[0001] Die Erfindung betrifft eine Verpackung zur Aufnahme von Gegenständen gemäss dem Oberbegriff
von Anspruch 1. Derartige Verpackungen dienen insbesondere zur Aufnahme und Präsentation
von Schmuckstücken, Uhren, Brillen oder dergleichen.
[0002] Gattungsmässig vergleichbare Schmuckverpackungen sind seit längerer Zeit bekannt
und gebräuchlich. Bei bekannten Schmuckverpackungen wird beispielsweise Schmuck wie
etwa ein Ring in eine vorgeformte Vertiefung einer Verpackungsunterlage eingelegt.
Derartige Verpackungsunterlagen müssen je nach Verpackungsgegenstand in zahlreichen
verschiedenen Ausführungen bei einem Anwender der Verpackung (z.B. Schmuckhersteller
oder Schmuckverkäufer) zur Verfügung stehen. Diese Verpackungsunterlagen sind deshalb
für Schmuckstücke geringer Stückzahlen und insbesondere bei speziellen Einzelanfertigungen
wenig geeignet. Die Herstellung der Verpackungsunterlagen ist entsprechend teuer und
aufwendig.
[0003] Es ist deshalb eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Nachteile des Bekannten
zu vermeiden, insbesondere eine Verpackung der eingangs genannten Art zu schaffen,
welche sich durch einen möglichst grossen Einsatzbereich auszeichnet. Die Verpackung
soll gleichzeitig zur Aufnahme verschiedener Gegenstände mit unterschiedlichen Aussenkonturen
geeignet sein. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss mit einer Verpackung gelöst, die
die Merkmale in Anspruch 1 aufweist.
[0004] Die Verpackungsunterlage kann in der Ausgangsposition Gegenstände mit unterschiedlichen
Aussenkonturen aufnehmen, da sie flexibel ausgestaltet ist. Ein Vorverformen der Aufnahme
bzw. Vertiefung ist nicht nötig. Die Verpackungsunterlage kann in der Ausgangsposition
(d.h. bevor der Gegenstand abgelegt wird) eben, konvex oder sogar konkav ausgebildet
sein. Beim Ablegen des Gegenstands, beispielsweise eines Schmuckstücks, passt sich
die Verpackungsunterlage unter Druckeinwirkung der Aussenkontur des Gegenstands an.
Die Vertiefung muss jedoch nicht unbedingt durch Eindrücken des Gegenstands in die
Verpackungsunterlage geschaffen werden. Die Vertiefung kann auch mit Hilfe eines Stempels
oder eines anderen Werkzeugs hergestellt werden. In diesem Fall könnte es vorteilhaft
sein, wenn zur Herstellung der Vertiefung eine der Vertiefung entsprechende Matrize
verwendet wird. Durch diese Deformation kann eine zur Aussenkontur des Gegenstands
korrespondierende, vorteilhafte Vertiefung geschaffen werden. Da eine dauerhafte Vertiefung
in der Aufnahmeposition geschaffen werden kann, können die Gegenstände wiederholt
entnommen und wieder abgelegt werden. Die Verpackungsunterlage eignet sich insbesondere
für Schmuckstücke, Uhren oder Brillen; als Gegenstände kommen beispielsweise auch
Schreibwaren oder Elektronikteil in Frage.
[0005] Die erfindungsgemässe dauerhafte Deformation der Verpackungsunterlage lässt sich
auf verschiedene Art und Weise erreichen. Vorteilhaft ist es jedoch, wenn die flächige
Verpackungsunterlage ein Geflecht oder Gewebe aus Metalldraht oder aus metallischen
Bändern ist. Auch Strickwaren oder Wirkwaren sind denkbar. Es wäre sogar auch vorstellbar,
- statt eines Textilaufbaus - einen gitterartigen Aufbau aus Metalldrähten oder Metallbändern
vorzusehen.
[0006] Die vorgenannte Aufgabe kann erfindungsgemäss auch mit einer Verpackung gelöst werden,
welche die Merkmal in Anspruch 3 aufweist. Hierbei ist es nicht zwingend erforderlich,
dass die Vertiefung in der Aufnahmeposition dauerhaft verbleiben muss. Geringe Rückstelleigenschaften
können sogar erwünscht sein.
