| (19) |
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(11) |
EP 1 877 607 B9 |
| (12) |
KORRIGIERTE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis: Bibliographie entspricht dem neuesten Stand |
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Korrekturinformation: |
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Korrigierte Fassung Nr. 1 (W1 B1) |
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Korrekturen, siehe Ansprüche DE |
| (48) |
Corrigendum ausgegeben am: |
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31.03.2010 Patentblatt 2010/13 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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06.01.2010 Patentblatt 2010/01 |
| (22) |
Anmeldetag: 21.04.2006 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2006/003654 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2006/114238 (02.11.2006 Gazette 2006/44) |
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| (54) |
TEXTILES FLÄCHENGEBILDE UND DAS FLÄCHENGEBILDE ENTHALTENDE SCHUTZKLEIDUNG
TEXTILE SHEET MATERIAL AND PROTECTIVE CLOTHING CONTAINING SAID SHEET MATERIAL
SURFACE TEXTILE ET VETEMENT DE PROTECTION CONTENANT CETTE SURFACE TEXTILE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
26.04.2005 EP 05009082
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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16.01.2008 Patentblatt 2008/03 |
| (73) |
Patentinhaber: Teijin Aramid GmbH |
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42103 Wuppertal (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- ZUMLOH, Regine Maria
40822 Mettmann (DE)
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| (74) |
Vertreter: Heimann, Anette |
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CPW GmbH,
Kasinostrasse 19-21 42103 Wuppertal 42103 Wuppertal (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 148 159 US-A1- 2003 040 240 US-B1- 6 534 175
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WO-A-2005/042816 US-A1- 2003 228 821
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein textiles Flächengebilde und ein das Flächengebilde
enthaltende Schutzkleidung.
[0002] Schnittfeste textile Flächengebilde sind bekannt. Die Druckschrift
US 6,534,175 B1 offenbart ein schnittfestes Material, wobei im schnittfesten Material eine Metallfaser
verarbeitet wurde. Die Metallfaser wird dabei mittels Stapelfaser ummantelt, wobei
die Stapelfasern ebenfalls schnittfest sind. Das verwendete Garn für das schnittfeste
Material weist somit eine sogenannte sheath/core-Konstruktion, also eine Mantel/Kern-Konstruktion,
auf. In der nicht vorveröffentlichten Druckschrift
WO 2005/042816 A1 wird ein schnittfestes Material offenbart, wobei das schnittfeste Material aus mindestens
zwei Garnen gebildet wird. Das erste Garn besteht aus einer schnittfesten Stapelfaser
und wenigstens einem elastomeren Filament. Das zweite Garn besteht aus einer sheath/core-Konstruktion
mit schnittfesten Stapelfasern und nicht organischen Fasern. Als nicht organische
Fasern werden beispielsweise Metallfasern vorgeschlagen Die Druckschrift
EP-A 0 445 872 beschreibt eine Schutzkleidung, die durch Weben, Flechten oder Stricken eines verdrillten
Verbundgarnes hergestellt wurde, wobei das Verbundgarn zumindest einen Drahtstrang
und ein Spinnfasergarn aus einem Polyolefin mit einer mittleren Molmasse von zumindest
600 000 g/mol umfasst. Zwar weist die mit diesem Verbundgarn hergestellte Schutzkleidung
eine gewisse Flexibilität auf. Jedoch besteht ein Bedarf nach Schutzkleidung mit noch
höherer Flexibilität, wobei aber die Schutzwirkung nicht nachlassen soll. Daher stellt
sich die vorliegende Erfindung die Aufgabe, ein textiles Flächengebilde zur Verfügung
zu stellen, das bei erhöhter Flexibilität keine Einbuse an Schutzwirkung aufweist.
[0003] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein textiles Flächengebilde bestehend aus mindestens
einem ersten und einem zweiten Zwirn, wobei der erste und der zweite Zwirn als eine
Komponente mindestens ein schnittfestes Garn enthalten, und der zweite Zwirn als weitere
Komponente ein nicht-schnittfestes Garn enthält, und wobei dass das nicht-schnittfeste
Garn des zweiten Zwirns aus Elastofasern besteht.
[0004] Im Rahmen der vorliegenden Erfindung ist unter einem schnittfesten bzw. nicht-schnittfesten
Garn ein Garn zu verstehen, das verarbeitet zu einem Gestrick mit einem Flächengewicht
von 800 g/m
2 eine nach DIN EN 388 bestimmte Schnittfestigkeit von ≥ 1 bzw. von < 1 hat.
[0005] Das erfindungsgemäße textile Flächengebilde zeigt im Vergleich zum eingangs genannten
Stand der Technik eine erhöhter Fexibilität bei mindestens gleich hoher Schnittfestigkeit,
die nach DIN EN 388 gemessen wurde.
[0006] Der erste und zweite Zwirn können als schnittfeste Komponente mindestens ein Filamentgarn
enthalten, das texturiert sein kann und einen Titer aufweist, der z.B. im Bereich
von 20 bis 2000 dtex liegt. Vorzugsweise enthalten der erste und zweite Zwirn aber
mindestens ein Stapelfasergarn, dessen Titer z.B. in einem Bereich von 140 bis 3500
dtex liegt. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform besteht das Stapelfasergarn
aus einem aromatischen Polyamid, z.B. aus einem p-Aramid wie etwa Twaron
® oder aus einem Polyolefin mit einem mittleren Molekulargewicht von mindestens 600
000 g/mol besteht, beispielsweise aus einem Polyethylen wie Dyneema
® oder aus einem Polypropylen. Dabei können den vorstehend genannten Stapelfasergarnen
bei deren Herstellung Stapelfasern aus anderen Materialien in einer Menge zugesetzt
worden sein, welche die Schnittfestigkeit des Stapelfasergarnes nicht wesentlich beeinträchtigt.
