[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Klappdeckel, insbesondere für einen Müllbehälter,
mit wenigstens einem Scharniervorsprung, dessen Ende jeweils eine Aussparung zur Aufnahme
eines Scharnierstiftes aufweist. Weiterhin betrifft die Erfindung auch einen Müllbehälter.
[0002] Derartige Klappdeckel für Müllbehälter sind bekannt. Aus dem allgemeinen Aufbau eines
Müllbehälters mit Klappdeckel ergeben sich verschiedene Nachteile. Beim Öffnen des
Klappdeckels kann dieser gegen das Gehäuse des Müllbehälters schlagen. Aus diesem
Anschlagen resultiert ein lautes Geräusch. Gleiches trifft auch auf die Schließbewegung
des Klappdeckels zu. Aufgrund von Kollisionen, beispielsweise während des Transport
von Müllbehältern im Stapel, während des üblichen Gebrauchs, etwa während eines Greif-
und Entleerungsvorgangs, oder dergleichen, kann es vorkommen, dass der Klappdeckel
und/oder der wenigstens eine Scharniervorsprung zum Zerbrechen gebracht werden. Vielfach
treten diese Nachteile beim maschinellen Anheben und/oder Kippen wie beispielsweise
beim Entleerungsvorgang am Müllwagen, auf.
[0003] Ein weiterer Nachteil liegt darin, dass der Klappdeckel bei Einwirkung von Kräften
brechen kann. Dabei können scharfe Bruchkanten entstehen, die eine hohe Verletzungsgefahr
in sich bergen. Im Zuge verbesserter Herstellungstechniken und Materialauswahl der
Klappdeckel werden die Deckel im Abdeckbereich des Korpus mit einer immer weiter verringerten
Materialstärke hergestellt. Dies wiederum führt dazu, dass die Klappdeckel leicht
durch Krafteinfluss oder Schlag zerbrechen können.
[0004] Die
DE 10 2004 025 288 A1 zeigt einen Müllbehälter mit einem Klappdeckel sowie ein Dämpfungssystem im Endbereich
der Öffnungs-/Schließbewegung. Das Dämpfungssystem umfasst einen mit seinen Enden
einerseits am Müllbehälter und andererseits am Klappdeckel angelenkten Dämpfungszylinder,
der das Anschlagen am Ende der beiden Bewegungen dadurch verhindert, dass die Bewegung
hydraulisch gebremst wird. Ein derartiger Aufbau ist kostenintensiv und birgt die
Gefahr auslaufenden Hydrauliköls in sich. Ferner weist ein solcher Müllbehälter den
Nachteil eines zerbrechenden Klappdeckels durch Krafteinwirkung auf.
[0005] Aus der
DE 20 2004 016 547 U1 ist ein Müllbehälter mit Klappdeckel sowie zwischen dem Müllbehältergehäuse und dem
Klappdecke angeordnete Dämpfungselemente zur Lärmdämpfung der Öffnungsbewegung bekannt.
Die Dämpfungselemente sind auf einem dem Scharnier zugewandten Steg auf dem Deckel
fixiert. Zudem wird vorgeschlagen, pilzförmige Elastomerpuffer im Anschlagbereich
auf der Außenwand des Gehäuses vorzusehen. Ein derartiger Aufbau zeigt einige Nachteile.
Es handelt sich dabei um einen mehrteiligen Aufbau des Dämpfungssystems, der entsprechend
kostenintensiv ist. Zudem ist eine sichere Fixierung der Dämpfungselemente aufwändig.
[0006] Daher liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zu Grunde, einen leichten Klappdeckel
für einen Müllbehälter bereitzustellen, der bei kostengünstiger Herstellung den Belastungen
der Handhabung standhält und zugleich die Lärmentwicklung durch den Anschlag am Ende
der Öffnungsbewegung verringert.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch den Klappdeckel mit den Merkmalen
gemäß dem unabhängigen Patentanspruch 1 sowie den Müllbehältern mit den Merkmalen
gemäß den unabhängigen Patentansprüchen 14 und 15. Weitere Merkmale und Details der
Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, der Beschreibung sowie den Zeichnungen.
Merkmale und Details, die im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Klappdeckel beschrieben
sind, gelten dabei selbstverständlich auch im Zusammenhang mit den erfindungsgemäßen
Müllbehältern, und jeweils umgekehrt.
[0008] Gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung wird ein Klappdeckel für einen Müllbehälter
mit wenigstens einem Scharniervorsprung bereitgestellt, dessen Ende eine Aussparung
zur Aufnahme eines Scharnierstiftes aufweist, wobei der Klappdeckel zumindest bereichsweise
wenigstens zwei unterschiedliche Materialien aufweist.
[0009] Der Klappdeckel ist daher erfindungsgemäß aus wenigstens zwei unterschiedlichen Materialien
gebildet.
[0010] Dabei ist die Erfindung nicht auf bestimmte Gestaltungsformen bezüglich der unterschiedlichen
Materialien beschränkt.
[0011] Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass der Klappdeckel zumindest bereichsweise
aus wenigstens zwei unterschiedlichen Materialien besteht.
[0012] Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass der Klappdeckel zumindest bereichsweise
aus wenigstens zwei unterschiedlichen Materialien besteht, die während des Herstellungsprozesses
parallel verarbeitet werden und sich während der Herstellung verbinden. Beispielswiese
können die Materialien parallel gespritzt werden und beim Zusammentreffen verschmelzen.
[0013] Beispielsweise kann auch vorgesehen sein, dass der Klappdeckel mittels der so genannten
Schiebertechnik hergestellt ist. Bei der Schiebertechnik wird der Raum für ein zweites
Material durch geeignete Sperrschieber im Werkzeug, beispielsweise im Spritzgießwerkzeug,
beim Herstellungsvorgang für ein erstes Material verschlossen. Vorteilhaft werden
die Sperrschieber erst nach dem Ende der Abkühlzeit für das erste Material geöffnet.
[0014] Das Einbringen, beispielsweise das Einspritzen, des zweiten Materials erfolgt dann
nicht parallel, sondern sequentiell, wobei das Werkzeug in der Regel nicht geöffnet
wird. In diesem Fall wird zwischen den beiden Materialien eine formschlüssige Verbindung
nicht durch Verschmelzen hergestellt, sondern beispielsweise dadurch, dass die Materialien
in einander greifen.
[0015] Beispielsweise kann auch vorgesehen sein, dass der Klappdeckel und/oder der wenigstens
eine Scharniervorsprung zunächst in Form eines Grundkörpers mit einer Grundkontur
aus einem ersten Material hergestellt wird, Darin können eine oder mehrere Aussparungen,
Ausnehmungen, Löcher oder dergleichen vorgesehen sein, in die wenigstens ein zweites
Material eingebracht ist beziehungsweise wird.
[0016] Beispielsweise kann der erfindungsgemäß Klappdeckel und/oder der wenigstens eine
Scharniervorsprung mittels Montage hergestellt werden. In diesem Fall ist/wird wenigstens
ein Teil aus einem ersten Material und wenigstens ein Teil aus wenigstens einem zweiten
Material hergestellt. Diese Teile werden vorzugsweise zunächst separat hergestellt
und anschließend zum Gesamtbauteil zusammen montiert.
[0017] Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die genannten Beispiele beschränkt, die insoweit
exemplarischer Natur sind.
[0018] Der Klappdeckel ist mit dem Gehäuse des Müllbehälters über wenigstens einen durch
einen Scharnierstift verbundenen Scharniervorsprung an einer Kante des Müllbehältergehäuses
schwenkbeweglich angelenkt. In vorteilhafter Ausgestaltung sind zwei derartige Scharniervorsprünge,
insbesondere mit jeweiligen Scharnierstiften, vorgesehen. Im geschlossenen Zustand
liegt der Deckel im Wesentlichen plan auf dem Gehäuse auf und kann in Gebrauchsstellung
des Müllbehälters nach oben und hinten geöffnet werden. Die Öffnungsbewegung kann
eine etwa dreiviertelkreisförmige Bewegung sein, wobei der Klappdeckel in der Öffnungsbewegung
durch die Gehäusewand des Müllbehälters begrenzt ist. Sofern keine weitere Dämpfung
der Öffnungs-/Schließ-Bewegung vorgesehen ist, beschleunigt der Deckel beim Öffnen
nach dem überschreiten der Senkrechtstellung bis zum Anschlag gegen die Gehäusewand
durch die Gravitationskraft.
[0019] Bei der Öffnungsbewegung treten am Ende durch den Aufprall des Klappdeckels an die
Gehäusewand laute Anschlaggeräusche auf, wobei die Erschütterung des Klappdeckels
erheblich ist. Auch kann der wenigstens eine Scharniervorsprung des Klappdeckels aufgrund
oben beschriebener Kollisionen brechen und der Deckel von dem Gehäuse des Müllbehälters
getrennt werden. Durch eine erfindungsgemäße Materialwahl unterschiedlicher Komponenten
können die durch den Anschlag an die Gehäusewand auf den Klappdeckel und die wenigstens
eine Scharnierlasche des Deckels auftretenden Kräfte besser aufgefangen und abgeleitet
werden. Besonders belastete Bereiche sind dazu vorzugsweise aus einem flexibleren
und/oder elastischeren Material als der sonstige Bereich des Klappdeckels ausgestaltet.
[0020] Hinsichtlich der Anordnung der wenigstens zwei Materialien in dem Klappdeckel ergeben
sich verschiedene Möglichkeiten. In einer Ausführungsform kann das zweite Material
sandwichartig in dem ersten Material angeordnet sein. Alternativ kann in wenigstens
einem Bereich das erste Material durch das zweite Material vollständig ersetzt sein.
In einer weiteren Variante kann das zweite Material auf und/oder unter dem ersten
Material aufgebracht sein. Im Bereich der Auftragung des zweiten Materials auf dem
ersten Material kann der Klappdeckel eine Erhabenheit bzw. einen Vorsprung aufweisen.
