| (19) |
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(11) |
EP 1 880 846 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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19.12.2012 Patentblatt 2012/51 |
| (22) |
Anmeldetag: 27.06.2007 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Bogenoffsetdruckmaschine
Sheet-fed offset printing press
Presse offset à feuilles
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO
SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
18.07.2006 DE 102006033105
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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23.01.2008 Patentblatt 2008/04 |
| (73) |
Patentinhaber: Heidelberger Druckmaschinen AG |
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69115 Heidelberg (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Dr. Hachmann, Peter
69221, Dossenheim (DE)
- Henn, Andreas
69151, Neckargemünd (DE)
- Maul, Albert
69120, Heidelberg (DE)
- Dr. Rautert, Jürgen
69126, Heidelberg (DE)
- Rodi, Norbert
76669, Bad Schönborn (DE)
- Sonnenschein, Joachim
64367, Mühltal (DE)
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| (74) |
Vertreter: Fey, Hans-Jürgen |
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Heidelberger Druckmaschinen AG
Intellectual Property
Kurfürsten-Anlage 52-60 69115 Heidelberg 69115 Heidelberg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 976 555 EP-A1- 1 442 880 EP-A2- 1 106 352 WO-A1-02/04212 DE-A1- 3 823 544 DE-A1- 19 729 985 DE-U1- 29 623 064 GB-A- 2 097 726 US-B1- 6 283 025
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EP-A1- 1 075 947 EP-A2- 0 819 521 WO-A1-01/05593 WO-A1-02/051638 DE-A1- 4 213 024 DE-A1- 19 933 304 DE-U1-202004 018 763 US-A- 5 176 077
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Bogenoffsetdruckmaschine für den beidseitigen Mehrfarbendruck
vorzugsweise auf Papierbögen, mit einer ersten Reihe direkt hintereinander angeordneter
Druckwerke für das Bedrucken der ersten Seite des Bogens, einer darauf folgenden Wendeeinrichtung,
darauf folgend einer zweiten Reihe von hintereinander angeordneten Druckwerken für
das Bedrucken der anderen Bogenseite sowie einem oder mehreren darauf folgenden Lackwerken.
Derartige Bogendruckmaschinen in Reihenbauweise mit einem oder mehreren am Ende der
Maschine angeordneten Lackwerken für das Lackieren der zuletzt bedruckten Bogenseite
sind bekannt und werden von mehreren Herstellern angeboten.
[0002] Es ist auch schon in der
DE 42 13 024 A1 vorgeschlagen worden, bei Maschinen der eingangs genannten Art die bedruckten Bögen
in einem Maschinendurchgang, d. h. inline, beidseitig zu lackieren. Dazu besitzt die
Druckmaschine vor der Wendeineinrichtung ein Lackwerk und eine Trocknereinrichtung.
Somit wird dort die Schöndruckseite des Bogens lackiert und getrocknet, bevor sie
zum Zwecke des Widerdrucks gewendet wird.
[0003] Da die Schöndruckseite des Bogens hier schon lackiert wird, bevor der Bogen anschließend
die Druckspalte der Widerdruckwerke durchläuft, nimmt der durch das Lackieren erzeugte
Glanz der Bogenoberfläche wieder ab, und zwar je mehr, desto mehr Widerdruckwerke
bzw. Druckspalte er durchläuft. Darüber hinaus treten Probleme insbesondere dann auf,
wenn der auf die Schöndruckseite aufgetragene Lack durch die Trocknereinrichtung nicht
vollständig getrocknet ist. Denn die für den Kontakt mit den ölbasierten Offsetdruckfarben
optimierten Oberflächen der Gegendruckzylinder im Widerdruckwerk können durch Lackreste,
damit verklebten Papierstaub etc., verschmutzen und müssten dann aufwändig gereinigt
werden.
[0004] Es sind auch Druckmaschinen bekannt, beispielsweise aus der
EP 0 976 555, bei denen der Bogen abwechselnd nacheinander jeweils von einem oberhalb und unterhalb
des Papiertransportpfads angeordneten Druckwerk mit Offsetdruckfarben bedruckt und
anschließend beidseitig durch ein oberhalb und unterhalb des Papierpfads angeordnetes
Lackwerk lackiert wird. Abgesehen davon, dass sich dieser Druckmaschinentyp wegen
der schlechten Zugänglichkeit der unten liegenden Druckwerke nicht durchgesetzt hat,
tritt hier folgendes Problem auf: Wenn die letzte Farbe der Widerdruckseite gedruckt
wird, hat der Bogen bereits sämtliche Druckspalte durchlaufen. Gegenüber einer Maschine,
bei der erst die Schöndruckseite und dann die Widerdruckseite komplett bedruckt wird,
wird das Druckbild aufgrund der doppelten Anzahl der durchlaufenden Druckspalte stärker
verbreitert ("breiter drucken"), wobei es nicht möglich ist, diesen Effekt durch eine
Registerregelung zu kompensieren.
[0005] Daneben sind separate Lackiermaschinen bekannt, in denen fertig bedruckte Bögen beidseitig
lackiert werden. Nachteilig bei separaten Lackiermaschinen ist jedoch der Umstand,
dass erst einmal ein Stapel gebildet wird, der dann anschließend wieder angelegt werden
muss. Zu dem Zeitpunkt sind die vom Auslagestapel der Druckmaschine kommenden Bögen
bereits gepudert, was beim anschließenden Lackieren den Glanz herabsetzen und auch
sonst zu Problemen führen kann. Darüber hinaus ist der maschinenbauliche Aufwand höher,
denn es werden im Vergleich zu einer Inline-Lösung zwei Anleger und zwei Ausleger
benötigt.
[0006] Aus der
DE 10 2004 058 596 A1 ist eine Einrichtung für das beidseitige Veredeln von Druckprodukten bekannt, bei
der die Bögen von jeweils einer oberhalb und unterhalb des Bogentransportpfads angeordneten
Beschichtungseinheit lackiert werden (Fig. 5). Abgesehen davon, dass die Bögen an
der dort beschriebenen Einrichtung nur einseitig bedruckt werden, sind die beiden
Lackwerke unterschiedlich aufgebaut.
[0007] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Bogenoffsetdruckmaschine der
eingangs genannten Art zu schaffen, bei der in hoher Qualität inline beidseitig bedruckte
und beidseitig lackierte Bögen erhalten werden.
Diese Aufgabe wird durch eine Bogendruckmaschine mit den im Kennzeichen des Anspruchs
1 angegebenen Merkmalen gelöst bzw. durch ein Verfahren gemäß
Anspruch 30. Gemäß der Erfindung werden also die Bögen erst auf einer Seite bedruckt,
gewendet und auf der anderen Seite bedruckt, bevor sie lackiert werden, wobei die
Lackwerke vom gleichen Typ sind und oberhalb und unterhalb des Bogentransportpfads
angeordnet sind. Auf diese Weise erhält man eine Bogendruckmaschine, auf der die Inline-Fertigung
von beidseitig lackierten Bögen möglich ist, und zwar ohne die eingangs geschilderten
Probleme. Es lässt sich auf beiden Seiten des Bogens ein höherer Glanzgrad erzielen
und Reinigungsvorgänge für die Zylinderoberflächen bzw. Zylinderaufzüge im Widerdruckwerk,
die nun auf den Kontakt mit ölbasierter Farbe optimiert werden können, sind entbehrlich.
[0008] Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den nachfolgend anhand der Figuren
1 bis 3 der beigefügten Zeichnungen.
- Figur 1a
- ist eine schematische Darstellung des Schöndruckteils einer Bogenoffsetdruckmaschine
in Reihenbauweise,
- Figur 1b
- ist eine schematische Darstellung des Widerdruckteils einer Bogenoffsetdruckmaschine
in Reihenbauweise,
- Figur 2
- zeigt den Widerdruckteil der Druckmaschine nach Figur 1b gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel,
und
- Figur 3
- zeigt den Widerdruckteil der Druckmaschine nach Figur 1b gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel.
- Figur 4
- zeigt den auf das letzte Druckwerk des Widerdruckteils der Druckmaschine nach Figur
1b folgende Ende der Maschine gemäß einem vierten Ausführungsbeispiel.
- Figur 5
- zeigt den auf das letzte Druckwerk des Widerdruckteils der Druckmaschine nach Figur
1b folgende Ende der Maschine gemäß einem fünften Ausführungsbeispiel.
- Figur 6
- zeigt den auf das letzte Druckwerk des Widerdruckteils der Druckmaschine nach Figur
1b folgende Ende der Maschine gemäß einem sechsten Ausführungsbeispiel.
- Figur 7
- zeigt den auf das letzte Druckwerk des Widerdruckteils der Druckmaschine nach Figur
1b folgende Ende der Maschine gemäß einem siebten Ausführungsbeispiel.
- Figur 8
- zeigt den auf das letzte Druckwerk des Widerdruckteils der Druckmaschine nach Figur
1b folgende Ende der Maschine gemäß einem achten Ausführungsbeispiel.
[0009] Figur 1a zeigt eine Offsetdruckmaschine 1 in Reihenbauweise mit einem Anleger 2,
in dem sich der unbedruckte Papierstapel 3 befindet, sowie vier Druckwerken 7a bis
7d für die vier Grundfarben, die den Schöndruckteil der Maschine 1 bilden. Auf das
vierte Druckwerk 7d folgt eine Wendeeinrichtung 4, die nach dem Prinzip der Drei-Trommel-Wendung
arbeitet. Sie besteht aus einer Zuführtrommel 4a, einer Speichertrommel 4b und einer
Wendetrommel 4c. Die Trommel 4c ist in den Seitenwänden 18a des auf die Wendeeinrichtung
4 folgenden ersten Widerdruckwerks 8a gelagert. An dessen Gegendruckzylinder 108a
wird der gewendete Bogen übergeben. Der zweite Teil der Maschine ist in der Figur
1b dargestellt. Auf die vier Widerdruckwerke 8a bis 8d folgt ein Lackwerk 9a vom Typ
"Kammerrakel", d.h. es besitzt eine Rasternäpfchenwalze 19a und ein Kammerrakel 20a,
in dem sich wässriger Dispersionslack befindet. Mit 22a ist ein so genannter "Rasterwalzenstern"
bezeichnet, der drei weitere Rasterwalzen mit unterschiedlicher Näpfchengröße enthält,
gegen die die Rasterwalze 19a ausgetauscht werden kann, um auf dem Weg die aufzutragende
Lackmenge zu bestimmen. Im Lackwerk 9a wird die Widerdruckseite des Bogens von dem
Lackauftragszylinder 17a vollflächig mit einem wässrigen Dispersionslack überzogen.
[0010] Auf das Lackwerk 9a folgt ein Trockenturm 10a. In diesem Trockenturm wird der hindurchtransportierte
Bogen im Bereich des Zylinders 110a auf der Widerdruckseite durch Heißluft und Infrarotstrahlung
getrocknet.
[0011] In Bogenlaufrichtung hinter dem Trockenturm 10a ist ein zweites Lackwerk 9b angeordnet,
das von gleichen Typ wie das Lackwerk 9a und bezüglich Rasterwalze 19b, Lackauftragszylinder
17b und Kammerrakel 20b im Wesentlichen baugleich mit dem ersten Lackwerk 9a ist,
wobei jedoch der Lackauftragszylinder 17b unterhalb des Bogentransportpfads an die
als Lack-Gegendruckzylinder ausgebildete Bogentransporttrommel 109b angestellt ist.
Das Lackwerk 9b dient dazu, die Schöndruckseite des Bogens ebenfalls mit einem wässrigen
Dispersionslack vollflächig zu überziehen.
[0012] An das Lackwerk 9b schließt sich ein zweiter Trockner 10b an, der die lackierte Schöndruckseite
der Bögen mit Infrarotstrahlung und/oder Heißluft trocknet. Dieser Trockner 10b enthält
einen IR-Strahler 113, der im Inneren der Bogentransporttrommel 120 angeordnet ist
und sich damit ebenso wie das Lackwerk 9b unterhalb des Bogentransportpfads befindet.
[0013] Auf den Trockner 10b folgt der Ausleger 5 der Druckmaschine. Darin laufen Greiferbrücken
mittels einer Kettenführung 15 um. Diese Greiferbrücken 16 übernehmen die beidseitig
lackierten Bogen und führen sie unter Trocknereinschüben 11a-h hindurch, wo beide
Seiten der Bögen nochmals mit Infrarotstrahlung und/oder Heißluft getrocknet werden
und dabei der Dispersionslack verfestigt wird. Die so beidseitig lackierten getrockneten
Bögen werden anschließend im Ausleger 5 auf dem Bogenstapel 6 abgelegt.
[0014] Während seines Transports durch die Druckwerke 7a bis 7d und 8a bis 8d kommen die
bedruckte Bögen nicht mit Lack in Berührung. Die Oberflächen der bogenführenden Gegendruckzylinder
108a-d in den Druckwerken 8a-d und die Führungsbleche der dazwischen angeordneten
Transferter können deshalb mit farbabweisenden Schichten belegt werden, die auf die
Eigenschaften der ölbasierten Offsetfarben abgestimmt bzw. optimiert sind. Der klebrige
und für Verschmutzungseffekte ursächliche Dispersionslack wird erst am Ende der Maschine
eingebracht, wenn der Prozess des Druckens mit Offsetdruckfarben beendet ist. Auf
diese Weise lassen sich die Standzeit der Zylinderaufzüge und die Reinigungsintervalle
gegenüber Konfigurationen, bei denen sich das Lackwerk vor der ersten Wendeeinrichtung
4 befindet, wesentlich erhöhen.
[0015] Bei dem in Figur 2 dargestellten Ausführungsbeispiel ist der auf das letzte Druckwerk
8d folgende Teil der anhand von Figur 1a und 1b vorstehend beschriebenen Druckmaschine
modifiziert. Hier ist jetzt der Trockenturm 10a aus Figur 1b weggefallen, d. h. der
aus dem Lackwerk 9a kommende Bogen wird direkt dem zweiten Lackwerk 9b zugeführt.
Nach dem Durchlauf durch das zweite Lackwerk 9b, in dem die Schöndruckseite lackiert
wird, ist ein Trockner 110b angeordnet. In diesem Trockner ist ein erster Infrarottrockner
112 oberhalb der Bogentransporttrommel 111 angeordnet, und ein zweiter Infrarottrockner
113 feststehend im Inneren der in Skelettbauweise ausgeführten Trommel 111 angeordnet.
Danach durchläuft der beidseitig lackierte Bogen im Kettenausleger 5 vier Trocknermodule
1 1a-h, in denen der Bogen beidseitig, d. h. von oben und von unten, mit Hilfe von
Infrarotstrahlung und Heißluft getrocknet wird. Hier können beispielsweise in die
Bogenführung des Auslegers 5 integrierte Trockner 21 e bis h eingesetzt werden, wie
sie in der
DE 10 2005 042 956 A1 beschrieben sind.
[0016] Infolge des Wegfalls eines Transferters und des separaten Trockenturms hinter dem
ersten Lackwerk 9a baut die Maschine entsprechend kürzer und benötigt weniger Stellfläche
als die nach dem Ausführungsbeispiel der Figur 1b.
[0017] Im Ausführungsbeispiel nach Figur 3 ist hinter dem letzten Druckwerk 8d des Widerdruckteils
der Druckmaschine 1 ein Lackwerk 29a angeordnet. Dieses unterscheidet sich vom Lackwerk
9a aus den Figuren 1b und 2 insofern, als die Rasterwalze 19a mit dem Kammerrakel
20a sowie der Lackauftragswalze 17a zu einer austauschbaren und herausnehmbaren Einheit
18a zusammengefasst sind, die darüber hinaus zum Zwecke des Anstellens an den Lackgegendruckzylinder
109a im Lackwerk 29a höhenverschieblich gelagert ist, wie das durch den Pfeil angedeutet
ist.
[0018] Auf das Lackwerk 29a folgt, wie schon anhand von Figur 1 beschrieben, ein Trockenturm
10a, in dem der auf der Widerdruckseite lackierte Bogen mit Heißluft und/oder Infrarotstrahlung
getrocknet wird, bevor er vom Transportzylinder 110 an den Gegendruckzylinder des
Lackwerks 29b übergeben wird.
[0019] Das Lackwerk 29b besitzt ebenso wie das Lackwerk 29a eine herausnehmbare und austauschbare
Einheit 18b, in der die Lackauftragswalze 17b, die Rasterwalze 19b und das Kammerrakel
20b aufgenommen sind. Die Einheit 18b ist jedoch spiegelverkehrt zur Einheit 18a ausgeführt
und unterhalb des Bogentransportpfades an den Gegendruckzylinder 109b angestellt,
um damit die Schöndruckseite der durchlaufenden Bögen zu lackieren.
[0020] Auf das Lackwerk 29b folgt ein Transferter und ein zweiter Trockner 10b, unterhalb
dessen Bogenführungstrommel 125 ein Infrarotstrahler 126 und ein Heißluftkasten 127
angeordnet sind, um die Schöndruckseite des Bogens zu trocknen, bevor dieser einer
weiteren Bogentransporttrommel 128 zugeführt wird. Die Bogentransporttrommel 128 ist
mit ihrer Achse deutlich oberhalb der Achse des Transportzylinders 125 angeordnet.
Die Verbindungslinie der beiden Achsen dieser Zylinder schließt einen Winkel α > 30°
mit der Horizontalen ein. Auf diese Weise werden die transportierten Bögen nach oben
auf das Niveau der waagerecht umlaufenden Greiferbrücken 116 an den Führungsketten
115 befördert, die nun relativ einfach und kostengünstig gestaltet werden kann, da
ein Umlenken der Kette von einem geneigten in einen horizontalen Führungsbereich hier
nicht erforderlich ist.
[0021] Über der Seite der Transporttrommel 128, auf der die transportierten Bögen aufliegen,
sind eine Inspektionskamera 141 und ein Pudergerät 142 angeordnet. Da die Bögen hier
in definierter Lage auf dem transportierenden Zylinder 128 aufliegen, lässt sich die
Bogenoberfläche mit der Kamera 141 gut inspizieren. Denn der Fokusabstand ist konstant
und wird nicht durch Flatterbewegungen des zu inspizierenden Bogens gestört. Außerdem
kann der aus dem Pudergerät 142 emittierte Puderstrahl mit hoher Geschwindigkeit auf
den auf dem Zylinder 128 aufliegenden Bogen auftreffen, ohne dass Abschmiereffekte
zu befürchten sind. Denn der bereits im Trockner 10a auf der Widerdruckseite getrocknete
Bogen liegt ohne Relativbewegung auf der entsprechend farb- bzw. lackabweisenden Oberfläche
des Zylinders 128 auf.
[0022] Im Ausführungsbeispiel nach Figur 4 folgt auf das letzte Widerdruckwerk 8d eine Lackiereinheit
209, in der die das Druckwerk 8d verlassenen Bögen von einem Transferter 207 einem
halbtourigen Lacktuchzylinder 208 zugeführt werden. Dieser halbtourige Lacktuchzylinder
208 trägt seinerseits Greiferleisten 218a und 218b, die unter dem Radius der Lacktuchoberfläche
versenkt angeordnet sind. Die an den Greiferleisten befestigten Greifer erheben sich
nur beim Öffnen über den Radius der Lacktuchoberfläche, um die Bogenvorderkante zu
ergreifen und liegen nach dem Schließen wieder darunter.
[0023] Der vom Lacktuchzylinder 208 transportierte Bogen wird auf seiner Widerdruckseite
von einem zweiten Lacktuchzylinder 218 vollflächig lackiert, wobei eine Rasterwalze
219a mit einem Kammerrakel 220a der Lackauftragswalze 218 den z. B. Dispersionslack
zuführen. Gleichzeitig werden die über nicht näher dargestellte Halteeinrichtungen
auf dem ersten Lacktuchzylinder 208 aufgespannten Lacktücher von einer zweiten Rasterwalze
219b in Verbindung mit einem Kammerrakel 220b mit einer Lackschicht versehen, auf
die sich die von den Greifern 218a bzw. 218b gehaltenen und durch den Druckspalt bzw.
Lackspalt 221 beförderten Bögen legen.
[0024] Nach dem Durchlaufen des Lackspalts 221 werden die auf diese Weise gleichzeitig beidseitig
lackierten Bögen von einem Transferter 217 übernommen, der die Bögen von den Lacktüchern
auf dem Zylinder 208 abzieht und einem Trockner 210 übergibt. Dieser ist wie der Trockner
110b in Figur 2 aufgebaut, d. h. er besitzt zwei Trocknereinheiten 212 außerhalb und
213 innerhalb der Transporttrommel 211, so dass die gleichzeitig beidseitig lackierten
Seiten der Bögen auch gleichzeitig getrocknet werden können, bevor sie an die Greiferbrücken
der Kettenführung 215 im Ausleger 205 übergeben werden. Im Ausleger 205 selbst sind
zwei weitere Trocknermodule 21a und 21b angeordnet, die ähnlich wie die Trocknermodule
11a-h in den Ausführungsbeispielen nach Figur 1 und Figur 2 die Bögen endgültig trocknen,
bevor sie auf dem Stapel 206 abgelegt werden.
[0025] Das Ausführungsbeispiel nach Figur 5 unterscheidet sich von dem nach Figur 4 dadurch,
dass auf das letzte Druckwerk 8d des Widerdruckteils der Druckmaschine 1 direkt der
Ausleger 305 mit der Kettenführung 315 folgt. Die Bögen, die das Druckwerk 8d verlassen,
sind also bislang lediglich mit Farbe bedruckt, wenn sie von den Greiferbrücken 316
an den umlaufenden Ketten 307 übernommen werden.
Beidseitig der Ebene, die durch die umlaufenden Kettenpaare gebildet ist, ist im Ausleger
ein Doppellackwerk 309 bestehend aus zwei Lacktuchzylindern 309a und 309b gelagert,
die jeweils von einer zugeordneten Rasterwalze 319a bzw. 319b in Verbindung mit Kammerrakeln
320a bzw. 320b mit Lack beschichtet werden.
[0026] Die Lacktuchzylinder 309a und 309b besitzen Spannkanäle, die so gestaltet sind, dass
die Greiferbrücken 316 ohne die Zylinder 309 zu berühren hindurchlaufen können. Dazu
sind die Zylinder 309 mit Hilfe nicht dargestellter Getriebe mit den Antrieben des
Kettenrads 317 synchronisiert.
[0027] Die von den Greiferbrücken 316 durch die Lacktücher auf den Lacktuchzylindern 309a
und b hindurchgezogenen und auf diese Weise gleichzeitig auf der Vorder- und Rückseite
lackierten Bögen werden anschließend wieder in Trocknermodulen 21a bzw. 21b beidseitig
getrocknet, wie das anhand von Figur 4 bzw. in den anderen Ausführungsbeispielen beschrieben
ist.
[0028] Im Vergleich zum Ausführungsbeispiel nach Figur 4 lässt sich bei dem nach Figur 5
hinsichtlich des Lackierens ein deutlich besseres Ergebnis erzielen, da aufgrund der
Symmetrie der Lackauftragswalzen auf beiden Seiten der durchlaufenden Bögen die gleichen
Verhältnisse vorliegen.
