[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Jacquardmaschine gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 1, welche ohne die Verwendung von Harnschnüren auskommt und hierzu ein bistabiles
Element aufweist, welches zum Heben oder Senken der Kettfäden einer Webmaschine verformt
werden kann.
[0002] Eine gattungsgemäße Jacquardmaschine ist beispielsweise aus der
DE 43 35 620 A1 der Anmelderin bekannt. Hierbei wird durch äußere Krafteinwirkung ein als bistabiles
Element genutzter Flachstab zum Schwingen gebracht, wobei über eine mit dem Flachstab
verbundene Platine ein entsprechendes Anheben bzw. Absenken eines von der Platine
gehaltenen Kettfadens erfolgt. Es handelt sich hierbei um eine Weiterbildung klassischer
Jacquardmaschinen, bei denen üblicherweise die Platinen mittels angetriebener Messer
eine fachbildende Hub- und Senkbewegung ausführen. Über eine Platinenauswahleinrichtung
können in Abhängigkeit von dem zu webenden Webmuster bestimmte Platinen ausgewählt
werden, die von den angetrieben Messern getrennt werden und somit an der Hub- und
Senkbewegung nicht teilnehmen. Üblicherweise erfolgt dabei die sog. Rapportierung
des Webmusters mittels einer Vielzahl von Harnschnüren, die eine formschlüßige Verbindung
zwischen den Platinen und den Kettfäden während der Senkbewegung erlauben. Hierbei
ist je ein Kettfaden des Webmusters mit je einer Platine über eine Harnischschnur
verbunden. Zur Herstellung der kraftschlüssigen Verbindung während der Senkbewegung
sind im Allgemeinen an dem den Platinen gegenüberliegenden Enden der Harnischschnüre
Zugfedern vorgesehen.
[0003] Durch die in der
DE 43 35 620 A1 beschriebene Weiterentwicklung konventioneller Jacquardmaschinen kann auf den Einsatz
dieser Zugfedern sowie der Harnschnüre verzichtet werden, was einen großen Vorteil
im Hinblick auf die Betriebssicherheit der gesamten Anlage mit sich bringt. Da die
Harnschnüre einem großen Verschleiß unterliegen, können längere Produktionsstillstände,
die zum Austausch gerissener Schnüre oftmals erforderlich sind, vermieden werden.
[0004] Es hat sich nunmehr in der Praxis gezeigt, dass zur Verwirklichung des in der
DE 43 35 620 A1 beschriebenen Konzepts das bistabile Element in ganz besonderer Art und Weise ausgestaltet
sein muss. Der Flachstab wird während der Verformung spezifischen Anforderungen physikalischer
und mechanischer Art unterworfen, was bei der konstruktiven Ausgestaltung des Stabs
berücksichtigt werden muss. Um einen reibungslosen Ablauf während des späteren Betriebs
gewährleisten zu können, ist ein besonders hoher Aufwand bei der Ausgestaltung des
bistabilen Elements erforderlich, was wiederum zu einer Erhöhung der Herstellungskosten
führt.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt dementsprechend die Aufgabe zu Grunde, das in der
DE 43 35 620 A1 beschriebene Konzept zur Ausgestaltung einer Jacquardmaschine derart weiterzuentwickeln,
dass das Anheben und Absenken von Kettfaden einer Webmaschine mittels der Verformung
eines bistabilen Elements in einfacher und zuverlässiger Weise erreicht werden kann.
Hierbei soll insbesondere auch berücksichtigt werden, dass der Aufwand zur Verwirklichung
eines bistabilen Elements in einem vertretbaren Rahmen gehalten werden sollte.
[0006] Die Aufgabe wird durch die in den unabhängigen Ansprüchen angegebene Erfindung gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0007] Die
DE 43 35 620 A1 beschreibt ein Konzept, welches sich in erster Linie auf die Halterung des bistabilen
Elements während des Betriebs der Jacquardmaschine bezieht. So ist beim Stand der
Technik vorgesehen, das bistabile Element an zwei Lagerpunkten drehbar mit entsprechenden
Halterungen zu verbinden, wobei das Verformen des Elements durch Zusammenführen der
Lagerpunkte erzielt wird. Gemäß der vorliegenden Erfindung wird demgegenüber vorgeschlagen,
die Lagerung des bistabilen Elements dahingehend zu modifizieren, dass dieses nunmehr
beidseitig mit seinen Endbereichen in einer Halterung fest eingespannt ist, wobei
die Verformung des Elements durch Zusammenführen der beiden Endbereiche erzielt wird.
Wie später noch ausführlich erläutert wird, ergeben sich durch diese neuartige Art
der Halterung des bistabilen Elements in der Praxis deutliche Vorteile, wobei trotz
allem der angestrebte Effekt, nämlich das gezielte Verformen des bistabilen Elements
zum Anheben bzw. Absenken eines Kettfadens zuverlässig erreicht wird.
