[0001] Die Erfindung betrifft einen Schußwaffengriff, insbesondere einen Kunststoffgriff
für eine Selbstladepistole, sowie einen Bausatz hierfür, der mindestens eines seiner
Teile in unterschiedlicher Ausführung doppelt enthält.
[0002] Wenn in diesen Unterlagen Lagebezeichnungen wie "oben", "rechts" oder "vorne" in
Verbindung mit einer Schußwaffe vorkommen, so wird dabei stets von der Position der
Waffe ausgegangen, die sie beim Einschießen einnimmt, wobei "vorne" "in Schußrichtung"
ist.
[0003] Schon im ausgehenden 19. Jahrhundert setzte man zur Herstellung eines Ordonnanzrevolver-Griffes
zwei seitliche Griffschalen und einen Griffrücken in das jeweilige Griffstück ein.
Damals wurden die Griffschalen und der Griffrücken aus Hartholz gefertigt. Genaueste
Bearbeitung war Voraussetzung, um einen guten Halt zu gewährleisten. Auch die Holz-Griffschalen
der österreichischen Pistole Modell 1912 (Steyr) wurden in das Griffstück eingesetzt,
nämlich von unten her in Schienen eingeschoben und von einer einzigen Querschraube
an Ort und Stelle gehalten. Kurz nach Einführung dieser Faustfeuerwaffe brach der
I. Weltkrieges aus und das für die Griffschalen verwendete Walnußholz stand in der
abgelagerten Qualität - eine Voraussetzung für eine solche Fertigung - nicht mehr
zur Verfügung. Deshalb entstanden Pistolen, deren Griffschalen nach einiger Zeit zu
wackeln begannen, weil das Holz erst nach dieser Zeit (in der notwendigen Weise) ausgetrocknet
war. Hätte schon damals ein geeigneter Kunststoff für die Griffschalen zur Verfügung
gestanden, wäre dieses Problem nicht aufgetreten. Zudem hätten die Griffschalen ohne
Sonderaufwand stets in der notwendigen Genauigkeit gefertigt werden können, da Druckguß
eine Fertigung hoher Stückzahlen mit gleichbleibender, hoher Maßhaltigkeit ermöglicht.
[0004] Inzwischen hat die Zubehörindustrie Griffschalen und Griffrücken für Selbstladepistolen
in großer Vielfalt entwickelt. Diese können aus allen möglichen Materialien gefertigt
und zu der mit serienmäßigen Griffschalen ausgestatteten Pistole zusätzlich erworben
werden. Die
US 4 586 282 (SNIEZAK) beschriebt derartige Griffschalen und Griffrücken gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs
1. Allerdings sind alle diese Griffschalen und -rücken für Waffen in üblicher Bauweise
bestimmt, deren ursprüngliche, gegebenenfalls ordonnanzmäßige Griffschalen ohne weiteres
abgenommen werden können.
[0005] Seit den achtziger Jahren haben sich moderne Selbstladepistolen durchgesetzt, deren
Griff zum großen Teil aus Kunststoff gefertigt wird. Dabei sind die Griffschalen einstückig
mit dem Griffstück verbunden. Die Vorteile derartiger Griffe sind: Gewichtverminderung,
Korrosionsschutz und eine radikale Senkung der Herstellungskosten - letzteres da der
Griff mit hoher Genauigkeit durch Verbundguß in einem Arbeitsgang geformt werden kann,
ohne daß irgendeine Nachbearbeitung notwendig wäre.
[0006] Wegen der geringeren Festigkeit des Kunststoff sind allerdings bereits die Verbundguß-Griffstücke
wuchtiger als Stahl-Griffstücke. Um die Griffstücke nun nicht allzu klobig zu machen,
übernehmen die Griffschalen eine tragende Funktion: während eine klassische Selbstladepistole
notfalls auch ohne Griffschalen geschossen werden kann, ohne Schaden zu nehmen, hat
man dies bei solchen Kunststoff-Griffstücken nicht für möglich gehalten.
[0007] Der Kunststoff-Griff von Ordonnanzwaffen wird so bemessen, daß auch die kleinste
Hand noch in der Lage ist, die Waffe ordnungsgemäß zu bedienen. Personen, deren Hand
kleiner ist, kommen für den Dienst mit dieser nicht infrage. Nun haben sich bei bewaffneten
Polizeitruppen auch Frauen durchgesetzt, deren Hand in der Regel wesentlich kleiner
ist als die von Männern. Außerdem ist der Zulauf zu den Polizeitruppen kleiner geworden,
so daß man nicht mehr so rigoros, wie früher, Personen ausschliessen kann, die, abgesehen
von ihren Körpermaßen, ansonsten geeignet wären. Daher ist man in jüngerer Zeit dazu
übergegangen, solche Ordonnanzpistolen mit auswechselbaren Griffrücken auszustatten,
so daß es auch Personen mit unterschiedlich großen Händen ermöglicht ist, den Abzug
der Pistole jeweils bequem und sicher zu erreichen - vgl. z.B.
US 5 231 237 (CUPP). Im Anschluß daran sind auch Pistolen bekannt geworden, deren auswechselbare Griffstücke
sich durch unterschiedliche Oberflächenbeschaffenheit voneinander unterscheiden -
vgl.
EP 0 729 004 B1 (WESPETAL).
[0009] Solche auswechselbaren Griffrücken haben sich zwar bewährt. Sie haben aber den Nachteil,
daß der Abzugsfinger einer Person mit kleiner Hand, die eine Pistole mit schlankem
Griffrücken benutzt, eine andere Krümmung aufweist als der Abzugsfinger einer Person
mit großer Hand, welche die selbe Pistole mit dickem Griffrücken benutzt. Es ist aber
nur eine Krümmung ideal.
[0010] Diesem Nachteil will die Erfindung abhelfen.
[0011] Dies geschieht bei einem Schußwaffengriff der eingangs genannten Art dadurch, daß
er mindestens eine abnehmbare und austauschbare seitliche Griffschale aufweist, und
daß dessen Griffstück unter der abnehm- und austauschbaren Griffschale eine den Magazinschacht
der Waffe abdeckende Wand aufweist. Vorzugsweise sind beide Griffschalen abnehm- und
austauschbar. Gleiches gilt auch für den Griffrücken. Zusätzlich ist die den Magazinschacht
abdeckende Wand vorzugsweise geschlossen und deckt ihn vollständig ab.
[0012] Die Griffschale weist Ausnehmungen auf, mit denen sie über Vorsprünge des Griffstücks
geklipst wird. Es ist jedoch bevorzugt, daß die Griffschalen und/oder der Griffrücken
zu einer hinterschnittenen Nut-Feder-Verbindung auf das Griffstück aufgeschoben sind.
Durch die Nut-Feder-Verbindung ist eine tragende Verbindung zwischen der Griffschale
bzw. dem Griffrücken und dem Griffstück hergestellt, so daß die Griffschale zu dessen
Festigkeit beitragen kann. Bei modernen Druckgußverfahren macht die genaue Herstellung
solcher Nut-Feder-Verbindungen keine Schwierig-keit und führt auch nicht zu gesteigerten
Herstellungskosten, zumal der Kunststoff der Griffschale und/oder des Griff-rückens
in Grenzen nachgiebig gewählt sein kann und somit imstande ist, kleine Toleranzen
auszugleichen. Besonders wesentlich ist aber, daß die auf dem Griffstück ausgebildeten
Elemente der Nut-/Federanordnung dessen Festigkeit steigern, so daß das Griffstück
auch ohne Griffschalen verwendet werden kann, wenn etwa die Hand des Schützen besonders
klein sein sollte. Hierbei bilden die Federn ein Oberflächenmuster des Griffstücks,
das den zuverlässigen Halt der Waffe in der Hand fördert.
[0013] Die Halterung der Griffschalen und/oder des Griffrückens besteht darin, daß die Griffschalen
und/oder der Griffrücken mit einer Seitenkante, bevorzugt auch mit der Oberkante und/oder
der Unterkante, unter eine Rippe des Griffstücks geschoben und mit der gegenüberliegenden
Seite an mindestens einer Stelle mittels einer Befestigung am Griffstück befestigt
sind. Auch hier fördern die überstehenden Rippen am Griffstück dessen Festigkeit.
[0014] Die Anbringung von Griffschalen und Griffrücken besteht darin, daß die Griffschalen
mit ihrer Vorderkante unter eine Rippe des Griffstücks geschoben und mit ihrer Hinterkante
durch den Griffrücken gehalten sind, und daß der Griffrücken von unten her auf das
Griffstück und über die Hinterkanten der Griffschalen geschoben ist (Anspruch 1).
Hier ist ein besonders sicherer Sitz der Griffschalen erzielt, da der von unten her
aufgeschobene Griffrücken die Griffschalen nach vorne unter die Rippe drückt und hinten
anpreßt.
[0015] Weitere Rippen können sich längs der Ober- und Unterkante der Griffschale erstrecken,
so daß die Griffschale von hinten her auf das Griffstück geschoben und hinten durch
den Griffrücken festgehalten wird. Hierbei können die Rippen und die Griffschalen
so zusammenwirken, daß nicht nur die Griffschale unverrückbar festsitzen, sondern
auch ein Arbeiten des Griffstücks beim Schuß verhindert oder zumindest gedämpft wird.
[0016] Mittels der Erfindung läßt sich also der Griff einer Waffe, besonders der Griff einer
Selbstladepistole, deren Griffstück i. W. aus Kunststoff oder bewehrtem Kunststoff
besteht, leicht, bequem und noch besser an die Handgröße und -form des Schützen anpassen.
Dies gilt bevorzugt auch für Ordonnanzwaffen, die weitestgehend eine einheitliche
Bauserie bilden.
[0017] Somit kann eine Person mit kleiner Hand die Waffe entweder ohne Griffschalen und
mit schlankem Griffrücken oder mit dünnen Griffschalen und schlankem Griffrücken benutzen.
Eine Person mit großer Hand wird dagegen dicke Griffschalen und einen dicken Griffrücken
benutzen. Durch Bereitstellung eines Sortimentes an Griffschalen und Griffrücken kann
dabei der optimale Einsatzbereich der Waffe stark vergrößert werden.
[0018] Die Anmelderin hat nämlich bei Versuchen mit aufgeschnittenen Griffstücken entdeckt,
daß diese einer begrenzten Anzahl von Schüssen standhalten, ohne einen Dauerschaden
davonzutragen. Somit hält auch ein geschwächtes Griffstück wenigen Schüssen ohne Dauerschaden
stand, wenn etwa bei abgenommenen Griffschalen sich ein fälschlich verbliebener Schuß
lösen solle, oder wenn dann die Waffe in einer Notsituation benutzt werden sollte.
Auch wenn das Griffstück bei abgenommenen Griffschalen nicht dauerfest sein sollte,
ist dies bei einer kurzen Belastung von wenigen Schüssen unerheblich.
[0019] Natürlich kann die Erfindung auch bei Griffstücken angewandt werden, die bereits
ohne die Griffschalenausbildung die notwendige Festigkeit haben, um dem Dauergebrauch
zu widerstehen.
[0020] So läßt sich bei der Erfindung nicht nur - wie beim Stand der Technik - die Dicke
des Kunststoffgriffs, in Schußrichtung gesehen, korrigieren, sondern auch die Dicke
des Griffs quer zur Schußrichtung; zusätzlich auch die Ausbildung der Griffseiten,
etwa eine Daumenauflage für Rechts- oder Linksschützen, Wülste, die das Abrutschen
einer kleinen Hand verhindern, und vieles mehr. Insbesondere läßt sich mittels der
Erfindung erreichen, daß die Krümmung eines an der Griffschale anliegenden Fingers
stets gleich bleibt, unabhängig davon, wie groß nun die Hand des Schützen ist.
[0021] Die Befestigung des Griffrückens kann etwa durch Rasten bewirkt werden. Diese Rasten
haben aber den Nachteil, gegebenenfalls das Abnehmen des Griffrückens zu behindern
oder unmöglich zu machen. Deshalb wird es bevorzugt, daß die Befestigung des Griffrückens
mittels eines Querstiftes erfolgt (Anspruch 2). Bevorzugt ist dieser Querstift nicht,
wie bei Stahl-Griffstücken, mit Preßsitz befestigt, sondern trägt eine Ringnut, in
welche ein Federglied, etwa die Schlagfeder, eingreifen kann. Dabei ergibt sich der
Vorteil, daß der Querstift nur dann herausgedrückt werden kann, wenn die Waffe entspannt
und damit nicht schußbereit ist.
[0022] Eine weitere, bevorzugte Möglichkeit besteht darin, daß auf der Außenseite der geschlossenen
Wand von vorne nach hinten verlaufende Stege mit nach oben und/oder unten überstehender,
oberer Fläche angeordnet sind, die in komplementäre Aussparungen von Nuten eingreifen,
die in der Unterseite der Griffschalen ausgespart sind, und daß die Stege, ohne Griffschalen,
das Halten der Waffe mit der Hand fördern (Anspruch 3). Die Stege können etwa ein
Hammerkopfprofil, ein Schwalbenschwanzprofil oder dergleichen aufweisen. Hier bewirken,
wie bereits oben erwähnt, die Stege eine Verstärkung des Griffstücks, so daß dieses
auch ohne Griffschalen im Dauerbetrieb eingesetzt werden kann.
[0023] Die Stege müssen nicht unbedingt geradlinig verlaufen, sondern es ist bevorzugt,
daß die Stege in Richtung des Aufschiebens zwar geradlinig verlaufen, aber senkrecht
zu dieser gekrümmt sind (Anspruch 4). So ist es möglich, dünne, biegsame Griffschalen
auf die leicht gekrümmten Stege des Griffstücks aufzuschieben, so daß sich die Griffschalen
eng an das Griffstück anschmiegen. Hierdurch können für Schützen mit sehr kleiner
Hand sogar sehr dünne Griffschalen eingesetzt werden.
[0024] Im Falle eines Griffstücks, das auch ohne Griffschale verwendet werden kann, ist
es bevorzugt, daß mindestens ein Griffrücken-Auswechselteil vorgesehen ist, das an
die geschlossene Wand oder an deren Stege bündig anschließt (Anspruch 5). So könnte
die Waffe bzw. Pistole in einer Grundausstattung für kleine Hände ausgebildet sein,
wenn keine (zusätzliche) Griffschale verwendet werden sollte. Der Griffrücken kann
dann für eine kleine Hand eingerichtet sein. Sollte ein Schütze die Waffe erhalten,
dem der Griff zu klein ist, so kann er einfach den Griffrücken abnehmen, geeignete
Griffschalen aufsetzen und einen passenden Griffrücken aufschieben.
[0025] Um zur Auswahl einer geeigneten Griffausbildung anzuregen, ist es bevorzugt, daß
mindestens zwei Sätze von Griffschalen und/oder Griffrücken vorgesehen sind (Anspruch
6). Die Griffschalen können auch gegebenenfalls mit Daumenauflage für Rechts- und
Linksschützen ausgestattet sein, so daß z. B. in einem Waffengeschäft für jeden beliebigen
Kunden eine geeignete Waffe vorgelegt werden kann, obwohl gegebenenfalls nur eine
einzige bevorratet wird, und zwar dank eines oder mehrerer Sätze von Griffschalen
und/oder Griffrücken zum Auswechseln.
[0026] Griffschalen und Griffrücken können einzeln zusammengestellt werden, so daß eine
Serienwaffe geschaffen wird, deren Griff an den Schützen ebenso angepaßt ist, wie
es früher eine handgeschäftete Waffe nach Maß war.
