[0001] Die Erfindung betrifft eine Schwenksicherung zur Verwendung zwischen zwei relativ
gegeneinander verschwenkbaren Teilen, wobei die Schwenksicherung aus einem an einem
Teil angelenkten Stützhebel besteht, der am anderen Ende einen Lagerzapfen aufweist,
der in einem Längsschlitz in dem anderen Teil verschiebbar gelagert ist.
[0002] Es sind Dachfenster, Fenster in Wohnwagen, Wohnmobilen, Automobilen, insbesondere
in den Fahrgasträumen, in Schiffswänden und Gebäuden bekannt, die eine Laibung mit
Blendrahmen aufweisen, der in der Wand fest montiert ist. An einem solchen Blendrahmen
befinden sich Schwenkbeschläge mit horizontaler oder vertikaler Achse für ein rahmenloses
oder umrahmtes Fenster. Des Weiteren sind Luken bekannt, die einen Wanddurchbruch
verschließen. Auch diese weisen Schwenkachsen auf, die horizontal oder vertikal angeordnet
sind. Alle diese Ausführungsformen bestehen praktisch aus einem stationären Teil und
einem relativ gegenüber dem stationären Teil verschwenkbaren Teil.
[0003] Aus der
DE 3 44 459 ist ein selbsttätiger Fensterversteller bekannt, bei welchem eine am Fensterflügel
angelenkte Feststellstange mit ihrem freien Ende in einer am Fensterrahmen befestigten
Klemmführung beim Bewegen des Fensterflügels gleitet und in dieser in der jeweiligen
Lage gesichert wird. Die Klemmführung besteht aus zwei am Fensterrahmen mit ihren
scharnierartigen Enden auf waagerechten Bolzen aufgeschobenen, federnd gegeneinander
gezogenen Blechen. Das eine Blech ist an der Innenkante gewellt, so dass ein Wellenspalt
zwischen den beiden Blechen vorhanden ist, in den die Feststellstange mit ihrem Winkelende
eingeschoben wird. Beim Verdrehen des Fensterflügels springt die Stange mit ihrem
Ende immer von einem Wellental des einen Bleches in das andere. Beim Überspringen
werden beide Bleche etwas gegen die Federkraft auseinandergedrückt. Dieser Fensterversteller
ist als separates Bauteil ausgelegt.
[0004] Ferner sind Fenster bekannt, bei denen am Blendrahmen das verschwenkbare Fenster
mittels eines Rastscharniers angelenkt ist und in verschiedenen Öffnungsstellungen
automatisch gehalten wird. Solche Fenster sind in der
DE 20 2005 010 734 U1 und in der
DE 20 2005 012 111 U1 beschrieben. Für alle solche Ausführungsformen ist die Schwenksicherung gemäß der
vorliegenden Erfindung ebenfalls einsetzbar. Sie kann auch bei Türen in Automobilen
eingesetzt werden. Es ist ferner bekannt, dass zur Aufstellsicherung von rückseitigen
Beladungstüren an Kraftfahrzeugen zwischen der verschwenkbaren Tür und der Karosserie
ein Stützhebel vorgesehen ist, der verschwenkbar an der Karosserie gelagert und in
einen Längsschlitz in der Tür mit einem am anderen Ende vorgesehenen Lagerzapfen geführt
ist, der in einer Endstellung in einer seitlichen Ausnehmung des Schlitzes einrastet
und aus dieser Raste durch weiteres Öffnen der Tür wieder herausgleiten kann, um ein
Zuschwenken der Tür zu ermöglichen, wobei der Rastbolzen in dem Längsschlitz entlanggleitet.
Des Weiteren ist es bei Fenstern bekannt, Schwenksicherungen mittels Stützhebel zu
realisieren, die bei geöffneten Fenstern in Ausnehmungen eines Längsschlitzes einrasten
und in verschiedene Stellungen verbracht werden können. Der Schlitz ist mit Ausnehmungen
an einer Längsseite kammförmig versehen, so dass zum Schließen des Fensters der Hebel
während des Schließvorganges vorgezogen werden muss, um in die Verschiebeebene vor
den Ausnehmungen zu gelangen. Die Betätigung ist nur über eine Zweihandbedienung möglich.
Des Weiteren ist es bekannt, die Öffnungsstellung eines Fensters durch Fensterhaken
zu sichern, die unterschiedlich lang ausgebildet sein können und in eine Fangöse am
verschwenkbaren Teil eingehängt werden, während das andere Ende des Fensterhakens
dreh- und schwenkbeweglich durch ineinandergreifende Ösen am Blendrahmen gesichert
ist.
