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(11) |
EP 1 875 030 B2 |
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NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Nach dem Einspruchsverfahren |
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Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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04.09.2019 Patentblatt 2019/36 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.07.2016 Patentblatt 2016/28 |
| (22) |
Anmeldetag: 19.04.2006 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2006/003577 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2006/111365 (26.10.2006 Gazette 2006/43) |
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VORRICHTUNG ZUR STEUERUNG EINES ANGETRIEBENEN BEWEGUNGSELEMENTS, ZUM BEISPIEL EINER
TÜR
DEVICE FOR CONTROLLING A DRIVING MOVING ELEMENT, FOR EXAMPLE, A DOOR
DISPOSITIF POUR RÉGULER UN ÉLEMENT DE DÉPLACEMENT ENTRAÎNE, PAR EXEMPLE UNE PORTE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
19.04.2005 DE 102005018231 19.05.2005 DE 102005023774
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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09.01.2008 Patentblatt 2008/02 |
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Patentinhaber: Cedes AG |
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7302 Landquart (CH) |
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Erfinder: |
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- ALBERS, Bas
7000 Chur (CH)
- DE COI, Beat
7320 Sargans (CH)
- NEBIKER, Peter
7208 Malans (CH)
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| (74) |
Vertreter: Otten, Roth, Dobler & Partner mbB Patentanwälte |
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Großtobeler Straße 39 88276 Berg / Ravensburg 88276 Berg / Ravensburg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 696 670 EP-A1- 1 345 444 US-A1- 2002 118 114
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EP-A1- 0 799 962 EP-A2- 0 935 044 US-A1- 2004 200 149
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN Bd. 1997, Nr. 03, 31. März 1997 (1997-03-31) & JP 08 285184
A (TOSHIBA CORP), 1. November 1996 (1996-11-01)
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[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Steuerung eines angetriebenen Bewegungselements,
zum Beispiel einer Tür oder eines Fensters nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Stand der Technik
[0002] Bei bekannten Ausführungsformen wird das Schließen von Schiebetüren mit Sensoren
überwacht, mit welchen ein Objekt in der Bewegungsbahn eines Türflügels detektierbar
ist, das heißt der Sensor stellt,fest, ob ein Objekt vorhanden ist oder nicht. Eine
weitere Differenzierung erfolgt nicht.
[0003] Dementsprechend wird bei der Detektion eines Objektes die Schiebetür immer komplett
geöffnet. Im Winter ergibt sich allerdings die Problematik, eine Schiebetür, wenn
möglich, geschlossen zu halten, um Wärmeverluste von Räumen, die über die Schiebetür
betreten werden können, zu vermeiden.
[0004] Eine bekannte Lösung, um in solchen Situationen weniger Wärme zu verlieren, besteht
darin, die Tür nicht ganz zu öffnen. Da Menschen erwarten, dass sich die Tür komplett
öffnet, kommt es regelmäßig zur Kollision zwischen Menschen und der nicht ganz geöffneten
Tür.
[0005] Aus dem Stand der Technik zeigt die
EP 0 696 670 A1 eine Anordnung zum automatischen Öffnen und Schließen von Türen, bei welcher außerhalb
einer Türaktivierungszone eine Überwachungszone definiert ist, in welcher sich Objekte
der Tür nähern können. Die Tür wird so betätigt, dass sie zur vorhergesagten Ankunftszeit
des Objekts voll geöffnet ist. Die
JP 08285184 A beschreibt eine Überwachung des Öffnungsbereichs eines Schwenktores, daraufhin, ob
darin ein Hindernis vorhanden ist. Sofern ein solches erkannt wird, wird die Torsteuerung
vom vollständigen Öffnen des betreffenden Tores gehindert, um eine Kollision zu vermeiden.
