(19)
(11) EP 1 862 266 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
05.12.2007  Patentblatt  2007/49

(21) Anmeldenummer: 07108103.8

(22) Anmeldetag:  14.05.2007
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B25D 17/00(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO SE SI SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL BA HR MK YU

(30) Priorität: 30.05.2006 DE 102006000253

(71) Anmelder: HILTI Aktiengesellschaft
9494 Schaan (LI)

(72) Erfinder:
  • Fünfer, Josef
    86343 Königsbrunn (DE)

(74) Vertreter: Wildi, Roland 
Hilti Aktiengesellschaft, Corporate Intellectual Property, Feldkircherstrasse 100, Postfach 333
9494 Schaan
9494 Schaan (LI)

   


(54) Schlagende Handwerkzeugmaschine mit axial beweglich gelagertem Schlagwerk


(57) Eine zumindest teilweise axial schlagende Handwerkzeugmaschine (1) mit einer Werkzeugaufnahme (2) und mit einem Hangriff (3), welcher an einem Gehäuse (4) festgelegt ist, in dem ein axial beweglich gelagertes Schlagwerk (5) axial griffseitig über eine Feder (6) mit dem Gehäuse (4) verbunden ist, zumindest einen griffseitig quer verlaufenden Gelenkarm (7) auf, wobei das Schlagwerk (5) aufnahmeseitig über eine Axialgleitfläche (8) im Gehäuse (4) gelagert ist.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung bezeichnet eine schlagende Handwerkzeugmaschine mit einem im Gehäuse axial beweglich gelagerten Schlagwerk, insbesondere einen Meisselhammer oder einen Kombihammer.

[0002] Üblicherweise wird bei einer schlagenden Handwerkzeugmaschine das Schlagwerk fest im Gehäuse montiert. Vom Schlagwerk allfällig verursachte Vibrationen werden daher direkt auf das Gehäuse übertragen.

[0003] Nach der GB2154497 weist eine Handwerkzeugmaschine mit einem im Gehäuse axial beweglich gelagertem Schlagwerk werkzeugseitig eine axiale Gleitlagerung und griffseitig eine Gummiführung sowie eine axiale Spiraldruckfeder auf, nach der W09319899 griffseitig ein Gummilager. Durch die Gummiführung bzw. Gummilager ist der für Axialschwingungen verfügbare bewegliche Axialbereich relativ schmal.

[0004] Nach der US4673043 ist eine schlagende Handwerkzeugmaschine mit einem über zwei Parallelogrammgelenke axial beweglich gelagerten Schlagwerk bekannt, welches nach der DE20109122U über eine axiale Blattfeder mit dem Gehäuse verbunden ist. Nach der DE10255162 sind die beiden quer verlaufenden Gelenkarme aus Stahlblech mit Foliengelenken ausgebildet und das Schlagwerk ist über eine axiale Spiraldruckfeder mit dem Gehäuse verbunden. Durch eine derartige Lagerung werden Axialschwingungen des Gehäuses über einen relativ weiten Axialbereich ermöglichst.

[0005] Die Aufgabe der Erfindung besteht in der kompakten Realisierung einer schlagenden Handwerkzeugmaschine mit einem im Gehäuse über einen relativ weiten Axialbereich axial beweglich gelagerten Schlagwerk.

[0006] Die Aufgabe wird im Wesentlichen durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.

[0007] So weist eine zumindest teilweise axial schlagende Handwerkzeugmaschine mit einer Werkzeugaufnahme und mit einem Hangriff, welcher an einem Gehäuse festgelegt ist, in dem ein axial beweglich gelagertes Schlagwerk axial griffseitig über eine Feder mit dem Gehäuse verbunden ist, zumindest einen griffseitig quer verlaufenden Gelenkarm auf, wobei das Schlagwerk aufnahmeseitig über eine Axialgleitfläche im Gehäuse gelagert ist.

[0008] Durch die aufnahmeseitige Gleitlagerung und den griffseitigen Gelenkarm ist das Schlagwerk über einen relativ weiten Axialbereich axial beweglich gelagert, wobei aufnahmeseitig die Lagerung besonders raumsparend erfolgt und somit die Handwerkzeugmaschine besonders kompakt ausgebildet ist.

[0009] Vorteilhaft ist die Axialgleitfläche über Gleiteinsätze im Gehäuse gelagert, weiter vorteilhaft über Gleiteinsätze aus Kunststoff mit intrinsischen Schmiermitteln, wodurch durch eine Werkstoffpaarung: Metall-Kunststoff eine tribologisch verschleissarme Hochlage/Tieflage Charakteristik erzielt wird.

[0010] Vorteilhaft sind mehrere gleichartige Gleiteinsätze vorhanden, die weiter vorteilhaft einfach montierbar/demontierbar sind, wodurch diese ökonomisch günstig zu bevorraten sowie bei Verschleiss einfach ersetzbar sind.

[0011] Vorteilhaft ist der Gelenkarm als Blattfeder ausgebildet, weiter vorteilhaft aus Stahlblech, wodurch dieser über ein Stanzverfahren ökonomisch herstellbar sowie hoch elastisch und verschleissfrei ist.

[0012] Vorteilhaft ist die Feder als Spiraldruckfeder ausgebildet, wodurch über den relativ weiten Axialbereich eine weitgehend konstante Federcharakteristik vorliegt, die keine Oberschwingungen anregt.

[0013] Vorteilhaft ist das Schlagwerk ein Teil einer in sich steifen Baugruppe mit einem Getriebe und weiter vorteilhaft mit einem Elektromotor, wodurch in dieser schwingenden Baugruppe die Masse erhöht wird, was günstig für die Vibrationsdämpfung ist.

[0014] Die Erfindung wird bezüglich eines vorteilhaften Ausführungsbeispiels näher erläutert mit:

Fig. 1 als teilweise längsgeschnittene Handwerkzeugmaschine

Fig. 2 als Querschnitt (Linie II - II in Fig. 1)



[0015] Nach Fig. 1 weist eine längs einer Achse A axial schlagende Handwerkzeugmaschine 1 eine Werkzeugaufnahme 2 und einen Hangriff 3 auf, welcher an einem Gehäuse 4 festgelegt ist.

[0016] In dem Gehäuse 4 ist ein axial beweglich gelagertes Schlagwerk 5 axial griffseitig über eine Feder 6 in Form einer Spiraldruckfeder mit dem Gehäuse 4 verbunden. Das axial beweglich gelagerte Schlagwerk 5 ist griffseitig über einen quer verlaufenden Gelenkarm 7 in Form einer Blattfeder aus Federstahlblech mit dem Gehäuse 4 verbunden und aufnahmeseitig über eine Axialgleitfläche 8 aus Metall über Gleiteinsätze 9 aus Kunststoff mit intrinsischen Schmiermitteln im Gehäuse 4 gelagert. Das Schlagwerk 4 ist dabei ein Teil einer in sich steifen Baugruppe 14 mit einem Getriebe 12 und mit einem Elektromotor 13.

[0017] Nach Fig. 2 ist die im Querschnitt als konvexes Dreieck ausgebildete Axialgleitfläche 8 des Schlagwerks 5 (die weiteren Einzelheiten wurden nicht dargestellt) über drei umlaufend verteilte Gleiteinsätze 9 gelagert, von denen zwei gleichartig ausgeformte jeweils über Montagebleche 10 und Schrauben 11 am Gehäuse 4 montiert sind.


Ansprüche

1. Zumindest teilweise axial schlagende Handwerkzeugmaschine mit einer Werkzeugaufnahme (2) und mit einem Hangriff (3), welcher an einem Gehäuse (4) festgelegt ist, in dem ein axial beweglich gelagertes Schlagwerk (5) axial griffseitig über eine Feder (6) mit dem Gehäuse (4) verbunden ist, zumindest einen griffseitig quer verlaufenden Gelenkarm (7) auf, dadurch gekennzeichnet, dass das Schlagwerk (5) aufnahmeseitig über eine Axialgleitfläche (8) im Gehäuse (4) gelagert ist.
 
2. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Axialgleitfläche (8) über Gleiteinsätze (9) im Gehäuse (4) gelagert ist.
 
3. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere gleichartige Gleiteinsätze (9) vorhanden sind.
 
4. Handwerkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Gelenkarm (7) als Blattfeder ausgebildet ist.
 
5. Handwerkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder (6) als Spiraldruckfeder ausgebildet ist.
 
6. Handwerkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Schlagwerk (4) ein Teil einer in sich steifen Baugruppe mit einem Getriebe (12) ist.
 




Zeichnung











Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente