[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Herstellung von Betonformsteinen.
[0002] Zur Herstellung von Betonformsteinen oder Formkörpern aus einem vergleichbaren Material
durch Verdichten eines in eine Form eingefüllten erdfeuchten Betongemisches, nachfolgend
kurz als Frischbeton bezeichnet, sind Formmaschinen im Einsatz, bei welchen eine auswechselbare
Form mit einem oder mehreren die Gestalt der Betonformsteine im wesentlichen bestimmenden
Formnestern auswechselbar in der Formmaschine gehalten ist. In der
NL 8 602 100 ist beispielsweise eine Vorrichtung beschrieben, bei welcher ein dauerhaft in der
Formmaschine angeordneter Halterahmen eine Aufnahme für eine Form bildet, welche mittels
vertikal angeordneter Schrauben in dem Halterahmen gehalten ist. Die Form ist in gebräuchlicher
Weise mittels des Halterahmens vertikal auf einen Rütteltisch gedrückt, wobei während
eines Rüttelvorgangs erhebliche Beschleunigungskräfte auf die Form und den in dieser
befindlichen Beton einwirken. Zur Dämpfung der Kraftüberkopplung von der Form auf
den Halterahmen sind zwischen vertikal gegenüber stehende Flächen von Form und Halterahmen
im Bereich der Befestigungsschrauben elastische Dämpfungselemente, beispielsweise
Tellerfedern oder Elastomerkörper eingefügt. Aus der
DE 27 10 643 A1 ist eine Anordnung bekannt, bei welche eine Form in einem maschinenseitigen Rahmen
durch eine zwischen gegenüber stehende Wandflächen von Form und Rahmen eingefügte
relativ dicke Gummileiste gehalten ist. Die Gummileiste ist über Reliefstrukturen
sowohl an der Form als auch an dem Rahmen gehalten, zum einfachen Formwechsel auf
Seiten des Rahmens eine in eine Vertiefung der Gummileiste eingreifende Schiene horihorizontal
verstellbar ist Die Verstellung der Schiene kann über eine Reihe von Schrauben erfolgen
oder durch Verschwenken einer Rahmenseite nach oben.
[0003] In anderer überwiegend benutzter Ausführung sind in der Formmaschine an gegenüber
liegenden Vertikalführungen der Formmaschine Befestigungsflansche als dauerhafte Einrichtungen
vorgesehen, an welchen Formen mit Flanschleisten auswechselbar befestigt werden. Die
Flanschleisten werden durch unter hohem Druck stehende, mit einem Druckfluid beaufschlagte
hydraulische oder pneumatische Balge gegen die Befestigungsflansche verspannt. Die
Formen sind durch Lösen der Spannbalge schnell auswechselbare. Die Formen können in
einem Formrahmen mit den Befestigungsflanschen und einem elastisch gedämpft in diesem
gehaltenen Formeinsatz unterteilt sein, welche aber als eine Baueinheit gehandhabt
werden. Eine solche Form mit Dämpfungsmitteln zwischen Formrahmen und Formeinsatz
ist beispielsweise aus der
EP 730 936 A1 bekannt.
[0004] Die
DE 102 01 960 A1 offenbart eine Vorrichtung zur Herstellung von Betonformsferner gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1 und zeigt eine Form mit einem Rahmen aus miteinander verschraubten
Längsleisten und Querleisten und einem in dem Rahmen gedämpft gehaltenen Formeinsatz,
wobei in diesem Fall die Dämpfung über fluidgefüllte Hohlkörper bewerkstelligt ist
und der Fluiddruck steuerbar veränderlich ist.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine vorteilhafte Vorrichtung zur Herstellung
von Betonformsteinen mit einer auswechselbar in einem Halterahmen gehaltenen Form
sowie ein Formensystem mit unterschiedlichen Formen zur Verwendung in einer solchen
Vorrichtung anzugeben.
[0006] Die erfindungsgemäße Lösung ist in dem unabhängigen Anspruch 1 beschrieben. Die abhängigen
Ansprüche enthalten vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung.
[0007] Die horizontale Verschiebbarkeit der Halteelemente zwischen einer Eingriffsstellung,
in welcher eine Kraftkopplung zur Übertragung vertikaler Kräfte zwischen den Halterahmen
und der Form besteht, und einer Lösestellung, in welcher diese Kraftkopplung aufgehoben
und die Form aus dem Halterahmen entnehmbar oder in diesem einsetzbar ist, ermöglicht
einen einfachen und schnellen Wechsel der Form im Halterahmen bei vorteilhafter Gestaltungsmöglichkeit
der Halteelemente und/oder beliebigen, insbesondere auch sehr geringen Höhen der Form.
[0008] Insbesondere kann in besonders vorteilhafter Ausführung die Form in gegenüber dem
Halterahmen angehobener Position zusammen mit der zugehörigen Auflastvorrichtung aus
einem vorzugsweise dauerhaft in der Formmaschine verbleibenden Halterahmen entnehmbar
sein. In anderer vorteilhafter Ausführung kann vorgesehen sein, dass der Halterahmen
an einer Seite geöffnet werden kann und die Form samt Auflastvorrichtung in horizontaler
Richtung entnommen bzw. eingesetzt werden kann.
[0009] Der Halterahmen bildet einen allseitig um die Form geschlossenen im wesentlichen
rechteckigen Rahmen mit Längsleisten und Querleisten, wobei als Querleisten die den
Vertikalführungen der Formmaschine zugewandten Seiten des Halterahmens bezeichnet
seien und die Längsleisten die Enden der Querleisten miteinander verbinden.
[0010] In der Lösestellung der Haltestrukturen ist vorteilhafterweise an allen Seiten der
Form im Vertikalbereich der Haltestruktur ein freier Spalt zwischen der Außenkontur
der Form und der Innenkontur des Halterahmens jeweils einschließlich der Haltestrukturen
mit Dämpfungselementen gegeben. Die Spaltbreite beträgt vorteilhafterweise allseitig
wenigstens 0,5 mm, vorzugsweise wenigstens 1 mm.
[0011] In bevorzugter Ausführungsform ist wenigstens eine, vorzugsweise beide Längsleisten
relativ zu den Querleisten verschiebbar und mit bezüglich der Längsleiste feststehenden
Halteelementen ausgestattet, welche durch Verschiebung der Längsleiste bezüglich der
Gegenhalteelementen der Form in die Eingriffsstellung oder die Lösestellung gebracht
werden können. Vorzugsweise sind beide Längsleisten in entgegen gesetzter Bewegungsrichtung
relativ zu den Querleisten verschiebbar, insbesondere pneumatisch oder hydraulisch
über ein entsprechendes gasförmiges oder flüssiges Druckfluid. In der Eingriffsstellung
der Haltestrukturen ist die wenigstens eine verschiebbare Längsleiste vorteilhafterweise
formschlüssig mit den beiden Querleisten verbunden. Für eine einseitige Öffnung des
Halterahmens kann eine der Längsleisten abnehmbar oder vorzugsweise um eine vertikale
Schwenkachse horizontal verschwenkbar und in geschlossener Rahmenstellung verriegelbar
sein.
[0012] Die Halteelemente und Gegenhalteelemente greifen vorteilhafterweise in der Eingriffsstellung
in Verschieberichtung zwischen Eingriffsstellung und Lösestellung horizontal überlappend
ineinander und sind formstabil und relativ zu Halterahmen bzw. Form lagestabil oder
enthalten zumindest Elementteile, welche diese Eigenschaften aufweisen, so dass quer
zur Verschieberichtung, insbesondere in vertikaler Richtung prinzipiell beliebig hohe
Kräfte übertragbar sind. Die Halteelemente und Gegenhalteelemente weisen vorteilhafterweise
horizontal überlappend ineinander greifende Vorsprünge und Vertiefungen auf. Vorteilhafterweise
bewirken die einzelnen Halteelemente und Gegenhalteelemente wenigstens in vertikaler
Richtung, vorzugsweise auch in der quer zur jeweiligen horizontalen Verschieberichtung
verlaufenden horizontalen Richtung eine Abstützung des Halterahmens gegen die Form
bzw. umgekehrt. Vorteilhafterweise kann auch noch eine Abstützung zwischen Halterahmen
und Form in Verschieberichtung der Halteelemente gegeben sein.
[0013] Vorteilhafterweise sind zwischen Halteelemente und Gegenhalteelemente in dem Weg
der Kraftübertragung von Form zu Halterahmen bzw. umgekehrt Dämpfungselemente eingefügt,
welche insbesondere eine Schwingungsbewegung kleiner Amplitude der Form während der
Einwirkung der Rütteleinrichtung, insbesondere in vertikaler Richtung, relativ zu
dem Halterahmen ermöglichen, wobei eine Relativbewegung zwischen Halterahmen und Form
erfolgt. Der Halterahmen kann dabei als feststehend angesehen werden oder auch den
Schwingungsbewegungen in verringertem gedämpftem Umfang folgen. Die Dämpfung kann
für verschiedene Richtungen der Kraftübertragung zwischen Halterahmen und Form unterschiedlich
sein. Das Dämpfungsmaß kann insbesondere von Form, Material und Anzahl der Dämpfungselemente
abhängig und über diese Parameter veränderlich, insbesondere auch in Abstimmung auf
die jeweilige Form vorgebbar sein. Dämpfungselemente können mit Halteelementen oder
Gegenhalteelementen fest verbunden sein und als Teil von diesen angesehen werden.
[0014] Das Dämpfungsmaß der Dämpfungselemente kann ferner über eine ohne Einwirkung der
Rüttelvorrichtung vorteilhaft gegebene elastische Vorspannung von elastisch verformbarem
Material der Dämpfungselemente beeinflussbar sein. Haltestrukturen zwischen einem
Rahmen und einem Formeinsatz mit in Eingriffsstellung horizontal überlappenden, form-
und lagestabilen Halteelementen und Gegenhalteelementen sind z. B. aus der
DE 102 33 776 A1 in Form von Reliefstrukturen an hydraulisch oder über Gewinde verschiebbaren Halteelementen
oder aus der
DE 103 33 743 A1 mit Dämpfungselementen mit fluidgefüllten Kammern bekannt.
[0015] Die Dämpfungselemente können in vorteilhafter Ausführung auch aus einer Kombination
unterschiedlicher Materialien aufgebaut sein. Insbesondere können die Dämpfungselemente
Kammern aufweisen, welche mit einem Fluid gefüllt sind und mit einer Druckquelle,
insbesondere einer Pumpe und/oder einem Druckbehälter in fluidleitender Verbindung
stehen, über welche der statische Druck des Fluids veränderlich vorgebbar ist. Es
können mehrere einzeln ansteuerbare und mit unterschiedlichem Fluiddruck beaufschlagbare
Dämpfungselemente oder Gruppen von Dämpfungselementen vorgesehen sein. Ferner können
innerhalb einzelner Dämpfungselemente mehrere getrennte und getrennt mit unterschiedlichem
Fluiddruck beaufschlagbare Kammern vorgesehen sein, welche mit verschiedenen Fluiddruckquellen
in Verbindung stehen.
[0016] Besonders vorteilhaft sind Ausführungsformen, bei welchen Halteelemente und/oder
Gegenhalteelemente bzw. zwischen diese eingefügte Dämpfungselemente in Verschieberichtung
verjüngt bzw. erweitert sind und mit schräg gegen die Verschieberichtung geneigten
Flächen aneinander anliegen. Bei gegen die Verschieberichtung geneigten Flächen an
Dämpfungselementen kann über eine in Verschieberichtung ausgeübte Andrückkraft und/oder
die relative Position von Halteelementen und Gegenhalteelementen vorteilhaft das Dämpfungsmaß
der Schwingungsdämpfung von Form zu Halterahmen beeinflusst und gezielt eingestellt
werden. In besonders vorteilhafter Ausführung können entlang einer Längsleiste eines
Halterahmens mehrere diskrete, in Leistenrichtung beabstandete Halteelemente angeordnet
sein, welche zusammen mit der jeweiligen Halteleiste relativ zu der Form kollektiv
horizontal verschiebbar sind und mit Dämpfungselementen als Zwischenlage in korrespondierend
an der Form ausgebildete Gegenhalteelemente eingreifen, wobei vorteilhafterweise die
horizontale Andrückkraft für alle Halteelemente an die Gegenhalteelemente durch eine
Verspannung der jeweiligen Halteleiste gegen die anderen Rahmenleisten vorgebbar sein
kann. Eine solche Verspannung kann in vorteilhafter Ausführung mittels fluidbetätigter
Zylinder erfolgen, so dass die Andrückkraft besonders einfach über den Fluiddruck
im Zylinder eingestellt werden kann.
[0017] In bevorzugter Ausführung mit über ein Fluid betätigbaren Zylindern zur Verschiebung
wenigstens einer Halteleiste zwischen der Eingriffsstellung und der Lösestellung der
Halteelemente können die Zylinder vorteilhafterweise als sogenannte an sich bekannte
Verriegelungszylinder in einer Endstellung, hier insbesondere der Eingriffsstellung
der Halteelemente, durch Verriegelungsmittel unabhängig vom Fluiddruck gehalten sein.
Die Verriegelungsmittel können durch Druckbeaufschlagung des Zylinder in Richtung
der Lösestellung entriegelt werden. Hierdurch ist eine Druckbeaufschlagung der Zylinder
nur während der Verschiebung der Halteleiste zum Formwechsel, nicht aber während des
Haltens erforderlich.
[0018] Die Erfindung ist besonders vorteilhaft in Verbindung mit einem Formensystem, welches
einen einheitlichen Halterahmen und eine Mehrzahl unterschiedlicher, insbesondere
auch unterschiedlich hoher Formen mit im Füllzustand stark unterschiedlicher Masse,
insbesondere Massenunterschieden um den Faktor 2 oder höher umfasst, wobei die Formen
jeweils Gegenhalteelemente in einer Anordnung und Ausführung enthalten, welche zu
den Halteelementen des einheitlichen Halterahmens kompatibel ist. Die Halteelemente
sind für unterschiedliche Formen dabei nach Anordnung, Anzahl und Ausführung nicht
notwendigerweise identisch, so dass in ein und demselben Halterahmen unterschiedliche
Formen mit unterschiedlichem Dämpfungsmaß gehalten sein können. Beispielsweise können
gegenüber der Anzahl der rahmenseitigen Halteelemente auf Seiten der Form weniger
Gegenhalteelemente vorgesehen sein, so dass einige der rahmenseitigen Halteelemente
ohne Wirkung bleiben, oder die Gegenhalteelemente können unterschiedlich groß gewählt
sein, so dass z. B. eine beim Eingriff auftretende elastische Verformung von Dämpfungselementen
je nach deren Ausführung unterschiedlich ausfällt.
[0019] Bei identischer Ausführung der formseitigen Halteelemente nach Anordnung, Anzahl
und Ausführung bei unterschiedlichen, insbesondere unterschiedlich hohen Formen können
verschiedene Dämpfungsmaße durch rahmenseitige Merkmale, wie Variation der horizontalen
Andrückkraft der Halteelemente an die Gegenhalteelemente und/oder Fluiddruck in fluidgefüllten
Halteelementen eingestellt werden. Dies kann insbesondere auch automatisch durch eine
Steuereinrichtung nach Maßgabe der eingesetzten Form, welche in einer Weiterbildung
gleichfalls automatisch erfasst werden kann, vorgenommen werden.
[0020] Der Halterahmen kann durch die Verwendbarkeit für unterschiedliche Formen vorteilhafterweise
dauerhaft in der Formmaschine angeordnet sein oder zumindest über eine größere Anzahl
von Formwechseln in der Maschine verbleiben. In anderer Ausführung kann der Halterahmen
auch schnell auswechselbar in der Formmaschine gehalten sein und bei jedem Formwechsel
zusammen mit der Form in an sich herkömmlicher Weise der Handhabung von Formen mit
Flanschleisten aus der Form entnommen und gegen einen gleichen Halterahmen mit anderer
Form ausgetauscht werden, wodurch u. U. der Formwechsel in der Formmaschine schneller
erfolgen kann. Durch die einheitliche Gestaltung der rahmenseitigen Haltestrukturen
für mehrere Formen eines Formensystems kann der aus der Formmaschine entnehmbare Halterahmen
für mehrere Formen benutzt werden. Ein Wechsel der in dem Halterahmen gehaltenen Form
erfolgt dann außerhalb der Formmaschine, wobei aber die einfach lösbaren Haltestrukturen
auch hier von Vorteil sind, da der Benutzer Halterahmen und Form selbst ohne Einschalten
des Formenherstellers trennen und neu zusammenstellen kann. Der aus der Formmaschine
entnehmbare Halterahmen ist auch von Bedeutung als Übergangslösung für den Betrieb
in vorhandenen Formmaschinen.
[0021] Die Erfindung ist nachfolgend anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme
auf die Abbildungen noch eingehend veranschaulicht. Dabei zeigt:
- Fig. 1
- eine Rahmen-Form-Haltestruktur mit verschiebbarer Rahmenleiste,
- Fig. 2
- eine Rahmen-Form-Haltestruktur mit verschiebbaren Halteelementen,
- Fig. 3
- eine Haltestruktur für eine sehr geringe Formhöhe,
- Fig. 4
- eine Haltestruktur mit von der Form abstehenden Gegenhalteelementen,
- Fig. 5
- eine Schrägansicht eines Halterahmens mit Form,
- Fig. 6
- einen Schnitt durch Fig. 5 in y-z-Schnittebene,
- Fig. 7
- einen Schnitt durch Fig. 5 in x-z-Schnittebene,
- Fig. 8
- eine Draufsicht auf die Anordnung nach Fig. 5,
- Fig. 9
- die Anordnung nach Fig. 8 in Lösestellung,
- Fig. 10
- eine Schrägansicht der Anordnung nach Fig. 9,
- Fig. 11
- die Anordnung nach Fig. 10, teilweise zerlegt,
- Fig. 12
- eine Anordnung mit verschwenkbarer Rahmenleiste,
- Fig. 13
- eine Variante einer hohen Form,
- Fig. 14
- einen auswechselbaren Halterahmen,
- Fig. 15
- einen Schnitt durch eine vorteilhafte Ausführung einer VorRichtung,
- Fig. 16
- einen Schnitt durch eine Haltestruktur der Fig. 15,
- Fig. 17
- eine alternative Ausführung eines Halteelements,
- Fig. 18
- eine weitere Ausführung eines Halteelements,
- Fig. 19
- eine erste Ausführung mit reduzierter Haltestruktur,
- Fig. 20
- eine weitere Ausführung mit reduzierter Haltestruktur.
[0022] In Fig. 1 ist schematisch eine erste bevorzugte Ausführung von Haltestrukturen zwischen
einer Halteleiste HL eines maschinenseitigen Halterahmens und einer in diesem gehaltenen
Form FE skizziert. Die Form FE weist in gebräuchlicher Weise eine Mehrzahl von Formnestern
FN auf und steht mit ihrer unteren Begrenzungsebene UE auf einer Unterlage SB, beispielsweise
einem Brett, auf, welches seinerseits auf einem Rütteltisch RT angeordnet ist. Als
Höhe der Form sei der Abstand der unteren Begrenzungsebene UE von einer oberen Begrenzungsebene
OE betrachtet.
[0023] Die Haltestrukturen seien in allgemeiner Form durch Halteelemente HE1, welche mit
der Halteleiste HL verbunden sind, und Gegenhalteelemente GE1 auf Seiten der Form
FE gegeben. Die Haltestrukturen sind in Fig. 1 (A) in Eingriffsstellung, in Fig. 1
(B) in Lösestellung skizziert.
[0024] Die Halteelemente HE1 sind in dem bevorzugten Beispiel nach Fig. 1 als fest mit der
Halteleiste HL verbundene und von der inneren Wandfläche WA der Halteleiste HL abstehende
Elemente angenommen. Die Gegenhalteelemente GE1 auf Seiten der Form FE seien als Aussparungen
in der äußeren Wandfläche WF der Form FE ausgebildet. Die innere Wandfläche WH der
Halteleiste und die äußere Wandfläche WF der Form stehen sich beabstandet gegenüber.
Vorteilhafterweise ist ein in der Eingriffsstellung nach Fig. 1 (A) vorliegender Spalt
SPE zwischen den gegenüber stehenden Wandflächen WH und WF nach unten erweitert, so
dass von oben eventuell einfallende Schmutzpartikel ungehindert nach unten ausfallen
können. Die Spaltweite des Spaltes SPE an der engsten Stellte oben liegt typischerweise
zwischen 0,5 mm und 2 mm. In einer Ruhestellung vor Beginn eines Rüttelvorgangs liegen
vorteilhafterweise die obere Begrenzungsebene OE der Form FE und eine obere Fläche
OR der Halteleiste HL in einer Ebene.
[0025] In der skizzierten bevorzugten Ausführungsform ist die Halteleiste HL mit den fest
mit dieser verbundenen Halteelementen HE1 in einer horizontalen Verschieberichtung
VR relativ zu der Form FE zwischen der in Fig. 1 (A) skizzierten Eingriffsstellung
der Haltestrukturen und der in Fig. 1 (B) skizzierten Lösestellung verschiebbar. Möglichkeiten
einer solchen Verschiebung sind dem Fachmann an sich bekannt, besonders vorteilhafte
Beispiele sind in weiteren Figuren noch veranschaulicht.
[0026] Die Halteelemente HE1 sind im skizzierten Beispiel vorteilhafterweise in Verschieberichtung
auf die Form FE zuweisend konisch verjüngt und die Gegenhalteelemente GE1 als Aussparungen
in der Wandfläche WF der Form sind korrespondierend geformt und in Verschieberichtung
auf die Halteleiste HL zu konisch erweitert.
[0027] In der in Fig. 1 (B) skizzierten Lösestellung sind die Halteelemente HE1 von der
äußeren Kante der Gegenhalteelemente GF1 horizontal in Verschieberichtung durch einen
Spalt SPR beabstandet.
[0028] Die Halteleiste HL als eine von mehreren Rahmenleisten eines maschinenseitigen Halterahmens
ist mittels Verfahreinrichtungen, beispielsweise Hydraulikzylindern, auf Seiten der
Formmaschine in einer vertikalen Verfahrrichtung VH mit dem gesamten Halterahmen verfahrbar.
Bei der in Fig. 1 (A) skizzierten Eingriffstellung der Haltestrukturen bewirkt eine
Verfahrung des Halterahmens nach oben ein Abheben der Form FE von dem als Unterlage
dienenden Brett SB, wodurch beispielsweise während eines vorangegangen Rüttelvorgangs
in den Formnestern FN verdichtete Betonformsteine aus den Formnestern ausgeformt werden
können und auf der Unterlage SB, welche typischerweise auch zum Transport der verdichteten
Betonformsteine dient, verbleiben. Ein Verfahren des Halterahmens VH nach unten bewirkt
ein Aufsetzen der Form FE auf ein leeres Brett SB und nachfolgend durch weitere Krafteinwirkung
der maschinenseitigen Verfahreinrichtung ein Andrücken der Form FE auf das Brett SB.
Sowohl beim Abheben der Form FE nach oben als auch beim Andrücken der Form auf das
Brett SB nach unten übertragen die Haltestrukturen vertikale Kräfte zwischen der Halteleiste
HL des mit der Formmaschine verbundenen Halterahmens einerseits und der Form FE andererseits.
Während eines Rüttelvorgangs treten zusätzliche starke Vertikalkräfte sowie auch durch
die nicht rein vertikale Rüttelbewegung der Form horizontale Kräfte auf, welche über
die Haltestrukturen abgefangen werden, wofür in bevorzugter Ausführungsform zwischen
die Halteelemente HE1 und die Gegenhalteelemente GE1 elastisches Material eingefügt
ist. Das elastisch verformbare Dämpfungsmaterial kann fest mit Halteelementen oder
Gegenhalteelementen verbunden sein und einen Teil derselben bilden. Vorteilhafterweise
greifen Halteelemente HE1 und Gegenhalteelemente GE1 bzw. bei Vorliegen von zwischengefügtem
Dämpfungsmaterial starre Teile von Halteelementen und Gegenhalteelementen mit horizontaler
Überlappung ineinander, so dass das Dämpfungsmaterial bei der Übertragung von Vertikalkräften
im wesentlichen nur auf Druck und nicht primär auf Scherung beansprucht ist. Über
zwischengefügtes Dämpfungsmaterial können auch horizontale Kräfte zwischen Halteleiste
und Form FE abgefangen werden.
[0029] In der in Fig. 1 (B) skizzierten Lösestellung kann die Halteleiste HL, welche auch
in dieser Stellung noch Bestandteil des mit der Formmaschine verbundenen und in dieser
vertikal verfahrbaren Halterahmens ist, vertikal in Verfahrrichtung VH verfahren werden,
ohne dass die Form FE diese Vertikalbewegung mitmacht. Dies kann insbesondere zum
Wechsel der Form FE dienen, wofür der Halterahmen je nach Art des Formwechsels gegenüber
der skizzierten Vertikalposition nach unten oder nach oben verfahren wird. Um die
Form FE samt der zugehörigen Auflastvorrichtung aus der Formmaschine zu entnehmen
bzw. in diese einzusetzen, wird bei in Eingriff befindlichen Haltestrukturen und von
der Unterlage abgehobener Form das Brett SB durch eine Unterlage größerer Höhe ersetzt
bzw. ergänzt, die Form FE auf dieser Unterlage abgesetzt, die Haltestrukturen gelöst
und der Halterahmen weiter nach unten verfahren, so dass die Form durch Formtransporteinrichtungen
gegriffen und aus der Maschine entnommen werden kann. Das Einsetzen einer neuen Form
erfolgt entsprechend in umgekehrter Reihenfolge dieser Schritte.
[0030] In Fig. 2 ist eine alternative Ausführung von Haltestrukturen schematisch skizziert.
Hierbei sind in einer Halteleiste HL2 als einer von mehreren Rahmenleisten eines mit
der Formmaschine verbundenen und in dieser in vertikaler Verfahrrichtung VH verfahrbaren
Halterahmens Halteelemente HE2 in horizontaler Verschieberichtung VR verschiebbar
geführt. Die Halteleiste HL2 wird in dieser Ausführung nicht horizontal verschoben.
Der Wechsel zwischen der in Fig. 2 (A) skizzierten Eingriffstellung und der in Fig.
2 (B) skizzierten Lösestellung, in welcher zwischen den Halteelementen und den Gegenhalteelementen
ein Spalt SPR in Verschieberichtung vorliegt, erfolgt ausschließlich durch horizontale
Verschiebung der Halteelemente HE2 in Verschiebeführungen der Halteleiste HL2. Die
Verschiebung der Halteelemente HE2 kann beispielsweise über ein Gewinde oder hydraulisch
oder pneumatisch erfolgen. Derartige verschiebbare Halteelemente sind an sich bekannt.
Die Halteelemente und Gegenhalteelemente greifen in der Eingriffstellung nach Fig.
2 (A) wieder mit horizontaler Überlappung ineinander, so dass prinzipiell beliebig
hohe Kräfte zwischen Halteleiste HL2 und Form FE übertragbar sind.
[0031] Bei einem Formensystem mit mehreren verschiedenen Formen sind die Gegenhalteelemente
GE2 auf Seiten der unterschiedlichen Formen jeweils kompatibel zu dem in der Formmaschine
verbleibenden, für die verschiedenen Formen einheitlichen Halterahmen und den Halteelementen.
Die Gegenhalteelemente auf Seiten der Form sind dabei vorteilhafterweise für alle
Formen im wesentlichen gleich, können aber insbesondere bei Vorliegen von Dämpfungsmaterial
zwischen starren Teilen von Halteelementen und Gegenhalteelementen auch in geringem
Umfang variieren, um beispielsweise das Maß einer Vorspannung des Dämpfungsmaterials
in Eingriffstellung und/oder das im Rüttelbetrieb wirksame Dämpfungsmaß des elastischen
Materials zu beeinflussen. Die Gegenhalteelemente in Form von konischen Aussparungen
GE1 nach Fig. 1 können dabei beispielsweise im Durchmesser geringfügig variieren,
wodurch eine unterschiedliche Vorspannung von elastischem Dämpfungsmaterial in der
Einghffstellung erzielt werden kann. Ferner kann vorgesehen sein, dass bei unterschiedlichen
Formen nicht immer alle Halteelemente des Halterahmens in Gegenhalteelemente der Form
eingreifen. Stattdessen kann beispielsweise vorgesehen sein, dass Gegenhalteelemente
auf Formseite in Form von Aussparungen der in Fig. 1 für die Gegenhalteelemente GE1
skizzierten Art ersetzt sind durch größere Aussparungen, in welchen die Halteelemente
HE1 zwar einliegen, aber keine Kräfte zwischen Halteleiste und Form übertragen.
[0032] Bei besonders niedrigen Formhöhen kann u. U. die Formhöhe nicht ausreichen für die
vertikale Erstreckung von Gegenhalteelementen der in Fig. 1 als Aussparungen in der
Wand WF der Form FE eingebrachten Aussparungen bzw. Vertiefungen. In Fig. 3 ist für
eine solche Form FEM besonders geringer Höhe HM eine Ausführung skizziert, bei welcher
ein der Halteleiste HL zugewandter Randbereich der Form FEM gegenüber der unteren
Begrenzungsebene UE des Flächenbereichs der Form FEM mit den Formnestern FN seitlich
des von dem Brett SB eingenommenen Flächenbereichs nach unten durch eine Stufe FST
fortgesetzt ist und dadurch wieder eine ausreichende vertikale Erstreckung der Formwand
WFM erzielt wird.
[0033] Eine alternative Ausführung mit einer Umkehr der Form von Halteelementen und Gegenhalteelementen
ist in Fig. 4 skizziert. Dabei sind die Halteelemente HE4 als Vertiefungen in der
Innenwand der Halteleiste HL4 ausgeführt. Die Gegenhalteelemente GE4 auf Seiten der
Form FE4 sind gegenüber der Außenwand der Form in Richtung der Halteleiste vorspringend.
Halteelemente HE4 und Gegenhalteelemente GE4 greifen wiederum mit horizontaler Überlappung
ineinander. Zum Wechsel zwischen der Eingriffstellung und der Lösestellung wird vorteilhafterweise
die Halteleiste HL4 in Verschieberichtung VR relativ zur Form FE4 verschoben.
[0034] In Fig. 5 ist in Schrägdarstellung eine Vorrichtung mit einem Halterahmen HR und
einer in diesem gehaltenen Form FE dargestellt. Der Halterahmen HR ist über Führungsflansche
FF in Vertikalführungen VF einer nicht weiter dargestellten Formmaschine dauerhaft
bzw. unabhängig von einem Formenwechsel gehalten und vertikal verschiebbar geführt.
Die Form FE steht mit ihrer unteren Begrenzungsebene auf einem Brett SB auf, welches
auf einem Rütteltisch RT angeordnet ist. Der Rütteltisch RT ist ohne Einzelheiten
einer technischen Realisierungsform lediglich schematisch dargestellt. Weitere Bestandteile
einer Rüttelanordnung sind der Übersichtlichkeit halber nicht mit eingezeichnet. Mit
eingezeichnet ist ein x-y-z-Koordinatensystem, dessen z-Richtung parallel zur vertikalen
Verfahrrichtung VH des Halterahmens in der Formmaschine verläuft. Der Rütteltisch
RT ist typischerweise ortsfest in der Formmaschine angeordnet.
[0035] Der Halterahmen HR besteht im skizzierten vorteilhaften Beispiel aus zwei in x-Richtung
verlaufenden Querleisten QL, welche die Form FE in y-Richtung zwischen sich einschließen
und welche die Führungsflansche FF tragen. Die Querleisten QL seien horizontal in
der Formmaschine festgelegt und über die Führungsflansche FF vertikal verfahrbar.
Die in x-Richtung entgegen gesetzten Enden der beiden Querleisten QL sind über y-Richtung
verlaufende Längsleisten LL miteinander verbunden. Haltestrukturen seien in dieser
skizzierten vorteilhaften Ausführung lediglich zwischen den Innenwandflächen der beiden
Längsleisten LL und den diesen zugewandten Außenwandflächen der Form FE vorgesehen.
In dem Schnittbild nach Fig. 6 in einer y-z-Ebene durch die Vorrichtung nach Fig.
5 ist daher zwischen Form FE und Querleisten QL ein durchgehender Spalt SPQ ausgebildet,
welcher hinreichend groß ist, um bei einem Rüttelvorgang ein Anschlagen der Form FE
an die Querleisten QL zu verhindern.
[0036] In Fig. 7 ist ein Schnittbild durch die Vorrichtung nach Fig. 5 in einer x-z-Schnittebene
skizziert, aus welcher Haltestrukturen mit Halteelementen HE und Gegenhalteelementen
GE zwischen Längsleisten LL und der Form FE nach Art der Fig. 1 erkennbar sind. In
y-Richtung, d. h. senkrecht zur zweiten Ebene der Fig. 7 seien eine Mehrzahl von Halteelementen
und Gegenhalteelementen beabstandet vorgesehen.
[0037] In Fig. 8 ist eine Draufsicht auf die Vorrichtung nach Fig. 5 dargestellt. Aus dieser
ist ersichtlich, dass zwischen Form FE und Querleisten QL bzw. Längsleisten LL als
Rahmenleisten des Halterahmens HR umlaufend ein Spalt SPL bzw. SPQ frei ist. In dem
Spalt SPL zwischen Längsleisten LL und Form FE sind die mehreren Halteelemente HEL
angedeutet.
[0038] Bei der Vorrichtung nach Fig. 5 bis 8 seien die Längsleisten LL entsprechend der
in Fig. 1 bereits im Detail beschriebenen Ausführung relativ zu den horizontal bezüglich
der Formmaschine feststehenden Querleisten QL in Verschieberichtung VR verschiebbar
und insbesondere aus der in Fig. 5 bis 8 entnehmbaren Eingriffstellung der Haltestrukturen
von den Querleisten in x-Richtung weg verschiebbar in die in Fig. 9 in Draufsicht
skizzierte Lösestellung der Haltestrukturen. Wie aus Fig. 9 deutlich ersichtlich ist,
sind in dieser Lösestellung die Halteelemente HEL horizontal in x-Richtung jeweils
von der gegenüberstehenden Außenwandfläche der Form FE deutlich beabstandet. Längsleisten
LL und Querleisten QL befinden sich unverändert in einem Verbund als Halterahmen und
sind über die Vertikalführungen VF der Formmaschine gemeinsam vertikal verschiebbar,
wodurch in der bereits beschriebenen Weise ein Wechsel der Form FE stattfinden kann.
In Fig. 10 ist der Halterahmen mit der Form in der Lösestellung der Haltestrukturen
in Schrägansicht skizziert.
[0039] Für die Verschiebung der Längsleisten relativ zu den Querleisten sind in vorteilhafter
Ausführung Verschiebeeinrichtungen in oder an den Querleisten angeordnet. Die Verschiebung
der Längsleisten relativ zu den Querleisten erfolgt vorteilhafterweise geführt durch
in Verschieberichtung x verlaufende Führungseinrichtungen, beispielsweise mit den
Querleisten QL an deren in in x-Richtung entgegen gesetzten Stirnflächen angeordnete
Führungsstifte FS, welche in Führungsbohrungen FB der Querleisten verschiebbar sind.
Die Führungsstifte FS in den Führungsbohrungen FB dienen zugleich zumindest in der
Eingriffsstellung vorteilhafterweise zur formschlüssigen Verbindung von Querleisten
und Längsleisten und insbesondere zum Abfangen von Momenten der Querleisten um deren
Längsrichtung x und sind in der in Fig. 5 oder Fig. 8 skizzierten geschlossenen Stellung
des Rahmens im wesentlichen nur auf Scherung beansprucht. Hierfür sind vorteilhafterweise
an jeder Eckverbindung zwischen Querleisten und Längsleisten jeweils wenigstens zwei
Führungselemente oder in anderer Ausführung nicht drehsymmetrische Führungsquerschnitte
vorgesehen.
[0040] Die Verschiebung der Längsleisten relativ zu den Querleisten kann auf unterschiedliche
Arten erfolgen. Eine einfache Ausführungsform sieht eine Gewindeführung, beispielsweise
eine in x-Richtung verlaufende Gewindespindel in einer Gewindehülse für jede der Eckverbindungen
von Längsleisten und Querleisten vor. Die Betätigung der Gewindeverbindung zum Wechsel
zwischen Eingriffstellung und Lösestellung kann durch Drehung der Hülse oder der Spindel
manuell oder über einen motorischen Drehantrieb erfolgen. Eine besonders vorteilhafte
Ausführung sieht fluidbetätigte Zylinder zur Verschiebung der Längsleisten In x-Richtung
relativ zu den Querleisten vor. Die Fluidzylinder QZ, hydraulische oder pneumatische
Zylinder, sind vorteilhafterweise in die Querleisten integriert und vorzugsweise als
bidirektional arbeitende Zylinder ausgeführt. Eine vorteilhafte Ausführung ist in
Fig. 11 in teilzerlegter Darstellung veranschaulicht. Die doppelt wirkenden Zylinder
QZ sind in Aussparungen AQ der Querleisten QL angeordnet und dort über erste Bolzen
BO1 verriegelt. Der Zylinder QZ kann in einer Öffnung QB der Stirnseite der Querleiste
QL abgelagert und auch durch diese einführbar sein. Die Kolbenstange QS ragt mit einem
Anschlussstück an ihrem freien Ende in eine Aussparung LQ der Längsleiste und ist
an diesem Verbindungsstück über einen weiteren Bolzen 802 mit der Längsleiste lösbar
verbunden. Die Verschiebung über druckmittelbetätigte Zylinder QZ ermöglicht ein besonders
schnelles Lösen der Haltestrukturen und somit einen schnellen Formwechsel in der Formmaschine.
[0041] Die Verschiebung der Längsleisten über druckmittelbetätigte Zylinder bietet ferner
in einer Ausführungsform, bei welcher eine variable Andruckkraft der Halteelemente
in die Gegenhalteelemente in Verschieberichtung vorgesehen ist, die Möglichkeit, eine
solche variable Andruckkraft über den Fluiddruck in den Zylindern QZ auf einfache
Weise zu steuern. In anderer Ausführung können die Zylinder vorteilhafterweise als
sogenannte an sich bekannte Verriegelungszylinder mit interner mechanischer Verriegelung
ausgeführt sein.
[0042] In Fig. 12 ist eine Ausführungsform gezeigt, bei welcher wiederum die Form FE lediglich
über Haltestrukturen zwischen Längsleisten und Form im Halterahmen gehalten ist. Zur
Lösung der Haltestrukturen kann bei einer hinten liegenden ersten Längsleiste LL1
wieder derselbe Mechanismus mit Verschiebung der Längsleiste in x-Richtung relativ
zu den Querleisten gegeben sein. Die in der Formmaschine vorne, d. h. in Entnahmerichtung
der fertigen Betonformsteine und in Richtung, in welche ein Wechsel der eingesetzten
Form stattfindet, liegende Längsleiste LL2 ist in diesem Beispiel an dem in x-Richtung
vorne liegenden Ende einer ersten Querleiste QL1 in einem Schwenkgelenk um eine vertikale
Schwenkachse SA horizontal nach vorne wegschwenkbar. Die vordere Längsleiste LL2 ist
zu diesem Zweck an der Verbindung zur zweiten Querleiste QL2 über einen Riegelbolzen
RB von einer Führungsstange PF2 lösbar. In der in Fig. 12 skizzierten geöffneten Stellung
kann die Form FE ohne vertikale Verschiebung des Formrahmens horizontal entnommen
werden.
[0043] Soweit ein Lösen der Haltestrukturen zwischen der hinten liegenden Längsleiste und
der Form auch allein durch die horizontale Entnahme der Form aus dem geöffneten Halterahmen
möglich ist, kann die hintere Längsleiste LL1, abweichend von der skizzierten Ausführung,
auch unverschiebbar fest mit den beiden Querleisten QL1 verbunden sein.
[0044] Die vordere Querleiste LL2 kann vorteilhafterweise in einem geschlossenen, d. h.
mit ihrem freien Ende an der Führungsstange PF2 über den Riegelbolzen RB verriegelten
Zustand wiederum relativ zu beiden Querleisten QL1, QL2 über Verschiebeeinrichtungen
der bereits erwähnten Art verschiebbar sein. Dabei kann auch wieder eine Zentrierung
und formschlüssige Verbindung von Längsleiste LL2 mit den Stirnseiten beider Querleisten
über Führungsstifte oder dergleichen vorgesehen sein. Ein Eingriff der Halteelemente
auf Seiten der Längsleiste LL2 in die korrespondierenden Gegenhalteelemente in der
Außenwand der Form FE erfolgt vorteilhafterweise erst durch die Längsverschiebung
der geschlossenen Längsleiste LL2 relativ zu den Querleisten.
[0045] Eine formschlüssige Verbindung der Längsleiste LL2 mit den Querleisten kann anstelle
von Führungsstiften auch wie in Fig. 12 skizziert durch nicht drehsymmetrische Ausbildung
von Führungsstangen PF2, PF1 erfolgen, welche in entsprechend geformte Aussparungen
PO1 bzw. PO2 der Längsleiste LL2 eingreifen und auch in den Querleisten gegen Verdrehung
gesichert geführt sind. Führungsstangen und Aussparungen können beispielsweise polygonale
Querschnitte aufweisen.
[0046] In anderer Ausführung, insbesondere wenn der Abstand zwischen der Schwenkachse und
dem dieser am nächsten liegenden Gegenhalteelemente ausreichend groß ist, kann auch
ein Eingriff der Haltelelemte auf Seiten der Längsleiste LL2 in die Gegenhalteelemente
auf Seiten der Form FE unmittelbar durch den schließenden Schwenkvorgang der Längsleiste
LL2 erfolgen.
[0047] Während in den vorangegangenen Beispielen gemäß besonders vorteilhafter Ausführungen
jeweils angenommen ist, dass die Gegenhalteelemente bei allen verschieden hohen Formen
jeweils im wesentlichen die gleiche relative Vertikalposition bezüglich der oberen
Begrenzungsebene OE der jeweiligen Form aufweisen und dabei vorteilhafterweise obere
Begrenzungsebene der Form und obere Fläche OR des Halterahmens in einer Ebene liegen,
kann in anderer Ausführungsform auch vorgesehen sein, dass die Gegenhalteelemente
für Formen unterschiedlicher Höhe nicht in konstanter relativer Höhenlage bezüglich
der oberen Begrenzungsebene der Form liegen. Insbesondere können die Gegenhalteelemente
dann in fester relativer Höhenlage bezüglich der unteren Begrenzungsebene der Form
für alle Formen gleich angeordnet sein. In Fig. 13 ist hierzu eine höhere Form FEH
skizziert, bei welcher Gegenhalteelemente GE in einem unteren Sockelbereich SO angeordnet
sind. Die obere Begrenzungsebene der Form ist durch eine Deckplatte DP abgeschlossen,
welche wiederum seitlich in definierter relativer Position an eine maschinenseitige
Fläche anschließen kann und wieder eine durchgehende Fläche bildet, über welche der
Füllwagen der Formmaschine gefahren wird.
[0048] Während bei den vorangegangenen Beispielen angenommen ist, dass der Halterahmen im
wesentlichen dauerhaft in der Formmaschine verbleibt und insbesondere auch die Querleisten
horizontal in definierter Position in der Formmaschine geführt sind, ist in Fig. 14
eine Variante skizziert, bei welcher auf Maschinenseite in bei gebräuchlichen Maschinen
üblicher Weise ein Maschinenflansch MF vorhanden ist, welcher über die maschinenseitigen
Verfahreinrichtungen vertikal verfahrbar und dabei in Vertikalführungen VF geführt
ist. Der Halterahmen WR ist in dieser Ausführung an den Querleisten WQ mit Flanschleisten
FL versehen und über diese in für auswechselbare Formen gebräuchlicher Weise an dem
Maschinenflansch MS lösbar verspannbar. Ein Wechsel der in den Halterahmen WR eingesetzten
Form kann dann sowohl durch Lösen der zwischen Halterahmen WR und Form in Eingriff
befindlichen Haltestrukturen, beispielsweise in einer der vorangehend beschriebenen
Weisen erfolgen, als auch durch Wechsel des Halterahmens WR samt Form und gegebenenfalls
zugehöriger Auflastvorrichtung aus der Formmaschine und Wechsel der Form FE in dem
Halterahmen WR außerhalb der Formmaschine. Hierdurch kann zum einen u. U. die Zeit
zum Wechsel der Form in der Formmaschine weiter verkürzt werden, wenn der Austausch
des Halterahmens WR samt Form in der Formmaschine schneller erfolgen kann als der
Wechsel der Form FE im Halterahmen WR, zum anderen können durch diese Ausführungsform
auf einfache Weise mehrere unterschiedliche Formensysteme mit jeweils eigenen Halterahmen
problemlos in derselben Formmaschine gehandhabt werden. Unterschiedliche Formensysteme
können beispielsweise gegeben sein in Form von Pflasterstein-Formen mit möglichst
vollständiger Flächenbelegung durch die Formnester und typischerweise aus einem massiven
Stück gefertigter Form einerseits und Formsystemen für Sonderformen von Betonformsteinen,
beispielsweise Bogensegmenten, bei welchen die Flächenbelegung durch die Formnester
einen wesentlich geringeren Anteil ausmacht und die Formen aus Blechen aufgebaut sind,
so dass hier eventuell andere Gestaltungen der Haltestrukturen günstiger sind.
[0049] In Fig. 15 ist eine Vorrichtung mit in einem Halterahmen HR gehaltener Form FE in
einem Ausgangszustand vor Beginn eines Rüttelvorgangs im Querschnitt skizziert. Der
Halterahmen HR liegt auf einem maschinenseitigen Vertikalanschlag AM auf. Die Form
FE liegt mit ihrer unteren Begrenzungsebene auf der Unterlage SB auf, welche sich
wiederum auf Schlagleisten VL oder Schlagplatten einer Rütteleinrichtung im Ruhezustand
abstützt. Die Haltestrukturen umfassen als Halteelemente formstabile und positionsstabil
mit dem Halterahmen HR verbundene Bolzen KE. Die Gegenhalteelemente sind durch konische
Aussparungen in der Seitenwand der Form FE gebildet. Zwischen die Bolzen KE als Halteelemente
und die Aussparungen FA als Gegenhalteelemente sind Dämpfungselemente DE eingeführt,
welche aus elastisch verformbarem Material bestehen und in welchen fluidgefüllte Kammern
LK1 und LK2 ausgebildet sind. In der skizzierten Position von Halterahmen und Form
bilden die obere Begrenzungsebene OE der Form und die obere Fläche OR des Halterahmens
wieder eine bis auf einen Spalt durchgehende ebene Fläche. Die Dämpfungselemente DE
sind durch Verformung und/oder durch Fluiddruck in den Kammern LK1, LK2 so vorgespannt,
dass sie eine vertikale Andrückkraft der Form FE auf die Unterlage SB bewirken. Während
eines Rüttelvorgangs schwingen die Schlagleisten VL auf und ab und zwingen der Form
gleichfalls eine vertikale Auf- und Abbewegung auf. Im oberen Umkehrpunkt einer solchen
Auf- und Abbewegung ist die durch die Haltestrukturen zwischen Halterahmen HR und
Form FE wirkende Vertikalkraft je nach Gestaltung der Halteelemente und der Verbindung
der Fluidkammern mit einer Fluidquelle im wesentlichen gleichbleibend oder höher als
in der in Fig. 15 skizzierten Ausgangsposition. Im unteren Umkehrpunkt der Bewegung
der Schlagleisten VL sind diese typischerweise gering von der Unterlage SB nach unten
versetzt, so dass die Unterlage SB bei der Bewegung nach unten auf feststehende Tragbalken
TB aufschlägt und bei erneuter Aufwärtsbewegung der Schlagleisten VL wiederum schlagartig
nach oben beschleunigt wird. Der Anschaulichkeit halber ist in Fig. 15 abweichend
von den Beispielen nach den vorangegangenen Zeichnungen die Haltestrukturen an den
Rahmenleisten vorgesehen, welche auch an den Anschlagelementen vertikal anliegen,
welche typischerweise die Querleisten des Halterahmens sind, so dass die Ansicht nach
Fig. 15 mit Blick in x-Richtung anzusehen ist. Da bei der Vertikalbewegung Längsleisten
und Querleisten starr als Halterahmen gekoppelt sind, ist die Ausführung zu Fig. 15
hinsichtlich der Haltestrukturen in analoger Weise auf die Anordnung von Haltestrukturen
in Längsleisten übertragbar.
[0050] In Fig. 16 ist ein Querschnitt durch ein Dämpfungselement DE der in Fig. 15 skizzierten
Art dargestellt. Hierbei sind auch die in Fig. 15 der Übersichtlichkeit halber nicht
eingezeichneten Fluidzuleitungen zu den Fluidkammern in Form von in Längsrichtung
des Bolzens verlaufenden Kanälen K1, K2 und Querbohrungen Q1, Q2 dargestellt. Durch
die getrennten Zuleitungen können beide Fluidkammern mit unterschiedlichem Fluiddruck
beaufschlagt werden. In einfacherer Ausführung kann auch für beide Kammern derselbe
Fluiddruck vorgesehen sein. Als Fluid wird vorzugsweise Druckluft eingesetzt.
[0051] In Fig. 17 ist eine Variante eines Dämpfungselements DES ähnlich der in Fig. 16 skizzierten
Art dargestellt. Hier ist nur eine einzige Fluidkammer vorgesehen, welche sich um
ein Winkelsegment WS von mehr als 180° um den zentralen Bolzen KE erstreckt. Durch
den großen Winkelsektor kann, wenn der Fluiddruck in der Hohlkammer LK auf Außendruck
abgesenkt wird, die Haltestruktur besonders einfach und ohne Beschädigungsgefahr für
das elastische Dämpfungselement gelöst werden. Durch die Ausrichtung der Fluidkammer
LK bezüglich des rahmenseitigen Halteelements KE nach unten kann über die Kammer besonders
vorteilhaft die Andrückkraft bzw. das Dämpfungsmaß einer solchen Haltestruktur eingestellt
werden.
[0052] In Fig. 18 ist ein demgegenüber besonders einfach und kostengünstig ausgeführtes
Halteelemente dargestellt, bei welchem auf einen Bolzen ein vorzugsweise konisches
Dämpfungselement DEK aus massivem elastisch verformbaren Material, insbesondere einem
Elastomer, ohne Fluidkammern gebildet ist. Das Dämpfungsmaß eines solchen Halteelements
ist primär durch Gestalt und Art des Dämpfungselements bestimmt. Das konische Dämpfungselement
greift vorteilhafterweise in eine gleichfalls konische Aussparung als Gegenhalteelement
ein. Die Konuswinkel von Halteelement und Gegenhalteelement können auch unterschiedlich
sein. Es kann auch ein konisches Gegenhalteelement in Verbindung mit einer zylindrischen
Außenfläche des Dämpfungselements oder ein konisches Bolzenende vorgesehen sein.