Die
US 2002/118,114 A1 beschreibt einen Sensor für automatische Türen, bei welchem mittels Kameras Bilder
von den beiden die Tür innen und außen umgebenden Bereichen erstellt werden. Mittels
einer Abstandsmesseinheit werden Abstände von auf den Bildern erkannten Objekten in
jedem einzelnen Bild ermittelt. Mittels weiterer Boden- und Höhenmesssensoren erfolgt
eine weitere Prüfung, ob sich im zu überwachenden Bereich vor bzw. hinter der Tür
ein vom Boden bzw. von der Tür verschiedenes Objekt befindet. Sofern dies der Fall
ist, wird die Tür vollständig geöffnet bzw. in vollständig geöffnetem Zustand gehalten.
Die
US 2004/200,149 A1 beschreibt eine Tür-Raum-Überwachungsvorrichtung zur Überwachung eines Türschrankbereichs
einer Kraftfahrzeugtür. Diese ist mit den Türschrankbereich erfassenden Sensormitteln,
mit einer Sensordaten auswertenden Auswerteeinrichtung und mit einer Steuereinheit
zur Steuerung von Sensormitteln oder von Auswerteeinrichtungen versehen, wobei mittels
einer Lichtquelle, einer Mikro-Spiegeleinheit und einem Fotoempfänger ein flächiger
Überwachungsbereich überwacht wird.
Aufgabe und Vorteile der Erfindung
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Steuerung eines angetriebenen Bewegungselements
über einen Objektsensor im Hinblick auf das Öffnungs- und/oder Schließverhalten zu
verbessern.
[0007] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0008] In den abhängigen Ansprüchen sind vorteilhafte und zweckmäßige Weiterbildungen der
Erfindung angegeben.
[0009] Die Erfindung geht von einer Vorrichtung zur Steuerung eines angetriebenen Bewegungselements,
zum Beispiel einer Tür aus, die eine Elektronikeinheit mit einem Objektsensor umfasst.
Der Kern der Erfindung liegt darin, dass die Elektronikeinheit mittels des Objektsensors
dazu ausgelegt ist, eine Objekt-Distanz zwischen dem angetriebenen Bewegungselement
und einem Objekt im Bereich des Bewegungselements zu ermitteln und abhängig davon
die Bewegung des Bewegungselements zu steuern. Durch diese Maßnahme kann zum Beispiel
eine Schiebetür immer nur genau so geöffnet werden, dass ein herannahendes und die
Tür passierendes Objekt, zum Beispiel eine Person kollisionsfrei die Schiebetür passieren
kann. Dementsprechend lassen sich zum Beispiel im Winter die Öffnungszustände und
der Grad der Öffnung der Schiebetür auf ein Minimum reduzieren, wodurch unnötige Wärmeverluste
aus Räumen, die durch die Schiebetür betreten werden, weitgehend vermeiden können.
Der Objektsensor kann z.B. ein optischer Sensor, ein Sensor für andere elektromagnetische
Wellen, z.B. Radarwellen und/oder ein Sensor für Schallwellen, z.B. Ultraschallwellen
sein.
[0010] In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung sind Mittel vorgesehen,
die die Objekt-Distanz aus einer Distanz des Objektsensors zum Objekt, einer Distanz
vom Objektsensor zum Bewegungselement und dem Winkel zwischen den Distanzrichtungen
ermitteln.
[0011] Die Objekt-Distanz wird auf diese Weise indirekt auf der Grundlage von zwei Distanzen
inklusive des Winkels zwischen den Distanzen bestimmt. Dadurch kann mittels z.B. eines
zentralen Objektsensors jede Distanz zwischen Bewegungselement und Objekt bestimmt
werden, sofern der zentrale Objektsensor Informationen über die Distanz zum Bewegungselement
und zum Objekt einschließlich des Winkels zwischen diesen Distanzen liefern kann.
[0012] In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Elektronikeinheit dazu ausgelegt, zur
Bestimmung der Objekt-Distanz als Bezug am Bewegungselement eine Vorderkante des Bewegungselements
heranzuziehen. Bei einer Tür wird vorzugsweise die Distanz zu deren Vorderkante ermittelt.
