[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Überspannungsableiter mit einem Ableitelement,
welches der Ausbildung eines Ableitstrompfades dient und mit einer kriechwegverlängernden
Beschirmung mit zumindest einem Schirm aus einem elektrisch isolierenden Material
umgeben ist.
[0002] Ein derartiger Überspannungsableiter ist beispielsweise aus der
WO 98/38653 bekannt. Dort ist ein Überspannungsableiter beschrieben, welcher ein Ableitelement
aufweist, das von einem Verspannelement durchsetzt ist. Endseitig ist das Ableitelement
jeweils mit einem Anschlusselement versehen. Das Ableitelement ist mit einem elektrisch
isolierenden Material umgeben, wobei eine Vielzahl von Schirmen ausgebildet sind.
Durch die Beschirmung wird ein Kriechweg zwischen den Anschlusselementen verlängert,
so dass die Spannungsfestigkeit erhöht ist.
[0003] Bei einem Ableitvorgang wird ein vergleichsweise großer Strom durch das Ableitelement
hindurchgeleitet. Dabei entsteht innerhalb kurzer Zeit im Innern des Ableitelementes
eine große Wärmemenge, die an die Umgebung abzugeben ist.
[0004] Tritt eine zu starke Erwärmung des Ableitelementes auf, kann dies zu einer irreparablen
Schädigung des Überspannungsableiters führen.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Überspannungsableiter der eingangs
genannten Art so zu gestalten, dass eine zu starke Erwärmung des Ableitelementes vermieden
wird.
[0006] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass benachbart zu dem Schirm wenigstens
ein Abschnitt des Ableitelementes angeordnet ist, welcher frei von einer Abdeckung
durch das elektrisch isolierende Material ist.
[0007] Abschnitte des Ableitelementes, die frei von einer Abdeckung durch das elektrisch
isolierende Material sind, können thermische Energie in verbesserter Weise abstrahlen.
Vorteilhaft ist es dabei, wenn das Ableitelement unmittelbar oder mittelbar mit einem
Konvektion ermöglichenden Gas in Berührung steht. Als Ableitelemente werden beispielsweise
Metalloxidvaristoren eingesetzt. Diese werden üblicherweise in einem Sinterverfahren
gefertigt und gegebenenfalls mit einer ihre mechanische Festigkeit erhöhenden Glasur
versehen. Derartige Sintermaterialien sind in der Lage, die im Innern aufgrund eines
Stromflusses entstehende Wärme rasch nach außen Abzuführen und dort abzustrahlen.
Über ein Konvektion ermöglichendes Gas kann diese Wärme rasch von den Oberflächen
des Ableitelementes abstrahlen und abgeleitet werden. Dabei kann vorgesehen sein,
dass die Oberfläche zusätzlich mit einer geeigneten Struktur versehen wird, um die
Wärmeabgabe zusätzlich positiv zu beeinflussen. So kann beispielsweise die Glasur
entsprechend gestaltet sein oder ein zusätzlicher Überzug das Ableitelement umgeben.
Bei einer im Wesentlichen zylindrischen Ausgestaltung des Ableitelementes ist eine
radial zur Zylinderachse liegende Anordnung der nicht abgedeckten Abschnitte zu bevorzugen.
[0008] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass der zumindest eine Abschnitt
sich ringförmig um das Ableitelement erstreckt.
[0009] Ein Schirm zur Verlängerung des Kriechweges weist im Regelfall eine tellerförmig
umlaufende Struktur auf. Aus dielektrischen Gründen sind Ableitelemente bevorzugt
im Wesentlichen zylinderförmig ausgebildet. Der Schirm ist dann radial zu der Zylinderachse
des Ableitelementes angeordnet. Bei einer Anordnung von mehreren Schirmen längs der
Zylinderachse ist es vorteilhaft, die freien Abschnitte des Ableitelementes ringförmig
auszugestalten. Diese können dann beispielsweise zwischen zwei Schirmen angeordnet
sein. Vorteilhaft ist es dabei, wenn der Ring zylindermantelförmig ausgestaltet ist.
Dadurch ergibt sich eine allseitige Abstrahlungsmöglichkeit der Wärme.
