[0001] Die Erfindung betrifft eine Brennkammerwand in einer Brennkammer umfassend einer
Tragstruktur mit einer Anzahl von Hitzeschilden, welche mit einem Befestigungsmittel
an der Tragstruktur befestigt sind, wobei das Befestigungsmittel eine Federvorrichtung
umfasst.
[0002] Die Brennkammer einer Gasturbine ist besonderen Belastungen zum Beispiel Heißgasen
oder Vibrationen ausgesetzt. Hierfür werden an die Tragstruktur so genannte Hitzeschilde
montiert, die die Tragstruktur vor den Heißgasen und anderen Belastungen schützt.
[0003] Hitzeschilde in einer Brennkammer insbesondere metallische Hitzeschilde werden mit
einer Schraube an der Tragstruktur angebracht. Zur Anbringung werden dafür so genannte
Tellerfederpackete verwendet. Metallische Hitzeschildplatten werden mit den Tellerfederpacketen
zentral befestigt. Das Tellerfederpaket besteht aus einer Hülse sowie in der Hülse
angeordneten Tellerfedern. Diese weisen innenseitig ein durchgängiges Axial-Loch auf.
Die Tellerfederpackete weisen an dem Axial-Loch teilweise ein Gewinde auf. Die Schraube
wird in dieses Axial-Loch eingeschraubt. An der Außenseite der Tellerfederpackete
also an der Hülse ist ein Außengewinde angebracht. Mit diesem wird das Tellerfederpacket
in die Tragstruktur eingeschraubt. Dafür ist in der Tragstruktur eine Aussparung mit
einem passenden Innengewinde vorgesehen. Der Schraubenkopf ist nun im oder am Hitzeschild
angeordnet. Durch Einschraubung der Schraube in die Aussparung wird der Hitzeschild
an der Tragstruktur befestigt. Dabei kann die Schraube dergestalt sein, dass sie durch
das in der Tragstruktur eingeschraubte Tellerfederpacket hinausragt und so noch weiter
in die Aussparung der Tragstruktur hineinreicht.
[0004] In Richtung Brennkammer weist die Hülse einen fest aufgebrachten Deckel auf, welcher
ebenfalls ein Axial-Loch zur Aufnahme der Schraube aufweisen kann. Der Deckel ist
sozusagen ein Teil der Hülse. Damit fallen die Tellerfedern nicht in die Brennkammer.
Die Tellerfedern des Tellerfederpacketes sind auf der Seite in Richtung Tragstruktur
mit einem Sicherungsring gegen Herausfallen gesichert. Zwischen Sicherheitsring und
Feder ist des Weiteren noch eine Druckplatte angeordnet. Der Sicherheitsring hat sich
jedoch in der Vergangenheit des Öfteren gelöst und oder ist gebrochen. Muss nun ein
Hitzeschild zum Beispiel aufgrund von Rissen oder Brüchen demontiert/montiert werden,
so können bei gebrochenen Sicherheitsring die Federn sowie die Druckplatte selber
in die Brennkammer fallen. Diese müssen anschließend wieder aufwändig gesucht und
entfernt werden. Auch ist die Montage neuer Tellerfederpacket schwierig, da die Rückseite
der Tragstruktur an einigen Stellen z.B. an der Nabe nicht von außen zugänglich ist.
[0005] Die Aufgabe der Erfindung ist die Angabe einer Brennkammerwand mit einer Tragstruktur
und mit Hitzeschilden, die an der Tragstruktur befestigt sind, wobei die Befestigung
dieser Hitzeschilder an der Tragstruktur besonderes servicefreundlich und leicht zu
montieren/demontieren ist.
[0006] Die Aufgabe wird gelöst durch eine erfindungsgemäße Brennkammerwand mit einer Brennkammer
umfassend einer Tragstruktur mit einer Anzahl von Hitzeschilden, welche mit einem
Befestigungsmittel an der Tragstruktur befestigt sind, und wobei das Befestigungsmittel
eine Federvorrichtung umfasst, und wobei die Federvorrichtung fest mit der Tragstruktur
verbunden ist, wobei die Federvorrichtung zumindest aus einer in einer Hülle angebrachten
Feder besteht, wobei die Feder gegen herausfallen an der der Brennkammer abgewandeten
Seite durch eine erste Verliersicherung gesichert ist, und wobei die Federvorrichtung
innenseitig ein Axial-Loch für die Aufnahme des Befestigungsmittels aufweist, und
wobei die Feder durch eine zweite Verliersicherung an der der Brennkammer zugewandeten
Seite gegen herausfallen gesichert ist, und wobei die Federvorrichtung an der der
Brennkammer zugewandeten Seite ausbaubar ist.
[0007] In der Erfindung wurde erkannt, dass die Probleme im Stand der Technik darauf zurückzuführen
sind, dass das Federpacket im Stand der Technik nicht zum Inneren der Brennkammer
hin ausbaubar ist. Bei einem Bruch des Sicherheitsrings des Federpacketes im Stand
der Technik (z.B. bei Demontage/ Montage eines Hitzeschilds) können daher die Tellerfedern
in die Brennkammer hineinfallen, da das Tellerfederpacket nicht ohne weiteres ausgetauscht
werden kann. Somit ist bei einer Montage/Demontage eines Hitzeschilds und einem damit
verbundenen Bruch des Sicherheitsrings des Federpacketes immer eine aufwändige Suche
der einzelnen Teile des Paketes erforderlich.
[0008] Die erfindungsgemäße Federvorrichtung besteht daher nun aus einer Feder z.B. Tellerfeder
welche in einer Hülle angebracht ist. Die Federvorrichtung weist innenseitig ein Axial-Loch
auf. Dieses ist aufgrund gleichmäßiger Belastungsverteilung zumeist mittig angeordnet
und ist für die Aufnahme des Befestigungsmittels, beispielsweise einer Schraube, gedacht.
Mit dem Befestigungsmittel, beispielsweise der Schraube wird das Hitzeschild an der
Tragstruktur befestigt, beispielsweise in dem der Schaubenkopf in oder auf dem Hitzeschild
angebracht ist. Die Federvorrichtung ist fest mit der Tragstruktur verbunden. In der
erfindungsgemäßen Vorrichtung ist nun eine erste Verliersicherung angebracht, welche
die Feder in der Hülle gegen herausfallen in Richtung der Tragstruktur sichert. Dies
kann beispielsweise eine Art Deckel sein. Eine zweite Verliersicherung sichert die
Feder gegen Herausfallen in Richtung Brennkammer. Diese ist nun derart ausgestaltet,
dass sie in Richtung Brennkammer ausgebaut werden kann. Bei der Demontage bzw. Montage
der Hitzeschilde können damit schadhafte Federvorrichtungen gleich ohne wesentlich
weiteren Aufwand mit ausgetauscht werden. Damit reduziert sich zum einen die Gefahr,
dass bei Schäden an der Federvorrichtung die Feder oder Teile der Federvorrichtung
selber in die Brennkammer fallen und aufwendig entfernt werden müssen. Auch für die
Brennkammer selber reduziert sich die Gefahr vor unbefestigten Teilen in der Kammer.
[0009] In bevorzugter Ausgestaltung ist die zumindest eine Feder eine Tellerfeder. Dies
ist vorteilhaft, da Tellerfedern im Vergleich zu anderen Federn bei einem kleinen
Einbauraum sehr große Kräfte aufnehmen können. Weiterhin können diese durch den Zusammenbau
mehrerer Tellerfedern eine beliebig variierbare Säulenlänge erzielen. Bei richtiger
Dimensionierung erzielen Tellerfedern bei dynamischer Belastung zudem eine hohe Lebensdauer.
[0010] Vorteilhafterweise ist die erste Verliersicherung eine Druckplatte oder/und eine
an der Innenseite der Hülle angebrachte Kante. Hier können die Federn insbesondere
die Tellerfedern aufliegen. Somit können diese nicht in die Brennkammer hineinfallen.
Auch ist- im Gegensatz zu dem Sicherheitsring im Stand der Technik, die Gefahr bei
einem Bruch z.B. bei Demontage/Montage eines Hitzeschilds erheblich verringert.
[0011] Die Druckplatte ist daher vorteilhafterweise zwischen Kante und Feder in der Hülle
angebracht. Dies erhöht zudem die Auflagefläche der Federn. Dadurch können die Federn
die Belastung weitgehend konstant aufnehmen. Dadurch kann sich die Lebensdauer der
Federn erhöhen.
[0012] In bevorzugter Ausgestaltung weist die Druckplatte ein Innengewinde zur Befestigung
des Befestigungsmittels auf. Diese kann vorteilhafterweise als tragendes Innengewinde
ausgestaltet sein, in welchem das Befestigungsmittel angebracht wird.
[0013] Vorteilhafterweise weist die Hülle ein Außengewinde auf. Dadurch wird eine einfache
Befestigung der Hülle mit der Tragstruktur erzielt.
[0014] Bevorzugt weist die Hülle an der der Brennkammer zugewandeten Seite Aussparungen
auf. In diese Aussparungen wird vorteilhafterweise der Vorsprung der Druckplatte angeordnet.
Dies erzielt eine bessere Verbindung der beiden Elemente und sichert die Druckplatte
außerdem vor Dejustage.
[0015] Vorteilhafterweise ist die Hülle eine Hülse. Diese ist bevorzugt aus Metall oder
aus metallischem Grundmaterial oder anderem hitzebeständigem Material. Weiterhin ist
die Hülse bevorzugt dergestalt, dass sie geringe Dehnungen aufgrund von Hitzeeinwirkung
zulässt. Dies ist beispielsweise bei Metall/metallischem Grundmaterial der Fall.
[0016] Bevorzugt ist an der der Brennkammer zugewandeten Seite auf der Feder ein Sicherungsblech
angebracht. Dabei kann das Sicherheitsblech sowohl in der Hülle auf der Feder oder
aber auch außerhalb auf der Feder angeordnet sein. Auch kann bei entsprechender Dicke
das Sicherheitsblech derart ausgestaltet sein, dass ein Teil des Sicherheitsblechs
in und ein Teil des Sicherheitsblechs außerhalb der Hülle angeordnet ist.
[0017] Vorteilhafterweise ist das Sicherungsblech mit der Hülle fest verbunden, indem das
Sicherungsblech außenseitig zumindest einen Aufsatz aufweist. Dieser Aufsatz wird
beispielsweise in die Aussparungen der Hülle angeordnet. So kann einerseits erreicht
werden, dass das Sicherheitsblech mit der Hülle fest verbunden ist. Andererseits ist
damit das Sicherheitsblech dejustiersicher angeordnet. Zudem wird dadurch die Feder
vor Dejustage geschützt. Dies erhöht wiederum die Lebensdauer der Feder.
[0018] In vorteilhafter Ausgestaltung weist das Sicherungsblech innenseitig zumindest einen
Aufbau auf. Dieses dient zur weiteren Befestigung des Sicherungsblechs.
[0019] Bevorzugt ist auf dem Sicherungsblech am Außenrand an der der Brennkammer zugewandeten
Seite zumindest ein Zahn aufgebracht. Sind mehrere Zähne vorhanden, so werden diese
gleichmäßig über den gesamten Außenrand angebracht. In bevorzugter Ausgestaltung ist
auf dem Sicherungsblech am Außenrand an der der Brennkammer zugewandeten Seite zumindest
eine Sicke geprägt. Durch den zumindest einen Zahn bzw. die Zähne und die zumindest
eine geprägte Sicke wird ein Klappern der Federvorrichtung bzw. der Feder verhindert,
um Verschleiß durch Relativbewegungen zu verhindern. Dadurch wird die Lebensdauer
der Federvorrichtung erhöht.
[0020] Vorteilhafterweise ist an der der Brennkammer zugewandeten Seite auf dem Sicherungsblech
eine Scheibe angebracht.
[0021] Vorteilhafterweise weist die Scheibe zumindest eine innenseitige Aussparung auf.
In diese Aussparung wird beispielsweise der Aufbau des Sicherheitsblechs angeordnet.
Damit wird ein besserer Zusammenhalt dieser beiden Elemente erreicht. Zudem wird so
zusätzlich die Scheibe gegen Dejustage gesichert.
[0022] Bevorzugt weist die Scheibe ein Außengewinde auf. Dabei kann das Außengewinde als
tragendes Außengewinde ausgestaltet sein. Die einschraubbare Scheibe bietet zudem
den Vorteil die Nacharbeit am so genannten Plattenzapfen zur Anpassung der Platte
an der Tragstruktur einzusparen, indem die Federvorrichtung individuell in der Höhe
verstellt werden kann.
[0023] Bevorzugt ist das Befestigungsmittel eine Schraube. Diese bietet den Vorteil dass
der Schraubenkopf sehr einfach am oder im Hitzeschild angeordnet werden kann. Durch
die Verbindung der Schraube mit dem Hitzeschild sowie der Federvorrichtung welche
beispielsweise in der Tragstruktur angebracht ist, ist eine einfache Befestigung des
Hitzeschilds an der Tragstruktur möglich.
[0024] Bevorzugt ist die Federvorrichtung zur Befestigung eines Hitzeschilds in der Tragstruktur
angeordnet. Dafür ist in der Tragstruktur eine entsprechende Aussparung mit einem
korrespondierenden Innengewinde anzubringen. Diese Art der Befestigung bietet den
Vorteil, dass diese in Bezug auf die Fertigung einfach und kostengünstig zu realisieren
ist.
[0025] Bevorzugt weist die Druckplatte zumindest einen Vorsprung auf. Mit diesem ist eine
bessere Befestigung der Druckplatte in der Hülle möglich.
[0026] Weitere Merkmale, Eigenschaften und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung
eines Ausführungsbeispiels und aus den weiteren abhängigen Ansprüchen.
[0027] Im Folgenden wird die Erfindung beispielhaft anhand einer Zeichnung näher erläutert.
[0028] Darin zeigt in vereinfachter und nicht maßstäblicher Darstellung:
- FIG 1
- ein Tellerfederpacket nach dem Stand der Technik,
- FIG 2
- eine in der Tragstruktur eingebaute Federvorrichtung gemäß der Erfindung,
- FIG 3
- eine Federvorrichtung gemäß der Erfindung,
- FIG 4
- zwei Sicherheitsbleche gemäß der Erfindung.
[0029] Gleiche Teile sind in allen Figuren mit denselben Bezugszeichen versehen.
[0030] FIG 1 zeigt ein Tellerfederpacket 5 nach dem Stand der Technik. Dieses weist innenseitig
in der Mitte ein Axial-Loch 11 auf, welches eine Schraube 10 aufnehmen kann. Am Schraubenkopf
ist der anzubringenden Hitzeschild (nicht gezeigt) angeordnet. Das Tellerfederpacket
5 weist eine Hülse 2 mit einem Außengewinde 14 auf. Diese Hülse ist in die Tragstruktur
18 mit dem entsprechenden Innengewinde geschraubt. In der Hülse 2 sind eine Druckplatte
6 sowie ein oder mehrere Tellerfedern 4 angebracht. Die Druckplatte 6 weist ein Innengewinde
16 auf, in welches das Gewinde 12 der Schraube 10 eingeschraubt werden kann. Damit
diese nicht in die Tragstruktur 18 fallen, ist an der der Brennkammer 15 abgewandte
Seite ein lösbarer Sicherheitsring 8 angebracht. Damit die Tellerfedern 4 bei De/Montage
des Hitzeschilds nicht in die Brennkammer fallen, ist auf der Hülse 2 ein Verschlussdeckel
9 ebenfalls mit dem Axial-Loch 11 fest angebracht. Dabei ist der Verschlussdeckel
9 ein Bestandteil der Hülse 2 selber. Somit lässt sich das Tellerfederpacket 5 nicht
zur Brennkammer 15 hin öffnen. Bei einem Bruch des Sicherheitsrings 8 bei beispielsweise
der De/Montage eines auszutauschenden Hitzeschilds muss daher von der Tragstrukturseite
18 das Tellerfederpacket 5 demontiert werden, was jedoch viel Zeit erfordert. Anderenfalls
können Sicherheitsring 8, Tellerfeder 4 oder Teile der Hülse 2 in die Brennkammer
fallen. Da diese großen Schaden in der Brennkammer 15 anrichten müssen sie aufwändig
gesucht und entfernt werden.
[0031] FIG 3 und 4 zeigt eine Federvorrichtung gemäß der Erfindung. Die hier im Wesentlichen
runde Federvorrichtung, hier mit Tellerfeder 24 als Feder ausgeführt, ist zum Inneren
der Brennkammer 15 ausbaubar. Die Federvorrichtung weist innenseitig bevorzugt mittig
ein Axial-Loch 34 auf.
[0032] Die Federvorrichtung besteht aus einer als Hülle ausgebildete Hülse 20. Diese hat
ein Außengewinde 32 welches in das korrespondierende Innengewinde der Tragstruktur
18 eingeschraubt wird. Weiterhin hat die Hülse 20 an der der Brennkammer 15 zugewandeten
Seite Aussparungen 40 sowie an der der Brennkammer 15 abgewandeten Seite eine Kante
33. In diese Hülse wird nun eine runde Druckplatte 22 eingelegt, und zwar so, dass
sie auf der Kante 33 der Hülse 20 aufliegt. Die Druckplatte 22 weist nach außen zwei
mindestens jedoch einen Vorsprung 42 auf. Diese Vorsprünge 42 werden in die Aussparung
40 der Hülse 20 eingesteckt. Dies erzielt zum einen eine bessere Haltbarkeit der Druckplatte
22 zum anderen eine Sicherheit gegen verdrehen der Druckplatte 22. In die Druckplatte
ist ein Innengewinde 27 eingebaut, welches hier als tragendes Innengewinde 27 ausgestaltet
ist. Damit wird das Befestigungsmittel an der Tragstruktur 18 befestig. Am anderen
Ende des Befestigungsmittels ist der Hitzeschild montiert (nicht gezeigt). Auf die
Druckplatte 22 in der Hülse 20 ist nun die Feder, hier die Tellerfeder 24 oder Tellerfedern
24 angeordnet. Auf den Tellerfedern 24 wird nun ein Sicherheitsblech 26 angeordnet.
Dabei kann das Sicherheitsblech 26 noch in der Hülse 20 oder aber bereits außerhalb
der Hülse 20 angeordnet sein. Dieses weist am äußeren Rand einen Aufsatz 44 auf. Dieser
Aufsatz 44 wird in die Aussparung 40 der Hülse 20 gesteckt. Somit wird zum einen der
Gefahr vor Verdrehungen vorgesorgt, zum anderen bietet dieser Aufsatz 44 einen besseren
Zusammenhalt der beiden Komponenten Sicherheitsblech 26 und Tellerfedern 24. Zudem
weist das Sicherheitsblech 26 auf der Innenseite noch einen Aufbau 46 auf. Auf dem
Sicherheitsblech 26 ist eine Scheibe 28 angeordnet. Diese weist auf der Innenseite
Aussparungen 48 auf, in welche der Aufbau 46 des Sicherheitsblechs 26 eingeführt wird.
Dies dient ebenfalls als Verdrehsicherheit bzw. Dejustagesicherheit und fordert zudem
den besseren Zusammenhalt der Komponenten Scheibe 28 und Sicherheitsblech 26. Die
Scheibe 28 weist ein tragendes Außengewinde 30 auf. Das Außengewinde wird, wie schon
die Hülse 20 in das korrespondierende Innengewinde der Tragstruktur 18 eingeschraubt.
Zum besseren Auf- und Einschrauben kann die Scheibe mit einem Schlitz 50 versehen
sein.
[0033] Es wird damit eine Art Deckel bestehend aus einer Scheibe 28 mit einem Sicherheitsblech
26 generiert, wobei die Scheibe 28 zum Inneren der Brennkammer ausschraubbar ist.
Die ausschraubbare Scheibe 28 bietet den Vorteil die Nachbearbeitung am so genannten
Plattenzapfen zur Anpassung des Hitzeschilds an der Tragstruktur 18 einzusparen, indem
die Federvorrichtung individuell in der Höhe verstellt werden kann. Die Ausbaubarkeit
wird erreicht, indem die Hülle, welche hier als Hülse 20 ausgebildet ist, nun brennkammerseitig
ausbaubar ist.
[0034] FIG 4 zeigt verschiedene Ausführungsformen des Sicherheitsblechs 26. Zur Sicherung
der Schreibe 28 sind hier unterschiedliche Varianten denkbar. So kann dies zum Beispiel
ein Sicherungsblech 26 mit Zähnen 72 sein oder aber ein Sicherungsblech 26 mit geprägte
Sicke 70. Durch die Zähne 72 im Sicherungsblech 26 bzw. die geprägte Sicke 70 wird
ein Klappern der Tellerfedern 24 sowie der Federvorrichtung im Gewinde verhindert.
Dadurch wird Verschleiß im Gewinde durch Relativbewegungen verhindert.
[0035] Die erforderliche Servicefreundlichkeit wird im Wesentlichen erfindungsgemäß durch
die Austauschbarkeit zur Brennkammerseite erreicht. Es wird somit der Nachteil kompensiert,
dass das im Stand der Technik dargestellte Tellerfederpacket an der der Brennkammer
zugewandeten Seite nicht demontierbar bzw. montierbar ist. Somit wird vermieden, dass
bei Bruch eines Hitzeschilds und bei dessen De/Montage Tellerfedern und/oder die Druckplatte
in die Brennkammer fallen. Die Federvorrichtung kann nun direkt mit dem Austausch
des Hitzeschilds ausgetauscht werden.
1. Brennkammerwand mit einer Brennkammer (15) umfassend einer Tragstuktur (18) mit einer
Anzahl von Hitzeschilden, welche mit einem Befestigungsmittel an der Tragstruktur
(18) befestigt sind, wobei das Befestigungsmittel eine Federvorrichtung umfasst dadurch gekennzeichnet, dass die Federvorrichtung fest mit der Tragstruktur verbunden ist, wobei die Federvorrichtung
zumindest aus einer in einer Hülle angebrachten Feder besteht, wobei die Feder gegen
herausfallen an der der Brennkammer (15) abgewandeten Seite durch eine erste Verliersicherung
gesichert ist, und wobei die Federvorrichtung innenseitig ein Axial-Loch (34) für
die Aufnahme des Befestigungsmittels aufweist, wobei die Feder durch eine zweite Verliersicherung
an der der Brennkammer (15) zugewandeten Seite gegen herausfallen gesichert ist, und
wobei die Federvorrichtung an der der Brennkammer (15) zugewandeten Seite ausbaubar
ist.
2. Brennkammerwand nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass das Axial-Loch (34) durchgängig ist.
3. Brennkammerwand einem der Ansprüche 1-2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Federvorrichtung eine Runde Form aufweist.
4. Brennkammerwand nach einem der Ansprüche 1-3,
dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Feder eine Tellerfeder (24) ist.
5. Brennkammerwand nach einem der Ansprüche 1-4,
dadurch gekennzeichnet, dass die erste Verliersicherung eine Druckplatte (22) oder/und eine an der Innenseite
der Hülle angebrachte Kante (33) ist.
6. Brennkammerwand nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die Druckplatte (22) zwischen Kante (33) und Feder in der Hülle angebracht ist.
7. Brennkammerwand nach einem der Ansprüche 5-6,
dadurch gekennzeichnet, dass die Druckplatte (22) zumindest einen Vorsprung (42) aufweist.
8. Brennkammerwand nach einem der Ansprüche 5-7,
dadurch gekennzeichnet, dass die Druckplatte (22) ein Innengewinde zur Befestigung des Befestigungsmittels aufweist.
9. Brennkammerwand nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Hülle ein Außengewinde (32) aufweist.
10. Brennkammerwand nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Hülle Aussparungen (40) an der der Brennkammer (15) zugewandeten Seite aufweist.
11. Brennkammerwand nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Hülle eine Hülse (20) ist.
12. Brennkammerwand nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass an der der Brennkammer (15) zugewandeten Seite auf der Feder ein Sicherungsblech
(26) angebracht ist.
13. Brennkammerwand nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungsblech (26) mit der Hülle fest verbunden ist, indem das Sicherungsblech
(26) außenseitig zumindest einen Aufsatz (44) aufweist.
14. Brennkammerwand nach einem der Ansprüche 12-13,
dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungsblech (26) innenseitig zumindest einen Aufbau (46) aufweist.
15. Brennkammerwand nach einem der Ansprüche 12-14,
dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Sicherungsblech (26) am Außenrand an der der Brennkammer (15) zugewandeten
Seite zumindest ein Zahn (72) aufgebracht ist.
16. Brennkammerwand nach einem der Ansprüche 12-14,
dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Sicherungsblech am Außenrand an der der Brennkammer (15) zugewandeten Seite
zumindest eine Sicke (70) geprägt ist.
17. Brennkammerwand nach einem der Ansprüche 12-16,
dadurch gekennzeichnet, dass an der der Brennkammer (15) zugewandeten Seite auf dem Sicherungsblech (26) eine
Scheibe (28) angebracht ist.
18. Brennkammerwand nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet, dass die Scheibe (28) zumindest eine innenseitige Aussparung (48) aufweist.
19. Brennkammerwand nach einem der Ansprüche 17-19,
dadurch gekennzeichnet, dass die Scheibe (28) ein Außengewinde (30) aufweist.
20. Brennkammerwand nach den Ansprüchen 11 und 16,
dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Verliersicherung aus dem Sicherungsblech (26) sowie der Scheibe (28) besteht.
21. Brennkammerwand nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungsmittel eine Schraube (10) ist.
22. Gasturbine mit einer Federvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1-21.