[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Antriebsanordnung zur motorischen Verstellung
eines Verschlußelements eines Kraftfahrzeugs mit den Merkmalen des Oberbegriffs von
Anspruch 1 sowie eine entsprechende Antriebsanordnung mit den Merkmalen des Oberbegriffs
von Anspruch 17.
[0002] Der Begriff "Verschlußelement" eines Kraftfahrzeugs ist vorliegend umfassend zu verstehen.
Hierunter fallen Heckklappen, Heckdeckel, Motorhauben, Seitentüren, Schiebetüren,
Hubdächer, Schiebefenster etc.
[0003] Das in Rede stehende Verschlußelement ist einer Öffnung in der Karosserie des Kraftfahrzeugs
zugeordnet und läßt sich zwischen einer Öffnungsstellung und einer Schließstellung
verstellen. Für die motorische Verstellung des Verschlußelements sind insbesondere
in den Bereichen der Heckklappen und Heckdeckel von Kraftfahrzeugen zahlreiche Lösungen
bekannt geworden.
[0004] Die bekannte Antriebsanordnung (
DE 199 34 629 C2), von der die vorliegende Erfindung ausgeht, dient der motorischen Verstellung eines
Heckdeckels eines Kraftfahrzeugs. Es ist ein mit dem Heckdeckel antriebstechnisch
gekoppelter Antrieb vorgesehen, der einen Antriebsmotor und einen dem Antriebsmotor
nachgeschalteten Antriebsstrang aufweist. Der Antriebsstrang besteht hier im wesentlichen
aus einer Kurbel und einer mit der Kurbel einerseits und dem Heckdeckel andererseits
gekoppelten Schubstange. Die Kurbel bildet zusammen mit der Schubstange ein Kurbelgetriebe,
dessen Getriebeübersetzung von der jeweiligen Stellung der Kurbel anhängt.
[0005] Eine veränderliche Getriebeübersetzung ist zwar grundsätzlich gewünscht, um auf einfache
Weise einen optimalen Verlauf der Antriebskraft gewährleisten zu können. Bei einem
Kurbelgetriebe verändert sich die Getriebeübersetzung über die Stellung der Kurbel
gesehen allerdings stets sinusförmig, was in bestimmten Anwendungsfällen unvorteilhaft
ist. Der Antrieb läßt sich bei der Verwendung eines Kurbelgetriebes durch diese fest
vorgegebene Abhängigkeit nicht optimal auf den jeweiligen Anwendungsfall anpassen.
[0006] Eine andere bekannte Möglichkeit zur Realisierung einer Antriebsanordnung zeigt die
DE 101 17 935 A1. Hier ist ein Antrieb mit Antriebsmotor und nachgeschaltetem Antriebsstrang vorgesehen,
wobei der Antriebsstrang ein Spindel-Spindelmutter-Getriebe aufweist. Eine auf den
jeweiligen Anwendungsfall zugeschnittene, veränderliche Getriebeübersetzung ist hier
nur mit großem konstruktivem Aufwand unter Verwendung einer Kugelrollspindel möglich.
[0007] Schließlich sei noch auf eine bekannte Antriebsanordnung zur motorischen Verstellung
einer Schiebetür eines Fahrzeugs hingewiesen, bei der eine Spindel mit Spindelgewinde
vorgesehen ist, in dem ein bolzenförmiger Mitnehmer läuft (
DE 693 25 371 T2). Dieser Mitnehmer ist Bestandteil der Spindelmutter, die in Richtung der Spindelachse
längsgeführt ist. In bestimmten Anwendungsfällen kann es mit dieser Anordnung zu Problemen
hinsichtlich des benötigten Bauraums kommen.
[0008] Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, die bekannte Antriebsanordnung derart auszugestalten
und weiterzubilden, daß eine optimale Auslegung des Antriebs auf alle Anwendungsfälle
insbesondere hinsichtlich der Getriebeübersetzung und des benötigten Bauraums möglich
ist.
[0009] Das obige Problem wird bei einer Antriebsanordnung gemäß dem Oberbegriff von Anspruch
1 durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils von Anspruch 1 gelöst.
[0010] Wesentlich ist zunächst die Erkenntnis, daß die Verwendung eines Kulissengetriebes
im Antriebsstrang des Antriebs ganz besondere Freiheitsgrade bei der Auslegung der
Getriebeübersetzung gewährleistet. Hierfür steht ein Antriebselement mit einem Abtriebselement
über eine Steuerkulisse und einen zu der Steuerkulisse korrespondierenden Mitnehmer
in antriebstechnischem Eingriff. Der Verlauf der Getriebeübersetzung über die Stellung
des Antriebselements bzw. des Abtriebselements läßt sich durch eine entsprechende
Ausgestaltung der Steuerkulisse in weiten Bereichen variieren.
[0011] Das Antriebselement ist hier um eine Antriebsachse drehbar. Durch eine Drehung des
Antriebselements läßt sich das Abtriebselement im wesentlichen senkrecht zur Antriebsachse
verstellen. Dabei kann das Abtriebselement längsgeführt oder schwenkgelagert sein.
Dies wird weiter unten noch erläutert. Durch die Verstellung des Abtriebselements
im wesentlichen senkrecht zur Antriebsachse läßt sich eine besonders kompakte Anordnung
erzielen.
[0012] Für den grundsätzlichen Aufbau des Kulissengetriebes sind zwei bevorzugte Ausgestaltungen
vorgesehen.
