(19)
(11) EP 1 867 581 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
19.12.2007  Patentblatt  2007/51

(21) Anmeldenummer: 06115340.9

(22) Anmeldetag:  13.06.2006
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B65D 81/107(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE SI SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL BA HR MK YU

(71) Anmelder: Lomb Art AG
CH-8807 Freienbach (CH)

(72) Erfinder:
  • Lombard, Claude
    8852 Altendorf (CH)

(74) Vertreter: Wenger, René et al
Hepp, Wenger & Ryffel AG Friedtalweg 5
9500 Wil
9500 Wil (CH)

   


(54) Verpackung


(57) Eine Verpackung zur Aufnahme von Schmuckstücken, Uhren, Brillen oder dergleichen weist eine flächige Verpackungsunterlage (2) auf, auf welcher der Gegenstand in eine zur Aussenkontur des Gegenstands korrespondierende Vertiefung (3) ablegbar ist. Die Verpackungsunterlage (2) enthält ein metallisches Textil aus Draht. Die Verpackungsunterlage (2) wird zur Bildung der Vertiefung aus einer Ausgangsposition unter Druckeinwirkung in eine Aufnahmeposition deformiert, in welcher die Vertiefung (3) für den Gegenstand (10) nach Wegnahme des Drucks dauerhaft verbleibt.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine Verpackung zur Aufnahme von Gegenständen gemäss dem Oberbegriff von Anspruch 1. Derartige Verpackungen dienen insbesondere zur Aufnahme und Präsentation von Schmuckstücken, Uhren, Brillen oder dergleichen.

[0002] Gattungsmässig vergleichbare Schmuckverpackungen sind seit längerer Zeit bekannt und gebräuchlich. Bei bekannten Schmuckverpackungen wird beispielsweise Schmuck wie etwa ein Ring in eine vorgeformte Vertiefung einer Verpackungsunterlage eingelegt. Derartige Verpackungsunterlagen müssen je nach Verpackungsgegenstand in zahlreichen verschiedenen Ausführungen bei einem Anwender der Verpackung (z.B. Schmuckhersteller oder Schmuckverkäufer) zur Verfügung stehen. Diese Verpackungsunterlagen sind deshalb für Schmuckstücke geringer Stückzahlen und insbesondere bei speziellen Einzelanfertigungen wenig geeignet. Die Herstellung der Verpackungsunterlagen ist entsprechend teuer und aufwendig.

[0003] Es ist deshalb eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Nachteile des Bekannten zu vermeiden, insbesondere eine Verpackung der eingangs genannten Art zu schaffen, welche sich durch einen möglichst grossen Einsatzbereich auszeichnet. Die Verpackung soll gleichzeitig zur Aufnahme verschiedener Gegenstände mit unterschiedlichen Aussenkonturen geeignet sein. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss mit einer Verpackung gelöst, die die Merkmale in Anspruch 1 aufweist.

[0004] Die Verpackungsunterlage kann in der Ausgangsposition Gegenstände mit unterschiedlichen Aussenkonturen aufnehmen, da sie flexibel ausgestaltet ist. Ein Vorverformen der Aufnahme bzw. Vertiefung ist nicht nötig. Die Verpackungsunterlage kann in der Ausgangsposition (d.h. bevor der Gegenstand abgelegt wird) eben, konvex oder sogar konkav ausgebildet sein. Beim Ablegen des Gegenstands, beispielsweise eines Schmuckstücks, passt sich die Verpackungsunterlage unter Druckeinwirkung der Aussenkontur des Gegenstands an. Die Vertiefung muss jedoch nicht unbedingt durch Eindrücken des Gegenstands in die Verpackungsunterlage geschaffen werden. Die Vertiefung kann auch mit Hilfe eines Stempels oder eines anderen Werkzeugs hergestellt werden. In diesem Fall könnte es vorteilhaft sein, wenn zur Herstellung der Vertiefung eine der Vertiefung entsprechende Matrize verwendet wird. Durch diese Deformation kann eine zur Aussenkontur des Gegenstands korrespondierende, vorteilhafte Vertiefung geschaffen werden. Da eine dauerhafte Vertiefung in der Aufnahmeposition geschaffen werden kann, können die Gegenstände wiederholt entnommen und wieder abgelegt werden. Die Verpackungsunterlage eignet sich insbesondere für Schmuckstücke, Uhren oder Brillen; als Gegenstände kommen beispielsweise auch Schreibwaren oder Elektronikteil in Frage.

[0005] Die erfindungsgemässe dauerhafte Deformation der Verpackungsunterlage lässt sich auf verschiedene Art und Weise erreichen. Vorteilhaft ist es jedoch, wenn die flächige Verpackungsunterlage ein Geflecht oder Gewebe aus Metalldraht oder aus metallischen Bändern ist. Auch Strickwaren oder Wirkwaren sind denkbar. Es wäre sogar auch vorstellbar, - statt eines Textilaufbaus - einen gitterartigen Aufbau aus Metalldrähten oder Metallbändern vorzusehen.

[0006] Die vorgenannte Aufgabe kann erfindungsgemäss auch mit einer Verpackung gelöst werden, welche die Merkmal in Anspruch 3 aufweist. Hierbei ist es nicht zwingend erforderlich, dass die Vertiefung in der Aufnahmeposition dauerhaft verbleiben muss. Geringe Rückstelleigenschaften können sogar erwünscht sein.

[0007] Die Verpackungsunterlage kann im Wesentlichen eben ausgestaltet sein. Vorteilhaft ist es jedoch, wenn die Verpackungsunterlage wenigstens einen konvexen Aufnahmeabschnitt zur Aufnahme des Gegenstands aufweist. Ein solcher Aufnahmeabschnitt kann beispielsweise mittig auf einer ebenen Grundfläche der Verpackungsunterlage angeordnet sein. Die Vertiefungen für die Gegenstände können dank dieser Anordnung einfacher geschaffen werden. Der konvexe Aufnahmeabschnitt hat weiter den Vorteil, dass beim Herstellen der Vertiefung eine höhere Stabilität gewährleistet ist.

[0008] Besonders vorteilhaft kann es sein, wenn der Aufnahmeabschnitt sphärisch, insbesondere etwa halbkugelförmig ausgebildet ist. Selbstverständlich sind auch andere konvexe Formen für den Aufnahmeabschnitt vorstellbar. Beispielsweise könnte ein konvexer Aufnahmeabschnitt einen gewölbten Randabschnitt und einen zur Grundfläche planparallelen ebenen Mittelabschnitt aufweisen. Eine rotationssymmetrische Ausgestaltung ist nicht unbedingt erforderlich. Für längliche Gegenstände, beispielsweise Uhren oder Brillen kann der Aufnahmeabschnitt entsprechend eine längliche Konfiguration aufweisen.

[0009] Gemäss einer weiteren Ausführungsform kann die Verpackungsunterlage auf einer Stützanordnung abgestützt sein. Auf diese Weise kann eine erhöhte Stabilität der Verpackung erreicht werden.

[0010] Vorteilhaft kann es sein, wenn die Verpackungsunterlage an die Stützanordnung geklebt ist. Selbstverständlich wären auch andere Befestigungsanordnungen denkbar sein.

[0011] Die Stützanordnung kann eine dem Aufnahmeabschnitt zugeordnete Aussparung enthalten. Diese Aussparung hat Vorteile hinsichtlich Formgebung bei der Deformation zur Aufnahme des Gegenstands. Diese Anordnung gewährleistet, dass die Vertiefung wenigstens teilweise zur Herstellung der Aufnahmeposition durch die Aussparung durchführbar wäre. Bei Verwendung von Verpackungsunterlagen mit konvexen Aufnahmeabschnitten ist vorteilhaft eine zum Aufnahmeabschnitt korrespondierende Aussparung vorzusehen, die hinsichtlich Form und Abmessung etwa dem Aufnahmeabschnitt entspricht.

[0012] Die Stützanordnung kann einen vorzugsweise ebenen Stützabschnitt aufweisen, auf welchen sich die Verpackungsunterlage abstützen kann. Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Stützanordnung einen derartigen Stützabschnitt und etwa rechtwinklig an den Stützabschnitt anschliessende Seitenwandabschnitte aufweist. Diese wannenartige Stützanordnung kann aus Karton oder einem Kartonlaminat bestehen oder als Spritzgussteil aus Kunststoff ausgebildet sein. Selbstverständlich könnte die Stützanordnung - wie die Verpackungsunterlage - sogar auch aus Metall bestehen. Auf diese Weise kann ein Hohlraum durch die Stützanordnung geschaffen werden.

[0013] Die Stützanordnung kann aus einem einzigen Zuschnitt aus Karton oder einem Kartonlaminat bestehen. Selbstverständlich könnte der Zuschnitt auch aus einem Kunststoffmaterial bestehen. Diese Ausführungsform hat insbesondere Vorteile für die vorgenannte Stützanordnung mit den Seitenwandabschnitten. So kann aus einem Zuschnitt aus einer ebenen Lage durch Umklappen der Seitenwandabschnitt um Falzlinien die Stützanordnung geschaffen werden.

[0014] Die Verpackungsunterlage und/oder die Stützanordnung kann auf einer räumlich ausgebildeten Stützstruktur abgestützt sein. Eine solche Ausgestaltung kann die Schutzwirkung der Verpackung weiter erhöhen.

[0015] Die Stützstruktur kann ein Schaumstoffmaterial, ein aufgeschäumter Kunststoff oder ein Gel enthalten. Solche Stützstrukturen passen sich auf vorteilhafte Art und Weise an die durch Deformation gebildete Vertiefung an. Die Stützstruktur kann beispielsweise aus einem Gelpad bestehen. Eine vorteilhafte Schutzwirkung lässt sich erreichen, wenn zumindest unterhalb des Aufnahmeabschnitts ein entsprechendes Luftpolster angebracht ist.

[0016] Die Verpackungsunterlage kann wenigstens im zur Aufnahme des Gegenstands vorgesehenen Bereich ein den Gegenstand insbesondere vor Zerkratzen schützendes Mittel aufweisen. Dieses Schutzmittel könnte beispielsweise aus einem Stoffüberzug, beispielsweise aus Seide oder Samt, gebildet sein.

[0017] Besonders vorteilhaft kann es sein, wenn das Schutzmittel durch eine Beschichtung, durch eine Lackierung, durch Beflockung, durch Eingiessen und/oder durch eine Abdeckung mit einer schützenden Lage gebildet ist. Die Beschichtung besteht dabei vorzugsweise aus einem Kunststoffmaterial. Die Beflockung kann mit Hilfe von bekannten Flockmitteln auf Kunststoffbasis erfolgen. Als schützende Lage könnte eine Schaumstoffschicht vorgesehen werden.

[0018] Die Verpackung kann weiter ein Behältnis aufweisen, in welches die Verpackungsunterlage eingesetzt ist. Als Behältnis kommt insbesondere ein Schachtelbodenteil in Frage. Ein solches Schachtelbodenteil kann einen Schachtelboden und rechtwinklig an den Schachtelboden anschliessende Seitenwände aufweisen. Das Schachtelbodenteil kann einstückig, beispielsweise aus Kunststoff, ausgebildet sein; es ist aber auch denkbar ein Schachtelbodenteil aus einem einzigen Zuschnitt aus Karton oder Kartonlaminat vorzusehen.

[0019] Die Verpackung kann auch in einer Sandwich-Bauweise - wie sie beispielsweise bei so genannten "Membran-Verpackungen" bekannt ist (siehe beispielsweise WO 89/08064) - verwendet werden. Eine Sandwich-Ausführungsform kann zwei erfindungsgemässe Verpackungsunterlagen enthalten, zwischen welchen sandwichartig der Gegenstand aufgenommen ist.

[0020] Weitere Einzelmerkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung der Ausführungsbeispiele und aus den Zeichnungen. Es zeigen:
Figur 1
eine perspektivische Darstellung einer erfindungsgemässen Verpackung mit einem aufgenommen Gegenstand (Aufnahmeposition),
Figur 2
einen Querschnitt durch eine Verpackung in Ausgangsposition,
Figur 3
die Verpackung gemäss Figur 2 in Aufnahmeposition,
Figur 4
einen Querschnitt durch eine weitere Verpackung (Aufnahmeposition),
Figur 5
einen Querschnitt durch eine Verpackung in SandwichBauform,
Figur 6
eine perspektivische Ansicht auf eine Vorderseite einer Verpackungsunterlage,
Figur 7
eine Rückansicht der Verpackungsunterlagen gemäss Figur 6,
Figur 8
eine Verpackung mit einem Schachtelbodenteil und der teilweise eingesetzten Verpackungsunterlage gemäss Figur 6,
Figur 9
die Verpackung gemäss Figur 8 mit Schachtelbodenteil und eingesetzter Verpackungsunterlage,
Figur 10
einen Querschnitt durch eine Verpackungsunterlage gemäss einem weiteren Ausführungsbeispiel, und
Figur 11
einen Querschnitt durch eine weitere Verpackungsunterlage.


[0021] Figur 1 zeigt eine insgesamt mit 1 bezeichnete Verpackung, die im Wesentlichen aus einem Schachtelbodenteil 20 und einer darin angeordneten Verpackungsunterlage 2 zusammengesetzt ist. Die Verpackung weist insgesamt eine quaderförmige Konfiguration auf. Selbstverständlich sind auch andere Behälterformen denkbar. Statt einer Rechteckform könnte der Schachtelbodenteil auch rund ausgestaltet sein (nicht gezeigt).

[0022] Ersichtlicherweise ist in Figur 1 etwa mittig in der Verpackungsunterlage 2 eine Vertiefung 3 angeordnet, in welcher ein Ring 10 aufgenommen ist. Dieser Ring ist beispielhaft für das Anwendungsgebiet der Schmuckstücke gezeigt. Selbstverständlich eignet sich die Verpackung auch für andere Gegenstände, insbesondere für Uhren, Brillen oder dergleichen. Die Verpackungsunterlage kann aus einem Metallgewebe, beispielsweise ein Drahtgeflecht bestehen. Das Drahtgeflecht für die Verpackungsunterlage zeichnet sich dadurch aus, dass es derart flexibel ausgestaltet ist, dass es zur Bildung der Vertiefung 3 unter Druckeinwirkung deformierbar ist und dass nach Wegnahme des Drucks die Vertiefung dauerhaft verbleibt. Durch diese spezielle Ausgestaltung der Verpackungsunterlage 2 ist eine Rückstellung in die Ausgangsposition verhindert. Für eine dauerhafte Formgebung kann es je nach gewähltem Material wichtig sein, wenn die Rückstelleigenschaften des Materials durch entsprechende Massnahmen ausgeschaltet werden. Dies kann beispielsweise bei der Verwendung von Verpackungsunterlagen aus Stahl durch Glühverfahren erreicht werden. Die Wirkungsweise der Verpackung 1 wird nachfolgend anhand der Figuren 2 und 3 erläutert.

[0023] Weiterhin ist in Figur 1 erkennbar, dass zwischen Verpackungsunterlage 2 und dem Boden 21 des Schachtelbodenteils 20 eine den Hohlraum ausfüllende Stützstruktur 9 angeordnet ist. Diese räumliche Stützstruktur kann aus einem Schaumstoffmaterial, einem nach Formgebung der Vertiefung aufgeschäumten Kunststoff oder aus einem Gel bestehen. Figur 2 zeigt einen Querschnitt durch die Verpackung 1 mit einer Verpackungsunterlage in einer Ausgangsposition. Die Verpackungsunterlage ist im vorliegenden Beispiel direkt auf der Stützstruktur 9 abgestützt. Selbstverständlich wäre es aber auch denkbar eine flächige Stützanordnung (vgl. Figur 6 bis 9) zusätzlich oder alternativ vorzusehen.

[0024] Die Verpackungsunterlage 2 besteht aus einer ebenen Grundfläche 5 und rechtwinklig an diese sich anschliessende Seitenabschnitte 11. Diese Seitenabschnitte 11 liegen etwa an der Innenwand der Seitenwände 22 des Schachtelbodenteils 20 an. Durch Eindrücken des Rings 10 in Richtung der Verpackungsunterlage (Presskraft ist mit F angedeutet) wird die Verpackungsunterlage deformiert, wodurch die Vertiefung gebildet wird. Dieser Zustand ist in Figur 3 gezeigt. In der Aufnahmeposition gemäss Figur 3 ist der Ring 10 ersichtlicherweise auf vorteilhafte Art und Weise in der Vertiefung 3 aufgenommen.

[0025] Im Ausführungsbeispiel gemäss Figur 4 ist die Verpackungsunterlage auf einer Stützanordnung 6 angeordnet. Diese Stützanordnung weist einen ebenen Stützabschnitt 7 auf, auf welchem die ebene Grundfläche 5 der Verpackungsunterlage 2 liegt. Ersichtlicherweise ist im Stützabschnitt 7 etwa mittig eine Aussparung 8 vorgesehen, durch welche die Vertiefung 3 aufgenommen bzw. durchgeführt ist. Die Verpackungsunterlage 2 ist vorteilhaft durch eine Klebverbindung an der Stützanordnung 6 befestigt. Die durch die Stützanordnung vorgegebene Hohlkammer 12 könnte wie bei den vorhergehenden Ausführungsbeispielen ebenfalls mit einem Schaumstoff oder einer anderen räumlichen Stützstruktur ausgefüllt sein. Die in Figur 4 gezeigte Stützanordnung 6 muss jedoch nicht zwingend einen geschlossenen Hohlraum definieren. Man könnte stattdessen beispielsweise auch eine wannenartige Stützanordnung (d.h. ohne Boden; nicht gezeigt, vgl. aber nachfolgende Figuren 6 bis 9) vorsehen.

[0026] Wie Figur 5 zeigt, kann die Verpackungsunterlage 2 auch für ein sandwichartiges Verpacken eines Gegenstandes 10 verwendet werden. Die beiden Verpackungsunterlagen 2 und 2' sind jeweils durch einen Rahmen 13 und 13' fixiert. Beim Zusammenpressen des Sandwichs entstehen Vertiefungen, zwischen welchen der Gegenstand einerseits nahezu formschlüssig aufgenommen ist und andererseits unverlierbar gehalten ist (Fig. 5). Selbstverständlich könnte man für die Sandwich-Ausführungsform - statt der Rahmen - auch Stützanordnungen in Wannenform (z.B. analog zu Fig. 2) vorsehen.

[0027] Die Figuren 6 bis 9 zeigen eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung. Wie Figur 6 zeigt, weist die Verpackungsunterlage einen konvexen, sphärisch ausgestalteten Aufnahmeabschnitt 4 auf. Ein Vorteil eines konvexen Aufnahmeabschnitts ist, dass verhältnismässig tiefe Vertiefungen erzielbar sind. Konvexe Aufnahmeabschnitte könnten auch für Verpackungen in Sandwich-Ausführung Vorteile haben.

[0028] Aus Figur 6 ist weiterhin erkennbar, dass die Verpackungsunterlage aus einem Gewebe aus Metalldraht aufgebaut ist. Dieses Gewebe ist auf einen Zuschnitt geklebt. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist der gesamte Zuschnitt vom Drahtgewebe abgedeckt. Selbstverständlich wäre es aber auch denkbar, lediglich den Stützabschnitt 7 mit dem Drahtgewebe auszurüsten.

[0029] Der Zuschnitt kann aus Karton oder Kartonlaminat bestehen. Selbstverständlich sind auch geeignete, etwa formstabile Kunststofffolien verwendbar. Wie aus der Darstellung der Rückansicht gemäss Figur 7 hervorgeht, ist mittig im Stützabschnitt 7 eine kreisförmige Aussparung 8 vorgesehen. Der Durchmesser der Aussparung 8 entspricht dabei in etwa der Ausdehnung des Aufnahmeabschnitts 4 in Längsrichtung. An den Stützabschnitten 7 schliessen auf jeder Seite Seitenabschnitte 11 an, die durch Falzlinien von diesem abgetrennt sind (die Falzlinien sind durch gestrichelte Linien angedeutet). Somit können die Seitenabschnitte 11 zur Bildung einer wannenartigen Stützanordnung auf einfache Art und Weise umgeklappt werden.

[0030] Durch Einsetzen der Verpackungsunterlage mit umgeklappten Seitenabschnitten 11 in ein Schachtelbodenteil 20 kann die Verpackungsunterlage stabil fixiert werden. Die in Figur 9 gezeigte Verpackung 1 könnte beispielsweise zur Präsentation verschiedenartiger Gegenstände verwendet werden. Selbstverständlich ist es aber auch denkbar, die Verpackung durch einen (nicht gezeigten) Schachteldeckel zu verschliessen. Ein solcher Schachteldeckel könnte als separates Bauteil oder als mit dem Schachtelbodenteil 20 gelenkig (beispielsweise über ein Scharnier) verbundenes Deckelteil ausgeführt sein.

[0031] Die Figuren 10 und 11 zeigen alternative Formen von konvexen Aufnahmeabschnitten 4 von Verpackungsunterlagen 2. In Figur 10 weist der Aufnahmeabschnitt 4 einen gewölbten Randabschnitt 14 und einen etwa ebenen Mittelabschnitt 15 auf. In Figur 11 ist gezeigt, dass ein grundsätzlich konvexer Aufnahmeabschnitt einen in Ablagerichtung gewölbten Muldenabschnitt 16 zur Hilfestellung bei der Positionierung von Gegenständen aufweisen kann. Auf der Verpackungsunterlage können verschiedene den Gegenstand vor Zerkratzen schützende Mittel angebracht werden. Ein Schutzmittel ist beispielsweise das Beflocken des Drahtgewebes. Selbstverständlich könnte das Drahtgewebe auch mit einem Kunststoff beschichtet werden. In Figur 10 ist beispielhaft die Verpackungsunterlage bzw. das Drahtgewebe 2 mit einer schützenden Lage 17 (beispielsweise aus Leder) gezeigt. Die Verpackungsunterlage könnte alternativ mit einer Schaumstoffschicht abdeckt sein. Das Drahtgewebe könnte auch in einem Kunststoffmaterial vergossen sein. Es könnte weiterhin auch vorteilhaft sein, wenn die Verpackungseinlage im Bereich des Aufnahmeabschnitts mit einem vorgeformten oder zusätzlichen Fixiermittel versehen ist. Ein Fixiermittel könnte beispielsweise eine Schnappverbindung zwischen Gegenstand und Verpackungseinlage ermöglichen.


Ansprüche

1. Verpackung zur Aufnahme wenigstens eines Gegenstands (10), insbesondere von Schmuckstücken, Uhren, Brillen oder dergleichen, mit einer flächigen Verpackungsunterlage (2), auf welcher der Gegenstand in eine zur Aussenkontur des Gegenstands korrespondierende Vertiefung (3) ablegbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Verpackungsunterlage (2) derart flexibel ausgestaltet ist, dass sie zur Bildung der Vertiefung aus einer Ausgangsposition unter Druckeinwirkung in eine Aufnahmeposition deformierbar ist, in welcher die Vertiefung (3) für den Gegenstand nach Wegnahme des Drucks dauerhaft verbleibt.
 
2. Verpackung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verpackungsunterlage (2) ein metallisches Gewebe oder Geflecht, insbesondere ein Gewebe oder Geflecht aus Draht, enthält.
 
3. Verpackung zur Aufnahme wenigstens eines Gegenstands, insbesondere von Schmuckstücken, Uhren, Brillen oder dergleichen, mit einer flächigen Verpackungsunterlage (2), dadurch gekennzeichnet, dass die Verpackungsunterlage (2) aus einem Geflecht aus Draht gebildet ist, wobei beim Ablegen des Gegenstands auf die Verpackungsunterlage (2) eine zum Gegenstand korrespondierende Vertiefung (3) bildbar ist.
 
4. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 3 oder nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verpackungsunterlage (2) wenigstens einen konvexen Aufnahmeabschnitt (4) aufweist.
 
5. Verpackung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmeabschnitt (4) sphärisch, insbesondere etwa halbkugelförmig ausgebildet ist.
 
6. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verpackungsunterlage (2) auf einer Stützanordnung (9) abgestützt ist.
 
7. Verpackung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Verpackungsunterlage (2) an die Stützanordnung (6) geklebt ist.
 
8. Verpackung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützanordnung (6) eine dem Aufnahmeabschnitt (4) zugeordnete Aussparung (8) enthält.
 
9. Verpackung nach einem der Ansprüche 6 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützanordnung (6) einen Stützabschnitt (7) und etwa rechtwinklig an den Stützabschnitt (7) anschliessende Seitenwandabschnitte (11) aufweist.
 
10. Verpackung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützanordnung (6) aus einem einzigen Zuschnitt aus Karton oder einem Kartonlaminat besteht.
 
11. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Verpackungsunterlage (2) und/oder die Stützanordnung (6) auf einer räumlich ausgebildeten Stützstruktur (9) abgestützt ist.
 
12. Verpackung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützstruktur (9)ein Schaumstoffmaterial, ein aufgeschäumten Kunststoff oder ein Gel enthält.
 
13. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Verpackungsunterlage (2) wenigstens im zur Aufnahme des Gegenstands vorgesehenen Bereich ein den Gegenstand insbesondere vor Zerkratzen schützendes Mittel aufweist.
 
14. Verpackung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Schutzmittel durch eine Beschichtung, Lackierung, Beflockung, Eingiessen und/oder Abdeckung mit einer schützenden Lage (17) gebildet ist.
 
15. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass sie weiter ein Behältnis (20), insbesondere ein Schachtelbodenteil, aufweist, in welches die Verpackungsunterlage (2) eingesetzt ist.
 




Zeichnung



















Recherchenbericht










Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente