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(11) |
EP 1 871 686 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.10.2009 Patentblatt 2009/43 |
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Anmeldetag: 11.04.2006 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2006/003297 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2006/111297 (26.10.2006 Gazette 2006/43) |
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| (54) |
MEHRKOMPONENTEN-KARTUSCHE
MULTICOMPONENT CARTRIDGE
CARTOUCHE A PLUSIEURS CONSTITUANTS
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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HR |
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Priorität: |
16.04.2005 DE 102005017599
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.01.2008 Patentblatt 2008/01 |
| (73) |
Patentinhaber: fischerwerke GmbH & Co. KG |
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72178 Waldachtal (DE) |
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Erfinder: |
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- GRÜN, Jürgen
79268 Bötzingen (DE)
- GRIESBAUM, Gebhard
79350 Sexau (DE)
- SCHMIDT, Clemens
79211 Denzlingen (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 124 852 EP-A- 0 441 538 WO-A-00/27730 DE-A1- 4 343 985 US-A1- 2004 040 984
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EP-A- 0 340 657 EP-A- 1 331 174 DE-A1- 3 913 409 FR-A- 655 134
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Mehrkomponenten-Kartusche,
die zum getrennten Aufbewahren und zum gemeinsamen Auspressen von mindestens zwei
Komponenten einer fließfähigen Masse dient, wobei die Mehrkomponenten-Kartusche einen
Zylinder mit mindestens zwei voneinander getrennten Kammern zur getrennten Aufbewahrung
der Komponenten der Masse aufweist. Die Erfindung betrifft des Weiteren eine Mehrkomponenten-Kartusche
zum getrennten Aufbewahren und zum gemeinsamen Auspressen von mindestens zwei Komponenten
einer fließfähigen Masse, mit wenigstens einem Zylinder zur Aufnahme der Masse, mit
wenigstens einem Auspresskolben zum Auspressen der Masse und mit mindestens einer
Austrittsöffnung für die Masse, wobei die Komponenten der Masse voneinander getrennt
in mindestens zwei Kammern des Zylinders aufbewahrt sind, welche sich in Längsrichtung
des Zylinders der Mehrkomponenten-Kartusche erstrecken. Unter fließfähiger Masse soll
dabei insbesondere ein pastöses Material mit pastösen Komponenten, wie beispielsweise
Mehrkomponenten-Klebstoffe, Mehrkomponenten-Kunstharze oder Mehrkomponenten-Mörtel
verstanden werden.
[0002] Kartuschen werden zum Spritzen von Klebern oder Dichtmitteln verwendet und zu diesem
Zweck in Kartuschenpressen eingesetzt. Zum Aufbewahren und zum Auspressen von Zweikomponenten-Massen
werden Kartuschen verwendet, die einen in zwei Kammern aufgeteilten Zylinder besitzen,
in denen die zwei Komponenten voneinander getrennt eingebracht und aufbewahrt sind.
Mittels einem oder zweier Auspresskolben lassen sich die in den Kammern befindlichen
Komponenten gemeinsam in einem vorgegebenen Mischungsverhältnis durch die Austrittsöffnung
auspressen. Die ausgepressten Komponenten werden in einem an der Austrittsöffnung
angebrachten Statikmischer miteinander vermischt.
[0003] Aus der
DE 39 13 409 A1 ist eine Zweikomponenten-Kartusche bekannt, welche die Form und den Aufbau einer
Einkomponenten-Kartusche aufweist und somit in herkömmlichen Kartuschenpressen für
Einkomponenten-Kartuschen verwendet werden kann. Zur Ausbildung als Zweikomponenten-Kartusche
wird ein Zylinder der bekannten Kartusche durch eine in Längsrichtung angeordnete,
mit der Zylinder- und Kartuschenwand materialschlüssig verbundene, flexible Trennwand
in zwei nebeneinander angeordnete Kammern aufgeteilt. Die flexible Trennwand wird
beim Auspressen der Komponenten durch den Auspresskolben sukzessive von der Zylinder-und
Kartuschenwand abgetrennt und in einem Hohlraum des Auspresskolbens aufgenommen.
[0005] In der
DE 102 07 763 A1 ist eine Zweikomponenten-Kartusche offenbart, die zwei voneinander getrennte schlauchförmige
Behältnisse aufweist, die sich über Kreissektoren erstrecken und sich zu einem Vollkreis
ergänzen, so dass die Kartusche eine Zylinderform aufweist. Zum Auspressen werden
die Behältnisse zusammengesetzt in einen Zylinder einer Kartuschenpresse eingelegt
und durch einen Auspresskolben der Kartuschenpresse in Längsrichtung zusammengedrückt.
[0006] Für eine lange Lagerzeit von noch nicht verwendeten Kartuschen ist es notwendig,
dass die Komponenten vor Umwelteinflüssen geschützt sind. Dies geschieht in der Regel
dadurch, dass die Komponenten in Kunststoffzylinder eingefüllt werden, deren Einfüll-und
Austrittsöffnungen dichtend verschlossen werden. Herkömmliche Kartuschen werden vorzugsweise
aus polyolephinen Kunststoffen gefertigt. Sie besitzen begrenzte Barriereeigenschaften
gegen eine Diffusion von Wasser in oder aus der Kartusche, die für Hybridmörtel oder
PU-Systeme nicht genügt oder eine dicke Kartuschenwand erfordert, um die Wasserdampfdiffusion
auf ein tolerierbares Maß herabzusetzen. Bei solchen Massen spielt die Wasserdampfdiffusion
eine entscheidende Rolle für die Haltbarkeit der in der Kartusche aufbewahrten Komponenten
der Masse, weil eine der Komponenten mit Wasser reagiert, wodurch die Masse unbrauchbar
wird.
[0007] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Mehrkomponenten-Kartusche zum
getrennten Aufbewahren und zum gemeinsamen Auspressen von zwei oder mehr Komponenten
einer fließfähigen Masse vorzuschlagen, die eine Wasserdampfdiffusion zwischen den
Kammern der Mehrkomponenten-Kartusche und/oder von aussen in die Kartusche weitgehendst
verhindert und die preisgünstig herstellbar ist. Der Erfindung liegt außerdem die
Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung einer solchen Mehrkomponenten-Kartusche
vorzuschlagen.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren zur Herstellung einer Mehrkomponenten-Kartusche
mit den Merkmalen des Verfahrensanspruchs 1 sowie mittels einer nach diesem Verfahren
hergestellten Mehrkomponenten-Kartusche mit den Merkmalen des unabhängigen Sachanspruchs
5 gelöst. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind den jeweiligen rückbezogenen Unteransprüchen
zu entnehmen.
[0009] Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung einer Mehrkomponenten-Kartusche, die
zum getrennten Aufbewahren und zum gemeinsamen Auspressen von mindestens zwei Komponenten
einer fließfähigen Masse dient, wobei die Mehrkomponenten-Kartusche einen Zylinder
mit mindestens zwei voneinander getrennten Kammern zur getrennten Aufbewahrung der
Komponenten der Masse aufweist, umfasst folgende Schritte :
- a.) Bereitstellen einer Folie;
- b.) Einlegen der Folie in eine sich längs erstreckende Ausnehmung eines ersten Teils
eines Werkzeugkerns einer Spritzgießform für den Zylinder der Mehrkomponenten-Kartusche;
- c.) Einsetzen eines zweiten Teils des Werkzeugkerns der Spritzgießform in die Ausnehmung
des ersten Teils des Werkzeugkerns, wobei ein Innenbereich der Folie zwischen den
beiden Teilen des Werkzeugkerns einliegt und ein Außenbereich der Folie sich an einer
Außenseite des Werkzeugkerns der Spritzgießform für den Zylinder befindet;
- d.) Einbringen des Werkzeugkerns mit der Folie in einen Formraum der Spritzgießform
für den Zylinder, wobei der Außenbereich der Folie im Formraum der Spritzgießform
für den Zylinders einliegt;
- e.) Spritzen des Zylinders der Mehrkomponenten-Kartusche, wobei beim Füllen des Formraums
der Spritzgießform für den Zylinder mit Kunststoff der Außenbereich der Folie umspritzt
und stoffschlüssig mit dem Zylinder verbunden wird; und
- f.) Entformen des Zylinders der Mehrkomponenten-Kartusche und Entnehmen der beiden
Teile des Werkzeugkerns aus dem Zylinder.
[0010] Dabei muss der Zylinder nicht die Form eines geometrischen Zylinders mit kreisförmigen
Querschnitt aufweisen, sondern der Zylinder ist rohrförmig (beispielsweise auch ein
Mehrkantrohr) mit über seine Länge konstantem Querschnitt.
[0011] Eine mögliche Ausführungsform der erfindungsgemäßen Mehrkomponenten-Kartusche weist
einen Kunststoffzylinder auf, der mit einer Folie in zwei voneinander getrennte Kammern
zur Aufnahme von zwei Komponenten einer fließfähigen Masse unterteilt ist. Die Folie
ist mit dem Zylinder stoffschlüssig verbunden, indem die Folie mit dem thermoplastischem
Kunststoff des Zylinders umspritzt ist. Zur Herstellung einer derartigen Mehrkomponenten-Kartusche
wird in einem ersten Arbeitsschritt eine Folie einer der Mehrkomponenten-Kartusche
entsprechenden Größe bereitgestellt. Die Folie kann als Folienzuschnitt aus einer
Folienplane oder einem Folienschlauch hergestellt sein. Anschließend wird die Folie
in eine sich in Längsrichtung erstreckende Ausnehmung eines ersten Teils eines Werkzeugkerns
einer Spritzgießform für den Zylinder der Mehrkomponenten-Kartusche eingelegt. Dazu
wird zweckmäßigerweise der Werkzeugkern aus der Spritzgießform entnommen und die Folie
außerhalb eines Formraums der Spritzgießform in den Kern eingelegt. Im nächsten Arbeitsschritt
wird ein zweiter Teil des Werkzeugkerns der Spritzgießform in die Ausnehmung des ersten
Teils des Werkzeugkerns eingesetzt, wobei der zweite Teil des Werkzeugkerns einen
Teil der Folie überdeckt, so dass ein Teil der Folie zwischen den beiden Teilen des
Werkzeugkerns einliegt. Somit liegt ein Innenbereich der Folie zwischen den beiden
Teilen des Werkzeugkerns ein und ein Außenbereich der Folie befindet sich an einer
Außenseite des Werkzeugkerns der Spritzgießform für den Zylinder der Mehrkomponenten-Kartusche.
Der Außenbereich der Folie wird durch Ränder der Folie gebildet, die aus den zusammengesetzten
Teilen des Werkzeugkerns vorstehen. Die Ränder der Folie können den Werkzeugkern ganz
oder teilweise umschließen oder vom Werkzeugkern abstehen. Es ist auch möglich, den
ersten oder den zweiten Teil des Werkzeugkerns mit einem Folienschlauch zu ummanteln,
oder die Ränder eines Folienstreifens überlappend um den Werkzeugkern zu legen. Als
nächstes wird der zusammengesetzte Werkzeugkern mit der Folie in den Formraum der
Spritzgießform für den Zylinder eingebracht und die Spritzgießform geschlossen. Im
nächsten Arbeitsschritt wird der den Werkzeugkern umgebende Formraum der Spritzgießform
mit thermoplastischen Kunststoff gefüllt und der Werkzeugkern sowie der in den Formraum
vorstehende Außenbereich der Folie mit Kunststoff umspritzt, wodurch der Außenbereich
der Folie stoffschlüssig mit dem Zylinder verbunden wird. Nach dem Abkühlen der Kunststoffmasse
wird der Zylinder der Mehrkomponenten-Kartusche entformt und die im Zylinder einliegenden
Teile des Werkzeugkerns aus der Mehrkomponenten-Kartusche entnommen. Eine vorteilhafte
Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass bei diesem Verfahren eine diffusionsdichte
Folie verwendet wird.
[0012] Nach Merkmalen eines Ansführungsbeispieles weist die erfindungsgemäße Mehrkomponenten-Kartusche
zum getrennten Aufbewahren und zum gemeinsamen Auspressen von mindestens zwei Komponenten
einer fließfähigen Masse wenigstens einen Zylinder auf, der mit einer diffusionsdichten
Folie in mindestens zwei voneinander getrennte Kammern zur Aufnahme der Komponenten
unterteilt ist. Die diffusionsdichte Folie erstreckt sich über die Länge des Zylinders,
wobei ein Innenbereich der Folie den Zylinder in in Längsrichtung verlaufende Kammern
unterteilt und ein Außenbereich der Folie mit dem Kunststoff des Zylinders umspritzt
ist. Der Außenbereich der Folie ist mit dem Zylinder stoffschlüssig verbunden und
trennt die in den Kammern aufbewahrten Komponenten der Mehrkomponenten-Kartusche voneinander.
Die Folie bildet eine Diffusionssperre für Wasser und/oder Wasserdampf und verhindert,
dass Feuchtigkeit in die Kammern eintritt und/oder aus den Kammern austritt. Sie verhindert
auch, das Feuchtigkeit von einer Kammer in eine andere Kammer der Mehrkomponenten-Kartusche
diffundiert. Die Folie kann aus Metall oder Kunststoff oder aus anderen diffusionshemmenden
Materialien hergestellt sein. Es ist auch möglich, die Kammern der Mehrkomponenten-Kartusche
ganz oder teilweise mit dem Außenbereich der Folie auszukleiden. Als Folie kann ein
Folienstreifen oder ein Folienschlauch verwendet werden.
[0013] Vorteilhafterweise weist die Folie eine metallische Schicht als Diffusionssperre
auf. Metalle sind aufgrund ihrer geringen Wasserdurchlässigkeit als Diffusionssperre
gegen Wasserdampf besonders geeignet. Vorzugsweise besteht die metallische Schicht
aus Aluminium, da Aluminium einfach bearbeitbar und kostengünstig beschaffbar ist.
Aluminium ist korrosionsfest und chemisch weitgehend beständig. Es können auch andere
korrosionsfeste Metalle eingesetzt werden. Die Folie kann ganz aus Metall hergestellt
sein oder eine Metallschicht auf einem Trägermaterial aufweisen.
[0014] Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Folie aus einem
Verbundwerkstoff hergestellt ist. Der Verbundwerkstoff besteht aus einer ersten Schicht
aus Kunststoff und einer darauf angeordneten zweiten Schicht aus Metall. Die erste
Schicht aus Kunststoff muss nicht zwingend diffusionshemmend sein, da die Metallschicht
als Diffusionssperre wirkt. Aufgrund seiner geringen Wasserdampfdurchlässigkeit und
den geringen Kosten ist eine Aluminium-Verbundfolie besonders geeignet.
[0015] Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass der Innenbereich
der Folie vom Zylinder beabstandet ist, wobei der Innenbereich eine in Längsrichtung
des Zylinders verlaufende Trennwand bildet. Der vom Zylinder beabstandete Innenbereich
der Folie unterteilt den Zylinder in nebeneinander angeordnete, sich in Längsrichtung
des Zylinders erstreckende Kammern. Die so gebildeten Kammern dienen zur Aufnahme
unterschiedlicher Komponenten der fließfähigen Masse. Beim Auspressen der Komponenten
wird der die Trennwand bildende Innenbereich der Folie durch den Auspresskolben von
innen an den Zylinder gedrückt oder abgeschert und die Komponenten der Masse durch
die Austrittsöffnung gepresst. Quer zur Kartusche ist ein Umfangsabschnitt der Trennwand
mindestens so lang wie ein korrespondierender Umfangsabschnitt einer Kammer des Zylinders,
an den die Trennwand beim Auspressen der Komponenten gedrückt wird, so dass die Trennwand
vollständig am Zylinder anliegt.
[0016] Vorteilhafterweise unterteilt die Folie den Zylinder der Mehrkomponenten-Kartusche
in voneinander getrennte, in Längsrichtung des Zylinders verlaufende Kammern. In Abhängigkeit
von der Anordnung der Folie kann der Zylinder in zwei oder mehr Kammern aufgeteilt
sein. Kammern, die vollständig von der Folie umhüllt sind, weisen einen besonders
guten Diffusionsschutz auf.
[0017] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist die Austrittsöffnung
der Mehrkomponenten-Kartusche einen Quersteg auf, an der die Folie mit einem vorderen
Rand fixiert ist. Die Folie ist dichtend, vorzugsweise stoffschlüssig, mit dem Quersteg,
der eine Zwischenwand der Austrittsöffnung bildet, verbunden. Die Zwischenwand kann
eben oder gekrümmt ausgeführt sein und kann mit einem Ende in den Zylinder hineinragen.
Die Zwischenwand hält die Komponenten der Masse solange voneinander getrennt, bis
die Komponenten aus der Austrittsöffnung ausgetreten sind. Die Zwischenwand der Austrittsöffnung
reicht zweckmäßigerweise bis zu einem vorderen Ende der Austrittsöffnung, wodurch
die Kammern der Mehrkomponenten-Kartusche zum Beispiel durch Aufschrauben einer Verschlusskappe
auf die Mehrkomponenten-Kartusche einfach verschlossen werden können.
[0018] Vorzugsweise werden die Kammern des Zylinders auf der der Austrittsöffnung gegenüberliegenden
Seite durch den Auspresskolben dichtend verschlossen. Dies hat den Vorteil, dass die
Kammern der Kartusche in einem Arbeitsgang von der der Austrittsöffnung gegenüberliegenden
Seite befüllt werden können. Aufgrund großer Befüllöffnungen der Kammern auf dieser
Seite können Füllrohre mit großem Durchmesser verwendet werden, was die Befüllzeit
verkürzt. Nach dem Befüllen werden die Befüllöffnungen der Kammern durch Einbringen
des Auspresskolbens geschlossen. Der vom Zylinder beabstandete Innenbereich der Folie
wird dabei vom Auspresskolben gegen den Zylinder gedrückt, wodurch die Kammern gegeneinander
abgedichtet werden. Der Auspresskolben ist zweckmäßigerweise so ausgeführt, dass der
Auspresskolben beim Auspressen der Komponenten nicht in die Folie einschneidet. Dies
kann durch entsprechende Formgebung oder Materialauswahl für den Auspresskolben erreicht
werden. Ein Abscheren der die Trennwand bildenden Folie durch den Auspresskolben ist
ebenfalls möglich, birgt jedoch die Gefahr einer Minderung der Diffusionsdichte insbesondere
zwischen den Kammern.
[0019] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- einen Achsenschnitt einer erfindungsgemäßen Mehrkomponenten- Kartusche;
- Figur 2
- einen Querschnitt der Mehrkomponenten-Kartusche entlang Linie II - II in Figur 1;
- Figur 3
- eine Stirnansicht der Mehrkomponenten-Kartusche gemäß Pfeil III in Figur 1;
- Figur 4
- eine schematische Darstellung einer Stirnansicht einer Spritzgießform für das erfindungsgemäße
Verfahren mit einer aus dem Werkzeugkern vorstehenden Folie; und
- Figur 5
- eine weitere schematische Darstellung der Spritzgießform aus Figur 4 mit einer den
Werkzeugkern umschließenden Folie.
[0020] Die in Figur 1 dargestellte, erfindungsgemäße Mehrkomponenten-Kartusche 1 dient zum
getrennten Aufbewahren und zum gemeinsamen Auspressen von zwei Komponenten einer fließfähigen
Masse und weist einen Zylinder 2, ein Kopfstück 3 und einen zylindrischen Auspresskolben
4 auf. Am Kopfstück 3 ist eine Austrittsöffnung 5 angeformt, die ein Außengewinde
6 zur Adaption von nicht dargestellten Aufsatzelementen aufweist. Als Aufsatzelemente
können zum Beispiel eine Verschlusskappe oder ein Statikmischer am Außengewinde 6
des Kopfstücks 3 fixiert werden. Der Zylinder 2 ist von einer Folie 7 in zwei nebeneinander
angeordnete Kammern 8, 9 unterteilt. Die Kammern 8, 9 dienen dem getrennten Aufbewahren
von verschiedenen Komponenten einer nicht dargestellten, fließfähigen Masse. Die Folie
7 erstreckt sich über die Länge des Zylinders 2, wobei ein Innenbereich 12 der Folie
7 eine Trennwand 13 zwischen den Kammern 8, 9 der Mehrkomponenten-Kartusche 1 bildet.
Der Innenbereich 12 der Folie 7 ist vom Zylinder 2 beabstandet und in Querrichtung
zur Kartusche 1 gewölbt. Er weist in Querrichtung zur Kartusche 1 eine Länge auf,
die dem korrespondierenten Umfangsabschnitt der Kammer 9 des Zylinders 2 entspricht.
[0021] In der Austrittsöffnung 5 ist ein Quersteg 10 angeordnet, der sich in Längsrichtung
der Austrittsöffnung 5 erstreckt und eine Zwischenwand bildet, an der die Folie 7
dichtend fixiert ist. Ein Außenbereich 11 der Folie 7 ist mit dem Zylinder 2 stoffschlüssig
verbunden und kleidet die Kammer 8 komplett aus. Der Auspresskolben 4 drückt die Folie
7 an dem der Austrittsöffnung 5 gegenüberliegenden Ende der Mehrkomponenten-Kartusche
1 gegen den Zylinder 2 und verschließt die Kammern 8, 9 dicht.
[0022] Die Folie 7 ist diffusionsdicht, sie verhindert eine Wasserdampfdiffusion zwischen
den Kammern 8, 9 der Mehrkomponenten-Kartusche 1. Umschließt sie eine der beiden Kammern
8, 9 vollständig, dichtet die Folie 7 diese Kammer diffusionsdicht ab. Die Folie 7
besteht aus einem Verbundwerkstoff mit einer Trägerfolie aus Kunststoff mit einer
Metallschicht als Diffusionssperre. Als Metall findet beispielsweise Aluminium Verwendung.
[0023] Figur 2 zeigt einen Querschnitt durch den Zylinder 2 der erfindungsgemäßen Mehrkomponenten-Kartusche
1. Der Zylinder 2 wird durch die vom Innenbereich 12 der Folie 7 gebildeten Zwischenwand
13 in die Kammern 8, 9 unterteilt. Der Außenbereich 11 der Folie 7 ist stoffschlüssig
mit dem Zylinder 2 verbunden und kleidet die Kammer 8 der Mehrkomponenten-Kartusche
1 komplett aus.
[0024] Figur 3 zeigt die erfindungsgemäße Mehrkomponenten-Kartusche 1 in einer Stirnansicht.
Am Kopfstück 3 ist die Austrittsöffnung 5 exzentrisch angeordnet. Die Austrittsöffnung
5 wird vom Quersteg 10 unterteilt. Der Quersteg 10 ist wie die Trennwand 13 gewölbt,
versetzt zu einer gedachten Mittelachse der Austrittsöffnung 5 angeordnet und fluchtet
mit der Trennwand 13 des Zylinders 2.
[0025] Die Figuren 4, 5 zeigen in schematischer Darstellung eine Stirnansicht einer Spritzgießform
15 zur Herstellung eines nicht dargestellten Zylinders 2 der Mehrkomponenten-Kartusche
1, wie sie oben beschrieben worden ist, gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren. In
einer Mittelachse der Spritzgießform 15 ist ein zylindrischer Werkzeugkern 16 angeordnet,
der sich in Längsrichtung der Spritzgießform 15 erstreckt. Der Werkzeugkern 16 ist
zweiteilig ausgeführt und aus der Spritzgießform 15 entnehmbar. Der Werkzeugkern 16
ist teilbar und besteht aus einem ersten Teil 17 und einem zweiten Teil 18 des Werkzeugkerns
16, wobei der erste Teil 17 eine in Längsrichtung verlaufende Ausnehmung 19 zur Aufnahme
des zweiten Teils 18 aufweist. Umlaufend um eine Außenseite 20 des Werkzeugkerns 16
ist zwischen dem Werkzeugkern 16 und der Spritzgießform 15 ein Formraum 21 für den
Zylinder 2 gebildet. In der Ausnehmung 19 des ersten Teils 17 des Werkzeugkerns 16
ist zwischen dem ersten Teil 17 und dem zweiten Teil 18 des Werkzeugkerns 16 die Folie
7 eingelegt. Ein Innenbereich 12 der Folie 7 liegt zwischen den beiden Teilen 17,
18 des Werkzeugkerns 16 und ein Außenbereich 11 der Folie 7 steht aus dem Werkzeugkern
16 vor und ragt in den Formraum 21 der Spritzgießform 15 hinein.
[0026] Beim Spritzgießen des Zylinders 2 der Mehrkomponenten-Kartusche 1 wird der Formraum
21 mit nicht dargestellten thermoplastischen Kunststoff gefüllt, wobei der Außenbereich
11 der Folie 7 umspritzt und dadurch stoffschlüssig mit dem Zylinder 2 verbunden wird.
Die beiden Teile 17, 18 des Werkzeugkerns 16 bilden Freiräume für die Kammern 8, 9
der Mehrkomponenten-Kartusche 1 und werden nach dem Entformen des Zylinders 2 aus
den Kammern 8, 9 des Zylinders 2 entnommen. Der Innenbereich 12 der Folie 7 bildet
eine Trennwand 13 des Zylinders 2 und unterteilt den Zylinder 2 in die zwei voneinander
getrennte Kammern 8, 9, die zur Aufnahme der Komponenten der Masse. dienen.
[0027] Die Figur 4 zeigt eine erste vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung, bei der
Außenbereich 11 der Folie 7 aus dem Werkzeugkern 16 nur geringfügig vorsteht und beim
Spritzgießen des Zylinders 2 allseitig umspritzt wird. Der Außenbereich 11 der Folie
7 wird dabei vollständig im Kunststoff des Zylinders 2 eingebettet, so dass bei der
Mehrkomponenten-Kartusche 1 nur die Trennwand 13 von der Folie 7 gebildet wird.
[0028] Figur 5 zeigt eine weitere vorteilhafte Ausführungsform, bei der der Außenbereich
11 der Folie 7 den ersten Teil 17 des Werkzeugkerns 16 komplett umschließt und sich
die Enden des Außenbereichs 11 überlappen. Der Außenbereich 11 der Folie 7 liegt an
der Außenseite 20 des ersten Teils 17 des Werkzeugkerns 16 an. Der Außenbereich 11
wird beim Spritzgießen des Zylinders 2 auf der dem Werkzeugkern 16 gegenüberliegenden
Seite mit Kunststoff umspritzt, so dass eine Kammer 8 des Zylinders 2 vollständig
mit der Folie 7 ausgekleidet ist. Die Folie 7 ist vorzugsweise diffusionsdicht.
1. Verfahren zur Herstellung einer Mehrkomponenten-Kartusche (1), die zum getrennten
Aufbewahren und zum gemeinsamen Auspressen von mindestens zwei Komponenten einer fließfähigen
Masse dient, wobei die Mehrkomponenten-Kartusche (1) einen Zylinder (2) mit mindestens
zwei voneinander getrennten Kammern (8, 9) zur getrennten Aufbewahrung der Komponenten
der Masse aufweist, umfasst folgende Schritte:
a.) Bereitstellen einer Folie (7);
b.) Einlegen der Folie (7) in eine sich längs erstreckende Ausnehmung (19) eines ersten
Teils (17) eines Werkzeugkerns (16) einer Spritzgießform (15) für den Zylinder (2)
der Mehrkomponenten-Kartusche (1);
c.) Einsetzen eines zweiten Teils (18) des Werkzeugkerns (16) der Spritzgießform (15)
in die Ausnehmung (19) des ersten Teils (17) des Werkzeugkerns (16), wobei ein Innenbereich
(12) der Folie (7) zwischen den beiden Teilen (17, 18) des Werkzeugkerns (16) einliegt
und ein Außenbereich (11) der Folie (7) sich an einer Außenseite (20) des Werkzeugkerns
(16) der Spritzgießform (15) für den Zylinder (2) befindet;
d.) Einbringen des Werkzeugkerns (16) mit der Folie (7) in einen Formraum (21) der
Spritzgießform (15) für den Zylinder (2), wobei der Außenbereich (11) der Folie (7)
im Formraum (21) der Spritzgießform (15) für den Zylinder (2) einliegt;
e.) Spritzen des Zylinders (2) der Mehrkomponenten-Kartusche (1), wobei beim Füllen
des Formraums (21) der Spritzgießform (15) für den Zylinder (2) mit Kunststoff der
Außenbereich (11) der Folie (7) umspritzt und stoffschlüssig mit dem Zylinder (2)
verbunden wird; und
f.) Entformen des Zylinders (2) der Mehrkomponenten-Kartusche (1) und Entnehmen der
beiden Teile (17, 18) des Werkzeugkerns (16) aus dem Zylinder (2).
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie (7) diffusionsdicht ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Ränder der Folie (7), die deren Außenbereich (11) bilden, aus den zusammengesetzten
Teilen (17, 18) des Werkzeugkerns (16) in den den Werkzeugkern (16) umgebenden Formraum
(21) der Spritzgießform (15) für den Zylinder (2) vorstehen.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie (7) den ersten Teil (17) oder den zweiten Teil (18) des Werkzeugkerns (16)
umschließt.
5. Mehrkomponenten-Kartusche (1) zum getrennten Aufbewahren und zum gemeinsamen Auspressen
von mindestens zwei Komponenten einer fließfähigen Masse, mit einem Zylinder (2) zur
Aufnahme der Masse, mit einem Auspresskolben (4) zum Auspressen der Masse und mit
mindestens einer Austrittsöffnung (5) für die Masse, wobei die Komponenten der Masse
voneinander getrennt in mindestens zwei Kammern (8, 9) des Zylinders (2) aufbewahrt
sind, welche sich in Längsrichtung des Zylinders (2) der Mehrkomponenten-Kartusche
(1) erstrecken, dadurch gekennzeichnet, dass der Zylinder (2) eine diffusionsdichte Folie (7) aufweist, die sich über die Länge
des Zylinders (2) erstreckt, wobei ein Innenbereich (12) der Folie (7) eine Trennwand
(13) bildet, die den Zylinder (2) in die in Längsrichtung verlaufenden Kammern (8,
9) unterteilt und ein Außenbereich (11) der Folie (7) mit dem Kunststoff des Zylinders
(2) umspritzt und mit dem Zylinder (2) stoffschlüssig verbunden ist.
6. Mehrkomponenten-Kartusche nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie (7) eine metallische Schicht als Diffusionssperre aufweist.
7. Mehrkomponenten-Kartusche nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie (7) aus einem Verbundwerkstoff hergestellt ist.
8. Mehrkomponenten-Kartusche nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein Innenbereich (12) der Folie (7) vom Zylinder (2) beabstandet ist und die in Längsrichtung
des Zylinders (2) verlaufende Trennwand (13) bildet, die den Zylinder (2) in die Kammern
(8, 9) unterteilt, und dass der Auspresskolben (4) die Trennwand (13) beim Auspressen
der Komponenten der Masse an den Zylinder (2) drückt.
9. Mehrkomponenten-Kartusche nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Austrittsöffnung (5) einen Quersteg (10) aufweist, an dem die Folie (7) fixiert
ist.
10. Mehrkomponenten-Kartusche nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Kammern (8, 9) des Zylinders (2) auf der der Austrittsöffnung (5) gegenüberliegenden
Seite vom Auspresskolben (4) dichtend verschlossen sind.
1. Method of producing a multi-component cartridge (1) which is used for the separate
storage and for the common discharge of at least two components of a flowable composition,
the multi-component cartridge (1) having a cylinder (2) with at least two chambers
(8, 9) that are separate from one another for the separate storage of the components
of the composition, comprising the following steps:
a.) preparing a film (7);
b.) laying the film (7) in a longitudinally extending recess (19) of a first part
(17) of a mould insert (16) of an injection mould (15) for the cylinder (2) of the
multi-component cartridge (1);
c.) inserting a second part (18) of the mould insert (16) of the injection mould (15)
into the recess (19) of the first part (17) of the mould insert (16), an inner region
(12) of the film (7) being located between the two parts (17, 18) of the mould insert
(16) and an outer region (11) of the film (7) being located on an outer side (20)
of the mould insert (16) of the injection mould (15) for the cylinder (2);
d.) introducing the mould insert (16) with the film (7) into a mould cavity (21) of
the injection mould (15) for the cylinder (2), the outer region (11) of the film (7)
being located in the mould cavity (21) of the injection mould (15) for the cylinder
(2);
e.) injection-moulding the cylinder (2) of the multi-component cartridge (1), wherein,
during filling of the mould cavity (21) of the injection mould (15) for the cylinder
(2) with plastics material, injection-moulding takes place around the outer region
(11) of the film (7) and the outer region (11) of the film (7) is substance-bonded
to the cylinder (2); and
f.) demoulding the cylinder (2) of the multi-component cartridge (1) and removing
the two parts (17, 18) of the mould insert (16) from the cylinder (2).
2. Method according to claim 1, characterized in that the film (7) is diffusion-proof.
3. Method according to claim 1, characterized in that edges of the film (7), forming the outer region (11) thereof, project out of the
assembled parts (17, 18) of the mould insert (16) and into the mould cavity (21) of
the injection mould (15) for the cylinder (2), which mould cavity (21) surrounds the
mould insert (16).
4. Method according to claim 1, characterized in that the film (7) encloses the first part (17) or the second part (18) of the mould insert
(16).
5. Multi-component cartridge (1) for the separate storage and for the common discharge
of at least two components of a flowable composition, having a cylinder (2) for accommodating
the composition, having a discharge piston (4) for discharging the composition and
having at least one outlet opening (5) for the composition, the components of the
composition being stored separately from one another in at least two chambers (8,
9) of the cylinder (2), which chambers extend in the longitudinal direction of the
cylinder (2) of the multi-component cartridge (1), characterized in that the cylinder (2) has a diffusion-proof film (7) which extends over the length of
the cylinder (2), an inner region (12) of the film (7) forming a partition (13) which
divides the cylinder (2) into the longitudinally extending chambers (8, 9), and an
outer region (11) of the film (7) having the plastics material of the cylinder (2)
injected-moulded around it and being substance-bonded to the cylinder (2).
6. Multi-component cartridge according to claim 5, characterized in that the film (7) has a metal layer as diffusion barrier.
7. Multi-component cartridge according to claim 6, characterized in that the film (7) is produced from a composite material.
8. Multi-component cartridge according to claim 5, characterized in that an inner region (12) of the film (7) is spaced apart from the cylinder (2) and forms
the partition (13) extending in the longitudinal direction of the cylinder (2) which
divides the cylinder (2) into the chambers (8, 9), and the discharge piston (4) presses
the partition (13) against the cylinder (2) when the components of the composition
are being discharged.
9. Multi-component cartridge according to claim 5, characterized in that the outlet opening (5) has a transverse rib (10) to which the film (7) is fixed.
10. Multi-component cartridge according to claim 5, characterized in that the chambers (8, 9) of the cylinder (2) are closed sealingly by the discharge piston
(4) at the end opposite from the outlet opening (5).
1. Procédé de fabrication d'une cartouche à plusieurs composants (1) qui sert à conserver
séparément et à exprimer en commun au moins deux composants d'une masse apte à s'écouler,
sachant que la cartouche à plusieurs composants (1) présente un cylindre (2) avec
au moins deux compartiments (8, 9) séparés l'un de l'autre, pour la conservation séparée
des composants de la masse, le procédé comprenant les étapes suivantes :
a) mise à disposition d'une feuille (7) ;
b) insertion de la feuille (7) dans un évidement s'étendant longitudinalement (19)
d'une première partie (17) d'un noyau (16) d'un moule d'injection (15) pour le cylindre
(2) de la cartouche à plusieurs composants (1) ;
c) mise en place d'une deuxième partie (18) du noyau (16) du moule d'injection (15)
dans l'évidement (19) de la première partie (17) du noyau de moule (16), sachant qu'une
région intérieure (12) de la feuille (7) se situe entre les deux parties (17, 18)
du noyau de moule (16) et qu'une région extérieure (11) de la feuille (7) se trouve
sur un côté extérieur (20) du noyau (16) du moule d'injection (15) pour le cylindre
(2) ;
d) introduction du noyau de moule (16) pourvu de la feuille (7) dans une cavité de
moule (21) du moule d'injection (15) pour le cylindre (2), sachant que la région extérieure
(11) de la feuille (7) se situe dans la cavité de moule (21) du moule d'injection
(15) pour le cylindre (2) ;
e) moulage par injection du cylindre (2) de la cartouche à plusieurs composants (1),
sachant que, lors du remplissage de la cavité de moule (21) du moule d'injection (15)
pour le cylindre (2), la région extérieure (11) de la feuille (7) est enrobée de matière
plastique injectée et est reliée par liaison de matière au cylindre (2) ; et
f) démoulage du cylindre (2) de la cartouche à plusieurs composants (1), et enlèvement
des deux parties (17, 18) du noyau de moule (16) du cylindre (2).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la feuille (7) est anti-diffusion.
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que des bords de la feuille (7) qui forment sa région extérieure (11) dépassent des parties
réunies (17, 18) du noyau de moule (16) dans la cavité (21) du moule d'injection (15)
pour le cylindre (2) qui entoure le noyau de moule (16).
4. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la feuille (7) entoure la première partie (17) ou la deuxième partie (18) du noyau
de moule (16).
5. Cartouche à plusieurs composants (1) pour conserver séparément et exprimer en commun
au moins deux composants d'une masse apte à s'écouler, avec un cylindre (2) destiné
à recevoir la masse, avec un piston exprimeur (4) destiné à exprimer la masse et avec
au moins un orifice de sortie (5) pour la masse, sachant que les composants de la
masse sont conservés séparément l'un de l'autre dans au moins deux compartiments (8,
9) du cylindre (2) qui s'étendent dans le sens longitudinal du cylindre (2) de la
cartouche à plusieurs composants (1), caractérisée en ce que le cylindre (2) présente une feuille anti-diffusion (7) qui s'étend sur la longueur
du cylindre (2), sachant qu'une région intérieure (12) de la feuille (7) forme une
paroi de séparation (13) qui subdivise le cylindre (2) en les compartiments (8, 9)
s'étendant dans le sens longitudinal, et qu'une région extérieure (11) de la feuille
(7) est enrobée de la matière plastique injectée du cylindre (2) et est reliée par
liaison de matière au cylindre (2).
6. Cartouche à plusieurs composants selon la revendication 5, caractérisée en ce que la feuille (7) présente une couche métallique comme barrière de diffusion.
7. Cartouche à plusieurs composants selon la revendication 6, caractérisée en ce que la feuille (7) est fabriquée en un matériau composite.
8. Cartouche à plusieurs composants selon la revendication 5, caractérisée en ce qu'une région intérieure (12) de la feuille (7) est distante du cylindre (2) et forme
la paroi de séparation (13) s'étendant dans le sens longitudinal du cylindre (2),
paroi qui subdivise le cylindre (2) en les compartiments (8, 9), et en ce que le piston exprimeur (4) presse la paroi de séparation (13) contre le cylindre (2)
lorsque les composants de la masse sont exprimés.
9. Cartouche à plusieurs composants selon la revendication 5, caractérisée en ce que l'orifice de sortie (5) présente une entretoise (10) sur laquelle est fixée la feuille
(7).
10. Cartouche à plusieurs composants selon la revendication 5, caractérisée en ce que les compartiments (8, 9) du cylindre (2) sont fermés de manière étanche par le piston
exprimeur (4) sur le côté opposé à l'orifice de sortie (5).
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