[0001] Die Erfindung betrifft einen fluidisch betätigten Antrieb sowie ein Verfahren zur
Steuerung desselben, wie in den Oberbegriffen der Ansprüche 1, 16, 22 und 30 beschrieben.
[0002] Aus der
DE 44 10 103 C1 ist ein fluidisch betätigter Antrieb bzw. ein Verfahren zum Steuern desselben mit
einer elektronischen Steuereinrichtung und von dieser betätigten Schaltelementen bekannt.
Der Antrieb umfasst relativ zueinander verstellbare Bauteile, wovon ein Bauteil über
das erste Schaltelement in eine erste Bewegungsrichtung und über das zweite Schaltelement
in eine der ersten Bewegungsrichtung entgegengesetzte, zweite Bewegungsrichtung zwischen
Endlagen bewegt werden kann. Zusätzlich ist der Antrieb in seinen Endlagen mit Stoßdämpfern
versehen, welche die Aufprallenergie des auf diesen auflaufenden Bauteils absorbieren.
Um ein besonders sanftes Anfahren einer Endlage des Bauteils zu erzielen, ist die
Steuerung mit einem Gegenpulsmodul versehen, das über einen Vorpositioniersensor ansteuerbar
ist, welcher zumindest einer Bewegungsrichtung des Bauteils zugeordnet ist. Das Gegenpulsmodul
bewirkt eine zeitlich einstellbare Umsteuerung der beiden Schaltelemente, sodass der
Bauteil des Antriebs unmittelbar vor Erreichen seiner anzufahrenden Endlage in zur
Bewegungsrichtung entgegengesetzter Richtung mit dem Druckmittel über eine festgelegte
Zeitdauer beaufschlagt und dadurch eine Bremswirkung erzeugt wird. In einem auf die
Umsteuerung zeitlich nachfolgenden Zeitabschnitt werden sowohl das erste als auch
das zweite Schaltelement im Sinne eines Nachlaufs gleichzeitig bestromt. Dadurch wird
der Antrieb beidseitig mit Systemdruck beaufschlagt und der Bauteil aufgrund seiner
Massenträgheit antriebslos mit niedriger Geschwindigkeit in Richtung auf die Endlage
weiterbewegt. Danach wird das ursprünglich aktive Schaltelement neuerlich bestromt
und der Bauteil zuverlässig in die Endlage bewegt. Das Umsteuern der Schaltelemente,
das Einstellen der Zeitdauer des Gegenimpuls sowie die Vorgabe der Nachlaufzeit erfolgt
über manuell betätigte Stellelemente, wie Potentiometer. Die über die Potentiometer
fest eingestellten Zeiten, führen jedoch bei veränderten Betriebsbedingungen, wie
Druckschwankungen, Änderungen der Last oder der Reibung, zu Störungen, welche sogar
Schäden am Antrieb oder an einer Maschinenanlage hervorrufen können. Außerdem entsteht
bei diesem bekannten Antrieb ein erhöhter schaltungstechnischer Aufwand, da für jede
Bewegungsrichtung ein Vorpositioniersensor als auch ein Endlagensensor benötigt wird.
[0003] Ein Verfahren zum Steuern eines fluidischen Antriebs sowie eine Vorrichtung mit einem
fluidisch betätigten Antrieb ist auch aus der
DE 197 21 632 C2 bekannt. Der Antrieb ist durch einen Hubzylinder gebildet, in welchem ein Stellkolben
mit einer Kolbenstange geführt ist. Die Kolbenstange ist über ein Festlager ortsfest
gelagert, sodass der Hubzylinder den bewegten Bauteil des Antriebs bildet. Der Hubzylinder
ist an ein 5/3-Wegeventil angeschlossen, welches mittels zwei elektromagnetischer
Steuermagnete ansteuerbar ist und mit welchem Druckkammern des Hubzylinders wechselseitig
mit Systemdruck beaufschlagbar sind. Die Steuermagnete sind an eine elektronische
Steuereinrichtung angeschlossen, die ihrerseits von über Schaltfahnen elektronisch
schaltbaren Sensoren Steuersignale erhält und in Abhängigkeit dieser das 5/3-Wegeventil
und somit die Bewegung des Hubzylinders ansteuert. In der Bewegungsphase des Hubzylinders
wird zu einem Zeitpunkt T
0 ein erstes Messsignal S
0 und zu einem späteren, in der Bewegungsphase des Hubzylinders liegenden Zeitpunktes
T
1 ein zweites Messsignal S
1 erzeugt und aus diesen unter Berücksichtigung der tatsächlichen Bewegungsparameter
des Hubzylinders eine Zeitdifferenz t
1 berechnet. Zum sanften Anfahren wenigstens einer der Endlagen des Hubzylinders wird
aus dieser Zeitdifferenz t
1 eine Zeitspanne t
2 für den Beginn einer Bremsphase zu einem Zeitpunkt T
2 und die Dauer der Bremsphase t
3 bis zu einem Zeitpunkt T
3 berechnet, wobei die Steuereinrichtung zum Abbremsen des Hubzylinders an das 5/3-Wegeventil
ein Bremssignal für den Beginn und für das Ende der Bremsphase abgibt. Nach diesem
Stand der Technik ist es wesentlich, dass das erste Messsignal S
0 sofort mit Beginn der Bewegung des Hubzylinders aus seiner Endlage und das zweite
Messsignal S
1 in der Bewegungsphase noch ausreichend vor dem Eintritt einer Schaltfahne in den
Wirkbereich eines der Endlage zugeordneten Sensors erfasst werden. Dies erweist sich
als Nachteil, da der Bewegungszustand über die Bewegungsphase zwischen dem Zeitpunkt
T
1 der Erfassung des zweiten Messsignals S
1 und jenem Zeitpunkt, in welchem der Hubzylinder seine anzufahrende Endlage tatsächlich
erreicht, unberücksichtigt bleibt, wodurch die basierend auf der Zeitdifferenz t
1 zwischen dem ersten und zweiten Messsignal S
0, S
1 berechnete Bremsphase t
3 ungeachtet der sich ändernden Betriebsbedingungen, wie Druckschwankungen, Änderungen
der Last oder der Reibung, festgelegt wird und trotz der eingeleiteten Bremsphase
ein kontrolliertes Anfahren bzw. eine gedämpfte Positionierung des Hubzylinders in
den Endlagen nicht sichergestellt werden kann.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, einen fluidisch betätigten Antrieb sowie ein Verfahren
zur Steuerung desselben bereitzustellen, bei dem der mittels Druckmittel verstellbare
Bauteil des Antriebs selbst bei veränderten Betriebs- und Umgebungsbedingungen die
Endlage besonders sanft anfährt.
[0005] Die Aufgabe der Erfindung wird durch die Maßnahmen und Merkmale der Ansprüche 1 und
16 gelöst. Die beiden Messsignale werden erst kurz vor dem Erreichen der anzufahrenden
Endlage ausgelöst und die Schaltelemente von der Steuereinrichtung zu einem möglichst
späten Zeitpunkt bezüglich der Bewegungsphase des mit dem Druckmittel beaufschlagten
Bauteils angesteuert. Dadurch wird in Bezug auf die Bewegungsphase des Bauteils nur
eine sehr kurze Bremsphase benötigt, die ausreicht, dass der Bauteil zum einen sanft
gegen die Endlage des stillstehenden Bauteils des Antriebs positioniert und zum anderen
auf kürzestem Wege abgebremst werden kann, sodass einerseits die Bewegungszeiten des
Bauteils zwischen den Endlagen erheblich verkürzt und andererseits gegebenenfalls
zusätzlich eingesetzte Stoßdämpfer mit weniger Leistungsreserve ausgelegt oder sogar
entfallen können, was sich auf Baugröße und Preis des Antriebs günstig auswirkt. Zusätzlich
ist von Vorteil ist, dass Änderungen von Betriebs- und Umgebungsbedingungen, die beispielsweise
durch Druckschwankungen im Druckmittel, Änderungen der zu manipulierenden Last oder
Reibungsverhältnisse hervorgerufen werden, kaum Auswirkung auf das Abbremsverhalten
des Bauteils gegen die Endlage zeigen, da die der Berechnung der Umschaltzeitpunkte
der Schaltelemente und Korrektur wenigstens eines gemeinsamen Umschaltzeitpunktes
der Schaltelemente zu Grunde liegende Bewegungsgeschwindigkeit erst knapp vor dem
Erreichen der anzufahrenden Endlage ermittelt wird, also zu einem Zeitpunkt, in welchem
die Änderungen von Betriebs- und Umgebungsbedingungen größte Auswirkung haben und
deshalb eine auf den in der Nähe der anzufahrenden Endlage vorherrschenden Bewegungszustand
optimal abgestimmte Korrektur wenigstens eines gemeinsamen Umschaltzeitpunktes der
Schaltelemente vorgenommen werden kann. Mit anderen Worten wird der Bauteil stets
nur in einem solchen Ausmaß gegen die Endlage abgebremst, wie es der aktuelle Betriebszustand
erfordert. Darüber hinaus ist von Vorteil, dass die Druckkammern wechselweise stets
mit dem Systemdruck (unter Vernachlässigung der Reibungsverluste) beaufschlagt wird,
somit sowohl die Antriebskraft auf den Bauteil als auch die Gegenkraft bzw. Bremskraft
auf den Bauteil dem Maximum entspricht, was sich günstig auf die Bewegungszeiten des
Bauteils auswirkt und einen einfachen schaltungstechnischen Aufbau der Fluidsteuerung
des Antriebs ermöglicht, zumal zusätzliche Drosselrückschlagventile zur Einstellung
des Abbremsverhaltens entfallen können. Des weiteren ist von Vorteil, dass durch den
Einsatz der Regelung ein adaptives Systemverhalten erreicht wird, zumal eine optimale
Betriebsweise des Antriebs selbständig eingestellt und diese über die gesamte Betriebsdauer
beibehalten werden kann.
[0006] Von Vorteil ist auch die Maßnahme nach Anspruch 2, da nun von der Steuereinrichtung
aus den ihr vorgebaren, tatsächlichen Bewegungsparametern, beispielsweise die zu bewegende
Masse, die Betriebsverhältnisse für den Systemdruck, der Ventildurchfluss und dgl.,
unter Berücksichtung des Bewegungszustandes bzw. der Bewegungsgeschwindigkeit des
Bauteils eine Gegensteuerdauer berechnet wird, welche die Bremsphase exakt definiert
und somit ein besonders sanftes Anfahren der Endlage möglich ist. Im Zusammenwirken
mit der gegenläufigen und schlagartigen Druckbeaufschlagung der Druckkammern in den
Umschaltzeitpunkten zu Beginn und am Ende der Bremsphase, können die an den Antrieb
gestellten Forderungen bezüglich Dynamik und einfache Steuerung bestens erfüllt werden,
da durch das dem Antrieb zugrunde liegende Steuerverfahren einerseits die Bewegungszeit
für die Stellbewegung des Bauteils zwischen den Endlagen drastisch reduziert werden
kann und andererseits eine Schonung der mechanischen Konstruktion des Antriebs erreicht
wird.
[0007] Eine vorteilhafte Maßnahme ist im Anspruch 3 beschrieben, wodurch eine optimale zeitliche
Abstimmung zwischen dem Zeitpunkt, T
1, in welchem das erste Messsignal S
1 ausgelöst wird, und den Umschaltzeitpunkten T
UZ1, T
UZ2 des Schaltelementes unter Einhaltung der aus der Zeitspanne t
1 abgeleiteten Gegensteuerdauer t
GD erreicht ist, sodass sich die Positionierung der die Schaltfahnen aufweisenden Steuerleisten
am beweglichen Bauteil und der Sensoren zueinander als unkritisch erweist.
[0008] Gemäß Anspruch 4 ist eine vorteilhafte Maßnahme zur Einstellung der Gegensteuerdauer
t
GD beschrieben, die einfach anzuwenden ist und durch die der Beginn und das Ende der
Bremsphase exakt definiert sind.
[0009] Eine vorteilhafte Maßnahme ist auch im Anspruch 5 beschrieben, mit welcher durch
Einstellung des ersten Umschaltzeitpunktes T
UZ1 die Gegensteuerdauer t
GD bzw. die Dauer der Bremsphase vorgegeben wird. Eine Berechnung und Einstellung des
Endes der Bremsphase kann entfallen, wodurch die Zykluszeit für den Regelungsvorgang
reduziert werden kann. Dieses Steuerverfahren ist deshalb für Antriebe mit extrem
niedrigen Bewegungszeiten bestens eignet.
[0010] Die Maßnahme nach Anspruch 6 ist von Vorteil, da hiermit der Bauteil sicher in seine
gewünschte Endlage gelangt und die Funktionalität des Antriebes sichergestellt ist.
Hierzu wird am Ende der Bremsphase zum zweiten Umschaltzeitpunkt, zu welchem der Bauteil
bereits eine äußerst geringe Bewegungsgeschwindigkeit aufweist, ein erneuter Vorschub
des Bauteils in Bewegungsrichtung in Richtung auf seine Endlage ausgeübt.
[0011] Gemäß der Maßnahme nach Anspruch 7 kann die Bewegungszeit des Bauteils in der auf
die erste Bewegungsphase mit einer ersten Bewegungsrichtung nachfolgenden, zweiten
Bewegungsphase mit gegenläufiger Bewegungsrichtung optimiert werden.
[0012] Vorteilhaft ist auch die Maßnahme nach Anspruch 8, wodurch sichergestellt wird, dass
von der Steuereinrichtung sämtliche Berechnungen für die Stellgrößen des ersten und/oder
zweiten Umschaltzeitpunktes des Schaltelementes innerhalb der Zeitspanne t
4 durchgeführt werden. Dies erlaubt eine höchst zuverlässige Steuerung des Antriebs,
zumal die Stellgrößen bereits deutlich vor dem Bewegungsstart der nächsten Bewegungsphase
in dieselbe Bewegungsrichtung vorliegen.
[0013] Die Maßnahme nach Anspruch 9 ist von Vorteil, da bei der zeitlichen Ansteuerung des
Schaltelementes die systembedingte Trägheit des Antriebs berücksichtigt und der Startzeitpunkt
um die Zeitspanne t
5 vorgelagert wird, sodass der Bauteil zum gewünschten Zeitpunkt tatsächlich in Bewegung
versetzt wird. Mit dieser Maßnahme kann die Bewegungszeit des Bauteils weiters optimiert
werden.
[0014] Gemäß der Maßnahme nach Anspruch 10, wird der Steuereinrichtung des ersten Antriebs
eine die Systemträgheit des zweiten Antriebs berücksichtigende Zeitspanne t
5 bereitgestellt, sodass beispielsweise ein Rückmeldesignal noch vor dem Erreichen
der Endlage des Bauteils vom ersten Antrieb ausgelöst und der Startzeitpunkt des zweiten
Antriebs vorgelegt wird. Durch die voreilende Rückmeldung wird unabhängig von der
Systemträgheit des zweiten Antriebs das diesem zugeordnete Schaltelement frühzeitig
angesteuert, sodass der zweite Antrieb zeitgleich mit dem Erreichen der Endlage des
ersten Antriebs mit seiner Bewegung beginnt. Das Rückmeldesignal muss aber nicht zwingend
voreilend, daher vor dem Ende der Bewegungsphase des ersten Antriebs an die Steuereinrichtung
oder an die übergeordnete Steuerung ausgegeben werden. Es sind auch Anwendungsfälle
vorstellbar, bei welchen das Rückmeldesignal gleichzeitig oder nach dem Erreichen
der Endlage des ersten Antriebs abgegeben wird. Dies ist beispielsweise erforderlich,
wenn eine absolut schwingungsfreie Positionierung des ersten Antriebs in einer seiner
Endlagen für einen weiteren Arbeitsgang am zweiten Antrieb notwendig ist.
[0015] Von Vorteil ist auch die Überwachung des Signalverlaufs der Sensoren und deren Auswertung,
wie im Anspruch 11 beschrieben.
[0016] Durch die Maßnahmen nach den Ansprüchen 12 und 13 kann ein unzulässiger Bewegungszustand
des Bauteils in einer ersten Bewegungsphase erfasst und in der darauf folgenden Bewegungsphase
durch Änderung der Gegensteuerdauer t
GD korrigiert werden. Gemäß Anspruch 12 wird von der Steuereinrichtung erkannt, dass
die Bewegungsgeschwindigkeit des Bauteils kurz vor Erreichen seiner Endlage zu hoch
ist und unter Berücksichtigung der dynamischen Beanspruchung des Antriebs reduziert
werden muss, wozu die Gegensteuerdauer t
GD erhöht wird. Damit wird über die gesamte Einsatzdauer des Antriebs eine zuverlässige
Betriebsweise erreicht. Hingegen wird nach Anspruch 13 von der Steuereinrichtung erkannt,
dass die Bewegungsgeschwindigkeit des Bauteils kurz vor Erreichen seiner Endlage relativ
niedrig ist und höher gewählt werden kann, wozu die Gegensteuerdauer t
GD reduziert und die Bewegungsgeschwindigkeit soweit erhöht wird, dass die Bewegungszeit
für die Bewegung des Bauteils zwischen den Endlagen optimiert ist.
[0017] Eine vorteilhafte Maßnahme ist auch im Anspruch 14 beschrieben, wodurch eine Funktionsstörung
am Antrieb sofort erkannt, ausgewertet und einer Bedienperson sichtbar gemacht wird.
[0018] Von Vorteil ist auch die Maßnahme nach Anspruch 15, wodurch beispielsweise die Funktionweise
eines am Antrieb zusätzlich eingesetzten, mechanischen Stoßdämpfers überwacht werden
kann und ein anbahnender Ausfall des Stoßdämpfers als Fehlermeldung einer Bedienperson
bekanntgegeben wird. Dadurch kann ein störungsbedingter Ausfall des Antriebs, beispielsweise
während eines Arbeitsprozesses, wie eine Fügeoperation und dgl., vermieden werden.
[0019] Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist im Anspruch 17 beschrieben, die
eine zuverlässige Betriebsweise des Antriebs ermöglicht.
[0020] Gemäß Anspruch 18 können die unterschiedlichen Auswertungen, beispielsweise zum Signalverlauf
der Sensoren oder zur Gegensteuerdauer t
GD, einer Bedienperson angezeigt und protokolliert werden.
[0021] Die Weiterbildung nach Anspruch 19 ist von Vorteil, da auf den kurzen Weg von der
ersten Steuerkanten bis zur zweiten Steuerkante eine Änderung des Bewegungszustandes,
insbesondere eine starke Schwankungen der Bewegungsgeschwindigkeit des Bauteils, kaum
eintreten wird und deshalb die ermittelte Zeitspanne t
1 bzw. die Bewegungsgeschwindigkeit eine zuverlässige Messgröße zur Einstellung der
Gegensteuerdauer darstellt. Die angegebene Mindestbreite der Vertiefungsnut erlaubt
die zuverlässige Erfassung der Steuerkanten, durch welche das erste und zweite Messsignal
ausgelöst werden.
[0022] Vorteilhaft ist auch die Ausgestaltung nach Anspruch 20, wodurch der Verkabelungs-
und Verschlauchungsaufwand zwischen der Steuereinrichtung und dem Schaltelement sowie
der Druckverlust in den Druckleitungen zwischen dem Schaltelement und den Druckkammern
reduziert werden kann, was sich positiv auf die Zeitspanne t
5 auswirkt. Ist das Schaltelement auf einem der Bauteile aufgebaut oder in einem der
Bauteile integriert angeordnet, so sind die Druckleitungen durch Druckmittelkanäle,
insbesondere Zu- und Abströmkanäle gebildet, die direkt an die Versorgungskanäle des
Schaltelementes anschließen und in die Druckkammern münden, wie dies in der
WO 99/09462 A1 im Detail offenbart ist und auch am erfindungsgemäßen Antrieb Anwendungen finden
kann.
[0023] Gemäß Anspruch 21 kann nun jede beliebige Position über den Verstellweg des bewegbaren
Bauteils des Antriebs angefahren werden, wofür nur einer der oder beide Festanschläge
und/oder Stoßdämpfer und/oder eine Steuerleiste und ein dieser zugeordneter Sensor
verstellt werden müssen. Beispielsweise kann nun auch eine Mittelstellung am Antrieb
sanft angefahren werden.
[0024] Die Aufgabe der Erfindung wird aber auch durch die im Kennzeichenteil der Ansprüche
22 und 30 angegebenen Maßnahmen und Merkmale gelöst. Von Vorteil ist, dass anhand
einer vorgegebenen Bewegungszeit für die Verstellbewegung des Bauteils zwischen den
Endlagen in beide Bewegungsrichtungen eine je nach Bedarfsfall optimierte Steuerung
des Antriebs vorgenommen und das Fahrverhalten des Bauteils kontrolliert vorgegeben
werden kann. Dies erlaubt dem Monteur in der Inbetriebnahme des Antriebs, die Bewegungszeit
so vorzugeben, dass der Bauteil im Kriechgang bewegt wird, wodurch einerseits eine
mögliche Beschädigung des Antriebs infolge einer falschen Programmierung oder Montage
verhindert werden kann und andererseits der Antrieb den zunehmend steigenden Sicherheitsanforderungen
gerecht wird. Gerade in der Inbetriebnahme des Antriebs befindet sich der Monteur
im Wirkbereich desselben und besteht deshalb ein hohes Gefahrenpotential, welches
durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen nahezu vollständig ausgeschalten werden kann.
Dazu kommt, dass der Antrieb stets mit einer solchen Bewegungsgeschwindigkeit angetrieben
wird, wie es die aktuelle Betriebssituation erfordert. Somit wird ein unnötiger Verschleiß
durch nicht erforderliche, niedrige Bewegungszeiten vermieden, die Wartungsintervalle
verlängert und die Lebensdauer des Antriebs erhöht. Weiters ist von Vorteil, dass
durch den Einsatz der Regelung ein adaptives Systemverhalten erreicht wird, zumal
eine optimale Betriebsweise des Antriebs selbstständig eingestellt und diese über
die gesamte Betriebsdauer beibehalten werden kann. Der erfindungsgemäße Antrieb stellt
einen guten Kompromiss zwischen ausreichend hoher Bewegungsgeschwindigkeit und schonender
Betriebsweise dar, da die Endlage vom Bauteil besonders sanft angefahren werden können.
[0025] Vorteilhaft sind auch die Maßnahmen nach den Ansprüchen 23 und 24, da durch den gepulsten
Betrieb der Energiebedarf niedrig gehalten und eine Verzögerung der Bewegungsgeschwindigkeit
des Bauteils bis zum Erreichen seiner Endlage gezielt eingestellt wird.
[0026] Gemäß der Maßnahme nach Anspruch 25 wird eine einfache Regelung des Antriebs ermöglicht.
[0027] Die Maßnahme nach Anspruch 26 ist von Vorteil, da nun auch sich im Betrieb ergebende
Einflussgrößen in einfacher Weise berücksichtigt werden können und das Abbremsverhalten
des Bauteils noch besser optimiert werden kann.
[0028] Eine vorteilhafte Maßnahme ist auch im Anspruch 27 beschrieben, da der letzte Schaltimpuls
und der Nachschaltimpuls einander überlappen und eine nochmalige Umsteuerung des Schaltelementes
entfallen kann, um den Bauteil in der Endlage zu halten. Die auf den Bauteil wirkende
Haltekraft sorgt für eine zuverlässige Positionierung des Bauteils in der Endlage.
Ist der Antrieb mit einem Werkzeug ausgestattet, welches aus der Endlage bewegt werden
muss, kann ein Arbeitsprozesses, beispielsweise ein Fügeprozess, absolut zuverlässig
durchgeführt werden.
[0029] Von Vorteil sind auch die Maßnahmen nach den Ansprüchen 28 und 29, da ein zu hoher
Geschwindigkeitsabfall von der Steuereinrichtung bzw. der Reglereinheit erkannt wird
und nach einer vorgegebenen Zeitspanne das Schaltelement neuerlich aktiviert und der
Bauteil angesteuert wird, um ihn in seine Endlagen zu bewegen und gegen die Endlage
zu positionieren. Insbesondere kann durch die Maßnahme nach Anspruch 29, die tatsächliche
Bewegungszeit des Bauteils verkürzt werden.
[0030] Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist im Anspruch 31 beschrieben, die
eine zuverlässige Betriebsweise des Antriebs ermöglicht.
[0031] Schließlich ist auch die Ausbildung nach Anspruch 32 von Vorteil, da allenfalls notwendige
Eingaben technischer Parameter einfach durchgeführt werden können. Ferner können Fehlermeldungen
in optischer und/oder akustischer Darstellung ausgegeben werden. Eine Fehlermeldung
kann ausgelöst werden, wenn beispielsweise auch nach dem Nachschaltimpulses der Bauteil
die Endlage nicht erreicht hat und eine von der Steuereinrichtung oder der übergeordneten
Steuerung vorgegebene Zeitspanne verstrichen und ein Grenzwert überschritten ist.
In diesem Fall kann die Fehlermeldung Informationen über einen technischen Defekt
am Antrieb oder darüber enthalten, dass ein Montageteil am Antrieb eingeklemmt und
dadurch eine Bewegung des Bauteils verhindert ist.
[0032] Die Erfindung wird im nachfolgenden anhand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele
näher erläutert.
[0033] Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Blockschaltbild mit einer ersten Ausführung eines erfindungsgemäßen An- triebs
in seiner rechten Ausgangslage, in schematischer Darstellung;
- Fig. 1a
- ein Ausschnitt des erfindungsgemäßen Antriebs nach Fig. 1 mit einer Steuerleiste,
in vergrößerter und vereinfachter Darstellung;
- Fig. 2
- der Antrieb aus Fig. 1 in seiner linken Endlage;
- Fig. 3
- ein Blockschaltbild des Antriebs in seiner rechten Ausgangslage mit einer anderen
Ausführung zu seiner fluidischen Ansteuerung, in vereinfachter Darstellung;
- Fig. 4
- der Antrieb nach Fig. 3 in seiner linken Endlage;
- Fig. 5
- ein Blockschaltbild mit einer anderen Ausführung des erfindungsgemäßen An- triebs
in seiner rechten Ausgangslage;
- Fig. 6
- der Antrieb nach Fig. 5 in seiner linken Endlage;
- Fig. 7
- ein Handhabungssystem mit zwei miteinander gekoppelten Antrieben für recht- winkelig
zueinander liegende Bewegungen, in schematischer Darstellung;
- Fig. 8
- ein Zeitdiagramm der Signalverläufe der Sensoren und der Schaltelemente für verschiedene
Bewegungsphasen des Antriebs nach den Fig. 1, 2, 5 bis 7;
- Fig. 9
- ein Diagramm zur Erläuterung der vorteilhaften Wirkung des frühzeitigen Entlüf- tens
der in der vorangegangen Bewegungsphase am Ende druckbeaufschlagten Druckkammer;
- Fig. 10
- ein Zeitdiagramm der Signalverläufe der Sensoren und des Schaltelementes für verschiedene
Bewegungsphasen des Antriebs nach den Fig. 3 und 4 ;
- Fig. 11
- das erfindungsgemäße Verfahren zur Steuerung des fluidisch betätigten Antriebs in
der Darstellung als Flussdiagramm;
- Fig. 11a
- ein Blockschaltbild zu dem in Fig. 11 in strichlierte Linien eingetragenen, ersten
Regelkreis;
- Fig. 11b
- ein Blockschaltbild zu dem in Fig. 11 in strichlierte Linien eingetragenen, zweiten
Regelkreis;
- Fig. 12
- das erfindungsgemäße Verfahren zur Steuerung des fluidisch betätigten Antriebs in
modifizierter Ausführung, dargestellt als Flussdiagramm;
- Fig. 12a
- das Zeitdiagramm nach Fig. 8 mit dem Signalverlauf vom in der Zielendlage an- geordneten
Sensor, der eine Rückprallbewegung des Bauteils an der Endlage er- fasst;
- Fig. 12b
- das Zeitdiagramm nach Fig. 8 mit dem Signalverlauf vom in der Zielendlage an- geordneten
Sensor, der eine Pendelbewegung des Bauteils vor der Endlage erfasst;
- Fig. 13
- ein Blockschaltbild des Antriebs in seiner rechten Ausgangslage mit einer anderen
Ausführung zu seiner erfindungsgemäßen Ansteuerung, in vereinfachter Darstel- lung;
- Fig. 14
- der Antrieb aus Fig. 13 in seiner linken Endlage;
- Fig. 15
- ein Zeitdiagramm der Signalverläufe der Sensoren und des Schaltelementes für verschiedene
Bewegungsphasen des Antriebs nach den Fig. 13 und 14;
- Fig. 16
- ein Blockschaltbild einer Reglereinheit zur erfindungsgemäßen Steuerung des Antriebs
nach der Fig. 13;
- Fig. 17
- Geschwindigkeitsverläufe für den Bauteil zu unterschiedlichen Regelungsfällen eines
Startimpulses, in vereinfachter Darstellung;
- Fig. 18
- ein Zeitdiagramm der Signalverläufe der Sensoren und der Schaltelemente für verschiedene
Bewegungsphasen des Antriebs nach den Fig. 1 und 2.
[0034] Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen
gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen
werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß
auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen
werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben,
unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen
und sind bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen. Weiters
können auch Einzelmerkmale oder Merkmalskombinationen aus den gezeigten und beschriebenen
unterschiedlichen Ausführungsbeispielen für sich eigenständige, erfinderische oder
erfindungsgemäße Lösungen darstellen.
[0035] In den Fig. 1 und 2 ist eine erste Ausführung eines Antriebs 1 in prinzipieller Darstellung
gezeigt. Der Antrieb 1 wird durch einen Hubzylinder 2 gebildet, der aus einem Zylinderrohr
besteht, dessen Enden mit Stirnwänden 3, 4 abgeschlossen sind. In diesem Hubzylinder
2 ist durch ein Druckmittel verschiebbar ein Stellkolben 5 geführt, der seinerseits
mit einer Kolbenstange 6 verbunden ist. Der Hubzylinder 2 bildet eine Führungsvorrichtung
für den Stellkolben 5 aus. Das fluidische Druckmittel ist Druckluft oder Hydrauliköl.
Die Kolbenstange 6 ist über ein entsprechendes Festlager 7 ortsfest gelagert, sodass
der Hubzylinder 2 den bewegten Bauteil und der Stellkolben 5 mit der Kolbenstange
6 den feststehenden Bauteil des Antriebs 1 bildet. Die Kolbenstange 6 durchragt die
rechte Stirnwand 3 des Hubzylinders 2 in axialer Richtung.
[0036] Zwischen der linken Stirnwand 4 und dem Stellkolben 5 ist eine erste Druckkammer
8 und zwischen der rechten Stirnwand 3 und dem Stellkolben 5 ist eine zweite Druckkammer
9 ausgebildet. Wie die Darstellungen erkennen lassen, handelt es sich bei dem Hubzylinder
2 um einen so genannten doppelt-wirkenden Fluidzylinder. Die Druckkammern 8, 9 sind
nach dieser Ausführung über zwei getrennte Schaltelemente 10, 11, insbesondere zwei
3/2-Wegeventile wechselseitig beaufschlagbar. Die Schaltelemente 10, 11 weisen jeweils
einen elektromagnetischen Steuermagnet 12 auf, der über entsprechende Steuerleitungen
14, 15 mit einer elektronischen Steuereinrichtung 13 verbunden ist, die ihrerseits
die Schaltelemente 10, 11 zwischen einer Ruhestellung in unbestromtem Zustand der
Steuermagnete 12 und Betätigungsstellung in bestromtem Zustand der Steuermagnete 12
umschaltet. Die elektronische Steuereinrichtung 13 ist vorzugsweise über ein adressbasierendes
Netzwerk, insbesondere ein Bussystem, mit einer übergeordneten Steuerung verbunden
oder durch die übergeordnete Steuerung gebildet. Die Ansteuerung der Steuermagnete
12 erfolgt hierbei über elektrische Steuersignale der Steuereinrichtung 13, durch
welche die Schaltelemente 10, 11 betätigt werden, wie dies in der Fig. 8 aus dem Signalverlauf
für die Schaltstellung S
SCH1, S
SCH2 der Schaltelemente 10, 11 ersichtlich ist.
[0037] Die linke Druckkammer 8 ist über eine erste Druckleitung 16 mit dem ersten Schaltelement
10 und die rechte Druckkammer 9 über eine zweite Druckleitung 17 mit dem zweiten Schaltelement
11 verbunden. Die Schaltelemente 10, 11 sind ihrerseits über einen entsprechenden
Druckversorgungsanschluss an eine Druckversorgungseinheit 18, beispielsweise eine
pneumatische oder hydraulische Druckquelle, angeschlossen, durch welche die Druckkammern
8, 9 wechselweise mit Systemdruck, beispielsweise 6 bar beaufschlagt werden.
[0038] Wie in den Fig. 1 und 2 weiters eingetragen, ist die Steuereinrichtung 13 über Signalleitungen
19, 20 mit Sensoren 21, 22 verbunden, sodass die von den Sensoren 21, 22 abgegebenen,
elektrischen Steuersignale der Steuereinrichtung 13 zuführbar sind. Die Sensoren 21,
22 sind beispielsweise durch induktiv wirkende Sensoren gebildet.
[0039] Die Sensoren 21, 22 sind in den vom Hubzylinder 2 anzufahrenden Endlagen oberhalb
der vom Antrieb 1 bzw. dem Hubzylinder 2 definierten Bewegungsbahn angeordnet. Die
Endlagen sind durch, die Festanschläge bildenden Stirnwände 3, 4 festgelegt. Natürlich
besteht auch die Möglichkeit, dass der erste Sensor 21 oberhalb der Bewegungsbahn
des Antriebs 1 und der zweite Sensor 22 unterhalb der Bewegungsbahn des Antriebs angeordnet
sind. Die gezeigte Anordnung der Sensoren 21, 22 ist lediglich prinzipieller Art.
Bei der Anordnung der Sensoren 21, 22 kommt es je nach Beschaltung lediglich darauf
an, dass sich diese nicht gegenseitig beeinflussen. Am linken Ende des Hubzylinders
2, der den beweglichen Bauteil des Antriebs bildet, ist eine erste Steuerleiste 25
befestigt, welche in der in Fig. 2 gezeigten Lage des Hubzylinders 2 im Wirkbereich
des ersten Sensors 21 liegt. Dem zweiten Sensor 22 ist am rechten Ende des Hubzylinders
2 eine zweite Steuerleiste 26 zugeordnet, welche in der in Fig. 1 gezeigten Lage des
Hubzylinders 2 im Wirkbereich des zweiten Sensors 22 liegt. Die Steuerleisten 25,
26 sind also am beweglichen Bauteil des Antriebs 1 an dessen gegenüberliegenden Enden,
beispielsweise über eine Schraubenanordnung, befestigt.
[0040] Die Steuerleiste 25, 26, wie sie in Fig. 1a vergrößert dargestellt ist, ist durch
einen prismatischen Block gebildet und weist an seiner dem Sensor 21, 22 zugewandten
Oberseite eine Schaltfahne 27a, b und einen von ihr über eine Vertiefungsnut 28a,
b getrennten Endlagenabschnitt 29a, b auf. Die Breite (B) der Vertiefungsnut 28a,
b beträgt mindestens zwischen 1 mm und 5 mm, insbesondere zwischen 2 mm und 4 mm.
Der Längsabstand (A) zwischen Steuerkanten 32a, b, 33a, b beträgt maximal zwischen
4 mm und 15 mm, insbesondere zwischen 5 mm und 9 mm. In einem an den Endlagenabschnitt
29a, b anschließenden Abschnitt der Steuerleiste 25, 26 ist eine Bohrung 30 a, b zur
Aufnahme einer nicht dargestellten Befestigungsschraube angeordnet. Die Schaltfahne
27a, b, die Vertiefungsnut 28a, b und der Endlagenabschnitt 29a, b sind in Bewegungsrichtung
des Hubzylinders 2 - gemäß Pfeil 31 in Fig. 1 - hintereinander angeordnet. Die Länge
der Schaltfahne 27a, b ist durch die in Bewegungsrichtung - gemäß Pfeil 31 - betrachtet,
vordere Seitenfläche und durch die aufragende, vordere Nutseitenfläche und die Breite
durch die quer zur Bewegungsrichtung - gemäß Pfeil 31 - betrachtet, gegenüberliegenden
Seitenflächen der Steuerleiste 25, 26 begrenzt. Der Endlagenabschnitt 29a, b erstreckt
sich als Fläche zwischen der in Bewegungsrichtung - gemäß Pfeil 31 - betracht, aufragenden
hinteren Nutseitenfläche und der hinteren Seitenfläche der Steuerleiste 25, 26 sowie
zwischen den quer zur Bewegungsrichtung - gemäß Pfeil 31 - gegenüberliegenden Seitenflächen
der Steuerleiste 25, 26. Die gezeigte Ausbildung der Steuerleiste 25, 26 ist lediglich
prinzipieller Art. Bei der Ausbildung der Steuerleisten 25, 26 kommt es darauf an,
dass in Bewegungsrichtung des Hubzylinders 2 - gemäß Pfeil 31 - hintereinander versetzt
zwei Steuerkanten 32a, b, 33a, b vorgesehen sind, an denen jeweils ein Messsignal
S
1, S
2 ausgelöst wird, wenn die Steuerkante 32a, b, 33a, b in den Wirkbereich des betreffenden
Sensors 21, 22 eintritt, wie dies noch genauer beschrieben wird. Überdies weist die
Steuerleiste 25, 26 eine dritte Steuerkante 34a, b auf, die zwischen der ersten und
zweiten Steuerkante 32a, b, 33a, b liegt. Über die zweite Steuerkante 33a, b wird
ein Startsignal S
Start ausgelöst, wenn die Steuerkante 33a, b aus dem Wirkbereich des betreffenden Sensors
21, 22 austritt, wie dies noch genauer beschrieben wird.
[0041] In den Fig. 3 und 4 ist der Antrieb 1 gemäß oben beschriebener Ausführung mit einer
anderen Ausführung der Steuerung in prinzipieller Darstellung gezeigt. Wie die Darstellungen
erkennen lassen, handelt es sich bei dem Hubzylinder 2 um einen so genannten doppelt-wirkenden
Fluidzylinder.
[0042] Die Druckkammern 8, 9 sind nach dieser Ausführung über nur ein Schaltelement 36,
insbesondere ein 5/2-Wegeventil wechselseitig beaufschlagbar. Das Schaltelement 36
weist beispielsweise einen elektromagnetischen Steuermagnet 37 auf, der über eine
entsprechende Steuerleitung 14 mit einer elektronischen Steuereinrichtung 13 verbunden
ist, die ihrerseits das Schaltelement 36 zwischen einer Ruhestellung in unbestromtem
Zustand des Steuermagnetes 37 und Betätigungsstellung in bestromtem Zustand des Steuermagnetes
37 umschaltet.
[0043] Die Ansteuerung des Steuermagnetes 37 erfolgt hierbei über elektrische Steuersignale
der Steuereinrichtung 13, durch welche das Schaltelement 36 betätigt wird, wie dies
in den Fig. 10 aus dem Signalverlauf für die Schaltstellung S
SCH des Schaltelementes 36 ersichtlich ist.
[0044] Wie in den Fig. 3 und 4 weiters eingetragen, sind die linke Druckkammer 8 über eine
erste Druckleitung 16 und die rechte Druckkammer 9 über eine zweite Druckleitung 17
mit dem Schaltelement 36 verbunden. Das Schaltelement 36 ist an die Druckversorgungseinheit
18 angeschlossen, durch welche die Druckkammern 8, 9 wechselweise mit Systemdruck,
beispielsweise 6 bar beaufschlagt werden.
[0045] In den Fig. 5 und 6 ist eine weitere Ausführungsvariante eines fluidisch betätigten
Antriebs 1' gezeigt, der relativ zueinander verstellbare Bauteile umfasst, wovon der
bewegliche Bauteil über einen Stellantrieb 40' entlang einer Führungsvorrichtung 41'
zwischen einer rechten Endlage, wie in Fig. 5 dargestellt, und einer linken Endlage,
wie in Fig. 6 dargestellt, verstellbar ist. Der bewegliche Bauteil ist durch einen
Führungsschlitten 42' und die Führungsvorrichtung 41' durch eine am feststehenden
Bauteil befestigte Linearführung gebildet, wobei der Führungsschlitten 42' an der
Linearführung gelagert ist. Der feststehende Bauteil ist durch einen Rahmen 43' gebildet,
an welchem in Bewegungsrichtung - gemäß Pfeil 31- des verstellbaren Bauteils einander
gegenüberliegend Festanschläge 44' angeordnet sind, durch die die Endlagen festgelegt
sind. Die Festanschläge 44' sind beispielsweise durch eine Schrauben-Gewinde-Anordnung
gebildet und begrenzen den maximalen Verstellweg des beweglichen Bauteils zwischen
den Endlagen.
[0046] Wie in den Fig. 5 und 6 weiters ersichtlich, sind am Rahmen 43' in den Endlagen einander
gegenüberliegend Stoßdämpfer 45' angeordnet. Diese mechanischen Stoßdämpfer 45' erfüllen
vorwiegend die Aufgabe, in der Inbetriebnahme des Antriebs 1' die Stoßbelastung auf
den Rahmen 43' zu reduzieren oder im Betrieb durch unvorhergesehene Störungen eine
Beschädigung des Antriebs 1' zu verhindern.
[0047] Der Stellantrieb 40' ist durch eine Fluidzylinder gebildet, wie dieser in den Fig.
1 bis 4 beschrieben wurde, und über eine Befestigungsvorrichtung 46 mit dem Zylindergehäuse
am Rahmen 43' befestigt. Die Kolbenstange 6' des Stellantriebs 40' ist über eine weitere
Befestigungsvorrichtung 47' mit dem Führungsschlitten 42' verbunden, sodass der Stellkolben
5' und der Führungsschlitten 42' bewegungsmäßig gekoppelt sind und die Ein- oder Ausfahrbewegung
der Kolbenstange 6' auf den Führungsschlitten 42' übertragen wird. Die Druckkammern
8', 9' des Stellantriebs 40' sind über die Druckleitungen 16, 17 mit den Schaltelementen
10, 11 verbunden. Die Schaltelemente 10, 11 sind an die Druckversorgungseinheit 18
angeschlossen. Die Steuermagnete 12 der Schaltelemente 10, 11 sind über die Steuerleitungen
14, 15 mit der elektronischen Steuereinrichtung 13 verbunden, die ihrerseits die Schaltelemente
10, 11 ansteuert. Die in den Fig. eingetragenen Sensoren 21, 22 sind am Rahmen 43'
des Antriebs 1' befestigt und über Signalleitungen 19, 20 mit der elektronischen Steuereinrichtung
13 verbunden.
[0048] Der Führungsschlitten 42' ist auf seiner den Sensoren 21, 22 zugewandten Seite in
den in Bewegungsrichtung - gemäß Pfeil 31 - gegenüberliegenden Enden mit den Steuerleisten
25, 26 ausgestattet, wie diese in Fig. 1a ausführlich beschrieben sind.
[0049] Fig. 7 zeigt ein Handhabungssystem 48, das aus mehreren fluidisch betätigten Antrieben
1', 1" zusammengesetzt ist, deren Bauart beispielsweise jener der in den Fig. 5 und
6 dargestellten Ausführung entspricht. Der erste Antrieb 1' ist durch eine Horizontalachse
und der zweite Antrieb 1" durch eine Vertikalachse gebildet, wobei der zweite Antrieb
1" mit seinem Rahmen 43" am Führungsschlitten 42' des ersten Antriebs 1' befestigt
ist. Der bewegliche Bauteil des zweiten Antriebs 1" ist durch einen Führungsschlitten
42" gebildet, der an der Führungsvorrichtung 41" über den Stellantrieb 40" vertikal
bewegbar an der Linearführung gelagert ist. Der feststehende Bauteil ist durch den
Rahmen 43" gebildet, an welchem in Bewegungsrichtung - gemäß Pfeil 31 - des bewegbaren
Bauteils einander gegenüberliegend Festanschläge 44" angeordnet sind, durch die die
Endlagen festgelegt sind. Zusätzlich sind am Rahmen 43" in den Endlagen einander gegenüberliegend
Stoßdämpfer 45" angeordnet. Am Führungsschlitten 42" des zweiten Antriebs 1" sind
die Steuerleisten 25, 26 und beispielsweise ein pneumatisch oder hydraulisch betätigtes
Greifsystem befestigt, wobei die Steuerleisten 25, 26 mit den ortsfesten Sensoren
in den Endlagen zusammenwirken. Die Druckkammern des Stellantriebs 40" sind ebenfalls
über Druckleitungen an ein oder zwei Schaltelemente angeschlossen, wie dies aus Gründen
der besseren Übersicht nicht dargestellt ist.
[0050] Das Steuerverfahren eines jeden Antriebs 1', 1" wird im Nachfolgenden noch beschrieben
werden. Wie nicht näher gezeigt, werden in einer bevorzugten Ausführung beide Antriebe
1', 1" von nur einer Steuereinrichtung 13 angesteuert, die mit der übergeordneten
Steuerung verbunden ist. Genauso gut wäre es aber auch denkbar, dass jeder Antrieb
1', 1" an eine eigene Steuereinrichtung 13 angeschlossen ist, die jeweils eine Reglereinheit
und einen Speicher umfassen. Die Steuereinrichtung(en) sind vorzugsweise über ein
adressbasierende Netzwerk, insbesondere ein Bussystem, zum Daten- bzw. Signalaustausch
mit der übergeordneten Steuerung verbunden oder durch diese gebildet. Werden zwei
Steuereinrichtungen 13 verwendet, so sind diese über ein weiteres, adressbasierendes
Netzwerk, insbesondere ein Bussystem, untereinander verbunden. Zwischen den Steuereinrichtungen
13 und/oder der(n) Steuereinrichtung(en) 13 und der übergeordneten Steuerung kann
das Ethernet eingesetzt werden. Da die beschriebenen Antriebe 1', 1" üblicherweise
in einer hohen Anzahl in einer Maschinenanlage integriert sind, erweist es sich auch
von Vorteil, wenn die Sensoren 21, 22 als auch die Steuermagneten 12 der Schaltelemente
10, 11 zum Daten- bzw. Signalaustausch mit der Steuereinrichtung 13 und/oder der übergeordneten
Steuerung an ein adressbasierendes Netzwerk, insbesondere ein Bussystem, beispielsweise
einen Feldbus, angeschlossen sind, an das auch die Steuereinrichtung(en) 13 und gegebenenfalls
die übergeordnete Steuerung angeschlossen sein können.
[0051] Wenngleich der Antrieb 1', 1" in den Fig. 5 bis 7 von zwei 3/2-Wegeventile angesteuert
ist, könnte dies ebenso nur mit einem 5/2-Wegeventil erfolgen.
[0052] Fig. 8 zeigt das prinzipielle Zeitdiagramm für den Antrieb 1; 1'; 1" gemäß den gezeigten
Ausführungen nach den Fig., 1, 2; 5, 6; 7. Dabei sind der Signalverlauf S
R für die Rückmeldung, die Signalfolgen S
E1 und S
E2 der beiden Sensoren 21, 22 sowie die Schaltstellungen S
SCH1 und S
SCH2 der Schaltelemente 10, 11 über die Zeit von drei Bewegungsphasen des zwischen den
Endlagen beweglichen Bauteils dargestellt. Nach dem Ausführungsbeispiel des Antriebs
1 gemäß Fig. 1 und 2 entspricht die erste und dritte Bewegungsphase einer Ausfahrbewegunggemäß
Pfeil 31 - des Hubzylinders 2 und die zweite Bewegungsphase einer Einfahrbewegung
- gemäß Pfeil 31' - des Hubzylinders 2.
[0053] Zum Startzeitpunkt T
Start wird über eine übergeordnete Steuerung (nicht dargestellt) der elektronischen Steuereinrichtung
13 ein Startsignal übermittelt, wie in den Fig. durch den Pfeil 50 angedeutet, wodurch
das erste Schaltelement 10 über die Steuereinrichtung 13 durch Bestromen des Steuermagnetes
12 aktiviert und der bewegbare Bauteil - der Hubzylinder 2 nach Fig. 1 und der Führungsschlitten
42', 42" nach Fig. 5; 7 - aus seiner Ausgangslage in Richtung des Pfeils 31 von rechts
nach links bzw. oben nach unten verstellt wird. Durch die Aktivierung wird das Schaltelement
10 in die in den Fig. 1; 5 dargestellte, betätigte Schaltstellung gebracht und öffnet
damit die Druckleitung 16, sodass die Druckkammer 8; 9' des Antriebs 1, 1' mit der
Druckversorgungseinheit 18 verbunden und mit Systemdruck beaufschlagt wird. Das zweite
Schaltelement 11 bleibt unbetätigt und ist die Druckkammer 9; 8' über die Druckleitung
17 mit einer Entlüftungsleitung 51 verbunden, sodass das in der Druckkammer 9; 8'
befindliche Druckmittel bzw. Arbeitsmedium ungehindert in die Atmosphäre entweichen
kann. Daher ist in der rechten Endlage des bewegbaren Bauteils die Druckkammer 9;
8' von der Druckversorgungseinheit 18 getrennt.
[0054] Zweckmäßig wird mit der Aktivierung des ersten Schaltelements 10 von der Steuereinrichtung
13 an die übergeordnete Steuerung ein Bestätigungssignal übermittelt, wie dies durch
den Pfeil 52 angedeutet ist. Mit diesem Vorgehen wird ein ordnungsgemäßer Betrieb
bestätigt. Durch die Druckbeaufschlagung der Druckkammer 8; 9' bewegt sich der Bauteil
von seiner Ausgangslage, welche der rechten Endlage entspricht, in Richtung der linken
Endlage.
[0055] Durch Aktivierung des ersten Schaltelements 10 wird die erste Bewegungsphase eingeleitet,
wie dies im Nachfolgenden näher beschrieben wird.
[0056] Mit Beginn der Bewegung des Bauteils aus seiner Ausgangslage bzw. rechten Endlage
zum Startzeitpunkt T
Start wird die Steuerleiste 26 am ortsfesten Sensor 22 vorbeibewegt und in diesem der in
Fig. 8 gezeigte Signalverlauf ausgelöst. Liegt zum Startzeitpunkt T
Start der Endlagenabschnitt 29b der Steuerleiste 26 dem Wirkbereich des Sensors 22 gegenüber,
gibt der Sensor 22 an die Steuereinrichtung 13 ein Bestätigungssignal S
B ab. Das Bestätigungssignal S
B wird noch zum Zeitpunkt des Stillstandes des Bauteils erfasst. Mit dem Bestätigungssignal
S
B wird der Steuereinrichtung 13 signalisiert, dass sich der Bauteil zum Startzeitpunkt
T
Start sicher in seiner Ausgangslage befindet und die erste Bewegungsphase eingeleitet werden
kann. Durch diese Maßnahme wird eine hohe Funktionssicherheit des Antriebs 1; 1';
1" ermöglicht. Sollte das Bestätigungssignal S
B zum Startzeitpunkt T
Start noch nicht an der Steuereinrichtung 13 abgegeben worden sein, wird an einer Ausgabevorrichtung
53 der Steuereinrichtung 13 und/oder an der übergeordneten Steuerung eine Fehlermeldung
in Form eines optischen und/oder akustischen Signals ausgegeben.
[0057] Nach dem Bewegungsbeginn des Bauteils verlässt der Endlagenabschnitt 29b den Wirkbereich
des in der Start-Endlage angeordneten Sensors 22 und wird an der Steuerkante 33b zum
Zeitpunkt T
0 ein Startsignal S
Start ausgelöst und an die Steuereinrichtung 13 übermittelt. Wie später noch erläutert
wird, wird die fallende Signalflanke des Sensors 22 ausgewertet. Die weitere steigende
und fallende Signalflanke, die an den Kanten 34b und 32b der Schaltfahne 27b ausgelöst
werden, werden auf der Bewegung des Bauteils aus seiner rechten Endlage in die linke
Endlage nicht ausgewertet.
[0058] Der in der anzufahrenden Ziel-Endlage angeordnete Sensor 21 wird von der an diesen
vorbeibewegten Steuerleiste 25 geschalten. Tritt die Schaltfahne 27a mit ihrer Steuerkante
32a in den Wirkbereich des ortsfesten Sensors 21 ein, löst diese ein erstes Messsignal
S
1 zum Zeitpunkt T
1 aus, welches über die Signalleitung 19 an die Steuereinrichtung 13 weitergegeben
wird. Zu einem späteren, in der Bewegungsphase liegenden Zeitpunkt T
2 kommt der Endlagenabschnitt 29a mit seiner Steuerkante 33a in den Wirkbereich des
Sensors 21 und löst ein zweites Messsignal S
2 im Sensor 21 aus, welches ebenfalls über die Signalleitung 19 an die Steuereinrichtung
13 übermittelt wird. Mit dem Zeitpunkt T
2 ist das Bewegungsende erreicht. Wie in der Fig. 8 ersichtlich, werden die steigenden
Signalflanken der Signalverläufe S
E1, S
E2 als Messsignale S
1, S
2 ausgewertet. Dies ist von Vorteil, da nun unabhängig vom Vertikalabstand zwischen
Steuerkante 32a, b, 33a, b und Sensor 21, 22 stets dieselbe Zeitspanne t
1Ist gemessen wird und eine unkomplizierte Montage der Sensoren 21, 22 am Antrieb 1; 1';
1" möglich ist. Das durch die Steuerkante 34a der Schaltfahne 27a am Sensor 21 ausgelöste
Messsignal wird zwar als fallende Signalflanke erfasst, jedoch nicht ausgewertet.
Die Steuereinrichtung 13 ermittelt aus der Zeitdifferenz zwischen den Messsignalen
S
1, S
2 eine Zeitspanne t
1, die dem ermittelten Istwert t
1Ist in der ersten Bewegungsphase entspricht.
[0059] Wie in der Zusammenschau mit Fig. 1 ersichtlich, umfasst die Steuereinrichtung 13
neben der Ausgabevorrichtung 53 noch einen elektronischen Speicher 54, eine elektronische
Reglereinheit 55 und einen Rechnerbaustein 56, insbesondere Mikroprozessor, wie in
den Fig. schematisch eingetragen. Der Rechnerbaustein 56 ist in der Reglereinheit
55 integriert. Im Speicher 54 ist für die Zeitspanne t
1 ein Sollwert t
1Soll abrufbar hinterlegt, der auf eine Type von Antrieb 1, 1', 1" abgestimmt ist. Dieser
Sollwert für die Zeitspanne t
1Soll wird zu den unterschiedlichen Ausführungsformen der Antriebe 1; 1' mathematisch oder
empirisch ermittelt. Aus der ermittelten Zeitspanne t
1Ist und der festgelegten Zeitspanne t
1Soll wird von der Reglereinheit 55 der Steuereinrichtung 13 ein Soll-Ist-Vergleich durchgeführt,
eine Regelabweichung aus der Differenz zwischen dem Soll- und Istwert berechnet sowie
eine Stellgröße gebildet, wie dies in der Fig. 11b gezeigt ist. Die Zeitspanne t
1Ist wird folglich während der Bewegungsphase des Bauteils ermittelt und in oben angegebener
Art und Weise durch die Steuereinrichtung 13 weiterverarbeitet.
[0060] Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren werden auf Basis der Regelabweichung aus der
ersten Bewegungsphase des Bauteils ein gemeinsamer erster Umschaltzeitpunkt T
UZ1 der Schaltelemente 10, 11 und ein zweiter, in der Bewegungsphase nachfolgender, gemeinsamer
Umschaltzeitpunkt T
UZ2 der Schaltelemente 10, 11 berechnet und im Speicher 54 abgelegt. Wird die dritte
Bewegungsphase des Bauteils gestartet, daher die Bewegung des Bauteils in dieselbe
Bewegungsrichtung wie die der ersten Bewegungsphase des Bauteils, so werden die zuvor
berechneten Umschaltzeitpunkte T
UZ1, T
UZ2 der Schaltelemente 10, 11 aus dem Speicher 54 ausgelesen und zumindest einer der
Umschaltzeitpunkte T
UZ1, T
UZ2 in der dritten Bewegungsphase so eingestellt, dass die Regelabweichung korrigiert
ist, wie in Fig. 11 noch näher beschrieben wird.
[0061] In der Inbetriebsetzung des Antriebs 1; 1'; 1" werden die Umschaltzeitpunkte T
UZ1, T
UZ2 der Schaltelemente 10, 11 durch die Steuereinrichtung 13 vorgegeben. Beispielsweise
werden/wird zu jeder Bewegungsrichtung - gemäß Pfeil 31, 31' - jeweils die Umschaltzeitpunkte
T
UZ1, T
UZ2 der Schaltelemente 10, 11 oder eine Zeitspanne t
GD in der letzten Bewegungsphase des Bauteils vor dem Stillstand des Antriebs 1; 1';
1" erfasst, abgespeichert und diese nach dem Neustart des Antriebs 1;1'; 1" in der
ersten und zweiten Bewegungsphase herangezogen. Vor der Erstinbetriebnahme des Antriebs
1; 1'; 1" werden die Umschaltzeitpunkte T
UZ1, T
UZ2 der Schaltelemente 10, 11 oder wird die Zeitspanne t
GD ebenfalls von der Steuereinrichtung 13 vorgegeben.
[0062] Wie aus den Signalverläufen für die Schaltstellungen S
SCH1, S
SCH2 der Schaltelemente 10, 11 ersichtlich, wird für die Bewegung des Bauteils aus seiner
Ausgangslage bzw. rechten Endlage in die linke Endlage vorerst das erste Schaltelement
10 zum Startzeitpunkt T
Start über ein von der Steuereinrichtung 13 an den Steuermagnet 12 abgegebenes, erstes
Steuersignal in die Betätigungsstellung umgestalten und bis zum ersten Umschaltzeitpunkt
T
UZ1 in der Betätigungsstellung für die Zeitspanne t
SCH1 gehalten. Innerhalb dieser Zeitspanne t
SCH1 wird die Druckkammer 8; 9' mit Systemdruck belüftet und somit eine Druckbeaufschlagung
des Bauteils in Bewegungsrichtung - gemäß Pfeil 31- bewirkt, während das andere Schaltelement
11 für die Zeitspanne t
SCH1 in der Ruhestellung verharrt und die Druckkammer 9; 8' drucklos bzw. entlüftet ist.
[0063] Im ersten Umschaltzeitpunkt T
UZ1 wird von der Steuereinrichtung 13 an die Steuermagnete 12 neuerlich ein zweites Steuersignal
abgegeben, mit welchem das Schaltelement 10 in die Ruhestellung und das Schaltelement
11 in die Betätigungsstellung für eine Zeitspanne t
GD umgestalten werden. Hierdurch wird die ursprünglich druckbeaufschlagte Druckkammer
8; 9' entlüftet, die ursprünglich drucklose Druckkammer 9; 8' mit Systemdruck für
die Zeitdauer t
GD belüftet und somit ein kleiner Druckpolster kurz vor dem Ende der Bewegungsphase
des Bauteils aufgebaut, gegen den der bewegte Bauteil aufläuft, sodass ein harter
Anschlag in der Endlage des Bauteils ausgeschlossen ist.
[0064] Die Zeitspanne t
GD ergibt sich aus der Zeitdifferenz zwischen T
UZ1 und T
UZ2 bzw. den von der Steuereinrichtung 13 abgegebenen Steuersignalen zur Umsteuerung
der Schaltelemente 10, 11 und wird von der Steuereinrichtung 13 ermittelt, wie in
Fig. 11 beschrieben wird. Die Zeitspanne t
GD für die Dauer des Gegensteuerns der Druckkammern 8, 9; 8', 9' wird aus der Zeitspanne
t
1 abgeleitet. Durch die Umsteuerung der Schaltelemente 10, 11 und Änderung der Druckzustände
in den Druckkammern 8, 9; 8', 9', wird gegen Ende der Bewegungsphase eine Bremsphase
eingelegt, in welcher durch den in der Druckkammer 9; 8' aufgebauten Druckpolster
eine Abbremsung des in Bewegungsrichtung - gemäß Pfeil 31- bis zum Umschaltzeitpunkt
T
UZ1 mit maximal möglicher Geschwindigkeit bewegten Bauteils erfolgt. Demnach wird im
ersten Umschaltzeitpunkt T
UZ1 die Bremsphase eingeleitet und im zweiten Umschaltzeitpunkt T
UZ2 die Bremsphase beendet. Die Bremsphase ist somit durch die Umschaltzeitpunkte T
UZ1, T
UZ2 und/oder die Dauer des Gegensteuerns bzw. die Zeitspanne t
GD festgelegt.
[0065] Am Ende der Bremsphase im zweiten Umschaltzeitpunkt T
UZ2 wird erneut von der Steuereinrichtung 13 an die Steuermagnete 12 der Schaltelemente
10, 11 ein drittes Steuersignal abgegeben und die Druckkammern 8, 9; 8', 9' gegenläufig
angesteuert, wobei der Bauteil kurz vor Erreichen seiner Endlage nochmals in Bewegungsrichtung
wiederum mit Systemdruck bzw. die Druckkammer 8; 9' wiederum mit Systemdruck beaufschlagt
und die Druckkammer 9; 8' entlüftet wird. Dadurch erfährt der Bauteil am Ende der
Bremsphase, wo dieser bereits eine geringe Bewegungsgeschwindigkeit aufweist, erneut
einen Vorschub in Bewegungsrichtung - gemäß Pfeil 31- in Richtung auf seine linke
Endlage. Damit wird sichergestellt, dass der Bauteil zuverlässig seine Endlage erreicht.
Zu diesem Zweck wird im zweiten Umschaltzeitpunkt T
UZ2 ein dem dritten Steuersignal entsprechendes Nachschaltsignal S
NS erzeugt, durch welches über die Steuereinrichtung 13 das den Vorschub des Bauteils
in die ursprüngliche Bewegungsrichtung - gemäß Pfeil 31 - bewirkende Schaltelement
10 zumindest bis zum Ende der Bewegungsphase und mit Erreichen der Endlage angesteuert
wird. In einer bevorzugten Ausführung liegt das Nachschaltsignal S
NS am Steuermagnet 12 des Schaltelementes 10 über eine Zeitspanne t
SCH2 bis zum Bewegungsstart des Bauteils in der zweiten Bewegungsphase an, in welcher
der Bauteil aus seiner linken Endlage in seine rechte Endlage in gegenläufiger Bewegungsrichtung
- gemäß Pfeil 31' - bewegt wird. Somit liegt über die gesamte Zeitspanne t
SCH2 in der Druckkammer 8; 9' der Systemdruck an und wird dadurch der Bauteil für eine
gewisse Zeit in der angefahrenen Endlage positioniert gehalten. Die Zeitspanne t
SCH2 resultiert aus der Zeitdifferenz zwischen dem zweiten Umschaltzeitpunkt T
UZ2 und einem dritten Umschaltzeitpunkt T
UZ3 der Schaltelemente 10, 11. Im dritten Umschaltzeitpunkt T
UZ3 wird erneut von der Steuereinrichtung 13 an die Steuermagnete 12 der Schaltelemente
10, 11 ein viertes Steuersignal abgegeben und die Druckkammern 8, 9; 8', 9' gegenläufig
angesteuert. Das vierte Steuersignal entspricht dabei dem Startsignal für die zweite
Bewegungsphase zum Zeitpunkt T
Start. Das Schaltelement 11 ist stets gegenläufig zum Schaltelement 10 angesteuert und
verharrt für die Zeitspanne t
SCH2 in seiner Ruhestellung.
[0066] Wie sich aus dem Beschriebenen erkennen lässt, müssen die Schaltelemente 10, 11 bzw.
die Druckkammern 8, 9; 8', 9' innerhalb einer Bewegungsphase schlagartig und gegenläufig,
exakt zu den berechneten Umschaltzeitpunkten T
UZ1, T
UZ2 und von der Steuereinrichtung 13 oder der übergeordneten Steuerung vorgegebenen Umschaltzeitpunkt
T
UZ3 angesteuert werden, wie dies durch aus dem Stand der Technik bekannte Schnellschaltventile
erfüllt wird.
[0067] Vorteilhaft ist auch eine Maßnahme, bei der vor dem Bewegungsbeginn des Bauteils
in die gegenläufige Bewegungsrichtung - gemäß Pfeil 31' - daher vor dem Startzeitpunkt
T
Start der zweiten Bewegungsphase, von der Steuereinrichtung 13 demjenigen Schaltelement
10 ein Vorsteuersignal S
VS zugeführt und dessen Schaltzustand geändert wird, welches die Druckbeaufschlagung
in Bewegungsrichtung - gemäß Pfeil 31- bewirkt, wie in strichlierte Linien in Fig.
8 eingetragen. Das Vorsteuersignal Svs wird zum Vorsteuerzeitpunkt T
VS ausgelöst. Die Zeitdifferenz zwischen dem Vorsteuerzeitpunkt T
VS und dem Startzeitpunkt T
Start für die zweite Bewegungsphase entspricht der Zeitspanne t
2, wobei der Startzeitpunkt T
Start dem dritten Umschaltzeitpunkt T
UZ3 der Schaltelemente 10, 11 entspricht. Die Zeitspanne t
2 wird vorzugsweise empirisch ermittelt und im Speicher 54 der Steuereinrichtung 13
abrufbar abgelegt. Wie oben beschrieben, wird von der Steuereinrichtung 13 oder der
übergeordneten Steuerung der dritte Umschaltzeitpunkt T
UZ3 der Schaltelemente 10, 11 vorgegeben. Der Vorsteuerzeitpunkt T
VS wird in jeder Bewegungsphase des Bauteils aus der Zeitdifferenz zwischen dem Umschaltzeitpunkt
T
UZ3 und der Zeitspanne t
2 berechnet und noch vor Bewegungsbeginn des Bauteils in zur vorangegangenen Bewegungsphase
entgegengesetzter Bewegungsrichtung dem, die Druckbeaufschlagung in Bewegungsrichtung
des Bauteils bewirkenden Schaltelement 10, 11 aufgeschaltet.
[0068] Wird das Vorsteuersignal Svs von der Steuereinrichtung 13 ausgelöst, wird nach der
Darstellung in Fig. 8 die in der ersten Bewegungsphase mit Systemdruck beaufschlagte
Druckkammer 8; 9' noch vor dem Bewegungsbeginn des Bauteils in der zweiten Bewegungsphase
entlüftet bzw. der Druck in dieser Druckkammer 8; 9' reduziert, sodass der Bewegung
des Bauteils zum Bewegungsbeginn in der zweiten Bewegungsphase nur eine minimierte
oder keine Gegenkraft entgegenwirkt. Dies ist von Vorteil, da mit der durch den Systemdruck
eingestellten Antriebskraft zum Bewegungsbeginn der zweiten Bewegungsphase eine hohe
Beschleunigung erreicht und im weiteren, die Bewegungszeit des Bauteils zwischen den
Endlagen wesentlich reduziert wird, wie dies in Fig. 9 als Diagramm beispielsweise
für die erste Bewegungsphase dargestellt ist. Wie sich daraus erkennen lässt, kann
die Bewegungszeit des Bauteils in der darauf folgenden Bewegungsphase - nach der Darstellung
gemäß Fig. 8 in der zweiten Bewegungsphase - durch das "frühzeitige" Entlüften der
in der vorangegangenen Bewegungsphase - nach der Darstellung gemäß Fig. 8 in der ersten
Bewegungsphase - druckbeaufschlagten Druckkammer 8, 9; 8', 9' mit zunehmender Dauer
der Entlüftungszeit reduziert werden.
[0069] Das Schaltelement 11 wird dagegen von der Steuereinrichtung 13 zum Startzeitpunkt
T
Start geschalten, womit die Druckversorgungseinheit 18 über das Schaltelement 11 und die
Druckleitung 17 mit der Druckkammer 9; 8' verbunden und diese mit dem Systemdruck
beaufschlagt ist, sodass der Bauteil aus seiner linken Endlage in die rechte Endlage
bewegt wird. Nach dieser Ausführung ergibt sich die Zeitspanne t
SCH2 für das die Bewegung des Bauteils bewirkende Schaltelement 10 aus der Zeitdifferenz
zwischen dem zweiten Umschaltzeitpunkt T
UZ2 und dem Vorsteuersignal S
VS, wie dies jedoch nicht in der Fig. eingetragen ist. Die Zeitspanne t
SCH2 für das andere Schaltelement 11 bleibt unverändert.
[0070] Wie in Fig. 8 weiters eingetragen, werden von der Steuereinrichtung 13 noch die Zeitspannen
t
3, t
4 und t
5 ausgewertet. Die Zeitspanne t
3 wird von der Steuereinrichtung 13 aus der Zeitdifferenz zwischen den dritten Steuersignalen
zum zweiten Umschaltzeitpunkt T
UZ2 und dem ersten Messsignal S
1 zum Zeitpunkt T
1 als Istwert t
3Ist ermittelt. Im Speicher 54 der Steuereinrichtung 13 ist auch für die Zeitspanne t
3 ein Sollwerte t
3Soll abgelegt, der auf eine Type von Antrieb 1, 1', 1" abgestimmt ist und mathematisch
berechnet oder empirisch ermittelt wird. Wie ebenfalls noch in Fig. 11a genauer beschrieben
wird, wird von der elektronischen Reglereinheit 55 zwischen der festgelegten Zeitspanne
t
3Soll und der ermittelten Zeitspanne t
3Ist ein Soll-Ist-Vergleich durchgeführt, eine Regelabweichung aus der Differenz zwischen
dem Soll-und Istwert berechnet sowie eine Stellgröße gebildet. Anhand der Regelabweichung
wird für die jeweils nächste Bewegungsphase des Bauteils in dieselbe Bewegungsrichtung
- gemäß Pfeil 31 - der erste und/oder zweite Umschaltzeitpunkt T
UZ1, T
UZ2 der Schaltelemente 10, 11 eingestellt und die Zeitspanne t
GD festgelegt.
[0071] Die eingetragene Zeitspanne t
4 wird zum Zeitpunkt T
2 ausgelöst und endet zu einem späteren Zeitpunkt, in welchem sichergestellt ist, dass
sämtliche Rechenoperationen der Reglereinheit 55 abgeschlossen sind und die Regelabweichung
bzw. Stellgrößen für die nächste Bewegungsphase in dieselbe Bewegungsrichtung zur
Verfügung stehen. Diese Zeitspanne t
4 kann beispielsweise fest vorgegeben werden und ist im Speicher 54 ablegt. Nach Abschluss
der Berechnungen der Regelabweichungen generiert die Steuereinrichtung 13 ein Freigabesignal,
mit welchem die zweite Bewegungsphase des Bauteils von der Steuereinrichtung 13 oder
übergeordneten Steuerung gestartet werden kann. Diese Ausführung kommt zur Anwendung,
wenn aufgrund des Bewegungsablaufs des Antriebs 1; 1'; 1" bekannt ist, dass zwischen
der ersten und zweiten Bewegungsphase des Antriebs 1; 1'; 1" der Bauteil in der jeweiligen
Endlage für eine bestimmte Zeit verharrt, innerhalb welcher die Berechnungen der Regelabweichungen
und aller anderen mathematischer Funktionen abgeschlossen werden können. Diese Anwendung
entspricht dem üblichen Gebrauch des erfindungsgemäßen Antriebs 1; 1'; 1" als Achse
eines Mehrachs-Handhabungssystems, wonach die Rechnerleistung der Steuereinrichtung
13 niedriger ausgelegt werden kann.
[0072] Genauso gut ist es aber auch möglich, dass ein leistungsfähiger Mikroprozessor verwendet
wird, der innerhalb der zweiten Bewegungsphase die Berechnungen der Regelabweichungen
und aller anderen mathematischer Funktionen aus der ersten Bewegungsphase ausführt,
sodass die entsprechenden Stellgrößen und sonstigen Rechenergebnisse, wie beispielsweise
der Vorsteuerzeitpunkt T
VS, noch vor Beginn der dritten Bewegungsphase zur Verfügung stehen. Diese Ausführung
kommt zur Anwendung, wenn eine alternierende Bewegung des Bauteils erforderlich ist
und die Verweilzeit desselben in seinen Endlagen möglichst niedrig sein soll.
[0073] Wie in Fig. 8 eingetragen, wird zum Bewegungsbeginn des Bauteils von der Steuereinrichtung
13 die Zeitspanne t
5 ermittelt, die sich aus der Zeitdifferenz zwischen dem Steuersignal zum Startzeitpunkt
T
Start des die Bewegung des Bauteils einleitenden Schaltelementes 10 und dem Startsignal
S
Start zum Zeitpunkt T
0 ergibt. Diese Zeitspanne t
5 resultiert aus der Trägheit des Systems, beispielsweise aus der Schaltzeit des Schaltelementes
10, Druckfortpflanzung in den Druckleitungen 16, 17, Reibung zwischen den relativ
zueinander verstellbaren Bauteilen, Masse des zu bewegenden Bauteils und dgl. Um diese
Trägheit des Antriebs 1; 1'; 1" zu kompensieren, wird das erste Steuersignal bzw.
Schaltsignal für das die Bewegung des Bauteils bewirkende Schaltelement 10 um die
Zeitspanne t
5 früher als der tatsächliche Bewegungsbeginn des Bauteils ausgelöst und dadurch die
Druckbeaufschlagung des Bauteils vorzeitig eingeleitet, sodass die Trägheit des Antriebs
1; 1'; 1" keine negative Auswirkung auf die Bewegungszeit des Bauteils hervorruft.
[0074] Nachdem gemäß Fig. 8 die erste Bewegungsphase der Bewegung des Bauteils aus seiner
Ausgangslage in die linke Endlage entspricht, wird die Zeitspanne t
5 aus dem Speicher 54 ausgelesen. Zu diesem Zweck, werden vor dem Stillsetzen des Antriebs
1; 1'; 1" die ermittelten Zeitspannen t
5 aus der letzten Bewegungsphase des Bauteils jeder Bewegungsrichtung - gemäß Pfeil
31, 31' - im Speicher 54 abgelegt. In der Inbetriebsetzung des Antriebs 1; 1'; 1"
wird nach dem Neustart des Antriebs 1; 1'; 1" für die erste Bewegungsphase des Bauteils
die ermittelte Zeitspannen t
5 aus der letzten Bewegungsphase des Bauteils derselben Bewegungsrichtung - gemäß Pfeil
31 - und für die zweite Bewegungsphase des Bauteils die ermittelte Zeitspannen t
5 aus der letzten Bewegungsphase des Bauteils in derselben Bewegungsrichtung - gemäß
Pfeil 31' - herangezogen.
[0075] Im Betrieb wird die Zeitspanne t
5 in allen Bewegungsphasen laufend berechnet, im Speicher 54 abgelegt und in der jeweils
nächsten Bewegungsphase in dieselbe Bewegungsrichtung herangezogen. Die Steuereinrichtung
13 ermittelt bzw. berechnet die Zeitspanne t
5 beispielsweise in der ersten Bewegungsphase und schaltet diese oder die übergeordnete
Steuerung in der dritten Bewegungsphase das Schaltelement 10 zu dem aus der ersten
Bewegungsphase errechneten, neuen Startzeitpunkt T
Start.
[0076] Sind wie in Fig. 7 dargestellt, beispielsweise zwei Antriebe 1', 1" bewegungsmäßig
miteinander gekoppelt, ist es von Vorteil, dass an die zumindest eine Steuereinrichtung
13 und/oder übergeordnete Steuerung vor Beendigung der Bewegungsphase des ersten Antriebs
1' ein Rückmeldesignal S
Rück abgegeben und der Startzeitpunkt T
Start des zweiten Antriebs 1" zumindest um die Zeitspanne t
5 vorgelegt wird. Zum Startzeitpunkt T
Start wird das die Bewegung des Bauteils bewirkende Schaltelement geschalten, die entsprechende
Druckkammer des Stellantriebs 40" mit Systemdruck beaufschlagt und der Führungsschlitten
43" beispielsweise von oben nach unten zwischen seinen Endlagen verstellt. Durch die
voreilende Rückmeldung bzw. das voreilende Rückmeldesignal S
Rück wird die Trägheit kompensiert, so dass der zweite Antrieb 1" tatsächlich seine Bewegung
startet, wenn der erste Antrieb 1' seine Endlage erreicht hat. Dadurch ist eine erhebliche
Reduzierung der Bewegungszeiten des Handhabungssystems 48 erreichbar.
[0077] Das Rückmeldesignal S
Rück muss aber nicht zwingend voreilend, daher vor dem Ende der Bewegungsphase des ersten
Antriebs 1' an die Steuereinrichtung 13 oder übergeordnete Steuerung (nicht dargestellt)
ausgegeben werden. Es sind auch Anwendungen denkbar, bei welchen das Rückmeldesignal
S
Rück gleichzeitig mit dem Erreichen oder nach dem Erreichen der Endlage des ersten Antriebs
1' abgegeben wird. Dies kann der Fall sein, wenn der zweite Antrieb 1" mit einem Laserstrahlkopf
bestückt ist, der definiert aus der Endlage des ersten Antriebs 1' mittels des zweiten
Antriebs 1" auf eine Schweißstelle zubewegt werden muss. Damit der Laserstrahlkopf
bis zum Erreichen der Schweißstelle absolut schwingungsfrei ist, wird die Bewegung
des zweiten Antriebs 1" mit dem Laserstrahlkopf frühestens mit dem Erreichen der Endlage
des ersten Antriebs 1' gestartet.
[0078] Der Zeitpunkt T
R (in den Fig. nicht eingetragen), in welchem das Rückmeldesignal S
Rück ausgelöst wird, wird von der Steuereinrichtung 13 oder der übergeordneten Steuerung
berechnet und ergibt sich aus der Differenz zwischen dem Zeitpunkt T
2 des Sensors 21 vom ersten Antrieb 1; 1' und der Zeitspanne t
5 zu Bewegungsbeginn des zweiten Antriebs 1". Da der Zeitpunkt T
2 erst mit Erreichen der anzufahrenden Endlage erfasst wird, muss dieser für die Berechnung
des Zeitpunktes T
R aus der vorangegangenen Bewegungsphase des Antriebs 1' herangezogen werden, worauf
von der Steuereinrichtung 13 der Zeitpunkt T
R für die darauf folgende Bewegungsphase des zweiten Antriebs 1 " ermittelt werden
kann.
[0079] Es versteht sich, dass bei umgekehrter Bewegungsrichtung - gemäß Pfeil 31' - eine
entsprechend umgekehrte Ansteuerung der Schaltelemente 10, 11 erfolgt, wie in Fig.
8 für die zweite Bewegungsphase eingetragen, wobei die entsprechenden Messsignale
S
1, S
2 vom Sensor 22, das Bestätigungssignal S
B und Startsignal S
Start vom Sensor 21 ausgelöst werden. Das Schaltelement 11 erhält zum Zeitpunkt T
Start das erste Steuersignal für den Beginn der Bewegung des Bauteils von seiner linken
Endlage in die rechte Endlage wiederum von der Steuereinrichtung 13 oder der übergeordneten
Steuerung. Auch für diese Bewegungsrichtung, wird bei einer Regelabweichung in der
zweiten Bewegungsphase des Bauteils von der Steuereinrichtung 13 der erste und/oder
zweite Umschaltzeitpunkt T
UZ1, T
UZ2 der Schaltelemente 10, 11 berechnet und in der vierten Bewegungsphase des Bauteils
der erste und/oder zweite Umschaltzeitpunkt T
UZ1, T
UZ2 der Schaltelemente 10, 11 entsprechend eingestellt.
[0080] Fig. 10 zeigt das prinzipielle Zeitdiagramm für den Antrieb 1 gemäß den gezeigten
Ausführungen nach den Fig., 3, 4. Dabei sind der Signalverlauf S
R für die Rückmeldung, die Signalfolgen S
E1 und S
E2 der beiden Sensoren 21, 22 sowie die Schaltstellung S
SCH des Schaltelementes 36 über die Zeit von drei Bewegungsphasen des zwischen den Endlagen
beweglichen Bauteils dargestellt. Nach dem Ausführungsbeispiel des Antriebs 1 gemäß
Fig. 3 und 4 entspricht die erste und dritte Bewegungsphase einer Ausfahrbewegung
- gemäß Pfeil 31- des Hubzylinders 2 und die zweite Bewegungsphase einer Einfahrbewegung
- gemäß Pfeil 31' - des Hubzylinders 2. Es wird an dieser Stelle auf die detaillierte
Beschreibung der Festlegung der unterschiedlichen Signalverläufe S
R, S
E1, S
E2, Zeitpunkte T
1, T
Start, T
0, T
1, T
2, T
UZ1, T
UZ2, T
UZ3, T
R und Zeitspannen t
1, t
3, t
4 t
5, t
SCH1, t
SCH2 verzichtet, da diese jenen nach Fig. 8 entsprechen.
[0081] Zum Startzeitpunkt T
Start wird vorerst über eine übergeordnete Steuerung (nicht dargestellt) der elektronischen
Steuereinrichtung 13 ein Startsignal übermittelt, wie in den Fig. durch den Pfeil
50 angedeutet, und danach von der Steuereinrichtung 13 an den Steuermagnet 37 ein
erstes Steuersignal abgegeben, wodurch der Steuermagnet 37 bestromt und das Schaltelement
36 in die Betätigungsstellung umgeschalten und der bewegbare Bauteil - gemäß gezeigter
Ausführung der Hubzylinder 2 - aus seiner Ausgangslage in Richtung des Pfeils 31 von
rechts nach links verstellt wird. Befindet sich nun das Schaltelement 36 in der in
Fig. 3 gezeigten Betätigungsstellung ist die Druckleitung 16 geöffnet, sodass die
Druckkammer 8 des Antriebs 1 mit der Druckversorgungseinheit 18 verbunden und mit
Systemdruck beaufschlagt wird, während die Druckkammer 9 über die Druckleitung 17
mit einer Entlüftungsleitung 51 am Schaltelement 36 verbunden ist, sodass das in der
Druckkammer 9 befindliche Druckmittel bzw. Arbeitsmedium ungehindert in die Atmosphäre
entweichen kann. Daher ist in der rechten Endlage des bewegbaren Bauteils die Druckkammer
9 von der Druckversorgungseinheit 18 getrennt.
[0082] Mit Beginn der Bewegung des Bauteils aus seiner Ausgangslage bzw. rechten Endlage
zum Startzeitpunkt T
Start wird die Steuerleiste 26 am ortsfesten Sensor 22 vorbeibewegt und in diesem der in
Fig. 10 gezeigte Signalverlauf ausgelöst. Dieser Signalverlauf entspricht jenem in
Fig. 8 und wird deshalb auf eine nochmalige Beschreibung an dieser Stelle verzichtet.
[0083] Der in der anzufahrenden Endlage angeordnete Sensor 21 wird von der an diesen vorbeibewegten
Steuerleiste 25 geschalten. Tritt die Schaltfahne 27a mit ihrer Steuerkante 32a in
den Wirkbereich des ortsfesten Sensors 21 ein, löst diese ein erstes Messsignal S
1 zum Zeitpunkt T
1 aus, welches über die Signalleitung 19 an die Steuereinrichtung 13 weitergegeben
wird. Zu einem späteren, in der Bewegungsphase liegenden Zeitpunkt T
2 kommt der Endlagenabschnitt 29a mit seiner Steuerkante 33a in den Wirkbereich des
Sensors 21 und löst ein zweites Messsignal S
2 im Sensor 21 aus, welches ebenfalls an die Steuereinrichtung 13 übermittelt wird.
Es sei hier auf die detaillierte Beschreibung zu Fig. 8 verwiesen, in welcher der
Signalverlauf am Sensor 21 erläutert ist, und wird deshalb an dieser Stelle von einer
Wiederholung Abstand genommen.
[0084] Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren werden auf Basis der Regelabweichung in der
ersten Bewegungsphase des Bauteils ein erster Umschaltzeitpunkt T
UZ1 des Schaltelementes 36 und/oder ein zweiter, in der Bewegungsphase nachfolgender
Umschaltzeitpunkt T
UZ2 des Schaltelementes 36 berechnet und im Speicher 54 abgelegt. Wird die dritte Bewegungsphase
des Bauteils gestartet, daher die Bewegung des Bauteils in dieselbe Bewegungsrichtung
wie die der ersten Bewegungsphase des Bauteils, so werden der/die zuvor berechneten
Umschaltzeitpunkt(e) T
UZ1, T
UZ2 des Schaltelemente 36 aus dem Speicher 54 ausgelesen und zumindest einer der Umschaltzeitpunkte
T
UZ1, T
UZ2 in der dritten Bewegungsphase so eingestellt, dass die Regelabweichung korrigiert
ist.
[0085] Wie aus dem Signalverlauf für die Schaltstellung S
SCH des Schaltelementes 36 ersichtlich, wird für die Bewegung des Bauteils aus seiner
Ausgangslage bzw. rechten Endlage in die linke Endlage das Schaltelement 36 zum Startzeitpunkt
T
Start über das von der Steuereinrichtung 13 an den Steuermagnet 37 abgegebene, erstes Steuersignal
in die Betätigungsstellung umgestalten und bis zum ersten Umschaltzeitpunkt T
UZ1 in der Betätigungsstellung für die Zeitspanne t
SCH1 gehalten. Innerhalb dieser Zeitspanne t
SCH1 wird die Druckkammer 8 mit Systemdruck belüftet und somit eine Druckbeaufschlagung
des Bauteils in Bewegungsrichtung - gemäß Pfeil 31- bewirkt, während die Druckkammer
9 entlüftet wird.
[0086] Im ersten Umschaltzeitpunk T
UZ1 wird von der Steuereinrichtung 13 an den Steuermagneten 37 ein zweites Steuersignal
abgegeben, mit welchem das Schaltelement 36 für eine Zeitspanne t
GD in die Ruhestellung umgestalten wird. Hierdurch wird die ursprünglich druckbeaufschlagte
Druckkammer 8 entlüftet, die ursprünglich drucklose Druckkammer 9 für die Zeitdauer
t
GD mit Systemdruck belüftet und somit ein kleiner Druckpolster kurz vor dem Ende der
Bewegungsphase des Bauteils aufgebaut, gegen den der bewegte Bauteil aufläuft, sodass
ein harter Anschlag in der Endlage des Bauteils ausgeschlossen ist.
[0087] Die Zeitspanne t
GD ergibt sich aus der Zeitdifferenz zwischen T
UZ1 und T
UZ2 bzw. den von der Steuereinrichtung 13 abgegebenen Steuersignalen zur Umsteuerung
des Schaltelementes 36 und wird von der Steuereinrichtung 13 ermittelt. Durch die
Umsteuerung des Schaltelementes 36 bzw. dessen Schaltstellungen und Änderung der Druckzustände
in den Druckkammern 8, 9, wird gegen Ende der Bewegungsphase eine Bremsphase eingelegt,
in welcher durch den in der Druckkammer 9 aufgebauten Druckpolster eine Abbremsung
des in Bewegungsrichtung - gemäß Pfeil 31- bis zum Umschaltzeitpunkt T
UZ1 mit maximal möglicher Geschwindigkeit bewegten Bauteils erfolgt.
[0088] Am Ende der Bremsphase im zweiten Umschaltzeitpunlct T
UZ2 wird erneut von der Steuereinrichtung 13 an den Steuermagneten 37 des Schaltelementes
36 ein drittes Steuersignal abgegeben und die Druckkammern 8, 9 gegenläufig angesteuert,
wobei der Bauteil kurz vor Erreichen seiner Endlage in Bewegungsrichtung wiederum
mit Systemdruck bzw. die Druckkammer 8 mit Systemdruck beaufschlagt und die Druckkammer
9 entlüftet wird. Dadurch erfährt der Bauteil am Ende der Bremsphase, wo dieser bereits
eine geringe Bewegungsgeschwindigkeit aufweist, erneut einen Vorschub in Bewegungsrichtung
- gemäß Pfeil 31- in Richtung auf seine linke Endlage. Damit wird sichergestellt,
dass der Bauteil zuverlässig seine Endlage erreicht. Zu diesem Zweck wird im zweiten
Umschaltzeitpunkt T
UZ2 ein dem dritten Steuersignal entsprechendes Nachschaltsignal S
NS erzeugt, welches dem Steuermagnet 37 über eine Zeitspanne t
SCH2 bis zum Bewegungsstart des Bauteils in der zweiten Bewegungsphase aufgeschaltet wird.
Die Wirkung des Nachschaltsignals S
NS wurde oben bereits ausführlich beschrieben.
[0089] Im dritten Umschaltzeitpunkt T
UZ3 wird erneut von der Steuereinrichtung 13 an den Steuermagnet 37 des Schaltelementes
36 ein viertes Steuersignal abgegeben und die Druckkammern 8, 9 gegenläufig angesteuert.
Das vierte Steuersignal entspricht dabei dem Startsignal für die zweite Bewegungsphase
zum Zeitpunkt T
Start.
[0090] Es versteht sich, dass bei umgekehrter Bewegungsrichtung - gemäß Pfeil 31' - eine
entsprechend umgekehrte Ansteuerung des Schaltelementes 36 erfolgt, wie in Fig. 10
für die zweite Bewegungsphase eingetragen, wobei die entsprechenden Messsignale S
1, S
2 vom Sensor 22 , das Bestätigungssignal S
B und Startsignal S
Start vom Sensor 21 ausgelöst werden. Das Schaltelement 36 wird hierzu von der in Fig.
3 eingetragenen Betätigungsstellung in die in Fig. 4 eingetragene Ruhestellung geschalten,
indem zum Startzeitpunkt T
Start der zweiten Bewegungsphase von der übergeordneten Steuerung oder Steuereinrichtung
13 der Steuermagnet 37 mit dem ersten Steuersignal angesteuert und der Steuermagnet
37 in den unbestromtem Zustand verbracht wird. Dadurch wird der Bauteil aus seiner
linken Endlage entgegen der ursprünglichen Bewegungsrichtung - gemäß Pfeil 31- in
die rechte Endlage bewegt. In dieser Schaltstellung des Schaltelementes 36 ist die
Druckleitung 17 geöffnet, sodass die Druckkammer 9 des Antriebs 1 mit der Druckversorgungseinheit
18 verbunden und mit Systemdruck beaufschlagt wird, während die Druckkammer 8 über
die Druckleitung 16 mit einer Entlüftungsleitung 51 am Schaltelement 36 verbunden
ist, sodass das in der Druckkammer 8 befindliche Druckmittel bzw. Arbeitsmedium ungehindert
in die Atmosphäre entweichen kann. Auch für diese Bewegungsrichtung, wird in der zweiten
Bewegungsphase des Bauteils von der Steuereinrichtung 13 der erste und/oder zweite
Umschaltzeitpunkt T
UZ1, T
UZ2 des Schaltelementes 36 berechnet und in der vierten Bewegungsphase des Bauteils der
neue, erste und/oder zweite Umschaltzeitpunkt T
UZ1, T
UZ2 des Schaltelementes 36 entsprechend eingestellt.
[0091] Das erfindungsgemäße Verfahren zur Steuerung des fluidisch betätigten Antriebs 1;
1'; 1" wird nun anhand der in den Fig. 11 bis 12b gezeigten Verfahrensabläufe näher
beschrieben.
[0092] Der Bewegungsbeginn des Bauteils in der ersten Bewegungsphase wird durch den Block
70 und das Bewegungsende des Bauteils in der ersten Bewegungsphase durch den Block
71 symbolisiert. Die Bewegung des Bauteils wird über eine die Steuereinrichtung 13
aufweisende Überwachungseinrichtung 72, wie in den vorangegangenen Fig. schematisch
eingetragen, überwacht. Diese Überwachungseinrichtung 72 ist beispielsweise durch
einen elektronischen bzw. programmierten Zähler gebildet, der die Anzahl an Zustandswechsel
eines Signalpegels zwischen einem High-Pegel und einem Low-Pegel des Sensors 21 und/oder
22 erfasst. Im Speicher 54 der Steuereinrichtung 13 ist ein Wert für die Mindestanzahl
an Zustandswechsel eines Signalpegels zwischen einem High-Pegel und einem Low-Pegel
des Sensors 21 und/oder 22 abgelegt.
[0093] Im Verfahrensschritt 73 wird von der Steuereinrichtung 13 ein Vergleich zwischen
der ermittelten Anzahl an Zustandswechsel eines Signalpegels zwischen einem High-Pegel
und einem Low-Pegel und einer festgelegten Mindestanzahl an Zustandswechsel eines
Signalpegels zwischen einem High-Pegel und einem Low-Pegel durchgeführt und eine Auswertung
vorgenommen. Unterschreitet die ermittelte Anzahl an Zustandswechsel die festgelegte
Mindestanzahl an Zustandswechsel, wird an der Ausgabevorrichtung 53 der Steuereinrichtung
13 und/oder an der übergeordneten Steuerung eine Fehlermeldung angezeigt. Diese Fehlermeldung
ist als Block 74 dargestellt. Nach dieser Ausführung ist die Mindestanzahl an Zustandswechsel
größer Eins festgelegt und wird eine Fehlermeldung ausgegeben, sofern die ermittelte
Anzahl an Zustandswechsel beispielsweise Eins oder Null beträgt. Ursache der Fehlermeldung
kann beispielsweise ein defekter Sensor 21, 22 oder eine Behinderung des Bewegungsablaufs
vom Bauteil sein. Letzteres, wenn beispielsweise ein technischer Defekt am Antrieb
1; 1'; 1" auftritt oder ein Montageteil am Antrieb 1; 1'; 1" eingeklemmt und dadurch
eine Bewegung des Bauteils verhindert ist.
[0094] Ist hingegen die ermittelte Anzahl an Zustandswechsel höher als die festgelegte Mindestanzahl
an Zustandswechsel, wird der Verfahrensschritt 75 eingeleitet.
[0095] In diesem Verfahrensschritt 75 wird zunächst von der Reglereinheit 55 der Steuereinrichtung
13 ein Soll-Ist-Vergleich zwischen der festgelegten Zeitspanne t
3Soll und der ermittelten Zeitspanne t
3Ist durchgeführt. Weicht die ermittelte Zeitspanne t
3Ist von der festgelegten Zeitspanne t
3Soll ab, wird aus diesen in einem ersten Regelkreis der Reglereinheit 55 jeweils eine
Stellgröße zur Einstellung der Umschaltzeitpunkte T
UZ1, T
UZ2 gebildet.
[0096] In Fig. 11a ist der erste Regelkreis detailliert dargestellt. Wie daraus ersichtlich,
wird in der ersten Bewegungsphase für die nächste Bewegungsphase in dieselbe Bewegungsrichtung
des Bauteils an einem Vergleichsglied 76 eine Regelabweichung (e) zwischen der ermittelten
Zeitspanne t
3Ist und der festgelegten Zeitspanne t
3Soll berechnet und einem ersten Regler 77 der Reglereinheit 55 zugeführt. Im Regler 77
werden aus der Regelabweichung (e) nach einem festgelegten Regelgesetz die Stellgrößen
zur Einstellung beider Umschaltzeitpunkte T
UZ1, T
UZ2 berechnet und danach im Speicher 54 abgelegt. Wird nun die Bewegung des Bauteils
in der dritten Bewegungsphase gestartet, so werden die entsprechenden Stellgrößen
aus dem Speicher 54 ausgelesen und auf die Schaltelemente 10, 11 gemäß den Ausführungen
in den Fig. 1, 2; 5, 6; 7 oder das Schaltelement 36 gemäß der Ausführung in den Fig.
3, 4 aufgeschaltet. Die Schaltelemente 10, 11; 36 bilden die Stellglieder des Regelkreises,
wie diese jedoch in der Fig. 11a nicht dargestellt sind. Aus dem oben Stehenden lässt
somit erkennen, dass bei einer Abweichung der Zeitspanne t
3Ist von der Zeitspanne t
3Soll, die Umschaltzeitpunkte T
UZ1, T
UZ2 für die nächste, gleichsinnige Bewegungsphase neu eingestellt werden. Auf diese Weise
wird nun sicher gestellt, dass eine Regelabweichung (e), die in einer vorangegangenen
Bewegungsphase in die erste Bewegungsrichtung - gemäß Pfeil 31- festgestellt wird,
durch Veränderung der Umschaltzeitpunkte T
UZ1, T
UZ2 ausgeregelt wird und in der darauf folgenden Bewegungsphase in dieselbe Bewegungsrichtung
- gemäß Pfeil 31- die oder das Schaltelement(e) 10, 11; 3 6 nach den berechneten Umschaltzeitpunkten
T
UZ1, T
UZ2 angesteuert werden, sodass die erfasste Zeitspanne t
3Ist der festgelegten Zeitspanne t
3Soll entspricht. Nach dieser Regelung werden die neuen Umschaltzeitpunkte T
UZ1, T
UZ2 berechnet, wobei die Zeitspanne t
GD in allen nachfolgenden Bewegungsphasen in dieselbe Bewegungsrichtung - gemäß Pfeil
31- unverändert bleibt. Dadurch entspricht dieser Regeleingriff im Wesentlichen einer
Verschiebung der Umschaltzeitpunkte T
UZ1, T
UZ2 im konstanten Abstand gegenüber dem Zeitpunkt T
1. Entspricht hingegen der Ist-Wert der ermittelten Zeitspanne t
3Ist dem festgelegten Sollwert der Zeitspanne t
3Soll, kann ein Stelleingriff und damit eine Verschiebung der Umschaltzeitpunkte T
UZ1, T
UZ2 auf der Zeitachse gegenüber dem Zeitpunkt T
1 entfallen und wird sofort der Verfahrensschritt 78 eingeleitet.
[0097] In diesem Verfahrensschritt 78 erfolgt wiederum von der Reglereinheit 55 ein Soll-Ist-Vergleich
der festgelegten Zeitspanne t
1Soll und der ermittelten Zeitspanne t
1Ist. Weicht die ermittelte Zeitspanne t
1Ist von der festgelegten Zeitspanne t
1Soll ab, wird in der ersten Bewegungsphase für die nächste Bewegungsphase in dieselbe
Bewegungsrichtung des Bauteils vorerst die Regelabweichung (e) an einem Vergleichsglied
79 gebildet und einem zweiten Regler 80 der Reglereinheit 55 zugeführt, wie in Fig.
11b als zweiter Regelkreis der Reglereinheit 55 dargestellt. Im Regler 80 wird aus
der Regelabweichung (e) nach einem festgelegten Regelgesetz nur eine Stellgröße zur
Einstellung des Umschaltzeitpunktes T
UZ1 bzw. der Zeitspanne t
GD gebildet und danach im Speicher 54 abgelegt. Wird nun die Bewegung des Bauteils in
der dritten Bewegungsphase gestartet, so wird die entsprechende Stellgröße aus dem
Speicher 54 ausgelesen und auf die Schaltelemente 10, 11 gemäß den Ausführungen in
den Fig. 1, 2; 5, 6; 7 oder das Schaltelement 36 gemäß der Ausführung in den Fig.
3, 4 aufgeschaltet. Demnach wird in diesem Regelkreis der zweite Umschaltzeitpunkt
T
UZ2 beibehalten und die Zeitspanne t
GD bzw. die Dauer des Gegensteuerns verändert, in dem der erste Umschaltzeitpunkt T
UZ1 auf der Zeitachse verschoben wird.
[0098] Entspricht dagegen die ermittelte Zeitspanne t
1Ist der festgelegten Zeitspanne t
1Soll, wird eine Änderung der Zeitspanne t
GD bzw. der Dauer des Gegensteuerns unterlassen und der Bauteil anhand der in der letzten
Bewegungsphase gültigen Einstellung für den ersten Umschaltzeitpunkt T
UZ1 angetrieben.
[0099] Der erste und zweite Regler 77, 80 der Reglereinheit 55 sind durch einen I-Regler
gebildet. Eine Vereinfachung des Regelungsverfahrens wird auch dadurch erreicht, dass
die Zeitspannen t
1Soll, t
3Soll als Zeitfenster mit einer Unter- und Obergrenze festgelegt werden und ein Regeleingriff
nur dann stattfindet, wenn die ermittelten Zeitspannen t
1Ist, t
3Ist außerhalb des Zeit- bzw. Toleranzfensters liegen. Die Unter- und Obergrenze des Zeitfensters
sind dabei so festgelegt, dass dennoch ein optimales Abbremsverhalten und sanftes
Anfahren der Endlage möglich ist.
[0100] Fig. 12 zeigt ein modifiziertes Verfahren zur Steuerung des Antriebs 1; 1', 1" in
einem Ablaufdiagramm. Die Modifikation betrifft die Berücksichtigung bzw. Korrektur
des Bewegungsablaufs des Bauteils. Zum einen kann der Fall eintreten, dass der Bauteil
mit einer zu hohen Geschwindigkeit gegen die Endlage bewegt wird und durch die hohe
kinetische Aufprallenergie, dieser von der Endlage entgegen der Soll-Bewegung bewegt
wird und sich am, der anzufahrenden Endlage zugeordneten Sensor 21 ein Signalverlauf
ergibt, wie er in Fig. 12a dargestellt ist. Zum anderen kann der Fall eintreten, dass
der Bauteil mit einer zu niedrigen Geschwindigkeit gegen die Endlage bewegt wird und
er vor Erreichen der Endlage eine Pendelbewegung ausführt, sodass sich der in Fig.
12b dargestellte Signalverlauf für den in der anzufahrenden Endlage befindlichen Sensor
21 ergibt. Die Endlage ist durch ein mechanisches Begrenzungselement, wie ein Festanschlag
oder Stossdämpfer gebildet.
[0101] Um diese beiden Fälle voneinander unterscheiden zu können, wird während der Bewegung
des Bauteils über die in den vorangegangenen Fig. eingetragene Überwachungseinrichtung
72 im Verfahrensschritt 81 der Signalverlauf am, in der anzufahrenden Endlage angeordneten
Sensor 21 ermittelt und die Anzahl der Zustandswechsel eines Signalpegels zwischen
einem High-Pegel und Low-Pegel ausgewertet. Überschreitet die ermittelte Anzahl an
Zustandswechsel eines Signalpegels am Sensor 21 eine von der Steuereinrichtung 13
festgelegte Grenzanzahl an Zustandswechsel eines Signalpegels, wird der Verfahrensschritt
82 eingeleitet.
[0102] Im Verfahrensschritt 82 wird von der Reglereinheit 55 der Steuereinrichtung 13 ein
Soll-Ist-Vergleich zwischen einer festgelegten Zeitspanne t
1Soll und der ermittelten Zeitspanne t
1Ist durchgeführt. Unterschreitet die ermittelte Zeitspanne t
1Ist die festgelegte Zeitspanne t
1Soll, kann die Steuereinrichtung 13 durch Auswertung des Signalverlaufs feststellen, dass
der Bauteil mit einer zu hohen Geschwindigkeit in die Endlage bewegt wurde.
[0103] Diese Situation wird anhand des in Fig. 12a gezeigten Signalverlaufs gezeigt. Dabei
werden der Steuereinrichtung 13 drei Messsignale S
1, S
2, S
3 zugeführt. Das erste Messsignal S
1 wird zu einem Zeitpunkt T
1 erfasst, wenn beispielsweise die am bewegten Bauteil befestigte Steuerleiste 25 mit
der in Bewegungsrichtung - gemäß Pfeil 31 - vorderen Steuerkante 32a in den Wirkbereich
des in der anzufahrenden Endlage angeordneten Sensors 21 eintritt, während das zweite
Messsignal zu einem Zeitpunkt T
2 erfasst wird, in welchem die Steuerleiste 25 mit der zweiten Steuerkante 33a in den
Wirkbereich des in der anzufahrenden Endlage angeordneten Sensors 21 eintritt. Ist
die Bewegungsgeschwindigkeit des Bauteils zu hoch, wird dieser zunächst wegen seiner
zu hohen Aufprallenergie an der Endlage entgegen seiner Soll-Bewegung bewegt und danach
durch die nochmalige Druckbeaufschlagung zum sicheren Anfahren der Endlage in seine
ursprüngliche Bewegungsrichtung angetrieben. Dadurch wird der Bauteil nochmals in
Richtung auf die Endlage bewegt und gegen die Endlage hin abgebremst, sodass die zweite
Steuerkante 33a wieder in den Wirkbereich des in der anzufahrenden Endlage angeordneten
Sensors 21 eintritt und dabei zu einem späteren Zeitpunkt T
3 das dritte Messsignal S
3 auslöst. Dieses dritte Messsignal S
3 wird jedoch nicht von der Steuereinrichtung 13 ausgewertet.
[0104] Da die Zeitspanne t
1Ist für die beschriebene Situation viel zu niedrig ist, wird der zweite Regelkreis, wie
oben beschrieben, durchlaufen. Wesentlich ist, dass die korrigierte Zeitspanne t
GD anhand der vorangegangenen Bewegungsphase berechnet und erst in der darauf folgenden
Bewegungsphase in dieselbe Bewegungsrichtung des Bauteils die korrigierte bzw. reduzierte
Zeitspanne t
GD eingestellt wird. Die Einstellung der Zeitspanne t
GD erfolgt wiederum durch die Korrektur wenigstens eines der Umschaltzeitpunkte T
UZ1, T
UZ2 der Schaltelemente 10, 11; 36.
[0105] Wird hingegen im Verfahrensschritt 82 festgestellt, dass die ermittelte Zeitspanne
t
1Ist die festgelegte Zeitspanne t
1Soll überschreitet, wird dies in der ersten Bewegungsphase von der Steuereinrichtung 13
als Pendelbewegung ausgewertet, die durch eine Reduzierung der Zeitspanne t
GD beseitigt wird. Hierzu wird die im Speicher 54 abgelegte Zeitspanne t
GD mit einem Gewichtsfaktor multipliziert, der beispielsweise als Konstante zwischen
0,6 bis 0,8 definiert ist. Genauso gut ist es aber auch möglich, den Gewichtsfaktor
als Funktion der Abweichung zwischen der festgelegten Zeitspanne t
1Soll und der ermittelten Zeitspanne t
1Ist vorzugeben. Dieser Vorgang ist durch einen Block 83 in Fig. 12 dargestellt. Die um
den Gewichtsfaktor korrigierte Zeitspanne t
GD wird wiederum in der dritten Bewegungsphase als neue Zeitspanne t
GD herangezogen.
[0106] Diese Situation wird anhand des in Fig. 12b gezeigten Signalverlaufs gezeigt. Dabei
werden der Steuereinrichtung 13 drei Messsignale S
1, S
2, S
3 zugeführt. Das erste Messsignal S
1 wird zu einem Zeitpunkt T
1 erfasst, wenn beispielsweise die am bewegten Bauteil befestigte Steuerleiste 25 mit
der in Bewegungsrichtung - gemäß Pfeil 31- vorderen Steuerkante 32a in den Wirkbereich
des in der anzufahrenden Endlage angeordneten Sensors 21 eintritt. Ist die Bewegungsgeschwindigkeit
des Bauteils zu niedrig, wird der Bauteils noch vor Erreichen der Endlage entgegen
seiner Soll-Bewegung bewegt, sodass die Steuerleiste 25 wieder den Wirkbereich des
Sensors 21 verlässt. Durch die Druckbeaufschlagung zum sicheren Anfahren der Endlage,
wird der Bauteil wieder in seine ursprüngliche Bewegungsrichtung angetrieben, sodass
die vordere Steuerkante 32a zum Zeitpunkt T
2 nochmals in den Wirkbereich des in der anzufahrenden Endlage angeordneten Sensors
21 eintritt. Wird die Endlage erreicht, so wird zu einem späteren Zeitpunkt T
3, wenn die Steuerkante 33a in den Wirkbereich des Sensors 21 eintritt, das dritte
Messsignal S
3 ausgelöst, in welchem nun der Bauteil tatsächlich die Endlage erreicht hat. Dieses
dritte Messsignal S
3 wird jedoch nicht von der Steuereinrichtung 13 ausgewertet.
[0107] Die in den Fig. 12a, 12b eingetragene Zeitspanne t
4 wird zum Zeitpunkt T
3 ausgelöst und endet zu einem späteren Zeitpunkt, in welchem sichergestellt ist, dass
sämtliche Rechenoperationen der Reglereinheit 55 abgeschlossen sind und die Regelabweichung
bzw. Stellgrößen für die nächste Bewegungsphase in dieselbe Bewegungsrichtung zur
Verfügung stehen. Das Bewegungsende wird erst zum Zeitpunkt T
3 erreicht. Ebenso tritt eine Verschiebung des Zeitpunktes T
R (in den Fig. nicht eingetragen) ein, in welchem das Rückmeldesignal S
Rück ausgelöst wird.
[0108] Wie oben beschrieben, kann die Endlage entweder alleinig durch die geschickte Steuerung
des Antriebs 1; 1'; 1" oder durch die Kombination aus der geschickten Steuerung des
Antriebs 1; 1'; 1" und einem Stoßdämpfer sanft angefahren werden. Wird ein Stoßdämpfer
eingesetzt, so wird von diesem jener Anteil der kinetischen Aufprallenergie des Bauteils
aufgenommen, der durch das Gegensteuern über die Zeitspanne t
GD nicht abgebaut wurde. Daher ist der Anteil der vom Stoßdämpfer zu absorbierenden,
kinetischen Energie, maßgeblich durch die Dauer des Gegensteuerns t
GD beeinflusst. Wie oben beschrieben, ergibt sich die Zeitspanne t
GD für die Dauer des Gegensteuerns aus der Zeitspanne t
1. Der Stoßdämpfer wirkt mit seiner Federkraft entgegen der Bewegungsrichtung des Bauteils,
sodass die ermittelte Zeitspanne t
1Ist geringfügig ansteigen wird, wenn der bewegte Bauteil auf den Stoßdämpfer aufläuft.
Dem gegenüber wird durch die Regelung aus der ermittelten Zeitspanne t
1Ist die Zeitspanne t
GD für die Dauer des Gegensteuerns geringfügig reduziert. Fällt durch einen Defekt der
Stoßdämpfer aus oder wurde dieser fehlerhaft montiert, wird sich die Zeitspanne t
1Ist deutlich reduzierten, sodass durch die Regelung aus der ermittelten Zeitspanne t
1Ist die Zeitspanne t
GD für die Dauer des Gegensteuerns vergrößert wird. Um einen Ausfall des Stoßdämpfers
über die Steuereinrichtung 13 oder die übergeordnete Steuerung erfassen zu können,
wird für die Zeitspanne t
GD eine zeitliche Untergrenze und Obergrenze festgelegt. Überschreitet die berechnete
Zeitspanne t
GD die von der Steuereinrichtung 13 festgelegte und im Speicher 54 abgelegte Obergrenze,
wird an der Ausgabevorrichtung 53 oder der übergeordneten Steuerung eine Fehlermeldung
in Form eines optischen und/oder akustischen Signals ausgegeben und/oder der Antrieb
1; 1'; 1 " stillgesetzt.
[0109] Es sei noch an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass die Umschaltzeitpunkte T
UZ1, T
UZ2 bzw. die Zeitspanne t
GD für die dritte Bewegungsphase noch in der ersten und/oder zweiten Bewegungsphase
oder während der Verweilzeit des Bauteils in der Endlage berechnet werden.
[0110] In den gemeinsam beschriebenen Fig. 13 bis 18 ist eine andere Ausführungsvariante
des erfindungsgemäßen Verfahrens gezeigt, die gegebenenfalls für sich eine eigenständige,
erfinderische Lösung darstellen kann.
[0111] Fig. 13 zeigt einen Antrieb 100, der auch nach dieser Ausführung durch einen doppelt-wirkenden
Hubzylinder 101 gebildet ist, der aus einem Zylinderrohr besteht, dessen Enden mit
Stirnwänden 102, 103 abgeschlossen sind. In diesem Hubzylinder 101 ist durch ein Druckmittel
verschiebbar, ein Stellkolben 104 geführt, der seinerseits mit einer Kolbenstange
105 verbunden ist. Die Kolbenstange 105 ist über ein entsprechendes Festlager 106
ortsfest gelagert, sodass der Hubzylinder 101 den beweglichen Bauteil und der Stellkolben
104 mit der Kolbenstange 105 den feststehenden Bauteil des Antriebs 100 bildet. Zwischen
der linken Stirnwand 103 und dem Stellkolben 104 ist eine erste Druckkammer 107 und
zwischen der rechten Stirnwand 102 und dem Stellkolben 105 eine zweite Druckkammer
108 ausgebildet.
[0112] Die Druckkammern 107, 108 sind nach dieser Ausführung über nur ein Schaltelement
109, insbesondere ein 5/3-Wegeventil wechselseitig mit Systemdruck beaufschlagbar.
Das Schaltelement 109 weist beispielsweise zwei elektromagnetische Steuermagneten
110 auf, die über entsprechende Steuerleitungen 111, 112 mit einer elektronischen
Steuereinrichtung 116 verbunden sind, die ihrerseits das Schaltelement 109 ansteuert.
In unbestromtem Zustand der Steuermagnete 110 befindet sich das 5/3-Wegeventil in
der nicht eingetragenen Mittelstellung (B). In der Mittelstellung (B) sind beide Druckkammern
107, 108 mit Rücklaufanschlüssen des 5/3-Wegeventils verbunden. In bestromtem Zustand
(erste Betätigungsstellung A) des linken Steuermagneten 110 ist die erste Druckkammer
107 über eine erste Druckleitung 113 mit der Druckversorgungseinheit 114 und in bestromtem
Zustand (zweite Betätigungsstellung C) des rechten Steuermagneten 110 ist die zweite
Druckkammer 108 über eine zweite Druckleitung 115 mit der Druckversorgungseinheit
114 verbindbar. Das Schaltelement 109 ist an die Druckversorgungseinheit 114 angeschlossen.
Die Ansteuerung der Steuermagneten 110 erfolgt hierbei über elektrische Steuersignale
der Steuereinrichtung 116, wie dies in Fig. 15 aus dem Signalverlauf für die Schaltstellung
S
SCH des Schaltelementes 109 ersichtlich ist.
[0113] Wie in den Fig. weiters eingetragen, ist die Steuereinrichtung 116 über Signalleitungen
117, 118 mit Sensoren 119, 120 verbunden, sodass die von den Sensoren 119, 120 abgegebenen,
elektrischen Steuersignale der Steuereinrichtung 116 zuführbar sind. Die Steuereinrichtung
116 kann auch durch die übergeordnete Steuerung gebildet sein. Die Sensoren 119, 120
sind dabei in den vom bewegbaren Bauteil anzufahrenden Endlagen oberhalb der vom Antrieb
100 definierten Bewegungsbahn ortsfest angeordnet. Diese Sensoren 119, 120 wirken
mit Schaltfahnen 27a, b der oben beschriebenen Steuerleisten 25, 26 zusammen, die
an den gegenüberliegenden Enden des bewegbaren Bauteils, daher dem Hubzylinder 101,
befestigt sind. Die gezeigte Anordnung der Steuerleisten 25, 26 ist nur prinzipieller
Art. Genauso gut könnten auch Schaltfahnen 27a, b verwendet werden, die durch einen
prismatischen Block gebildet sind, oder werden Reed-Schalter eingesetzt, also Sensoren,
mit denen die Endlagen des Bauteils ohne Schaltfahnen 27a, b überwacht wird. Wesentlich
ist, dass über die in den Endlagen angeordneten Sensoren 119, 120 eine tatsächliche
Bewegungszeit t
BIst des zwischen den Endlagen bewegten Bauteils exakt erfasst wird.
[0114] Fig. 15 zeigt das prinzipielle Zeitdiagramm für den Antrieb 100. Dabei sind die Signalfolgen
S
E1 und S
E2 der beiden Sensoren 119, 120 sowie die Schaltstellung S
SCH des Schaltelementes 109 über die Zeit von drei Bewegungsphasen des zwischen den Endlagen
beweglichen Bauteils dargestellt. Nach dem gezeigten Ausführungsbeispiel entspricht
die erste und dritte Bewegungsphase einer Ausfahrbewegung - gemäß Pfeil 31 - des Hubzylinders
101 und die zweite Bewegungsphase einer Einfahrbewegung - gemäß Pfeil 31' - des Hubzylinders
101.
[0115] Zum Startzeitpunkt T
Start wird vorerst über eine übergeordnete Steuerung (nicht dargestellt) der elektronischen
Steuereinrichtung 116 ein Startsignal übermittelt, wie in den Fig. 13 und 14 durch
den Pfeil 50 angedeutet, und danach von der Steuereinrichtung 116 an den linken Steuermagnet
110 ein erstes Steuersignal abgegeben, wodurch der Steuermagnet 110 bestromt und das
Schaltelement 109 in die Betätigungsstellung (A) umgeschalten und der bewegbare Bauteil
- gemäß gezeigter Ausführung der Hubzylinder 101 - aus seiner Ausgangslage in Richtung
des Pfeils 31 von rechts nach links verstellt wird. Befindet sich nun das Schaltelement
109 in der in Fig. 13 gezeigten Betätigungsstellung (A) ist die Druckleitung 113 geöffnet,
sodass die Druckkammer 107 des Antriebs 100 mit der Druckversorgungseinheit 114 verbunden
und mit Systemdruck beaufschlagt wird, während die Druckkammer 108 über die Druckleitung
115 mit einer Entlüftungsleitung 125 am Schaltelement 109 verbunden ist, sodass das
in der Druckkammer 108 befindliche Druckmittel ungehindert in die Atmosphäre entweichen
kann.
[0116] Durch Aktivierung des Schaltelements 109 wird die erste Bewegungsphase eingeleitet,
wie dies im Nachfolgenden näher beschrieben wird.
[0117] Mit Beginn der Bewegung des Bauteils aus seiner Ausgangslage bzw. rechten Endlage
zum Startzeitpunkt T
Start wird die Steuerleiste 26 am ortsfesten Sensor 120 vorbeibewegt und in diesem der
in Fig. 15 gezeigte Signalverlauf ausgelöst. Dieser Signalverlauf entspricht jenem
in Fig. 8 und wird deshalb auf eine nochmalige Beschreibung an dieser Stelle verzichtet.
[0118] Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wird noch vor dem eigentlichen Bewegungsstart
des Bauteils zum Startzeitpunkt T
Start von der Steuereinrichtung 116 oder der übergeordneten Steuerung (nicht dargestellt)
ein Sollwert für die Bewegungszeit t
BSoll des Bauteils zwischen den Endlagen jeder Bewegungsphase statisch vorgegeben oder
dynamisch festgelegt. Der statisch vorgegebene Sollwert t
BSoll wird beispielsweise mathematisch oder empirisch ermittelt und in einem Speicher 129
der Steuereinrichtung 116 abgelegt. Anderseits kann der Sollwert t
BSoll auch dynamisch festgelegt werden. Mit anderen Worten, wird beispielsweise der Sollwert
t
BSoll laufend an einen Maschinentakt einer mit dem Antrieb 100 zusammenwirkenden Maschinenanlage
angepasst und in den Speicher 129 laufend eingelesen. Aus dem Sollwert für die Bewegungszeit
t
BSoll wird von der Steuereinrichtung 116 ein theoretischer Startzeitpunkt T
Start (Bewegungsstart) festgelegt oder berechnet und ein theoretischer Endzeitpunkt T
TE (theoretisches Bewegungsende) berechnet.
[0119] Über die Sensoren 119, 120 wird nun in der ersten Bewegungsphase die tatsächliche
Bewegungszeit der Stellbewegung des Bauteils zwischen den Endlagen als Istwert t
BIst erfasst. Der erfasste Istwert t
BIst wird der elektronischen Steuereinrichtung 116 zugeführt, worauf von einer diese aufweisenden
Reglereinheit 127 zwischen der ermittelten Bewegungszeit t
BIst und der festgelegten Bewegungszeit t
BSoll ein Soll-Ist-Vergleich durchgeführt wird, wie aus Fig. 16 ersichtlich.
[0120] Wird eine Regelabweichung (e) aus der Differenz zwischen der für die erste Bewegungsphase
vorgegebenen Soll-Bewegungszeit t
BSoll und der aus der ersten Bewegungsphase ermittelten Ist-Bewegungszeit t
BIst errechnet, so wird von einem Regler 128 nach einem Regelgesetz wenigstens eine Stellgröße
zur Steuerung des Schaltelementes 109 gebildet. Die Stellgröße wird vorübergehend
im Speicher 129 abgelegt. Die Reglereinheit 127 weist hierzu einen Rechnerbaustein
130, insbesondere einen Mikroprozessor, auf.
[0121] Wird die dritte Bewegungsphase gestartet, so wird die von der ersten Bewegungsphase
berechnete Stellgröße aus dem Speicher 129 ausgelesen und entsprechend der Stellgröße
wenigstens einer der zwei zeitlich aufeinander folgenden Umschaltzeitpunkte T
UZ1, T
UZ2 eingestellt, sodass die Regelabweichung (e) in der dritten Bewegungsphase korrigiert
ist.
[0122] Der erste Umschaltzeitpunkt T
UZ1 entspricht dem von der Steuereinrichtung 116 oder der übergeordneten Steuerung festgelegten
Startzeitpunkt T
Start, in welchem das Schaltelement 109 von einem ersten Steuersignal der Steuereinrichtung
116 oder der übergeordneten Steuerung und Bestromen des linken Steuermagneten 110
von der Mittelstellung (Ruhestellung) in die Betätigungsstellung (A) aktiviert wird.
In der Betätigungsstellung (A) wird die Druckkammer 107 mit Systemdruck beaufschlagt,
sodass der Bauteil in Richtung auf die linke Endlagen bewegt wird. Mit der Einstellung
wenigstens eines der Umschaltzeitpunkte T
UZ1, T
UZ2 wird eine Steuerungsdauer t
SD eines Startimpulses verändert. Es erweist sich von Vorteil, wenn der erste Umschaltzeitpunkt
T
UZ1 bezüglich der Zeitachse unverändert bleibt und die Steuerungsdauer t
SD des Startimpulses durch Änderung des zweiten Umschaltzeitpunktes T
UZ2 eingestellt wird. Der Startimpuls ist durch die steigende Flanke im ersten Umschaltzeitpunkt
T
UZ1 und die fallende Flanke im zweiten Umschaltzeitpunkt T
UZ2 vorgegeben. Die Druckkammer 107 ist über die Steuerungsdauer t
SD mit Systemdruck beaufschlagt, sodass der Bauteil aus dem Stillstand in der Ausgangslage
bzw. rechten Endlage auf eine Sollgeschwindigkeit v
Soll beschleunigt und in Bewegungsrichtung - gemäß Pfeil 31- auf seine linke Endlage zubewegt
wird. Im zweiten Umschaltzeitpunkt T
UZ2 wird von der Steuereinrichtung 116 oder der übergeordneten Steuerung neuerlich an
den linken Steuermagneten 110 ein zweites Steuersignal abgegeben, mit welchem der
linke Steuermagnet 110 deaktiviert und das Schaltelement 109 aus der Betätigungsstellung
(A) in die Mittelstellung (Ruhestellung) verstellt wird. In der Mittelstellung ist
die Druckkammer 107 mit dem Rücklaufanschluss des Schaltelementes 109 verbunden und
wird hierdurch die ursprünglich druckbeaufschlagte Druckkammer 107 entlüftet.
[0123] Auf den Startimpuls folgen innerhalb einer Zeitspanne t
GB mehrere Schaltimpulse kurzer Dauer t
SCH, durch welche das Schaltelement 109 von der Steuereinrichtung 116 oder der übergeordneten
Steuerung in um Impulspausen aufeinander folgenden Intervallen zwischen der Mittelstellung
(B) und der Betätigungsstellung (A) betätigt wird. Mit anderen Worten, wird das Schaltelement
109 über die Zeitspanne t
GB gepulst angesteuert und die Druckkammer 107 über die Dauer t
SCH eines jeden Schaltimpulses mit Systemdruck beaufschlagt. Die Impulspausen sind in
der Fig. 15 als Zeitspannen t
P eingetragen, innerhalb welcher das Schaltelement 109 in der Mittelstellung (B) verharrt
und die Druckkammer 107 über die Zeitspannen t
P einer jeden Impulspause drucklos ist und der Bauteil alleinig auf Grund seiner Massenträgheit
antriebslos in Bewegungsrichtung - gemäß Pfeil 31 - weiterbewegt. Folgt auf die Impulspause
ein Schaltimpuls wird die Druckkammer 107 über die Zeitspannen t
SCH mit Systemdruck beaufschlagt und der Bauteil wiederum über die Dauer t
SCH beschleunigt.
[0124] Wie in Fig. 15 eingetragen, wird innerhalb der Zeitspanne t
GB der gepulsten Betätigung des Schaltelementes 109, der linke Steuermagnet 110 von
der Steuereinrichtung 116 oder der übergeordneten Steuerung über Steuersignale zu
den Umschaltzeitpunkten T
UZ3 ... T
UZn mehrmals angesteuert. Im Umschaltzeitpunkt T
UZ3 erhält der linke Steuermagnet 110 ein drittes Steuersignal, mit welchem das Schaltelement
109 von seiner ursprünglichen Mittelstellung (B) wieder in die Betätigungsstellung
(A) betätigt und die Druckkammer 107 beaufschlagt wird. Im Umschaltzeitpunkt T
UZn erhält der linke Steuermagnet 110 innerhalb der Zeitspanne t
GB ein n-tes Steuersignal, mit welchem das Schaltelement 109 von seiner ursprünglichen
Betätigungsstellung (A) wieder in die Mittelstellung (B) betätigt und die Druckkammer
107 entlüftet wird. Die Dauer der gepulsten Betätigung des Schaltelementes 109 ergibt
sich aus der Zeitspanne t
GB zwischen dem zweiten Steuer- bzw. Schaltsignal im zweiten Umschaltzeitpunkt T
UZ2 und dem Steuer- bzw. Schaltsignal zum n-ten Umschaltzeitpunkt T
UZn. Am Ende der Zeitspanne t
GB ist der theoretische Endzeitpunkt T
TE erreicht. Der Umschaltzeitpunkt T
UZn entspricht dem berechneten Endzeitpunkt T
TE, zu welchem der Bauteil seine Endlage erreicht haben soll.
[0125] Nach Fig. 15 wird allerdings in der ersten Bewegungsphase die linke Endlage nicht
innerhalb der Soll-Bewegungszeit t
BSoll erreicht, sondern erst zu einem späteren, über den anzufahrenden Sensoren 119 ermittelten
Endzeitpunkt T
EE (entspricht T
2), der nach dem theoretischen Endzeitpunkt T
TE liegt. Dieser Umstand kann bei veränderten Betriebs- und Umgebungsbedingungen, beispielsweise
werden durch die zusätzliche Beladung des Antriebs die Reibungsverhältnisse verändert,
eintreten. Basierend auf der Zeitdifferenz Δt zwischen theoretischem Endzeitpunkt
T
TE und ermitteltem Endzeitpunkt T
EE, wird nun die Regelabweichung (e) berechnet und die wenigstens eine Stellgröße zur
Einstellung wenigstens eines Umschaltzeitpunktes T
UZ1, T
UZ2 bzw. die Steuerungsdauer t
SD des Startimpulses gebildet, die dem Schaltelement 109 in der dritten Bewegungsphase
aufgeschaltet wird. Nachdem die Steuerungsdauer t
SD des Startimpulses geändert wird, wird von der elektronischen Reglereinheit 127, insbesondere
dem Rechnerbaustein 130 der Steuereinrichtung 116 auch die Impulspause t
P zwischen zwei aufeinander folgenden Schaltimpulsen innerhalb der Zeitspanne t
GB berechnet. Diese Schaltimpulse folgen auf die Impulspausen, die durch die Zeitdifferenz
zwischen zwei unmittelbar aufeinander folgenden Steuersignalen zu den Umschaltzeitpunkten
T
UZ2, T
UZ3 bis T
UZn festgelegt sind. Die Dauer t
SCH der dem Schaltelement 109 aufgeprägten Schaltimpulse wird abhängig vom Antriebstyp
vorzugsweise unveränderbar vorgegeben und ist im Speicher 129 abgelegt. Ebenso wird
die Anzahl der Schaltimpulse innerhalb der Zeitspanne t
GB abhängig vom Antriebstyp gewählt und im Speicher 129 abgelegt. Genauso gut ist es
aber auch möglich, dass vor der Inbetriebnahme des Antriebs 100 über eine Eingabevorrichtung
131, insbesondere einen Rechner (PC), oder die übergeordnete Steuerung der Steuereinrichtung
116 die Dauer t
SCH und die Anzahl der Schaltimpulse vom Monteur eingegeben wird. In den Fig. 13 und
14 weist die Steuereinrichtung 116 die Eingabevorrichtung 131 auf.
[0126] In der Praxis hat sich gezeigt, dass die Anzahl der Schaltimpulse durch das geplante
Einsatzgebiet maßgeblich bestimmt ist. Muss beispielsweise eine möglichst schwingungsfreie
Positionierung des Bauteils in der Endlage oder eine möglichst ruckfreie Verstellung
des Bauteils zwischen den Endlagen sichergestellt werden, wird die Dauer t
SCH kleiner und/oder die Anzahl an Schaltimpulsen höher gewählt. Mit zunehmender Anzahl
an Schaltimpulsen werden die Schwankungen der Bewegungsgeschwindigkeit des Bauteils
minimiert. Ebenso muss die Dauer t
SCH und/oder die Anzahl an Schaltimpulsen an den Verstellweg des Bauteils angepasst werden.
Hierzu kann die Reglereinheit 127 auch einen dynamischen Lernmodus (adaptive Regelung)
zur Einstellung der Dauer t
SCH und/oder der Anzahl der Schaltimpulse aufweisen. Der Bauteil wird vorerst zwischen
den Endlagen anhand von Grundeinstellungen für die Dauer t
SCH und/oder die Anzahl der Schaltimpulse geregelt verfahren und währenddessen die an
diesem angeregten Schwingungen sensorisch erfasst. Überschreiten die Schwingungen
einen Grenzwert, werden die Dauer t
SCH und/oder die Anzahl der Schaltimpulse automatisch adaptiert, bis die Schwingungen
in einem zulässigen Bereich liegen und ein optimales Fahrverhalten des Bauteils erreicht
ist. Auch im laufenden Betrieb kann eine automatische Adaption beibehalten werden,
das heißt, Änderungen von Gleiteigenschaften, Massen, Alterungserscheinungen, Aufprallenergie
in der Endlage und dgl. können laufend adaptiert werden, um durch Veränderung der
Dauer t
SCH und/oder der Anzahl der Schaltimpulse kompensiert zu werden.
[0127] Somit kann vom Rechnerbaustein 130 der Reglereinheit 127 nach einem im Speicher 129
abgelegten und nachfolgend beschriebenen Rechenalgorithmus, die Zeitspanne t
P jeder Impulspause berechnet werden.

[0128] Unterschiedliche Geschwindigkeitsverläufe des Bauteils sind in Fig. 17 dargestellt.
Liegt eine lange Steuerungsdauer t
SD vor, ergibt sich der in vollen Linien eingetragene Geschwindigkeitsverlauf, während
sich für eine kurze Steuerungsdauer t
SD der in strichlierte Linien eingetragene Geschwindigkeitsverlauf ergibt. Wie daraus
ersichtlich, erreicht der Bauteil in einer Zeitspanne über die Steuerungsdauer t
SD seine maximale Sollgeschwindigkeit v
Soll. Ab dem zweiten Umschaltzeitpunkte T
UZ2 innerhalb der Zeitspanne t
GB, verliert der Bauteil zunehmend an Bewegungsgeschwindigkeit, sodass dieser mit gegenüber
die maximale Sollgeschwindigkeit v
Soll verringerter Bewegungsgeschwindigkeit gegen die Endlage verfahren wird.
[0129] Der Geschwindigkeitsabfall Δv variiert abhängig von der Steuerungsdauer t
SD des Startimpulses. Tritt eine hohe Regelabweichung (e) ein, daher ist die erfasste
Bewegungszeit t
BIst höher als die festgelegte Bewegungszeit t
BSoll, wird auch die Steuerungsdauer t
SD des Startimpulses erhöht und dadurch der Bauteil in der ersten Zeitspanne auf eine
hohe Bewegungsgeschwindigkeit beschleunigt. Demnach wird mit zunehmender Erhöhung
der Steuerungsdauer t
SD des Startimpulses die Dauer t
P einer jeden Impulspause gleichmäßig verringert, also der Bauteil über kürzer Intervalle
antriebslos bewegt, wie dies in festen Linien eingetragen ist. Wird hingegen die Steuerungsdauer
t
SD des Startimpulses verringert, so wird die Dauer t
P einer jeden Impulspause gleichmäßig erhöht, also der Bauteil über längere Intervalle
antriebslos bewegt, wie dies in strichlierte Linien eingetragen ist.
[0130] Das erfindungsgemäße Verfahren macht sich die Erkenntnis zu nutze, dass die Umgebungsbedingungen,
insbesondere die Reibung, oder Alterungserscheinungen während der antriebslosen Bewegung
des Bauteils eine gezielte Abbremsung des Bauteils auf seinem Verstellweg, beispielsweise
von der rechten Endlage in die Endlage bewirken, sodass der Bauteil sanft gegen die
Endlage fährt.
[0131] Ist der Geschwindigkeitsabfall Δv zu hoch, steigt die Zeitdifferenz Δt an. Um eine
unnötig hohe Anhebung der Zeitdifferenz Δt und somit der Bewegungszeit des Bauteil
auf seiner Verstellbewegung zwischen den Endlagen zu verhindern, wird zum theoretischen
Bewegungsende im Endzeitpunkt T
TE von einer Überwachungseinrichtung 132 der Steuereinrichtung 116 ein Überwachungssignal
S
Ü ausgelöst, mit welchem eine erste Zeitspanne vorgegeben wird. Ist diese Zeitspanne
abgelaufen und befindet sich der Bauteil noch nicht in seiner geplanten Endlage, die
vom Sensor 119 überwacht wird, wird von der Steuereinrichtung 116 dem Schaltelement
109 zu einem Umschaltzeitpunkt T
UZA ein Nachschaltsignal S
NS aufgeschaltet und die Druckkammer 107 über eine Zeitspanne t
A mit Systemdruck angesteuert, sodass der Bauteil in Bewegungsrichtung - gemäß Pfeil
31- in Richtung auf seine Endlage bewegt, gegen diese angedrückt sowie in dieser mit
einer Haltekraft positioniert gehalten wird. Die Zeitspanne t
A resultiert aus der Zeitdifferenz zwischen dem Umschaltzeitpunkt T
UZA der ersten Bewegungsphase und dem ersten Umschaltzeitpunkt T
UZ1 bzw. dem Startzeitpunkt T
Start der zweiten Bewegungsphase in gegenläufiger Bewegungsrichtung - gemäß Pfeil 31'.
Das Nachschaltsignal S
NS entspricht demnach einem Nachschaltimpuls. Befindet sich nun der Bauteil tatsächlich
in seiner Endlage, wird über die Steuerkante 33a am in der anzufahrenden Endlage angeordneten
Sensor 119 zum Zeitpunkt T
EE bzw. T
2 (nicht eingetragen) das Signal S
2 ausgelöst. Es sei hier auf die detaillierte Beschreibung zu Fig. 8 verwiesen, in
welcher der Signalverlauf S
E2 am Sensor 21 erläutert ist und auf diese Ausführung für den Sensor 119 übertragen
werden kann. Weiters ist es möglich, dass von der Steuereinrichtung 116 oder der übergeordneten
Steuerung eine zweite Zeitspanne t
F aus der Zeitdifferenz zwischen dem ersten Messsignal S
1 und dem letzten Umschaltzeitpunkt T
UZn, daher wenn das Schaltelement 109 aus seiner Betätigungsstellung A in die Ruhestellung
B umgestaltet wird, ausgewertet wird. Übersteigt die erste Zeitspanne die zweite Zeitspanne
(t
F), so wird von der Überwachungseinrichtung 132 das Nachschaltsignal S
NS noch vor dem Ende der ersten Zeitspanne erzeugt und dem Schaltelement 109 aufgeschaltet,
sodass der Bauteil frühzeitig in Bewegungsrichtung - gemäß Pfeil 31- mit Systemdruck
beaufschlagt wird. Dadurch kann die tatsächliche Bewegungszeit verkürzt werden, wenn
die Soll-Bewegungszeit T
Bsoll von der Ist-Bewegungszeit T
BIst abweicht.
[0132] Wie Fig. 15 in der dritten Bewegungsphase zeigt, wird die Regelabweichung (e) zwischen
der Soll-Bewegungszeit T
Bsoll und Ist-Bewegungszeit T
BIst ausgeregelt, indem die Steuerungsdauer t
SD des Startimpulses und die Zeitspannen t
P der Impulspausen so eingestellt werden, dass die Ist-Bewegungszeit T
BIst der Soll-Bewegungszeit T
Bsoll entspricht und der Bauteil innerhalb der vorgegebenen Soll-Bewegungszeit T
Bsoll die linke Endlage erreicht. Die Steuerungsdauer t
SD des Startimpulses wird verlängert und die Zeitspannen t
P verkürzt. Hat der Bauteil seine Endlage erreicht, wird am Sensor 119 ein Signal S
2 ausgelöst und dieses der Steuereinrichtung 116 zugeführt, worauf von dieser dem Schaltelement
109 zu einem Umschaltzeitpunkt T
UZA ein Nachschaltsignal S
NS aufgeschaltet und die Druckkammer 107 über eine Zeitspanne t
A mit Systemdruck angesteuert, sodass der Bauteil im wesentlichen nur noch gegen die
Endlage angedrückt sowie in dieser mit einer Haltekraft positioniert gehalten wird.
Da in der dritten Bewegungsphase keine Regelabweichung vorliegt, bleibt die Einstellung
der Steuerungsdauer t
SD des Startimpulses und der Zeitspannen t
P der Impulspausen solange für alle nachfolgenden Bewegungsphasen in dieselbe Bewegungsrichtung
erhalten, bis durch veränderte Reibungsverhältnisse wiederum eine Regelabweichung
(e) berechnet wird.
[0133] Auch ist von Vorteil, wenn die Schaltimpulse über die Zeitspanne t
GB regelmäßig aufgeteilt sind und der letzte Schaltimpuls dem Schaltelement 109 erst
kurz bevor der Bauteil seine Endlage erreicht, aufgeschaltet wird. Der Bauteil läuft
gegen die Endlage auf, noch bevor er seine maximale Geschwindigkeit erreicht hat,
wie in Fig. 17 in strichpunktierter Linie eingetragen. Somit entspricht die Geschwindigkeit,
die dem Bauteil über den letzten Schaltimpuls zum Umschaltzeitpunkt T
UZn aufgeprägt wird, nur einem Bruchteil der Geschwindigkeit, die dem Bauteil jeweils
über die vorangegangenen Schaltimpulse zu den betreffenden Umschaltzeitpunkten aufgeprägt
wird, sodass die Endlage besonders sanft angefahren wird. Zweckmäßiger Weise wird
die Steuerungsdauer t
SD und die Zeitspanne t
GB bzw. die Zeitspanne t
P der Impulspausen so auf die Soll-Bewegungszeit aufgeteilt, dass der Umschaltzeitpunkt
T
UZn mit dem Umschaltzeitpunkt T
UZA zusammenfällt. Dadurch läuft der letzte Schaltimpuls unmittelbar auf den Nachschaltimpuls
über und wird der Bauteil bereits über den letzten Schaltimpuls gegen die Endlage
gefahren und gegen diesen mit einer Haltekraft angedrückt, die durch Aufschalten des
Nachschaltimpulses über die Zeitspanne t
A aufrecht erhalten wird, wie dies in der dritten Bewegungsphase eingetragen ist. Da
der Bauteil zum theoretischen Endzeitpunkt T
TE die über den Sensor 119 überwachte Endlage erreicht hat, wird von der Steuereinrichtung
116 kein Überwachungssignal S
Ü ausgelöst. Das Nachschaltsignal S
NS wird nachdem der Bauteil die Endlage erreicht hat, durch Ansprechen des Sensors 119
ausgelöst und der Steuereinrichtung 116 zugeführt.
[0134] Es versteht sich, dass bei umgekehrter Bewegungsrichtung - gemäß Pfeil 31' - eine
entsprechend umgekehrte Ansteuerung des Schaltelementes 109 erfolgt, wie in Fig. 15
für die zweite Bewegungsphase eingetragen, wobei die entsprechenden Messsignale S
1, S
2 vom Sensor 120, das Bestätigungssignal S
B und Startsignal S
Start vom Sensor 119 ausgelöst werden. Das Schaltelement 109 erhält zum Zeitpunkt T
Start das erste Steuersignal für den Beginn der Bewegung des Bauteils von seiner linken
Endlage in die rechte Endlage wiederum von der Steuereinrichtung 116 oder der übergeordneten
Steuerung. Dabei wird von der übergeordneten Steuerung oder Steuereinrichtung 116
der rechte Steuermagnet 110 mit dem ersten Steuersignal angesteuert und in den unbestromtem
Zustand verbracht, sodass das Schaltelement 109 zum Startzeitpunkt T
Start der zweiten Bewegungsphase aus der Ruhestellung in die in Fig. 14 eingetragene Betätigungsstellung
(C) geschalten wird, in welcher die Druckkammer 108 mit der Druckversorgungseinheit
114 verbunden und mit Systemdruck beaufschlagt ist, während die Druckkammer 107 über
die Druckleitung 113 mit einer Entlüftungsleitung 125 verbunden ist. Auch für diese
Bewegungsrichtung, wird bei einer Regelabweichung (e) in der zweiten Bewegungsphase
von der Steuereinrichtung 116 die Steuerungsdauer t
SD des Startimpulses und die Zeitspannen t
P der Impulspausen berechnet und in der vierten Bewegungsphase vorzugsweise der zweite
Umschaltzeitpunkt T
UZ2 des Schaltelementes 109 entsprechend eingestellt.
[0135] Natürlich besteht auch bei dieser Ausführung die Möglichkeit, dass die Druckkammern
107, 108 jeweils über ein Schaltelement 133, 134 angesteuert werden. Diese Schaltelemente
133, 134 sind vorzugsweise durch 3/2-Wegeventile gebildet. Eine solche Ausführung
ist in Fig. 1 und 2 dargestellt und kann das erfindungsgemäße Steuerverfahren auch
auf diese Ausführung übertragen werden. Die Steuerung der Schaltelemente 133, 134
erfolgt über die Steuereinrichtung 116, die ihrerseits über eine erste Steuerleitung
14 mit einem Steuermagneten des linken Schaltelementes 133 und über eine zweite Steuerleitung
15 mit einem Steuermagneten des rechten Schaltelementes 134 verbunden ist. Das dazugehörige
Zeitdiagramm mit den Schaltstellungen S
SCH1, S
SCH2 der Schaltelemente 133, 134 ist in Fig. 18 gezeigt.
[0136] Abschließend sei noch darauf hingewiesen, dass die Steuereinrichtung geeignet ist,
beide erfindungsgemäße Steuerverfahren zu verarbeiten. Hierzu sind im Speicher der
Steuereinrichtung der Regel- und Rechenalgorithmus beider Fahrverhalten des Bauteils
abgelegt. Nach dem ersten Fahrverhalten - entsprechend den Ausführungen nach den Fig.
1 bis 12b - soll der Bauteil möglichst rasch zwischen den Endlagen bewegt werden,
wohingegen nach dem zweiten Fahrverhalten - entsprechend den Ausführungen nach den
Fig. 13 bis 18 - der Bauteil mit gezielter Geschwindigkeit bewegt werden soll. Die
Wahl des Fahrverhaltens kann auf unterschiedliche Weise erfolgen.
[0137] In einer ersten Ausführung wird über eine Ein- und/oder Ausgabevorrichtung, insbesondere
einen Rechner (PC), oder die übergeordnete Steuerung der Steuereinrichtung das entsprechende
Fahrverhalten gewählt. Hierzu wird vor der Inbetriebnahme des Antriebs ein Anwenderprogramm
geöffnet und an der Ein- und/oder Ausgabevorrichtung ausgegeben sowie über die Eingabevorrichtung
vom Monteur das gewünschte Fahrverhalten für die Verstellbewegung des Bauteils in
eine erste Bewegungsrichtung als auch in eine zu dieser gegenläufige Bewegungsrichtung
ausgewählt. Mit der Wahl eines der Fahrverhalten wird von der Steuereinrichtung der
zum entsprechenden Steuerverfahren zugeordnete Regel- und Rechenalgorithmus aktiviert
und die Steuerung des Antriebs in der oben beschriebenen Weise vorgenommen. Beispielsweise
kann für die erste Bewegungsrichtung das erste Fahrverhalten und für die andere Bewegungsrichtung
das zweite Fahrverhalten oder für beide Bewegungsrichtungen entweder das erste oder
zweite Fahrverhalten gewählt werden.
[0138] In einer zweiten Ausführung wird das Fahrverhalten des Bauteils dynamisch festgelegt.
Beispielsweise wird anhand einer geforderten Taktzeit eines aus mehreren Antrieben
zusammengesetzten Handhabungssystems oder einer mit dem Antrieb zusammenwirkenden
Maschinenanlage das jeweils günstige Fahrverhalten von der Steuereinrichtung oder
der übergeordneten Steuerung vorgegeben. Zweckmäßig wird die geforderte Taktzeit von
der übergeordneten, zentralen Steuerung der dezentralen Steuereinrichtung mitgeteilt,
die ihrerseits die Wahl des Fahrverhaltens basierend auf die Information der zur Verfügung
stehenden Bewegungszeit vornimmt. So kann ein aktueller Arbeitsprozess eine besonders
niedrige Taktzeit erforderlich machen, sodass die Antriebe des Handhabungssystems
für beide Bewegungsrichtungen nach dem ersten Fahrverhalten angesteuert werden. Ist
die Taktzeit weniger kritisch, sondern müssen bestimmte andere Parameter am Handhabungssystem
eingehalten werden, beispielsweise muss eine schwingungsfreie Positionierung der Antriebe
erfolgen, wird zumindest einer der Antriebe nach dem zweiten Fahrverhalten angesteuert.
[0139] Es sei auch noch darauf hingewiesen, dass der bewegliche Bauteil auch nur mit einer
Steuerleiste versehen sein kann, die mit einem in der anzufahrenden Endlage angeordneten
Sensor zusammenwirkt. Eine solche Ausführung wird in jenen Fällen verwirklicht, bei
denen der Bauteil nur gegen eine der Endlagen sanft positioniert werden muss.
[0140] Die Ausführungsbeispiele zeigen mögliche Ausführungsvarianten des Antriebs 1; 1';
1"; 100 und des Verfahrens, wobei an dieser Stelle bemerkt sei, dass die Erfindung
nicht auf die speziell dargestellten Ausführungsvarianten derselben eingeschränkt
ist, sondern vielmehr auch diverse Kombinationen der einzelnen Ausführungsvarianten
untereinander möglich sind und diese Variationsmöglichkeit aufgrund der Lehre zum
technischen Handeln durch gegenständliche Erfindung im Können des auf diesem technischen
Gebiet tätigen Fachmannes liegt. Es sind also auch sämtliche denkbaren Ausführungsvarianten,
die durch Kombinationen einzelner Details der dargestellten und beschriebenen Ausführungsvariante
möglich sind, vom Schutzumfang mitumfasst.
[0141] Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis
des Aufbaus vom Antrieb 1; 1'; 1"; 100, dieser bzw. dessen Bestandteile teilweise
unmaßstäblich und/oder vergrößert und/oder verkleinert dargestellt wurden. Vor allem
können die einzelnen in den Fig. 1 bis 12; 13 bis 18 gezeigten Ausführungen den Gegenstand
von eigenständigen, erfindungsgemäßen Lösungen bilden. Die diesbezüglichen erfindungsgemäßen
Aufgaben und Lösungen sind den Detailbeschreibungen dieser Figuren zu entnehmen.
Bezugszeichenaufstellung
[0142]
- 1
- Antrieb
- 1'
- Antrieb
- 1"
- Antrieb
- 2
- Hubzylinder
- 3
- Stirnwand
- 4
- Stirnwand
- 5
- Stellkolben
- 6
- Kolbenstange
- 7
- Festlager
- 8
- Druckkammer
- 9
- Druckkammer
- 10
- Schaltelement
- 11
- Schaltelement
- 12
- Steuermagnet
- 13
- Steuereinrichtung
- 14
- Steuerleitung
- 15
- Steuerleitung
- 16
- Druckleitung
- 17
- Druckleitung
- 18
- Druckversorgungseinheit
- 19
- Signalleitung
- 20
- Signalleitung
- 21
- Sensor
- 22
- Sensor
- 25
- Steuerleiste
- 26
- Steuerleiste
- 27a
- Schaltfahne
- 27b
- Schaltfahne
- 28a
- Vertiefungsnut
- 28b
- Vertiefungsnut
- 29a
- Endlagenabschnitt
- 29b
- Endlagenabschnitt
- 30a
- Bohrung
- 30b
- Bohrung
- 31
- Bewegungsrichtung
- 31'
- Bewegungsrichtung
- 32a
- Steuerkante
- 32b
- Steuerkante
- 33a
- Steuerkante
- 33b
- Steuerkante
- 34a
- Steuerkante
- 34b
- Steuerkante
- 36
- Schaltelement
- 37
- Steuermagnet
- 40'
- Stellantrieb
- 40"
- Stellantrieb
- 41'
- Führungsvorrichtung
- 41"
- Führungsvorrichtung
- 42'
- Führungsschlitten
- 42"
- Führungsschlitten
- 43'
- Rahmen
- 43"
- Rahmen
- 44'
- Festanschlag
- 44"
- Festanschlag
- 45'
- Stoßdämpfer
- 45"
- Stoßdämpfer
- 46'
- Befestigungsvorrichtung
- 47'
- Befestigungsvorrichtung
- 48
- Handhabungssystem
- 50
- Pfeil
- 51
- Entlüftungsleitung
- 52
- Pfeil
- 53
- Ausgabevorrichtung
- 54
- Speicher
- 55
- Reglereinheit
- 56
- Rechnerbaustein
- 70
- Block
- 71
- Block
- 72
- Überwachungseinrichtung
- 73
- Verfahrensschritt
- 74
- Block
- 75
- Verfahrensschritt
- 76
- Vergleichsglied
- 77
- Regler
- 78
- Verfahrensschritt
- 79
- Vergleichsglied
- 80
- Regler
- 81
- Verfahrensschritt
- 82
- Verfahrensschritt
- 83
- Block
- 100
- Antrieb
- 101
- Hubzylinder
- 102
- Stirnwand
- 103
- Stirnwand
- 104
- Stellkolben
- 105
- Kolbenstange
- 106
- Festlager
- 107
- Druckkammer
- 108
- Druckkammer
- 109
- Schaltelement
- 110
- Steuermagnet
- 111
- Steuerleitung
- 112
- Steuerleitung
- 113
- Druckleitung
- 114
- Druckversorgungseinheit
- 115
- Druckleitung
- 116
- Steuereinrichtung
- 117
- Signalleitung
- 118
- Signalleitung
- 119
- Sensor
- 120
- Sensor
- 125
- Entlüftungsleitung
- 127
- Reglereinheit
- 128
- Regler
- 129
- Speicher
- 130
- Rechnerbaustein
- 131
- Ein- und/oder Ausgabevorrichtung
- 132
- Überwachungseinrichtung
- 133
- Schaltelement
- 134
- Schaltelement
1. Verfahren zur Steuerung eines fluidisch betätigten Antriebs (1; 1'; 1") mit relativ
zueinander verstellbaren Bauteilen, wovon ein Bauteil über zumindest ein Schaltelement
(10, 11; 36) in eine erste Bewegungsrichtung (31) und in eine der ersten Bewegungsrichtung
(31) entgegengesetzte, zweite Bewegungsrichtung (31') zwischen Endlagen und gegen
zumindest eine der Endlagen abgebremst bewegt wird, wobei einer Steuereinrichtung
(13) jeweils von einem über eine Schaltfahne (27a, b) elektronisch schaltbaren und
in der Endlage angeordneten Sensor (21, 22) Steuersignale für die zeitliche Steuerung
der Bewegungsphase des Bauteils zum sanften Anfahren der Endlage zugeführt werden
und von der Steuereinrichtung (13) das Schaltelement (10, 11; 36) anhand der Steuersignale
betätigt wird und Druckkammern (8, 9) des Antriebs (1;1';1") gegenläufig angesteuert
werden, dadurch gekennzeichnet, dass in einer ersten Bewegungsphase des Bauteils kurz vor Erreichen der anzufahrenden
Endlage über die Schaltfahne-Sensor-Anordnung zu einem Zeitpunkt (T1) ein erstes Messsignal (S1) und zu einem späteren Zeitpunkt (T2) ein zweites Messsignal (S2) erfasst wird und danach von der Steuereinrichtung (13) zumindest eine Zeitspanne
(t1Ist) aus der Zeitdifferenz zwischen den Messsignalen (S1, S2) ermittelt und von einer Reglereinheit (55) der Steuereinrichtung (13) zum sanften
Anfahren der Endlage aus einem Soll-Ist-Vergleich zwischen einer festgelegten Zeitspanne
(t1Soll) und der ermittelten Zeitspanne (t1Ist) zumindest eine Stellgröße für wenigstens einen von zwei zeitlich aufeinander folgenden
Umschaltzeitpunkten (TUZ1, TUZ2) des Schaltelementes (10, 11; 36) berechnet wird und dass dieser Umschaltzeitpunkt
(TUZ1, TUZ2) des Schaltelementes (10, 11; 36) entsprechend der Stellgröße in der auf die erste
Bewegungsphase nachfolgenden, weiteren Bewegungsphase des Bauteils in dieselbe Bewegungsrichtung
(31, 31') eingestellt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass von der Steuereinrichtung (13) eine Zeitspanne (tGD) aus der Zeitdifferenz zwischen Steuersignalen in den Umschaltzeitpunkten (TUZ1, TUZ2) des Schaltelementes (10, 11; 36) berechnet oder vorgegeben wird und dass eine durch
die Zeitspanne (tGD) festgelegte Bremsphase im ersten Umschaltzeitpunkt (TUZ1) des Schaltelementes (10, 11; 36) eingeleitet und im zweiten Umschaltzeitpunkt (TUZ2) des Schaltelementes (10, 11; 36) beendet wird, wobei zum ersten Umschaltzeitpunkt
(TUZ1) des Schaltelementes (10, 11; 36) in der während der Bewegung des Bauteils ursprünglich
drucklosen Druckkammer (8, 9) ein der Bewegungsrichtung (31, 31') des Bauteils entgegengesetzter
Systemdruck aufgebaut und in der während der Bewegung des Bauteils ursprünglich druckbeaufschlagten
Druckkammer (8, 9) der in Bewegungsrichtung (31, 31') des Bauteils wirkende Systemdruck
abgebaut wird und zum zweiten Umschaltzeitpunkt (TUZ1) des Schaltelementes (10, 11; 36) in der während der Zeitspanne (tGD) druckbeaufschlagten Druckkammer (8, 9) ein der Bewegungsrichtung (31, 31') des Bauteils
entgegengesetzter Systemdruck abgebaut und in der während der Zeitspanne (tGD) drucklosen Druckkammer (8, 9) der in die ursprüngliche Bewegungsrichtung (31, 31')
des Bauteils wirkende Systemdruck aufgebaut wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass von der Steuereinrichtung (13) in der ersten Bewegungsphase des Bauteils eine weitere
Zeitspanne (t3Ist) aus der Zeitdifferenz zwischen dem ersten Messsignal (S1) und einem Steuersignal für das Schaltelement (10, 11; 36) im zweiten Umschaltzeitpunkt
(TUZ2) ermittelt wird und danach von der Reglereinheit (55) der Steuereinrichtung (13)
zum sanften Anfahren der Endlage aus einem Soll-Ist-Vergleich zwischen einer festgelegten
Zeitspanne (t3Soll) und der ermittelten Zeitspanne (t3Ist) Stellgrößen jeweils für einen ersten und zweiten Umschaltzeitpunkt (TUZ1, TUZ2) des Schaltelementes (10, 11; 36) berechnet werden und dass diese Umschaltzeitpunkte
(TUZ1, TUZ2) des Schaltelementes (10, 11; 36) entsprechend der Stellgrößen in der auf die erste
Bewegungsphase nachfolgenden, weiteren Bewegungsphase des Bauteils in dieselbe Bewegungsrichtung
(31, 31') eingestellt werden, sofern die ermittelte Zeitspanne (t3Ist) von der festgelegten Zeitspanne (t3Soll) abweicht.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass von der Steuereinrichtung (13) in der ersten Bewegungsphase des Bauteils eine Zeitspanne
(tGD) aus der Zeitdifferenz zwischen Steuersignalen in den Umschaltzeitpunkten (TUZ1, TUZ2) des Schaltelementes (10, 11; 36) festgelegt wird und dass der erste und zweite Umschaltzeitpunkt
(TUZ1, TUZ2) des Schaltelementes (10, 11; 36) in einem der Zeitspanne (tGD) entsprechenden, konstanten Zeitabstand gegenüber das erste Messsignal (S1) auf der Zeitachse verschoben werden.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass von der Steuereinrichtung (13) eine Zeitspanne (tGD) aus der Zeitdifferenz zwischen Steuersignalen in den Umschaltzeitpunkten (TUZ1, TUZ2) des Schaltelementes (10, 11; 36) berechnet und verändert wird und hierzu von der
Reglereinheit (55) der zeitlich betrachtet, erste Umschaltzeitpunkt (TUZ1) des Schaltelementes (10, 11; 36) entsprechend der berechneten Stellgröße in der
auf die erste Bewegungsphase nachfolgenden, weiteren Bewegungsphase des Bauteils in
dieselbe Bewegungsrichtung (31, 31') eingestellt und der zeitlich betrachtet, zweite
Umschaltzeitpunkt (TUZ2) des Schaltelementes (10, 11; 36) festgelegt wird, sofern die ermittelte Zeitspanne
(t1Ist) von der festgelegten Zeitspanne (t1Soll) abweicht.
6. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass von der Steuereinrichtung (13) zum zweiten Umschaltzeitpunkt (TUZ2) des Schaltelementes (10, 11; 36) ein Nachschaltsignal (SNS) erzeugt und dem Schaltelement (10, 11; 36) aufgeschaltet sowie von diesem die Druckkammer
(8, 9) über eine Zeitspanne (tSCH2) mit Systemdruck angesteuert wird, sodass der Bauteil bis zum sicheren Erreichen
seiner Endlage in Bewegungsrichtung (31, 31') mit Systemdruck beaufschlagt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 1 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass von der Steuereinrichtung (13) an das Schaltelement (10, 11; 36) zum Vorsteuerzeitpunkt
(Tvs) ein Vorsteuersignal (SVS) abgegeben wird, durch welches über das Schaltelement (10, 11; 36) noch vor dem Bewegungsstart
des Bauteils in der weiteren Bewegungsphase in eine der Bewegungsrichtung (31) der
ersten Bewegungsphase gegenläufige Bewegungsrichtung (31') die mit Systemdruck beaufschlagte
Druckkammer entlüftet wird.
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass von der Steuereinrichtung (13) zum Zeitpunkt (T2) eine Zeitspanne (t4) für die Verweildauer des Bauteils in seiner Endlage vorgegeben und mit dem Ende
der Zeitspanne (t4) ein Freigabesignal erzeugt wird, mit welchem oder zu einem von der Steuereinrichtung
(13) oder einer übergeordneten Steuerung festgelegten, späteren Startzeitpunkt (TStart) das Schaltelement (10, 11; 36) zum Bewegungsstart des Bauteils in der weiteren,
in eine der Bewegungsrichtung (31) der ersten Bewegungsphase gegenläufige Bewegungsrichtung
(31') umgesteuert wird.
9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass von der Steuereinrichtung (13) in der ersten Bewegungsphase des Bauteils eine Zeitspanne
(t5) aus der Zeitdifferenz zwischen einem von der Steuereinrichtung (13) oder einer übergeordneten
Steuerung an das den Bauteil ansteuernde Schaltelement (10, 11; 36) abgegebenen Steuersignal
zum Startzeitpunkt (TStart) und einem nach dem Bewegungsstart des Bauteils in der Bewegungsphase ausgelösten,
über einen in der bewegungsstartseitigen Endlage angeordneten Sensor (21, 22) erfassten
Startsignal (SStart) zum Zeitpunkt (T0) berechnet wird und dass der Startzeitpunkt (TStart), in welchem das Steuersignal ausgelöst und an das Schaltelement (10, 11; 36) abgegeben
wird, entsprechend der berechneten Zeitspanne (t5) in der auf die erste Bewegungsphase nachfolgenden, weiteren Bewegungsphase des Bauteils
in dieselbe Bewegungsrichtung (31, 31') eingestellt wird.
10. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (13) einen Zeitpunkt (TR) unter Berücksichtigung der Systemeigenschaften von mit dem Antrieb (1; 1') wirkverbundenen,
weiteren Antrieb (1") berechnet, zu welchem ein Rückmeldesignal (SRück) ausgelöst und durch welches der weitere Antrieb (1") vor, zeitgleich oder nach dem
Erreichen der Endlage des Bauteils vom ersten Antrieb (1; 1') angesteuert wird.
11. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass von einer Überwachungseinrichtung (72) der Steuereinrichtung (13) ein Signalverlauf
der Sensoren (21, 22) während der Bewegungsphase des Bauteils zwischen seinen Endlagen
ausgewertet und dabei die Anzahl der Zustandswechsel eines Signalpegels zwischen einem
High-Pegel und Low-Pegel überwacht wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass von der Steuereinrichtung (13) eine Grenzanzahl an Zustandswechsel eines Signalpegels
zwischen einem High-Pegel und Low-Pegel festgelegt und in der ersten Bewegungsphase
des Bauteils ein Soll-Ist-Vergleich zwischen einer festgelegten Zeitspanne (t1Soll) und der ermittelten Zeitspanne (t1Ist) durchgeführt wird, sofern die ermittelte Anzahl an Zustandswechsel die festgelegte
Grenzanzahl an Zustandswechsel übersteigt und dass von der Reglereinheit (55) zum
sanften Anfahren der Endlage aus dem Soll-Ist-Vergleich zwischen einer festgelegten
Zeitspanne (t1Soll) und der ermittelten Zeitspanne (t1Ist) eine Stellgröße für wenigstens einen von zwei zeitlich aufeinander folgenden Umschaltzeitpunkten
(TUZ1, TUZ2) des Schaltelementes (10, 11; 36) berechnet und danach eine Zeitspanne (tGD) für die Kraftbeaufschlagung auf den Bauteil in zu seiner Bewegungsrichtung (31)
entgegengesetzter Bewegungsrichtung (31') entsprechend der Stellgröße in der auf die
erste Bewegungsphase nachfolgenden, weiteren Bewegungsphase des Bauteils in dieselbe
Bewegungsrichtung (31, 31') vergrößert wird, sofern die ermittelte Zeitspanne (t1Ist) die festgelegte Zeitspanne (t1Soll) unterschreitet.
13. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass von der Steuereinrichtung (13) eine Grenzanzahl an Zustandswechsel eines Signalpegels
zwischen einem High-Pegel und Low-Pegel festgelegt und in der ersten Bewegungsphase
des Bauteils ein Soll-Ist-Vergleich zwischen einer festgelegten Zeitspanne (t1Soll) und der ermittelten Zeitspanne (t1Ist) durchgeführt wird, sofern die ermittelte Anzahl an Zustandswechsel die festgelegte
Grenzanzahl an Zustandswechsel übersteigt und dass von der Steuereinrichtung (13)
zum sicheren Anfahren der Endlage eine Zeitspanne (tGD) für die Kraftbeaufschlagung auf den Bauteil in zu seiner Bewegungsrichtung (31)
entgegengesetzter Bewegungsrichtung (31') entsprechend einem Gewichtsfaktor in der
auf die erste Bewegungsphase nachfolgenden, weiteren Bewegungsphase des Bauteils in
dieselbe Bewegungsrichtung (31, 31') reduziert wird, sofern die ermittelte Zeitspanne
(t1Ist) die festgelegte Zeitspanne (t1Soll) übersteigt.
14. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass von der Steuereinrichtung (13) die ermittelte Anzahl an Zustandswechsel eines Signalpegels
zwischen einem High-Pegel und Low-Pegel und eine festgelegte Mindestanzahl an Zustandswechsel
eines Signalpegels zwischen einem High-Pegel und Low-Pegel verglichen und ausgewertet
wird und eine Fehlermeldung an einer Ausgabevorrichtung (53) der Steuereinrichtung
(13) oder einer übergeordneten Steuerung ausgegeben wird, sofern die ermittelte Anzahl
an Zustandswechsel die festgelegte Mindestanzahl an Zustandswechsel unterschreitet.
15. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass von der Steuereinrichtung (13) die Zeitspanne (tGD) für die gegenläufige Ansteuerung der Druckkammern (8, 9) überwacht und eine Fehlermeldung
an einer Ausgabevorrichtung (53) der Steuereinrichtung (13) oder einer übergeordneten
Steuerung ausgegeben wird, sofern eine von der Steuereinrichtung (13) festgelegte,
zeitliche Obergrenze für die Zeitspanne (tGD) überschritten wird.
16. Fluidisch betätigter Antrieb (1; 1'; 1") zur Durchführung des Verfahrens nach einem
der Ansprüche 1 bis 15, mit relativ zueinander verstellbaren Bauteilen, wovon ein
Bauteil über zumindest ein Schaltelement (10, 11; 36) in eine erste Bewegungsrichtung
(31) und in eine der ersten Bewegungsrichtung (31) entgegengesetzte, zweite Bewegungsrichtung
(31') zwischen Endlagen und gegen zumindest eine der Endlagen abgebremst bewegbar
ist, wobei einer elektronischen Steuereinrichtung (13) jeweils von einem über eine
Schaltfahne (27a, b) elektronisch schaltbaren und in der Endlage angeordneten Sensor
(21, 22) Steuersignale für die zeitliche Steuerung der Bewegungsphase des Bauteils
zum sanften Anfahren der Endlage zuführbar sind und von der Steuereinrichtung (13)
das Schaltelement (10, 11; 36) anhand der Steuersignale betätigbar ist und Druckkammern
(8, 9) des Antriebs (1; 1'; 1") gegenläufig ansteuerbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass der bewegliche Bauteil an dessen in Bewegungsrichtung (31, 31') gegenüberliegenden
Enden mit einer Steuerleiste (25, 26) versehen ist, wobei die Steuerleiste (25, 26)
die Schaltfahne (27a, b) ausbildet und in Bewegungsrichtung (31, 31') des Bauteils
hintereinander versetzt zumindest zwei Steuerkanten (32a, b, 33a, b) umfasst, dergestalt,
dass in der Bewegungsphase des Bauteils von der ersten Steuerkante (32a, b) im Wirkbereich
des in der anzufahrenden Endlage angeordneten Sensors (21, 22) zu einem Zeitpunkt
(T1) ein erstes Messsignal (S1) und von der zweiten Steuerkante (33a, b) im Wirkbereich desselben Sensors (21, 22)
zu einem späteren Zeitpunkt (T2) ein zweites Messsignal (S2) auslösbar sind, und dass die Steuereinrichtung (13) zum sanften Anfahren der Endlage
eine aus einem Soll-Ist-Vergleich zwischen einer festgelegten Zeitspanne (t1Soll) und einer ermittelten Zeitspanne (t1Ist) zumindest eine Stellgröße für wenigstens einen von zwei zeitlich aufeinander folgenden
Umschaltzeitpunkten (TUZ1, TUZ2) des Schaltelementes (10, 11; 36) berechnende Reglereinheit (55) aufweist und das
Schaltelement (10, 11; 36) zur Einstellung wenigstens eines Umschaltzeitpunktes (TUZ1, TUZ2) entsprechend der Stellgröße in der auf die erste Bewegungsphase nachfolgenden, weiteren
Bewegungsphase des Bauteils in dieselbe Bewegungsrichtung (31, 31') vorgesehen ist.
17. Antrieb nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (13) zusätzlich eine Überwachungseinrichtung (72) zur Auswertung
eines Signalverlaufs der Sensoren (21, 22) während der Bewegung des Bauteils zwischen
seinen Endlagen oder einer Zeitspanne (tGD) für die Dauer des Gegensteuerns der Druckkammern (8, 9) aufweist.
18. Antrieb nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (13) zusätzlich eine Ausgabevorrichtung (53) zur Auswertung
des Signalverlaufs der Sensoren (21, 22) oder Ausgabe einer Fehlermeldung aufweist.
19. Antrieb nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerleiste (25, 26) eine quer zur Bewegungsrichtung (31, 31') über einen Teil
ihrer Stärke ausgebildete Vertiefungsnut (28a, b) aufweist, über welche die Schaltfahne
(27a, b) und ein Endlagenabschnitt (29a, b) voneinander getrennt sind, wobei eine
Breite (B) der Vertiefungsnut (28a, b) mindestens zwischen 1 mm und 5 mm, insbesondere
zwischen 2 mm und 4 mm, beispielsweise 3 mm und ein Längsabstand (A) zwischen den
Steuerkanten (32a, b, 33a, b) maximal zwischen 4 mm und 15 mm, insbesondere zwischen
5 mm und 12 mm, beispielsweise 9 mm beträgt.
20. Antrieb nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (13) und/oder das wenigstens eine Schaltelement (10, 11; 36)
auf einen der Bauteile aufgebaut oder in einem der Bauteile integriert angeordnet
ist.
21. Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der Endlagen durch Veränderung der Position eines Festanschlages
(3, 4; 44'; 44") und/oder Stoßdämpfers (45'; 45") und/oder einer Steuerleiste (25,
26) und eines dieser zugeordneten Sensors (21, 22) einstellbar ist.
22. Verfahren zur Steuerung eines fluidisch betätigten Antriebs (100) mit relativ zueinander
verstellbaren Bauteilen, wovon ein Bauteil über zumindest ein Schaltelement (109;
133, 134) in eine erste Bewegungsrichtung (31) und in eine der ersten Bewegungsrichtung
(31) entgegengesetzte, zweite Bewegungsrichtung (31') zwischen Endlagen,geregelt bewegt
wird, wobei einer Steuereinrichtung (116) von in den Endlagen angeordneten Sensoren
(119, 120) elektrische Steuersignale für die zeitliche Steuerung der Bewegungsphase
des Bauteils zum sanften Anfahren der Endlage zugeführt werden und von der Steuereinrichtung
(116) das Schaltelement (109; 133, 134) anhand der Steuersignale betätigt wird, dadurch gekennzeichnet, dass über die Steuereinrichtung (116) oder eine übergeordnete Steuerung ein Sollwert der
Bewegungszeit (tBSoll) für die Bewegung des Bauteils von der einen Endlage in die andere Endlage festgelegt
und die Sensoren (119, 120) auf der Verstellbewegung des Bauteils von der einen Endlage
in die andere Endlage ein Istwert der Bewegungszeit (tBIst) erfasst wird und dass von einer Reglereinheit (127) der Steuereinrichtung (116)
zum sanften Anfahren der Endlage aus einem Soll-Ist-Vergleich zwischen der festgelegten
Bewegungszeit (tBsoll) und der ermittelten Bewegungszeit (tBIst) eine Stellgröße für wenigstens einen von zwei zeitlich aufeinander folgenden Umschaltzeitpunkten
(TUZ1, TUZ2) des Schaltelementes (109; 133, 134) berechnet wird und dass eine durch die Umschaltzeitpunkte
(TUZ1, TUZ2) vorgegebene Steuerungsdauer (tSD) durch Änderung des Umschaltzeitpunktes (TUZ1, TUZ2) entsprechend der Stellgröße in der auf die erste Bewegungsphase nachfolgenden, weiteren
Bewegungsphase des Bauteils in dieselbe Bewegungsrichtung (31, 31') eingestellt wird,
wobei vorerst innerhalb der eingestellten Steuerungsdauer (tSD) der Bauteil auf eine Sollgeschwindigkeit beschleunigt und danach das Schaltelement
(109; 133, 134) beginnend vom zweiten Umschaltzeitpunkt (TUZ2) über eine Zeitspanne (tGB) bis zu einem durch die festgelegte Bewegungszeit (tBSoll) vorgegebenen, theoretischen Endzeitpunkt (TTE) gepulst betätigt wird.
23. Verfahren nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass das Schaltelement (109; 133, 134) über die Steuereinrichtung (116) oder die übergeordnete
Steuerung innerhalb der Zeitspanne (tGB) durch mehrere zeitlich aufeinander folgende Schaltimpulse kurzer Dauer (TSCH) geschaltet wird, durch welche eine den Bauteil ansteuernde Druckkammer (107, 108)
des Antriebs (100) in um Impulspausen aufeinander folgenden Intervallen mit Systemdruck
beaufschlagt wird, sodass der Bauteil beginnend vom zweiten Umschaltzeitpunkt (TUZ2) in Bewegungsrichtung (31, 31') mit gegenüber die Sollgeschwindigkeit abnehmender
Bewegungsgeschwindigkeit in die anzufahrende Endlage bewegt wird.
24. Verfahren nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass von der Steuereinrichtung (116) oder der übergeordneten Steuerung eine Zeitspanne
(tp) der Impulspausen berechnet wird, innerhalb welcher der Bauteil auf Grund seiner
Massenträgheit antriebslos in Bewegungsrichtung (31, 31') in Richtung auf die anzufahrende
Endlage bewegt wird.
25. Verfahren nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass über die Steuereinrichtung (116) oder die übergeordnete Steuerung die Anzahl und/oder
die Dauer (tSCH) der Schaltimpulse fest vorgegeben wird.
26. Verfahren nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass von der Steuereinrichtung (116) oder der übergeordneten Steuerung die Anzahl und/oder
die Dauer (tSCH) der Schaltimpulse in einem dynamischen Lernmodus laufend ermittelt wird, in welchem
vorerst der Bauteil geregelt in die Endlage gefahren und dabei ein Bewegungszustand,
wie der Geschwindigkeitsverlauf, die am Antrieb angeregten Schwingungen oder die mechanische
Belastung auf den Antrieb infolge der Stoßbelastung bei auf die Endlage auftreffendem
Bauteil, erfasst wird und danach durch laufende Änderdung der Anzahl und/oder der
Dauer (tSCH) der Schaltimpulse ein optimaler Bewegungszustand am Antrieb (100) eingestellt wird.
27. Verfahren nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass von der Steuereinrichtung (116) mit Eintreffen des Bauteils in seiner anzufahrenden
Endlage innerhalb der festgelegten Bewegungszeit (tBSoll) zum Zeitpunkt (T2 bzw. TEE) ein Nachschaltsignal (SNS) erzeugt und dem Schaltelement (109; 133, 134) aufgeschaltet sowie von diesem die
Druckkammer (107, 108) über eine Zeitspanne (tA) mit Systemdruck angesteuert wird, sodass der Bauteil in Bewegungsrichtung (31, 31')
mit Systemdruck beaufschlagt und mit einer Haltekraft in der Endlage gehalten wird.
28. Verfahren nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass von einer Überwachungseinrichtung (132) der Steuereinrichtung (116) bei einer Regelabweichung
(e) zwischen der festgelegten Bewegungszeit (tBSoll) und ermittelten Bewegungszeit (tBIst), zum theoretischen Endzeitpunkt (TTE) der festgelegten Bewegungszeit (tBSoll) ein Überwachungssignal (SÜ) ausgelöst wird, mit welchem eine erste Zeitspanne vorgegeben wird, und mit Ende
dieser Zeitspanne ein Nachschaltsignal (SNS) erzeugt und dem Schaltelement (109; 133, 134) aufgeschaltet sowie von diesem die
Druckkammer (107, 108) über eine Zeitspanne (tA) mit Systemdruck angesteuert wird, sodass der Bauteil bis zum sicheren Erreichen
seiner Endlage in Bewegungsrichtung (31, 31') mit Systemdruck beaufschlagt und mit
einer Haltekraft in der Endlage gehalten wird.
29. Verfahren nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, dass in der Bewegungsphase des Bauteils kurz vor Erreichen der anzufahrenden Endlage über
eine Schaltfahne (27a, b) am Sensor (119, 120) zu einem Zeitpunkt (T1) ein erstes Messsignal (S1) und zu einem späteren Zeitpunkt (T2) ein zweites Messsignal (S2) erfasst wird und dass eine zweite Zeitspanne (tF) aus der Zeitdifferenz zwischen dem ersten Messsignal (S1) und einem zum Umschaltzeitpunkt (TUZn) ausgelösten Steuersignal des letzten Schaltimpulses ermittelt wird und von der Überwachungseinrichtung
(132) das Nachschaltsignal (SNS) noch vor dem Ende der ersten Zeitspanne erzeugt und dem Schaltelement (109; 133,
134) aufgeschaltet wird, sofern die erste Zeitspanne die zweite Zeitspanne (tF) übersteigt, sodass der Bauteil frühzeitig in Bewegungsrichtung (31, 31') mit Systemdruck
beaufschlagt wird.
30. Fluidisch betätigter Antrieb (100) zur Durchführung des Verfahrens nach einem der
Ansprüche 22 bis 29, mit relativ zueinander verstellbaren Bauteilen, wovon ein Bauteil
über zumindest ein Schaltelement (109; 133, 134) in eine erste Bewegungsrichtung (31)
und in eine der ersten Bewegungsrichtung (31) entgegengesetzte, zweite Bewegungsrichtung
(31') zwischen Endlagen bewegbar ist, wobei einer elektronischen Steuereinrichtung
(116) von in den Endlagen angeordneten Sensor (119, 120) Steuersignale für die zeitliche
Steuerung der Bewegungsphase des Bauteils zum sanften Anfahren der Endlage zuführbar
sind und von der Steuereinrichtung (116) das Schaltelement (109; 133, 134) anhand
der Steuersignale betätigbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass über die Steuereinrichtung (116) ein Sollwert der Bewegungszeit (tBSoll) für die Bewegung des Bauteils von der einen Endlage in die andere Endlage festlegbar
und die Sensoren (119, 120) auf der Verstellbewegung des Bauteils von der einen Endlage
in die andere Endlage ein Istwert der Bewegungszeit (tBIst) erfassbar ist und dass die Steuereinrichtung (116) zum sanften Anfahren der Endlage
eine aus einem Soll-Ist-Vergleich zwischen der festgelegten Bewegungszeit (tBSoll) und der ermittelten Bewegungszeit (tBIst) eine Stellgröße für wenigstens einen von zwei zeitlich aufeinander folgenden Umschaltzeitpunkten
(TUZ1, TUZ2) des Schaltelementes (109; 133, 134) berechnende Reglereinheit (127) aufweist und
das Schaltelement (109; 133, 134) zur Einstellung einer durch die Umschaltzeitpunkte
(TUZ1, TUZ2) vorgegebenen Steuerungsdauer (tSD) durch Änderung des Umschaltzeitpunktes (TUZ1, TUZ2) entsprechend der Stellgröße in der auf die erste Bewegungsphase nachfolgenden, weiteren
Bewegungsphase des Bauteils in dieselbe Bewegungsrichtung (31, 31') vorgesehen ist
und dass der Bauteil durch geregelte Steuerung des Schaltelementes (109; 133, 134)
vorerst innerhalb der eingestellten Steuerungsdauer (tSD) auf eine Sollgeschwindigkeit beschleunigt wird und danach das Schaltelement (109;
133, 134) beginnend vom zweiten Umschaltzeitpunkt (TUZ2) über eine Zeitspanne (tGB) bis zu einem durch die festgelegte Bewegungszeit (tBSoll) vorgegebenen, theoretischen Endzeitpunkt (TTE) durch die Steuereinrichtung (116) gepulst betätigbar ist.
31. Antrieb nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (116) zusätzlich eine Überwachungseinrichtung (132) zur Erzeugung
eines Überwachungssignals (SÜ) und Auswertung einer ersten und zweiten Zeitspanne (tF) aufweist.
32. Antrieb nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (116) zusätzlich eine Ein- und/oder Ausgabevorrichtung (131)
zur Einstellung der Anzahl und/oder der Dauer (tSCH) der Schaltimpulse oder Ausgabe einer Fehlermeldung aufweist.
1. Method of controlling a fluid-operated drive (1; 1'; 1") with components which can
be moved relative to one another, one of which components is moved via at least one
switch element (10, 11; 36) in a first direction of movement (31) and in a second
direction of movement (31') opposite the first direction of movement (31) between
end positions and is decelerated as it is moved into at least one of the end positions,
and control signals for timing the motion phase of the component which can be electronically
switched via a switch flag (27a, b) are forwarded to a control system (13) respectively
from a sensor (21, 22) disposed in the end position to ensure a smooth movement into
the end position, and the switch element (10, 11; 36) is operated by the control system
(13) on the basis of the control signals, and pressure chambers (8, 9) of the drive
(1; 1'; 1") can be activated in opposing directions, characterised in that a first measurement signal (S1) is detected by the switch flag-sensor arrangement during a first motion phase of
the component shortly before the end position is reached at an instant (T1) and a second measurement signal (S2) is detected at a later instant (T2), after which at least one period (t1actual)) is calculated by the control system (13) from the time difference between the measurement
signals (S1, S2), and a controller unit (55) of the control system (13) calculates at least one manipulated
variable for at least one of two consecutive switching instants (TUZ1, TUZ2) of the switch element (10, 11; 36) by running a desired-actual comparison between
a set period (t1desired) and the detected period (t1actual) to ensure a smooth movement into the end position, and this switching instant (TUZ1, TUZ2) of the switch element (10, 11; 36) is set on the basis of the manipulated variable
in the other motion phase of the component in the same direction of movement (31,
31') following the first motion phase.
2. Method as claimed in claim 1, characterised in that a period (tGD) is calculated by the control system (13) from the time difference between control
signals at the switching instants (TUZ1,TUZ2) of the switch element (10, 11; 36) or is pre-set, and a deceleration phase set on
the basis of the period (tGD) is initiated at the first switching instant (TUZ1) of the switch element (10, 11; 36) and is terminated at the second switching instant
(TUZ2) of the switch element (10, 11; 3 6), and a system pressure in the direction opposite
the direction of movement (31, 31') of the component is increased in the pressure
chamber (8, 9) originally without pressure during the movement of the component, and
the system pressure acting in the direction of movement (31, 31') of the component
is decreased in the pressure chamber (8, 9) which was originally pressurised during
the movement of the component, and at the second switching instant (TUZ1) of the switch element (10, 11; 36), a system pressure in the direction opposite
the direction of movement (31, 31') of the component is decreased in the pressure
chamber (8, 9) which was pressurised during the period (tGD) and the system pressure acting in the original direction of movement (31, 31') of
the component is increased in the pressure chamber (8, 9) which was without pressure
during the period (tGD).
3. Method as claimed in claim 1, characterised in that, during the first motion phase of the component, another period (t3actual) is determined by the control system (13) from the time difference between the first
measurement signal (S1) and a control signal for the switch element (10, 11; 36) at the second switching
instant (TUZ2), after which manipulated variables to ensure a smooth movement towards the end position
are calculated by the controller unit (55) of the control system (13) from a desired-actual
comparison between a set period (t3desired) and the determined period (t3actual) for a first and second switching instant (TUZ1, TUZ2) of the switch element (10, 11; 36) respectively, and these switching instants (TUZ1, TUZ2) of the switch element (10, 11; 36) are set on the basis of the manipulated variables
during the other motion phase of the component in the same direction of movement (31,
31') following the first motion phase if the determined period (t3actual) deviates from the set period (t3desired).
4. Method as claimed in claim 3, characterised in that a period (tGD) based on the time difference between control signals at the switching instants (TUZ1, TUZ2) of the switch element (10, 11; 36) is set by the control system (13) during the
first motion phase of the component, and the first and second switching instants (TUZ1, TUZ2) of the switch element (10, 11; 36) are shifted from the first measurement signal
(S1) on the time axis by a constant time interval corresponding to the period (tGD).
5. Method as claimed in claim 1, characterised in that a period (tGD) is calculated from the time difference between control signals at the switching
instants (TUZ1, TUZ2) of the switch element (10, 11; 36) by the control system (13) and changed, and to
this end, the first switching instant (TUZ1) of the switch element (10, 11; 36) in terms of timing is set by the controller unit
(55) in the other motion phase of the component in the same direction of movement
(31, 31') following the first phase motion, and the second switching instant (TUZ2) of the switch element (10, 11; 36) in terms of timing is set on the basis of the
calculated manipulated variable if the determined period (t1actual) deviates from the set period (t1desired).
6. Method as claimed in claim 2, characterised in that a re-set signal (SNS) is generated by the control system (13) at the second switching instant (TUZ2) of the switch element (10, 11; 36) and the switch element (10, 11; 36) is switched
on, and the latter applies system pressure to the pressure chambers (8, 9) for a period
(tSCH2) so that system pressure is applied to the component in the direction of movement
(31, 31') until it has safely reached its end position.
7. Method as claimed in claim 1 or 6, characterised in that a pre-control signal (Svs) is transmitted to the switch element (10,11; 36) by the
control system (13) at the pre-control instant (Tvs), by means of which the pressure
chambers operating at system pressure are vented by the switch element (10, 11; 36)
before the component starts to move during the other motion phase in a direction of
movement (31') opposite the direction of movement (31) of the first motion phase.
8. Method as claimed in claim 1, characterised in that a period (t4) during which the component will remain in its end position is predetermined by the
control system (13) at the instant (T2) and a release signal is generated at the end of the period (t4), by means of which or at a subsequent start time (Tstart) set by the control system (13) or a higher ranking controller the switch element
(10, 11; 36) is reversed in order to start the movement of the component in the other
direction of movement (31') opposite the direction of movement (31) of the first motion
phase.
9. Method as claimed in claim 1, characterised in that a period (t5) is calculated by the control system (13) during the first motion phase of the component
at the instant (T0), based on the time difference between a control signal forwarded to the switch element
(10, 11; 36) activating the component by the control system (13) or a higher-ranking
controller at the start time (Tstart and a start signal (Sstart) is triggered after the component has started to move during the motion phase and
is detected by a sensor (21, 22) disposed in the end position at the end where the
movement starts, and the start time (Tstart) at which the control signal is triggered and applied to the switch element (10,
11; 36) during the other motion phase of the component in the same direction of movement
(31, 31') following the first motion phase is set on the basis of the calculated period
(t5).
10. Method as claimed in claim 1, characterised in that, taking account of the system properties of the other drive (1") actively connected
to the drive (1; 1'), the control system (13) calculates an instant (TR) at which a check-back signal (Srück) is triggered and by means of which the other drive (1") is activated before, at
the same time as or after the component of the first drive (1; 1') reaches the end
position.
11. Method as claimed in claim 1, characterised in that a signal sequence of the sensors (21, 22) during the motion phase of the component
between its end positions is evaluated by a monitoring system (72) of the control
system (13) and the number of changes of state of a signal level between a high level
and a low level is monitored.
12. Method as claimed in claim 11, characterised in that a threshold number of changes of state of a signal level between a high level and
a low level is set by the control system (13), and a desired-actual comparison is
run between a set period (t1desired) and the determined period (t1actual) during the first motion phase of the component if the determined number of changes
of state exceeds the set threshold number of changes of state, and a manipulated variable
for at least one of two consecutive switching instants (TUZ1, TUZ2) of the switch element (10, 11; 36) is calculated by the controller unit (55) to
ensure a smooth movement into the end position on the basis of the desired-actual
comparison between a set period (t1desired) and the determined period (t1actual), after which a period (tGD) during which force will be applied to the component in the direction of movement
(31') opposite its direction of movement (31) during the other motion phase of the
component in the same direction (31, 31') following the first motion phase is increased
on the basis of the manipulated variable if the determined period (t1actual) drops below the set period (t1desired).
13. Method as claimed in claim 11, characterised in that a threshold number of changes of state of a signal level between a high level and
a low level is set by the control system (13), and a desired-actual comparison between
a set period (t1desired) and the determined period (t1actaual) is run during the first motion phase of the component if the determined number of
changes of state exceeds the set threshold number of changes or state, and in order
to ensure a reliably smooth movement into the end position, a period (tGD) during which force will be applied to the component in the direction of movement
(31') opposite its direction of movement (31) during the other motion phase of the
component in the same direction ofmovement (31, 31') following the first motion phase
is reduced by the control system (13) on the basis of a weighting factor if the determined
period (t1actual) exceeds the set period (t1desired).
14. Method as claimed in claim 11, characterised in that the determined number of changes of state of a signal level between a high level
and a low level and a set minimum number of changes of state of a signal level between
a high level and a low level are compared and evaluated by the control system (13),
and an error message is forwarded to an output device (53) of the control system (13)
or a higher-ranking controller if the determined number of changes of state falls
below the set minimum number of changes of state.
15. Method as claimed in claim 1, characterised in that the period (tGD) for reversing activation of the pressure chambers (8, 9) is monitored and an error
message is forwarded to an output device (53) of the control system (13) or a higher-ranking
controller if an upper time threshold for the period (tGD) set by the controls system (13) is exceeded.
16. Fluid-operated drive (1; 1'; 1 ") for implementing the method as claimed in one of
claims 1 to 15, with components which can be moved relative to one another, one of
which components can be moved via at least one switch element (10, 11; 36) in a first
direction of movement (31) and in a second direction of movement (31') opposite the
first direction of movement (31) between end positions and is decelerated as it is
moved into at least one of the end positions, and control signals for timing the motion
phase of the component which can be electronically switched via a switch flag (27a,
b) can be forwarded to an electronic control system (13) respectively from a sensor
(21, 22) disposed in the end position to ensure a smooth movement into the end position,
and the switch element (10, 11; 36) can be operated by the control system (13) on
the basis of the control signals, and pressure chambers (8, 9) of the drive (1; 1',
1") are activated in opposing directions, characterised in that the moving component is provided with a control strip (25, 26) at oppositely lying
ends in its direction of movement (31, 31'), which control strip (25, 26) constitutes
the switch flag (27a, b) and comprises at least two control edges (32a, b, 33a, b)
offset from one another in the direction of movement (31, 31') of the component so
that, during the motion phase of the component, a first measurement signal (S1) can be triggered by the first control edge (32a, b) within the active range of the
sensor (21, 22) disposed in the end position towards which the movement is being effected
at an instant (T1) and a second measurement signal (S2) can be triggered by the second control edge (33a, b) within the active range of
the same sensor (21, 22) at a later instant (T2), and the control system (13) has a controller unit (55) for calculating at least
one manipulated variable for at least one of two consecutive switching instants (TUZ1, TUZ2) of the switch element (10, 11; 36) from a desired-actual comparison between a set
period (t1desired) and a determined period (tactual) to ensure a smooth movement into the end position, and the switch element (10,11;
36) is provided as a means of setting at least one switching instant (TUZ1, TUZ2) on the basis of the manipulated variable in the other motion phase of the component
in the same direction of movement (31, 31') following the first motion phase.
17. Drive as claimed in claim 16, characterised in that the control system (13) also has a monitoring system (72) for evaluating a signal
sequence of the sensors (21, 22) during the movement of the component between its
end positions or a period (tGD) for the duration of which the pressure chambers (8, 9) are reversed.
18. Drive as claimed in claim 16 or 17, characterised in that the control system (13) also has an output device (53) for evaluating the signal
sequence of the sensors (21, 22) or outputting an error message.
19. Drive as claimed in claim 16, characterised in that the control strip (25, 26) has a recessed groove (28a, b) disposed across a part
of its thickness extending transversely to the direction of movement (31, 31'), by
means of which the switch flag (27a, b) and an end position portion (29a, b) are separated
from one another, and a width (B) of the recessed groove (28a, b) is at least between
1 mm and 5 mm, in particular between 2mm and 4 mm, for example 3 mm, and a lengthways
distance between the control edges (32a, b, 33a, b) is at most between 4 mm and 15
mm, in particular between 5 mm and 12 mm, for example 9 mm.
20. Drive as claimed in claim 16, characterised in that the control system (13) and/or the at least one switch element (10,11; 36) is mounted
on one of the components or is integrated in one of the components.
21. Drive as claimed in claim 1, characterised in that at least one of the end positions can be adjusted by changing the position of a fixed
stop (3, 4; 44'; 44") and/or shock absorber (45'; 45") and/or a control strip (25,
26) and a sensor (21, 22) co-operating with it.
22. Method of controlling a fluid-operated drive (100) with components which can be moved
relative to one another, one of which components is moved in a regulated manner via
at least one switch element (109; 133, 134) in a first direction of movement (31)
and in a second direction of movement (31') opposite the first direction of movement
(31) between end positions, and electric control signals for timing the motion phase
of the component to ensure a soft movement into the end position are forwarded to
a control system (116) and the switch element (109; 133, 134) is operated by the control
system (116) on the basis of the control signals, characterised in that a desired value for the movement time (tBdesired) during which the component moves from one end position into the other end position
is set by means of the control system (116) or a higher-ranking controller and an
actual value of the movement time (tBactual) is detected by the sensors (119,120) during the displacement of the component from
one end position into the other end position, and a manipulated variable for at least
one of two consecutive switching instants (TUZ1, TUZ2) of the switch element (109; 133, 134) is calculated from a desired-actual comparison
between the set movement time (tBdesired) and the detected movement time (tBactual) by a controller unit (127) of the control system (116) to ensure a soft movement
into the end position, and a control period (tSD) predefined by the switching instants (TUZ1, TUZ2) is set by changing the switching instant (TUZ1, TUZ2) on the basis of the manipulated variable in the other motion phase of the component
in the same direction (31, 31') following the first motion phase, and the component
is firstly accelerated to a desired speed within the set control period (tSD), after which the switch element (109; 133, 134) is operated on a pulsed basis for
a period (tGB) starting from the second switching instant (TUZ2) until a theoretical final instant (TTE) predefined by the set movement time (tBdesired).
23. Method as claimed in claim 22, characterised in that the switch element (109; 133, 134) is switched by means of the control system (116)
or the higher-ranking controller by several consecutive switch pulses of short duration
(tSCH) within the period (tGB), as a result of which a pressure chamber (107,108) of the drive (100) activating
the component is pressurised at system pressure at intervals following one another
at pulse pauses so that the component is moved in the direction of movement (31, 31')
into the relevant end position at a speed of motion which becomes increasingly slower
than the desired speed starting from the second switching instant (TUZ2).
24. Method as claimed in claim 23, characterised in that the control system (116) or higher-ranking controller calculates a period (tp) for the pulse pauses, during which the component is moved in the direction of movement
(31, 31') in the direction towards the relevant end position on the basis of its own
inertia without being driven.
25. Method as claimed in claim 23, characterised in that the number and/or duration (tSCH) of the switch pulses is set by the control system (116) or higher-ranking controller.
26. Method as claimed in claim 23, characterised in that the number and/or duration (tSCH) of the switch pulses is constantly determined by the control system (116) or higher-ranking
controller in a dynamic learning mode in which the component is firstly moved into
the end position in a controlled manner and, as it is so, a motion state is detected,
such as the speed curve, the vibrations induced at the drive or the mechanical load
on the drive due to impact stress as the component hits the end position, after which
an optimum motion state is set at the drive (100) by constantly changing the number
and/or duration (tSCH) of the switch pulses.
27. Method as claimed in claim 22, characterised in that when the component arrives at its relevant end position within the set movement time
(tBdesired) at the instant (T2 respectively TEE), a re-set signal is generated by the control system (116) and switched to the switch
element (109; 133, 134) and the latter activates the pressure chambers (107, 108)
at system pressure for a period (tA) so that system pressure is applied to the component in the direction of movement
(31, 31') and it is held in the end position by means of a retaining force.
28. Method as claimed in claim 22, characterised in that, in the event of a control variance (e) between the set movement time (tBdesired) and determined time (tBactual), a monitoring signal (So) is triggered by a monitoring unit (132) of the control
system (116) at the theoretical final instant (TTE) of the set movement time (tBdesired), by means of which a first period is predefined, and a re-set signal (SNS) is triggered at the end of this period and switched to the switch element (109;
133, 134), and the latter activates the pressure chambers (107, 108) at system pressure
for a period (tA) so that system pressure is applied to the component in the direction of movement
(31, 31') until it reaches its end position and it is then held in the end position
by means of a retaining force.
29. Method as claimed in claim 28, characterised in that during the motion phase of the component, shortly before reaching the relevant end
position, a first measurement signal (S1) is detected at the sensor (119, 120) via a switch flag (27a, b) at an instant (T1) and a second measurement signal (S2) is detected at a later instant (T2), and a second period (tF) is determined from the time difference between the first measurement signal (S1) and a control signal of the last switch pulse triggered at the switching instant
(TUZn), and the re-set signal (SNS) is generated by the monitoring unit (132) before the end of the first period and
switched to the switch element (109; 133, 134) if the first period exceeds the second
period (tF) so that system pressure is applied to the component early in the direction of movement
(31, 31').
30. Fluid-operated drive (100) for implementing the method as claimed in one of claims
22 to 29, with components which can be moved relative to one another, one of which
components can be moved via at least one switch element (109; 133, 134) in a first
direction of movement (31) and in a second direction of movement (31') opposite the
first direction of movement (31) between end positions, and control signals for timing
the motion phase of the component to ensure a soft movement into the end position
can be forwarded to an electronic control system (116) from sensors (119, 120) disposed
in the end positions, and the switch element (109; 133, 134) is controlled by the
control sys tem (116) on the basis of the control signals, characterised in that a desired value for the movement time (tBdesired) during which the component is moved from one end position into the other end position
can be set by the control system (116) and an actual value for the movement time (tBactual) can be detected by the sensors (119, 120) as the component is moved from one end
position into the other end position, and in order to ensure a soft movement into
the end position, the control system (116) has a controller unit (127) which calculates
a manipulated variable for at least one of two consecutive switching instants (TUZ1, TUZ2) of the switch element (109; 133, 134) by running a desired-actual comparison between
the set movement time (tBdesired) and the detected movement time (tBactual), and the switch element (109; 133, 134) is provided as a means of setting a control
period (tSD) by changing the switching instant (TUZ1, TUZ2) on the basis of the manipulated variable in the other motion phase of the component
in the same direction of movement (31, 31') following the first motion phase, and
the component is firstly accelerated to a desired speed by an automatic control of
the switch element (109; 133, 134) within the set control period (tSD), after which the switch element (109; 133, 134) can be operated by the control system
(116) on a pulsed basis starting from the second switching instant (TUZ2) for a period (tGB) until a theoretical final instant (TTE) predefined by the set movement time (tBdesired).
31. Drive as claimed in claim 30, characterised in that the control system (116) also has a monitoring unit (132) for generating a monitoring
signal (SÜ) and evaluating a first and second period (tF).
32. Drive as claimed in claim 30, characterised in that the control system (116) also has an input and/or output device (131) for setting
the number and/or duration (tSCH) of the switch pulses or outputting an error message.
1. Procédé de commande d'un entraînement actionné par fluide (1; 1', 1") comportant des
pièces pouvant être réglées les unes par rapport aux autres. L'une des pièces est
déplacée par le biais d'au moins un élément de commutation (10, 11; 36) dans un premier
sens de déplacement (31) et dans un second sens de déplacement (31'), opposé au premier
sens de déplacement (31), entre des positions de fin de course et immobilisée contre
au moins l'une des positions de fin de course. Un dispositif de commande (13) reçoit,
d'un capteur (21, 22) électroniquement commutable par le biais d'une came de contacteur
(27a, b) et disposé dans la position de fin de course, des signaux de commande pour
la commande temporelle de la phase de déplacement de la pièce pour une amenée sans
à-coups dans la position de fin de course. Le dispositif de commande (13) actionne
l'élément de commutation (10, 11; 36) au moyen des signaux de commande et commande
les chambres de pression (8, 9) de l'entraînement (1, 1', 1") de manière inversée.
Le procédé est caractérisé en ce que, dans une première phase de déplacement de la pièce, peu de temps avant que la position
de fin de course ne soit atteinte, un premier signal de mesure (S1) est relevé par le biais du dispositif came de contacteur-capteur à un moment (T1) et un second signal de mesure (S2) à un moment ultérieur (T2). Ensuite, le dispositif de commande (13) calcule au moins un intervalle (t1réel) à partir de la différence temporelle entre les signaux de mesure (S1, S2) et une unité de réglage (55) du dispositif de commande (13) calcule, pour l'amenée
sans à-coups dans la position de fin de course, au moins une grandeur de réglage pour
au moins l'un des deux moments de commutation (TUZ1, TUZ2) de l'élément de commutation (10, 11; 36) se suivant dans le temps, à partir d'une
comparaison théorie-réalité, entre un intervalle fixé (t1théorique) et l'intervalle calculé (t1réel)' Ce moment de commutation (TUZ1, TUZ2) de l'élément de commutation (10, 11; 36) est réglé conformément à la grandeur de
réglage dans la seconde phase de déplacement de la pièce, faisant suite à la première
phase de déplacement, dans le même sens de déplacement (31, 31').
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de commande (13) calcule ou prédéfinit un intervalle (tGD) à partir de la différence temporelle entre les signaux de commande aux moments de
commutation (TUZ1, TUZ2) de l'élément de commutation (10, 11; 36) et en ce qu'une phase de freinage fixée par l'intervalle (tGD) est débutée au premier moment de commutation (TUZ1) de l'élément de commutation (10, 11; 36) et terminée au second moment de commutation
(TUZ2) de l'élément de commutation (10,11; 36). Lors du premier moment de commutation (TUZ1) de l'élément de commutation (10, 11; 36), une pression de circuit contraire au sens
du déplacement (31, 31') de la pièce est générée dans la chambre de pression (8, 9)
initialement dépourvue de pression pendant le déplacement de la pièce et la pression
de circuit agissant dans le sens du déplacement (31, 31') de la pièce est dissipée
dans la chambre de pression (8, 9) initialement alimentée en pression pendant le déplacement
de la pièce. Lors du second moment de commutation (tUZ2) de l'élément de commutation (10, 11; 36), une pression de circuit contraire au sens
du déplacement (31, 31') de la pièce est dissipée dans la chambre de pression (8,
9) alimentée en pression pendant l'intervalle (tGD) et la pression de circuit agissant dans le sens du déplacement initial (31, 31')
de la pièce est générée dans la chambre de pression (8, 9) dépourvue de pression pendant
l'intervalle (tGD).
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de commande (13) calcule, dans la première phase de déplacement de
la pièce, un autre intervalle (t3réel) à partir de la différence temporelle entre le premier signal de mesure (S1) et un signal de commande pour l'élément de commutation (10, 11; 36) au second moment
de commutation (TUZ2). Ensuite, l'unité de réglage (55) du dispositif de commande (13) calcule, pour une
amenée sans à-coups dans la position de fin de course, des grandeurs de réglage à
partir d'une comparaison théorie-réalité entre un intervalle fixé (t3théorie) et l'intervalle calculé (t3réel), pour un premier et un second moment de commutation (TUZ1, TUZ2) de l'élément de commutation (10, 11; 36). Le procédé est également caractérisé en ce que les moments de commutation (TUZ1, TUZ2) en question de l'élément de commutation (10, 11; 36) sont réglés conformément aux
grandeurs de réglage dans la seconde phase de déplacement de la pièce, faisant suite
à la première phase de déplacement, dans le même sens de déplacement (31, 31') dans
la mesure où l'intervalle calculé (t3réel) diffère de l'intervalle fixé (t3théorique).
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que le dispositif de commande (13) fixe, dans la première phase de déplacement de la
pièce, un intervalle (tGD) à partir de la différence temporelle entre les signaux de commande aux moments de
commutation (TUZ1, TUZ2) de l'élément de commutation (10, 11; 36) et en ce que le premier et le second élément de commutation (TUZ1, TUZ2) de l'élément de commutation (10, 11; 36) sont décalés sur l'axe temporel, à un intervalle
temporel constant, correspondant à l'intervalle (tGD), par rapport au premier signal de mesure (S1).
5. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de commande (13) calcule et modifie un intervalle (tGD) à partir de la différence temporelle entre les signaux de commande aux moments de
commutation (TUZ1, TUZ2) de l'élément de commutation (10, 11; 36) et en ce que, à cet effet, l'unité de réglage (55) règle le moment de commutation (TUZ1) de l'élément de commutation (10, 11; 36), considéré comme étant le premier dans
le temps, conformément à la grandeur de réglage calculée dans la seconde phase de
déplacement de la pièce, faisant suite à la première phase de déplacement, dans le
même sens de déplacement (31, 31') et fixe le moment de commutation (TUZ2) de l'élément de commutation (10,11; 36), considéré comme étant le second dans le
temps, dans la mesure où l'intervalle calculé (t1réel) diffère de l'intervalle fixé (t1théorique).
6. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que le dispositif de commande (13) produit un signal de commutation ultérieure (SNS) au second moment de commutation (TUZ2) de l'élément de commutation (10, 11; 36) et le transmet à l'élément de commutation
(10, 11; 36) et que ce dernier commande la chambre de pression (8, 9) pendant un intervalle
(tSCH2) avec la pression de circuit de telle sorte que la pièce soit alimentée en pression
de circuit jusqu'à ce qu'elle ait atteint avec sûreté sa position de fin de course,
dans le sens du déplacement (31, 31').
7. Procédé selon la revendication 1 ou 6, caractérisé en ce que le dispositif de commande (13) transmet un signal de précommande (Svs) à l'élément de commutation (10, 11; 36) au moment de précommande (Tvs), signal au moyen duquel la chambre de pression alimentée en pression de circuit
est purgée par le biais de l'élément de commutation (10, 11; 36), avant le démarrage
du déplacement de la pièce, dans la seconde phase de déplacement, dans un sens de
déplacement (31') contraire au sens de déplacement (31) de la première phase de déplacement.
8. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de commande (13) prédéfinit, au moment (T2), un intervalle (t4) pour le temps pendant lequel la pièce reste dans sa position de fin de course et
émet, à la fin de l'intervalle (t4), un signal de validation au moyen duquel, ou à un moment de démarrage ultérieur
(Tdémarrage) fixé par le dispositif de commande (13) ou une commande supérieure, l'élément de
commutation (10, 11; 36) est inversé pour le démarrage du déplacement de la pièce
dans l'autre sens de déplacement (31') contraire au premier sens de déplacement (31)
de la première phase de déplacement.
9. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de commande (13) calcule, dans la première phase de déplacement de
la pièce, un intervalle (ts) à partir de la différence temporelle entre un signal de commande, au moment de démarrage
(Tdémarrage), transmis par le dispositif de commande (13) ou une commande supérieure à l'élément
de commutation (10, 11; 3 6) commandant la pièce, et un signal de démarrage (Sdémarrage), au moment (T0), déclenché après le démarrage du déplacement de la pièce dans la phase de déplacement
et relevé par le biais d'un capteur (21, 22) disposé dans la position de fin de course
située du côté du démarrage du déplacement. Le procédé est en outre caractérisé en ce que le moment de démarrage (Tdémarrage), lors duquel le signal de commande est déclenché et transmis à l'élément de commutation
(10, 11; 36), est réglé conformément à l'intervalle calculé (tS) dans l'autre phase de déplacement de la pièce faisant suite à la première phase
de déplacement, dans le même sens de déplacement (31, 31').
10. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de commande (13) calcule un moment (TR) en tenant compte des propriétés de circuit de l'autre entraînement (1") en liaison
active avec l'entraînement (1; 1'), moment auquel un signal de retour (Sretour) est déclenché et au moyen duquel l'autre entraînement (1") est commandé par le premier
entraînement avant, pendant ou après que la pièce a atteint la position de fin de
course.
11. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un dispositif de surveillance (72) du dispositifde commande (13) évalue une courbe
de signal des capteurs (21, 22) pendant la phase de déplacement de la pièce entre
ses positions de fin de course et surveille à cette occasion le nombre de changements
d'état d'un niveau de signal entre un niveau haut et un niveau bas.
12. Procédé selon la revendication 11, caractérisé en ce que le dispositif de commande (13) fixe un nombre limite de changements d'état d'un niveau
de signal entre un niveau haut et un niveau bas et effectue, dans la première phase
de déplacement de la pièce, une comparaison théorie-réalité entre un intervalle fixé
(t1théorique) et l'intervalle calculé (t1réel), dans la mesure où le nombre calculé de changements d'état dépasse le nombre limite
fixé de changements d'état. Le procédé est également caractérisé en ce que l'unité de réglage (55) calcule une grandeur de réglage, pour l'amenée sans à-coups
dans la position de fin de course, à partir de la comparaison théorie-réalité entre
un intervalle fixé (t1théorie) et l'intervalle calculé (t1réel), pour au moins l'un des deux moments de commutation (TUZ1, TUZ2) de l'élément de commutation (10, 11; 36) se suivant dans le temps et élargit ensuite
un intervalle (tGD) pour l'application d'une force sur la pièce dans un sens de déplacement (31') ')
contraire à son sens de déplacement (31), conformément à la grandeur de réglage dans
l'autre phase de déplacement de la pièce faisant suite à la première phase de déplacement,
dans le même sens de déplacement (31, 31'), dans la mesure où l'intervalle calculé
(t1réel) ne dépasse pas l'intervalle fixé (t1théorique).
13. Procédé selon la revendication 11, caractérisé en ce que le dispositif de commande (13) fixe un nombre limite de changements d'état d'un niveau
de signal entre un niveau haut et un niveau bas et effectue, dans la première phase
de déplacement de la pièce, une comparaison théorie-réalité entre un intervalle fixé
(t1théorique) et l'intervalle calculé (t1réel), dans la mesure où le nombre calculé de changements d'état dépasse le nombre limite
fixé de changements d'état. Le procédé est également caractérisé en ce que le dispositif de commande (13) réduit, pour une approche sûre de la position de fin
de course, un intervalle (tGD) pour l'application d'une force sur la pièce dans un sens de déplacement (31') contraire
à son sens de déplacement (31), conformément à un coefficient de pondération, dans
l'autre phase de déplacement de la pièce faisant suite à la première phase de déplacement,
dans le même sens de déplacement (31, 31'), dans la mesure où l'intervalle calculé
(t1réel) dépasse l'intervalle fixé (t1théorique).
14. Procédé selon la revendication 11, caractérisé en ce que le dispositif de commande (13) compare et analyse le nombre calculé de changements
d'état d'un niveau de signal entre un niveau haut et un niveau bas et un nombre minimal
fixé de changements d'état d'un niveau de signal entre un niveau haut et un niveau
bas et transmet un message d'erreur à un système de sortie (53) du dispositif de commande
(13) ou d'une commande supérieure dans la mesure où le nombre calculé de changements
d'état ne dépasse pas le nombre minimal fixé de changements d'état.
15. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de commande (13) surveille l'intervalle (tGD) pour la commande inverse des chambres de pression (8, 9) et transmet un message
d'erreur à un système de sortie (53) du dispositif de commande (13) ou d'une commande
supérieure dans la mesure où une limite supérieure temporelle, fixée par le dispositif
de commande (13), pour l'intervalle (tGD), est dépassée.
16. Entraînement actionné par un fluide (1; 1'; 1 ") pour l'exécution du procédé selon
l'une quelconque des revendications 1 à 15, comportant des pièces déplaçables les
unes par rapport aux autres. L'une des pièces est déplaçable par le biais d'au moins
un élément de commutation (10, 11; 36) dans un premier sens de déplacement (31) et
dans un second sens de déplacement (31'), contraire au premier sens de déplacement
(31), entre des positions de fin de course et de manière à être bloquée contre au
moins l'une des positions de fin de course. Des signaux de commande, pour la commande
temporelle de la phase de déplacement de la pièce, pour une amenée sans à-coups vers
la position de fin de course, sont amenés vers le dispositif de commande électronique
(13) par un capteur (21, 22) électroniquement commutable par le biais d'une came de
contacteur (27a, b) et disposé dans la position de fin de course. Le dispositif de
commande (13) actionne l'élément de commutation (10, 11; 36) à l'aide des signaux
de commande et commande les chambres de pression (8, 9) de l'entraînement (1; 1';
1") de manière inversée. L'entraînement est également caractérisé en ce que la pièce mobile est équipée, sur ses extrémités opposées dans le sens du déplacement
(31, 31'), d'une barre de commande (25, 26), la barre de commande (25, 26) formant
la came de contacteur (27a, b) et comportant au moins deux arêtes de commande (32a,
b, 33a, b) décalées l'une derrière l'autre dans le sens du déplacement (31, 31') de
la pièce de telle sorte que, dans la phase de déplacement de la pièce, il soit possible
de déclencher, à partir de la première arête de commande (32a, b), dans la zone active
du capteur (21, 22) disposé dans la position de fin de course à atteindre, à un moment
(T1), un premier signal de mesure (S1) et, à partir de la seconde arête de commande (33a, b), dans la zone active de ce
même capteur (21, 22), à un moment ultérieur (T2), un second signal de mesure (S2). Il est également caractérisé en ce que le dispositif de commande (13) comporte, pour une amenée sans à-coups dans la position
de fin de course, une unité de réglage (55) calculant au moins une grandeur de réglage,
pour au moins l'un des deux moments de commutation (TUZ1, TUZ2) de l'élément de commutation (10, 11; 36) se suivant dans le temps, à partir d'une
comparaison théorie-réalité entre un intervalle fixé (t1théorique et un intervalle calculé (t1réel). L'entraînement se caractérise en outre en ceci que l'élément de commutation (10,
11; 36) est prévu pour le réglage d'au moins un moment de commutation (TUZ1, TUZ2) conformément à la grandeur de réglage dans l'autre phase de déplacement de la pièce
faisant suite à la première phase de déplacement, dans le même sens de déplacement
(31, 31').
17. Entraînement selon la revendication 16, caractérisé en ce que le dispositif de commande (13) comporte en outre un dispositif de surveillance (72)
pour l'analyse d'une courbe de signal des capteurs (21, 22) pendant le déplacement
de la pièce entre ses positions de fin de course ou un intervalle (tGD) pour la durée de la commande inversée des chambres de pression (8, 9).
18. Entraînement selon la revendication 16 ou 17, caractérisé en ce que le dispositif de commande (13) comporte en outre un système de sortie (53) pour l'analyse
de la courbe de signal des capteurs (21, 22) ou l'émission d'un message d'erreur.
19. Entraînement selon la revendication 16, caractérisé en ce que la barre de commande (25, 26) comporte une cannelure (28a, b) réalisée perpendiculairement
au sens du déplacement (31, 31'), sur une partie de son épaisseur, cannelure par le
biais de laquelle la came de contacteur (27a, b) et une section de la position de
fin de course (29a, b) sont séparées l'une de l'autre, une largeur (B) de la cannelure
(28a, b) étant au moins comprise entre 1 mm et 5 mm, en particulier entre 2 mm et
4 mm, par exemple 3 mm, et une distance longitudinale (A) entre les arêtes de commande
(32a, b, 33a, b) étant au maximum comprise entre 4 mm et 15 mm, en particulier entre
5 mm et 12 mm, par exemple 9 mm.
20. Entraînement selon la revendication 16, caractérisé en ce que le dispositif de commande (13) et/ou le ou les éléments de commutation (10, 11; 36)
sont fixés sur l'une des pièces ou intégrés dans l'une des pièces.
21. Entraînement selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'au moins l'une des positions de fin de course peut être réglée par la modification
de la position d'une butée fixe (3, 4; 44'; 44") et/ou d'un amortisseur (45', 45")
et/ou d'une barre de commande (25, 26) et d'un capteur (21, 22) attribué à celle-ci.
22. Procédé de commande d'un entraînement actionné par fluide (100) comportant des pièces
pouvant être réglées les unes par rapport aux autres. L'une des pièces est déplacée,
avec réglage entre deux positions de fin de course, par le biais d'au moins un élément
de commutation (109; 133, 134) dans un premier sens de déplacement (31) et dans un
second sens de déplacement (31'), opposé au premier sens de déplacement (31). Un dispositif
de commande (116) reçoit des signaux de commande électriques, provenant de capteurs
(119, 120) disposés dans les positions de fin de course, pour la commande temporelle
de la phase de déplacement de la pièce pour une amenée sans à-coups dans la position
de fin de course. Le dispositif de commande (116) actionne l'élément de commutation
(109; 133, 134) à l'aide des signaux de commande. Le procédé est caractérisé en ce que, par le biais du dispositif de commande (116) ou d'une commande supérieure, une valeur
théorique du temps de déplacement (tBthéorique) est fixée pour le déplacement de la pièce d'une position de fin de course à l'autre
position de fin de course et, par le biais des capteurs (119, 120), sur le déplacement
de réglage de la pièce d'une position de fin de course à l'autre position de fin de
course, une valeur réelle du temps de déplacement (tBréelle) est relevée et en ce qu'une unité de réglage (127) du dispositif de commande (116) calcule, pour une amenée
sans à-coups dans la position de fin de course, à partir d'une comparaison théorie-réalité
entre le temps de déplacement fixé (tBthéorique) et le temps de déplacement calculé (tBréel), une grandeur de réglage pour au moins l'un des moments de commutation (TUZ1, TUS2) de l'élément de commutation (109; 133, 134) se suivant dans le temps et en ce qu'une durée de commande (tSD), prédéfinie au moyen des moments de commutation (TUZ1, TUZ2), est réglée par la modification du moment de commutation (TUZ1, TUZ2), conformément à la grandeur de réglage dans l'autre phase de déplacement de la pièce,
faisant suite à la première phase de déplacement, dans le même sens de déplacement
(31, 31'). C'est tout d'abord dans la plage de la durée de commande réglée (tSD) que la pièce est accélérée à une vitesse théorique et, qu'ensuite, l'élément de
commutation (109; 133, 134) est actionné par impulsions, du second moment de commutation
(TUZ2) à un moment de fin théorique (TTE) prédéfini par la durée de déplacement fixée (tBthéorique), en passant par un intervalle (tGB).
23. Procédé selon la revendication 22, caractérisé en ce que l'élément de commutation (109; 133, 134) est commuté par le biais du dispositif de
commande (116) ou de la commande supérieure dans l'intervalle (tGB) par plusieurs impulsions de commutation de courte durée (tSCH) se suivant dans le temps, impulsions au moyen desquelles une chambre de pression
(107, 108) de l'entraînement (100), commandant la pièce, est alimentée en pression
de circuit à des intervalles se succédant après des pauses d'impulsion de sorte que
la pièce est déplacée dans la position de fin de course à atteindre à partir du second
moment de commutation (TUZ2), dans le sens de déplacement (31, 31') à une vitesse de déplacement allant en diminuant
par rapport à la vitesse théorique.
24. Procédé selon la revendication 23, caractérisé en ce que le dispositif de commande (116) ou la commande supérieure calcule un intervalle (tp)
des pauses d'impulsion dans lequel la pièce est déplacée en direction de la position
de fin de course à atteindre en raison de son inertie, sans entraînement, dans le
sens de déplacement (31, 31').
25. Procédé selon la revendication 23, caractérisé en ce que le nombre et/ou la durée (tSCH) des impulsions de commutation sont prédéterminés de manière fixe par le biais du
dispositif de commande (116) ou de la commande supérieure.
26. Procédé selon la revendication 23, caractérisé en ce que le dispositif de commande (116) ou la commande supérieure calcule en permanence le
nombre et/ou la durée (tSCH) des impulsions de commutation dans un mode d'apprentissage dynamique dans lequel
la pièce est tout d'abord amenée dans la position de fin de course par réglage et
un état de déplacement, telle que la courbe de vitesse, les oscillations générées
sur l'entraînement ou la contrainte mécanique sur l'entraînement à la suite de la
charge par à-coups lorsque la pièce touche la position de fin de course, est relevé
et ensuite un état de déplacement optimal est réglé sur l'entraînement (100) par la
modification constante du nombre et/ou + de la durée (tSCH) des impulsions de commutation.
27. Procédé selon la revendication 22, caractérisé en ce que le dispositif de commande (116) produit, au moment où la pièce arrive dans la position
de fin de course à atteindre, pendant la durée de déplacement fixée (tBthéorique) au moment (T2 ou TEE), un signal de commutation ultérieure (SNS) et le transmet à l'élément de commutation (109; 133, 134) et ce dernier commande
la chambre de pression (107, 108) pendant un intervalle (tA) avec la pression de circuit de telle sorte que la pièce soit alimentée en pression
de circuit dans le sens du déplacement (31, 31') et maintenue dans la position de
fin de course par une force de retenue.
28. Procédé selon la revendication 22, caractérisé en ce qu'un dispositif de surveillance (132) du dispositif de commande (116) déclenche, lors
d'une différence de réglage (e) entre le temps de déplacement fixé (tBthéorique) et le temps de déplacement calculé (tréel), au moment final théorique (TTE) du temps de déplacement fixé (tBthéorique), un signal de surveillance (Sύ) au moyen duquel est prédéfini un premier intervalle
et produit, à la fin de cet intervalle, un signal de commutation ultérieure (SNS) et le transmet à l'élément de commutation (109; 133, 134) et ce dernier commande
la chambre de pression (107, 108) pendant un intervalle (tA) avec la pression de circuit de telle sorte que la pièce soit alimentée en pression
de circuit jusqu'à ce qu'elle ait atteint avec sûreté sa position de fin de course,
dans le sens du déplacement (21, 31') et soit maintenue dans la position de fin de
course par une force de retenue.
29. Procédé selon la revendication 28, caractérisé en ce que, dans la phase de déplacement de la pièce, peu avant qu'elle soit arrivée dans la
position de fin de course à atteindre, un premier signal de mesure (S1) est relevé par le biais d'une came de contacteur (27a, b) sur le capteur (119, 120)
à un moment (T1) et, à un moment ultérieur (T2), un second signal de mesure (S2) et en ce qu'un second intervalle (tF) est calculé à partir de la différence temporelle entre le premier signal de mesure
(S1) et un second signal de commande de la dernière impulsion de commutation déclenché
au moment de commutation (TUZ0) et en ce que le dispositif de surveillance (132) produit le signal de commutation ultérieure (SNS) avant la fin du premier intervalle et le transmet à l'élément de commutation (109;
133, 134) dans la mesure où le premier intervalle dépasse le second intervalle (tF) de telle sorte que la pièce soit alimentée assez tôt en pression de circuit dans
le sens du déplacement (31, 31').
30. Entraînement actionné par fluide (100) pour l'exécution du procédé selon l'une quelconque
des revendications 22 à 29, comportant des pièces pouvant être réglées les unes par
rapport aux autres. L'une des pièces peut être déplacée entre deux positions de fin
de course, par le biais d'au moins un élément de commutation (109; 133, 134) dans
un premier sens de déplacement (31) et dans un second sens de déplacement (31'), opposé
au premier sens de déplacement (31). Un dispositif de commande électronique (116)
reçoit des signaux de commande, provenant d'un capteur (119, 120) disposé dans les
positions de fin de course, pour la commande temporelle de la phase de déplacement
de la pièce, pour une amenée sans à-coups dans la position de fin de course. Le dispositif
de commande (116) actionne l'élément de commutation (109; 133, 134) à l'aide des signaux
de commande. Le procédé est caractérisé en ce que, par le biais du dispositif de commande (116), une valeur théorique du temps de déplacement
(tBthéorique) est fixée pour le déplacement de la pièce d'une position de fin de course à l'autre
position de fin de course et, par le biais des capteurs (119, 120), sur le déplacement
de réglage de la pièce d'une position de fin de course à l'autre position de fin de
course, une valeur réelle du temps de déplacement (tBréel) est relevée et en ce que le dispositif de commande (116) présente une unité de réglage (127) calculant, pour
une amenée sans à-coups dans la position de fin de course, à partir d'une comparaison
théorie-réalité entre le temps de déplacement fixé (tBthéorique) et le temps de déplacement calculé (tBréel), une grandeur de réglage pour au moins l'un des deux moments de commutation (TUZ1, TUZ2) de l'élément de commutation (109; 133,134) se suivant dans le temps et en ce que l'élément de commutation (109; 133, 134) est prévu pour le réglage d'une durée de
commande (tSD), prédéterminée au moyen des moments de commutation (TUZ1, TUZ2), par la modification du moment de commutation (TUZ1, TUZ2), conformément à la grandeur de réglage dans l'autre phase de déplacement de la pièce,
faisant suite à la première phase de déplacement, dans le même sens de déplacement
(31, 31'). Il est également caractérisé en ce que, tout d'abord dans la plage de la durée de commande réglée (tSD), la pièce est accélérée à une vitesse théorique par la commande réglée de l'élément
de commutation (109; 133, 134) et, qu'ensuite, l'élément de commutation (109; 133,
134) est actionné par impulsions par le dispositif de commande (116), du second moment
de commutation (TUZ2) à un moment de fin théorique (TTE) prédéfini par le temps de déplacement fixé (tBthéorique), en passant par un intervalle (tGB).
31. Entraînement selon la revendication 30, caractérisé en ce que le dispositif de commande (116) présente en outre un dispositif de surveillance (132)
pour la production d'un signal de surveillance (Sύ) et l'analyse d'un premier et d'un second intervalle (tF).
32. Entraînement selon la revendication 30, caractérisé en ce que le dispositif de commande (116) présente en outre un système d'entrée et/ou de sortie
(131) pour le réglage du nombre et/ou de la durée (TSCH) des impulsions de commutation ou l'émission d'un message d'erreur.