[0008] Gemäß dem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird somit eine Jacquardmaschine
zur Verwendung in einer Webmaschine vorgeschlagen, welche Platinen zum Heben und Senken
von Kettfaden der Webmaschine, eine Platinenantriebseinrichtung zum Bewirken einer
Hub- oder Senkbewegung der Platinen sowie eine Platinenauswahleinrichtung aufweist,
die bestimmte der Platinen auswählt, um die mit den betreffenden Platinen verbundenen
Kettfäden in einem gehobenen oder abgesenkten Zustand zu Halten, wobei die Platinenantriebseinrichtung
für jede Platine ein mit dieser verbundenes bistabiles Element aufweist, welches durch
eine auf das Element axial bzw. in Längsrichtung einwirkende äußere Verformungsspannung
abwechselnd einen ersten stabilen Lagezustand, der einem angehobenen Zustand der Platine
entspricht, oder einen zweiten stabilen Lagezustand, der einem abgesenkten Zustand
der Platine entspricht, einnimmt, und wobei erfindungsgemäß das bistabile Element
beidseitig mit seinen Endbereichen in einer Halterung fest eingespannt ist und die
Verformung des Elements durch Zusammenführen der beiden Endbereiche erzielt wird.
[0009] Ein erfmdungsgemäßer Aspekt betrifft die Ausgestaltung des bistabilen Elements selbst.
Während beim Stand der Technik vorgesehen ist, hierzu einen einzelnen Flachstab bzw.
eine einzelne Blattfeder einzusetzen, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, das bistabile
Element mehrlagig auszugestalten und hierzu mehrere elastisch verformbare Stäbe bzw.
Blattfedern übereinander anzuordnen.
[0010] Gemäß diesem Aspekt der vorliegenden Erfindung wird dementsprechend eine Jacquardmaschine
zur Verwendung in einer Webmaschine vorgeschlagen, welche Platinen zum Heben und Senken
von Kettfaden der Webmaschine, eine Platinenantriebseinrichtung zum Bewirken einer
Hub- oder Senkbewegung der Platinen und eine Platinenauswahleinrichtung aufweist,
welche bestimmte der Platinen auswählt, um die mit den betreffenden Platinen verbundenen
Kettfäden in einem gehobenen oder abgesenkten Zustand zu halten, wobei die Platinenantriebseinrichtung
für jede Platine ein mit dieser verbundenes bistabiles Element aufweist, welches durch
eine auf das Element axial bzw. in Längsrichtung einwirkende äußere Verformungsspannung
abwechselnd einen ersten stabilen Lagezustand, der einem angehobenen Zustand der Platine
entspricht, oder einen zweiten stabilen Lagezustand, der einem abgesenkten Zustand
der Platine entspricht, einnimmt, und wobei erfmdungsgemäß das bistabile Element durch
einen mehrlagigen elastisch verformbaren Stab bzw. eine mehrlagige elastisch verformbare
Blattfeder mit mehreren übereinander angeordneten Stäben bzw. Federn gebildet ist.
Durch die mehrlagige Ausgestaltung des bistabilen Elements können die physikalischen
und mechanischen Anforderungen an dieses deutlich besser und insbesondere auch einfacher
realisiert werden. Hierbei besteht insbesondere auch die Möglichkeit, durch die Wahl
des Materials für die verschiedenen Lagen dessen Eigenschaften in geeigneter Weise
anzupassen. In gleicher Weise wäre es allerdings auch möglich, sämtliche Lagen aus
dem gleichen Material zu bilden, wobei dieses dann entsprechend zu wählen ist.
[0011] Beide angesprochenen Erfindungsaspekte können in vorteilhafter Weise kombiniert werden,
um zu einer besonders effektiv arbeitenden Jacquardmaschine zu gelangen. Allerdings
bestünde auch die Möglichkeit, die einzelnen Erfindungsgedanken jeweils für sich alleingenommen
einzusetzen. Jeder Gedanke für sich alleingenommen trägt bereits dazu bei, die Effektivität
und Betriebssicherheit einer Jacquardmaschine deutlich zu optimieren.
[0012] Die Lagerung des bistabilen Elements kann derart gewählt, dass bei Einwirken der
mechanischen Verformungsspannung einer der beiden der stabilen Lagezustände erreicht
wird und ohne Einwirken der mechanischen Verformungsspannung das bistabile Element
einen neutralen Zustand einnimmt. In diesem Fall kann dann eine Initialvorrichtung
vorgesehen sein, die in Abhängigkeit von einem Steuersignal eine gerichtete Initialauslenkung
des bistabilen Elements aus dessen neutralen Lagezustand derart bewirkt, dass das
Element nach Einwirken der Verformungsspannung einen bestimmten der beiden stabilen
Lagezustände einnimmt. Diese Initialvorrichtung kann beispielsweise durch ein paar
von Elektromagneten oder einen mit dem bistabilen Element gekoppelten Hydraulik- oder
Pneumatikkolben gebildet werden. Ferner kann die erfindungsgemäße Jacquardmaschine
in der Nähe des bistabilen Elements Sensorelemente aufweisen, mit deren Hilfe der
aktuelle Lagezustand des Elements erfasst wird. Auf diese Weise ist eine sichere Ansteuerung
des bistabilen Elements in die gewünschte Position möglich.