[0005] Bei Aufstellfenstern von Wohnwagen, die in der Regel eine horizontale obere Schwenkachse
aufweisen, um das Eindringen von Regenwasser durch die Fensteröffnung bei geöffnetem
Fenster zu vermeiden, ist eine erhöhte Stabilität erwünscht, zumal auch bei Bewegung
des Wohnmobils oder des Wohnwagens das Fenster nicht immer geschlossen, sondern um
einen Spalt geöffnet ist.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Schwenksicherung anzugeben, die einfach
aufgebaut ist, aus wenigen Teilen besteht und in einen Rahmen integriert ist, eine
hohe Aufstellsicherheit des verschwenkbaren Teils einerseits gewährleistet und andererseits
auch eine Einhandbedienung beim Verschwenken des verschwenkbaren Teils ermöglicht
und einfach zu handhaben ist.
[0007] Gelöst wird die Aufgabe durch Ausgestaltung der Schwenksicherung gemäß der im Anspruch
1 angegebenen Lehre.
[0008] Die Lösung nach der Erfindung macht von dem sogenannten Formgehemme Gebrauch, bei
dem die Fensterstütze bzw. der Stütz- oder Feststellhebel in einem Lagerschlitz mit
einem Rastzapfen gelagert ist, der mit einer federnden Rastkulisse zusammenwirkt.
Das zur Anwendung kommende Formgehemme hat die Aufgabe, an gelagerten oder geführten
Teilen bestimmte Vorzugsstellungen zu erzeugen und bis zu einer bestimmten Grenzkraft
zu sichern. Wird diese Grenzkraft überschritten, weicht die Rastkulisse aus und die
Stütze mit dem Lagerzapfen gleitet aus der einen Ausnehmung in die nächstfolgende
der Rastkulisse ein. Die Rastkulisse wirkt dabei mittels einer Federanordnung mit
einer Längsseite des Lagerschlitzes zusammen. Die Rastkulisse kann ein gefedert gelagertes
Blech- oder ein Teil aus einem anderen Material oder Kunststoffteil sein, das hinter
dem Schlitz verdeckt an der Wand anliegt und innerhalb des Lagerschlitzes oder relativ
hieran verschiebbar ist. Die aktiv zusammenwirkenden Flächen werden durch die Längsfläche
des Lagerschlitzes in der Rahmenwand und durch die mit Ausnehmungen versehene Fläche
der Rastkulisse gebildet. Zweckmäßiger Weise ist der Spalt zwischen den Erhebungen
der Ausnehmungen und der korrespondierenden Schlitzfläche so groß gewählt, dass der
Rastzapfen bei leichtem Druck auf die Kulisse gegen die Feder durchgleiten kann, wodurch
nur eine minimale Verschiebung der Rastkulisse gegeben ist. Diese Ausführung stellt
sicher, dass auch bei der Betätigung keine unangenehmen Geräusche erzeugt werden und
der Rastbolzen des Stützhebels nicht in der Führung flattern kann.
[0009] Die Ausnehmungen sind in einer Ausführung so ausgeformt, dass beim Aufstellen des
einen Teils, z.B. des Fensters, ein automatisches Ausrücken über eine längere Gleitfläche
an der Rastkulisse in die nächstfolgende Ausnehmung möglich ist. Bei entgegengesetzter
Schwenkbewegung fährt der Zapfen zunächst gegen die Rückflanke der Ausnehmung, die
steiler ausgeformt ist. Durch erhöhte Ausübung einer Schwenkkraft und damit einer
erhöhten Ausübung einer Kraft über den Stützhebel auf den Rastzapfen springt dieser
auch aus der Ausnehmung heraus und gleitet über die Schlitzfläche und auf der nächsten
schrägen Abgleitfläche der Ausnehmung entlang in die nächst folgende Ausnehmung. Auch
aus dieser kann der Rastbolzen wieder herausgedrückt werden, wenn ein erhöhter Druck
ausgeübt wird und die u.a. durch die Feder mitbestimmte Grenzkraft überschritten wird.
