[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Maschinenkomponente mit einem aus einem Grundmaterial
gefertigten Grundkörper, der in einem Teilbereich seiner Oberfläche mit einer Panzerung
aus einem Auftragsmaterial mit einer im Vergleich zum Grundmaterial größeren Härte
versehen ist. Sie betrifft weiterhin eine Gasturbine mit einer Anzahl von Maschinenkomponenten
dieser Art.
[0002] Turbinen, insbesondere Gasturbinen, werden in vielen Bereichen zum Antrieb von Generatoren
oder von Arbeitsmaschinen eingesetzt. Dabei wird der Energieinhalt eines Brennstoffs
zur Erzeugung einer Rotationsbewegung einer Turbinenwelle genutzt. Der Brennstoff
wird dazu in einer Brennkammer verbrannt, wobei von einem Luftverdichter verdichtete
Luft zugeführt wird. Das in der Brennkammer durch die Verbrennung des Brennstoffs
erzeugte, unter hohem Druck und unter hoher Temperatur stehende Arbeitsmedium wird
dabei über eine der Brennkammer nachgeschaltete Turbineneinheit geführt, wo es sich
arbeitsleistend entspannt.
[0003] Zur Erzeugung der Rotationsbewegung der Turbinenwelle sind dabei an dieser eine Anzahl
von üblicherweise zu Schaufelgruppen oder Schaufelreihen zusammengefassten Laufschaufeln
angeordnet, die über einen Impulsübertrag aus dem Arbeitsmedium die Turbinenwelle
antreiben. Zur Führung des Arbeitsmediums in der Turbineneinheit sind zudem üblicherweise
zwischen benachbarten Laufschaufelreihen mit dem Turbinengehäuse verbundene Leitschaufelreihen
angeordnet.
[0004] Eine Turbine dieser Art umfasst eine Vielzahl von Bauteilen oder Maschinenkomponenten,
die unter Einhaltung vorgegebener Maße, Formen und/oder Toleranzen geeignet in der
Turbine positioniert sind. In vielen Fällen kann es dabei wünschenswert sein, den
Kontakt benachbarter Maschinenkomponenten oder Bauteile miteinander zu minimieren,
um solchermaßen einen Verschleiß der betroffenen Bauteile besonders gering zu halten.
Dennoch kann es beim Betrieb der Turbine, beispielsweise infolge thermischer Ausdehnungen
oder auch infolge von betriebsbedingt auftretenden Schwingungen oder dergleichen,
immer wieder zu eigentlich unerwünschtem Kontakt zwischen derartigen Bauteilen kommen,
so dass ein gewisser Verschleiß derartiger Bauteile auftritt. Beispielsweise sind
als derartige Maschinenkomponenten im Bereich der Brennkammer der Gasturbine üblicherweise
ein so genanntes Flammrohr, ein Mischgehäuse und ein Innengehäuse benachbart zueinander
angeordnet. Diese weisen bauartbedingt derart große Verformungen und kritische Toleranzen
auf, dass im Betrieb der Gasturbine ein Kontakt dieser Bauteile stellenweise unvermeidlich
ist. Durch diesen Kontakt entsteht ein unerwünschter und insbesondere bei langer Betriebsdauer
möglicherweise auch kritischer Verschleiß, so dass die genannten Bauteile in regelmäßigen
Abständen inspiziert und bei Bedarf ausgetauscht/repariert werden müssen.
[0005] Um in derartigen Situationen den Verschleiß der betroffenen Bauteile oder Maschinenkomponenten
besonders gering zu halten, können die Maschinenkomponenten in so genannter gepanzerter
Ausführung gefertigt sein, wobei die vom erwarteten Verschleiß oder den erwarteten
Kontakten mit Nachbarkomponenten besonders betroffenen Bereiche mit einer auch als
Panzerung bezeichneten Schutzbeschichtung überzogen sind. Eine derartige Panzerung
kann dabei aus einem Auftragsmaterial gebildet sein, das eine im Vergleich zum Grundmaterial
der jeweiligen Komponente größere mechanische Härte aufweist, so dass bereits durch
eine derartig geeignete Materialwahl ein kontaktbedingt auftretender Verschleiß verringert
werden kann.
