| (19) |
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(11) |
EP 1 885 970 B2 |
| (12) |
NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Nach dem Einspruchsverfahren |
| (45) |
Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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22.04.2015 Patentblatt 2015/17 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.10.2009 Patentblatt 2009/41 |
| (22) |
Anmeldetag: 24.05.2006 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2006/004998 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2006/125646 (30.11.2006 Gazette 2006/48) |
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| (54) |
VERFAHREN ZUM VERLEGEN UND MECHANISCHEN VERBINDEN VON PANEELEN
METHOD FOR PLACING AND MECHANICALLY CONNECTING PANELS
PROCEDE POUR POSER ET ASSEMBLER MECANIQUEMENT DES PANNEAUX
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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HR |
| (30) |
Priorität: |
27.05.2005 DE 102005024366
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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13.02.2008 Patentblatt 2008/07 |
| (73) |
Patentinhaber: Interglarion Limited |
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2404 Engomi, Nikosia (CY) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- SCHITTER, Leonhard
5300 Hallwang (AT)
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| (74) |
Vertreter: Herzog, Markus et al |
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Weickmann & Weickmann
Patentanwälte
Postfach 86 08 20 81635 München 81635 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 223 264 EP-B- 0 969 164
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EP-A1- 1 251 219 WO-A-01/02671
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[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verlegen und mechanischen Verbinden von
Paneelen in zueinander parallelen Reihen, wobei die Paneele jeweils ein erstes Paar
von einander gegenüberliegenden Seitenrändern und ein zweites Paar von einander gegenüberliegenden
Seitenrändern aufweisen, wobei sowohl dem ersten Paar von Seitenrändern ein erstes
Paar von Verriegelungsmitteln zugeordnet ist, als auch dem zweiten Paar von Seitenrändern
ein zweites Paar von Verriegelungsmitteln zugeordnet ist, wobei die Paare von Verriegelungsmitteln
im Wesentlichen in Form einer Nut und einer Feder ausgebildet sind, wobei zwei benachbarte
Paneele mit Hilfe der Verriegelungsmittel sowohl in einer orthogonal zur Paneelebene
verlaufenden Richtung als auch in einer zur Paneelebene parallel und zum jeweiligen
Seitenrand orthogonal verlaufenden Richtung aneinander verriegelbar sind und wobei
die Nut und die Feder des ersten Paares von Verriegelungsmitteln durch Ineinanderschwenken
miteinander verbindbar sind.
[0002] Ein solches Verfahren zum Verlegen und mechanischen Verbinden derartiger Paneele
ist beispielsweise aus der
EP-B-0 969 164 bzw. aus der
WO 01/02671 A bekannt. Ferner wird auf die Druckschriften
EP-A-1 223 264 und
EP-A-1 251 219 verwiesen, die zur vorliegenden Erfindung relevanten Stand der Technik beinhalten.
Bei dem Verfahren gemäß der
EP-B-0 969 164 wird ein einer neu zu verlegenden Paneelreihe hinzuzufügendes Paneel an ein bereits
verlegtes Paneel der neu zu verlegenden Paneelreihe angenähert. Dann wird das bereits
verlegte Paneel der neu zu verlegenden Paneelreihe relativ zu den bereits verlegten
Paneelreihen verschwenkt, ohne jedoch den Eingriff mit den bereits verlegten Paneelen
zu lösen. Schließlich wird das neu zu verlegende Paneel mit einer seiner Kurzseiten
derart an die freie Kurzseite des bereits verlegten Paneels der neu zu verlegenden
Paneelreihe angenähert, wobei die Paneelebenen dieser beiden Paneele miteinander einen
Winkel einschließen. Nach Eingriff der Eingriffselemente des neu zu verlegenden Paneels
mit dem bereits verlegten Paneel der neu zu verlegenden Paneelreihe verlaufen die
Paneelebenen des neu zu verlegenden Paneels, des bereits verlegten Paneels der neu
zu verlegenden Paneelreihe und der Paneele der bereits verlegten Paneelreihen jeweils
paarweise zueinander unter einem Winkel. In einem nächsten Schritt werden dann gleichzeitig
das neu zu verlegende Paneel und das bereits verlegte Paneel der neu zu verlegenden
Paneelreihe zur Bodenfläche, auf der die bereits verlegten Paneelreihen ruhen, hin
verschwenkt, um zum einen die Eingriffselemente an der Längsseite des neu zu verlegenden
Paneels mit den Eingriffselementen der zuletzt verlegten Paneelreihe in Eingriff zu
bringen und zum anderen die Paneelebenen des neu zu verlegenden Paneels und des bereits
verlegten Paneels der neu zu verlegenden Paneelreihe in Flucht mit der Paneelebene
der bereits verlegten Paneelreihen zu bringen.
[0003] Dieses bekannte Verfahren hat den Nachteil, sehr umständlich und schwierig durchzuführen
zu sein. Entweder benötigt man zwei Verlegepersonen, von denen die eine das neu zu
verlegende Paneel und die andere das bereits verlegte Paneel der neu zu verlegenden
Paneelreihe manipuliert oder man muss mit einer Hand das neu zu verlegende Paneel
und mit der anderen Hand das bereits verlegte Paneel der neu zu verlegenden Paneelreihe
manipulieren. Der erstgenannte Fall ist umständlich, weil man die Paneele nicht alleine
verlegen kann. Im zweitgenannten Fall steht man hingegen als Verlegeperson vor dem
Problem, dass vor allem die Manipulation des neu zu verlegenden Paneels äußerst kompliziert
und kraftaufwändig ist, da man es in einer ganz bestimmten Raumorientierung in eine
ganz bestimmte Relativlage zum bereits verlegten Paneel der neu zu verlegenden Paneelreihe
bringen muss und dies unter Berücksichtigung der Hebelkräfte, die von dem üblicherweise
etwa 1,2 m langen, 0,2 m breiten und etwa 0,4 kg schweren Paneel ausgehen.
[0004] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zum Verlegen und mechanischen Verbinden
von Paneelen der eingangs genannten Art anzugeben, welches einfacher und insbesondere
von einer Verlegeperson durchführbar ist.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß von einem Verfahren gemäß Anspruch 1 gelöst. Gemäß
einer Ausführungsform ist ferner vorgesehen, zunächst in einem ersten Schritt eine
Mehrzahl von Paneelen einer neu zu verlegenden Paneelreihe, vorzugsweise alle Paneele
der neu zu verlegenden Paneelreihe, paarweise mittels Verriegelungsmitteln ihrer jeweiligen
zweiten Paare von Verriegelungsmitteln miteinander zu verbinden, und später in einem
zweiten Schritt die miteinander verbundenen Paneele der neu zu verlegenden Paneelreihe
mit den Paneelen der bereits verlegten Paneelreihe durch Ineinanderschwenken von Verriegelungsmitteln
ihrer jeweiligen ersten Paare von Verriegelungsmitteln zu verbinden, wobei man sich
in einem oder mehreren Unterschritten an einem der Enden der neu zu verlegenden Paneelreihe
beginnend unter Ausnutzung der Tordierbarkeit der Paneele um eine zu dem ersten Paar
von Seitenrändern parallel verlaufende Achse abschnittsweise zu dem anderen ihrer
Enden vorarbeitet. Bei diesem Verfahren macht man sich zwei Eigenschaften der Paneele
zu Nutze, an deren Verwendung im Zuge des Verlegens der Paneele bislang nicht gedacht
worden war, nämlich zum einen die Festigkeit des Eingriffs der Verriegelungsmittel
und zum anderen die Tordierbarkeit der Paneele um eine zu ihrem ersten Paar von Seitenrändern
parallel verlaufende Achse.
[0006] Die Festigkeit des Eingriffs der Verriegelungsmittel zweier miteinander verbundener
Paneele nutzt man dazu aus, in dem ersten Schritt aus einer Mehrzahl von Paneelen
einer neu zu verlegenden Paneelreihe eine Art "Super-Paneel" zu bilden, dessen Breite
gleich der Abmessung der Paneele längs deren zweitem Paar von Seitenrändern ist und
dessen Länge einem der Mehrzahl von Paneelen entsprechenden Mehrfachen der Abmessung
der Paneele längs deren erstem Paar von Seitenrändern ist. Bei der weiteren Manipulation
dieses Super-Paneels im zweiten Schritt des erfindungsgemäßen Verlegeverfahrens bewegen
sich die einzelnen Paneele dieses Super-Paneels auf Grund der Festigkeit des Eingriffs
der Verriegelungsmittel nicht von selbst relativ zueinander. Obgleich dies nicht notwen
digerweise erforderlich ist, empfiehlt es sich, das Super-Paneel in unmittelbarer
Nachbarschaft der zuletzt verlegten Paneelreihe zusammenzusetzen.
[0007] Die Tordierbarkeit der Paneele und damit auch des Super-Paneels wird in dem zweiten
Schritt des erfindungsgemäßen Verlegeverfahrens ausgenutzt, um die Verriegelungsmittel
des Super-Paneels mit den entsprechenden Verriegelungsmitteln der zuletzt verlegten
Paneelreihe in Eingriff zu bringen. Grundsätzlich könnte hierzu zwar das gesamte Super-Paneel
relativ zu der bereits verlegten Paneelreihe angewinkelt werden, um die Eingriffselemente
ineinanderschwenken zu können. Hierzu wäre aber wieder eine Mehrzahl von Verlegepersonen
erforderlich. Daher beginnt man erfindungsgemäß mit einem einem Längsende des Super-Paneels
benachbarten Abschnitt und lässt die Verriegelungsmittel dieses Abschnitts mit den
Verriegelungsmitteln des entsprechenden Abschnitts der bereits verlegten Paneelreihe
in Eingriff treten. Dies bedeutet aber nicht, dass am Ende dieses Ineingriffbringens
die Paneelebene im Bereich dieses Abschnitts bereits mit der Paneelebene der bereits
verlegten Paneelreihen fluchtet. Vielmehr genügt der bloße Eingriff der Verriegelungsmittel.
Auf diese Weise arbeitet man sich abschnittsweise zum anderen Längsende des Super-Paneels
vor, wobei die Paneele bzw. das Super-Paneel aufgrund ihrer Tordierbarkeit um eine
zu dem ersten Paar von Seitenrändern parallel verlaufende Achse eine sanfte "Wellenbewegung"
von dem einen Längsende des Super-Paneels zum anderen Längsende des Super-Paneels
ausführt. Sollte das Super-Paneel am Ende des In-Eingriff-Bringens der Verriegelungsmittel
nicht aufgrund seines Eigengewichts zur Bodenfläche hin verschwenkt worden sein und
damit die Verriegelungsmittel zur Verbindung des Super-Paneels mit der bereits verlegten
Paneelreihe vollständig ineinander geschwenkt haben, so kann die Verlegeperson dies
nun noch bewerkstelligen, wobei sie sich vorzugsweise wieder von einem Längsende des
Super-Paneels zum anderen Längsende vorarbeitet. Zusammenfassend könnte man sagen,
dass gemäß dem erfindungsgemäßen Verlegeverfahren das Super-Paneel und die zuletzt
verlegte Paneelreihe "Reißverschluss-artig" miteinander verbunden werden.
[0008] In der vorstehend beschriebenen Art und Weise können die Paneele auch von einer einzigen
Verlegeperson ohne kompliziert durchzuführende Handgriffe in einfacher Weise verlegt
werden.
[0009] Bei der Herstellung des Super-Paneels werden die Paneele der neu zu verlegenden Paneelreihe
zur Vorbereitung des ersten Schritts oder im Zuge der Ausführung des ersten Schritts
zueinander ausrichtet. Zur Erleichterung des Ineinanderschwenkens der Verriegelungsmittel
ist vorgesehen, dass man die Paneele in einer solchen Orientierung verlegt, dass die
Paneele der bereits verlegten Paneelreihe den Paneelen der neu zu verlegenden Paneelreihe
jeweils ihre Nut darbieten. Ferner wird die Ausrichtung der Paneele der neu zu verlegenden
Paneelreihe dadurch vorgenommen, dass man die der Sichtfläche der Paneele der bereits
verlegten Paneelreihe nahe Lippe als Anschlag für die Feder der Paneele der neu zu
verlegenden Paneelreihe verwendet.
[0010] In besonders einfacher Weise lässt sich das erfindungsgemäße Verfahren durchführen,
wenn die Tordierbarkeit der Paneele um eine zu ihrem ersten Paar von Seitenrändern
im Wesentlichen parallel verlaufende Achse wenigstens 2°, vorzugsweise wenigstens
4°, noch bevorzugter wenigstens 6°, pro Längenmeter des Paneels beträgt. Diese Tordierbarkeit
eines Paneels kann in einer von der Verlegung unabhängigen Messung beispielsweise
dadurch bestimmt werden, dass man ein Paneel einer vorbestimmten Länge an seinen beiden
kurzen Seitenrändern einspannt und dann diese beiden kurzen Seitenränder in entgegengesetztem
Drehsinn gegeneinander verschwenkt, allerdings ohne das Paneel, insbesondere dessen
Sichtfläche, zu zerstören. Den auf diese Weise ermittelten Wert des Winkels, den die
beiden kurzen Seitenränder des Paneels miteinander einschließen, braucht man dann
nur noch durch den in Metern gemessenen Wert der Länge des Paneels zu dividieren.
[0011] Wie vorstehend bereits angeklungen ist, sind die Paneele beispielsweise rechteckige
Paneele, wobei das erste Paar von Seitenrändern der langen Rechteckseite und das zweite
Paar von Seitenrändern der kurzen Rechteckseite zugeordnet ist. Grundsätzlich ist
es jedoch auch denkbar, das erfindungsgemäße Verlegeverfahren mit quadratischen Paneelen
durchzuführen.
[0012] Für die bei dem erfindungsgemäßen Verlegeverfahren ausgenutzte Festigkeit der Verriegelung
zweier benachbarter Paneele durch die Verriegelungsmittel ist es vorteilhaft, wenn
das erste Paar von Verriegelungsmitteln oder/und das zweite Paar von Verriegelungsmitteln
mit einem Kern des Paneels einstückig ausgebildet ist.
[0013] Obgleich das erfindungsgemäße Verlegeverfahren grundsätzlich auch bei Paneelen eingesetzt
werden kann, deren die Nut begrenzenden Lippen gleich lang sind, wird in Weiterbildung
der Erfindung vorgeschlagen, dass die Nut des ersten Paars von Verriegelungsmitteln
zwei die Nut begrenzende Lippen aufweist, wobei die der Sichtfläche des Paneels ferne
Lippe länger ist als die der Sichtfläche des Paneels nahe Lippe. Hierdurch kann sichergestellt
werden, dass die Feder des einen Paneels beim Einschwenken in die Nut des anderen
Paneels nicht unbeabsichtigter Weise mit dem relativ rauhen Untergrund der Verlegefläche
in Eingriff tritt und dabei möglicherweise einem Beschädigungsrisiko ausgesetzt ist,
sondern dass die Feder auf die längere untere Nutbegrenzungslippe aufgesetzt und auf
dieser abgleitend in die Nut eingeschwenkt werden kann. Beim Verbinden der Paneele
der neu zu verlegenden Paneelreihe zu dem Super-Paneel kann dies zudem zur Vereinfachung
der Ausrichtung der Paneele relativ zueinander genutzt werden.
[0014] Besonders vorteilhaft ist das erfindungsgemäße Verfahren bei Verwendung von Paneelen,
bei denen auch die Nut und die Feder des zweiten Paares von Verriegelungsmitteln durch
Ineinanderschwenken miteinander verbindbar sind. Grundsätzlich kann das erfindungsgemäße
Verfahren zwar auch bei Paneelen eingesetzt werden, bei denen die Nut und die Feder
des zweiten Paares von Verriegelungsmitteln durch im Wesentlichen planares Aufeinanderzuschieben
miteinander verbunden werden können. Allerdings gibt es für derartige Paneele auch
andere, von einer einzelnen Verlegeperson in einfacher Weise durchführbare Verlegeverfahren.
[0015] Zur Vereinfachung der Herstellbarkeit der Paneele wird vorgeschlagen, dass das erste
Paar von Verriegelungsmitteln und das zweite Paar von Verriegelungsmitteln im Wesentlichen
identisch ausgebildet sind.
[0016] Besonders vorteilhaft kann das erfindungsgemäße Verfahren bei Paneelen eingesetzt
werden, die einen Kern aus einem Holzfaserwerkstoff oder einem Holzspanwerkstoff aufweisen,
der gewünschtenfalls an seiner der Sichtfläche der Paneele zugewandten Seite mit einer
Dekorschicht oder/und an seiner der Sichtfläche der Paneele abgewandten Seite mit
einer Gegenzugschicht versehen ist. Dabei kommen als Holzfaserwerkstoff beispielsweise
MDF-Platten (
medium
density
fiberboard) oder HDF-Platten (
high
density
fiberboard) und als Holzspanwerkstoff beispielsweise OSB-Platten (
oriented
structural
board) zum Einsatz.
[0017] Nachzutragen ist noch, dass die Paneele vorzugsweise Fußbodenpaneele sind.
[0018] Die Erfindung wird im Folgenden an einem Ausführungsbeispiel anhand der beigefügten
Zeichnungen näher erläutert werden. Es stellt dar:
- Fig. 1
- eine grobschematische Draufsicht auf ein Paneel, welches mit Hilfe des erfindungsgemäßen
Verfahrens verlegt werden kann;
- Fig. 2
- eine Querschnittsansicht längs der Linien II-II bzw. II'-II' in Fig. 1;
- Fig. 3
- eine schematische Stirnansicht des Paneels gemäß Fig. 1 in Ansicht aus Richtung des
Pfeils III in Fig. 1 zur Erläuterung des Begriffs der Tordierbarkeit;
- Fig. 4 und 5
- schematische Draufsichten auf auf einem Untergrund verlegte Paneele zur Erläuterung
des erfindungsgemäßen Verfahrens;
- Fig. 6
- eine Ansicht ähnlich Fig. 2 zur Erläuterung des Ausrichtens einer neu zu verlegenden
Paneelreihe unter Zuhilfenahme der zuletzt verlegten Paneelreihe; und
- Fig. 7a bis 7c
- Ansichten ähnlich Fig. 2 zur Erläuterung des Ineinanderschwenkens der Verriegelungsmittel
zweier benachbarter Paneele.
[0019] In Fig. 1 ist ein Paneel, das mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens verlegt
werden kann allgemein mit 10 bezeichnet. Das Paneel 10 ist rechteckig ausgebildet
und umfasst zwei zueinander parallel verlaufende Seitenränder 12 und 14 der in Längsrichtung
L verlaufenden Langseiten des Paneels 10, sowie zwei zueinander parallel verlaufende
Seitenränder 16 und 18 der in Querrichtung Q verlaufenden Kurzseiten des Paneels 10.
Beide Paare von Seitenrändern 12/14 und 16/18 sind mit Verriegelungsmitteln versehen,
die im Wesentlichen in Form einer Nut 20 und einer Feder 22 ausgebildet sind.
[0020] Die Nut 20 ist von einer der Sichtfläche 24 des Paneels 10 nahen, oberen Lippe 20a
und einer von der Sichtfläche 24 abgewandten Bodenfläche 26 des Paneels 10 nahen,
also der Sichtfläche 24 fernen, unteren Lippe 20b begrenzt. Bei dem dargestellten
Ausführungsbeispiel ist die untere Lippe 20b länger ausgebildet als die obere Lippe
20a und steht über die Seitenränder 20, 16 des Paneels vor (s. Fig. 2). Der Nutgrund
20c der Nut 20 ist in Fig. 1 gepunktet angedeutet. Von der unteren Lippe 20b steht
in Hochrichtung H des Paneels 10 ein Verriegelungsvorsprung 20d vor, an dem eine Verriegelungsfläche
20e ausgebildet ist. Ferner ist noch auf eine zur Sichtfläche 24 im Wesentlichen parallel
verlaufende Nutbegrenzungsfläche 20f der unteren Lippe 20b und eine zur Sichtfläche
24 ebenfalls im Wesentlichen parallel verlaufende Nutbegrenzungsfläche 20g der oberen
Lippe 20a hinzuweisen.
[0021] Die Feder 22 beginnt bei einer Begrenzungslinie 22c, die in Fig. 1 gestrichelt angedeutet
ist und das Ende des Hauptkörpers des Paneels 10 bezeichnet. Ferner ist an der Feder
22 ein Eingriffsvorsprung 22a vorgesehen, der die obere Lippe 20a untergreift und
in dem in Fig. 7c dargestellten verbundenen Zustand zweier Paneele mit einer im Wesentlichen
zur Sichtfläche 24 im Wesentlichen parallelen Anlagefläche 22g an der Nutbegrenzungsfläche
20g der Nut 20 anliegt. Ferner weist die Feder 22 einen Verriegelungsvorsprung 22d
auf. An dem Verriegelungsvorsprung 22d ist zum einen eine zur Sichtfläche 24 des Paneels
10 im Wesentlichen parallel verlaufende Anlagefläche 22f ausgebildet, mit der die
Feder 22 im verriegelten Zustand zweier benachbarter Paneele gemäß Fig. 7c an der
unteren Nutbegrenzungsfläche 20f der unteren Lippe 20b anliegt. Zum anderen ist an
dem Verriegelungsvorsprung 22d eine Verriegelungsfläche 22e vorgesehen, welche im
verriegelten Zustand gemäß Fig. 7c an der Verriegelungsfläche 20e der Nut 20 anliegt.
Ferner ist an der Stirnseite der Feder 22 noch eine Anlagefläche 22h vorgesehen, welche
zur Sichtfläche 24 des Paneels 10 im Wesentlichen orthogonal verläuft und im verriegelten
Zustand gemäß Fig. 7c an der Stirnfläche 20h der Nut 20 anliegt.
[0022] In dem in Fig. 7c dargestellten verriegelten Zustand zweier benachbarter Paneele
bewirkt das Zusammenwirken der Flächenpaare 20e/22e und 20h/22h eine Verriegelung
der beiden Paneele aneinander in einer Richtung, welche orthogonal zur Höhenrichtung
H des Paneels und gleichzeitig auch orthogonal zu dem jeweils betrachteten Seitenrand
verläuft. Das Zusammenwirken der zur Sichtfläche 24 des Paneels 10 im Wesentlichen
parallel verlaufenden Flächenpaare 20g/22g und 20f/22f hingegen bewirkt eine Verriegelung
der beiden Paneele in Höhenrichtung H des Paneels 10.
[0023] Wie in Fig. 2 dargestellt, ist die Nut 20 in einen Kern 30 des Paneels 10 eingearbeitet,
der beispielsweise aus einem Holzfaserwerkstoff, vorzugsweise einer mitteldichten
Faserplatte (MDF-Platte) oder einer hochdichten Faserplatte (HDF-Platte), oder einem
Holzspanwerkstoff, beispielsweise einer OSB-Platte, gebildet sein kann. An der Sichtfläche
24 des Paneels 10 kann der Kern 30 mit einer Dekorschicht 32 versehen sein, welche
beispielsweise eine oder mehrere Papierlagen umfasst, von denen die oberste mit einem
gewünschten Dekor bedruckt sein kann, und welche mit Kunstharz getränkt und zu einer
Laminatschicht verpresst sind. In analoger Weise kann die Bodenfläche 26 des Paneels
10 mit einer Gegenzugschicht 34 belegt sein, welche in analoger Weise wie die Dekorschicht
32 aus einer Mehrzahl von Papierlagen hergestellt sein kann. Sowohl die Dekorschicht
32 als auch die Gegenzugschicht 34 erstrecken sich vorzugsweise über die gesamte Sichtfläche
24 bzw. Bodenfläche 26 des Paneels 10. Lediglich in dem in Fig. 2 gestrichelt dargestellten
Bereich 26a, d.h. dem an die untere Lippe 20b angrenzenden Bereich kann die Bodenfläche
26 von Gegenzugpapier 34 frei sein, um eine unerwünschte Auslenkung der unteren Lippe
20b in Fig. 2 nach unten zu vermeiden.
[0024] Anzumerken ist noch, dass das Paneel 10 im Bereich der Seitenränder 12, 14, 16, 18
an die Sichtfläche 24 angrenzend mit einer Fase 36 versehen ist, die im Zusammenwirken
mit der entsprechenden Fase eines benachbarten Paneels eine V-Fuge ergibt, die hauptsächlich
ästhetische Funktion hat.
[0025] Wie in Fig. 3 dargestellt ist, haben die vorstehend erläuterten Paneele die Eigenschaft,
in gewissem Maße um ihre Längsachse L tordierbar zu sein. Spannt man also das Paneel
10 an seinen beiden kurzen Seitenrändern 16 und 18 ein und verdreht diese beiden Seitenränder
gegensinnig um eine parallel zur Längsachse L des Paneels 10 verlaufende Achse, so
ergibt sich zwischen der Sichtfläche 24 in einem dem Seitenrand 16 benachbarten Abschnitt
und der Sichtfläche 24 in einem dem Seitenrand 18 benachbarten Abschnitt ein Winkel
α. Analoges gilt selbstverständlich auch für die Bodenfläche 26 in den den Seitenrändern
16 und 18 benachbarten Abschnitten. Bezieht man diesen Torsionswinkel α auf eine Einheitslänge
des Paneels 10, beispielsweise eine Länge von 1 m, so ist diese in der Einheit "°/m"
gemessene Größe ein Maß für die Tordierbarkeit des Paneels 10.
[0026] Im Folgenden wird mit Bezug auf die Figuren 4 und 5 erläutert werden, wie diese Eigenschaft
der Tordierbarkeit bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Verlegen und mechanischen
Verbinden der Paneele ausgenutzt wird.
[0027] In Fig. 4 ist eine Mehrzahl von zueinander parallel angeordneten Reihen von Paneelen
dargestellt, und zwar zwei bereits verlegte Paneelreihen 40 und 42, von denen die
Paneelreihe 42 die zuletzt verlegte Paneelreihe ist, und eine neu zu verlegende Paneelreihe
44.
[0028] In einem ersten Schritt des erfindungsgemäßen Verfahrens verbindet man die Paneele
10'; 10", ... der neu zu verlegenden Paneelreihe 44 paarweise miteinander an ihren
Kurzseiten 16'/18", 16"/18"', ... zu einem Super-Paneel 46. Dabei ist darauf zu achten,
dass die Längsseiten 12', 14', 12", 14", ... der Paneele 10', 10", ... zueinander
fluchtend ausgerichtet sind.
[0029] Wenn man die Paneele derart verlegt, dass die Paneele der jeweils zuletzt verlegten
Paneelreihe 42 den Paneelen der neu zu verlegenden Paneelreihe 44 jeweils ihren Nutseitenrand
12 zuweisen, so kann diese Ausrichtung der Paneele der neu zu verlegenden Paneelreihe
44 in einfacher Weise an der zuletzt verlegten Paneelreihe 42 erfolgen, wie dies in
Fig. 6 dargestellt ist. Hierzu legt man die Paneele der neu zu verlegenden Paneelreihe
mit ihrer Feder 22 auf die untere Nutbegrenzungslippe 20b der Paneele der bereits
verlegten Paneelreihe 42 auf und schiebt die Paneele der neu zu verlegenden Paneelreihe
44 an die Paneele der bereits verlegten Paneelreihe 42 heran, bis die Stirnfläche
22i des Eingriffsvorsprungs 22a der Feder 22 an der Stirnfläche 20h der oberen Nutbegrenzungslippe
20a der Paneele der bereits verlegten Paneelreihe 42 zur Anlage kommt. Dieser Zustand
ist im Schnitt in Fig. 6 und in Draufsicht für die gesamte neu zu verlegende Paneelreihe
44 bzw. das Super-Paneel 46 in Fig. 4 dargestellt.
[0030] In einem zweiten Schritt des erfindungsgemäßen Verlegeverfahrens wird nun das Super-Paneel
46 bzw. die neu zu verlegende Paneelreihe 44 mit der zuletzt verlegten Paneelreihe
42 verbunden. Hierbei arbeitet sich eine Verlegeperson von einem Längsende 46a des
Super-Paneels 46, in Fig. 5 beispielsweise dem linken Längsrand des Super-Paneels
46, zum jeweils anderen Längsrand 46b des Super-Paneels 46 vor und führt abschnittsweise
das Super-Paneel 46 mit seinem Eingriffsvorsprung 22a in die Nut 20 der bereits verlegten
Paneelreihe 42 ein (siehe Fig. 7a). Dieses abschnittsweise Vorgehen wird durch die
vorstehend angesprochene Tordierbarkeit der Paneele 10 ermöglicht. In Fig. 5 erkennt
man, dass das Super-Paneel 46 an seinem in Fig. 5 linken Ende 46a bereits mit den
Paneelen der zuletzt verlegten Paneelreihe zusammengeführt worden ist, während es
an seinem in Fig. 5 rechten Ende 46b noch die Ausrichtestellung gemäß Fig. 6 einnimmt.
[0031] Wie vorstehend bereits angegeben, arbeitet sich die Verlegeperson nun von dem einen
Längsende 46a des Super-Paneels 46 zu dessen anderen Längsende 46b vor und führt dabei
den Eingriffsvorsprung 22a des Super-Paneels 46 Reißverschluss-artig in die Nut 20
der bereits verlegten Paneelreihe 42 ein.
[0032] Bei diesem ersten Unterschritt des zweiten Schritts des erfindungsgemäßen Verfahrens
braucht die mechanische Verbindung zwischen der neu zu verlegenden Paneelreihe 44
bzw. dem Super-Paneel 46 einerseits und der zuletzt verlegten Paneelreihe 42 noch
nicht vollständig herbeigeführt zu werden. D.h. es ist nicht erforderlich, das Super-Paneel
46 unmittelbar nach dem Einführen des Eingriffsvorsprungs 22a in die Nut 20 der zuletzt
verlegten Paneelreihe vollständig zum Untergrund U hin zu verschwenken, bis sie auf
dem Untergrund U aufliegt, wie dies in Fig. 7c dargestellt ist. Es genügt vielmehr,
das Super-Paneel 46 von Hand in eine in Fig. 7b dargestellte Zwischenstellung zu verschwenken,
oder sich schwerkraftbedingt selbst in diese Stellung verschwenken zu lassen, in der
die Verriegelungsflächen 20e und 22e nur lose aneinander anliegen. Befindet sich das
Super-Paneel 46 über seine gesamte Länge in dieser Zwischenstellung gemäß Fig. 7b,
so kann dann in einem zweiten Unterschritt des zweiten Schritts des erfindungsgemäßen
Verlegeverfahrens wieder von dem einen Längsende 46a des Super-Paneels 46 zum anderen
Längsende 46b abschnittsweise vorgehend die endgültige Verriegelungsstellung gemäß
Fig. 7c herbeigeführt werden.
[0033] Unter Verwendung der vorstehend beschriebenen Verlegetechnik können die Paneele 10
in einfacher Weise ohne Weiteres von einer einzigen Verlegeperson materialschonend
verlegt werden.
1. Verfahren zum Verlegen und mechanischen Verbinden von Paneelen (10) in zueinander
parallelen Reihen (40, 42, 44),
wobei die Paneele (10) jeweils ein erstes Paar von einander gegenüberliegenden Seitenrändern
(12, 14) und ein zweites Paar von einander gegenüberliegenden Seitenrändern (16, 18)
aufweisen,
wobei sowohl dem ersten Paar von Seitenrändern (12, 14) ein erstes Paar von Verriegelungsmitteln
(20, 22) zugeordnet ist, als auch dem zweiten Paar von Seitenrändern (16, 18) ein
zweites Paar von Verriegelungsmitteln (20, 22) zugeordnet ist, wobei die Paare von
Verriegelungsmitteln (20, 22) im Wesentlichen in Form einer Nut (20) und einer Feder
(22) ausgebildet sind,
wobei zwei benachbarte Paneele (10) mit Hilfe der Verriegelungsmittel (20, 22) sowohl
in einer orthogonal zur Paneelebene (L-Q) verlaufenden Richtung (H) als auch in einer
zur Paneelebene (L-Q) parallel und zum jeweiligen Seitenrand (12, 14, 16, 18) orthogonal
verlaufenden Richtung (L bzw. Q) aneinander verriegelbar sind und
wobei die Nut (20) und die Feder (22) des ersten Paares von Verriegelungsmitteln (20,
22) durch Ineinanderschwenken miteinander verbindbar sind, wobei man bei dem Verfahren
zunächst in einem ersten Schritt eine Mehrzahl von Paneelen (10, 10', ...) einer neu
zu verlegenden Paneelreihe (44) paarweise mittels Verriegelungsmitteln ihrer jeweiligen
zweiten Paare von Verriegelungsmitteln (20, 22) zu einem Super-Paneel (46) miteinander
verbindet, dessen Breite gleich der Abmessung der Paneele der neu zu verlegenden Paneelreihe
(44) längs deren zweitem Paar von Seitenrändern (16, 18) ist und dessen Länge gleich
einem der Mehrzahl von Paneelen der neu zu verlegenden Paneelreihe (44) entsprechenden
Mehrfachen der Abmessung der Paneele der neu zu verlegenden Paneelreihe (44) längs
deren erstem Paar von Seitenrändern (12, 14) ist,
wobei das Super-Paneel (46) nach dem ersten Schritt auf dem Untergrund (U) aufliegt,
und später in einem zweiten Schritt die miteinander verbundenen Paneele der neu zu
verlegenden Paneelreihe (44) mit den Paneelen der bereits verlegten Paneelreihe (42)
durch Ineinanderschwenken von Verriegelungsmitteln ihrer jeweiligen ersten Paare von
Verriegelungsmitteln (20, 22) verbindet,
wobei man sich in einem oder mehreren Unterschritten an einem (46a) der Enden der
neu zu verlegenden Paneelreihe (44) beginnend unter Ausnutzung der Tordierbarkeit
der Paneele (10, 10', ...) um eine zu dem ersten Paar von Seitenrändern (12, 14) parallel
verlaufende Achse (L) abschnittsweise zu dem anderen (46b) ihrer Enden vorarbeitet,
und
wobei sich die einzelnen Paneele des Super-Paneels (46) während dieses zweiten Schritts
längs deren zweitem Paar von Seitenrändern (16, 18) nicht relativ zueinander bewegen,
wobei man die Paneele (10) in einer solchen Orientierung verlegt, dass die Paneele
der bereits verlegten Paneelreihe (42) den Paneelen der neu zu verlegenden Paneelreihe
(44) jeweils ihre Nut (20) darbieten und wobei man die Paneele der neu verlegenden
Paneelreihe (44) zur Vorbereitung des ersten Schritts oder im Zuge der Ausführung
des ersten Schritts zueinander ausrichtet, idem man eine der Sichtfläche (24) der
Paneele der bereits verlegten Paneelreihe (42) benachbarte, die Nut (20) begrenzende
Lippe (20a) als Anschlag für die Feder (22) der Paneele der neu zu verlegenden Paneelreihe
(44) verwendet.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass man beim Ineinanderschwenken der Paneele (10) zunächst die Feder (22) der Paneele
der einen Paneelreihe (44) in die Nut (20) der Paneele der anderen Paneelreihe (42)
einführt und anschließend, nachdem dies längs der gesamten neu zu verlegenden Paneelreihe
(44) erfolgt ist, die Paneele der neu zu verlegenden Paneelreihe (44) derart verschwenkt,
dass die Sichtflächen (24) der Paneele der bereits verlegten Paneelreihe (42) und
der neu zu verlegenden Paneelreihe (44) im Wesentlichen in einer Ebene angeordnet
sind.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Tordierbarkeit der Paneele (10) um eine zu ihrem ersten Paar von Seitenrändern
(12, 14) im Wesentlichen parallel verlaufende Achse (L) wenigstens 2°, vorzugsweise
wenigstens 4°, noch bevorzugter wenigstens 6°, pro Längenmeter des Paneels beträgt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die Paneele (10) rechteckige Paneele sind, wobei das erste Paar von Seitenrändern
(12, 14) der langen Rechteckseite und das zweite Paar von Seitenrändern (16, 18) der
kurzen Rechteckseite zugeordnet ist.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass das erste Paar von Verriegelungsmitteln (20, 22) oder/und das zweite Paar von Verriegelungsmitteln
(20, 22) mit einem Kern (30) des Paneels (10) einstückig ausgebildet ist.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die Nut (20) des ersten Paars von Verriegelungsmitteln (20, 22) zwei die Nut begrenzende
Lippen (20a, 20b) aufweist, wobei die der Sichtfläche (24) des Paneels (10) ferne
Lippe (20b) länger ist als die der Sichtfläche (24) des Paneels (10) nahe Lippe (20a).
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass auch die Nut (20) und die Feder (22) des zweiten Paares von Verriegelungsmitteln
(20, 22) durch Ineinanderschwenken miteinander verbindbar sind.
8. Verfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass das erste Paar von Verriegelungsmitteln (20, 22) und das zweite Paar von Verriegelungsmitteln
(20, 22) im Wesentlichen identisch ausgebildet sind.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die Paneele (10) einen Kern (30) aus einem Holzfaserwerkstoff oder einem Holzspanwerkstoff
aufweisen, der gewünschtenfalls an seiner der Sichtfläche (24) der Paneele (10) zugewandten
Seite mit einer Dekorschicht (32) oder/und an seiner von der Sichtfläche (24) der
Paneele (10) abgewandten Seite mit einer Gegenzugschicht (34) belegt ist.
1. A method for laying and mechanically connecting panels (10) in rows (40,42,44) parallel
to one another,
wherein the panels (10) have respectively a first pair of side edges (12,14) lying
opposite one another and a second of pair of side edges (16,18) lying opposite one
another,
wherein not only is a first pair of locking means (20,22) assigned to the first pair
of side edges (12,14) but a second pair of locking means (20,22) is assigned to the
second pair of side edges (16,18), wherein the pairs of locking means (20,22) are
substantially in the form of a groove (20) and a tongue (22),
wherein two adjacent panels (10) can be locked to one another by the locking means
(20,22) both in a direction (H) extending orthogonally to the panel plane (L-Q) and
also in a direction (L or Q) extending parallel to the panel plane (L-Q) and orthogonally
to the respective side edge (12,14,16,18),
wherein the groove (20) and the tongue (22) of the first pair of locking means (20,22)
can be joined together by pivoting them into one another,
wherein in the method
initially in a first step a plurality of panels (10,10'...) of a panel row (44) to
be newly laid are connected to one another in pairs by locking means of their respective
second pairs of locking means (20,22) to form a superpanel (46), the width of which
is equal to the dimension of the panels of the panel row (44) to be newly laid along
its second pair of side edges (16,18), and the length of which is equal to a multiple,
corresponding to the plurality of panels of the panel row (44) to be newly laid, of
the dimension of the panels of the panel row (44) to be newly laid along its first
pair of side edges (12,14),
wherein, after the first step, the superpanel (46) is laid on the subfloor (U),
and subsequently, in a second step, the interconnected panels of the panel row (44)
to be newly laid are connected to the panels of the already laid panel row (42) by
pivoting into one another of locking means of their respective first pairs of locking
means (20,22),
wherein, in one or more substeps, beginning at one (46a) of the ends of the panel
row (44) to be newly laid, utilising the torsional flexibility of the panels (10,10'
...) about an axis (L) extending parallel to the first pair of side edges (12,14),
the work proceeds in sections relative to the other one (46b) of its ends, and
wherein, during this second step, the individual panels of the superpanel (46) do
not move relative to one another along their second pair of side edges (16,18), wherein
the panels (10) are laid in such an orientation that the panels of the already laid
panel row (42) present their groove (20) respectively to the panels of the panel row
(44) to be newly laid and wherein the panels of the panel row (44) to be newly laid
are aligned with another in preparation for the first step or in the course of carrying
out the first step, in that a lip (20a), which is adjacent the visible surface (24)
of the panels of the already laid panel row (42) and delimits the groove (20), is
used as a stop for the tongue (22) of the panels of the panel row (44) to be newly
laid.
2. A method according to Claim 1,
characterised in that in pivoting the panels (10) into one another initially the tongue (22) of the panels
of one panel row (44) is inserted into the groove (20) of the panels of the other
panel row (42) and, subsequently, after this has taken place along the entire panel
row (44) to be newly laid, the panels of the new panel row (44) to be newly laid are
pivoted so that the visible surfaces (24) of the panels of the already laid panel
row (42) and the panel row (44) to be newly laid are arranged essentially in one plane.
3. A method according to Claim 1 or 2,
characterised in that the torsional flexibility of the panels (10) about an axis (L) extending essentially
parallel to their first pair of side edges (12,14) is at least 2°, preferably at least
4°, more preferably at least 6°, per metre length of the panel.
4. A method according to any one of Claims 1 to 3,
characterised in that the panels (10) are rectangular panels, wherein the first pair of side edges (12,14)
is assigned to the long side of the rectangle and the second pair of side edges (16,18)
is assigned to the short side of the rectangle.
5. A method according to any one of Claims 1 to 4,
characterised in that the first pair of locking means (20,22) and/or the second pair of locking means (20,22)
are formed in one piece with a core (30) of the panel (10).
6. A method according to any one of Claims 1 to 5,
characterised in that the groove (20) of the first pair of locking means (20,22) has two lips (20a,20b)
delimiting the groove, wherein the lip (20b) remote from the visible surface (24)
of the panel (10) is longer than the lip (20a) near the visible surface (24) of the
panel (10).
7. A method according to any one of Claims 1 to 6,
characterised in that the groove (20) and the tongue (22) of the second pair of locking means (20,22) can
also be joined together by pivoting them into one another.
8. A method according to Claim 7,
characterised in that the first pair of locking means (20,22) and the second pair of locking means (20,22)
are formed substantially identically.
9. A method according to any one of Claims 1 to 8,
characterised in that the panels (10) have a core (30) of a wood-fibre material or wood-chip material,
which if desired is covered on its side facing the visible surface (24) of the panels
(10) with a decorative layer (32) and/or on its side facing away from the visible
surface (24) of the panels (10) with a counteracting layer (34).
1. Procédé pour poser et assembler mécaniquement des panneaux (10) en rangées (40, 42,
44) parallèles les unes aux autres,
sachant que les panneaux (10) présentent respectivement une première paire de bords
latéraux (12, 14) opposés l'un à l'autre et une deuxième paire de bords latéraux (16,
18) opposés l'un à l'autre,
sachant que non seulement une première paire de moyens de verrouillage (20, 22) est
associée à la première paire de bords latéraux (12, 14) mais aussi une deuxième paire
de moyens de verrouillage (20, 22) est associée à la deuxième paire de bords latéraux
(16, 18), les paires de moyens de verrouillage (20, 22) étant réalisées essentiellement
sous la forme d'une rainure (20) et d'une languette (22),
sachant que deux panneaux (10) adjacents peuvent être verrouillés l'un à l'autre à
l'aide des moyens de verrouillage (20, 22) aussi bien dans une direction (H) orthogonale
au plan du panneau (L-Q) que dans une direction (L et/ou Q) parallèle au plan du panneau
(L-Q) et orthogonale au bord latéral respectif (12, 14, 16, 18),
sachant que la rainure (20) et la languette (22) de la première paire de moyens de
verrouillage (20, 22) peuvent être reliées l'une à l'autre par pivotement l'une dans
l'autre,
sachant qu'on relie d'abord dans une première étape une pluralité de panneaux (10,
10', ...) d'une nouvelle rangée de panneaux à poser (44) les uns aux autres par paire
à l'aide de moyens de verrouillage de ses deuxièmes paires respectives de moyens de
verrouillage (20, 22) pour former un super panneau (46), dont la largeur est égale
à la dimension des panneaux de la nouvelle rangée de panneaux à poser (44) le long
de leur deuxième paire de bords latéraux (16, 18) et dont la longueur est égale à
un multiple, correspondant à la pluralité de panneaux de la nouvelle rangée de panneaux
à poser (44), de la dimension des panneaux de la nouvelle rangée de panneaux à poser
(44) le long de leur première paire de bords latéraux (12, 14),
sachant que le super panneau (46) repose sur le support (U) après la première étape,
et qu'on relie ensuite dans une deuxième étape les panneaux reliés les uns aux autres
de la nouvelle rangée de panneaux à poser (44) aux panneaux de la rangée de panneaux
déjà posés (42) par pivotement l'un dans l'autre de moyens de verrouillage de ses
premières paires respectives de moyens de verrouillage (20, 22),
sachant qu'on progresse dans une ou plusieurs sous-étapes en commençant à une (46a)
des extrémités de la nouvelle rangée de panneaux à poser (44) en exploitant l'aptitude
à la torsion des panneaux (10, 10',...) autour d'un axe (L) s'étendant parallèlement
à la première paire de bords latéraux (12, 14), par tronçons vers l'autre (46b) de
ses extrémités, et
sachant que les différents panneaux du super panneau (46) ne se déplacent pas l'un
par rapport à l'autre le long de leur deuxième paire de bords latéraux (16, 18) pendant
cette deuxième étape, sachant que l'on pose les panneaux (10) dans une orientation
telle que les panneaux de la rangée de panneaux déjà posés (42) présentent aux panneaux
de la nouvelle rangée de panneaux à poser (44) respectivement leur rainure (20) et
sachant que l'on oriente les panneaux de la nouvelle rangée de panneaux à poser (44)
l'un par rapport à l'autre pour préparer la première étape ou au cours de la réalisation
de la première étape en ce que l'on utilise une lèvre (20a) adjacente à la surface
visible (24) des panneaux de la rangée de panneaux déjà posés (42) et délimitant la
rainure (20) comme butée pour la languette (22) des panneaux de la nouvelle rangée
de panneaux à poser (44).
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que lors du pivotement des panneaux (10) les uns dans les autres, on introduit d'abord
la languette (22) des panneaux de l'une des rangées de panneaux (44) dans la rainure
(20) des panneaux de l'autre rangée de panneaux (42) et ensuite, après avoir fait
cela tout le long de la nouvelle rangée de panneaux à poser (44), on pivote les panneaux
de la nouvelle rangée de panneaux à poser (44) de telle sorte que les surfaces visibles
(24) des panneaux de la rangée de panneaux déjà posés (42) et de la nouvelle rangée
de panneaux à poser (44) sont agencées essentiellement dans un plan.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que l'aptitude à la torsion des panneaux (10) autour d'un axe (L) s'étendant de manière
essentiellement parallèle à leur première paire de bords latéraux (12, 14) est d'au
moins 2°, de préférence d'au moins 4°, de manière encore davantage préférée d'au moins
6°, par mètre de longueur du panneau.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que les panneaux (10) sont des panneaux rectangulaires, la première paire de bords latéraux
(12, 14) étant associée au côté long du rectangle et la deuxième paire de bords latéraux
(16, 18) au côté court du rectangle.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que la première paire de moyens de verrouillage (20, 22) et/ou la deuxième paire de moyens
de verrouillage (20, 22) est réalisée d'un seul tenant avec une âme (30) du panneau
(10).
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que la rainure (20) de la première paire de moyens de verrouillage (20, 22) présente
deux lèvres (20a, 20b) délimitant la rainure, la lèvre (20b) éloignée de la surface
visible (24) du panneau (10) étant plus longue que la lèvre (20a) proche de la surface
visible (24) du panneau (10).
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce que la rainure (20) et la languette (22) de la deuxième paire de moyens de verrouillage
(20, 22) également peuvent être reliées l'une à l'autre par pivotement l'une dans
l'autre.
8. Procédé selon la revendication 7,
caractérisé en ce que la première paire de moyens de verrouillage (20, 22) et la deuxième paire de moyens
de verrouillage (20, 22) sont réalisées de manière essentiellement identique.
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 8,
caractérisé en ce que les panneaux (10) présentent une âme (30) en matériau en fibres de bois ou en matériau
en copeaux de bois, qui, si on le souhaite, est garnie au niveau de son côté tourné
vers la surface visible (24) des panneaux (10) d'une couche décorative (32) et/ou
au niveau de son côté opposé à la surface visible (24) des panneaux (10) d'une couche
à contre-traction (34).
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