Anwendungsgebiet und Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Leistungsversorgung mehrerer Induktionsspulen
bei einem Induktionsgerät sowie eine Anordnung zur Durchführung dieses Verfahrens.
[0002] Bei Induktionskochmulden besteht häufig das Problem, dass es beim Betrieb mehrerer
Kochstellen zu hörbaren Geräuschen kommen kann. Diese werden von einer Bedienperson
teilweise als unangenehm empfunden, insbesondere nicht nur wegen der Geräusche an
sich, sondern auch weil die Vermutung nahe liegt, dass eine Fehlfunktion der Induktionskochmulde
vorliegt. Das Geräuschempfinden wiederum ist auch abhängig von der Intensität des
Schallpegels sowie der Übereinstimmung mit einer menschlichen Hörkurve, also abhängig
von der Frequenz der Geräusche.
[0003] Für diese Geräusche gibt es mehrere Ursachen. Zum einen sind unter Induktionsspulen
Ferrite zur Magnetfeldführung vorgesehen. Diese Ferrite unterliegen einer Magnetostriktion,
also einer Längenveränderung, abhängig von der Arbeitsfrequenz der Induktionsspule.
Dies gilt zumindest teilweise auch für verwendete Kochgeschirre. Zwar liegt die Arbeitsfrequenz
von Induktionsspulen üblicherweise über dem hörbaren Bereich, allerdings können durch
Intermodulation mit einer anderen betriebenen Induktionsspule die Geräusche hörbar
werden. Dabei können hörbare Mischprodukte aus der Frequenzdifferenz der Arbeitsfrequenzen
und deren harmonischen Oberwellen entstehen. Weitere Intermodulationen können entstehen,
wenn zwei Frequenzumrichter für die Induktionsspulen an einer gemeinsamen Versorgungsspannung
angeschlossen sind. In diesem Fall moduliert ein Frequenzumrichter die Versorgungsspannung
für den anderen Frequenzumrichter.
[0004] Die
ES-A1-2201937 beschreibt ein Verfahren zur Leistungsversorgung mehrerer Induktionsspulen bei einem
Induktionsgerät, wobei jeweils ein Frequenzumrichter jede Induktionsspule mit Leistung
versorgt. Beim gemeinsamen Betrieb mehrerer Induktionsspulen werden Grenzfrequenzen
von 2 kHz und 14 kHz verwendet, die als Frequenzdifferenz eingestellt werden, wenn
sich die Leistungen unterscheiden sollen. Mit der oberen Grenzfrequenz kann ein Betrieb
der Induktionsspulen erreicht werden, der am oberen Ende oder sogar außerhalb der
menschlichen Hörschwelle liegt.
[0005] Die
US-A-4542273 beschreibt ein ähnliches Verfahren zur Leistungsversorgung mehrerer Induktionsspulen
in einem Induktionsgerät. Dabei weist wiederum jede Induktionsspule eine eigene Leistungsversorgung
auf. Werden zwei oder mehr Schwingkreise der Induktionsspulen betrieben, so arbeiten
sie mit derselben Frequenz bzw. eine Frequenzdifferenz ist gleich Null. So wird unerwünschte
Geräuschentwicklung vermieden.
Aufgabe und Lösung
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein eingangs genanntes Verfahren sowie
eine Anordnung zu schaffen, mit denen die Probleme des Standes der Technik vermieden
werden können und insbesondere ein vorteilhafter Betrieb mehrerer Induktionsspulen
möglich ist mit möglichst geringer Geräuschentwicklung.
[0007] Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie
eine Anordnung mit den Merkmalen des Anspruchs 7. Vorteilhafte sowie bevorzugte Ausgestaltungen
der Erfindung sind Gegenstand der weiteren Ansprüche und werden im folgenden näher
erläutert. Der Wortlaut der Ansprüche wird durch ausdrückliche Bezugnahme zum Inhalt
der Beschreibung gemacht.
[0008] Jede Induktionsspule wird über einen eigenen Frequenzumrichter oder eine eigene Frequenzumrichtereinheit
mit Leistung versorgt. Erfindungsgemäß werden beim gemeinsamen Betrieb mehrerer Induktionsspulen
die Betriebsfrequenzen bzw. die Frequenzen der jeweiligen Frequenzumrichter für die
einzelnen Induktionsspulen abhängig von einer vorgesehenen Leistung bzw. von durch
eine Bedienperson mittels Eingabe für die Leistung geforderten Werten hinsichtlich
einer Differenz zwischen den Frequenzen, also eine Frequenzdifferenz, nach einem der
möglichen folgenden Betriebsmodi eingestellt:
- a) Die Frequenzdifferenz beträgt nahezu Null, vorteilhaft ist sie Null.
- b) Die Frequenzdifferenz beträgt weniger als 1 kHz, ist also vorteilhaft zwar vorhanden,
aber relativ gering.
- c) Die Frequenzdifferenz beträgt zwischen 15 kHz und 25 kHz bzw.
liegt nicht mehr im hörbaren Bereich.
[0009] Erfindungsgemäß werden die Induktionsspulen bei jeweiligem Betriebsbeginn, also wenn
mehrere Spulen betrieben werden sollen, mit den geforderten Werten, die von einer
Bedienperson für jede Induktionsspule über eine Bedieneinrichtung eingegeben worden
sind, zuerst mit hoher Frequenz bzw. höchster Betriebsfrequenz des Systems betrieben.
Besonders vorteilhaft erfolgt dadurch die Funktion als Topferkennungs-Spulen. Dadurch
kann erkannt werden, ob über eine Induktionsspule ein damit zu erwärmendes geeignetes
Kochgefäß vorhanden ist. Anschließend werden die Frequenzen mit den Frequenzumrichtern
abgesenkt. Dies erfolgt so weit, bis die Gesamtleistung der Induktionsspulen der Gesamtleistung
der geforderten Werte für die Einzelleistungen entspricht. Da dies noch bei derselben
Frequenz erfolgt, wird hier in der Regel, also bei unterschiedlichen geforderten Werten
für die Leistung P, die eine Induktionsspule mit mehr Leistung betrieben als gefordert
und die andere mit weniger Leistung.
[0010] Diese zutreffende Summenleistung liegt bei einer gemeinsamen Frequenz f
g vor. Anschließend wird die Induktionsspule, welche mit überhöhter Leistung betrieben
wird, um die Frequenzdifferenz gemäß Betriebsmodus c) nach oben gesetzt. Die anderen
Induktionsspulen verbleiben bei der bis dahin bestehenden Frequenz. Ist die Frequenzdifferenz
wie gefordert eingestellt, so werden anschließend sämtliche Induktionsspulen in ihrer
Betriebsfrequenz mit fest eingehaltener Frequenzdifferenz Δf nach unten gefahren,
und zwar so lange, bis die Summenleistung wieder dem geforderten Wert entspricht.
[0011] Beim ersten Betriebsmodus a) kann es zu keinen Frequenzdifferenzen kommen. Somit
können auch keine störenden Intermodulationen bzw. keine hörbaren Auswirkungen entstehen.
[0012] Beim zweiten Betriebsmodus b) liegen die Frequenzen im Betrieb sehr nahe beieinander.
Vorteilhaft beträgt die Frequenzdifferenz hierbei sogar 500 Hz und weniger. Zwar entsteht
hierbei eine gewisse Intermodulation aus den eingestellten Frequenzen bzw. Betriebsfrequenzen
der Induktionsspulen, aber aufgrund der sehr niedrigen Frequenzdifferenzen sind sie
kaum wahrnehmbar, da sie in einem Bereich der menschlichen Hörkurve liegen, in dem
das durchschnittliche menschliche Ohr relativ unempfindlich ist.
[0013] Im dritten Betriebsmodus c) ist die Frequenzdifferenz in einem für das menschliche
Ohr sehr hohen Bereich bzw. liegt nicht mehr im hörbaren Bereich. Hier hat sich im
Rahmen der Erfindung zusätzlich herausgestellt, dass bei einer Frequenzdifferenz von
etwa 18 kHz sowie auch 24 kHz eine besonders gute Unterdrückung von hörbaren Geräuschen
möglich ist.
[0014] Somit stehen also drei Möglichkeiten zur Verfügung, mehrere Induktionsspulen gemeinsam
zu betreiben, ohne dass dieses störend zu hören ist. Diese drei Betriebsmodi sind
vorteilhaft dafür zu nutzen, dass sowohl die mittlere Leistung für jede einzelne Induktionsspule
als auch die gesamte mittlere Leistung einer von einer Bedienperson gewählten Leistungsstufe
entspricht. Ist dies durch einen konstanten Betrieb mit einem der Betriebsmodi a)
oder b) möglich, also mit jeweils fester und unveränderter Frequenz, so ist dies eine
vorteilhaft zu wählende Betriebsweise mehrerer Induktionsspulen.
[0015] Vorteilhaft werden mit dem Verfahren genau zwei Induktionsspulen betrieben, wie in
der vorliegenden Anmeldung beschrieben ist. Hierbei ist die mögliche Variation der
Betriebsfrequenzen und Einstellung einer bestimmten Frequenzdifferenz besonders gut
und vorhersehbar möglich.
[0016] Es ist einerseits möglich, dass jede Induktionskochstelle eine einzige Induktionsspule
aufweist. Alternativ kann eine Induktionskochstelle eine Induktionsspule aufweisen,
die aus mehreren Teilspulen besteht und/oder die durch mehrere Leistungsgeneratoren
bzw. Frequenzumrichter ansteuerbar ist. Dies entspricht dann sogenannten Mehrkreis-Heizungen,
wie sie von Strahlungsheizeinrichtungen bekannt sind.
[0017] Induktionsspulen, insbesondere für eine Anwendung im Haushaltsbereich, wie bei einem
Induktionsbackofen oder einem Induktionskochfeld, werden vorteilhaft in einem Frequenzbereich
von etwa 16 kHz bis 100 kHz betrieben.
[0018] Anschließend kann ein taktender bzw. wechselnder Betrieb der Induktionsspulen erfolgen,
falls sich die geforderten Werte nicht verändern. Dieser Betrieb sieht so aus, dass
entweder mit der gemeinsamen Frequenz f
g für eine bestimmte Zeit t
g ein Betrieb erfolgt, wobei sich die Zeit t
g folgendermaßen berechnet:

[0019] Oder es erfolgt daran anschließend ein Betrieb mit den beiden unterschiedlichen Frequenzen
und der Frequenzdifferenz Δf, und zwar für die Zeit t
v, wobei t
g + t
v = T. Danach wechselt der Betrieb zwischen diesen beiden Betriebsarten.
[0020] Sollte sich einer der geforderten Werte für die Leistung für eine der Induktionsspulen
ändern, so wird dieses Verfahren der Ermittlung der Werte für die Frequenzen und die
Zeiten erneut durchgeführt.
[0021] Die Summe der Leistungen bei gemeinsamer Frequenz f
g entspricht dabei der Summe der Leistungen bei verschiedenen Frequenzen. Sie ist gleichzeitig
gleich der geforderten Summenleistung für beide Induktionsspulen.
[0022] Bei einem solchen Betrieb ist auch ein flickerfreier Anschluss an ein Versorgungsnetz
möglich. Sollte jedoch mit keinem der vorgenannten Betriebsmodi eine zu den geforderten
Werten passende Einstellung gefunden werden können, bei der sich auch die Frequenzdifferenz
im genannten Rahmen bewegt, so ist unter Umständen für eine bestimmte Zeit ein Betrieb
mit geringem Flicker notwendig bzw. unumgänglich. Einschränkende Randbedingungen hier
können z.B. sein: eine minimale Arbeitsfrequenz eines Frequenzumrichters, eine maximal
zulässige Amplitude des Stroms im Frequenzumrichter, eine kleinste zulässige Phase
in einem Schwingkreis in dem Frequenzumrichter sowie auch Sättigungseffekte in Ferriten,
die an den Induktionsspulen vorgesehen sind zur Beeinflussung des erzeugten Magnetfeldes.
[0023] Eine weitere Möglichkeit kann vorsehen, dass zuerst mit einer ersten niedrigeren
Frequenzdifferenz, beispielsweise den genannten 18 kHz, versucht wird, die Bedingungen
zu erfüllen. Geht dies nicht bzw. greift der beabsichtigte Algorithmus zur Einstellung
nicht, so kann es mit einer zweiten etwas höheren Frequenzdifferenz von etwa 24 kHz
versucht werden.
[0024] Diese und weitere Merkmale gehen außer aus den Ansprüchen auch aus der Beschreibung
und den Zeichnungen hervor, wobei die einzelnen Merkmale jeweils für sich allein oder
zu mehreren in Form von Unterkombinationen bei einer Ausführungsform der Erfindung
und auf anderen Gebieten verwirklicht sein und vorteilhafte sowie für sich schutzfähige
Ausführungen darstellen können, für die hier Schutz beansprucht wird. Die Unterteilung
der Anmeldung in einzelne Abschnitte sowie Zwischen-Überschriften beschränken die
unter diesen gemachten Aussagen nicht in ihrer Allgemeingültigkeit.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
[0025] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen schematisch dargestellt
und wird im folgenden näher erläutert. In den Zeichnungen zeigt:
- Fig. 1
- ein Schaltbild einer Anordnung von zwei Induktionsspulen in einem Induktionskochfeld
mit jeweils einem Frequenzumrichter,
- Fig. 2
- ein Schaubild der Betriebsfrequenz f über der Zeit t und
- Fig. 3
- ein Schaubild der Leistung P über der Zeit t.
Detaillierte Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0026] In Fig. 1 ist ein Induktionskochfeld 11 im Schnitt dargestellt. An einer Kochfeldplatte
13 ist eine Bedieneinrichtung 15 mit zwei Drehknebeln 16 und 17 für die Leistungseinstellung
angeordnet. Die Darstellung der Bedieneinrichtung 15 ist sehr schematisch zu verstehen
und selbstverständlich können auch sämtliche sonstigen Bedienelemente vorgesehen sein,
insbesondere auch sogenannte Berührschalter.
[0027] Die Bedieneinrichtung 15 ist mit einer Steuerung 18 verbunden und gibt unter anderem
die Steuerbefehle durch Einstellung der Drehknebel 16 und 17 an die Steuerung 18 weiter.
Die Steuerung 18 wiederum ist mit einem ersten Frequenzumrichter 19 verbunden, der
mit einer Frequenz f
1 eine erste Induktionsspule L1 versorgt, sowie mit einem zweiten Frequenzumrichter
20, der mit der Frequenz f
2 eine zweite Induktionsspule L2 versorgt.
[0028] Die Induktionsspulen L1 und L2 sind auf bekannte Art und Weise unterhalb der Kochfeldplatte
13 angeordnet. An ihrer Unterseite sind Ferrite 21 auf ebenfalls bekannte Art und
Weise angeordnet zur Beeinflussung des durch die Induktionsspulen L erzeugten Magnetfeldes.
Oberhalb der Induktionsspulen L1 und L2 sind auf die Kochfeldplatte 13 Kochgeschirre
22 und 23 aufgesetzt. Durch das größere Kochgeschirr 23 wird veranschaulicht, inwiefern
hier die Einkopplung einer höheren Leistung erfolgen sollte bzw. gewünscht ist. Dies
ist auch an der Stellung des Drehknebels 17 zu erkennen, der weiter nach rechts und
somit auf eine höhere Leistungsstufe eingestellt ist als der linke Drehknebel 16.
Dabei dient der Drehknebel 16 zur Einstellung der Leistung für die durch die linke
Induktionsspule L1 gebildete Induktionskochstelle und der rechte Drehknebel 17 für
die durch die rechte Induktionsspule L2 gebildete Induktionskochstelle.
[0029] In Fig. 2 und 3 wird, wie nachfolgend gemeinsam beschrieben ist, dargestellt, wie
die Induktionsspulen L1 und L2 mit Leistung P bei einer bestimmten Frequenz der Versorgungsspannung
versorgt werden. Die Verläufe für die Frequenz und die Leistung werden für die Spule
L2 gestrichelt dargestellt.
[0030] Der Betrieb beginnt damit, dass beide Induktionsspulen L1 und L2 mit gemeinsamer
Frequenz betrieben werden, und zwar mit f
max im Sinne einer Topferkennungs-Funktion. Dieses ist dem Fachmann ausreichend bekannt
und braucht hier nicht näher erläutert zu werden. Bei beiden Induktionsspulen L1 und
L2 wird festgestellt, dass geeignete Kochgeschirre, nämlich die Kochgeschirre 22 und
23, aufgestellt sind und somit ein Betrieb möglich ist. Dementsprechend erfolgt eine
Leistungsfreigabe durch die Steuerung 18 sowie die Frequenzumrichter 19 und 20.
[0031] Daraufhin wird die von den Frequenzumrichtern 19 und 20 eingestellte Frequenz mit
einem gleichen Wert abgesenkt bis auf den Wert f
g. Dieser Wert f
g ergibt sich aus den Vorgaben, dass beide Induktionsspulen L1 und L2 mit derselben
Frequenz, nämlich f
g, betrieben werden sollen und mit den Leistungen P
1(f
g) und P
2(f
g). Die Leistungen P
1(f
g) und P
2(f
g) ergeben sich aus der Vorgabe mit f
g und dem über die Drehknebel 16 und 17 eingestellten und vorgegebenen Wert für die
insgesamt erzeugte Leistung.
[0032] Es ist zu erkennen, inwiefern bei dem ersten Betrieb mit der gemeinsamen Frequenz
f
g die Induktionsspule L1 mit der Leistung P
1(f
g) betrieben wird, welche größer ist als die mittlere vorgesehene Leistung
P1. Die Induktionsspule L2 wird mit einer Leistung P
2(fg) betrieben, welche unterhalb der mittleren vorgesehenen Leistung
P2 liegt. Sodann wird die mit überhöhter Leistung betriebene Induktionsspule L1 hinsichtlich
ihrer Betriebsfrequenz f
1 erhöht um eine Frequenzdifferenz Δf, welche im vorliegenden Fall 18 kHz beträgt.
Abhängig davon werden mit dem festen Frequenzabstand Δf beide Betriebsfrequenzen abgesenkt.
Im selben Maß erhöhen sich dann wieder die Leistungen der Induktionsspulen L1 und
L2. Die Absenkung erfolgt so weit, bis die Frequenzen f
v1 und f
v2 erreicht sind mit den Leistungen P
1(f
v) und P
2(f
v). Dabei entspricht die Summe aus P
1(f
v) und P
2(f
v) der Summe aus P
1(f
g) und P
2(f
g).
[0033] Anschließend daran erfolgt für eine bestimmte Zeit t
v mit genau diesen Werten für f
v1 und f
v2 bzw. der daraus resultierenden Frequenzdifferenz Δf ein Betrieb. Daran schließt sich
der Betrieb mit der gemeinsamen Frequenz f
g an, wobei hier die Leistungen P
1(f
g) und P
2(f
g) betragen, also wiederum die Induktionsspule L1 mit überhöhter und die Induktionsspule
L2 mit abgesenkter Leistung betrieben werden. Dieser Zeitraum t
g berechnet sich nach der folgenden Formel:

[0034] Anschließend an diese Zeit t
g erfolgt wieder für eine Zeit t
v der zuvor erläuterte Betrieb mit den Frequenzen f
v1 und f
v2. Dabei gilt t
g + t
v = T.
[0035] Insgesamt wechselt ab hier, solange die vorgegebenen Leistungswerte
P1 und
P2 für die Induktionsspulen L1 und L2 durch eine Bedienperson nicht verändert werden,
der Betrieb ab. Dies gilt für die berechneten Zeiten t
g und t
v.
[0036] Somit liegt hier ein Betrieb vor mit dem eingangs genannten Betriebsmodus a), nämlich
für die Zeit t
g, und Betriebsmodus c), nämlich für die Zeit t
v. Während der Zeit t
g entsteht überhaupt keine Geräuschentwicklung, da ja mit derselben Frequenz gearbeitet
wird und somit überhaupt keine Intermodulationen entstehen können.
[0037] Während der Zeit t
v liegt die eingangs genannte Frequenzdifferenz von 18 kHz während des Betriebsmodus
c) vor, welche eine kaum hörbare Geräuschentwicklung bedeutet.
[0038] Somit ist es insgesamt durch das beschriebene und erfindungsgemäße Verfahren möglich,
die Geräuschentwicklung zu vermeiden oder stark zu reduzieren und dabei immer noch
eine geforderte Leistung, zumindest im Mittelwert, durch die Induktionsheizungen zu
erzeugen.
[0039] Treten während des in den Fig. 2 und 3 dargestellten Betriebs mit wechselnden Leistungen
Änderungen an den vorgegebenen Werten für die Leistung
P1 und
P2 der Induktionsspulen L auf, beispielsweise durch Verstellen der Drehknebel 16 oder
17, so erfolgt die Berechnung und Einregelung neu. Daran schließt sich wieder einer
der oben genannten Betriebszustände an.
1. Verfahren zur Leistungsversorgung mehrerer Induktionsspulen (L1, L2) bei einem Induktionsgerät
(11), wobei jede Induktionsspule (L1, L2) über einen eigenen Frequenzumrichter (19,
20) mit Leistung versorgt wird,
dadurch gekennzeichnet, dass beim gemeinsamen Betrieb mehrerer Induktionsspulen die Frequenzen der jeweiligen
Frequenzumrichter (19, 20) abhängig von der jeweils vorgesehenen Leistung hinsichtlich
einer Frequenzdifferenz (Δf) nach einem der folgenden Betriebsmodi eingestellt werden:
- a) die Frequenzdifferenz ist gleich Null;
- b) die Frequenzdifferenz beträgt weniger als 1 kHz;
- c) die Frequenzdifferenz beträgt zwischen 15 kHz und 25 kHz,
wobei die Induktionsspulen (L1, L2) bei jeweiligem Betriebsbeginn mit geforderten
Werten für die einzelnen Leistungen und die Gesamtleistung des Induktionsgeräts (11)
zuerst mit hoher Frequenz betrieben werden und anschließend unter Absenken der Frequenz
und Erhöhen der Leistung die Gesamtleistung für die Induktionsspulen auf den geforderten
Wert eingestellt wird, wobei eine Induktionsspule (L1) mehr Leistung aufweist als
gefordert (P
1(f
g)) und eine andere Induktionsspule (L2) weniger Leistung aufweist als gefordert (P
2(f
g)), wobei die Induktionsspulen bis dahin dieselbe gemeinsame Frequenz (f
g) aufweisen, und anschließend die Induktionsspule mit der überhöhten Leistung um eine
Frequenzdifferenz nach Betriebsmodus c) nach oben gefahren wird in ihrer Frequenz,
und dann die Frequenzen der Induktionsspulen mit der festen Frequenzdifferenz (Δf)
zueinander so weit abgesenkt werden, bis die Gesamtleistung der Induktionsspulen dem
geforderten Wert (
P1 +
P2) für die Gesamtleistung entspricht.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass genau zwei Induktionsspulen (L1, L2) nach einem der vorgenannten Betriebsmodi a)
bis c) betrieben werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Induktionsspulen (L1, L2) in einem Frequenzbereich von 16 kHz bis 100 kHz betrieben
werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass anschließend ein wechselnder Betrieb der Induktionsspulen (L1, L2) erfolgt mit entweder
der vorgenannten ersten gemeinsamen Frequenz (f
g) für eine erste bestimmte Zeit (t
g) oder mit der vorgenannten Frequenzdifferenz (Δf) für eine zweite bestimmte Zeit
(t
v), wobei die erste bestimmte Zeit (t
g) gleich:

ist.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Frequenzdifferenz (Δf) für den Betriebsmodus b) maximal 500 Hz beträgt.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Frequenzdifferenz (Δf) für den Betriebsmodus c) 18 kHz beträgt.
7. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass sie ein Induktionskochgerät ist, insbesondere ein Induktionskochfeld (11) mit mindestens
zwei Induktionskochstellen.
8. Anordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass jede Induktionskochstelle eine einzige Induktionsspule (L1, L2) aufweist.
9. Anordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine Induktionskochstelle eine Induktionsspule aufweist, die aus mehreren Teilspulen
besteht und/oder die durch mehrere Leistungsgeneratoren bzw. Frequenzumrichter ansteuerbar
ist.
1. Method for supplying power to several induction coils (L1, L2) in an induction apparatus
(11), each induction coil (L1, L2) being supplied with power by means of its own frequency
converter (19, 20),
characterized in that during the common operation of several induction coils the frequencies of the given
frequency converter (19, 20) are set as a function of the power provided with respect
to a frequency difference (Δf) according to one of the following operating modes:
- a) the frequency difference is equal to zero,
- b) the frequency difference is less than 1 kHz,
- c) the frequency difference is between 15 and 25 kHz,
at the start of operation the induction coils (L1, L2) being operated with the requisite
values for the individual power levels and the total power of the induction apparatus
(11) initially with a high frequency and subsequently accompanied by the reduction
of the frequency and the rise of the power the total power for the induction coils
is set at the requisite value, one induction coil (L1) having more power than required
(P
1(f
g)) and another induction coil (L2) less power than required (P
2(f
g)), the induction coils having up to then the same common frequency (f
g), and subsequently the induction coil with the increased power is moved upwards in
frequency by a frequency difference according to operating mode c), and then the frequencies
of the induction coils with the fixed mutual frequency difference (Δf) are lowered
to the extent that the total power of the induction coils corresponds to the requisite
value (
P1 +
P2) for the total power.
2. Method according to claim 1, characterized in that precisely two induction coils (L1, L2) are operated according to one of the aforementioned
operating modes (a) to c).
3. Method according to claim 1 or 2, characterized in that the induction coils (L1, L2) are operated in a frequency range of 16 kHz to 100 kHz.
4. Method according to claim 1,
characterized in that subsequently alternating operation of the induction coils (L1, L2) takes place with
either the aforementioned first common frequency (f
g) for a first specific time (t
g) or with the aforementioned frequency difference (Δf) for a second specific time
(t
v), the first specific time (t
g) being equal to:
5. Method according to any of the preceding claims, characterized in that the frequency difference (Δf) for operating mode b) is max 500 Hz.
6. Method according to any of the preceding claims, characterized in that the frequency difference (Δf) for operating mode c) is 18 kHz.
7. Arrangement for performing the method according to any of the preceding claims, characterized in that it is an induction cooker, particularly an induction hob (11), with at least two
induction hotplates.
8. Arrangement according to claim 7, characterized in that each induction hotplate has a single induction coil (L1, L2).
9. Arrangement according to claim 7, characterized in that one induction hotplate has an induction coil comprising several partial coils and/or
which is controllable by several power generators or frequency converters.
1. Procédé d'alimentation en puissance de plusieurs bobines d'induction (L1, L2) sur
un appareil d'induction (11), chaque bobine d'induction (L1, L2) étant alimentée en
puissance par le biais d'un convertisseur de fréquence (19, 20) propre,
caractérisé en ce que lors du fonctionnement commun de plusieurs bobines d'induction, les fréquences du
convertisseur de fréquence (19, 20) correspondant étant réglées du point de vue d'une
différence de fréquence (Δf) en fonction de la puissance à chaque fois prévue d'après
l'un des modes de fonctionnement ci-après :
a) la différence de fréquence est égale à zéro ;
b) la différence de fréquence est moins de 1 kHz ;
c) la différence de fréquence est comprise entre 15 kHz et 25 kHz,
les bobines d'induction (L1, L2), au début du fonctionnement respectif, fonctionnant
tout d'abord à une fréquence élevée avec les valeurs exigées pour les puissances individuelles
et la puissance totale de l'appareil d'induction (11) et la puissance totale pour
les bobines d'induction étant ensuite réglée à la valeur exigée en diminuant la fréquence
et en augmentant la puissance, une bobine d'induction (L1) présentant plus de puissance
que celle exigée (P
1(f
g)) et une autre bobine d'induction (L2) présentant moins de puissance que celle exigée
(P
2(f
g)), les bobines d'induction présentant jusqu'à ce moment la même fréquence commune
(f
g) et la fréquence de la bobine d'induction ayant la puissance surdimensionnée étant
ensuite augmentée d'une différence de fréquence selon le mode de fonctionnement c),
et les fréquences des bobines d'induction présentant la différence de fréquence (Δf)
fixe entre elles étant ensuite réduites les unes par rapport aux autres jusqu'à ce
que la puissance totale des bobines d'induction correspond à la valeur exigée (
P1 +
P2) pour la puissance totale.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'exactement deux bobines d'induction (L1, L2) fonctionnent selon l'un des modes de
fonctionnement a) à c) mentionnés précédemment.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les bobines d'induction (L1, L2) fonctionnent dans une plage de fréquences de 16
kHz à 100 kHz.
4. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'un fonctionnement alterné des bobines d'induction (L1, L2) a ensuite lieu avec soit
la première fréquence commune (f
g) mentionnée précédemment pendant une première durée (t
g) donnée, soit avec la différence de fréquence (Δf) mentionnée précédemment pendant
une deuxième durée (t
v) donnée, la première durée (t
g) donnée étant égale à :
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la différence de fréquence (Δf) pour le mode de fonctionnement b) est égale au maximum
à 500 Hz.
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la différence de fréquence (Δf) pour le mode de fonctionnement c) est égale à 18
kHz.
7. Arrangement pour mettre en oeuvre le procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'appareil d'induction est un appareil de cuisson par induction, notamment une plaque
de cuisson par induction (11) comprenant au moins deux plaques de cuisson par induction.
8. Arrangement selon la revendication 7, caractérisé en ce que chaque plaque de cuisson par induction présente une unique bobine d'induction (L1,
L2).
9. Arrangement selon la revendication 7, caractérisé en ce qu'une plaque de cuisson par induction présente une bobine d'induction qui se compose
de plusieurs bobines partielles et/ou qui peut être commandée par plusieurs générateurs
de puissance ou convertisseurs de fréquence.