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<ep-patent-document id="EP06405278A1" file="EP06405278NWA1.xml" lang="de" country="EP" doc-number="1873364" kind="A1" date-publ="20080102" status="n" dtd-version="ep-patent-document-v1-2">
<SDOBI lang="de"><B000><eptags><B001EP>ATBECHDEDKESFRGBGRITLILUNLSEMCPTIESILTLVFIROMKCYALTRBGCZEEHUPLSKBAHRISYU........</B001EP><B005EP>J</B005EP><B007EP>DIM360 Ver 2.3  (20 Nov 2007) -  1100000/0</B007EP></eptags></B000><B100><B110>1873364</B110><B120><B121>EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG</B121></B120><B130>A1</B130><B140><date>20080102</date></B140><B190>EP</B190></B100><B200><B210>06405278.0</B210><B220><date>20060629</date></B220><B250>de</B250><B251EP>de</B251EP><B260>de</B260></B200><B400><B405><date>20080102</date><bnum>200801</bnum></B405><B430><date>20080102</date><bnum>200801</bnum></B430></B400><B500><B510EP><classification-ipcr sequence="1"><text>F01N   1/02        20060101AFI20061114BHEP        </text></classification-ipcr><classification-ipcr sequence="2"><text>F02M  35/12        20060101ALI20061114BHEP        </text></classification-ipcr><classification-ipcr sequence="3"><text>F02B  33/44        20060101ALI20061114BHEP        </text></classification-ipcr></B510EP><B540><B541>de</B541><B542>Schalldämpfer</B542><B541>en</B541><B542>Silencer</B542><B541>fr</B541><B542>Silencieux</B542></B540><B590><B598>1</B598></B590></B500><B700><B710><B711><snm>ABB Turbo Systems AG</snm><iid>02958762</iid><irf>06/051-EP-EPA</irf><adr><str>Bruggerstrasse 71a</str><city>5400 Baden</city><ctry>CH</ctry></adr></B711></B710><B720><B721><snm>Kudernatsch, Günter</snm><adr><str>Chuntestrasse 29</str><city>5312 Döttingen</city><ctry>CH</ctry></adr></B721><B721><snm>Feld, Heinz-Jürgen</snm><adr><str>Feldweg 8</str><city>5524 Niederwil</city><ctry>CH</ctry></adr></B721></B720><B740><B741><snm>ABB Patent Attorneys</snm><iid>00101545</iid><adr><str>c/o ABB Schweiz AG, 
Intellectual Property (CH-LC/IP), 
Brown Boveri Strasse 6</str><city>5400 Baden</city><ctry>CH</ctry></adr></B741></B740></B700><B800><B840><ctry>AT</ctry><ctry>BE</ctry><ctry>BG</ctry><ctry>CH</ctry><ctry>CY</ctry><ctry>CZ</ctry><ctry>DE</ctry><ctry>DK</ctry><ctry>EE</ctry><ctry>ES</ctry><ctry>FI</ctry><ctry>FR</ctry><ctry>GB</ctry><ctry>GR</ctry><ctry>HU</ctry><ctry>IE</ctry><ctry>IS</ctry><ctry>IT</ctry><ctry>LI</ctry><ctry>LT</ctry><ctry>LU</ctry><ctry>LV</ctry><ctry>MC</ctry><ctry>NL</ctry><ctry>PL</ctry><ctry>PT</ctry><ctry>RO</ctry><ctry>SE</ctry><ctry>SI</ctry><ctry>SK</ctry><ctry>TR</ctry></B840><B844EP><B845EP><ctry>AL</ctry></B845EP><B845EP><ctry>BA</ctry></B845EP><B845EP><ctry>HR</ctry></B845EP><B845EP><ctry>MK</ctry></B845EP><B845EP><ctry>YU</ctry></B845EP></B844EP></B800></SDOBI>
<abstract id="abst" lang="de">
<p id="pa01" num="0001">Der Resonatorschalldämpfer (1) weist voneinander beabstandet angeordnete Kammern (12) auf. Die Resonatoreigenschaft lässt sich verbessern, indem die Wechselwirkung zweier auf eine Hauptfrequenz ausgelegte Kammern (12) durch den Abstand reduziert wird.</p>
<p id="pa02" num="0002">Die Dämpfungsfähigkeit der Gesamtheit der auf eine Hauptfrequenz ausgelegten Kammern kann dadurch gesteigert werden.
<img id="iaf01" file="imgaf001.tif" wi="100" he="118" img-content="drawing" img-format="tif"/></p>
</abstract><!-- EPO <DP n="1"> -->
<description id="desc" lang="de">
<heading id="h0001">Technisches Gebiet</heading>
<p id="p0001" num="0001">Die Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der Abgasturbolader für Brennkraftmaschinen.</p>
<p id="p0002" num="0002">Sie betrifft einen Resonatorschalldämpfer gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Sie betrifft ferner eine Brennkraftmaschine mit einem solchen Resonatorschalldämpfer.</p>
<heading id="h0002">Stand der Technik</heading>
<p id="p0003" num="0003">Massgeblich für die Lärmemissionen eines Abgasturboladers für Brennkraftmaschinen ist der Verdichter. Insbesondere werden am druckseitigen Austritt des Verdichters hohe Lärmpegel in die luftführenden Leitungen eingeleitet, für deren Dämpfung es bislang keine zufriedenstellende Lösung gibt.</p>
<p id="p0004" num="0004">Bei im Strömungskanal angeordneten Absorbern ergibt sich das Problem, dass durch die hohen Strömungsgeschwindigkeiten der komprimierten Luft das Absorbermaterial durch die Lochblechabdeckungen ausgeblasen wird. Durch Ablagerung des Materials in den meist nachfolgenden Kühlern können diese verstopft werden. Auch sind die auf mineralische Basis hergestellten Fasermaterialen in den nachfolgenden Motorenkomponenten der Brennkraftmaschinen unerwünscht.</p>
<p id="p0005" num="0005">Auf dem Prinzip eines Helmholtz-Resonators beruhende Schalldämpfer bestehen aus einer oder mehren Kammern, welche mittels eines Blechs mit darin eingelassenen Öffnungen abgedeckt werden. Die Luft in der Kammer dient den schwingenden Luftmassepfropfen in den Öffnungen als Feder. Die hohe Strömungsgeschwindigkeit der am Schalldämpfer vorbeigeführten komprimierten Luft führt jedoch dazu, dass ein erheblicher Teil der schwingenden Luftmasse abgeschert wird. Der schwingende Luftpfropfen wird kleiner. Dies führt zu Verstimmung der Auslegefrequenz und zum Nachlassen der Dämpfungswirkung. Herkömmliche Resonatorschalldämpfer sind<!-- EPO <DP n="2"> --> demzufolge bei Strömungsgeschwindigkeiten des vorbeifliessenden Mediums von bis zu 100 m/s nicht ausreichend wirksam.</p>
<p id="p0006" num="0006">Aus <patcit id="pcit0001" dnum="EP1510667A2"><text>EP 1 510 667 A2</text></patcit> ist ein Resonatorschalldämpfer für den Einsatz zwischen einem Abgasturbolader und einer Brennkraftmaschinen bekannt, dessen Kammern den Strömungskanal umschliessen. Die Kammern sind gegen den Strömungskanal hin durch ein Abdeckblech vollständig abgedeckt, wobei das Abdeckblech mehrere, entlang dem Umfang des Strömungskanals angeordnete Schlitze aufweist. Aufgrund der speziellen Öffnungsgeometrie ist im Vergleich zu Dämpfer mit Lochblechanordnung auch bei hohen Strömungsgeschwindigkeiten eine akustische Wirkung gegeben. Die Funktionsweise des Resonatorschalldämpfers mit schlitzförmigen Öffnungen wird folgend erläutert. Bei einem herkömmlichen Helmholtz-Resonators mit einer kreisrunden Öffnung entspricht die Masse der Öffnung in etwa der Masse und das Luftvolumen in der Kammer der Feder eines Masse-Federsystems. Das Kammervolumen ist durch das Abdeckblech von der Strömung abgetrennt. Wenn nun eine Strömung mit grosser Geschwindigkeit an der Öffnung vorbeizieht wird ein Teil des schwingenden Luftpfropfens durch die Strömung abgeschert. Der schwingende Luftpfropfen wird kleiner, was zu einer Frequenzverschiebung führt. Weiter wird die radiale Bewegungsmöglichkeit des Pfropfens durch die vorbeistreichende Luft derart behindert, dass sich zusätzlich eine reduzierte Dämpfungswirkung ergibt. Dieser Effekt wird bei dem Resonatorschalldämpfer mit schlitzförmigen Öffnungen durch den Einsatz von länglichen Schlitzöffnungen beträchtlich reduziert. Aufgrund der Länge des Schlitzes ist es der Strömung nicht möglich den Massepfropfen auf der gesamten Länge gleichzeitig abzuscheren bzw. dessen Bewegungsmöglichkeit auf der gesamten Länge synchron einzuschränken.</p>
<heading id="h0003">Kurze Darstellung der Erfindung</heading>
<p id="p0007" num="0007">Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Schalldämpfer der eingangs genannten Art zu schaffen, welcher bei hohen Strömungsgeschwindigkeiten eine verbesserte und über einen breiten Frequenzbereich wirksame Dämpfung zeigt.</p>
<p id="p0008" num="0008">Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe mit einem Schalldämpfer mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.</p>
<p id="p0009" num="0009">Der Resonatorschalldämpfer weist mehrere Kammern auf, welche einen Strömungskanal zumindest teilweise umschliessen. Die Kammern sind gegen den Strömungskanal hin<!-- EPO <DP n="3"> --> durch ein Abdeckblech vollständig abgedeckt. Das Abdeckblech weist zum Strömungskanal hin mehrere, entlang dem Umfang des Strömungskanals angeordnete, in Strömungsrichtung ausgerichtete Schlitze auf. Mindestens zwei der Kammern sind auf eine Hauptfrequenz ausgelegt. Erfindungsgemäss sind die jeweils auf die Hauptfrequenz ausgelegten Kammern in Strömungsrichtung beabstandet voneinander angeordnet.</p>
<p id="p0010" num="0010">Der erfindungsgemässe Resonatorschalldämpfer weist voneinander beabstandet angeordnete Kammern auf. Die Resonatoreigenschaft lässt sich verbessern, indem die Wechselwirkung zweier auf eine Hauptfrequenz ausgelegte Kammern durch den Abstand reduziert wird. Die Dämpfungsfähigkeit der Gesamtheit der auf eine Hauptfrequenz ausgelegten Kammern nimmt zu.</p>
<p id="p0011" num="0011">In einer Ausführungsform des erfindungsgemässen Resonatorschalldämpfers sind die Abstände zwischen zweier auf die Hauptfrequenz ausgelegten Kammern mit mindestens 20 Prozent der Wellenlänge der Hauptfrequenz bemessen.</p>
<p id="p0012" num="0012">In einer anderen Ausführungsform des erfindungsgemässen Resonatorschalldämpfers betragen die Abstände wenigstens 40 Prozent der Abmessung in Strömungsrichtung der auf die Hauptfrequenz ausgelegten Kammern.</p>
<p id="p0013" num="0013">Um eine breiteren Dämpfungsbereich zu erhalten, können in den Bereichen zwischen jeweils zwei auf die Hauptfrequenz ausgelegten Kammern weitere, auf eine oder mehrere Nebenfrequenzen ausgelegte Kammern angeordnet werden. Wiederum sind jeweils auf die gleiche Nebenfrequenz ausgelegte Kammern in Strömungsrichtung voneinander beabstandet anzuordnen.</p>
<p id="p0014" num="0014">Vorteilhafterweise sind dabei die benachbart angeordneten Kammern auf Frequenzen ausgelegt, welche sich voneinander um wenigstens 20 Prozent unterscheiden.</p>
<p id="p0015" num="0015">Mit den jeweils voneinander beabstandet angeordneten, auf unterschiedliche Frequenzen ausgelegten Kammern lassen sich beispielsweise bei einem Abgasturbolader der erste Drehton (Hauptfrequenz) und der zweite Drehton (Nebenfrequenz) des Verdichterlärmes sowie allenfalls weitere, höhere Frequenzen dämpfen.</p>
<p id="p0016" num="0016">Alternativ oder zusätzlich kann in den Zwischenraum zwischen den auf eine Frequenz ausgelegten Kammern ein Absorberschalldämpferelement angeordnet werden.</p>
<p id="p0017" num="0017">Der auch bei hohen Strömungsgeschwindigkeiten wirksame erfindungsgemässe Schalldämpfer wird vorteilhafterweise zur Dämpfung des Verdichterlärmes eines<!-- EPO <DP n="4"> --> Turboladers verwendet. Besonders im Bereich des Ladeluftauslasses, in dem erhebliche Lärmwerte und die genannt grossen Strömungsgeschwindigkeiten auftreten, kann damit eine wesentlicher Beitrag zur angestrebten Verringerung der Lärmemissionen der nachfolgenden luftführenden Komponenten erreicht werden.</p>
<p id="p0018" num="0018">Zum Einbau des vorliegenden Schalldämpfers eignet sich besonders der Kompensator, welcher die Verbindung von Verdichteraustrittsspirale und Motorkomponenten darstellt. Durch die Wahl des Kompensators als wesentlicher Einbauort ergibt sich auch die Möglichkeit der Nachrüstung bereits gelieferter bzw. in Betrieb stehender Brennkraftmaschinen.</p>
<p id="p0019" num="0019">Ebenfalls günstig ist der Einbau des Schalldämpfers direkt in den Ausgang des spiralenförmigen Verdichtergehäuses. Aufgrund der Lage näher an der Lärmquelle und des etwas engeren Strömungskanals kann die Wirkung des Resonators noch zusätzlich verbessert werden.</p>
<p id="p0020" num="0020">Die erfindungsgemässen Schalldämpfer eignen sich allgemein für die Eintritts- bzw. Austrittsbereiche von Strömungsmaschinen.</p>
<p id="p0021" num="0021">Weitere Vorteile ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.</p>
<heading id="h0004">Kurze Beschreibung der Zeichnungen</heading>
<p id="p0022" num="0022">Nachfolgend sind anhand der Figuren Ausführungsbeispiele des erfindungsgemässen Schalldämpfers dargestellt und näher erläutert. In allen Figuren sind gleichwirkende Elemente mit gleichen Bezugszeichen versehen. Es zeigen:
<dl id="dl0001">
<dt>Fig. 1</dt><dd>einen Resonatorschalldämpfer mit beabstandet voneinander angeordneten, auf eine Hauptfrequenz ausgelegte Kammern, und</dd>
<dt>Fig. 2</dt><dd>einen Resonatorschalldämpfer nach Fig. 1 mit zwischen den auf die Hauptfrequenz ausgelegten Kammern angeordneten, auf eine Nebenfrequenz ausgelegten Kammern.</dd>
</dl></p>
<heading id="h0005">Weg zur Ausführung der Erfindung</heading>
<p id="p0023" num="0023">Fig. 1 zeigt einen Resonatorschalldämpfer, wie er etwa in einem Rohrabschnitt zwischen dem Verdichter eines Abgasturbolader und einer Brennkraftmaschine verwendet wird. Bei<!-- EPO <DP n="5"> --> der Brennkraftmaschine handelt es sich beispielsweise um einen Grossdieselmotor, wie er etwa auf Schiffen oder stationären Anlagen zur Stromerzeugung eingesetzt wird.</p>
<p id="p0024" num="0024">Der Resonatorschalldämpfer weist mehrere Resonatorkammern 12 auf, welche von einem Abdeckblech 11 gegen den Strömungskanal 1 hin abgetrennt sind. Im Abdeckblech 11 sind schlitzförmigen Öffnungen 13 vorgesehen. Die einzelnen Kammern sind durch Wandteile 15 unterteilt. Radial aussen sind die Kammern durch Rückwandteile 14 begrenzt. Die Schlitze sind im wesentlichen in Strömungsrichtung ausgerichtet und haben eine Länge, welche vorteilhafterweise mindestens dreimal grösser ist als die Breite. Da die Strömung nicht homogen in eine Richtung verläuft, können die einzelnen Schlitze auch in kleinen Winkeln zueinander angeordnet sein, um dem Strömungsverlauf besser zu entsprechen. Je nach Strömungsverlauf können die Schlitze auch gebogen ausgebildet sein. Die Tiefe der Schlitze kann beispielsweise über die Dicke des Abdeckbleches realisiert werden. Alle drei Grössen (Länge, Breite und Tiefe der Schlitze) haben, ebenso wie die Anzahl der Schlitze pro Kammer sowie die Abmessungen der Kammern, einen direkten Einfluss auf das Dämpfvermögen des Schalldämpfers.</p>
<p id="p0025" num="0025">In der dargestellten Ausführungsform umfasst der Schalldämpfer vier in Strömungsrichtung nacheinander angeordnete Resonatorkammern. Die Kammern können durch separate Abdeckbleche oder aber durch ein oder mehrere gemeinsame Abdeckbleche abgedeckt sein. Die Resonatorkammern sind zur Dämpfung einer bestimmten Frequenz ausgelegt. Die Frequenz kann durch Veränderung der Kammergeometrie sowie durch die Anzahl und die Abmessungen der Schlitze im Abdeckblech festgelegt werden.</p>
<p id="p0026" num="0026">Die vier Resonatorkammern sind voneinander beabstandet angeordnet. Zwischen jeweils zwei Kammern ist also ein Abstand a vorhanden, dank dem sich die einzelnen Teilresonatoren nicht gegenseitig in ihrer Wirkung beeinflussen.</p>
<p id="p0027" num="0027">Zur Erfindung führende Überlegungen und anschliessende Untersuchungen haben gezeigt, dass der Abstand a mindestens 20 Prozent der Wellenlänge derjenigen Frequenz betragen sollte, welche von den Kammern gedämpft wird und für welche diese also ausgelegt sind.</p>
<p id="p0028" num="0028">Eine andere Auslegungsgrösse des Abstandes a ist die absolute Abmessung der Kammern in Strömungsrichtung, wobei der Abstand der Kammern vorzugsweise mindestens 40 Prozent der Abmessung b der Kammern in Strömungsrichtung ausmacht.<!-- EPO <DP n="6"> --></p>
<p id="p0029" num="0029">Der Bereich zwischen zwei auf eine bestimmte Frequenz ausgelegt Kammern kann mit einem Absorberelement oder mit einem auf eine andere Frequenz abgestimmten Resonatorelement genutzt werden.</p>
<p id="p0030" num="0030">Ein solcher Resonatorschalldämpfer mit auf unterschiedliche Frequenzen ausgelegten Kammern ist in Fig. 2 dargestellt. Zur besseren Unterscheidbarkeit sind die Kammern 121 für die Hauptfrequenz mit hellen Abdeckblechen gezeichnet, während die dazwischen angeordneten Kammern 122, welche auf eine Nebenfrequenz ausgelegt sind, mit dunklen Abdeckblechen gezeichnet sind. Erfindungsgemäss unterscheiden sich die beiden Frequenzen um mindestens 20 Prozent, d.h. die höhere Nebenfrequenz ist mindestens 20 Prozent höher als die Hauptfrequenz. In der Praxis kann die Hauptfrequenz etwa auf den ersten Drehton des Abgasturboladers im Nennbetriebspunkt festgesetzt sein, während die Nebenfrequenz etwa dem zweiten Drehton entspricht. Durch geringe Abweichungen der Haupt- bzw. Nebenfrequenzen kann die Dämpfung im unmittelbaren Nachbarbereich der Haupt- bzw. Nebenfrequenz zusätzlich verbessert werden.</p>
<p id="p0031" num="0031">Je nach absoluter Höhe der zu dämpfenden Frequenzen können die Öffnungsverhältnisse der Schlitze bezüglich der Fläche der Abdeckbleche bis gegen 50 Prozent betragen.</p>
<p id="p0032" num="0032">Die auf die Nebenfrequenz ausgelegten Kammern des Resonatorschalldämpfers können wie die auf die Hauptfrequenz ausgelegten Kammern als Helmholtzresonator oder durch entsprechendes Anpassen der axialen Kammerdimensionen als λ/2-Resonator (Lambda-Halbe-Resonator) erfolgen. Die axiale Dimensionen der λ/2-Resonatorkammern sollten erfindungsgemäss im Bereich von 90 bis 120 Prozent der halben Wellenlänge der zu dämpfenden Frequenz liegen.</p>
<p id="p0033" num="0033">Obwohl sich der erfindungsgemässe Schalldämpfer mit den im wesentlichen in Strömungsrichtung ausgerichteten Schlitzen besonders gut für den Bereich des Verdichterabströmbereichs eignet, kann er auch in anderen Bereichen der Strömungskanäle eingesetzt werden, beispielsweise im Ansaugbereich des Verdichters oder auch turbinenseitig.<!-- EPO <DP n="7"> --></p>
<heading id="h0006">Bezugszeichenliste</heading>
<p id="p0034" num="0034">
<dl id="dl0002" compact="compact">
<dt>1</dt><dd>Schalldämpfer</dd>
<dt>11</dt><dd>Abdeckblech</dd>
<dt>12</dt><dd>Resonatorkammer</dd>
<dt>121</dt><dd>Resonatorkammer, Hauptfrequenz</dd>
<dt>122</dt><dd>Resonatorkammer, Nebenfrequenz</dd>
<dt>13</dt><dd>Schlitzöffnung</dd>
<dt>14</dt><dd>Kammerrückwand</dd>
<dt>15</dt><dd>Kammerunterteilungsstück</dd>
<dt>16</dt><dd>Zwischenkammer</dd>
<dt>2</dt><dd>Strömungskanal, Strömung</dd>
<dt>a</dt><dd>Abstand zwischen Resonatorkammern gleicher Frequenz</dd>
<dt>b</dt><dd>Abmessung der auf die Hauptfrequenz ausgelegten Resonatorkammer</dd>
</dl></p>
</description><!-- EPO <DP n="8"> -->
<claims id="claims01" lang="de">
<claim id="c-de-0001" num="0001">
<claim-text>Resonatorschalldämpfer (1) mit mehreren Kammern (12, 121, 122, 13), welche einen Strömungskanal (6) zumindest teilweise umschliessen,<br/>
wobei die Kammern gegen den Strömungskanal hin durch ein Abdeckblech (11) vollständig abgedeckt sind,<br/>
das Abdeckblech zum Strömungskanal hin mehrere, entlang dem Umfang des Strömungskanals angeordnete, in Strömungsrichtung ausgerichtete Schlitze (13) aufweist, und<br/>
mindestens zwei der Kammern (12, 121) auf eine Hauptfrequenz ausgelegt sind,<br/>
<b>dadurch gekennzeichnet, dass</b><br/>
die jeweils auf die Hauptfrequenz ausgelegten Kammern (12, 121) in Strömungsrichtung beabstandet voneinander angeordnet sind.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0002" num="0002">
<claim-text>Resonatorschalldämpfer nach Anspruch 1, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> der Abstand (a) zwischen zwei jeweils auf die Hauptfrequenz ausgelegten Kammern mindestens 20 vom Hundert der Wellenlänge der Hauptfrequenz beträgt.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0003" num="0003">
<claim-text>Resonatorschalldämpfer nach Anspruch 1, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> der Abstand (a) zwischen zwei jeweils auf die Hauptfrequenz ausgelegten Kammern (12, 121) mindestens 40 vom Hundert der Abmessung (b) in Strömungsrichtung der auf die Hauptfrequenz ausgelegten Kammern (12, 121) beträgt.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0004" num="0004">
<claim-text>Resonatorschalldämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 4, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> zwischen zwei jeweils auf die Hauptfrequenz ausgelegten Kammern (121) eine auf eine Nebenfrequenz ausgelegte Kammer (122) angeordnet ist.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0005" num="0005">
<claim-text>Resonatorschalldämpfer nach Anspru 4, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> jeweils zwischen zwei von mehreren auf die Hauptfrequenz ausgelegten Kammern (121) eine auf eine Nebenfrequenz ausgelegte Kammer (122) angeordnet ist.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0006" num="0006">
<claim-text>Resonatorschalldämpfer nach einem der Ansprüche 4 oder 5, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> sich die Nebenfrequenz mindestens um 20 vom Hundert der Hauptfrequenz unterscheidet.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0007" num="0007">
<claim-text>Resonatorschalldämpfer nach einem der Ansprüche 4 bis 6, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> die auf die Nebenfrequenz ausgelegte Kammern (122) als Lambda/Halbe-Resonatoren ausgebildet sind.<!-- EPO <DP n="9"> --></claim-text></claim>
<claim id="c-de-0008" num="0008">
<claim-text>Resonatorschalldämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 4, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> zwischen zwei jeweils auf die Hauptfrequenz ausgelegten Kammern (121) ein Absorberschalldämpferelement angeordnet ist.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0009" num="0009">
<claim-text>Brennkraftmaschine, mit wenigstens einem Abgasturbolader, wobei wenigstens ein strömungsführendes Element im Bereich des Abgasturboladers wenigstens einen Resonatorschalldämpfer (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche umfasst.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0010" num="0010">
<claim-text>Brennkraftmaschine nach Anspruch 9, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> der Abgasturbolader einen Verdichter zum Verdichten eines gasförmigen Mediums umfasst, wobei der Verdichter ein Verdichtergehäuse umfasst, mit einer gaseintrittsseitigen Öffnung und einer gasaustrittsseitigen Öffnung, wobei die gasaustrittsseitige Öffnung einen Abströmstutzen zum Befestigen eines strömungsführenden Elementes umfasst, und dass der Resonatorschalldämpfer (1) in dem Abströmstutzen am Verdichteraustritt angeordnet ist.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0011" num="0011">
<claim-text>Strömungsmaschine, umfassend ein strömungsführendes Element mit einem Resonatorschalldämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 8.</claim-text></claim>
</claims><!-- EPO <DP n="10"> -->
<drawings id="draw" lang="de">
<figure id="f0001" num=""><img id="if0001" file="imgf0001.tif" wi="165" he="177" img-content="drawing" img-format="tif"/></figure><!-- EPO <DP n="11"> -->
<figure id="f0002" num=""><img id="if0002" file="imgf0002.tif" wi="165" he="177" img-content="drawing" img-format="tif"/></figure>
</drawings>
<search-report-data id="srep" lang="de" srep-office="EP" date-produced=""><doc-page id="srep0001" file="srep0001.tif" wi="149" he="233" type="tif"/><doc-page id="srep0002" file="srep0002.tif" wi="155" he="233" type="tif"/></search-report-data>
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<heading id="ref-h0001"><b>IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE</b></heading>
<p id="ref-p0001" num=""><i>Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.</i></p>
<heading id="ref-h0002"><b>In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente</b></heading>
<p id="ref-p0002" num="">
<ul id="ref-ul0001" list-style="bullet">
<li><patcit id="ref-pcit0001" dnum="EP1510667A2"><document-id><country>EP</country><doc-number>1510667</doc-number><kind>A2</kind></document-id></patcit><crossref idref="pcit0001">[0006]</crossref></li>
</ul></p>
</ep-reference-list>
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