[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen schnellen Dampferzeuger gemäss dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1.
[0002] Bevor auf die Beschreibung von Zweck und vorgesehene Lösungen der vorliegenden Erfindung
eingegangen wird, seien einige grundsätzliche Konzepte erläutert, auf denen die vorliegende
Erfindung basiert.
[0003] Unter dem Begriff eines Mediums zum Verdampfen ist dabei jedwelche Art von Flüssigkeit
zu verstehen, die in ein Gas oder einen Dampf umgewandelt werden soll. Selbstverständlich
ist Wasser, wegen seiner bekannten Eigenschaften der Wirtschaftlichkeit, Wiedergewinnbarkeit,
Reinheit, usw., ein bevorzugtes Medium für eine Verdampfung. Doch je nach dem Gebrauch,
der vom erfindungsgemässen Dampfgenerator gemacht werden soll (insbesondere wo von
praktischen Anwendungsmöglichkeiten die Rede sein wird), können auch andere Medien
irgendwelcher Art, d.h. jede Art chemischer Zusammensetzung in flüssiger Form in Betracht
gezogen werden.
[0004] Unter heissem Fluidum ist in der nachfolgenden Beschreibung irgendein Gas oder Dampf
zu verstehen, unabhängig von seiner Herkunft. Dabei kann es sich um warme Luft handeln,
die in einem Wärmetauscher erhitzt wurde, oder um irgendein Gas mit genügend hoher
Temperatur, welche das Funktionieren des Apparates sicherstellt, und das von Verunreinigungen
genügend frei ist, um sicherzustellen, das der Apparat nicht verschmutzt. Die Abgase
von Verbrennungsmotoren, allenfalls gereinigt, stellen ein bevorzugtes Beispiel eines
solchen heissen Fluidums dar.
[0005] Unter einem porösem Körper ist sodann irgendeine Art eines porösen Körpers zu verstehen,
der die hohe Temperaturen des heissen Fluidums auszuhalten vermag (beispielsweise
höher als 1200 °C), und der eine Porosität aufweist, die in idealer Weise sicherstellt,
dass das zu verdampfende Medium und das heisse Fluidum in direkten Kontakt miteinander
treten können. Solche poröse Körper sind gemäss dem Stand der Technik bekannt und
können aus aufgeschmolzenen oder gesinterten Metallen, oder aus Komposit-Materialien
und insbesondere aus porösem Keramikmaterial bestehen. Auch ein aus feinen Lamellen
bestehender Körper kann im Sinn der vorliegenden Erfindung als poröser Körper betrachtet
werden.
[0006] Wenn die Rede von einem "schnellen" Dampferzeuger die Rede ist, gilt es zu unterstreichen,
dass der erfindungsgemässe Dampferzeuger wenig Zeit benötigen soll (in der Regel bloss
wenige Sekunden), um die Dampfproduktion zu beginnen, wenn er in Betrieb gesetzt wird,
und dies im Unterschied zu den bekannten Lösungen für Dampferzeuger, die eine lange
Aufwärmzeit verlangen. Unter "schnell" ist also "annähernd augenblicklich" zu verstehen.
[0007] Gemäss dem Stand der Technik und aus der Praxis ist die Verwendung metallischer oder
keramischer poröser Körper für verschiedenste Anwendungen bekannt. Unter diesen sind
auch Anwendungen wie Wärmetauscher bekannt, Brenner für Brennstoffe, und auch die
Anwendung für Dampferzeuger. Hier ist natürlich lediglich die letzter Anwendung von
Interesse, wegen des gleichen Anwendungszwecks; die andern Anwendungsformen verdienen
jedoch insofern Erwähnung, als sie die vielseitige Verwendbarkeit poröser Körper und
insbesondere jener aus keramischen Werkstoffen unterstreichen.
[0008] Als Beispiele von Wärmetauschern, in den poröses Material (wobei es sich 1967 nur
um ein poröses Metall handeln konnte, da damals poröse Keramikwerkstoffe noch gar
nicht entwickelt waren) Verwendung findet, sei beispielsweise die
US-3'433'299 zitiert, in welcher ein Wärmetauscher beschrieben ist, der die Übertragung von Wärme
zwischen zwei Fluida im Gegenstrom ermöglicht, die jedoch strikt von einander getrennt
gehalten werden. Die Verwendung poröser (metallischer) Körper bezweckt sicher eine
Verbesserung des thermischen Wirkungsgrades des Wärmetauschers und somit letztendlich
eine Verkleinerung der Abmessungen des Wärmetauscheres. Auch die
WO-86/02016 beschreibt einen Wärmetauscher, in welchem ein poröser Körper aus metallischen Partikeln
verwendet wird, in welchem für Gase undurchlässige Kanäle vorhanden sind. Auch in
diesem Wärmetauscher, der übrigens als katalytischer Reaktor bezeichnet ist, wird
dafür gesorgt, dass die beiden Fluida, zwischen denen der Wärmetausch stattfinden
soll, getrennt gehalten werden. Zudem findet sich keine Andeutung, dass allenfalls
ein keramischer Werkstoff als poröser Werkstoff verwendet werden könnte.
[0009] Eine sehr ähnliche Situation ist sodann in der US-6'119'457 beschrieben, in welcher
anstatt eines Wärmetauschers, dessen Haupteigenschaft die Verwendung eines perfektionierten
keramischen Motors mit porösem Material, der mit zwei Wärmetauschern und einer Dampfturbine
zusammenarbeitet. Auch hier werden die Fluida, zwischen welchen der Wärmetausch stattfinden
soll, jedoch strikte voneinander getrennt gehalten.
[0010] Auch sind schnelle Dampferzeuger bekannt, in denen ein erhitzter poröser Körper erwendet
wird, durch welchen das zu verdampfende Fluidum strömt. Die
DE-3630546 beispielsweise zeigt einen ähnlichen Wärmeerzeuger, der für die diskontinuierliche
Dampfentnahme vorgesehen ist - wofür das Dampfbügeleisen ein klassisches Beispiel
ist - in welchem ein Block aus Sintermetall beispielsweise elektrisch bis auf eine
vorausbestimmte Temperatur erhitzt wird. Eine andere Art der Beheizung des Blockes
aus Sintermetall wird nicht gezeigt. Somit soll hier die grosse Wärmekapazität des
Blockes aus Sintermetall ausgenützt werden, um die erforderliche Wärmemenge bereitzustellen,
welche die Erzeugung der kurzen "Dampfstösse" ermöglicht, welche den Zweck der Erfindung
darstellen. Eine analoge Situation findet sich in der
DE-2448732, in welcher als Wärmequelle zum Beheizen des porösen Körpers - in diesem Fall aus
Keramikmaterial - jedoch vorgesehen ist, dass Mikrowellen verwendet werden, die mittels
geeigneten Elektroden erzeugt werden. Die zu verdampfende Flüssigkeit wird auf die
Oberfläche des porösen Körpers aus Keramikmaterial gesprüht.
[0011] Auch in der
EP-1134493, in welcher ein Dampferzeuger zur Verwendung im Produktionsprozess integrierter Halbleiter-Schalkreise
beschrieben ist, wird die Verwendung von Mikrowellen zum Erhitzen des Wassers vorgesehen,
das durch einen strukturierten (im wesentlichen porösen) Körper strömt.
[0012] Alle oben beschriebenen Systeme zum schnellen Verdampfen eines zu verdampfenden Fluidums
sehen also vor, dass der poröse Körper mittels konvektiver Energiezufuhr erhitzt wird,
oder im Fall des Verdampfens von Wasser, mittels des bekannten, von Mikrowellen erzeugten
Heizeffektes erhitzt wird. Dabei handelt es sich um relativ komplizierte und kostspielige
Lösungen, da äussere Energiequellen (elektrische Widerstände, Mikrowellengenerator)
gebraucht werden, und da deren Schnelligkeit der Reaktion zumindest fraglich ist.
[0013] Zweck der vorliegende Erfindung ist, die Nachteile der bekannten Lösungen auszuschalten
und einen schnellen Dampferzeuger zu schaffen, der auf einem neuen Funktionskonzept
basiert, nämlich darauf, dass das zu verdampfende Medium direkt auf das heisse Fluidum,
das den porösen Körper erhitzt, trifft und sich damit vermischt, wie dies im kennzeichnenden
Teil des Anspruchs 1 vorgesehen ist.
[0014] Dank dieser erfindungsgemässen Eigenschaft wird erreicht, dass der Dampferzeuger
schnellstmöglich reagiert, nämlich angenähert augenblicklich, weil die Verdampfung
des zu verdampfenden Mediums infolge des direkten Kontakts mit dem heissen Fluidum
erfolgt, ohne dass zuerst ein dazwischen liegender Körper aufgeheizt werden muss.
In diesem Sinne kann auch festgestellt werden, dass die hauptsächliche Funktion des
porösen Körpers im Rahmen der vorliegenden Erfindung nicht das Aufheizen des zu verdampfenden
Mediums ist, sondem das Verteilen dieses Mediums auf eine grosse Oberfläche, um damit
dem heissen Fluidum eine grosse Oberfläche anzubieten, auf der es mit dem zu verdampfenden
Medium direkt in Kontakt treten und ihm die erforderliche Wärmemenge abgeben kann.
[0015] Zur Realisierung diese Konzeptes sieht die vorliegende Erfindung vor, dass der poröse
Körper mittels eines heissen Fluidums aufgeheizt wird, das ihn in einer Richtung durchströmt,
die im wesentlichen im rechten Winkel zur Richtung verläuft, in der das zu verdampfende
Medium den porösen Körper durchströmt. Ebenfalls ist vorgesehen, dass mindestens ein
Teil des zu verdampfenden Mediums durch Aufsprühen auf die Eintritts-Oberfläche des
porösen Körpers vernebelt wird.
[0016] In den Ansprüchen 2 bis 8 sind sodann bevorzugte Ausführungsformen des erfindungsgemässen
Konzeptes beschrieben, die im folgenden Teil der Beschreibung anhand einer besonderen
bevorzugten Ausführungsform der vorliegende Erfindung näher beschrieben werden.
[0017] Die vorliegende Erfindung wird im Folgenden unter Bezugnahme auf ein in der Fig.
1 illustriertes Ausführungsbeispiel näher beschrieben, in welcher ein Dampferzeuger
im Aufriss und im Schnitt dargestellt ist.
[0018] Der mit 1 bezeichnete poröse Körper ist in der Fig. 1 gezeigten besonderen Ausführungsform
als ringförmiger Zylinderkörper mit kreisringförmiger Oberseite ausgebildet. Dabei
sei schon hier festgestellt, dass der poröse Körper 1 im Rahmen der vorliegenden Erfindung
auch andere Formen aufweisen kann (quadratisch, oval, konisch). Klar ist, dass die
Form, die für den porösen Körper 1 gewählt wird, der das Herzstück des Dampferzeugers
bildet, die ganze Auslegung der Konstruktion des Dampferzeugers beeinflussen kann.
Die für das in der Fig. 1 gezeigte Beispiel gewählte Form des ringförmigen Zylinders
weist offensichtliche konstruktive Vorteile auf und kann daher als eine bevorzugte
Ausführungsform betrachtet werden. Der poröse Körper 1 besteht gemäss einer bevorzugten
Ausführungsform aus porösem Keramikmaterial der Art, wie es für Brenner für beispielsweise
Methangas, Erdgas, Heizöl, usw., gebraucht wird.
[0019] Der poröse Körper 1 ist in einem zylindrischen Mantel 2 untergebracht, der unten
konisch eingezogen ist und eine Eintrittsöffnung für ein heisses Fluidum bildet, das
wie mit dem Pfeil f angedeutet von unten herkommt. Der Mantel 2 seinerseits ist in
einer äusseren Hülle 3 untergebracht, die oben mit einem Deckel 4 abgeschlossen ist,
welcher eine Austrittsöffnung 5 für den erzeugten Dampf und für das heisse Fluidum
aufweist, wie dies weiter unten erklärt wird.
[0020] Zwischen dem Mantel 2 und der Hülle 3 liegt ein kreiswringförmiger Zwischenraum 6,
dessen Funktion das Vorheizen des zu verdampfenden Mediums ist. Dieses erfüllt den
ganzen Zwischenraum 6 in den es via die Zuleitung 7 gelangt, welche das zu verdampfende
Medium mittels einer geeigneten Pumpe 8 einspeist und die mit einem Regulierventil
9 versehen ist, mit welchem die die Menge des zu verdampfenden Mediums - manuell oder
automatisch - reguliert und der gewünschten Dampfmenge und/oder der kalorischen Kapazität
der Vorrichtung angepasst werden kann.