[0013] Bei der bevorzugten Ausgestaltung gemäß Anspruch 3 ist die Steuerkulisse dem Antriebselement
und der Mitnehmer dem Abtriebselement zugeordnet. Dies bedeutet, daß die Steuerkulisse
mittels des Antriebsmotors angetrieben wird. Das Abtriebselement mit dem Mitnehmer
kann dabei längsgeführt sein (Anspruch 4) oder aber als um eine Abtriebsachse schwenkbarer
Schwenkhebel ausgestaltet sein (Anspruch 5).
[0014] Eine besonders kompakte und gleichzeitig robuste Bauform läßt sich durch die bevorzugte
Ausgestaltung gemäß Anspruch 6 realisieren. Dies gilt besonders dann, wenn eine flache
Bauform gewünscht ist,
[0015] Die zweite Möglichkeit für den grundsätzlichen Aufbau des Kulissengetriebes besteht
gemäß Anspruch 8 darin, daß die Steuerkulisse dem Abtriebselement und der Mitnehmer
dem Antriebselement zugeordnet ist. Dann wird es gemäß Anspruch 10 vorzugsweise vorgesehen
sein, daß der Mitnehmer exzentrisch am Antriebselement angeordnet ist. Das Abtriebselement
ist bei dem bevorzugten Ausführungsbeispiel gemäß Anspruch 9 als um eine Abtriebsachse
schwenkbarer Schwenkhebel ausgestaltet, wobei die Steuerkulisse in oder an dem Schwenkhebel
angeordnet ist.
[0016] Nach einer weiteren Lehre, der ebenfalls eigenständige Bedeutung zukommt, wird das
oben genannte Problem bei der in Rede stehenden Antriebsanordnung durch die Merkmale
des kennzeichnenden Teils von Anspruch 17 gelöst.
[0017] Dabei ist erkannt worden, daß die Ausgestaltung des Abtriebselements als um eine
Abtriebsachse schwenkbarer Schwenkhebel insbesondere hinsichtlich des benötigten Bauraums
vorteilhaft sein kann.
[0018] Alle zu der zuvor beschriebenen Lehre denkbaren und hier erläuterten Varianten sind
auch auf die weitere Lehre anwendbar, soweit sie die Schwenkbarkeit des Abtriebselements
erlauben. Es darf ausdrücklich darauf hingewiesen werden, daß es dabei auf eine Verstellbarkeit
des Abtriebselements senkrecht zur Antriebsachse nicht ankommt.
[0019] Bei einer besonders bevorzugten Ausgestaltung gemäß Anspruch 18 ist es nach dieser
weiteren Lehre vorgesehen, daß das Antriebselement walzenförmig ausgestaltet ist und
an seinem Außenumfang die Steuerkulisse aufweist. Dies kann ganz besondere Vorteile
hinsichtlich der Ausnutzung des jeweils vorhandenen Bauraums mit sich bringen.
[0020] Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
In der Zeichnung zeigt
- Fig. 1
- das Heck eines Kraftfahrzeugs bei geöffneter Heckklappe mit einer erfindungsgemäßen
Antriebsanordnung schematisch in einer Seitenansicht,
- Fig. 2
- einen Antrieb der Antriebsanordnung gemäß Fig. 1 mit Kulissengetriebe bei vollständig
geöffneter Klappe in einer Draufsicht,
- Fig. 3
- drei Ausführungsformen der Steuerkulisse eines in Fig. 2 dargestellten Kulissengetriebes,
- Fig. 4
- eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Kulissengetriebes und
- Fig. 5
- eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Kulissengetriebes.
[0021] Im folgenden wird die erfindungsgemäße Antriebsanordnung anhand eines Verschlußelements
1 in Form einer Heckklappe 1 erläutert. Dies ist nicht beschränkend zu verstehen.
Von dem Begriff "Verschlußelement" sind alle im einleitenden Teil der Beschreibung
aufgeführten Varianten umfaßt.
[0022] Fig. 1 zeigt eine Antriebsanordnung zur motorischen Verstellung der Heckklappe 1
eines Kraftfahrzeugs, wobei die Heckklappe 1 zwischen der dargestellten Öffnungsstellung
und einer nicht dargestellten Schließstellung verstellbar ist. Hierfür ist mindestens
ein mit der Heckklappe 1 antriebstechnisch gekoppelter Antrieb 2 vorgesehen. Für den
Fall, daß nur ein einziger Antrieb 2 vorgesehen ist, wird dieser in der Regel in Richtung
der Querachse des Kraftfahrzeugs gesehen mittig angeordnet sein.
[0023] Um einen Verzug der Heckklappe 1 zu vermeiden, ist es vorzugsweise vorgesehen, daß
zwei Antriebe 2 seitlich und hinsichtlich der Längsachse des Kraftfahrzeugs gegenüberliegend
angeordnet sind. Der Antrieb 2 bzw. die Antriebe 2 können an der Karosserie des Kraftfahrzeugs
oder aber an der Heckklappe 1 angeordnet sein.
[0024] Es darf darauf hingewiesen werden, daß alle im folgenden zu der Heckklappe 1 getroffenen
Aussagen auch auf alle anderen Varianten des in Rede stehenden Verschlußelements 1
anwendbar sind.
[0025] Fig. 2 zeigt den Aufbau des Antriebs 2. Der Antrieb 2 weist einen Antriebsmotor 3
und einen dem Antriebsmotor 3 nachgeschalteten Antriebsstrang 4 auf. Der Antriebsstrang
4 stellt gewissermaßen die antriebstechnische Kopplung zwischen dem Antriebsmotor
3 und der Heckklappe 1 bzw. der Karosserie des Kraftfahrzeugs her. Es kann auch vorgesehen
sein, daß der Antrieb 2 einen Antriebsmotor 3 und mehrere, vorzugsweise zwei, Antriebsstränge
4 aufweist, wobei die Krafteinleitung dann vorzugsweise an beiden Seiten der Heckklappe
1 vorgesehen ist. Dadurch kann wieder einem Verwinden der Heckklappe 1 entgegengewirkt
werden.
[0026] Wesentlich ist nun, daß in den Antriebsstrang 4 des Antriebs 2 ein Kulissengetriebe
5 geschaltet ist. Das Kulissengetriebe 5 weist ein Antriebselement 6 und ein Abtriebselement
7 auf, wobei das Antriebselement 6 mittels des Antriebsmotors 3 um eine Antriebsachse
8 drehbar ist. Das Antriebselement 6 steht mit dem Abtriebselement 7 über eine Steuerkulisse
9 und einen zu der Steuerkulisse 9 korrespondierenden Mitnehmer 10 in antriebstechnischem
Eingriff.
[0027] Durch eine Drehung des Antriebselements 6 läßt sich das Abtriebselement 7 im wesentlichen
senkrecht zur Antriebsachse 8 verstellen. Im einzelnen wird dies weiter unten erläutert.
Bei allen Ausführungsbeispielen ist es jedoch so, daß das Laufen des Mitnehmers 10
in der Steuerkulisse 9 nach Art eines Kulissengetriebes eine Relativbewegung zwischen
dem Antriebselement 6 und dem Abtriebselement 7 bewirkt.
[0028] Es sind eine Reihe von Möglichkeiten denkbar, wie der Antrieb 2 mit dem Verschlußelement
1, hier also der Heckklappe 1, zusammenwirken kann. In bevorzugter Ausgestaltung ist
das Verschlußelement 1 an der Karosserie des Kraftfahrzeugs um eine Verschlußelementachse
11 schwenkbar angelenkt. Dabei ist in den Antriebsstrang 4 vorzugsweise eine Schubstange
12 geschaltet, die an ihrem einen Ende 13 hinsichtlich der Verschlußelementachse 11
exzentrisch am Verschlußelement 1 oder an der Karosserie des Kraftfahrzeugs angelenkt
ist, wobei die Schubstange 12 weiter vorzugsweise an ihrem anderen Ende 14 mit dem
Abtriebselement 7 gekoppelt ist. Grundsätzlich kann es aber auch sein, daß zwischen
die Schubstange 12 und das Abtriebselement 7 weitere Übertragungselemente und/oder
Getriebe geschaltet sind.
[0029] Es wurde im allgemeinen Teil der Beschreibung erläutert, daß zwei Möglichkeiten für
den grundsätzlichen Aufbau des Kulissengetriebes 5 vorgesehen sind.
[0030] Fig. 2 zeigt eine bevorzugte Variante, bei der die Steuerkulisse 9 dem Antriebselement
6 und der Mitnehmer 10 dem Abtriebselement 7 zugeordnet ist. Die Steuerkulisse 9 läßt
sich also mittels des Antriebsmotors 3 um die Antriebsachse 8 drehen, was dazu führt,
daß der Mitnehmer 10 in der Steuerkulisse 9 läuft und entsprechend verstellt wird.
Die in Fig. 2 verwendete Steuerkulisse 9 ist als solche in Fig. 3c) dargestellt.
[0031] Bei dem in Fig. 2 dargestellten und insoweit bevorzugten Ausführungsbeispiel ist
das Abtriebselement 7 mit dem Mitnehmer 10 längsgeführt, wobei vorzugsweise die Längsachse
15 der Längsführung 16 senkrecht zu der Antriebsachse 8 verläuft und in weiter bevorzugter
Ausgestaltung die Antriebsachse 8 schneidet.
[0032] Die Längsführung 16 ist hier durch einen Schlitz in einem feststehenden Blech realisiert,
das gleichzeitig einen Deckel für die Steuerkulisse 9 bildet. Bei der Längsführung
16 handelt es sich also um eine Gleitführung. Es sind auch andere Ausgestaltungen
denkbar. Das Abtriebselement 7 bildet bei der in Fig. 2 dargestellten Ausgestaltung
ein einstückiges Bauteil mit dem Mitnehmer 10. Das Abtriebselement 7 ist mit der Schubstange
12 über ein Kugelgelenk o. dgl. gekoppelt.
[0033] Bei der in Fig. 4 dargestellten, bevorzugten Ausführungsform ist das Abtriebselement
7 als um eine Abtriebsachse 17 schwenkbarer Schwenkhebel ausgestaltet, wobei der Mitnehmer
10 beabstandet von der Abtriebsachse 17 auf dem Abtriebselement 7 angeordnet ist.
Das Abtriebselement 7 kann wieder über eine Schubstange 12 o. dgl. mit der Heckklappe
1 gekoppelt sein. Dies ist hier nicht dargestellt. Die bei der in Fig. 4 dargestellten
Ausführungsform verwendete Steuerkulisse 9 ist in Fig. 3b) als solche dargestellt.
[0034] Es läßt sich der Darstellung in Fig. 4 entnehmen, daß die Abtriebsachse 17 im wesentlichen
parallel zu der Antriebsachse 8 ausgerichtet ist, Damit läßt sich die Verstellung
des Abtriebselements 7 im wesentlichen senkrecht zur Antriebsachse 8 gewährleisten.
[0035] Das Antriebselement 6 ist vorzugsweise scheibenförmig ausgestaltet, wobei die Steuerkulisse
9 an einer Stirnseite des Antriebselements 6 angeordnet ist.