[0007] Die Verpackungsunterlage kann im Wesentlichen eben ausgestaltet sein. Vorteilhaft
ist es jedoch, wenn die Verpackungsunterlage wenigstens einen konvexen Aufnahmeabschnitt
zur Aufnahme des Gegenstands aufweist. Ein solcher Aufnahmeabschnitt kann beispielsweise
mittig auf einer ebenen Grundfläche der Verpackungsunterlage angeordnet sein. Die
Vertiefungen für die Gegenstände können dank dieser Anordnung einfacher geschaffen
werden. Der konvexe Aufnahmeabschnitt hat weiter den Vorteil, dass beim Herstellen
der Vertiefung eine höhere Stabilität gewährleistet ist.
[0008] Besonders vorteilhaft kann es sein, wenn der Aufnahmeabschnitt sphärisch, insbesondere
etwa halbkugelförmig ausgebildet ist. Selbstverständlich sind auch andere konvexe
Formen für den Aufnahmeabschnitt vorstellbar. Beispielsweise könnte ein konvexer Aufnahmeabschnitt
einen gewölbten Randabschnitt und einen zur Grundfläche planparallelen ebenen Mittelabschnitt
aufweisen. Eine rotationssymmetrische Ausgestaltung ist nicht unbedingt erforderlich.
Für längliche Gegenstände, beispielsweise Uhren oder Brillen kann der Aufnahmeabschnitt
entsprechend eine längliche Konfiguration aufweisen.
[0009] Gemäss einer weiteren Ausführungsform kann die Verpackungsunterlage auf einer Stützanordnung
abgestützt sein. Auf diese Weise kann eine erhöhte Stabilität der Verpackung erreicht
werden.
[0010] Vorteilhaft kann es sein, wenn die Verpackungsunterlage an die Stützanordnung geklebt
ist. Selbstverständlich wären auch andere Befestigungsanordnungen denkbar sein.
[0011] Die Stützanordnung kann eine dem Aufnahmeabschnitt zugeordnete Aussparung enthalten.
Diese Aussparung hat Vorteile hinsichtlich Formgebung bei der Deformation zur Aufnahme
des Gegenstands. Diese Anordnung gewährleistet, dass die Vertiefung wenigstens teilweise
zur Herstellung der Aufnahmeposition durch die Aussparung durchführbar wäre. Bei Verwendung
von Verpackungsunterlagen mit konvexen Aufnahmeabschnitten ist vorteilhaft eine zum
Aufnahmeabschnitt korrespondierende Aussparung vorzusehen, die hinsichtlich Form und
Abmessung etwa dem Aufnahmeabschnitt entspricht.
[0012] Die Stützanordnung kann einen vorzugsweise ebenen Stützabschnitt aufweisen, auf welchen
sich die Verpackungsunterlage abstützen kann. Besonders vorteilhaft ist es, wenn die
Stützanordnung einen derartigen Stützabschnitt und etwa rechtwinklig an den Stützabschnitt
anschliessende Seitenwandabschnitte aufweist. Diese wannenartige Stützanordnung kann
aus Karton oder einem Kartonlaminat bestehen oder als Spritzgussteil aus Kunststoff
ausgebildet sein. Selbstverständlich könnte die Stützanordnung - wie die Verpackungsunterlage
- sogar auch aus Metall bestehen. Auf diese Weise kann ein Hohlraum durch die Stützanordnung
geschaffen werden.
[0013] Die Stützanordnung kann aus einem einzigen Zuschnitt aus Karton oder einem Kartonlaminat
bestehen. Selbstverständlich könnte der Zuschnitt auch aus einem Kunststoffmaterial
bestehen. Diese Ausführungsform hat insbesondere Vorteile für die vorgenannte Stützanordnung
mit den Seitenwandabschnitten. So kann aus einem Zuschnitt aus einer ebenen Lage durch
Umklappen der Seitenwandabschnitt um Falzlinien die Stützanordnung geschaffen werden.
[0014] Die Verpackungsunterlage und/oder die Stützanordnung kann auf einer räumlich ausgebildeten
Stützstruktur abgestützt sein. Eine solche Ausgestaltung kann die Schutzwirkung der
Verpackung weiter erhöhen.
