[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Türkonstruktion für einen Aufzug, und zwar für
eine Tür einer Aufzugskabine oder für eine Tür eines Aufzugsschachts gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Normalerweise sind zwei Gruppen von Türsegmenten vorgesehen: die Segmente jeder Gruppe
öffnen teleskopartig und bewegen sich stets gemeinsam in gleicher Richtung. Die Türsegmente
der einen Gruppe bewegen sich beim Öffnen von der Mitte nach links, die der anderen
bewegen sich von der Mitte nach rechts, siehe zum Beispiel
WO 2004/050529-A1. Oft ist es aus Platzgründen notwendig, die Türsegmente der einen Gruppe mit unterschiedlicher
Breite gegenüber den Türsegmenten der anderen Gruppe auszubilden.
[0003] Aufzüge müssen strenge Sicherheitskriterien erfüllen. Eines davon ist, dass sich
die mittleren Türsegmente nicht nennenswert aufdrücken lassen, wenn eine bestimmte
Kraft aufgewendet wird. Dies ist bei schmalen Türsegmenten ein Problem, weil diese
nur oben geführt sind und der Test auch dann erfüllt werden muss, wenn die Kraft unten
aufgebracht wird. In diesem Fall ergibt sich ein Hebel, dessen längerer Hebelarm durch
die Höhe der Tür gegeben ist und dessen kürzerer Hebelarm durch die Breite des Türsegments-
genauer gesagt durch den Abstand der Rollen, der etwas geringer ist als die Breite
des Türsegments - gegeben ist. (Wenn statt Rollen Gleitelemente vorgesehen sind, so
ist der Abstand der äußersten Punkte der Gleitelemente maßgebend.) Es ist klar, dass
sich bei schmalen Türsegmenten eine derart starke Hebelübersetzung ergibt, dass die
Ansprüche an die Führung extrem hoch sind und nur durch unverhältnismäßig hohen technischen
Aufwand erfüllt werden können.
[0004] Ziel der Erfindung ist es, diesen Nachteil zu vermeiden und eine Türaufhängung der
eingangs erwähnten Art vorzuschlagen, bei der die Führung der schmalen Türsegmente
verbessert ist.
[0005] Erfindungsgemäß wird dies bei einer Türaufhängung der eingangs erwähnten Art durch
die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 erreicht.
[0006] Durch diese Maßnahmen ergibt sich der Vorteil, dass der Abstand der Rollen in Richtung
der Schienen beim schmäleren mittleren Türsegment entsprechend größer gewählt werden
kann, wodurch sich ein höheres Maß an Stabilität ergibt, sodass der Widerstand gegen
Aufdrücken steigt.
[0007] Es muss zwar dafür der Abstand der Rollen beim breiteren mittleren Türsegment verringert
werden (wegen der Ausnehmung, die den Platz für die Auskragung zur Verfügung stellt),
es hat sich jedoch gezeigt, dass der dadurch bewirkte Stabilitätsverlust beim breiteren
mittleren Türsegment geringer ist als der Stabilitätsgewinn beim schmäleren mittleren
Türsegment. Analoges gilt natürlich, wenn statt der Rollen Gleitelemente verwendet
werden.
[0008] Da die Breite der Türsegmente der beiden Gruppen unterschiedlich ist, kann der Antrieb
der beiden Gruppen schwierig sein, weil die beiden Gruppen unterschiedlich schnell
angetrieben werden müssen, wenn die Türsegmente der beiden Gruppen in der gleichen
Zeit öffnen sollen. Innerhalb jeder Gruppe sind die Türsegmente miteinander bewegungsschlüssig
gekoppelt, sodass nur jeweils ein Türsegment (normalerweise das schnellste) angetrieben
werden muss.
[0009] Es ist daher bevorzugt vorgesehen, dass die beiden Gruppen von Türsegmenten von einem
gemeinsamen Antrieb über eine Stufenscheibe angetrieben sind. Dadurch ist keine aufwändige
Untersetzung notwendig und es besteht kein Platzbedarf in Richtung normal zur Ebene
der Türsegmente.
[0010] Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt: Fig. 1 schematisch
eine axonometrische Darstellung der erfindungsgemäßen Aufhängungen von Türsegmenten;
und Fig. 2 schematisch eine Ansicht der Aufhängungen nach
[0011] Die Erfindung wird anhand einer Aufzugskabinentüre erklärt, sie lässt sich aber ebenso
bei einer Aufzugsschachttüre wenden. Es sind zwei Gruppen von Türsegmenten vorgesehen,
wobei eine Gruppe die beiden linken (wie in Fig. 2 gesehen) Segmente 20 und 21 und
die andere Gruppe die beiden rechten (wie in Fig. 2 gesehen) Segmente 20', 21' umfasst.
Die Segmente 20, 21 der einen Gruppe öffnen nach links (wie in Fig. 2 gesehen), die
Segmente 20', 21' der anderen Gruppe öffnen nach rechts (wie in Fig. 2 gesehen). Innerhalb
einer Gruppe schieben sich die beiden Türsegmente 20, 21 bzw. 20', 21' beim Öffnen
teleskopartig voreinander. Die rechten Türsegmente 20', 21' sind schmäler als die
linken Türsegmente 20, 21.
[0012] An einem Träger 1, der an einer nicht weiter dargestellten Aufzugskabine montiert
ist, sind zwei Schienen 2, 2' befestigt. Dabei verlaufen die beiden Schienen 2, 2'
parallel zueinander und in horizontaler Richtung. Gehalten werden die Schienen 2,
2' von Bolzen 3, wobei diese auch einen Abstand zwischen dem Träger 1 und der Schiene
2 und damit einen Spalt 4 bestimmen. Der Spalt 5 zwischen den beiden Schienen 2, 2'
wird ebenfalls durch die Bolzen 3 bestimmt.
[0013] Der Spalt 4 zwischen der Schiene 2 und dem Träger 1 wird von Aufhängungen 6, 6' durchsetzt,
die mit (randseitigen) Türsegmenten 20, 20' verbunden sind und diese halten. Dabei
weisen die Türsegmente 20, 20' und die entsprechenden Aufhängungen 6, 6' unterschiedliche
Breiten auf.
[0014] An diesen Aufhängungen 6, 6' sind jeweils vier Rollen 7 gehalten, die an der Ober-
und der Unterseite der Schiene 2 abrollen. Die oberen Rollen werden als Hängerrollen
bezeichnet, weil an diesen das jeweilige Türsegment hängt. Die unteren Rollen werden
als Gegenrollen bezeichnet, diese verhindern ein Ausheben der Türsegmente. Anstelle
von Rollen 7 können auch Gleitelemente verwendet werden.
[0015] Der Spalt 5 zwischen den beiden Schienen 2, 2' ist von Aufhängungen 8, 8' durchsetzt,
die mit (mittleren) Türsegmenten 21, 21' verbunden sind und diese halten. An den Aufhängungen
8, 8' sind ebenfalls je vier Rollen 7 gehalten, die an der Schiene 2' abrollen. Weiters
sind an den Aufhängungen 6, 6', 8, 8' Hebel 9 angeordnet, die mit Kufen 10 zusammenwirken
und zusammen einen Kuppler für die Schachttüre bilden, aber nicht Teil der Erfindung
sind. Durch diesen Kuppler wird die Schachttüre mitgenommen, wenn die Kabinentüre
öffnet, sodass die Schachttüren keinen eigenen Antrieb benötigen. Die Schachttüre
ist mit einer Verriegelung versehen, die ein Öffnen verhindert, wenn die Kabine nicht
hinter der Schachttüre steht. Auch diese Verriegelung ist nicht Teil der Erfindung.
[0016] Wie man aus Fig. 1 deutlich sieht, wird vor der Schiene 2' nahezu kein Platz benötigt,
lediglich die Köpfe der Bolzen 3 stehen geringfügig vor. Dies wird dadurch erreicht,
dass die Aufhängungen 8, 8' und 6, 6' durch die beiden Spalte 4, 5 hindurchgehen und
nicht die Schienen 2, 2' umgreifen.
[0017] Wie insbesondere aus Fig. 2 zu ersehen ist, weist die Aufhängung 8', die für ein
schmäleres Türsegment 21' vorgesehen ist, eine Auskragung 11 auf, in deren Bereich
zwei Rollen 7 angeordnet sind. Dadurch weisen diese Rollen 7 der Aufhängung 8' einen
größeren Abstand auf als dies ohne die Auskragung 11 möglich wäre. Damit wird eine
bessere Führung des Türsegments 21' erreicht. Die Aufhängung 8, die wie die Aufhängung
8' den Spalt 5 zwischen den Schienen 2' durchsetzt und für ein breiteres Türsegment
21 vorgesehen ist, weist eine Ausnehmung 12 auf, um Platz für die Auskragung 11 zu
schaffen.
[0018] Der Antrieb der beiden Türsegmente 20, 21 bzw. 20', 21'jeder Gruppe erfolgt normalerweise
so, dass das mittlere Türsegment 21, 21' aktiv angetrieben wird und das randseitige
Türsegment 20, 20' über eine Untersetzung im Verhältnis 2:1 vom mittleren Türsegment
21, 21' mitgenommen wird.
[0019] Wenn nun die Türsegmente 20, 21 und 20', 21' der beiden Gruppen ungleich breit sind,
können die beiden mittleren Türsegmente 21, 21' - soll die Öffnungsbewegung bei beiden
Gruppen gleich lange dauern - natürlich nicht gleich schnell angetrieben Werden. Wenn
sich die Breite wie 1:2 verhält, könnte das schmälere mittlere Türsegment 21' vom
breiteren randseitigen Türsegment 20 angetrieben werden. Dies würde aber zusätzlichen
Platz benötigen, der erfindungsgemäß gerade eingespart werden soll.
[0020] Bevorzugt ist daher ein Antriebsmotor 13, der ein Getriebe in Form einer Stufenscheibe
14 (siehe Fig. 2) antreibt. Die Stufenscheibe 14 kann dabei als Stufen-Riemenscheibe
ausgebildet sein, die mittels zweier Riemen 15, 16, die über Umlenkscheiben 17 geführt
sind, die mittleren Türsegmente 21, 21' über die Aufhängungen 8, 8', die mit den Riemen
15, 16 verbunden sind, antreibt. Diese Aufhängungen 8, 8' sind bewegungsschlüssig
mit den Aufhängungen 6, 6' verbunden. Dadurch werden bei einem Antrieb der Riemen
15, 16 die Aufhängungen 8, 8' bewegt und von diesen z. B. über eine nicht dargestellte
übliche Mitnahme, z. B. in Form eines Seils, die Aufhängungen 6', 6 mitgenommen.
[0021] Solch ein Antrieb ist normalerweise nur bei der Kabinentüre notwendig. Die Schachttüre
wird bewegt, indem die Bewegung der Kabinentüre über einen Kuppler auf die Schachttüre
übertragen wird.
1. Türkonstruktion für eine Tür einer Aufzugskabine oder für eine Tür eines Aufzugsschachts,
bei der zwei Gruppen von Türsegmenten (20, 20', 21, 21') vorgesehen sind, wobei die
Segmente jeder Gruppe teleskopartig öffnen und sich stets gemeinsam in gleicher Richtung
bewegen, wobei die Segmente an mindestens zwei in Abstand voneinander und parallel
zueinander gehaltenen, horizontal verlaufenden Schienen (2, 2') mittels Rollen (7)
oder Gleitelementen geführt sind, wobei die Türsegmente in mindestens zwei Ebenen
verschiebbar sind und über Aufhängungen (6, 6', 8, 8 ') an den Schienen (2, 2') mittels
der Rollen (7) oder Gleitelemente gehalten sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Türsegmente (20, 21, bzw. 20', 21') der einen Gruppe unterschiedliche Breite
gegenüber den Türsegmenten der anderen Gruppe aufweisen und wobei zwei unterschiedlich
breite mittlere Türsegmente (21, 21') sich in einer Ebene bewegen und in der Schließstellung
im Wesentlichen stirnseitig aneinander anliegen, wobei die Aufhängung (8') des schmäleren
mittleren Türsegments (21') eine Auskragung (11) aufweist, in deren Bereich zumindest
eine Rolle (7) angebracht ist, und die Aufhängung (8) des breiteren mittleren Türsegments
(21) eine im Wesentlichen gegengleiche Ausnehmung (12) aufweist.
2. Türkonstruktion für eine Tür einer Aufzugskabine nach Anspruch 1, wobei die Türsegmente
(20, 20'; bzw. 21, 21') jeder Gruppe miteinander bewegungsschlüssig gekoppelt sind,
dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Gruppen von Türsegmenten (20, 21, 20', 21') von einem gemeinsamen Antrieb
(13) über eine Stufenscheibe (14) angetrieben sind.
1. Door structure for a door of an elevator car or for a door of an elevator shaft, wherein
two groups of door segments (20, 20', 21, 21') are provided, wherein the segments
of each group open in a telescope-like manner and always move together in the same
direction, wherein the segments are guided by means of castors (7) or sliding members
on at least two horizontally extending rails (2, 2') that are spaced apart and retained
parallel relative to each other, wherein the door segments are displaceable in at
least two planes and are retained, via suspensions (6, 6', 8, 8'), on the rails (2,
2') by means of the castors (7) or sliding members, characterised in that the door segments (20, 21, or 20', 21', respectively) of the one group have a different
width compared with the door segments of the other group and wherein two middle door
segments (21, 21') of different width move in one plane and are adjacent to each other
substantially on the face side in the closed position, wherein the suspension (8')
of the narrower middle door segment (21') has a projection (11) in the area of which
at least one castor (7) is attached, and the suspension (8) of the wider middle door
segment (21) has a substantially equal and opposite recess (12).
2. Door structure for a door of an elevator car according to claim 1, wherein the door
segments (20, 20'; or 21, 21', respectively) of each group are kinematically coupled
with each other, characterised in that the two groups of door segments (20, 21, 20', 21') are driven by a common driving
means (13) via a step pulley.
1. Structure de porte pour une porte d'une cabine d'ascenseur ou pour une porte d'une
cage d'ascenseur, dans laquelle sont prévus deux groupes de segments de porte (20,
20', 21, 21'), les segments de chaque groupe s'ouvrant de manière télescopique et
se déplaçant toujours conjointement dans la même direction, lesdits segments étant
guidés sur au moins deux rails (2, 2') maintenus parallèlement l'un à l'autre et à
distance l'un de l'autre et s'étendant horizontalement, au moyen de galets (7) ou
d'éléments coulissants, dans laquelle les segments de porte sont déplaçables dans
au moins deux plans et sont tenus sur les rails (2, 2') via des suspensions (6, 6',
8, 8') au moyen des galets (7) ou des éléments coulissants,
caractérisée en ce que
les segments de porte (20, 21, respectivement 20', 21') de l'un des groupes présentent
une largeur différente par rapport aux segments de porte de l'autre groupe, et deux
segments de porte centraux (21, 21') de largeur différente se déplacent dans un plan
et s'appliquent sensiblement l'un contre l'autre du côté frontal dans la position
de fermeture, et la suspension (8') du segment de porte central (21') plus étroit
comporte un porte-à-faux (11) dans la zone duquel est agencé au moins un galet (7),
et la suspension (8) du segment de porte central (21) plus large présente un évidement
(12) complémentaire sensiblement identique.
2. Structure de porte pour une porte d'une cabine d'ascenseur selon la revendication
1, dans laquelle les segments de porte (20, 20'; respectivement 21, 21') de chaque
groupe sont accouplés l'un à l'autre en coopération de déplacement, caractérisée en ce que les deux groupes de segments de porte (20, 21, 20', 21') sont entraînés par un entraînement
commun (13) via un disque à gradins (14).