[0013] Nachfolgend soll die Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnung näher erläutert
werden. Es zeigen:
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel der Lagerung und Ansteuerung eines bistabilen
Elements bei einer Jacquardmaschine gemäß der vorliegenden Erfindung;
Fig. 2 ein zweites Ausführungsbeispiel für die Lagerung und Ansteuerung eines bistabilen
Elements;
Fig. 3 eine vergrößerte Darstellung der Anordnung des bistabilen Elements gemäß der
vorliegenden Erfindung;
Fig. 3a einen vergrößerten Ausschnitt der Fig. 3;
Fig. 4 eine Darstellung der Lagerung eines bistabilen Elements entsprechend dem Stand
der Technik und
Fig. 4a eine vergrößerte Darstellung von Fig. 4.
[0014] Die vorliegende Erfindung stellt wie bereits erwähnt eine Weiterentwicklung einer
Jacquardmaschine dar, die aus der
DE 43 35 620 A1 bekannt ist. Zur ergänzenden Erläuterung hinsichtlich der grundsätzlichen Funktionsweise
dieser Maschine wird an dieser Stelle deshalb nochmals ausdrücklich auf diese Veröffentlichung
hingewiesen. Fig. 1 zeigt hierzu ein erstes Ausführungsbeispiel der Platinenansteuerung
bei der Jacquardmaschine gemäß der vorliegenden Erfindung, wobei lediglich die Anordnung
für eine einzige Platine dargestellt ist. Entsprechend der Anzahl der verwendeten
Platinen ist bei einer vollständigen Jacquardmaschine diese Anordnung dementsprechend
mehrfach vorhanden, wobei die Platinenantriebseinrichtungen dann zum Betreiben mehrerer
in Richtung der Kettfäden versetzt angeordneter Platinen kaskadenartig angeordnet
sind.
[0015] Die in Fig. 1 dargestellte Platinenansteuerung weist als zentrales Element ein bistabiles
Element 1 in Form eines elastisch verformbaren Stabs bzw. einer elastisch verformbaren
Blattfeder auf. Mittels einer geeigneten Lagerungs- und Ansteueranordnung, deren Ausgestaltung
später noch ausführlich erläutert wird, kann das bistabile Element 1 in zwei unterschiedliche
Lagezustände versetzt werden. Ein erster Lagezustand ist hierbei anhand einer durchgezogenen
Linie dargestellt, während hingegen ein zweiter Lagezustand durch die punktierte Linie
verdeutlicht wird. Mit dem bistabilen Element 1 ist eine Platine 2 gelagert, welche
kraft- und formschlüssig in ihrem oberen Endbereich 2a mit dem bistabilen Element
1 verbunden ist. Im unteren Bereich der Platine 2 befindet sich eine Öse 2b zur Durchführung
eines Kettfadens 3 einer Webmaschine. Je nach Verformung des bistabilen Elements 1
in einen der beiden Lagezustände befindet sich somit die Platine 2 und damit der Kettfaden
3 in einer angehobenen bzw. abgesenkten Position. Alternativ zur dargestellten Ausführungsform
wäre es auch denkbar, an der Unterseite der Platine 2 eine Befestigungsvorrichtung
für eine Litze oder der gleichen vorzusehen, über welche die Verbindung zwischen dem
Kettfaden 3 und der Platine 2 erfolgt.
[0016] Die Verformung des bistabilen Elements 1 in einen der beiden dargestellten Lagezustände
erfolgt in bekannter Weise dadurch, dass das bistabile Element 1 mit einer axial bzw.
in Längsrichtung auf das bistabile Element 1 einwirkenden Verformungsspannung belastet
wird. Dies erfolgt durch eine Hydraulikvorrichtung, welche zwei Halterungen 5a und
5b zur Halterung der Endbereiche 1a und 1b des bistabilen Elements 1 aufweist, wobei
die Position der beiden Halterungen 5a und 5b mit Hilfe zweier Hydraulikzylinder 6a
und 6b verändert werden kann. Um also das bistabile Element 1 mit einer Verformungsspannung
zu belasten, werden die beiden Halterungen 5a und 5b aufeinander zubewegt, zur Entlastung
des bistabilen Elements 1 können die Halterungen 5a und 5b voneinander entfernt werden.
Das Prinzip der Verformung des bistabilen Elements 1 ist dabei das gleiche wie in
der
DE 43 35 620 A1. Nach Belastung des Elements 1 mit der Verformungsspannung nimmt dieses also einen
der beiden Lagezustände an, wobei die Entscheidung darüber, welcher Lagezustand eingenommen
wird, von den Anfangsbedingungen vor Ausübung der axialen Belastung abhängt. Zur gezielten
Veränderung dieser Anfangsbedingungen kann dabei eine Intialvorrichtung vorgesehen
sein, deren Wirkungsweise später noch erläutert wird.
