[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Glätten von Bekleidungsstücken gemäß dem
Oberbegriff des Anspruchs 1. Des Weiteren betrifft die Erfindung Tunnelfinisher gemäß
dem Oberbegriff des Anspruchs 9. Tunnelfinisher dienen zum Glätten von Bekleidungsstücken
mit Dampf und/oder heißer Luft. Die Bekleidungsstücke werden vorzugsweise an Transportbügeln
hängend kontinuierlich durch den Tunnelfinisher hindurchtransportiert.
[0003] Bei bekannten Tunnelfinishern ist es zu Problemen bei der Dampfbeaufschlagung der
Bekleidungsstücke gekommen. Beispielsweise wurden die Bekleidungsstücke in Mitleidenschaft
gezogen oder die Bekleidungsstücke wurden nicht gleichmäßig mit Dampf beaufschlagt.
Als problematisch hat sich auch die Anpassung der Dampfmenge an die unterschiedlichen
Bekleidungsstücke erwiesen, insbesondere dann, wenn Bekleidungsstücke aus verschiedenen
Materialien gemischt durch den Tunnelfinisher hindurchtransportiert werden.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Verfahren zum Glätten von Bekleidungsstücken
und Tunnelfinisher zu schaffen, die ein gutes Finishergebnis auch bei unterschiedlichen
Bekleidungsstücken schaffen und die Bekleidungsstücke schonend behandeln.
[0005] Ein Verfahren zur Lösung dieser Aufgabe weist die Maßnahmen des Anspruchs 1 auf und
ein Tunnelfinisher zur Lösung dieser Aufgabe weist die Maßnahmen des Anspruchs 9 auf.
Die abhängigen Ansprüchen weisen Merkmale bevorzugter Weiterbildungen auf.
[0006] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung des Verfahrens ist vorgesehen, die Bekleidungsstücke
im Tunnelfinisher diskontinuierlich mit Dampf zu beaufschlagen. Es erfolgt somit erfindungsgemäß
eine pulsierende Dampfzufuhr zu den Bekleidungsstücken, indem nicht ständig, also
kontinuierlich, Dampf aus den Dampfaustrittsöffnungen austritt. Das führt vor allem
zu einem wirksameren Heranführen des Dampfs an die Bekleidungsstücke. Außerdem kann
durch die diskontinuierliche Dampfzufuhr der Dampfverbrauch reduziert werden.
[0007] Besonders wirksam ist die diskontinuierliche Dampfzufuhr dann, wenn zum Dampfaustritt
Dampfdüsen verwendet werden. Dadurch werden die Wäschestücke mit Dampfimpulsen beaufschlagt,
was zu einem wirksamen und gleichmäßigen Kontakt der Bekleidungsstücke mit dem Sprühdampf
führt.
[0008] Bevorzugt werden die Bekleidungsstücke mit zeitlich aufeinanderfolgenden, kurzen
Dampfschüben oder Dampfstößen beaufschlagt. Der Impuls der Dampfschübe oder Dampfstöße
aus insbesondere Dampfdüsen führt dazu, dass der Dampf weitestgehend gleichmäßig an
den Bekleidungsstücken vorbeiströmt. Zwischen den einzelnen Dampfstößen oder Dampfschüben
wird die Dampfzufuhr oder der Dampfaustritt zu oder aus der jeweiligen Dampfaustrittsöffnung,
insbesondere Dampfdüse, unterbrochen. Das führt ganz besonders zur Reduzierung des
Dampfverbrauchs.
[0009] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung des Verfahrens erfolgt die Dampfbeaufschlagung
der Bekleidungsstücke durch mehrere Gruppen von Dampfaustrittsöffnungen oder Dampfdüsen.
Aus den Dampfaustrittsöffnungen oder Dampfdüsen einer Gruppe tritt dann gleichzeitig
Dampf aus, wobei aus den Dampfaustrittsöffnungen oder Dampfdüsen anderer Gruppen zu
einem anderen Zeitpunkt Dampf austritt. Es tritt somit Dampf nacheinander aus den
unterschiedlichen Gruppen der Dampfaustrittsöffnungen oder -düsen aus. Die Dampfaustrittsöffnungen
oder Dampfdüsen einer Gruppe können benachbart voneinander sein, so dass immer an
einer bestimmten Stelle der Behandlungskammer eine Dampfbeaufschlagung der Bekleidungsstücke
erfolgt. Es ist aber auch denkbar, die Dampfaustrittsöffnungen oder -düsen jeder Gruppe
verteilt in der Behandlungskammer anzuordnen, so dass momentan verteilt auf die gesamte
Sprühdampfzone der Behandlungskammer des Tunnelfinishers eine Beaufschlagung der Bekleidungsstücke
mit Dampf erfolgt, jedoch jeweils an anderen Stellen.
[0010] Gemäß der Erfindung ist es vorgesehen, dass während des Durchlaufs der Bekleidungsstücke
durch denjenigen Teil der Behandlungskammer, in dem die Bekleidungsstücke mit Dampf
beaufschlagt werden, der sogenannten Sprühdampfzone, die Bekleidungsstücke an wechselnden
Stellen mit Dampf beaufschlagt werden.
[0011] Gemäß der Erfindung ist vorgesehen, die Wäschestücke beim Durchlauf durch die Sprühdampfzone
nicht ständig an der gleichen Stelle mit Dampf zu beaufschlagen. Das führt nicht nur
zu einer in Bezug auf die Bekleidungsstücke verteilten Dampfzufuhr; die Wäschestücke
werden auch geschont. Insbesondere bei der pulsenden diskontinuierlichen Dampfzufuhr
zu den Bekleidungsstücken ist es vorteilhaft, wenn die Dampfstöße oder -schübe nicht
immer auf die gleiche Stelle des Bekleidungsstücks auftreffen, sondern auf unterschiedliche
Stellen.
[0012] Es ist des Weiteren vorgesehen, die Wäschestücke an schlecht zugänglichen Stellen,
insbesondere dem Schritt von Beinen aufweisenden Bekleidungsstücken, vor allem Latzhosen
und Overalls, bzw. unter den Achseln von Ärmeln aufweisenden Bekleidungsstücken, wie
Kitteln, Jacken oder dergleichen, mit Dampf zu beaufschlagen. Bevorzugt werden die
genannten Stellen zusätzlich zu den üblichen Stellen mit Dampf beaufschlagt. Die Dampfbeaufschlagung
im Bereich des Schritts oder den Achseln kann kontinuierlich erfolgen. Bevorzugt werden
die Bekleidungsstücke auch im Bereich des Schritts und/oder der Achseln pulsend bzw.
diskontinuierlich mit Dampf beaufschlagt. Durch die zusätzliche Dampfbeaufschlagung
kritischer Stellen, wie der Schritt von Hosen und Overalls und die Achseln von Kitteln
und Jacken, trocknen diese kritischen Bereiche nicht nur schneller, sondern auch zuverlässiger.
Das führt zu einem geringeren Sprühdampfverbrauch. Bei Hosen führt die zusätzliche
Dampfbeaufschlagung im Schrittbereich auch zu einer besseren Trocknung von Taschen,
insbesondere Gesäßtaschen.
[0013] Das Besprühen des Schrittbereichs von zum Beispiel Latzhosen und Overalls und des
Achselbereichs von Kitteln und dergleichen erfolgt durch an entsprechenden Stellen
der Behandlungskammer angeordnete Rohre. Die Rohre sind vorzugsweise fest in der Behandlungskammer
angeordnet, und zwar in Längsrichtung derselben verlaufend. Der Dampf kann aus einfachen
Dampfaustrittsbohrungen oder auch Dampfaustrittsdüsen den Bekleidungsstücken zugeführt
werden. Die Rohre sind so in der Behandlungskammer angeordnet, dass die Rohre für
Hosen bei der Behandlung von Kitteln oder dergleichen nicht stören und umgekehrt die
Rohre für die Kittel, Hemden oder dergleichen bei der Behandlung von Hosen oder dergleichen
nicht stören. Beispielsweise sind die Rohre zur Dampfbeaufschlagung des Schritts von
Hosen oder dergleichen so in der Behandlungskammer angeordnet, dass sie unter Kitteln
liegen. Die Rohre zur Dampfbeaufschlagung der Achseln von Kitteln, Hemden oder dergleichen
sind so angeordnet, dass dazwischen eine Latzhose oder eine sonstige Hose im Wesentlichen
unbehindert hindurchtransportiert werden kann.
[0014] Denkbar ist es aber auch, die Rohre für die zusätzliche Dampfbeaufschlagung kritischer
Bereiche von Bekleidungsstücken, wie den Achselbereichen und Schrittbereichen, ortsveränderlich
in den Behandlungskammern anzuordnen. Das ist vor allem zweckmäßig, wenn chargenweise
nur Hosen, Kittel oder andere Arten von Bekleidungsstücken behandelt werden. Dann
werden die Rohre zur Dampfbeaufschlagung der Achselbereiche von Kitteln während der
Behandlung von Hosen so zur Seite bewegt, dass die Rohre bei der Behandlung von Hosen
nicht stören. Umgekehrt wird mit den Rohren zur zusätzlichen Dampfbehandlung des Schritts
von Hosen verfahren.
[0015] Eine bevorzugte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens weist die Maßnahmen
des Anspruchs 4 auf. Dadurch, dass erfindungsgemäß vorgesehen ist, den
[0016] Abstand zwischen den in Transportrichtung quergerichtet aufeinanderfolgenden Bekleidungsstücke
mindestens teilweise zeitweise zu vergrößern, ändern sich laufend die Abstände zwischen
den mit ihren Flachseiten aufeinanderfolgenden Bekleidungsstücke während des Transports
durch die Behandlungskammer, insbesondere die Sprühdampfzone. Der Abstand vorzugsweise
zwischen Hälften der benachbarten Flachseiten aufeinanderfolgender Bekleidungsstücke
wird abwechselnd verkleinert und vergrößert, wodurch die Hälften der Flachseiten benachbarter
Bekleidungsstücke zeitweise einen größeren Abstand zueinander aufweisen und zeitweise
dicht beieinander liegen. Auf diese Weise kann der Dampf, insbesondere gepulster Dampf,
besser zwischen die Bekleidungsstücke gelangen, wodurch diese wirksam und vor allem
gleichmäßiger behandelt werden.
[0017] Bevorzugt werden die Transportbügel mit den daran hängenden Bekleidungsstücken mindestens
beim Durchlauf durch die Sprühdampfzone um eine vertikale Mittelachse, die vorzugsweise
durch einen Bügelhaken des jeweiligen Transportbügels verläuft, kontinuierlich oder
auch diskontinuierlich verdreht in entgegengesetzten Richtungen. Es erfolgt dadurch
eine Art Twist des Transportbügels mit dem jeweils darauf hängenden Bekleidungsstück.
Dadurch wird auch das jeweilige Bekleidungsstück um eine vertikale Mittelachse gedreht.
Die Transportbügel mit den Bekleidungsstücken werden abwechselnd in entgegengesetzte
Richtung verdreht, wodurch benachbarte Transportbügel mit Bekleidungsstücken von oben
gesehen eine anti-parallele, etwa V-artige, Ausrichtung erhalten. Während die aufrechten
Kanten benachbarter Bekleidungsstücke und Enden benachbarter Transportbügel auf einer
Seite der vertikalen Längsmittelachse derselben dichter zusammenliegen, erhalten die
aufrechten Kanten benachbarter Bekleidungsstücke bzw. Enden der Transportbügel auf
der anderen Seite der vertikalen Längsmittelachse einen größeren Abstand. Durch das
paarweise Verdrehen benachbarter Transportbügel mit darauf hängenden Bekleidungsstücken
in entgegengesetzten Richtungen vergrößern und verkleinern sich die Abstände der Bekleidungsstücke
auf einer Seite der vertikalen Mittelachsen in regelmäßigen Zeitabständen. Dadurch
kommt praktisch ein ständiges Hin- und Herpendeln der Bekleidungsstücke um die vertikalen
Mittelachsen zustande, wobei die Abstände zwischen benachbarten Bekleidungsstücken
einmal auf der einen Seite und einmal auf der anderen Seite der Mittelachsen größer
oder kleiner sind. Dadurch ist eine intensive Dampfbeaufschlagung der Bekleidungsstücke
in der Sprühdampfzone möglich. Das führt zu einem wirksamen Finishen mit geringst
möglichem Dampfbedarf.
[0018] Das Verdrehen der Transportbügel mit den daran hängenden Bekleidungsstücken um die
vertikale Mittelachse in gegensinnigen Richtungen kann sowohl mechanisch als auch
aerodynamisch, insbesondere pneumatisch, erfolgen. Vorzugsweise erfolgt das Verdrehen
der Transportbügel und der Bekleidungsstücke sowohl mechanisch als auch aerodynamisch.
Dadurch können die Transportbügel mit den daran hängenden Bekleidungsstücken gezielt
um ihre vertikalen Mittelachsen verdreht werden, so dass eine zuverlässige, gleichmäßige
Abfolge unterschiedlich verdrehter Transportbügel mit Bekleidungsstücken zustande
kommt, wodurch zuverlässig die Bekleidungsstücke auf einer Seite der vertikalen Mittelachse
auseinander- und wieder zusammenbewegt werden, und zwar nach einem gezielten Muster.
Dadurch ist sichergestellt, dass Sprühdampf zwischen alle Bekleidungsstücke gelangen
kann. Ein unkontrolliertes zufallsbedingtes Pendeln oder Twisten der Bekleidungsstücke
um ihre vertikale Mittelachse, was zu einer ungleichmäßigen Dampfbeaufschlagung der
Bekleidungsstücke und gegebenenfalls Beschädigung derselben führen könnte, wird so
durch das erfindungsgemäße Verfahren zuverlässig vermieden.
[0019] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen,
die Größe und/oder das Gewicht der einzelnen Bekleidungsstücke vor Beginn der Finishbehandlung
zu ermitteln. Das ist insbesondere sinnvoll, wenn nacheinander unterschiedliche Bekleidungsstücke,
vor allem Bekleidungsstücke aus unterschiedlichen Materialien, durch den Tunnelfinisher
transportiert werden. Es kann dann die Behandlung weitestgehend an das jeweilige Bekleidungsstück
angepasst werden, das dann der Art nach entsprechend gefinisht werden kann. Vor allem
kann anhand des zuvor ermittelten Gewichts und/oder der Größe des jeweiligen Wäschestücks
die Dampfbeaufschlagung bedarfsgerecht gesteuert werden.
[0020] Bevorzugt werden die Größe und/oder das Gewicht des jeweiligen Bekleidungsstücks
zusammen mit dem Transportbügel, auf dem sich das Bekleidungsstück befindet, ermittelt.
