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EP 1 889 702 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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11.01.2012 Patentblatt 2012/02 |
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Anmeldetag: 14.08.2007 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Verfahren und Streumaschine zur vollständigen oder schichtweisen Herstellung einer
Streugutmatte
Method and apparatus for producing a solid or layered mat from granular substances
Procédé et installation pour la fabrication d'un mat solide ou multicouche de matériaux
granulaires
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO
SE SI SK TR |
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Priorität: |
14.08.2006 DE 102006038183
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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20.02.2008 Patentblatt 2008/08 |
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Patentinhaber: Dieffenbacher GmbH
Maschinen- und Anlagenbau |
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75031 Eppingen (DE) |
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Erfinder: |
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- von Haas, Gernot, Dr.
69123 Heidelberg (DE)
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| (74) |
Vertreter: Hartdegen, Anton |
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Angerfeldstrasse 12 82205 Gilching 82205 Gilching (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 800 901 DE-A1- 2 535 461 DE-A1- 4 212 001 DE-A1- 10 206 595
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WO-A1-99/54537 DE-A1- 4 021 939 DE-A1- 4 439 653 DE-A1-102005 022 746
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur vollständigen oder schichtweisen Herstellung
einer Streugutmatte aus Spänen nach dem Oberbegriff des Anspruches 1 und eine Streumaschine
zur vollständigen oder schichtweisen Herstellung einer Streugutmatte aus Spänen nach
dem Oberbegriff des Anspruches 14.
[0002] Spanplatten und die Herstellung von Werkstoffplatten aus zum Beispiel mitteldichten
Fasern sind mittlerweile automatisierte Prozesse und werden bereits in vielen Ländern
sein Jahren angewandt. Wie in "
Holzwerkstoffe, Herstellung und Verarbeitung" von Hansgert Soiné, DRW-Verlag 1995,
Seiten 17ff beschrieben findet die Verpressung von aufbereiteten Spänen oder Fasern entweder
taktgebunden oder kontinuierlich statt. Dabei spielt neben den vielen Anlagenteilen
vor und nach der Presse die Herstellung eine Streugutmatte mittels Streumaschinen
eine herausragende Rolle, ist doch die Qualität der erstellten Streugutmatte neben
der Qualität der Rohstoffe ein wichtiger Faktor.
[0003] Bei der großindustriellen Herstellung von Holzwerkstoffplatten kommen kontinuierlich
arbeitende Pressen zum Einsatz. Bei diesen Pressen, wie in
DE 39 13 991 C2 beschrieben, wird die Presskraft durch hydraulische Stellglieder auf die Press- und
Heizplatten und weiter über Stahlbänder, die abgestützt über einen Wälzkörperteppich
(Rollstangen) umlaufend angeordnet sind, auf das Streugut übertragen. Bei den genannten
Übertragungselementen bilden die Stahlbänder mit Dicken von circa 1,5 bis 4 mm gegenüber
den anderen, wesentlich steiferen Elementen das schwächste Bauteil in der Kette der
ausfallbedrohten Maschinenelemente. In diesem Zusammenhang bedeutet es nicht, dass
das Stahlband vollständig versagt, sondern sollte die Oberfläche des Stahlbandes Beschädigungen
aufweisen führt dies bereits zu einer regelmäßig auftretenden mangelhaften Qualität
des Endproduktes und damit zu Ausschuss.
Durch die Produktion von immer dünneren und vor allem hochverdichteten Holzwerkstoffplatten
steigt die aufzuwendende Verformungsarbeit bei partiellen Dichteunterschieden des
Streugutes so stark an, dass auch schon sehr kleinflächige Dichteschwankungen, zum
Beispiel durch Faserknäuel, Leimklumpen oder übergroße Streustücke im Streugut zu
Druckstellen an der Oberfläche des Stahlbandes oder gar zur Zerstörung des Stahlbandes
führen können.
Diesen Umstand hat dazu geführt, dass die Anlagenhersteller gezwungen sind umfangreiche
Schutzmaßnahmen für die herzustellende kontinuierlich arbeitende Presse bzw. deren
Stahlbänder vorzusehen. Beispiele hierzu sind optische Oberflächenprüfung, Metalldetektoren,
Durchstrahlungsgeräte, mechanische Detektoren für Streugutmattenüberhöhungen und vieles
mehr. Derartige Messgeräte haben sich grundsätzlich in der Sache bewährt, sind aber
gerade bei schnell laufenden Anlagen problematisch, da bei einer Produktionsgeschwindigkeit
von mehr als einem Meter pro Sekunde die kontinuierlich arbeitende Presse im Rahmen
einer Not- oder Schnellabschaltung so schnell zum Halten gebracht werden muss, dass
die Dichteüberhöhung nicht noch während des Bremsvorganges in den Pressspalt einläuft
und dort für Schäden an den Stahlbändern sorgen kann. In der Regel gelingt dies erfolgreich,
stellt aber eine enorme Belastung für das Bremssystem und viele Maschinenelemente
der kontinuierlich arbeitenden Presse dar, da neben den umlaufenden Stahlbändern die
massiven Umlenktrommeln, der ebenfalls umlaufende Rollstangenteppich und noch einige
Maschinenelemente mehr mit dem entsprechendem Trägheitsmoment zum Stillstand gebracht
werden müssen. Problematisch ist zusätzlich, dass während eines Nothaltes unter Umständen
der Parallellauf der Rollstangen nicht mehr gewährleistet werden kann. Eine derartige
Situation kann beim wieder Anfahren der Presse zu fatalen Folgen und Zerstörungen
führen, so dass der Betreiber und der Anlagenhersteller bestrebt ist eine derartige
Situation nach Kräften zu vermeiden. Weiterhin hat sich der Weltmarkt für Stähle in
den letzten Jahren aufgrund der weltweit gestiegenen Nachfrage um fast das doppelte,
verteuert, Tendenz weiter steigend. Somit sind die Stahlbänder einer kontinuierlich
arbeitenden Presse die teuersten Einzelstücke einer derartigen Herstellungsanlage
und Investitionen zur Vermeidung von Schäden sind deshalb durchaus wirtschaftlich
zu vertreten.
[0004] Neben den oben bereits angedeuteten Möglichkeiten die Streugutmatte vor dem Einlauf
in eine kontinuierlich arbeitenden Presse auf Fehlschüttungen oder fehlerhaftes Streugut
(Leimklumpen, Metalle, übergroßes Streugut und dgl.) zu überprüfen und damit die Stahlbänder
von einer kontinuierlich arbeitenden Presse zu schützen ist es natürlich denkbar bereits
vorher im Produktionsablauf einzugreifen und die Herstellung der Streugutmatte so
zu bewerkstelligen, dass kein fehlerhaftes Streugut in die Streugutmatte gelangen
kann.
Hierzu gilt es den bekannten Stand der Technik wie zum Beispiel die
DE 44 39 653 A1 oder die
EP 0 800 901 A1 zu verbessern.
Der Patentliteratur ist zu entnehmen, dass für das Streuen von beleimten Spänen, Fasern
oder dergleichen das Streugut auf eine Mehrzahl von gleichsinnig angetriebenen Streuwalzen
aufgegeben wird, die zumindest gruppenweise einen gleichen Achsabstand aufweisen und
somit eine klassierende Funktion übernehmen können. Dazu ist es auch vorgesehen am
Ende dieser Streuwalzenanordnung eine Vorrichtung anzuordnen, die fehlerhaftes Streugut
aus dem Streugutstrom aus dem Streubereich ausschleusen kann. Weiterhin ist es hierbei
bekannt das Streugut vor oder nach den Streuwalzen einer Luftströmung parallel zur
Formbandrichtung zu unterwerfen. Durch diese Luftströmung werden kleine und feine
Streugutpartikel weit getragen und gelangen so zuerst auf das Formband um eine Deckschicht
aus Feinpartikeln zu bilden. Größeres und schwereres Streugut wird durch die Luftströmung
nicht so stark beeinflusst und gelangt somit bereits auf einen Teppich aus den Deckschichtpartikeln
und bildet so die Mittelschicht. Nach
EP 0 800 901 A1 kann nun eine derartige Streuvorrichtung seitenverkehrt nochmals angeordnet sein,
so dass nochmals eine Schicht aus schwererem Streugut auf das bereits vorhandenen
Material der Streugutmatte aufgebracht wird und abschließend wieder eine feine Schicht
aus Deckschichtpartikeln auf die nun fertige Streugutmatte gelangt. Somit kann mit
einfachen Mitteln eine mehrschichtige Streugutmatte hergestellt werden, die unterschiedliche
Schichten aufweist, wobei vorzugsweise feine Partikel die Deckschichten bilden und
das größere und gröbere Material die Mittelschicht. Beide Anlagen und Verfahren haben
sich grundsätzlich bewährt und wurden zu einer Zeit entworfen, als noch überwiegend
Kalanderpressen für die Herstellung von Dünnplatten verwendet worden sind und die
Doppelbandpressen mit Edelstahlbändern für die Herstellung von dickeren Spanplatten
verwendet wurden.
[0005] Mit
DE-A 25 35 461 ist eine Vorrichtung zum Aufstreuen von Mattenstreugut bei der Herstellung von Spanplatten,
Faserplatten u. dgl. bekannt geworden, in der nach mittels einer klassierenden Walzenstreuvorrichtung
das Mattenstreugut abgeworfen und anschließend über einen Windsichtbereich während
der Ablage auf das Formband klassiert wird, wobei im Windsichtbereich ein Trennsieb
angeordnet ist, um den Deckschichtbereich (Fein) und den Mittelschichtbereich (Grob)
deutlich abzugrenzen.
[0006] DE-A 40 21 939 zeigt eine Streuanlage zum Streuen von Spanplatten-Rohmaterial, in der eine Auflösung
und Siebung mittels eins Walzenbettes durchgeführt wird, wobei übergroßes Streugut
oder insbesondere Leimklumpen (Balls) ausgeschieden werden können. Diese Vorrichtung
bietet die Möglichkeit einen Gesamtstrom an Spanplatten-Rohmaterial über eine Windsichtung
oder direkt über ein Walzenbett zu klassieren.
[0007] Beiden Vorrichtungen ist gemein, dass das Streugut im Wesentlichen nur durch eine
Siebung hindurchgeführt wird und damit nur einmal die Möglichkeit besteht übergroßes
Streugut aus dem Verfahrensprozess zu entfernen.
[0008] In den letzten Jahren hat sich die Technik und die Wünsche der herstellenden Holzwerkstoffplattenindustrie
gewandelt und eine Spanplattenherstellungsanlage muss in der Lage sein über Dickplatten
auch Dünnplatten zu fertigen um Konkurrenzfähig zu sein. Die Herstellung von Dünnplatten
bedingt nun aber eine extrem kontrollierte Herstellung der Streugutmatte, denn fehlerhaftes
Streugut kann zu den bereits abgehandelten Schäden an den Edelstahlbändern führen.
[0009] In folgenden Punkten hat sich der bekannte Stand der Technik nicht bewährt:
- a) im Luftstrom angeordnete Streuwalzen sind von Nachteil, da die übergeordnete Luftströmung
dadurch behindert und unkontrollierbare Verwirbelungen auftreten. Gerade bei hohen
Durchsätzen an Streugut führt dies zu einer schlechten Dichtenverteilung über die
Länge und Breite der Streugutmatte und kann zu schädlichen Dichteüberhöhungen führen.
- b) Bei Walzensieben kann es bei großen Durchsätzen unter Umständen vorkommen, dass
zu viel Material aussortiert wird und eingestellte Durchsatzvorgaben an Streugut nicht
realisiert werden.
- c) Bei Walzensieben kann auftreten, dass zwischen den Walzen durchgedrücktes bzw.
eingeklemmtes übergroßes Streugut die Walzen auseinanderdrückt und somit eine zu große
Streugutmenge auf einmal und/oder übergroßes Streugut in Richtung Formband durchgelassen
wird. Natürlich fällt bei dieser Gelegenheit auch das eingeklemmte übergroße Streugut
in Richtung Formband.
- d) Walzen- oder Rollensiebe klassieren nur nach einem Parameter (Walzenabstand = Dicke),
zum Beispiel kann bei einem eingestellten Walzenabstand von 4 mm und einer Regelgröße
des Streugutes von 12 mm × 8 mm × 3,8 mm immer noch ein übergroßes Streugutstück mit
den Ausmaßen 25 mm × 10 mm × 3,5 mm durchfallen.
[0010] Der Erfindung liegt nun Aufgabe zugrunde ein Verfahren und eine Vorrichtung zur vollständigen
oder schichtweise Herstellung einer Streugutmatte aus Spänen anzugeben, bei dem bei
gleich bleibender herausragender Streuqualität über Länge und Breite auf das Formband
eine Aussortierung von übergroßem Streugut und/oder von Leimklumpen sichergestellt
ist, damit in der herzustellenden Streugutmatte keine Dichteüberhöhungen mit eventuellen
Folgeschäden für die verwendete Presse auftreten können.
[0011] Die Lösung für das Verfahren besteht nach Anspruch 1 darin, dass durch folgende Verfahrensschritte
eine Streugutmatte erstellt werden kann, die kein fehlerhaftes Streugut aufweist:
1.1 das Streugut wird einer Auflösung und Siebung mittels eines Walzenbettes unterworfen,
wobei übergroßes Streugut aus dem Streuverfahren ausgeschieden wird,
1.2 das verbleibende Streugut wird anschließend einem gerichteten Luftstrom zugeführt
und dort aufgeteilt einer Windsichtung und einer Zweitsiebung zugeführt,
1.3 wobei die Windsichtung mittels des Luftstromes und eines Flugspansiebes durchgeführt
wird und gleichzeitig gegenüber dem Flugspansiebes übergroßes Streugut der Zweitsiebung
zugeführt wird ..
1.4 wobei gegenüber der Zweitsiebung übergroßes Streugut aus dem Streuverfahren ausgeschieden
wird und
1.5 aus dem Streugut aus der Windsichtung und aus der Zweitsiebung eine Streugutmatte
oder eine Schicht einer Streugutmatte auf einem Formband gebildet wird.
[0012] Die Lösung der Aufgabe für eine Streumaschine besteht darin,
- dass oberhalb des Luftstromes einer Windstreukammer ein Walzensieb mit zugehöriger
Austragsvorrichtung für übergroßes Streugut angeordnet ist,
- dass im Luftstrom der Windstreukammer ein Flugspansieb angeordnet ist,
- dass unterhalb des Luftstromes ein Zweitsieb mit zugehöriger Austragsvorrichtung für
übergroßes Streugut angeordnet ist und
- dass die untere Kante des Flugspansiebes zu dem Zweitsieb so angeordnet ist, dass
zurück gehaltenes Streugut auf das Zweitsieb fallen kann.
[0013] Das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Streumaschine weisen folgende
signifikante Vorteile auf:
Durch die doppelte Siebung und doppelte Abführung von übergroßem Streugut wird in
vorteilhafter Weise vermieden, dass fehlerhaftes Streugut (Leimklumpen, Metalle, übergroßes
Streugut und dgl.) in die Streugutmatte gelangt. Dazu wird mittels eines Walzensiebes
das aus der Vorbereitung (Trocknung, Beleimung, Lagerung) kommende Streugut aufgelöst,
über die Länge des Formbandes bereits nach Größe sortiert und übergroßes Material
aus dem Streuprozess ausgeschieden. Das aufgelöste Streugut kann nunmehr vor dem Eintritt
in den gerichteten Luftstrom mittels Auflösewalzen, bevorzugt aus Speichenwalzen wie
aus EP 800 901 A1 bekannt, weiter aufgelöst werden und wird mittels des Luftstromes nach Grösse klassiert
auf dem Formband abgelegt. Durch die Windsichtung mit einem Flugspansieb wird nochmals
übergroßes Material zurück gehalten und einer Zweitsiebung zugeführt. Nicht durch
den Luftstrom mitgeführtes Streugut und das vom Flugspansieb zurück gehaltene Streugut
wird damit nochmals einer Siebung unterworfen um aneinander haftendes Streugut eventuell
nochmals zu trennen und dem Formband zuzuführen oder um letztendlich fehlerhaftes
Streugut aus dem Streuprozess auszuscheiden. Durch die kombinierte Mehrfache Siebung
ist ein sicheres und gründliches Prozessverhalten der Streumaschine ermöglicht und
es werden sichere und für die Presse unschädliche Streugutmatten produziert.
[0014] Die vorgeschlagene Aufstellung eines flachen oder nur wenig zum Formband angestellten
Zweitsiebes ist nur deswegen möglich weil ein Großteil des Durchsatzes der Streumaschine
über den Walzensieb und den Flugspansieb gesichtet worden ist. Die Restmenge, die
Verbleibt ist ohne weiteres durch ein flach angestelltes Zweitsieb in Lochblech- oder
Drahtgewebeausführung zu sichten, ohne dieses zu verstopfen. Gleichzeitig ist es möglich
den Nachteil des Walzensiebes auszugleichen, der bei großem Siebvolumen einen relativ
hohen Prozentsatz als Fehlerquote aufweist, und dessen Fehlerquote deutlich zu dämpfen
bzw. ganz auf Null zu reduzieren. Weiter ist es möglich durch gruppenweise Gruppierung
der lichten Abstände des Walzensiebes das feine Streugut direkt in der Nähe des Flugspansiebes
in den Luftstrom einzuführen. Dies unterstützt die Klassierungsfunktion des Luftstromes
und ermöglicht die Herstellung extrem feiner Deckschichten mit den kleinsten Streugutpartikeln
an der Oberfläche der Streugutmatte bzw. direkt auf dem Formband.
[0015] Durch die vorteilhafte Anordnung der verschiedenen Siebe ist es möglich den Durchsatz
des Volumens pro Stunde in einer derartigen Streumaschine gegenüber dem Stand der
Technik signifikant zu steigern bei gleichzeitiger Minimierung der Fehlerquote an
vorhandenem fehlerhaften Streugut in der Streugutmatte.
Dabei ist zu beachten, dass die die Zweitsiebung mittels eines gelochten Bleches oder
eines Drahtgewebes durchgeführt wird, das vorzugsweise einer ständigen aber auch einer
regelmäßig auftretenden Vibration unterworfen werden kann.
Alternativ kann natürlich die Zweitsiebung auch mit einem Walzensieb durchgeführt
werden und die Windsichtung kann mit mehreren Fugspansieben durchgeführt werden, wobei
vorzugsweise die folgenden Flugspansiebe eine stärkere Wirkung aufweisen als die zuerst
durchströmten. Es ist dabei auch wichtig, dass der Luftstrom parallel zum Formband
gerichtet wird und über die Höhe der Windstreukammer in Intensität und Volumen geregelt
werden kann. In vorteilhafter Weise wird der Luftstrom am Ende der Windstreukammer
mit einer Absaugung unterstützt und es sollte dort eine Abscheidevorrichtung für Feinstaub
vorhanden sein.
[0016] Weitere vorteilhafte Maßnahmen und Ausgestaltungen des Gegenstandes der Erfindung
gehen aus den Unteransprüchen und der folgenden Beschreibung mit der Zeichnung hervor.
[0017] Es zeigen:
- Figur 1
- in schematischer Seitenansicht einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße Streumaschine,
- Figur 2
- einen Längsschnitt durch eine Streumaschine in einer weiteren Ausführungsform,
- Figur 3
- einen schematischen Anlagenaufbau zweier spiegelbildlich zueinander ausgerichteten
Streumaschinen zur Bildung einer Streugutmatte und
- Figur 4
- einen Schnitt durch eine Streugutmatte gestreut mit einer Anlage nach Figur 3.
[0018] In Figur 1 findet sich der schematische Aufbau einer Streumaschine 1 mit einer Windstreukammer
13. Je nach Ausbau und Ausführung der Produktionsanlage für Holzwerkstoffplatten befindet
sich vor oder über dem Streuguteintrag ein Streugutbunker (nicht dargestellt). Aus
diesem wird über die Breite des Formbandes 14 mittels Austragswalzen (nicht dargestellt)
das Streugut kontrolliert in den Streuguteintrag 3 der Streumaschine eingeführt und
mittels einem Leitblech 2 einem Walzensieb 5 oberhalb der Windstreukammer 13 zugeführt.
Das Walzensieb 5 besteht dabei aus parallel zueinander angeordneten Walzen, die durch
ihren Abstand zueinander eine Spaltgröße definieren, durch die das Streugut 4 hindurch
treten kann. Die Walzen können dabei glatt ausgeführt sein oder ein spezielles Oberflächenmuster
aufweisen. Zusätzlich ist dem Walzensieb 5 eine Austragsvorrichtung 11 für übergroßes
Streugut 15 zugeordnet, um dieses Streugut 15 aus dem Streuprozess zu entfernen. Nach
erfolgreichem Durchlauf des Streugutes 4 durch das Walzensieb 5 trifft das Streugut
4 auf einen in der Windstreukammer 13 vorhandenen und gerichteten Luftstrom 10. Hierbei
erfolgt eine Sichtung und Aufteilung des Streugutes 4 in schwere und leichtere Teilchen.
Die leichteren und damit in der Regel auch kleineren Teilchen werden durch den Luftstrom
10 durch die Windstreukammer 13 geführt und landen in diesem Ausführungsbeispiel als
erstes auf dem Formband 14, das mit Laufrichtung 22 umläuft. Dabei erfolgt eine erste
Windsichtung des Streugutes durch ein schräg zur Horizontalen gestelltes Flugspansieb
7, das damit auch schräg gegenüber dem Luftstrom 10 angeordnet ist. Hierbei wird nochmals
übergroßes Streugut 15 gegenüber dem Flugspansieb 7 aussortiert und fällt schließlich
auf das Zweitsieb 6, das als Drahtsieb, Lochsieb oder wiederum als Walzensieb ausgeführt
sein kann. Während das Streugut 4 über das Zweitsieb 6 geführt wird, kann noch zulässiges
Streugut 4 auf das Formband 14 fallen, das schon mit Streugut bedeckt ist, wobei übergroßes
Streugut 15 schließlich mittels einer Austragsvorrichtung 12 aus dem Streuprozess
ausgeschieden wird. Wie bereits ausgeführt fällt das durch den Flugspansieb 7 tretende
Streugut 4 auf das Formband 14 oder tritt je nach Ausführung der Anlage nochmals durch
einen oder mehrere Flugspansiebe 8, 8', 8" hindurch, bevor es auf das Formband 14
gelangt. Der Luftstrom 10 in der Windstreukammer 13 kann im Übrigen durch ein Gebläse
(nicht dargestellt) und/oder durch eine Absaugung (nicht dargestellt) herbeigeführt
werden und ist Streugut- und Durchsatzabhängig einzuregeln. Der in der Figur 1 dargestellte
Aufbau ist rein schematisch kann anlagenbedingt durchaus anders ausgeführt sein.
Vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Gegenstandes sind, dass als Zweitsieb
6 ein Lochblech oder ein Drahtgewebesieb angeordnet ist, dass im Regelfall mit einem
Winkel von 5 - 10° zum Formband angeordnet ist.
Dabei kann das Drahtgewebesieb mit einem Lochabstand von 5 mm × 5 mm oder 10 mm ×
10 mm ausgeführt sein.
Die Flugspansiebe 7, 8 und/oder das Zweitsieb 6 (falls nicht mit rotierenden Elementen
ausgestattet) wird mit einem Vibrationsantrieb 16 versehen um die Förderwirkung in
Richtung der Austragsvorrichtungen für übergroßes Streugut zu verstärken. Je nach
Anwendungsfall kann es vorteilhaft sein mehrere Flugspansiebe 8, 8', 8"... in Reihe
in der Windstreukammer 13 anzuordnen. Ggf. ist es sinnvoll die Flugspansiebe 8, 8',
8"... in Richtung des Luftstromes in ihrer Siebwirkung zu verstärken.
Für Wartungszwecke ist es von Vorteil, die die Flugspansiebe 7, 8, 8'.... und/oder
das Zweitsieb 6 aus der Streumaschine seitlich herausfahrbar anzuordnen, je nach Auslastung
der Anlage sogar im direkten Austausch mit gerade gewarteten Sieben.
[0019] In Figur 2 ist als weiteres Ausführungsbeispiel dargestellt, dabei sind unter dem
Walzensieb 5 eine oder mehrere Auflösewalzen angeordnet sein, wobei diese vorzugsweise
als Speichenwalzen 17 mit einem Durchmesser von mehr als 450 mm ausgeführt sind. Die
Speichen 18 können, wie in Speichenwalze 1.7 links eingezeichnet, außen liegend angeordnet
sein oder wie in der rechten Speichenwalze 17 in der Art eines Spiralmusters von innen
nach außen mehrfach vorhanden sein. Je nach Durchsatzleistung oder verwendetem Streugut
kann es von Vorteil sein das Zweitsieb als endlos umlaufendes Drahtgewebeband auszuführen,
das mit einem Antrieb 20 angetrieben wird. Die Laufrichtung 21 zeigt dabei für oben
liegendes übergroßes Streugut auf die Austragsvorrichtung 12. .
Bei verschiedenen Anwendungen ist es in der Regel ausreichend die Walzen des Walzensiebes
5 gruppenweise mit unterschiedlichen lichten Abstände zueinander zu justieren. Auch
wenn alle Walzen des Walzensiebes 5 mit dem gleichen Abstand zueinander angeordnet
werden so wird dies in der Regel mit einem lichten Abstand von 0,5 bis 4 mm geschehen.
[0020] In Figur 3 ist dargestellt, wie zwei Streumaschinen 1, 1' nach Figur 1 oder 2 so
spiegelbildlich zu einander aufgestellt sind, damit eine Streugutmatte 9 mit zwei
außenliegenden Fein- bzw. Deckschichten gebildet wird. Diese Anlage funktioniert derart,
dass auf dem Formband 14 zuerst eine Deckschicht 26 mit sehr dünnem Streugut und anschließend
eine Mittelschicht 25 mit dem restlichen Streugut aus Streumaschine 1 gebildet wird.
Die nachgeordnete spiegelbildlich stehende Streumaschine 1' legt auf die bestehenden
Schichten (Deckschicht 26 und Mittelschicht 25) der Streugutmatte 9 nochmals eine
normales Streugut für die Mittelschicht 24 ab und anschließend schließlich wieder
eine Deckschicht 23 mit sehr dünnem Streugut ab. Damit entsteht mit einfachen Mitteln
eine Mehrschichtstreugutmatte mit Deckschichten aus sehr feinem Streugut nach Figur
4. Im speziellen wird hierbei noch auf den Stand der Technik aus
EP 800 901 A1 verwiesen.
[0021] Dünnplatten mit Dicken kleiner 4 mm werden nur mit zwei derartigen Streumaschinen
(Windstreumaschinen) nach der Erfindung gestreut, da in der Regel mit den herkömmlichen
Mittelschichtstreumaschinen übergroßes oder fehlerhaftes Streugut nicht sicher entfernt
werden kann. Bei Großanlagen zur Spanplattenherstellung, die die erfindungsgemäße
Streumaschine rein zur Deckschichtherstellung nutzen, können dementsprechend einfach
die Mittelschichtstreumaschinen ausgeschaltet werden um auf die Dünnplattenproduktion
umzustellen.
[0022] Es ist herauszustellen, dass die Streumaschine in ihrer Ausführung nicht nur zur
Durchführung des beanspruchten Verfahrens dienen kann, sondern auch für sich alleine
stehend erfindungswesentliche Merkmale verwirklicht und somit auch als eigenständig
betrachtet werden kann.
Bezugszeichenliste:
[0023]
- 1.
- Streumaschine
- 2.
- Leitblech
- 3.
- Streuguteintrag
- 4.
- Streugut
- 5.
- Walzensieb
- 6.
- Zweitsieb
- 7.
- Flugspansieb
- 8.
- Flugspansieb
- 9.
- Streugutmatte
- 10.
- Luftstrom
- 11.
- Austragsvorrichtung
- 12.
- Austragsvorrichtung
- 13.
- Windstreukammer
- 14.
- Formband
- 15.
- übergroßes Streugut
- 16.
- Vibrationsantrieb
- 17.
- Speichenwalzen
- 18.
- Speichen
- 19.
- endloses Drahtgewebeband
- 20.
- Antrieb für 19
- 21.
- Laufrichtung von 19
- 22.
- Laufrichtung von 14
- 23.
- Deckschicht
- 24.
- Mittelschicht
- 25.
- Mittelschicht
- 26.
- Deckschicht
1. Verfahren zur vollständigen oder schichtweisen Herstellung einer Streugutmatte aus
Spänen, die im Zuge der Herstellung von Holzwerkstoffplatten mittels Druck und Wärme
verpresst wird, mit folgenden Verfahrensschritten.
1.1 das Streugut (4) wird einer Auflösung und Siebung mittels eines Walzenbettes unterworfen,
wobei übergroßes Streugut (15) aus dem Streuverfahren ausgeschieden wird,
1.2 das verbleibende Streugut (4) wird anschließend einem gerichteten Luftstrom (10)
zugeführt und dort aufgeteilt einer Windsichtung und einer Zweitsiebung zugeführt,
1.3 wobei die Windsichtung mittels des Luftstromes (10) und eines Flugspansiebes (7,8)
durchgeführt wird und gleichzeitig gegenüber dem Flugspansieb (7,8) übergroßes Streugut
(15) der Zweitsiebung zugeführt wird,
1.4 gekennzeichnet durch das gegenüber der Zweitsiebung übergroßes Streugut (15) aus dem Streuverfahren ausgeschieden
wird und
1.5 aus dem Streugut (4) aus der Windsichtung und aus der Zweitsiebung eine Streugutmatte
(9) oder Schichten einer Streugutmatte auf einem Formband (14) gebildet werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zweitsiebung mittels eines gelochten Bleches oder eines Drahtgewebes durchgeführt
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zweitsiebung mit einem umlaufend geführten endlosen Drahtgewebeband (19) durchgeführt
wird.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1-2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zweitsiebung mit einem Walzensieb durchgeführt wird.
5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Walzensieb das Streugut (4) mechanisch aufgelöst wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
dass das Streugut (4) mit Auflösewalzen und/oder Speichenwalzen (17) aufgelöst wird.
7. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Flugspansiebe (7,8) und/oder das Zweitsieb (6) einer ständigen oder alternierend
auftretenden Vibration unterworfen sind.
8. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Windsichtung mit mehreren Flugspansieben (7,8) durchgeführt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Flugspansiebe (7,8) in Richtung des Luftstromes (10) eine immer stärkere Siebwirkung
aufweisen.
10. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Watzensieb so eingestellt ist, dass nur Streugut (4) bis 4 mm Stärke passieren
kann.
11. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftstrom (10) parallel zum Formband (14) gerichtet ist.
12. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Luftstrom (10) über die Höhe der Windstreukammer (13) in Intensität und Volumen
geregelt werden kann.
13. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftstrom (10) am Ende der Windstreukammer (13) mit einer Absaugung unterstützt
wird.
14. Streumaschine zur vollständigen oder schichtweise Herstellung einer Streugutmatte,
die im Zuge der Herstellung von Holzwerkstoffplatten mittels Druck und Wärme verpresst
wird, wobei
- dass oberhalb des Luftstromes (10) einer Windstreukammer (13) ein Walzensieb (5)
mit zugehöriger Austragsvorrichtung (11) für übergroßes Streugut (4) angeordnet ist,
- dass im Luftstrom (10) der Windstreukammer (13) ein Flugspansieb (7) angeordnet
ist,
- dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb des Luftstromes (10) ein Zweitsieb (6) mit zugehöriger Austragsvorrichtung
(12) für übergroßes Streugut (4) angeordnet ist und
- dass die untere Kante des Flugspansiebes (7) zu dem Zweitsieb (6) so angeordnet
ist, dass zurück gehaltenes Streugut (4) auf das Zweitsieb (6) fallen kann.
15. Streumaschine nach Anspruch 14 dadurch gekennzeichnet, dass als Zweitsieb (6) ein Lochblech angeordnet ist.
16. Streumaschine nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichn e t, dass das Flugspansieb (7) schräg zum Luftstrom (10) angeordnet ist.
17. Streumaschine nach den Ansprüchen 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass als Zweitsieb (6) ein Drahtgewebesieb angeordnet ist.
18. Streumaschine nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichn e t, dass das Drahtgewebesieb mit einem Lochabstand von 5 mm x 5 mm oder 10 mm x
10 mm ausgeführt ist.
19. Streumaschine nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, 14 bis 18 dadurch gekennzeichnet, dass als Zweitsieb (6) ein Walzenbeet angeordnet ist.
20. Streumaschine nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 14 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass als Zweitsieb (6) ein umlaufendes endloses Drahtgewebeband (19) angeordnet ist.
21. Streumaschine nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 14 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass unter dem Walzensieb (5) eine oder mehrere Auflösewalzen angeordnet sind.
22. Streumaschine nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflösewalzen als Speichenwalzen (17) mit einem Durchmesser von mehr als 450
mm ausgeführt sind.
23. Streumaschine nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 14 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass Vibrationsantriebe (16) für die Flugspansiebe (7, 8) und/oder das Zweitsieb (6) angeordnet
sind.
24. Streumaschine nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 14 bis 23 dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Flugspansiebe (8, 8', 8"...) in Reihe in der Windstreukammer (13) angeordnet
sind.
25. Streumaschine nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichn e t, dass die Flugspansiebe (8, 8', 8"...) in Richtung des Luftstromes (10) eine
immer stärkere Siebwirkung aufweisen.
26. Streumaschine nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 14 bis 125, dadurch gekennzeichnet, dass die Flugspansiebe (7, 8) und/oder das Zweitsieb (6) aus der Streumaschine (1) zu
Wartungszwecken seitlich heraus fahrbar angeordnet sind.
27. Streumaschine nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 14 bis 26, dadurch gekennzeichnet, dass das Zweitsieb (6) mit einem Winkel von 5-10° zum Formband angeordnet ist.
28. Streumaschine nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 14 bis 27, dadurch gekennzeichnet, dass die Walzen des Walzensiebes (5) in einem lichten Abstand von 0,5 bis 4 mm angeordnet
sind.
29. Streumaschine nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 14 bis 28, dadurch gekennzeichnet, dass die Walzen des Walzensiebes (5) gruppenweise unterschiedliche lichte Abstände aufweisen.
1. Process for the complete or laminar manufacture of a spread material mat from chips,
which is pressed in the course of manufacturing wood material panels by means of pressure
and heat, with the following process steps:
1.1. the spread material (4) is subjected to separation and sifting by means of a
roller bed, in which case excessively large spread material (15) is separated out
from the spreading process,
1.2. the remaining spread material (4) is then supplied to a directed airflow (10)
where it is separated out and supplied to air blast sifting and a second sifting procedure,
1.3. in which case the air blast sifting is performed by means of the airflow (10)
and an airborne chip screen (7, 8) whilst at the same time, excessively large spread
material (15) that will not pass through the airborne chip screen (7, 8) is supplied
to the second sifting process,
1.4. characterized in that, excessively large spread material (15) that will not pass through the second sifting
is separated out from the spreading process and
1.5. a spread material mat (9) or layers of a spread material mat are formed on a
forming belt (14) comprising the spread material (4) from the air blast sifting and
from the second sifting process.
2. The process in accordance with Claim 1,
characterized in that the second sifting process is performed by means of a perforated sheet or a wire
mesh.
3. The process in accordance with Claim 1,
characterized in that the second sifting process is performed with an endless wire mesh belt (19) guided
all the way around.
4. The process in accordance with Claims 1 to 2,
characterized in that
the second sifting process is performed with a roller screen.
5. The process in accordance with Claims 1 to 4,
characterized in that
the spread material (4) is mechanically separated after the roller screen.
6. The process in accordance with Claim 5,
characterized in n t h a the spread material (4) is separated using dispersing rolls and/or spoked rollers
(17).
7. The process in accordance with one or more of the aforementioned claims, characterized in that the airborne chip screens (7, 8) and/or the second screen (6) are subjected to continuous
or alternating vibration.
8. The process in accordance with one or more of the aforementioned claims, characterized in that the air blast screening is performed using several airborne chip screens (7, 8).
9. The process in accordance with Claim 8,
characterized in that the airborne chip screens (7, 8) have an ever-increasing sifting effect in the direction
of the airflow (10).
10. The process in accordance with one or more of the aforementioned claims, characterized in that the roller screen is set so that only spread material (4) up to 4 mm thick can pass
through.
11. The process in accordance with one or more of the aforementioned claims, characterized in that
the airflow (10) is aligned in parallel with the forming belt (14).
12. The process in accordance with one or more of the aforementioned claims, characterized in that the airflow (10) can be regulated in intensity and volume over the height of the
wind spreading chamber (13).
13. The process in accordance with one or more of the aforementioned claims, characterized in that the airflow (10) is supported with an extraction system at the end of the wind spreading
chamber (13).
14. Spreading machine for complete or laminar manufacture of a spread material mat which
is pressed in the course of manufacturing wood material panels using pressure and
heat, in which case
- a roller screen (5) is arranged above the airflow (10) of a wind spreading chamber
(13) and the roller screen (5) has a corresponding outfeed device (11) for excessively
large spread material (4),
- an airborne chip screen (7) is arranged in the airflow (10) of the wind spreading
chamber (13),
characterized in that
- a second screen (6) is arranged under the airflow (10) and the second screen (6)
has a corresponding outfeed device (12) for excessively large spread material (4)
and
- that the lower edge of the airborne chip screen (7) is arranged in relation to the
second screen (6) so that retained spread material (4) can drop onto the second screen
(6).
15. The spreading machine in accordance with Claim 14,
characterized in that
a perforated sheet is arranged as the second screen (6).
16. The spreading machine in accordance with Claim 14,
characterized in that
the airborne chip screen (7) is arranged at an angle to the airflow (10).
17. Spreading machine according to the Claims 14 to 16,
characterized in that
a wire mesh screen is arranged as the second screen (6).
18. The spreading machine in accordance with Claim 17,
characterized in that the wire mesh screen is configured with a hole distance of 5 mm x 5 mm or 10 mm x
10 mm.
19. The spreading machine in accordance with one or more of Claims 14 to 18,
characterized in that
a roller bed is arranged as the second screen (6).
20. The spreading machine in accordance with one or more of Claims 14 to 18,
characterized in that an endless wire mesh belt (19) running all around is arranged as the second screen
(6).
21. The spreading machine in accordance with one or more of Claims 14 to 20,
characterized in that
one or more dispersing rolls are arranged under the roller screen (5).
22. The spreading machine in accordance with Claim 21,
characterized in that the dispersing rolls are configured as spoked rollers (17) with a diameter of more
than 450 mm.
23. The spreading machine in accordance with one or more of Claims 14 to 22,
characterized in that vibration drives (16) are arranged for the airborne chip screens (7, 8) and/or the
second screen (6).
24. The spreading machine in accordance with one or more of Claims 14 to 23,
characterized in that several airborne chip screens (8, 8', 8"...) are arranged in sequence in the wind
spreading chamber (13).
25. The spreading machine in accordance with Claim 24,
characterized in that the airborne chip screens (8, 8', 8"...) have an ever-increasing sifting effect in
the direction of the airflow (10).
26. The spreading machine in accordance with one or more of Claims 14 to 25,
characterized in that
the airborne chip screens (7, 8) and/or the second screen (6) can be moved sideways
out of the spreading machine (1) for maintenance purposes.
27. The spreading machine in accordance with one or more of Claims 14 to 26,
characterized in that the second screen (6) is arranged at an angle of 5 - 10° in relation to the forming
belt.
28. The spreading machine in accordance with one or more of Claims 14 to 27,
characterized in that
the rolls of the roll screen (5) are arranged with a clearance of 0.5 to 4 mm.
29. The spreading machine in accordance with one or more of Claims 14 to 28,
characterized in that the rolls of the roll screen (5) are arranged in groups with different clearances.
1. Procédé pour la fabrication entière ou par couches d'un tapis de matières d'épandage
à partir de copeaux, pressé sous l'action de pression et de chaleur dans le cadre
de la fabrication de panneaux à base de bois, selon les étapes de procédé suivants
:
1.1. Les matières d'épandage (4) sont soumises à une déconsolidation et un tamisage
par lit de rouleaux, les matières d'épandage de trop grande taille (15) étant éliminées
du processus d'épandage,
1.2. les matières d'épandage restantes (4) sont ensuite acheminées vers un flux d'air
orienté (10), où elles sont divisées et soumises à un criblage à l'air et un tamisage
secondaire,
1.3. le criblage à l'air étant réalisé au moyen du flux d'air (10) et d'un tamis pour
copeaux en suspension (7, 8), les matières d'épandage de trop grande taille (15) par
rapport au tamis pour copeaux en suspension (7, 8) étant acheminés vers le tamisage
secondaire,
1.4. caractérisé par le fait que les matières d'épandage de trop grande taille (15) par rapport au tamisage secondaire
est éliminé du procédé d'épandage et
1.5. que les matières d'épandage (4) issues du criblage à l'air et du tamisage secondaire
sont utilisées pour former un tapis de matière d'épandage (9) ou des couches de tapis
de matière d'épandage sur une courroie de moulage (14).
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé par le fait que le tamisage secondaire est réalisé au moyen d'une tôle perforée ou d'un treillis
métallique.
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé par le fait que le tamisage secondaire est réalisé au moyen d'un tapis en treillis métallique (19)
continu effectuant un mouvement rotatif.
4. Procédé selon les revendications 1 à 2, caractérisé par le fait que le tamisage secondaire est réalisé au moyen d'un tamis à rouleau.
5. Procédé selon les revendications 1 à 4, caractérisé par le fait t qu'en aval du tamis à rouleau, la matière d'épandage (4) est déconsolidée mécaniquement.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé par le fait que les matières d'épandage (4) sont déconsolidées au moyen de rouleaux de déconsolidation
et/ou de rouleaux à rayons (17).
7. Procédé selon une ou plusieurs des revendications susnommées,
caractérisé par le fait
que les tamis pour copeaux en suspension (7, 8) et/ou le tamis secondaire (6) sont soumis
à une vibration continue ou alternante.
8. Procédé selon une ou plusieurs des revendications susnommées,
caractérisé par le fait que le criblage à l'air est réalisé au moyen de plusieurs tamis à copeaux en suspension
(7, 8).
9. Procédé selon la revendication 8, caractérisé par le fait que les tamis à copeaux en suspension (7, 8) présentent un effet de tamisage de plus
en plus fort dans le sens du flux d'air (10).
10. Procédé selon une ou plusieurs des revendications susnommées,
caractérisé par le fait
que le tamis à rouleau est réglé de sorte à ne laisser passer que des matières d'épandage
(4) d'une épaisseur maximale de 4 mm.
11. Procédé selon une ou plusieurs des revendications susnommées,
caractérisé par le fait
que le flux d'air (10) est orienté parallèlement à la courroie de moulage (14).
12. Procédé selon une ou plusieurs des revendications susnommées,
caractérisé par le fait que le flux d'air (10) peut être réglé en intensité et en volume sur la hauteur de la
chambre d'épandage à l'air (13).
13. Procédé selon une ou plusieurs des revendications susnommées,
caractérisé par le fait que le flux d'air (10) est assisté par une aspiration installée à l'extrémité de la chambre
d'épandage à l'air (13).
14. Machine d'épandage pour la fabrication entière ou par couches d'un tapis de matières
d'épandage, pressé sous l'action de pression et de chaleur dans le cadre de la fabrication
de panneaux à base de bois, dans quel cas
- un tamis à rouleau (5) avec un dispositif d'évacuation (11) correspondant pour les
matières d'épandage (4) de trop grande taille est disposé au-dessus du flux d'air
(10) d'une chambre d'épandage à l'air (13),
- un tamis pour copeaux en suspension (7) est disposé dans le flux d'air (10) de la
chambre d'épandage à l'air (13),
caractérisé par le fait
- qu'un tamis secondaire (6) avec un dispositif d'évacuation (12) correspondant pour les
matières d'épandage (4) de trop grande taille est disposé en dessous du flux d'air
(10) et
- que le bord inférieur du tamis pour copeaux en suspension (7) est disposé de telle sorte
par rapport au tamis secondaire (6) que les matières d'épandage (4) retenues puissent
tomber sur le tamis secondaire (6).
15. Machine d'épandage selon la revendication 14,
caractérisé par le fait
qu'une tôle perforée est disposée en tant que tamis secondaire (6).
16. Machine d'épandage selon la revendication 14,
caractérisé par le fait que le tamis pour copeaux en suspension (7) est orienté en diagonale par rapport au flux
d'air (10).
17. Machine d'épandage selon les revendications 14 à 16,
caractérisé par le fait qu'un tamis en treillis métallique est disposé en tant que tamis secondaire (6).
18. Machine d'épandage selon la revendication 17,
caractérisé par le fait que le tamis en treillis métallique est réalisé avec un écartement de trous de 5 mm x
5 mm ou 10 mm x 10 mm.
19. Machine d'épandage selon une ou plusieurs des revendications 14 à 18 susnommées, caractérisé par le fait qu'une planche de rouleaux est disposée en tant que tamis secondaire (6).
20. Machine d'épandage selon une ou plusieurs des revendications 14 à 18 susnommées, caractérisé par le fait qu'un tapis en treillis métallique (19) continu rotatif est disposé en tant que tamis
secondaire (6).
21. Machine d'épandage selon une ou plusieurs des revendications 14 à 20 susnommées, caractérisé par le fait qu'un ou plusieurs rouleaux de déconsolidation sont disposés sous le tamis à rouleau
(5).
22. Machine d'épandage selon la revendication 21,
caractérisé par le fait que les rouleaux de déconsolidation sont réalisés en tant que rouleaux à rayon (17) avec
un diamètre de plus de 450 mm.
23. Machine d'épandage selon une ou plusieurs des revendications 14 à 22 susnommées,
caractérisé par le fait
que des entraînements vibratoires (16) sont disposés pour les tamis pour copeaux en suspension
(7, 8) et/ou le tamis secondaire (6).
24. Machine d'épandage selon une ou plusieurs des revendications 14 à 23 susnommées, caractérisé par le fait que plusieurs tamis pour copeaux en suspension (8, 8', 8",...) sont disposés en rangée
dans la chambre d'épandage à l'air (13).
25. Machine d'épandage selon la revendication 24,
caractérisé par le fait
que les tamis à copeaux en suspension (8, 8', 8", ...) présentent un effet de tamisage
de plus en plus fort dans le sens du flux d'air (10).
26. Machine d'épandage selon une ou plusieurs des revendications 14 à 25 susnommées, caractérisé par le fait que les tamis pour copeaux en suspension (7, 8) et/ou le tamis secondaire (6) sont disposés
de sorte à pouvoir être extraits à des fins de maintenance par le côté de la machine
d'épandage (1).
27. Machine d'épandage selon une ou plusieurs des revendications 14 à 26 susnommées, caractérisé par le fait que le tamis secondaire (6) est disposé à un angle de 5 à 10° par rapport à la courroie
de moulage.
28. Machine d'épandage selon une ou plusieurs des revendications 14 à 27 susnommées, caractérisé par le fait que les rouleaux du tamis à rouleaux (5) sont disposés à une distance de 0,5 à 4 mm.
29. Machine d'épandage selon une ou plusieurs des revendications 14 à 28 susnommées, caractérisé par le fait que les rouleaux du tamis à rouleaux (5) présentent des distances différentes en fonction
des groupes.


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In der Beschreibung aufgeführte Nicht-Patentliteratur
- HANSGERT SOINÉHolzwerkstoffe, Herstellung und VerarbeitungDRW-Verlag1995000017- [0002]