[0001] Die Erfindung betrifft einen Bogenführungszylinder mit Aufzug für eine Verarbeitungsmaschine
nach dem Oberbegriff von Patentanspruch 1. Als Verarbeitungsmaschinen eignen sich
insbesondere Rotationsdruckmaschinen (einschließlich Lackiermaschinen), speziell Offsetdruckmaschinen
und/oder Lackierwerke mit mindestens zwei Druck-/Lackwerken für die Verarbeitung von
Bedruckstoffen.
[0002] Bogenführungszylinder mit Aufzug sind in Verarbeitungsmaschinen wie Rotationsdruckmaschinen,
insbesondere bei Schöndruck bzw. Schön- und Widerdruckmaschinen, im Einsatz. Derartige
Rotationsdruckmaschinen weisen Wendeeinrichtungen nach dem Prinzip der Eintrommelwendung
(beispielsweise aus DD 54703 A bekannt) oder der Drei-Trommelwendung (beispielsweise
aus
DE 11 07 246 A bekannt) auf. Alternativ kann die Rotationsdruckmaschine mit abwechselnd die beiden
Seiten des Bogenmaterials bedruckenden Druckwerken ausgebildet sein. Eine derartige
Bogendruckmaschine ist beispielsweise aus
DE 32 03 879 A1 bekannt.
[0003] Im Schön- und Widerdruck wird ein von einem Bogenführungszylinder getragener Bogen
auf einer ersten Seite bedruckt und/oder lackiert und danach auf der zweiten Seite
bedruckt bzw. lackiert. Dabei kann die frische Farbe bzw. der Lack von der unten liegenden
(ersten Seite) des Bogens auf die Mantelfläche des Bogenführungszylinders durch Farb-/Lackrückspaltung
ablegen. Um die Mantelfläche nicht zu verschmutzen bzw. das Druck-/Lacksujet auf dem
Bogen nicht zu beeinträchtigen wird auf einem Bogenführungszylinder ein Aufzug mit
Farbe/Lack abweisender Oberfläche lösbar angeordnet.
[0004] Ein Bogenführungszylinder mit einem Aufzug dieser Art ist aus WO 02/087883 A1 bekannt,
der eine spezielle Oberfläche mit einem verbesserten Farbspaltungsverhalten sowie
einem verbesserten Verschleißverhalten aufweist. Der Bogenführungszylinder weist einen
zylindrischen Grundkörper mit wenigstens einem daran angeordneten Bogenhaltesystem
und wenigstens einem in Umfangsrichtung angeordneten Aufzug auf. Der Bogenführungszylinder
kann - bezogen auf einen einfachgroßen Formzylinder - als einfachgroßer oder mehrfachgroßer
Zylinder ausgebildet sein und dementsprechend in Umfangsrichtung betrachtet einen
lösbar angeordneten Aufzug oder mehrere umfangsseitig lösbar angeordnete Aufzüge tragen.
Die Aufzüge sind mittels Spannmitteln auf dem Bogenführungszylinder fixiert, wobei
die Spannmittel in einem oder mehreren Zylinderkanälen angeordnet sind. Bevorzugt
sind in diesen Zylinderkanälen die Bogenhaltesysteme angeordnet.
[0005] Aus
US 6 073 556 A ist eine weiterer Aufzug für einen Bogenführungszylinder bekannt. Der Aufzug umfasst
ein flexibles Material und ist locker mittels Spannmitteln fixiert um den Bogenführungszylinder
angeordnet.
[0006] DE 102 44 574 A1 offenbart einen Zylinder einer Druckmaschine mit einem Grundkörper und wenigstens
einem in Umfangsrichtung angeordneten Aufzug. Der Aufzug kann eine Druckform, eine
ein Drucktuch tragende Trägerplatte oder ein Gummituch sein. Der Zylinder umfasst
mindestens zwei mit einem Druckmittel beaufschlagbare Stellmittel und mindestens eine
Zuführleitung für die Zufuhr des Druckmittels. Der Zylinder soll auch als Transportzylinder
einer Bogendruckmaschine ausführbar sein, wobei nicht offenbart ist, was transportiert
werden kann.
[0007] Die Aufzüge sowie die Spannmittel erstrecken sich - in Zylinderachsrichtung betrachtet
- stets über die volle Fläche des Bogenführungszylinders.
[0008] Aufgabe der Erfindung ist es, einen Bogenführungszylinder der eingangs genannten
Art zu schaffen, der insbesondere für die Förderung von Bogenmaterial mit großen Formatbreiten
ausgelegt ist und der eine verbesserte Handhabbarkeit bei der Montage oder Demontage
eines Aufzuges aufweist.
[0009] Gelöst wird die Aufgabe durch die Ausbildungsmerkmale von Patentanspruch 1. Weiterbildungen
ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
[0010] Ein erster Vorteil der Erfindung ist darin begründet, dass durch die Ausbildung eines
Bogenführungszylinders mit mehreren über die Formatbreite angeordneten Teilaufzügen
die Handhabbarkeit der Teilaufzüge bei der Montage bzw. Demontage auf dem Bogenführungszylinder
verbessert wird. Die Planlage der Teilaufzüge auf der Mantelfläche des Bogenführungszylinders
wird verbessert und ein möglicher Verzug spürbar vermieden.
[0011] In bevorzugter Ausbildung kann jeder einzelne Teilaufzug auf dem Bogenführungszylinder
einzeln justiert und gespannt sein.
[0012] Ein zweiter Vorteil besteht darin, dass bevorzugt mehrere Teilaufzüge über die Formatbreite
und zusätzlich in Umfangsrichtung (Formatlänge) auf der das Bogenmaterial tragenden
Mantelfläche eines Bogenführungszylinders angeordnet sein können.
[0013] Als dritter Vorteil kann aufgeführt werden, dass die Teilaufzüge passend zu den Spannmitteln
bzw. Haltemitteln beliebige geometrische Formen im Bereich der benachbarten Seitenkanten
aufweisen können. In einer Ausbildung sind die Teilaufzüge symmetrisch angeordnet.
In einer anderen Ausbildung kann eine beliebige Form gewählt sein, beispielsweise
an der DIN-A4 Formatteilung angelehnt, in einfacher oder mehrfacher Formatteilung
oder unter Berücksichtigung der zu verarbeitenden Nutzen.
[0014] Ein vierter Vorteil ergibt sich daraus, dass die den Aufzug bildenden Teilaufzüge
nicht auf Farbe und/oder Lack abweisende Teilaufzüge (mit oder ohne Beschichtung)
beschränkt sind. Vielmehr können derartige Teilaufzüge auch als einfache metallische
Aufzüge'ausgebildet sein. Beispielsweise kann ein Bogenführungszylinder Teilaufzüge
aus Stahlblechen oder Chromplatten tragen. Diese Ausführungen eignen sich bevorzugt
für Bogenführungszylinder mit Teilaufzügen, denen zumindest eine Trenneinrichtung(einschließlich
Perforiereinrichtung), beispielsweise eine Längsschneideinrichtung, zugeordnet ist.
Alternativ sind die den metallischen Aufzug bildenden Teilaufzüge auf einem Bogenführungszylinder
angeordnet, welcher mit einer benachbarten Kalander -, Nut -, Präge -, Rillen -, Ritz
- oder Stanzeinrichtung zusammenwirkt.
[0015] Die Erfindung soll an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
[0016] Dabei zeigen schematisch:
- Fig. 1
- eine Rotationsdruckmaschine mit zwei Druckwerken und einem Lackwerk,
- Fig. 2
- einen Bogenführungszylinder für große Formatbreiten in Vorderansicht,
- Fig. 3
- eine Zylinderkanalausbildung eines Bogenführungszylinders,
- Fig. 4
- einen doppeltgroßen Bogenführungszylinder in Seitenansicht,
- Fig. 5
- eine Weiterbildung von Fig. 4.
[0017] Eine Rotationsdruckmaschine für die Verarbeitung von bogenförmigen Bedruckstoffen
(Bogenmaterial), umfasst zumindest zwei Druck-/Lackwerke I bis III. Jedes Druckwerk
I, II besitzt einen einen Zylinderkanal aufweisenden und eine Druckform tragenden
Formzylinder 4. Dem Formzylinder 4 ist zumindest ein Farbwerk und bei Bedarf ein Feuchtwerk
zugeordnet (nicht gezeigt). Dabei wird die Druckform mittels Auftragwalzen, speziell
Farbauftragwalzen, mit einem Medium in Form von Druckfarbe eingefärbt und bei Einsatz
eines Feuchtwerkes mittels wenigstens einer Auftragwalze, speziell wenigstens einer
Feuchtauftragwalze, mit einem Medium in Form von Feuchtmittel benetzt. Alternativ
umfasst ein Lackwerk III einen eine Druckform (einschließlich Gummituch) tragenden
Formzylinder 5 (Lackierzylinder 5) mit Zylinderkanal, dem ein Dosiersystem 6 zugeordnet
ist, wobei die Druckform mittels einer Auftragwalze, hier speziell mit einer gerasterten
Lackauftragwalze und einem Kammerrakel, mit einem Medium in Form von Lack benetzt
wird.
[0018] Gemäß Fig. 1 weist ein Druckwerk I, II einen als Plattenzylinder ausgebildeten Formzylinder
4 und einen dem Formzylinder 4 benachbart angeordneten Gummituchzylinder 3 auf, wobei
der Gummituchzylinder 3 mit einem das Bogenmaterial in Förderrichtung 7 transportierenden
Bogenführungszylinder 1, speziell einem Druckzylinder, zusammen wirkt. Dem Formzylinder
5 des Lackwerkes III ist ebenso ein Bogenführungszylinder 1, speziell ein Druckzylinder,
zugeordnet.
[0019] Für den Transport des Bogenmaterials in Förderrichtung 7 ist zwischen den Bogenführungszylindern/Druckzylindern
1 wenigstens ein Bogenführungszylinder als Transferzylinder 2 angeordnet.
[0020] Im vorliegenden Beispiel sind die als Druck-/Transferzylinder ausgebildeten Bogenführungszylinder
1, 2 - bezogen auf einen einfachgroßen Formzylinder 4, 5 - doppeltgroß ausgebildet
und weisen in an sich bekannter Weise umfangsseitig zwei diametral angeordnete Zylinderkanäle
16 für die Aufnahme von Bogenhaltesystemen 15 auf und somit zwei Tragflächen für das
Bogenmaterial auf. Zwischen beiden Bogenführungszylindern 1 der Druckwerke I, II ist
beispielhaft ein Bogenführungszylinder 8 als Wendeeinrichtung angeordnet.
[0021] Die gezeigte Wendeeinrichtung 8 ist als Eintrommelwendung nach dem Prinzip der Hinterkantenwendung
ausgebildet. Alternativ sind andere Wendeeinrichtungen einsetzbar.
[0022] Im vorliegenden Beispiel tragen die Bogenführungszylinder/Druckzylinder 1 des zweiten
Druckwerkes II sowie des Lackierwerkes III jeweils auf der Mantelfläche angeordnete
Aufzüge 9, wobei jeder der Aufzüge 9 aus mehreren über die Formatbreite angeordneten
Teilaufzügen A bis n besteht.
[0023] Dem als Druckzylinder ausgebildeten Bogenführungszylinder 1 (mit Teilaufzügen
- A - n) im Lackwerk III kann bevorzugt eine bei Bedarf aktivierbare Trenneinrichtung
18 zugeordnet sein. Die Trenneinrichtung 18 kann beispielsweise als eine Laserschneideinrichtung
oder eine mechanische Perforier- / Schneideinrichtung ausgebildet sein.
[0024] Gemäß Fig. 2 ist ein doppeltgroßer als Druckzylinder ausgebildeter Bogenführungszylinder
1 mit zwei an einem Grundkörper umfangsseitig angeordneten Zylinderkanälen 16 gezeigt.
[0025] Eine der durch die Zylinderkanäle 16 begrenzte Tragfläche für das Bogenmaterial (Teilmantelfläche)
trägt in der gezeigten Vorderansicht von Fig. 2 drei Teilaufzüge A, B, C, welche über
die Formatbreite, d.h. in Richtung einer Zylinderachse 19 des Bogenführungszylinders
1, angeordnet sind. Die Teilaufzüge A - C erstrecken sich in Umfangsrichtung zwischen
zwei Zylinderkanälen 16 und die Enden jedes Teilaufzuges A - C sind mittels in je
einem Zylinderkanal 16 angeordneten Spannmitteln 14 lösbar fixiert.
[0026] Weiterhin kann ein derartiger Bogenführungszylinder 1 Haltemittel 17 aufweisen, die
sich bevorzugt über die Formatbreite erstrecken. In der vorliegenden Ausbildung sind
die Haltemittel 17 von den Teilaufzügen A - C überdeckt, d.h. sie sind nicht genutzt.
Beispielsweise können derartige Haltemittel 17 in wenigstens einem über die Formatbreite
verlaufenden und in die Tragfläche für das Bogenmaterial des Bogenführungszylinders
1 integrierten schlitzförmigen Kanal angeordnet sein.
[0027] Im vorliegenden Beispiel weisen der erste, zweite und dritte Teilaufzug A, B, C je
eine Aufzugbreite 11, 12, 13 auf. Die Aufzugsbreiten 11 bis 13 ergeben im vorliegenden
Beispiel die Formatbreite des Bogenführungszylinders 1. Die Teilaufzüge A bis n können
Seitenkanten 10 aufweisen, die über die Formatbreite in Stoss - an - Stoss - Montage
angeordnet sind. Im gezeigten Fall weisen die Teilaufzüge A, B, C gerade Seitenkanten
10 auf, welche in Stoss - an - Stoss - Montage über die Formatbreite aneinandergereiht
angeordnet sind.
[0028] Alternativ können die Seitenkanten 10 auch andere Ausbildungen aufweisen. In einer
weiteren Ausbildung können bevorzugt die (unmittelbar) benachbarten Seitenkanten 10
über die Formatbreite eine derartige Kontur aufweisen, dass diese untereinander lösbar
formschlüssig verbunden sind. Dadurch kann mittels der Teilaufzüge A - n ein stabiler
Verbund im auf dem Bogenführungszylinder 1 fixierten Aufzug 9 erzielt werden. Gleichzeitig
können mögliche, durch gerade Seitenkanten 10 bedingte drucktechnische Störungen vermieden
bzw. spürbar reduziert werden.
[0029] Die Teilaufzüge A - C gemäß Fig. 2 sind an einem Ende, bevorzugt am Druckanfang DA,
in zumindest einem Spannmittel 14 lösbar fixiert. Dabei sind die Spannmittel 14 in
je einem Zylinderkanal 16 angeordnet. Am anderen Ende der Teilaufzüge A - C sind diese
in Zylinderkanälen 16 mittels Spannmittel 14, alternativ sonstigen Haltemitteln 17
lösbar fixierbar.
[0030] In einer Ausbildung kann in Umfangsrichtung zwischen zwei Zylinderkanälen 16 mindestens
ein Haltemittel 17 angeordnet sein, derart dass die Teilaufzüge A - n sich in Umfangsrichtung
zwischen einem Zylinderkanal 16 und wenigstens einem Haltemittel 17 erstrecken. Dabei
sind die Enden jedes Teilaufzuges A - n mittels in einem Zylinderkanal 16 angeordneten
Spannmittel 14 und einem am Bogenführungszylinder 1 angeordneten Haltemittel 17 lösbar
fixiert.
In einer Weiterbildung können über die Formatbreite mehrere Spannmittel 14 angeordnet
sein und jedem Ende eines Teilaufzuges A - n ist ein Spannmittel 14 separat zugeordnet
sein.
In einer Weiterbildung können über die Formatbreite mehrere Spannmittel 14 angeordnet
sein und einem Ende jedes Teilaufzuges A - n ist ein Spannmittel 14 separat zugeordnet
und dem anderen Ende ist ein Haltemittel 17 zugeordnet.
[0031] In Fig. 3 ist gezeigt, dass die auf der Mantelfläche des Bogenführungszylinders 1
angeordneten Teilaufzüge A -n abgekantet in den Zylinderkanal 16 ragen und dort durch
Spannmittel 14 lösbar gegen eine Kanalwand fixiert sind. Bevorzugt weisen die Spannmittel
14 gleichzeitig die Funktion der Greiferaufschlagleiste für ein Bogenhaltesystem 15
auf. Bei gelöstem Spannmittel 14 bzw. durch Lösen des Spannmittels 14 und Bewegen
in Förderrichtung 7 können in der Spannmittel-Position 14' die Teilaufzüge A - n justiert
oder entfernt bzw. ausgetauscht werden. Die am anderen Ende der Teilaufzüge A- n angeordneten
Spann-/Haltemittel 14, 17 können diese Teilaufzüge A - n endseitig in abgekanteter
oder tangentialer Anordnung lösbar fixieren.
[0032] In Fig. 4 ist ein doppeltgroßer Bogenführungszylinder 1 mit zwei diametral angeordneten,
180° versetzten Zylinderkanälen 16 dargestellt. Bei Einteilung des Bogenführungszylinders
1 in die Quadranten 20 - 23 ist in Förderrichtung 7 im Quadrant 20 ein Zylinderkanal
16 mit Spannmitteln 14 angeordnet. In diesen Spannmitteln 14 sind lösbar die drei
in Richtung der Zylinderachse 19, über die Formatbreite angeordnete Teilaufzüge A
- C an einem Ende fixiert. Am anderen Ende der Teilaufzüge A - C weist der Bogenführungszylinder
1 in der das Bogenmaterial tragenden Mantelfläche angeordnete Haltemittel 17 auf,
um deren Enden (Teilaufzüge A- C) lösbar zu fixieren.
Die Haltemittel 17 sind im vorliegenden Beispiel im Bereich zwischen den Quadranten
20 und 21 angeordnet und erstrecken sich über die volle Formatbreite.
[0033] Weiterhin nehmen die Haltemittel 17 im Bereich zwischen den Quadranten 20 und 21
drei in Richtung der Zylinderachse 19 über die Formatbreite angeordnete vierte bis
sechste Teilaufzüge D, E, F zwecks deren lösbaren Fixierung an einem Ende auf. Die
Teilaufzüge D - F erstrecken sich bis zum in Förderrichtung 7 nachgeordneten Zylinderkanal
16 (Bereich der Quadraten 21, 22), in dem wiederum zur lösbaren Fixierung der anderen
Enden der Teilaufzüge D - F Spannmittel 14 angeordnet sind.
[0034] In letzterem Zylinderkanal 16 (Quadraten 21, 22) sind weiterhin Spannmittel 14 angeordnet,
die drei siebte bis neunte in Richtung der Zylinderachse 19 über die Formatbreite
angeordnete Teilaufzüge G, H, I an einem Ende zwecks lösbarer Fixierung aufnehmen.
Am anderen Ende der Teilaufzüge G - I weist der Bogenführungszylinder 1 in das Bogenmaterial
tragenden Mantelfläche angeordnete Haltemittel 17 auf, um deren Enden (Teilaufzüge
G - I) lösbar zu fixieren. Die Haltemittel 17 sind im vorliegenden Beispiel im Bereich
zwischen den Quadranten 22 und 23 angeordnet und erstrecken sich über die volle Formatbreite.
[0035] Weiterhin nehmen die Haltemittel 17 im Bereich zwischen den Quadranten 22 und 23
drei in Richtung der Zylinderachse 19 über die Formatbreite angeordnete zehnte bis
zwölfte Teilaufzüge J, K, L zwecks deren lösbaren Fixierung an einem Ende auf. Die
Teilaufzüge J - L erstrecken sich bis zum in Förderrichtung 7 nachgeordneten Zylinderkanal
16 (Bereich der Quadraten 23, 20), in dem wiederum zur lösbaren Fixierung der anderen
Enden der Teilaufzüge J - L Spannmittel 14 angeordnet sind.
[0036] Bei dieser Ausbildung sind somit in jedem Zylinderkanal 16 zwei, jeweils einer Kanalwand
zugeordnete Spannmittel 14 zum lösbaren Fixieren eines Endes der Teilaufzüge A - L
angeordnet.
[0037] Die Haltemittel 17 können in einfacher Ausbildung eine Nut oder Fuge im Grundkörper
bzw. Bogenführungszylinder 1 sein, in die die Aufzüge A - n mit einem Ende lösbar
fixiert sind. Derartige Nuten/Fugen können umfangsseitig um einen definierten Winkelbetrag,
beispielsweise 90°, 180°, 270°, 360°, versetzt am Bogenführungszylinder 1 angeordnet
sein. Weiterhin können die Haltemittel 17 (einschließlich als Nut bzw. Fuge) durchgehend
fluchtend zur Zylinderachse 19 (Fig. 2) oder seitenversetzt parallel zur Zylinderachse
19 angeordnet sein (Fig. 5).
[0038] In Fig. 5 sind umfangsseitig der Teilaufzug A mittels Spannmitteln 14 und mittels
Haltemitteln 17 sowie der Teilaufzug D mit diesen Haltemitteln 17 und einem weiteren
Spannmittel 14 auf dem Bogenführungszylinder 1 angeordnet. Dabei erstreckt sich die
Anordnung der Haltemittel 17 fluchtend zur Zylinderachse 19 über die Aufzugsbreite
11. Weiterhin ist umfangsseitig der Teilaufzug B mittels Spannmitteln 14 und mittels
Haltemitteln 17 sowie der Teilaufzug E mit diesen Haltemitteln 17 und einem weiteren
Spannmittel 14 auf dem Bogenführungszylinder 1 angeordnet. Dabei erstreckt sich die
Anordnung der Haltemittel 17' um einen ersten Betrag seitenversetzt parallel zur Zylinderachse
19 über die Aufzugsbreite 12. Ebenso sind umfangsseitig der Teilaufzug C mittels Spannmitteln
14 und mittels Haltemitteln 17 sowie der Teilaufzug F mit diesen Haltemitteln 17 und
einem weiteren Spannmittel 14 auf dem Bogenführungszylinder 1 angeordnet. Dabei erstreckt
sich die Anordnung der Haltemittel 17" um einen zweiten Betrag seitenversetzt parallel
zur Zylinderachse 19 über die Aufzugsbreite 11.
[0039] Die Anordnung von Teilaufzügen A- n über die Formatbreite ist nicht auf einfachgroße
oder zweifachgroße Bogenführungszylinder 1 beschränkt. Vielmehr sind derartige Teilaufzüge
A - n auch auf dreifachgroßen bzw. vierfachgroßen Bogenführungszylinder 1 mit umfangsseitig
drei oder vier angeordneten Zylinderkanälen 16 fixierbar. Ebenso kann eine entsprechende
Anzahl an Haltemittel 17 - 17" angeordnet sein.
[0040] Zusammengefasst kann der auf einem im Wesentlichen zylindrischen Grundkörper des
Bogenführungszylinders 1 zumindest eine in Umfangsrichtung angeordnete Aufzug 9 aus
einer Mehrzahl von Teilaufzügen A - n gebildet sein. Dabei sind die Teilaufzüge A
- n über die Formatbreite des Bogenführungszylinders 1 angeordnet sind mittels am
Grundkörper des Bogenführungszylinders 1 angeordneten Spannmitteln 14 auf dessen Grundkörper
lösbar fixierbar.
[0041] Bezugszeichenliste
- 01 1 -
- Bogenführungszylinder (Druckzylinder)
- 02 -
- Bogenführungszylinder (Transferzylinder)
- 03 -
- Gummituchzylinder
- 04 -
- Formzylinder (Plattenzylinder)
- 05 -
- Formzylinder (Lackierzylinder)
- 06 -
- Dosiersystem
- 07 -
- Förderrichtung
- 08 -
- Bogenführungszylinder (Wendeeinrichtung)
- 09 -
- Aufzug
- 10 -
- Seitenkante (Aufzug)
- 11 -
- Aufzugsbreite
- 12 -
- Aufzugsbreite
- 13 -
- Aufzugsbreite
- 14 -
- Spannmittel
- 15 -
- Bogenhaltesystem
- 16 -
- Zylinderkanal
- 17 -
- Haltemittel
- 18 -
- Trenneinrichtung
- 19 -
- Zylinderachse
- 20 -
- erster Quadrant
- 21 -
- zweiter Quadrant
- 22 -
- dritter Quadrant
- 23 -
- vierter Quadrant
- A -
- erster Teilaufzug
- B -
- zweiter Teilaufzug
- C -
- dritter Teilaufzug
- D -
- vierter Teilaufzug
- E -
- fünfter Teilaufzug
- F -
- sechster Teilaufzug
- I -
- erstes Druckwerk
- II -
- zweites Druckwerk
- III -
- Lackwerk
- DA -
- Druckanfang
1. Bogenführungszylinder (01, 02) mit Aufzug für eine Verarbeitungsmaschine, wobei der
Bogenführungszylinder (02) einen zylindrischen Grundkörper mit wenigstens einem daran
in einem Zylinderkanal (16) angeordneten Bogenhaltesystem (15) und wenigstens einen
in Umfangsrichtung angeordneten Aufzug (09) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Aufzug (9) aus einer Mehrzahl von Teilaufzügen (A - n) gebildet ist, dass die
Teilaufzüge (A - n) über die Formatbreite des Bogenführungszylinders (1) angeordnet
sind, dass die Seitenkanten (10) der Teilaufzüge (A - n) über die Formatbreite in
Stoss - an - Stoss - Montage angeordnet sind und
dass die Teilaufzüge (A - n) mittels am Grundkörper des Bogenführungszylinders (1) angeordneten
Spannmitteln (14) auf dessen
Grundkörper lösbar fixierbar sind.
2. Bogenführungszylinder nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Teilaufzüge (A - n) sich in Umfangsrichtung zwischen zwei Zylinderkanälen (16)
erstrecken und dass die Enden jedes Teilaufzugs (A - n) mittels in je einem Zylinderkanal
(16) angeordneten Spannmitteln (14) lösbar fixiert sind.
3. Bogenführungszylinder nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass in Umfangsrichtung zwischen zwei Zylinderkanälen (16) mindestens ein Haltemittel
(17) angeordnet ist, dass die Teilaufzüge (A - n) sich in Umfangsrichtung zwischen
einem Zylinderkanal (16) und dem wenigstens einen Haltemittel (17) erstrecken und
dass die Enden jedes Teilaufzuges (An) mittels in einem Zylinderkanal (16) angeordneten
Spannmittel (14) und und einem Haltemittel (17) lösbar fixiert sind.
4. Bogenführungszylinder nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass über die Formatbreite des Bogenführungszylinders (1) mehrere Spannmitteln (14) angeordnet
sind und dass jedem Ende eines Teilaufzugs (A - n) ein Spannmittel (14) separat zugeordnet
ist.
5. Bogenführungszylinder nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass über die Formatbreite des Bogenführungszylinders (1) mehrere Spannmittel (14) angeordnet
sind und dass einem Ende jedes Teilaufzuges (A - n) ein Spannmittel (14) separat zugeordnet
und dem anderen Ende ein Haltemittel (17) zugeordnet ist.
6. Bogenführungszylinder nach Anspruch 3 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Haltemittel (17) sich über die Formatbreite erstreckt.
7. Bogenführungszylinder nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest die benachbarten Seitenkanten (10) der Teilaufzüge (A - n) über die Formatbreite
formschlüssig lösbar verbunden sind.
1. A sheet guiding cylinder (01, 02) with packing for a processing machine, wherein the
sheet guiding cylinder (02) comprises a cylindrical basic body with at least one sheet
holding system (15) arranged thereon in a cylinder slot (16) and at least one packing
(09) arranged in circumferential direction, characterized in that the packing (9) is formed of a plurality of part packings (A-n), in that the part packings (A-n) are arranged over the cut-off width of the sheet guiding
cylinder (1), in that the side edges (10) of the part packings (A-n) are arranged over the cut-off width
in butt-to-butt assembly and in that the part packings (A-n) can be releasably fixed on its basic body by means of clamping
means (14) arranged on the basic body of the sheet guiding cylinder (1)
2. The sheet guiding cylinder according to Claim 1, characterized in that the part packings (A-n) extend in circumferential direction between two cylinder
slots (16) and in that the ends of each part packing (A-n) are releasably fixed by means of clamping means
(14) each arranged in a cylinder slot (16).
3. The sheet guiding cylinder according to Claim 1, characterized in that in circumferential direction between two cylinder slots (16) at least one holding
means (17) is arranged, in that the part packings (A-n) extend in circumferential direction between a cylinder slot
(16) and the at least one holding means (17) and in that the ends of each part packing (A-n) are releasably fixed by means
of clamping means (14) arranged in a cylinder slot (16) and a holding means (17).
4. The sheet guiding cylinder according to Claim 1, characterized in that over the cut-off width of the sheet guiding cylinder (1) a plurality of clamping
means (14) is arranged and in that a clamping means (14) is separately assigned to each end of a part packing (A-n).
5. The sheet guiding cylinder according to Claim 1, characterized in that over the cut-off width of the sheet guiding cylinder (1) a plurality of clamping
means (14) is arranged and in that a clamping means (14) is separately assigned to an end of each part packing (A-n)
and a holding means (17) is assigned to the other end.
6. The sheet guiding cylinder according to Claim 3 or 5, characterized in that the holding means (17) extends over the cut-off width.
7. The sheet guiding cylinder according to Claim 1, characterized in that at least the adjacent side edges (10) of the part packings (A-n) are positively releasably
connected over the cut-off width.
1. Cylindre de guidage de feuilles (01, 02) à élévateur pour machine de traitement, le
cylindre de guidage de feuilles (02) présentant un corps de base cylindrique comportant
au moins un système de retenue de feuilles (15) disposé dessus dans un canal cylindrique
(16) et au moins un élévateur (09) disposé dans le sens circonférentiel,
caractérisé en ce que
l'élévateur (9) est composé d'une pluralité de sous-élévateurs (A - n), que les sous-élévateurs
(A - n) sont disposés sur la largeur du format du cylindre de guidage de feuilles
(1), que les arêtes latérales (10) des sous-élévateurs (A - n) sont disposées sur
la largeur du format en montage bord à bord et
les sous-élévateurs (A - n) peuvent être fixés de manière dissociable à l'aide de
moyens de serrage (14) disposés sur le corps de base du cylindre de guidage de feuilles
(1).
2. Cylindre de guidage de feuilles selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
les sous-élévateurs (A - n) s'étendent dans le sens circonférentiel entre deux canaux
cylindriques (16) et que les extrémités de chaque sous-élévateur (A - n) sont fixées
de manière dissociable à l'aide de moyens de serrage (14) disposés chacun dans un
canal cylindrique (16).
3. Cylindre de guidage de feuilles selon la revendication 1,
caractérisé en ce que,
dans le sens circonférentiel, entre deux canaux cylindriques (16), est disposé au
moins un moyen de retenue (17), que les sous-élévateurs (A - n)
s'étendent dans le sens circonférentiel entre un canal cylindrique (16) et l'au moins
un moyen de retenue (17) et que les extrémités de chaque sous-élévateur (A - n) sont
fixées de manière dissociable à l'aide de moyens de serrage (14) disposés chacun dans
un canal cylindrique (16) et d'un moyen de retenue (17).
4. Cylindre de guidage de feuilles selon la revendication 1,
caractérisé en ce que,
sur la largeur du format du cylindre de guidage de feuilles (1) sont disposés plusieurs
moyens de serrage (14) et qu'à chaque extrémité d'un sous-élévateur (A - n) est associé
séparément un moyen de serrage (14).
5. Cylindre de guidage de feuilles selon la revendication 1,
caractérisé en ce que,
sur la largeur du format du cylindre de guidage de feuilles (1) sont disposés plusieurs
moyens de serrage (14) et qu'à une extrémité de chaque sous-élévateur (A - n) est
associé séparément un moyen de serrage (14) et à l'autre extrémité un moyen de retenue
(17).
6. Cylindre de guidage de feuilles selon la revendication 3 ou 5,
caractérisé en ce que
le moyen de retenue (17) s'étend sur la largeur du format.
7. Cylindre de guidage de feuilles selon la revendication 1,
caractérisé en ce
qu'au moins les arêtes latérales voisines (10) des sous-élévateurs (A - n) sont raccordées
de manière dissociable en correspondance géométrique sur la largeur du format.