Dabei kann das zweite Material, beispielsweise an dem Klappdeckel auf der äußeren
Griffseite oder/und der inneren der Öffnung des Korpus zugewanden Seite des Klappdeckels,
auf dem ersten Material angeordnet sein. Darüber hinaus kann das zweite Material durch
Injektion in das erste Material eingebracht worden sein. Je nach Art und Weise der
Injektion des zweiten Materials kann dieses sandwichartig in dem ersten Material eingebettet
sein, oder in wenigstens einem Bereich das erste Material vollständig ersetzen, oder
auf dem ersten Material aufgebracht sein.
[0021] Vorzugsweise besteht der Klappdeckel aus Kunststoff. Dies bewirkt ein geringeres
Gewicht gegenüber einem Metallmüllbehälter. Insbesondere werden durch einen leichteren
Klappdeckel aus Kunststoff die zum Öffnen des Deckels aufzuwendenden Kräfte verringert.
Ferner sind Kunststoffbehälter im Gegensatz zu Metallbehältern korrosionsbeständiger.
Bevorzugter besteht neben dem Klappdeckel zudem auch das Gehäuse des Müllbehälters
aus Kunststoff.
[0022] Die vorliegende Erfindung ist nicht auf bestimmte Kunststoffarten beschränkt. Zur
Gewährleistung der erforderlichen Steifigkeit und Haltbarkeit der Konstruktion besteht
der Klappdeckel im Abdeckbereich des Korpus besonders bevorzugt im Wesentlichen aus
einem harten Kunststoff, beispielsweise aus hartem Polyolefin, insbesondere aus hartem
HDPE (High-Denisty Polyethylene) oder einem ähnlichen Material. Insbesondere der Deckel
ohne Scharniervorsprung kann aus den vorgenannten Materialien bestehen. Dabei kann
das Material des Deckels mit einer besonders geringen Materialstärke geformt sein.
Eine geringe Wanddicke des Deckels ermöglicht eine kostengünstige Herstellung durch
Materialersparnis sowie ein geringeres Gewicht des Klappdeckels.
[0023] Zweckmäßigerweise bestehen der Klappdeckel und/oder der wenigstens eine Scharniervorsprung
im Wesentlichen aus einem Zwei- oder Mehrkomponenten-Kunststoff, wobei die erste Komponente
ein härteres Material und die wenigstens zweite Komponente ein weicheres und/oder
flexibleres und/oder elastischeres Material als die erste Komponente ist. Die zweite
Komponente kann in der Herstellung wie weiter oben beschrieben an den vorgegebenen
Positionen des Klappdeckels eingebracht/angebracht und somit präzise an den vorher
bestimmten Bereichen platziert werden.
[0024] Ein Zwei- oder Mehrkomponenten-Kunststoff kann beispielsweise mittels Spritzguss,
mittels eines thermoplastischen Herstellungsverfahrens, mittels Extrusion, mittels
eines wie weiter oben beschriebenen Herstellungsverfahrens, oder dergleichen, hergestellt
sein.
[0025] Bei einem elastischen Material soll es sich generell um ein Material handeln, dass
sich bei Beanspruchung nicht plastisch verformt, sondern dass sich nach Wegfall der
Beanspruchung in seinen Ausgangszustand zurückbildet.
[0026] Bevorzugt besteht der wenigstens eine Scharniervorsprung aus der zweiten Komponente.
Bei Einwirkungen von Kräften auf den Klappdeckel, beispielsweise bei der Be- oder
Entleerung, oder beim Transport des Müllbehälters, kann dieser im Abdeckbereich des
Korpus leicht brechen. Um die einwirkenden Kräfte auf den Klappdeckel weiter zu leiten,
ist der wenigstens eine Scharniervorsprung aus einem weicheren und/oder flexibleren
und/oder elastischeren Material als der Klappdeckel hergestellt. Bei großen Krafteinwirkungen
wird der Scharniervorsprung verbogen und kann gegebenenfalls nachgeben, im Extremfall
gegebenenfalls sogar brechen, um ein Zerbrechen des Klappdeckels im Abdeckbereich
des Korpus zu verhindern.
[0027] Alternativ kann der Scharniervorsprung im Wesentlichen aus einem Zweikomponenten-Kunststoff
bestehen, wobei die erste Komponente ein härteres Material und die zweite Komponente
ein weicheres und/oder flexibleres und/oder elastischeres Material als die erste Komponente
ist. In dem Scharniervorsprung können Deformationsbereiche ausgebildet sein, die gezielt
bei Einwirkung von Kräften auf den Klappdeckel nachgeben und den Scharniervorsprung
verbiegen oder nachgeben lassen.
[0028] Zweckmäßigerweise ist die erste Komponente ein harter Kunststoff, beispielsweise
Polyolefin, insbesondere hartes HDPE, oder ein ähnliches Material. Derartige Materialien
lassen sich leicht verarbeiten und sind kostengünstig in der Produktion. Es ist der
Standardwerkstoff bei der Herstellung von Müllbehältern.
