[0001] Die Erfindung betrifft eine Wellpappe-Anlage zur Herstellung von Wellpappe-Bögen
sowie ein entsprechendes Verfahren.
[0002] Wellpappe-Anlagen zur Herstellung von Wellpappe-Bögen sind seit langem beispielsweise
aus der
DE 103 56 037 A1 bekannt. Die hergestellten Wellpappe-Bögen werden häufig zu Verpackungen weiterverarbeitet,
wobei die Verpackungen einerseits zum Schutz des darin aufgenommenen Produkts sehr
stabil und andererseits zur Entnahme des Produkts leicht zu öffnen sein sollen. Zur
Herstellung von Verpackungen, die diesen Anforderungen genügen, müssen bereits die
Wellpappe-Bögen entsprechend vorbereitet und gefertigt werden.
[0003] Aus der
EP 1 375 361 B1 ist bekannt, die Deck-Bahnen von Wellpappe-Bögen mittels zweier Messer mit Schnitten
zu versehen. Die Schnitte in den Deck-Bahnen liegen einander gegenüber und durchschneiden
die Deck-Bahnen zu mindestens 50% bezüglich ihrer Dicke. Beim Öffnen von aus diesen
Wellpappe-Bögen hergestellten Verpackungen wirken die eingeschnittenen Deck-Bahnen
als Scherenkanten, die die Deck-Bahnen und die Wellen-Bahn vollständig durchtrennen.
Nachteilig ist, dass die Schnitte in den Deck-Bahnen wie Scharniere wirken und ungewünschte
Biegestellen in den Wellpappe-Bögen ausbilden. Die aus den Wellpappe-Bögen hergestellten
Verpackungen weisen dadurch eine unbefriedigende Eigenstabilität auf. Ferner ist es
aufwändig, die Wellpappe-Bögen einzeln mit den Schnitten zu versehen.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Wellpappe-Anlage und ein Verfahren
zu schaffen, die eine einfache Herstellung von Wellpappe-Bögen mit verbesserten Stabilitäts-
und Aufreißeigenschaften ermöglichen.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruches 1 sowie des nebengeordneten
Verfahrensanspruchs 7 gelöst. Der Kern der Erfindung besteht darin, in einer Wellpappe-Anlage
mindestens eine Perforations-Einrichtung vorzusehen. Der mindestens einen Perforations-Einrichtung
wird eine endlose Wellpappe-Bahn aus mindestens einer Well-Bahn und mindestens einer
Deck-Bahn zugeführt. Mittels der mindestens einen Perforations-Einrichtung wird die
mindestens eine Deck-Bahn perforiert, wobei die mindestens eine Deck-Bahn entlang
einer Arbeits-Richtung abwechselnd abschnittsweise vollständig durchtrennt und abschnittsweise
nicht durchtrennt wird. Die mindestens eine Well-Bahn wird nicht durchtrennt und bleibt
im Wesentlichen unbeschädigt. Mittels mindestens einer der mindestens einen Perforations-Einrichtung
in der Arbeits-Richtung nachgeordneten Schneid-Einrichtung werden aus der perforierten
endlosen Wellpappe-Bahn Wellpappe-Bögen von gewünschtem Format zugeschnitten. Durch
das Perforieren der mindestens einen Deck-Bahn weisen die Wellpappe-Bögen gleichzeitig
gute Stabilitäts- und Aufreißeigenschaften auf. Insbesondere wird durch das Perforieren
der mindestens einen Deck-Bahn eine Ausbildung von ungewünschten Biegestellen in den
Wellpappe-Bögen vermieden. Dadurch, dass die mindestens eine Perforations-Einrichtung
der mindestens einen Schneid-Einrichtung vorgeordnet ist, erfolgt das Perforieren
der mindestens einen Deck-Bahn, bevor die endlose Wellpappe-Bahn zu Wellpappe-Bögen
zugeschnitten wird. Die mindestens eine Perforations-Einrichtung ist somit in die
Wellpappe-Anlage und die Herstellung von Wellpappe-Bögen integriert, was die Herstellung
vereinfacht. Dadurch ist eine Zeit- und Kostenersparnis möglich. Die mindestens eine
Perforations-Einrichtung weist zum Perforieren einer ersten Deck-Bahn mindestens eine
erste Perforations-Einheit und zum Perforieren einer zweiten Deck-Bahn mindestens
eine der mindestens einen ersten Perforations-Einheit relativ zu der Wellpappe-Bahn
gegenüberliegende zweite Perforations-Einheit auf.
[0006] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0007] Zusätzliche Merkmale, Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung von mehreren Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnung.
Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines ersten Teils einer Wellpappe-Anlage gemäß einem
ersten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung eines zweiten Teils der Wellpappe-Anlage gemäß dem ersten
Ausführungsbeispiel,
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung einer Perforations-Einrichtung und einer Längsschneide-/Rill-Einrichtung
der Wellpappe-Anlage gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 4
- einen vergrößerten Ausschnitt der Perforations-Einrichtung gemäß Fig. 3,
- Fig. 5
- eine Schnittdarstellung der Perforations-Einrichtung entlang der Schnittlinie V-V
in Fig. 4,
- Fig. 6
- eine seitliche Darstellung einer Perforations-Scheibe der Perforations-Einrichtung
gemäß Fig. 3,
- Fig. 7
- einen vergrößerten Ausschnitt der Perforations-Scheibe gemäß Fig. 6,
- Fig. 8
- eine seitliche Darstellung einer Perforations-Scheibe einer Wellpappe-Anlage gemäß
einem zweiten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 9
- einen vergrößerten Ausschnitt der Perforations-Scheibe gemäß Fig. 8,
- Fig. 10
- eine seitliche Darstellung einer Perforations-Scheibe einer Wellpappe-Anlage gemäß
einem dritten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 11
- einen vergrößerten Ausschnitt der Perforations-Scheibe gemäß Fig. 10,
- Fig. 12
- eine seitliche Darstellung einer Perforations-Scheibe einer Wellpappe-Anlage gemäß
einem vierten Ausführungsbeispiel, und
- Fig. 13
- einen vergrößerten Ausschnitt der Perforations-Scheibe gemäß Fig. 12.