[0017] Soll nunmehr aufgrund des zu webenden Webmusters der mit der Platine 2 verbundene
Kettfaden von der angehobenen in die abgesenkten Position oder umgekehrt wechseln,
so wird das bistabile Element 1 zunächst entlastet, wobei dieses dann aufgrund der
elastischen Verformung mitsamt der Platine 2 in Richtung auf den anderen stabilen
Lagezustand beschleunigt wird. Durch die in der Neutralstellung, also im ausgestreckten
Zustand des bistabilen Elements 1 vorhandene kinetische Energie wird der dort befindliche
Totpunkt überwunden und das Element 1 zumindest geringfügig in Richtung auf den jeweils
anderen stabilen Lagezustand deformiert. In dieser Bewegungsphase setzt erneut die
mittels der Hydraulikzylinder 6a und 6b hervorgerufene Belastung des bistabilen Elements
1 ein, so dass dieses schließlich derart verformt wird, dass es den angestrebten anderen
stabilen Lagezustand einnimmt.
[0018] Durch diesen Bewegungsablauf wird also die Platine 2 und der mit dieser in Verbindung
stehend Kettfaden 3 von dem angehobenen in den abgesenkten Zustand oder umgekehrt
überführt. Mittels einer geeigneten Ansteuerung der Hydraulikzylinder 6a und 6b kann
auf diese Weise der Kettfaden 3 in eine entsprechend dem zu webenden Muster erforderliche
Position gebracht werden.
[0019] Bevor auf die Funktionsweise der bereits erwähnten Initialvorrichtung eingegangen
wird, soll zunächst die erfindungsgemäße Besonderheit der dargestellten Einrichtung
erläutert werden. Diese besteht zum einen in der Ausgestaltung des bistabilen Elements
1 sowie zum anderen in der Lagerung desselben. Dabei zeichnet sich zunächst die erfindungsgemäße
Lagerung des bistabilen Elements 1 dadurch aus, dass dieses nunmehr mit seinen Endbereichen
1a und 1b fest in den entsprechenden Halterungen 5a und 5b eingespannt ist. Die sich
hieraus ergebenden Besonderheiten sollen nachfolgend anhand der Figuren 3, 3a, 4 und
4a erläutert werden. Die Figuren 3 und 3a zeigen dabei die Anordnung bzw. Verformung
des bistabilen Elements 1 bei einer Lagerung gemäß der vorliegenden Erfindung, während
hingegen die Figuren 4 und 4a vergleichbare Darstellungen bei einer Halterung, wie
sie in der
DE 43 35 620 A1 vorgesehen ist, zeigen.
[0020] Der Unterschied in den beiden Lagerungsarten führt, wie den Darstellungen entnommen
werden kann, zu einer vollkommen anderen Verformung des bistabilen Elements 1. Während
beim Stand der Technik gemäß Figur 4 vorgesehen war, dass das zu verformende Element
1 an seinen beiden Enden über Gelenke mit entsprechenden Halterungen verbunden war,
sind die Endbereiche 1a und 1b bei dem in Figur 3 dargestellten erfindungsgemäßen
Fall fest eingespannt. Es ergeben sich hierdurch zwei unterschiedliche Arten der Verformung
des bistabilen Elements 1, welche bereits durch den Mathematiker und Physiker Euler
näher untersucht wurden. Entsprechend dessen Erkenntnissen wird zwischen vier sog.
Knickfällen unterschieden, wobei die Anordnung in Figur 4 gemäß dem Stand der Technik
dem zweiten Eulerschen Knickfall und die erfindungsgemäße Anordnung gemäß Figur 3
dem vierten Euler'schen Knickfall entspricht. Diese führen zu zwei vollkommen unterschiedlichen
Biegelinien des bistabilen Elements 1, was ohne weiters erkennbar ist. Ein wesentlicher
Unterschied hierbei besteht darin, dass sich beim Stand der Technik gemäß Figur 4
eine Biegelinie ergibt, die einer halben Sinuslinie entspricht, während hingegen bei
der Anordnung gemäß der vorliegenden Erfindung sich eine Biegelinie ergibt, die einer
vollständigen Phase einer Sinuslinie entspricht. Die Auslenkung h des bistabilen Elements
gegenüber einer gestreckten Anordnung ist allerdings trotz allem gleich, so dass die
mit dem bistabilen Element 1 verbundene Platine 2 und damit der Kettfaden 3 nach wie
vor in gewünschter Weise ausgelenkt werden kann.
[0021] Die sich für beide Lagerungsfälle ergebenden und von Euler untersuchten Biegungsgleichungen
zeigen außerdem, dass gleiche Parameter für das bistabile Element 1 unterschiedliche
Größen liefern. Beispielsweise ist die Knicklast für das bistabile Element 1 bei dem
erfindungsgemäßen Fall viermal so hoch wie bei der Lagerung gemäß dem Stand der Technik.
Durch Änderungen der entsprechenden Parameter (z. B. des Trägheitsmoments) kann allerdings
die Knicklast oder jede andere beliebige Größe bei beiden Fällen in gleicher Weise
eingestellt werden. Hinsichtlich der Möglichkeiten zur Nutzung des bistabilen Elements
1 zur geeigneten Ansteuerung des Kettfadens werden somit nach wie vor die gleichen
Vorteile erhalten.
