[0001] Die Erfindung betrifft im Allgemeinen einen Stromunterbrecher für elektrische Versorgungsleitungen,
insbesondere Energieleitungen oder Batteriekabel, von Kraftfahrzeugen mit einem ersten
Anschlusselement, mit einem mit dem ersten Anschlusselement verbindbaren zweiten Anschlusselement
und mit einem in einem leitenden Zustand des Stromunterbrechers zwischen dem ersten
Anschlusselement und dem zweiten Anschlusselement verlaufenden Strompfad.
[0002] Stromkreisunterbrecher für Kraftfahrzeuge sind hinlänglich bekannt. Beispielsweise
ist in der
DE 199 28 713 A1 ein Stromunterbrecher offenbart, der einen Schmelzleiter aufweist. Der Schmelzleiter
ist an einem Reaktionsbehälter befestigt. Nach einem Zünden eines im Reaktionsbehälter
befindlichen chemischen Gemisches durch einen Zündmechanismus erwärmt sich der Reaktionsbehälter
so stark, dass der Schmelzleiter schmilzt und somit den Strompfad unterbricht. Ein
bekannter Stromunterbrecher ist auch in dem Dokument
DE-A-19819 662 offenbart.
[0003] Ein weiterer Stromunterbrecher zum Unterbrechen von mindestens zwei Strompfaden ist
aus der
DE 101 11 254 A1 bekannt. Dadurch soll es ermöglicht werden, einen Strompfad zu unterbrechen, während
ein zweiter weiter aktiv sein kann. Hierdurch wird eine redundante Versorgung von
beispielsweise sicherheitsrelevanten Systemen in Automobilen gewährleistet und gleichzeitig
ist jeder Strompfad gegen Überlastung geschützt. Dafür weist jeder Stromunterbrecher
mindestens drei Anschlüsse auf und wird nahe beim Verbraucher angeordnet. Ein Anschluss
dient zum Anschließen des Verbrauchers, die weiteren zum Anschluß der Stromkreise,
die Einzeln unterbrochen werden sollen. Steigt nun in einem Stromkreis der Strom über
die Maximalgrenze, wird dieser getrennt werden. Die weiteren Stromkreise können jedoch
ihre jeweiligen Verbraucher weiterhin versorgen.
[0004] Zum Unterbrechen wird dabei im Stromunterbrecher ein bestimmter Querschnitt im Anschlusselement
des jeweiligen Stromkreises zerstört, so dass der Strompfad unterbrochen ist. Zum
Zerstören wird beispielsweise ein chemisches Gemisch verwendet, das an dem Querschnitt
angeordnet ist und dem Zünden den Querschnitt zerstört.
[0005] Die bekannten Stromunterbrecher haben diverse Nachteile. Elemente des Stromunterbrechers
werden zunächst dauerhaft zerstört. Weiterhin sind zum Unterbrechen des Strompfades
aufwändige Elemente zur Messung des im zu zerstörenden Element fließenden Stromes
und zur Zündung des chemischen Gemisches notwendig, so dass die Stromunterbrecher
teuer herzustellen sind.
[0006] Ausgehend von den zuvor aufgezeigten Nachteilen lag der Erfindung die technische
Aufgabe zugrunde, einen Stromunterbrecher für elektrische Versorgungsleitungen zur
Verfügung zu stellen, der einerseits günstig in der Herstellung ist und andererseits
einen fehlerfreien Betrieb gewährleistet.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass gemäß dem Anspruch 1, eine
durch von zumindest einem Anschlusselement abgegebener Jouleschen Wärme thermisch
aktivierbare pyrotechnische Trenneinheit an mindestens einem der Anschlusselemente
vorgesehen ist und dass mittels der aktivierten pyrotechnischen Trenneinheit die Verbindung
zwischen den Anschlusselementen lösbar ist.
[0008] Dabei kann die Verbindung der Anschlusselemente durch Stoffschluss hergestellt sein.
Beispielsweise könnte das zweite Anschlusselement durch Verkleben mit dem ersten Anschlusselement
verbunden sein. Dann kann insbesondere das zweite Anschlusselement eine einfache Geometrie
aufweisen.
[0009] Besonders bevorzugt ist es, wenn die Anschlusselemente kraftschlüssig miteinander
verbunden sind. Dann kann die Verbindung durch die pyrotechnische Trenneinheit insbesondere
zerstörungsfrei gelöst werden.
[0010] Erfindungsgemäß ist erkannt worden, dass eine pyrotechnische Trenneinheit - passiv
- durch die durch den durch die Anschlusselemente fließenden elektrischen Strom erzeugte
Temperatur aktiviert werden kann. Jeder elektrische Widerstand R erzeugt eine Joulesche
Wärme Q, die proportional zum Produkt aus dem Widerstand R und dem Quadrat des durch
ihn fließenden Stromes I ist (Q - R * I
2). In Abhängigkeit der erzeugten Wärme steigt dann die Temperatur der Anschlusselemente.
Somit kann der Widerstand des ersten und/oder des zweiten Anschlusselements so angepasst
werden, dass bei einem bestimmten Strom und nach einer bestimmten Zeit eine bestimmte
Aktivierungstemperatur der pyrotechnischen Trenneinheit erreicht wird. Dabei zeichnet
sich ein erfindungsgemäßer Stromunterbrecher besonders durch seine kompakte und kostengünstige
Herstellung aus.
[0011] Beispielsweise kann die pyrotechnische Trenneinheit so ausgelegt sein, dass sie zwischen
160°C und 195°C, insbesondere bei 170°C zündet. Somit wäre eine Dauerbetriebstemperatur
des Stromunterbrechers zwischen 100°C und 125°C, insbesondere bei 115°C möglich. Natürlich
können auch höhere oder niedrigere Temperaturniveaus, abhängig von der Auslegung der
pyrotechnischen Trenneinheit, realisiert werden. Den Temperaturen ist jeweils, durch
den oben erläuterten Zusammenhang, eine Stromstärke, im Abhängigkeit vom Querschnitt
der Elemente und der Dauer der Ströme, zugeordnet. Darüber läßt sich, eventuell in
geringem Maße beeinflusst durch die äußeren klimatischen Bedingungen, die bei der
Auslegung zu berücksichtigen sind, ein Aktivierungsstrom des Stromunterbrechers justieren.
