[0001] Die Erfindung bezeichnet eine schlagende Handwerkzeugmaschine mit einem im Gehäuse
axial beweglich gelagerten Schlagwerk, insbesondere einen Meisselhammer oder einen
Kombihammer.
[0002] Üblicherweise wird bei einer schlagenden Handwerkzeugmaschine das Schlagwerk fest
im Gehäuse montiert. Vom Schlagwerk allfällig verursachte Vibrationen werden daher
direkt auf das Gehäuse übertragen.
[0003] Nach der
GB2154497 weist eine Handwerkzeugmaschine mit einem im Gehäuse axial beweglich gelagertem Schlagwerk
werkzeugseitig eine axiale Gleitlagerung und griffseitig eine Gummiführung sowie eine
axiale Spiraldruckfeder auf, nach der
W09319899 griffseitig ein Gummilager. Durch die Gummiführung bzw. Gummilager ist der für Axialschwingungen
verfügbare bewegliche Axialbereich relativ schmal.
[0004] Nach der
US4673043 ist eine schlagende Handwerkzeugmaschine mit einem über zwei Parallelogrammgelenke
axial beweglich gelagerten Schlagwerk bekannt, welches nach der
DE20109122U über eine axiale Blattfeder mit dem Gehäuse verbunden ist. Nach der
DE10255162 sind die beiden quer verlaufenden Gelenkarme aus Stahlblech mit Foliengelenken ausgebildet
und das Schlagwerk ist über eine axiale Spiraldruckfeder mit dem Gehäuse verbunden.
Durch eine derartige Lagerung werden Axialschwingungen des Gehäuses über einen relativ
weiten Axialbereich ermöglichst.
[0005] Die Aufgabe der Erfindung besteht in der kompakten Realisierung einer schlagenden
Handwerkzeugmaschine mit einem im Gehäuse über einen relativ weiten Axialbereich axial
beweglich gelagerten Schlagwerk.
[0006] Die Aufgabe wird im Wesentlichen durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0007] So weist eine zumindest teilweise axial schlagende Handwerkzeugmaschine mit einer
Werkzeugaufnahme und mit einem Hangriff, welcher an einem Gehäuse festgelegt ist,
in dem ein axial beweglich gelagertes Schlagwerk axial griffseitig über eine Feder
mit dem Gehäuse verbunden ist, zumindest einen griffseitig quer verlaufenden Gelenkarm
auf, wobei das Schlagwerk aufnahmeseitig über eine Axialgleitfläche im Gehäuse gelagert
ist.
[0008] Durch die aufnahmeseitige Gleitlagerung und den griffseitigen Gelenkarm ist das Schlagwerk
über einen relativ weiten Axialbereich axial beweglich gelagert, wobei aufnahmeseitig
die Lagerung besonders raumsparend erfolgt und somit die Handwerkzeugmaschine besonders
kompakt ausgebildet ist.
[0009] Vorteilhaft ist die Axialgleitfläche über Gleiteinsätze im Gehäuse gelagert, weiter
vorteilhaft über Gleiteinsätze aus Kunststoff mit intrinsischen Schmiermitteln, wodurch
durch eine Werkstoffpaarung: Metall-Kunststoff eine tribologisch verschleissarme Hochlage/Tieflage
Charakteristik erzielt wird.
[0010] Vorteilhaft sind mehrere gleichartige Gleiteinsätze vorhanden, die weiter vorteilhaft
einfach montierbar/demontierbar sind, wodurch diese ökonomisch günstig zu bevorraten
sowie bei Verschleiss einfach ersetzbar sind.
[0011] Vorteilhaft ist der Gelenkarm als Blattfeder ausgebildet, weiter vorteilhaft aus
Stahlblech, wodurch dieser über ein Stanzverfahren ökonomisch herstellbar sowie hoch
elastisch und verschleissfrei ist.
[0012] Vorteilhaft ist die Feder als Spiraldruckfeder ausgebildet, wodurch über den relativ
weiten Axialbereich eine weitgehend konstante Federcharakteristik vorliegt, die keine
Oberschwingungen anregt.
[0013] Vorteilhaft ist das Schlagwerk ein Teil einer in sich steifen Baugruppe mit einem
Getriebe und weiter vorteilhaft mit einem Elektromotor, wodurch in dieser schwingenden
Baugruppe die Masse erhöht wird, was günstig für die Vibrationsdämpfung ist.
[0014] Die Erfindung wird bezüglich eines vorteilhaften Ausführungsbeispiels näher erläutert
mit:
Fig. 1 als teilweise längsgeschnittene Handwerkzeugmaschine
Fig. 2 als Querschnitt (Linie II - II in Fig. 1)
[0015] Nach Fig. 1 weist eine längs einer Achse A axial schlagende Handwerkzeugmaschine
1 eine Werkzeugaufnahme 2 und einen Hangriff 3 auf, welcher an einem Gehäuse 4 festgelegt
ist.
[0016] In dem Gehäuse 4 ist ein axial beweglich gelagertes Schlagwerk 5 axial griffseitig
über eine Feder 6 in Form einer Spiraldruckfeder mit dem Gehäuse 4 verbunden. Das
axial beweglich gelagerte Schlagwerk 5 ist griffseitig über einen quer verlaufenden
Gelenkarm 7 in Form einer Blattfeder aus Federstahlblech mit dem Gehäuse 4 verbunden
und aufnahmeseitig über eine Axialgleitfläche 8 aus Metall über Gleiteinsätze 9 aus
Kunststoff mit intrinsischen Schmiermitteln im Gehäuse 4 gelagert. Das Schlagwerk
4 ist dabei ein Teil einer in sich steifen Baugruppe 14 mit einem Getriebe 12 und
mit einem Elektromotor 13.
[0017] Nach Fig. 2 ist die im Querschnitt als konvexes Dreieck ausgebildete Axialgleitfläche
8 des Schlagwerks 5 (die weiteren Einzelheiten wurden nicht dargestellt) über drei
umlaufend verteilte Gleiteinsätze 9 gelagert, von denen zwei gleichartig ausgeformte
jeweils über Montagebleche 10 und Schrauben 11 am Gehäuse 4 montiert sind.
1. Zumindest teilweise axial schlagende Handwerkzeugmaschine mit einer Werkzeugaufnahme
(2) und mit einem Hangriff (3), welcher an einem Gehäuse (4) festgelegt ist, in dem
ein axial beweglich gelagertes Schlagwerk (5) axial griffseitig über eine Feder (6)
mit dem Gehäuse (4) verbunden ist, zumindest einen griffseitig quer verlaufenden Gelenkarm
(7) auf, dadurch gekennzeichnet, dass das Schlagwerk (5) aufnahmeseitig über eine Axialgleitfläche (8) im Gehäuse (4) gelagert
ist.
2. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Axialgleitfläche (8) über Gleiteinsätze (9) im Gehäuse (4) gelagert ist.
3. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere gleichartige Gleiteinsätze (9) vorhanden sind.
4. Handwerkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Gelenkarm (7) als Blattfeder ausgebildet ist.
5. Handwerkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder (6) als Spiraldruckfeder ausgebildet ist.
6. Handwerkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Schlagwerk (4) ein Teil einer in sich steifen Baugruppe mit einem Getriebe (12)
ist.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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