[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein handgeführtes Setzgerät mit Mündungsteil der
im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 genannten Art. Derartige Setzgeräte mit Mündungsteil
können z. B. mit festen, gasförmigen oder flüssigen Brennstoffen oder auch mit Druck-
oder Pressluft oder elektrisch betrieben werden. Bei den brennkraftbetriebenen Setzgeräten
wird ein Setzkolben über die hochgespannten Verbrennungsgase angetrieben. Über diesen
Setzkolben können dann Befestigungselemente in einen Untergrund eingetrieben werden.
[0002] Aus der
US 2005/0017046 ist ein Setzgerät zum Eintreiben von Befestigungselementen mit einer verschieblich
in einem Mündungsteil des Setzgerätes geführten Befestigungselementeführung, und mit
einem seitlich von dem Mündungsteil abragenden Magazin für Befestigungselemente bekannt.
In dem Mündungsteil ist ein Aufnahmeraum für ein zu setzendes Befestigungselement
angeordnet, das zu einem Führungskanal für Befestigungselemente des Magazins hin geöffnet
ist. Der Aufnahmeraum weist Führungsflächen auf, über die ein im Aufnahmeraum befindliches
Befestigungselement geführt und ausgerichtet wird. An dem Mündungsteil ist ferner
ein Detektionselement für Befestigungselemente angeordnet, über das die Anwesenheit
eines Befestigungselementes im Aufnahmeraum des Mündungsteils detektierbar ist. Die
Führungsflächen sind zum einen in der Befestigungselementeführung und zum anderen
an dem Detektionselement ausgebildet. Das Detektionselement greift dabei durch einen
axial verlaufenden Schlitz in der Befestigungselementeführung in diese ein und weist
eine in axialer Richtung längliche und quer dazu schmale Führungsfläche auf. Ist kein
Befestigungselement in dem Aufnahmeraum anwesend, dann wird das Detektionselement
in eine Sicherungsstellung verfahren, in der ein Verschieben der Befestigungselementeführung
im Mündungsteil verhindert ist. Ein Setzvorgang ist in dieser Sicherungsstellung nicht
möglich.
[0003] Von Nachteil hierbei ist jedoch, dass es auf Grund der Anordnung eines Teils der
Führungsflächen an der axial verschieblichen Befestigungselementeführung passieren
kann, dass Befestigungselemente im Aufnahmeraum bei der Verschiebung der Befestigungselementeführung
nicht optimal positioniert werden, insbesondere dann, wenn nur noch wenige Befestigungselemente
im Führungskanal des Magazins zu gegen sind.
[0004] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt daher darin, ein Setzgerät mit Mündungsteil
der vorgenannten Art zu entwickeln, welches die vorgenannten Nachteile vermeidet und
eine optimale Positionierung und Führung der Befestigungselemente im Aufnahmeraum
gewährleisten.
[0005] Erfindungsgemäss wird die gestellte Aufgabe durch ein Setzgerät mit den Merkmalen
des unabhängigen Anspruchs gelöst. Demnach sind an der dem Aufnahmeraum zugewandten
Seite des Detektionselementes parallel zur Längsrichtung des Mündungsteils verlaufende,
konkave zweite und dritte Führungsflächen angeordnet, die sich gegenüberliegend jeweils
in Längsrichtung benachbart zu der ersten Führungsfläche sind bzw. die sich jeweils
seitlich an die erste Führungsfläche anschliessen. Durch diese Ausbildung der Führungsflächen
zur Führung und Positionierung der Befestigungselemente bzw. der sie aufnehmenden
Trägersegmente des Befestigungselementestreifens an dem Detektionselement, das gegenüber
der verschieblichen Befestigungselementeführung statisch ist, wird ein ausreichender
Reibschluss mit dem Trägersegment der Befestigungselemente erreicht und so ein Verkippen
oder Verkanten eines in dem Aufnahmeraum befindlichen Befestigungselementes beim Anpressvorgang
zuverlässig verhindert, insbesondere dann, wenn sich nur noch wenige Befestigungselemente
im Magazin befinden.
[0006] In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist das Detektionselement an
seiner dem Aufnahmeraum zugewandten Seite einen Detektionsabschnitt auf, der als halbschalen-förmiges
Rohrsegment ausgebildet ist, an dem die Führungsflächen angeordnet sind. Hierdurch
kann auf einfache Weise genügend Fläche für die Führungsflächen zur Verfügung gestellt
werden, ohne den notwendigen Bauraum stark zu vergrössern.
[0007] Ferner ist es von Vorteil, wenn die erste, zweite und dritte Führungsfläche zusammen
den Aufnahmeraum in radialer Richtung um 120° - 180° umfangen, so dass das Vorsehen
weiterer Führungsflächen am Grundkörper des Mündungsteils oder an der Befestigungselementeführung
nicht notwendig ist. Vorzugsweise umfangen die erste, zweite und dritte Führungsfläche
zusammen den Aufnahmeraum in radialer Richtung wenigstens um 140° - 160°. Hierdurch
wird zum einen eine optimale Führung des Trägersegments erreicht und zum anderen ein
störungsfreies Schwenkverhalten des Detektionselementes erzielt.
[0008] Günstigerweise ist das Detektionselement an einem Lager parallel zur Längsrichtung
des Mündungsteils verschwenkbar an dem Grundkörper des Mündungsteils gelagert, wodurch
eine optimale Funktion der Elementedetektion gewährleistet wird, da die Reibung im
Vergleich zu einem verschieblichen Element reduziert ist. Ferner wird durch die Verschwenkbarkeit
in Längsrichtung des Mündungsteils Bauraum eingespart, da das Detektionselement ansonsten
vollständig oberhalb bzw. gegenüberliegend des Magazins angeordnet werden müsste.
[0009] Weitere Vorteile und Massnahmen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen,
der nachfolgenden Beschreibung und den Zeichnungen. In den Zeichnungen ist die Erfindung
in einem Ausführungsbeispiel dargestellt.
[0010] Es zeigen:
- Fig. 1
- Ein erfindungsgemässes Setzgerät mit Mündungsteil in teilweiser Schnittansicht in
nicht angepresster Stellung,
- Fig. 2
- das Setzgerät aus Fig. 1 mit Magazin in Schnittansicht in angepresster Stellung,
- Fig. 3
- ein Detail des Mündungsteils des Setzgerätes aus Fig. 1, in Ansicht in Richtung des
Pfeils III aus Figur 1,
- Fig. 4
- das Detail des Mündungsteils des Setzgerätes aus Fig. 3 mit leerem Aufnahmeraum.
[0011] In den Fig. 1 bis 4 ist ein brennkraftbetriebenes, handgeführtes Setzgerät 10 dargestellt.
Das Setzgerät 10 weist ein in einem ein- oder mehrteiligen Gehäuse 11 angeordnetes,
in den Figuren nicht dargestelltes Setzwerk mit einem in einem Führungszylinder 14
versetzbar geführten Setzkolben zum Eintreiben von Befestigungselementen 51 in ein
Konstruktionselement K auf. Zum Auslösen eines Setzvorgangs ist an dem Setzgerät 10
ein Auslöseschalter 13 an einem Handgriff 12 des Setzgerätes 10 angeordnet.
[0012] An dem Setzgerät 10 ist dem Gehäuse 11 vorgelagert ein insgesamt mit 20 bezeichnetes
Mündungsteil angeordnet, welches sich zu einer Seite an den Führungszylinder 14 anschliesst
(vgl. insbesondere Figuren 1 und 2). An dem Mündungsteil 20 ist eine Befestigungselementeführung
15 relativ verschieblich zu einem Grundkörper 21 des Mündungsteils 20 geführt. Die
Befestigungselementeführung 15 stützt sich dabei über ein in den Figuren nicht sichtbares
Federelement an dem Grundkörper 21 oder einem anderen gehäusefesten Bauteil ab, über
welches die Befestigungselementeführung 15 in Richtung auf seine in Figur 1 dargestellte
nicht angepresste Stellung elastisch beaufschlagt ist. Bei einem Anpressen des Setzgerätes
12 an ein Konstruktionselement K, wie aus Fig. 2 zu entnehmen, wird die Befestigungselementeführung
15 in Richtung auf den Führungszylinder 14 hin verschoben und das Federelement gespannt.
Ein fest mit der Befestigungselementeführung 15 verbundenes Anpresselement 16 wird
dabei mit der Befestigungselementeführung 15 mitbewegt, wodurch das Setzgerät 10 in
einen setzbereiten Zustand überführt wird, in der ein Setzvorgang durch den Auslöseschalter
13 ausgelöst werden kann. Über den Anpressfühler 16 und diesem nachgeschaltete, in
den Figuren nicht wiedergegebene Stellelemente kann z. B. ein Ventilmittel für die
Brennkammer betätigt werden.
[0013] Im Mündungsteil 20 ist ein Aufnahmeraum 23 angeordnet, der in der Längsrichtung L
der Befestigungselementeführung 15 liegt. Nur ein ordnungsgemäss in dem Aufnahmeraum
23 positioniertes Befestigungselement 51 kann von dem Setzkolben erfasst und in ein
Konstruktionselement K eingetrieben werden. Die Befestigungselemente 51 werden dem
Aufnahmeraum 23 über ein an dem Mündungsteil 20 vorzugsweise abnehmbar angeordnetes
Magazin 40 zugeleitet. Das Magazin ist dabei über einen Verbindungsabschnitt 42 an
dem Grundkörper 21 des Mündungsteils 20 festgelegt. In dem Magazin 40 ist ein Führungsraum
43 ausgebildet in dem die Befestigungselemente 51 geführt sind. Die Befestigungselemente
51 sind dabei z. B. zu einem Befestigungselementestreifen 50 zusammengefasst, der
in den Führungsraum 43 einführbar ist und bei dem mehrere Befestigungselemente 51
an einem Trägerelement, bestehend aus einer Mehrzahl von Trägersegmenten 52, angeordnet
sind.
[0014] In dem Magazin 40 ist ein Transportelement 41 angeordnet (vgl. Fig. 1, 2 und 4),
welches in seiner Arbeitsstellung über ein hier nicht dargestelltes Federelement zum
Aufnahmeraum 23 hin beaufschlagt ist, um einen Befestigungselementetransport in den
Aufnahmeraum 23 hinein zu gewährleisten.
[0015] An dem Mündungsteil 20 ist ferner ein Detektionselement 31 zur Detektion eines Befestigungselementes
51 in dem Aufnahmeraum 23 angeordnet. Diese Detektionselement 31 stellt sicher, dass
ein Setzvorgang nur dann ausgelöst werden kann, wenn sich ein Befestigungselement
51 in dem Aufnahmeraum 23 befindet und das Setzgerät 10 an ein Konstruktionselement
K angepresst ist. Dazu ist das Detektionselement 31 an der dem Magazin 40 gegenüberliegenden
Seite des Aufnahmeraums 23 angeordnet, wobei das Detektionselement 31 den Aufnahmeraum
23 zumindest bereichsweise umgrenzt. Das Detektionselement 31 ist als Hebel ausgebildet,
der an einem Lager 38 parallel zur Längsrichtung L verschwenkbar an dem Grundkörper
21 des Mündungsteils 21 gelagert ist (siehe insbesondere Fig. 3 und 4).
[0016] Ein erster Arm des Detektionselementes 31 ist als Detektionsabschnitt 33 für Befestigungselemente
51 ausgebildet, während ein zweiter Arm einen Vorsprung 32 mit einem Gegenanschlag
37 für einen an dem Anpresslement 16 angeordneten Anschlag 17 ausbildet. Der Detektionsabschnitt
33 ist an seiner, dem Aufnahmeraum 23 zugewandten Seite als halbschalen-förmiges Rohrsegment
ausgebildet, dass zwei parallel zur Längsrichtung L verlaufende konkave Führungsflächen
35, 36 aufweist, die seitlich benachbart zu einer nutförmig vertieften, parallel zur
Längsrichtung L verlaufenden ersten Führungsfläche 34 sind. Die Innenkontur des Detektionsabschnitts
mit seiner ersten Führungsfläche 34 und seinen beiden konkaven zweiten und dritten
Führungsflächen 35, 36 ist dabei an die Aussenkontur der Trägersegmente 52 des Befestigungselementestreifens
50 optimal angepasst, um eine gute Führung und Positionierung derselben zu gewährleisten.
An der nutförmig vertieften ersten Führungsfläche 34 werden dabei stegförmige Abschnitte
53 der Trägersegmente 52 geführt. Die erste, zweite und dritte Führungsfläche 34,
35, 36 zusammen umfangen den Aufnahmeraum 23 dabei in radialer Richtung um ca. 120°-
180°, vorzugsweise um ca. 140° bis - 160°.
[0017] Über ein in den Figuren nicht sichtbares Federelement ist das Detektionselement 31
dabei in Richtung auf seine Sperrstellung beaufschlagt, in der das Detektionselement
31 den Führungsraum 18 im Grundkörper 21 verengt, wenn kein Befestigungselement 51
dort anwesend ist. Das Detektionselement 31 sperrt in dieser Stellung (siehe Fig.
4) eine Relativbewegung zwischen der Befestigungselementeführung 15 und dem Grundkörper
21, in dem der Anschlag 17 des Anpresselementes 16 in dieser Stellung dem Gegenanschlag
37 am Detektionselement 31 gegenüberliegt und bei einem Anpressversuch mit diesem
in Anlage kommt. Ein Anpressen und ein nachfolgender Setzvorgang sind in dieser Sperrstellung
des Detektionselementes 31 somit verhindert.
[0018] In Fig. 1 ist das Setzgerät 10 mit seinem Mündungsteil 20 noch nicht an ein Konstruktionselement
angepresst. Es befinden sich einige Befestigungselemente 51 eines Befestigungselementestreifens
50 im Führungskanal 43 des Magazins 40 und insbesondere ein Befestigungselement 51
in dem Aufnahmeraum 23. Das Detektionselement 31 wird über die Befestigungselemente
51 in seine Freigabestellung (siehe auch Fig. 3) gedrückt, da die auf das Transportelement
41 in Richtung des Aufnahmeraums 23 wirkende Federkraft grösser ist, als die Kraft
des Federelementes, welches das Detektionselement 31 beaufschlagt. In dieser Freigabestellung
des Detektionselementes 31 ist ein Anpressen des Setzgerätes 10 an ein Konstruktionselement
K und ein anschliessender Setzvorgang möglich, wie aus Fig. 2 ersichtlich ist. Bei
dem Anpressvorgang wird die Befestigungselementeführung 15 in Richtung auf das Gehäuse
11 und relativ zum Grundkörper 21 verschoben. Durch die formschlüssige Führung und
Kammerung des im Aufnahmeraum 23 befindlichen Befestigungselementes 51 über sein Trägersegment
52 an den Führungsflächen 34, 35, 36 des Detektionsabschnitts 33 des Detektionselementes
31 wird ein Verkippen bzw. Verkanten dieses Befestigungselementes 51 beim Anpressvorgang
sicher verhindert. So ist das Setzgerät 10 bereit für das Auslösen eines Setzvorgangs.
1. Handgeführtes Setzgerät mit einem Mündungsteil (20) für Befestigungselemente (51),
in dem eine Befestigungselementeführung (15) axial versetzbar angeordnet ist, mit
einem Aufnahmeraum (23) für ein Befestigungselement (51), der bereichsweise von Führungsflächen
umfangen ist,
und mit einem Detektionselement (31) für ein Befestigungselement (51) im Aufnahmeraum
(23), an dessen dem Aufnahmeraum (23) zugewandter Seite eine erste Führungsfläche
(34) der Führungsflächen für ein Befestigungselement (51) angeordnet ist, die parallel
zu einer Längsrichtung (L) des Mündungsteils (20) verläuft,
dadurch gekennzeichnet,
dass an der dem Aufnahmeraum (23) zugewandten Seite des Detektionselementes (31) parallel
zur Längsrichtung (L) verlaufende, konkave zweite und dritte Führungsflächen (35,
36) angeordnet sind, die sich gegenüberliegend jeweils in Längsrichtung (L) benachbart
zu der ersten Führungsfläche (34) sind.
2. Setzgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Detektionselement (31) an seiner dem Aufnahmeraum (23) zugewandten Seite einen
Detektionsabschnitt (33) aufweist, der als halbschalen-förmiges Rohrsegment ausgebildet
ist, an dem die Führungsflächen (34, 35, 36) angeordnet sind.
3. Setzgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste, zweite und dritte Führungsfläche (34, 35, 36) zusammen den Aufnahmeraum
(23) in radialer Richtung um 120°- 180° umfangen.
4. Setzgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die erste, zweite und dritte Führungsfläche (34, 35, 36) zusammen den Aufnahmeraum
(23) in radialer Richtung wenigstens um 140°- 160° umfangen.
5. Setzgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Detektionselement (31) an einem Lager (38) parallel zur Längsrichtung (L) verschwenkbar
an dem Grundkörper (21) des Mündungsteils (21) gelagert ist.