[0027] Alternativ ist es auch von Vorteil, daß Griffschalen und Griffrücken einstückig ausgebildet
sind (Anspruch 7). Solche Griffschalen und -rücken sind an sich von der Pistole Mauser
Modell 1910 seit fast 100 Jahren bekannt. Dabei handelt es sich um Holz- oder Aluminiumteile,
deren Bau mit hohen Kosten verbunden war und nicht weiterverfolgt wurde. Bei der Erfindung
können solche einstückigen "Griffverkleidungen" jedoch im Spritzguß dünnwandig hergestellt
werden und gegebenenfalls sogar noch tragende Funktion ausüben.
[0028] Es können in die Gußform sogar Glasfasermatten eingelegt werden, um die Festigkeit
der Griffschalen zu erhöhen. Falls die Griffschalen keine tragende Funktion ausüben,
können sie sogar weich sein, vorausgesetzt, ihr Halt auf dem Griffstück ist gewährleistet,
da mancher Schütze weiche Griffschalen bevorzugt. Soweit es der Halt der Griffschale
erfordert, kann sie auch eine harte Unterlage haben, auf die die weiche Berührungsfläche
aufgeformt ist.
[0029] Nach Bedarf ist es auch bevorzugt, daß die unterschiedlichen Griffschalen und/oder
Griffrücken ein unterschiedliches Muster der Außenoberfläche aufweisen (Anspruch 8).
Dies bedeutet nicht nur, daß die reichte und die linke Griffschale ein unterschiedliches
Oberflächenmuster haben kann (etwa mit und ohne Daumenauflage), sondern auch, daß
jede Griffschale gegen eine andere mit den gleichen Grundmaßen, aber einem unterschiedlichen
Oberflächenmuster ausgetauscht werden kann. Dasselbe gilt natürlich auch für Griffrücken.
[0030] Was besonders kraftaufnehmende Griffschalen angeht, ist bevorzugt, daß die Griffschalen
aus glasfaserverstärktem Kunststoff gebildet sind (Anspruch 9). Hierbei hat die gegebenenfalls
dünne Griffschale folgenden besonderen Vorteil: wenn die Waffe herunterfällt und mit
der Griffseite auf eine spitze Kante auftrifft, kann die Griffschale nicht oder zumindest
kaum durchbohrt werden, so daß die unter der Griffschale liegende Wand des Griffstücks,
welche das (in der Regel empfindliche) Magazin abdeckt, nicht beschädigt wird.
[0031] Wie schon oben erwähnt, ist es bevorzugt, daß auf die Griffschalen ein deren Ergreifen
förderndes Material aufgetragen ist (Anspruch 10). Ein solches Material kann auch
mit groben Noppen versehen sein, die das Ergreifen mit Motorrad- oder Winterhandschuhen
erleichtern und sicherer machen. Das Material kann auch eine aufgeschäumte oder auf
den Griff aufgetragene Weichkomponente sein oder enthalten, die bevorzugt auch noch
eingefärbt ist oder bestimmte Einfärbungen enthält, die ihrerseits als Indikatoren
für bestimmte Griffschalentypen, bestimmte Oberflächenbeschaffenheiten etc. verwendet
werden können.
[0032] Die Erfindung betrifft in gleicher Weise einen Bausatz für den von einem Griffstück
ausgehenden Aufbau eines Schußwaffengriffes wie er vorher erörtert wurde. Die Besonderheit
dieses Bausatzes liegt darin, daß er mindestens zwei nach Bemessung und/oder Material
und/oder Oberflächenbeschaffenheit unterschiedliche, ansonsten gleiche Griffschalen
aufweist (Anspruch 11). Dieser Bausatz kann, wie schon oben erwähnt, mit der Waffe
oder ohne Waffe zur Verfügung gestellt werden. So kann etwa ein Schütze, der eine
Dienstwaffe erhält, privat zu dieser für sich einen solchen Bausatz erwerben und dann
anhand der Waffe erproben, ob eine andere Griffausbildung für ihn nicht günstiger
ist als die, welche sein Dienstherr ihm zur Verfügung gestellt hat.
[0033] Insgesamt bieten die erfindungsgemäße Waffe und der Bausatz, der für sie bestimmt
ist oder sie sogar enthält, dem heutigen Schützen große Vorteile. Während es früher
üblich war, eine Standardwaffe für alle Schützen einzuführen und die Schützen dann
damit üben zu lassen, bis sie sich daran gewöhnt hatten, ist die Zeit für die praktische
Schießausbildung, die heute zur Verfügung steht, wesentlich geringer. Hier greift
die Erfindung ein und verkürzt die notwendige Ausbildungszeit, indem sie die Waffe
optimal an den Schützen anpaßt. Zudem wird natürlich der talentierte Schütze gefördert,
der mit einer Waffe "nach Maß" immer bessere Ergebnisse erzielen wird als mit einer
Standardwaffe, die ihm vielleicht nicht liegt.