Da das Gewicht der Transportbügel bekannt ist, kann so zuverlässig das Gewicht eines
jeden einzelnen Bekleidungsstücks ermittelt werden, ohne dass es vom jeweiligen Transportbügel
entfernt werden muss. Die Feststellung des Gewichts und/oder der Größe des jeweiligen
Bekleidungsstücks erfolgt zweckmäßigerweise vor der Finishbehandlung, und zwar am
Einlauf in den Tunnelfinisher. Dazu eignet sich besonders der Anfang der Einlaufkammer
des Tunnelfinishers.
[0021] Es ist weiterhin vorgesehen, das Gewicht und/oder die Größe des jeweiligen Bekleidungsstücks
beim momentanem Stillstand desselben zu ermitteln. Dadurch können einfach und vor
allem zuverlässig die gewünschten Messungen vorgenommen werden. Zweckmäßigerweise
wird zum Wiegen das Bekleidungsstück mit dem Transportbügel von einem Traghaken eines
Förderers zum Hindurchtransportieren des Transportbügels mit dem Bekleidungsstück
durch den Tunnelfinisher abgehängt. Dadurch kann einfach die Größenbestimmung und/oder
das Wiegen des Wäschestücks bei stillstehendem Wäschestück erfolgen. Dazu wird der
Transportbügel mit dem Wäschestück nach dem Abhängen vom Förderer kurzzeitig auf eine
Wiegeeinrichtung gehängt. Nachdem die stillstehende Wiegeeinrichtung das Bekleidungsstück
mit dem Transportbügel gewogen hat, werden der Transportbügel und das Bekleidungsstück
wieder auf den Traghaken, von dem sie zuvor abgekoppelt worden sind, aufgehängt und
vom Förderer weitertransportiert. Nach dem gleichen Prinzip kann die Größenermittlung
des Bekleidungsstücks durch beispielsweise Abscannen erfolgen, indem auch dieses bei
stillstehendem Bekleidungsstück, wenn dieses kurzfristig vom während der Größenermittlung
kontinuierlich weiterlaufenden Förderer abgehängt worden ist, erfolgt.
[0022] Ein Tunnelfinisher zur Lösung der eingangs genannten Aufgabe weist die Merkmale des
Anspruchs 9 auf.
[0023] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung verfügt der Tunnelfinisher über Dampfaustrittsöffnungen,
die bevorzugt als Dampfaustrittsdüsen ausgebildet sind. Außerdem ist der Tunnelfinisher
so ausgebildet, dass die Dampfaustrittsöffnungen nur periodisch mit Dampf beaufschlagbar
sind.
[0024] Durch den nur zeitweisen Austritt des Dampfs aus Öffnungen und die periodische Dampfbeaufschlagung
der Dampfaustrittsöffnungen entstehen kurzzeitige Dampfstöße oder -schübe. Dadurch
werden die Bekleidungsstücke impulsartig mit Dampf beaufschlagt, was sich als sehr
wirkungsvoll herausgestellt hat und zur Verringerung des Dampfbedarfs gegenüber bekannten
Tunnelfinishern mit einer kontinuierlichen Dampfbeaufschlagung der Bekleidungsstücke
in der Sprühdampfzone führt.
[0025] Den Dampfaustrittsöffnungen ist eine Dampfversorgung zugeordnet, die es zulässt,
den Dampfaustritt aus den Dampfaustrittsöffnungen gezielt zu steuern, indem einzelne
Dampfaustrittsöffnungen oder Gruppen von Dampfaustrittsöffnungen zeitweise mit Dampf
beaufschlagt werden, während die übrigen Dampfaustrittsöffnungen oder Gruppen derselben
geschlossen bleiben. Diese Dampfaustrittsöffnungen oder Gruppen von Dampfaustrittsöffnungen
geben zu einem anderen Zeitpunkt Dampf ab, wenn die zuvor zur Dampfabgabe eingesetzten
Dampfaustrittsöffnungen geschlossen sind. Auf diese Weise kann gezielt an wechselnden
Stellen der Sprühdampfzone den Bekleidungsstücken Dampf zugeführt werden.
[0026] Gemäß der Erfindung sind die Dampfaustrittsöffnungen mit in Transportrichtung sich
ändernden Abständen von einer in Transportrichtung verlaufenden vertikalen Längsmittelachse
der Behandlungskammer angeordnet. Dadurch treffen die Dampfstrahlen oder Dampfpulse
an verschiedenen Stellen auf die Bekleidungsstücke. Das führt zu einer besseren Verteilung
des Dampfs auf die Bekleidungsstücke. Vor allem aber werden die Bekleidungsstücke
weniger in Mitleidenschaft gezogen als wenn der Dampf immer auf die gleichen Stellen
der Bekleidungsstücke treffen würde.
[0027] Üblicherweise sind die Dampfaustrittsöffnungen in mindestens einer Reihe aus mit
vorzugsweise gleichen Abständen aufeinanderfolgenden Dampfaustrittsöffnungen angeordnet.
Bevorzugt befindet sich auf gegenüberliegenden Seiten der vertikalen Längsmittelachse
der Behandlungskammer bzw. der Sprühdampfzone mindestens jeweils eine Reihe von mit
Abstand aufeinanderfolgenden Dampfaustrittsöffnungen. Diese üblicherweise geradlinigen
Reihen verlaufen bevorzugt antiparallel zur Längsmittelachse der Behandlungskammer.
Dadurch trifft der Dampf aus nachfolgenden Dampfaustrittsöffnungen der einzelnen Reihen
stets auf verschiedene Stellen eines Bekleidungsstücks. Die Reihen auf unterschiedlichen
Seiten der Längsmittelebene oder Längsmittelachse der Behandlungskammer können untereinander
parallel, aber etwas schräg zur Längsmittelachse, verlaufen oder auch in Transportrichtung
divergierend oder konvergierend. Es ist auch denkbar, die Dampfaustrittsöffnungen
unregelmäßig unter der Decke in insbesondere der Sprühdampfzone des Tunnelfinishers
anzuordnen, wobei dann aber darauf zu achten ist, dass die Abstände der Dampfaustrittsöffnungen
zur Längsmittelebene der Sprühdampfzone unterschiedlich sind.
[0028] Eine bevorzugte Weiterbildung der zuvor beschriebenen Tunnelfinisher weist die Merkmale
des Anspruchs 11 auf. Demnach ist vorgesehen, dass die Dampfaustrittsöffnungen in
Reihen auf gegenüberliegenden Seiten einer Längsmittelachse der Behandlungskammer
angeordnet sind, wobei die Austrittsöffnungen auf der einen Seite der Längsmittelachse
in Transportrichtung versetzt sind zu den Dampfaustrittsöffnungen auf der anderen
Seite der Längsmittelachse. Die Dampfaustrittsöffnungen auf der einen Seite sind somit
auf Lücke zu den Dampfaustrittsöffnungen der gegenüberliegenden Seite angeordnet.
Die Folge ist, dass die üblicherweise unter der Decke des Tunnelfinishers befestigten
Dampfaustrittsöffnungen stets von oben auf je eine Seite eines Transportbügels mit
dem daran hängenden Bekleidungsstück auftreffen und dadurch dieser Transportbügel
mit dem Bekleidungsstück etwas gedreht wird, so dass die Transportbügel mit dem Bekleidungsstück
nicht exakt quer zur Transportrichtung ausgerichtet sind. Durch den Versatz der Dampfaustrittsöffnungen
auf der einen Seite gegenüber den Dampfaustrittsöffnungen der anderen Seite der Längsmittelachse
kommt ein gegensinniges Verdrehen der Transportbügel mit den Bekleidungsstücken zustande,
so dass jeweils zwei benachbarte Transportbügel auf einer Seite der Längsmittelachse
einen geringeren Abstand aufweisen als auf der gegenüberliegenden Seite. Das hat einen
sogenannten Bügeltwist zur Folge, der zur zeitweisen Vergrößerung des Abstandes der
Hälften benachbarter Transportbügel und Bekleidungsstücke führt. Zwischen den größere
Abstände aufweisenden Hälften der Bekleidungsstücke kann der Dampf besser einströmen
zum wirksameren Finishen der Bekleidungsstücke.
[0029] Bevorzugt sind die Abstände benachbarter Dampfaustrittsöffnungen aller Reihen auf
beiden Seiten der Längsmittelachsen der Behandlungskammer etwa gleich groß. Dann sind
die Dampfaustrittsöffnungen auf einer Seite der Längsmittelachse um den halben Abstand
zwischen aufeinanderfolgenden Dampfaustrittsöffnungen versetzt zu den Dampfaustrittsöffnungen
auf der anderen Seite der Längsmittelachse. Bevorzugt beträgt der Abstand aller Dampfaustrittsöffnungen
den doppelten Abstand der Traghaken für die Transportbügel. Dieser mittige und regelmäßige
Versatz der Dampfaustrittsöffnungen auf gegenüberliegenden Seiten der Längsmittelachse
führt zu einem besonders exakten und gleichmäßigen gegensinnigen Verdrehen der aufeinanderfolgenden
Transportbügel, so dass auf jeder Seite der Längsmittelachse gering beabstandete Bekleidungsstücke
und einen größeren Abstand aufweisende Bekleidungsstücke regelmäßig aufeinanderfolgen
und in gleichmäßigen Abständen die Transportbügel so gegensinnig verdreht werden,
dass die geringer beabstandeten aufeinanderfolgenden Bekleidungsstückhälften einen
größeren Abstand erhalten. Es finden so gleichmäßig periodische Abstandsänderungen
der Bekleidungsstücke auf gegenüberliegenden Seiten der vertikalen der Längsmittelebene
insbesondere der Sprühdampfzone statt, womit ein gleichmäßiges Beaufschlagen der gesamten
Bekleidungsstücke mit Dampf aus den Dampfaustrittsöffnungen gewährleistet ist.
[0030] Eine weitere bevorzugte Weiterbildung der zuvor beschriebenen Tunnelfinisher weist
die Merkmale des Anspruchs 13 auf. Demnach sind die Transportbügel haltende Traghaken
eines Förderers zum Hindurchtransportieren der Transportbügel mit den Bekleidungsstücken
durch die Behandlungskammer um aufrechte Drehachsen während des Transports durch die
Behandlungskammer in entgegengesetzten Richtungen abwechselnd verdrehbar. Hierdurch
kommt eine gezielte Schrägstellung der Transportbügel gegenüber einer Richtung quer
zur Transportrichtung des Förderers zustande. Dadurch werden die Transportbügel mit
den daran hängenden Bekleidungsstücken mechanisch verdreht.
[0031] Bevorzugt sind die aufeinanderfolgenden Traghaken in wechselnden Richtungen verdrehbar
und zwar zweckmäßigerweise um etwa den gleichen Winkel. Aufeinanderfolgende Traghaken
sind dadurch in gleichem Maße, aber unterschiedlich gerichtet gegenüber einer Querebene
zur Transportrichtung verdrehbar.
[0032] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung des Tunnelfinishers ist jedem Traghaken ein Führungszapfen
zugeordnet, der in eine ortsfeste Bahn oberhalb des Förderers eingreift. Diese Bahn
bewegt den Führungszapfen jedes Traghakens mehr oder weniger aus der Längsmittelebene
der Behandlungskammer heraus, und zwar abwechselnd zu unterschiedlichen Richtungen,
wodurch zwangsweise der jeweilige Traghaken und damit der daran hängende Transportbügel
mit einem Bekleidungsstück verdreht wird um die vertikale Drehachse des Traghakens.
[0033] Eine weitere bevorzugte Weiterbildung der zuvor beschriebenen Tunnelfinisher ist
gekennzeichnet durch eine Wiegeeinrichtung zum Wiegen jeweils eines Transportbügels
mit dem daran hängenden Bekleidungsstück. Die Wiegeeinrichtung ermöglicht ein kurzes
Abkoppeln des momentan zu wiegenden Transportbügels mit dem daran hängenden Bekleidungsstück.
Dadurch kann das Wiegen bei stillstehendem Bekleidungsstück und Transportbügel durchgeführt
werden, was zu präzisen Ergebnissen führt. Nach dem Wiegen wird von der Wiegeeinrichtung
der Transportbügel mit dem daran hängenden Bekleidungsstück wieder an den Traghaken
angehängt. Bevorzugt wird der Transportbügel mit dem Bekleidungsstück wieder an denjenigen
Traghaken angehängt, von dem er zuvor, nämlich zum Wiegen, abgekoppelt wurde. Es ist
aber auch denkbar, nach dem Wiegen den Transportbügel mit dem Bekleidungsstück an
den nächstfolgenden Traghaken anzuhängen, wodurch beim Wiegevorgang ein Wechsel der
Traghaken stattfindet.
[0034] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnung
näher erläutert. In dieser zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Draufsicht auf einen Tunnelfinisher mit dem Verlauf der Förderstrecke
eines Umlaufförderers durch denselben,
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht eines Deckteils des Tunnelfinishers,
- Fig. 3
- eine Ansicht von unten gegen leere Transportbügel und Dampfaustrittsöffnungen in der
Behandlungskammer des Tunnelfinishers,
- Fig. 4
- eine perspektivische Ansicht eines Abschnitts des Förderers durch den Tunnelfinisher,
- Fig. 5
- eine Draufsicht auf den Förderer der Fig. 4,
- Fig. 6
- eine Seitenansicht einer Förderkette des Förderers,
- Fig. 7
- eine vergrößerte Einzelheit VII aus der Fig. 6,
- Fig. 8
- eine schematische perspektivische Darstellung einer Wiegeeinrichtung,
- Fig. 9
- eine perspektivische Ansicht einer Bügelabwurfeinrichtung,
- Fig. 10
- eine Draufsicht auf einen schlangenlinienartigen Teil des Förderers,
- Fig. 11
- einen Querschnitt durch eine Dampfzone des Tunnelfinishers mit einer Hose, und
- Fig. 12
- einen Querschnitt gemäß Fig. 11 mit einem Kittel.
[0035] Der in den Figuren gezeigte Tunnelfinisher verfügt über eine Behandlungskammer 10,
eine Einlaufkammer 11 und eine Auslaufkammer 12. Die nur andeutungsweise in der Fig.
1 dargestellten Bekleidungsstücke 14, und zwar gegebenenfalls auch Wäschestücke, werden
an Transportbügeln 15 hängend in durch einen Pfeil angedeuteter Transportrichtung
13 durch den Tunnelfinisher hindurchtransportiert. Die Bekleidungsstücke 14 sind dabei
quer zur Transportrichtung 13 ausgerichtet. Der kontinuierliche Transport der Transportbügel
15 mit den daran hängenden Bekleidungsstücken 14 durch den Tunnelfinisher erfolgt
mittels eines umlaufenden Förderers 16, der im Deckenbereich des Tunnelfinishers angeordnet
ist. Der Förderer 16 verfügt über ein durchgehendes, umlaufend angetriebenes Förderorgan,
das im gezeigten Ausführungsbeispiel als eine umlaufende Förderkette 17 ausgebildet
ist. An der Förderkette 17 sind in gleichmäßigen Abständen Traghaken 18 befestigt.
Die Anzahl der Traghaken 18 ist geringer als die Anzahl der Kettenglieder 19 der Förderkette
17. Dadurch befindet sich zwischen zwei aufeinanderfolgenden Traghaken 18 mindestens
ein Kettenglied 19 ohne einen Traghaken 18. Zwischen aufeinanderfolgenden Traghaken
18 befindet sich stets die gleiche Anzahl (leerer) Kettenglieder 19, wodurch alle
Abstände der Traghaken 18 an der Förderkette 17 gleich sind. Jeder Traghaken 18 ist
zum Anhängen eines Transportbügels 15 ausgebildet, wobei im gezeigten Ausführungsbeispiel
ein Bügelhaken 20 des jeweiligen Transportbügels 15 am Traghaken 18 angehängt ist.
[0036] Die an den Transportbügeln 15 hängenden Bekleidungsstücke 14 werden durch eine Einlauföffnung
21 hindurch in die Einlaufkammer 11 des Tunnelfinishers transportiert. In Transportrichtung
13 gesehen gelangen die Bekleidungsstücke 14 aus der Einlaufkammer 11 in die darauffolgende
Behandlungskammer 10. Hinter der Behandlungskammer 10 werden die Bekleidungsstücke
14 in Transportrichtung 13 weitertransportiert durch die Auslaufkammer 12. Durch eine
Auslauföffnung 22 am Ende der Auslaufkammer 12 verlassen die gefinishten Bekleidungsstücke
14 am jeweiligen Transportbügel 15 hängend den Tunnelfinisher. Hinter der Auslauföffnung
22 werden die Transportbügel 15 mit den daran hängenden Bekleidungsstücken von den
Tragarmen 18 des Förderers 16 getrennt und über ein separates Fördersystem, z.B. einer
Abtransportbahn 55, abtransportiert. Die leeren Traghaken 18 an der Förderkette 17
gelangen anschließend wieder vor die Einlauföffnung 21, wo die Transportbügel 15 mit
zu finishenden Bekleidungsstücken 14 an die Traghaken 18 angehängt werden. Die Förderkette
17 des Förderers 16 wird umlaufend kontinuierlich, das heißt mit gleicher Transportgeschwindigkeit,
angetrieben. Dabei läuft die Förderkette 17 mit den daran befestigten Traghaken 18
im Kreislauf durch den Tunnelfinisher hindurch.
[0037] Die Behandlungskammer 10 des hier gezeigten Tunnelfinishers ist aus drei in Transportrichtung
13 hintereinander angeordneten Modulen 23 gebildet. Im gezeigten Ausführungsbeispiel
sind alle drei Module 23 etwa gleich ausgebildet, vor allem gleich lang. Die Erfindung
ist aber nicht auf Tunnelfinisher mit drei Modulen 23 beschränkt. Vielmehr eignet
sich die Erfindung auch für Tunnelfinisher mit mehr als drei und weniger als drei
Modulen 23. Mindestens der in Transportrichtung 13 gesehen erste Modul 23 ist zur
Beaufschlagung der Bekleidungsstücke 14 mit Dampf ausgebildet. Im gezeigten Ausführungsbeispiel
ermöglichen die ersten beiden Module 23 die Dampfbeaufschlagung der Bekleidungsstücke
14. Der Bereich der Behandlungskammer 10, der eine Dampfbeaufschlagung der Bekleidungsstücke
14 ermöglicht, wird als Sprühdampfzone bezeichnet. Im Anschluss an die Sprühdampfzone,
also im hinteren Bereich der Behandlungskammer 10, erfolgt ein Trocknen und Abkühlen
der Bekleidungsstücke 14.
[0038] Die Behandlungskammer 10 des Tunnelfinishers ist mindestens im Bereich der Sprühdampfzone
mit Dampfaustrittsöffnungen 24 versehen. Die Dampfaustrittsöffnungen 24 befinden sich
im Deckenbereich der Behandlungskammer 10, und zwar bevorzugt unter dem Förderer 16.
Erfindungsgemäß erfolgt ein diskontinuierlicher Dampfaustritt an den Dampfaustrittsöffnungen
24. Die Bekleidungsstücke 14 werden dadurch pulsierend mit Dampf beaufschlagt, indem
nur zeitweise aus den Dampfaustrittsöffnungen kurze Dampfimpulse austreten. Bevorzugt
ist vorgesehen, Dampfimpulse aus allen Dampfaustrittsöffnungen 24 gleichzeitig austreten
zu lassen, wodurch auch der Dampfaustritt aus allen Dampfaustrittsöffnungen 24 gleichzeitig
unterbrochen ist. Denkbar ist aber auch, Dampf nur aus ausgewählten Gruppen von Dampfaustrittsöffnungen
24 gleichzeitig austreten zu lassen, während aus der mindestens einen Gruppe der übrigen
Dampfaustrittsöffnungen 24 keinen Dampf austritt. Es findet so ein zeitlich versetzter
kurzfristiger Austritt von Dampf aus der einen oder anderen Gruppe der Dampfaustrittsöffnung
24 statt. Die zu einer Gruppe zum gleichmäßigen Dampfaustritt zusammengefassten Dampfaustrittsöffnung
24 können über dem Deckenbereich der Behandlungskammer 10 verteilt, aber auch zusammenliegend
angeordnet sein. Im letztgenannten Falle erfolgt der Dampfaustritt in Abschnitten
der Behandlungskammer 10, wobei die einzelnen Abschnitte in Transportrichtung 13 so
aufeinanderfolgen, dass nach und nach aus den Dampfaustrittsöffnungen 24 der einzelnen
Abschnitte Dampf austritt. Durch den nur kurzzeitigen, pulsierenden Dampfaustritt
aus den unterschiedlichen Dampfaustrittsöffnungen 24 wird nicht nur Dampf eingespart;
es kommt durch diesen Dampfaustritt auch zu Impulsen, die auf die Bekleidungsstücke
15 ausgeübt werden und dabei Bewegungen zwischen benachbarten Bekleidungsstücken 14
hervorrufen, die zu periodischen Vergrößerungen und Verringerungen der Abstände zwischen
Hälften benachbarten Bekleidungsstücken 14 führen, wodurch der aus den Dampfaustrittsöffnungen
24 abgegebene Dampf besser an die Bekleidungsstücke 14 gelangen kann, und zwar vor
allem auch an die unteren Bereiche derselben.
[0039] Die Dampfaustrittsöffnungen 24 sind bevorzugt als Dampfaustrittsdüsen ausgebildet.
Das führt insbesondere beim diskontinuierlichen Austritt von Dampf zu energiegeladenen
Dampfimpulsen, die besonders intensive Bewegungen zwischen benachbarten Bekleidungsstücken
14 hervorrufen und zur Einsparung an Dampf führen.
[0040] Es ist weiterhin vorgesehen, die Dampfaustrittsöffnungen 24 in Bezug auf die Breite
der Behandlungskammer 10 an unterschiedlichen Stellen anzuordnen. Bezogen auf eine
vertikale Längsmittelebene 25 der Behandlungskammer 10, die auch durch die Förderkette
17 des Förderers 16 verläuft, ändert sich der Abstand der in Transportrichtung 13
folgenden Dampfaustrittsöffnungen 24. Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind die Dampfaustrittsöffnungen
24 symmetrisch in Bezug auf die vertikalen Längsmittelebene 25 durch die Behandlungskammer
10 angeordnet. Dadurch sind die Abstände von auf gegenüberliegenden Seiten der Längsmittelebene
25 liegenden Dampfaustrittsöffnungen 24 zur Längsmittelebene 25 gleich groß. In Transportrichtung
13 gesehen werden die Abstände der Dampfaustrittsöffnungen 24 von der Längsmittelebene
25 zunehmend größer. Beim gezeigten Ausführungsbeispiel sind die in Transportrichtung
13 aufeinanderfolgenden Dampfaustrittsöffnungen 24 auf geraden Linien 26 angeordnet,
die antiparallel zur vertikalen Längsmittelebene 25 verlaufen. In Transportrichtung
13 gesehen nimmt der Abstand jeder Linie 26 auf beiden Seiten der Längsmittelachse
25 gegenüber derselben kontinuierlich zu, so dass die Linien 26 auf gegenüberliegenden
Seiten der Längsmittelebene 25 in Transportrichtung 13 gesehen leicht divergieren.
Die Abstände der Dampfaustrittsöffnungen 24 auf jeder Linie 26 sind etwa gleich.
[0041] Die Fig. 11 und 12 zeigen die Anordnung weiterer Dampfaustrittsöffnungen 57 in der
Behandlungskammer 10. Die Dampfaustrittsöffnungen 57 sind horizontal in Längsrichtung
der Behandlungskammer 10 verlaufenden Rohren 58, 59 und 60 zugeordnet. Bei den Dampfaustrittsöffnungen
57 kann es sich um Dampfdüsen oder auch einfache Bohrungen in den Rohren 58, 59 und
60 handeln. Ein mittiges unteres Rohr 58 ist für Hosenbeine aufweisende Bekleidungsstücke
14 vorgesehen, beispielsweise Hosen, Overalls, Latzhosen oder dergleichen (Fig. 11).
Das Rohr 58 ist mittig in der Behandlungskammer 11 angeordnet, und zwar so, dass es
sich in Längsrichtung der Behandlungskammer 10 erstreckt und mit Abstand unter den
Schrittbereich 61 der Hose oder eines anderen Beine aufweisenden Bekleidungsstücks
14 sich befindet. Das Rohr 58 ist in einer solchen Höhe der Behandlungskammer 10 angeordnet,
dass andere Bekleidungsstücke 14, die keine Beine aufweisen, beispielsweise Kittel
(Fig. 12), oberhalb des Rohrs 58 entlanglaufen.
[0042] Dem Rohr 58 sind fünf Reihen mit in Längsrichtung der Behandlungskammer 10 mit gleichmäßigen
Abständen aufeinanderfolgenden Dampfaustrittsöffnungen 57 zugeordnet, die unterschiedlich
gerichtet sind. Eine mittlere Reihe Dampfaustrittsöffnungen 57 ist senkrecht nach
oben in den Schrittbereich 61 gerichtet. Die beiden daneben liegenden schräg nach
oben weisenden Reihen der Dampfaustrittsöffnungen 57 dienen zur Dampfbeaufschlagung
weiterer schlecht trocknender Partien des Beine aufweisenden Bekleidungsstücks 14,
beispielsweise Taschen. Die beiden unteren Reihen Dampfaustrittsöffnungen 57, die
so gerichtet sind, dass die Dampfstrahlen abwärts geneigt zur Seite weisen. Sie dienen
zur Trocknung und Glättung der Beine des Bekleidungsstücks 14.
[0043] Die beiden oberen Rohre 59 und 60 sind an gegenüberliegenden Seiten des Rumpfs eines
Ärmel aufweisenden Bekleidungsstücks 14 angeordnet, und zwar jeweils kurz unter den
Achselbereichen 62. Jedes Rohr 59 und 60 verfügt über drei Reihen mit aufeinanderfolgenden
Austrittsöffnungen 57, die schräg noch oben und schräg nach unten in Richtung zum
Rumpfteil gerichtet sind. Der Abstand der den Achselbereichen 62 zugeordneten Rohre
59 und 60 ist so getroffen, dass zwischen ihnen der Bundbereich eines Beine aufweisenden
Bekleidungsstücks 14 ungehindert hindurchtransportierbar ist (Fig. 11).
[0044] Die Dampfaustrittsöffnungen 57 aus den Rohren 58, 59 und 60 können kontinuierlich,
aber auch diskontinuierlich mit Dampf versorgt werden. Zum Finishen von Beinen aufweisenden
Bekleidungsstücken 14 reicht es in der Regel aus, wenn nur das untere Rohr 58, das
dem Schrittbereich 61 zugeordnet ist, mit Dampf versorgt wird und somit nur aus den
Dampfaustrittsöffnungen 57 des Rohrs 58 Dampf zum Behandeln der Beine aufweisender
Behandlungsstücke 14 austritt. Zum Behandeln von Kitteln oder sonstigen keine Beine
aufweisenden Bekleidungsstücken 14 werden vorzugsweise nur die Dampfaustrittsöffnungen
57 der beiden oberen Rohre 59 und 60 in den Achselbereichen 62 mit Dampf beaufschlagt.
Es ist aber auch denkbar, insbesondere beim Mischbetrieb des Tunnelfinishers mit aufeinanderfolgenden
Bekleidungsstücken 14 unterschiedlicher Art, die Dampfaustrittsöffnungen 57 aller
Rohre 58, 59 mit Dampf zu versorgen.
[0045] Beim hier gezeigten Tunnelfinisher sind über dem Förderer 16 im Deckenbereich der
Behandlungskammer, und zwar insbesondere in der Sprühdampfzone, vier horizontale Rohre
27, 28 angeordnet, und zwar zwei Rohre 27, 28 auf jeder Seite der Längsmittelebene
25. Die beiden Rohre 27, 28 auf jeder Seite der Längsmittelebene 25 laufen parallel
zueinander. Die Anordnung der Rohre 27, 28 auf beiden Seiten der Längsmittelebene
25 ist spiegelsymmetrisch vorgenommen. In den Rohren 27 und 28 sind mit gleichmäßigen
Abständen vorzugsweise senkrecht nach unten gerichtet die insbesondere als Dampfaustrittsdüsen
ausgebildeten Dampfaustrittsöffnungen 24 vorgesehen. Durch die beschriebene Anordnung
der Dampfaustrittsöffnungen 24 mit in Transportrichtung 13 abnehmendem Abstand von
der Längsmittelebene 25 (Fig. 3) werden beim Hindurchtransport der Bekleidungsstücke
14 durch die Sprühdampfzone der Behandlungskammer 10 stets andere Partien der Bekleidungsstücke
14 mit Dampf beaufschlagt, nämlich besprüht. Dadurch beeinträchtigt die insbesondere
erfindungsgemäß pulsende, diskontinuierliche Dampfbeaufschlagung der Bekleidungsstücke
14 nicht.
[0046] Des Weiteren ist erfindungsgemäß vorgesehen, die Dampfaustrittsöffnungen 24 auf einer
Seite der Längsmittelebene 25 zu den Dampfaustrittsöffnungen 24 auf der gegenüberliegenden
Seite der Längsmittelebene 25 zu versetzen. Dieser Versatz kann grundsätzlich beliebig
sein. Im gezeigten Ausführungsbeispiel beträgt der Versatz den halben Abstand zwischen
zwei aufeinanderfolgenden Dampfaustrittsöffnungen 24. Da die Dampfaustrittsöffnungen
auf allen Linien 26 den gleichen Abstand zueinander aufweisen, liegen somit alle Dampfaustrittsöffnungen
auf einer Seite der Längsmittelebene 25 "auf Lücke" zwischen jeweils zwei Dampfaustrittsöffnungen
24 der gegenüberliegenden Seite der Längsmittelebene 25.
[0047] Erfindungsgemäß weisen die Dampfaustrittsöffnungen 24 auf jeder Linie 26 einen Abstand
auf, der auf den Abstand der Traghaken 18 und der Förderkette 17 abgestimmt ist. Demnach
beträgt der. Abstand zwischen zwei Dampfaustrittsöffnungen 24 den doppelten Abstand
zwischen jeweils zwei benachbarten Traghaken 18. Weil die Dampfaustrittsöffnungen
24 auf einer Seite der Längsmittelebene 25 sich auf Lücke zu den Dampfaustrittsöffnungen
auf der anderen Seite der Längsmittelebene 25 befinden, ist jedem Traghaken 18 mindestens
eine Dampfaustrittsöffnung 24 zugeordnet, aber abwechselnd auf unterschiedlichen Seiten
der Längsmittelebene 25. Die Folge ist, dass dann, wenn mindestens eine Dampfaustrittsöffnung
24 auf einer Seite der Längsmittelebene 25 sich zwischen zwei benachbarten Transportbügeln
15 mit daran hängenden Bekleidungsstücken 14 befinden, kurzfristig Dampf aus der Dampfaustrittsöffnung
24 ausgeblasen wird. Der Dampfpuls bzw. Dampfimpuls auf der betreffenden Seite der
Längsmittelebene 25 bewegt dann zwei benachbarte Transportbügel 15 mit den daran hängenden
Bekleidungsstücken 14 auseinander (Fig. 3). Dabei werden die Transportbügel 15 mit
den daran hängenden Bekleidungsstücken 14 auf der gegenüberliegenden Seite der Längsmittelebene
25 zusammenbewegt (Fig. 3). Auf diese Weise nehmen jeweils zwei benachbarte Transportbügel
15 mit den daran hängenden Bekleidungsstücken 14 eine Art V-förmige Formation zueinander
ein, wobei diese V-förmige Formation zweier benachbarter Transportbügel 15 in Transportrichtung
13 gesehen ständig wechselt, so dass abwechselnd der Abstand einer Hälfte benachbarter
Bekleidungsstücke 14 sich bezogen auf die vertikale Längsmittelebene 25 ändert, nämlich
abwechselnd größer und kleiner wird. Auf diese Weise werden beim Weitertransport durch
die Behandlungskammer, insbesondere die Sprühdampfzone, die Bekleidungsstücke 14 um
eine auf der Längsmittelebene 25 liegende vertikale Achse verdreht bzw. getwistet.
Es kommt so ein ständiges Wedeln der Bekleidungsstücke 10 beim Hindurchtransport in
Transportrichtung 13 durch die Behandlungskammer 10 zustande.
[0048] Während das Twisten oder fortlaufende Wedeln der Bekleidungsstücke 14 um eine vertikale
Mittelachse pneumatisch durch den Versatz der Dampfaustrittsöffnungen 24 auf gegenüberliegenden
Seiten der Längsmittelebene 25 erfolgt, derart, dass diese "auf Lücke" liegen, findet
beim gezeigten Tunnelfinisher zusätzlich ein mechanisches gegensinniges Verdrehen
der Transportbügel 15 mit dem Bekleidungsstück 14 um eine durch die Längsmittelebene
25 der Behandlungskammer 10 verlaufende vertikale Mittelachse der Bekleidungsstücke
14 statt, die bevorzugt etwa auf der Achse des Bügelhakens 20 des jeweiligen Transportbügels
15 liegt. Zum Verdrehen der Transportbügel mit daran hängenden Bekleidungsstücken
14 sind auch die Traghaken 18 unter der Förderkette 17 verdrehbar, und zwar um eine
Drehachse, die etwa durch den Traghaken 18 und den Bügelhaken 20 des jeweiligen Transportbügels
15 verläuft. Damit eine Verdrehbarkeit der Traghaken 18 gegenüber der Förderkette
17 gegeben ist, ist jeder Traghaken 18 drehbar um eine Gelenkachse 29 zur beweglichen
Verbindung benachbarter Kettenglieder 19 der Förderkette 17. Demzufolge ist die Förderkette
17 derart im Tunnelfinisher angeordnet, dass die Gelenkachsen 29 zur Verbindung der
Kettenglieder 19 senkrecht verlaufen.
[0049] Ein oberer Zylinderfortsatz 30 des Traghakens 18 ist durch die gelenkige Verbindungsstelle
zwischen zwei benachbarten Kettengliedern 19 hindurchgeführt und ragt nach oben gegenüber
der Förderkette 17 mit einem freien Ende 31 etwas vor. Auf diesem freien Ende 31 des
Zylinderfortsatzes 30 ist fest eine sich über ein Kettenglied 19 erstreckende Lasche
32 befestigt, die am gegenüberliegenden Ende einen hochstehenden Führungszapfen 33
aufweist. Der Führungszapfen 33 verläuft parallel zum Zylinderfortsatz 30. Der Führungszapfen
33 greift mit seinem freien Ende 34 in eine ortsfeste Führung oberhalb der Förderkette
17 ein. Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Führung als eine in Transportrichtung
13 sich erstreckende schmale Platte 35 ausgebildet, in der ein Längsschlitz 36 zum
Eingriff des freien Endes 34 des Führungszapfens 33 angeordnet ist. Mindestens im
Bereich der Sprühdampfzone der Behandlungskammer 10 weist der Längsschlitz 36 aufeinanderfolgende
Abschnitte 37 an gegenüberliegenden Seiten der mittig unterhalb der Platte 35 hindurchführenden
Förderkette 17 auf. Zwischen diesen parallel zur Mitte der Förderkette 17 verlaufenden
Abschnitten 37 sind schräggerichtete Übergangsabschnitte zur Verbindung der Abschnitte
37 auf der einen oder anderen Seite der Mitte der Förderkette 17 angeordnet. Beim
Fortbewegen der an der Förderkette 17 drehbar befestigten Traghaken 18 in Transportrichtung
13 gelangen die Führungszapfen 33 der Traghaken 18 abwechselnd in einen Abschnitt
37 auf der einen oder anderen Seite der Förderkette 17. Dadurch verschwenken die Führungszapfen
33 die Lasche 32, wodurch der Zylinderfortsatz 30 mit dem darunter befestigten Traghaken
18 um seine senkrechte Drehachse verdreht wird. Die Abschnitte 37 sind dabei in ihrer
Länge und dem Abstand von der Mitte der Förderkette 15 so bemessen, dass die Traghaken
18 die Transportbügel 15 mit den daran hängenden Bekleidungsstücken 14 periodisch
in entgegengesetzten Richtungen verschwenken bzw. verdrehen, so dass die wechselnde
V-förmige Konfiguration aufeinanderfolgende Transportbügel 15 mit daran hängenden
Bekleidungsstücken 14 zustande kommt (Fig. 2).
[0050] Die Anordnung der Abschnitte 37 des Schlitzes 36 der Platte 35 sind auf die Dampfaustrittsöffnungen
24 abgestimmt. Die Abschnitte 37 sind den Dampfaustrittsöffnungen 24 zugeordnet, und
zwar so, dass sie stets auf der Seite neben der Förderkette 17 sich befinden, wo auch
Dampfaustrittsöffnungen 24 vorhanden sind. Die Länge jedes Abschnitts 37 entspricht
etwa der Teilung zwischen zwei aufeinanderfolgenden Traghaken 18. Dadurch unterstützen
sich das pneumatische und das mechanische Verdrehen der Transportbügel 15 mit den
Bekleidungsstücken 14 gegenseitig. Die Transportbügel 13 mit den Bekleidungsstücken
14 werden synchron, mechanisch und pneumatisch gegensinnig verdreht in wechselnde
V-artige Konfigurationen (Fig. 2).