[0029] Vorzugsweise kann die zweite Komponente ein im Vergleich zur ersten Komponente elastischeres
Material sein. Beispielsweise kann die zweite Komponente aus der Gruppe der thermoplastischen
Elastomere ausgewählt sein. Dabei ist die Erfindung nicht auf diese genannten Beispiele
beschränkt. Vorteilhaft wird für die Komponente ein derart elastisches Material gewählt,
das zwar eine ähnliche Stabilität wie das Material der ersten Komponente aufweist,
das aber bei Beanspruchung keine plastische Verformung erfährt, sondern sich nach
Wegfall der Beanspruchung in den Ausgangszustand zurückverformt.
[0030] Besonders bevorzugt besteht der Scharnierstift aus dem gleichen Material wie die
zweite Komponente. So kann die Halterung des Klappdeckels auch im Scharnier nachgeben,
sofern eine Kraft auf den Klappdeckel einwirkt. Gegebenenfalls kann der Scharnierstift
derartig ausgebildet sein, dass diese als Bruchstelle am Klappdeckel fungiert, sodass
der Klappdeckel im Abdeckbereich des Korpus ausweichen kann. Noch bevorzugter ist
der wenigstens eine Scharniervorsprung derartig ausgebildet, dass dieser durch Verbiegen
der einwirkenden Kraft nachgeben kann, und im Extremfall- bei noch höheren Krafteinwirkungen
- den Scharnierstift nach einer nicht mehr weiteren Möglichkeit zum Verbiegen des
Scharniervorsprungs gegebenenfalls schließlich bricht.
[0031] Darüber hinaus können weitere Bereiche am bzw. im Klappdeckel mit dem Material der
weicheren und flexibleren Komponente ausgebildet sein. Beispielsweise kann im Anlagebereich
bzw. Anschlagbereich des Klappdeckels gegen den Müllbehälter in geöffneter Stellung
auf der Griffseite des Klappdeckels wenigstens ein weiterer Bereich aus dem Material
der zweiten Komponente bestehen. Besonders bevorzugt ist dieser Bereich weit beabstandet
von dem Scharnierbereich des Klappdeckels angeordnet. Noch bevorzugter ist dieser
Bereich als hervorstehender Griff zum Anheben des Klappdeckels auf diesem ausgeformt.
Die Schlageinwirkung durch den Anprall des Deckels gegen den Korpus wird somit durch
das weichere und flexiblere Material aufgenommen und nur noch geringfügig an den Klappdeckel
aus der härteren ersten Komponente weitergeleitet.
[0032] Alternativ oder zusätzlich kann vorgesehen sein, dass der Anlagebereich bzw. Anschlagbereich
des Klappdeckels gegen das Gehäuse des Müllbehälters in geöffneter Stellung auf der
Griffseite des Klappdeckels derart ausgebildet ist, sodass der Klappdeckel mit der
Oberseite des wenigstens einen Scharniervorsprungs gegen das Gehäuse des Müllbehälters
anliegt. Der Scharniervorsprung kann dabei aus der weicheren und/oder flexibleren
und/oder elastischeren Komponente bestehen, sodass die Schlageinwirkung durch den
Anprall des Klappdeckels gegen den Korpus durch das weichere und/oder flexiblere und/oder
elastischere Material an den Scharnierlaschen aufgenommen und nur noch geringfügig
an den Klappdeckel aus der härteren ersten Komponente weitergeleitet wird.
[0033] In weiterer Ausgestaltung kann im Anlagebereich bzw. Anschlagbereich des Klappdeckels
gegen den Müllbehälter in geschlossener Stellung auf der Innenseite des Klappdeckels
wenigstens ein weiterer Bereich, vorzugsweise bestehend aus dem Material der zweiten
Komponente, vorgesehen sein. Somit kann auch die Schlageinwirkung durch den Anprall
des Klappdeckels gegen den Korpus beim Schließen des Deckels durch das weichere und
flexiblere Material im Bereich der Auflagefläche des Deckels auf dem Korpus aufgenommen
und nur noch geringfügig an den Klappdeckel aus der härteren ersten Komponente weitergeleitet
werden.
[0034] Gemäß dem zweiten Aspekt der Erfindung wird ein Müllbehälter mit einem Korpus und
einem Klappdeckel bereitgestellt, der dadurch gekennzeichnet ist, dass der Müllbehälter
einen wie vorstehend beschriebenen erfindungsgemäßen Klappdeckel umfasst.
[0035] Vorzugsweise kann vorgesehen sein, dass der Müllbehälter im Wesentlichen zumindest
bereichsweise aus einem Zwei- oder Mehrkomponenten-Kunststoff besteht, wobei eine
erste Komponente ein härteres Material und eine wenigstens zweite Komponente ein weicheres
und/oder flexibleres und/oder elastischeres Material als die erste Komponente ist.
Bei dem Zweioder Mehrkomponenten-Kunststoff kann es sich vorteilhaft um ein wie weiter
oben beschriebenes Material handeln.
[0036] Gemäß noch einem Aspekt wird ein Müllbehälter mit einem Korpus und einem Klappdeckel
bereitgestellt, der dadurch gekennzeichnet ist, dass der Müllbehälter im wesentlichen
zumindest bereichsweise aus einem Zweikomponenten-Kunststoff besteht, wobei eine erste
Komponente ein härteres Material und eine zweite Komponente ein weicheres und/oder
flexibleres und/oder elastischeres Material als die erste Komponente ist, und dass
an dem Müllbehälter Scharniervorsprünge zur Aufnahme von Scharnierstiften vorgesehen
sind, wobei die Scharniervorsprünge des Müllbehälters im wesentlichen aus dem Material
der zweiten Komponente bestehen. Bei dem Zweikomponenten-Kunststoff kann es sich vorteilhaft
um ein wie weiter oben beschriebenes Material handeln.
[0037] Alternativ oder zusätzlich zu dem klappdeckelseitigen Scharniervorsprung kann an
dem Müllbehälter wenigstens ein Scharniervorsprung zur Aufnahme eines Scharnierstifts
vorgesehen sein, und dieser im Wesentlichen aus dem Material der zweiten Komponente
oder einem anderen weichen und/oder flexiblen und/oder elastischen Material bestehen.
Somit kann ein Zerbrechen des Scharniervorsprungs des Klappdeckels oder des Scharnierstiftes
infolge einer seitlichen Krafteinwirkung auf den Klappdeckel dadurch vermieden werden,
dass auch der wenigstens eine korpusseitige Scharniervorsprung die weitergeleiteten
Kräfte aufnehmen und sich verbiegen kann.
[0038] Zu den Vorteilen, Wirkungen sowie der Funktionsweise der erfindungsgemäßen Müllbehälter
wird auf die vorstehenden Ausführungen zum erfindungsgemäßen Klappdeckel vollinhaltlich
Bezug genommen und hiermit verwiesen.
[0039] Insbesondere können dabei die korpusseitigen Scharniervorsprünge des Müllbehälters
im Wesentlichen aus einem wie weiter oben beschriebenen Zweikomponenten-Kunststoff
bestehen. Dabei kann die erste Komponente ein härteres Material und die zweite Komponente
ein weicheres und/oder flexibleres und/oder elastischeres Material als die erste Komponente
sein. Die korpusseitigen Scharniervorsprünge des Müllbehälters können vorzugsweise
im Wesentlichen aus dem weicheren bzw. flexibleren bzw. elastischen Material der zweiten
Komponente bestehen.
[0040] Gegenüber den aus dem Stand der Technik bekannten Lösungen weist die vorliegende
Erfindung zwei unterschiedliche Aspekte von Vorteilen und Besonderheiten auf, auf
die nachfolgend eingegangen werden sollen. Zum einen wird vermieden, dass der Klappdeckel
im Abdeckbereich des Korpus aus dünn gespritztem Material bei Krafteinwirkung durch
verschiedene Art und Weisen der Handhabung bricht. Vielmehr wird die Kraft auf die
aus dem weicheren und/oder flexibleren und/oder elastischeren Material bestehenden
Scharnierlaschen am Klappdeckel und gegebenenfalls am Müllbehälter wie auch die Scharnierbolzen
weitergeleitet. Die Scharnierelemente können sich zunächst verbiegen und nur im Fall
besonders hoher Krafteinwirkung brechen. Somit wird ein Zerbrechen des Klappdeckels
im Abdeckbereich des Korpus vermieden.
[0041] Zum anderen dient ein Müllbehälter mit erfindungsgemäßem Klappdeckel der Verringerung
von Lärmentwicklung durch Öffnen bzw. Schließen des Klappdeckels. Hierzu bietet der
erfindungsgemäße Klappdeckel die Möglichkeit einer dem Müllbehälter immanenten Vorrichtung
zur Geräuschverringerung. Durch Anschlagbereiche des Klappdeckels gegen den Korpus
aus weicherem Material ermöglichen einen sanfteren und leiseren Anschlag, im Falle
des Öffnens und des Schließens.
[0042] Die vorliegende Erfindung wird im Folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels unter
Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine Draufsicht auf einen erfindungsgemäßen Klappdeckel;
- Figur 2
- eine Bodenansicht auf einen solchen Klappdeckel; und
- Figur 3
- eine Seitenansicht eines Müllbehälters mit einem erfindungsgemäßen Klappdeckel in
geöffneter Stellung.
[0043] Die Figur 1 zeigt in Draufsicht wie auch die Figur 2 in Bodenansicht einen erfindungsgemäßen
Klappdeckel 1 für einen Müllbehälter 2 (Figur 3) mit wenigstens zwei Scharniervorsprüngen
3. Die Enden der Scharniervorsprünge 3 weisen jeweils eine Aussparung zur Aufnahme
eines Scharnierstiftes 4 auf, sodass der Klappdeckel 3 mit dem Gehäuse des Müllbehälters
2 an einer Scharnierkante 5 schwenkbeweglich angelenkt ist.
