[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Türkonstruktion für einen Aufzug, und zwar für
eine Tür einer Aufzugskabine oder für eine Tür eines Aufzugsschachts gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Bei bekannten derartigen Türaufhängungen sind im Querschnitt im Wesentlichen C-förmige
Aufhängungen vorgesehen, die die Schienen umgreifen. Dies hat zwar den Vorteil, dass
die Türen leicht ein- und ausgehängt werden können, was insbesondere dann günstig
ist, wenn an den Türen Komponenten angebracht sind, die über elektrische Kabel angeschlossen
werden müssen. Dabei ergibt sich jedoch der Nachteil, dass die Aufhängungen mit einem
entsprechenden Abstand über die beiden Schienen geführt werden müssen, sodass die
Schienen entsprechenden Abstand zum Schacht (im Falle von Aufzugstüren) bzw. zur Kabine
(im Falle von Schachttüren) haben müssen. Dadurch ergibt sich aber eine entsprechend
große Tiefe der gesamten Konstruktion, die auf Kosten des Innenraums der Kabine geht.
Dies ist vor allem beim nachträglichen Einbau von Innentüren ein Problem, wo die Abmessungen
nicht mehr geändert werden können.
[0003] Aus den Anmeldungen
US 5 878 846 A und
US 2005/296038 sind Türaufhängungen bekannt, bei denen zwar die Aufhängungen der schachtfernen Türen
in dem Zwischenraum zwischen den Führungsschienen laufen, bei denen jedoch die Aufhängungen
der schachtnäheren Türen nach wie vor als abgewinkelte Aufhängungen ausgeführt sind,
die die ihnen zugeordnete Führungsschiene auf ihrer Schachtseite umgreifen und daher
in Tiefenrichtung entsprechend auftragen.
[0004] Ziel der Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden und eine Türaufhängung der
eingangs erwähnten Art vorzuschlagen, die sich durch eine geringe Tiefe auszeichnet.
[0005] Erfindungsgemäß wird dies bei einer Türaufhängung der eingangs erwähnten Art durch
die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 erreicht.
[0006] Durch die vorgeschlagenen Maßnahmen ergeben sich sehr einfach gestaltete Aufhängungen,
bei denen sich beim Hängen der Türsegmente keine nennenswerten Auslenkungen von einer
senkrechten Lage ergeben. Die Aufhängungen, die mit den Türsegmenten verbunden sind,
können sehr einfach aus einem ebenen Blech hergestellt werden, ohne dass dieses mehrmals
abgewinkelt werden muss, wie dies bei den bekannten Lösungen der Fall ist. Da weiters
keine Biegekräfte auftreten, können die Aufhängungen aus entsprechend dünnem Blech
hergestellt werden. Vor allem aber zeichnet sich die vorgeschlagene Konstruktion durch
eine geringe Tiefe aus.
[0007] Normalerweise sind zwei Gruppen von Türsegmenten vorgesehen: die Segmente jeder Gruppe
öffnen teleskopartig und bewegen sich stets gemeinsam in gleicher Richtung. Oft ist
es aus Platzgründen notwendig, die Türsegmente der einen Gruppe mit unterschiedlicher
Breite gegenüber den Türsegmenten der anderen Gruppe auszubilden. In diesem Fall kann
der Antrieb der beiden Gruppen schwierig sein, weil die beiden Gruppen unterschiedlich
schnell angetrieben werden müssen, wenn die Türsegmente der beiden Gruppen in der
gleichen Zeit öffnen sollen. Innerhalb jeder Gruppe sind die Türsegmente miteinander
bewegungsschlüssig gekoppelt, sodass nur jeweils ein Türsegment (normalerweise das
schnellste) angetrieben werden muss.
[0008] Bei dieser Ausbildung ist daher bevorzugt vorgesehen, dass die beiden Gruppen von
Türsegmenten von einem gemeinsamen Antrieb über eine Stufenscheibe angetrieben sind.
Dadurch ist keine aufwändige Untersetzung notwendig und es besteht kein Platzbedarf
in Richtung normal zur Ebene der Türsegmente.
[0009] Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt: Fig. 1 schematisch
eine axonometrische Darstellung der erfindungsgemäßen Aufhängungen von Türsegmenten;
und Fig. 2 schematisch eine Ansicht der Aufhängungen nach Fig. 1.
[0010] Die Erfindung wird anhand einer Aufzugskabinentüre erklärt, sie lässt sich aber ebenso
bei einer Aufzugsschachttüre anwenden. Es sind zwei Gruppen von Türsegmenten vorgesehen,
wobei eine Gruppe die beiden linken (wie in Fig. 2 gesehen) Segmente 20 und 21 und
die andere Gruppe die beiden rechten (wie in Fig. 2 gesehen) Segmente 20', 21' umfasst.
Die Segmente 20, 21 der einen Gruppe öffnen nach links (wie in Fig. 2 gesehen), die
Segmente 20', 21' der anderen Gruppe öffnen nach rechts (wie in Fig. 2 gesehen). Innerhalb
einer Gruppe schieben sich die beiden Türsegmente 20, 21 bzw. 20', 21' beim Öffnen
teleskopartig voreinander. Die rechten Türsegmente 20', 21' sind schmäler als die
linken Türsegmente 20, 21.
[0011] An einem Träger 1, der an einer nicht weiter dargestellten Aufzugskabine montiert
ist, sind zwei Schienen 2, 2' befestigt. Dabei verlaufen die beiden Schienen 2, 2'
parallel zueinander und in horizontaler Richtung. Gehalten werden die Schienen 2,
2' von Bolzen 3, wobei diese auch einen Abstand zwischen dem Träger 1 und der Schiene
2 und damit einen Spalt 4 bestimmen. Der Spalt 5 zwischen den beiden schienen 2, 2'
wird ebenfalls durch die Bolzen 3 bestimmt.
[0012] Der Spalt 4 zwischen der Schiene 2 und dem Träger 1 wird von Aufhängungen 6, 6' durchsetzt,
die mit (randseitigen) Türsegmenten 20, 20' verbunden sind und diese halten. Dabei
weisen die Türsegmente 20, 20' und die entsprechenden Aufhängungen 6, 6' unterschiedliche
Breiten auf.
[0013] An diesen Aufhängungen 6, 6' sind jeweils vier Rollen 7 gehalten, die an der Ober-
und der Unterseite der Schiene 2 abrollen. Die oberen Rollen werden als Hängerrollen
bezeichnet, weil an diesen das jeweilige Türsegment hängt. Die unteren Rollen werden
als Gegenrollen bezeichnet, diese verhindern ein Ausheben der Türsegmente. Anstelle
von Rollen 7 können auch Gleitelemente verwendet werden.
[0014] Der Spalt 5 zwischen den beiden Schienen 2, 2' ist von Aufhängungen 8, 8' durchsetzt,
die mit (mittleren) Türsegmenten 21, 21' verbunden sind und diese halten. An den Aufhängungen
8, 8' sind ebenfalls je vier Rollen 7 gehalten, die an der Schiene 2' abrollen. Weiters
sind an den Aufhängungen 6, 6', 8, 8' Hebel 9 angeordnet, die mit Kufen 10 zusammenwirken
und zusammen einen Kuppler für die Schachttüre bilden, aber nicht Teil der Erfindung
sind. Durch diesen Kuppler wird die Schachttüre mitgenommen, wenn die Kabinentüre
öffnet, sodass die Schachttüren keinen eigenen Antrieb benötigen. Die Schachttüre
ist mit einer Verriegelung versehen, die ein Öffnen verhindert, wenn die Kabine nicht
hinter der Schachttüre steht. Auch diese Verriegelung ist nicht Teil der Erfindung.
[0015] Wie man aus Fig. 1 deutlich sieht, wird vor der Schiene 2' nahezu kein Platz benötigt,
lediglich die Köpfe der Bolzen 3 stehen geringfügig vor. Dies wird dadurch erreicht,
dass die Aufhängungen 8, 8' und 6, 6' durch die beiden Spalte 4, 5 hindurchgehen und
nicht die Schienen 2, 2' umgreifen.
[0016] Wie insbesondere aus Fig. 2 zu ersehen ist, weist die Aufhängung 8', die für ein
schmäleres Türsegment 21' vorgesehen ist, eine Auskragung 11 auf, in deren Bereich
zwei Rollen 7 angeordnet sind. Dadurch weisen diese Rollen 7 der Aufhängung 8' einen
größeren Abstand auf als dies ohne die Auskragung 11 möglich wäre. Damit wird eine
bessere Führung des Türsegments 21' erreicht. Die Aufhängung 8, die wie die Aufhängung
8' den Spalt 5 zwischen den Schienen 2' durchsetzt und für ein breiteres Türsegment
21 vorgesehen ist, weist eine Ausnehmung 12 auf, um Platz für die Auskragung 11 zu
schaffen.
[0017] Der Antrieb der beiden Türsegmente 20, 21 bzw. 20', 21' jeder Gruppe erfolgt normalerweise
so, dass das mittlere Türsegment 21, 21' aktiv angetrieben wird und das randseitige
Türsegment 20, 20' über eine Untersetzung im Verhältnis 2:1 vom mittleren Türsegment
21, 21' mitgenommen wird.
[0018] Wenn nun die Türsegmente 20, 21 und 20', 21' der beiden Gruppen ungleich breit sind,
können die beiden mittleren Türsegmente 21, 21' - soll die Öffnungsbewegung bei beiden
Gruppen gleich lange dauern - natürlich nicht gleich schnell getrieben werden. Wenn
sich die Breite wie 1:2 verhält, könnte das schmälere mittlere Türsegment 21' vom
breiteren randseitigen Türsegment 20 angetrieben werden. Dies würde aber zusätzlichen
Platz benötigen, der erfindungsgemäß gerade eingespart werden soll.
[0019] Bevorzugt ist daher ein Antriebsmotor 13, der ein Getriebe in Form einer Stufenscheibe
14 (siehe Fig. 2) antreibt. Die Stufenscheibe 14 kann dabei als Stufen-Riemenscheibe
ausgebildet sein, die mittels zweier Riemen 15, 16, die über Umlenkscheiben 17 geführt
sind, die mittleren Türsegmente 21, 21' über die Aufhängungen 8, 8', die mit den Riemen
15, 16 verbunden sind, antreibt. Diese Aufhängungen 8, 8' sind bewegungsschlüssig
mit den Aufhängungen 6, 6' verbunden. Dadurch werden bei einem Antrieb der Riemen
15, 16 die Aufhängungen 8, 8' bewegt und von diesen z. B. über eine nicht dargestellte
übliche Mitnahme, z. B. in Form eines Seils, die Aufhängungen 6', 6 mitgenommen.
[0020] Solch ein Antrieb ist normalerweise nur bei der Kabinentüre notwendig. Die Schachttüre
wird bewegt, indem die Bewegung der Kabinentüre über einen Kuppler auf die Schachttüre
übertragen wird.
1. Türkonstruktion für eine Tür einer Aufzugskabine oder für eine Tür eines Aufzugsschachts,
bei der mehrere Türsegmente (20, 20', 21, 21') vorgesehen sind, die teleskopartig
öffnen und die an mindestens zwei in Abstand voneinander und parallel zueinander gehaltenen,
horizontal verlaufenden Schienen (2, 2') mittels Rollen (7) oder Gleitelementen geführt
sind, wobei die Türsegmente in mindestens zwei Ebenen verschiebbar sind und über Aufhängungen
(6, 6', 8, 8') an den Schienen (2, 2') mittels der Rollen (7) oder Gleitelemente gehalten
sind, dadurch gekennzeichnet, dass alle Aufhängungen (6, 6', 8, 8') einen Spalt (4) zwischen einem Träger (1) und der
diesem benachbarten Schiene (2) bzw. den Spalt (5) zwischen zwei benachbarten Schienen
(2, 2') durchsetzen.
2. Türkonstruktion für eine Tür einer Aufzugskabine nach Anspruch 1, bei der zwei Gruppen
von Türsegmenten (20, 21 und 20', 21') vorgesehen sind, wobei die Segmente (20, 21
bzw. 20', 21') jeder Gruppe teleskopartig öffnen und sich stets gemeinsam in gleicher
Richtung bewegen, bei der weiters die Türsegmente (20, 21 bzw. 20', 21') der einen
Gruppe unterschiedliche Breite gegenüber den Türsegmenten (20', 21' bzw. 20, 21) der
anderen Gruppe aufweisen und wobei die Türsegmente (20, 21 bzw. 20', 21') jeder Gruppe
miteinander bewegungsschlüssig gekoppelt sind, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Gruppen von Türsegmenten (20, 21; 20', 21') von einem gemeinsamen Antrieb
(13) über eine Stufenscheibe (14) angetrieben sind.
1. Door construction for a door of an elevator car or for a door of an elevator shaft,
wherein a plurality of door segments (20, 20', 21, 21') are provided which open in
a telescope-like manner and which are guided by means of castors (7) or sliding members
on at least two horizontally extending rails (2, 2') that are spaced apart and retained
parallel relative to each other, wherein the door segments are displaceable in at
least two planes and are retained, via suspensions (6, 6', 8, 8'), on the rails (2,
2') by means of the castors (7) or sliding members, characterised in that all the suspensions (6, 6', 8, 8') penetrate a gap (4) between a beam (1) and the
rail (2) adjacent thereto or the gap (5) between two adjacent rails (2, 2').
2. Door construction for a door of an elevator car according to claim 1, wherein two
groups of door segments (20, 21 and 20', 21') are provided, wherein the segments (20,
21 or 20', 21', respectively) of each group open in a telescope-like manner and always
move together in the same direction, wherein the door segments (20, 21, or 20', 21',
respectively) of the one group further have a different width compared with the door
segments (20', 21' or 20, 21, respectively) of the other group and wherein the door
segments (20, 21 or 20', 21', respectively) of each group are kinematically coupled
with one another, characterised in that the two groups of door segments (20, 21; 20', 21') are driven by a common driving
means (13) via a step pulley (14).
1. Structure de porte pour une porte d'une cabine d'ascenseur ou pour une porte d'une
cage d'ascenseur, dans laquelle sont prévus plusieurs segments de portes (20, 20',
21, 21'), qui s'ouvrent de manière télescopique et qui sont guidés sur au moins deux
rails horizontaux (2, 2') maintenus à distance l'un de l'autre et parallèlement l'un
à l'autre, au moyen de galets (7) ou d'éléments coulissants, les segments de porte
étant déplaçables dans au moins deux plans et étant maintenus via des suspensions
(6, 6', 8, 8') au moyen des galets (7) ou des éléments coulissants, caractérisée en ce que toutes les suspensions (6, 6', 8, 8') traversent un intervalle (4) entre un support
(1) et le rail (2) voisin de celui-ci, ou l'intervalle (5) entre deux rails voisins
(2, 2').
2. Structure de porte pour une porte d'une cabine d'ascenseur selon la revendication
1, dans laquelle sont prévus deux groupes de segments de porte (20, 21 et 20', 21'),
les segments (20, 21 et 20', 21') de chaque groupe s'ouvrant de manière télescopique
et se déplaçant toujours conjointement dans la même direction, dans laquelle les segments
de porte (20, 21 ou 20', 21') d'un groupe présentent des largeurs différentes par
rapport aux segments de porte (20', 21' ou 20, 21) de l'autre groupe, et les segments
de porte (20, 21 ou 20', 21') de chaque groupe sont couplés ensemble de manière à
se déplacer conjointement, caractérisée en ce que les deux groupes de segments de porte (20, 21 ; 20', 21') sont entraînés par un entraînement
commun (13) via un disque à gradins.