[0029] Die Lackauftragszylinder 309a und 309b können bezüglich ihrer Achsen auseinanderfahrbar
gelagert sein, wie das durch die beiden Doppelpfeile symbolisiert ist. Auf diese Weise
ist es möglich, die das Lacktuch tragenden Teile als austauschbare Hülsen auszubilden,
die gegen Hülsen mit unterschiedlicher Dicke und Außendurchmesser ausgewechselt werden
können. Die Hülsen können außerdem gegen solche gewechselt werden, die eine besonders
lange Kanalaussparung besitzen, so dass gegebenenfalls auch an Doppelgreiferbrücken
an der Vorder- und Hinterkante gleichzeitig gehaltene Bögen lackiert werden können,
d. h. auch bei unterschiedlichen Formatabständen bzw. Längen der Bögen sowohl die
Vorderkantenbrücke als auch die Hinterkantenbrücke im Kanal der Lacktuchzylinder Platz
finden.
[0030] Das Ausführungsbeispiel nach Figur 6 unterscheidet sich von dem nach Figur 5 zum
einen dadurch, dass der Ausleger 405 mit einer ähnlich wie in Figur 3 einfachen, sich
nur waagrecht erstreckenden Kettenführung 415 versehen ist. Anstelle des aufsteigenden
Teils der Kettenführung aus Figur 5 ist hier eine Bogentransporttrommel 425 vorgesehen,
die skelettartig aufgebaut drei Greiferbrücken 416a, b, und c trägt. Die das Druckwerk
8d verlassenden Bögen werden von einem Transferter 407 an die Greiferbrücken 416 der
Trommel 425 übergeben. Die Trommel 425 befördert die Bögen auf das Höhenniveau der
Kettenführung 415 im Ausleger 405 und, ähnlich wie die Kette 307 in Figur 5, durch
den Lackspalt 422 zwischen den Lacktuchzylindern 409a und 409b hindurch.
[0031] Das Kammerrakel 420b und die Rasterwalze 419b des zweiten Lackwerks befinden sich
im Inneren der Trommel 425, die jedoch von der Seite des Bogenstapels 406 her gut
zugänglich ist. Zudem ist der Raum zwischen den Greiferbrücken 416 offen, so dass
die lackierten Bögen von oberhalb und unterhalb des Papiertransportpfads angeordneten
kombinierten Infrarot- und Heißlufttrocknern 421a und 421b nach dem Lackieren getrocknet
werden können.
[0032] Unterhalb der Trommel 425 ist ein Behälter 426 für Makulaturbögen angeordnet. Durch
eine entsprechende Steuerung des Öffnungszeitpunktes der Greifer auf den drei Greiferleisten
416a-c lässt sich erreichen, dass die Gutbögen an die Kettenführung 415 des Auslegers
405 übergeben werden und die Schlechtbögen erst über dem Behältnis 426 freigegeben
werden. Zur Erkennung von Gut- bzw. Schlechtbögen sind beispielsweise inline-Inspektionssysteme
im Bogentransportpfad hinter dem letzten Druckwerk 8d der Maschine 1 geeignet.
[0033] Für die Lacktuchzylinder 409 gilt das schon zu den Lacktuchzylindern 309 Gesagte,
d. h. sie können wie im Zusammenhang mit Figur 5 beschrieben mit Hülsen unterschiedlicher
Dicke und Durchmesser und unterschiedlicher Kanallänge versehen werden.
[0034] Zwei weitere besonders vorteilhafte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den
Figuren 7 und 8 dargestellt. Beiden ist gemeinsam, dass auf das letzte Druckwerk 8d
im Widerdruckteil der Druckmaschine das Lackwerk 9b folgt, bei dem der Lacktuchzylinder
17b und die Rasterwalze 19b mit der Kammerrakel 20b unterhalb des Gegendruckzylinders
109b und damit auch unterhalb des Bogentransportpfads angeordnet sind. Im Ausführungsbeispiel
nach Figur 7 folgen auf den Gegendruckzylinder 109b des ersten Lackwerks, mit dem
die Bogenvorderseite, also die Schöndruckseite des Bogens, lackiert wird, zwei Trockner.
Diese Trockner bestehen jeweils aus einem Bogentransportzylinder 111a bzw. 111b, unter
denen, also ebenfalls unterhalb des Bogentransportpfads, jeweils ein Trockner 112a
bzw. 112b angeordnet ist. Hierbei kann es sich beispielsweise um Infrarot-/ oder Heißlufttrockner
handeln. Zwischen dem Gegendruckzylinder 109b des ersten Lackwerks und dem Transportzylinder
11a des ersten Trockners ist ein Transferter 119a eingefügt und ein zweiter Transferter
119b befindet sich zwischen den beiden Bogentransportzylindern 111a und 111b der Trockner.
Auf die Trockner folgt das zweite Lackwerk 9a, in dem die Widerdruckseite der Bögen
lackiert wird. Es ist noch zu bemerken, dass bei diesem Ausführungsbeispiel der Transportzylinder
111b des zweiten Trockners direkt an den Gegendruckzylinder 109a des zweiten, hier
jetzt "aufrechten" Lackwerks übergibt.
[0035] Auf das zweite Lackwerk 9a folgt dann ein Ausleger, wie schon anhand von Figur 1b
beschrieben, jedoch mit der Maßgabe, dass hier nur noch die Widerdruckseite des Bogens
durch die Trocknermodule 11a bis 11d getrocknet zu werden braucht, da die Schöndruckseite
bereits durch die Trockner 112a und 112b getrocknet worden ist.
[0036] Im Ausführungsbeispiel nach Figur 8 sind im Vergleich zu dem nach Figur 7 die beiden
Transferter 119a und 119b ebenso wie die beiden Transportzylinder 111a und 111b weggelassen.
Auf den Gegendruckzylinder 109b des ersten, die Schöndruckseite "von unten lackierenden"
Lackwerks 9b folgt direkt der Gegendruckzylinder 109a, des zweiten, "aufrechten" Lackwerks
9a, in Bogenlaufrichtung betrachtet. Hier sorgen Zwischendecktrockner 113 unterhalb
des Bogenlaufs und 112 oberhalb des Bogenlaufs für eine Trocknung der Bögen bevor
sie an den Ausleger 5 übergeben werden. Die beiden Trockner 113 und 112 sind direkt
unterhalb bzw. oberhalb der Gegendruckzylinder 109b und 109a der beiden Lackwerke
angeordnet. Nicht dargestellt ist jeweils eine Heißluft- bzw. Strahlungssperre in
den Lackwerken, die verhindert, dass Wärme oder Strahlung vom Trockner 112 bzw. 113
ins Lackwerk gelangt und dort die Komponenten übermäßig aufheizt.
[0037] Durch das Lackieren von unten direkt nach dem letzten Druckwerk 8d lässt sich eine
sehr kompakte Bauweise verwirklichen. Insbesondere im Ausführungsbeispiel nach Figur
8 ist die Anzahl der verwendeten Komponenten für das beidseitige Lackieren minimal.
Ein Trocknen der Bögen aus dem Inneren einer rotierenden Trommel heraus ist nicht
erforderlich, so dass auch was den Trockner anbetrifft mit bereits vorhandenen Komponenten
gearbeitet werden kann.
[0038] Indem also die Bögen nach dem letzten Druckwerk 8d zuerst "von unten" lackiert werden,
ergeben sich günstige Konfigurationen einmal bezüglich des Stellplatzes der Maschine,
zum anderen aber auch im Hinblick auf den Entwicklungsaufwand und die Kosten der Maschine.
[0039] Neben den beschriebenen Ausführungsbeispielen sind weitere Modifikationen und Abwandlungen
möglich. So können je nach verwendetem Lack anstelle der Lackwerke mit Kammerrakel
auch Lackwerke mit Schöpfwalze eingesetzt werden. Des Weiteren ist es natürlich möglich
von vornherein statt der vier Druckwerke für die vier Grundfarben im Schön- und Widerdruckteil
der Druckmaschine zusätzliche Druckwerke für das beidseitige Drucken mit z. B. 2 x
2 Sonderfarben vorzusehen. Anstelle der Greiferleisten 316, 416, von denen die Bögen
im Ausleger der Druckmaschine an ihrer Vorderkante gehalten werden, können auch Greiferleistenanordnungen
eingesetzt werden, bei denen die Bögen an den beiden seitlichen Rändern ergriffen
sind, wie das z. B. in der
US-PS 6,923,119 beschrieben ist. In dem Falle sind keine Kanäle in den Lacktuchzylindern 309a,b bzw.