Bei diesem Ansatz geht man davon aus, dass die Vorderkante mit einem Objekt, zum Beispiel
einer herannahenden Person als erstes kollidiert und daher die Objekt-Distanz in Bezug
auf diese Vorderkante erfasst werden sollte.
[0013] In einer überdies bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung umfasst der Objektsensor
einen Sender und Empfänger für ein Signal, z.B. für Schall oder elektromagnetische
Wellen, insbesondere Licht, wobei die Elektronikeinheit dazu ausgebildet ist, eine
Distanz, die ein vom Sender ausgesandtes Signal über eine Reflexionsfläche zum Empfänger
zurücklegt, durch eine Auswertung eines Signalverlaufs, z.B. bei Licht einer Phase
einer auf das Licht aufmodulierten Schwingung zu ermitteln und mit dieser Art der
Distanzmessung die Objekt-Distanz zu bestimmen. Grundsätzlich kann als Signal auch
ein gepulstes Signal in Frage kommen, bei welchem z.B. eine Phaseninformation ausgewertet
wird. Es ist jedoch prinzipiell auch denkbar eine Laufzeitinformation auszuwerten.
[0014] Durch diese Vorgehensweise lässt sich eine Objekt-Distanz mit vergleichsweise hoher
Genauigkeit erfassen. Auch die Objekt-Distanz zu mehreren Objekten ist ermittelbar.
Durch mehrere Messungen ist es überdies möglich, den zeitlichen Verlauf der Objekt-Distanz,
also die Geschwindigkeit zu berechnen, so dass die Objektgeschwindigkeit in die Steuerung
des angetriebenen Bewegungselements, zum Beispiel einer Tür miteinbezogen werden kann.
[0015] Neben der Objekt-Geschwindigkeit ist auf diese Weise auch die Geschwindigkeit des
angetriebenen Bewegungselements ermittelbar, die für eine optimale Steuerung des angetriebenen
Bewegungselements in gleicher Weise wichtig ist.
[0016] In einer überdies bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung führt die Elektronikeinheit
die Steuerung des angetriebenen Bewegungselements derart aus, dass die Distanz zwischen
einer Stelle des angetriebenen Bewegungselements, vorzugsweise der Vorderkante des
angetriebenen Bewegungselements und dem Objekt zumindest annähernd auf einem vorgegebenen
Wert gehalten wird. Vorzugsweise wird die Objekt-Distanz zumindest abschnittsweise
auf einem vorgegebenen Wert gehalten. In einer bevorzugten Ausgestaltung ist es günstig,
die Objekt-Distanz kontinuierlich z.B. mehrfach pro Sekunde zu bestimmen. In einer
außerdem bevorzugten Ausgestaltung wird die Objekt-Distanz auf einem vorgebbaren konstanten
Wert gehalten. Durch das Konstanthalten wird vermieden, dass eine Kollision zwischen
Objekt und Bewegungselement eintritt. Es ist jedoch auch möglich, dass der vorgebbare
Wert einer Funktion folgt. Denkbar wäre eine Veränderung der vorgegebenen Distanz
in Abhängigkeit des Abstandes des Objekts vom angetriebenen Element oder einer Türebene.
Die vorgegebene Distanz kann auch davon abhängig gemacht werden, ob die Person sich
noch vor der Tür, im Durchgang der Tür oder nach der Tür befindet. Bei der Funktion
kann es sich auch um eine diskrete Funktion handeln. Möglich ist auch, dass Parameterfelder
vorgegeben werden, z.B. ein Look-uptable. Für den Fall, dass der vorgebbare Wert einen
Minimalwert darstellt, ist dieser vorzugsweise abhängig vom Bremsweg des angetriebenen
Bewegungselements und/oder von empirisch ermittelten "Wohlfühlparametern", das heißt
Werten, bei welcher eine Person mit einem angenehmen Gefühl das angetriebene Bewegungselement
passiert. Vorteilhafterweise wird der Minimalwert größer als 10 cm betragen.
[0017] Bei mehreren Bewegungselementen ist es bevorzugt, wenn alle Bewegungselemente unabhängig
steuerbar sind. Dadurch lassen sich für die einzelnen Bewegungselemente bestmögliche
Bewegungsabläufe erzielen.
[0018] Für den Fall, dass mehrere angetriebene nicht unabhängig bewegbare Bewegungselemente
vorgesehen sind, ist es vorteilhaft, wenn die kleinste ermittelte Distanz zu einem
Bewegungselement, insbesondere zur Vorderkante eines Bewegungselements für die Steuerung
der Bewegungselemente maßgebend ist.
[0019] Durch diese Vorgehensweise kann bei im Wesentlichen nicht erhöhtem Steueraufwand
zumindest eine teiloptimierte Bewegung der Bewegungselemente erreicht werden.
[0020] Die Erfindung lässt sich insbesondere auf Schiebetüren, Flügeltüren, vertikale Türen,
Falttüren und auch Fenster anwenden.
[0021] Eine weitere Verbesserung der Steuerung der Bewegung des angetriebenen Bewegungselements
kann dadurch erzielt werden, dass in einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
die Elektronikeinheit ein Steuersignal für die Steuerung des angetriebenen Bewegungselements
erzeugt, in welchem ein Bremsweg des angetriebenen Bewegungselements berücksichtigt
ist. Dadurch kann die Objekt-Distanz im Hinblick auf deren Minimum noch weiter optimiert
werden, was positiv bei der Erniedrigung von Öffnungszuständen, beispielsweise einer
Schiebetür genutzt werden kann.
[0022] Um eine noch weiter verfeinerte Steuerung des angetriebenen Bewegungselements hinsichtlich
Öffnungs- und/oder Schließzustände des Bewegungselements zu erhalten, wird im Weiteren
vorgeschlagen, dass die Elektronikeinheit das angetriebene Bewegungselement so steuert,
dass das Bewegungselement, zum Beispiel eine Tür möglichst schnell geschlossen wird,
nachdem ein Objekt, zum Beispiel eine Person das Bewegungselement passiert hat und/oder
dass das Bewegungselement, zum Beispiel eine Tür, so spät wie möglich geöffnet wird,
wenn ein Objekt, zum Beispiel eine Person sich auf das Bewegungselement zu bewegt.
[0023] In einer überdies bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung steuert die Elektronikeinheit
die Geschwindigkeit des Bewegungselementes auf einen an sich ungestörten Bewegungsweg
abhängig von der Objektdistanz. Durch diese Maßnahme kann z.B. bei vergleichsweise
großen Objektdistanzen eine erhöhte Geschwindigkeit vorgegeben werden, wobei die Geschwindigkeit
bei einer entsprechenden Annäherung an das Objekt sukzessive herabgesetzt wird. Die
Geschwindigkeitsanpassung kann z.B. schrittweise erfolgen.
[0024] Im Weiteren ist es bevorzugt, wenn die Elektronikeinheit die Steuerung derart vornimmt,
dass wenn das Bewegungselement länger als eine vorgegebene Zeit blockiert wird, dieses
mit sanftem Druck den Schließvorgang beendet.