[0036] Grundsätzlich kann es auch vorgesehen sein, daß die Steuerkulisse 9 an beiden Stirnseiten
des scheibenförmigen Antriebselements 6 angeordnet ist. Beispielsweise läßt sich dadurch
die für die Führung des Mitnehmers 10 benötigte Kraft auf die beiden Seiten des Antriebselements
6 verteilen. Dann ist die Teilkulisse auf der einen Stirnseite im wesentlichen identisch
zu der Teilkulisse auf der anderen Stirnseite.
[0037] Es kann aber auch vorteilhaft sein, die beiden Teilkulissen unterschiedlich auszugestalten.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung ist es vorgesehen, daß der Mitnehmer
10 beim Öffnungsvorgang mit der Teilkulisse der einen Stirnseite in Eingriff steht
und beim Schließvorgang entsprechend mit der Teilkulisse der anderen Stirnseite. Damit
läßt sich eine ganz bestimmte Schließ- und Öffnungscharakteristik realisieren.
[0038] Eine andere bevorzugte Ausgestaltung betrifft einen Antrieb 2 mit zwei Antriebssträngen
4. Hier ist wieder ein scheibenförmiges Antriebselement 6 mit jeweils einer Teilkulisse
auf den beiden Stirnseiten vorgesehen. Allerdings sind zwei Mitnehmer 10 vorgesehen,
die jeweils einem Antriebsstrang 4 zugeordnet sind. Beispielsweise ist dabei die eine
Teilkulisse der einen Seite der Heckklappe 1 und die andere Teilkulisse der anderen
Seite der Heckklappe 1 zugeordnet. Die beiden Teilkulissen sind dabei vorzugsweise
identisch ausgestaltet.
[0039] Fig. 3 zeigt drei bevorzugte Ausgestaltungen für die Steuerkulisse 9. Dabei sind
die schraffierten Bereiche senkrecht zur Zeichenebene gesehen erhöht ausgebildet,
wodurch die Steuerflächen 18 der Steuerkulisse 9 gebildet werden. Der Mitnehmer 10,
der in Fig. 3 im Querschnitt kreisförmig dargestellt ist, wird durch den Eingriff
mit den Steuerflächen 18 entsprechend verstellt.
[0040] Gemäß Fig. 3a) ist die Steuerkulisse 9 um die Antriebsachse 8 im wesentlichen spiralförmig
ausgestaltet. Je nach Auslegung der Spirale der Steuerkulisse 9 läßt sich die Getriebeübersetzung
des- Kulissengetriebes. 5 drehwinkelabhängig einstellen. Bei der Ausgestaltung der
Steuerkulisse 9 kann es vorgesehen sein, daß die Verstellung des Verschlußelements
1 zwischen der Öffnungsstellung und der Schließstellung mehrere Umdrehungen des Antriebselements
6 erfordert.
[0041] Fig. 3b) zeigt eine bevorzugte Ausgestaltung, bei der die Steuerkulisse 9 hinsichtlich
der Antriebsachse 8 punktsymmetrisch ausgestaltet ist. Hierdurch lassen sich bestimmte
Abschnitte der Steuerkulisse 9 um die Antriebsachse 8 herum periodisch wiederholen,
was noch zu erläuternde Vorteile mit sich bringt.
[0042] Die in Fig. 3c) dargestellte Steuerkulisse 9 ist besonders geeignet für Verschlußelemente
1, insbesondere Heckklappen 1, mit zwei unterschiedlichen Schwenkbereichen, wobei
die beiden Schwenkbereiche über den Verstellweg der Heckklappe 1 gesehen aneinander
angrenzen. Beispielsweise ist es so, daß beim Öffnen der Heckklappe 1 zunächst der
erste Schwenkbereich durchlaufen wird, in dem das Gewicht der Heckklappe 1 die in
Öffnungsrichtung wirkende Vorspannung der Heckklappe 1 überwiegt. Nach dem Übergang
vom ersten Schwenkbereich in den zweiten Schwenkbereich überwiegt die Vorspannung
der Heckklappe 1 deren Gewichtskraft, wodurch die Heckklappe 1 den Öffnungsvorgang
dann selbsttätig durchführt.
[0043] Bei der obigen Auslegung der Heckklappe 1 mit zwei Schwenkbereichen ist es für die
motorische Verstellung der Heckklappe 1 von der Schließstellung in die Öffnungsstellung
im ersten Schwenkbereich erforderlich, die Verstellbewegung der Heckklappe 1 anzutreiben
und im zweiten Schwenkbereich erforderlich, die Verstellbewegung der Heckklappe 1
zu bremsen. Diesen Randbedingungen wird die in Fig. 3c) dargestellte Steuerkulisse
9 gerecht. Bei einer Drehung der Steuerkulisse 9 in Fig. 3c) rechtsherum läuft der
Mitnehmer 10 entlang der Steuerfläche 18a), wodurch die Heckklappe 1 in Richtung der
Öffnungsstellung durch den ersten Schwenkbereich verstellt wird. Nach einer Drehung
der Steuerkulisse 9 um etwa 180° geht die Heckklappe 1 in den zweiten Schwenkbereich
über, wodurch der Mitnehmer 10 auf die zweite Steuerfläche 18b) fällt. Bei weiterer
Drehung der Steuerkulisse 9 erreicht die Heckklappe 1 schließlich die Öffnungsstellung
und der Mitnehmer 10 die in Fig. 3c) gestrichelt dargestellte Position.
[0044] Der andere grundlegende Aufbau des Kulissengetriebes 5 ist in Fig. 5 dargestellt.
Hier ist es so; daß die Steuerkulisse 9 dem Abtriebselement 7 und der Mitnehmer 10
dem Antriebselement 6 zugeordnet ist. Dabei ist der Mitnehmer 10 vorzugsweise exzentrisch
am Antriebselement 6 angeordnet.
[0045] Bei dem in Fig. 5 dargestellten und insoweit bevorzugten Ausführungsbeispiel ist
das Abtriebselement 7 wieder als um eine Abtriebsachse 17 schwenkbarer Schwenkhebel
ausgestaltet, wobei die Steuerkulisse 9 nun in oder an dem Schwenkhebel 7 angeordnet
ist. Auch hier ist es vorzugsweise so, daß die Abtriebsachse 17 im wesentlichen parallel
zu der Antriebsachse 8 ausgerichtet ist. Insbesondere in fertigungstechnischer Hinsicht
ist es vorteilhaft, wenn die Steuerkulisse 9 eine Ausnehmung in dem als Schwenkhebel
ausgestalteten Abtriebselement 7 ist.
[0046] Für die Realisierung des antriebstechnischen Eingriffs zwischen der Steuerkulisse
9 und dem Mitnehmer 10 sind unabhängig vom grundlegenden Aufbau des Kulissengetriebes
5 eine Reihe von Möglichkeiten denkbar. Die Steuerkulisse 9 kann beispielsweise als
Steg, als Nut, als Ausnehmung oder als Schlitz auf bzw. in einem Kulissenkörper ausgestaltet
sein. Die Ausgestaltung als Nut zeigt Fig. 3a). Die Ausgestaltung als Ausnehmung zeigen
die Fig. 3b) und c) sowie Fig. 5.
[0047] In einfachster Ausgestaltung ist der Mitnehmer 10 als Mitnehmerbolzen ausgestaltet.
Die in den Fig. 3, 4, 5 dargestellten Anordnungen zeigen einen solchen als Mitnehmerbolzen
ausgestalteten Mitnehmer 10. Grundsätzlich kann es aber auch vorgesehen sein, daß
die Steuerkulisse 9 wie oben erläutert als Steg oder dergleichen ausgestaltet ist,
auf dem ein als Schlitten ausgestalteter Mitnehmer 10 läuft. Der Mitnehmer 10 ist
dann ein- oder beidseitig des Steges mit entsprechenden Laufrollen ausgestattet. Es
kann aber auch sein, daß der als Mitnehmerbolzen ausgestaltete Mitnehmer 10 als einzelne
Laufrolle ausgestaltet ist. Der Mitnehmerbolzen ist dann einfach drehbar gelagert.
[0048] Letztlich ist es so, daß der Mitnehmer 10 entweder gleitend oder aber rollend in
Eingriff mit der Steuerkulisse 9 steht. Im Falle des gleitenden Eingriffs ist auf
eine geeignete Materialpaarung zwischen Mitnehmer 10 einerseits und Steuerfläche 18
der Steuerkulisse 9 andererseits zu achten.
[0049] Neben der beschriebenen motorischen Verstellung des Verschlußelements 1 ist in der
Regel auch eine manuelle Verstellung gefordert. In diesem Zusammenhang ist es vorteilhaft,
wenn die Steuerkulisse 9 derart ausgestaltet ist, daß eine manuelle Verstellung des
Verschlußelements 1 bzw. der Heckklappe 1 von der Öffnungsstellung in die Schließstellung
und andersherum ohne eine Verstellung des Antriebselements 6 möglich ist. Dies ist
beispielsweise in den Fig. 4 und 5 gezeigt.
[0050] Bei der in Fig. 4 gezeigten Ausgestaltung läßt sich das Abtriebselement 7 linksherum
verstellen, ohne daß das Antriebselement 6 verstellt wird. Hierfür ist in der Steuerkulisse
9 ein entsprechender Freischnitt vorgesehen. Das gleiche gilt für die in Fig. 5 dargestellte
Anordnung. Aus einer der Endstellungen heraus läßt sich das Abtriebselement 7 ohne
eine Verstellung des Antriebselements 6 ebenfalls hin und her verstellen. Bei einer
derartigen Ausgestaltung der Steuerkulisse 9 kann auf eine Kupplung für die manuelle
Betätigung vollständig verzichtet werden.
[0051] Je nach Anwendungsfall kann es auch vorteilhaft sein, daß die manuelle Verstellung
des Verschlußelements 1 ohne eine Verstellung des Antriebselements 6 auch aus einer
Zwischenstellung heraus möglich ist. Dies läßt sich beispielsweise mit der in Fig.
3c) dargestellten Steuerkulisse 9 erreichen.
[0052] Die manuelle Betätigbarkeit ist besonders einfach realisierbar, wenn der Antriebsmotor
3 mit nachgeschaltetem Antriebsstrang 4 nicht vollständig selbsthemmend ist. Dann
kann es vorgesehen sein, daß eine manuelle Kraftausübung auf das Verschlußelement
1 zu einem Zurückstellen des Antriebselements 6 und des Antriebsmotors 3 führt. Vorzugsweise
ist gleichzeitig eine Selbsthemmung des Antriebsmotors 3 zusammen mit dem Antriebsstrang
4 derart vorgesehen, daß die Selbsthemmung gerade noch ausreicht, um das Verschlußelement
1 in jeder Zwischenposition zu halten.