Solche Stapelfasern aus anderen Materialien können z.B. Fasern aus einem aliphatischen
Polyamid, aus einem Polyester, aus einer Polymilchsäure oder Fasern aus Wolle oder
Baumwolle sein.
[0007] Vorzugsweise enthält der erste Zwirn des erfindungsgemäßen textilen Flächengebildes
als weitere Komponente mindestens ein Filament aus einem schnittfesten Material, das
besonders bevorzugt aus Stahl, Keramik, Basalt, Aluminium, Kupfer, Messing, Silber,
Bronze oder Glas besteht. Auch Stapelfasern aus den ebengenanten Materialien können
als weitere Komponente des ersten Zwirns eingesetzt werden.
[0008] Erfindungsgemäß besteht das nicht-schnittfeste Garn des zweiten Zwirns aus Elastofasern,
d.h. aus Fasern, die extrem dehnbar sind und nach Aufhebung der Zugkraft weitgehend
in den ursprünglichen Zustand zurückkehren. Die Elastofasern haben vozugsweise einen
Titer im Bereich von 17 bis 156 dtex.
[0009] Beispiele für Elastofasern, die als nicht-schnittfestes Garn des zweiten Zwirns dienen
können, sind
- Elastanfasern, die auch unter der Bezeichung Spandex oder Dorlastan bekannt sind und
aus Polyurethan bestehen,
- Elastodienfasern, die z.B. aus synthetischem Polyisopren bestehen oder aus Polymeren
mit hohem Molekulargewicht, die durch Polymerisation mit einem oder mehreren Dienen
ggf. unter Zusatz eines oder mehrerer Vinylmonomerer hergestellt werden, oder Gummifasern
aus Naturkautschuk,
- oder Fasern aus Polymeren mit hohem Molekulargewicht, die zu mindestens 85% aus segmentiertem
Polyurethan bestehen,
wobei Elastan- und Elastodienfasern besonders bevorzugt sind, insbesondere dann, wenn
ihre Dehnbarkeit im Bereich von > 100 bis ca. 800 %, bevorzugt im Bereich von > 300
bis ca. 800% und ganz besonders bevorzugt im Bereich von 400 bis 550 % liegt.
[0010] In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen textilen Flächengebildes
weist weder der erste Zwirn noch der zweite Zwirn eine Mantel/Kern-Konstruktion auf.
[0011] In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen textilen Flächengebildes
besteht der erste Zwirn aus einem Stahlfilament und einem Aramidstapelfasergarn.
[0012] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen textilen Flächengebildes
besteht der erste Zwirn aus einem Stahlfilament und zwei Aramidstapelfasergarnen.
[0013] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungegemäßen textilen Flächengebildes
besteht der erste Zwirn aus einem Stahlfilament und vier Aramidstapelfasergarnen.
[0014] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen textilen Flächengebildes
besteht der zweite Zwirn aus einem Elastangarn und einem Aramidstapelfasergarn.
[0015] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungegemäßen textilen Flächengebildes
besteht der zweite Zwirn aus einem Elastangarn und zwei Aramidstapelfasergarnen.
[0016] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen textilen Flächengebildes
besteht der erste Zwirn aus einem oder zwei Stahlfilamenten und vier Aramidstapelfasergarnen
und der zweite Zwirn aus einem Elastangarn und zwei Aramidstapelfasergarnen.
[0017] Vorzugsweise sind in dem erfindungsgemäßen textilen Flächengebilde der mindestens
erste und zweite Zwirn gemeinsam verarbeitet, besonders bevorzugt gestrickt, gewirkt,
geflochten oder gewebt. Die mindestens zwei Zwirne können also gemeinsam und gleichzeitig
einer Strick-, Flecht- oder Webmaschine zugeführt werden und zu dem erfindungsgemäßen
textilen Flächengebilde verarbeit werden. Dazu können die mindestens zwei Zwirne in
paralleler Anordnung zugeführt und verarbeitet werden oder auch umeinander verdreht
oder verdrillt verarbeitet werden.
[0018] Die bereits erwähnte Kombination von hoher Flexibilität und Schnittfestigkeit des
erfindungsgemäßen textilen Flächengebildes bewirkt, das besagte Eigenschafts-kombination
auch in Schutzkleidung, die das erfindungsgemäße textile Flächengebilde enthält, in
vorteilhafter Weise zum Tragen kommt. Daher ist eine derartige Schutzkleidung ebenfalls
Gegenstand der vorliegenden Erfindung.
[0019] Bevorzugte Ausführungsformen der erfindugnsgemäßen Schutzkleidung sind Handschuhe,
Schürzen, Hosen, Jacken, Manschetten, Schläuche, Schlauchumhüllungen oder vandalismusresistente
Artikel, wie z.B. Sitze.
[0020] Die vorliegende Erfindung wird in den folgenden Beispielen näher erläutert.
Beispiel 1
[0021] Zur Herstellung eines Handschuhs wird zuerst in einem zweistufigen Zwirnprozess ein
erster Zwirn hergestellt. Dazu werden in der ersten Stufe zwei Fäden aus Metalfilament
(Titer jeweils 150 dtex), die unter der Bezeichnung Bekinox von der Firma Bekaert
erhältlich sind, und zwei Stapelfasergarne (Titer jeweils 357 dtex) aus p-Aramid,
die unter der Bezeichnung Twaron von der Firma Teijin Twaron erhältlich sind, verzwirnt.
Der resultierende Zwirn wird danach in der zweiten Stufe mit zwei verzwirnten p-Aramid
Stapelfasergarnen der vorstehend genannten Art verzwirnt, wodurch der erste Zwirn
erhalten wird.
[0022] Zur Herstellung eines zweiten Zwirns wird ein Elastangarn (Titer = 78 dtex), das
unter der Bezeichnung Dorlastan von der Fa. Dorlastan Fibers erhältlich ist, mit zwei
Stapelfasergarnen (Titer jeweils 357 dtex) aus p-Aramid, die von der Firma Teijin
Twaron unter der Bezeichnung Twaron erhältlich sind, verzwirnt.
[0023] Der erste und zweite Zwirn werden gemeinsam und parallel einer Strickmaschine zugeführt
und mit einem Nadelabstand von 7 Nadeln pro 2,54 cm zu einem Handschuh verstrickt.
Der Handschuh hat ein Gewicht von 32,9 g, ein Flächengewicht von 508 g/m
2, eine Strickdicke von 1,74 mm und weist in Stäbchen und Reihe eine Maschendichte
von jeweils 4 Maschen pro cm auf.
[0024] Auf die eben beschriebene Weise wurden Handschuhe hergestellt, die im folgenden als
Handschuhe vom Typ I bezeichnet werden.
[0025] An den Handschuhen vom Typ I wurde nach DIN EN 388 die Schnittfestigkeit gemessen.
Der Handschuhtyp I ergab bei zehn Messungen einen niedrigsten mittleren Schnittindex
von 20,9, welcher der höchsten Leitstungsstufe 5 entspricht. Der niedrigste ermittelte
Einzelindex ist 13,1. Somit ist dieser Handschuh im Hinblick auf die Schnittfestigkeit
in die zweithöchste Leistungsstufe 4 einzuordnen.
[0026] Dieses Beispiel zeigt, dass erfindungsgemäß hergestellte Handschuhe eine höhere Schnittfestigkeit
aufweisen als aus dem Stand der Technik bekannte Handschuhe. Darüberhinaus weisen
erfindungsgemäß hergestellte Handschuhe eine höhere Flexibilität, d.h. einen höheren
Tragekomfort auf als aus dem Stand der Technik bekannte Handschuhe.
Beispiel 2
[0027] Zur Herstellung eines Handschuhs wird zuerst in einem zweistufigen Zwirnprozess ein
erster Zwirn hergestellt. Dazu werden in der ersten Stufe zwei Fäden aus Metalfilament
(Titer jeweils 150 dtex), die unter der Bezeichnung Bekinox von der Firma Bekaert
erhältlich sind, und zwei Stapelfasergarne (Titer jeweils 200 dtex), die zu 70 Gew.-%
aus Polymilchsäure (PLA) Stapelfasern, die unter der Bezeichnung Ingeo von Cargill
Dow erhältlich sind, und zu 30 Gew.-% aus p-Aramid Stapelfasern bestehen, die unter
der Bezeichnung Twaron von der Firma Teijin Twaron erhältlich sind, verzwirnt. Der
resultierende Zwirn wird danach in der zweiten Stufe mit zwei verzwirnten p-Aramid
Stapelfasergarnen der vorstehend genannten Art verzwirnt, wodurch der erste Zwirn
erhalten wird.
[0028] Zur Herstellung eines zweiten Zwirns wird ein Elastangarn (Titer = 78 dtex), das
unter der Bezeichnung Dorlastan von der Fa. Bayer erhältlich ist, mit zwei Stapelfasergarnen
(Titer jeweils 200 dtex), die zu 70 Gew.-% aus Polymilchsäure (PLA) Stapelfasern,
die unter der Bezeichnung Ingeo von Cargill Dow erhältlich sind, und zu 30 Gew.-%
aus p-Aramid Stapelfasern bestehen, die von der Firma Teijin Twaron unter der Bezeichnung
Twaron erhältlich sind, verzwirnt.
[0029] Der erste und zweite Zwirn werden gemeinsam und parallel einer Strickmaschine zugeführt
und mit einem Nadelabstand von 7 Nadeln pro 2,54 cm zu einem Handschuh verstrickt.
Der Handschuh hat ein Gewicht von 20,6 g, ein Flächengewicht von 360 g/m
2, eine Strickdicke von 1,56 mm und weist eine Maschendichte von 5,5 Stäbchen/cm und
3,5 Reihen/cm auf.
[0030] An zwei in solcher Weise hergestellten Handschuhen wurde nach DIN EN 388 eine Schnittfestigkeit
von mindestens 4,8 gemessen. Somit sind diese Handschuhe im Hinblick auf die Schnittfestigkeit
in die Leistungsstufe 2 einzuordnen.
[0031] Dieses Beispiel zeigt, dass erfindungsgemäß hergestellte Handschuhe selbst dann,
wenn im ersten und im zweiten Zwirn Garne verwendet werden, die nur zur 30 Gew.-%
aus einem schnittfesten Material (p-Aramid Stapelfasern) und zu 70 Gew.-% aus nicht-schnittfesten
Material (PLA) bestehen, immerhin noch eine Schnittfestigkeit der Leistungsstufe 2
aufweisen, und dies bei einem Gewicht von nur 20,6 g.
Beispiel 3
[0032] Zur Herstellung eines Handschuhs wird zuerst in einem einstufigen Zwirnprozess ein
erster Zwirn hergestellt. Dazu werden zwei Fäden aus Metalfilament (Titer jeweils
150 dtex), die unter der Bezeichnung Bekinox von der Firma Bekaert erhältlich sind,
und zwei texturierte Filamentgarne (Titer jeweils 550 dtex) aus p-Aramid, die unter
der Bezeichnung Twaron von der Firma Teijin Twaron erhältlich sind, verzwirnt.
[0033] Zur Herstellung eines zweiten Zwirns wird ein Elastangarn (Titer = 78 dtex), das
unter der Bezeichnung Dorlastan von der Fa. Bayer erhältlich ist, mit einem Filamentgarn
(Titer 550 dtex) aus p-Aramid, das von der Firma Teijin Twaron unter der Bezeichnung
Twaron erhältlich ist, verzwirnt.
[0034] Der erste und zweite Zwirn werden gemeinsam und parallel einer Strickmaschine zugeführt
und mit einem Nadelabstand von 7 Nadeln pro 2,54 cm zu einem Handschuh verstrickt.
Der Handschuh hat ein Gewicht von 24,9 g, ein Flächengewicht von 479 g/m
2, eine Strickdicke von 2,1 mm und weist eine Maschendichte von 3,5 Reihen/cm und 6,5
Stäbchen/cm auf.
[0035] An zwei in solcher Weise hergestellten Handschuhen wurde nach DIN EN 388 eine Schnittfestigkeit
von mindestens 14,4 gemessen. Somit sind diese Handschuhe im Hinblick auf die Schnittfestigkeit
in die zweithöchste Leistungsstufe 4 einzuordnen.
[0036] Dieses Beispiel zeigt, dass erfindungsgemäß hergestellte Handschuhe mit einer Schnittfestigkeit
in Leistungsstufe 4 hergestellt werden können, die nur 24,9 g wiegen.
Beispiel 4
[0037] Zur Herstellung eines Handschuhs wird zuerst in einem einstufigen Zwirnprozess ein
erster Zwirn hergestellt. Dazu werden ein Faden aus Metalfilament (Titer jeweils 150
dtex), der unter der Bezeichnung Bekinox von der Firma Bekaert erhältlich ist, und
zwei Stapelfasergarne (Titer jeweils 200 dtex) aus p-Aramid, die unter der Bezeichnung
Twaron von der Firma Teijin Twaron erhältlich sind, verzwirnt.
[0038] Zur Herstellung eines zweiten Zwirns wird ein Elastangarn (Titer = 78 dtex), das
unter der Bezeichnung Dorlastan von der Fa. Dorlastan Fibers erhältlich ist, mit zwei
Stapelfasergarnen (Titer jeweils 357 dtex) aus p-Aramid, die von der Firma Teijin
Twaron unter der Bezeichnung Twaron erhältlich sind, verzwirnt.
[0039] Der erste und zweite Zwirn werden gemeinsam und parallel einer Strickmaschine zugeführt
und mit einem Nadelabstand von 13 Nadeln pro 2,54 cm zu einem Handschuh verstrickt.
Der Handschuh hat ein Gewicht von 20,9 g, ein Flächengewicht von 347 g/m
2, eine Strickdicke von 1,21 mm und weist in Stäbchenrichtung eine Maschendichte von
8 Maschen pro cm und in Reihenrichtung eine Maschendichte von 6,5 Maschen pro cm auf.
[0040] An fünf in solcher Weise hergestellten Handschuhen wurde nach DIN EN 388 eine Schnittfestigkeit
von mindestens 6,9 gemessen. Somit sind diese Handschuhe im Hinblick auf die Schnittfestigkeit
in die dritthöchste Leistungsstufe 3 einzuordnen.
[0041] Der Vergleich dieses Beispiels mit Beispiel 1 zeigt, dass die Handschuhe von Beispiel
4 trotz eines um 32 % verringerten Flächengewichts und trotz eines um 36 % verringerten
Gewichts immer noch eine Schnittfestigkeit der Klasse 3 aufweisen. Somit zeigt Beispiel
3, dass erfindungsgemäße Handschuhe herstellbar sind, die eine Schnittfestigkeit in
der dritthöchsten Leistungsstufe mit einem sehr hohem Tragekomfort und mit einer sehr
hohen Dexterität, d.h. mit einer sehr hohen Beweglichkeit und Greiffähigkeit, vereinen.
Beispiel 5
[0042] Zur Herstellung eines Handschuhs wird zuerst in einem einstufigen Zwirnprozess ein
erster Zwirn hergestellt. Dazu werden zwei Fäden aus Metalfilament (Titer jeweils
150 dtex), die unter der Bezeichnung Bekinox von der Firma Bekaert erhältlich sind,
und vier Stapelfasergarne (Titer jeweils 357 dtex) aus p-Aramid, die unter der Bezeichnung
Twaron von der Firma Teijin Twaron erhältlich sind, verzwirnt.
[0043] Zur Herstellung eines zweiten Zwirns wird ein Elastangarn (Titer = 78 dtex), das
unter der Bezeichnung Dorlastan von der Fa. Dorlastan Fibers erhältlich ist, mit zwei
Stapelfasergarnen (Titer jeweils 357 dtex) aus p-Aramid, die von der Firma Teijin
Twaron unter der Bezeichnung Twaron erhältlich sind, verzwirnt.
[0044] Der erste und zweite Zwirn werden gemeinsam und parallel einer Strickmaschine zugeführt
und mit einem Nadelabstand von 7 Nadeln pro 2,54 cm zu einem Handschuh verstrickt.
Der Handschuh hat ein Gewicht von 32,9 g, ein Flächengewicht von 508 g/m
2, eine Strickdicke von 1,74 mm und weist in Stäbchen und Reihe eine Maschendichte
von jeweils 4 Maschen pro cm auf.
[0045] Auf die eben beschriebene Weise wurden Handschuhe hergestellt und nach DIN EN 388
die Schnittfestigkeit gemessen. Die Handschuhe ergaben bei zehn Messungen einen niedrigsten
mittleren Schnittindex von 20,9, welcher der höchsten Leitstungsstufe 5 entspricht.
Der niedrigste ermittelte Einzelindex ist 13,1. Somit sind diese Handschuhe im Hinblick
auf die Schnittfestigkeit in die zweithöchste Leistungsstufe 4 einzuordnen.
[0046] Dieses Beispiel zeigt, dass erfindungsgemäß hergestellte Handschuhe eine höhere Schnittfestigkeit
aufweisen als aus dem Stand der Technik bekannte Handschuhe. Darüberhinaus weisen
erfindungsgemäß hergestellte Handschuhe eine höhere Flexibilität, d.h. einen höheren
Tragekomfort auf als aus dem Stand der Technik bekannte Handschuhe.
Beispiel 6
[0047] Zur Herstellung eines Handschuhs wird zuerst in einem einstufigen Zwirnprozess ein
erster Zwirn hergestellt. Dazu werden zwei Fäden aus Metalfilament (Titer jeweils
150 dtex), die unter der Bezeichnung Bekinox von der Firma Bekaert erhältlich sind,
und vier Stapelfasergarne (Titer jeweils 200 dtex), die zu 70 Gew.-% aus Polymilchsäure
(PLA) Stapelfasern, die unter der Bezeichnung Ingeo von Cargill Dow erhältlich sind,
und zu 30 Gew.-% aus p-Aramid Stapelfasern bestehen, die unter der Bezeichnung Twaron
von der Firma Teijin Twaron erhältlich sind, verzwirnt.
[0048] Zur Herstellung eines zweiten Zwirns wird ein Elastangarn (Titer = 78 dtex), das
unter der Bezeichnung Dorlastan von der Fa. Bayer erhältlich ist, mit zwei Stapelfasergarnen
(Titer jeweils 200 dtex), die zu 70 Gew.-% aus Polymilchsäure (PLA) Stapelfasern,
die unter der Bezeichnung Ingeo von Cargill Dow erhältlich sind, und zu 30 Gew.-%
aus p-Aramid Stapelfasern bestehen, die von der Firma Teijin Twaron unter der Bezeichnung
Twaron erhältlich sind, verzwirnt.
[0049] Der erste und zweite Zwirn werden gemeinsam und parallel einer Strickmaschine zugeführt
und mit einem Nadelabstand von 7 Nadeln pro 2,54 cm zu einem Handschuh verstrickt.
Der Handschuh hat ein Gewicht von 20,6 g, ein Flächengewicht von 360 g/m
2, eine Strickdicke von 1,56 mm und weist eine Maschendichte von 5,5 Stäbchen/cm und
3,5 Reihen/cm auf.
[0050] An zwei in solcher Weise hergestellten Handschuhen wurde nach DIN EN 388 eine Schnittfestigkeit
von mindestens 4,8 gemessen. Somit sind diese Handschuhe im Hinblick auf die Schnittfestigkeit
in die Leistungsstufe 2 einzuordnen.
[0051] Dieses Beispiel zeigt, dass erfindungsgemäß hergestellte Handschuhe selbst dann,
wenn im ersten und im zweiten Zwirn Garne verwendet werden, die nur zur 30 Gew.-%
aus einem schnittfesten Material (p-Aramid Stapelfasern) und zu 70 Gew.-% aus nicht-schnittfesten
Material (PLA) bestehen, immerhin noch eine Schnittfestigkeit der Leistungsstufe 2
aufweisen, und dies bei einem Gewicht von nur 20,6 g.
Patentansprüche für folgende(n) Vertragsstaat(en): AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DK, EE,
ES, FI, GR, HU, IE, IS, LI, LT, LU, LV, MC, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
1. Textiles Flächengebilde bestehend aus mindestens einem ersten und einem zweiten Zwirn,
wobei der erste und der zweite Zwirn als eine Komponente mindestens ein schnittfestes
Garn enthalten, und der zweite Zwirn als weitere Komponente ein nicht-schnittfestes
Garn enthält, dadurch gekennzeichnet, dass das nicht-schnittfeste Garn des zweiten Zwirns aus Elastofasern besteht.
2. Textiles Flächengebilde nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste und zweite Zwirn als eine schnittfeste Komponente mindestens ein Stapelfasergarn
enthalten.
3. Textiles Flächengebilde nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Stapelfasergarn aus einem aromatischen Polyamid oder aus einem Polyolefin mit
einem mittleren Molekulargewicht von mindestens 600 000 g/mol besteht.
4. Textiles Flächengebilde nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Zwirn als weitere Komponente mindestens ein Filament aus einem schnittfesten
Material enthält.
5. Textiles Flächengebilde nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Filament aus Stahl, Keramik, Basalt, Aluminium, Kupfer, Bronze, Messing, Silber
oder Glas besteht.
6. Textiles Flächengebilde nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Elastofasern Elastanfasern oder Elastodienfasern sind.
7. Textiles Flächengebilde nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Elastofasern eine Dehnbarkeit im Bereich von > 100 bis 800 % aufweisen.
8. Textiles Flächengebilde nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass weder der erste Zwirn noch der zweite Zwirn eine Mantel/Kern-Konstruktion aufweist.
9. Textiles Flächengebilde nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Zwirn aus einem Stahlfilament und einem Aramidstapelfasergarn besteht.
10. Textiles Flächengebilde nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Zwirn aus einem Stahlfilament und zwei Aramidstapelfasergarnen besteht.
11. Textiles Flächengebilde nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Zwirn aus einem Stahlfilament und vier Aramidstapelfasergarnen besteht.
12. Textiles Flächengebilde nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Zwirn aus einem Elastangarn und einem Aramidstapelfasergarn besteht.
13. Textiles Flächengebilde nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Zwirn aus einem Elastangarn und zwei Aramidstapelfasergarnen besteht.
14. Textiles Flächengebilde nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Zwirn aus zwei Stahlfilamenten und vier Aramidstapelfasergarnen und der
zweite Zwirn aus einem Elastangarn und zwei Aramidstapelfasergarnen besteht.
15. Textiles Flächengebilde nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens erste und zweite Zwirn in dem textilen Flächengebilde gemeinsam verarbeitet
sind.
16. Textiles Flächengebilde nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass es gestrickt, gewirkt, geflochten oder gewebt ist.
17. Textiles Flächengebilde nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens zwei Zwirne in paralleler Anordnung einer Strick-, Web- oder Flechtmaschine
zugeführt und verarbeitet werden.
18. Schutzkleidung enthaltend ein textiles Flächengebilde nach einem oder mehreren der
Ansprüche 1 bis 17.
19. Schutzkleidung nach Anspruch 18 in Form von Handschuhen, Schürzen, Hosen, Jacken,
Manschetten, Schläuchen, Schlauchumhüllungen oder in Form von vandalismusresistenten
Artikeln.
Patentansprüche für folgende(n) Vertragsstaat(en): DE, FR, GB, IT, NL
1. Textiles Flächengebilde bestehend aus mindestens einem ersten und einem zweiten Zwirn,
wobei der erste und der zweite Zwirn als eine Komponente mindestens ein schnittfestes
Garn enthalten, und der zweite Zwirn als weitere Komponente ein nicht-schnittfestes
Garn enthält, wobei das nicht-schnittfeste Garn des zweiten Zwirns aus Elastofasern
besteht, dadurch gekennzeichnet, dass weder der erste Zwirn noch der zweite Zwirn eine Mantel/Kern-Konstruktion aufweist.
2. Textiles Flächengebilde nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste und zweite Zwirn als eine schnittfeste Komponente mindestens ein Stapelfasergarn
enthalten.
3. Textiles Flächengebilde nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Stapelfasergarn aus einem aromatischen Polyamid oder aus einem Polyolefin mit
einem mittleren Molekulargewicht von mindestens 600 000 g/mol besteht.
4. Textiles Flächengebilde nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Zwirn als weitere Komponente mindestens ein Filament aus einem schnittfesten
Material enthält.
5. Textiles Flächengebilde nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Filament aus Stahl, Keramik, Basalt, Aluminium, Kupfer, Bronze, Messing, Silber
oder Glas besteht.
6. Textiles Flächengebilde nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die Elastofasern Elastanfasern oder Elastodienfasern sind.
7. Textiles Flächengebilde nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Elastofasern eine Dehnbarkeit im Bereich von > 100 bis 800 % aufweisen.
8. Textiles Flächengebilde nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Zwirn aus einem Stahlfilament und einem Aramidstapelfasergarn besteht.
9. Textiles Flächengebilde nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Zwirn aus einem Stahlfilament und zwei Aramidstapelfasergarnen besteht.
10. Textiles Flächengebilde nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Zwirn aus einem Stahlfilament und vier Aramidstapelfasergarnen besteht.
11. Textiles Flächengebilde nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Zwirn aus einem Elastangarn und einem Aramidstapelfasergarn besteht.
12. Textiles Flächengebilde nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Zwirn aus einem Elastangarn und zwei Aramidstapelfasergarnen besteht.
13. Textiles Flächengebilde nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Zwirn aus zwei Stahlfilamenten und vier Aramidstapelfasergarnen und der
zweite Zwirn aus einem Elastangarn und zwei Aramidstapelfasergarnen besteht.
14. Textiles Flächengebilde nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens erste und zweite Zwirn in dem textilen Flächengebilde gemeinsam verarbeitet
sind.
15. Textiles Flächengebilde nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass es gestrickt, gewirkt, geflochten oder gewebt ist.
16. Textiles Flächengebilde nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens zwei Zwirne in paralleler Anordnung einer Strick-, Web- oder Flechtmaschine
zugeführt und verarbeitet werden.
17. Schutzkleidung enthaltend ein textiles Flächengebilde nach einem oder mehreren der
Ansprüche 1 bis 16.
18. Schutzkleidung nach Anspruch 17 in Form von Handschuhen, Schürzen, Hosen, Jacken,
Manschetten, Schläuchen, Schlauch umhüllungen oder in Form von vandalismusresistenten
Artikeln.
Claims for the following Contracting State(s): AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DK, EE, ES,
FI, GR, HU, IE, IS, LI, LT, LU, LV, MC, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
1. A textile fabric comprising at least a first and a second twisted thread, the first
and the second twisted thread containing at least one cut resistant yarn as one component,
and the second twisted thread containing a non-cut resistant yarn as a further component,
characterized in that the non-cut resistant yarn of the second twisted thread consists of elastomeric fibers.
2. A textile fabric according to Claim 1, characterized in that the first and second twisted threads contain at least one staple fiber yarn as one
cut resistant component.
3. A textile fabric according to Claim 2, characterized in that the staple fiber yarn consists of an aromatic polyamide or of a polyolefin with an
average molecular weight of at least 600,000 g/mol.
4. A textile fabric according to one or more of Claims 1 to 3, characterized in that the first twisted thread contains at least one filament of a cut resistant material
as a further component.
5. A textile fabric according to Claim 4, characterized in that the filament consists of steel, ceramic, basalt, aluminum, copper, bronze, brass,
silver, or glass.
6. A textile fabric according to one or more of Claims 1 to 5, characterized in that the elastomeric fibers are elastane fibers or elastodiene fibers.
7. A textile fabric according to Claim 6, characterized in that the elastomeric fibers have a stretchability in the range of > 100 to 800%.
8. A textile fabric according to one or more of Claims 1 to 7, characterized in that neither the first twisted thread nor the second twisted thread has a sheath-core
construction.
9. A textile fabric according to one or more of Claims 1 to 8, characterized in that the first twisted thread consists of a steel filament and an aramid staple fiber
yarn.
10. A textile fabric according to one or more of Claims 1 to 8, characterized in that the first twisted thread consists of a steel filament and two aramid staple fiber
yarns.
11. A textile fabric according to one or more of Claims 1 to 8, characterized in that the first twisted thread consists of a steel filament and four aramid staple fiber
yarns.
12. A textile fabric according to one or more of Claims 1 to 11, characterized in that the second twisted thread consists of an elastane yarn and an aramid staple fiber
yarn.
13. A textile fabric according to one or more of Claims 1 to 11, characterized in that the second twisted thread consists of an elastane yarn and two aramid staple fiber
yarns.
14. A textile fabric according to one or more of Claims 1 to 13, characterized in that the first twisted thread consists of two steel filaments and four aramid staple fiber
yarns, and the second twisted thread consists of an elastane yarn and two aramid staple
fiber yarns.
15. A textile fabric according to one or more of Claims 1 to 14, characterized in that the at least first and second twisted threads in the textile fabric are processed
together.
16. A textile fabric according to one or more of Claims 1 to 15, characterized in that it is woven, knitted, plaited or crocheted.
17. A textile fabric according to one or more of Claims 1 to 16, characterized in that the at least two twisted threads are, in parallel arrangement, fed into a knitting,
weaving or plaiting machine and processed.
18. Protective clothing containing a textile fabric according to one or more of Claims
1 to 17.
19. Protective clothing according to Claim 18 in the form of gloves, aprons, pants, jackets,
sleeves, hoses, hose jackets or vandalism-resistant articles.
Claims for the following Contracting State(s): DE, FR, GB, IT, NL
1. A textile fabric comprising at least a first and a second twisted thread, the first
and the second twisted thread containing at least one cut resistant yarn as one component,
and the second twisted thread containing a non-cut resistant yarn as a further component,
wherein the non-cut resistant yarn of the second twisted thread consists of elastomeric
fibers, characterized in that neither the first twisted thread nor the second twisted thread has a sheath-core
construction.
2. A textile fabric according to Claim 1, characterized in that the first and second twisted threads contain at least one staple fiber yarn as one
cut resistant component.
3. A textile fabric according to Claim 2, characterized in that the staple fiber yarn consists of an aromatic polyamide or of a polyolefin with an
average molecular weight of at least 600,000 g/mol.
4. A textile fabric according to one or more of Claims 1 to 3, characterized in that the first twisted thread contains at least one filament of a cut resistant material
as a further component.
5. A textile fabric according to Claim 4, characterized in that the filament consists of steel, ceramic, basalt, aluminum, copper, bronze, brass,
silver, or glass.
6. A textile fabric according to one or more of Claims 1 to 5, characterized in that the elastomeric fibers are elastane fibers or elastodiene fibers.
7. A textile fabric according to Claim 6, characterized in that the elastomeric fibers have a stretchability in the range of > 100 to 800%.
8. A textile fabric according to one or more of Claims 1 to 7, characterized in that the first twisted thread consists of a steel filament and an aramid staple fiber
yarn.
9. A textile fabric according to one or more of Claims 1 to 7, characterized in that the first twisted thread consists of a steel filament and two aramid staple fiber
yarns.
10. A textile fabric according to one or more of Claims 1 to 7, characterized in that the first twisted thread consists of a steel filament and four aramid staple fiber
yarns.
11. A textile fabric according to one or more of Claims 1 to 10, characterized in that the second twisted thread consists of an elastane yarn and an aramid staple fiber
yarn.
12. A textile fabric according to one or more of Claims 1 to 10, characterized in that the second twisted thread consists of an elastane yarn and two aramid staple fiber
yarns.
13. A textile fabric according to one or more of Claims 1 to 12, characterized in that the first twisted thread consists of two steel filaments and four aramid staple fiber
yarns, and the second twisted thread consists of an elastane yarn and two aramid staple
fiber yarns.
14. A textile fabric according to one or more of Claims 1 to 13, characterized in that the at least first and second twisted threads in the textile fabric are processed
together.
15. A textile fabric according to one or more of Claims 1 to 14, characterized in that it is woven, knitted, plaited or crocheted.
16. A textile fabric according to one or more of Claims 1 to 15, characterized in that the at least two twisted threads are, in parallel arrangement, fed into a knitting,
weaving or plaiting machine and processed.
17. Protective clothing containing a textile fabric according to one or more of Claims
1 to 16.
18. Protective clothing according to Claim 17 in the form of gloves, aprons, pants, jackets,
sleeves, hoses, hose jackets or vandalism-resistant articles.
Revendications pour l'(les) Etat(s) contractant(s) suivant(s): AT, BE, BG, CH, CY,
CZ, DK, EE, ES, FI, GR, HU, IE, IS, LI, LT, LU, LV, MC, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
1. Ouvrage textile plat, constitué d'au moins un premier fil retors et un deuxième fil
retors, dans lequel les premier et deuxième fils retors comportent en tant que composant
au moins un filé résistant à la coupure et le deuxième fil retors comporte en tant
qu'autre composant un filé non-résistant à la coupure, caractérisé en ce que le filé non-résistant à la coupure du deuxième fil retors est constitué de fibres
d'élastomère.
2. Ouvrage textile plat, conforme à la revendication 1, caractérisé en ce que les premier et deuxième fils retors comportent, en tant que composant résistant à
la coupure, au moins un filé de fibres coupées.
3. Ouvrage textile plat, conforme à la revendication 2, caractérisé en ce que le filé de fibres coupées est constitué d'un polyamide aromatique ou d'une polyoléfine
présentant une masse molaire moyenne d'au moins 600 000 g/mol.
4. Ouvrage textile plat, conforme à l'une ou plusieurs des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le premier fil retors comporte en tant qu'autre composant au moins un filament constitué
d'un matériau résistant à la coupure.
5. Ouvrage textile plat, conforme à la revendication 4, caractérisé en ce que le filament est en acier, en céramique, en basalte, en aluminium, en cuivre, en bronze,
en laiton, en argent ou en verre.
6. Ouvrage textile plat, conforme à l'une ou plusieurs des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les fibres d'élastomère sont des fibres d'élasthanne ou des fibres d'élastodiène.
7. Ouvrage textile plat, conforme à la revendication 6, caractérisé en ce que les fibres d'élastomère présentent une extensibilité de plus de 100 à 800 %.
8. Ouvrage textile plat, conforme à l'une ou plusieurs des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que ni le premier fil retors ni le deuxième fil retors ne présente une structure de type
coeur-gaine.
9. Ouvrage textile plat, conforme à l'une ou plusieurs des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le premier fil retors est constitué d'un filament d'acier et d'un filé de fibres
coupées d'aramide.
10. Ouvrage textile plat, conforme à l'une ou plusieurs des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le premier fil retors est constitué d'un filament d'acier et de deux filés de fibres
coupées d'aramide.
11. Ouvrage textile plat, conforme à l'une ou plusieurs des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le premier fil retors est constitué d'un filament d'acier et de quatre filés de fibres
coupées d'aramide.
12. Ouvrage textile plat, conforme à l'une ou plusieurs des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que le deuxième fil retors est constitué d'un filé d'élasthanne et d'un filé de fibres
coupées d'aramide.
13. Ouvrage textile plat, conforme à l'une ou plusieurs des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que le deuxième fil retors est constitué d'un filé d'élasthanne et de deux filés de fibres
coupées d'aramide.
14. Ouvrage textile plat, conforme à l'une ou plusieurs des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que le premier fil retors est constitué de deux filaments d'acier et de quatre filés
de fibres coupées d'aramide, et le deuxième fil retors est constitué d'un filé d'élasthanne
et de deux filés de fibres coupées d'aramide.
15. Ouvrage textile plat, conforme à l'une ou plusieurs des revendications 1 à 14, caractérisé en ce qu'au moins les premier et deuxième fils retors sont mis en oeuvre ensemble dans l'ouvrage
textile plat.
16. Ouvrage textile plat, conforme à l'une ou plusieurs des revendications 1 à 15, caractérisé en ce qu'il s'agit d'un ouvrage tricoté, tressé ou tissé.
17. Ouvrage textile plat, conforme à l'une ou plusieurs des revendications 1 à 16, caractérisé en ce qu'au moins les deux fils retors sont amenés en parallèle à une machine à tricoter, à
tisser ou à tresser pour y être mis en oeuvre.
18. Vêtement de protection comportant un ouvrage textile plat, conforme à l'une ou plusieurs
des revendications 1 à 17.
19. Vêtement de protection conforme à la revendication 18, sous l'aspect d'un gant, d'un
tablier, d'un pantalon, d'une veste, d'une manchette, d'un tube, d'une gaine tubulaire,
ou d'un article résistant au vandalisme.
Revendications pour l'(les) Etat(s) contractant(s) suivant(s): DE, FR, GB, IT, NL
1. Ouvrage textile plat, constitué d'au moins un premier fil retors et un deuxième fil
retors, dans lequel les premier et deuxième fils retors comportent en tant que composant
au moins un filé résistant à la coupure et le deuxième fil retors comporte en tant
qu'autre composant un filé non-résistant à la coupure, lequel filé non-résistant à
la coupure du deuxième fil retors est constitué de fibres d'élastomère, caractérisé en ce que ni le premier fil retors ni le deuxième fil retors ne présente une structure de type
coeur-gaine.
2. Ouvrage textile plat, conforme à la revendication 1, caractérisé en ce que les premier et deuxième fils retors comportent, en tant que composant résistant à
la coupure, au moins un filé de fibres coupées.
3. Ouvrage textile plat, conforme à la revendication 2, caractérisé en ce que le filé de fibres coupées est constitué d'un polyamide aromatique ou d'une polyoléfine
présentant une masse molaire moyenne d'au moins 600 000 g/mol.
4. Ouvrage textile plat, conforme à l'une ou plusieurs des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le premier fil retors comporte en tant qu'autre composant au moins un filament constitué
d'un matériau résistant à la coupure.
5. Ouvrage textile plat, conforme à la revendication 4, caractérisé en ce que le filament est en acier, en céramique, en basalte, en aluminium, en cuivre, en bronze,
en laiton, en argent ou en verre.
6. Ouvrage textile plat, conforme à l'une ou plusieurs des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les fibres d'élastomère sont des fibres d'élasthanne ou des fibres d'élastodiène.
7. Ouvrage textile plat, conforme à la revendication 6, caractérisé en ce que les fibres d'élastomère présentent une extensibilité de plus de 100 à 800 %.
8. Ouvrage textile plat, conforme à l'une ou plusieurs des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le premier fil retors est constitué d'un filament d'acier et d'un filé de fibres
coupées d'aramide.
9. Ouvrage textile plat, conforme à l'une ou plusieurs des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le premier fil retors est constitué d'un filament d'acier et de deux filés de fibres
coupées d'aramide.
10. Ouvrage textile plat, conforme à l'une ou plusieurs des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le premier fil retors est constitué d'un filament d'acier et de quatre filés de fibres
coupées d'aramide.
11. Ouvrage textile plat, conforme à l'une ou plusieurs des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que le deuxième fil retors est constitué d'un filé d'élasthanne et d'un filé de fibres
coupées d'aramide.
12. Ouvrage textile plat, conforme à l'une ou plusieurs des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que le deuxième fil retors est constitué d'un filé d'élasthanne et de deux filés de fibres
coupées d'aramide.
13. Ouvrage textile plat, conforme à l'une ou plusieurs des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que le premier fil retors est constitué de deux filaments d'acier et de quatre filés
de fibres coupées d'aramide, et le deuxième fil retors est constitué d'un filé d'élasthanne
et de deux filés de fibres coupées d'aramide.
14. Ouvrage textile plat, conforme à l'une ou plusieurs des revendications 1 à 13, caractérisé en ce qu'au moins les premier et deuxième fils retors sont mis en oeuvre ensemble dans l'ouvrage
textile plat.
15. Ouvrage textile plat, conforme à l'une ou plusieurs des revendications 1 à 14, caractérisé en ce qu'il s'agit d'un ouvrage tricoté, tressé ou tissé.
16. Ouvrage textile plat, conforme à l'une ou plusieurs des revendications 1 à 15, caractérisé en ce qu'au moins les deux fils retors sont amenés en parallèle à une machine à tricoter, à
tisser ou à tresser pour y être mis en oeuvre.
17. Vêtement de protection comportant un ouvrage textile plat, conforme à l'une ou plusieurs
des revendications 1 à 16.
18. Vêtement de protection conforme à la revendication 17, sous l'aspect d'un gant, d'un
tablier, d'un pantalon, d'une veste, d'une manchette, d'un tube, d'une gaine tubulaire,
ou d'un article résistant au vandalisme.
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