[0015] Die Stützstruktur kann ein Schaumstoffmaterial, ein aufgeschäumter Kunststoff oder
ein Gel enthalten. Solche Stützstrukturen passen sich auf vorteilhafte Art und Weise
an die durch Deformation gebildete Vertiefung an. Die Stützstruktur kann beispielsweise
aus einem Gelpad bestehen. Eine vorteilhafte Schutzwirkung lässt sich erreichen, wenn
zumindest unterhalb des Aufnahmeabschnitts ein entsprechendes Luftpolster angebracht
ist.
[0016] Die Verpackungsunterlage kann wenigstens im zur Aufnahme des Gegenstands vorgesehenen
Bereich ein den Gegenstand insbesondere vor Zerkratzen schützendes Mittel aufweisen.
Dieses Schutzmittel könnte beispielsweise aus einem Stoffüberzug, beispielsweise aus
Seide oder Samt, gebildet sein.
[0017] Besonders vorteilhaft kann es sein, wenn das Schutzmittel durch eine Beschichtung,
durch eine Lackierung, durch Beflockung, durch Eingiessen und/oder durch eine Abdeckung
mit einer schützenden Lage gebildet ist. Die Beschichtung besteht dabei vorzugsweise
aus einem Kunststoffmaterial. Die Beflockung kann mit Hilfe von bekannten Flockmitteln
auf Kunststoffbasis erfolgen. Als schützende Lage könnte eine Schaumstoffschicht vorgesehen
werden.
[0018] Die Verpackung kann weiter ein Behältnis aufweisen, in welches die Verpackungsunterlage
eingesetzt ist. Als Behältnis kommt insbesondere ein Schachtelbodenteil in Frage.
Ein solches Schachtelbodenteil kann einen Schachtelboden und rechtwinklig an den Schachtelboden
anschliessende Seitenwände aufweisen. Das Schachtelbodenteil kann einstückig, beispielsweise
aus Kunststoff, ausgebildet sein; es ist aber auch denkbar ein Schachtelbodenteil
aus einem einzigen Zuschnitt aus Karton oder Kartonlaminat vorzusehen.
[0019] Die Verpackung kann auch in einer Sandwich-Bauweise - wie sie beispielsweise bei
so genannten "Membran-Verpackungen" bekannt ist (siehe beispielsweise
WO 89/08064) - verwendet werden. Eine Sandwich-Ausführungsform kann zwei erfindungsgemässe Verpackungsunterlagen
enthalten, zwischen welchen sandwichartig der Gegenstand aufgenommen ist.
[0020] Weitere Einzelmerkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung
der Ausführungsbeispiele und aus den Zeichnungen. Es zeigen:
- Figur 1
- eine perspektivische Darstellung einer erfindungsgemässen Verpackung mit einem aufgenommen
Gegenstand (Aufnahmeposition),
- Figur 2
- einen Querschnitt durch eine Verpackung in Ausgangsposition,
- Figur 3
- die Verpackung gemäss Figur 2 in Aufnahmeposition,
- Figur 4
- einen Querschnitt durch eine weitere Verpackung (Aufnahmeposition),
- Figur 5
- einen Querschnitt durch eine Verpackung in SandwichBauform,
- Figur 6
- eine perspektivische Ansicht auf eine Vorderseite einer Verpackungsunterlage,
- Figur 7
- eine Rückansicht der Verpackungsunterlagen gemäss Figur 6,
- Figur 8
- eine Verpackung mit einem Schachtelbodenteil und der teilweise eingesetzten Verpackungsunterlage
gemäss Figur 6,
- Figur 9
- die Verpackung gemäss Figur 8 mit Schachtelbodenteil und eingesetzter Verpackungsunterlage,
- Figur 10
- einen Querschnitt durch eine Verpackungsunterlage gemäss einem weiteren Ausführungsbeispiel,
und
- Figur 11
- einen Querschnitt durch eine weitere Verpackungsunterlage.
[0021] Figur 1 zeigt eine insgesamt mit 1 bezeichnete Verpackung, die im Wesentlichen aus
einem Schachtelbodenteil 20 und einer darin angeordneten Verpackungsunterlage 2 zusammengesetzt
ist. Die Verpackung weist insgesamt eine quaderförmige Konfiguration auf. Selbstverständlich
sind auch andere Behälterformen denkbar. Statt einer Rechteckform könnte der Schachtelbodenteil
auch rund ausgestaltet sein (nicht gezeigt).
[0022] Ersichtlicherweise ist in Figur 1 etwa mittig in der Verpackungsunterlage 2 eine
Vertiefung 3 angeordnet, in welcher ein Ring 10 aufgenommen ist. Dieser Ring ist beispielhaft
für das Anwendungsgebiet der Schmuckstücke gezeigt. Selbstverständlich eignet sich
die Verpackung auch für andere Gegenstände, insbesondere für Uhren, Brillen oder dergleichen.
Die Verpackungsunterlage kann aus einem Metallgewebe, beispielsweise ein Drahtgeflecht
bestehen. Das Drahtgeflecht für die Verpackungsunterlage zeichnet sich dadurch aus,
dass es derart flexibel ausgestaltet ist, dass es zur Bildung der Vertiefung 3 unter
Druckeinwirkung deformierbar ist und dass nach Wegnahme des Drucks die Vertiefung
dauerhaft verbleibt. Durch diese spezielle Ausgestaltung der Verpackungsunterlage
2 ist eine Rückstellung in die Ausgangsposition verhindert. Für eine dauerhafte Formgebung
kann es je nach gewähltem Material wichtig sein, wenn die Rückstelleigenschaften des
Materials durch entsprechende Massnahmen ausgeschaltet werden. Dies kann beispielsweise
bei der Verwendung von Verpackungsunterlagen aus Stahl durch Glühverfahren erreicht
werden. Die Wirkungsweise der Verpackung 1 wird nachfolgend anhand der Figuren 2 und
3 erläutert.
[0023] Weiterhin ist in Figur 1 erkennbar, dass zwischen Verpackungsunterlage 2 und dem
Boden 21 des Schachtelbodenteils 20 eine den Hohlraum ausfüllende Stützstruktur 9
angeordnet ist. Diese räumliche Stützstruktur kann aus einem Schaumstoffmaterial,
einem nach Formgebung der Vertiefung aufgeschäumten Kunststoff oder aus einem Gel
bestehen. Figur 2 zeigt einen Querschnitt durch die Verpackung 1 mit einer Verpackungsunterlage
in einer Ausgangsposition. Die Verpackungsunterlage ist im vorliegenden Beispiel direkt
auf der Stützstruktur 9 abgestützt. Selbstverständlich wäre es aber auch denkbar eine
flächige Stützanordnung (vgl. Figur 6 bis 9) zusätzlich oder alternativ vorzusehen.
[0024] Die Verpackungsunterlage 2 besteht aus einer ebenen Grundfläche 5 und rechtwinklig
an diese sich anschliessende Seitenabschnitte 11. Diese Seitenabschnitte 11 liegen
etwa an der Innenwand der Seitenwände 22 des Schachtelbodenteils 20 an. Durch Eindrücken
des Rings 10 in Richtung der Verpackungsunterlage (Presskraft ist mit F angedeutet)
wird die Verpackungsunterlage deformiert, wodurch die Vertiefung gebildet wird. Dieser
Zustand ist in Figur 3 gezeigt. In der Aufnahmeposition gemäss Figur 3 ist der Ring
10 ersichtlicherweise auf vorteilhafte Art und Weise in der Vertiefung 3 aufgenommen.
[0025] Im Ausführungsbeispiel gemäss Figur 4 ist die Verpackungsunterlage auf einer Stützanordnung
6 angeordnet. Diese Stützanordnung weist einen ebenen Stützabschnitt 7 auf, auf welchem
die ebene Grundfläche 5 der Verpackungsunterlage 2 liegt. Ersichtlicherweise ist im
Stützabschnitt 7 etwa mittig eine Aussparung 8 vorgesehen, durch welche die Vertiefung
3 aufgenommen bzw. durchgeführt ist. Die Verpackungsunterlage 2 ist vorteilhaft durch
eine Klebverbindung an der Stützanordnung 6 befestigt. Die durch die Stützanordnung
vorgegebene Hohlkammer 12 könnte wie bei den vorhergehenden Ausführungsbeispielen
ebenfalls mit einem Schaumstoff oder einer anderen räumlichen Stützstruktur ausgefüllt
sein. Die in Figur 4 gezeigte Stützanordnung 6 muss jedoch nicht zwingend einen geschlossenen
Hohlraum definieren. Man könnte stattdessen beispielsweise auch eine wannenartige
Stützanordnung (d.h. ohne Boden; nicht gezeigt, vgl. aber nachfolgende Figuren 6 bis
9) vorsehen.
[0026] Wie Figur 5 zeigt, kann die Verpackungsunterlage 2 auch für ein sandwichartiges Verpacken
eines Gegenstandes 10 verwendet werden. Die beiden Verpackungsunterlagen 2 und 2'
sind jeweils durch einen Rahmen 13 und 13' fixiert. Beim Zusammenpressen des Sandwichs
entstehen Vertiefungen, zwischen welchen der Gegenstand einerseits nahezu formschlüssig
aufgenommen ist und andererseits unverlierbar gehalten ist (Fig. 5). Selbstverständlich
könnte man für die Sandwich-Ausführungsform - statt der Rahmen - auch Stützanordnungen
in Wannenform (z.B. analog zu Fig. 2) vorsehen.
[0027] Die Figuren 6 bis 9 zeigen eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung. Wie Figur 6
zeigt, weist die Verpackungsunterlage einen konvexen, sphärisch ausgestalteten Aufnahmeabschnitt
4 auf. Ein Vorteil eines konvexen Aufnahmeabschnitts ist, dass verhältnismässig tiefe
Vertiefungen erzielbar sind. Konvexe Aufnahmeabschnitte könnten auch für Verpackungen
in Sandwich-Ausführung Vorteile haben.
[0028] Aus Figur 6 ist weiterhin erkennbar, dass die Verpackungsunterlage aus einem Gewebe
aus Metalldraht aufgebaut ist. Dieses Gewebe ist auf einen Zuschnitt geklebt. Im vorliegenden
Ausführungsbeispiel ist der gesamte Zuschnitt vom Drahtgewebe abgedeckt. Selbstverständlich
wäre es aber auch denkbar, lediglich den Stützabschnitt 7 mit dem Drahtgewebe auszurüsten.
[0029] Der Zuschnitt kann aus Karton oder Kartonlaminat bestehen. Selbstverständlich sind
auch geeignete, etwa formstabile Kunststofffolien verwendbar. Wie aus der Darstellung
der Rückansicht gemäss Figur 7 hervorgeht, ist mittig im Stützabschnitt 7 eine kreisförmige
Aussparung 8 vorgesehen. Der Durchmesser der Aussparung 8 entspricht dabei in etwa
der Ausdehnung des Aufnahmeabschnitts 4 in Längsrichtung. An den Stützabschnitten
7 schliessen auf jeder Seite Seitenabschnitte 11 an, die durch Falzlinien von diesem
abgetrennt sind (die Falzlinien sind durch gestrichelte Linien angedeutet). Somit
können die Seitenabschnitte 11 zur Bildung einer wannenartigen Stützanordnung auf
einfache Art und Weise umgeklappt werden.
[0030] Durch Einsetzen der Verpackungsunterlage mit umgeklappten Seitenabschnitten 11 in
ein Schachtelbodenteil 20 kann die Verpackungsunterlage stabil fixiert werden. Die
in Figur 9 gezeigte Verpackung 1 könnte beispielsweise zur Präsentation verschiedenartiger
Gegenstände verwendet werden. Selbstverständlich ist es aber auch denkbar, die Verpackung
durch einen (nicht gezeigten) Schachteldeckel zu verschliessen. Ein solcher Schachteldeckel
könnte als separates Bauteil oder als mit dem Schachtelbodenteil 20 gelenkig (beispielsweise
über ein Scharnier) verbundenes Deckelteil ausgeführt sein.
[0031] Die Figuren 10 und 11 zeigen alternative Formen von konvexen Aufnahmeabschnitten
4 von Verpackungsunterlagen 2. In Figur 10 weist der Aufnahmeabschnitt 4 einen gewölbten
Randabschnitt 14 und einen etwa ebenen Mittelabschnitt 15 auf. In Figur 11 ist gezeigt,
dass ein grundsätzlich konvexer Aufnahmeabschnitt einen in Ablagerichtung gewölbten
Muldenabschnitt 16 zur Hilfestellung bei der Positionierung von Gegenständen aufweisen
kann. Auf der Verpackungsunterlage können verschiedene den Gegenstand vor Zerkratzen
schützende Mittel angebracht werden. Ein Schutzmittel ist beispielsweise das Beflocken
des Drahtgewebes. Selbstverständlich könnte das Drahtgewebe auch mit einem Kunststoff
beschichtet werden. In Figur 10 ist beispielhaft die Verpackungsunterlage bzw. das
Drahtgewebe 2 mit einer schützenden Lage 17 (beispielsweise aus Leder) gezeigt. Die
Verpackungsunterlage könnte alternativ mit einer Schaumstoffschicht abdeckt sein.
Das Drahtgewebe könnte auch in einem Kunststoffmaterial vergossen sein. Es könnte
weiterhin auch vorteilhaft sein, wenn die Verpackungseinlage im Bereich des Aufnahmeabschnitts
mit einem vorgeformten oder zusätzlichen Fixiermittel versehen ist. Ein Fixiermittel
könnte beispielsweise eine Schnappverbindung zwischen Gegenstand und Verpackungseinlage
ermöglichen.
1. Verpackung zur Aufnahme wenigstens eines Gegenstands (10), insbesondere von Schmuckstücken,
Uhren, Brillen oder dergleichen, mit einer flächigen Verpackungsunterlage (2), auf
welcher der Gegenstand in eine zur Aussenkontur des Gegenstands korrespondierende
Vertiefung (3) ablegbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Verpackungsunterlage (2) derart flexibel ausgestaltet ist, dass sie zur Bildung
der Vertiefung aus einer Ausgangsposition unter Druckeinwirkung in eine Aufnahmeposition
deformierbar ist, in welcher die Vertiefung (3) für den Gegenstand nach Wegnahme des
Drucks dauerhaft verbleibt.
2. Verpackung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verpackungsunterlage (2) ein metallisches Gewebe oder Geflecht, insbesondere
ein Gewebe oder Geflecht aus Draht, enthält.
3. Verpackung zur Aufnahme wenigstens eines Gegenstands, insbesondere von Schmuckstücken,
Uhren, Brillen oder dergleichen, mit einer flächigen Verpackungsunterlage (2), dadurch gekennzeichnet, dass die Verpackungsunterlage (2) aus einem Geflecht aus Draht gebildet ist, wobei beim
Ablegen des Gegenstands auf die Verpackungsunterlage (2) eine zum Gegenstand korrespondierende
Vertiefung (3) bildbar ist.
4. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 3 oder nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verpackungsunterlage (2) wenigstens einen konvexen Aufnahmeabschnitt (4) aufweist.
5. Verpackung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmeabschnitt (4) sphärisch, insbesondere etwa halbkugelförmig ausgebildet
ist.
6. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verpackungsunterlage (2) auf einer Stützanordnung (9) abgestützt ist.
7. Verpackung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Verpackungsunterlage (2) an die Stützanordnung (6) geklebt ist.
8. Verpackung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützanordnung (6) eine dem Aufnahmeabschnitt (4) zugeordnete Aussparung (8)
enthält.
9. Verpackung nach einem der Ansprüche 6 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützanordnung (6) einen Stützabschnitt (7) und etwa rechtwinklig an den Stützabschnitt
(7) anschliessende Seitenwandabschnitte (11) aufweist.
10. Verpackung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützanordnung (6) aus einem einzigen Zuschnitt aus Karton oder einem Kartonlaminat
besteht.
11. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Verpackungsunterlage (2) und/oder die Stützanordnung (6) auf einer räumlich ausgebildeten
Stützstruktur (9) abgestützt ist.
12. Verpackung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützstruktur (9)ein Schaumstoffmaterial, ein aufgeschäumten Kunststoff oder
ein Gel enthält.
13. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Verpackungsunterlage (2) wenigstens im zur Aufnahme des Gegenstands vorgesehenen
Bereich ein den Gegenstand insbesondere vor Zerkratzen schützendes Mittel aufweist.
14. Verpackung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Schutzmittel durch eine Beschichtung, Lackierung, Beflockung, Eingiessen und/oder
Abdeckung mit einer schützenden Lage (17) gebildet ist.
15. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass sie weiter ein Behältnis (20), insbesondere ein Schachtelbodenteil, aufweist, in
welches die Verpackungsunterlage (2) eingesetzt ist.