[0034] Die Erfindung wird anhand der beigefügten, schematischen Zeichnung bevorzugter Ausführungsformen
noch näher erläutert. Die Zeichnung dient allerdings nur als Beispiel und soll die
Erfindung in keiner Weise einschränken. Die Zeichnung zeigt in
- Fig. 1
- eine erste, bevorzugte Ausführungsform eines Griffes, der weitgehend aus Kunststoff
besteht, mit einem Griffstück sowie austauschbaren Griffschalen und einem Griffrücken;
- Fig. 2
- der Griff der Fig. 1, mit teilweise herabgezogenem Griffrücken;
- Fig. 3
- der Griff der Fig. 1 und 2, jedoch mit abgenommenen Griffschalen und abgenommenem
Griffrücken, die gesondert abgebildet sind;
- Fig. 4
- eine andere Ausführungsform, wobei eine Pistole mit abgenommenen Griffschalen und
aufgesetztem Griffrücken gezeigt ist, mit einem einstückigen Aufschubgriffteil, in
perspektivischer Explosionsdarstellung;
- Fig. 5
- einen Griffrücken der Pistole der Fig. 4, in Perspektivdarstellung;
- Fig. 6
- eine Pistole mit einer weiteren bevorzugten Ausführung, im Schrägbild;
- Fig. 7
- das Griffstück mit aufgeschobenen Griffschalen und Griffrücken dieser Pistole in Seitenarmsicht;
- Fig. 8
- den Schnitt VIII-VIII in Fig. 7;
- Fig. 9
- eine Einzelheit des Griffs, im Schrägbild; und
- Fig. 10
- eine Ansicht wie in Fig. 9, jedoch mit entnommener Griffschale.
[0035] Fig. 1 zeigt das Griffstück 1 einer Selbstladepistole, das im wesentlichen aus Kunststoff
besteht und mit Griffschalen 3 und einem Griffrücken 5 ausgestattet ist, die aus dem
selben oder einem anderen Kunststoff oder Gummi bestehen können. Ein durch eine Feder
(nicht gezeigt) gehaltener Stift 7 hält den Griffrücken 5 und damit die Griffschalen
3 am Griffstück 1 an Ort und Stelle.
[0036] In Fig. 2 ist der Griffrücken 5 in nur teilweise aufgeschobenem Zustand gezeigt:
der Stift 7 ist entfernt, und eine Schienenanordnung 9 ist zu sehen, auf die der Griffrücken
aufgeschoben wird.
[0037] Es ist auch erkennbar, daß der Griffrücken 5 die Griffschalen 3 überdeckt und somit
an Ort und Stelle hält.
[0038] Fig. 3 zeigt das "nackte" Griffstück 1 und daneben die ihm zugeordneten beiden Griffschalen
3 und den Griffrücken 5. Ersichtlich sind auf der bzw. auf jeder Seite des Griffstücks
1 drei geradlinig verlaufende Rippen 15 ausgebildet, die drei Seiten einer sich nach
vorne verjüngenden, konischen Kontur umschreiben, welche der Kontur der Griffschale
3 entspricht. Dabei sind die Rippen 15 zum Griffstück 1 und zur Griffschale 3 hin
geneigt, so daß die Griffschale 3 von hinten her so eingeschoben werden kann, daß
sie stramm unter jede Rippe 15 sitzt.
[0039] An der Rückseite des Griffstücks 1 ist nun die gesamte Schienenanordnung 9 zu sehen,
die aus insgesamt zwei parallelen, geradlinigen, in der Mitte unterbrochenen, schräg
nach oben verlaufenden Schienen 9 besteht. Der Griffrücken 5 hat dazu komplementäre
Schienen 13, mit denen er auf die Schienen 9 so aufgeschoben werden kann, daß er im
wesentlichen senkrecht zur hinteren Kante einer Griffschale 3 verläuft. Ferner ist
am Griffstück 1 eine Aufnahme 11 für den Stift 7 zu sehen.
[0040] Es ist ohne weiteres ersichtlich, daß der Griffrücken 5 und jede Griffschale 3 gegen
einen anderen Griffrücken oder eine andere Griffschale 3 ausgetauscht werden kann
und hierdurch viele Grifformen erzielbar sind. Es müssen nur der vorhandene Griffrücken
5 und danach die vorhandenen Griffschalen 3 abgenommen werden, und sodann die gewünschten
Griffschalen von hinten her unter die Rippen 15 geschoben und der gewünschte Griffrücken
5 von unten her auf die Schienen 9 aufgeschoben werden.
[0041] Die zweite Ausführungsform der Fig. 4 und 5 zeigt in Fig. 4 eine Selbstladepistole
17, deren Griffstück 1 mit parallel zueinander und etwa parallel zur Schußrichtung
verlaufenden Stegen 19 mit Hammerkopfprofil ausgestattet ist, die niedrig sind und
eine Grundausstattung für Personen mit kleiner Hand bilden. An der Rückseite des Griffstücks
1 ist ein passender, schlanker Griffrücken 5 angesetzt.
[0042] Ein einstückiges, verhältnismäßig dünnwandiges Griffteil bzw. eine U-förmige "Griffstückumkleidung"
23 ist vorgesehen, mit zwei Wangen, die den oben beschriebenen Griffschalen 3 entsprechen,
und mit einem die Wangen verbindenden Teil, das über dem Griffrücken 5 liegt oder
diesen bildet. Auf der Innenseite der Wangen sind Stege 21 ausgebildet, die zu den
Stegen 19 des Griffstücks 1 komplementär sind.
[0043] Wenn ein größerer Griff der Pistole erforderlich ist, wird die Griffstückumkleidung
23 von hinten so auf das Griffstück 1 und den ggf. bereits vorhandenen Griffrücken
5 aufgeschoben, daß die Stege 21 in die Stege 19 eingreifen. Ist das Griffteil 23
ganz aufgeschoben, dann wird es mit dem Federstift 7 befestigt, der quer durch das
Griffstück 1 und das Griffteil 23 hindurch verläuft. Vorher muß allerdings der kürzere
Stift, der den bereits vorhandenen Griffrücken 5 festgehalten hat, entfernt werden.
[0044] Dieser Griffrücken 5 ist in Fig. 5 gezeigt. Er weist an der Oberseite innen zwei
einander zugewandte Haltenoppen 25 auf, die in entsprechende Bohrungen des Griffstücks
1 einrasten. Die Noppen 25 halten, zusammen mit dem kurzen Stift 7, das Griffstück
fest.
[0045] Es ist auch möglich, den Griffrücken 5 alleine auszutauschen und durch einen dickeren
zu ersetzen, oder den Griffrücken 5 zu entnehmen und dann eine Griffstückumkleidung
23 aufzuschieben, in die ein anderer Griffrücken integriert ist.
[0046] Die Griffstückumkleidung 23 kann also einen am Griffstück bereits vorhandenen Griffrücken,
hier den Griffrücken 5, lediglich ummanteln oder aber, alternativ, ihn vollständig
ersetzen, und zwar dadurch, daß der Griffrücken integraler Bestandteil der Griffstückumkleidung
23 ist.
[0047] Bei einem Sortiment austauschbarer Griffstückumkleidungen 23 ist deren Innenkontur
stets gleich und entspricht der Außenkontur des Griffabschnittes des zugeordneten
Griffstücks 1. Hinsichtlich ihrer Außenkontur unterscheiden sich hingegen die Griffstückumkleidungen
23 des Sortiments, und zwar aufgrund unterschiedlicher Griffschalen- und/oder Griffrückenformen
und -größen.
[0048] Es ist auch möglich, den Griffrücken quasi aus zwei Teilen aufzubauen: nämlich einem
am "nackten" Griffstück 1 fest oder austauschbar angebrachten (Teil-)Griffrücken -
ähnlich dem in Fig. 5 dargestellten Griffrücken 5 - und einem das Joch der U-förmigen
Griffstückumkleidung 23 bildenden weiteren Griffrücken(-Teil). Bei einem Sortiment
austauschbarer Griffstückumkleidungen 23 unterscheiden sich dessen einzelne Griffstückumkleidungen
auch hinsichtlich der Formen, Größen und/oder Elastizitäten ihrer Griffrücken-Teile.
[0049] In Fig. 6-10 ist ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen
Griffes gezeigt, bei dem zwei Griffschalen 3 und, von diesen gesondert, ein Griffrücken
5, am Griffstück 1 auswechselbar befestigt sind.
[0050] Das Griffstück 1 weist, wie besonders in Fig. 10 zu sehen, drei geradlinige, zusammenhängende
Rippen 15 auf, die auf dem Griffstück 1 ein nach unten offenes, ebenes Rechteck bilden.
Die Fläche dieses Rechtecks ist durchgehend und stellt die Kraftübertragung innerhalb
des Griffstücks 1 sicher. Lediglich im unteren Bereich eines jeden dieser Rechtecke
ist eine durchgehende Aussparung 33 vorgesehen.
[0051] Die Griffschale 3 ist von unten her unter die Überschneidungen der Rippen 15 eingeschoben.
Die Griffschale 3 weist außerdem an ihrer ebenen Unterseite eine Nase 35 auf (Fig.
9, 10), die so ausgebildet ist, daß sie in die Ausnehmung 33 einrastet und die Griffschale
3 unverrückbar festhält, sobald die Griffschale 3 ihren endgültigen Sitz erreicht
hat.
[0052] Dabei schließt die untere Kante der Griffschale bündig an die untere Kante des Griffstücks
1 an.
[0053] An diese so gebildete Kante schließt ein unteres Formstück 31 bündig an, das am Magazin
(nicht gezeigt) ausgebildet ist. Der Griff ist somit durchgehend ausgebildet.
[0054] Die Griffschale 3 weist an ihrer Außenseite Auflagen 29 (Fig. 6, 9) auf, die aus
weichem Material gebildet sind und den Sitz in der Hand verbessern.
[0055] Sollte die Griffschale 3 aus irgendeinem Grund entfernt und durch eine andere ersetzt
werden, so ist lediglich notwendig, vom Magazinschacht her ggf. mit einem geeigneten
Werkzeug die Rastnase 35 nach außen zu drücken, bis man die Griffschale 3 wieder nach
unten schieben kann.
[0056] Der Griffrücken 5 ist unabhängig von den Griffschalen 3 von unten her auf das Griffstück
1 aufschiebbar, wie es bereits etwa in Fig. 2 gezeigt wurde. Wenn sich der Griffrücken
5 in seiner endgültigen Lage befindet, wird er durch den Stift 7 festgehalten. Am
Griffrücken 5 ist besonders anzumerken, daß auf seiner Rückseite eine Auflage 27 ausgebildet
ist, die aus weichem Material besteht und den Sitz in bzw. das Ergreifen mit der Hand
verbessern soll.
[0057] Ausgewählte Gruppen von Griffschalen 3 und einem Griffstück 5, die zu unterschiedlichen
Händen mit verschiedenen anatomischen Gegebenheiten passen, können zusammengestellt
werden, bilden gemeinsam einen Bausatz und werden gemeinsam am vorhandenen, genormten
Griffstück 1 verwendet. Sie können jeweils einzeln vom Griffstück 1 entnommen und
jeweils passend durch eine andere Griffschale 3 beziehungsweise einen anderen Griffrücken
5 ersetzt werden, so daß sich eine Ausbildung des Griffs ergibt, die zur Anatomie
des Schützen und zur Gelegenheit, bei der die Waffe eingesetzt wird, jeweils optimal
passend ausgebildet ist.
1. Schußwaffengriff, insbesondere Kunststoffgriff für eine Selbstladepistole (17), mit
- einem Griffstück (1), das eine den Magazinschacht abdeckende Wand aufweist, und
- seitlichen Griffschalen (3, 23) und einem Griffrücken (5; 23), von denen wenigstens
eine Griffschale (3) austauschbar'auf dem Griffstück (1) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass
- die Griffschalen (3) und/oder der Griff-rücken (5) zu einer hinterschnittenen Nut-Feder-Verbindung
(15, 9, 13; 19, 21) auf das Griffstück (1) aufgeschoben sind,
- die Griffschalen (3) und/oder der Griffrücken (5) mit einer Seitenkante, bevorzugt
auch mit der Oberkante und/oder der Unterkante, unter eine oder mehrere Rippen (15)
des Griffstücks (1) geschoben und mit der gegenüberliegenden Seite an mindestens einer
Stelle mittels einer Befestigung (7) am Griffstück (1) befestigt sind, und
- die Griffschalen (3) mit mindestens ihrer Vorderkante, bevorzugt auch mit ihrer
Ober- und/oder Unterkante, unter eine oder mehrere Rippen (15) des Griffstücks (1)
geschoben und mit ihrer Hinterkante durch den Griffrücken (5) gehalten sind, und daß
der Griffrücken (1) von unten her auf das Griffstück (1) und über die Hinterkanten
der Griffschalen (3) geschoben ist.
2. Schußwaffengriff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigung bevorzugt des Griffrückens (5) mittels eines Querstiftes (7) erfolgt.
3. Schußwaffengriff nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß auf der Außenseite der den Magazinschacht abdeckenden geschlossenen Wand von vorne
nach hinten verlaufende Stege (19) mit nach oben und/oder unten überstehender, oberer
Fläche angeordnet sind, die in komplementäre Aussparungen von Nuten (21) eingreifen,
die in der Unterseite der Griffschalen (3; 23) ausgespart sind, und die Stege (19)
vorzugsweise so ausgebildet sind, daß sie das Halten der Waffe (17) mit der Hand fördern.
4. Schußwaffengriff nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Stege (19) in Richtung des Aufschiebens geradlinig verlaufen, aber senkrecht
zu dieser gekrümmt sind.
5. Schußwaffengriff nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Griffrücken-Auswechselteil (5) vorgesehen ist, das an die geschlossene
Wand oder an deren Stege (19) bündig anschließt.
6. Schußwaffengriff nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei Sätze von Griffschalen (3; 23) und/oder Griffrücken (5; 23) vorgesehen
sind.
7. Schußwaffengriff nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Griffschalen (3) und der Griffrücken (5) als einstückige, i.w. U-förmige
Griffstückumkleidung (23) ausgebildet sind.
8. Schußwaffengriff nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die unterschiedlichen Griffschalen (3; 23) und/oder Griffrücken (5; 23) ein unterschiedliches
Muster der Außenoberfläche aufweisen.
9. Schußwaffengriff nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Griffschalen (3) mindestens teilweise aus glasfaserverstärktem Kunststoff gebildet
sind.
10. Schußwaffengriff nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein das Ergreifen mindestens der Griffschalen (3) förderndes Material (29) auf diese
aufgetragen ist.
11. Schußwaffengriff-Bausatz für den von einem Griffstück (1) ausgehenden Aufbau eines
Schußwaffengriffs nach mindestens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß er mindestens zwei nach Bemessung und/oder Material und/oder Oberflächenbeschaffenheit
unterschiedliche, ansonsten gleiche Griffschalen (3; 23) aufweist.
1. Firearm handle, in particular plastic handle for a self-loading pistol (17), comprising
- a handle piece (1) which has a wall covering the magazine shaft, and
- lateral handle shells (3, 23) and a handle back (5; 23), of which at least one handle
shell (3) is interchangeably arranged on the handle piece (1),
characterised in that
- the handle shells (3) and/or the handle back (5) are pushed onto the handle piece
(1) to establish an undercut tongue-and-groove connection (15, 9, 13; 19, 21),
- the handle shells (3) and/or the handle back (5) are pushed under one or more ribs
(15) of the handle piece (1) with one side edge, preferably also with the upper and/or
lower edge, and are attached to the handle piece (1) with the opposite side at least
at one point by means of an attachment (7), and
- the handle shells (3) are pushed under one or more ribs (15) of the handle piece
(1) with at least their front edge, preferably also with their upper and/or lower
edge, and are held with their rear edge by the handle back (5), and in that the handle back (1) is pushed from below onto the handle piece (1) and over the rear
edges of the handle shells (3).
2. Firearm handle according to claim 1, characterised in that the attachment preferably of the handle back (5) takes place by means of a transverse
pin (7).
3. Firearm handle according to one of the preceding claims, characterised in that webs (19) which run from front to back with an upwardly and/or downwardly protruding
upper surface are arranged on the outer side of the closed wall covering the magazine
shaft and engage in complementary recesses of grooves (21) which are formed in the
underside of the handle shells (3; 23), and the webs (19) are preferably designed
in such a way that they facilitate the holding of the weapon (17) by the hand.
4. Firearm handle according to claim 3, characterised in that the webs (19) run in a straight line in the pushing-on direction but are curved in
a manner perpendicular thereto.
5. Firearm handle according to claim 3 or 4,
characterised in that at least one interchangeable handle back part (5) is provided which adjoins the closed
wall or the webs (19) thereof in a flush manner.
6. Firearm handle according to one of the preceding claims, characterised in that at least two sets of handle shells (3; 23) and/or handle backs (5; 23) are provided.
7. Firearm handle according to one of the preceding claims, characterised in that the two handle shells (3) and the handle back (5) are designed as a one-piece, essentially
U-shaped handle piece sheath (23).
8. Firearm handle according to claim 6 or 7,
characterised in that the different handle shells (3; 23) and/or handle backs (5; 23) have a different
pattern on the outer surface.
9. Firearm handle according to one of the preceding claims, characterised in that the handle shells (3) are formed at least partially of glass fibre reinforced plastic.
10. Firearm handle according to one of the preceding claims, characterised in that a material (29) which facilitates gripping of at least the handle shells (3) is applied
to the latter.
11. Firearm handle kit for constructing a firearm handle according to at least one of
the preceding claims starting from a handle piece (1), characterised in that it comprises at least two handle shells (3; 23) which differ with regard to the size
and/or material and/or surface finish but which are otherwise identical.
1. Crosse d'arme à feu, en particulier crosse en matière plastique pour un pistolet semi-automatique
(17), comportant
> une pièce de base (1), qui comporte une paroi recouvrant le chargeur, et
> des coques latérales (3, 23) et une paroi arrière (5 ; 23), parmi lesquelles au
moins une coque (3) est montée amovible sur la pièce de base (1),
caractérisée en ce que
> les coques (3) et/ou la paroi arrière (5) sont emmanchées sur la pièce de base (1)
selon un assemblage à rainure et languette (15, 9, 13 ; 19, 21) détalonné,
> les coques (3) et/ou la paroi arrière (5) sont poussées sur la pièce de base (1)
avec un bord latéral, de préférence aussi avec le bord supérieur et/ou le bord inférieur,
en dessous d'une ou de plusieurs arêtes (15) de la pièce de base (1) et sont fixées
avec le côté en face au moyen d'une fixation (7) sur au moins un emplacement sur la
pièce de base (1), et
> les coques (3) sont poussées avec au moins leur bord avant, de préférence aussi
avec leur bord supérieur et/ou inférieur, en dessous d'une ou de plusieurs arêtes
(15) de la pièce de base (1) et sont maintenues avec leur bord arrière par la paroi
arrière (5), et en ce que la paroi arrière (5) est poussée depuis le bas sur la pièce de base (1) et sur les
bords arrière des coques (3).
2. Crosse d'arme à feu selon la revendication 1, caractérisée en ce que la fixation, de préférence de la paroi arrière (5), est effectuée au moyen d'un tenon
transversal (7).
3. Crosse d'arme à feu selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que sur la face extérieure de la paroi fermée recouvrant le chargeur, sont agencées des
nervures (19), orientées de l'avant vers l'arrière, avec une surface supérieure en
saillie vers le haut et/ou le bas, qui s'engagent dans des évidements complémentaires
de rainures (21), qui sont ménagées dans la face inférieure des coques (3 ; 23), et
les nervures (19) sont réalisées de préférence de telle sorte qu'elles favorisent
le maintien en main de l'arme (17).
4. Crosse d'arme à feu selon la revendication 3, caractérisée en ce que les nervures (19) s'étendent en ligne droite dans la direction du coulissement, mais
sont courbes perpendiculairement à celle-ci.
5. Crosse d'arme à feu selon la revendication 3 ou 4, caractérisée en ce qu'il est prévu au moins un élément amovible (5) formant paroi arrière, qui est connecté
de manière affleurente à la paroi fermée à des nervures (19) de celle-ci.
6. Crosse d'arme à feu selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'il est prévu au moins deux jeux de coques (3 ; 23) et/ou de parois arrière (5 ; 53).
7. Crosse d'arme à feu selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que les deux coques (3) et la paroi arrière (5) sont réalisées sous la forme d'une enveloppe
(23) d'un seul tenant, sensiblement en forme de U.
8. Crosse d'arme à feu selon la revendication 6 ou 7, caractérisée en ce que les différentes coques (3 ; 23) et/ou les différentes parois arrière (5 ; 23) comportent
un dessin différent sur la surface extérieure.
9. Crosse d'arme à feu selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que les coques (3) sont réalisées au moins en partie en matière plastique renforcée par
des fibres de verre.
10. Crosse d'arme à feu selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'un matériau (29) favorisant la prise en main des coques (3) au moins est déposé sur
celles-ci.
11. Ensemble de crosse d'arme à feu pour réaliser, à partir d'une pièce de base (1), une
crosse d'arme à feu selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que ledit ensemble comporte au moins deux coques (3 ; 23), différentes par leur dimension
et/ou leur matériau et/ou la qualité de leur surface, mais identiques pour le reste.