[0001] Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur mechanischen Richtungsumkehr eines drehbeweglichen
Steuerbauteils einer Funktionsvorrichtung, insbesondere einer Gartenbewässerungsvorrichtung,
dessen Drehbewegung in beiden Drehrichtungen durch Endanschläge begrenzt ist, die
eine Richtungsumkehr des Steuerbauteils einleiten, wobei wenigstens ein Endanschlag
ein verstellbar angeordnetes Rastglied aufweist, das mit einer koaxial zu einer Drehachse
des Steuerbauteils angeordneten Umfangsverzahnung zusammenwirkt.
[0002] Derartige Einrichtungen sind aus dem Bereich der Gartenbewässerung bei Regnern allgemein
bekannt. Ein derartiger Regner weist als Steuerbauteil ein beweglich angeordnetes
Sprühelement auf, das mit wenigstens einer Austrittsöffnung versehen ist. Das Sprühelement
wird durch ein Getriebe in entsprechende Schwenkbewegungen versetzt, das durch das
strömende Medium, vorzugsweise Wasser, angetrieben wird. Um eine Richtungsumkehr des
Getriebes und demzufolge eine Richtungsumkehr der Schwenkbewegung des Sprühelementes
zu erzielen, sind Stellglieder vorgesehen, die als Endanschlag für jeweils eine Drehrichtung
bzw. Schwenkrichtung des Sprühelementes dienen und die Drehrichtung entsprechend umkehren.
Die Stellglieder können in Umfangsrichtung verteilt an beliebige Stellen gebracht
werden, so dass verschiedene Schwenkwinkel für das Sprühelement eingestellt werden
können. Die Lage der Stellglieder entspricht den Grenzen des entsprechenden Winkelsektors,
den das Sprühelement überstreichen kann. Die Stellgieder sind als verstellbar angeordnete
Rastglieder ausgeführt, die mit einer entsprechenden Umfangsverzahnung eines stationären
Trägerbauteils zusammenwirken. Eine bekannte praktische Ausführungsform weist als
Trägerbauteil eine mit einer radial außenliegenden Stirnverzahnung versehene Scheibe
auf, auf denen zwei Rastglieder als Reiter außen aufgesetzt sind. Die Reiter weisen
entsprechende Nocken auf, an denen ein entsprechendes Steuerteil des Getriebes anschlagen
und die entsprechende Richtungsumkehr des Getriebes bewirken kann. Die entsprechenden
Reiter sind relativ schwergängig verstellbar. Zudem kann eine unsachgemäße Bedienung
zu Beschädigungen des Getriebes oder der Rastglieder führen.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Einrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen,
die einfach bedienbar und funktionssicher ist und dennoch im Betrieb eine sichere
Umschaltfunktion ermöglicht.
[0004] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die Umfangsverzahnung relativ zu einer Drehachse
des Steuerbauteils radial innenliegend angeordnet ist, und dass das wenigstens eine
Rastglied radial beweglich angeordnet ist, um in die Umfangsverzahnung eingerastet
oder von dieser gelöst werden zu können. Die erfindungsgemäße Lösung eignet sich insbesondere
für den Einsatz in einer Gartenbewässerungsvorrichtung, bei der ein den Wasseraustrag
bewirkender, als Teil des Steuerbauteils dienender Düsenkörper während des Wasseraustrags
durch ein Getriebe bewegt wird, um das Überstreichen der Sprühstrahlen über eine definierte
Bewässerungsfläche zu ermöglichen. Durch die Richtungsumkehr wird die Bewegung des
Düsenkörpers umgedreht. Durch das wenigstens eine Rastglied wird die Lage des Umkehrpunktes
für die Richtungsumkehr des Düsenkörpers definiert. Je nach Ausgestaltung der Gartenbewässerungsvorrichtung
kann der Düsenkörper mit etwa vertikaler oder mit etwa horizontaler Drehachse verdrehbar
gelagert sein. Dadurch, dass die Umfangsverzahnung erfindungsgemäß radial innenliegend
angeordnet ist, und das Rastglied in radialer Richtung rastbeweglich angeordnet ist,
kann durch eine einfache Druckbewegung des Rastgliedes von außen her eine Entrastung
und ein anschließendes Verdrehen des Rastgliedes mit geringem Kraftaufwand bewerkstelligt
werden. Beschädigungen der Funktionsvorrichtung, des Steuerbauteils oder der Rastglieder
durch unsachgemäße Bedienung können zuverlässig vermieden werden, da die Rastfunktionsteile
verdeckt innen liegen und eine Druckbelastung des Rastgliedes von außen zwangsläufig
zu einem Lösen der Verrastung führt.
[0005] In Ausgestaltung der Erfindung ist das Rastglied mittels einer Führungsanordnung
relativ zu der Drehachse des Steuerbauteils verdrehbar gelagert. Hierdurch ist eine
Verstellung des Schwenkwinkels des Steuerbauteils in einfacher Weise durch ein Verdrehen
des Rastgliedes ermöglicht.
[0006] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist dem Rastglied eine Druckkrafteinrichtung
zugeordnet, die auf das Rastglied eine das Rastglied in einen entsprechenden Verzahnungsabschnitt
der Umfangsverzahnung drückende Radialkraft aufbringt. Dadurch wird das Rastglied
automatisch in seiner Raststellung gehalten. Durch Aufbringen einer manuellen Kraft
in entgegengesetzter Richtung zu der Druckkrafteinrichtung hingegen ist das Rastglied
in einfacher Weise aus seiner Raststellung lösbar.
[0007] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist die Druckkrafteinrichtung als Federspeicher
ausgeführt. Vorzugsweise wird die Federkraft des Federspeichers durch elastische Biegung
aufgebracht.
[0008] In weiterer Ausgestaltung umfasst die Führungsanordnung einen Führungsring, dem elastisch
verformbare Biegungsabschnitte zugeordnet sind, die den Federspeicher bilden. Die
elastisch verformbaren Biegungsabschnitte sind vorzugsweise derart relativ zu dem
Rastglied angeordnet, dass das Rastglied relativ zu den die Drehlagerung für das Rastglied
bildenden Führungsabschnitten des Führungsringes elastisch nachgiebig angeordnet ist.
[0009] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung umfasst ein die Umfangsverzahnung aufweisendes
Trägerbauteil wenigstens einen koaxial zur Drehachse ausgerichteten Lagerflansch,
der den Führungsring drehbar lagert. Der wenigstens eine Lagerflansch ist konzentrisch
zu der Drehachse der Führungsanordnung und damit zu der Drehachse des wenigstens einen
Rastgliedes ausgerichtet.
[0010] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist der Führungsring lösbar mit dem wenigstens
einen Lagerflansch verbunden. Dadurch ist eine einfache Montage oder Demontage ermöglicht.
[0011] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist das Trägerbauteil scheibenförmig gestaltet,
und an seinen gegenüberliegenden Stirnflächen ist jeweils ein Lagerflansch für die
Lagerung jeweils eines Führungsrings jeweils eines Rastgliedes vorgesehen. Das Trägerbauteil
ist somit beidseitig mit jeweils einem Rastglied versehen, wobei die beiden Rastglieder
unabhängig voneinander, jedoch koaxial zueinander verdrehbar angeordnet sind.
[0012] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist das Rastglied einschließlich der zugeordneten
Führungsanordnung und dem zugeordneten Federspeicher als einstückiges Kunststoffbauteil
ausgeführt. Dadurch ist eine kostengünstige und funktionssichere Herstellung erzielbar.
Die Anzahl an zu montierenden Teilen der Gartenbewässerungseinrichtung wird reduziert.
[0013] in weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist jedes Rastglied eine Handhabe zum manuellen
Verstellen des Rastgliedes auf. Die Handhabe kann insbesondere eine mit Riffelungen
oder andersartigen Profilierungen versehene Grifffläche umfassen. Vorzugsweise ist
die Handhabe mit einer quer zur Drehrichtung des Rastgliedes profilierten Riffelfläche
versehen. Dies ist eine besonders vorteilhafte Ausführungsform, da die Handhabe sowohl
zum radialen Lösen als auch zum manuellen Verstellen in Umfangsrichtung vorgesehen
ist. Bei einer nicht dargestellten Ausführungsform der Erfindung sind die Handhaben
zum radialen Lösen des Rastgliedes und zum Verstellen in Umfangsrichtung voneinander
getrennt. Die beiden Funktionen, nämlich das Lösen und das Verstellen, werden bei
dieser Ausführung durch getrennte Handhaben wahrgenommen.
[0014] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen sowie
aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele der Erfindung,
die anhand der Zeichnungen dargestellt sind.
- Fig. 1
- zeigt in isometrischer Darstellung eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Einrichtung
zur mechanischen Richtungsumkehr,
- Fig. 2
- die Einrichtung nach Fig. 1 in einer Explosionsdarstellung,
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf die Einrichtung nach den Fig. 1 und 2,
- Fig. 4
- ein Rastglied mit angeformtem Führungsring der Einrichtung nach den Fig. 1 bis 3,
- Fig. 5
- ein scheibenförmiges Trägerbauteil der Einrichtung nach den Fig. 1 bis 3,
- Fig. 6
- in einer Explosionsdarstellung eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Einrichtung zur mechanischen Richtungsumkehr, das einem Regnergetriebe einer Gartenbewässerungsvorrichtung
zugeordnet ist,
- Fig. 7
- die Einrichtung nach Fig. 6 in isometrischer Darstellung,
- Fig. 8
- eine Draufsicht auf die Einrichtung nach Fig. 7,
- Fig. 9
- in vergrößerter Darstellung einen Ausschnitt IX der Darstellung nach Fig. 8,
- Fig. 10
- ein weiteres Trägerbauteil ähnlich Fig. 5,
- Fig. 11
- eine Draufsicht auf das Trägerbauteil nach Fig. 10,
- Fig. 12
- eine Querschnittsdarstellung des Trägerbauteils nach Fig. 11 entlang der Schnittlinie
XII - XII in Fig. 11,
- Fig. 13
- in einer weiteren Explosionsdarstellung die Einrichtung nach Fig. 6 zusammen mit einem
drehbeweglichen Steuerbauteil einer Gartenbewässerungseinrichtung und
- Fig. 14
- die Einrichtung nach Fig. 13 in einer Seitenansicht.
[0015] Die beiden Ausführungsformen von erfindungsgemäßen Einrichtungen zur mechanischen
Richtungsumkehr eines drehbeweglichen Steuerbauteils einer Gartenbewässerungsvorrichtung,
wie sie anhand der Fig. 1 bis 5 einerseits und anhand der Fig. 6 bis 14 andererseits
dargestellt sind, weisen im Wesentlichen den gleichen Aufbau auf. Beide Ausführungsformen
sind jeweils Teil einer Gartenbewässerungsvorrichtung in Form eines Regners. Der Regner
weist in grundsätzlich bekannter Weise ein nicht näher dargestelltes Regnergehäuse
auf, in dem ein Regnergetriebe G untergebracht ist. Das Regnergetriebe G ist als Hydraulikgetriebe
ausgeführt und wird in einfacher Weise durch einen Wasserdruck einer Gartenbewässerungsleitung
gespeist. Das Regnergetriebe G ist abtriebsseitig mit einem relativ zu dem Regnergehäuse
drehbeweglich gelagerten Steuerbauteil S gekoppelt, wobei das Steuerbauteil S mit
einem koaxial in das Regnergetriebe G hineinragenden Ritzelfortsatz 13 versehen ist,
der mit einem entsprechenden Abtriebsritzel des Regnergetriebes G kämmt, um das Steuerbauteil
S in Drehung zu versetzen. Das Steuerbauteil S (Fig. 13 und 14) ist als Düsenhalter
für eine entsprechende Regnerdüse ausgeführt. Bei der vorliegend beschriebenen Gartenbewässerungsvorrichtung
handelt es sich um ein Steuerbauteil S, das in seinem Funktionszustand mit etwa vertikaler
Drehachse D ausgerichtet ist.
[0016] Nicht dargestellte Regnergetriebe anderer Gartenbewässerungsvorrichtungen, die mit
einer erfindungsgemäßen Einrichtung zur mechanischen Richtungsumkehr versehen werden
können, weisen im Funktionszustand eine etwa horizontale Abtriebsdrehachse des Regnergetriebes
auf. Derartige Ausführungsformen werden bei Viereckregnern eingesetzt.
[0017] Um eine Richtungsumkehr des Steuerbauteils S und demzufolge eine hin- und hergehende
Beregnungsbewegung durchzuführen, ist das Regnergetriebe G mit einem Schaltelement
in Form eines Schaltstiftes St versehen, der die Umkehr der Getrieberichtung bewirkt.
Die Betätigung des Schaltstiftes St erfolgt mittels der nachfolgend beschriebenen
Ausführungsformen der Einrichtungen zur mechanischen Richtungsumkehr gemäß den Fig.
1 bis 5 bzw. 6 bis 14. Der bislang beschriebene grundsätzliche Aufbau der Gartenbewässerungsvorrichtung
gilt nicht nur für die Ausführungsform nach den Fig. 6 bis 14, für die das Regnergetriebe
G und das als Düsenhalter dienende Steuerbauteil S eigens dargestellt sind, sondern
in gleicher Weise für die Ausführungsform nach den Fig. 1 bis 5. Die beiden Ausführungsformen
unterscheiden sich bezüglich ihres grundsätzlichen Aufbaus nicht. Einziger Unterschied
bei beiden Ausführungsformen ist die Gestaltung der Rastglieder und ihrer entsprechenden
Führungsanordnungen, wie sie nachfolgend ausführlich beschrieben werden.
[0018] Um die Richtungsumkehr des Steuerbauteils S zu bewirken, ist das Steuerbauteil S
mit einer Anschlagrippe 14 versehen, die bei einem definierten Drehwinkel an einem
gehäuseseitigen Endanschlag anschlägt. Dadurch wird eine kurzzeitige Blockierung des
Regnergetriebes G erzielt, wodurch der Schaltstift St in nachfolgend näher beschriebener
Weise gegen einen Anschlag läuft und dadurch umgelegt wird. Das Umlegen des Schaltstiftes
bewirkt die Richtungsumkehr des Regnergetriebes, so dass das Steuerbauteil S anschließend
in entgegengesetzter Richtung zurückgedreht werden kann. In umgekehrter Drehrichtung
ist ein weiterer Endanschlag vorgesehen, der ebenfalls nachfolgend noch näher beschrieben
wird. Dieser Endanschlag bewirkt ebenfalls nach einem bestimmten Drehwinkel in die
andere Drehrichtung, der in jedem Fall kleiner als 360° ist, ein erneutes Anlaufen
der Anschlagrippe 14 des Steuerbauteils S an diesem zweiten Endanschlag, wodurch das
Regnergetriebe durch die Drehmomentübertragung zwischen Ritzelfortsatz 13 des Steuerbauteils
S und Abtriebsritzel des Regnergetriebes G erneut kurzzeitig blockiert wird. Hierdurch
wird in analoger Weise wie zuvor bereits beschrieben der Schaltstift St erneut umgelegt,
wodurch das Regnergetriebe wieder in der ursprünglichen Drehrichtung in Drehung versetzt
wird. Das Steuerbauteil S und damit auch die entsprechende Regnerdüse vollführen somit
eine alternierende Schwenk- oder Drehbewegung.
[0019] Der jeweilige Schwenk- oder Drehwinkel ist durch die gegenüberliegenden Endanschläge
für die Anschlagrippe 14 definiert. Diese Endanschläge werden bei beiden, Ausführungsformen
durch Anschlagstege von Rastgliedern 3a, 3b; 3'a, 3'b definiert, wie sie nachfolgend
näher beschrieben werden. Bei beiden Ausführungsformen sind die Rastglieder 3a, 3b
und 3'a, 3'b jeweils gegen eine radial nach außen wirkende elastische Federkraft radial
zur Drehachse D beweglich angeordnet. Zudem sind alle Rastglieder 3a, 3b; 3'a, 3'b
koaxial zur Drehachse D relativ zu dem Regnergehäuse verdrehbar angeordnet. Einziger
Unterschied bei beiden Ausführungsformen ist es, dass die Art der Drehlagerung der
Rastglieder und die Gestaltung der radialen Federelastizität unterschiedlich aufgebaut
sind. Bei beiden Ausführungsformen sind die Rastglieder 3a, 3b; 3'a, 3'b jeweils mit
einer radial nach außen gerichteten Rastnase 6a, 6b; 6'a, 6'b versehen, die jeweils
in eine radial nach innen gerichtete Umfangsverzahnung 2a, 2b; 2'a, 2'b eines gehäusefesten
Trägerbauteils 2; 2' einrasten.
[0020] Das Trägerbauteil ist, wie anhand der Fig. 1 bis 3, 5 bzw. 6 bis 8 und 10 bis 13
erkennbar ist, bei beiden Ausführungsformen im Wesentlichen identisch gestaltet. Jedes
Trägerbauteil 2, 2' ist scheibenförmig ausgeführt und weist eine obere, radial innenliegende
Umfangsverzahnung 2a, 2'a und eine untenliegende, ebenfalls radial nach innen gerichtete
Umfangsverzahnung 2b, 2'b auf. Das Trägerbauteil 2, 2' ist einstückig aus einem Kunststoffbauteil
hergestellt und weist neben den die umlaufenden Ränder des Trägerbauteils 2, 2' bildenden
Umfangsverzahnungen 2a, 2'a; 2b, 2'b jeweils einen innenliegenden, ringförmigen Lagerflansch
4a, 4b; 4'a, 4'b auf, wobei der obenliegende Lagerflansch 4a, 4'a ringstegartig nach
oben und der untenliegende Lagerflansch 4b; 4'b ringstegartig nach unten abragt. Beide
ringstegförmigen Lagerflansche sind mit jeweils vier Rastlaschen 5a, 5b; 5'a, 5;b
versehen, die - relativ zur Drehachse D - eine Axialsicherung für einen entsprechenden
Führungsring des jeweiligen Rastgliedes bilden. Die beiden Lagerflansche 4a, 4b; 4'a,
4'b definieren Gleitlagerungen für die Rastglieder 3a, 3b; 3'a, 3'b. Die Lagerflansche
4a, 4b; 4'a, 4'b definieren zudem entsprechende Anschlagränder für den Schaltstift
St. Hierzu ist in dem oberen Ringsteg des Lagerflansches 4a, 4'a eine Aussparung 12,
12' vorgesehen, die gemäß Fig. 9 die in Umfangsrichtung gegenüberliegenden Anschlagflächen
für den Schaltstift St bilden.
[0021] Bei der Ausführungsform nach den Fig. 1 bis 5 weisen die Rastglieder 3a, 3b jeweils
einen Führungsring auf, der herzartig ausgeführt ist. Die herzartigen Ausbuchtungen
9 bilden einen Federspeicher für die radial elastische Nachgiebigkeit des Rastgliedes
3a, 3b, da die Ausbuchtungen sich an der innenliegenden Umfangsverzahnung unter Spannung
und damit unter elastischer Verformung abstützen. Zudem ist jeweils ein kreisbogenförmiger
Führungsabschnitt 10 vorgesehen, der gemeinsam mit weiteren Anlageflächen des Führungsringes
8 die drehbewegliche Führung des Rastgliedes 3a, 3b auf dem jeweiligen Lagerflansch
4a, 4b des Trägerbauteils 2 bewirken. Beide Rastglieder 3a, 3b weisen jeweils einen
Anschlagsteg 7a, 7b auf, die in montiertem Zustand in gleicher Radialebene angeordnet
sind, wie anhand der Fig. 1 erkennbar ist. Bei den Rastgliedern 3a, 3b sind zudem
im Bereich der Anschlagstege 7a, 7b und auf axialer Höhe der Rastnasen 6a, 6b radial
außenliegende Handhaben mit Griffflächen 11 vorgesehen, die eine manuelle Handhabung
der Rastglieder 3a, 3b vereinfachen. Die Griffflächen 11 sind mit einer Querriffelung
versehen, wie anhand der Zeichnungen erkennbar ist, um die Betätigung durch einen
Finger einer Bedienperson zu erleichtern.