Zeichnungen
[0025] In den Zeichnungen werden verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung gezeigt
und nachstehend unter Angabe weiterer Vorteile und Einzelheiten näher erläutert. Es
zeigen
- Figur 1
- in einer schematischen dreidimensionalen Ansicht eine optische Türsensoranordnung
einer zweiflügligen Schiebetür mit herannahendem Objekt,
- Figur 2a-c
- Bewegungszustände der zweiflügligen Schiebetür nach Figur 1 beim Durchtritt eines
Objekts in Draufsicht und
- Figur 3
- eine schematische Abbildung, die das Verfahren einer Bestimmung des Abstandes zwischen
einer Schiebetürkante und einem Objekt veranschaulicht und
- Figur 4
- eine schematische Draufsicht auf eine Flügeltüre zur Veranschaulichung der Geschwindigkeitssteuerung
der Flügeltür.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0026] In Figur 1 ist eine optische Türsensoranordnung 1 an einer Schiebetür 2 mit einem
optischen Sensor 1a oberhalb der Schiebetür 2 dargestellt. Flügel 3, 4 der Schiebetür
2 sind teilweise geöffnet und schließen sich gerade mit Geschwindigkeiten V
1 und V
r. Ein Objekt 5, zum Beispiel ein Mensch bewegt sich mit einer Geschwindigkeit V
0 auf die Schiebetür 2 zu.
[0027] Die Türsensoranordnung 1 erfasst 3D-Bilder von Ihrer Umgebung. Ein eingebauter Rechner
(nicht dargestellt) analysiert die Bilder und ermittelt daraus die Position und Geschwindigkeit
der Schiebetürflügel 3, 4 und des Objekts 5. In Figur 1 sind für drei Pixel aus einem
auf diese Weise ermittelten Bild Vektoren 6, 7 und 10 dargestellt. Die Vektoren 6
und 7 sind auf Pixel von Kanten 8, 9 der jeweiligen Flügel 3, 4 und der Vektor 10
auf ein Pixel des Objekts 5 gerichtet. Normalerweise werden die Kanten 8, 9 der Flügel
3, 4 und auch das Objekt 5 über mehrere Pixel gleichzeitig erfasst. Dadurch lässt
sich eine höhere Genauigkeit und damit Sicherheit erzielen. Die erfinderische Vorgehensweise
wird aber anhand der drei ausgewählten Vektoren zu dem entsprechenden Pixel erklärt.
[0028] Die Positionen der Pixel lassen sich über die Vektoren 6, 7 und 10 bestimmen. Für
die Bestimmung einer Objekt-Distanz 11, 12 (siehe Figur 3), das heißt im vorliegenden
Fall einer Distanz zwischen jeweils der Vorderkante 8, 9 der Schiebetürflügel 4, 5
und dem Objekt 5, lässt sich der Winkel zwischen den Vektoren 6 und 10 ermitteln.
Mit den Beträgen der Vektoren 6 und 10 ist dann die Distanz 11, 12 zwischen dem Objekt
5 und der jeweiligen Flügelkante 8, 9 berechenbar.
[0029] Aus mehreren solchen Messungen kann zudem die relative Geschwindigkeit vom Objekt
5 zu den beiden Türflügelkanten 8, 9 ermittelt werden. Dies ermöglicht es, vorauszusehen,
wenn das Objekt mit einer der beiden Türflügelkanten 8, 9 kollidieren würde. Damit
können die Türflügel 3, 4, möglicherweise separat, gestoppt werden, um eine Kollision
zu vermeiden. Bei diesem Vorgang lässt sich zudem der Bremsweg der Türflügel 3, 4
berücksichtigen. Bei herkömmlichen Türsteuerungen mit einem Lichtgitter oder Lichtvorhang
kann dagegen nur die Anwesenheit eines Objektes festgestellt werden.
[0030] In Figur 2a wird das Objekt 5, das sich in die Richtung Schiebetür 2 bewegt, gezeigt.
Die Türsensoranordnung 1 erfasst die Distanz 10a zum Objekt 5 und die Distanzen 6a,
7a zu den Türflügelkanten 8, 9. Aus diesen Distanzen 6a, 7a lassen sich die Distanzen
11, 12 vom Objekt 5 zu den Türkanten unter Berücksichtigung des Winkels zwischen den
Distanzen 6a und 10a bzw. 7a und 10a berechnen. Die Distanzen 11, 12 werden einer
Türsteuerung übermittelt, womit die Bewegung und Position der Türflügel 3, 4 in Abhängigkeit
der Distanzen 11, 12 gesteuert werden kann.
[0031] In Figur 2b wird die Situation gezeigt, in welcher der Türflügel 3 teilweise geschlossen
wird, zum Beispiel damit weniger warme Luft (symbolisiert durch die Pfeile W) aus
einem Raum, der durch die Tür 2 betreten wird, entweichen kann. Dabei wird nicht nur
die aktuelle Position des Objekts 5 berücksichtigt, sondern auch dessen Geschwindigkeit
und die Geschwindigkeit der Türflügel 3, 4.
[0032] Für den Fall, dass die Türflügel 3, 4 nicht separat bewegt werden können, lässt sich
die Steuerung so einstellen, dass der Türflügel maßgebend ist, der am schnellsten
eine Kollision mit dem Objekt 5 verursachen würde.
[0033] Hat das Objekt, so wie in Figur 2c gezeigt, die Tür 2 passiert, kann auch der Türflügel
4 geschlossen werden.
[0034] In Figur 4 ist eine Flügeltüre 3 mit symbolisierten Geschwindigkeitsbereichen 14,
15, 16, 17 dargestellt. Wenn sich die Flügeltür 3 mit einer Geschwindigkeit V
b öffnet, überwacht die Türsensoranordnung 1 Bereiche 14, 15, 16, 17. Befindet sich
jemand innerhalb des Bereichs, so wird die Flügeltür 3 angehalten. Befindet sich ein
Objekt innerhalb des Bereichs 15, so wird verlangsamt weitergefahren. Befindet sich
ein Objekt innerhalb des Bereichs 16, so wird vergleichsweise schneller weitergefahren
und innerhalb des Bereichs 17 wird die Tür mit normaler Geschwindigkeit bewegt.
1. Vorrichtung zur Steuerung eines angetriebenen Bewegungselements (3, 4) in Form einer
Tür oder eines Fensters, die eine Elektronikeinheit mit einem Objektsensor (1a) umfasst,
wobei die Elektronikeinheit mittels des Objektsensors (1a) dazu ausgelegt ist, eine
Objekt-Distanz (11) zwischen dem angetriebenen Bewegungselement (3, 4) und einem Objekt
(5) im Bereich des Bewegungselements (3, 4) zu ermitteln und abhängig davon die Bewegung
des Bewegungselements (3, 4) zu steuern, wobei das Bewegungselement eine Öffnung schließt
und öffnet,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Elektronikeinheit weiter ausgebildet ist, zur Bestimmung der Objekt-Distanz (11)
als Bezug am Bewegungselement eine Vorderkante (8, 9) des Bewegungselements (3, 4)
heranzuziehen, wobei die Vorderkante die Kante ist, an der als erstes eine Kollision
zwischen Objekt und Bewegungselement stattfindet und die an der Öffnung liegt und
Mittel vorgesehen sind, die Objekt-Distanz (11) aus einer Distanz (10a) des Objektsensors
(1a) zum Objekt (5), einer Distanz (6a, 7a) vom Objektsensor (1a) zur Vorderkante
des Bewegungselementes (3, 4) und dem Winkel α zwischen den Vektoren (6, 7 und 10)
der Distanzrichtungen zu ermitteln.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Objektsensor (1a) einen Sender und Empfänger für ein Signal, z.B. für Schall
oder elektromagnetische Wellen, insbesondere Licht umfasst, wobei die Elektronikeinheit
dazu ausgebildet ist, eine Distanz, die ein vom Sender ausgesandtes Signal über eine
Reflexionsfläche zum Empfänger zurücklegt, durch eine Auswertung eines Signalverlaufs,
z.B. bei Licht, einer Phase einer auf das Licht aufmodulierten Schwingung zu ermitteln
und mit dieser Art der Distanzmessung die Objekt-Distanz (11) zu bestimmen.