[0008] Nachfolgend wird unter Bezugnahme auf die Fig. 1 bis 7 ein erstes Ausführungsbeispiel
der Erfindung beschrieben. Eine Wellpappe-Anlage 1 weist zur Herstellung einer einseitig
kaschierten Wellpappe-Bahn 2 eine erste Abroll-Einrichtung 3 zum Abrollen einer ersten
Material-Bahn 4, eine zweite Abroll-Einrichtung 5 zum Abrollen einer zweiten Material-Bahn
6 und eine erste Produktions-Einrichtung 7 auf. Die erste Produktions-Einrichtung
7 umfasst zur Erzeugung einer Wellung in der zweiten Material-Bahn 6 zwei benachbart
zueinander angeordnete und drehbar gelagerte Riffelwalzen 8. Nach dem Erzeugen der
Wellung zwischen den benachbarten Riffelwalzen 8 liegt die zweite Material-Bahn 6
als Well-Bahn 9 vor. Ferner umfasst die erste Produktions-Einrichtung 7 zum Beleimen
der Spitzen der Well-Bahn 9 eine Beleimungs-Einheit 10, die benachbart zu den Riffelwalzen
8 angeordnet ist. Zum Verbinden der beleimten Well-Bahn 9 mit der ersten Material-Bahn
4 ist in der ersten Produktions-Einrichtung 7 eine benachbart zu einer Riffelwalze
8 angeordnete und drehbar gelagerte Anpresswalze 11 vorgesehen. Die erste Material-Bahn
4 wird nach dem Verbinden mit der Well-Bahn 9 als erste Deck-Bahn 12 bezeichnet. Die
Produktions-Einrichtung 7 zur Herstellung einer einseitig kaschierten Wellpappe-Bahn
2 ist allgemein bekannt, beispielsweise aus der
EP 0 687 552 A (entspricht
US-Patent 5,632,850), der
DE 195 36 007 A (entspricht
GB 2,305,675A) oder der
DE 43 06 158 A1, worauf bezüglich der Einzelheiten verwiesen wird.
[0009] Der ersten Produktions-Einrichtung 7 ist in einer Arbeits-Richtung 13 eine drehbar
gelagerte Umlenkwalze 14 und eine Vorheiz-Einrichtung 15 nachgeordnet. Zum Aufheizen
der einseitig kaschierten Wellpappe-Bahn 2 und einer dritten Material-Bahn 16 weist
die Vorheiz-Einrichtung 15 zwei übereinander angeordnete und drehbar gelagerte Heizwalzen
17 auf. Zum Abrollen der dritten Material-Bahn 16 ist eine dritte Abroll-Einrichtung
18 vorgesehen.
[0010] Der Vorheiz-Einrichtung 15 ist in der Arbeits-Richtung 13 ein Leimwerk 19 nachgeordnet.
Das Leimwerk 19 weist eine drehbar gelagerte Beleimungswalze 20 auf, die teilweise
in einem mit Leim gefüllten Leimbehälter 21 angeordnet ist. Die Well-Bahn 9 der einseitig
kaschierten Wellpappe-Bahn 2 befindet sich in Kontakt mit der Beleimungswalze 20.
[0011] Dem Leimwerk 19 ist in der Arbeits-Richtung 13 eine Heiz-Andrück-Einrichtung 22 nachgeordnet,
die einen horizontalen, sich in Arbeits-Richtung 13 erstreckenden Heiztisch 23 mit
Heizplatten aufweist. Benachbart zu dem Heiztisch 23 ist ein über drei drehbar gelagerte
Führungswalzen 24 umgelenkter, angetriebener endloser Andrück-Gurt 25 angeordnet.
Zwischen dem Andrück-Gurt und dem Heiztisch 23 ist ein Andrück-Spalt 26 ausgebildet,
durch den die einseitig kaschierte und beleimte Wellpappe-Bahn 2 und die dritte Material-Bahn
16 führbar ist. Der genauere Aufbau der Heiz-Andrück-Einrichtung 22 ist aus der
DE 199 54 754 A1 bekannt. Das Leimwerk 19 und die Heiz-Andrück-Einrichtung 22 stellen eine zweite
Produktions-Einrichtung 27 zur Herstellung einer zweiseitig kaschierten Wellpappe-Bahn
28 dar. Die dritte Material-Bahn 16 wird nach dem Verbinden mit der einseitig kaschierten
Wellpappe-Bahn 2 als zweite Deck-Bahn 29 bezeichnet. Bei den Material-Bahnen 4, 6,
16 handelt es sich insbesondere um endlose Papier-Bahnen.
[0012] Der zweiten Produktions-Einrichtung 27 ist in der Arbeits-Richtung 13 eine Multifunktions-Einheit
30 nachgeordnet. Die Multifunktions-Einheit 30 umfasst eine Perforations-Einrichtung
31 zum Perforieren der ersten und zweiten Deck-Bahnen 12, 29 entlang der Arbeits-Richtung
13 und eine Längsschneide-/Rill-Einrichtung 32 zum Längsschneiden und Rillen der zweiseitig
kaschierten Wellpappe-Bahn 28 entlang der Arbeits-Richtung 13. Die Längsschneide-/Rill-Einrichtung
32 umfasst eine erste Rill-Station 33, eine dieser nachgeordnete zweite Rill-Station
34 und zwei den Rill-Stationen 33, 34 nachgeordnete Längsschneide-Stationen 35. Der
Aufbau der Multifunktions-Einheit 30 wird nachfolgend noch genauer beschrieben.
[0013] Der Multifunktions-Einheit 30 ist in der Arbeits-Richtung 13 eine Weiche 36 nachgeordnet.
Mittels der Weiche 36 sind in der Längsschneide-/Rill-Einrichtung 32 längsgeschnittene
Bahnabschnitte 37, 38 der zweiseitig kaschierten Wellpappe-Bahn 28 voneinander trennbar.
[0014] Zum Zuschneiden von Wellpappe-Bögen 39 aus den Bahnabschnitten 37, 38 der Wellpappe-Bahn
28 ist der Weiche 36 in der Arbeits-Richtung 13 eine Schneid-Einrichtung 40 nachgeordnet.
Die Schneid-Einrichtung 40 ist somit auch der Perforations-Einrichtung 31 in der Arbeits-Richtung
13 nachgeordnet. Zum Querschneiden des ersten Bahnabschnitts 37 weist die Schneid-Einrichtung
40 ein erstes Querschneide-Walzenpaar 41 und zum Querschneiden des zweiten Bahnabschnitts
38 ein zweites Querschneide-Walzenpaar 42 auf. Die Walzen der Querschneide-Walzenpaare
41, 42 weisen jeweils einen sich radial nach außen erstreckenden und senkrecht zu
der Arbeits-Richtung 13 verlaufenden Messerbalken 43 auf. Die Messerbalken 43 eines
Querschneide-Walzenpaars 41, 42 wirken zum Querdurchtrennen der Bahnabschnitte 37,
38 zusammen.
[0015] Dem ersten Querschneide-Walzenpaar 41 ist ein erstes Förderband 44 nachgeordnet,
das um drehantreibbare Antriebswalzen 45 geführt ist. Zum Stapeln der von dem ersten
Förderband 44 transportierten Wellpappe-Bögen 39 ist dem ersten Förderband 44 eine
erste Stapel-Ablage 46 mit einer senkrecht verlaufenden ersten Anschlagwand 47 nachgeordnet.
Die erste Stapel-Ablage 46 ist, wie in Fig. 2 durch einen ersten Richtungspfeil 48
angedeutet, in der Höhe verstellbar. Die erste Stapel-Ablage 46 ist zum Weitertransport
der gestapelten Wellpappe-Bögen 39 bis zu einem Anlagenboden 49, der die Wellpappe-Anlage
1 trägt, absenkbar. Dem zweiten Querschneide-Walzenpaar 42 ist ein zweites Förderband
50 nachgeordnet, das ebenfalls um drehantreibbare Antriebswalzen 45 geführt ist. Zum
Stapeln der von dem zweiten Förderband 50 transportierten Wellpappe-Bögen 39 ist dem
zweiten Förderband 50 eine zweite Stapel-Ablage 51 mit einer senkrecht verlaufenden
zweiten Anschlagwand 52 nachgeordnet. Das zweite Förderband 50 ist, wie in Fig. 2
durch einen zweiten Richtungspfeil 53 angedeutet, an die Höhe der gestapelten Wellpappe-Bögen
39 in der zweiten Stapel-Ablage 51 anpassbar.
[0016] Zum Steuern der Wellpappe-Anlage 1 ist eine elektronische Steuer-Einrichtung 54 vorgesehen,
die mit den Abroll-Einrichtungen 3, 5, 18, den Produktions-Einrichtungen 7, 27, der
Vorheiz-Einrichtung 15, der Perforations-Einrichtung 31, der Längsschneide-/Rill-Einrichtung
32, der Weiche 36 und der Schneid-Einrichtung 40 zum Datenaustausch in Signalverbindung
steht.
[0017] Nachfolgend wird die Multifunktions-Einheit 30 genauer beschrieben. Die Perforations-Einrichtung
31 und die Längsschneide-/Rill-Einrichtung 32 sind in der Multifunktions-Einheit 30
integriert ausgebildet. Insbesondere ist die Perforations-Einrichtung 31 gleichzeitig
als die erste Rill-Station 33 ausgebildet. Die Perforations-Einrichtung 31 weist zum
Perforieren der ersten Deck-Bahn 12 mehrere quer zu der Arbeits-Richtung 13 nebeneinander
angeordnete erste Perforations-Einheiten 55 auf. Zum Perforieren der zweiten Deck-Bahn
29 weist die Perforations-Einrichtung 31 ferner mehrere quer zu der Arbeits-Richtung
13 nebeneinander angeordnete zweite Perforations-Einheiten 56 auf, die relativ zu
der Wellpappe-Bahn 28 den ersten Perforations-Einheiten 55 gegenüberliegen. Zum Ineingriffbringen
mit der ersten Deck-Bahn 12 sind die ersten Perforations-Einheiten 55 unabhängig voneinander
um eine quer zu der Arbeits-Richtung 13 verlaufende erste Schwenk-Achse 57 verschwenkbar.
Entsprechend sind die zweiten Perforations-Einheiten 56 zum Ineingriffbringen mit
der zweiten Deck-Bahn 29 unabhängig voneinander um eine quer zu der Arbeits-Richtung
13 verlaufende zweite Schwenk-Achse 58 verschwenkbar. Das Verschwenken der einzelnen
Perforations-Einheiten 55, 56 ist mittels der Steuer-Einrichtung 54 steuerbar. Ferner
sind die Perforations-Einheiten 55, 56 entlang ihrer zugehörigen Schwenk-Achsen 57,
58 unabhängig voneinander mittels der Steuer-Einrichtung 54 verlagerbar. Zusätzlich
können jeweils eine erste Perforations-Einheit 55 und eine zugehörige zweite Perforations-Einheit
56 zur gleichmäßigen Verlagerung entlang ihrer Schwenk-Achsen 57, 58 mechanisch oder
mittels der Steuer-Einrichtung 54 miteinander gekoppelt sein. Dadurch ist es möglich,
die Deck-Bahnen 12, 29 exakt übereinander zu perforieren. Alternativ oder zusätzlich
können die Perforations-Einheiten 55, 56 zum Ineingriffbringen mit den Deck-Bahnen
12, 29 quer zu diesen und den zugehörigen Schwenk-Achsen 57, 58 verlagerbar sein.
[0018] Die Perforations-Einheiten 55, 56 weisen jeweils einen Werkzeug-Träger 59 auf, an
dem eine Perforations-Scheibe 60 drehantreibbar gelagert ist. Die Perforations-Scheiben
60 weisen jeweils einen Scheiben-Grundkörper 61 und einteilig daran angeformte Perforations-Zähne
62 auf. Die Perforations-Zähne 62 sind umfangsseitig an dem Scheiben-Grundkörper 61
angeordnet und gleichmäßig voneinander beabstandet. Die Perforations-Zähne 62 können
gehärtet sein. Der Scheiben-Grundkörper 61 weist umfangsseitig einen konisch zulaufenden
Endabschnitt 63 auf, der stufenlos in die im Querschnitt V-förmigen Perforations-Zähne
62 übergeht. Die Perforations-Scheiben 60 sind jeweils mittels mehrerer umfangsseitig
gleichmäßig verteilter Befestigungs-Bohrungen 64 drehantreibbar an dem zugehörigen
Werkzeug-Träger 59 befestigbar.
[0019] Die Perforations-Zähne 62 sind im Wesentlichen als rechteckförmiger Keil ausgebildet.
Sie weisen jeweils zwei gegenüberliegende rechteckförmige Zahn-Seitenwände 65, zwei
im Wesentlichen senkrecht zu den Zahn-Seitenwänden 65 verlaufende dreieckförmige Zahn-Stirnwände
66 und eine Perforier-Kante 67 auf. Zwischen zwei benachbart angeordneten Perforations-Zähnen
62 ist jeweils eine Lücke 68 ausgebildet. Die Lücken 68 weisen jeweils eine Breite
B
L auf. Die Zahn-Stirnwände 66 eines Perforations-Zahns 62 verlaufen im Wesentlichen
parallel zueinander, wobei gedachte Verlängerungen V der Zahn-Stirnwände 66 ungefähr
im Mittelpunkt M der Perforations-Scheibe 60 zusammenlaufen. Die Perforations-Zähne
62 weisen eine radiale Höhe H
Z und eine Breite B
Z auf, wobei die Breite B
Z ungefähr der Breite B
L der Lücken 68 entspricht.
[0020] Die Perforations-Einheiten 55, 56 definieren mit ihren zugehörigen Perforier-Kanten
67 einen minimalen Abstand A
P zueinander quer zu der Arbeits-Richtung 13. Entsprechend definieren die Deck-Bahnen
12, 29 mit ihren der Well-Bahn 9 zugewandten Innenwänden einen minimalen Abstand A
D der Deckbahnen 12, 29 zueinander quer zu der Arbeits-Richtung 13. Die Perforations-Einrichtung
31 ist derart ausgebildet, dass der minimale Abstand A
P der Perforations-Einheiten 55, 56 zueinander wenigstens 80%, insbesondere wenigstens
90%, und insbesondere wenigstens 95% des minimalen Abstandes A
D der Deck-Bahnen 12, 29 zueinander beträgt. Der minimale Abstand A
P der Perforations-Einheiten 55, 56 ist durch Verschwenken dieser um die zugehörigen
Schwenk-Achsen 57, 58 einstellbar, wobei die Steuer-Einrichtung 54 derart ausgebildet
ist, dass der minimale Abstand A
P automatisch in Abhängigkeit des minimalen Abstandes A
D der Deck-Bahnen 12, 29 einstellbar ist.
[0021] An den Werkzeug-Trägern 59 der Perforations-Einheiten 55, 56 sind ferner Rill-Werkzeuge
69 angeordnet. Die Rill-Werkzeuge 69 sind den Perforations-Scheiben 60 in der Arbeits-Richtung
13 nachgeordnet, wobei die Rill-Werkzeuge 69 zusätzlich oder alternativ zu den Perforations-Scheiben
60 mit der Wellpappe-Bahn 28 in Eingriff bringbar sind. Die Perforations-Einrichtung
31 ist somit gleichzeitig als erste Rill-Station 33 ausgebildet.
[0022] Die zweite Rill-Station 34 weist mehrere erste Rill-Einheiten 70 und mehrere zweite
Rill-Einheiten 71 auf, die relativ zu der Wellpappe-Bahn 28 gegenüberliegend angeordnet
sind. Die ersten Rill-Einheiten 70 sind zum Ineingriffbringen mit der Wellpappe-Bahn
28 um eine dritte Schwenk-Achse 72 unabhängig voneinander verschwenkbar. Entsprechend
sind die zweiten Rill-Einheiten 71 um eine vierte Schwenk-Achse 73 unabhängig voneinander
verschwenkbar. Die Rill-Einheiten 70, 71 sind entsprechend den Perforations-Einheiten
55, 56 aufgebaut, jedoch mit dem Unterschied, dass anstelle der Perforations-Scheiben
60 Rill-Scheiben 74 an den Werkzeug-Trägern 59 angeordnet sind. Die Rill-Scheiben
74 sind funktionslos. Sie sind jedoch durch zusätzliche Perforations-Scheiben 60 ersetzbar,
so dass die Rill-Einheiten 70, 71 zu Perforations-Einheiten umrüstbar sind. Die Rill-Werkzeuge
69 sind drehantreibbar an den Werkzeug-Trägern 59 der Perforations-Einheiten 55, 56
und der Rill-Einheiten 70, 71 gelagert und unabhängig voneinander entlang der zugehörigen
Schwenk-Achsen 57, 58, 72, 73 verlagerbar sowie getrennt voneinander mit der Wellpappe-Bahn
28 in Eingriff bringbar.
[0023] Die Längsschneide-Stationen 35 sind der zweiten Rill-Station 34 nachgeordnet. Die
Längsschneide-Stationen 35 weisen jeweils mehrere drehantreibbare obere Messer 75
und untere Messer 76 auf, die unabhängig voneinander quer zu der Arbeits-Richtung
13 verlagerbar und mit der Wellpappe-Bahn 28 zur Längsdurchtrennung derselben in Eingriff
bringbar sind. Der genaue Aufbau der Längsschneide-/Rill-Einrichtung 32 ist aus der
DE 197 54 799 A (entspr.
US 6 071 222) sowie aus der
DE 101 31 833 A bekannt, auf die hiermit für den Detailaufbau verwiesen wird.
[0024] Nachfolgend wird die Funktionsweise der Wellpappe-Anlage 1 genauer beschrieben. Von
der ersten und zweiten Abroll-Einrichtung 3, 5 werden die erste und zweite Material-Bahn
4, 6 abgerollt und der ersten Produktions-Einrichtung 7 zugeführt. Die zweite Material-Bahn
6 wird durch die Riffelwalzen 8 geführt, wodurch die Well-Bahn 9 erzeugt wird. Mittels
der Beleimungs-Einheit 10 werden die Spitzen der Well-Bahn 9 mit Leim versehen. Die
mit Leim versehene Well-Bahn 9 und die erste Material-Bahn 4 werden zwischen einer
der Riffelwalzen 8 und der Anpresswalze 11 durchgeführt und miteinander verbunden,
wobei die einseitig kaschierte Wellpappe-Bahn 2 erzeugt wird. Die endlose einseitig
kaschierte Wellpappe-Bahn 2 wird aus der ersten Produktions-Einrichtung 7 herausgeführt
und mittels der Umlenkwalze 14 umgelenkt und der Vorheiz-Einrichtung 15 zugeführt.
Ferner wird die dritte Material-Bahn 16 von der dritten Abroll-Einrichtung 18 abgerollt
und ebenfalls der Vorheiz-Einrichtung 15 zugeführt. Die Wellpappe-Bahn 2 und die dritte
Material-Bahn 16 werden in der Vorheiz-Einrichtung 15 über Heizwalzen 17 geführt und
aufgeheizt. Die aufgeheizte Wellpappe-Bahn 2 und die aufgeheizte dritte Material-Bahn
16 werden aus der Vorheiz-Einrichtung 15 herausgeführt und der zweiten Produktions-Einrichtung
27 zugeführt.
[0025] In der zweiten Produktions-Einrichtung 27 wird die einseitig kaschierte Wellpappe-Bahn
2 dem Leimwerk 19 zugeführt. Die freiliegenden Spitzen der Well-Bahn 9 der einseitig
kaschierten Wellpappe-Bahn 2 werden in dem Leimwerk 19 mittels der Beleimungswalze
20 mit Leim versehen. Die beleimte Wellpappe-Bahn 2 wird zusammen mit der dritten
Material-Bahn 16 der Heiz-Andrück-Einrichtung 22 zugeführt. In der Heiz-Andrück-Einrichtung
22 werden die beleimte Wellpappe-Bahn 2 und die dritte Material-Bahn 16 durch den
Andruck-Spalt 26 geführt, wobei die einseitig kaschierte Wellpappe-Bahn 2 mit der
dritten Material-Bahn 16 zu der zweiseitig kaschierten Wellpappe-Bahn 28 verbunden
wird. Mittels des Andrück-Gurts 25 und des Heiztisches 23 werden die Wellpappe-Bahn
2 und die dritte Material-Bahn 16 zusammengepresst, wobei der Heiztisch 23 gleichzeitig
beheizt und trocknet.
[0026] Die zweiseitig kaschierte Wellpappe-Bahn 28 wird anschließend der Multifunktions-Einheit
30 zugeführt. In der Perforations-Einrichtung 31 werden die Deck-Bahnen 12, 29 der
Wellpappe-Bahn 28 perforiert. Hierzu werden die Perforations-Scheiben 60 durch Verschwenken
der Perforations-Einheiten 55, 56 um die zugehörigen Schwenk-Achsen 57, 58 mit der
Wellpappe-Bahn 28 in Eingriff gebracht. Das Ineingriffbringen der Perforations-Scheiben
60 wird von der Steuer-Einrichtung 54 gesteuert. Der Steuer-Einrichtung 54 liegen
genaue Daten über den Betriebszustand der Wellpappe-Anlage 1 und die Material-Bahnen
4, 6, 16 vor. Insbesondere liegen der Steuer-Einrichtung 54 genaue Daten über die
Dicke der Material-Bahnen 4, 6, 16 und der die Wellung erzeugenden Riffelwalzen 8
vor. Aus diesen Daten berechnet die Steuer-Einrichtung 54 den minimalen Abstand A
D der Deck-Bahnen 12, 29. Das Verschwenken der Perforations-Einheiten 55, 56 erfolgt
in Abhängigkeit des berechneten minimalen Abstandes A
D der Deck-Bahnen 12, 29 derart, dass die Perforations-Scheiben 60 lediglich die Deck-Bahnen
12, 29 perforieren und die dazwischenliegende Well-Bahn 9 im Wesentlichen unbeschädigt
bleibt. Hierzu stellt die Steuer-Einrichtung 54 den minimalen Abstand A
P der Perforations-Einheiten 55, 56 derart ein, dass dieser wenigstens 80%, insbesondere
wenigstens 90%, und insbesondere wenigstens 95% des minimalen Abstandes A
D der Deck-Bahnen 12, 29 beträgt. Eine Änderung des minimalen Abstandes A
D der Deck-Bahnen 12, 29 wird von der Steuer-Einrichtung 54 erkannt und der minimale
Abstand A
P der Perforations-Einheiten 55, 56 wird entsprechend automatisch angepasst.
[0027] Beim Perforieren werden die Deck-Bahnen 12, 29 entlang der Arbeits-Richtung 13 abwechselnd
abschnittsweise vollständig durchtrennt und abschnittsweise nicht durchtrennt, wobei
vorzugsweise entlang der Richtung 13 mehr als 50% der Deck-Bahnen 12, 29 bei der Perforation
undurchtrennt bleibt. Die vollständig durchtrennten Abschnitte weisen eine Länge auf,
die der Breite B
Z der Perforations-Zähne 62 entspricht. Entsprechend weisen die nicht durchtrennten
Abschnitte eine Länge auf, die der Breite B
L der Lücken 68 entspricht. Durch die Breiten B
Z, B
L der Perforations-Zähne 62 und der dazwischenliegenden Lücken 68 sind die Aufreißeigenschaften
der perforierten Wellpappe-Bahn 28 einstellbar. Je größer die Breite B
Z der Perforations-Zähne 62 im Verhältnis zu der Breite B
L der Lücken 68 ist, desto leichter ist die perforierte Wellpappe-Bahn 28 aufreißbar
und umgekehrt. Dadurch, dass die Perforations-Einrichtung 31 den Produktions-Einrichtungen
7, 27 nachgeordnet ist, ist die erzeugte Wellpappe-Bahn 28 beim Perforieren noch feucht,
so dass die Deck-Bahnen 12, 29 mittels der Perforier-Kanten 67 leicht durchtrennbar
sind. Die Well-Bahn 9 wird beim Perforieren der Deck-Bahnen 12, 29 nicht durchtrennt
und bleibt im Wesentlichen unbeschädigt. Die Stabilität der Well-Bahn 9 bleibt somit
erhalten. Die perforierten Deck-Bahnen 12, 29 bilden aufgrund der nicht durchtrennten
Abschnitte keine ungewünschten Biegestellen aus, so dass die Deck-Bahnen 12, 29 zusammen
mit der im Wesentlichen unbeschädigten Well-Bahn 9 sehr gute Stabilitätseigenschaften
in Verbindung mit sehr guten Aufreißeigenschaften aufweist. Dadurch, dass die Perforations-Einrichtung
31 und die Längsschneide-/Rill-Einrichtung 32 in der Multifunktions-Einheit 30 zusammengefasst
sind, kann das Perforieren problemlos in einen automatischen Formatwechsel eingebunden
werden. Das Perforieren kann bezüglich des Längsschneidens und Rillens sehr exakt
erfolgen.
[0028] Die perforierte Wellpappe-Bahn 28 wird anschließend in der ersten und/oder zweiten
Rill-Station 33, 34 gerillt und anschließend in den Längsschneide-Stationen 35 zu
zwei oder mehr Bahnabschnitten 37, 38 längsgeschnitten.
[0029] Die längsgeschnittene Wellpappe-Bahn 28 wird aus der Multifunktions-Einheit 30 herausgeführt
und über die Weiche 36 geführt, wobei der erste und zweite Bahn-Abschnitt 37, 38 aufgeteilt
werden. Der erste Bahn-Abschnitt 37 wird zwischen dem ersten Querschneide-Walzenpaar
41 der Schneid-Einrichtung 40 durchgeführt, wobei mittels der Messerbalken 43 Wellpappe-Bögen
39 vom gewünschten Format erzeugt werden. Entsprechend wird der zweite Bahn-Abschnitt
38 zwischen dem zweiten Querschneide-Walzenpaar 42 der Schneid-Einrichtung 40 durchgeführt,
wobei ebenfalls mittels der Messerbalken 43 Wellpappe-Bögen 39 vom gewünschten Format
erzeugt werden. Dadurch, dass die Schneid-Einrichtung 40 der Perforations-Einrichtung
31 nachgeordnet ist, ist die Herstellung von perforierten Wellpappe-Bögen 39 einfach
möglich. Die zuvor perforierte Wellpappe-Bahn 28 wird mittels der Schneid-Einrichtung
40 auf Wellpappe-Bögen 39 des gewünschten Formats zugeschnitten. Durch die Integration
der Perforations-Einrichtung 31 in die Wellpappe-Anlage 1 ist das Perforieren in das
Herstellungsverfahrens der Wellpappe-Bögen 39 integriert, was zeit- und kostensparend
ist. Durch die Integration der Perforations-Einrichtung 31 in die Wellpappe-Anlage
kann die Tatsache genutzt werden, dass die Well-Bahn 9 noch feucht und geschmeidig
ist und so den Perforations-Werkzeugen eher ausweicht und unbeschädigt bleibt.
[0030] Die perforierten Wellpappe-Bögen 39 werden mittels der Förderbänder 44, 50 zu den
zugehörigen Stapel-Ablagen 46, 51 transportiert und dort aufgestapelt.
[0031] Nachfolgend wird unter Bezugnahme auf die Fig. 8 und 9 ein zweites Ausführungsbeispiel
der Erfindung beschrieben. Konstruktiv identische Teile erhalten dieselben Bezugszeichen
wie bei dem ersten Ausführungsbeispiel, auf dessen Beschreibung hiermit verwiesen
wird. Konstruktiv unterschiedliche, jedoch funktionell gleichartige Teile erhalten
dieselben Bezugszeichen mit einem nachgestellten a. Der wesentliche Unterschied gegenüber
dem ersten Ausführungsbeispiel besteht in der Ausgestaltung der Perforations-Scheiben
60a. Die Zahn-Seitenwände 65a der Perforations-Zähne 62a sind im Wesentlichen als
Parallelogramm ausgebildet. Die Zahn-Stirnwände 66a schließen mit der Perforier-Kante
67a einen Winkel ein, der kleiner als 90° ist. Eine gedachte Verlängerung V der Zahn-Stirnwände
66a verläuft nicht durch den Mittelpunkt M der Perforations-Scheibe 60a. Die Perforations-Zähne
62a sind leichter mit den Deck-Bahnen 12, 29 in Eingriff bringbar. Hinsichtlich der
weiteren Funktionsweise der mit den Perforations-Scheiben 60a versehenen Perforations-Einrichtung
31 a wird auf das erste Ausführungsbeispiel verwiesen.
[0032] Nachfolgend wird unter Bezugnahme auf die Fig. 10 und 11 ein drittes Ausführungsbeispiel
der Erfindung beschrieben. Konstruktiv identische Teile erhalten dieselben Bezugszeichen
wie bei dem ersten Ausführungsbeispiel, auf dessen Beschreibung hiermit verwiesen
wird. Konstruktiv unterschiedliche, jedoch funktionell gleichartige Teile erhalten
dieselben Bezugszeichen mit einem nachgestellten b. Der wesentliche Unterschied gegenüber
dem ersten Ausführungsbeispiel besteht in der Ausgestaltung der Perforations-Scheiben
60b. Die Zahn-Seitenwände 65b der Perforations-Zähne 62b sind im Wesentlichen trapezförmig
ausgebildet. Die Breite B
Z der Perforations-Zähne 62b verringert sich in radialer Richtung, wobei die Perforations-Zähne
62b an ihren Perforier-Kanten 67b eine minimale Breite B
Z aufweisen. Eine gedachte Verlängerung V der Zahn-Stirnwände 66b verläuft nicht durch
den Mittelpunkt M der Perforations-Scheiben 60b. Die Zahn-Seitenwände 66b eines Perforations-Zahns
62b schließen miteinander einen Winkel zwischen 15° und 75°, und insbesondere zwischen
30° und 60° ein. Die Lücken 68b weisen im Gegensatz zu den Perforations-Zähnen 62b
im Bereich der Perforier-Kanten 67b eine maximale Breite B
L auf. Dadurch, dass sich die Breite B
Z der Perforations-Zähne 62b in radialer Richtung verkleinert, tritt beim Perforieren
der Deck-Bahnen 12, 29 ein Schneideffekt auf, der das Perforieren erleichtert. Hinsichtlich
der weiteren Funktionsweise der mit den Perforations-Scheiben 60b versehenen Perforations-Einrichtung
31b wird auf die vorangegangenen Ausführungsbeispiele verwiesen.
[0033] Nachfolgend wird unter Bezugnahme auf die Fig. 12 und 13 ein drittes Ausführungsbeispiel
der Erfindung beschrieben. Konstruktiv identische Teile erhalten dieselben Bezugszeichen
wie bei dem ersten Ausführungsbeispiel, auf dessen Beschreibung hiermit verwiesen
wird. Konstruktiv unterschiedliche, jedoch funktionell gleichartige Teile erhalten
dieselben Bezugszeichen mit einem nachgestellten c. Der wesentliche Unterschied gegenüber
dem ersten Ausführungsbeispiel besteht in der Ausgestaltung der Perforations-Zähne
62c. Die Zahn-Seitenwände 65c der Perforations-Zähne 62c sind dreieckförmig ausgebildet.
Die Zahn-Stirnwände 66c eines Perforations-Zahns 62c schließen miteinander einen Winkel
ein, der zwischen 30° und 60° liegt. Eine gedachte Verlängerung V der Zahn-Stirnwände
66c verläuft nicht durch den Mittelpunkt M der Perforations-Scheiben 60c. Die Breite
B
Z der Perforations-Zähne 62c nimmt in radialer Richtung ab, wohingegen die Breite B
L der dazwischenliegenden Lücken 68c zunimmt. Die Perforier-Kanten 67c sind lediglich
punktförmig ausgebildet. Durch die punktförmige Ausbildung der Perforier-Kanten 67c
sind die Perforations-Zähne 62c einfach mit den Deck-Bahnen 12, 29 in Eingriff bringbar.
Hinsichtlich der weiteren Funktionsweise der mit den Perforations-Scheiben 60c versehenen
Perforations-Einrichtung 31 c wird auf die vorangegangenen Ausführungsbeispiele verwiesen.
[0034] In Bezug auf die verschiedenen Geometrien der Perforations-Scheiben 60, 60a, 60b
und 60c ist zwischen der zum Perforieren erforderlichen Eintauchkraft und der Eintauchtiefe
zu unterscheiden. Je flacher die in radialer Richtung außen liegende Kante eines Perforations-Zahnes
62 ist, umso größer ist die zum Perforieren erforderliche Eintauchkraft, so dass grundsätzlich
auch die Gefahr besteht, dass die Wellpappe-Bahn 28 ausweicht. Besonders groß ist
die Eintauchkraft bei den Perforations-Scheiben 60 und 60a. Bei der Perforations-Scheibe
60c sind die Perforations-Zähne 62c nach außen hin spitz zulaufend ausgebildet, so
dass die erforderliche Eintauchkraft gering ist, die Eintauchtiefe zur Erzeugung einer
Perforation vorbestimmter Länge jedoch am größten ist, so dass das Ausmaß der Verletzung
der Well-Bahn 9 ebenfalls am größten ist. Einen Kompromiss stellt die Perforations-Scheibe
60b dar, bei der die Perforations-Zähne 62b zwar nach außen hin konisch zulaufen,
die Spitzen jedoch abgeflacht ausgebildet sind.
[0035] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung ist es möglich, die einander gegenüberliegenden
Perforations-Scheiben 60 - oder die Perforations-Scheiben gemäß Fig. 8, 10 oder 12
- axial gegeneinander versetzt auszubilden, so dass die Perforier-Kanten 67 bezogen
auf die Wellpappe-Bahn 28 nicht unmittelbar übereinander liegen, sondern gegeneinander
versetzt sind. Bei dieser Anordnung ist es möglich, die beiden Perforations-Scheiben
60 näher aufeinander zu zu stellen, so dass sich die Perforations-Kanten 67 sogar
überlappen. Im Fall von Fig. 5 hieße dies, dass die Perforier-Kante 67 der unteren
Scheibe 60 höher liegt als die Perforier-Kante 67 der oberen Kante 60. Auf diese Weise
kann ein mögliches Ausweichen der Wellpappe-Bahn 28 bei einer zu hohen Eintauchkraft
kompensiert werden. Darüber hinaus erhöht der axiale Versatz der zusammenwirkenden
Perforations-Scheiben 60 die Stabilität der perforierten Wellpappe-Bahn 28.
1. Wellpappe-Anlage zur Herstellung von Wellpappe-Bögen, mit
a. mindestens einer Produktions-Einrichtung (7, 27) zum Erzeugen einer endlosen Wellpappe-Bahn
(2, 28) aus mindestens einer Well-Bahn (9) und mindestens einer Deck-Bahn (12, 29),
b. mindestens einer Längsschneide-/Rill-Einrichtung (32) zum Längsschneiden und Rillen
der endlosen Wellpappe-Bahn (2, 28) entlang der Arbeits-Richtung (13),
c. mindestens einer Schneid-Einrichtung (40) zum Zuschneiden von Wellpappe-Bögen (39)
aus der perforierten endlosen Wellpappe-Bahn (2, 28), und
d. mindestens einer Steuer-Einrichtung (54) zum Steuern der Wellpappe-Anlage (1),
dadurch gekennzeichnet, dass
e. mindestens eine Perforations-Einrichtung (31; 31a; 31b, 31c) mit mindestens einer
Perforations-Einheit (55, 56) zum Perforieren der mindestens einen Deck-Bahn (12,
29) entlang der Arbeits-Richtung (13) vorgesehen ist,
f. die mindestens eine Schneid-Einrichtung (40) der mindestens einen Perforations-Einrichtung
(31; 31 a, 31 b; 31 c) in der Arbeits-Richtung (13) nachgeordnet ist,
g. die mindestens eine Perforations-Einheit (55, 56) zum Ineingriffbringen mit der
mindestens einen Deck-Bahn (12, 29) um eine quer zu der Arbeits-Richtung (13) verlaufende
Schwenk-Achse (57, 58) verschwenkbar sind,
h. die mindestens eine Perforations-Einrichtung (31; 31 a; 31b; 31 c) zum Perforieren
einer ersten Deck-Bahn (12) mindestens eine erste Perforations-Einheit (55) und zum
Perforieren einer zweiten Deck-Bahn (29) mindestens eine der mindestens einen ersten
Perforations-Einheit (55) relativ zu der Wellpappe-Bahn (2, 28) gegenüberliegende
zweite Perforations-Einheit (56) aufweist.
2. Wellpappe-Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Perforations-Einheiten (55, 56) zueinander einen minimalen Abstand (AP) quer zu der Arbeits-Richtung (13) aufweisen, der wenigstens 80%, insbesondere wenigstens
90%, und insbesondere wenigstens 95% eines minimalen Abstandes (AD) der Deck-Bahnen (12, 29) zueinander quer zu der Arbeits-Richtung (13) beträgt.
3. Wellpapp-Anlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Steuer-Einrichtung (54) derart ausgebildet ist, dass der minimale
Abstand (AP) der Perforations-Einheiten (55, 56) automatisch in Abhängigkeit des minimalen Abstandes
(AD) der Deck-Bahnen (12, 29) einstellbar ist.
4. Wellpappe-Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Perforations-Einheit (55, 56) mindestens eine Perforations-Scheibe
(60; 60a; 60b; 60c) aufweist.
5. Wellpappe-Anlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Perforations-Scheibe (60; 60a; 60b, 60c) mehrere umfangsseitig
angeordnete und beabstandete Perforations-Zähne (62; 62a; 62b; 62c) aufweist.
6. Wellpappe-Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Perforations-Einrichtung (31; 31a; 31b; 31c) und die mindestens
eine Längsschneide-/Rill-Einrichtung (32) integriert ausgebildet sind.
7. Verfahren zur Herstellung von Wellpappe-Bögen, mit dem Schritten:
a. Erzeugen einer endlosen Wellpappe-Bahn (2, 28) aus mindestens einer Well-Bahn (9)
und mindestens einer Deck-Bahn (12, 29) mittels mindestens einer Produktions-Einrichtung
(7, 27),
b. Perforieren der mindestens einen Deck-Bahn (12, 29) mittels mindestens einer Perforations-Einrichtung
(31; 31 a; 31 b; 31 c), die mindestens eine Perforations-Einheit (55, 56) aufweist,
wobei die mindestens eine Deck-Bahn (12, 29) entlang einer Arbeits-Richtung (13) abwechselnd
abschnittsweise durchtrennt und abschnittsweise nicht durchtrennt wird,
und
c. Zuschneiden von Wellpappe-Bögen (39) aus der perforierten endlosen Wellpappe-Bahn
(2, 28) mittels mindestens einer Schneid-Einrichtung (40),
d. wobei die mindestens eine Schneid-Einrichtung (40) der mindestens einen Perforations-Einrichtung
(31; 31 a; 31b; 31 c) in der Arbeits-Richtung (13) nachgeordnet ist,
e. die mindestens eine Perforations-Einheit (55, 56) zum Ineingriffbringen mit der
mindestens einen Deck-Bahn (12, 29) um eine quer zu der Arbeits-Richtung (13) verlaufende
Schwenk-Achse (57, 58) verschwenkbar sind,
f. die mindestens eine Perforations-Einrichtung (31; 31a; 31b; 31 c) zum Perforieren
einer ersten Deck-Bahn (12) mindestens eine erste Perforations-Einheit (55) und zum
Perforieren einer zweiten Deck-Bahn (29) mindestens eine der mindestens einen ersten
Perforations-Einheit (55) relativ zu der Wellpappe-Bahn (2, 28) gegenüberliegende
zweite Perforations-Einheit (56) aufweist.
1. Corrugated cardboard installation for the production of corrugated cardboard sheets
comprising
a. at least one production device (7, 27) for producing a continuous corrugated cardboard
length (2, 28) from at least one corrugated length (9) and at least one cover length
(12, 29),
b. at least one longitudinal cutting/scoring device (32) for longitudinally cutting
and scoring the continuous corrugated cardboard length (2, 28) along the operating
direction (13),
c. at least one cutting device (40) for cutting to size corrugated cardboard sheets
(39) from the perforated continuous corrugated cardboard length (2, 28) and
d. at least one control device (54) for controlling the corrugated cardboard installation
(1),
characterised in that
e. at least one perforation device (31; 31a; 31b; 31c) is provided with at least one
perforation unit (55, 56) for perforating the at least one cover length (12, 29) along
the operating direction (13),
f. the at least one cutting device (40) is arranged downstream of the at least one
perforation device (31; 31a, 31b; 31c) in the operating direction (13),
g. the at least one perforation unit (55, 56) can be pivoted for engaging with the
at least one cover length (12, 29) about a pivot axis (57, 58) perpendicular to the
operating direction (13),
h. the at least one perforation device (31: 31 a; 31b; 31 c) comprises at least one
perforation unit (55) for perforating a first cover length (12) and at least one second
perforation unit (56) opposite the at least one first perforation unit (55) relative
to the corrugated cardboard length (2, 28) for perforating a second cover length (29).
2. Corrugated cardboard installation according to claim 1, characterised in that the perforation units (55, 56) have a minimum distance apart (AP) perpendicular to the operating direction (13), which is at least 80%, in particular
at least 90%, and in particular at least 95% of a minimum distance apart (AD) of the cover lengths (12, 29) perpendicular to the operating direction (13).
3. Corrugated cardboard installation according to claim 2, characterised in that the at least one control device (54) is configured such that the minimum distance
apart (AP) of the perforation units (55, 56) can be adjusted automatically as a function of
the minimum distance apart (AD) of the cover lengths (12, 29).
4. Corrugated cardboard installation according to any one of claims 1 to 3, characterised in that the at least one perforation unit (55,56) comprises at least one perforation disc
(60; 60a; 60b; 60c).
5. Corrugated cardboard installation according to claim 4, characterised in that the at least one perforation disc (60; 60a; 60b, 60c) comprises a plurality of perforating
teeth (62; 62a; 62b; 62c) arranged spaced apart peripherally.
6. Corrugated cardboard installation according to any one of claims 1 to 5, characterised in that the at least one perforation device (31; 31a; 31b; 31c) and the at least one longitudinal
cutting/scoring device (32) are designed to be integrated.
7. Method for the production of corrugated cardboard sheets comprising the steps:
a. producing a continuous corrugated cardboard length (2, 28) from at least one corrugated
length (9) and at least one cover length (12, 29) by means of at least one production
device (7, 27),
b. perforating the at least one cover length (12, 29) by means of at least one perforating
device (31; 31a; 31b; 31c) which comprises at least one perforation unit (55, 56),
wherein the at least one cover length (12, 29) is cut through in some sections and
not cut through in some sections alternately along an operating direction (13), and
c. cutting to size corrugated cardboard sheets (39) from the perforated continuous
corrugated cardboard length (2, 28) by means of at least one cutting device (40),
d. the at least one cutting device (40) being arranged downstream of the at least
one perforation device (31; 31a, 31b; 31c) in the operating direction (13),
e. the at least one perforation unit (55, 56) for engaging with the at least one cover
length (12, 29) pivoting about a pivot axis (57, 58) running perpendicular to the
operating direction (13),
f. the at least one perforation device (31: 31a; 31b; 31c) for perforating a first
cover length (12) comprising at least one perforation unit (55) and for perforating
a second cover length (29) at least one second perforation unit (56) opposite the
at least one perforation unit (55) relative to the corrugated cardboard length (2,
28).
1. Installation de carton ondulé pour la fabrication de feuilles de carton ondulé, avec
a. au moins un système de production (7, 27) pour réaliser une bande de carton ondulé
sans fin (2, 28) à partir d'au moins une bande ondulée (9) et d'au moins une bande
de recouvrement (12, 29),
b. au moins un système de découpe en longueur et de rainurage (32) pour la découpe
en longueur et le rainurage de la bande de carton ondulé sans fin (2, 28) le long
de la direction de travail (13),
c. au moins un système de découpe (40) pour la découpe de feuilles de carton ondulé
(39) dans la bande de carton ondulé sans fin (2, 28) perforée, et
d. au moins un système de commande (54) pour le pilotage de l'installation de carton
ondulé (1),
caractérisée en ce
e. qu'au moins un système de perforation (31 ; 31a ; 31b, 31c) avec au moins une unité de
perforation (55, 56) est prévu le long de la direction de travail (13) pour la perforation
de l'au moins une bande de recouvrement (12, 29),
f. que l'au moins un système de découpe (40) de l'au moins un système de perforation (31
; 31a, 31b ; 31c) est disposé postérieurement dans la direction de travail (13),
g. que l'au moins une unité de perforation (55, 56) peut être pivotée autour d'un axe de
pivotement (57, 58) s'étendant perpendiculairement par rapport à la direction du travail
(13) pour être mise en prise avec l'au moins une bande de recouvrement (12, 29),
h. que l'au moins un système de perforation (31 ; 31a ; 31b ; 31c) présente au moins une
première unité de perforation (55) pour la perforation d'une première bande de recouvrement
(12) et au moins une deuxième unité de perforation (56), située en face de l'au moins
première unité de perforation (55), relativement par rapport à la bande de carton
ondulé (2, 28) pour la perforation d'une deuxième bande de recouvrement (29).
2. Installation de carton ondulé selon la revendication 1, caractérisée en ce que les unités de perforation (55, 56) présentent entre elles une distance minimale (Ap) perpendiculairement par rapport à la direction de travail (13), qui se situe au
moins à 80 %, notamment, au moins à 90 %, et particulièrement à au moins 95 %, d'une
distance minimale (AD) des bandes de recouvrement (12, 29) l'une par rapport à l'autre, perpendiculairement
par rapport à la direction de travail (13).
3. Installation de carton ondulé selon la revendication 2, caractérisée en ce que l'au moins un système de commande (54) est conçu de telle manière que la distance
minimale (Ap) des unités de perforations (55, 56) peut être réglée automatiquement en fonction
de la distance minimale (AD) des bandes de recouvrement (12, 29).
4. Installation de carton ondulé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que l'au moins une unité de perforation (55, 56) présente au moins un disque de perforation
(60 ; 60a ; 60b ; 60c).
5. Installation de carton ondulé selon la revendication 4, caractérisée en ce que l'au moins un disque de perforation (60 ; 60a ; 60b ; 60c) présente plusieurs dents
de perforation (62 ; 62a ; 62b ; 62c) disposées sur la circonférence et espacées.
6. Installation de carton ondulé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que l'au moins un système de perforation (31 ; 31a ; 31b ; 31c) et l'au moins un système
de découpe en longueur et de rainurage (32) sont conçus intégrés.
7. Procédé de fabrication de feuilles de carton ondulé, avec les étapes :
a. de réalisation d'une bande de carton ondulé sans fin (2, 28) constituée d'au moins
une bande ondulée (9) et d'au moins une bande de recouvrement (12, 29) au moyen d'au
moins un système de production (7, 27),
b. de perforation de l'au moins une bande de recouvrement (12, 29) au moyen d'au moins
un système de perforation (31 ; 31a ; 31b ; 31c), qui présente au moins une unité
de perforation (55, 56), où l'au moins une bande de recouvrement (12, 29) est percée
de part en part sur des portions et non percée sur des portions de manière alternative
séquencée le long d'une direction de travail (13),
et
c. la découpe de feuilles de carton ondulé (39) à partir de la bande de carton ondulé
sans fin (2, 28) perforée au moyen d'au moins un système de découpe (40),
d. dans lequel l'au moins un système de découpe (40) de l'au moins un système de perforation
(31 ; 31a ; 31b ; 31c) est disposé postérieurement dans la direction de travail (13),
e. l'au moins une unité de perforation (55, 56) peut être pivotée autour d'un axe
de pivotement (57, 58) s'étendant perpendiculairement par rapport à la direction de
travail (13) pour une mise en prise avec l'au moins une bande de recouvrement (12,
29),
f. l'au moins un système de perforation (31 ; 31a ; 31b ; 31c) présente au moins une
première unité de perforation (55) pour la perforation d'une première bande de recouvrement
(12) et au moins une deuxième unité de perforation (56), située en face de l'au moins
une première unité de perforation (55) relativement par rapport à la bande de carton
ondulé (2, 28), pour la perforation d'une deuxième bande de recouvrement (29).