[0010] Vorteilhafterweise kann beispielsweise vorgesehen sein, dass der Schirm zumindest
teilweise von einem Tragelement gehalten ist, welches mit dem Ableitelement in Kontakt
steht.
[0011] Da das Ableitelement nur Abschnittsweise mit einer Abdeckung aus elektrisch isolierendem
Material abgedeckt ist, ist es vorteilhaft, den Schirmen Tragelemente zuzuordnen,
so dass diese eine ausreichende mechanische Stabilität aufweisen. Durch die Tragelemente
kann weiterhin die Wandstärke der Schirme derart vermindert werden, so dass ausschließlich
die zur Erfüllung ihrer elektrischen Aufgabe, nämlich der Verlängerung des Kriechweges,
notwendigen Isoliermaterialmengen eingesetzt werden, da die mechanische Stabilität
durch das Tragelement übernommen werden kann. Es kann beispielsweise vorgesehen sein,
dass das elektrisch isolierende Material an dem Ableitelement anliegt und über die
Anliegefläche auch Haltekräfte übertragbar sind. Das Tragelement kann jedoch auch
derart ausgestaltet sein, dass das elektrisch isolierende Material beabstandet zu
dem Ableitelement gehalten ist.
[0012] Vorteilhafterweise kann vorgesehen sein, dass das Ableitelement aus mehreren aneinander
stoßenden Blöcken gebildet ist und zumindest eine Stoßstelle von einem Schirm überdeckt
ist.
[0013] Die Überdeckung einer Stoßstelle mit einem Schirm schützt diese vor einem Eindringen
von Fremdkörpern oder Feuchtigkeit. Das Ableitelement wird nach außen hin an den Stoßstellen
abgedichtet. Weiterhin ist über die frei bleibenden Bereiche an den Mantelflächen
des Ableitelementes eine gute Wärmeübertragung nach außen ermöglicht. Es kann dabei
vorgesehen sein, dass die Schirme auf das Ableitelement bzw. Tragelemente aufgegossen
werden. Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass die Schirme vorgefertigt sind und
auf das Ableitelement bzw. die Tragelemente aufgebracht werden.
[0014] Es kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass das Tragelement in die Stoßstelle eingelegt
ist.
[0015] Durch das Einlegen des Tragelementes in die Stoßstelle kann an einem einfachen Aufbau
des Ableitelementes selbst festgehalten werden. Zusätzliche Haltevorrichtungen sind
nicht notwendig.
[0016] Eine vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass das Tragelement sich scheibenförmig
zwischen zwei aneinander stoßenden Blöcken erstreckt.
[0017] Bei einer Ausgestaltung des Tragelementes in Scheibenform ragt das Tragelement in
den auszubildenden Ableitstrompfad hinein. Dazu ist es vorteilhaft, wenn das Tragelement
aus einem elektrisch leitenden Material, beispielsweise einem Metall oder einem Kunststoff,
gefertigt ist. Durch das Einlegen verschieden starker Scheiben zwischen die einzelnen
Blöcke des Ableitelementes können beispielsweise auch Fertigungstoleranzen der Abmessungen
der Blöcke ausgeglichen werden, so dass das Ableitelement eine normierte Länge aufweist.
Das Tragelement kann dabei im Wesentlichen die Querschnittsfläche des Ableitelementes
abbilden, das heißt, das Tragelement kann also im Wesentlichen kreisscheibenförmig
ausgestaltet sein. Um die entsprechende Tragkraft in die Beschirmung einzubringen,
ist es vorteilhaft, wenn die Scheibe über den Querschnitt des Ableitelementes hinaus
vergrößert wird, so dass ein umlaufender Ring entsteht. Alternativ kann jedoch auch
vorgesehen sein, dass nur einzelne Stege strahlenförmig von dem Ableitelement abstehen
und das Tragelement sich scheibenartig nur im Bereich der Auflageflächen der Blöcke
erstreckt.
[0018] Vorteilhaft kann weiterhin vorgesehen sein, dass das Tragelement eine Feldsteuerelektrode
zur Steuerung eines elektrischen Feldes aufweist.
