[0001] Die Erfindung betrifft einen Schiebetürbeschlag, insbesondere für Glasschiebetüren,
mit einem Schloss zur Verriegelung der beiden verschiebbaren Türen.
[0002] Bei Schiebetüren, wie sie an Ausstellungsvitrinen, Publikumsschaltern u.dgl. vorgesehen
sind, sind zwei entlang einer Doppel-Laufschiene verschiebbare Laufschuhe vorgesehen,
die jeweils eine Scheibe tragen, deren Oberkante in einer Oberschiene geführt ist.
Einer der Laufschuhe ist mit einem Schloss ausgestattet, dessen Riegel in der Schließstellung
der beiden Türen in eine Riegelaufnahme des anderen Laufschuhs hinein vorgeschoben
werden kann, um die Türen gegeneinander zu verriegeln. Die Laufschuhe bestehen aus
H-förmigen Profilen, die unterhalb ihres Quersteges Laufwerke aufweisen, während in
dem Raum oberhalb des Querstegs die Unterkante der Scheibe aufgenommen wird. Die Unterkante
der Laufschuhe liegt unterhalb der Oberkante der Laufschienen, so dass zum Einsetzen
und Herausnehmen der Schiebetüren ein Hub überwunden werden muss. Ein Problem besteht
darin, die Schiebetür im Schließzustand zu sichern. Einerseits genügt ein relativ
geringes Anheben der Scheiben, um die Laufschuhe aus den Laufschienen herauszuheben
und andererseits kann das Ausheben auch dadurch geschehen, dass die Scheiben durch
äußere Krafteinwirkung elastisch verbogen werden.
[0003] In
EP 0 687 786 B1 (Gebr. Willach GmbH) ist ein Schiebetürbeschlag beschrieben, der ein hohes Maß an
Einbruchsicherheit bietet. Die Riegelaufnahme ist in einem Ansatzstück vorgesehen,
das in Verlängerung des zweiten Laufschuhs vorgesehen und an diesem lösbar befestigt
ist. Das Ansatzstück enthält ein Einsatzteil, das in eine Tasche des zweiten Laufschuhs
oder des Ansatzstückes eingesetzt ist und in zwei unterschiedlichen Orientierungen
eingesetzt werden kann. Das Ansatzstück und der Laufschuh enthalten unrunde Öffnungen,
durch die der Verriegelungsbolzen eines Schlosses hindurch gesteckt werden kann. Der
Verriegelungsbolzen, der koaxial zu einem Zylindergehäuse geführt ist, weist an seinem
Ende einen seitlich abstehenden Haken auf, der beim Drehen des Verriegelungsbolzens
die Öffnung der Bolzenaufnahme hintergreift und somit die beiden Laufschuhe relativ
zueinander verriegelt und gegen Auseinanderziehen sichert. Dieser Schiebetürbeschlag
hat sich in der Praxis sehr bewährt, jedoch erfordert er eine relativ komplexe Bolzenaufnahme
in dem zweiten Laufschuh oder in einem damit verbundenen Ansatzstück. Die Anbringung
der Bolzenaufnahme erfolgt daher in der Regel fabrikseitig und nicht am Ort der Anbringung
des Schiebetürbeschlages.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Schiebetürbeschlag anzugeben,
der eine einfach herzustellende Bolzenaufnahme aufweist, so dass die Bolzenaufnahme
erforderlichenfalls am Anbringungsort hergestellt bzw. eingerichtet werden kann.
[0005] Der Schiebetürbeschlag nach der vorliegenden Erfindung ist durch den Anspruch 1 definiert.
Die Bolzenaufnahme besteht aus einer kreisrunden Öffnung, die mit einem einfachen
Bohrgerät von einem Monteur leicht hergestellt werden kann. Der Verriegelungsbolzen,
der durch die Bolzenaufnahme hindurch gesteckt werden kann, hat eine der Kontur der
Bolzenaufnahme entsprechende ebenfalls kreisrunde Kontur, so dass er im eingeschobenen
Zustand die Bolzenaufnahme vollständig ausfüllt. Aus dieser kreisförmigen Kontur des
Verriegelungsbolzens kann ein Riegelteil seitlich ausgefahren werden, nachdem der
Verriegelungsbolzen durch die Öffnung hindurch gesteckt wurde. Auf diese Weise wird
trotz Aufmaßungenauigkeiten und Herstelltoleranzen einerseits eine passende Verriegelung
der beiden Laufschuhe relativ zueinander mit geringem Spiel erreicht, und andererseits
wird durch das seitliche Ausfahren des Riegelteils aus dem Verriegelungsbolzen sichergestellt,
dass beide Laufschuhe nicht quer zur Laufschiene auseinander gedrückt werden können.
Eine kreisrunde Bolzenaufnahme kann von einem Monteur am Anbringungsort leicht durch
Bohren hergestellt werden. Es ist nicht erforderlich, dass die Bolzenaufnahme eine
Schlüssellochform hat. Andererseits ist durch die Erfindung eine enge Führung des
Verriegelungsbolzens in der Bolzenaufnahme möglich.
[0006] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist das Riegelteil ein aus dem
Verriegelungsbolzen seitlich ausschwenkbarer Exzenter. Der Verriegelungsbolzen ist
zweiteilig ausgeführt. Er besteht aus einer Exzenterhülse und einem darin drehbaren
Schaft. Der Schaft weist an seinem Ende das Riegelteil auf, das beim Drehen des Schaftes
aus der Kontur der Exzenterhülse heraustritt und seitlich ausgefahren wird. Dadurch
kann das Riegelteil hinter der Wand des zweiten Laufschuhs ausgespreizt werden.
[0007] Eine alternative Lösung sieht eine Spreizvorrichtung nach Art eines Regenschirmes
mit mindestens einem Riegelteil auf, das nach Art einer Schirmstrebe seitlich verschwenkbar
ist.
[0008] Der Schiebetürbeschlag kann vorteilhaft besonders einfach und kleinformatig hergestellt
werden, wenn in einem hohlen Zylindergehäuse, das an dem ersten Laufschuh montierbar
ist und eine Hauptachse aufweist, eine zu der Hauptachse exzentrische Bohrung mit
einer Nebenachse vorgesehen ist, die den Verriegelungsbolzen enthält, und der Verriegelungsbolzen
eine Exzenterhülse und einen darin drehbaren Schaft aufweist, an dem das Riegelteil
exzentrisch angeordnet ist. Die Exzenterhülse, deren geometrische Achse die Nebenachse
ist, ist exzentrisch zu dem Zylindergehäuse angeordnet in einer Exzenterbohrung des
Zylindergehäuses geführt. Die Exzenterhülse weist wiederum eine Bohrung auf, deren
Achse mit der Hauptachse des Zylindergehäuses zusammenfällt. Auf diese Weise wird
der Verriegelungsbolzen exzentrisch zu dem Zylindergehäuse geführt und er ist in sich
ebenfalls exzentrisch, weil die Achse des Schaftes gegenüber der Nebenachse seitlich
versetzt ist. Die Exzenterhülse und der Schaft bilden einen kompakten und stabilen
Verriegelungsbolzen.
[0009] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Riegelteil
mit einer seitlich abstehenden Nase versehen ist, die in einem Kanal des Zylindergehäuses
geführt ist und sich nach dem seitlichen Ausfahren des Riegelteils außerhalb des Kanals
an dem Zylindergehäuse abstützt und das Riegelteil in einem Abstand von dem stirnseitigen
Ende des Zylindergehäuses hält. Die seitlich von dem Verriegelungsbolzen abstehende
Nase hat unterschiedliche Funktionen: Sie bildet einen Anschlag zur Begrenzung der
Drehbewegung des Schaftes auf z.B. 90°; sie stellt sicher, dass die Drehung des Schaftes
erst erfolgen kann, wenn der Verriegelungsbolzen weit genug vorgeschoben ist; sie
stellt sicher, dass eine (noch zu erläuternde) Körnerspitze sich bei eingefahrenem
Verriegelungsbolzen auf der Achse des Verriegelungsbolzens befindet; sie stellt sicher,
dass der Verriegelungsbolzen nicht in Gänze nach hinten aus dem Zylindergehäuse herausgezogen
werden kann.
[0010] Die Körnerspitze befindet sich bei einer Weiterbildung der Erfindung an dem Riegelteil.
Sie steht von dem Riegelteil ab. Durch leichte Hammerschläge auf den Schlosszylinder,
die auf den Verriegelungsbolzen übertragen werden, wird durch die Körnerspitze ein
Körnerpunkt am gegenüberliegenden Laufschuh erzeugt, der den Mittelpunkt der herzustellenden
Bohrung bildet. Auf diese Weise besteht die Möglichkeit, beide Hälften einer Schiebetür
am Montage-Ort in die Schließposition zu fahren und in dieser durch Körnermarkierung
den Mittelpunkt der herzustellenden Bolzenaufnahme des zweiten Laufschuhs anzureißen.
Hierdurch werden Aufmaßungenauigkeiten sowie Fertigungs- und Montagetoleranzen, die
zu unerwünschten Schiebetürspalten führen würden, kompensiert.
[0011] Im Folgenden werden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen bevorzugte Ausführungsbeispiele
der Erfindung näher erläutert.
[0012] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Ansicht einer Glasschiebetür,
- Fig. 2
- einen Schnitt entlang der Linie II-II von Figur 1,
- Fig. 3
- einen Schnitt entlang der Linie III-III von Figur 2,
- Fig. 4
- in gleicher Darstellung wie Fig. 3 das Herausschieben des Verriegelungsbolzens aus
dem Zylindergehäuse,
- Fig. 5
- das Drehen des Schafts des Verriegelungsbolzens zum seitlichen Ausfahren des Riegelteils,
- Fign. 6-8
- perspektivische Darstellungen bei unterschiedlichen Positionen des Verriegelungsbolzens
bzw. des Riegelteils, und
- Fign. 9 und 10
- Stirnansichten des Zylindergehäuses und des Riegelteils im Öffnungszustand und im
Schließzustand bei einem zweiten Ausführungsbeispiel.
[0013] Die in Fig. 1 dargestellte Schiebetür weist einen rechteckigen Rahmen 10 auf, dessen
untere Leiste eine Doppel-Laufschiene 11 trägt. Diese Doppel-Laufschiene besteht aus
einem einstückigen Profil, das nach Art eines "m" geformt ist und zwei parallele aufragende
Laufschienen 11a und 11b bildet (Fig. 2). Längs der vertikalen Leisten des Rahmens
10 sind U-förmige Deckschienen 12 angeordnet, die Dichtungsprofile 13 enthalten, gegen
welche die vertikalen Kanten der beiden Scheiben 14 und 15 stoßen. Die Oberkanten
der Scheiben 14 und 15 sind in einer Oberschiene 16 geführt, die in der Nähe der oberen
Ecken des Rahmens 10 einstellbare Niederhalter 17 enthält, die einerseits als Anschlagbremse
für die Scheiben 14,15 dienen und andererseits die Scheiben gegen Hochdrücken im Schließzustand
sichern.
[0014] Auf der Doppel-Laufschiene 11 laufen Laufschuhe 20,21, die den unteren Scheibenrand
der Scheiben 14 bzw. 15 einfassen. Die Laufschuhe 20,21 bestehen aus im Wesentlichen
H-förmigen Profilen, in denen Rollenlaufwerke 22 angeordnet sind, deren Rollen auf
den Laufschienen 11a,11b abrollen.
[0015] Jeder Laufschuh erstreckt sich nicht über die gesamte Länge einer Scheibe 14 bzw.
15. An dem linken Ende des ersten Laufschuhs 20 befindet sich ein Ansatzstück 23 mit
einem abstehenden Zylindergehäuse 24, das ein Schloss 25 aufnimmt. Der Ansatz 23 verlängert
den Laufschuh 20 auf die Länge der Scheibe 14.
[0016] Wie die Fign. 2 und 3 zeigen, ist an dem ersten Laufschuh 20 bzw. an dem daran befestigten
Ansatzstück 23 das Zylindergehäuse 24 befestigt. Das Zylindergehäuse 24 besteht aus
einem hohlen Zylinder mit einem Ansatz 24a verringerten Durchmessers. Das Zylindergehäuse
24 enthält einen darin längs verschiebbar angeordneten Verriegelungsbolzen 30. Dieser
besteht aus einer Exzenterhülse 31 und einem darin drehbaren Schaft 32. Der Schaft
32 besteht seinerseits aus einem vorderen Schaftteil 32a und einem rückwärtigen Schaftteil
32b, die an ihren einander zugewandten Stirnflächen durch Stirnverzahnungen 34 gegen
gegenseitige Verdrehung gesichert sind, durch einen axialen Bolzen 33 zusammengehalten
werden und mit Flanschen an den Enden der Exzenterhülse 31 angreifen, so dass der
Schaft 32 nicht relativ zur Exzenterhülse 31 axial bewegbar, jedoch um seine Längsachse
drehbar ist. Diese Längsachse des Schaftes 32 fällt zusammen mit der Hauptachse 35
des Zylindergehäuses 24.
[0017] In dem Zylindergehäuse 24 befindet sich eine Feder 36, die am einen Ende (links)
am Ansatz 24a des Zylindergehäuses 24 abgestützt ist und mit ihrem anderen Ende gegen
einen Flansch der Exzenterhülse 31 drückt, um den Verriegelungsbolzen 30 in die Rückzugsstellung
vorzuspannen.
[0018] Das Zylindergehäuse 24 enthält einen Einsatz 40, in den das Schloss 25 eingesteckt
wird. Dieser rohrförmige Einsatz 40 ist durch Vernietung 41 mit der Exzenterhülse
31 fest verbunden. Durch Verschieben des Einsatzes 40 kann also der gesamte Verriegelungsbolzen
30 verschoben werden. Eine Keilverzahnung 42 an der Innenseite des Zylindergehäuses
24 und an der Außenseite des Einsatzes 40 sorgt dafür, dass der Einsatz 40 unverdrehbar
ist.
[0019] Der Einsatz 40 enthält ferner eine Aufnahme 43 zum Einstecken des Schlosses 25, das
in den Fign. 2-8 nicht dargestellt ist. Bei diesem Schloss handelt es sich um ein
handelsübliches Zylinderschloss, das mit einem Spezialschlüssel ausgebaut und ausgewechselt
werden kann. Im Übrigen wird das Schloss mit einem normalen Schlüssel betätigt, um
zunächst den Verriegelungsbolzen 30 vorzuschieben und ihn anschließend zu drehen.
Hierzu greift das Schloss mit einem Ansatz in eine stirnseitige Ausnehmung 44 am Ende
des Schaftes 32 ein.
[0020] Der zweite Laufschuh 21 weist an der Stelle, die in der Schließstellung der Schiebetüren
dem Verriegelungsbolzen 30 gegenüberliegt, eine Bolzenaufnahme 50 auf. Hierbei handelt
es sich um ein kreisrundes Loch in der Wand des Laufschuhs. Der Durchmesser dieses
Lochs entspricht im Wesentlichen dem Außendurchmesser des Verriegelungsbolzens 30,
so dass dieser passend in die Aufnahme 50 eingeschoben werden kann.
[0021] Fig. 3 zeigt einen Schnitt senkrecht zu dem Schnitt der Fig. 2. Aus Fig. 3 ist erkennbar,
dass die Bohrung 51 des Ansatzes 24a, in der der Verriegelungsbolzen 30 geführt ist,
exzentrisch zu der Hauptachse 35 angeordnet ist. Die Achse dieser Bohrung 51 ist als
Nebenachse 52 bezeichnet. Dagegen ist die Bohrung 53 der Exzenterhülse 31 koaxial
zur Hauptachse 35. Fig. 3 zeigt den Verriegelungsbolzen 30 in der Rückzugsposition,
in die er von der Feder 36 gedrückt wird. In diesem Zustand ist der Schaft 32 nicht
drehbar. Wird der Einsatz 40 mit dem darin befindlichen Schloss vorgeschoben, so tritt
gemäß Fig. 4 der Verriegelungsbolzen 30 aus dem Zylindergehäuse 24 aus, um durch die
Bolzenaufnahme 50 des zweiten Laufschuhs 21 hindurchzuragen. Der Schaft 32 trägt an
seinem vorderen Ende ein scheibenförmiges Riegelteil 55, dessen Durchmesser demjenigen
der Bohrung 51 entspricht. Mittelachse des Riegelteils 55 ist die Nebenachse 52, die
zugleich die Mittelachse des Verriegelungsbolzens 30 ist. Dagegen ist die Hauptachse
35 die Drehachse des Schafts 32. Wird nun durch Betätigung des Schlosses der Schaft
32 relativ zu der Exzenterhülse 31 um die Hauptachse 35 herum gedreht, so wird gemäß
Fig. 5 das Riegelteil 55 im herausgefahrenen Zustand hinter dem Rand der Bolzenaufnahme
50 geschwenkt, wobei der Verriegelungsbolzen 30 zentrisch in der Bolzenaufnahme 50
verbleibt, jedoch das Riegelteil verriegelnd hinter die Bolzenaufnahme greift. Auf
diese Weise werden die Laufschuhe 20,21 gegen Auseinanderziehen quer zur Laufschiene
gesichert.
[0022] Wie insbesondere Fig. 4 zeigt, ist der Schaft 32 mit einer seitlich abstehenden Nase
60 versehen. Diese ragt in einen längslaufenden Kanal 61 des Zylindergehäuses 24 hinein,
der eine Axialführung für den Schaft bildet. Im herausgefahrenen Zustand des Verriegelungsbolzens
30 befindet sich die Nase 60 außerhalb des Zylindergehäuses 24. Wird nun der Schaft
32 um die Hauptachse 35 gedreht, so stützt sich die Nase 60 an der Stirnseite 62 des
Zylindergehäuses 24 ab und verhindert das Zurückziehen des Verriegelungsbolzens 30
durch die Feder 36.
[0023] Das Riegelteil 55 trägt in der Mitte seiner Stirnseite eine Körnerspitze 65, die
auf der Nebenachse 52 liegt. Die Körnerspitze 65 dient dazu, in der Stellung gemäß
Fig. 3, wenn die Bolzenaufnahme 50 noch nicht hergestellt ist, eine Markierung in
den Laufschuh 21 einzudrücken. Dies geschieht durch leichte Schläge mit einem Hammer
oder mit einem ähnlichen Werkzeug auf das Schloss oder den Einsatz 40. Dadurch wird
die Mitte der herzustellenden Bohrung markiert. Anschließend kann dann die Bohrung
mit einem Bohrer gebohrt werden.
[0024] Fig. 6 zeigt das Riegelteil 55 des Schafts 32 in der Rückzugsposition, in der es
in das Zylindergehäuse 24 eingezogen ist. Fig. 7 zeigt den vorgeschobenen Verriegelungsbolzen
30 mit der Exzenterhülse 31 und dem darin gelagerten Schaft 32, der am vorderen Ende
das Riegelteil 55 trägt. Von dem Schaft 32 bzw. von dem Riegelteil 55 steht die Nase
60 nach außen ab. Diese Nase ist in dem Kanal 61 geführt. Nach Verlassen des Kanals
61 gemäß Fig. 7 kann der Schaft 32 gedreht werden, so dass sich die Nase 60 auf der
Stirnfläche 62 des Zylindergehäuses abstützt und den Verriegelungsbolzen am Zurückziehen
hindert. Außerdem bewegt sich die Nase 60 in einer Aussparung 68 in der Wand der Exzenterhülse
31, wodurch die Drehbewegung des Riegelteils 55 relativ zu der Exzenterhülse 31 begrenzt
wird, so wie dies auch aus Fig. 8 hervorgeht.
[0025] Fig. 9 zeigt eine Stirnansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels im Öffnungszustand
des Schlosses und Fig. 10 eine Stirnansicht im Verriegelungszustand. Das Riegelteil
55 besteht hier aus einem Arm, der an dem stirnseitigen Ende des Schafts 32 um ein
Gelenk 70 schwenkbar ist. Der Schaft 32 ist auch hier in dem Verriegelungsbolzen 30
drehbar gelagert. Der Verriegelungsbolzen 30 enthält einen radialen Spalt 71, der
zum Gehäuseinneren hin divergiert und eine Führung für das Riegelteil 55 bildet. Das
Gelenk 77 ist an der Stirnfläche des Schafts 32 exzentrisch zur Hauptachse angeordnet,
so dass durch Drehung des Schafts das Riegelteil nach Art einer Pleuelstange seitlich
aus dem Verriegelungsbolzen 30 herausgeschoben oder in dieses eingezogen wird. Im
eingezogenen Zustand gemäß Fig. 9 ist das Riegelteil 55 in die Kontur des Verriegelungsbolzens
30 eingezogen und in Fig. 10 ist es aus dem Verriegelungsbolzen seitlich ausgefahren.
Das seitliche Herausfahren wird durch Drehen des Schafts 32 relativ zu dem Verriegelungsbolzen
30 bewirkt. Auch hier bildet das Riegelteil 55 zusammen mit dem Gelenk 70 einen aus
dem Verriegelungsbolzen 30 seitlich ausschwenkbaren Exzenter.
1. Schiebetürbeschlag mit einer Doppel-Laufschiene (11), auf der zwei Laufschuhe (20,21)
verschiebbar sind, und einem an dem ersten Laufschuh (20) vorgesehenen Schloss (25)
mit einem Verriegelungsbolzen (30), der in eine Bolzenaufnahme (50) des zweiten Laufschuhs
(21) hinein vorschiebbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Bolzenaufnahme (50) des zweiten Laufschuhs (21) eine kreisrunde Öffnung ist und
der Verriegelungsbolzen (30) mindestens ein seitlich ausfahrbares Riegelteil (55)
aufweist, das nach Passieren der Öffnung deren Rand hintergreift.
2. Schiebetürbeschlag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Riegelteil (55) ein aus dem Verriegelungsbolzen (30) seitlich ausschwenkbarer
Exzenter ist.
3. Schiebetürbeschlag nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in einem hohlen Zylindergehäuse (24), das an dem ersten Laufschuh (20) montierbar
ist und eine Hauptachse (35) aufweist, eine zu der Hauptachse exzentrische Bohrung
(51) mit einer Nebenachse (52) vorgesehen ist, die den Verriegelungsbolzen (30) enthält,
und dass der Verriegelungsbolzen (30) eine Exzenterhülse (31) und einen darin drehbaren
Schaft (32) aufweist, an dem das Riegelteil (55) exzentrisch angeordnet ist.
4. Schiebetürbeschlag nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass das Riegelteil (55) mit einer seitlich abstehenden Nase (60) versehen ist, die in
einem nach vorne offenen Kanal (61) eines Zylindergehäuses (24) geführt ist.
5. Schiebetürbeschlag nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass das ausfahrbare Riegelteil (55) eine Körnerspitze (65) auf der Achse (52) des Verriegelungsbolzens
(30) aufweist.
1. Sliding door fitting comprising a double running rail (11) on which two running shoes
(20, 21) are displaceable, and a lock (25) provided at the first running shoe (20),
said lock having a locking bolt (30) adapted to be advanced into a bolt receptacle
(50) of the second running shoe (21),
characterized in that
the bolt receptacle (50) of the second running shoe (21) is a circular opening and
the locking bolt (30) has at least one laterally extendable bar member (55) engaging
behind the edge of said opening after having passed the same.
2. Sliding door fitting of claim 1, characterized in that the bar member (55) is a tappet adapted to be pivoted eccentrically sideways out
of the locking bolt (30).
3. Sliding door fitting of claim 1 or 2, characterized in that a hollow cylinder casing (24), adapted to be mounted to the first runner (20) and
having a primary axis (35), comprises an eccentric bore (51) with a secondary axis
(52), which contains the locking bolt (30), and that the locking bolt (30) comprises
an eccentric sleeve (31) and a shaft rotatable (32) therein, at which the bar member
(55) is arranged eccentrically.
4. Sliding door fitting of one of claims 1-3, characterized in that the bar member (55) is provided with a laterally projecting nose (60) guided in a
channel (61) of a cylinder housing (24) open to the front.
5. Sliding door fitting of one of claims 1-4, characterized in that the extendable bar member (55) comprises a centre punch tip (65) an the axis (52)
of the locking bolt (30).
1. Ferrure de porte coulissante comprenant une glissière double (11) sur laquelle deux
patins glissants (20, 21) et une serrure (25) prévue au premier patin glissant (20),
comprenant un boulon de verrouillage (30) apte à être poussé dans un logement de boulon
(50) dans le deuxième patin glissant (21),
caractérisée en ce que
le logement de boulon (50) du deuxième patin glissant (21) est une ouverture circulaire
et le boulon de verrouillage (30) comprend au moins un élément de verrou (55) escamotable
latéralement qui s'engage derrière le bord de l'ouverture après avoir passé la-même.
2. Ferrure de porte coulissante selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'élément de verrou (55) est un excentrique pivotable latéralement hors du boulon
de verrouillage (30).
3. Ferrure de porte coulissante selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce qu'un alésage (51) est prévu dans un boîtier de cylindre (24) creux, qui est apte à être
monté sur ledit premier patin glissant (20) et comprend un axe primaire (35), l'alésage
étant excentrique par rapport à l'axe primaire et comprenant un axe secondaire (52),
l'alésage en outre contenant le boulon de verrouillage (30), et que le boulon de verrouillage
(30) comprend une douille d'excentrique (31) et une tige (32) rotatable dans ladite
douille, l'élément de verrou (55) étant prévue excentriquement à ladite tige.
4. Ferrure de porte coulissante selon l'une quelconque des revendications 1-3, caractérisée en ce que l'élément de verrou (55) est prévu avec un nez (60) saillant latéralement, le nez
étant guidé dans une lumière (61) du boîtier de cylindre (24), ouverte vers l'avant.
5. Ferrure de porte coulissante selon l'une quelconque des revendications 1-4, caractérisée en ce que l'élément de verrou (55) escamotable comprend une pointe de pointeau (65) sur l'axe
(52) du boulon de verrouillage (30).