[0012] Als pyrotechnische Trenneinheit lassen sich beispielsweise solche Mischungen verwenden,
wie sie in der
DE 20 2004 002 292 U1 offenbart sind. Diese Mischungen zeichnen sich durch eine besonders hohe Langzeitstabilität
aus. Es lassen sich jedoch im Prinzip alle Mischungen verwenden, die thermisch aktiviert
werden können, also durch Zufuhr von Wärme, und einen genügend hohen Druck zur Lösung
der kraftschlüssigen Verbindung erzeugen können. Insbesondere sollte die pyrotechnische
Trenneinheit auf eine genügend hohe Lebensdauer bzw. Anzahl Betriebsstunden optimiert
sein, beispielsweise der Lebensdauer eines Kraftfahrzeugs entsprechend oder über 10
Jahre.
[0013] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform weist mindestens das erste Anschlusselement
eine erste Aufnahme auf. In dieser Aufnahme kann die pyrotechnische Trenneinheit angeordnet
werden.
[0014] Besonders einfach läßt sich die erste Aufnahme einstückig aus dem ersten Anschlusselement
formen. Dabei kann die erste Aufnahme ein aus dem ersten Anschlusselement gezogener
Topf sein.
[0015] Alternativ kann die erste Aufnahme aus mindestens zwei Aufnahmeelementen gebildet
sein. Somit kann beispielsweise ein erstes Aufnahmeelement aus dem ersten Anschlusselement
einstückig geformt werden und ein zweites Aufnahmeelement, beispielsweise eine Hülse,
später an dem ersten Aufnahmeelement angeordnet werden. In dem zweiten Aufnahmeelement
kann dabei zuvor die pyrotechnische Trenneinheit angeordnet werden, wobei das Verfahren,
das zum Anbringen des zweiten Aufnahmeelementes an das erste Aufnahmeelement verwendet
wird nicht zu einer Erwärmung bis zur Aktivierungstemperatur der pyrotechnischen Trenneinheit
führt. Beispielsweise können Verfahren wie Reibschweißen, Rotationsreibschweißen,
Löten oder Kleben angewendet werden.
[0016] Weiterhin kann das zweite Anschlusselement eine zweite Aufnahme aufweisen. Somit
kann die pyrotechnische Trenneinheit entweder in der ersten Aufnahme, der zweiten
Aufnahme oder in beiden Aufnahmen angeordnet sein. Es kann auch eine zweiteilige pyrotechnische
Trenneinheit vorgesehen werden, wobei jeweils ein Teil in jeweils einer Aufnahme angeordnet
sein kann. Der Begriff
zweite Aufnahme muß dabei nicht zwangsläufig das Vorhandensein einer
ersten Aufnahme bedeuten, so dass auch nur am zweiten Anschlusselement eine Aufnahme vorgesehen
sein kann.
[0017] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform kann das zweite Anschlusselement einen
mit der ersten Aufnahme korrespondierenden Vorsprung aufweisen, derart dass im leitenden
Zustand des Stromunterbrechers der Vorsprung kraftschlüssig in der ersten Aufnahme
angeordnet ist. Somit kann die erste Aufnahme die Funktion zur Aufnahme der pyrotechnischen
Trenneinheit und zur kraftschlüssigen Verbindung mit dem zweiten Anschlusselement
gleichzeitig übernehmen. Alternativ könnten auch getrennte Aufnahmen für die Trenneinheit
und die kraftschlüssige Verbindung vorgesehen sein. Auch etwaige weitere Möglichkeiten,
die Anschlusselemente kraftschlüssig zu verbinden, sind von dieser Erfindung mit erfasst.
[0018] Ebenso wie die erste Aufnahme kann auch der Vorsprung aus mindestens zwei Vorsprungelementen
mehrteilig ausgeführt sein. Ebenso kann dann mindestens ein erstes und/oder zweites
Vorsprungelement eine etwaige zweite Aufnahme aufweisen.
[0019] Zur Einflussnahme auf die vom Strom erzeugte Joulesche Wärme sind zunächst alle den
Widerstand eines Anschlusselements beeinflussenden Parameter, also der leitende Querschnitt,
Länge sowie spezifischer Widerstand des Werkstoffs geeignet. Beispielsweise kann das
erste Anschlusselement und/oder das zweite Anschlusselement mindestens eine den ohmschen
Widerstand erhöhende Einkerbung aufweisen. Durch eine oder mehrere Einkerbungen eines
der oder beider Anschlusselemente werden die elektrisch leitenden Querschnitte verkleinert,
wodurch sich der ohmsche Widerstand erhöht, was letztlich zu einer höher Wärmeerzeugung
bei gleichem Strom führt. Dadurch ist ein einfaches und kostengünstiges Mittel gegeben,
den Widerstand der Anschlusselemente zu beeinflussen. Auch der Querschnitt der angeschlossenen
Kabel kann Einfluss auf die eingebrachte Wärme haben.
[0020] Alternativ können beispielsweise die verschiedenen Teile einer mehrteiligen Aufnahme
bzw. eines mehrteiligen Vorsprungs ebenfalls aus unterschiedlichen Materialien hergestellt
sein und somit verschiedene, den erforderlichen Widerständen zum Auslösen der pyrotechnischen
Trenneinheit angepasste spezifische Widerstände aufweisen.
[0021] Falls erforderlich kann der Widerstand auch durch Vergrößern des Querschnitts verringert
werden. Auch kann durch unterschiedlich verpresste Querschnitte der Elemente der Widerstand
beeinflusst werden.
[0022] Insbesondere kann der Stromunterbrecher so ausgelegt werden, dass ein zur Erreichung
der Aktivierungstemperatur der pyrotechnischen Trenneinheit durch Erzeugung von Joulescher
Wärme benötigter Aktivierungsstrom kleiner oder gleich ist, als ein für die an die
Anschlusselemente angeschlossenen Leitungen bzw. Kabel und/oder Verbraucher maximal
zulässiger Strom. Beispielsweise kann der maximal zulässige Strom dem Strom entsprechen,
der beim Übersteigen zum Durchbrennen und Zerstören der Anschlusskabel und/oder der
Isolierung der Kabel führen würde.
[0023] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist das erste und/oder das zweite
Anschlusselement aus einem Flachteil gebildet. Daraus ergibt sich eine besonders kostengünstige
Herstellung des Stromunterbrechers.
[0024] Die Flachteile lassen sich leicht verformen und somit kann in den Anschlusselementen
mit geringem technischem Aufwand sowohl eine erste Aufnahme, bei Bedarf eine zweite
Aufnahme als auch ein Vorsprung gebildet werden. Mittels der kraftschlüssigen Verbindung
zwischen Vorsprung und erster Aufnahme lassen sich die beiden Anschlusselemente mechanisch
miteinander verbinden. Ein Strompfad wird hierdurch hergestellt. Die Kraft, die aufgewendet
werden muss, um diese Verbindung zu lösen, lässt sich durch Gestaltung der ersten
Aufnahme und des Vorsprungs einstellen. Vorzugsweise ist der Vorsprung mittels Presspassung
in der ersten Aufnahme angeordnet. Bevorzugt ist eine unmittelbare Spannverbindung
zwischen Vorsprung und erster Aufnahme. Insbesondere ein konischer Presssitz ist bevorzugt.
Hierbei kann die erste Aufnahme und/oder der Vorsprung sich verjüngend geformt sein.
Bevorzugt ist es, wenn der Topf sich ausgehend vom Flachteil verjüngt.
[0025] Besonders günstig lassen sich die Anschlusselemente bilden, wenn zumindest ein Flachteil
aus einem Blech hergestellt ist. Bleche verschiedenster Stärken aus elektrisch leitenden
Werkstoffen sind günstig und lassen sich einfach verarbeiten. Auch lassen sich stranggepresste
Bänder für die Herstellung der Flachteile verwenden.
[0026] Bevorzugt ist es, wenn aus den Blechen die Flachteile mittels Trennverfahren geformt
werden. Als Trennverfahren eignen sich insbesondere Stanzen, Laserschneiden, Sägen
bzw. sonstige spanlose oder spanhebende Trennverfahren.
[0027] Die erste Aufnahme kann aus dem Anschlusselement tiefgezogen oder, beispielsweise
bei zweiteiliger Ausführung der ersten Aufnahme, gestanzt werden.
[0028] Bei zweiteiliger Ausführung der ersten Aufnahme kann das erste Aufnahmeelement ein
Kragen sein. Dieser Kragen kann beispielsweise beim Ausstanzen des ersten Aufnahmeelements
aus dem Anschlusselement gebildet werden. Ferner kann der Kragen durch Einfügen einer
Dorns in die Ausstanzung gebildet werden. An dem Kragen kann dann ein zweites Aufnahmeelement,
beispielsweise durch Rotationsreibschweißen, Kleben oder ein anderes, vorzugsweise
stoffschlüssiges, aber auch kraftschlüssiges Verfahren angebracht werden.
[0029] Das erste Aufnahmeelement und/oder Vorsprungelement kann auch lediglich die Fläche
im Bereich einer Ausstanzung im ersten bzw. zweiten Anschlusselement sein, mit der
das zweite Aufnahmeelement bzw. Vorsprungelement verbunden wird.
[0030] Besonders günstig lässt sich der Stromunterbrecher herstellen, wenn der Vorsprung
einstückig aus dem Flachteil gebildet ist. Vorzugsweise lässt sich der Vorsprung aus
dem Flachteil ziehen. Dies kann beispielsweise mittels Streckziehen oder Tiefziehen
bzw. mittels Biegen erfolgen. Hierbei kann ein Stempel in das Flachteil geführt werden,
wodurch sich in dem Flachteil der Vorsprung ausbildet. Es ist jedoch auch möglich,
dass der Vorsprung an das Flachteil mittels stoff- und/oder kraftschlüssigen Fügens
angebracht wird.
[0031] Bevorzugt ist es, wenn der Vorsprung ein mit der Ausnehmung korrespondierender, tiefgezogener
Topf ist. Besonders bevorzugt ist hierbei die sehr kostengünstige und schnelle Herstellung
des Stromunterbrechers, wenn der Vorsprung erst während des Fügens des ersten Anschlusselementes
mit dem zweiten Anschlusselement aus dem Flachteil gezogen wird. Hierbei kann beispielsweise
das zweite Anschlusselement auf das erste Anschlusselement gelegt werden und ein Stempel
kann gleichzeitig den Vorsprung formen und in die erste Aufnahme treiben, um die Anschlusselemente
miteinander zu fügen.
[0032] Ein weiterer Gegenstand dieser Erfindung ist ein Verfahren, gemäß dem Anspruch 27,
zum Unterbrechen eines elektrischen Stromes, insbesondere mit einem Stromunterbrecher
nach einer oder einer Kombination einer der zuvor erläuterten Ausführungen, bei dem
ein Stromunterbrecher von einem Aktivierungsstrom durchflossen wird, bei dem sich
das erste und/oder das zweite Anschlusselement durch die Joulesche Wärme bis zur Aktivierungstemperatur
erwärmt, bei dem die pyrotechnische Trenneinheit durch die Aktivierungstemperatur
aktiviert wird und bei dem die aktivierte pyrotechnische Trenneinheit die Verbindung
der Anschlusselemente, insbesondere zerstörungsfrei, löst und somit den Strompfad
unterbricht.
[0033] Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer Ausführungsbeispiele zeigenden Zeichnung
näher erläutert.
[0034] In der Zeichnung zeigen
- Fig. 1
- einen Stromunterbrecher mit einer einteiligen ersten Aufnahme,
- Fig. 2
- einen Stromunterbrecher mit einer zweiteiligen ersten Aufnahme,
- Fig. 3
- einen Stromunterbrecher mit einem sich verjüngenden Vorsprung,
- Fig. 4
- einen Stromunterbrecher in kraftschlüssig verbundener Form,
- Fig. 5
- einen Stromunterbrecher in durch die pyrotechnische Trenneinheit gelöster Form,
- Fig. 6
- eine alternative Ausgestaltungsform mit Gehäuse,
- Fig. 7
- eine alternative Ausgestaltungsform mit Gehäuse in durch die pyrotechnische Trenneinheit
gelöster Form,
- Fig. 8
- eine weitere Ausgestaltungsform,
- Fig. 9
- eine weitere Ausgestaltungsform in durch die pyrotechnische Trenneinheit gelöster
Form und
- Fig. 10
- ein Diagramm der Strom- und Temperaturverläufe.
[0035] Fig. 1 zeigt einen Stromunterbrecher für elektrische Versorgungsleitungen, insbesondere
Energieleitungen oder Batteriekabel, von Kraftfahrzeugen, mit einem ersten Anschlusselement
1 und mit einem mit dem ersten Anschlusselement 1 kraftschlüssig verbundenen zweiten
Anschlusselement 3. Der gezeigte Zustand ist der leitende Zustand des Stromunterbrechers,
wobei zwischen dem ersten Anschlusselement 1 und dem zweiten Anschlusselement 3 ein
Strompfad verläuft.
[0036] Des Weiteren ist eine durch von zumindest einem Anschlusselement 1,3 abgegebener
Jouleschen Wärme thermisch aktivierbare pyrotechnische Trenneinheit 5 an dem ersten
Anschlusselemente 1 vorgesehen.
[0037] Beide Anschlusselemente 1,3 sind zudem aus einem elektrisch leitenden Flachteil gebildet.
[0038] Wie in Fig. 1 gezeigt, weist das erste Anschlusselement 1 eine erste Aufnahme 7 auf,
die einstückig aus dem ersten Anschlusselement 1 geformt ist. Dabei ist die erste
Aufnahme 7 ein aus dem ersten Anschlusselement 1 gezogener Topf. Die pyrotechnische
Trenneinheit 5 ist in der ersten Aufnahme 7 angeordnet.
[0039] Das zweite Anschlusselement 3 weist einen mit der ersten Aufnahme 7 korrespondierenden
Vorsprung 9 auf. Im leitenden Zustand des Stromunterbrechers ist der Vorsprung 9 kraftschlüssig
in der ersten Aufnahme 7 angeordnet. Der Vorsprung 9 kann, wie in Fig. 1 gezeigt,
einstückig aus dem Flachteil des zweiten Anschlusselements 3 gebildet sein. Hierfür
kann der Vorsprung 9 aus dem Flachteil gezogen werden und beispielsweise ein mit der
ersten Aufnahme 7 korrespondierender, tiefgezogener Topf sein.
[0040] Beispielhafter Einbauort für einen Stromunterbrecher ist die Polnische der Batterie
oder eine Sicherungsbox im Leitungsnetz.
[0041] In Fig. 2 ist eine weitere Ausführungsform gezeigt. Abweichend von dem zuvor erläuterten
Beispiel ist hier die erste Aufnahme 7 aus zwei Aufnahmeelementen 11,13 gebildet.
Das erste Aufnahmeelement 11 ist aus dem ersten Anschlusselement 1 einstückig geformt.
Dafür wurde ein Teil des ersten Anschlusselements ausgestanzt, so dass das erste Aufnahmeelement
11 der Kragen einer Ausstanzung aus dem Flachteil ist. Das zweite Aufnahmeelement
13 ist mit dem ersten Aufnahmeelement 11 verbunden. Dies kann beispielsweise durch
Rotationsreibschweißen bewerkstelligt werden. Dabei kann in einem vorgelagerten Arbeitsschritt
zunächst das zweite Aufnahmeelement 13 mit der pyrotechnischen Trenneinheit 5, insbesondere
einer chemischen Mischung, befüllt werden. Auch alle anderen Verfahren zum Anbringen
des zweiten Aufnahmeelements 13 können angewendet werden. Es muß nur sichergestellt
werden, dass eine genügende Verbindungsfestigkeit hergestellt wird. Das Aufnahmeelement
13 kann eine zuvor gefertigte Hülse sein, die durch Reibschweißen an das erste Aufnahmeelement
11 angebracht wird.
[0042] Alternativ könnte das erste Aufnahmeelement 11 lediglich eine Fläche im Bereich der
Ausstanzung aus dem ersten Anschlusselement 1 sein. Anders ausgedrückt: Es könnte
der Kragen entfallen. Dann könnte das zweite Aufnahmeelement 13 stoffschlüssig mit
der Fläche bzw. dem ersten Aufnahmeelement 11 verbunden werden.
[0043] Das zweite Aufnahmeelement 13 kann darüber hinaus aus einem einen anderen spezifischen
Widerstand aufweisenden Material als das erste Anschlusselement 1 hergestellt sein.
So kann besonders einfach auf die Entwicklung der Jouleschen Wärme Einfluss genommen
werden.
[0044] In Fig. 3 ist eine alternative Ausführungsform gezeigt, bei der sich der Vorsprung
9 in der vom Flachteil erstreckenden Richtung verjüngt. Dadurch kann eine besonders
gute Übertragung der Erwärmung des zweiten Anschlusselements 3 bzw. des Vorsprungs
9 auf die pyrotechnische Trenneinheit 5 erreicht werden.
[0045] Generell kann der Vorsprung 9 während des Fügens des ersten Anschlusselements 1 mit
dem zweiten Anschlusselement 3 aus dem Flachteil gezogen sein. So kann die Herstellung
effektiv vereinfacht und beschleunigt werden. Um einen guten Kraftschluss zu erhalten,
kann der Vorsprung 9 mit der ersten Aufnahme 7 nach dem Fügen einen konischen Pressitz
bilden.
[0046] Eine besonders kostengünstige Herstellung kann dadurch erreicht werden, dass zumindest
ein Flachteil aus einem Blech hergestellt ist. Dabei kann vorzugsweise zumindest ein
Flachteil aus einem Blech mittels eines Trennverfahrens geformt werden.
[0047] In Fig. 4 ist ein Stromunterbrecher in einer kraftschlüssig und somit elektrisch
verbundenen Stellung der Anschlusselemente 1,3 vor der Aktivierung der pyrotechnischen
Trenneinheit 5 gezeigt. An den Anschlusselementen 1,3 können Anschlüsse 15a,15b zum
Anschluss an eine Batterieklemme angeformt sein. Die Anschlüsse 15 können einstückig
mit den Anschlusselementen 1,3 gebildet sein. An den Anschlüssen 15 können neben den
Bohrungen auch Stützpunkte angeordnet sein. Die Anschlüsse 15 ermöglichen den Anschluss
an Batteriepolklemmen. Hierdurch kann der Strompfad zwischen einer Batteriepolklemme
und dem Kraftfahrzeugnetz abgesichert werden.
[0048] Ein Stromfluss kann von Anschluss 15a über Anschlusselement 1, Anschlusselement 3
und Anschluss 15b verlaufen. Im Fall eines zu großen elektrischen Stromes, beispielsweise
durch einen Kurzschluss, erhitzt sich der Stromunterbrecher zumindest im Bereich der
pyrotechnischen Trenneinheit 5 so stark, dass diese zündet. Der durch das Zünden der
pyrotechnischen Trenneinheit 5 entstehende Gasdruck bewirkt, dass der Vorsprung 9
aus der ersten Aufnahme 7 gepresst wird und der Strompfad zwischen Anschlusselement
1 und Anschlusselement 3 unterbrochen wird. Die Einschnürung 17 dient dabei dem Zweck,
das Lösen der Anschlusselemente 1,3 zu vereinfachen. Das Anschlusselement 3 lässt
sich entlang der Einschnürung 17 leichter verbiegen. Beim Absprengen wirkt daher eine
geringere Kraft auf den Anschluss 15.
[0049] Die sich aus dem zuvor dargestellten Ablauf ergebende Stellung der Anschlusselemente
1,3 ist in Fig. 5 gezeigt. Der Vorsprung 9 des Anschlusselements 3 wurde aus der ersten
Aufnahme 7 in Richtung des Pfeils A gesprengt.
[0050] Besonders vorteilhaft ist, dass nach dem Auslösen lediglich die pyrotechnische Trenneinheit
5 erneuert und das Anschlusselement 3 entgegen der Richtung des Pfeils A wieder in
die erste Aufnahme 7 geklappt werden muss. Eine kostenintensive und aufwändige Reparatur
des Stromunterbrechers kann entfallen.
[0051] Fig. 6 zeigt eine Schnittansicht eines Stromunterbrechers gemäß eines Ausführungsbeispieles.
Neben den zuvor beschriebenen Elementen weist der Stromunterbrecher zusätzlich ein
Fanggehäuse 19 auf. In dieses Fanggehäuse 19 wird ein Teil des Anschlusselements 3
nach dem Zünden der pyrotechnischen Trenneinheit 5 geschwenkt. Das Fanggehäuse verhindert,
dass das Anschlusselement 3 in den Motorraum gelangen kann.
[0052] Wie in Fig. 6 gezeigt, kann auch im zweiten Anschlusselement 3 eine zweite Aufnahme
21 vorgesehen werden. Die pyrotechnische Trenneinheit 5 kann dann in der zweiten Aufnahme
21 angeordnet werden. Eine besonders kompakte Bauform läßt sich erreichen, wenn die
zweite Aufnahme 21 mit dem Vorsprung 9 kombiniert wird. Dann kann die erste Aufnahme
7 eine geringere Tiefe aufweisen. Der Vorsprung 9 ist also kraftschlüssig in der ersten
Aufnahme 7 angeordnet, die pyrotechnische Trenneinheit 5 in einer zweiten Aufnahme
21, die wiederum an dem Vorsprung 9 angeordnet ist.
[0053] Zusätzlich ist in Fig. 6 gezeigt, dass das erste und/oder zweite Anschlusselement
1,3 jeweils eine Einkerbung 23 aufweisen können. Durch die Einkerbungen 23 kann an
günstiger Stelle der elektrisch leitende Querschnitt verringert und so die an dieser
Stelle erzeugte Joulesche Wärme erhöht werden. Vorteilhaft werden die Einkerbungen
23 oder andere Anpassungen der Bauteilegeometrie im Bereich der pyrotechnischen Trenneinheit
5 vorgesehen. Weiterhin kann, wie in Fig. 6 gezeigt, ein O-Ring 25 beispielsweise
am Umfang des Vorsprungs 7 angeordnet sein. Einerseits kann an dieser Stelle so ebenfalls
der Effekt einer Einkerbung hervorgerufen werden. Andererseits kann so der Gasdruck
der pyrotechnischen Trenneinheit 5 besonders gut ausgenutzt werden. Fertigungstoleranzen,
die bei der Herstellung des Vorsprungs 9 und der ersten Aufnahme 7 auftreten, kann
der O-Ring ebenso ausgleichen.
[0054] Fig. 7 zeigt den Stromunterbrecher aus Fig. 6 in einer Position nach der Aktivierung
der pyrotechnischen Trenneinheit 5. Das Anschlusselement 3 ist dabei vom Anschlusselement
1, insbesondere zerstörungsfrei, gelöst und in das Fanggehäuse 19 geschwenkt.
[0055] Eine weitere Ausführungsform ist in Fig. 8 gezeigt. Die beiden Anschlusselemente
1,3 sind als Rohre ausgeführt. Das erste Anschlusselement 1 weist zwei Aufnahmen 7a,7b
auf. Die Aufnahme 7a dient der Aufnahme des Vorsprungs 9 des zweiten Anschlusselements
3 und somit zur kraftschlüssigen Verbindung der Anschlusselemente 1,3. In Fig. 8 ist
der elektrisch leitende Zustand gezeigt. Wie weiterhin dargestellt, weist auch das
zweite Anschlusselement 3 eine Aufnahme 21 auf. In den Aufnahmen 7b und 9 sind pyrotechnische
Trenneinheiten 5a und 5b angeordnet.
[0056] Wird durch die von einem elektrischen Strom erzeugte Joulesche Wärme die Aktivierungstemperatur
erreicht, führt dies zum Zünden der pyrotechnischen Trenneinheiten 5, so dass die
Anschlusselemente 1,3 in Richtung des Pfeils B, wie in Fig. 9 gezeigt, getrennt werden,
wodurch wiederum der Strompfad getrennt wird.
[0057] Anhand des in Fig. 10 gezeigten Diagramms soll nun das Verfahren zum Unterbrechen
eines Stromes, insbesondere mit einem Stromunterbrecher nach einem der zuvor dargestellten
Ausführungsbeispiele näher erläutert werden. Es wird darauf hingewiesen, dass die
Temperaturverläufe nicht absolut auf den Strom bezogen werden können, sondern stets
auch eine zeitliche Komponente sich auf den Temperaturverlauf auswirkt.
[0058] Bis zum Zeitpunkt t
1 befindet sich der Stromverlauf unterhalb des Aktivierungsstroms I
AKT. Dieser sollte vorzugsweise unterhalb des maximal zulässigen Stromes I
MAX des zu schützenden Systems, beispielsweise der Anschlussleitungen oder der Verbraucher
liegen. Der elektrische Strom führt zu einer Jouleschen Erwärmung der Anschlusselemente.
Dadurch wird ebenfalls die pyrotechnischen Trenneinheit 5 erwärmt, wobei die Temperatur
bis zum Zeitpunkt t
AKT unterhalb der Aktivierungstemperatur T
AKT liegt. Steigt nun der Strom zum Zeitpunkt t
1 über den Aktivierungsstrom I
AKT so führt dies zu einer Erwärmung der pyrotechnischen Trenneinheit bis zur Aktivierungstemperatur
T
AKT. Dabei kann eine kleine Verzögerung auftreten, so dass T
AKT zu einem Zeitpunkt t
AKT, der nach dem Zeitpunkt t
1 liegen kann, erreicht wird.
[0059] Zum Zeitpunkt t
AKT zündet die pyrotechnische Trenneinheit 5, so dass die kraftschlüssige Verbindung
der Anschlusselemente 1,3, insbesondere zerstörungsfrei, gelöst wird, was zu einer
Unterbrechung der elektrischen Verbindung führt.
[0060] Der Stromunterbrecher wird dabei in Abhängigkeit von dem jeweils zu schützenden Element
ausgelegt. Dies können, neben den Anschlussleitungen auch Verbraucher sein. Entscheidend
ist jeweils, dass die pyrotechnische Trenneinheit in Kombination mit den Anschlusselemente
so gewählt wird, dass die pyrotechnische Trenneinheit 5 vor dem Erreichen des maximal
zulässigen Stromes I
MAX verlässlich zündet. Vorteilhaft wird dabei der Stromunterbrecher so gestaltet, dass
das Zeitintervall t
Δ zwischen t
1 und t
AKT (t
Δ = T
AKT - t
1) so gering wie möglich ausfällt. Dies kann insbesondere durch Wahl besonderer Materialien
für die Anschlusselemente, besondere Ausgestaltung der Einkerbungen sowie der Aufnahmen
und des Vorsprungs erreicht werden.
[0061] Der erfindungsgemäße Stromunterbrecher zeichnet sich durch kostengünstige und einfache
Herstellung aus. Außerdem kann nach der Aktivierung der pyrotechnischen Trenneinheit
der Stromunterbrecher wieder zusammengefügt werden, so dass ein Austausch von Bauteilen
entfallen kann.
[0062] Ebenso sind Anschlusselemente von dieser Erfindung umfasst, die als Anschlussschienen
ausgebildet sind und beispielsweise mehrere Strompfade trennen können. So könnte eine
Anschlussschiene, ähnlich einem Kamm, vorgesehen sein. Jeder Zahn des Kamms kann dann
für sich eine pyrotechnische Trenneinheit aufweisen und den Strompfad zu einem weiteren
Anschlusselement wie zuvor beschrieben lösen. Insbesondere durch verschiedenartige
Ausgestaltung der einzelnen Zähne können dann die einzelnen Strompfade bei verschiedenen
Stromstärken getrennt werden.
1. Stromunterbrecher für elektrische Versorgungsleitungen, insbesondere Energieleitungen
oder Batteriekabel, von Kraftfahrzeugen
- mit einem ersten Anschlusselement (1),
- mit einem mit dem ersten Anschlusselement (1) verbindbaren zweiten Anschlusselement
(3) und
- mit einem in einem leitenden Zustand des Stromunterbrechers zwischen dem ersten
Anschlusselement (1) und dem zweiten Anschlusselement (3) verlaufenden Strompfad,
dadurch gekennzeichnet,
- dass eine durch von zumindest einem Anschlusselement (1,3) abgegebener, durch den durch die Anschlusselemente (1,3) fließenden elektrischen Strom erzeugter Jouleschen Wärme thermisch aktivierbare pyrotechnische Trenneinheit (5)
an mindestens einem der Anschlusselemente (1,3) vorgesehen ist und
- dass mittels der aktivierten pyrotechnischen Trenneinheit (5) die Verbindung zwischen
den Anschlusselementen (1,3) lösbar ist.
2. Stromunterbrecher nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das erste Anschlusselement (1) mit dem zweiten Anschlusselement (3) kraftschlüssig
verbunden ist.
3. Stromunterbrecher nach einem der zuvor genannten
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das erste Anschlusselement (1) mit dem zweiten Anschlusselement (3) stoffschlüssig
verbunden ist.
4. Stromunterbrecher nach einem der zuvor genannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das erste Anschlusselement (1) aus einem elektrisch leitenden Flachteil gebildet
ist.
5. Stromunterbrecher nach einem der zuvor genannten
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass mindestens das erste Anschlusselement (1) eine erste Aufnahme (7) aufweist.
6. Stromunterbrecher nach einem der zuvor genannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die erste Aufnahme (7) einstückig aus dem ersten Anschlusselement (1) geformt ist.
7. Stromunterbrecher nach einem der zuvor genannten
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die erste Aufnahme (7) ein aus dem ersten Anschlusselement (1) gezogener Topf ist.
8. Stromunterbrecher nach einem der zuvor genannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die erste Aufnahme (7) aus mindestens zwei Aufnahmeelementen (11,13) gebildet ist.
9. Stromunterbrecher nach einem der zuvor genannten
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein erstes Aufnahmeelement (11) aus dem ersten Anschlusselement (1) einstückig geformt
ist.
10. Stromunterbrecher nach einem der zuvor genannten
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das erste Aufnahmeelement (11) ein Kragen einer Ausstanzung aus dem Flachteil ist.
11. Stromunterbrecher nach einem der zuvor genannten
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein zweites Aufnahmeelement (13) an dem ersten Aufnahmeelement (11) angeordnet ist.
12. Stromunterbrecher nach einem der zuvor genannten
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das zweite Anschlusselement (3) eine zweite Aufnahme (21) aufweist.
13. Stromunterbrecher nach einem der zuvor genannten
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die pyrotechnische Trenneinheit (5) in mindestens einer der Aufnahmen (7,21) angeordnet
ist.
14. Stromunterbrecher nach einem der zuvor genannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das zweite Anschlusselement (3) aus einem elektrisch leitenden Flachteil gebildet
ist.
15. Stromunterbrecher nach einem der zuvor genannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das zweite Anschlusselement (3) einen mit der ersten Aufnahme (7) korrespondierenden
Vorsprung (9) aufweist, derart dass im leitenden Zustand des Stromunterbrechers der
Vorsprung (9) kraftschlüssig in der ersten Aufnahme (7) angeordnet ist.
16. Stromunterbrecher nach einem der zuvor genannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Vorsprung (9) einstückig aus dem Flachteil gebildet ist.
17. Stromunterbrecher nach einem der zuvor genannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Vorsprung (9) aus dem Flachteil gezogen ist.
18. Stromunterbrecher nach einem der zuvor genannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Vorsprung (9) ein mit der ersten Aufnahme (7) korrespondierender, tiefgezogener
Topf ist.
19. Stromunterbrecher nach einem der zuvor genannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Vorsprung (9) sich in der vom Flachteil erstreckenden Richtung verjüngt.
20. Stromunterbrecher nach einem der zuvor genannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Vorsprung (9) während des Fügens des ersten Anschlusselements (1) mit dem zweiten
Anschlusselement (3) aus dem Flachteil gezogen ist.
21. Stromunterbrecher nach einem der zuvor genannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Vorsprung (9) aus mindestens zwei Vorsprungelementen gebildet ist.
22. Stromunterbrecher nach einem der zuvor genannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Vorsprung (9) mit der ersten Aufnahme (7) nach dem Fügen einen konischen Pressitz
bildet.
23. Stromunterbrecher nach einem der zuvor genannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest ein Flachteil aus einem Blech hergestellt ist.
24. Stromunterbrecher nach einem der zuvor genannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest ein Flachteil aus einem Blech mittels eines Trennverfahrens geformt ist.
25. Stromunterbrecher nach einem der zuvor genannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das erste Anschlusselement (1) und/oder das zweite Anschlusselement (3) mindestens
eine den ohmschen Widerstand erhöhende Einkerbung (23) aufweist.
26. Stromunterbrecher nach einem der zuvor genannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein zur Erreichung der Aktivierungstemperatur der pyrotechnischen Trenneinheit (5)
durch Erzeugung von Joulescher Wärme benötigter Aktivierungsstrom kleiner oder gleich
ist, als ein für die an die Anschlusselemente (1,3) angeschlossenen Leitungen bzw.
Kabel und/oder Verbraucher maximal zulässiger Strom.
27. Verfahren zum Unterbrechen eines Stromes, insbesondere mit einem Stromunterbrecher
nach einem der Ansprüche 1 bis 23,
- bei dem ein Stromunterbrecher von einem Aktivierungsstrom durchflossen wird,
- bei dem sich das erste und/oder das zweite Anschlusselement (1,3) durch die durch den in dem Stromunterbrecher fließenden Aktivierungsstrom erzeugte Joulesche Wärme bis zur Aktivierungstemperatur erwärmt,
- bei dem die pyrotechnische Trenneinheit (5) durch die Aktivierungstemperatur aktiviert
wird und
- bei dem die aktivierte pyrotechnische Trenneinheit (5) die kraftschlüssige Verbindung
der Anschlusselemente (1,3) löst und somit den Strompfad unterbricht.
1. Interrupter for electrical supply lines, in particular power lines or battery cables,
of motor vehicles,
- having a first terminal element (1),
- having a second terminal element (3) which can be connected to the first terminal
element (1) and
- having a current path which, in a conductive state of the interrupter, extends between
the first terminal element (1) and the second terminal element (3),
characterised in that
- a pyrotechnic separating unit (5), thermally activatable by Joule heating given
off by at least one terminal element (1, 3) and generated by the electrical current
flowing through the terminal elements (1, 3), is provided on at least one of the terminal
elements (1, 3), and
- the connection between the terminal elements (1, 3) is releasable by means of the
activated pyrotechnic separating unit (5).
2. Interrupter according to Claim 1,
characterised in that
the first terminal element (1) is connected to the second terminal element (3) by
a force fit.
3. Interrupter according to any one of the preceding claims,
characterised in that
the first terminal element (1) is connected to the second terminal element (3) by
a material fit.
4. Interrupter according to any one of the preceding claims,
characterised in that
the first terminal element (1) is formed from an electrically conductive flat part.
5. Interrupter according to any one of the preceding claims,
characterised in that
at least the first terminal element (1) comprises a first recess (7).
6. Interrupter according to any one of the preceding claims,
characterised in that
the first recess (7) is formed integrally from the first terminal element (1).
7. Interrupter according to any one of the preceding claims,
characterised in that
the first recess (7) is a pot drawn from the first terminal element (1).
8. Interrupter according to any one of the preceding claims,
characterised in that
the first recess (7) is formed from at least two recess elements (11, 13).
9. Interrupter according to any one of the preceding claims,
characterised in that
a first recess element (11) is formed integrally from the first terminal element (1).
10. Interrupter according to any one of the preceding claims,
characterised in that
the first recess element (11) is a collar of a cutting from the flat part.
11. Interrupter according to any one of the preceding claims,
characterised in that
a second recess element (13) is arranged on the first recess element (11).
12. Interrupter according to any one of the preceding claims,
characterised in that
the second terminal element (3) comprises a second recess (21).
13. Interrupter according to any one of the preceding claims,
characterised in that
the pyrotechnic separating unit (5) is arranged in at least one of the recesses (7,
21).
14. Interrupter according to any one of the preceding claims,
characterised in that
the second terminal element (3) is formed from an electrically conductive flat part.
15. Interrupter according to any one of the preceding claims,
characterised in that
the second terminal element (3) comprises a projection (9) corresponding with the
first recess (7), so that the projection (9) is arranged with a force fit in the first
recess (7) in the conductive state of the interrupter.
16. Interrupter according to any one of the preceding claims,
characterised in that
the projection (9) is formed integrally from the flat part.
17. Interrupter according to any one of the preceding claims,
characterised in that
the projection (9) is drawn from the flat part.
18. Interrupter according to any one of the preceding claims,
characterised in that
the projection (9) is a deep-drawn pot corresponding with the first recess (7).
19. Interrupter according to any one of the preceding claims,
characterised in that
the projection (9) tapers in the direction extending from the flat part.
20. Interrupter according to any one of the preceding claims,
characterised in that
the projection (9) is drawn from the flat part during the first terminal element (1)
is being assembled with the second terminal element (3).
21. Interrupter according to any one of the preceding claims,
characterised in that
the projection (9) is formed from at least two projection elements.
22. Interrupter according to any one of the preceding claims,
characterised in that
the projection (9) forms a conical press fit with the first recess (7) after assembly.
23. Interrupter according to any one of the preceding claims,
characterised in that
at least one flat part is made from a metal sheet.
24. Interrupter according to any one of the preceding claims,
characterised in that
at least one flat part is formed from a metal sheet by means of a separating method.
25. Interrupter according to any one of the preceding claims,
characterised in that
the first terminal element (1) and/or the second terminal element (3) comprises at
least one notch (23) which increases the ohmic resistance.
26. Interrupter according to any one of the preceding claims,
characterised in that
an activation current necessary for reaching the activation temperature of the pyrotechnic
separating unit (5) by generation of Joule heating is less than or equal to a maximum
permissible current for the lines or cables and/or loads connected to the terminal
elements (1, 3).
27. Method for interrupting a current, in particular with a interrupter according to any
one of Claims 1 to 23,
- wherein an activation current flows through a interrupter,
- wherein the first and/or the second terminal element (1, 3) is heated to the activation
temperature by the Joule heating generated by the activation current flowing in the
interrupter,
- wherein the pyrotechnic separating unit (5) is activated by the activation temperature,
and
- wherein the activated pyrotechnic separating unit (5) releases the force-fit connection
of the terminal elements (1, 3) and therefore interrupts the current path.
1. Disjoncteur de courant pour conducteurs d'alimentation électrique, en particulier
conducteurs d'énergie ou câbles pour batterie de véhicules automobiles,
- qui présente un premier élément de raccordement (1),
- un deuxième élément de raccordement (3) qui peut être relié au premier élément de
raccordement (1) et
- un parcours de courant qui s'étend entre le premier élément de raccordement (1)
et le deuxième élément de raccordement (3) lorsque le disjoncteur de courant est à
l'état conducteur,
caractérisé en ce que
- une unité pyrotechnique de séparation (5) qui peut être activée thermiquement par
la chaleur ohmique créée par le courant électrique qui s'écoule dans les éléments
de raccordement (1, 3) et dégagée par au moins un élément de raccordement (1, 3) est
prévue sur au moins un des éléments de raccordement (1, 3) et en ce que
- la liaison entre les éléments de raccordement (1, 3) peut être libérée au moyen
de l'activation de l'unité pyrotechnique de séparation (5).
2. Disjoncteur de courant selon la revendication 1, caractérisé en ce que le premier élément de raccordement (1) est relié en correspondance mécanique au deuxième
élément de raccordement (3).
3. Disjoncteur de courant selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le premier élément de raccordement (1) est relié au deuxième élément de raccordement
(3) en correspondance de matière.
4. Disjoncteur de courant selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le premier élément de raccordement (1) est formé par une pièce plate électriquement
conductrice.
5. Disjoncteur de courant selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins le premier élément de raccordement (1) présente un premier logement (7).
6. Disjoncteur de courant selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le premier logement (7) est formé d'un seul tenant par le premier élément de raccordement
(1).
7. Disjoncteur de courant selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le premier logement (7) est une cuvette emboutie dans le premier élément de raccordement
(1).
8. Disjoncteur de courant selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le premier logement (7) est formé d'au moins deux éléments de logement (11, 13).
9. Disjoncteur de courant selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un premier élément de logement (11) est formé d'un seul tenant dans le premier élément
de raccordement (1).
10. Disjoncteur de courant selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le premier élément de logement (11) est un collet d'une partie estampée dans la pièce
plate.
11. Disjoncteur de courant selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un deuxième élément de logement (13) et disposé sur le premier élément de logement
(11).
12. Disjoncteur de courant selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le deuxième élément de raccordement (3) présente un deuxième logement (21).
13. Disjoncteur de courant selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité pyrotechnique de séparation (5) est disposée dans au moins un des logements
(7, 21).
14. Disjoncteur de courant selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le deuxième élément de raccordement (3) est formé d'une pièce plate électriquement
conductrice.
15. Disjoncteur de courant selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le deuxième élément de raccordement (3) présente une saillie (9) qui correspond au
premier logement (7) de telle sorte que lorsque le disjoncteur de courant est à l'état
conducteur, la saillie (9) est disposée en correspondance mécanique dans le premier
logement (7).
16. Disjoncteur de courant selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la saillie (9) est formée d'un seul tenant dans la pièce plate.
17. Disjoncteur de courant selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la saillie (9) est emboutie dans la pièce plate.
18. Disjoncteur de courant selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la saillie (9) est une cuvette emboutie qui correspond au premier logement (7).
19. Disjoncteur de courant selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la saillie (9) se rétrécit dans la direction qui s'éloigne de la pièce plate.
20. Disjoncteur de courant selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la saillie (9) est emboutie dans la pièce plate pendant la jonction du premier élément
de raccordement (1) avec le deuxième élément de raccordement (3).
21. Disjoncteur de courant selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la saillie (9) est formée d'au moins deux éléments de saillie.
22. Disjoncteur de courant selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la saillie (9) forme avec le premier logement (7) un siège conique de compression
après la jonction.
23. Disjoncteur de courant selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins une pièce plate est réalisée en tôle.
24. Disjoncteur de courant selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins une pièce plate est formée d'une tôle au moyen d'un procédé de découpe.
25. Disjoncteur de courant selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le premier élément de raccordement (1) et/ou le deuxième élément de raccordement
(3) présentent au moins une entaille (23) qui augmente leur résistance ohmique.
26. Disjoncteur de courant selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le courant d'activation nécessaire pour atteindre la température d'activation de
l'unité pyrotechnique de séparation (5) par dégagement de chaleur ohmique est inférieur
ou égal au courant maximum admissible pour les conducteurs, câbles et/ou consommateurs
raccordés aux éléments de raccordement (1, 3).
27. Procédé pour interrompre un courant, en particulier à l'aide d'un disjoncteur de courant
selon l'une des revendications 1 à 23,
dans lequel un disjoncteur de courant est traversé par un courant d'activation,
dans lequel le premier et/ou le deuxième élément de raccordement (1, 3) sont échauffés
jusqu'à la température d'activation par la chaleur ohmique créée par le courant d'activation
qui s'écoule dans le disjoncteur de courant,
dans lequel l'unité pyrotechnique de séparation (5) est activée à la température d'activation,
dans lequel l'activation de l'unité pyrotechnique de séparation (5) libère la liaison
en correspondance mécanique entre les éléments de raccordement (1, 3) et interrompt
ainsi le parcours du courant.