[0019] Die im Innern des Ableitelementes angeordneten Abschnitte des Tragelementes können
selbst Teil einer auszubildenden Ableitstrombahn sein und sind daher dielektrisch
geschützt angeordnet. Um die dielektrische Wirkung des Ableitelementes selbst nicht
nachteilig zu beeinflussen, können an dem Tragelement eine oder mehrere Feldsteuerelektroden
angeordnet sein, welche das elektrische Feld homogenisiert. Dabei kann beispielsweise
vorgesehen sein, dass das Feldsteuerelement und/oder das Tragelement von dem elektrisch
isolierenden Material des Schirmes umgeben ist. Als Feldsteuerelektrode sind beispielsweise
kreisringförmige Feldsteuerelektroden einsetzbar. Diese sind beispielsweise durch
eine entsprechende Verformung des Tragelementes ausbildbar. Dazu kann bei einer Kreisscheibe
der Rand der Kreisscheibe mit einer entsprechenden Profilierung versehen sein. Es
kann aber auch eine separate Feldsteuerelektrode an dem Tragelement befestigt sein.
Die Feldsteuerelektrode sollte eine Oberflächenform aufweisen, die das elektrische
Feld positiv beeinflusst.
[0020] Weiterhin kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass das elektrisch isolierende Material
ein Silikon ist.
[0021] Um die Überspannungsableiter auch im Mittel-, Hoch- und Höchstspannungsbereich einzusetzen,
das heißt, bei Spannungen ab 10 kV bis hin zu 550 kV und darüber, sind entsprechend
hochwertige Isoliermaterialien zu verwenden, um das Auftreten von Teilendladungen
in dem Isolierstoff zu vermeiden. Silikone sind leicht zu verarbeiten und in verschiedene
Formen bringbar. So ist es bei Silikonen besonders vorteilhaft, diese unmittelbar
auf das Ableitelement aufzuspritzen, so dass gegebenenfalls vorhandene Tragelemente
umgossen werden und eine mechanisch stabile Verbindung zwischen Ableitelement und
sich ausbildendem Schirm gegeben ist.
[0022] Im Folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindungen schematisch in Figuren gezeigt
und nachfolgend näher beschrieben.
[0023] Dabei zeigt die
- Figur 1
- einen Schnitt durch einen Überspannungsableiter mit einem Ableitelement, die
- Figur 2
- mehrere Überspannungsableiter in einer perspektivischen Ansicht und die
- Figur 3
- einen Teilschnitt einer Ausführung eines Schirmes.
[0024] Der in der Figur 1 im Schnitt dargestellte Überspannungsableiter weist ein Ableitelement
1 auf, welches aus einer Vielzahl von einzelnen Blöcken 2 gebildet ist. Die Blöcke
sind jeweils als Zylinder ausgestaltet, wobei deren Zylinderachse 3 in der Zeichenebene
liegt. Darüber hinaus sind jedoch auch weitere Ausgestaltungsformen der Blöcke 2 nutzbar.
So können die Blöcke beispielsweise auch in hohlzylindrischer Gestalt ausgebildet
sein, so dass eine Ausnehmung längs der Zylinderachse 3 entsteht, durch welche beispielsweise
Verspannelemente hindurchführbar sind.
[0025] Die einzelnen Blöcke 2 sind jeweils koaxial zueinander liegend angeordnet, wobei
jeweils zwei benachbarte Blöcke aneinander stoßen. Im Bereich der Stoßstelle ist jeweils
ein scheibenförmiges Tragelement 4 eingelegt. Das scheibenförmige Tragelement 4 ist
aus einem elektrisch leitendem Material, beispielsweise einem Metall, gebildet. Das
Tragelement 4 kontaktiert jeweils die benachbart zueinander angeordneten Blöcke 2.
Die Blöcke 2 selbst sind aus einem gesinterten Metalloxid gebildet. Dabei kann vorgesehen
sein, dass die Mantelfläche mit einer die mechanische Festigkeit der Oberfläche verbessernden
Beschichtung oder Umhüllung versehen sind. So kann beispielsweise eine Glasur, eine
Kunststoffumhüllung oder Ähnliches aufgebracht sein.
[0026] Die Tragelemente 4 sind kreisscheibenförmig ausgestaltet, wobei der Kreisdurchmesser
größer als der Durchmesser des Ableitelementes 1 ist. Dadurch entsteht radial am Umfang
jedes Tragelementes 4 ein umlaufender Ring. Dieser umlaufende Ring ist an seiner radial
äußeren Kante wulstförmig ausgeformt, so dass das Tragelement 4 eine Feldsteuerelektrode
5 zur Steuerung des Feldes aufweist. Die Feldsteuerelektroden 5 können alternativ
jedoch auch durch separate, an den Tragelementen 4 befestigte Kreisringe gebildet
sein. Die Tragelemente 4 nebst Feldsteuerelektroden 5 sind jeweils von einem Schirm
6 ummantelt und so vor Korrosion geschützt. Die Schirme 6 sind beispielsweise auf
das Ableitelement 1 aufgegossen und bestehen aus einem elektrisch isolierenden Material,
wie beispielsweise einem Silikon. Die Schirme 6 überdecken dabei jeweils eine Stoßstelle
zwischen zwei benachbart zueinander angeordneten Blöcken 2. Dadurch ist das Ableitelement
1 vor dem Eindringen von Feuchtigkeit und Fremdkörpern geschützt. Zwischen den einzelnen
Schirmen ist jeweils ein ringförmiger Abschnitt 7 gebildet, der koaxial zu der Zylinderachse
3 angeordnet ist. Die ringförmigen Abschnitte 7 sind jeweils zylindermantelförmig
ausgestaltet. Über die ringförmigen Abschnitte 7 ist Wärme aus dem Innern des Ableitelementes
1 an einen umgebenden Gasraum vereinfacht abzugeben. Um diese Wärmeabgabe zusätzlich
zu beeinflussen, kann die Oberfläche der Blöcke 2 im Bereich der ringförmigen Abschnitte
mit einer geeigneten Struktur versehen sein. So kann beispielsweise die Glasur eine
entsprechende oberflächenvergrößernde Struktur aufweisen. Alternativ können auch andere
Umhüllungen genutzt werden, um die Wärmeabgabe positiv zu beeinflussen.
[0027] Die Wärmeabgabe wird weiterhin positiv beeinflusst durch die Tragelemente 4. Bei
einer Wahl metallischer Tragelemente 4 kann über die zwischen die Stöße zwischengelegten
Tragelemente 4 Wärme rasch aus dem Inneren des Ableitelementes 1 herausgeleitet werden.
Über die in den Schirmen 6 liegenden Abschnitte der Tragelemente 4 kann Wärme zusätzlich
nach außen transportiert werden. Um den Wärmeübertritt von den Blöcken 2 zu den Tragelementen
4 positiv zu beeinflussen, kann vorgesehen sein, dass das Ableitelement 1 durch in
der Figur 1 nicht näher dargestellte Verspannelemente zusammengepresst wird. Diese
Verspannelemente können beispielsweise GFK-Stäbe sein, welche die Blöcke 2 gegen eine
Grundplatte 8 pressen. Die Grundplatte 8 kann dabei beispielsweise aus einem elektrisch
leitenden Material gefertigt sein und als Anschlusselement für den Überspannungsableiter
dienen. Bezüglich der Zylinderachse 3 am entgegen gesetzten Ende des Ableitelementes
1 kann eine weitere Anschlussarmatur vorgesehen sein, die beispielsweise Teil der
Verspanneinrichtung ist.
[0028] In der Figur 2 ist eine perspektivische Ansicht dreier Überspannungsableiter dargestellt,
die gleichartig aufgebaut sind. Die drei Überspannungsableiter sind auf einer gemeinsamen
Grundplatte 8a angeordnet und können beispielsweise mittels Verspannelementen 9 mechanisch
gehalten sein. Die Verspannelemente 9 sind aus Isoliermaterial, beispielsweise glasfaserstarkem
Kunststoff gefertigt und verspannen die Grundplatte 8a gegen eine Deckplatte 10 unter
Zwischenlage der Überspannungsableiter. Die Verspannelemente 9 sind stabförmig ausgebildet.
Darüber hinaus sind auch bandförmige und schlaufenartige Ausgestaltungen verwendbar.
Die Grundplatte 8a und die Deckplatte 10 dienen der elektrischen Kontaktierung der
Überspannungsableiter. Dabei kann vorgesehen sein, dass die drei Überspannungsableiter
zum Führen eines einzigen Ableitstromes eingesetzt werden, wobei sich der Ableitstrom
auf die Ableitelemente der drei Überspannungsableiter aufteilt.
[0029] Die Figur 3 zeigt einen Teilschnitt durch einen Schirm 6. Ausschnittsweise sind Blöcke
2 zu erkennen, welche Teil eines Ableitelementes 1 sind. Zwischen die Stöße der Blöcke
2 sind Tragelemente 4 eingelegt. Die Tragelemente 4 sind beispielsweise scheibenförmig
und durchsetzen das Ableitelement 1 flächig. Es kann jedoch auch vorgesehen sein,
dass die Tragelemente beispielsweise stegartig ausgebildet sind und radial zu dem
Ableitelement 1 angeordnet sind. Dabei kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass auch
derartig ausgebildete Tragelemente in die Stöße zwischen den Blöcken 2 eingesetzt
werden. Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass die Tragelemente in einer geeigneten
Form, beispielsweise durch Kleben, an der Oberfläche der Blöcke 2 befestigt sind.
[0030] Die Tragelemente 4 sind jeweils mit einer Feldsteuerelektrode 5 versehen. Die Feldsteuerelektroden
5 sind bei dem in der Figur 3 gezeigten Ausführungsbeispiel aus einem Kunststoff gefertigt.
Vorteilhaft ist dabei, einen elastischen Kunststoff zu verwenden, welcher mit entsprechenden
Zuschlagsstoffen versehen ist, um das elektrische Feld zu beeinflussen. Vorteilhaft
sind ringförmige Strukturen, welche das Ableitelement 1 umgeben. Diese ringförmigen
Strukturen können kreisförmige, ovale oder auch andere geeignete Querschnittsformen
aufweisen. Bei einer Verwendung von radial abgespreizten stegförmigen Tragelementen
kann jedoch auch vorgesehen sein, kugelförmige Feldsteuerelektroden an den freien
Enden der Tragelemente zu befestigen.
[0031] Eine elastische Ausgestaltung der Feldsteuerelektroden 5 weist den Vorteil auf, dass
diese beispielsweise mittels eines Spritzverfahrens vorgefertigt werden können und
zur Montage unter Nutzung ihrer elastischen Verformbarkeit auf die Tragelemente 4
aufgeschoben werden können. Ein gleichartiges Vorgehen kann auch für die Aufbringung
der Schirme 6 angewendet werden. Diese können ebenfalls vorgefertigt werden und unter
Nutzung ihrer elastischen Verformbarkeit auf die Tragelemente 4 aufgeschoben werden.
Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass sowohl die Feldsteuerelektroden 5 als auch
die Schirme 6 mittels Spritz- oder Gießverfahren auf das Ableitelement 1 aufgebracht
werden.
[0032] Neben der Verwendung von Silikonen zur Ausbildung von Feldsteuerelektroden 5 können
auch weitere Kunststoffe Verwendung finden, sofern diese in der Lage sind, dass elektrische
Feld zu beeinflussen. Dazu kann beispielsweise vorgesehen sein, dass die Feldsteuerelektroden
an ihrer Oberfläche mit einer entsprechenden Beschichtung ausgestattet werden oder
einer Behandlung unterzogen werden, die eine ausreichende elektrische Leitfähigkeit
hervorrufen. Alternativ können die Feldsteuerelektroden 5 natürlich auch aus metallischen
Werkstoffen geformt und an den Tragelementen befestigt sein.
[0033] Neben den in den Figuren dargestellten Ausgestaltungsvarianten kann auch vorgesehen
sein, eine Beschirmung aus Porzellan oder einem anderen Isoliermaterial einzusetzen,
die entweder an dem Ableitelement anliegt oder beabstandet zu diesem über zumindest
ein Tragelement gehalten ist. In dem Isoliermaterial sind dann entsprechende Ausnehmungen
vorzusehen, durch welche das Ableitelement nicht abgedeckt ist und eine gute Wärmeabgabe
erfolgen kann.
1. Überspannungsableiter mit einem Ableitelement (1), welches der Ausbildung eines Ableitstrompfades
dient und eine kriechwegverlängernde Beschirmung mit zumindest einem Schirm (6) aus
einem elektrisch isolierenden Material aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
benachbart zu dem Schirm wenigstens ein Abschnitt (7) des Ableitelementes (1) angeordnet
ist, welcher frei von einer Abdeckung durch das elektrisch isolierende Material ist.
2. Überspannungsableiter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
der zumindest eine Abschnitt (7) sich ringförmig um das Ableitelement (1) erstreckt.
3. Überspannungsableiter nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Schirm (6) zumindest teilweise von einem Tragelement (4) gehalten ist, welches
mit dem Ableitelement (1) in Kontakt steht.
4. Überspannungsableiter nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Ableitelement (1) aus mehreren aneinander stoßenden Blöcken (2) gebildet ist und
zumindest eine Stoßstelle von einem Schirm (6) überdeckt ist.
5. Überspannungsableiter nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Tragelement (4) in die Stoßstelle eingelegt ist.
6. Überspannungsableiter nach einem der Ansprüche 3 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Tragelement (4) sich scheibenförmig zwischen zwei aneinander stoßenden Blöcken
(2) erstreckt.
7. Überspannungsableiter nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Tragelement (4) eine Feldsteuerelektrode (5) zur Steuerung eines elektrischen
Feldes aufweist.
8. Überspannungsableiter nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
das elektrisch isolierende Material ein Silikon ist.
1. Surge arrester having a discharge element (1) which is used to form a discharge current
path and has a shield, which lengthens the creepage distance, with at least one shield
(6) composed of an electrically insulating material,
characterized in that
at least one section (7) of the discharge element (1) which is not covered by the
electrically insulating material is arranged adjacent to the shield.
2. Surge arrester according to Claim 1,
characterized in that
the at least one section (7) extends in an annular shape around the discharge element
(1).
3. Surge arrester according to Claim 1 or 2,
characterized in that
the shield (6) is held at least partially by a supporting element (4) which is in
contact with the discharge element (1).
4. Surge arrester according to one of Claims 1 to 3,
characterized in that
the discharge element (1) is formed from a plurality of mutually abutting blocks (2),
and at least one abutment point is covered by a shield (6).
5. Surge arrester according to Claim 4,
characterized in that
the supporting element (4) is inserted into the abutment point.
6. Surge arrester according to one of Claims 3 to 5,
characterized in that
the supporting element (4) extends in the form of a disk between two mutually abutting
blocks (2).
7. Surge arrester according to one of Claims 4 to 6,
characterized in that
the supporting element (4) has a field control electrode (5) for controlling an electrical
field.
8. Surge arrester according to one of Claims 1 to 7,
characterized in that
the electrically insulating material is a silicone.
1. Parafoudre ayant un élément ( 1 ) de dérivation, qui sert à former un trajet de courant
de dérivation, et un écran prolongeant le trajet de fuite ayant au moins un blindage
( 6 ) en un matériau isolant du point de vue électrique,
caractérisé en qu'au moins un tronçon ( 7 ) de l'élément ( 1 ) de dérivation, qui n'est pas revêtu par
le matériau isolant du point de vue électrique, est disposé au voisinage du blindage.
2. Parafoudre suivant la revendication 1,
caractérisé en ce que le au moins un tronçon ( 7 ) s'étend annulairement autour de l'élément ( 1 ) de dérivation.
3. Parafoudre suivant la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que le blindage ( 6 ) est maintenu au moins en partie par un élément ( 4 ) de support
qui est en contact avec l'élément ( 1 ) de dérivation.
4. Parafoudre suivant l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que l'élément ( 1 ) de dérivation est formé de plusieurs blocs ( 2 ) contigus et au moins
un point de contact est recouvert d'un blindage ( 6 ).
5. Parafoudre suivant la revendication 4,
caractérisé en ce que l'élément ( 4 ) de support est inséré au point de contact.
6. Parafoudre suivant l'une des revendications 3 à 5,
caractérisé en ce que l'élément ( 4 ) de support s'étend en forme de disque entre deux blocs ( 2 ) contigus.
7. Parafoudre suivant l'une des revendications 4 à 6,
caractérisé en ce que l'élément ( 4 ) de support a une électrode ( 5 ) de commande de champ pour la commande
d'un champ électrique.
8. Parafoudre suivant l'une des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce que le matériau isolant du point de vue électrique est une silicone.