In der Endstellung ist ein Herausgleiten nicht mehr möglich und auch nicht erforderlich,
da dann das Teil bzw. das Fenster wieder geschlossen ist. Das gleiche gilt in entgegengesetzter
Richtung bei völliger Aufstellung. Hier kann beispielsweise durch einen Endanschlag
in der Rastkulisse der Aufstellwinkel auf 90° beschränkt werden. Es ist durch die
Ausbildung sichergestellt, dass durch das Gewicht des Fensters bzw. des beweglichen
Teils gegenüber dem feststehenden Teil das bewegliche Teil stets in der gewünschten
Rastposition gehalten wird. Die Rastausnehmungen können dabei entsprechend den gewünschten
rastbaren Aufstellungen unterschiedlich lang ausgebildet sein bzw. die Abstände zwischen
den Ausnehmungen unterschiedlich lang gewählt sein, so dass beispielsweise im unteren
Aufstellbereich eine feinstufigere Aufstellung als im oberen Bereich möglich ist.
[0010] Die Rastkulisse kann auch als Kunststoffformteil ausgeführt und beispielsweise in
einer Lagerungsnut im Rahmen eines Teils gelagert sein und mit dem Lagerschlitz zusammenwirken.
Das Formteil kann beispielsweise auch an der Innenseite eines Rahmens eines Fensters
oder am Außenrahmen geführt gelagert sein. Das Formteil kann einen Längsschlitz aufweisen,
der eine Führung des Lagerzapfens an dem Feststellhebel über die gesamte Länge ermöglicht.
An den Enden der Längsnut können Ausläufer mit schräg verlaufenden Wänden vorgesehen
sein, die in Richtung der Führungsseite des Längsschlitzes verlaufen und in die Oberseite
übergehen bzw. in dieser enden. Es ist darüber möglich, den Lagerzapfen schräg nach
oben gleiten zu lassen, so dass hierüber eine Kraftkomponente entgegen der auf das
Kunststoffformteil wirkenden Feder ausgeübt wird und das Kunststoffformteil sich relativ
gegenüber der Gleitseite an dem Lagerschlitz verschiebt, wodurch der Lagerzapfen durch
Verschwenken des zweiten Teils bei gleichzeitigem Verschwenken des Feststellhebels
in eine in die Oberseite des Kunststoffformkörpers eingearbeitete Ausnehmung einrasten
kann, die die gleiche zuvor beschriebene Funktion besitzt. Diese Ausnehmung ist parallel
zum Schlitzaustritt eines Ausläufers vorgesehen, so dass der Lagerzapfen in die Ausnehmung
eingleiten kann. Die Lagerschale umschließt dabei den Lagerzapfen um einen Winkel,
der kleiner als 180° ist, oder weist mindestens eine Anfasung mindestens an einer
Seite auf, um durch weitere Kraftausübung beim Verschwenken des Fensterrahmens ein
Herausgleiten nach Überschreiten einer Grenzkraft zu erzwingen. Solche Ausläufer an
der Längsnut und Ausnehmungen können mehrfach vorgesehen sein. Durch die schrägen
Druckflächen der Ausläufer an der Längsnut wird auch beim schnellen Vor- oder Zurückführen
des Lagerzapfens ein Verschieben der Rastkulisse, die als Kunststoffformteil ausgebildet
ist, gegen die Kraft der Federn bewirkt.
[0011] An Stelle einer gefederten Rastkulisse kann auch eine Formfeder vorgesehen sein,
die durch Eigenelastizität seitlich ausfedert und nicht verschiebbar gelagert sein
muss. Die Formfeder greift also nur mit ihrem ausgeformten Bereich in den Schlitz
ein und bewirkt in gleicher Weise die Sicherung des Rastzapfens an dem Stützhebel,
der an dem zweiten verschwenkbaren Teil, beispielsweise einem Fenster, angelenkt ist.
Als Formfeder kann eine Blattfeder vorgesehen sein. Es kann aber auch ein Federstab
entsprechend geformt und seitlich zum Schlitz an der Wand befestigt sein. Als Befestigungsmittel
kommen hier Klemmen und Schraubbefestigungen in Betracht. Die Formfeder braucht nicht
an den überstehenden Wänden des Schlitzes in Längsrichtung befestigt zu sein. Sie
kann beispielsweise auch an dem Längswandteil fixiert sein. Dasselbe trifft auch bei
Verwendung einer Rastkulisse aus einem Blech- oder Kunststoffstreifen oder aus einem
anderen Material zu. Diese muss allerdings quer zur Längsrichtung des Schlitzes verschiebbar
gelagert sein. Die auf sie wirkende Feder kann dabei unterschiedlich gelagert und
ausgeführt sein, um in gewünschter Weise die Rastkulisse in Richtung zur korrespondierenden
Schlitzinnenseite zu bewegen. In der Regel handelt es sich bei der Schlitzwand um
die außenliegende Schlitzwand. Die Anordnung ist aber auch dann wirksam, wenn die
Verschiebebewegung nach innen erfolgt. In diesem Fall müssen lediglich eine umgekehrte
Führung und Federbelastung realisiert werden.
[0012] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen im Einzelnen
angegeben.
[0013] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Ausführungsbeispiele in den Zeichnungen
ergänzend erläutert.
[0014] In den Zeichnungen zeigen:
- FIG 1
- in schematischer Darstellung eine Schwenksicherung für ein Fenster nach der Erfindung,
- FIG 2
- eine Darstellung mit geöffnetem Fenster,
- FIG 3
- in vereinfachter schematischer Darstellung ein weiteres Ausführungsbeispiel einer
Schwenksicherung für ein Fenster nach der Erfindung unter Verwendung einer Rastkulisse
als Kunststoffformteil und
- FIG 4
- in perspektivischer vereinfachter Darstellung ein Kunststoffformteil, wie es zur Bildung
einer Schwenksicherung nach Figur 3 verwendet werden kann.
[0015] Das Ausführungsbeispiel in Figur 1 zeigt einen Ausschnitt eines Fensters, wie es
z.B. in einem Wohnwagen eingesetzt werden kann. Dieses Fenster besteht aus einem in
die Wand des Wohnwagens einsetzbaren Blendrahmen, der als Teil 2 bezeichnet ist. An
diesem Blendrahmen ist verschwenkbar ein Teil 1, nämlich das Fenster, angelenkt. Die
Schwenkachse ist nicht näher dargestellt. An der Außenseite der Rahmenwand des Blendrahmens
2 ist korrespondierend mit einem Schlitz 5 in der Wand eine Rastkulisse 6 in Form
eines Blechformteiles angeordnet. Diese Rastkulisse 6 weist beidseitig Langlochführungsbohrungen
11 auf, in die Lagerbolzen 12 eingreifen. Diese können beispielsweise Schraubbolzen
sein. Ein nicht dargestellter Sicherungskopf verhindert ein Abziehen der Rastkulisse
6. Die Rastkulisse 6 wird von Federn 13 nach außen gedrückt, die sich an Widerlagern
14 abstützen. Die Rastkulisse 6 selbst weist Ausnehmungen 8 auf, die obenseitig schräge
Übergangsflächen 9 aufweisen, die in geradlinige Erhöhungen übergehen, die zur Längsseite
7 des Lagerschlitzes 5 parallel verlaufen. Der Boden der Ausnehmungen 8 geht in eine
steilere Flanke über. Aus der Abbildung ist ferner ersichtlich, dass ein Lagerzapfen
4 an einem Stützhebel 3 in die Ausnehmung 8 eingerastet ist. Der Stützhebel 3 weist
dabei eine Lage auf, in der er im wesentlichen parallel zum Längsschlitz verläuft.
[0016] Der Stützhebel 3 ist, wie aus Figur 2 ersichtlich, mit seinem anderen Ende an dem
Fenster 1 angelenkt. Wird nun das Fenster 1 aufgeschwenkt, so gleitet der Lagerzapfen
4 aus der ersten Lagerausnehmung 8 über die erste schräge Übergangsfläche 9 nach oben
und kommt mit der oberen Seite zur Anlage an der Längsseite des Lagerschlitzes 5 und
drückt die Rastkulisse nach links. Wird der gerade Teil überschritten, so gleitet
der Lagerzapfen 4 automatisch in die nächstfolgende Ausnehmung 8, so dass bei Loslassen
des Fensters eine Schwenksicherung gegeben ist und das Fenster in der Schrägstellung
gehalten wird. Aus dieser Ausnehmung 8 kann durch weiteres Verschwenken der Lagerzapfen
4 wieder herausgedrückt werden und gleitet in die nächstfolgende Ausnehmung 8 bei
Nicht-Betätigen hinein.
[0017] So kann auf einfache Weise durch drei Schritte beispielsweise die aus Figur 2 ersichtliche
Aufstellung des Fensters bewirkt und gesichert werden. Wird nun in entgegengesetzter
Richtung das Fenster wieder geschlossen, so ist ersichtlich, dass durch die steileren
Flanken der Lagerausnehmung 8 zunächst die erhöhte Grenzkraft überschritten werden
muss, um den Lagerzapfen 4 über die steilere Flanke aus der Rastlagerausnehmung 8
gleiten zu lassen. Auch in diesem Fall wird die Rastkulisse 6 gegen die Kraft der
Federn 13 verschoben, die sich an den Stützwänden 14 abstützen. Die Rückführung kann
unterstützt werden, indem auf den Stützhebel 3 mit der zweiten Hand eine Gegendruckkraft
erzeugt wird, um die Grenzkraft zum Ausrasten schneller überwinden zu können.