3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektronikeinheit ein Steuersignal für die Steuerung des angetriebenen Bewegungselements
(3, 4) in Abhängigkeit der Geschwindigkeit (V0) des Objekts (5) und/oder der Geschwindigkeit
(V1, Vr) des angetriebenen Bewegungselements (3, 4) erzeugt.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektronikeinheit die Steuerung des angetriebenen Bewegungselements (3, 4) derart
vornimmt, dass die Objekt-Distanz (11) zwischen einer Stelle des angetriebenen Bewegungselements,
vorzugsweise der Vorderkante (8, 9) des angetriebenen Bewegungselements (3, 4) und
dem Objekt (5) auf einem vorgegebenen Wert gehalten wird.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere angetriebene Bewegungselemente (3, 4) unabhängig steuerbar sind.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei mehreren angetriebenen nicht unabhängig bewegbaren Bewegungselementen (3, 4)
die kleinste ermittelte Distanz für die Steuerung der Bewegungselemente (3, 4) maßgebend
ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektronikeinheit ein Steuersignal für die Steuerung des angetriebenen Bewegungselements
(3, 4) erzeugt, in welchem ein Bremsweg des angetriebenen Bewegungselements (3, 4)
berücksichtigt ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektronikeinheit das angetriebene Bewegungselement (3, 4) derart steuert, dass
das Bewegungselement (3, 4) möglichst schnell geschlossen wird, nachdem ein Objekt
(5) das Bewegungselement (3, 4) passiert hat und/oder dass das Bewegungselement (3,
4) so spät wie möglich geöffnet wird, wenn sich ein Objekt (5) auf das Bewegungselement
(3, 4) zu bewegt.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektronikeinheit die Geschwindigkeit des Bewegungselements auf einen an sich
ungestörten Bewegungsweg abhängig von der Objekt-Distanz steuert.
1. A device for controlling a driven moving element (3, 4) in the form of a door or a
window, comprising an electronic unit having an object sensor (1a), wherein the electronic
unit is configured by means of the object sensor (1a) to determine an object distance
(11) between the driven moving element (3, 4) and an object (5) in the region of the
moving element (3, 4) and, depending thereon, to control the movement of the moving
element (3, 4), wherein the moving element closes and opens an opening,
characterised in that
the electronic unit is further configured to use a front edge (8, 9) of the moving
element (3, 4) as a reference on the moving element to define the object distance
(11), wherein the front edge is the edge at which a collision between the object and
moving element occurs first and which is located at the opening, and means are provided
to determine the object distance (11) from a distance (10a) of the object sensor (1a)
to the object (5), a distance (6a, 7a) from the object sensor (1a) to the front edge
of the moving element (3, 4) and the angle α between the vectors (6, 7 and 10) of
the distance directions.
2. The device according to claim 1, characterised in that the object sensor (1a) comprises a transmitter and receiver for a signal, e.g. for
sound or electromagnetic waves, in particular light, wherein the electronic unit is
configured to determine a distance, which a signal emitted by the transmitter covers
via a reflection surface towards the receiver, by evaluating a signal curve, e.g.
in light, of a phase of an oscillation modulated to the light, and to define the object
distance (11) using this type of distance measurement.
3. The device according to one of the preceding claims, characterised in that the electronic unit generates a control signal for controlling the driven moving
element (3, 4) depending on the speed (V0) of the object (5) and/or the speed (V1,
Vr) of the driven moving element (3, 4).
4. The device according to one of the preceding claims, characterised in that the electronic unit controls the driven moving element (3, 4) such that the object
distance (11) between a position on the driven moving element, preferably the front
edge (8, 9) of the driven moving element (3, 4), and the object (5) is kept at a predetermined
value.
5. The device according to one of the preceding claims, characterised in that a plurality of driven moving elements (3, 4) are independently controllable.
6. The device according to one of the preceding claims, characterised in that, in the event of a plurality of driven non-independently movable moving elements
(3, 4), the smallest determined distance is decisive for the control of the moving
elements (3, 4).
7. The device according to one of the preceding claims, characterised in that the electronic unit generates a control signal for controlling the driven moving
element (3, 4), in which a braking distance of the driven moving element (3, 4) is
taken into account.