[0053] In Fig. 19 ist dargestellt, wie bei Verwendung von Dämpfungselementen mit Fluidkammern
eine Variation des Dämpfungsmaßes bzw. der Andrückkraft nicht nur im Rahmen der Variation
des Fluiddrucks aus einer Fluidquelle, sondern in weiterem Variationsbereich, beispielsweise
für stark unterschiedliche Formgrößen, auch noch dadurch variiert werden kann, dass
die mit einem Fluid druckbeaufschlagten und in Aussparungen FAZ als Gegenhalteelemente
eingreifende Halteelemente in wenigstens zwei unterschiedlichen Gruppen zusammengefasst
sind und die Hohlkammern von Dämpfungselementen DEA einer ersten Gruppe über Fluidzuleitungen
FLA, KA, QA mit einem anderen Druck beaufschlagbar sind als Hohlkammern von Dämpfungselementen
DEB einer zweiten Gruppe über Fluidleitungen FLB, KB, QB. Insbesondere können für
geringe Andruckkraft auch die Kammern einer Gruppe von Dämpfungselementen drucklos
gelassen sein.
[0054] Bei Verwendung von Dämpfungselementen aus massivem elastischem Material der in Fig.
18 skizzierten Art können unterschiedliche Formen beispielsweise dadurch mit unterschiedlichen
Andruckkräften im Ruhezustand nach Fig. 1 beaufschlagt und mit unterschiedlichem Dämpfungsmaß
während des Rüttelvorgangs gehalten sein, dass für geringere Andruckkraft und weichere
Halterung beim Rüttelvorgang, wie in Fig. 20 skizziert, nicht allen Halteelementen
gleich gestaltete Gegenhalteelemente gegenüber stehen, sondern neben Kraft übertragenden
und dämpfungswirksamen Gegenhalteelementen GEA auch anstelle von gleichartigen Gegenhalteelementen
Aussparungen GEB vorgesehen sein können, welche im wesentlichen keine oder eine stark
reduzierte Kraftübertragungswirkung aufweisen. Vorteilhafterweise sind diese Aussparungen
aber durch die Dämpfungselemente entlang der Aussparungsränder abgedichtet, so dass
im Betrieb, insbesondere während des Rüttelvorgangs, kein Schmutz in die Aussparungen
eindringt.
1. Vorrichtung zur Herstellung von Betonformsteinen mit einer über Haltestrukturen auswechselbar
in einem zwei entgegen gesetzt gegenüber liegende und die Form zwischen sich einschließende
Querleisten (QL) und zwei diese miteinander verbindende Längsleisten (LL) aufweisenden
Halterahmen gehaltenen Form, welche mittels des Halterahmens relativ zu einer Unterlage
(SB) höhenverstellbar und während der Einwirkung einer Rütteleinrichtung auf die Unterlage
andrückbar ist, wobei der Halterahmen (HR) mit einer Formmaschine verbunden ist und
Vertikalführungen zugewandte Seiten des Halterahmens durch die Querleisten gebildet
sind, und wobei zwischen Halterahmen (HR) und Form (FE) Haltestrukturen mit lösbar
ineinander greifenden Halteelementen (HE) auf Seiten des Halterahmens und Gegenhalteelementen
(GE) auf Seiten der Form vorliegen, und wobei die Halteelemente relativ zu der Form
horizontal verschiebbar sind zwischen einer Eingriffsstellung, in welcher eine Kraftkopplung
zur Übertragung vertikaler Kräfte zwischen Halterahmen und Form besteht, und einer
Lösestellung, in welcher diese Kraftkopplung aufgehoben und die Form relativ zum Halterahmen
verschiebbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Halterahmen zum Verbleib in der Formmaschine bei einem Wechsel der Form ausgebildet
und mit der Formmaschine verbunden ist, und dass Halteelemente (HE) nur an den Längsleisten
(LL) und bezüglich dieser feststehend an diesen angeordnet sind und wenigstens eine
der Längsleisten (LL) relativ zu den Querleisten (QL) horizontal verschiebbar ist,
und dass die Halteelemente und Gegenhalteelemente auch in der quer zur horizontalen
Verschieberichtung verlaufende horizontalen Richtung eine Abstützung des Halterahmens
gegen die Form bzw. umgekehrt bewirken.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Querleisten (QL) horizontal relativ zueinander und zu der Formmaschine eine gleichbleibende
Position einnehmen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Querleisten (QL) höhenverstellbar in Vertikalführungen der Formmaschine geführt
sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Längsleiste (LL) über eine fluidbetätigbare (QZ) und/oder eine
Gewindeverbindung enthaltende Verschiebeeinrichtung relativ zu den Querleisten (QL)
verschiebbar ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Längsleisten (LL2) um eine horizontale Achse (SA) zum Öffnen oder Schließen
des Rahmens verschwenkbar ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass Halteelemente (HE) und Gegenhalteelemente (GE) horizontal überlappend ineinandergreifen.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteelemente (HE) und die Gegenhalteelemente (GE) quer zur jeweiligen Verschieberichtung
in jeweils wenigstens zwei orthogonalen Richtungen gegeneinander abgestützt sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen formstabile Teile von Halteelementen und Gegenhalteelementen elastisch verformbare
Dämpfungselemente (DE) eingefügt sind.
9. Vorrichtung nach Ansprüche 8, dadurch gekennzeichnet, dass Halteelemente und/oder Gegenhalteelemente und/oder zwischen diese eingefügte Dämpfungselemente
(DE, DEK) in Verschieberichtung konisch verjüngt oder erweitert sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteelemente und/oder Gegenhalteelemente mit einem Fluid unter Druck beaufschlagbare
Hohlkörper (DEA, DEB) enthalten.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass Halteelemente (HE) als Vorsprünge gegen Seitenflächen der Längsleisten des Halterahmens
ausgeführt sind.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegenhalteelemente (GE) als Vertiefungen in Seitenflächen der Form ausgeführt
sind.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Halterahmen durch die Kombination von dauerhaft in der Formmaschine angeordneten
Halterungen und einem lösbar mit diesen verbundenen und aus der Formmaschine entnehmbaren
Hilfsrahmen gebildet ist, und dass die Form über die Haltestrukturen lösbar in dem
Hilfsrahmen gehalten ist.
14. Formensysteme mit einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13 sowie mit mehreren
unterschiedlichen Formen, welche zur wechselweisen Verwendung In dem für die verschiedenen
Formen einheitlichen Halterahmen (HR) ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegenhalteelemente und/oder mit Gegenhalteelementen gegebenenfalls verbundene
Dämpfungselemente für unterschiedliche Formen zumindest teilweise verschieden ausgeführt
und jeweils kompatibel zu dem einheitlichen Halterahmen ausgeführt sind.
15. Formensystem nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Halterahmen als Hilfsrahmen ausgeführt ist, welcher zur wechselweisen Aufnahme
unterschiedlicher Formen ausgeführt und seinerseits auswechselbar in eine Formmaschine
einsetzbar ist.
16. Formensystem nach einem der Ansprüche 14 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegenhalteelemente rotationssymmetrisch ausgeführt sind.
17. Formensysteme nach Anspruch 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegenhalteelemente konisch verjüngt sind.
18. Formensystem nach einem der Ansprüche 14 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegenhalteelemente als Vertiefungen in Seitenwänden der Formen ausgeführt sind.
1. Device for the production of moulded concrete blocks comprising a mould which is held
exchangeably via holding structures in a holding frame having two transverse rails
(QL) and two longitudinal rails (LL) interconnecting the latter, which transverse
rails are situated mutually opposite and facing one another and enclose the mould
therebetween, which mould is height-adjustable relative to a support (SB) by means
of the holding frame and can be pressed onto the support during the action of a vibrating
device, wherein the holding frame (HR) is connected to a moulding machine and sides
of the holding frame which face vertical guides are formed by the transverse rails,
and wherein holding structures with detachably inter-engaging holding elements (HE)
on the holding frame side and counterholding elements (GE) on the mould side are present
between holding frame (HR) and mould (FE), and wherein the holding elements are horizontally
displaceable relative to the mould between an engagement position, in which there
is a force coupling for transmitting vertical forces between holding frame and mould,
and a release position, in which this force coupling is cancelled and the mould is
displaceable relative to the holding frame, characterized in that the holding frame is designed to remain in the moulding machine during a change of
the mould and is connected to the moulding machine, and in that holding elements (HE) are arranged only on the longitudinal rails (LL) and fixedly
on the latter with respect thereto and at least one of the longitudinal rails (LL)
is horizontally displaceable relative to the transverse rails (QL) and in that the holding elements and counterholding elements also support the holding frame against
the mould, or vice versa, in the horizontal direction extending transversally with
respect to the horizontal displacement direction.
2. Device according to Claim 1, characterized in that the transverse rails (QL) assume a uniform position horizontally relative to one
another and to the moulding machine.
3. Device according to Claim 2, characterized in that the transverse rails (QL) are guided height-adjustably in vertical guides of the
moulding machine.
4. Device according to Claim 1, characterized in that the at least one longitudinal rail (LL) is displaceable relative to the transverse
rails (QL) via a displacement device which can be fluid actuated (QZ) and/or contains
a threaded connection.
5. Device according to Claim 1, characterized in that one of the longitudinal rails (LL2) can be pivoted about a horizontal axis (SA) for
opening or closing the frame.
6. Device according to one of Claims 1 to 5, characterized in that holding elements (HE) and counterholding elements (GE) inter-engage in a horizontally
overlapping manner.
7. Device according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the holding elements (HE) and the counterholding elements (GE) are supported with
respect to one another transversally to the respective displacement direction in in
each case at least two orthogonal directions.
8. Device according to one of Claims 1 to 7, characterized in that elastically deformable damping elements (DE) are inserted between dimensionally stable
parts of holding elements and counterholding elements.
9. Device according to Claim 8, characterized in that holding elements and/or counterholding elements and/or damping elements (DE, DEK)
inserted therebetween are conically tapered or widened in the displacement direction.
10. Device according to one of Claims 1 to 9, characterized in that the holding elements and/or counterholding elements contain hollow bodies (DEA, DEB)
which can be supplied with a fluid under pressure.
11. Device according to one of Claims 1 to 10, characterized in that holding elements (HE) are designed as projections against side faces of the longitudinal
rails of the holding frame.
12. Device according to one of Claims 1 to 11, characterized in that the counterholding elements (GE) are designed as depressions in side faces of the
mould.
13. Device according to one of Claims 1 to 12, characterized in that the holding frame is formed by the combination of holders permanently arranged in
the moulding machine and an auxiliary frame which is detachably connected to these
holders and can be removed from the moulding machine and in that the mould is held detachably in the auxiliary frame via the holding structures.
14. Mould system comprising a device according to one of Claims 1 to 13 and a plurality
of different moulds which are designed for interchangeable use in the holding frame
(HR) which is uniform for the different moulds, characterized in that the counterholding elements and/or damping elements optionally connected to counterholding
elements are designed to be at least partially different for different moulds and
are in each case designed to be compatible with the uniform holding frame.
15. Mould system according to Claim 14, characterized in that the holding frame is designed as an auxiliary frame which is designed for interchangeably
receiving different moulds and for its part can be interchangeably inserted into a
moulding machine.
16. Mould system according to one of Claims 14 and 15, characterized in that the counterholding elements are designed to be rotationally symmetrical.
17. Mould system according to Claims 14 to 16, characterized in that the counterholding elements are conically tapered.
18. Mould system according to one of Claims 14 to 17, characterized in that the counterholding elements are designed as depressions in side walls of the moulds.
1. Dispositif pour produire des blocs agglomérés de béton avec un moule maintenu de façon
échangeable au moyen de structures de maintien dans un cadre de maintien présentant
deux traverses (QL) situées en face l'une de l'autre et enfermant le moule entre elles
et deux longerons (LL) reliant celles-ci l'une à l'autre, qui est réglable en hauteur
par rapport à une base (SB) au moyen du cadre de maintien et qui peut être appliqué
sur la base pendant l'action d'un dispositif à secousses, dans lequel le cadre de
maintien (HR) est relié à une machine de moulage et des côtés du cadre de maintien
tournés vers des guidages verticaux sont formés par les traverses, et dans lequel
il se trouve entre le cadre de maintien (HR) et le moule (FE) des structures de maintien
avec des éléments de maintien (HE) sur des côtés du cadre de maintien et des éléments
de maintien opposés (GE) sur des côtés du moule, qui s'engagent de façon amovible
les uns dans les autres, et dans lequel les éléments de maintien sont déplaçables
horizontalement par rapport au moule entre une position d'engagement, dans laquelle
il existe un couplage de force pour la transmission de forces verticales entre le
cadre de maintien et le moule, et une position de libération, dans laquelle ce couplage
de force est supprimé et le moule est déplaçable par rapport au cadre de maintien,
caractérisé en ce que le cadre de maintien est conçu pour rester dans la machine de moulage lors d'un changement
du moule et est relié à la machine de moulage, et en ce que des éléments de maintien (HE) ne sont disposés que sur les longerons (LL) et sur
ceux-ci de façon fixe par rapport à ceux-ci et au moins un des longerons (LL) est
déplaçable horizontalement par rapport aux traverses (QL), et en ce que les éléments de maintien et les éléments de maintien opposés assurent un appui du
cadre de maintien contre le moule et inversement également dans la direction horizontale
s'étendant transversalement à la direction de déplacement horizontale.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que les traverses (QL) occupent une position invariable horizontalement l'une par rapport
à l'autre et par rapport à la machine de moulage.
3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce que les traverses (QL) sont guidées de façon réglable en hauteur dans des guides verticaux
de la machine de moulage.
4. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que ledit au moins un longeron (LL) est déplaçable par rapport aux traverses (QL) au
moyen d'un dispositif de déplacement actionnable par un fluide (QZ) et/ou comportant
une liaison filetée.
5. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un des longerons (LL2) peut pivoter autour d'un axe horizontal (SA) pour ouvrir ou
fermer le cadre.
6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que des éléments de maintien (HE) et des éléments de maintien opposés (GE) s'engagent
horizontalement les uns dans les autres avec recouvrement.
7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que les éléments de maintien (HE) et les éléments de maintien opposés (GE) sont appuyés
les uns contre les autres, transversalement à leur direction de déplacement respective,
chacun dans au moins deux directions orthogonales.
8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que des éléments d'amortissement (DE) élastiquement déformables sont insérés entre des
parties indéformables d'éléments de maintien et d'éléments de maintien opposés.
9. Dispositif selon la revendication 8, caractérisé en ce que des éléments de maintien et/ou des éléments de maintien opposés et/ou des éléments
d'amortissement (DE, DEK) insérés entre ceux-ci sont de forme conique décroissante
ou croissante dans la direction de déplacement.
10. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que les éléments de maintien et/ou les éléments de maintien opposés contiennent des corps
creux (DEA, DEB) pouvant être mis sous pression avec un fluide.
11. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que des éléments de maintien (HE) sont réalisés sous forme de saillies contre des faces
latérales des longs côtés du cadre de maintien.
12. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que les éléments de maintien opposés (GE) sont réalisés sous forme de creux dans des
faces latérales du moule.
13. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que le cadre de maintien est formé par la combinaison de supports disposés en permanence
dans la machine de moulage et d'un cadre auxiliaire attaché à ceux-ci de façon amovible
et pouvant être extrait hors de la machine de moulage, et en ce que le moule est maintenu de façon amovible dans le cadre auxiliaire au moyen des structures
de maintien.
14. Système de moules avec un dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à
13 ainsi qu'avec plusieurs moules différents, qui sont conçus pour une utilisation
alternée dans le cadre de maintien (HR) unique pour les différents moules, caractérisé en ce que les éléments de maintien opposés et/ou des éléments d'amortissement éventuellement
reliés à des éléments de maintien opposés pour des moules différents sont réalisés
de façon au moins partiellement différente et sont réalisés chaque fois de façon compatible
avec le cadre de maintien unique.
15. Système de moules selon la revendication 14" caractérisé en ce que le cadre de maintien est conçu comme cadre auxiliaire, qui est réalisé de façon à
recevoir alternativement des moules différents et qui peut de son côté être introduit
de façon échangeable dans une machine de moulage.
16. Système de moules selon l'une quelconque des revendications 14 à 15, caractérisé en ce que les éléments de maintien opposés sont symétriques en rotation.
17. Système de moules selon l'une quelconque des revendications 14 à 16, caractérisé en ce que les éléments de maintien opposés se rétrécissent en forme de cône.
18. Système de moules selon l'une quelconque des revendications 14 à 17, caractérisé en ce que les éléments de maintien opposés sont réalisés sous forme de creux dans des parois
latérales des moules.