis 9, enthaltend eine Beizstation, eine Spülstation,
einen Trockner, einen Erwärmungsofen und ein Schmelzbad, dadurch gekennzeichnet, dass in der Prozesslinie ein Walzgerüst mit mindestens einem Dickenmessgerät im Auslauf
vorgesehen ist, welches vorzugsweise eine kontrollierte Dickenreduktion um mehr als
2 % bis 30 %, insbesondere 4 % bis 10 %, ggf. in Verbindung mit einer Prägung mit
speziellem Schliff und / oder stochastischer / deterministischer Struktur des Stahlbands
vorsieht.
1. A method for the hot-dip coating of a hot-rolled steel strip, whereby the steel strip
passes through a pickling station, a rinsing station, a drying station, a heating
furnace and then a melting bath, characterized in that the final thickness and the thickness tolerance of the hot-dip coated steel strip
are achieved by a controlled thickness reduction in a rolling-mill stand in the processing
line, whereby at least one thickness gauge located in the exit of the rolling-mill
stand checks whether the final thickness has been achieved and any deviations upwards
or downwards are fed back as a control signal for the adjustment of the rolling-mill
stand so that the thickness reduction can be correspondingly increased or decreased.
2. The method according to Claim 1, characterized in that the thickness reduction lies in a range of more than 2% to 30%, preferably 4% to
10%.
3. The method according to Claim 1, characterized in that the thickness reduction takes place after the steel strip has cooled down to 25°C
to 55°C, especially 30°C to 50°C.
4. The method according to any of the preceding claims, characterized in that a thickness gauge that measures the entering thickness of the steel strip and reports
this value to the thickness regulation means of the rolling-mill stand is arranged
upstream from the rolling-mill stand.
5. The method according to any of Claims 1 to 4, characterized in that strip buffers are provided upstream and/or downstream from the rolling-mill stand
so that the thickness regulation means can compensate for velocity fluctuations.
6. The method according to Claim 1, characterized in that at least one of the working rolls in the rolling-mill stand is smooth or else has
a structured surface with a special finish and/or a stochastic or deterministic structure.
7. The method according to any of Claims 1 to 6, characterized in that the thickness is reduced in the presence of a rolling fluid.
8. The method according to Claim 1, characterized in that the hot-dip coating is a coating with a zinc or aluminum alloy, preferably zinc and
its alloys.
9. The method according to Claim 1 or 8, characterized in that the passage through the pickling station, the rinsing station, the drying station
and the melting bath takes place under the exclusion of air and oxygen.
10. An installation to produce a hot-dip coated, hot-rolled steel strip, especially as
obtained according to Claims 1 to 9, comprising a pickling station, a rinsing station,
a drying station, a heating furnace and a melting bath, characterized in that a rolling-mill stand having at least one thickness gauge in the exit is provided
in the processing line so as to preferably bring about a controlled thickness reduction
of more than 2% to 30%, especially 4% to 10%, optionally in conjunction with the formation
of a special finish and/or stochastic or deterministic structure of the steel strip.
1. Procédé de revêtement par immersion à chaud d'un feuillard d'acier laminé à chaud,
cependant que le feuillard d'acier passe par un poste de décapage, un poste de rinçage,
un poste de séchage, un four d'échauffement et ensuite un bain de fusion, caractérisé en ce que l'épaisseur finale et la tolérance de l'épaisseur du feuillard d'acier revêtu par
immersion à chaud est atteinte par réduction contrôlée de l'épaisseur dans une cage
de laminoir intégrée dans le processus, où l'atteinte de l'épaisseur finale est vérifiée
à l'aide d'au moins un appareil de mesure de l'épaisseur en sortie de cage de laminoir
et tout écart vers le haut ou vers le bas par rapport à celle-ci est ramené en tant
que signal de commande au réglage de la cage de laminoir, afin d'augmenter ou de diminuer
la réduction d'épaisseur en conséquence.
2. Procédé selon la revendication n° 1, caractérisé en ce que la réduction d'épaisseur est située dans une plage allant de plus de 2% à 30%, de
préférence de 4% à 10%.
3. Procédé selon la revendication n° 1, caractérisé en ce que la réduction d'épaisseur a lieu après refroidissement du feuillard d'acier à entre
25°C et 55°C, de préférence à entre 30°C et 50°C.
4. Procédé selon n'importe laquelle des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'avant la cage de laminoir est disposé un appareil de mesure de l'épaisseur, qui mesure
l'épaisseur d'entrée du feuillard d'acier et la transmet à la régulation d'épaisseur
de la cage de laminoir.
5. Procédé selon n'importe laquelle des revendications n° 1 à n° 4, caractérisé en ce que des dispositifs de stockage de feuillard sont prévus avant et/ou après la cage de
laminoir, afin de rattraper les variations de vitesse liées à la régulation de l'épaisseur.
6. Procédé selon la revendication n° 1, caractérisé en ce qu'au moins un des cylindres de travail de la cage de laminoir est lisse ou présente
une surface extérieure structurée avec un polissage spécial et/ou une structure stochastique
/ déterministe.
7. Procédé selon n'importe laquelle des revendications n° 1 à n° 6 précédentes, caractérisé en ce que la réduction d'épaisseur a lieu en présence d'un fluide de laminage.
8. Procédé selon la revendication n° 1, caractérisé en ce que le revêtement par immersion à chaud est un revêtement par un alliage de zinc ou d'aluminium,
de préférence de zinc et de ses alliages.
9. Procédé selon la revendication n° 1 ou n° 8, caractérisé en ce que le passage par le poste de décapage, le poste de rinçage, le poste de séchage et
le bain de fusion a lieu à l'abri de l'air et de l'oxygène.
10. Installation pour la production de feuillards d'acier laminés à chaud et revêtus par
immersion à chaud, en particulier obtenus selon les revendications n° 1 à n° 9, présentant
un poste de décapage, un poste de rinçage, un séchoir, un four d'échauffement et un
bain de fusion, caractérisée en ce que le processus comporte une cage de laminoir dotée d'au moins un appareil de mesure
de l'épaisseur en sortie, lequel de préférence prévoit une réduction contrôlée de
l'épaisseur allant de plus de 2% à 30%, en particulier de 4% à 10%, le cas échéant
en relation avec un estampage du feuillard d'acier par un polissage spécial et/ou
une structure stochastique / déterministe.
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- It Stahl-LexikonVerlag StahlEisen134-139- [0006]