[0001] Die Erfindung betrifft eine hydraulische Seegangskompensationseinrichtung gemäß dem
Oberbegriff des Patentanspruches 1.
[0002] Derartige Seegangskompensationseinrichtungen werden beispielsweise in der Marinetechnik
eingesetzt, wenn eine Last von einem Schiff auf ein am Meeresboden abgestütztes Objekt,
beispielsweise eine Plattform abgesetzt werden soll, wobei beispielsweise ein Kran
auf dem Schiff angeordnet ist. In umgekehrter Weise kann der Kran auch auf einer auf
dem Meeresboden abgestützten Plattform angeordnet sein, so dass die Last auf ein Schiff
oder ein entsprechendes schwimmendes Objekt abzusetzen ist. Eine ähnliche Aufgabenstellung
liegt auch vor, wenn beispielsweise ein Bohrstrang von einer schwimmenden Plattform
aus abgesenkt wird und diese durch den Seegang angehoben und abgesenkt wird. In der
Forschung werden beispielsweise schwere Messgeräte oder Versorgungsstationen für Roboter
oder dergleichen von einem Schiff über eine Winde in große Tiefen abgesenkt, wobei
durch den Seegang verursacht, das Haltekabel erheblichen Zugbelastungen ausgesetzt
ist. Bei manchen Anwendungen kann es auch vorkommen, dass sowohl das Zielobjekt als
auch die Last aufgrund des Seegangs Bewegungen ausführen, wobei dann aber im Prinzip
die gleichen Verhältnisse wie bei den vorbeschriebenen Fällen vorliegen.
[0003] Die durch den Seegang verursachten Bewegungen der Last sollen über Seegangskompensationseinrichtungen
ausgeglichen werden, die dafür sorgen, dass die Relativposition der Last zum Zielobjekt
im Wesentlichen konstant gehalten wird.
[0004] In der
US 3,946,559, das als nächstliegender Stand der Technik angesehen wird und worauf die Merkmale
des Oberbegriffs des Anspruchs 1 basieren, ist eine Seegangskompensationseinrichtung
(Heave Compensation System) offenbart, bei der die Last, im vorliegenden Fall ein
Bohrstrang an einem als Zylinder ausgeführten Aktuator befestigt ist, der seinerseits
auf einem Schiff oder einer Plattform gelagert ist. Ein Druckraum des Aktuators ist
mit dem Druck eines passiven hydropneumatischen Speichers beaufschlagt, der einen
Kolben hat, über den ein Gasraum von einem Druckmittelraum getrennt ist. Der Kolben
lässt sich mittels eines aktiven Zylinders verschieben. Dieser hat zwei Steuerräume,
die in Abhängigkeit eines Steuersignals über eine Regelventileinrichtung und eine
Druckmittelquelle mit einem Förderstrom beaufschlagbar sind, um die Positionsänderung
im Aktuator zu regeln. Eine ähnliche Lösung ist auch in der
US 5,209,302 offenbart. Bei derartigen Systemen wird durch den hydropneumatischen Speicher die
statische Last kompensiert, während über den aktiven Zylinder die Positions- und Druckänderungen
aufgrund des Seegangs ausgeglichen werden. Es zeigte sich, dass derartige Systeme
ein wesentlich besseres Seegangskompensationsverhalten haben als Systeme, bei denen
die statische Last nur über ein vergleichsweise einfach aufgebautes passives System
(hydropneumatischer Speicher) abgestützt ist.
[0005] Beim Gegenstand der
US 3,946,559 wird die Last (Bohrstrang) über einen Linearantrieb (Aktuator) gehalten - prinzipiell
kann die Last auch durch eine Winde gehalten sein, wobei dann die Winde in geeigneter
Weise angesteuert werden muss, um den Seegang zu kompensieren. So kann beispielsweise
im Bereich zwischen der Winde und der Last eine hydraulisch verschiebbare Rolle angeordnet
sein, die in Abhängigkeit vom Seegang bewegt wird, um die Position der Last zum Zielobjekt
konstant zu halten. Derartige Lösungen sind beispielsweise in der Druckschrift "Efficient
Heave Motion Compensation For Cable-Suspended Systems" (www.oceanworks.cc) beschrieben.
[0006] Ein Problem bei den bekannten Lösungen besteht darin, dass die Systeme vergleichsweise
komplex aufgebaut sind und einen hohen Platzbedarf aufweisen.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Seegangskompensationseinrichtung zu
schaffen, die bei einfachem Aufbau eine zuverlässige Kompensation von aufgrund von
Seegang verursachten Bewegungen ermöglicht.
[0008] Diese Aufgabe wird durch eine hydraulische Seegangskompensationseinrichtung mit den
Merkmalen des Patentanspruches 1 gelöst.
[0009] Erfindungsgemäß hat die Seegangskompensationseinrichtung (Heave Compensation System)
ein Kompensationssystem, das im Prinzip aus einem hydropneumatischen Speicher (passiver
Zylinder) und einer Aktivzylindereinrichtung besteht. Die Aktivzylindereinrichtung
ist in den hydropneumatischen Speicher integriert, wobei eine gemeinsame Kolbenanordnung
innerhalb eines gemeinsamen Zylindergehäuses angeordnet ist. Durch die beiden außen
liegenden Kolbenbodenflächen und die benachbarten Gehäusestirnflächen wird jeweils
ein Druckraum begrenzt, von denen einer vorzugsweise ein Gasraum des hydropneumatischen
Speichers ist.
[0010] Bei dem Stand der Technik gemäß der
US 3,946,559 ist dagegen die Aktivzylindereinrichtung an den hydropneumatischen Speicher angesetzt,
so dass eine derartige Lösung wesentlich mehr Bauraum und vorrichtungstechnischen
Aufwand erfordert.
[0011] Die Einheit aus hydropneumatischem Speicher mit darin integrierter Aktivzylindereinrichtung
lässt sich in Wirkverbindung mit einem Linearaktuator (Hydrozylinder) oder einer Winde
betreiben, von denen die Last gehalten wird.
[0012] Bei der erst genannten Alternative wird somit die Last von dem als Hydraulikzylinder
ausgeführten Aktuator abgestützt, dessen in Abstützrichtung der Last wirksamer Druckraum
über eine Druckleitung mit dem zweiten Druckraum des gemeinsamen Zylindergehäuses
verbunden ist. Dieser einen Arbeitsraum ausbildende Druckraum und der vorstehend erwähnte
Gasraum bilden dann die beiden Endabschnitte des gemeinsamen Zylindergehäuses.
[0013] Die in diesem gemeinsamen Zylindergehäuse geführte Kolbenanordnung hat zwei die Kolbenbodenflächen
ausbildende Kolbenbünde, die von einem Kolbensteg verbunden sind. Dieser durchsetzt
dichtend eine Trennwand des Zylindergehäuses, so dass durch die Ringstirnflächen der
Kolbenbünde einerseits und die Gehäusetrennwand andererseits die beiden Steuerräume
der Aktivzylindereinrichtung ausgebildet sind.
[0014] Zur Abdichtung dieser beiden Steuerräume untereinander und der Steuerräume zu dem
benachbarten Gasraum bzw. Arbeitsraum sind am Außenumfang der Ringbunde und in der
Durchgangsöffnung der Gehäusetrennwand Dichtungen angeordnet.
[0015] Bei der zweiten vorgenannten Alternative ist die Last an einer Winde abgestützt.
Diese wird vorzugsweise über einen Hydromotor angetrieben, dessen Druckseite mit einem
Arbeitsraum des Zylindergehäuses verbunden ist, so dass eine Druckmittelverbindung
zwischen Hydromotor und der Aktivzylindereinrichtung besteht.
[0016] Die Einheit aus hydrodynamischem Speicher und Aktivzylindereinrichtung hat bei diesem
Ausführungsbeispiel vorzugsweise eine Kolbenanordnung mit zwei endseitigen Kolbenbünden
und einem mittleren Ringbund, die über jeweils zwei Kolbenstege miteinander verbunden
sind. Jeder dieser Kolbenstege durchsetzt eine Gehäusetrennwand des Zylindergehäuses,
so dass neben den beiden außen liegenden Zylinderräumen (einer davon ist der Gasraum)
im Zylindergehäuse durch zwei benachbarte Ringstirnflächen der vorbeschriebenen Kolbenbünde
und die dazwischen liegende Gehäusetrennwand, die beiden Steuerräume der Aktivzylindereinrichtung
und durch die beiden anderen Ringstirnflächen der Kolbenbünde sowie die dazwischen
liegende Gehäusetrennwand der Arbeitsraum und ein weiterer Arbeitsraum ausgebildet
sind.
[0017] Gemäß den vorstehenden Ausführungen sind stirnseitig im Zylindergehäuse ein Gasraum
und ein weiterer Druckraum begrenzt, letzterer kann bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel
mit Umgebungsdruck beaufschlagt werden.
[0018] Der zum Antrieb der Winde vorgesehene Hydromotor kann in einem geschlossenen oder
offenen Druckmittelkreislauf geführt sein.
[0019] Im erstgenannten Fall (geschlossener Druckmittelkreislauf) wird der Hydromotor über
eine von einem Motor angetriebene Pumpe mit variablem Fördervolumen mit Druckmittel
versorgt, wobei ein Sauganschluss der Pumpe über eine Saugleitung mit einem Niederdruckanschluss
des Hydromotors sowie ein Druckanschluss der Pumpe über eine Hochdruckleitung mit
einem Druckanschluss des Hydromotors verbunden ist. Bei diesem Ausführungsbeispiel
wird die Hochdruckleitung über eine Druckleitung mit dem erstgenannten Arbeitsraum
und die Saugleitung über eine Niederdruckleitung mit dem weiteren Arbeitsraum verbunden,
so dass der Hydromotor wahlweise oder überlagernd über die Pumpe oder die Arbeitsräume
mit Druckmittel versorgt werden kann.
[0020] Sowohl die Bünde des gemeinsamen Kolbens als auch die Kolbenstege können mit unterschiedlichen
Durchmessern ausgeführt sein.
[0021] Zur Absicherung kann in der Druckleitung zwischen dem Druckraum des Aktuators (Hydraulikzylinder)
und dem Arbeitsraum des Zylindergehäuses oder zwischen dem Arbeitsraum und der Druckleitung
des hydraulischen Windenantriebes ein schnell schaltendes Sperrventil (Isolation Valve)
angeordnet sein, so dass die Verbindung zwischen dem Aktuator bzw. dem Windenantrieb
und dem Kompensationssystem (hydropneumatischer Speicher /Aktivzylindereinrichtung)
in kürzester Zeit unterbrochen werden kann.
[0022] Die Kolbenanordnung kann einstückig oder aus mehreren Kolben ausgebildet sein.
[0023] Sonstige vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand weiterer Unteransprüche.
[0024] Im Folgenden werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand schematischer
Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 eine hydraulische Seegangskompensationseinrichtung für eine an einem Linearaktuator
gehaltene Last;
Figur 2 eine Seegangskompensationseinrichtung für eine an einer Winde gehaltenen Last
und
Figur 3 eine konkrete Anwendung der Seegangskompensationseinrichtung gemäß Figur 1
bei einer Bohreinrichtung.
[0025] Figur 1 zeigt ein Funktionsschema einer Seegangskompensationseinrichtung (Heave Compensation
System) 1, bei der eine Last L mittels eines als Hydraulikzylinder 2 ausgeführten
Linearantriebs bewegbar ist. Es sei angenommen, dass dieser Hydraulikzylinder 2 ortsfest
auf einem Schiff oder einer schwimmenden Plattform gelagert ist und die Last L mit
Bezug zu einem feststehenden Zielobjekt, beispielsweise einer auf dem Meeresboden
abgestützten Plattform in einer vorbestimmten Relativposition gehalten werden soll.
Die Kompensation der statischen Last und des Seegangs erfolgt über eine strichpunktiert
angedeutetes Kompensationssystem 4 mit hydropneumatischem Speicher, über das der Hydraulikzylinder
2 derart ansteuerbar ist, dass die Last L die vorbestimmte Relativposition zum Zielobjekt
beibehält.
[0026] Der als Differentialzylinder ausgeführte Hydraulikzylinder 2 hat einen Differentialkolben
35, der den Hydraulikzylinder 2 in einen von der Kolbenstange durchsetzten Ringraum
36 und einen bodenseitigen Zylinderraum unterteilt. Zumindest der Ringraum 36 ist
über eine nicht dargestellte Druckmittelversorgung zum Aus- und Einfahren der Kolbenstange
39 mit einer Pumpe oder einem Tank verbindbar, um die Last L anzuheben oder abzusenken.
Ein derartiger Linearantrieb ist nur für vergleichsweise kleine Hübe ausgelegt.
[0027] Das Kompensationssystem 4 besteht im Wesentlichen aus einem hydropneumatischen Speicher
6 und einem als Gleichgangzylinder ausgeführten Aktivzylinder 8, der in den hydropneumatischen
Speichern integriert ist. Die Einheit aus hydropneumatischen Speicher 6 und Aktivzylinder
8 wird als Aktivspeicher bezeichnet. Der hydropneumatische Speicher 6 ist so ausgelegt,
dass er in der Lage ist, die Last L statisch, d.h. ohne die dynamischen Wechselbeanspruchungen
aufgrund des Seegangs abzustützen, während der Aktivzylinder dazu vorgesehen ist,
die dynamischen Wechselbelastungen so wie Reibungen und andere parasitäre Faktoren
auszugleichen und eine Lageregelung der Last mit hoher Geschwindigkeit zu ermöglichen.
[0028] Der aus dem Speicher 6 und dem Aktivzylinder 8 bestehende Aktivspeicher hat ein gemeinsames
Zylindergehäuse 10, in dem ein Kolben 12 axial verschiebbar geführt ist. Dieser hat
zwei außen liegende Kolbenbünde 14, 16, die durch einen Kolbensteg 18 miteinander
verbunden sind. Dieser durchsetzt eine Gehäusetrennwand 20 des Zylindergehäuses, so
dass dieses durch den Boden des Kolbenbunds 16 in einen Gasraum 22 und den Boden des
Kolbenbunds 14 in einen Arbeitsraum 24 unterteilt ist. Durch die Ringstirnfläche des
Kolbenbundes 16 und die Trennwand 20 wird ein erster Steuerraum 26 und durch die Ringstirnfläche
des Kolbenbundes 14 und die Gehäusetrennwand 20 ein zweiter Steuerraum 28 begrenzt.
Im Bereich der Durchführung der Kolbenstange 18 durch die Gehäusetrennwand 20 und
am Außenumfang der beiden Kolbenbünde 14, 16 sind in der Darstellung gemäß Figur 1
nicht gezeigte Dichtungen angeordnet, über die die vorgenannten Räume des Zylindergehäuses
von einander getrennt sind. Der Gasraum 22 ist über eine Gasleitung 30 mit einem Gasspeicher
32 verbunden, so dass auf die Bodenfläche des Kolbenbundes 16 der Gasdruck wirkt.
Die beiden Steuerräume 26, 28 sind über Anschlüsse A, B mit einer im Folgenden näher
beschriebenen Regelventileinrichtung und einer Druckmittelquelle bzw. einem Tank verbindbar,
so dass die Ringstirnfläche des Kolbenbundes 16 oder die Ringstirnfläche des Kolbenbundes
14 aktiv mit einem Druck beaufschlagbar ist, um den Kolben 12 in Abhängigkeit von
der Bewegung der Last L zu verschieben. Die Anschlüsse A, B können auch kurzgeschlossen
werden, um den Aktivzylinder in "Freigang" zu schalten; dann funktioniert die Anlage
als passiver Speicher.
[0029] Der Arbeitsraum 24 ist über eine Druckleitung 34 mit einem Ringraum 36 des Hydraulikzylinders
2 verbunden um beim Anheben von Lasten von einem beweglichen Standort (z. B. Deck
eines im Seegang befindlichen Schiffes) Stoßbelastungen vorzubeugen, kann in der Druckleitung
34 ein gestrichelt angedeutetes schnell schaltendes Absperrventil 38 vorgesehen werden,
über das die Ölseite des Aktivspeichers vom Hydraulikzylinder 2 trennbar ist. Über
dieses Absperrventil 38 kann auch die Speicherfunktion ausser Betrieb gesetzt werden.
[0030] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1 wird somit der passive hydropneumatische
Speicher durch den Gasspeicher 32, den Gasraum 22 und den Arbeitsraum 24 gebildet,
während der Aktivzylinder durch die beiden ringförmigen Steuerräume 26, 28 gebildet
ist, die von der Gehäusetrennwand 20 von einander getrennt sind und die über die Anschlüsse
A, B mit Druckmittel beaufschlagbar sind.
[0031] Es sei nun angenommen, dass sich die Last L aufgrund des Seegangs relativ zum am
Schiff abgestützten Zylindergehäuse 2 nach rechts (Ansicht nach Figur 1) bewegt. Dadurch
wird Druckmittel aus dem Ringraum 36 über die Druckleitung 34 in den Arbeitsraum 24
verdrängt, so dass der Kolben 12 des Aktivspeichers in der Darstellung gemäß Figur
1 nach links bewegt wird, wobei der Druck im Gasraum 22 und somit im Gasspeicher 32
der Verschiebung der Last L entgegen wirkt. In dem Fall, in dem die beiden Arbeitsanschlüsse
A, B mit einander verbunden sind, wirkt der Aktivspeicher wie ein passiver, herkömmlicher
hydropneumatischer Speicher. Die Lastposition ist hierbei nicht direkt beeinflussbar.
[0032] In dem Fall, in dem die Kompensationsregelung aktiv ist, können die Steuerräume 26
und 28 in Figur 1 über die Anschlüsse A bzw. B mit Druckmittel beaufschlagt werden.
Durch die Verschiebung des Kolbens 12 nach links oder rechts wird der Arbeitsraum
24 aktiv vergrössert oder verkleinert, so dass das Druckmittel aus dem Ringraum 36
überströmt und die Last L ihre gewünschte Relativposition beibehält. Die Regelung
der Druckmittelzufuhr und Druckmittelabfuhr zu bzw. aus den beiden Steuerräumen 26,
28 erfolgt so, dass die Last L nach einem vorbestimmten Geschwindigkeitsprofil bewegt
oder in ihrer Relativposition gehalten wird.
[0033] Die in Figur 1 dargestellte Lösung zeigt gegenüber dem eingangs genannten Stand der
Technik, insbesondere der
US 3,946,559 erhebliche Vorteile. So sind beim Stand der Technik vier Dichtungen erforderlich
(zwei an den Kolbenbünden, eine an einer Trennwand und eine vierte an der Durchführung
einer Kolbenstange des Kolbens durch die Stirnfläche des Aktivzylindergehäuses), während
bei der in Figur 1 dargestellten Lösung nur drei Dichtungen (Kolbenbünde 16, 14 und
Trennwand 20) vorgesehen sein müssen. Da keine Kolbenstange aus dem Zylinder heraus
ragt, baut die erfindungsgemäße Lösung auch wesentlich kürzer. Der Kolben ist beim
Stand der Technik entlang vier Gleitführungen (zwei Kolbenbünde, Durchführung durch
Gehäusetrennwand und Durchführung durch Aktivzylinderstirnfläche) geführt, während
beim in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel nur drei Gleitführungen (Kolbenbünde
14, 16, Gehäusetrennwand 20) vorgesehen sind. Ein weiterer Vorteil besteht darin,
dass beim Stand der Technik gemäß der US-Patentschrift ein externes bewegliches Teil
(Kolbenstange) vorgesehen ist, während bei der Lösung gemäß Figur 1 der Aktivspeicher
ohne externe bewegliche Teile auskommt.
[0034] Das vorbeschriebene Ausführungsbeispiel mit einem linearen Antrieb ist für vergleichsweise
geringe Wege der Last L ausgelegt. In dem Fall, dass die Last L über größere Strecken
bewegt werden soll, wird anstelle eines Linearantriebes eine Winde eingesetzt. Ein
derartiges Ausführungsbeispiel ist in Figur 2 dargestellt.
[0035] Dabei wird die Last L mittels einer Winde 40 bewegt, die über einen oder mehrere
Hydromotoren 42 angetrieben ist. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Hydromotor
42 in einem geschlossenen Kreislauf angeordnet und wird über eine von einem Motor
M angetriebene Verstellpumpe 44 mit Druckmittel versorgt. Dabei ist ein Druckanschluss
P der Verstellpumpe 44 über eine Hochdruckleitung 47 mit einem Druckanschluss P' des
Hydromotors und ein Sauganschluss S der Verstellpumpe 44 über eine Saugleitung 49
mit einem Niederdruckanschluss T des Hydromotors 42 verbunden.
[0036] Selbstverständlich kann anstelle des geschlossenen Kreislaufs auch ein offener Druckmittelkreislauf
verwendet werden, wobei die Verstellpumpe Druckmittel aus einem Tank T ansaugt und
das Druckmittel über den Niederdruckanschluss T des Hydromotors 42 zum Tank T zurückgeführt
wird.
[0037] Das Kompensationssystem 4 besteht im Wesentlichen wiederum aus einem hydropneumatischen
Speicher 6 und einem als Gleichgangzylinder ausgebildeten Aktivzylinder 8, die wiederum
als Einheit (Aktivspeicher) ausgeführt sind. In dem gemeinsamen Zylindergehäuse 10
ist ein Kolben 12 geführt, der bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel zwei außen
liegende Kolbenbünde 14, 16 sowie einen mittleren Ringbund 46 aufweist. Der Ringbund
46 und der Kolbenbund 14 sind von einem ersten Kolbensteg 48 und der Ringbund 46 und
der Kolbenbund 16 über einen zweiten Kolbensteg 50 miteinander verbunden, wobei dieser
beispielsweise einen geringeren Durchmesser als der erste Kolbensteg 48 hat. Der Kolbensteg
48 durchsetzt eine erste Gehäusetrennwand 52 und der zweite Kolbensteg 50 durchsetzt
eine weitere Gehäusetrennwand 54. Durch den mit drei Bünden ausgeführten Kolben 12
wird das Zylindergehäuse 10 somit in sechs Druckräume unterteilt, wobei der in Figur
2 rechte Druckraum der Gasraum 22 ist. Die beiden Steuerräume 26, 28 sind durch die
Gehäusetrennwand 52 und den Ringbund 46 bzw. den Kolbenbund 14 begrenzt. Ein weiterer
Arbeitsraum 56 ist durch die weitere Gehäusewand 54 und den mittleren Ringbund 46
sowie der Arbeitsraum 24 durch die Gehäusetrennwand 54 und den rechten Kolbenbund
16 begrenzt. Der Gasraum 22 ist wie beim vorbeschriebenen Ausführungsbeispiel über
eine Gasleitung 30 mit dem Gasspeicher 32 verbunden, so dass der Gasdruck auf die
Bodenfläche des Kolbenbundes 16 wirkt. Durch die Bodenfläche des weiteren Kolbenbundes
14 und der Innenstirnfläche des Gehäuses 10 wird ein Raum 58 begrenzt, der z. B. mit
der Umgebung oder dem Niederdruckraum verbunden oder abgeschlossen sein kann.
[0038] Gemäß Figur 2 ist der Arbeitsraum 24 über die Druckleitung 34 mit der Hochdruckleitung
47 und der weitere Arbeitsraum 56 über eine Niederdruckleitung 60 mit der Saugleitung
49 verbunden. In der Niederdruckleitung 60 und/oder der Druckleitung 34 können wiederum
schnell schließende Sperrventile 38 vorgesehen werden. Durch diese Sperrventile 38
kann die Übertragung von Stoßbelastungen (Shock Loads) verhindert werden, die beispielsweise
beim Aufnehmen einer Last von einem sich bewegenden Deck auftreten können. Über die
Absperrventile 38 kann auch die Speicherfunktion ausser Betrieb gesetzt werden.
[0039] Die beiden Steuerräume 26, 28 lassen sich wiederum wie beim vorbeschriebenen Ausführungsbeispiel
über die Anschlüsse A, B und eine nicht dargestellte Regelventilanordnung mit einer
Druckmittelquelle oder einem Tank verbinden, um eine aktive Positionsregelung des
Speicherkolbens, und damit der Last, durchzuführen.
[0040] Zum Anheben oder Absenken einer Last unter normalen Betriebsbedingungen, d.h. ohne
Seegangskompensation sind diese beiden Anschlüsse A, B geschlossen und/oder die Absperrventile
38 geschlossen, so dass der Aktivzylinder 8 unwirksam ist und die Geschwindigkeit
und Drehrichtung der Winde durch den Schwenkwinkel der Verstellpumpe 44 vorgegeben
ist.
[0041] In dem Fall, in dem kein Anheben oder Absenken der Last erforderlich ist, jedoch
eine Seegangskompensation erforderlich ist, um die Last in einer vorbestimmten Relativposition
zu einem Zielobjekt zu halten, fördert die Verstellpumpe 44 kein Druckmittel zum Hydromotor
42. Der Kolben 12 wird jedoch durch die Regelung des Aktivzylinders 8 in Abhängigkeit
von der Vertikalbewegung des Schiffs verschoben, so dass entsprechend aus den Arbeitsräumen
24 oder 56 Druckmittel zum Motor 42 geführt wird, so dass dieser die Winde 40 entsprechend
antreibt, um die Kompensationsbewegung zu ermöglichen. Die Last L durch den Druck
im hydropneumatischen Speicher 6 abgestützt. Der Aktivzylinder muss Druckunterschiede
durch Gascharakteristik, Reibungen und dynamische Einflüsse aufbringen.
[0042] In dem Fall, in dem die Seegangskompensation gleichzeitig zu einem Anheben oder Absenken
der Last durchgeführt werden soll - dies ist der häufigste Anwendungsfall - überlagert
die Regelung der Verstellpumpe 44 die Ansteuerung des Aktivspeichers (Aktivzylinder
8, hydropneumatischer Speicher 6) und umgekehrt.
[0043] Wie eingangs erwähnt, soll der Gasdruck so ausgelegt sein, dass er die Last abstützen
kann. In dem Fall, in dem stark unterschiedliche Lasten gehandhabt werden sollen,
kann es vorteilhaft sein, wenn der Gasdruck im Gasspeicher 32 in Abhängigkeit von
dieser Last veränderbar ist. Dazu wäre beispielsweise ein Kompressor mit den zugehörigen
Regeleinrichtungen zur Einstellung des Gasdrucks vorzusehen.
[0044] Alternativ oder zusätzlich kann die Anpassung der Kompensationskraft an die zu handhabende
Last auch dadurch erfolgen, dass der Hydromotor 42 der Winde 40 mit einem variablen
Verdrängungsvolumen ausgeführt ist oder dass mehrere Hydromotoren 42 mit variablem
Verdrängungsvolumen parallel geschaltet werden. Das Verdrängungsvolumen wird dann
in Abhängigkeit von der Last eingestellt, wobei der Druck an der Gasseite des Aktivspeichers,
d.h. der Druck im Gasraum 22 und in dem Gasspeicher 32 konstant gehalten werden kann,
so dass kein eigener Kompressor und keine Gasdruckregeleinrichtung erforderlich sind.
[0045] Der die Pumpe 44 und den Hydromotor 42 enthaltende hydraulische Kreislauf ist noch
mit allen üblichen Vorrichtungen, wie beispielsweise Druckbegrenzungsventilen, Spülkreislauf,
Kühlern, Filtern ausgeführt, wie sie bei herkömmlichen geschlossenen Kreisläufen eingesetzt
werden. Eine Leckage lässt sich auf gleiche Weise ausgleichen, wie dies bei herkömmlichen
Systemen der Fall ist.
[0046] Prinzipiell können die Funktionen der einzelnen Druckräume des Aktivspeichers getauscht
werden. So kann beispielsweise der Steuerraum 28 mit dem Arbeitsraum 24 vertauscht
werden.
[0047] Bei dem vorbeschriebenen Ausführungsbeispiel ist der Kolben 12 einteilig ausgeführt,
prinzipiell könnte dieser Kolben auch mehrteilig ausgelegt werden.
[0048] Figur 3 zeigt eine konkrete Anwendung der in Figur 1 dargestellten Seegangskompensationseinrichtung
für einen die Last L bildenden Bohrstrang, wobei ein Bohrkopf von einem Schiff 62
aus auf den Meeresgrund abgelassen werden soll, um beispielsweise eine Meeresbodenprobe
zu entnehmen oder nach Öl zu bohren. Beim konkreten Ausführungsbeispiel ist eine Hydraulikzylinderanordnung
2 durch zwei oder mehrere parallel geschaltete Hydraulikzylinder gebildet, wobei die
Kolbenstangen 39 an einem auf dem Schiff 62 abgestützten Bohrgerüst 64 gelagert und
die Last L (Bohrstrang) an den vertikal verschiebbaren Zylindern befestigt ist. Am
Bohrgerüst 64 ist bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel eine Lasermesseinrichtung
66 angeordnet, über die die Position des Schiffes erfassbar ist. Die Position der
Zylinder 2 wird über Wegaufnehmer 68 erfasst.
[0049] Figur 3 zeigt die wesentlichen Bauelemente der Regeleinheit zur Ansteuerung des Aktivzylinders
8, über den die Bewegungen, bzw. die Druckschwankungen an den Hydraulikzylindern 2
aufgrund des Seegangs aktiv ausgeglichen werden. Wie im Zusammenhang mit Figur 1 erwähnt,
wird die Last L, d.h. das Gewicht der Zylinder sowie des Bohrstranges durch den hydropneumatischen
Speicher 6 statisch abgestützt, indem der Gasdruck im Gasraum 22 und damit im Gasspeicher
32 entsprechend eingestellt ist. Die Einstellung des Gasdrucks im Gasspeicher 32 erfolgt
über eine Gasdruckregeleinheit 70, über die der Gasspeicher 32 mit einem Vorratsspeicher
72 verbindbar ist, der wiederum über einen Kompressoranordnung 74 aufgeladen werden
kann. Selbstverständlich kann der Gasspeicher 32 auch direkt über die Kompressoreinheit
74 und die Gasdruckregeleinheit 70 aufgeladen werden, wobei der Gasdruck in Abhängigkeit
vom Gewicht des Bohrstranges und ggf. vom Seegang veränderbar ist.
[0050] Die Druckmittelversorgung des Aktivzylinders 8, der Hydraulikzylinder 2 und des Arbeitsraumes
24 erfolgt über eine Verstellpumpe 76, über die Druckmittel aus einem Tank T angesaugt
und in die Druckleitung 34 gefördert werden kann. Diese Druckleitung 34 ist über ein
Hebeventil 78 mit einer mit der Pumpe 76 verbundenen Pumpenleitung 80 und über ein
Senkenventil 82 mit einer mit dem Tank T verbundenen Tankleitung 84 verbindbar. Beide
Ventile 78, 80 sind leckagefrei in eine Sperrstellung vorgespannt. Das Hebenventil
78 ist ein Schaltventil, während das Senkenventil 82 ein stetig verstellbares Wegeventil
ist, bei dem eine Ablaufblende proportional verstellbar ist.
[0051] Von der Pumpenleitung 80 zweigt eine Vorlaufleitung 86 und von der Tankleitung 84
eine Ablaufleitung 88 ab, die zu zwei Eingangsanschlüssen P, T eines proportional
verstellbaren Aktivspeicherregelventils 90 führen. Zwei Arbeitsanschlüsse A, B des
Aktivspeicherregelventils 90 sind über eine Zulaufleitung 92 und eine Ablaufleitung
94 mit den Arbeitsanschlüssen A bzw. B des Aktivzylinders 8 verbunden. Die Zulaufleitung
92 und die Ablaufleitung 94 können über ein Bypassventil 97 kurzgeschaltet werden,
so dass der Aktivzylinder 8 dann wirkungslos ist und der Speicher 4 nur als passiver
Speicher arbeitet. Über das proportional verstellbare Aktivspeicherregelventil 90
können die beiden Steuerräume 26, 28 des Aktivzylinders 8 in Abhängigkeit von der
Schiffsbewegung mit Druckmittel beaufschlagt bzw. mit dem Tank T verbunden werden.
Das Aktivspeicherregelventil 90 ist in seiner federvorgespannten Grundposition mit
einer Schwimmstellung ausgeführt und lässt sich über proportional verstellbare Elektromagnete
so verstellen, dass entweder der Steuerraum 26 oder der Steuerraum 28 mit der Verstellpumpe
76 verbunden ist, während das Druckmittel vom jeweils anderen Druckraum zum Tank T
hin verdrängt wird.
[0052] Die Befüllung des Arbeitsraumes 24 des hydropneumatischen Speichers 6 und der Ringräume
36 der Hydraulikzylinderanordnung 2 erfolgt über ein Füllregelventil 96, dessen einziger
Arbeitsanschluss A über eine Füllleitung 98 mit einer Verbindungsleitung 100 zwischen
dem Arbeitsraum 24 und der Druckleitung 34 verbunden ist. In dieser Verbindungsleitung
100 ist das vorbeschriebene Sperrventil 38 angeordnet, über das die Verbindung zwischen
dem Arbeitsraum 24 und der Hydraulikzylinderanordnung 2 abgesperrt oder geöffnet werden
kann. Ein Druckanschluss P des Füllregelventils 96 ist über eine Pumpenzweigleitung
102 mit der Pumpenleitung 80 und ein Tankanschluss T des Füllregelventils 96 über
eine Tankzweigleitung 104 mit der Tankleitung 84 verbunden, in der des weiteren noch
Einrichtungen zum Kühlen, Filtern, etc. des Druckmittels vorgesehen sind.
[0053] Zum besseren Verständnis sei im Folgenden das Absenken und Aufholen eines Bohrkopfes
erläutert.
[0054] In einer ersten Vorbereitungsphase wird der hydropneumatische Speicher 6 zunächst
in eine Ausgangsposition verfahren und der Gasdruck im Gasraum 22 in Abhängigkeit
vom Gewicht des Bohrstranges eingestellt, wobei diese Einstellung proportional zu
dem zu erwartenden abzusenkenden Gewicht minus der auf den Bohrkopf wirkenden gewünschten
Vorschubkraft eingestellt wird. Diese Einstellung des Aktivspeichers 8 erfolgt über
das Füllregelventil 96, über das der Arbeitsraum 24 mit Druckmittel versorgt wird,
während das Sperrventil 38, das Hebenventil 78, das Senkenventil 82 geschlossen sind
und das Bypassventil 97 geöffnet ist, so dass die beiden Steuerräume 26 und 28 des
Aktivzylinders 8 verbunden sind.
[0055] In einer zweiten Phase wird der Bohrkopf zum Meeresboden abgesenkt. Dabei bleibt
das Absperrventil 38 geschlossen und die Ventile 78 und 82 werden dazu verwendet,
um durch Einfahren und Ausfahren der Hydraulikzylinderanordnung 2 das Zusammensetzen
des Bohrstranges zu ermöglichen und den Bohrkopf abzusenken. Die Hydraulikzylinderanordnung
2 soll bei abgesenktem Bohrkopf so eingestellt sein, dass noch genügend Verfahrweg
zur Seegangskompensation verbleibt. Während dieses Absenkvorganges können die Drücke
im Gasraum 22 und im Arbeitsraum 24 noch entsprechend über das Füllventil 96 bzw.
die Gasdruckregeleinheit 70 eingestellt werden, um das Gewicht des Bohrstrangs auszugleichen.
[0056] In dem Moment, in dem der Bohrkopf den Meeresboden erreicht, wird zunächst eine passive
Seegangskompensation eingeschaltet, wobei der Lastdruck der Hydraulikzylinderanordnung
2 erfasst wird. Während dieser passiven Regelung werden die Ventile 78, 82 in ihre
Sperrposition verfahren, das Aktivspeicherregelventil 90 ist noch in seiner Grundposition
und das Sperrventil 38 ist geöffnet. Der Aktivspeicher 8 ist noch unwirksam, da das
Bypassventil 97 noch in seiner Durchgangsstellung verbleibt.
[0057] Beim eigentlichen Bohren werden drei Methoden unterschieden:
- 1. Beim sogenenannten Normalbohren wird der Bohrdruck passiv "geregelt". Es werden
Bohrdruckschwankungen aufgrund der Schiffsbewegungen und deshalb Zylinderbewegungen
und Speicherkolbenbewegungen sowie Gasdruckschwankungen bewußt zugelassen. Bei dieser
Bohrart ist der Aktivzylinder kurzgeschlossen, in dem das Bypassventil 97 in seine
Durchgangsstellung und das Aktivspeicherregelventil 90 in seine Neutralstellung (Auf)
gebracht werden.
- 2. Beim "verbesserten Normalbohren" werden die Bohrdruckschwankungen und entsprechend
Drehmoment- und Drehgeschwindigkeitsschwankungen und der Bohrkopfverschleiß sowie
ein Bohrkopfabheben reduziert oder weitestgehend vermieden, in dem der Druck im Arbeitsraum
24 oder, bevorzugt, im Ringraum 36 konstant gehalten wird. Dies erfolgt durch eine
Druckregelung des Aktivzylinders 8, wobei das Bypassventil 97 in seine Sperrstellung
gebracht wird und das Aktivspeicherregelventil 90 auf der Basis eines geeigneten Regelprozesses
so angesteuert wird, dass der Druck in den genannten Druckräumen 24 oder, 36 praktisch
konstant bleibt.
- 3. Beim sogenannten "Kernbohren" werden mit einem am Bohrstrang befestigten Sondergerät
Bodenproben gebohrt. Bei diesem Vorgang müssen die Positionen mit relativ hoher Genauigkeit
geregelt werden, um den Seegang und eventuelle Schiffsbewegungen zu kompensieren.
Das Gesamtgewicht des Bohrstrangs wird, wie bereits erläutert, in etwa durch den Gasdruck
im Gasraum 22 kompensiert. Die Position der Hydraulikzylinder 2 wird durch den Aktivzylinder
8 so geregelt, dass die Schiffsbewegung kompensiert wird, dabei befindet sich das
Bypassventil 97 in seiner Sperrstellung und das Aktivspeicherregelventil 90 wird entsprechend
geregelt.
[0058] Nach der Beendigung des Bohrvorgangs wird der Bohrkopf aus dem Boden herausgzogen
und angehoben. Dieses Herausziehen kann im Prinzip ebenfalls nach den drei vorbeschriebenen
Methoden erfolgen. In dem Fall, in dem ein kontinuierliches Herausziehen des Bohrkopfs
oder des daran angebauten Geräts gewünscht wird, kann die aktive Seegangskompensationsregelung
in eine Positionsregelung umgeschaltet werden, um die Schiffsbewegungen auszugleichen.
[0059] Dieses geregelte Herausziehen des Bohrkopfes aus dem Boden erfolgt dadurch, dass
über das Füllregelventil 96 bei geöffnetem Bypassventil 97 Druckmittel in die Ringräume
36 der Hydraulikzylinderanordnung 2 gefördert wird, so dass der Bohrkopf mit konstanter
Geschwindigkeit aus dem Boden herausgezogen wird. Wie gesagt, erfolgt dabei eine aktive
Seegangskompensation mittels der Einstellung des Aktivspeicherregelventils 90, über
das der zur Seegangskompensation erforderliche Druck in den Steuerräumen 26, 28 eingestellt
wird, um den Bohrkopf mit konstanter Geschwindigkeit aus dem Boden heraus zu ziehen.
[0060] Nachdem der Bohrkopf aus dem Boden heraus gezogen ist, kann über die vorbeschriebenen
Regelungsarten verhindert werden, dass dieser in unkontrollierter Weise angehoben
wird. Der Zeitpunkt des Herausziehens des Bohrkopfes aus dem Boden kann sehr einfach
erfasst werden, da dann die erforderliche Auszugskraft schlagartig absinkt. Um eine
Kollision des Bohrkopfes mit dem Boden zu verhindern, wird dieser dann vergleichsweise
schnell in einen Abstand zum Boden gebracht. Sobald der Kolben 12 des Aktivspeichers
seine voreingestellte Ausgangsposition erreicht hat, wird die Seegangskompensation
abgeschaltet, dabei wird das Sperrventil 38 geschlossen und das Füllregelventil 96
sowie wie das Aktivspeicherregelventil 90 in ihre Grundpositionen zurück verfahren.
Das Bypassventil 97 wird in seine Durchgangsstellung gebracht, so dass der Aktivzylinder
8 abgeschaltet ist. Die beiden Ventile 78, 82 bleiben geschlossen.
[0061] Anschließend wird der Bohrstrang abgebaut und der Bohrkopf dabei zurück zum Schiff
angehoben. Während dieses Anhebens bleibt das Sperrventil 38 geschlossen, das Bypassventil
97 ist geöffnet und die beiden Regelventile 96, 90 befinden sich weiterhin in ihrer
Grundposition. Während des Anhebens des Bohrkopfes und der Demontage des Bohrstranges
erfolgt das erforderliche Anheben und Absenken des an den Zylindermänteln der Hydraulikzylinderanordnung
2 befestigten, den Bohrstrang tragenden Führungsbalken über das Hebenventil 78 bzw.
das Senkenventil 82. Dabei kann der Gasdruck im Gasraum 22 wieder über die Gasdruckregeleinheit
70 an das sich verringernde Gewicht des Bohrstranges angepasst werden.
[0062] Offenbart ist eine Seegangskompensationseinrichtung (Heave Compensation System),
bei dem die Kompensation einer durch den Seegang erzeugten Relativbewegung einer Last
mit Bezug zu einer Sollposition über einen passiven hydropneumatischen Speicher und
einen aktiv geregelten Aktivzylinder erfolgt. Erfindungsgemäß ist der Aktivzylinder
in den hydropneumatischen Speicher integriert, so dass die Kompensationseinrichtung
äußerst kompakt und einfach aufgebaut ist.
Bezugszeichenliste:
[0063]
- 1
- Seegangskompensationseinrichtung
- 2
- Hydraulikzylinder
- 4
- Kompensationssystem
- 6
- hydropneumatischer Speicher
- 8
- Aktivzylinder
- 10
- Zylindergehäuse
- 12
- Kolben
- 14
- Kolbenbund
- 16
- Kolbenbund
- 18
- Kolbensteg
- 20
- Gehäusetrennwand
- 22
- Gasraum
- 24
- Arbeitsraum
- 26
- Steuerraum
- 28
- Steuerraum
- 30
- Gasleitung
- 32
- Gasspeicher
- 34
- Druckleitung
- 35
- Differentialkolben
- 36
- Ringraum
- 38
- Sperrventil
- 40
- Winde
- 42
- Hydromotor
- 44
- Verstellpumpe
- 46
- Ringbund
- 47
- Hochdruckleitung
- 48
- 1. Kolbensteg
- 49
- Saugleitung
- 50
- 2. Kolbensteg
- 52
- 1. Gehäusetrennwand
- 54
- 2. Gehäusetrennwand
- 56
- weiterer Arbeitsraum
- 58
- Raum
- 60
- Niederdruckleitung
- 62
- Schiff
- 64
- Bohrgerüst
- 66
- Lasermesseinrichtung
- 68
- Wegaufnehmer
- 70
- Gasdruckregeleinheit
- 72
- Vorratsspeicher
- 74
- Kompressoreinheit
- 76
- Pumpe
- 78
- Hebenventil
- 80
- Pumpenleitung
- 82
- Senkenventil
- 84
- Tankleitung
- 86
- Vorlaufleitung
- 88
- Ablaufleitung
- 90
- Aktivspeicherregelventil
- 92
- Zulaufleitung
- 94
- Ablaufleitung
- 96
- Füllregelventil
- 97
- Bypassventil
- 98
- Füllleitung
- 100
- Verbindungsleitung
- 102
- Pumpenzweigleitung
- 104
- Tankzweigleitung
1. Hydraulische Seegangskompensationseinrichtung zum Ausgleich von durch Seegang verursachten
Relativbewegungen zwischen einer Last (L) und einer Zielposition, mit einem Kompensationssystem
(4), das einen die Last (L) abstützenden hydropneumatischen Speicher (6) und eine
damit in Wirkverbindung stehende Aktivzylindereinrichtung (8) aufweist, die zwei Steuerräume
(26, 28) hat, die zum Betätigen der Aktivzylindereinrichtung (8) mit einem Druck beaufschlagbar
sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Aktivzylindereinrichtung (8) in den hydropneumatischen Speicher (6) integriert
ist, wobei eine gemeinsame Kolbenanordnung (12) in einem gemeinsamen Zylindergehäuse
(10) aufgenommen ist, das mit seinen beidseitigen Gehäusestirnflächen und benachbarten
Kolbenbodenflächen jeweils einen Druckraum begrenzt, von denen einer ein Gasraum (22)
des hydropneumatischen Speichers (6) ist.
2. Seegangskompensationseinrichtung nach Patentanspruch 1, mit einem Hydraulikzylinder
(2) zum Verfahren der Last (L), der zumindest einen Druckraum (36) hat, der über eine
Druckleitung (34) mit dem zweiten, einen Arbeitsraum (24) ausbildenden Druckraum im
Zylindergehäuse verbunden ist.
3. Seegangskompensationseinrichtung nach Patentanspruch 2, wobei die Kolbenanordnung
(12) zwei endseitige, die Kolbenbodenflächen ausbildende Kolbenbünde (14, 16) hat,
die von einem Kolbensteg (18) verbunden sind, der eine Gehäusetrennwand (20) dichtend
durchsetzt, so dass durch die Ringstirnflächen der Kolbenbünde (14, 16) einerseits
und die Gehäusetrennwand (20) andererseits die beiden Steuerräume (26, 28) des Aktivzylinders
(8) begrenzt sind.
4. Seegangskompensationseinrichtung nach Patentanspruch 3, wobei an den beiden Kolbenbünden
(14, 16) und der Gehäusetrennwand (20) Dichtungen angeordnet sind.
5. Seegangskompensationseinrichtung nach Patentanspruch 1, mit einer von einem Hydromotor
(42) angetriebenen, die Last (L) abstützenden Winde (40), wobei eine Druckseite des
Hydromotors (42) mit einem Arbeitsraum (24) im Zylindergehäuse verbunden ist.
6. Seegangskompensationseinrichtung nach Patentanspruch 5, wobei die Kolbenanordnung
(12) zwei endseitige Kolbenbünde (14, 16) und einen mittleren Ringbund (46) hat, die
über zwei Kolbenstege (48, 50) miteinander verbunden sind, die jeweils eine Gehäusetrennwand
(52, 54) durchsetzen, so dass durch eine Gehäusetrennwand (52) und die benachbarten
Ringstirnflächen der Kolbenanordnung (12)die beiden Steuerräume (26, 28) des Aktivzylinders
(8) und durch die weitere Gehäusetrennwand (54) und die benachbarten Ringstirnflächen
der Arbeitsraum (24) und ein weiterer Arbeitsraum (56) begrenzt sind.
7. Seegangskompensationseinrichtung nach Patentanspruch 6, wobei der vom Gasraum (22)
entfernte Druckraum (58) mit Umgebungsdruck beaufschlagt ist.
8. Seegangskompensationseinrichtung nach einem der Patentansprüche 5 bis 7, wobei der
Hydromotor (42) mit konstantem oder variablem Verdrängungsvolumen ausgeführt ist.
9. Seegangskompensationseinrichtung nach Patentanspruch 8, wobei der Hydromotor (42)
in einem geschlossenen oder auch offenen Druckmittelkreislauf angeordnet ist.
10. Seegangskompensationseinrichtung nach Patentanspruch 9, erste Alternative, wobei eine
Pumpe (44) mit variablem Fördervolumen von einem Elektromotor (M) angetrieben ist
und ein Sauganschluss (S) der Pumpe (44) über eine Saugleitung (49) mit einem Niederdruckanschluss
(T) des Hydromotors (42) sowie ein Druckanschluss (P) der Pumpe über eine Hochdruckleitung
(47) mit einem Druckanschluss (P') des Hydromotors (42) verbunden ist.
11. Seegangskompensationseinrichtung nach Patentanspruch 10, wobei der Arbeitsraum (24)
über eine Druckleitung (34) mit der Hochdruckleitung (47) und der weitere Arbeitsraum
(56) über eine Niederdruckleitung (60) mit der Saugleitung (49) verbunden sind.
12. Seegangskompensationseinrichtung nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, wobei
die Kolbenbünde (14, 16) bzw. Kolbenstege (48, 50) mit jeweils unterschiedlichen Durchmessern
ausgeführt sind.
13. Seegangskompensationseinrichtung nach einem der Patentansprüche 5 bis 12, wobei die
beiden Steuerräume (26, 28) mittels eines Bypassventils (97) verbindbar oder vom Hydromotorkreislauf
trennbar sind.
14. Seegangskompensationseinrichtung nach Patentanspruch 2 oder 11, wobei in der Druckleitung
(34) oder den Hochdruck-/Saugleitungen (47, 49) schnell schaltende Sperrventile (38)
angeordnet sind.
1. Hydraulic heave compensation device for compensating relative movements between a
load (L) and a target position which are caused by heave, with a compensation system
(4) which comprises a hydropneumatic accumulator (6) supporting the load (L) and an
active cylinder device (8) which is actively connected to the accumulator and has
two control chambers (26, 28) which can be pressurised in order to actuate the active
cylinder device (8), characterised in that the active cylinder device (8) is integrated into the hydropneumatic accumulator
(6), wherein a common piston arrangement (12) is accommodated in a common cylinder
housing (10) which defines with its housing end faces on both sides and adjacent piston
head areas a respective pressure chamber, one of which is a gas chamber (22) of the
hydropneumatic accumulator.
2. Heave compensation device according to Claim 1, with a hydraulic cylinder (2) for
moving the load (L), which cylinder has at least one pressure chamber (36) which is
connected via a pressure line (34) to the second pressure chamber, which forms a working
chamber (24), in the cylinder housing.
3. Heave compensation device according to Claim 2, wherein the piston arrangement (12)
has two terminal piston collars (14, 16) which form the piston head areas and are
connected by a piston land (18) which passes in a sealing manner through a housing
partition wall (20), so that the two control chambers (26, 28) of the active cylinder
(8) are defined by the annular end faces of the piston collars (14, 16) on one side
and the housing partition wall (20) on the other.
4. Heave compensation device according to Claim 3, wherein seals are disposed at the
two piston collars (14, 16) and the housing partition wall (20).
5. Heave compensation device according to Claim 1, with a winch (40) which is driven
by a hydraulic motor (42) and supports the load (L), wherein a delivery side of the
hydraulic motor (42) is connected to a working chamber (24) in the cylinder housing.
6. Heave compensation device according to Claim 5, wherein the piston arrangement (12)
has two terminal piston collars (14, 16) and a central annular collar (46) which are
connected together via two piston lands (48, 50), each of which passes through a housing
partition wall (52, 54), so that the two control chambers (26, 28) of the active cylinder
(8) are defined by a housing partition wall (52) and the adjacent annular end faces
of the piston arrangement (12) and the working chamber (24) and a further working
chamber (56) are defined by the further housing partition wall (54) and the adjacent
annular end faces.
7. Heave compensation device according to Claim 6, wherein the pressure chamber (58)
which is remote from the gas chamber (22) is acted upon by ambient pressure.
8. Heave compensation device according to any one of Claims 5 to 7, wherein the hydraulic
motor (42) is designed with a constant or variable volumetric displacement.
9. Heave compensation device according to Claim 8, wherein the hydraulic motor (42) is
disposed in a closed or also open pressure medium circuit.
10. Heave compensation device according to Claim 9, first alternative, wherein a pump
(44) with a variable rate of delivery is driven by an electric motor (M) and a suction
connection (S) of the pump (44) is connected via a suction line (49) to a low-pressure
connection (T) of the hydraulic motor (42) and a pressure connection (P) of the pump
is connected via a high-pressure line (47) to a pressure connection (P') of the hydraulic
motor (42).
11. Heave compensation device according to Claim 10, wherein the working chamber (24)
is connected via a pressure line (34) to the.high-pressure line (47) and the further
working chamber (56) is connected via a low-pressure line (60) to the suction line
(49).
12. Heave compensation device according to any one the preceding Claims, wherein the piston
collars (14, 16) and piston lands (48, 50), respectively, are in each case designed
with different diameters.
13. Heave compensation device according to any one of Claims 5 to 12, wherein the two
control chambers (26, 28) can be connected or separated from the hydraulic motor circuit
by means of a bypass valve (97).
14. Heave compensation device according to Claim 2 or 11, wherein fast-acting shut-off
valves (38) are disposed in the pressure line (34) or the high-pressure/suction lines
(47, 49).
1. Compensateur hydraulique de pilonnement destiné à compenser les mouvements relatifs
générés par la houle entre une charge (L) et une position cible, comportant un système
de compensation (4), qui comporte un réservoir hydropneumatique (6), supportant la
charge (L), et un vérin actif (8), qui est en liaison active avec ledit réservoir
et qui possède deux chambres de commande (26, 28), qui peuvent être sollicitées par
une pression en vue d'actionner le vérin actif (8), caractérisé en ce que le vérin actif (8) est intégré dans le réservoir hydropneumatique (6), un système
de piston (12) commun étant logé dans un carter (10) commun du vérin, lequel délimite
avec ses faces frontales des deux côtés et les fonds adjacents du système de piston
respectivement une chambre de pression, dont l'une est une chambre à gaz (22) du réservoir
hydropneumatique (6).
2. Compensateur de pilonnement selon la revendication 1, comportant un vérin hydraulique
(2), qui est destiné à déplacer la charge (L) et comporte au moins une chambre de
pression (36), qui est reliée via une conduite de pression (34) à la deuxième chambre
de pression formant une chambre de travail (24) dans le carter du vérin.
3. Compensateur de pilonnement selon la revendication 2, dans lequel le système de piston
(12) possède deux embases (14, 16), qui forment les fonds du système de piston au
niveau des extrémités et qui sont reliées par une entretoise (18), qui passe de manière
étanche à travers une cloison (20) du carter, de telle sorte que les deux chambres
de commande (26, 28) du vérin actif (8) sont délimitées par les faces frontales annulaires
des embases (14, 16), d'une part, et par la cloison (20), d'autre part.
4. Compensateur de pilonnement selon la revendication 3, dans lequel des garnitures d'étanchéité
sont posées au niveau des deux embases (14, 16) du système de piston et de la cloison
(20) du carter.
5. Compensateur de pilonnement selon la revendication 1, comportant un treuil (40) supportant
la charge (L) et actionné par un moteur hydraulique (42), un côté de pression du moteur
hydraulique (42) étant relié à une chambre de travail (24) dans le carter du vérin.
6. Compensateur de pilonnement selon la revendication 5, dans lequel le système de piston
(12) comporte deux embases (14, 16) aux extrémités et une embase (46) centrale, qui
sont reliées entre elles par deux entretoises (48, 50), qui traversent chacune une
cloison (52, 54) du carter, de telle sorte que les deux chambres de commande (26,
28) du vérin actif (8) sont délimitées par une cloison (52) du carter et par les faces
frontales annulaires adjacentes du système de piston (12), et la chambre de travail
(24) et une autre chambre de travail (56) sont délimitées par l'autre cloison (54)
du carter et par les faces frontales annulaires adjacentes.
7. Compensateur de pilonnement selon la revendication 6, dans lequel la chambre de pression
(58), éloignée de la chambre à gaz (22), est sollicitée par la pression atmosphérique.
8. Compensateur de pilonnement selon l'une quelconque des revendications 5 à 7, dans
lequel le moteur hydraulique (42) est réalisé à cylindrée constante ou à cylindrée
variable.
9. Compensateur de pilonnement selon la revendication 8, dans lequel le moteur hydraulique
(42) est monté dans un circuit de fluide sous pression fermé ou également ouvert.
10. Compensateur de pilonnement selon la revendication 9, première alternative, dans lequel
une pompe (44) à cylindrée variable est actionnée par un moteur électrique (M) et
un raccord d'aspiration (S) de la pompe (44) est relié à un raccord basse pression
(T) du moteur hydraulique (42) via une conduite d'aspiration (49), et un raccord de
pression (P) de la pompe est relié à un raccord de pression (P') du moteur hydraulique
(42) via une conduite haute pression (47).
11. Compensateur de pilonnement selon la revendication 10, dans lequel la chambre de travail
(24) est reliée à la conduite haute pression (47) via une conduite de pression (34),
et l'autre chambre de travail (56) est reliée à la conduite d'aspiration (49) via
la conduite basse pression (60).
12. Compensateur de pilonnement selon l'une quelconque des revendications précédentes,
dans lequel les embases (14, 16) ou les entretoises (48, 50) du système de piston
sont réalisées respectivement avec des diamètres différents.
13. Compensateur de pilonnement selon l'une quelconque des revendications 5 à 12, dans
lequel les deux chambres de commande (26, 28) peuvent être reliées au moyen d'une
vanne by-pass (97) ou peuvent être séparées du circuit du moteur hydraulique.
14. Compensateur de pilonnement selon la revendication 2 ou 11, dans lequel des vannes
d'arrêt (38) à commande rapide sont agencées dans la conduite de pression (34) ou
dans la conduite haute pression (47) ou la conduite d'aspiration (49).