[0018] In Figur 3 ist in schematischer Darstellung ein anderes Ausführungsbeispiel einer
Rastkulisse 6 dargestellt. Es handelt sich dabei um ein Kunststoffformteil, das seitenverkehrt
in Figur 4 dargestellt ist. Dieses weist eine Längsnut 10 zur Aufnahme des Lagerzapfens
4 an dem Stützhebel 3 bzw. dem Feststellhebel auf. An beiden Enden der Längsnut 10
sind Ausläufer 15 und 17 mit schräg nach oben verlaufenden Flächen vorgesehen, an
denen der Lagerzapfen 4 bei Ausübung eines Druckes oder Zuges entlang gleitet. Dabei
wird auf die Rastkulisse 6 selbst eine Druckkraft über die Schrägflächen ausgeübt,
so dass auch diese Rastkulisse 6 gegen die Kraft der Federn 13, die beispielsweise
auf nicht dargestellten Stützwänden oder auf Abschnitten des Lagerschlitzes 5 abgestützt
sind, verschoben wird, so dass zwischen der Oberseite 18 und der Längsseite 7 des
Lagerschlitzes 5 ein Spalt entsteht, in welchen der Lagerzapfen 4 - wie bei dem Beispiel
nach Figur 1 und 2 - verschoben werden kann bis er in die Ausnehmung 8 einrastet.
Die Ausnehmung 8 kann zum leichteren Herausdrücken des Lagerzapfens 4 eine Übergangsfläche
9 als Fasenfläche aufweisen. Über die Länge verteilt, sind weitere Ausläufer 16 vorgesehen,
die ebenfalls in Druckrichtung Schrägflächen aufweisen, so dass auch hierüber die
Rastkulisse 6, die in einer nicht dargestellten Lagerkammer oder über senkrechte Längsschlitze
und Bolzen geführt ist, wie dies anhand der Figuren 1 und 2 beschrieben ist, relativ
gegenüber der Längsseite 7 des Lagerschlitzes 5 verschoben wird, damit der Rastzapfen
auf der Oberseite 18 entlang gleiten kann, um in die nächstfolgende Ausnehmung 8,
je nach Bewegungsrichtung, einrasten zu können.
Bezugszeichenliste
[0019]
- 1
- verschwenkbares Teil (Fenster)
- 2
- Teil (Rahmen)
- 3
- Stützhebel
- 4
- Lagerzapfen
- 5
- Lagerschlitz
- 6
- Rastkulisse
- 7
- Längsseite
- 8
- Ausnehmung
- 9
- Übergangsfläche
- 10
- Längsnut
- 11
- Langlochführung
- 12
- Lagerbolzen
- 13
- Feder
- 14
- Widerlager
- 15
- Ausläufer
- 16
- Ausläufer
- 17
- Ausläufer
- 18
- Oberseite
1. Schwenksicherung zur Verwendung zwischen zwei relativ gegeneinander verschwenkbaren
Teilen (1, 2), wobei die Schwenksicherung aus einem an einem Teil (1) angelenkten
Stützhebel (3) besteht, der am anderen Ende einen Lagerzapfen (4) aufweist, der in
einem Lagerschlitz (5) in dem anderen Teil (2) in verschiedene Raststellungen verbringbar
verschieblich gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Lagerschlitz (5) eine gefedert gelagerte Rastkulisse (6) zusammenwirkt, die
einseitig mit einer Längsseite (7) des Lagerschlitzes (5) korrespondierend einen Führungsspalt
bildet und Ausnehmungen (8) zur Bildung eines Formgehemmes aufweist, in welche Ausnehmungen
(8) der Lagerzapfen (4) sowohl in der einen Verschieberichtung eingreift als auch
in der anderen Verschieberichtung einrückbar ist, wobei in der einen Verschieberichtung
durch eine schräge Übergangsfläche (9) an den Ausnehmungen (8) der Lagerzapfen (4)
sich an der Längsseite (7) abstützt und die Rastkulisse (6) automatisch gegen die
Kraft mindestens einer Feder verschiebt und bei entgegengesetzter Bewegung des Lagerzapfens
(4) gegen die zweite Flanke drückt und nur beim Überschreiten einer bestimmten Grenzkraft
oder durch manuelle Druckausübung auf die Rastkulisse (6) ein Zurückweichen derelben
erfolgt.
2. Schwenksicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastkulisse (6) aus einem Blechstreifen oder einem Streifen aus einem anderen
Material besteht oder ein Kunststoffformteil ist, dass die Rastkulisse (6) an den
Enden quer zur Längsachse des Lagerschlitzes verlaufend Langlochführungen (11) aufweist,
die ein relatives Verschieben der Rastkulisse (6) innerhalb des Lagerschlitzes (5)
gegen die Kraft mindestens eines Federmittels (13) ermöglichen, dass an der Wand des
Teils (2), in dem der Lagerschlitz (5) angeordnet ist, Führungselemente, wie Lagerbolzen
(12), vorgesehen sind, auf die die Langlochführungen (11) aufsteckbar und befestigbar
sind oder zwischen seitlichen Begrenzungen seitlich am Lagerschlitz (5) geführt und
gegen die Kraft mindestens eines Federmittels (13) verschiebbar sind, wobei die Federmittel
(13) auf die Rastkulisse (6) derart wirken, dass die Rastkulisse (6) mit den Ausnehmungen
in Richtung der gegenüberliegenden korrespondierenden Seite des Lagerschlitzes (5)
verschoben wird.
3. Schwenksicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastkulisse (6) aus einer Blattfeder geformt ist und dass die seitlichen Schenkel
der Blattfeder an der Rahmenwand seitlich des Lagerschlitzes (5) fixiert sind und
dass die Blattfeder durch ihre Eigenelastizität relativ gegenüber der Längsseite des
Lagerschlitzes (5) seitlich verschiebbar ist.
4. Schwenksicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastkulisse (6) aus Federdraht geformt und seitlich an dem Teil (2) befestigt
ist, in welchen der Lagerschlitz (5) eingebracht ist, und dass die seitliche Verschiebung
durch Eigenelastizität des Federdrahtes erfolgt.
5. Schwenksicherung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmungen (8) entsprechend den gewünschten Ausstellwinkeln des zweiten Teils
(1) in unterschiedlichen Abständen zueinander vorgesehen sind.
6. Schwenksicherung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Kunststoffformteil eine Längsnut (10) mit schrägverlaufenden Ausläufen zur Oberseite
(18) hin aufweist und dass der Lagerzapfen (5) in der Längsnut und den Ausläufen geführt
ist und über die schrägen Ausläufe die Rastkulisse (6) relativ zur Längsseite (7)
des Lagerschlitzes verschiebt.
7. Schwenksicherung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch die Anordnung in einem Aufstellfenster mit horizontaler oberer Schwenkachse oder
seitlicher vertikaler Schwenkachse.
8. Schwenksicherung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstände der Ausnehmungen im unteren Bereich der Rastkulisse (6) kleiner sind
als die im oberen Bereich, derart, dass das verschwenkbare Fenster im Aufstellbereich
zwischen 0° und ca. 45° in kleineren Winkelstellungen aufstellbar ist als im Bereich
zwischen ca. 45° bis ca. 90°.
9. Schwenksicherung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens das Teil (2), in welches der Lagerschlitz eingebracht ist, ein Rahmenteil
ist und aus Kunststoff oder aus Metall besteht und relativ dünnwandig ausgeführt ist,
und dass die Rastkulisse (6) außenseitig an dem Rahmenteil (2) anliegend angebracht
ist und dass der Lagerzapfen (4) von der Innenseite her in den Lagerschlitz (5) eingeführt
ist.
10. Schwenksicherung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Lagerzapfen (4) eine Abzugssicherung aufweist, die die Rastkulisse (6) nach dem
Einsetzen hintergreift.
11. Schwenksicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Stützhebel (3) an dem das zweite Teil (1) bildenden Fensterrahmen außenseitig
angelenkt ist und der Fensterrahmen eine derartige Aussparung aufweist, dass ein ungehindertes
Verschwenken des Teils (1) auch in dem Bereich gewährleistet ist, in welchem das Fenster
geschlossen ist, wobei der Stützhebel (3) in die Aussparung eintaucht.
12. Schwenksicherung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenksicherung in Fenstern oder Luken mit horizontaler oder vertikaler Schwenkachse
eingesetzt ist.
13. Schwenksicherung nach Anspruch 11, gekennzeichnet durch den Einsatz in Luken oder Fenstern in Wohnwagen oder Wohnmobilen.