[0021] Zur Verbesserung der Wärmeübertragung zwischen dem Mantel 2 und dem zu verdampfenden
Medium, das den ganzen Zwischenraum 6 erfüllt, ist diese mit Lamellen 10 versehen,
die auch in Form eines einzigen metallischen Geflechts aufweisen können, das wendelförmig
um den Mantel 2 gewickelt ist. Der kreisringförmige Zwischenraum 6 ist unten geschlossen
und ist im obern Teil mit einem Austrittsrohr 11 versehen , das sich beim Punkt 12
in einen nach unten führenden Ast 13 und einen nach oben führenden Ast 14 verzweigt,
welch letzterer sich nach einer Kehrtwendung um 180° ins Zentrum, also in koaxialer
Verbindung mit dem porösen Körper 1 erstreckt. In seinem absteigenden Ast 15, innerhalb
des porösen Körpers 1, weist die Leitung 14 eine Reihe von Sprühdüsen 16 auf, die
regelmässig über die ganze Länge verteilt sind (wobei in der Abbildung insgesamt 14
dargestellt sind, während in Wirklichkeit eine kleinere oder auch eine viel grössere
Zahl von Düsen auch über den Umfang der Leitung 15 verteilt sein können). Zwischen
einem Ventil 16 (bzw. einem Kranz von auf gleicher Höhe über den Umfang der Leitung
verteilten Ventilen 16) und dem (oben oder unten) benachbarten Ventil kann ein Trennring
17 angebracht sein, der eine Art Labyrinthdichtung bildet, um die Verteilung des von
den Sprühdüsen 16 versprühten zu verdampfenden Mediums im Innenraum des porösen Körpers
1 zu verbessern und um zu verhindern, dass das heisse Fluidum durch den Innenraum
des porösen Körpers 1 durchtreten kann.
[0022] Die absteigende Leitung 13 ihrerseits führt via ein Regulierventil 18 zu einem Kranz
von Düsen 19, die längs des Randes des unteren konischen Teils der zylindrischen Hülle
2 verteilt sind, mittels welchen ein Teil des zu verdampfenden Mediums auf die offene
Eingangszone 20 der Hüllenkammer 2 gesprüht werden kann. Die absteigende Leitung 15
ist an ihrem unteren Ende geschlossen und weist einen Führungskörper 21 für das heisse
Fluidum auf. Mittels der Pumpe 8 wird das zu verdampfende Medium (beispielsweise Wasser)
eingepresst (in flüssiger Form), so dass es unter Druck den ganzen kreisringförmigen
Zwischenraum 6 und die Leitungen 7, 11, 13, 14 und 15 erfüllt, in solcher Weise, dass
das zu verdampfende Medium vernebelt aus den Düsen 16 der Leitung 15 sowie aus den
Düsen 19 der Eintrittszone 20 austritt.
[0023] Mittels des Regulierventils 9 wird die Menge des zu verdampfenden Mediums entsprechend
den Erfordernissen reguliert, während mittels des Ventils 18 die Zusammensetzung und
die Temperatur des heissen Fluidums zur Beheizung des porösen Körpers 1 in geeigneter
Weise reguliert wird.
[0024] An die Ausgangsöffnung 5 des Deckels 4 ist die Ausgangsleitung 22 für den erzeugten
Dampf angeschlossen, wobei die Dampf-Ausgabemenge und somit der Druck im Zwischenraum
24 zwischen dem obern Teil des porösen Körpers 1 und dem Deckel 4 mittels eines Ventils
23 reguliert wird. Der Deckel 4 ist auch mit einem Sicherheitsventil 25 versehen,
das sich öffnet, falls der Druck im Zwischenraum 24 ein zulässiges Mass übersteigen
sollte.
[0025] Der erfindungsgemässe Dampferzeuger funktioniert wie folgt: Wie bereits erwähnt,
wird das zu verdampfende Medium durch Versprühen durch die Düsen 16 auf die Eingangsoberfläche
- in dem in der Fig. 1 dargestellten Fall die zylindrische Oberfläche des Innenraums
des ringförmigen Körpers, der den porösen Körper 1 bildet, die aber in Realisierungsformen
verschiedener Ausbildung auch von anders ausgebildeten Eintrittsoberflächen gebildet
werden könnten - des porösen Körpers 1 vernebelt.
[0026] Das Erhitzen des porösen Körpers 1erfolgt, weil ein heisses Fluidum (beispielsweise
ein Gas bei hoher Temperatur, und insbesondere gemäss einer bevorzugten Anwendungsform
des erfindungsgemässen Dampferzeugers, die Abgase eines Verbrennungssystems, wie beispielsweise
eines Explosionsmotors oder einer Heizanlage) von unten her unter Druck durch die
Eingangsöffnung 20 in den porösen Körper gepresst wird, wie dies mit dem Pfeil f angedeutet
ist, und diesen in vertikaler Richtung durchströmt (parallel zur Achse h-h des porösen
Körpers 1, der im besonderen Fall der Fig. 1 die Form eines ringförmigen Zylinderkörpers
aufweist), und das aus der Oberfläche des porösen Körpers 1 in den Zwischenraum 24
austritt. Während des Durchquerens des porösen Körpers 1, der sich dabei im Kontakt
mit dem heissen Fluidum erhitzt, tritt dieses auch mit dem zu verdampfenden Medium
direkt in Kontakt, das dadurch augenblicklich verdampft, wobei auch in Rechnung zu
stellen ist, dass die Temperatur des heissen Fluidums vorzugsweise höher als 1200°C
ist, gemessen in seiner Eintrittszone in den porösen Körper 1.
[0027] Es liegt auf der Hand, dass das Material, aus dem der poröse Körper 1 besteht, im
Stande sein muss, solche Temperaturen über längere Zeit auszuhalten und auch unvermeidliche
thermisches Überschiessen (Exkursionen) während Abstellphasen des Dampferzeugers zu
ertragen. Ein für diesen Zweck absolut geeignetes Material ist heute im Handel erhältlich,
aus dem auch die porösen Keramikkörper bestehen, die für die Brenner in modernen Heizanlagen
zur Verbrennung von Heizöl, Methan, Erdgas, usw., angewendet werden.
[0028] Auch können mit einigem Erfolg für den Zweck der vorliegenden Erfindung auch andere
Arten von porösen Körpern 1 verwendet werden, wie beispielsweise Sintermetalle aus
Edelmetallen, Komposit-Materialien, usw.
[0029] Eine grundlegende Eigenschaft ist jedoch, dank ihrer Neuartigkeit, dass das zu verdampfende
Medium und das heisse Fluidum direkt miteinander in Kontakt treten, und nicht indirekt
durch eine Trennwand aufeinander wirken. Dies bedeutet, dass mit dem erfindungsgemässen
Apparat die Verdampfung angenähert augenblicklich erfolgt. Dabei ist natürlich in
Erinnerung zu behalten, dass im Dampf, der aus dem porösen Körper 1 austritt und via
die Austrittsleitung 22 abgeführt wird, auch das heisse Fluidum enthalten ist: Dabei
handelt es sich um ein Gemisch von Dampf und Gas, dessen Zusammensetzung zu berücksichtigen
ist, wenn die vorgesehene Anwendung des erzeugten Dampfs (bzw. des Gemisches) festgelegt
wird.
[0030] Im Fall der Abgase einer Verbrennungsanlage hat sich gezeigt, dass die Abgasmenge
im Verhältnis zur erzeugten Dampfmenge sehr gering ist und keine besonderen Störungen
verursacht. Der Vorteil liegt jedoch darin, dass praktisch die gesamte Energiemenge
der Abgase dem Verbraucher zu Gute kommt, ohne dass im porösen Körper 1 besondere
Verschmutzungsprobleme auftreten. Es ist auch festzustellen, dass das zu verdampfende
Medium vor der Vernebelung in den Düsen 16 und 19 im ringförmigen Zwischenraum 6 vorgewärmt
wird. Zum Vermeiden unnötiger Wärmeverluste kann die ganze äussere Hülle 3 in geeigneter
Weise isoliert werden.
[0031] Die Anordnung der Grundelemente des erfindungsgemässen schnellen Dampferzeugers kann
innerhalb des Rahmens der vorliegenden Erfindung beträchtlich variieren. So können
die Formgebung, die Abmessungen und die Porosität des porösen Körpers 1 variieren,
auch seine räumliche Anordnung (horizontale Ausrichtung der Achse, Drehung um 180°,
Lage der Düsen 16 gegenüber dem porösen Körper 1, usw.). Was hingegen zählt, ist die
grundsätzliche Idee, dass das zu verdampfende Medium und das heisse Fluidum im Innern
eines porösen Körper 1 direkt aufeinandertreffen, dessen Funktion letztlich nur das
Verteilen der beiden Medien auf eine viel grössere Begegnungsfläche ist.
[0032] Die Anwendungsbereiche dieser neuen Art von schnellem Dampferzeuger sind verschieden,
und reichen von Prozessen der Energieerzeugung, der Destillation, zu Trocknungsanlagen
(mit überhitztem Dampf oder mit Sattdampf), zur Sterilisation in der Lebensmittelverarbeitung,
Wärme-Kraft-Koppelungsanlagen bis hin zur Sterilisation medizinischer Instrumente,
usw.
Liste der in den Figuren verwendeten Bezugsziffern
[0033]
- 1
- poröser Körper
- 2
- zylindrischer Mantel
- 3
- äussere Hülle
- 4
- Deckel
- 5
- Ausgangsöffnung
- 6
- ringförmiger Zwischenraum
- 7
- Zuleitung
- 8
- Pumpe
- 9
- Regulierventil
- 10
- Lamellen
- 11
- Ausgabeleitung
- 12
- Verzweigungspunkt
- 13
- absteigende Leitung
- 14
- aufsteigende Leitung
- 15
- Teilstück der absteigenden Leitung 14
- 16
- Düse
- 17
- Trennring
- 18
- Regulierventil
- 19
- Düsenkranz (Venturi-Düsen)
- 20
- Kranz von Venturi-Düsen
- 21
- leitender Konus
- 22
- Ausgabeleitung
- 23
- Regulierventil
- 24
- Zwischenraum
- 25
- Sicherheitsventil
1. Schneller Dampferzeuger mit einem porösen Körper (1), der erhitzt werden kann, und
durch welchen das zu verdampfende Medium durchströmt,
dadurch gekennzeichnet, dass
der poröse Körper (1) mittels eines heissen Fluidums aufgeheizt wird, das ihn in einer
Durchströmrichtung durchströmt, die im wesentlichen im rechten Winkel zur Richtung
der Durchdringung des zu verdampfenden Mediums durch den porösen Körpers (1) verläuft,
und dass mindestens ein Teil des zu verdampfenden Mediums durch Aufsprühen auf die
Eingangsoberfläche des porösen Körpers (1) vernebelt wird.
2. Schneller Dampferzeuger gemäss dem Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das heisse Fluidum, das den porösen Körper (1) aufheizt, ein Gas ist, das am Eintrittspunkt
in den porösen Körper (1) eine Temperatur von mehr als 1200°C aufweist.
3. Schneller Dampferzeuger gemäss dem Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Gas aus den Abgasen eines Verbrennungsmotors oder einer Heizanlage besteht.
4. Schneller Dampferzeuger gemäss dem Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
der poröse Körper (1) ein Körper aus porösem Keramikmaterial ist.
5. Schneller Dampferzeuger gemäss dem Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
der poröse Körper (1) ein ringförmiger (torusförmiger) zylindrischer Körper ist, der
einen kranzförmigen Querschnitt aufweist, und dass das zu verdampfende Medium auf
die Oberfläche des ringförmigen zylindrischen Körpers aufgesprüht wird und den zylindrischen
Körper von innen nach aussen durchströmt, während ihn das heisse Fluidum in der Richtung
der Achse (h-h) des ringförmigen zylindrischen Körpers durchströmt.
6. Schneller Dampferzeuger gemäss dem Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das zu verdampfende Medium in einem Wärmetauscher mittels des heissen Fluidums, das
den porösen Körper (1) erhitzt, vorgewärmt wird, bevor es vernebelt wird.
7. Schneller Dampferzeuger gemäss dem Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Teil des zu verdampfende Mediums mittels Vernebelung durch eine oder mehrere Venturi-Düsen
(19) durch direkten Kontakt mit dem heissen Fluidum verdampft wird, bevor dieses in
den porösen Körper (1) eindringt, in solcher Weise, dass die Temperatur der heissen
Fluida innerhalb der Wärmegrenzen gehallten wird, welche die Struktur des porösen
Körpers (1) nicht gefährden, und zum Regulieren der Überhitzung des erzeugten Dampfes.
8. Schneller Dampferzeuger gemäss dem Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das zu verdampfende Medium Wasser ist.
9. Schneller Dampferzeuger gemäss dem Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das zu verdampfende Medium eine nicht-explosive Flüssigkeit ist.