409a,b erforderlich und bei Verwendung von Hülsen, die auf die Lacktuchzylinder 409
aufgezogen werden, können diese nahtlos und dünnwandig ausgeführt werden.
Bezugszeichen
[0040]
- 1
- Offsetdruckmaschine
- 2
- Anleger
- 3
- Papierstapel
- 4
- Wendeeinrichtung
- 4a, 14a,24a
- Zuführtrommel
- 4b, 14b,24b
- Speichertrommel
- 4c, 14c, 24c
- Wendetrommel
- 5, 105, 205,305, 405
- Ausleger
- 6, 206, 406
- Bogenstapel
- 7a-d
- Druckwerke
- 8a-d
- Druckwerke
- 9a,b
- Lackwerke
- 10a,b
- Trocknereinheiten
- 11a-h
- Trocknereinschübe
- 15, 115, 215, 315, 415
- Kettenführung
- 16, 116, 316
- Greiferbrücken
- 17a,b
- Lacktuchzylinder
- 18a,b
- herausnehmbares Lackmodul
- 19a,b
- Rasternäpfchenwalzen
- 20a,b
- Kammerrakel
- 21a-h
- Trocknermodule
- 22a,b
- Rasterwalzensterne
- 29a,b
- Lackwerke
- 31 a,b
- Zwischendecktrockner
- 39a,b
- Lackwerk
- 49a
- Auftragswalze
- 59a,b
- Gegendruckzylinder
- 106
- Transferter
- 108a-d
- Gegendruckzylinder
- 109a,b
- Gegendruckzylinder
- 110a,b
- Trockner
- 111, 111a, 111b
- Transportzylinder
- 112, 112a, 112b
- Trocknereinheit
- 113
- Trocknereinheit
- 119a,119b
- Transferter
- 120
- Transportzylinder
- 124a
- Transportzylinder
- 125a
- Trockner
- 126
- Infrarottrockner
- 127
- Heißlufttrockner
- 128
- Transportzylinder
- 129a,b
- Gegendruckzylinder
- 141
- Inspektionskamera
- 142
- Pudergerät
- 207, 407
- Transferter
- 208,218
- Lacktuchzylinder
- 209, 309, 409
- Doppellackwerk
- 210
- Trockner
- 211
- Transportzylinder
- 212,213
- Infrarottrocknereinheiten
- 217
- Transferter
- 218a,b
- Greiferleisten
- 219a,b
- Rasterwalzen
- 220a,b
- Kammerrakel
- 221
- Lackspalt
- 307
- Kette
- 309a,b
- Lacktuchzylinder
- 317
- Kettenrad
- 318ab, 418a,b
- Rasterwalzen
- 320a,b, 420a,b
- Kammerrakel
- 416a-c
- Greiferbrücken
- 417a-c
- Träger
- 418
- Achszapfen
- 421a,b
- Trocknereinheiten
- 422
- Lackspalt
- 425
- Trommel
- 426
- Behältnis für Makulatur
1. Bogenoffsetdruckmaschine für den beidseitigen Mehrfarbendruck vorzugsweise auf Papierbögen,
mit einer ersten Reihe hintereinander angeordneter Druckwerke (7a-d) für das Bedrucken
der ersten Seite des Bogens, einer darauf folgenden Wendeeinrichtung (4), darauf folgend
einer zweiten Reihe von hintereinander angeordneten Druckwerken (8a-d) für das Bedrucken
der anderen Bogenseite sowie einem oder mehreren darauf folgenden Lackwerken (9a,b,
29a,b, 39a,b),
dadurch gekennzeichnet,
dass mindestens zwei Lackwerke (9a,b; 18a, 18b; 219a,b; 319a,b; 419a,b) vom gleichen Typ
auf das letzte Druckwerk (8d) folgen und die Lackwerke bzw. deren Lacktuchzylinder
(17a,b; 208/218; 309a,b; 409a,b) so angeordnet sind, dass die Vorderseiten und die
Rückseiten der durchlaufenden Bögen lackiert werden, wobei eines der Lackwerke bzw.
dessen Lacktuchzylinder unterhalb des Bogentransportpfads angeordnet ist und mindestens
zwei Infrarot- oder Heißlufttrockner (10a,b; 11a-h; 112/113; 212, 213; 21a,b; 421a,b)
vorgesehen sind, von denen ebenfalls mindestens einer unterhalb des Bogentransportpfads
angeordnet ist.
2. Druckmaschine nach Anspruch 1,
wobei im Bogentransportpfad hinter dem letzten Druckwerk (8d) zwei Bogentransportzylinder
(109a, 109b) vorgesehen sind und jedem der beiden Zylinder (109a, b) ein eigenes Lackwerk
zugeordnet ist, wobei die Lacktuchzylinder (17a,b) der beiden Lackwerke (9a,b) jeweils
oberhalb und unterhalb des Bogentransportpfads angeordnet sind.
3. Druckmaschine nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass mindestens eines der den beiden Transportzylindem (109a,b) zugeordneten Lackwerke
in Form einer herausnehmbaren Einschubeinheit (18a,b) aufgebaut ist.
4. Druckmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verbindungslinie der Achsen von zwei aufeinander folgenden Transporttrommeln
(125, 128) der Druckmaschine in einem Winkel >30° gegen die Horizontale geneigt ist
5. Druckmaschine nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass weitere Transportzylinder auf die den Lackwerken zugeordneten Transportzylinder (109a,b)
folgen und zweien (111; 111a, 111b; 120; 125) der weiteren Transportzylinder ein Trockner
(10a, 10b, 112a, 112b; 113) zugeordnet ist.
6. Druckmaschine nach Anspruch 2,
wobei die den Lackwerken (9a, 9b) zugeordneten beiden Bogentransportzylinder (109a,b)
direkt aufeinanderfolgen.
7. Druckmaschine nach Anspruch 2,
wobei zwischen den beiden Transportzylindern (109a,b) der beiden Lackwerke (9a,b)
eine Trocknereinheit (10a, 112a, 112b) angeordnet ist.
8. Druckmaschine nach Anspruch 7,
wobei genau zwei oder genau vier Bogentransporttrommeln bzw. Transferter (106, 110a)
zwischen den Gegendruckzylindern der aufeinander folgenden Lackwerke (9a,b) angeordnet
sind.
9. Druckmaschine nach Anspruch 8,
wobei mindestens einer (110a) der zwei oder vier Bogentransporttrommeln (106, 110a,
111a, 111b) ein Trockner (10a, 112a, 112b) zugeordnet ist.
10. Druckmaschine nach Anspruch 8,
wobei mindestens eine der beiden Bogentransporttrommeln ein Transferter (106; 119a,
119b) ist.
11. Druckmaschine nach Anspruch 1,
wobei mindestens zwei der Lackwerke so angeordnet sind, dass ihre Lacktuchzylinder
(208, 218; 309a,b, 409a,b) einen Spalt (221, 422) bilden, durch den die beidseitig
zu lackierenden Bögen geführt werden..
12. Druckmaschine nach Anspruch 11,
wobei einer (208) der beiden Lacktuchzylinder Greifer (218a,b) für den Transport der
zu lackierenden Bögen besitzt.
13. Druckmaschine nach Anspruch 11,
wobei die beidseitig zu lackierenden Bögen mittels Greiferleisten (316; 416) durch
den Spalt (422) zwischen den beiden Lacktuchzylindern (309a,b; 409a,b) bewegt/gefördert
werden.
14. Druckmaschine nach Anspruch 13,
wobei die Greifer auf den Greiferleisten die Bögen an den beiden seitlichen Rändern
festhalten.
15. Druckmaschine nach Anspruch 13,
wobei die Greifer auf den Greiferleisten (316, 416) die Bögen an ihrer Vorderkante
halten und durch den Spalt zwischen den beiden Lacktuchzylindern (309a,b; 409a,b)
fördern, wobei einer oder beide Lacktuchzylinder mit einem axialen Kanal versehen
sind, in den die Greifer bzw. die Greiferleisten (316, 416) eintauchen.
16. Druckmaschine nach Anspruch 15,
wobei Paare von Greiferleisten vorgesehen sind mit Greifern, die die durch den Spalt
zwischen den Lacktuchzylindern hindurch geförderten Bögen an ihrer Vorder- und Hinterkante
greifen.
17. Druckmaschine nach Anspruch 13,
wobei die Greiferleisten (416a-c) Teil einer Trommel (425) mit im Vergleich zu den
Formzylindern der Druckwerke (7a-d, 8a-d) mehrfach großem Durchmesser sind, wobei
die Trommel im Bereich der Bogenfläche offen ist und ein Lackwerk (409b, 419b, 420b)
im Innern der Trommel (425) angeordnet ist.
18. Druckmaschine nach Anspruch 17,
wobei der mehrfach großen Transporttrommel (425) ein Behälter (426) für Makulaturbögen
zugeordnet ist.
19. Druckmaschine nach Anspruch 17,
wobei der mehrfach großen Transporttrommel (425) eine Trocknereinrichtung (421a,b)
zugeordnet ist.
20. Druckmaschine nach Anspruch 19,
wobei der mehrfach großen Transporttrommel (425) eine Trocknereinrichtung zugeordnet
ist, die teils im Inneren und teils außerhalb der Trommel (425) angeordnet ist.
21. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 13 bis 20,
wobei die auf den Lacktuchzylindern (309, 409) aufgenommenen Lacktücher röhrenförmige
Hülsen sind oder auf solche aufgezogen sind.
22. Druckmaschine nach Anspruch 21,
wobei der Abstand der beiden Lacktuchzylinder (309a,b; 409a,b) zur Aufnahme von Hülsen
unterschiedlicher Dicke verstellbar bzw. einstellbar ist.
23. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 22,
wobei in Bogenlaufrichtung hinter dem letzten Lackwerk Infrarot- und/oder Heißluft-Trocknereinrichtungen
(11a-h, 21a,b; 212, 213, 112, 113) für das beidseitige Trocknen der beidseitig lackierten
Bögen angeordnet sind.
24. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 23,
wobei mindestens einem der Lackwerke (39a) eine Trocknereinheit (113, 213, 421b) zugeordnet
ist, die im Inneren einer die Bögen transportierenden Trommel (111, 220, 425) angeordnet
ist.
25. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 24,
wobei eines oder mehrere der Lackwerke zum Auftragen von wasserbasierenden Lacken
bzw. Dispersionslacken ausgebildet ist.
26. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 25,
wobei zwei oder mehrere der Lackwerke (9a,b) eine Rasterwalze (19a,19b) mit einem
Rakel (20a, 20b) besitzen.
27. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 25;
wobei die beiden Lackwerke vom Schöpfwalzentyp sind.
28. Druckmaschine nach den Ansprüchen 14 und 21,
wobei die Hülsen kanallos ausgebildet sind.
29. Druckmaschine nach den Ansprüchen 15 und 21,
wobei die Hülsen mit einem Kanal versehen sind.
30. Verfahren für den beidseitigen Mehrfarbendruck auf Bögen, bevorzugt Papierbögen, mit
folgenden Verfahrensschritten:
a) die gestapelten Bögen werden vereinzelt mehreren hintereinander angeordneten Druckwerken
(7a-d) zugeführt und auf der Vorderseite des Bogens bedruckt,
b) b) die so bedruckten Bögen werden gewendet und in einer Reihe weiterer hintereinander
angeordneter Druckwerke (8a-d) mehrfarbig auf ihrer Rückseite bedruckt,
c) die bedruckte Vorder- und/oder Rückseite der Bögen wird von oberhalb und unterhalb
des Bogentransportpfads angeordneten Lackwerken gleichen Typs mit einer oder mehreren
Lackschichten versehen und von ober- und unterhalb des Bogentransportpfads angeordneten
Trocknern mit Infrarotstrahlung und/oder Heißluft getrocknet,
d) die beidseitig bedruckten und lackierten Bögen werden auf einen Stapel (6) ausgelegt
oder weiterverarbeitet.
31. Verfahren nach Anspruch 30,
wobei die zuerst lackierte Seite der Bögen getrocknet wird, bevor die zweite Seite
der Bögen lackiert wird.
32. Verfahren nach einem der Ansprüche 30 oder 31,
wobei die Bögen, nachdem sie beidseitig lackiert wurden, beidseitig getrocknet werden.
33. Verfahren nach einem der Ansprüche 30 bis 32,
wobei beim Schritt des Trocknens die konkav einem Transportzylinder (111, 220, 425)
zugewandte Seite der Bögen mit Strahlung und/oder Heißluft beaufschlagt wird.
34. Verfahren nach einem der Ansprüche 30 bis 32,
wobei beim Schritt des Trocknens die konvex einem Transportzylinder abgewandte Seite
der Bögen von einer unterhalb des Bogentransportpfads angeordnete Trocknereinrichtung
mit Strahlung und/oder Heißluft beaufschlagt wird.
35. Verfahren nach einem der Ansprüche 30 bis 34,
wobei zuerst die bedruckten Vorderseiten der Bögen und dann die Rückseiten der Bögen
lackiert werden.
36. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
wobei auf den Gegendruckzylinder (108d) des letzten Druckwerks (8d) der Gegendruckzylinder
(109a) des ersten Lackwerks (9a) folgt.
1. Sheet-fed offset printing press for printing multiple colours on both sides of sheets,
preferably of sheets of paper, including a first row of successive printing units
(7a-d) for printing on the first side of the sheets, followed by a reversing device
(4), followed by a second row of successive printing units (8a-d) for printing on
the other side of the sheets, followed by one or more varnishing units (9a, b, 29a,
b, 39a, b)
characterized in
that at least two varnishing units (9a, b; 18a, 18b; 219a, b; 319a, b; 419a, b) of the
same type follow the last printing units (8d) and that the varnishing units and their
varnishing blanket cylinders (17a, b; 208/218; 309a, b; 409a, b), respectively, are
arranged in such a way that the front sides and the rear sides of the passing sheets
are varnished, with one of the varnishing units and its varnishing blanket cylinder,
respectively, arranged below the path of sheet transport, and that at least two infrared
or hot-air driers (10a, b; 11a-h; 112/113; 212, 213; 21 a, b; 42 1 a, b) are provided,
at least one of which is likewise arranged below the path of sheet transport.
2. Printing press according to Claim 1,
wherein two sheet transport cylinders (109a, 109b) are provided downstream of the
last printing unit (8d) in the path of sheet transport and each of the two cylinders
(109a, b) is assigned its own varnishing unit, the varnishing blanket cylinders (17a,
b) of the two varnishing units (9a, b) being respectively arranged above and below
the path of sheet transport.
3. Printing press according to Claim 2,
characterized in
that at least one of the varnishing units assigned to the two transport cylinders (109a,
b) is designed in the form of a removable insertion unit (18a, b).
4. Printing press according to Claim 1,
characterized in
that the connecting line between the axes of two successive transport drums (125, 128)
of the printing press is inclined at an angle >30° relative to the horizontal.
5. Printing press according to Claim 2,
characterized in
that further transport cylinders follow the transport cylinders (109a, b) assigned to
the varnishing units and that a drier (10a, 10b, 112a, 112b; 113) is assigned to two
(111; 111a, 111b; 120; 125) of the further transport cylinders.
6. Printing press according to Claim 2,
wherein the two sheet transport cylinders (109a, b) assigned to the varnishing units
(9a, 9b) directly follow each other.
7. Printing press according to Claim 2,
wherein a drier unit (10a, 112a, 112b) is arranged between the two transport cylinders
(109a, b) of the two varnishing units (9a, b).
8. Printing press according to Claim 7,
wherein precisely two or precisely four sheet transport drums and transfer drums (106,
110a), respectively, are arranged between the impression cylinders of the successive
varnishing units (9a, b).
9. Printing press according to Claim 8,
wherein a drier (10a, 112a, 112b) is assigned to at least one (110a) of the two or
four sheet transport drums (106, 110a, 111a, 111b).
10. Printing press according to Claim 8,
wherein at least one of the sheet transport drums is a transfer drum (106; 119a, 119b).
11. Printing press according to Claim 1,
wherein at least two of the varnishing units are arranged in such a way that their
varnishing blanket cylinders (208, 218; 309a, b, 409a, b) form a nip (221, 422) through
which the sheets to be varnished on both sides are passed.
12. Printing press according to Claim 11,
wherein one (208) of the two varnishing blanket cylinders includes grippers (218a,
b) for transporting the sheets to be varnished.
13. Printing press according to Claim 11,
wherein the sheets to be varnished on both sides are moved/conveyed through the nip
(422) between the two varnishing blanket cylinders by gripper bars (316; 416).
14. Printing press according to Claim 13,
wherein the grippers on the gripper bars hold the sheets on the two lateral edges.
15. Printing press according to Claim 13,
wherein the grippers on the gripper bars (316, 416) hold the sheets at their leading
edges and convey them through the nip between the two varnishing blanket cylinders
(309a, b; 409a, b), and wherein one or both of the varnishing blanket cylinders are
provided with an axial gap into which the grippers and gripper bars (316, 416), respectively,
dip.
16. Printing press according to Claim 15,
wherein pairs of gripper bars are provided that include grippers that grip the leading
and trailing edges of the sheets conveyed through the nip between the varnishing blanket
cylinders.
17. Printing press according to Claim 13,
wherein the gripper bars (416a-c) are part of a drum (425) whose diameter is a multiple
of the diameter of the forme cylinders of the printing units (7a-d, 8a-d), and wherein
the drum is open in the region of the sheet surface and a varnishing unit (409b, 419b,
420b) is arranged in the interior of the drum (425).
18. Printing press according to Claim 17,
wherein a container (426) for waste sheets is assigned to the multiple-size transport
drum (425).
19. Printing press according to Claim 17,
wherein a drier device (421a, b) is assigned to the multiple-size transport drum (425).
20. Printing press according to Claim 19,
wherein a drier device that is arranged partly inside and partly outside the drum
(425) is assigned to the multiple-size transport drum (425).
21. Printing press according to one of Claims 13 to 20,
wherein the varnishing blankets received on the varnishing blanket cylinders (309,
409) are tubular sleeves or are mounted on tubular sleeves.
22. Printing press according to Claim 21,
wherein the distance of the two varnishing blanket cylinders (309a, b; 409a, b) is
adjustable or settable to receive sleeves of varying thickness.
23. Printing press according to one of Claims 1 to 22,
wherein downstream of the last varnishing unit as viewed in the direction of sheet
travel, infrared and/or hot-air drier devices (11a-h, 21a, b; 212, 213, 112, 113)
are provided for drying both sides of the sheets that have been varnished on both
sides.
24. Printing press according to one of Claims 1 to 23,
wherein a drier unit (113, 213, 421b) that is arranged inside a drum (111, 220, 425)
transporting the sheets is assigned to at least one of the varnishing units (39a).
25. Printing press according to one of Claims 1 to 24,
wherein one or more of the varnishing units are designed to apply water-based varnishes
and dispersion varnishes, respectively.
26. Printing press according to one of Claims 1 to 25,
wherein two or more of the varnishing units (9a, b) include a screen roller (19a,
19b) with a doctor blade (20a, 20b).
27. Printing press according to one of Claims 1 to 25,
wherein the two varnishing units are of the dipping-roller type.
28. Printing press according to Claims 14 and 21,
wherein the sleeves are gapless.
29. Printing press according to Claims 15 and 21,
wherein the sleeves are provided with a gap.
30. Method for printing multiple colours on both sides of sheets, preferably sheets of
paper, comprising the following steps:
a) the stacked sheets and individually fed to multiple successive printing units (7a-d)
to be printed on the front side of the sheet,
b) the sheets that have been printed in this way are turned and multiple colours are
printed on their rear sides in a number of further successive printing units (8a-d),
c) the printed front and/or rear sides of the sheets are provided with one or more
layers of varnish by varnishing units of the same type arranged above and below the
path of sheet transport and are dried by infrared radiation and/or hot air by means
of driers arranged above and below the path of sheet transport,
d) the sheets that have been printed and varnished on both sides are deposited on
a stack (6) or are further processed.
31. Method according to Claim 30,
wherein the side of the sheets that has been printed first is dried before the second
side of the sheets is varnished.
32. Method according to one of Claims 30 or 31,
wherein having been varnished on both sides, the sheets are dried on both sides.
33. Method according to one of Claims 30 to 32,
wherein in the drying step, radiation and/or hot air is applied to that side of the
sheets that concavely faces a transport cylinder (111, 220, 425).
34. Method according to one of Claims 30 to 32,
wherein in the drying step, radiation and/or hot air is applied to that side of the
sheets that convexly faces away from a transport cylinder by means of a drier device
arranged below the path of sheet transport.
35. Method according to one of Claims 30 to 34,
wherein firstly the printed front sides of the sheets and then the rear sides of the
sheets are varnished.
36. Printing press according to one of Claims 1 to 10,
wherein the impression cylinder (108d) of the last printing unit (8d) is followed
by the impression cylinder (109a) of the first varnishing unit (9a).
1. Machine d'impression offset de feuilles pour l'impression couleur recto-verso de préférence
sur des feuilles de papier, comprenant une première série de groupes d'impression
(7a-d), disposés les uns derrière les autres pour l'impression de la première face
de la feuille, suivis d'un dispositif d'inversion (4), puis d'une seconde série de
groupes d'impression disposés les uns derrière les autres (8a-d) pour l'impression
de l'autre face de la feuille et ainsi qu'un ou plusieurs groupes de vernissage (9a,b,
29a,b, 39a,b),
caractérisée en ce que
au moins deux groupes de vernissage (9a, b ; 18a, 18b ; 219a, b ; 319a, b ; 419a,
b) d'un même type se suivent sur le groupe d'impression (8d) et les groupes de vernissage
resp. leurs cylindres de blanchet (17a, b ; 208/218 ; 309a, b ; 409a, b) sont disposés
de sorte que les faces recto et les faces verso des feuilles défilantes sont vernies,
l'un des groupes de vernissage resp. son cylindre de blanchet de vernissage étant
disposé en aval du chemin de transport des feuilles et au moins deux sécheurs à infra-rouge
ou air chaud (10a, b ; 11a-h ; 112/113 ; 212, 213 ; 21a, b ; 421a, b) étant prévus
d'ont au moins un est disposé en aval du chemin de transport de feuilles.
2. Machine d'impression selon la revendication 1, dans laquelle il est prévu
dans le chemin de transport des feuilles (8d), il est prévu deux cylindres de transport
de feuille (109a, 109b) derrière le dernier groupe d'impression et chaque cylindre
(109a, b) est associé à un propre groupe de vernissage, les cylindres de blanchet
de vernissage (17a, b) des deux groupes de vernissage (9a, b) sont disposés respectivement
en aval et en amont du chemin de transport des feuilles.
3. Machine d'impression selon la revendication 2, dans laquelle 2,
caractérisée en ce qu'
au moins l'un des groupes de vernissage associé aux deux cylindres de transport (109a,
b) est réalisé sous forme d'une unité rack amovible (18a, b).
4. Machine d'impression selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
la ligne de liaison des axes de deux tambours de transport successifs (125, 128) de
la machine d'impression est inclinée selon un angle >30° par rapport à l'horizontale.
5. Machine d'impression selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
d'autres cylindres de transport suivent les cylindres de transport (109a, b) associés
aux groupes de vernissage et deux (111; 111a, 111b; 120; 125) des autres cylindres
de transport sont associés à un sécheur (10a, 10b, 112a, 112b; 113).
6. Machine d'impression selon la revendication 2, dans laquelle les deux cylindres de
transport (109a, b) associés aux groupes de vernissage (9a, 9B) se succèdent directement.
7. Machine d'impression selon la revendication 2, dans laquelle entre les deux cylindres
de transport (109a, b) des deux groupes de vernissage (9a, b), il est disposé une
unité de séchage (10a, 112a, 112b).
8. Machine d'impression selon la revendication 7, dans laquelle au moins exactement deux
ou exactement quatre tambours de transport de feuilles resp. des "transferters" (106,
110a) sont disposés entre les cylindres de contre-pression des groupes de vernissage
successifs (9a, b).
9. Machine d'impression selon la revendication 8, dans laquelle au moins un (110a) des
deux ou quatre tambours de transport de feuilles (106, 110a, 111a, 111b) est associé
à un sécheur (10a, 112a, 112b).
10. Machine d'impression selon la revendication 8, dans laquelle au moins l'un des deux
tambours de transport de feuilles est un "transferter" (106 ; 119a, 119b).
11. Machine d'impression selon la revendication 1, dans laquelle au moins deux des groupes
de vernissage sont disposés de sorte que leurs cylindres de blanchet de vernissage
(208, 218 ; 309a, b, 409a, b) forment une fente (221, 422) par laquelle sont guidées
les feuilles à vernir recto-verso.
12. Machine d'impression selon la revendication 11, dans laquelle l'un (208) des deux
cylindres de blanchet de vernissage) possèdent des pinces (218a, b) pour le transport
des feuilles à vernir.
13. Machine d'impression selon la revendication 11, dans laquelle les feuilles à vernir
recto-verso sont déplacés/transportés au moyen de barres de pinces (316 ; 416) à travers
la fente (422) entre les deux cylindres de blanchet de vernissage (309a, b ; 409a,
b).
14. Machine d'impression selon la revendication 13, dans laquelle les pinces sur les barres
de pinces maintiennent les feuilles sur les deux bords latéraux.
15. Machine d'impression selon la revendication 13, dans laquelle les pinces sur les barres
de pinces (316, 416) maintiennent les feuilles sur leur bord avant et les transportent
à travers la fente entre les deux cylindres de blanchet de vernissage (309a, b ; 409a,
b), un ou lu deux cylindre de blanchet de vernissage sont munis d'un canal axial,
dans lesquels s'engagent les pinces respectivement les barres de pinces (316, 416).
16. Machine d'impression selon la revendication 15, dans laquelle il est prévu des paires
de barres avec des pinces qui saisissent sur leur bord avant et arrière les feuilles
transportées à travers la fente entre les cylindres de blanchet de vernissage.
17. Machine d'impression selon la revendication 13, dans laquelle les barres de pinces
(416a-c) font partie d'un tambour (425) avec un diamètre plus grand en comparaison
aux cylindres de matrice des groupes d'impression (7a-d, 8a-d),
le tambour étant ouvert dans la zone de la surface de feuille et un groupe de vernissage
(409b, 419b, 420b) étant disposé à l'intérieur du tambour (425).
18. Machine d'impression selon la revendication 17, dans laquelle le tambour de transport
de plus grandes dimensions (425) est associé à un récipient (426) pour feuilles maculées.
19. Machine d'impression selon la revendication 17, dans laquelle le tambour de transport
de plus grandes dimensions (425) est associé à un dispositif (421a, b).
20. Machine d'impression selon la revendication 19, dans laquelle le tambour de transport
de plus grandes dimensions (425) est associé à un dispositif de séchage qui est disposé
partiellement à l'intérieur et partiellement à l'extérieur du tambour (425).
21. Machine d'impression selon l'une des revendications 13 à 20, dans laquelle les blanchets
logés sur les cylindres de blanchet de vernissage (309, 409) sont des manchons de
forme tubulaire ou sont enfilés sur de tels manchons.
22. Machine d'impression selon la revendication 21, dans laquelle la distance entre les
deux cylindres de blanchet de vernissage (309a, b ; 409a, b) est réglable pour la
réception de manchons de différentes épaisseurs.
23. Machine d'impression selon l'une des revendications 1 à 22, dans laquelle des dispositifs
de séchage à infrarouge et/ou air chaud (11a-h, 21a, b ; 212, 213, 112, 113) sont
disposés dans le sens de défilement derrière le dernier groupe de vernissage pour
le séchage recto-verso des feuilles vernies recto-verso.
24. Machine d'impression selon l'une des revendications 1 à 22, dans laquelle au moins
l'un des groupes de vernissage (39a) est associé à une unité de séchage (113, 213,
421b) qui est disposée à l'intérieur d'un tambour (111, 220, 425) transportant les
feuilles.
25. Machine d'impression selon l'une des revendications 1 à 24, dans laquelle un ou plusieurs
des groupes de vernissage sont conçus pour l'application de vernis à l'eau resp. de
dispersion.
26. Machine d'impression selon l'une des revendications 1 à 24, dans laquelle deux ou
plusieurs des groupes de vernissage (9a, b) possède un rouleau (19a, 19b) équipé d'une
racle (20a, 20b).
27. Machine d'impression selon l'une des revendications 1 à 25, dans laquelle les deux
groupes de vernissage sont du type rouleau barboteur.
28. Machine d'impression selon l'une des revendications 14 et 21, dans laquelle les manchons
sont réalisés sans canaux.
29. Machine d'impression selon les revendications 15 et 21, dans laquelle les manchons
sont munis d'un canal.
30. Procédé pour l'impression multicouleur recto-verso de feuilles de préférence avec
des feuilles de papier, comprenant les étapes suivantes :
a) les feuilles empilées sont alimentées une à une à plusieurs groupes d'impression
(7a-d) disposés les uns derrière les autres et sont imprimées sur la face recto de
la feuille,
b) les feuilles ainsi imprimées sont retournées et sont imprimées sur le verso en
couleur dans une série d'autres groupes de vernissage (8a-d),
c) la face recto et/ou verso imprimée des feuilles sont dotées d'un ou de plusieurs
couches de vernis et sont séchées par des sécheurs disposés au-dessus et en-dessous
du chemin de transport de feuilles par des groupes de vernissage disposés au-dessus
et en-dessous du chemin de transport des feuilles à la lumière infrarouge et/ou à
l'air chaud,
d) les deux feuilles vernis et imprimées recto-verso sont déposées sur une pile (6)
ou sont transformées ultérieurement.
31. Procédé selon la revendication 20, dans lequel la face vernie en premier des feuilles
est séchée avant le vernissage de la seconde face.
32. Procédé selon l'une des revendications 30 ou 31, dans lequel les feuilles sont séchées
recto-verso après avoir été vernies.
33. Procédé selon l'une des revendications 30 à 32, dans lequel lors de l'étape d séchage,
la face des feuilles tournée concavement vers un cylindre de transport (111, 220,
425) est exposée au rayonnement et/ou à l'air chaud.
34. Procédé selon l'une des revendications 30 à 32, lors de l'étape de séchage, la face
des feuilles tournée convexement vers un cylindre de transport est exposée au rayonnement
et/ou à l'air chaud par un dispositif de séchage disposé en dessous du chemin de transport
des feuilles.
35. Procédé selon l'une des revendications 30 à 34, les faces recto imprimées des feuilles
étant vernies en premier et ensuite les faces verso des feuilles.
36. Machine d'impression selon l'une des revendications 1 à 10, dans laquelle le cylindre
de contrepression (109a) du premier groupe de vernissage (9a) suit le cylindre de
contre-pression (108d) du dernier groupe d'impression (8d).
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