[0001] Die Erfindung betrifft eine Rotationsdruckmaschine mit mehreren Drucktürmen zum Bedrucken
mehrerer Bahnen, die wenigstens einen Trockner zum Trocknen wenigstens einer der Bahnen
aufweist. Vorzugsweise handelt es sich um eine Rollenrotationsdruckmaschine. Die Druckmaschine
arbeitet bevorzugt im Offsetdruck, besonders bevorzugt im Nassoffset. Bevorzugt gelangt
die Erfindung im Zeitungsdruck zum Einsatz. Entsprechend eignet sich die Druckmaschine
für den Zeitungsdruck, vorzugsweise für den Druck großer Auflagen. Über die Rotationsdruckmaschine
hinaus betrifft die Erfindung auch ein Verfahren zur Erzeugung von Zeitungsexemplaren
und auch ein Zeitungsexemplar oder ein Magazin als solches.
[0002] Im hochproduktiven Rollenoffsetdruck haben sich seit vielen Jahren die beiden Trocknungsverfahren
"Cold-Set" und "Heat-Set" bestens bewährt. Ein typisches Anwendungsgebiet vom Cold-Set-Verfahren
ist die mehrbahnige Zeitungs- und Magazinproduktion auf Rotationen mit bevorzugt vertikaler
Bahnführung. Das Trocknungsprinzip von diesem Verfahren basiert auf dem sogenannten
"Wegschlagen", womit das schnelle Eindringen von Druckfarbenölen und niedrigviskosen
Bindemitteln in die Kapillaren der Papieroberfläche gemeint ist, was so entscheidend
zur Verfestigung des Farbfilms beiträgt. Dies hat den großen Vorteil, dass mehrere
bedruckte Papierbahnen bei voller Produktionsgeschwindigkeit abschmierfrei direkt
zum Falzapparat transportiert und dort zu einem Strom von fertig beschnittenen und
gefalzten Druckprodukten verarbeitet werden können. Nachteilig bei diesem Verfahren
ist, dass sogenannte "offene Papiere" verwendet werden müssen, welche über eine genügende
Porosität, Rauhigkeit und Ölaufnahmefähigkeit für das "Wegschlagen" verfügen. Damit
werden jedoch die erreichbaren Druckdichten, die Rasterfeinheit und Glanzeffekte,
beziehungsweise insgesamt die Druckqualität, klar begrenzt. Um diesen Nachteil zu
vermeiden und auch glattere, beziehungsweise kalandrierte und glanzgestrichene, Papiere
mit relativ geringer Porosität und Ölaufnahmefähigkeit verdrucken zu können, bedarf
es heute des Heat-Set- Verfahrens. Bei diesem Trocknungsprinzip erfolgt die Phasentrennung
von Druckfarbenölen und Bindemitteln überwiegend durch einen Wärme- und Stoffaustausch.
Dabei verdunstet das Öl bei 90- 140 Grad in eine Grenzschicht über dem Papier und
wird dort von einem warmen Luftstrom abtransportiert. Dank dieser physikalischen Stofftrennung
können nun insbesondere glatte oder geschlossene Papiere mit relativ geringer Ölaufnahme
verdruckt werden, was signifikant höhere Farbschichtdicken, beziehungsweise Dichten,
Glanz und feinere Raster zulässt. Nachteilig bei diesem Verfahren ist, dass die frisch
bedruckte Papierbahn, ohne mechanische Berührung und mit einer Verweildauer von ca.
einer Sekunde, durch einen Trockner für den Stoff austausch geführt wird, was bei
Bahngeschwindigkeiten von mehr als 10m/sek. entsprechend große Installationen zur
Folge hat. Bedingt durch die intensive Durchwärmung des Papiers, muss die Bahn nach
der Trocknung noch gekühlt werden, was zusätzlichen Platz beansprucht. Insgesamt führt
dies zur typischen, in der Regel einbahnigen, Bauweise dieser Maschinen mit vier bis
fünf Gummi- Gummi- Druckeinheiten für horizontalen Bahnlauf und anschließender Trockner-
und Falzapparate- Installation. Wegen des großen Raumbedarfs nach dem Druck und der
mechanisch berührungslosen Bahnführung durch den Trockner, sind bei diesem Druckmaschinentyp,
im Gegensatz zum Cold-Set oder Zeitungsdruck, Satellitendruckeinheiten nicht gebräuchlich.
[0003] Unabhängig von den beiden erwähnten, hochproduktiven Cold-Set und Heat-Set- Trocknungsverfahren,
hat sich im Verlauf der letzten Jahre auch die, früher nur für Sonderanwendungen,
vorwiegend im Bogenoffset, bekannte Strahlungstrocknung weiterentwickelt. Hierbei
handelt es sich um ein chemisches Trocknungsprinzip, bei dem die Vernetzung des Bindemittels
prinzipiell ohne Fremdstoffabgabe durch einen strahlungsempfindlichen Katalysator
angestoßen wird und dann sehr schnell abläuft.