[0044] Auf der der Scharnierkante 5 gegenüber liegenden Seite weist der Klappdeckel 1 einen
Griffvorsprung 6 auf, der zum Anheben bzw. Schließen des Klappdeckels 1 dient.
[0045] Figur 3 zeigt den Müllbehälter 2 mit aufgeklapptem Deckel 1 in Seitenansicht. Der
Klappdeckel 1 ist mit dem Korpus 7 des Müllbehälters 2 über ein Scharnier verbunden.
Dazu ragen Scharniervorsprünge 8 an dem Korpus 7 auf der Scharnierseite 5 über den
Auflagebereich für den Klappdeckel 1 auf dem Korpus 7 hoch. Deckel 1 und Korpus 7
sind jeweils über ihre Scharniervorsprünge 3, 8 mit dem Scharnierstift 4 verbunden.
Jeder Scharnierstift 4 wird korpusseitig von zwei Scharniervorsprüngen 8 gehalten
und steht zu einer Seite mit einem Ende frei hervor. Dort greift der Scharnierstift
4 in einen deckelseitigen Scharniervorsprung 3 ein.
[0046] Im geschlossenen Zustand liegt der Klappdeckel 1 im Abdeckbereich des Korpus 7 im
Wesentlichen plan auf dem Korpus 7 auf und kann in Gebrauchsstellung des Müllbehälters
2 nach oben und hinten geöffnet werden. Die Öffnungsbewegung kann eine etwa dreiviertelkreisförmige
Bewegung sein, wobei der Klappdeckel 1 in der Öffnungsbewegung durch die scharnierseitige
Gehäusewand 5 des Müllbehälters 2 begrenzt ist. Sofern keine weitere Dämpfung der
Öffnungs- bzw. Schließbewegung vorgesehen ist, beschleunigt der Klappdeckel 1 beim
Öffnen nach dem überschreiten der Senkrechtstellung bis zum Anschlagen gegen die scharnierseitige
Gehäusewand 5 durch die auf ihn wirkende Gravitationskraft.
[0047] Bei der Öffnungsbewegung treten am Ende durch den Aufprall des Klappdeckels 1 an
die Gehäusewand 5 laute Schlaggeräusche auf. Auch können die Scharniervorsprünge 3
des Klappdeckels 1 im Gebrauch, beispielsweise aufgrund von Kollisionen, gegebenenfalls
brechen und der Deckel 1 von dem Korpus 7 des Müllbehälters 2 getrennt werden. Ferner
können im geöffneten wie im geschlossenen Zustand des Klappdeckels 1 seitliche Kräfte
auf diesen einwirken, die diesen zerbrechen lassen. Um dies zu verhindern, besteht
der Klappdeckel 1 mit Scharniervorsprüngen 3 aus zwei unterschiedlichen Materialien.
Durch eine Materialwahl unterschiedlicher Komponenten wird die durch das Anschlagen
an die scharnierseitige Gehäusewand 5 auf den Klappdeckel 1 und die Scharnierlaschen
3 des Deckels 1 auftretenden Kräfte besser aufgefangen und abgeleitet. Dies kann mit
dem erfindungsgemäßen Klappdeckel 1 nunmehr wirksam vermieden werden.
[0048] Der Klappdeckel 1 mit Scharniervorsprüngen 3 wie auch der Korpus 7 besteht aus Kunststoff.
Dies bewirkt ein geringeres Gewicht gegenüber einem Metallmüllbehälter. Insbesondere
werden durch einen leichteren Klappdeckel 1 aus Kunststoff die zum Öffnen des Deckels
1 aufzuwendenden Kräfte verringert. Zur Gewährleistung einer gewissen Steifigkeit
und Haltbarkeit der Konstruktion besteht der Klappdeckel 1 mit den Scharniervorsprüngen
3 im Wesentlichen aus einem spritzgegossenen Zweikomponenten-Kunststoff, wobei die
erste Komponente ein härteres Material, nämlich Polyolefin und die zweite Komponente
ein weicheres und/oder flexibleres und/oder elastischeres Material als die erste Komponente
ist. Vorteilhaft ist die erste Komponente hartes HDPE (High-Denisty Polyethylene)
oder ein ähnliches Material. Derartige Materialien lassen sich leicht verarbeiten
und sind kostengünstig in der Produktion. Die zweite Komponente kann ein thermoplastisches
Elastomer oder ein ähnliches Material sein. Ein derartiges Material kann in der Herstellung
beispielsweise durch Injektion an den vorgegebenen Positionen des Klappdeckels eingebracht
werden und kann somit präzise an den vorher bestimmten Bereichen platziert werden.
[0049] Insbesondere besteht der Klappdeckel 1 im Abdeckbereich des Korpus 7 ohne die Scharniervorsprünge
3 aus hartem HDPE. Dabei ist das harte HDPE des Deckels 1 mit einer besonders geringen
Materialstärke geformt.