[0053] Bei dem in Fig. 3b) sowie in Fig. 4 dargestellten und insoweit bevorzugten Ausführungsbeispiel
ist die Steuerkulisse 9 derart symmetrisch ausgestaltet, daß einer Stellung des Mitnehmers
10 mindestens zwei hinsichtlich der Wirkung der Steuerkulisse 9 auf den Mitnehmer
10 gleichwertige Stellungen der Steuerkulisse 9 zugeordnet sind. Bei dem in Fig. 4
dargestellten Ausführungsbeispiel bedeutet dies, daß die Stellung des Antriebselements
6 in diesem Sinne gleichwertig zu der um 180° gedrehten Stellung des Antriebselements
6 ist. Dies ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn keine volle Umdrehung des Antriebselements
6 für einen motorischen Betätigungsvorgang erforderlich ist. Bei dem in Fig. 4 dargestellten
Ausführungsbeispiel ist der motorische Betätigungsvorgang nach einer Drehung des Antriebselements
6 um 180° abgeschlossen. Durch die obige Symmetrie des Antriebselements 6 kann der
nächste Betätigungsvorgang unmittelbar anschlie-βend und ohne zeitraubenden Freilauf
durchgeführt werden.
[0054] Bei dem in Fig. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel ist es ferner so, daß die Steuerkulisse
9 derart ausgestaltet ist, daß eine Verstellung des Verschlußelements 1 aus der Öffnungsstellung
und/oder aus der Schließstellung heraus mit minimalem - vorzugsweise keinem - anfänglichen
Freilauf zwischen der Steuerkulisse 9 und dem Mitnehmer 10 erfolgt. Dies wird in erster
Linie durch die Ausgestaltung der Steuerfläche 18a gewährleistet, die schon bei der
kleinsten Verstellung des Antriebselements 6 in Fig. 4 rechtsherum eine korrespondierende
Verstellung des Abtriebselements 7 bewirkt.
[0055] Es wurde schon im Zusammenhang mit der spiralförmigen Ausgestaltung der Steuerkulisse
9 darauf hingewiesen, daß zumindest abschnittsweise je nach Drehwinkel des Antriebselements
6 unterschiedliche Getriebeübersetzungen realisiert sein können. Dies ist insbesondere
dann vorteilhaft, wenn auf eine separate Zuziehhilfe bei einer Heckklappe 1 oder dergleichen
verzichtet werden soll. Dann ist eine besonders hohe Antriebskraft bzw. ein besonders
hohes Antriebsmoment im Bereich der Schließstellung erforderlich, um die Heckklappe
1 entsprechend in die vollständig geschlossene Stellung zu ziehen. Die Steuerfläche
18 der Steuerkulisse 9 ist in diesem Bereich entsprechend flach ausgestaltet.
[0056] In besonders bevorzugter Ausgestaltung weist die Steuerkulisse 9 mindestens zwei
unterschiedliche Kulissenabschnitte auf, wobei der Mitnehmer 10 bei der Verstellung
des Verschlußelements 1 von der Öffnungsstellung in die Schließstellung mit einem
ersten Kulissenabschnitt in Eingriff kommt und wobei der Mitnehmer 10 bei der Verstellung
des Verschlußelements 1 von der Schließstellung in die Öffnungsstellung mit einem
zweiten Kulissenabschnitt in Eingriff kommt. Dies trägt der Forderung Rechnung, daß
beim Öffnen bzw. beim Schließen unterschiedliche Geschwindigkeiten und/oder Kräfte
gefordert sein können.
[0057] Um die Ansteuerung des Antriebsmotors 3 so weit wie möglich zu vereinfachen, ist
für den Antriebsmotor 3 ein Blockbetrieb vorgesehen. Dies bedeutet, daß beim Erreichen
der Öffnungsstellung und der Schließstellung gegebenenfalls vorgesehene Blockierelemente
miteinander in Eingriff kommen und die weitere Verstellung des Antriebsmotors 3 blockieren.
[0058] In bevorzugter Ausgestaltung ist es zur Realisierung des Blockbetriebs vorgesehen,
daß das Antriebselement 6 beim Erreichen der Öffnungsstellung und/oder der Schließstellung
in blockierenden Eingriff mit dem Abtriebselement 7 oder einem mit dem Abtriebselement
7 gekoppelten Element kommt, wodurch die weitere Verstellung des Antriebselements
6 und damit des Antriebsmotors 3 blockiert wird.
[0059] Bei dem in Fig. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel sind am Antriebselement 6 Blockierelemente
19 vorgesehen, die entsprechend in Eingriff mit Gegenblokkierelementen 20 am Abtriebselement
7 kommen. Bei dem in Fig. 5 dargestellten Ausführungsbeispiel ist es dagegen so, daß
der am Antriebselement 6 angeordnete Mitnehmer 10 nach Abschluß der motorischen Verstellung
durch die Steuerfläche 18b der am Abtriebselement 7 angeordneten Steuerkulisse 9 blockiert
wird.
[0060] Beim Blockbetrieb ist es grundsätzlich so, daß bei Auftreten eines Blockstromes die
an den Antriebsmotor 3 angelegte Spannung abgeschaltet wird. Die Erkennung des Blockstroms
kann über die Algorithmen eines eventuell vorgesehenen steuerungstechnisch realisierten
Einklemmschutzes erkannt und ausgewertet werden. Selbstverständlich sind zahlreiche
weitere Möglichkeiten der Realisierung des Blockbetriebs denkbar.
[0061] Es wurde weiter oben darauf hingewiesen, daß neben der motorischen Verstellbarkeit
grundsätzlich auch eine manuelle Verstellbarkeit gewünscht ist. In bestimmten Anwendungsfällen
kann es ausreichen, diese manuelle Verstellbarkeit lediglich für den Notfall vorzusehen.
Dabei ist es in bevorzugter Ausgestaltung vorgesehen, daß der Mitnehmer 10 durch eine
manuelle Ausrückbewegung außer Eingriff von der Steuerkulisse 9 bringbar ist. Bei
dem in Fig. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel könnte diese Ausrückbewegung darin
bestehen, den Mitnehmer 10 senkrecht zur Zeichenebene aus der Steuerkulisse 9 heraus
zu bewegen.
[0062] Bei dem in Fig. 2 dargestellten und insoweit bevorzugten Ausführungsbeispiel ist
es so, daß in den Antriebsstrang 4 an einer Stelle zwischen dem Antriebsmotor 3 und
dem Kulissengetriebe 5 ein weiteres Getriebe - antriebsseitiges Getriebe - geschaltet
ist. In der Regel wird es sich um ein Stirnradgetriebe handeln. Alternativ oder zusätzlich
kann hier auch eine Kupplung oder dergleichen vorgesehen sein.
[0063] Ferner kann es vorgesehen sein, daß in den Antriebsstrang 4 an einer Stelle zwischen
dem Kulissengetriebe 5 und dem Verschlußelement 1 ein weiteres Getriebe - abtriebsseitiges
Getriebe - geschaltet ist. Hier kann es sich um ein zusätzliches Stirnradgetriebe
oder vorzugsweise um ein Hebelgetriebe handeln.
[0064] Nach einer weiteren Lehre, der eigenständige Bedeutung zukommt, wird die oben beschriebene
Antriebsanordnung beansprucht, wobei in den Antriebsstrang 4 ein Kulissengetriebe
5 geschaltet ist und wobei hier das Abtriebselement 7 als um eine Abtriebsachse 17
schwenkbarer Schwenkhebel ausgestaltet ist. Dieser weiteren Lehre entspricht beispielsweise
die in Fig. 4 dargestellte Ausführungsform.
[0065] Die Beschränkung der Verstellbarkeit des Abtriebselements 7 im wesentlichen senkrecht
zur Antriebsachse 8 ist nach der weiteren Lehre nicht gefordert. Im übrigen gelten
alle vorherigen Ausführungen entsprechend,
[0066] In besonders bevorzugter Ausgestaltung ist es nach der weiteren Lehre vorgesehen,
daß das Antriebselement 6 walzenförmig ausgestaltet ist und an seinem Au-βenumfang
die Steuerkulisse 9 aufweist. Sofern die Walze als Hohlwalze ausgestaltet ist, kann
die Steuerkulisse 9 alternativ oder zusätzlich am Innenumfang der Walze angeordnet
sein. Hier gelten die gleichen Überlegungen wie zu dem beschriebenen scheibenförmigen
Antriebselement 6, das die Steuerkulisse 9 an beiden Stirnseiten aufweist.
[0067] Es wurde bereits erläutert, daß dies insbesondere hinsichtlich des benötigten Bauraums
Vorteile haben kann. Auch für diese walzenförmige Ausgestaltung des Antriebselements
6 gelten alle vorherigen Ausführungen entsprechend.
1. Antriebsanordnung zur motorischen Verstellung eines Verschlußelements (1) eines Kraftfahrzeugs,
wobei das Verschlußelement (1) zwischen einer öffnungsstellung und einer Schließstellung
verstellbar ist, wobei mindestens ein mit dem Verschlußelement (1) antriebstechnisch
gekoppelter Antrieb (2) vorgesehen ist, wobei der Antrieb (2) einen Antriebsmotor
(3) und einen dem Antriebsmotor (3) nachgeschalteten Antriebsstrang (4) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
daß in den Antriebsstrang (4) des Antriebs (2) ein Kulissengetriebe (5) geschaltet ist,
daß das Kulissengetriebe (5) ein Antriebselement (6) und ein Abtriebselement (7) aufweist,
daß das Antriebselement (6) mittels des Antriebsmotors (3) um eine Antriebsachse (8)
drehbar ist, daß das Antriebselement (6) mit dem Abtriebselement (7) über eine Steuerkulisse
(9) und einen zu der Steuerkulisse (9) korrespondierenden Mitnehmer (10) in antriebstechnischem
Eingriff steht und daß durch eine Drehung des Antriebselements (6) das Abtriebselement
(7) im wesentlichen senkrecht zur Antriebsachse (8) verstellbar ist.
2. Antriebsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verschlußelement (1) an der Karosserie des Kraftfahrzeugs um eine Verschlußelementachse
(11) schwenkbar angelenkt ist, vorzugsweise, daß in den Antriebsstrang (4) eine Schubstange
(12) geschaltet ist, die an ihrem einen Ende (13) hinsichtlich der Verschlußelementachse
(11) exzentrisch am Verschlußelement (1) oder an der Karosserie des Kraftfahrzeugs
angelenkt ist, weiter vorzugsweise, daß die Schubstange (12) an ihrem anderen Ende
(14) mit dem Abtriebselement (7) gekoppelt ist.
3. Antriebsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerkulisse (9) dem Antriebselement (6) und der Mitnehmer (10) dem Abtriebselement
(7) zugeordnet ist.
4. Antriebsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Abtriebselement (7) mit dem Mitnehmer (10) längsgeführt ist, vorzugsweise, daß
die Längsachse (15) der Längsführung (16) senkrecht zu der Antriebsachse (8) verläuft,
weiter vorzugsweise, daß die Längsachse (15) der Längsführung (16) die Antriebsachse
(8) schneidet.
5. Antriebsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Abtriebselement (7) als um eine Abtriebsachse (17) schwenkbarer Schwenkhebel
ausgestaltet ist und daß der Mitnehmer (10) beabstandet von der Abtriebsachse (17)
auf dem Abtriebselement (7) angeordnet ist.
6. Antriebsanordnung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Antriebselement (6) scheibenförmig ausgestaltet ist und an einer Stirnseite,
vorzugsweise an beiden Stirnseiten, die Steuerkulisse (9) aufweist.
7. Antriebsanordnung nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerkulisse (9) um die Antriebsachse (8) im wesentlichen spiralfönnig ausgestaltet
ist, oder, daß die Steuerkulisse (9) hinsichtlich der Antriebsachse (8) punktsymmetrisch
ausgestaltet ist.
8. Antriebsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerkulisse (9) dem Abtriebselement (7) und der Mitnehmer (10) dem Antriebselement
(6) zugeordnet ist, vorzugsweise, daß der Mitnehmer (10) exzentrisch am Antriebselement
(6) angeordnet ist.
9. Antriebsanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Abtriebselement (7) als um eine Abtriebsachse (17) schwenkbarer Schwenkhebel
ausgestaltet ist und daß die Steuerkulisse (9) in oder an dem Schwenkhebel (7) angeordnet
ist, vorzugsweise, daß die Steuerkulisse (9) eine Ausnehmung in dem als Schwenkhebel
ausgestalteten Abtriebselement (7) ist.
10. Antriebsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerkulisse (9) als Steg, als Nut, als Ausnehmung oder als Schlitz auf bzw.
in einem Kulissenkörper ausgestaltet ist, und, vorzugsweise, daß der Mitnehmer (10)
als Mitnehmerbolzen oder als Schlitten ausgestaltet ist.
11. Antriebsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerkulisse (9) derart ausgestaltet ist, daß eine manuelle Verstellung des
Verschlußelements (1) von der Öffnungsstellung in die Schließstellung und andersherum
ohne eine Verstellung des Antriebselements (6) möglich ist, vorzugsweise, daß die
manuelle Verstellung des Verschlußelements (1) ohne eine Verstellung des Antriebselements
(6) auch aus einer Zwischenstellung heraus möglich ist.
12. Antriebsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerkulisse (9) derart symmetrisch ausgestaltet ist, daß einer Stellung des
Mitnehmers (10) mindestens zwei hinsichtlich der Wirkung der Steuerkulisse (9) auf
den Mitnehmer (10) gleichwertige Stellungen der Steuerkulisse (9) zugeordnet sind.
13. Antriebsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerkulisse (9) derart ausgestaltet ist, daß eine Verstellung des Verschlußelements
(1) aus der Öffnungsstellung und/oder aus der Schließstellung heraus mit minimalem
- vorzugsweise keinem - anfänglichen Freilauf zwischen der Steuerkulisse (9) und dem
Mitnehmer (10) erfolgt.
14. Antriebsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerkulisse (9) derart ausgestaltet ist, daß zumindest abschnittsweise je nach
Drehwinkel des Antriebselements (6) eine unterschiedliche Kulissenübersetzung wirksam
ist.
15. Antriebsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Antriebselement (6) beim Erreichen der Öffnungsstellung und/oder der Schließstellung
in blockierenden Eingriff mit dem Abtriebselement (7) oder einem mit dem Abtriebselement
(7) gekoppelten Element kommt, wodurch die weitere Verstellung des Antriebselements
(6) blockiert wird.
16. Antriebsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Mitnehmer (10) derart verstellbar ausgestaltet ist, daß er im Notfallbetrieb
durch eine manuelle Ausrückbewegung außer Eingriff von der Steuerkulisse (9) bringbar
ist.
17. Antriebsanordnung zur motorischen Verstellung eines Verschlußelements (1) eines Kraftfahrzeugs,
wobei das Verschlußelement (1) zwischen einer Öffnungsstellung und einer Schließstellung
verstellbar ist, wobei mindestens ein mit dem Verschlußelement (1) antriebstechnisch
gekoppelter Antrieb (2) vorgesehen ist, wobei der Antrieb (2) einen Antriebsmotor
(3) und einen dem Antriebsmotor (3) nachgeschalteten Antriebsstrang (4) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
daß in den Antriebsstrang (4) des Antriebs (2) ein Kulissengetriebe (5) geschaltet ist,
daß das Kulissengetriebe (5) ein Antriebselement (6) und ein Abtriebselement (7) aufweist,
daß das Antriebselement (6) mittels des Antriebsmotors (3) um eine Antriebsachse (8)
drehbar ist, daß das Antriebselement (6) mit dem Abtriebselement (7) über eine Steuerkulisse
(9) und einen zu der Steuerkulisse (9) korrespondierenden Mitnehmer (10) in antriebstechnischem
Eingriff steht und daß das Abtriebselement (7) als um eine Abtriebsachse (17) schwenkbarer
Schwenkhebel ausgestaltet ist.
18. Antriebsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Antriebselement (6) oder das Abtriebselement (7) walzenförmig ausgestaltet ist
und an seinem Außenumfang und/oder, bei Ausgestaltung als Hohlwalze, an seinem Innenumfang
die Steuerkulisse (9) aufweist.
19. Antriebsanordnung nach Anspruch 17 und ggf, nach Anspruch 18, gekennzeichnet durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils eines oder mehrerer der Ansprüche 1 bis 16.