[0022] Ein sich aus der erfindungsgemäßen Lagerung ergebender Vorteil besteht allerdings
darin, dass nunmehr verbesserte Möglichkeiten zur Realisierung des bistabilen Elements
1 bestehen. Es hat sich nämlich gezeigt, dass die Realisierung des bistabilen Elements
1 mit Hilfe von Einzel-Stäben oder einzelnen Blattfedern nur schwer möglich ist. Entsprechend
dem zweiten erfindungsgemäßen Aspekt der vorliegenden Erfindung ist dementsprechend
vorgesehen, dass das bistabile Element 1 nicht durch ein einziges Bauteil sondern
durch eine Vielzahl von Stäben bzw. Blattfedern gebildet ist, die übereinander angeordnet
sind. Wie der vergrößerten Darstellung des Endbereichs in Figur 3a entnommen werden
kann, ergibt sich nunmehr bei der erfindungsgemäßen Halterung der Vorteil, dass die
Endbereiche 100a der einzelnen Lagen 100 des bistabilen Elements 1 grundsätzlich parallel
zueinander ausgerichtet sind, und zwar sowohl im gestreckten als auch im verformten
bzw. geknickten Zustand. Dies wird durch die Verformung des bistabilen Elements 1
in Form einer vollständigen Sinuslinie erzielt, da jede relative Verschiebung zwischen
den Einzellagen in der einen Hälfte der Biegelinie in der anderen Hälfte der Biegelinie
wieder kompensiert wird. Dieser Umstand erleichtert die praktische Stapelbildung des
bistabilen Elements 1 aus den mehreren Lagen deutlich, da nunmehr die Enden jedes
Stabes in einfacher Weise mechanisch miteinander verbunden werden können, ohne dass
hierbei die Schwingfähigkeit jedes Einzelstabes beeinträchtigt wird.
[0023] Im Unterschied dazu ist eine entsprechende Fixierung der Endbereiche 100a zueinander
bei der Lagerung gemäß dem Stand der Technik nicht möglich, da - wie der vergrößerten
Darstellung des Endbereichs in Figur 4a entnommen werden kann - bei einer Verformung
des bistabilen Elements 1 auch eine Relativverschiebung der Endbereiche 100a zueinander
erfolgt. Dieser Umstand würde bei der Lagerung gemäß dem Stand der Technik besondere
Maßnahmen zur Halterung der einzelnen Lagen 100 erfordern, die bei der erfindungsgemäßen
Halterung gemäß Figur 3 nicht erforderlich sind.
[0024] Die konstruktiven Möglichkeiten zur Ausgestaltung des bistabilen Elements 1 sowie
zur Einleitung der Verformung bei der Lagerung gemäß dem Stand der Technik sind somit
sehr mannigfaltig und bieten deutliche Vorteile gegenüber der bislang vorgeschlagenen
Ausgestaltung. Ein erster Vorteil besteht dabei darin, dass ein verbundenes bistabiles
Element 1 mit gleichem Querschnitt auf seiner gesamten Länge bessere Möglichkeiten
beim Durchführen durch ein geschlossenes Führungsauge in der Platinenlitze ergibt.
Ferner kann die Knickkrafteinleitung in jede Einzelfeder des Stapels durch ein einfaches
und parallel bewegtes Druckstück erfolgen, während hingegen bei der Anordnung gemäß
Figur 4 ein deutlich höherer Aufwand erforderlich wäre. Eine Serienfertigung eines
bistabilen Elements aus mehreren parallel geschichteten Federn, die wenigstens an
einem Ende miteinander verschweißt sind, ist ferner bei der erfindungsgemäßen Lagerung
des Elements ohne hohen Aufwand möglich. Des Weiteren ist die Randfaserspannung in
einem dünneren Material bei der gleichen Biegebeanspruchung wesentlich geringer als
bei einem dickeren Material. Das Verhältnis von zulässiger und tatsächlicher Materialbelastung
wird also durch die mehrschichtige Ausgestaltung günstiger, was sich positiv auf die
Lebensdauer des bistabilen Elements auswirkt. Schließlich nimmt durch die mehrschichtige
Ausgestaltung auch die Ausknickgefahr senkrecht zur eigentlichen Schwingrichtung überproportional
ab, da bei der Verwendung eines Federbalkens aus vielen Einzelschichten bei gleicher
Breite und geringerer Stärke das Verhältnis zwischen Breite und Stärke extremer wird.
[0025] Ein letzter Vorteil der mehrschichtigen Ausgestaltung besteht schließlich darin,
dass die physikalischen und festigungstechnischen Eigenschaften des bistabilen Elements
1 insgesamt in einfacher Weise dadurch beeinflußt werden können, dass das Material
für die einzelnen Lagen 100 unterschiedlich gewählt wird. Es könnte also vorgesehen
sein, dass im Zentrum des Stapels eine einzelne Lage aus einem anderen Material als
die umgebenen Lagen gebildet wird, um dadurch bestimmte Eigenschaften des bistabilen
Elements in gewünschter Weise zu beeinflussen.