[0050] Eine geringe Wanddicke des Deckels 1 ermöglicht eine kostengünstige Herstellung durch
Materialersparnis sowie ein geringeres Gewicht des Klappdeckels 1.
[0051] Die Scharniervorsprünge 3 bestehen aus der zweiten Komponente. Bei Einwirkungen von
Kräften auf den Klappdeckel 1, beispielsweise bei der Beoder Entleerung, oder beim
Transport des Müllbehälters 2, kann dieser leicht brechen. Um die auf den Klappdeckel
1 einwirkenden Kräfte weiter zu leiten, sind die Scharniervorsprünge 3 aus einem weicheren
und/oder flexibleren und/oder elastischeren Material als der Klappdeckel 1 hergestellt.
Bei großen Krafteinwirkungen werden die Scharniervorsprünge 3 verbogen und können
nachgeben, gegebenenfalls brechen, um ein Zerbrechen des Klappdeckels 1 zu verhindern.
[0052] Alternativ können auch die Scharniervorsprünge 3 im Wesentlichen aus dem spritzgegossenen
Zweikomponenten-Kunststoff bestehen, wobei die erste Komponente das härtere Material,
etwa hartes HDPE, und die zweite Komponente ein weicheres und/oder flexibleres und/oder
elastischeres Material als die erste Komponente ist. In den Scharniervorsprüngen 3
können Deformationsbereiche ausgebildet sein, die gezielt bei Einwirkung von Kräften
auf den Klappdeckel 1 nachgeben und die Scharniervorsprünge 3 verbiegen oder im Extremfall
brechen lassen.
[0053] Neben den Scharniervorsprüngen 3 besteht ebenfalls der Scharnierstift 4 aus dem Material
der zweiten Komponente. So kann die Halterung des Klappdeckels auch im Scharnier nachgeben,
sofern eine seitliche Kraft auf den Klappdeckel 1 einwirkt. Der Scharnierstift 4 dient
daher als Bereich der nachgeben kann, gegebenenfalls als Bruchstelle, am Klappdeckel
1, sodass der Klappdeckel 1 ausweichen kann. Bei Krafteinwirkungen mittlerer Intensität
geben die Scharniervorsprünge 3 durch Verbiegen der einwirkenden Kraft nach, und -
bei noch höheren Krafteinwirkungen - können die Scharnierstifte 4 nach einer nicht
mehr weiteren Möglichkeit zum Verbiegen der Scharniervorsprünge 3 gegebenenfalls brechen.
Alternativ oder zusätzlich können bei derart hohen Krafteinwirkungen auch die Scharniervorsprünge
3 brechen.
[0054] An der Oberseite des Klappdeckels 1 im Bereich der beiden Ecken auf der Griffseite
9 ist jeweils ein Anschlagbereich 10 vorgesehen (Figur 1). Auch die äußeren Anschlagbereiche
10 am Klappdeckel 1 sind aus dem Material der weicheren und/oder flexibleren und/oder
elastischeren Komponente ausgebildet. Die Anlagebereiche 10 liegen im Anschlagbereich
des Klappdeckels 1 gegen den Müllbehälter 2 in geöffneter Stellung auf der Griffseite
des Klappdeckels 1 weit beabstandet von dem Scharnierbereich des Klappdeckels 1. Die
Schlageinwirkung durch den Anprall des Deckels gegen den Korpus wird somit durch das
weichere und flexiblere Material aufgenommen und nur noch geringfügig an den Klappdeckel
1 aus der härteren ersten Komponente weitergeleitet.
[0055] Zudem sind die Scharniervorsprünge 3 am Klappdeckel 1 derartig ausgebildet, dass
diese ebenfalls einen Anlagebereich bzw. Anschlagbereich gegen den Korpus 7 des Müllbehälters
1 in geöffneter Stellung des Klappdeckels aufweisen. Die Scharniervorsprünge 3 bestehen
daher insbesondere an ihren Oberseiten aus der weicheren und/oder flexibleren und/oder
elastischeren Komponente, sodass die Schlageinwirkung durch den Anprall des Klappdeckels
1 gegen den Korpus 2 durch das weichere und/oder flexiblere und/oder elastischere
Material an den Scharnierlaschen 3 aufgenommen und nur noch geringfügig an den Klappdeckel
1 aus der härteren ersten Komponente weitergeleitet wird.
[0056] Zusätzlich ist im Anlagebereich bzw. Anschlagbereich des Klappdeckels 1 gegen den
Müllbehälter 2 in geschlossener Stellung auf der Innenseite des Klappdeckels 1 in
den Ecken der Griffseite jeweils ein weiterer Anschlagbereich 11 vorgesehen (Figur
2), der ebenfalls aus dem Material der zweiten Komponente besteht. Somit kann auch
die Schlageinwirkung durch den Anprall des Klappdeckels 1 gegen den Korpus 2 beim
Schließen des Deckels 1 durch das weichere und/oder flexiblere und/oder elastischere
Material im Bereich der Auflagefläche 11 des Deckels 1 auf dem Korpus 2 aufgenommen
und nur noch geringfügig an den Klappdeckel 1 aus der härteren ersten Komponente weitergeleitet
werden.
Bezugszeichenliste
[0057]
- 1
- Klappdeckel
- 2
- Müllbehälter
- 3
- Scharniervorsprung, deckelseitig
- 4
- Scharnierstift
- 5
- Scharnierkante
- 6
- Griffvorsprung
- 7
- Korpus
- 8
- Scharniervorsprung, korpusseitig
- 9
- Griffseite
- 10
- Anschlagbereich, deckelseitig, außen
- 11
- Auflagebereich, deckelseitig, innen
1. Klappdeckel (1), insbesondere für einen Müllbehälter (2), mit wenigstens einem Scharniervorsprung
(3), dessen Ende jeweils eine Aussparung zur Aufnahme eines Scharnierstiftes (4) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass der Klappdeckel (1) zumindest bereichsweise wenigstens zwei unterschiedliche Materialien
aufweist.
2. Klappdeckel (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein zweites Material in einem ersten Material angeordnet ist.
3. Klappdeckel (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein zweites Material in ein erstes Material injiziert ist.
4. Klappdeckel (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Klappdeckel (1) mit wenigstens einem Scharniervorsprung (3) aus Kunststoff besteht.
5. Klappdeckel (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Klappdeckel (1) im Abdeckbereich des Korpus (7) im Wesentlichen aus hartem Kunststoff,
vorzugsweise aus hartem Polyolefin, besteht.
6. Klappdeckel (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Klappdeckel (1) und/oder der wenigstens eine Scharniervorsprung (3) im Wesentlichen
aus einem Zwei- oder Mehrkomponenten-Kunststoff besteht/bestehen, wobei die erste
Komponente ein härteres Material und die wenigstens zweite Komponente ein weicheres
und/oder flexibleres und/oder elastischeres Material als die erste Komponente ist.
7. Klappdeckel (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Scharniervorsprung (3) im Wesentlichen aus einem Zwei- oder Mehrkomponenten-Kunststoff
besteht, wobei die erste Komponente ein härteres Material und die wenigstens zweite
Komponente ein weicheres und/oder flexibleres und/oder elastischeres Material als
die erste Komponente ist.
8. Klappdeckel (1) nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Komponente ein harter Kunststoff, insbesondere hartes Polyolefin oder ein
ähnliches Material, ist.
9. Klappdeckel (1) nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Komponente ein im Vergleich zur ersten Komponente elastischeres Material,
insbesondere ein thermoplastisches Elastomer, ist
10. Klappdeckel (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Scharnierstift (4) aus dem Material der zweiten Komponente oder einem anderen
weichen und flexiblen Material besteht.
11. Klappdeckel (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass im Anlagebereich (10) bzw. Anschlagbereich des Klappdeckels (1) gegen den Korpus
(7) des Müllbehälters (2) in geöffneter Stellung auf der Griffseite des Klappdeckels
(1) wenigstens ein weiter Bereich bestehend aus dem Material der zweiten Komponente
oder einem anderen weichen und flexiblen Material vorgesehen ist.
12. Klappdeckel (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Anlagebereich (10) bzw. Anschlagbereich des Klappdeckels (1) gegen den Korpus
(2) des Müllbehälters (2) in geöffneter Stellung auf der Griffseite des Klappdeckels
(1) derart ausgebildet, dass der Klappdeckel (1) mit der Oberseite des wenigstens
einen Scharniervorsprungs (3) gegen den Korpus (7) des Müllbehälters (2) anliegt.
13. Klappdeckel (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass im Anlagebereich (11) bzw. Anschlagbereich des Klappdeckels (1) gegen den Korpus
(7) des Müllbehälters (2) in geschlossener Stellung auf der Innenseite des Klappdeckels
(3) wenigstens ein weiter Bereich bestehend aus einem weichen und/oder flexiblen und/oder
elastischen Material, insbesondere dem Material der zweiten Komponente, vorgesehen
ist.
14. Müllbehälter (2) mit einem Korpus (7) und einem Klappdeckel (1), dadurch gekennzeichnet, dass der Müllbehälter einen Klappdeckel (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 13 umfasst.
15. Müllbehälter (2) mit einem Korpus (7) und einem Klappdeckel (1)" dadurch gekennzeichnet, dass der Müllbehälter (2) im wesentlichen zumindest bereichsweise aus einem Zweikomponenten-Kunststoff
besteht, wobei eine erste Komponente ein härteres Material und eine zweite Komponente
ein weicheres und/oder flexibleres und/oder elastischeres Material als die erste Komponente
ist, und dass an dem Müllbehälter (2) wenigstens ein Scharniervorsprung (8) zur Aufnahme
von Scharnierstiften (4) vorgesehen ist, wobei der wenigstens eine Scharniervorsprung
(8) des Müllbehälters (2) im wesentlichen aus dem Material der zweiten Komponente
besteht.
16. Müllbehälter (2) nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Müllbehälter einen Klappdeckel (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 13 umfasst.