[0004] Vor dem Hintergrund der aktuellen Marktbedürfnisse für Cold-Set- und Heat-Set- Druckprodukte,
ist es das Bestreben der Eigner von hochproduktiven, mehrbahnigen Zeitungsproduktionsanlagen,
diese, auch unabhängig von der eigentlichen Hauptproduktionszeit für Zeitungen, besser
zu nutzen. Dies nicht nur um wirtschaftlicher zu arbeiten, sondern auch um neue Leser
und Werberkunden zu gewinnen. Chancen hierzu bietet der Magazinmarkt mit ansprechenden
Vierfarbenprodukten auf offenen, ungestrichenen oder geschlossenen, gestrichenen Papieren.
Zudem wäre die Eigenproduktion von Anzeigenstrecken auf gestrichenen Papieren, heute
oftmals als Einsteckprodukt einer Zeitung beigelegt, interessant. Für den Fall, dass
diese Erzeugnisse für die parallele Produktion mit der Zeitung oder einem Magazin
ausgeschossen werden, ergeben sich zusätzliche Prozesskosten-Einsparungs- und neue
Markt-Potenziale für Leser und Werber. Zur Erschließung der erwähnten Möglichkeiten,
stellt sich nun die Aufgabe, einen Baustein für eine mehrbahnige Rotation zu schaffen,
der je nach Bedarf das Bedrucken von offenen und geschlossenen Papieren und die Erzielung
höherer Druckdichten ermöglicht.
[0005] Diese Aufgabe wird mit Anspruch 1 und Anspruch 22 gelöst, indem eine vertikal durch
Druckeinheiten geführte Bahn, vorzugsweise ohne Berührung der frischbedruckten Bahnseite,
durch einen oder mehrere Trockner geführt wird. Dabei ist es primär unerheblich, ob
die linke und rechte Bahnseite gleichzeitig, wie im Heat-Set-Druck mit horizontaler
Bahnführung üblich, oder nacheinander, wie mit Satelliten-Druckeinheiten, bevorzugt
im Cold-Set-Druck angewendet, erfolgt. Im letzteren Fall wird die erstbedruckte Bahnseite
auch mit "Schöndruck" und die zweitbedruckte Bahnseite auch mit "Wiederdruck" bezeichnet.
Bei einer frisch bedruckten Bahnseite kann die Druckfarbe oder können die Druckfarben
z. B. in einem feuchten oder auf der Druckstoffbahn noch nicht verankerten Zustand
vorliegen. Hierbei kann insbesondere die Gefahr des Verwischens bestehen, der vorteilhaft
dadurch begegnet werden kann, dass zumindest die frischbedruckte Bahnseite oder die
gesamte Bahn berührungsfrei zum Trockner geführt wird.
[0006] Die Bahn kann vor dem Aufbringen der frischen Druckfarbe(n) bereits ein- oder beidseitig
bedruckt sein, wobei bevorzugt wird, dass diese "alte" Druckfarbe bereits soweit getrocknet
ist, dass die Gefahr des Verwischens verringert oder ganz aufgehoben ist. Diese Trocknung
kann z. B. vor dem Aufbringen der frischen Druckfarbe(n) durch ein aus dem Stand der
Technik bekanntes Verfahren, wie z. B. Heat-Set oder Cold-Set, oder ein hierin beschriebenes
Verfahren erfolgt sein.
[0007] Insbesondere kann die frischbedruckte Bahnseite zwischen dem letzten Druckspalt,
d. h. dem in Förderrichtung vor dem Trockner am nächsten liegenden Druckspalt, berührungsfrei
zum Trockner gefördert werden. Beispielsweise kann die Bahn berührungsfrei oder über
eine Umlenkung, die auf die gegebenenfalls vorhandene nicht bedruckte Bahnseite wirkt,
zum Trockner geführt werden.
[0008] Unter einer Druckeinheit kann z. B. ein Druckwerk verstanden werden, das eigenständig
arbeiten kann. Beispielsweise kann die Druckeinheit ein Farb- und Feuchtwerk oder
alternativ ein feuchtwasserloses Offsetdruckwerk umfassen. Mit dem Farbwerk wird Farbe
von einem Farbbehältnis z. B. Farbkasten zum Druckspalt gefördert. Mit dem Feuchtwerk
wird entsprechend Feuchtmittel von einem Feuchtmittelbehältnis zu einem die Druckform
aufweisenden Zylinder, wie z. B. Plattenzylinder gefördert, um insbesondere farbannehmende
und farbabweisende Stellen auf der Druckform zu erzeugen. Die Druckeinheit kann aus
einer Satelliten-druckeinheit, die z. B. zwei, drei oder vier Druckspalte bildet oder
ein Druckwerk umfassen, welches beispielsweise ein Paar Gummituchzylinder aufweist,
zwischen denen die zu bedruckende Bahn verläuft, wobei der eine Gummituchzylinder
einen Druckspalt mit der Vorderseite und der andere Gummituchzylinder einen Druckspalt
mit der Rückseite der zu bedruckenden Bahn bildet. Beispielsweise können auch zwei
oder drei Paar Gummituchzylinder je Druckwerk oder Druckeinheit vorgesehen sein. Da
die Druckeinheiten bevorzugt autark arbeiten können, sind sie aufeinander stapelbar.
Somit kann je nach Bedarf an Druckspalte je Bahnseite ein weiteres Druckwerk auf ein
bereits bestehendes Druckwerk modulartig aufgesetzt werden. Zum Beispiel kann eine
Druckeinheit, welche z. B. für einen Zweifarbendruck vorgesehen ist, mit einem weiteren
Druckwerk, welches ebenfalls für einen Zweifarbendruck vorgesehen ist, kombiniert
werden, so dass nun ein Vierfarbendruck möglich ist. Die hier angegebenen Druckwerksarten
sind nur beispielhaft für eine Vielzahl aus dem Stand der Technik bekannter Druckwerke
angegeben.
[0009] Die pro Bahnseite zur Anwendung gelangenden Trockner sind Bestandteil eines Trockner-Systems,
das vorzugsweise zumindest teilweise das chemische Prinzip der Strahlungstrocknung
anwendet. Im Gegensatz zum Heat-Set-Verfahren, ermöglicht dieses Prinzip eine wirtschaftliche
Trockner-Kompaktbauweise, welche für Schön- und Wiederdruck auch räumlich aufgeteilt
werden kann. Grundsätzlich können alle Strahlungstrocknungsverfahren zur Anwendung
gelangen, wobei jedoch das UV-Verfahren mit ultravioletten elektromagnetischen Strahlen,
das IR-Verfahren mit infraroten elektromagnetischen Strahlen oder das ESH-Verfahren
mit Elektronenstrahlung besonders bevorzugt werden. Bevorzugt sind auch Kombinationen
aus allen drei oder zwei der drei genannten Verfahren, wie z. B. UV mit IR, UV mit
ESH oder IR mit ESH. Wegen der heute verfügbaren verschiedenen Farben mit nicht nur
rein strahlungsreaktiven Bindemitteln und ihrer Weiterentwicklung, sind auch andere
Strahlungstrocknungsarten sowie deren Kombination und, in reduziertem Umfang, auch
die Kombination mit einer Heißlufttrocknung, einsetzbar.
[0010] Strahlungstrocknungsverfahren, insbesondere die drei oben genannten, sind vorteilhaft
auch mit einer Trocknung mit einem beheizten oder beheizbaren Gas kombinierbar. Während
z. B. für IR- oder UV-Verfahren eine Trocknung mit beheizter oder unbeheizter Luft
in Frage kommt, ist beim ESH-Verfahren ein anderes beheiztes oder unbeheiztes Gas,
wie es weiter unten beschrieben wird, besonders geeignet. Allgemein können das IR-
und das UV-Verfahren auch mit einem solchen beheizten oder unbeheizten Gas und das
ESH-Verfahren mit unbeheizter oder beheizter Luft, insbesondere Heißluft ausgeführt
werden.
[0011] Vorzugsweise wird die Bestrahlung, insbesondere die ESH-Bestrahlung in sauerstoffarmer
Atmosphäre durchgeführt. Einerseits kann die Trocknungsreaktion (Polymerisation) je
nach Farbrezeptur vollständiger und/oder mit geringerer Dosis ablaufen und andererseits
wird das Entstehen von unerwünschtem Ozon verhindert. Die sauerstoffarme Atmosphäre
wird üblicherweise erreicht durch Fluten der Reaktionskammer mit einem Inertgas oder
einem zumindest reaktionsträgem Gas, vorzugsweise Stickstoff oder Kohlendioxid, wobei
bevorzugt eine Sauerstoffkonzentration von weniger als ungefähr 1000 ppm angestrebt
wird. Diese Gase sind auch für eine Trocknung mit einem beheizten Gas, insbesondere
Heißgastrocknung geeignet, aber nicht darauf beschränkt, da diese Gase auch z. B.
bei Raumtemperatur verwendbar sind.
[0012] Erfindungsgemäß erfolgt die Farbtrocknung einer einseitig oder beidseitig frischbedruckten,
wie z. B. nass in nass bedruckten, Bedruckstoffbahn ausschließlich im UV-, IR- oder
ESH-Verfahren oder in Kombination daraus, wie z. B. zwischen den UV- und ESH- Trocknungsverfahren.
Dabei werden in Abhängigkeit der Bedruckstoffbahn- und/oder Druckfarbeneigenschaften
und/oder in Abhängigkeit der Farbschichtdicke vorteilhaft ESH-Trocknungsanlagen mit
einer Beschleunigungsspannung von ca. 80 bis 150 kV verwendet.
[0013] Die Bahn oder Bahnen, wie z. B. im Schön- und Widerdruck bedruckte dünne Bedruckstoffbahnen,
können bevorzugt bereits insbesondere nur durch einseitige ESH-Bestrahlung auch gleichzeitig
beidseitig getrocknet werden, indem die entsprechend beschleunigten Elektronenstrahlen
durch die Bedruckstoffbahn hindurch in die dem ESH-Trockner gegenüberliegende Druckfarbe
eindringen.
[0014] Allgemein bevorzugt werden, um beim simultan beidseitigen Trocknen einer Bedruckstoff
bahn das Ablegen von Druckfarbe auf Leitwalzen, z. B. beim Einlauf einer Bedruckstoffbahn
in einen Strahler oder Strahlungstrockner, zu verhindern, beidseitig einer Bedruckstoffbahn
angeordnete Trockner vorgesehen, die in Bahnlaufrichtung gesehen, versetzt angeordnet
sein können.
[0015] Mögliche Ausprägungen von Anlagenbausteinen, die sich praktisch beliebig in Rotationen
mit vertikaler Bahnführung einfügen lassen und die je nach Bedarf auch noch später
ausgebaut werden können, ferner Verfahrensvarianten und auch ein Heft eines Zeitungsexemplars
werden nachfolgend anhand von Figuren erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- einen Teil einer Rollenrotationsdruckmaschine mit einem Druckturm mit integriertem
Trockner in einem ersten Ausführungsbeispiel,
- Figur 2
- einen Teil einer Rollenrotationsdruckmaschine mit einem Druckturm mit integriertem
Trockner in einem zweiten Ausüflirungsbeispiel,
- Figur 3
- einen Teil einer Rollenrotationsdruckmaschine mit einem Druckturm mit integriertem
Trockner in einem dritten Ausführungsbeispiel,
- Figur 4
- eine Modifikation des Druckturms der Figur 3 und
- Figur 5
- ein Heft eines Zeitungsexemplars.
[0016] In den Figuren 1 und 2 ist je ein Druckturm 3 und 7, bestehend aus zwei Satelliten-Druckeinheiten
5 und 6 für den 4/0- und 0/4-Farbendruck dargestellt. Nach dem 4/0- oder Schöndruck
durch die Druckeinheit 5, passiert die von einem Rollenwechsler 1 abwickelnde Bahn
B
1 einen Trockner 11 und nach dem 0/4- oder Wiederdruck durch die Druckeinheit 6 einen
weiteren Trockner 11. Die Trockner 11 sind je der gleichen Seite der Bahn B
1 zugewandt. Neben dem Druckturm 3 oder 7 steht ein weiterer Druckturm 4, der in den
Ausführungsbeispielen der Figuren 1 und 2 jeweils gleich ausgeführt ist. Im Druckturm
4 wird eine zweite Bahn B
2, die von einem weiteren Rollenwechsler 2 abwickelt, in der unteren Satelliten-Druckeinheit
5 im 4/0- und in der oberen Satelliten-Druckeinheit 6 im 0/4-Farbendruck bedruckt.
Die Bahn B
2 ist ein offenes Papier mit einer durch entsprechende Porosität und Rauhigkeit ausreichenden
Ölaufnahmefähigkeit, so dass die Bahn B
2 durch Wegschlagen, d. h. im Cold-Set, trocknen kann. Bei dem Druckturm 4 handelt
es sich um einen im Zeitungsdruck üblichen Druckturm für den 4/4-Farbendruck. Vorteilhaft
an diesen Konfigurationen ist, dass durch die Verwendung von Satelliten-Druckeinheiten
insbesondere der Seitenpasser aufgrund des reduzierten Fan-Out's bei größeren Bahnbreiten
und der Verwendung verschiedener Papiere besser beherrscht wird.
[0017] Bahnabwärts von den Drucktürmen 3 und 4 werden die Bahnen B
1 und B
2 in bekannter Weise zu einem Zeitungsexemplar weiterverarbeitet. In der Weiterverarbeitung
werden die Bahnen B
1 und B
2 oder durch Längsschneiden der Bahnen B
1 und B
2 erhaltene Teilbahnen, wobei die Teilbahnen nach oder vorzugsweise bereits vor dem
Druck gebildet werden können, durch Wendeoperationen in einem Wendebereich 15 zu einem
oder mehreren Bahnsträngen zusammengeführt und über eine oder mehrere Längsfalzeinrichtungen,
vorzugsweise Längsfalztrichter, gefördert und dabei gefalzt, in einem Falzapparat
16 quer zur Bahnlaufrichtung geschnitten und gefalzt und schließlich als Zeitungsexemplare
ausgelegt. Die Zylinder der Druckeinheiten können insbesondere 4- oder 6-Seiten breit
sein.
[0018] Während die Bahn B
2 von einer im Zeitungsoffsetdruck bekannten Papierqualität ist, handelt es sich bei
der Bahn B
1 um eine deutlich glattere, vorzugsweise kalandrierte und glanzgestrichene Papierbahn
für einen Hochglanzdruck. Die Trockner 11 sind im Ausführungsbeispiel der Figur 1
in dem Druckturm 3 zwischen den Druckeinheiten 5 und 6 angeordnet. Die Bahn B
1 läuft somit auf einem sehr kurzen Bahnweg von der unteren Druckeinheit 5 durch den
ersten Trockner 11, anschließend durch die vier Druckspalte der Druckeinheit 6 und
von dort auf kurzem Wege wieder nach unten und durch den zweiten Trockner 11. Die
Trockner 11 sind hinsichtlich der Horizontalen in vollständiger oder nahezu vollständiger
Überlappung zu den Druckeinheiten 5 und 6 angeordnet. Hinter dem zweiten Trockner
11 verlässt die Bahn B1 den Druckturm 3 und läuft zum Wendebereich 15. Anstatt eine
komplette Bahn im Druckturm 3 zu bedrucken, kann die Bahn B
1 wie bereits erwähnt hinter dem Rollenwechsler und vor der Druckeinheit 5 in mehrere
Teilbahnen, beispielsweise zwei oder drei Teilbahnen längsgeschnitten werden, die
nebeneinander den Druckturm 3 mit dem integrierten Trocknersystem aus den Trocknern
11 durchlaufen. Für die Bahn B
2 gilt sinngemäß das Gleiche. Die beiden Trockner 11 sind zur Vertikalen geneigt, so
dass die Bahn B
1 oder die daraus bereits zuvor gebildeten Teilbahnen die Trockner 11 jeweils auf geradem
Wege und entsprechend der Neigung der Trockner 11 mit einer Neigung zur Vertikalen
durchläuft oder durchlaufen. Bei dem Durchlaufen der Trockner 11 wird die Bahn B
1 oder werden die Teilbahnen berührungslos durch Wärmebeaufschlagung oder bevorzugter
durch eine kombinierte Strahlungs- und Wärmebeaufschlagung oder noch bevorzugter durch
reine Strahlungsbeaufschlagung jeweils einseitig getrocknet. Dem ersten Trockner 11
ist ein Leitelement, beispielsweise eine Leitwalze vorgeordnet und ein weiteres Leitelement,
beispielsweise eine Leitwalze, nachgeordnet. Die Leitelemente sind an der in der Druckeinheit
5 nicht bedruckten Seite der Bahn B
1 angeordnet. Zwischen dem vorgeordneten und dem nachgeordneten Leitelement sind keine
weiteren, die Bahn berührenden Elemente angeordnet. Dem zweiten Trockner 11 ist ein
derartiges Leitelement lediglich nachgeordnet. Die Bahn B
1 oder die daraus gebildeten Teilbahnen werden dementsprechend vom letzten Druckspalt
der Druckeinheit 6 auf geradem Wege berührungslos durch den zweiten Trockner 11 geführt
und über das nachgeordnete Leitelement umgelenkt. Das nachgeordnete Leitelement ist
auf der Seite der Bahn B
1 angeordnet, die bereits im ersten Trockner 11 getrocknet wurde.
[0019] Die Druckmaschine der Figur 2 unterscheidet sich von der Druckmaschine der Figur
1 lediglich durch die Anordnung der Trockner 11 und 12 links und rechts neben dem
Druckturm 7 und durch die Anordnung der sonst gleichen Trockner 11 und 12 auf unterschiedlichen
Bahnseiten. Die Trockner 11 und 12 sind unmittelbar neben dem Druckturm angeordnet
und vorzugsweise am Druckturmgestell abgestützt. Der Druckturm 7 bildet in diesem
Sinne ebenfalls einen Druckturm mit integrierten Trocknern. Die Trockner 11 und 12
sind exakt vertikal ausgerichtet. Da die Trockner 11 und 12 in horizontaler Richtung
aus der Überlappung mit den Druckeinheiten 5 und 6 gerückt sind, ist der Druckturm
7 niedriger als der Druckturm 3, andererseits jedoch breiter und erfordert einen längeren
Bahnweg. Hinsichtlich der Bahnführung ist der Druckturm 3 des Ausführungsbeispiels
der Figur 1 optimal.
[0020] Figur 3 zeigt einen Druckturm 10 in der sogenannten Achterturmbauweise, bei welcher
die Bahn B
1 in vertikaler Bahnführung, vor der Trocknung der linken und rechten Bahnseite, zwei
Gummi- Gummi-Druckeinheiten 9 für je den 2/2- Druck durchläuft. Zum stabilen Bahnlauf
ist es in analog gebauten, herkömmlichen Drucktürmen üblich, dass die Bahn zwischen
den beiden Druckeinheiten über mindestens eine Leitwalze umgelenkt wird. Weil dies
zur Berührung der frisch bedruckten Bahnseite führen würde, wird in einer Modifikation
die geforderte Bahnstabilisierung durch einen leichten horizontalen Versatz der oberen
zur unteren Druckeinheit 9 erreicht.
[0021] Figur 4 zeigt einen entsprechend modifizierten Druckturm 17, in dem die beiden Gummi-Gummi-Druckeinheiten
9, oder allgemeiner Drucktuch-Drucktuch-Einheiten 9, zueinander einen horizontalen
Versatz aufweisen, der vorzugsweise wenigstens einen halben Zylinderdurchmesser und
vorzugsweise höchstens den doppelten Zylinderdurchmesser eines der Drucktuchzylinder
beträgt, wenn man den Versatz als horizontalen Abstand zwischen den beiden nächstbenachbarten
Druckspalten der Druckeinheiten 9 misst. Durch den Versatz gelingt es, die im 2/2-Farbendruck
bedruckte(n) Bahn B
1 oder Teilbahnen ohne Führungsmittel von der unteren Druckeinheit 9 zur oberen Druckeinheit
9 zu fördern. Die Drucktuchzylinder, welche die einander nächstbenachbarten Druckspalte
der Druckeinheiten 9 bilden, dienen gleichzeitig auch als die Führungsmittel für die
Bahn B
1 oder die daraus bereits vor dem Druck gebildeten Teilbahnen. Die beiden Trockner
13 und 14 sind zu einer Sandwichanordnung zusammengefasst und einander gegenüberliegend
auf je eine der beiden Bahnseiten wirkend angeordnet. Die Bahn B
1 oder die daraus zuvor gebildeten Teilbahnen wird oder werden vom letzten Druckspalt
des Druckturms 17 aus berührungslos bis zu einem dem Trocknersystem 13, 14 nachgeordneten
Leitelement, beispielsweise eine Leitwalze, gefördert. Einer der beiden Drucktuchzylinder,
die den letzten Druckspalt der oberen Druckeinheit 9 bilden, und das betreffende Leitelement
bilden die Leiteinrichtung für die Bahn B
1 oder die Teilbahnen auf dem das Trocknersystem 13, 14 enthaltenden Wegabschnitt.
Das dem Trocknersystem 13, 14 nachgeordnete Leitelement ist mit einem entsprechenden
horizontalen Versatz zu dem letzten Druckspalt angeordnet. Die Bahn B
1 oder die daraus bereits gebildeten Teilbahnen wird oder werden daher mit einer Neigung
zur Vertikalen durch das aus den Trocknern 13 und 14 bestehende Trocknersystem 13,
14 gefördert. Der Druckturm 17 erlaubt einen besonders einfachen, kurzen Bahnweg und
die kompakte Sandwich-Anordnung für die beiden Trockner 13 und 14.
[0022] Figur 5 zeigt in schematischer Darstellung ein Heft eines Zeitungsexemplars, wie
es mit einer erfindungsgemäßen Druckmaschine beispielsweise erzeugbar ist. Das Heft
umfasst mehrere längsgefalzte Bögen 20, 21, 22 und 23. Wenigstens einer der Bögen
wurde in einem der Drucktürme mit integriertem Trockner bedruckt und getrocknet. Wenigstens
ein anderer der Bögen wurde in dem wenigstens einen anderen Druckturm bedruckt und
durch Wegschlagen getrocknet. Falls nur einer der Bögen 20 bis 23 in dem Druckturm
mit integriertem Trockner bedruckt und getrocknet wurde, handelt es sich vorzugsweise
um wahlweise den innersten Bogen 23 oder den äußersten Bogen 20. Falls zwei der Bogen
20 bis 23 in dem Druckturm mit integriertem Trockner bedruckt und getrocknet wurden,
handelt es sich vorzugsweise um den äußersten Bogen 20 und den innersten Bogen 23.
Der wenigstens eine aktiv getrocknete Bogen, beispielsweise der Bogen 23, ist ein
Hochglanzbogen und kann insbesondere im Panoramaformat bedruckt, d. h. über die gesamte
Bogenbreite mit einem Druckbild versehen sein. Der oder die im Cold-Set-Verfahren,
d. h. durch Wegschlagen getrocknete Bogen oder Bögen ist oder sind vorzugsweise (eine)
Doppelseite(n), d. h. er oder sie tragen zu beiden Seiten des Falzes je ein Druckbild,
wie im Zeitungsdruck üblich. Es wird somit ein Zeitungsexemplar mit wenigstens einem
Heft erhalten, das aus Bögen und/oder Seiten mit unterschiedlicher Papierqualität
und unterschiedlicher Druckqualität besteht. Bei einem Zeitungsexemplar mit mehreren
Heften können mehrere dieser Hefte in solcher Weise als gemischte Hefte und das Zeitungsexemplar
dementsprechend als Mischprodukt gebildet sein. Zusätzlich zu einem oder mehreren
gemischten Heften oder stattdessen kann auch ein komplett in der höheren Qualität
hergestelltes Heft oder können mehrere solche Hefte Bestandteil eines erfindungsgemäß
erzeugten Zeitungsexemplars sein. Schließlich kann die erfindungsgemäße Druckmaschine
auch eine Zeitungsproduktion komplett im Cold-Set-Verfahren und eine Magazinproduktion
komplett mit aktiver Trocknung fahren, entweder parallel oder zeitlich nacheinander.
Für eine Parallelproduktion müssen nur die dem Druck nachgelagerten Stationen, wie
Wendeeinrichtung und Falzeinrichtung, entsprechend vorhanden sein.
1. Rotationsdruckmaschine zum Bedrucken von Bahnen, umfassend:
a) erste Druckeinheiten (5; 9), die je für eine der Bahnen (B1, B2) zwei Druckspalte bilden,
b) zweite Druckeinheiten (6; 9), die je wenigstens einen Druckspalt bilden,
c) wobei je eine der ersten Druckeinheiten (5; 9) und eine der zweiten Druckeinheiten
(6; 9) in einem Abstand übereinander in Drucktürmen (3, 4; 7, 4; 8, 10; 17) angeordnet
sind,
d) und wobei in, neben oder über wenigstens einem der Drucktürme auf dem Weg von einer
der Bahnen wenigstens ein Trockner (11; 13) angeordnet ist.
2. Rotationsdruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Trockner (11; 13) auf dem Weg der Bahn (B1) hinter einer der ersten Druckeinheiten und vor einer der zweiten Druckeinheiten
des gleichen Druckturms (3; 7) angeordnet ist.
3. Rotationsdruckmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Trockner (11) in dem Druckturm (3) über einer der ersten Druckeinheiten und unter
einer der zweiten Druckeinheiten angeordnet ist, so dass Zylinder der Druckeinheiten
des Druckturms (3) zumindest einen Teil des Trockners, vorzugsweise den größeren Teil
oder den gesamten Trockner (11) überlappen.
4. Rotationsdruckmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Trockner (11; 13) von einem Druckturmgestell abgestützt wird, das auch die Druckspalte
des Druckturms (3; 7; 10; 17) bildende Druck- und Gegendruckzylinder lagert.
5. Rotationsdruckmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bahn (B1) mit zumindest einer vertikalen Richtungskomponente, vorzugsweise vertikal oder mit
überwiegend vertikaler Richtungskomponente, durch den Trockner (11; 13) förderbar
ist.
6. Rotationsdruckmaschine nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Bahn (B1) auf einem geraden Bahnweg durch den Trockner (11; 13) förderbar ist.
7. Rotationsdruckmaschine nach einem der zwei vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Trockner (11; 13) in Bezug auf die Bahnführung vertikal oder mit einer Neigung
zur Vertikalen ausgerichtet ist.
8. Rotationsdruckmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bahn (B1) berührungslos durch den Trockner (11; 13) förderbar ist.
9. Rotationsdruckmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass für die Bahn (B1) ein weiterer Trockner (11; 12; 14) vorgesehen ist und die Trockner (11; 11, 12;
13, 14) auf unterschiedliche Seiten der Bahn (B1) wirkend angeordnet sind.
10. Rotationsdruckmaschine nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Trockner (13, 14) in Bezug auf den Weg der Bahn (B1) auf zumindest im Wesentlichen gleicher Höhe einander gegenüberliegend angeordnet
sind.
11. Rotationsdruckmaschine nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Trockner (13, 14) über die Bahn (B1) einander gegenüberliegend in kompakter Sandwich-Anordnung zusammengefasst sind.
12. Rotationsdruckmaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Weg der Bahn (B1) zwischen den Trocknern (11; 11, 12) wenigstens ein Druckspalt gebildet ist.
13. Rotationsdruckmaschine nach Anspruch 9 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass der eine Trockner (11) links neben dem Druckturm (7) und der weitere Trockner (12)
rechts neben dem Druckturm (7) angeordnet ist, wobei die Trockner (11, 12) vorzugsweise
vertikal zueinander versetzt sind.
14. Rotationsdruckmaschine nach einem der fünf vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der weitere Trockner (11; 12; 14) nach einem der Ansprüche 1 bis 8 gebildet oder
angeordnet ist und die Trockner (11; 11, 12; 13, 14) abgesehen von ihrer Ausrichtung
auf unterschiedliche Seiten der Bahn (B1) vorzugsweise gleich sind.
15. Rotationsdruckmaschine nach einem der sechs vorhergehenden Ansprüche in Kombination
mit einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Trockner (11) zur Vertikalen unterschiedlich geneigt angeordnet sind.
16. Rotationsdruckmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der Druckeinheiten eine Satelliten-Druckeinheit (5, 6), vorzugsweise
eine 9- oder 10-Zylinder-Druckeinheit, ist.
17. Rotationsdruckmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der Druckeinheiten eine Drucktuch-Drucktuch-Einheit (9) für beidseitigen
Druck ist.
18. Rotationsdruckmaschine nach einem der zwei vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckturm (3; 7; 10; 17), der den oder die Trockner (1l; 11, 12; 13, 14) umfasst
oder dem der oder die Trockner (11; 11, 12; 13, 14) zugeordnet sind, wenigstens zwei
übereinander angeordnete, vorzugsweise gestapelte, Drucktuch-Drucktuch-Einheiten (9)
für je einen 2/2-Farbendruck oder Satelliten-Druckeinheiten (5, 6) umfasst.
19. Rotationsdruckmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nur auf dem Weg einer der Bahnen oder einer Untergruppe der Bahnen ein Trockner (11;
11, 12; 13, 14) angeordnet ist.
20. Rotationsdruckmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Druckeinheiten (9) des Druckturms (17), dem der oder die Trockner (13) zugeordnet
ist oder sind, in einem seitlichen Versatz zueinander angeordnet sind.
21. Rotationsdruckmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Trockner (11; 13), im Falle mehrerer Trockner (11; 11, 12; 13, 14) vorzugsweise
jeder der Trockner, ein Strahlungstrockner oder ein kombinierter Strahlungs- und Heißgastrockner,
insbesondere Heißlufttrockner, ist, wobei der Strahlungstrockner oder ein Strahlungsteil
des kombinierten Trockners vorzugsweise ein UV- oder IR- oder Elektronen(ESH)-Strahlungstrockner
ist.
22. Rotationsdruckmaschine nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der ESH-Trockner mit einer Beschleunigungsspannung von 75-155 kV (Kilovolt) betreibbar
ist.
23. Rotationsdruckmaschine nach einem der zwei vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der ESH-Trockner lediglich auf einer Seite der Bahn (B1, B2) angeordnet ist, wobei der ESH-Trockner so eingestellt oder einstellbar ist, dass
sowohl die zum ESH-Trockner weisende Seite als auch die andere, d. h. vom ESH-Trockner
wegweisende Seite der Bahn (B1, B2) getrocknet werden kann.
24. Rotationsdruckmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Trockner eine Begasungseinheit aufweist, so dass die Bahn (B1, B2) im Trockner (11; 13) von einer sauerstoffarmen Atmosphäre umgebbar ist.
25. Verfahren zur Erzeugung von Magazinen oder Zeitungsexemplaren, bei dem
a) eine erste Bahn (B1) eines Papiers mit Druckfarbe bedruckt
b) und die Druckfarbe auf mindestens einer Seite der ersten Bahn (B1) durch Strahlen- oder Wärmebeaufschlagung oder kombinierte Strahlen- und Wärmebeaufschlagung
getrocknet wird,
c) eine zweite Bahn (B2) mit Druckfarbe bedruckt und die Druckfarbe auf beiden Seiten der zweiten Bahn (B2) durch Wegschlagen getrocknet wird,
d) optional die Bahnen (B1, B2) vor oder nach dem Druck zu Teilbahnen längsgeschnitten werden,
e) die Bahnen (B1, B2) oder die Teilbahnen oder ausgewählte Teilbahnen zu wenigstens einem Bahnstrang zusammengeführt
werden
f) und der Bahnstrang allein oder mit einem oder mehreren weiteren Bahnsträngen durch
Falzen zu einem Magazin oder Zeitungsexemplar verarbeitet wird, wobei das Falzen vorzugsweise
ein Längsfalzen, Querschneiden und Querfalzen des Bahnstrangs oder der mehreren Bahnstränge
umfasst.
26. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Bahn (B1) auf einer Seite bedruckt, getrocknet und nach dem Trocknen auf der anderen Seite
bedruckt und vorzugsweise durch Strahlen- oder Wärmebeaufschlagung getrocknet wird.
27. Verfahren nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Bahn (B1) erst nach einem beidseitigen Bedrucken wenigstens einseitig, vorzugsweise beidseitig
durch Strahlen- oder Wärmebeaufschlagung getrocknet wird.
28. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Bahn (B1) in einem einzigen Druckturm (3; 7; 10; 17) mit vertikaler Bahnführung beidseitig
bedruckt wird.
29. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Bahn (B1) bei dem Trocknen vertikal oder zumindest mit vertikaler Richtungskomponente durch
einen Trockner (11; 11, 12; 13, 14) gefördert wird, wobei als Trockner vorzugsweise
ein Strahlungstrockner oder ein kombinierter Strahlungs- und Heißlufttrockner verwendet
wird.
30. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzeugung der Zeitungsexemplare eine Rotationsdruckmaschine nach einem der vorhergehenden
Ansprüche verwendet wird.
31. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Bahn (B1) ein glattes Papier ist.
32. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Bahn (B2) ein offenes Papier ist, das eine höhere Ölaufnahmefähigkeit als das Papier der ersten
Bahn (B1) aufweist.
33. Zeitungsexemplar oder Magazin mit zu einem Heft gefalzten Bögen (20-23) in wenigstens
zwei unterschiedlichen Druckqualitäten und vorzugsweise auch in wenigstens zwei unterschiedlichen
Papierqualitäten.
34. Zeitungsexemplar nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass einer der Bögen (20-23) eine durch Wegschlagen getrocknete, gefalzte Doppelseite
ist.
35. Zeitungsexemplar nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein anderer der Bögen (20-23) eine mittels Strahlen- oder Wärmebeaufschlagung getrocknete
Doppel- oder Panoramaseite ist.