[0022] Bei der Ausführungsform nach den Fig. 6 bis 14 weisen die Rastglieder 3'a, 3'b jeweils
einen geschlossenen, kreisförmigen Führungsring 8' auf, der axial auf den entsprechenden
Lagerflansch 4'a, 4'b aufrastbar ist, wobei die elastisch beweglichen Rastlaschen
5'a, 5'b beim Aufrasten radial nach innen zurückgedrückt werden und anschließend mit
ihren hakenartigen Rastvorsprüngen den entsprechenden Führungsring 8' axial sichern.
Durch den kreisförmigen Führungsring 8' sind die Rastglieder 3'a, 3'b koaxial zur
Drehachse D an dem Trägerbauteil 2' drehbeweglich gelagert. An jedem geschlossenen
Führungsring 8' ist jeweils ein Federspeicher in Form einer als Biegungsabschnitt
dienenden, kreisbogenförmig gekrümmten Blattfeder 9' einstückig angeformt, wobei die
Blattfeder sich in der Radialebene des Führungsrings 8' nach außen erstreckt. An einem
Scheitelpunkt der kreisbogenförmig gekrümmten Blattfeder 9' ist radial außenliegend
die entsprechende Rastnase 6'a, 6'b angeformt. Die Blattfeder 9' ist in montiertem
Zustand des Führungsringes 8' unter Vorspannung, so dass die Rastnase 6'a, 6'b in
einen entsprechenden Verzahnungsabschnitt der Umfangsverzahnung 2'a, 2'b formschlüssig
hineingedrückt ist. Zudem ist die Grifffläche 11' gemeinsam mit dem entsprechenden
Anschlagsteg 7'a, 7'b einstückig angeformt. Das mit der Grifffläche 11' versehene
Griffelement einschließlich des als Endanschlag dienenden Anschlagsteges 7'a, 7'b
und der Rastnase 6'a, 6'b sind mittels des Blattfederabschnitts 9' radial zur Drehachse
D elastisch beweglich an dem geschlossenen Führungsring 8' einstückig angeformt. Das
Rastglied 3'a wird von oben her und das Rastglied 3'b von unten her axial auf den
entsprechenden Lagerflansch 4'a, 4'b des Trägerbauteils 2' aufgerastet.
[0023] Bei beiden Ausführungsformen gemäß den Fig. 1 bis 5 bzw. 6 bis 14 erfolgt eine Verstellung
der Anschlagstege 7a, 7b; 7'a, 7'b manuell durch ein einfaches radiales Nachinnendrücken
des jeweiligen Rastglieds 3a, 3b; 3'a, 3'b relativ zur Drehachse D, wodurch die Rastnasen
aus dem entsprechenden Verzahnungsabschnitt der Umfangsverzahnung 2a, 2b; 2'a, 2'b
entfernt werden. Anschließend ist in gedrücktem Zustand ein einfaches Verdrehen des
entsprechenden Rastgliedes 3a, 3b; 3'a, 3'b ermöglicht. Sobald der gewünschte Drehwinkel
erreicht ist, wird der manuelle Radialdruck auf das entsprechende Rastglied 3a, 3b;
3'a, 3'b weggenommen, wodurch die entsprechend nach außen wirkende radiale Druckkraft
des Federspeichers, nämlich der Biegungsabschnitte 9 bzw. 9' die entsprechende Rastnase
6a, 6b bzw. 6'a, 6'b wieder in einen korrespondierenden Verzahnungsabschnitt der Umfangsverzahnung
2a, 2b; 2'a, 2'b einrastet. Hierdurch ergibt sich ein Formschluss in Umfangsrichtung,
so dass für die Anschlagrippe 14 des Steuerbauteils S ein gehäusefester Endanschlag
in beiden Drehrichtungen erzielt wird. Je nachdem, in welchem Winkel die beiden Anschlagstege
7a, 7b; 7'a, 7'b relativ zueinander ausgerichtet sind, wird der maximale Drehwinkel
des Steuerbauteils S und damit der Anschlagrippe 14 definiert.
1. Einrichtung zur mechanischen Richtungsumkehr eines drehbeweglichen Steuerbauteils
einer Funktionsvorrichtung, insbesondere einer Gartenbewässerungsvorrichtung, dessen
Drehbewegung in beiden Drehrichtungen durch Endanschläge begrenzt ist, die eine Richtungsumkehr
des Steuerbauteils einleiten, wobei wenigstens ein Endanschlag ein verstellbar angeordnetes
Rastglied aufweist, das mit einer koaxial zu einer Drehachse des Steuerbauteils angeordneten
Umfangsverzahnung zusammenwirkt. dadurch gekennzeichnet, dass die Umfangsverzahnung (2a, 2b; 2'a, 2'b) relativ zu einer Drehachse (D) des Steuerbauteils
(S) radial innenliegend angeordnet ist, und dass das wenigstens eine Rastglied (3a,
3b; 3'a, 3'b) radial beweglich angeordnet ist, um in die Umfangsverzahnung (2a, 2b:
2'a, 2'b) eingerastet oder von dieser gelöst werden zu können.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Rastglied eine Führungsanordnung (8, 8' 10) umfasst, mittels der das Rastglied
(3a, 3b; 3'a, 3'b) relativ zu der Drehachse (D) des Steuerbauteils (S) verdrehbar
gelagert ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dem Rastglied (3a, 3b; 3'a, 3'b) eine Druckkrafteinrichtung (9, 9') zugeordnet ist,
die auf das Rastglied eine das Rastglied in einen entsprechenden Verzahnungsabschnitt
der Umfangsverzahnung (2a, 2b; 2'a, 2'b) drückende Radialkraft aufbringt.
4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckkrafteinrichtung als Federspeicher (9, 9') ausgeführt ist.
5. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsanordnung einen Führungsring (8, 8') umfasst, dem elastisch verformbare
Biegungsabschnitte (9, 9') zugeordnet sind, die den Federspeicher bilden.
6. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein die Umfangsverzahnung (2a, 2b; 2'a, 2'b) aufweisendes Trägerbauteil (2, 2') wenigstens
einen koaxial zur Drehachse (D) ausgerichteten Lagerflansch (4a, 4b; 4'a, 4'b) umfasst,
der den Führungsring (8, 8') drehbar lagert.
7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Führungsring (8, 8') lösbar mit dem wenigstens einen Lagerflansch
(4a, 4b; 4'a, 4'b) verbunden ist.
8. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerbauteil (2, 2') scheibenförmig gestaltet ist, und dass an seinen gegenüberliegenden
Stirnflächen jeweils ein Lagerflansch (4a, 4b; 4'a, 4'b) für die Lagerung jeweils
eines Führungsrings (8, 8') jeweils eines Rastgliedes (3a, 3b; 3'a, 3'b) vorgesehen
ist.
9. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Rastglied (3a, 3b; 3'a, 3'b) einschließlich der zugeordneten Führungsanordnung
(8, 10; 8') und dem zugeordneten Federspeicher (9, 9') als einstückiges Kunststoffbauteil
ausgeführt ist:
10. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Rastglied (3a, 3b; 3'a, 3'b) eine Handhabe (11, 11') zum manuellen Verstellen
des Rastgliedes aufweist.
11. Einrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Handhabe eine im Wesentlichen in Umfangsrichtung erstreckte Grifffläche (11,
11') umfasst.