8. The device according to one of the preceding claims, characterised in that the electronic unit controls the driven moving element (3, 4) such that the moving
element (3, 4) is closed as quickly as possible after an object (5) has passed the
moving element (3, 4) and/or in that the moving element (3, 4) is opened as late as possible when an object (5) is moving
towards the moving element (3, 4).
9. The device according to one of the preceding claims, characterised in that the electronic unit controls the speed of the moving element on an intrinsically
unhindered movement path depending on the object distance.
1. Dispositif de commande d'un élément mobile entraîné (3, 4) sous la forme d'une porte
ou d'une fenêtre comprenant une unité électronique avec un capteur d'objet (1a), au
moyen du capteur d'objet (1a), l'unité électronique étant conçue pour déterminer une
distance d'objet (11) entre l'élément mobile entraîné (3, 4) et un objet (5) dans
la zone de l'élément mobile (3, 4) et, en conséquence, commander le mouvement de l'élément
mobile (3, 4), l'élément mobile fermant et ouvrant une ouverture,
caractérisé en ce que
l'unité électronique est en outre configurée pour utiliser un bord d'attaque (8, 9)
de l'élément mobile (3, 4) pour déterminer la distance de l'objet (11) en référence
à l'élément mobile, le bord d'attaque étant le bord sur lequel une collision se produira
entre l'objet et l'élément mobile et qui est situé au niveau de l'ouverture et des
moyens sont prévus pour déterminer la distance de l'objet (11) à partir d'une distance
(10a) du capteur d'objet (1a) à l'objet (5), d'une distance (6a, 7a) du capteur d'objet
(1a) au bord d'attaque de l'élément mobile (3, 4) et de l'angle α entre les vecteurs
(6, 7 et 10) des directions de distance.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le capteur d'objet (1a) comprend un émetteur et un récepteur pour un signal, par
exemple pour des ondes sonores ou électromagnétiques, en particulier la lumière, dans
lequel l'unité électronique est conçue pour déterminer une distance que parcourt un
signal émis par l'émetteur via une surface de réflexion jusqu'au récepteur, par une
évaluation d'une forme d'onde, par exemple pour la lumière, une phase d'une oscillation
modulée de la lumière et pour déterminer la distance de l'objet (11) avec ce type
de mesure de distance.
3. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité électronique produit un signal de commande pour commander l'élément mobile
entraîné (3, 4) en fonction de la vitesse (V0) de l'objet (5) et/ou de la vitesse
(V1, Vr) de l'élément mobile entraîné (3, 4).
4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité électronique commande l'élément mobile entraîné (3, 4) de sorte que la distance
de l'objet (11) entre une position de l'élément mobile entraîné, de préférence du
bord d'attaque (8, 9) de l'élément mobile entraîné (3, 4) et de l'objet (5), est maintenue
à une valeur prédéterminée.
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que plusieurs éléments mobiles entraînés (3, 4) peuvent être commandés indépendamment.
6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la distance minimale déterminée pour la commande des éléments mobiles (3, 4) est
déterminante pour plusieurs éléments mobiles entraînés (3, 4) ne pouvant pas être
déplacés de manière indépendante.
7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité électronique génère un signal de commande pour commander l'élément mobile
entraîné (3, 4), dans lequel une distance de freinage de l'élément mobile entraîné
(3, 4) est prise en compte.
8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité électronique commande l'élément mobile entraîné (3, 4) de sorte que l'élément
mobile (3, 4) se ferme aussi rapidement que possible après qu'un objet (5) est passé
devant l'élément mobile (3, 4) et/ou que l'élément mobile (3, 4) s'ouvre le plus tard
possible, lorsqu'un objet (5) se déplace vers l'élément mobile (3, 4).
9. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité électronique commande la vitesse de l'élément mobile sur un trajet de mouvement
non perturbé en soi en fonction de la distance de l'objet.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente