[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Hebebühne für Kraftfahrzeuge. Derartige
Hebebühnen sind aus dem Stand der Technik seit langem bekannt. Die Erfindung wird
unter Bezugnahme auf eine KFZ - Hebebühne und insbesondere auf eine Zwei-Säulen-Hebebühne
beschrieben, wobei an jeder Säule eine in vertikaler Richtung anheb- und absenkbare
Hubeinrichtung angeordnet ist. Diese Hubeinrichtung weist horizontal schwenkbare Tragarme
zur Aufnahme der Kraftfahrzeuge auf.
[0002] Bei derartigen Hebebühnen ist stets darauf zu achten, dass die einzelnen Auflagepunkte
zwischen den Tragearmen beziehungsweise deren Auflageflächen und den anzuhebenden
Bereichen des Fahrzeugs genau ausgewählt sind und sich im Laufe des Hebevorgangs die
Kräfteverhältnisse nicht verändern. Insbesondere ist dabei zu beachten, dass die Aufnahmeelemente
der Hebebühne an die korrekten Auflagestellen des zu hebenden Objekts beziehungsweise
Fahrzeugs angeordnet werden. Wird eine Auflagefläche unsachgemäß angebracht, kann
es im Verlauf des Hubvorgangs zu einer vollständigen Entlastung des entsprechenden
Aufnahmeelements und sogar zu einem Kippen beziehungsweise Herabfallen des Fahrzeugs
kommen.
[0003] Aus der
DE 29 37 582 A1 ist eine Hebebühne, insbesondere eine Zwei-Säulen-Hebebühne für Kraftfahrzeuge, bekannt.
Diese Hebebühne weist an den Tragelementen Kraftmesseinrichtungen auf, deren Ausgangssignale
an eine nachgeschaltete Sicherheitsschaltung weitergeleitet werden. Durch diese von
den Kraftmesseinrichtungen ausgegebenen Signale kann eine eventuelle Schieflage des
Fahrzeugs erkannt werden. Dabei ist die Kraftmesseinrichtung fest in das System der
Hebebühne integriert, beziehungsweise die Tragarme der Hebebühne sind bereits auf
diese Kraftmesseinrichtungen abgestimmt. Das aus der
DE 29 37 582 A1 bekannte System ist daher nicht auf bereits vorhandene Hebebühnen anwendbar beziehungsweise
nachrüstbar. Auch ist im Falle des Ausfalls einzelner Kraftmesseinrichtungen ist ein
Ersatz derselben nur schwer möglich, da diese fest in das Hebebühnensystem integriert
sind.
[0004] Aus der
DE 9312286 U1, die ein Auflageelement gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 offenbart, ist eine
Hebebühne mit mehreren Tragarmen benannt Dabei ist an mindestens einem dieser Tragarme
ein Sensor angeordnet, der auf einen Gewichtsbelastuna des Tragarms anspricht und
dieser Sensor ist mit einem Anzeige, Überwachungsgerät oder dergleichen verbunden.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Sicherheit von Hebebühnen
zu verbessern und dabei auch vorhandene beziehungsweise ältere Modelle mit derartigen
Sicherheitssystemen ausstatten zu können. Eine weitere erfindungsgemäße Aufgabe liegt
darin, eine Hebebühne zu schaffen, die Korrekturmöglichkeiten im Falle eines auftretenden
Ungleichgewichts erlaubt.
[0006] Dies wird erfindungsgemäß durch ein Auflageelement nach Anspruch 1 erreicht. Vorteilhafte
Ausführungsformen und Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0007] Das erfindungsgemäße Auflageelement für Hebebühnen ist zwischen einem Trageelement
der Hebebühne und einem zu hebenden Fahrzeug anordenbar und ist erfindungsgemäß von
dem Trageelement entfernbar und weist eine Sensoreinrichtung zur Messung einer zwischen
dem Fahrzeug und dem Trageelement wirkenden bzw. von dem Fahrzeug auf das Trageelement
übertragenen Gewichtskraft auf, wobei die Sensoreinrichtung ein Signal ausgibt, das
für diese Gewichtskraft charakteristisch ist. Daneben ist eine Sendeeinrichtung vorgesehen,
die das für diese Gewichtskraft charakteristisches Signal oder ein aus diesem Signal
abgeleitetes Signal ausgibt. Erfindungsgemäß weist das Aufnahmeelement einen Aufnahmeteller
(8) zur Aufnahme eines Bereichs des Fahrzeugs sowie einen Hülsenkörper auf. Unter
einer entfernbaren Anordnung des Auflageelements von dem Trageelement wird verstanden,
dass dieses insbesondere ohne Substanzbeeinträchtigung des Trageelements oder des
Auflageelements von dem Tragelement entfernt werden kann, beispielsweise durch Abziehen
oder Abschrauben, insbesondere ohne die Verwendung von Werkzeug. Auch wird darunter
verstanden, dass das Auflageelement ohne hohen zeitlichen beziehungsweise energetischen
Aufwand von dem Trageelement der Hebebühne entfernt werden kann. Auf diese Weise ist
ein einfacher Austausch bzw. ein einfaches Nachrüsten älterer Modelle möglich. Bevorzugt
kann das Auflageelement in einen Bereich des Trageelements eingeschoben werden.
[0008] Unter einer Sensoreinrichtung wird jede Sensoreinrichtung verstanden, die geeignet
ist, zwischen dem Fahrzeug und dem Trageelement der Hebebühne auftretende Gewichtskräfte
zu messen. Vorzugsweise handelt es sich bei der Sensoreinrichtung um eine Kraftmesseinrichtung.
Besonders vorteilhaft handelt es sich bei der Sensoreinrichtung um einen Dehnmessstreifen,
der in einem Bereich des Auflageelements angeordnet ist. Bei einer vorteilhaften Ausführungsform
handelt es sich bei dem Auflageelement um einen Körper, der auf dem Trageelement abgelegt
wird und bei einer weiteren Ausführungsform um ein Auflageelement, welches mit einem
Bestandteil des Trageelements verschraubt wird. Bei dem Trageelement handelt es sich
insbesondere um einen Bereich des Tragearms der Hebebühne beziehungsweise ein Segment
dieses Tragearms.
[0009] Das Auflageelement wird besonders bevorzugt an dem Auflagebereich des Trageelements
für das Fahrzeug angeordnet.
[0010] Auf diese Weise wird auch erreicht, dass die Sensoreinrichtung unmittelbar durch
die Gewichtskraft des Fahrzeugs beeinflusst wird und nicht gegebenenfalls über eine
Vielzahl von weiteren Tragearmen weitervermittelt wird.
[0011] Bei einer bevorzugten Ausführungsform weist das Auflageelement eine Sendeeinrichtung
auf, die das von der Ausgabeeinrichtung ausgegebene charakteristische Signal drahtlos
an eine Empfangseinrichtung ausgibt. Prinzipiell wäre es auch möglich, das Auflageelement
über eine Kabelverbindung mit einem Zentralgerät zu verbinden oder auch das Auflageelement
direkt mit einer Ausgabeeinrichtung wie einem Display auszustatten. Eine drahtlose
Verbindung zwischen den Auflageelementen und der Empfangseinrichtung ist jedoch vorteilhaft.
[0012] Vorzugsweise gibt die Sendeeinrichtung neben dem ausgegebenen charakteristischen
Signal für die Kraft auch ein Identifikationssignal aus, welches das Auflageelement
eindeutig charakterisiert. So ist es beispielsweise möglich, dass im Rahmen eines
Binärcodes sowohl ein für die gemessene Kraft charakteristisches Signal als auch ein
Identifikationscode ausgegeben wird. Auf diese Weise kann beispielsweise ein Zentralcomputer
feststellen, von welchem Auflageelement das entsprechende Signal stammt. So kann beispielsweise
vermieden werden, dass ein Signal erfasst wird, welches von einem anderen Auflageelement
stammt und damit können Verwechslungen vermieden werden.
[0013] Besonders bevorzugt wird das Signal über elektromagnetische Wellen übertragen, wobei
insbesondere Funk, infrarotes Licht, ultraviolettes Licht und dergleichen in Betracht
kommen.
[0014] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist das Auflageelement eine Stromspeichereinrichtung
wie eine Batterie auf. Damit kann das Auflageelement autark alle gemessenen Signale
ausgeben.
[0015] Es wäre jedoch auch möglich, das Auflageelement über andere Energieversorgungsmittel
wie Induktionsschleifen und dergleichen mit der nötigen Energie zu versorgen. Auch
wäre es möglich, das Auflageelement an eine externe Stromquelle anzuschließen.
[0016] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind auch an den Tragearmen der Hebebühne
weitere Kraftmesseinrichtungen wie Dehnmessstreifen vorgesehen. Auch an den entsprechenden
Hubsäulen können Kraftmesseinrichtungen, insbesondere mit Dehnmessstreifen, angeordnet
sein.
[0017] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform können zur Übertragung der gemessenen
Daten wie der Gewichtskräfte auch Transponder oder dergleichen eingesetzt werden.
[0018] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist die Sensoreinrichtung bevorzugt
in dem Hülsenkörper vorgesehen. Bei dieser Ausführungsform ist damit das Auflageelement
zweiteilig ausgebildet und besteht aus dem Aufnahmeteller und dem Hülsenkörper. Dabei
weist besonders vorteilhaft der Hülsenkörper einen Hülsenabschnitt auf, der einen
Bereich des Aufnahmetellers aufnimmt sowie einen sich gegen das Trageelement der Hebebühne
abstützenden Umfangskragen. Besonders vorteilhaft ist die Sensoreinrichtung in diesem
Umfangskragen angeordnet. Die von dem Kraftfahrzeug wirkende Gewichtskraft wird dabei
über den Aufnahmeteller auf den Hülsenabschnitt und genauer dem Umfangskragen übertragen.
Damit können durch die Anordnung von Sensoreinrichtungen in diesem Umfangskragen direkt
die Gewichtskräfte gemessen werden. Besonders bevorzugt stützt sich der untere Bereich
dieses Umfangskragens gegenüber dem Tragelement ab. Diese Ausführungsform erlaubt
ein schnelles und einfaches Entfernen des Auflageelements von dem Trageelement, da
das Auflageelement beispielsweise einfach in eine Öffnung des Trageelements eingesetzt
werden kann. Damit ist ein werkzeugloser Austausch des Auflageelements möglich.
[0019] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist das Auflageelement eine Vielzahl
von Sensoreinrichtungen auf, die gleichmäßig in der Umfangsrichtung des Umfangskragens
verteilt sind. Auf diese Weise kann die Gewichtskraft des Fahrzeuges genauer ermittelt
werden wobei beispielsweise fehlerhafte Sensoreinrichtungen festgestellt werden können
oder auch die ausgegebenen Werte der einzelnen Sensoreinrichtung gemittelt werden
können.
[0020] Dabei ist es möglich, dass die einzelnen Sensoreinrichtungen jeweils die Werte an
die Ausgabeeinrichtung übermitteln. Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
ist der Aufnahmeteller gegenüber dem Hülsenkörper in einer Längsrichtung des Hülsenabschnitts
bewegbar. Auf diese Weise kann eine Korrektur der einzelnen Aufnahmepunkte gegenüber
dem Fahrzeug erreicht werden. Gleichzeitig wird jedoch durch diese Bewegung des Aufnahmetellers
gegenüber dem Hülsenkörper die Kraftmessung nicht beeinflusst, da sich nach wie vor
der Umfangskragen gegenüber dem Tragearm abstützt.
[0021] Besonders bevorzugt weist der Aufnahmeteller beziehungsweise der Bereich des Aufnahmetellers,
der von dem Hülsenabschnitt des Hülsenkörpers aufgenommen wird, ein Außengewinde auf
und der Hülsenabschnitt weist ein Innengewinde auf. Durch eine derartige Anordnung
kann eine besonders verschleißarme Kraftübertragung und auch eine Höhenverstellbarkeit
ermöglicht werden.
[0022] Bei einer anderen Ausführungsform weist das Aufnahmeelement einen Grundkörper aus
einem wenigstens in eine Richtung verformbaren Material auf und die Sensoreinrichtung
ist im Inneren dieses Grundkörpers vorgesehen. Insbesondere ist der Grundkörper wenigstens
in derjenigen Richtung verformbar, in der die Gewichtskraft des Fahrzeugs wirkt. Vorzugsweise
sind im inneren dieses Grundmaterials neben der Sensoreinrichtung auch eine Energiespeichereinrichtung
sowie eine Sendeeinrichtung angeordnet. Vorzugsweise besteht der Grundkörper aus einem
Hartgummimaterial, welches in der Lage ist, die hohen Gewichtskräfte eines Fahrzeugs
aufzunehmen ohne dabei beschädigt zu werden. Auch bei dieser Ausführungsform handelt
es sich bei der Sensoreinrichtung besonders bevorzugt um einen Dehnmessstreifen. Es
wäre jedoch auch möglich, Verformungen in einer Richtung zu messen, die senkrecht
zu der Gewichtskraft steht.
[0023] Weiterhin ist ein Tragearm für eine nitch beanspruchte Hebebühne denkbar mit einem
ersten Tragearmabschnitt und einem zweiten Tragearmabschnitt, der mit dem ersten Tragearmabschnitt
in Verbindung steht und gegenüber diesem teleskopartig bewegt werden kann. Erfindungsgemäß
ist an dem zweiten Armabschnitt eine Sensoreinrichtung zur Messung einer Gewichtskraft
des Fahrzeugs angeordnet. Vorteilhafterweise handelt es sich auch hier bei der Sensoreinrichtung
um einen Dehnmessstreifen. Dieser ist besonders bevorzugt an dem fahrzeug beziehungsweise
dem Auflagepunkt am Fahrzeug zugewandten Ende des zweiten Tragearmabschnitts angeordnet.
Auch auf diese Weise ist eine weitgehend unmittelbare Messung der auftretenden Kräfte
möglich.
[0024] Die vorliegende Erfindung ist weiterhin auf eine Hebebühne mit wenigstens einem Auflageelement
gemäß Anspruch 1 gerichtet.
[0025] Die vorliegende Erfindung bezieht sich weiterhin auf eine Messanordnung für Hebebühnen
mit einer Vielzahl von erfindungemäßen Auflageelementen gemäß Anspruch 1 und einer
zentralen Arbeitseinheit, wobei die Arbeitseinheit eine Empfangseinrichtung für die
von den Sendeeinrichtungen der Auflageelementen abgegebenen Signale aufweist, gerichtet.
Dabei kann es sich beispielsweise um einen Zentralcomputer handeln, der die Signale
der Auflageelemente aufnimmt. Vorzugsweise kann diese Arbeitseinheit die ankommenden
Signale anhand ihres Identifikationssignals jeweils unterscheiden und einem bestimmten
Auflageelement zuordnen.
[0026] Besonders bevorzugt weist die Arbeitseinheit eine Speichereinrichtung auf, in der
fahrzeugspezifische Kenndaten gespeichert sind, wie beispielsweise die Verhältnisse
zwischen einer auf der Hinterachse lastenden Gewichtskraft und einer auf der Vorderachse
lastenden Gewichtskraft.
[0027] Auf diese Weise ist es möglich, dass die Prozessoreinrichtung anhand der gemessenen
Gewichtskräfte entscheidet, welche Auflageelemente dem vorderen Bereich des Fahrzeuges
und welche Auflageelemente dem hinteren Bereich des Fahrzeugs zugeordnet sind. So
ist es beispielsweise bei einer Reihe von Fahrzeugen denkbar, dass auf den vorderen
Auflageelementen die doppelte Gewichtskraft lastet wie auf den hinteren Auflageelementen,
da im vorderen Bereich des Fahrzeugs der Motor angeordnet ist. Bei anderen Fahrzeugen
treten hierbei Gewichtsverhältnisse von 2:3 auf. Unter Zugrundelegung dieser bekannten
Verhältnisse können damit die Auflageelemente den Positionen des Fahrzeugs zugeordnet
werden. Auf diese Weise können die von den einschlägigen CE - Vorschriften vergegebenen
Lastverteilungen überwacht werden.
[0028] Weiterhin trifft die Prozessoreinrichtung bevorzugt unter Berücksichtigung des Gesamtgewichts
des Fahrzeugs die Entscheidung, ob Gewichtsverhältnisse von 2: 1 oder von 3: 2 zugrundegelegt
werden. Beispielsweise könnte bei einem Gesamtgewicht bis zu 3,0 t, d.h. einem für
PKW's üblichen Gewicht, ein Verhältnis von 2:1 zugrundegelegt werden und bei einem
höheren Gewicht ein Verhältnis von 3: 2. Daneben kann die Prozessoreinrichtung auch
bestimmte Abweichungen von den oben genannten Sollverhältnissen zulassen, wie etwa
Abweichungen zwischen + 5% und - 5% von dem Sollwert.
[0029] Es wäre jedoch auch möglich, dass die einzelnen Auflageelemente mit Beschriftungen
versehen sind, die es dem Bedienpersonal erlauben, sie richtig zuzuordnen, wie beispielsweise
"vorne rechts", "hinten links" und dergleichen.
[0030] Vorzugsweise sind in der Prozessoreinrichtung auch die Identifikationscodes der einzelnen
Auflageelemente abgespeichert, damit die Prozessoreinrichtung unterscheiden kann,
ob ein bestimmtes Signal von einem zugeordneten Auflageelement oder beispielsweise
von einem anderen Auflageelement stammt. Vorzugsweise sind die Identifikationscodes,
die in der Arbeitseinheit gespeichert sind, veränderbar. Auf diese Weise können beispielsweise
beschädigte Auflageelemente durch neue Auflageelemente ausgetauscht und auf diese
Weise der Betrieb fortgesetzt werden. Bevorzugt kann dabei die Prozessoreinrichtung
zwischen einem Lernmodus und einem Arbeitsmodus geschaltet werden, wobei im Lernmodus
neue Auflageelemente eingelesen werden können.
[0031] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist die Arbeitseinheit auch ein
Display bzw. eine Anzeigeeinrichtung auf. Auf diesem Display können beispielsweise
die einzelnen gemessenen Gewichtskräfte ausgegeben werden. Auch kann eine Alarmeinrichtung
vorgesehen sein, die bei Überschreiten oder Unterschreiten eines bestimmten Gewichtskraftwertes
ein Alarmsignal ausgibt und beispielsweise einen Hebevorgang anhält. Weiterhin kann
die Alarmeinrichtung auch bewirken, dass nur noch eine Abwärtsbewegung der Hebebühne
möglich ist. Daneben können über dieses Display auch genauere Informationen, beispielsweise
über die genaue Gewichtsverteilung an unterschiedlichen Auflagepunkten ausgegeben
werden.
[0032] Bevorzugt erfolgt die Messung der Gewichtskräfte in vorgegebenen Intervallen, beispielsweise
im 5 sec - Takt. Es wäre jedoch auch möglich, die Intervalle in Abhängigkeit von der
jeweiligen Bewegung der Hebebühne zu steuern und im Stillstand ein längeres Intervall
zu wählen als bei einer Hebebewegung. Zu diesem Zweck könnten in den Auflageelementen
zusätzlich Beschleunigungssensoren eingebaut sein, die eine Bewegung des jeweiligen
Auflageelements feststellen.
[0033] Vorteile und Zweckmäßigkeiten sind der nachfolgenden Beschreibung in Verbindung mit
den Zeichnungen zu entnehmen.
[0034] Dabei zeigen:
- Fig. 1
- ein erfindungsgemäßes Auflageelement in einer ersten Ausführungsform;
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf das Auflageelement aus Fig. 1;
- Fig. 3
- ein Auflageelement, das in einem Tragarm eingesetzt ist;
- Fig. 4
- einen Hülsenkörper eines Auflageelements nach Fig. 1;
- Fig. 5
- eine perspektivische Ansicht des Hülsenkörpers aus Fig. 4;
- Fig. 6
- eine vergrößerte Detaildarstellung des Hülsenkörpers aus Fig. 4;
- Fig. 7
- ein Auflageelement in einer weiteren nicht beanspruchten Ausführungsform;
- Fig. 8
- eine Draufsicht von unten auf das in Fig. 7 gezeigte Auflageelement;
- Fig. 9
- eine Darstellung des Auflageelements aus Fig. 8 entlang der Linie A-A;
- Fig. 10
- einen nicht beanspruchten Tragarm einer Hebebühne;
- Fig. 11
- eine Seitenansicht des Tragarms aus Fig. 10; und
- Fig. 12
- ein Blockdiagramm einer erfindungsgemäßen Messanordnung.
[0035] Fig. 1 zeigt ein Auflageelement 2 in einer ersten Ausführungsform. Dieses Auflageelement
2 weist einen Aufnahmeteller 8 zur Aufnahme eines Bereichs eines Fahrzeugs auf. Dieser
Aufnahmeteller 8 weist eine Kontaktfläche 3 auf, die beim Heben des Fahrzeugs mit
Teilen desselben in Verbindung steht. Diese Kontaktfläche ist hier als Gummiauflage
3 ausgeführt. Unterhalb der Gummiauflage 3 ist eine Ronde 5 vorgesehen, die mit einem
Gewindestück 10 verbunden ist. Mit Hilfe einer Zylinderschraube 9 wird die Gummiauflage
3 an dem Gewindestück 10 befestigt. Der Aufnahmeteller 8 setzt sich damit aus dem
Gewindestück 10, der Gummiauflage 3 und der Ronde 5 zusammen.
[0036] Dabei ist es möglich, die Ronde 5 mit dem Gewindestück 10 zu verschweißen und nach
dem Schweißvorgang in der Oberseite blecheben zu schleifen. Der Aufnahmeteller 8 ruht
im zusammengebauten Zustand in einem Hülsenkörper 12. Genauer gesagt weist zu diesem
Zweck der Hülsenkörper 12 ein Innengewinde auf, welches mit einem entsprechenden Außengewinde
des Auflagetellers 8 bzw. des Gewindestücks 10 verschraubt werden kann. Der Hülsenkörper
12 weist einen Hülsenabschnitt 15 und einen Kragen 16 auf. Gegenüber diesem Kragen
16 stützt sich die Ronde 5 des Auflagetellers 8 ab. Dabei wird durch einen Überstand
19 die Gummiauflage 3 auch am Umfangsrand der Ronde 5 befestigt. Der Aufnahmeteller
wird im Folgenden auch als Auflageteller bezeichnet.
[0037] Das Bezugszeichen 17 bezieht sich auf einen Stift des Hülsenkörpers 12, mit dem dieser
in einer bevorzugten Stellung an einem Tragarm angeordnet werden kann. Dabei rastet
dieser Stift in eine entsprechende Öffnung des Tragearmes ein. Auf diese Weise kann
das Auflageelement einerseits drehfest in dem Haltearm angeordnet werden, auf der
anderen Seite jedoch auch einfach, nämlich durch Herausziehen, von dem Tragearm entfernt
werden. Umgekehrt könnte auch in dem Tragearm ein Stift vorgesehen sein, der in eine
entsprechende Öffnung des Auflageelements 2 eingreift.
[0038] Das Bezugszeichen 11 kennzeichnet einen Sicherungsring, der ein vollständiges Herausnehmen
des Aufnahmetellers 8 aus dem Hülsenkörper 12 verhindert.
[0039] Durch eine Verdrehung des Aufnahmetellers 8 gegenüber dem Hülsenkörper 12 ist eine
Verschiebung des Aufnahmetellers gegenüber dem Hülsenkörper 12 in der Längsrichtung
L in Fig. 1 möglich. An oder in dem Umfangskragen bzw. Umfangsrand 16 ist die erfindungsgemäße
Sensoreinrichtung 4 zur Kraftmessung vorgesehen. Genauer gesagt sind bei der in Fig.
1 gezeigten Ausführungsform vier Sensoreinrichtungen gleichmäßig in der Umfangsrichtung
des Aufnahmetellers 8 bzw. des Umfangskragens 16 verteilt. Dabei ist zu beachten,
dass die vollständige Gewichtskraft zwischen der Unterseite 16a und des Umfangsrands
16 und dem Tragarm der Hebebühne wirkt. Damit kann durch eine Anordnung der Sensoreinrichtung
4 an der in Fig. 1 gezeigten Stelle in unmittelbarer Weise die übertragende Gewichtskraft
gemessen werden und zwar unabhängig davon, ob der Aufnahmeteller 8 vollständig in
den Hülsenkörper 12 eingeschraubt ist. Im Falle eines Defekts oder Ausfalls einzelner
Sensoreinrichtungen muss daher nicht der gesamte Tragarm ausgewechselt werden, sondern
es genügt das Einwechseln des Hülsenkörpers 12 gegen einen anderen Hülsenkörper.
[0040] Fig. 2 zeigt eine Draufsicht auf das in Fig. 1 gezeigte Auflageelement. Man erkennt
hier sowohl die Zylinderschraube 9, die zur Befestigung der Gummiauflage dient als
auch die Gummiauflage 3 selbst.
[0041] Fig. 3 zeigt eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Auflageelements,
das in einem Tragarm einer Hebebühne eingebaut ist. Zu diesem Zweck weist der Tragarm
einen Endabschnitt 34 mit einer Öffnung 35 auf, in welche der Hülsenkörper 12 eingefügt
wird. Die Sensoreinrichtung ist hier ebenfalls an dem Umfangsrand 16 des Hülsenkörpers
12 angeordnet.
[0042] Fig. 4 zeigt einen Hülsenkörper 12 und genauer dessen Umfangskragen 16. Innerhalb
des Hülsenabschnitts 15 kann das Gewindestück 10 des Aufnahmetellers 8 angeordnet
werden. Der Umfangskragen ist hier umlaufend ausgeführt, könnte jedoch auch Unterbrechungen
aufweisen.
[0043] Fig. 5 zeigt eine perspektivische Darstellung des in Fig. 4 gezeigten Hülsenkörpers.
Neben einer runden Ausführung des Hülsenabschnitts 15 können hier jedoch auch andere
Ausführungen gewählt werden, beispielsweise elliptische Querschnitte, polygonale Querschnitte
und dergleichen.
[0044] Fig. 6 zeigt eine Detaildarstellung des Umfangsrandes 16. Dieser weist einzelne Bohrungen
oder Ausnehmungen 6 auf, in denen die Sensoreinrichtungen 4 angeordnet sind. Dabei
ist es beispielsweise möglich, die Sensoreinrichtung 4 in dieser Ausnehmung 6 einzugießen
und auf diese Weise zu befestigen. Auch wäre es möglich, die Öffnung so dünn zu wählen,
dass im Wesentlichen nur das Sensorelement Platz findet. Desweiteren können in der
Öffnung weitere Einrichtungen der Sensoreinrichtung (nur schematisch gezeigt) vorgesehen
sein, wie eine Ausgabeeinrichtung 13, die Messsignale ausgibt. Daneben ist eine Sendeeinrichtung
14 vorgesehen, die das gemessene Signal an eine Empfangseinrichtung weiterleitet.
Schließlich ist bevorzugt auch eine Energiespeichereinrichtung 7 vorgesehen, die die
Sensoreinrichtung 4 und die Sendeeinrichtung 14 mit elektrischer Energie versorgt.
Bei dieser Energiespeichereinrichtung handelt es sich bevorzugt um eine Batterie.
[0045] Die Energiespeichereinrichtung 7 sowie die Einrichtungen 13 und 14 können jedoch
auch weiter im inneren des Hülsenkörper 12 angeordnet sein oder aber in einem Bereich
des Hülsenkörpers 12, der keinen hohen Gewichtskräften ausgesetzt ist. Auch ist es
möglich, in den Hülsenkörper ein Sensormodul einzusetzen, das sich aus der Sensoreinrichtung
4, der Sendeeinrichtung 14, der Energiespeichereinrichtung 7 sowie gegebenenfalls
weiteren Komponenten zusammensetzt. Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
ist die Energiespeichereinrichtung derart angeordnet, dass sie einzeln ausgetauscht
werden kann. Es wäre jedoch auch möglich, das gesamte Sensormodul austauschbar auszuführen.
[0046] Neben der Energiespeichereinrichtung 7 wäre es jedoch auch möglich, die nötige Energieversorgung
beispielsweise über Solarzellen am Umfangsrand des Umfangskragens 16 zu erreichen.
[0047] Fig. 7 zeigt eine weitere nitch beanspruchte Ausführungsform eines Auflageelements
20. Dieses Auflageelement 20 weist eine Grundkörper 24 auf, der aus einem verformbaren
Material wie beispielsweise Hartgummi besteht. Dieses Auflageelement besitzt eine
obere Auflagefläche 22, die während des Hebens des Fahrzeugs an einem Bereich des
Fahrzeugs angelegt wird. Diese Ausführungsform eignet sich insbesondere für Unterflurhebebühnen.
Neben der in Fig. 7 gezeigten kegelstumpfförmigen Gestalt kann das Auflageelement
auch andere Formen annehmen wie zylinderförmige Formen, quaderförmige Formen, halbkugelförmige
Formen, insbesondere mit Abflachungen, Formen mit elliptischem Durchmesser, Trapezförmige
Gestaltungen, Kombinationen hieraus und dergleichen.
[0048] Bei der in Fig. 7 gezeigten Ausführungsform ist das Auflageelement 20 kegelstumpfartig
gebildet und wird, wie in Fig. 7 gezeigt, beispielsweise auf Hebeunterlagen einer
Hebebühne gestellt.
[0049] Fig. 8 zeigt die Unterseite des in Fig. 7 gezeigten Auflageelements. In dieser Unterseite
sind zwei größere Öffnungen 26 sowie vier kleinere Öffnungen 25 angeordnet. Diese
kleineren Öffnungen können beispielsweise zum räumlichen Fixieren des Auflageelements
gegenüber dem Tragarm einer Hebebühne verwendet werden.
[0050] Fig. 9 zeigt eine Innendarstellung des Auflageelements aus Fig. 7 entlang der Linie
A-A in Fig. 8. Dabei ist es auch möglich, in der größeren Öffnung 26 elektronische
Komponenten, wie die oben genannten Sendeeinrichtung, die Energiespeichereinrichtung
sowie Prozessoreinrichtungen zu integrieren. Dabei können diese Elemente in das Auflageelement
20 eingegossen werden. Das Bezugszeichen 4 kennzeichnet auch hier eine Sensoreinrichtung,
die zum Messen der Gewichtskraft dient, die entlang des Pfeils P wirkt. Auch hier
können mehrere derartiger Sensoreinrichtungen wie Dehnmessstreifen vorgesehen sein.
Die Sensoreinrichtung kann hier als flächiges Element ausgeführt sein, welches senkrecht
zu der Figurenebene angeordnet ist.
[0051] Der Vorteil dieses Auflageelements 20 besteht darin, dass es prinzipiell an beliebiger
Stelle des Kraftfahrzeugs angeordnet werden kann. Auch dieses Auflageelement kann
einfach gegen ein anderes Auflageelement ausgetauscht werden.
[0052] Daneben kann das Auflageelement 20 an einer seiner Seitenflächen 23 (Fig. 7) Beschriftungen
aufweisen, die einem Mechaniker anzeigen, an welcher Stelle bezüglich des Fahrzeugs
dieses Auflageelement anzuordnen ist, beispielsweise "VR" für vorne rechts. Auch bei
dieser Ausführungsform sendet das Auflageelement neben einem Messsignal ein Identifikationssignal
aus, das einer Empfangseinrichtung eine Zuordnung zu dem betreffenden Auflageelement
ermöglicht. Bei korrekter Anordnung der Auflageelemente kann damit auch die Position
ermittelt werden, an der das Auflageelement bzgl. des Fahrzeugs angeordnet wird.
[0053] Fig. 10 zeigt ein nicht beanspruchtes Trageelement 30 einer Hebebühne, das hier einen
ersten Tragearmabschnitt 36 und einen gegenüber diesem ersten Tragearmabschnitt verschiebbaren
zweiten Tragearmabschnitt 40 aufweist. Genauer handelt es sich hier um einen Tragearm
36, an dem ein mittlerer Auszugsarm 38 und einer vorderer Auszugsarm 40 angeordnet
sind. Dieser vordere Auszugsarm 40 weist einen Endabschnitt 34 mit einer Öffnung 35
auf. In diese Öffnung 35 kann das in den Figuren 1 - 3 gezeigte Auflageelement eingefügt
werden.
[0054] Es ist jedoch auch möglich, in die Öffnung ein herkömmliches Auflageelement einzusetzen
oder den Endabschnitt 34 selbst als Auflagefläche auszugestalten. In diesem Fall wird
die Sensoreinrichtung 4, wie in Fig. 10 gezeigt, direkt in dem Endabschnitt 34 angeordnet,
um so eine unmittelbare Messung der Gewichtskraft zu erlauben. Vorzugsweise wird auch
in diesem Fall als Sensoreinrichtung ein Drehmessstreifen verwendet. Dabei kann auch
in diesem Fall der Dehnmessstreifen so in dem Endabschnitt angeordnet werden, dass
er leicht eingetauscht werden kann.
[0055] Das Bezugszeichen 43 bezieht sich auf ein Gleitelement für den mittleren Auszugsarm.
Anstelle eines erfindungsgemäßen Auflageelements 2 könnte jedoch auch ein herkömmliches
Auflageelement in die Öffnung 35 eingefügt werden. In diesem Falle müsste dann eine
Sensoreinrichtung 4 in dem vorderen Auszugsarm 40 angeordnet sein. Besonders bevorzugt
ist dann das Sensorelement in dem Endabschnitt 34 angeordnet, da auch hier, ähnlich
wie in dem Umfangsrand 16, eine weitgehend unmittelbare Messung der auftretenden Gewichtskräfte
möglich ist. Auch wäre es bei dieser Ausführungsform möglich, Sendeeinrichtungen und
Ausgabeeinrichtungen direkt in den vorderen Auszugsarm 40 zu integrieren. In dem Gleitelement
43 können auch ein oder mehrere Sensorelemente anstelle oder neben dem Sensorelement
in dem Endabschnitt 34 angeordnet sein.
[0056] Das Bezugszeichen 37 bezieht sich auf eine Anlenkung, mit der der Tragarm 30 an den
vertikalen Hubelementen der Hebebühne angeordnet werden kann und dabei schwenkbar
gehalten wird.
[0057] Das Bezugszeichen 44 bezieht sich auf eine Zylinderschraube um ein vollständiges
Ausziehen des mittleren Auszugsarms 38 aus dem Tragarm 36 zu verhindern. Eine entsprechende
Zylinderschraube 41 ist auch an dem vorderen Tragarm 40 angeordnet.
[0058] Fig. 12 zeigt ein Blockdiagramm einer erfindungsgemäßen Messanordnung für Hebebühnen.
Diese Messanordnung weist vier Auflageelemente der in den Figuren 1 - 3 gezeigten
Art auf. Jedes dieser Auflageelemente gibt bei Belastung ein Signal aus, welches charakteristisch
für eine gemessene Gewichtskraft ist. Diese Signale werden an eine Arbeitseinheit
50 abgegeben. Diese Arbeitseinheit 50 weist eine Empfangseinrichtung 51 zum Empfangen
der von den Auflageelementen 2 bzw. 20 abgegebenen Signale auf. Daneben ist eine Prozessoreinrichtung
53 vorgesehen, welche Signale empfängt und analysiert. Dabei kann die Prozessoreinrichtung
nicht nur die gemessenen Gewichtskräfte ermitteln, sondern auch anhand von Identifikationssignalen
ermitteln, von welchem Auflageelement welches Signal stammt.
[0059] Daneben können in der Prozessoreinrichtung bzw. einer dieser zugeordneten Speichereinrichtung
55 auch Fahrzeugdaten gespeichert sein, die zur Zuordnung der einzelnen Auflageelemente
zu bestimmten Punkten des Fahrzeugs dienen. So kann beispielsweise anhand der übermittelten
Werte für die Gewichtskraft ermittelt werden, ob das betreffende Auflageelement unter
einem vorderen Bereich des Fahrzeugs oder unter einem hinteren Bereich des Fahrzeugs
angeordnet ist, da sich, wie oben erwähnt, in Abhängigkeit von den Fahrzeugen diese
jeweiligen Gewichtskomponenten unterscheiden. Weiterhin kann die Prozessoreinrichtung
auch die Lage der Auflageelemente bestimmen und dies bei der Steuerung der Hebebühne
berücksichtigen.
[0060] Schließlich kann in der Arbeitseinheit 50 auch eine Alarmeinrichtung vorgesehen sein,
die beispielsweise bei Feststellen einer zu geringen Gewichtskraft, die auf eines
der Auflageelemente wirkt, oder einer ungleichmäßigen Gewichtsverteilung auf ein oder
mehrere Auflageelemente einen Alarm auslöst und beispielsweise einen Hebevorgang einstellt.
[0061] Daneben weist die Arbeitseinheit 50 eine Anzeigeeinrichtung 54 auf, die an den Benutzer
die jeweils gemessenen Gewichtskräfte ausgibt, bevorzugt mit einer Zuordnung zu dem
jeweiligen Auflageelement oder dem Bereich des Fahrzeugs. Durch eine derartige Anzeige
lässt sich ermitteln, ob die Auflagepunkte der Hebebühne korrekt an dem Fahrzeug angebracht
sind. Damit ist, wie oben ausgeführt, die Arbeitseinheit mit der Steuerung der Hebebühne
verbunden, um bei Auftreten von fehlerhaften Gewichtsverteilungen auf diese Einwirken
zu können. Die Arbeitseinheit kann weiterhin eine (nicht gezeigte) Alarmausgabeeinrichtung
aufweisen, die eine fehlerhafte Gewichtsverteilung anzeigt.
[0062] Die Prozessoreinrichtung 53 ist damit auch in der Lage Signale, die von den Auflageelementen
2, 20 stammen, zu unterscheiden von Signalen, die von anderen Auflageelementen oder
anderen Sendeeinrichtungen stammen. Falls einzelne Auflageelemente ausgetauscht werden
können, ist es möglich, in der Arbeitseinheit die entsprechenden neuen Adressen der
eingewechselten Auflageelemente zu speichern. Diese Neuspeicherung kann auch automatisch
geschehen, in dem beispielsweise ein Lesemodus vorgesehen wird, der neue Auflageelemente
bzw. deren Identifikationscodes einliest. Bevorzugt kann die Arbeitseinrichtung auch
mit einem Computer verbunden werden.
[0063] Die Arbeitseinheit 50 dient damit auch zum Auswerten der Signale der einzelnen Sensoreinrichtungen,
um auf diese Weise die Belastungen an den einzelnen Auflagebereichen zwischen den
Auflageelementen und dem Fahrzeug zu bestimmen. Durch die Messung der Gewichtskräfte,
die an den einzelnen Auflageelementen wirken, kann mit Hilfe der Auswertung festgestellt
werden, ob die Last des Fahrzeugs korrekt verteilt ist, um ein sicheres Heben des
Fahrzeugs zu ermöglichen.
Bezugszeichenliste
[0064]
- 2
- Auflageelement
- 3
- Kontaktfläche, Gummiauflage
- 4
- Sensoreinrichtungen
- 5
- Ronde
- 6
- Ausnehmung
- 7
- Energiespeichereinrichtung
- 8
- Aufnahmeteller
- 9
- Zyl inderschraube
- 10
- Gewindestück
- 11
- Sicherungsring
- 12
- Hülsenkörper
- 13
- Ausgabeeinrichtung
- 14
- Sendeeinrichtung
- 15
- Hülsenabschnitt
- 16
- Umfangskragen
- 16a
- Unterseite
- 19
- Überstand
- 20
- Auflageelement
- 22
- Auflagefläche
- 23
- Seitenflächen
- 24
- Grundkörper
- 25, 26
- Öffnungen
- 30
- Trageelement
- 34
- Endabschnitt
- 35
- Öffnung
- 36
- Tragearm
- 37
- Anlenkung
- 38
- mittlerer Auszugsarm
- 40
- vorderer Auszugsarm
- 41
- Zyl inderschraube
- 43
- Gleitelement
- 44
- Zyl inderschraube
- 50
- Arbeitseinheit
- 51
- Empfangseinrichtung
- 53
- Prozessoreinrichtung
- 54
- Anzeigeeinrichtung
- 55
- Speichereinrichtung
- L
- Längsrichtung
- P
- Pfeil
1. Auflageelement (2,20) für Hebebühnen, welches zwischen einem Trageelement (30) der
Hebebühne und einem zu hebenden Fahrzeug anordenbar ist, wobei das Auflageelement
(2, 20) von dem Trageelement (30) entfernbar ist und eine Sensoreinrichtung (4) zur
Messung einer zwischen dem Fahrzeug und dem Trageelement (30) wirkenden Gewichtskraft
aufweist wobei die Sensoreinrichtung (4) ein Signal ausgibt, welches für diese Gewichtskraft
charakteristisch ist, sowie eine Sendeeinrichtung (14), die dieses charakteristisches
Signal oder ein aus diesem charakteristischen Signal abgeleitetes Signal ausgibt
dadurch gekennzeichnet, dass
das Aufnahmeelement einen Aufnahmeteller (8) zur Aufnahme eines Bereichs des Fahrzeugs
sowie einen Hülsenkörper (12) aufweist.
2. Auflageelement nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Sendeeinrichtung (14) das charakteristische Signal drahtlos an eine Empfangseinrichtung
(51) ausgibt.
3. Auflageelement (2) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass,
die Sensoreinrichtung (4) in dem Hülsenkörper (12) vorgesehen ist.
4. Auflageelement nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Hülsenkörper (12) einen Hülsenabschnitt (15) aufweist, der einen Bereich des Aufnahmetellers
(8) aufnimmt, sowie einen gegen das Trageelement der Hebebühne abstützbaren Umfangskragen
(16), wobei die Sensoreinrichtung (4) in diesem Umfangskragen (16) angeordnet ist.
5. Auflageelement nach Anspruch 4
dadurch gekennzeichnet
das Auflageelement (2, 20) eine Vielzahl von Sensoreinrichtungen (4) aufweist, die
gleichmäßig in der Umfangsrichtung des Umfangskragens (16) verteilt sind.
6. Auflageelement nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche
dadurch gekennzeichnet, dass
der Aufnahmeteller (8) gegenüber dem Hülsenkörper (12) in einer Längsrichtung (L)
des Hülsenabschnitts (15) bewegbar ist.
7. Messanordnung für Hebebühnen mit einer Vielzahl von Auflageelementen (2, 20) nach
wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche und einer zentralen Arbeitseinheit
(50), wobei die Arbeitseinheit (50) eine Empfangseinrichtung für die von den Sendeeinrichtungen
(14) der Auflageelemente abgegebenen Signale aufweist.
8. Messanordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Arbeitseinheit ein Prozessoreinrichtung (53) aufweist, die eine Zuordnung der
von den Auflageelementen abgegebenen Signale zu Auflagepunkten an dem zu hebenden
Fahrzeug durchführt.
9. Hebebühne mit wenigstens einem Auflageelement (2, 20) nach einem der vorangegangenen
Ansprüche 1-6.
1. Rest element (2, 20) for lifting platforms, which can be arranged between a support
element (30) of the lifting platform and a vehicle to be lifted, wherein the rest
element (2, 20) can be removed from the support element (30) and has a sensor device
(4) for measuring a weight force acting between the vehicle and the support element
(30), wherein the sensor device (4) outputs a signal which is characteristic of this
weight force, and a transmitting device (14) which outputs this characteristic signal
or a signal derived from this characteristic signal, characterised in that the rest element comprises a holding plate (8) for holding a region of the vehicle
and a sleeve body (12).
2. Rest element according to claim 1, characterised in that the transmitting device (14) outputs the characteristic signal wirelessly to a receiving
device (51).
3. Rest element (2) according to claim 1 or 2, characterised in that the sensor device (4) is provided in the sleeve body (12).
4. Rest element according to one of the proceeding claims, characterised in that the sleeve body (12) has a sleeve section (15) which holds a region of the holding
plate (8), and also a circumferential collar (16) which can be supported against the
support element of the lifting platform, wherein the sensor device (4) is arranged
in this circumferential collar (16).
5. Rest element according to claim 4, characterised in that the rest element (2, 20) has a plurality of sensor devices (4) which are distributed
uniformly in the circumferential direction of the circumferential collar (16).
6. Rest element according to one of the proceeding claims, characterised in that the holding plate (8) can be moved with respect to the sleeve body (12) in a longitudinal
direction (L) of the sleeve section (15).
7. Measuring arrangement for lifting platforms, comprising a plurality of rest elements
(2, 20) according to at least one of the proceeding claims and a central working unit
(50), wherein the working unit (50) has a receiving device for the signals output
by the transmitting devices (14) of the rest elements.
8. Measuring arrangement according to claim 7, characterised in that the working unit has a processor device (53) which assigns the signals output by
the rest elements to bearing points on the vehicle to be lifted.
9. Lifting platform comprising at least one rest element (2, 20) according to at least
one of the proceeding claims 1 - 6.
1. Elément d'appui (2, 20) pour ponts élévateurs, lequel peut être disposé entre un élément
de support (30) du pont élévateur et un véhicule à soulever,
ledit élément d'appui (2, 20) pouvant être éloigné de l'élément de support (30) et
présentant un dispositif de détection (4) pour la mesure d'une force de gravité s'exerçant
entre le véhicule et l'élément de support (30), le dispositif de détection (4) délivrant
un signal caractéristique pour cette force de gravité, ainsi qu'un dispositif émetteur
(14) émettant ce signal caractéristique ou un signal dérivé dudit signal caractéristique,
caractérisé en ce que
l'élément d'appui comporte un disque de réception (8) pour la réception d'une partie
du véhicule ainsi qu'un corps de manchon (12).
2. Elément d'appui selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le dispositif émetteur (14) adresse le signal caractéristique sans fil à un dispositif
récepteur (51),
3. Elément d'appui (2) selon la revendication 1 ou la revendication 2,
caractérisé en ce que
le dispositif de détection (4) est prévu dans le corps de manchon (12).
4. Elément d'appui selon au moins une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le corps de manchon (12) présente un segment de manchon (15) qui reçoit une partie
du disque de réception (8) ainsi qu'un rebord périphérique (16) pouvant s'appuyer
contre l'élément de support du pont élévateur, le dispositif de détection (4) étant
disposé dans ce rebord périphérique (16).
5. Elément d'appui selon la revendication 4,
caractérisé en ce que
l'élément d'appui (2, 20) comporte une pluralité de dispositifs de détection (4),
régulièrement répartis dans la direction périphérique du rebord périphérique (16).
6. Elément d'appui selon au moins une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le disque de réception (8) est mobile par rapport au corps de manchon (12) dans une
direction longitudinale (L) du segment de manchon (15).
7. Dispositif de mesure pour ponts élévateurs avec une pluralité d'éléments d'appui (2,
20) selon au moins une des revendications précédentes et avec une unité de travail
(50) centrale, ladite unité de travail (50) comportant un dispositif récepteur pour
les signaux émis par les dispositifs émetteurs (14) des éléments d'appui.
8. Dispositif de mesure selon la revendication 7,
caractérisé en ce que
l'unité de travail comporte un dispositif à processeur (53) qui exécute une affectation
des signaux délivrés par les éléments d'appui à des points d'appui sur le véhicule
à soulever.
9. Pont élévateur avec au moins un élément d'appui (2, 20) selon l'une des revendications
1 à 6.