[0006] Aufgrund der üblicherweise für derartige Einsatzzwecke größeren Härte des Auftragsmaterials
ist dieses aber auch spröder als das jeweilige Grundmaterial des Grundkörpers der
Maschinenkomponente. Eine Weiterverarbeitung des mit dem Auftragsmaterial versehenen
Grundkörpers, beispielsweise durch Biegen oder dergleichen, ist somit nur noch eingeschränkt
möglich. Des Weiteren kann es bei einer thermischen Ausdehnung des Grundkörpers in
dem mit dem Auftragsmaterial versehenen Bereich aufgrund des unterschiedlichen thermischen
Ausdehnungsverhaltens zu Rissbildungen und anderen Beschädigungen kommen. Gerade zum
Einsatz in thermisch vergleichsweise hoch belasteten Regionen, wie beispielsweise
im Innenbereich der Brennkammer einer Gasturbine, sind derartig gepanzerte Maschinenkomponenten
daher nur bedingt geeignet.
[0007] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Maschinenkomponente der oben
genannten Art anzugeben, die auch für den Einsatz in einem thermisch vergleichsweise
hoch belasteten Bereich einer Arbeitsmaschine besonders geeignet ist. Des Weiteren
soll eine Gasturbine mit einer Anzahl derartiger Maschinenkomponenten angegeben werden.
[0008] Hinsichtlich der Maschinenkomponente wird diese Aufgabe erfindungsgemäß gelöst, indem
die Panzerung segmentiert ausgeführt und von einer Anzahl von Panzerungssegmenten
gebildet ist.
[0009] Die Erfindung geht dabei von der Überlegung aus, dass die Maschinenkomponente für
eine grundsätzliche Einsetzbarkeit unter Einhaltung verschleißarmer Arbeitsbedingungen
mit einer geeigneten Panzerung versehen sein sollte. Um die damit einhergehenden Nachteile
insbesondere hinsichtlich der Weiterverarbeitbarkeit und auch der Stabilität gegenüber
thermischer Beanspruchung zu vermeiden, sollte die laterale Ausdehnung der Panzerung
besonders gering gehalten werden. Um dabei dennoch einen ausreichend großen Teilbereich
der Oberfläche abdecken zu können, sollten einzelne Zonen der Panzerung voneinander
entkoppelt ausgeführt werden, um somit ausreichende Nachgiebigkeit gegenüber thermischer
Verformung und dergleichen zu ermöglichen. Dazu sollte die Panzerung segmentweise
ausgeführt sein.
[0010] Die Panzerungssegmente können durch geeignete Techniken auf dem Grundkörper der Maschinenkomponente
aufgebracht sein. Vorteilhafterweise sind die Panzerungssegmente jedoch durch Auftragsschweißen
auf den Grundkörper aufgebracht, so dass eine besonders innige Verbindung zum Grundkörper
und somit eine hohe Stabilität der Maschinenkomponente insgesamt erreicht ist.
[0011] Die Panzerungssegmente können auf eine äußere Oberfläche des Grundkörpers aufgebracht
sein, so dass die hierdurch entstehende Kontur im Wesentlichen eine Mehrzahl von durch
die Panzerungssegmente gegebene Ausbuchtungen auf der Oberfläche der Schienenkomponente
aufweist. Um jedoch für das Bauteil oder die Maschinenkomponente die Einhaltung geforderter
Maße oder auch die Bereitstellung einer nach außen hin glatten Oberfläche zu ermöglichen,
sind die Panzerungssegmente vorteilhafterweise jeweils in zugeordnete Vertiefungen
in den Grundkörper eingebracht oder eingebettet. Dadurch ist vorteilhafterweise insgesamt
eine nahezu ebene Gesamtoberfläche der Maschinenkomponente erreichbar, wobei insbesondere
die äußere Oberfläche der Panzerungssegmente und die äußere Oberfläche der zwischen
den Panzerungssegmenten verlaufenden Stege des Grundkörpers eine durchgängige Oberfläche
bilden.
[0012] Vorteilhafterweise kommen Maschinenkomponenten der genannten Art in einer Gasturbine,
insbesondere als Flammrohr einer Brennkammer, als Mischgehäuse eines Brenners und/oder
als Innengehäuse einer Brennkammer zum Einsatz. Dabei können insbesondere auch benachbart
zueinander positionierte Bauteile oder Maschinenkomponenten derartig gepanzert ausgeführt
sein, wobei vorteilhafterweise der gepanzerte Teilbereich der Oberfläche einer ersten
Maschinenkomponente benachbart zum gepanzerten Teilbereich der Oberfläche einer zweiten
Maschinenkomponente angeordnet ist. In besonders vorteilhafter Ausgestaltung weist
dabei das Auftragsmaterial der ersten Maschinenkomponente eine andere Härte auf als
das Auftragsmaterial der zweiten Maschinenkomponente. Durch geeignete Materialwahl
ist es somit möglich, bei auftretendem Kontakt der beiden Maschinenkomponenten miteinander
den Verschleiß gezielt auf eine der beiden Maschinenkomponenten - nämlich diejenige
mit der Panzerung geringerer Härte - zu fokussieren, wobei dazu insbesondere die leichter
austauschbare oder reparierbare Maschinenkomponente gewählt werden kann.
[0013] Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, dass durch
die segmentierte Ausführung der Panzerung der Maschinenkomponente auch bei nur kleinen
Toleranzbereichen eine Anbringung der Panzerung auf den Grundkörper überhaupt erst
ermöglicht wird, wobei gerade im Hinblick auf die segmentierte Ausführung der Panzerung
ein Verzug des Grundkörpers infolge der hohen Arbeitstemperaturen beim Auftragsschweißen
weitgehend vermieden werden kann. Durch die segmentierte Ausführung der Panzerung
wird zudem eine Rissbildung bei der Aufbringung der Panzerung vermieden, die bei durchgehender
Schweißung der Panzerung auftreten könnte. Zudem wird ein nachträgliches Biegen des
Bauteils ermöglicht, ohne dass das Auftragsmaterial dabei zu stark beansprucht würde.
Des Weiteren sind Verformungen und Verbindungsschweissungen während der Montage und
im Betrieb vergleichsweise einfach durchzuführen, ohne dass kritische Auswirkungen
auf das Bauteil zu befürchten sind.
[0014] Durch die Anbringung der Panzerungssegmente in in den Grundkörper eingearbeitete
Vertiefungen kann die Oberfläche der Maschinenkomponente im Nachhinein homogenisiert
werden, wobei ein möglicher Überstand nach dem Auftragsschweißen auch nachträglich
entfernt werden kann. Dabei kann insbesondere bei angepasster Bauteilgeometrie die
Einhaltung extern vorgegebener Maße sichergestellt werden. Die segmentierte Aufbringung
der Panzerung reduziert zudem die Belastung des Bauteils bei der Fertigung, Montage
und im Betrieb.
[0015] Gerade bei der Anwendung bei Turbinen, insbesondere Gasturbinen, kann zudem durch
geeignete Materialwahl bei der paarweisen Panzerung von Komponentenpaaren durch geeignete
Wahl unterschiedlicher Härten der Verschleiß auf eine der beiden gepaarten Komponenten
fokussiert werden, so dass eine nachträgliche Wartung und ein Austausch betroffener
Komponenten bedeutend erleichtert werden kann.
[0016] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand einer Zeichnung näher erläutert.
Darin zeigen:
- FIG 1
- einen Längsschnitt durch eine Gasturbine,
- FIG 2
- einen Schnitt durch eine Brennkammer bei Gasturbinen nach FIG 1, und
- FIG 3 bis 5
- jeweils Maschinenkomponenten der Gasturbine nach FIG 1.
[0017] Gleiche Teile sind in allen Figuren mit denselben Bezugszeichen versehen.
[0018] Die Gasturbine 1 gemäß FIG 1 weist einen Verdichter 2 für Verbrennungsluft, eine
Brennkammer 4 sowie eine Turbine 6 zum Antrieb des Verdichters 2 und eines nicht dargestellten
Generators oder einer Arbeitsmaschine auf. Dazu sind die Turbine 6 und der Verdichter
2 auf einer gemeinsamen, auch als Turbinenläufer bezeichneten Turbinenwelle 8 angeordnet,
mit der auch der Generator bzw. die Arbeitsmaschine verbunden ist, und die um ihre
Mittelachse 9 drehbar gelagert ist.
[0019] Die Brennkammer 4 ist mit einer Anzahl von Brennern 10 zur Verbrennung eines flüssigen
oder gasförmigen Brennstoffs bestückt. Sie ist weiterhin an ihrer Innenwand mit nicht
näher dargestellten Hitzeschildelementen versehen.
[0020] Die Turbine 6 weist eine Anzahl von mit der Turbinenwelle 8 verbundenen rotierbaren
Laufschaufeln 12 auf. Die Laufschaufeln 12 sind kranzförmig an der Turbinenwelle 8
angeordnet und bilden somit eine Anzahl von Laufschaufelreihen. Weiterhin umfasst
die Turbine 6 eine Anzahl von feststehenden Leitschaufeln 14, die ebenfalls kranzförmig
unter Bildung von Leitschaufelreihen an einem Innengehäuse 16 der Turbine 6 befestigt
sind. Die Laufschaufeln 12 dienen dabei zum Antrieb der Turbinenwelle 8 durch Impulsübertrag
von einem die Turbine 6 durchströmenden Arbeitsmedium M. Die Leitschaufeln 14 dienen
hingegen zur Strömungsführung des Arbeitsmediums M zwischen jeweils zwei in Strömungsrichtung
des Arbeitsmediums M gesehen aufeinander folgenden Laufschaufelreihen oder Laufschaufelkränzen.
Ein aufeinander folgendes Paar aus einem Kranz von Leitschaufeln 14 oder einer Leitschaufelreihe
und aus einem Kranz von Leitschaufeln 12 oder einer Laufschaufelreihe wird dabei auch
als Turbinenstufe bezeichnet.
[0021] Jede Leitschaufel 14 weist eine Plattform 18 auf, die zur Fixierung der jeweiligen
Leitschaufel 14 am Innengehäuse 16 der Turbine 6 als Wandelement angeordnet ist. Die
Plattform 18 ist dabei ein thermisch vergleichsweise stark belastetes Bauteil, das
die äußere Begrenzung eines Heißgaskanals für das die Turbine 6 durchströmende Arbeitmedium
M bildet. Jede Laufschaufel 12 ist in analoger Weise über eine auch als Schaufelfuß
bezeichnete Plattform 20 an der Turbinenwelle 8 befestigt.
[0022] Zwischen den beabstandet voneinander angeordneten Plattformen 18 der Leitschaufeln
14 zweier benachbarter Leitschaufelreihen ist jeweils ein Führungsring 21 am Innengehäuse
16 der Turbine 6 angeordnet. Die innere Oberfläche jedes Führungsrings 21 ist dabei
ebenfalls dem heißen, die Turbine 6 durchströmenden Arbeitsmedium M ausgesetzt und
in radialer Richtung vom äußeren Ende 22 der ihm gegenüberliegenden Laufschaufeln
12 einer Laufschaufelreihe durch einen Spalt 24 beabstandet.
[0023] Wie der vergrößerten Darstellung in FIG 2 entnehmbar ist, ist jeder der Brennkammer
4 in seinem Einströmbereich, an dem eine Anzahl von nicht näher spezifizierten Zuführungsleitungen
für Medien, wie Brennstoff und Verbrennungsluft angeschlossen sind, in seinem Inneren
mit einem so genannten Flammrohr 30 ausgerüstet, innerhalb dessen die Verbrennung
des Brennstoffs stattfindet. Über ein ebenfalls innerhalb des Gehäuses 32 des jeweiligen
Brenners 10 angeordnetes, auch als Mischgehäuse bezeichnetes Übergangsstück 34 ist
das Flammrohr 30 ausgangsseitig verbunden mit einem Mischgehäuse 34 der Brennkammer
4.
[0024] Das Flammrohr 30, das Übergangsstück 34 und das Innengehäuse 36 sind dabei in der
Art ineinander gesteckter Rohre miteinander verbunden, so dass eine zuverlässige Medienstromführung
vom Flammrohr 30 in das Innengehäuse 36 der Brennkammer 4 gewährleistet ist. Die jeweils
ineinander gesteckten Rohrenden sind dabei unter Einhaltung der vorgegebenen Maße
und Toleranzen möglichst berührungsfrei voneinander positioniert, so dass ein Verschleiß
aufgrund von in Kontakt miteinander geratenden Komponenten und aneinander reibenden
Komponenten möglichst vermieden ist. Allerdings lässt sich betriebsbedingt beim Betrieb
der Gasturbine 1 ein immer wiederkehrender Kontakt dieser Komponenten miteinander
nicht vermeiden, so dass in jedem Fall mit einem Restverschleiß zu rechnen ist. Um
diesem Verschleiß Rechnung zu tragen, ist im Rahmen von Wartungs- und Inspektionsarbeiten
eine regelmäßige Überprüfung und gegebenenfalls ein Austausch dieser Komponenten erforderlich.
[0025] Um den betrieblichen Aufwand der Gasturbine 1 besonders gering zu halten und die
erforderlichen Inspektions- und Wartungsarbeiten weitgehend zu vereinfachen, sind
die Komponenten der Gasturbine 1 möglichst verschleißarm ausgelegt. Um dabei dem durch
Kontakt der Maschinenkomponenten Flammrohr 30, Übergangsstück 34 und Innengehäuse
36 bedingten Verschleiß Rechnung zu tragen und gerade diesen Verschleiß bei auftretenden
Kontakten der Komponenten miteinander besonders gering zu halten, sind die genannten
Maschinenkomponenten als gepanzerte Komponenten ausgeführt. Dazu ist jede der Maschinenkomponenten
Flammrohr 30, Übergangsstück 34 und Innengehäuse 36 aus einem aus Grundmaterial gefertigten
Grundkörper 40 aufgebaut, der in einem jeweils in den FIG 3 bis 6 dargestellten Teilbereich
seiner Oberfläche mit einer Panzerung 42 aus einem Auftragsmaterial versehen ist.
Das Auftragsmaterial ist dabei derart gewählt, dass es im Vergleich zum Grundmaterial
eine größere Härte aufweist, so dass eine erhöhte Widerstandsfähigkeit gegenüber mechanischer
und auch thermischer Belastung gegeben ist. Das Auftragsmaterial ist dabei jeweils
durch Auftragsschweißen auf den Grundkörper 40 aufgebracht.
[0026] Um eine Beeinträchtigung der Fertigung, der Montage und auch des Betriebs der jeweiligen
Maschinenkomponenten durch die Panzerung 42 zu vermeiden, wie sie beispielsweise durch
das unterschiedliche thermische Ausdehnungsverhalten und damit verbundene Rissbildung
beim eigentlichen Schweißvorgang oder auch beim Betrieb bei erhöhter thermischer Belastung
auftreten könnte, ist die Panzerung 42 der jeweiligen Maschinenkomponente segmentiert
ausgeführt. Dazu umfasst die Panzerung 42 eine Mehrzahl von Panzerungssegmenten 44,
wobei die Dimensionierung im Hinblick auf die Dimensionierung der eigentlichen Maschinenkomponente
und die verwendeten Materialien derart gewählt ist, dass durch die lateral begrenzte
Ausdehnung die jeweiligen Panzerungssegmente 44 eine zu große Beeinträchtigung des
Grundkörpers 40 durch unterschiedliches thermisches Ausdehnungsverhalten und dergleichen
vermieden ist.
[0027] Wie der Darstellung in FIG 3 entnehmbar ist, sind die Panzerungssegmente 44 jeweils
in zugeordnete Vertiefungen im Grundkörper 40 eingebracht. Die Vertiefungen können
dabei durch geeignete Bearbeitungsverfahren, wie beispielsweise durch Fräsen, Drehen
oder Schleifen eingebracht worden sein. Die Dimensionierung kann dabei grundsätzlich
derart vorgenommen werden, dass auf eine plane Oberfläche des Grundkörpers 40 die
Panzerungssegmente 44 aufgebracht werden und dementsprechend ihrer Dicke entsprechende
Vertiefungen zwischen ihnen entstehen. Bei der Anbringung der Panzerungssegmente 44
kann die Anfertigung jedoch auch, wie dies in den FIG 3 bis 6 gezeigt ist, derart
erfolgen, dass die äußere Oberfläche der Panzerungssegmente 44 mit der äußeren Oberfläche
der zwischen den äußeren Panzerungssegmenten 44 verlaufenden Stege 46 des Grundkörpers
40 eine durchgängige und somit plane Oberfläche bilden. Als fertige Maschinenkomponente
entsteht dabei ein Bauteil, das hinsichtlich seiner Formgebung, Dimensionierung und
Maßhaltigkeit einem ursprünglich vorgesehenen Bauteil weitestgehend entspricht und
insbesondere eine entsprechend glatte und planare Oberfläche aufweist.
