Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Einspritzen von Kraftstoff in einen Brennraum
einer Verbrennungskraftmaschine gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.
[0002] Üblicherweise werden Kraftstoffinjektoren elektrisch angesteuert. Hierzu umfasst
der Kraftstoffinjektor im Allgemeinen ein Steuerventil, welches als Magnetventil ausgebildet
ist oder mit einem Piezoaktor betätigt wird. Bei Kraftstoffinjektoren, die mit einem
Piezoaktor betätigt werden, wird zwischen invers und nicht-invers betriebenen Injektoren
unterschieden. Bei invers betriebenen Injektoren wird Kraftstoff in den Brennraum
eingespritzt, solange der Piezoaktor nicht bestromt ist. Um den Einspritzvorgang zu
beenden, wird der Piezoaktor wieder bestromt und dehnt sich damit aus. Bei nicht-invers
angesteuerten Kraftstoffinjektoren wird der Einspritzvorgang gestartet, wenn der Aktor
bestromt wird. Bei nicht-invers angesteuerten Kraftstoffinjektoren, die mit einem
Piezoaktor betrieben werden, ist das Steuerventil im Allgemeinen so ausgebildet, dass
dieses öffnet, wenn der Piezoaktor bestromt wird und sich ausdehnt. Hierbei wirkt
der Piezoaktor entweder direkt oder hydraulisch übersetzt auf das Ventilglied des
Steuerventiles. Die hydraulische Übersetzung ist notwendig, um bei kurz gebauten Aktoren
einen zusätzlichen Hub zu erreichen, um das Steuerventil weit genug öffnen zu können.
Ein solcher direkt gesteuerter Kraftstoff-injektor mit Piezoaktor ist zum Beispiel
aus
DE-A 103 37 875 bekannt.
Offenbarung der Erfindung
[0003] Bei einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Einspritzen von Kraftstoff in einen Brennraum
einer Verbrennungskraftmaschine wird ein Steuerventil zum Ansteuern eines Einspritzventilgliedes
mit einem Aktor betrieben, der sich bei Stromzufuhr ausdehnt. Bei bestromtem Aktor
wird das Steuerventil geöffnet und bei nicht bestromtem Aktor geschlossen. Der Aktor
ist von einem oberen Gehäuseteil umschlossen, welches gegenüber dem Injektorgehäuse
axial verschiebbar ist und das mit einem Ventilglied des Steuerventils verbunden ist.
Im Betrieb wird zum Starten des Einspritzvorganges der Piezoaktor bestromt und dehnt
sich dadurch aus. Hierdurch wird das obere Gehäuseteil, welches im Injektorgehäuse
axial verschiebbar ist nach oben verschoben. Das mit dem oberen Gehäuseteil verbundene
Ventilglied öffnet das Steuerventil, indem ein Schließelement aus seinem Sitz gehoben
wird. Hierdurch ist es möglich, einen Kraftstoffinjektor, der üblicherweise mit einem
Magnetventil betrieben wird, mit einem Piezoaktor zu betreiben, indem die Magnetbaugruppe
durch den Piezoaktor mit dem oberen Gehäuseteil ausgetauscht wird, ohne dass weitere
konstruktive Änderungen am Injektor erforderlich sind. In einer bevorzugten Ausführungsform
ist der Aktor, der sich bei Stromzufuhr ausdehnt, ein Piezoaktor.
[0004] Damit im laufenden Betrieb keine sich bewegenden Teile aus dem Aktor herausragen,
ist das obere Gehäuseteil in einer bevorzugten Ausführungsform von einer Abdeckung
umschlossen, die mit dem Injektorgehäuse verbunden ist. Als Abdeckung eignet sich
eine Kunststoff oder Metallkappe, die mit dem Injektor verbunden wird. Die Verbindung
der Abdeckung mit dem Injektor kann zum Beispiel dadurch erfolgen, dass an der Abdeckung
ein Bördelrand vorgesehen ist, welcher mit einer Spannmutter auf dem Injektorgehäuse
festgeschraubt wird. Daneben ist es aber auch möglich, die Abdeckung unlösbar mit
dem Injektorgehäuse zum Beispiel durch Schweißen oder Kleben zu verbinden.
[0005] Zwischen dem Aktor und dem mit dem Ventilglied verbundenen Schließelement ist vorzugsweise
eine Membran aufgenommen, durch die der Aktor gegen Kraftstoff abgedichtet wird. Die
Membran ist dabei so ausgebildet, dass durch diese die Öffnungsund Schließbewegung
des Ventilgliedes nicht behindert wird. Um den Aktor wirksam gegen Kraftstoff abzudichten,
wird die Membran vorzugsweise sowohl mit dem Gehäuse als auch mit dem Ventilglied
flüssigkeitsdicht verbunden. In einer Ausführungsform ist die Membran zwischen einem
oberen Abschnitt und einem unteren Abschnitt des Ventilgliedes aufgenommen.
[0006] Das obere Gehäuseteil wird vorzugsweise mit Bolzen am Ventilglied montiert. Die Bolzen
sind durch eine Platte geführt, die mit dem Injektorgehäuse fest verbunden ist und
auf der sich der Aktor abstützt. Durch die Bolzen, mit denen das obere Gehäuseteil
mit dem Ventilglied verbunden ist, wird das Ventilglied in Richtung des Aktors bewegt,
sobald dieser sich ausdehnt. Das mit dem Ventilglied verbundene Schließelement wird
aus seinem Sitz gehoben und gibt eine Verbindung von einem Steuerraum zu einem Kraftstoffrücklauf
frei.
[0007] Um die Öffnungsbewegungen des Steuerventiles zu unterstützen, kann die Membran aus
einem federelastischen Material gefertigt sein. Die Öffnungs- und Schließbewegung
des Ventilgliedes wird dann durch die Federkraft der Membran unterstützt. Zum Einstellen
des Hubes ist vorzugsweise zwischen einer Schließelementhalterung am Ventilglied eine
Einstellscheibe vorgesehen. Der Hub wird eingestellt durch die Dicke der Einstellscheibe.
[0008] In einer Ausführungsform ist der Aktor mit einer oberen Halterung formschlüssig am
oberen Gehäuseteil befestigt. In diesem Fall wird die Bewegung des Aktors direkt auf
das obere Gehäuseteil übertragen. In einer alternativen Ausführungsform ist die obere
Halterung des Aktors nicht mit dem oberen Gehäuseteil verbunden und zwischen der oberen
Halterung und dem oberen Gehäuseteil ist ein Spalt ausgebildet. Dieser Spalt bildet
einen Vorhub, durch den ein gegebenenfalls auftretender Hubfehler ausgeglichen werden
kann. Um eine Rückstellbewegung des Schließelementes in seinen Sitz zu erzielen, wenn
die obere Halterung nicht mit dem oberen Gehäuseteil verbunden ist, ist in diesem
Fall zwischen dem oberen Gehäuseteil und der Abdeckung ein Federelement aufgenommnen,
welches sich einerseits am oberen Gehäuseteil und andererseits an der Abdeckung abstützt.
Vorzugsweise umschließt das Federelement das obere Gehäuseteil und stützt sich auf
eine Rippe am oberen Gehäuseteil ab. Das Federelement ist zum Beispiel eine als Spiralfeder
ausgebildete Druckfeder. Wenn sich das Federelement zwischen dem oberen Gehäuseteil
und der Abdeckung befindet und auf die obere Stirnfläche des oberen Gehäuseteils wirkt,
ist zum Beispiel auch eine Tellerfeder oder eine Blattfeder einsetzbar. Vorteil des
Einsatzes einer Tellerfeder oder einer Blattfeder ist, dass der Bauraum zwischen dem
oberen Gehäuseteil und der Abdeckung klein gehalten werden kann. Dies ist ebenfalls
der Fall, wenn das Federelement das obere Gehäuseteil umschließt.
[0009] Damit sich der Piezoaktor und das obere Gehäuseteil durch Erwärmung oder Abkühlung
nicht unterschiedlich stark ausdehnen, ist das obere Gehäuseteil vorzugsweise aus
Invar gefertigt. Vorteil von Invar ist, dass dieses einen Temperaturausdehnungskoeffizienten
hat, der in etwa dem eines Piezoaktors entspricht.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0010] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und in der
nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
[0011] Es zeigen:
Figur 1 ein erfindungsgemäß ausgebildetes Steuerventil eines Kraftstoffinjektors,
Figur 2 einen Ausschnitt aus einem oberen Gehäuseteil und einer Abdeckung in einer
zweiten Ausführungsform.
Ausführungsformen der Erfindung
[0012] Figur 1 zeigt ein Steuerventil eines erfindungsgemäß ausgebildeten Kraftstoffinjektors
in einer ersten Ausführungsform.
[0013] Eine erfindungsgemäß ausgebildete Vorrichtung zum Einspritzen von Brennstoff in einen
Brennraum einer Verbrennungskraftmaschine umfasst ein Steuerventil 1, welches durch
einen Aktor 2 betätigt wird, der sich bei Stromzufuhr ausdehnt. In der hier dargestellten
Ausführungsform ist der Aktor 2 ein Piezoaktor. Der Aktor 2 ist zwischen einer oberen
Halterung 3 und einer unteren Halterung 4 eingespannt. Die erforderliche Vorspannung
des Aktors 2 wird durch ein Federelement 5 erzielt. Das Federelement 5 ist in der
hier dargestellten Ausführungsform eine als Zugfeder ausgebildete Rohrfeder, die den
Aktor 2 umschließt und mit der oberen Halterung 3 und der unteren Halterung 4 verbunden
ist. Die obere Halterung 3 ist in der in Figur 1 dargestellten Ausführungsform formschlüssig
mit einem oberen Gehäuseteil 6 verbunden. Die formschlüssige Verbindung erfolgt in
der hier dargestellten Ausführungsform durch Verschweißen. Neben der formschlüssigen
Verbindung durch Verschweißen wäre es aber auch denkbar, dass die obere Halterung
durch Kleben oder Löten bzw. durch eine kraftschlüssige Verbindung mit dem oberen
Gehäuseteil 6 verbunden wird. Geeignete kraftschlüssige Verbindungen sind zum Beispiel
Einpressen oder Einschrauben.
[0014] Die untere Halterung 4 ist mit einer Platte 7 verbunden, die formstabil mit dem Injektorgehäuse
8 verbunden ist. In der hier dargestellten Ausführungsform ist die untere Halterung
4 mit der Platte 7 durch eine formschlüssige Verbindung befestigt. In der Platte 7
sind Durchbrüche 9 ausgebildet, durch die Bolzen 10 geführt sind, die mit dem oberen
Gehäuseteil 6 verbunden sind. Die Bolzen 10 sind mit einem oberen Abschnitt 11 eines
Ventilgliedes 12 verbunden.
[0015] Um den Aktor 2 anstelle einer Magnetbaugruppe in einem Kraftstoffinjektor gleicher
Bauart einsetzen zu können, ist der obere Abschnitt 11 des Ventilglieds 12 in Form
eines Ventilbolzens einer Ankergruppe einer Magnetbaugruppe ausgeführt. Die Gestaltung
des oberen Abschnittes 11 in Form eines Ankers einer Magnetventilbaugruppe ermöglicht
es auch, auf einfache Weise die Bolzen 10, die mit dem oberen Gehäuseteil 6 verbunden
sind, mit dem oberen Abschnitt 11 des Ventilgliedes 12 zu verbinden.
[0016] Anstelle der Bolzen 10 kann der obere Abschnitt 11 des Ventilgliedes 12 auch über
Gewindestangen oder Zapfen mit dem oberen Gehäuseteil 6 verbunden werden.
[0017] Um den Aktor 2 gegen die Umwelt abzudichten und um zu vermieden, dass sich bewegende
Teile aus dem Kraftstoffinjektor herausragen, ist das obere Gehäuseteil 6 von einer
Abdeckung 13 umschlossen. Die Abdeckung 13 ist in der hier dargestellten Ausführungsform
mit einem Bördelrand 14 versehen. Mit einer Spannmutter 15, die über den Bördelrand
14 greift ist die Abdeckung 13 mit dem Injektorgehäuse 8 verbunden.
[0018] Eine Abdichtung des Aktors 2 gegenüber dem im Injektor enthaltenen Kraftstoff erfolgt
über eine Membran 16. In der hier dargestellten Ausführungsform ist die Membran 16
flüssigkeitsdicht mit der Platte 7 verbunden. Die Verbindung erfolgt zum Beispiel
über eine Schweißnaht. In der hier dargestellten Ausführungsform ist die Membran 16
unter dem oberen Abschnitt des Ventilgliedes 12 durchgeführt. Die Membran 16 kann
aber auch mit einer Öffnung versehen sein, die das Ventilglied 12 umschließt. Im Bereich
der Öffnung wird die Membran 16 mit dem Ventilglied 12 flüssigkeitsdicht verbunden.
Die Verbindung erfolgt dann vorzugsweise über eine Schweißnaht. An die Membran 16
schließt sich ein unterer Abschnitt 17 des Ventilgliedes 12 an. Der untere Abschnitt
17 umfasst eine Einstellscheibe 18, eine Schließelementaufnahme 19 und ein Schließelement
20. Das Schließelement 20 ist hier kugelförmig ausgebildet. Anstatt kugelförmig kann
das Schließelement 20 aber auch zum Beispiel kegelförmig oder in Form eines Flachsitzes
ausgebildet sein. Bei verschlossenem Steuerventil 1 steht das Schließelement 20 in
einem Sitz 21. Durch das Steuerventil 1 ist ein Ablaufkanal 22 mit einer darin aufgenommenen
Ablaufdrossel 23 verschließbar oder freigebbar. Der Ablaufkanal 22 verbindet einen
Steuerraum 24 mit einem Kraftstoffrücklauf 25. Der Steuerraum 24 ist an einer Seite
durch eine obere Stirnfläche 26 eines Steuerkolbens 27 begrenzt. Über eine Zulaufdrossel
28 ist der Steuerraum 24 mit einem Kraftstoffzulauf 29 verbunden. Der Kraftstoffzulauf
29 ist zum Beispiel mit einem hier nicht dargestellten Hochdruckspeicher verbunden,
aus welchem unter Systemdruck stehender Kraftstoff in den Kraftstoffinjektor strömt.
Vom Kraftstoffzulauf 29 zweigt ein Hochdruckkanal 30 ab, der mit einem Düsenraum verbunden
ist. Aus dem Düsenraum strömt bei geöffnetem Einspritzventilglied der Kraftstoff in
den Brennraum der Verbrennungskraftmaschine.
[0019] Um den Kraftstoffinjektor montieren zu können, sind in der hier dargestellten Ausführungsform
der Ablaufkanal 22 mit der Ablaufdrossel 23, die Zulaufdrossel 28, der Steuerraum
24 und eine Führung 31 für den Steuerkolben 27 in einem Ventilstück 32 ausgebildet.
Weiterhin ist auch der Sitz 21 des Steuerventils 1 im Ventilstück ausgebildet.
[0020] Die Ansteuerung des Aktors 2 erfolgt über einen elektrischen Kontakt 33. Der elektrische
Kontakt 33 ist hier durch die Platte 7 geführt, damit dieser ortsfest ist und nicht
mit dem oberen Gehäuseteil 6 mitbewegt wird.
[0021] Um den Einspritzvorgang zu starten, wird der Aktor 2 bestromt. Hierdurch dehnt sich
der Aktor 2 aus. Da die untere Halterung 4 mit der Platte 7 ortsfest im Injektorgehäuse
8 aufgenommen ist, wirkt der Aktor 2 auf die obere Halterung 3 und damit auf das obere
Gehäuseteil 6. Dieses wird angehoben. Hierdurch hebt sich auch der obere Abschnitt
11 des Ventilgliedes 12, der mit dem oberen Gehäuseteil 6 verbunden ist an. Hierdurch
hebt sich auch das Schließelement 20 aus seinem Sitz und gibt die Verbindung vom Ablaufkanal
22 in den Kraftstoffrücklauf 25 frei. Kraftstoff strömt aus dem Steuerraum 24 in den
Kraftstoffrücklauf 25. Hierdurch sinkt der Druck im Steuerraum 24 ab. Die Druckkraft,
die auf die obere Stirnfläche 26 des Steuerkolbens 27 wirkt, wird hierdurch kleiner.
Der Steuerkolben ist nicht mehr kraftausgeglichen und bewegt sich in den Steuerraum
24 hineein. Hierdurch vergrößert sich das Volumen eines hier nicht dargestellten Steuerraumes,
der von dem Ende des Steuerkolbens 24 begrenzt wird, das der oberen Stirnfläche 26
gegenüberliegt. Der zweite Steuerraum wird weiterhin von einem Einspritzventilglied
begrenzt. Durch den abnehmenden Druck wirkt eine geringere Druckkraft auf das Einspritzventilglied,
so dass dieses aus seinem Sitz gehoben wird. Der Einspritzvorgang beginnt.
[0022] Um den Einspritzvorgang wieder zu beenden wird die Bestromung des Aktors 2 aufgehoben.
Der Aktor 2 zieht sich zusammen. Hierdurch wird das obere Gehäuseteil 6, welches mit
der oberen Halterung 3 verbunden ist, wieder nach unten bewegt. Hierdurch bewegt sich
auch der obere Abschnitt 11 des Ventilgliedes 12 in Richtung des Sitzes 21. Der mit
dem oberen Abschnitt 11 verbundene untere Abschnitt 17 des Ventilgliedes 12 bewegt
sich ebenfalls in Richtung des Sitzes 21. Das Schließelement 20 wird in seinen Sitz
21 gestellt. Die Verbindung des Ablaufkanales 22 mit dem Kraftstoffrücklauf 25 wird
verschlossen. Über die Zulaufdrossel 28 strömt unter Systemdruck stehender Kraftstoff
in den Steuerraum 24. Im Steuerraum 24 baut sich somit wieder Systemdruck auf. Hierdurch
nimmt die Druckkraft, die auf die obere Stirnfläche 26 des Steuerkolbens 27 wirkt,
zu. Der Steuerkolben 27 wird in Richtung des zweiten Steuerraumes verschoben. Hierdurch
nimmt das Volumen im zweiten Steuerraum ab, wodurch der Druck in diesem steigt. Aufgrund
des steigenden Druckes nimmt die Druckkraft auf das Einspritzventilglied zu. Dieses
wird in seinen Sitz gestellt. Hierdurch wird die Verbindung vom Düsenraum zur Einspritzöffnung
verschlossen. Es kann kein Kraftstoff mehr aus dem Düsenraum über die Einspritzöffnung
in den Brennraum strömen.
[0023] Figur 2 zeigt einen Ausschnitt aus einem erfindungsgemäß ausgebildeten Kraftstoffinjektor
in einer zweiten Ausführungsform.
[0024] Bei der in Figur 2 dargestellten Ausführungsform ist die obere Halterung 3 des Aktors
2 nicht mit dem oberen Gehäuseteil 6 verbunden. Damit das obere Gehäuseteil 6 durch
den Aktor 2 und die obere Halterung 3 angehoben werden kann, ist an der oberen Halterung
3 eine Schulter 40 ausgebildet. Die Schulter 40 wirkt mit einer zweiten Schulter 41
am oberen Gehäuseteil 6 zusammen. Sobald der Aktor 2 bestromt wird und sich ausdehnt,
hebt sich das obere Gehäuseteil 3 in Richtung des oberen Gehäuseteils 6. Sobald die
Schulter 40 der oberen Halterung 3 mit der zweiten Schulter 41 des oberen Gehäuseteiles
6 in Kontakt steht, wird das obere Gehäuseteil 6 angehoben. Bei nicht bestromtem Aktor
2 ist zwischen der Schulter 40 der oberen Halterung 3 und der zweiten Schulter 41
des oberen Gehäuseteiles 6 ein Spalt 42 ausgebildet. Der Spalt 42 dient als Vorhub,
mit dem ein gegebenenfalls auftretender Hubfehler ausgeglichen werden kann. Dies ist
zum Beispiel dann der Fall, wenn sich der Piezoaktor, wenn er nicht bestromt ist,
weiter zusammenzieht falls sich das obere Gehäuseteil in Richtung des Steuerventils
1 bewegenen lässt.
[0025] Auch in der in Figur 2 dargestellten Ausführungsform ist das obere Gehäuseteil 6
von einer Abdeckung 13 umschlossen. Die Abdeckung 13 ist ortsfest mit dem Injektorgehäuse
8 verbunden. Um nach Beendigung des Einspritzvorganges, wenn die Bestromung aufgehoben
wird und der Aktor 2 sich zusammenzieht das obere Gehäuseteil 6 wieder nach unten
zu bewegen, damit das Steuerventil 1 geschlossen wird, umschließt in der hier dargestellten
Ausführungsform ein Federelement 43 das obere Gehäuseteil 6. Das Federelement 43 ist
in der hier dargestellten Ausführungsform eine als Spiralfeder ausgebildete Druckfeder.
Damit das obere Gehäuseteil 6 bei nicht bestromtem Aktor 2 in Richtung des Steuerventils
1 bewegt wird, stützt sich das Federelement 43 mit einer Seite gegen die Abdeckung
13 und mit der anderen Seite gegen eine Erweiterung 44 am oberen Gehäuseteil ab. Sobald
zum Beginn des Einspritzvorganges der Aktor 2 bestromt wird und sich ausdehnt und
sich dadurch das obere Gehäuseteil 6 anhebt, wird das Federelement 43 gespannt. Wenn
die Bestromung des Aktors 2 aufgehoben wird, um den Einspritzvorgang zu beenden, wirkt
die Federkraft des Federelementes 43 auf die Erweiterung 44 des beweglichen oberen
Gehäuseteils 6 und drückt dieses nach unten. Hierdurch wird das Steuerventil 1 geschlossen,
indem das Schließelement 20 in seinen Sitz 21 gestellt wird. Um eine fehlerfreie Funktion
des Kraftstoffinjektors zu erzielen, ist es unbedingt notwendig, dass die Abdeckung
13 in der in Figur 2 dargestellten Ausführungsform ortsfest mit dem Injektorgehäuse
verbunden ist, damit diese sich nicht bewegen kann. Um eine ausreichend große Federkraft
bereitzustellen, die auf die Erweiterung 44 am oberen Gehäuseteil 6 wirkt, ist das
Federelement 43 auch bei nicht bestromtem und damit nicht ausgedehntem Aktor 2 bereits
vorgespannt. Die gewählte Vorspannung ist dabei abhängig von der Kraft, die auf die
Erweiterung 44 am oberen Gehäuseteil 6 wirken soll.
1. Vorrichtung zum Einspritzen von Kraftstoff in einen Brennraum einer Verbrennungskraftmaschine,
bei welcher ein Steuerventil (1) zum Ansteuern eines Einspritzventilgliedes mit einem
Aktor (2) betrieben wird, der sich bei Stromzufuhr ausdehnt, wobei bei bestromtem
Aktor (2) das Steuerventil (1) geöffnet und bei nicht bestromtem Aktor (2) geschlossen
ist und der Aktor (2) von einem oberen Gehäuseteil (6) umschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, dass das obere Gehäuseteil (6) gegenüber dem Injektorgehäuse (8) axial verschiebbar und
mit einem Ventilglied (12) des Steuerventils (1) verbunden ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Aktor (2) ein Piezoaktor ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das obere Gehäuseteil (6) von einer Abdeckung (13) umschlossen ist, die mit dem Injektorgehäuse
(8) verbunden ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Aktor (2) und einem mit dem Ventilglied (12) verbundenen Schließelement
(20) eine Membran (16) aufgenommen ist, durch die der Aktor (2) gegen Kraftstoff abgedichtet
wird.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das obere Gehäuseteil (6) mit Bolzen (10) am Ventilglied (12) montiert ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Bolzen (10) durch Durchbrücke (9) in einer Platte (7) geführt sind, die mit dem
Injektorgehäuse (8) fest verbunden ist und auf der sich der Aktor (2) abstützt.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Aktor (2) mit einer oberen Halterung (3) am oberen Gehäuseteil (6) formschlüssig
befestigt ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Halterung (3) des Aktors (2) nicht mit dem oberen Gehäuseteil (6) verbunden
ist und zwischen der oberen Halterung (3) und dem oberen Gehäuseteil (6) ein Spalt
(42) ausgebildet ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem oberen Gehäuseteil (6) und der Abdeckung (13) ein Federelement (43)
aufgenommen ist, welches sich einerseits am oberen Gehäuseteil (6) und andererseits
an der Abdeckung (13) abstützt.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (43) das obere Gehäuseteil (6) umschließt und sich einerseits auf
einer Erweiterung (44) am oberen Gehäuseteil (6) und andererseits an der Abdeckung
(13) abstützt.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventilglied (12) eine Einstellscheibe (18) umfasst, mit der der Hub eingestellt
wird.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das obere Gehäuseteil (6) aus Invar gefertigt ist.