[0026] Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung und Lagerung des bistabilen Elements 1 ist
somit sichergestellt, dass dieses auch über einen längeren Betrieb hinweg einfach
und zuverlässig in den gewünschten Lagezustand verformt werden kann. Auf diese Weise
wird eine zuverlässige Ansteuerung der Kettfäden 3 der Webmaschine erzielt.
[0027] Sichergestellt werden muss allerdings, dass zu Beginns des Webvorgangs die Platine
2 in der richtigen Position ist, wozu eine Initialvorrichtung vorgesehen ist, die
bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1 durch einen weiteren Hydraulikzylinder 10
realisiert ist. Diese Initialvorrichtung dient bei dem eingangs beschriebenen Betrieb
der Jacquardmaschine als Offenfach-Jacquardmaschine lediglich zum sicheren Erreichen
des angehoben oder des abgesenkten Zustands bei Inbetriebnahme und könnte dann weggelassen
werden, wenn durch eine geeignete Vorverformung des bistabilen Elements 1 sichergestellt
ist, dass dieses bei Inbetriebnahme zunächst grundsätzlich einen bestimmten der beiden
stabilen Lagezustände einnimmt. Möglichkeiten hierfür sind beispielsweise auch aus
der
DE 43 35 620 A1 bekannt. Wird hingegen die Jacquardmaschine als Geschlossenfach-Jacquardmaschine
genutzt, so ist bekanntermaßen vorgesehen, dass nach jedem Schusseintrag die bistabilen
Elemente 1 zunächst eine Neutralposition, also einen gestreckten Zustand einnehmen.
Soll anschließend das bistabile Element 1 gezielt in einen der beiden Lagezustände
verformt werden, so ist die Nutzung der Initialvorrichtung 10 unerlässlich, um die
Auslenkung des bistabilen Elements 1 in der gewünschten Richtung zu erzielen. Alternativ
zu dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1, bei dem die Auslenkung mit Hilfe eines Hydraulikzylinders
10 erzielt wird, dessen vorderer Endbereich 10a mit dem bistabilen Element 1 gekoppelt
ist, bestünde auch die Möglichkeit, die Initialverformung mittels elektromagnetischer
Felder zu erzielen. So ist bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 2 vorgesehen, dass
zwei Elektromagnete 11 und 12 eingesetzt werden, die bei entsprechender Ansteuerung
ein elektromagnetisches Feld erzeugen, das die gewünschte Anfangsauslenkung des bistabilen
Elements 1 erzielt. Hierfür kann vorgesehen kann, dass das bistabile Element 1 zumindest
in einem Teilbereich magnetostriktive oder elektrostriktive Eigenschaften besitzt
und durch das mit Hilfe der Elektromagneten 11, 12 erzeugte Feld in entsprechender
Weise ausgelenkt wird. Zur Überwachung der geeigneten Auslenkung können ferner auch
zwei Sensoren 13 und 14 vorgesehen sein, die den Lagezustand des bistabilen Elements
1 in geeigneter Weise erfassen. Durch diese Maßnahme, die auch bei dem Beispiel gemäß
Figur 1 vorgesehen sein kann, besteht die Möglichkeit, Fehlstellungen des bistabilen
Elements 1 zu erkennen und - sofern erforderlich - in geeigneter Weise zu korrigieren.
[0028] Insgesamt wird somit durch die vorliegende Erfindung eine weitere Verbesserung des
aus der
DE 43 35 620 A1 bekannten Konzepts erreicht. Durch die besondere Lagerung und Ausgestaltung des bistabilen
Elements ist eine zuverlässige und sichere Ansteuerung der Platinen und der damit
verbundenen Kettfäden sichergestellt, wobei auch über einen längeren Nutzungszeitraum
hinweg ein fehlerloser Betrieb ermöglicht wird.
1. Jacquardmaschine zur Verwendung in einer Webmaschine, mit Platinen (2) zum Heben und
Senken von Kettfaden (3) der Webmaschine, einer Platinenantriebseinrichtung zum Bewirken
einer Hub- oder Senkbewegung der Platinen (2) und einer Platinenauswahleinrichtung,
die bestimmte der Platinen (2) auswählt, um die mit den betreffenden Platinen (2)
verbundenen Kettfäden (3) in einem gehobenen oder abgesenkten Zustand zu halten, wobei
die Platinenantriebseinrichtung für jede Platine (2) ein mit dieser verbundenes bistabiles
Element (1) aufweist, welches durch eine auf das Element (1) axial bzw. in Längsrichtung
einwirkende äußere Verformungsspannung abwechselnd einen ersten stabilen Lagezustand,
der einem angehobenen Zustand der Platine (2) entspricht, oder einen zweiten stabilen
Lagezustand, der einem abgesenkten Zustand der Platine (2) entspricht, einnimmt,
dadurch gekennzeichnet, dass das bistabile Element (1) durch einen mehrlagigen elastisch verformbaren Stab bzw.
eine mehrlagige elastisch verformbare Blattfeder mit mehreren übereinander angeordneten
Stäben bzw. Federn (100) gebildet ist,
wobei die einzelnen Lagen (100) des Stabs bzw. der Feder an ihren Endbereichen miteinander
verbunden sind, und wobei das bistabile Element (1) beidseitig mit seinen Endbereichen
(1a, 1b) in einer Halterung (5a, 5b) fest eingespannt ist, wobei die Verformung des
Elements (1) durch Zusammenführen der beiden Endbereiche (1a, 1b) erzielt wird.
2. Jacquardmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass sämtliche Lagen (100) des Stabs bzw. der Feder aus dem gleichen Material bestehen.
3. Jacquardmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest eine mittlere Lage des Stabs bzw. der Feder aus einem anderen Material
als die weiteren Lagen besteht.
4. Jacquardmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass das bistabile Element (1) bei Einwirken der mechanischen Verformungsspannung einen
der beiden stabilen Lagezustände und ohne Einwirken der mechanischen Verformungsspannung
einen neutralen Lagezustand einnimmt, wobei eine Initialvorrichtung (10, 11, 12) vorgesehen
ist, die in Abhängigkeit von einem Steuersignal eine gerichtete Initialauslenkung
des bistabilen Elementes (1) aus dessen neutralen Lagezustand derart bewirkt, dass
das bistabile Element (1) nach Einwirken der mechanischen Verformungsspannung einen
bestimmten der beiden stabilen Lagezustände einnimmt.
5. Jacquardmaschine nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Initialvorrichtung durch einen oder durch ein Paar von Elektromagneten (11, 12)
gebildet wird, um nach Anlegen eines elektrischen Steuersignals eine Kraftkomponente
auf das bistabile Element (1) derart auszuüben, dass eine entsprechende Initialauslenkung
bewirkt wird.
6. Jacquardmaschine nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass das bistabile Element (1) zumindest in einem Teilbereich magnetostriktive oder elektrostriktive
Eigenschaften besitzt und die Initialauslenkung durch Einwirken eines magnetischen
bzw. elektrischen Feldes auf den betreffenden Abschnitt des bistabilen Elementes (1)
bewirkt wird.
7. Jacquardmaschine nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Initialvorrichtung einen Hydraulik- oder Pneumatikkolben (10) aufweist, der mit
dem bistabilen Element (1) gekoppelt ist und nach Beaufschlagen mit einem Arbeitsdruck
oder Arbeitsunterdruck die Initialauslenkung des bistabilen Elementes (1) bewirkt.
8. Jacquardmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass in der Nahe des bistabilen Elementes (1) Sensorelemente (13, 14) zum Erfassen des
Lagezustandes des bistabilen Elementes (1) vorgesehen sind.
9. Jacquardmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass mehrere kaskadenartig angeordnete Platinenantriebseinrichtungen zum Betreiben mehrerer
in Richtung der Kettfaden versetzt angeordneter Platinen (2) vorgesehen sind.
1. Jacquard machine for use in a weaving machine, with plates (2) for the lifting and
lowering of warp threads (3) of the weaving machine, a plate driving means for causing
a lifting or lowering movement of the plates (2), and a plate selection means, which
selects specific ones of the plates (2) in order to keep warp threads (3) that are
connected with the respective plates (2) in a lifted or in a lowered state, wherein
the plate driving means comprises, for each plate (2), a bi-stable element (1) that
is connected therewith, which, through an outer deformation stress that acts upon
the element (1) in axial respectively in longitudinal direction, alternately assumes
a first stable position state, which corresponds to a lifted state of the plate (2),
or a second stable position state, which corresponds to a lowered state of the plate
(2),
characterized in that the bi-stable element (1) is formed by a multi-layer elastic deformable rod respectively
of a multi-layer elastic deformable plate spring with several rods or springs (100)
arranged on top of each other,
wherein the respective layers (100) of the rod or of the spring are connected at their
end regions, and wherein the bi-stable element (1) is firmly clamped on both sides
with its end regions (1a, 1b) in a retainer (5a, 5b), wherein the deformation of the
element (1) is achieved by bringing together both end regions (1a, 1b) .
2. Jacquard machine according to claim 1,
characterized in that,
that each and all layers (100) of the rod or of the spring consist of the same material.
3. Jacquard machine according to claim 1,
characterized in that
at least a middle layer of the rod or of the spring consists of a different material
than the other layers.
4. Jacquard machine according to one of the claims 1 to 3, characterized in that
the bi-stable element (1) assumes one of the two stable position states upon impact
of the mechanical deformation stress and it assumes a neutral position state without
an impact of the mechanical deformation stress,
wherein an initialization means (10, 11, 12) is provided which, depending on a control
signal causes a directed initial deflection of the bi-stable element (1) from its
neutral state, such that the bi-stable element (1) assumes one pre-determined position
state of the two stable position states after impact of a mechanical deformation stress.
5. Jacquard machine according to claim 4,
characterized in that,
the initialization means is formed by a one electromagnet or by a pair of electromagnets
(11, 12), in order to exert, after application of an electric command signal, a force
component on the bi-stable element (1) such that a corresponding initial deflection
is caused.
6. Jacquard machine according to claim 5,
characterized in that,
the bi-stable element (1) exhibits, at least in a sub-region, magnetostrictive or
electrostrictive properties and in that the initial deflection is caused by the impact of a magnetic respectively of an electric
field on the corresponding sub-region of the bistable element (1) .
7. Jacquard machine according to claim 4,
characterized in that
the initialization means comprises a hydraulic or pneumatic piston (10), which is
coupled with the bi-stable element (1) and which, after charging with a working pressure
or with a working under-pressure, causes the initial deflection of the bi-stable element
(1) .
8. Jacquard machine according to one of the claims 1 to 7,
characterized in that
close to the bi-stable element (1) sensor elements (13, 14) are provided for capturing
of a position state of the bi-stable element (1).
9. Jacquard machine according to one of the claims 1 to 8,
characterized in that multiple plate drive means are provided, the multiple plate drive means being arranged
in a cascading way, for operation of several plates (2), the several plates (2) being
arranged in a staggered way along the direction of the warp threads.
1. Métier Jacquard pour utilisation dans un métier à tisser, avec des platines (2) pour
lever et baisser des fils de chaînette (3) du métier à tisser, avec un dispositif
d'entraînement des platines pour réaliser un mouvement de lévitation ou de baissement
des platines (2) et avec un dispositif de sélection des platines qui sélectionne certaines
des platines (2) pour maintenir les fils de chaînette (3), qui sont liées avec des
platines (2) correspondantes, dans un état soulevé ou dans un état abaissé, dans lequel
le dispositif d'entraînement des platines comprend, pour chaque platine (2), un élément
bistable (1) qui est connecté avec celle-ci, et qui, par une tension de déformation
extérieure qui agit sur l'élément (1) dans une direction axiale ou longitudinale,
occupe alternativement un premier état de position stabile correspondant à un état
soulevé de la platine (2) ou un second état de position stabile correspondant à un
état abaissé de la platine (2),
caractérisé en ce que l'élément bistable (1) est formé par un bâton multicouche élastiquement déformable
ou un ressort à lames multicouche élastiquement déformable avec plusieurs bâtons ou
ressorts (100) qui sont arrangés l'un sur l'autre,
dans lequel les couches individuels (100) du bâton ou du ressort sont liés l'un avec
l'autre dans ses régions terminales, et dans lequel l'élément bistable (1) est fermement
serré des deux côtés avec ses régions terminales (1a, 1b) dans un crochet (5a, 5b),
et dans lequel la déformation de l'élément (1) est réalisé par rallier les deux régions
terminales (1a, 1b).
2. Métier Jacquard selon revendication 1,
caractérisé en ce que
toutes les couches (100) du bâton ou du ressort consistent du même matériel.
3. Métier Jacquard selon revendication 1,
caractérisé en ce que
au moins un couche moyen du bâton ou du ressort consiste d'un matériel qui est différent
de celui des autre couches.
4. Métier Jacquard selon une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que
l'élément bistable (1) occupe, sous l'action de la tension de déformation mécanique
un des deux états de position stabiles, et l'élément bistable (1) occupe, sauf l'action
de la tension de déformation mécanique, un état de position neutre,
dans lequel un dispositif d'initialisation (10, 11, 12) est prévu, qui, en fonction
d'un signal de commande, cause une déviation initiale de l'élément bistable (1) de
son état de position neutre, de sorte que l'élément bistable (1), depuis d'une action
de la tension de déformation mécanique, occupe un certain des deux états de déformations
stabiles.
5. Métier Jacquard selon revendication 4,
caractérisé en ce que
le dispositif d'initialisation est formé par un aimant électrique ou par une paire
d'aimants électriques (11, 12), pour exercer une composante de force sur l'élément
bistable (1) après avoir appliqué un signal de commande électrique, de sorte qu'une
déviation initiale correspondante est effectuée.
6. Métier Jacquard selon revendication 5,
caractérisé en ce que
l'élément bistable (1) possède au moins dans une section des propriétés magnétostrictives
ou électrostrictives et en ce que la déviation initiale est causé par une action d'un champ magnétique ou électrique
sur la section correspondante de l'élément bistable (1).
7. Métier Jacquard selon revendication 4,
caractérisé en ce que
le dispositif d'initialisation comprend un piston hydraulique ou pneumatique (10),
qui est accouplé à l'élément bistable (1) et qui, après pressurisation avec une pression
de fonctionnement ou une dépression de fonctionnement, cause la déviation initiale
de l'élément bistable (1).
8. Métier Jacquard selon une des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce que
à proximité de l'élément bistable (1) des éléments de détection (13, 14) sont prévus
pour acquérir l'état de position de l'élément bistable (1).
9. Métier Jacquard selon une des revendication 1 à 8,
caractérisé en ce que plusieurs de dispositifs d'entraînement des platines qui sont arrangés en cascade
sont prévus pour opérer plusieurs de platines (2) qui sont échelonnées dans la direction
des fils de chaînette.