[0028] In FIG 4 ist gezeigt, dass auch ein gebogener Kühlluftring 50 als zumindest teilweise
gepanzerte Maschinenkomponente der genannten Art ausgeführt sein kann. Der Kühlluftring
50 ist dabei an seiner Oberfläche ebenfalls mit Panzerungssegmenten 44 versehen, die
in entsprechende Vertiefungen des den Kühlluftring 50 bildenden Grundkörpers 40 eingearbeitet
sind. Im Grundkörper 40 des Kühlluftrings 50 sind dabei zusätzlich noch Kühlluftkanäle
52 vorgesehen, die durch entsprechende Bohrungen gebildet sind. Durch die Ausformung
der auch als Taschen bezeichneten Vertiefungen, in denen die Panzerungssegmente 44
dabei angeordnet sind, kann die gewünschte Geometrie des Kühlluftrings 50 beibehalten
werden. Dennoch wird auch bei Verwendung der Panzerungssegmente 44 eine nahezu ebene
Oberfläche und ein ebener Übergang zum Grundkörper 40 geschaffen. Dadurch ist eine
verstärkte Verschleißreduktion und eine verbesserte Bindung zwischen den verwendeten
Materialien gewährleistet.
[0029] In FIG 5 ist gezeigt, dass als derartig gepanzerte Maschinenkomponenten insbesondere
das Übergangsstück 34 und das Flammrohr 30 der Gasturbine 1 in ihrem überlappenden
Bereich ausgeführt sind. Panzerungen 42 dieser Maschinenkomponenten sind dabei jeweils
auf den einander zugewandten Oberflächensegmenten vorgesehen. Bei einer derartigen
benachbarten Anordnung zweier derartig gepanzerter Maschinenkomponenten ist zudem,
wie dies vorliegend für das Übergangsstück 34 und das Flammrohr 30 vorgesehen ist,
durch eine geeignete Materialwahl für die Panzerungen 42 eine gezielte Fokussierung
des Verschleißes auf eine der beiden Maschinenkomponenten, insbesondere auf die leichter
austauschbare Maschinenkomponente, ermöglicht. Dazu ist vorliegend gezielt vorgesehen,
das Auftragsmaterial für die Panzerung 42 des Flammrohres 30 von geringerer Härte
zu wählen als das Material für die Panzerung 42 des Übergangsstücks 34.
1. Maschinenkomponente mit einem aus einem Grundmaterial gefertigten Grundkörper(40),
der in einem Teilbereich seiner Oberfläche mit einer Panzerung (42) aus einem Auftragsmaterial
mit einer im Vergleich zum Grundmaterial größeren Härte versehen ist, wobei die Panzerung
(42) segmentiert ausgeführt und von einer Anzahl von Panzerungssegmenten (44) gebildet
ist.
2. Maschinenkomponente nach Anspruch 1, bei der die Panzerungssegmente (44) durch Auftragsschweißen
auf den Grundkörper (40) aufgebracht sind.
3. Maschinenkomponente nach Anspruch 1 oder 2, bei der die Panzerungssegmente (44) jeweils
in zugeordnete Vertiefungen im Grundkörper (40) eingebracht sind.
4. Maschinenkomponente nach Anspruch 3, bei der die äußere Oberfläche der Panzerungssegmente
(44) und die äußere Oberfläche der zwischen den Panzerungssegmenten (44) verlaufenden
Stege (46) des Grundkörpers (40) eine durchgängige Oberfläche bilden.
5. Gasturbine (1) mit einer Anzahl von Maschinenkomponenten nach einem der Ansprüche
1 bis 4.
6. Gasturbine(1) nach Anspruch 5, bei der der gepanzerte Teilbereich der Oberfläche einer
ersten Maschinenkomponente benachbart zum gepanzerten Teilbereich der Oberfläche einer
zweiten Maschinenkomponente angeordnet ist, wobei das Auftragsmaterial der ersten
Maschinenkomponente eine andere Härte aufweist als das Auftragsmaterial der zweiten
Maschinenkomponente.
7. Gasturbine nach Anspruch 5 oder 6, bei dem ein Flammrohr (30) einer Brennkammer (4),
ein Mischgehäuse (34) einer Brennkammer (4) und/oder ein Innengehäuse einer Brennkammer
(4) als Maschinenkomponenten nach einem der Ansprüche 1 bis 4 ausgestaltet sind.