[0051] Es ist denkbar, die Transportbügel 15 mit den Bekleidungsstücken 14 nur pneumatisch
oder nur mechanisch zu verdrehen. Die Erfindung ist also nicht auf die gezeigten Tunnelfinisher
mit einer sowohl mechanischen als auch pneumatischen Verdrehung der Transportbügel
15 mit den Bekleidungsstücken 14 beschränkt.
[0052] Wie insbesondere der Fig. 1 entnehmbar, verfügt der Förderer 16 des hier gezeigten
Tunnelfinishers vor allem in der Einlaufkammer 11 und der Auslaufkammer 12, aber auch
im in Transportrichtung 13 gesehen letzten Modul 23, und der hinteren Hälfte des mittleren
Moduls 23 über einen schlangenlinienförmigen bzw. sinuslinienförmigen Verlauf. Dazu
sind auf gegenüberliegenden Seiten der Förderkette 17 mit Abstand aufeinanderfolgende
Kettenräder 38 angeordnet. Die Kettenräder 38 sind um vertikale Drehachsen, die auf
der Längsmittelebene 25 der Behandlungskammer 10, Einlaufkammer 11 bzw. Auslaufkammer
12, liegen, frei drehbar. Die Kettenräder 38 sind mit solchem Abstand hintereinander
angeordnet, dass die Förderkette 17 abwechselnd um gegenüberliegende Umfangshälften
die in Transportrichtung 13 aufeinanderfolgenden Kettenräder 38 herumgeführt sind
(Fig. 10).
[0053] Die gegenüber der Förderkette 17 nach oben vorstehenden Führungszapfen 33 an den
Laschen 32 zur Verdrehung der Traghaken 18 sind wiederum im Längsschlitz 36 der Platte
35 oberhalb der Förderkette 17 geführt. Im Bereich der schlangenlinienförmig um die
Kettenräder 38 herum verlaufenden Förderkette 17 verfügt der Längsschlitz 36 in der
Platte 35 über ebenfalls einen schlangenlinienförmigen Verlauf. Der schlangenlinienförmige
Verlauf des Längsschlitzes 36 in der Platte 35 weist die gleiche Gestalt des schlangenlinienförmigen
Verlaufs der Förderkette 17 um die Kettenräder 38 auf. Jedoch eilt der schlangenlinienförmige
Verlauf der Förderkettel 17 gegenüber dem schlangenlinienförmigen Verlauf des Längsschlitzes
36 etwas vor, und zwar um den Abstand des Führungszapfens 33 an der Lasche 32 zur
Gelenkachse 29 zur Verbindung benachbarter Kettenglieder 19 der Förderkette 17 (Fig.
10). Bei der schlangenlinienartigen Fortbewegung der Förderkette 17 in Transportrichtung
13 verdrehen die am schlangenlinienförmig verlaufenden Längsschlitz 36 entlanggleitenden
Führungszapfen 33 die Traghaken 18 und damit die daran hängenden Transportbügel 15
mit den Bekleidungsstücken 14 derart, dass im Bereich der Förderstrecke die Transportbügel
mit den daran hängenden Bekleidungsstücken 14 stets parallel zueinander quer zur Transportrichtung
13 verlaufen. Die Transportbügel 15 mit den daran hängenden Bekleidungsstücken 14
überlappen sich aber nicht vollständig, sie sind vielmehr quer zur Transportrichtung
13 versetzt, so dass auch die gegenüberliegenden Enden der Transportbügel 15 auf Schlangenlinien
liegen. Dadurch ragen Randbereiche der aufeinanderfolgenden Bekleidungsstücke gegeneinander
nach außen vor, indem diese Randbereiche frei liegen und zum gleichmäßigeren Aufwärmen
bzw. Abkühlen und Trocknen besser zugänglich sind.
[0054] Beim hier gezeigten Tunnelfinisher werden die einzelnen Bekleidungsstücke 14 jeweils
mit dem Transportbügel 15, woran sie hängen, gewogen. Das geschieht durch eine Wiegeeinrichtung
39 vor dem Tunnelfinisher, insbesondere vor der Einlauföffnung 21 desselben. Die Wiegeeinrichtung
39 verfügt über zwei parallele dreieckförmige Platten 40. Die Platten 40 sind ortsfest
unter der Förderkette 17 angeordnet, und zwar so, dass zwischen den Platten 40 die
quer zur Transportrichtung 13 unter der Förderkette 17 befestigten Traghaken 18 hindurchlaufen
können. Die oben liegenden gegensinnig geneigten Katheten 41 und 42 der Platten 40
sind so gerichtet, dass die in Transportrichtung 13 vorn liegende Kathete 41 ansteigt
bis auf den höchsten Scheitelpunkt 43. Die in Transportrichtung darauffolgende Kathete
42 jeder Platte 40 fällt anschließend ab. Beim Hindurchlaufen zwischen den Platten
40 tauchen die Traghaken 18 zunächst zunehmend zwischen den Katheten 41 der Platten
40 ein und nach Durchlauf des Scheitelpunkts 43 tauchen die Traghaken 18 zwischen
den Katheten 42 der Platten 40 allmählich wieder auf.
[0055] In den Bereichen der ansteigenden Katheten 41 weisen die Platten 40 Ausnehmungen
44 auf. Diese Ausnehmung 44 ist teilweise ausgefüllt durch ein U-förmiges Wiegelager
45. Das Wiegelager 45 ruht auf einer Waage 46, die beispielsweise als elektronische
Waage ausgebildet ist. Durch die Ausnehmung 44 werden die Katheten 41 unterbrochen
in einen in Transportrichtung 13 gesehen vorderen und hinteren Kathetenabschnitt.
Das Wiegelager 45 in der Ausnehmung 44 verfügt über obere Kanten, wodurch die Kathetenabschnitte
der Katheten 42 überbrückt sind und eine Stufe 47 mit einem nahezu senkrechten Stufenabschnitt
48.
[0056] Mit der zuvor beschriebenen Wiegeeinrichtung 39 läuft der Wiegevorgang des jeweiligen
Bekleidungsstücks 14 mit dem diesen tragenden Transportbügel 15 und Bekleidungsstück
14 folgendermaßen ab:
Beim Entlangbewegen des Transportbügels 15 mit einem daran hängenden Bekleidungsstück
14 in Transportrichtung 13 an der Wiegeeinrichtung 39 gelangt der jeweilige Traghaken
18 zwischen die Platten 40. Dabei läuft der Bügelhaken 20 des jeweiligen Transportbügels
15 auf den in Transportrichtung 13 vorn liegenden Bereich der ansteigenden Katheten
41 der Platten 40 auf. Sobald der Traghaken 18 mit dem daran hängenden Transportbügel
15 diesen ersten Bereich der Katheten 41 passiert hat, gelangt der Transportbügel
15 in den Bereich des Wiegelagers 45. Hier oder kurz dahinter taucht der Traghaken
18 so weit zwischen den Katheten 41 ein, dass der Bügelhaken 20 vom Traghaken 18 abgekoppelt
wird. Der Transportbügel 15 rutscht dann etwas zurück, bis er zur Anlage am Stufenabschnitt
48 der Stufe 47 des Wiegelagers 45 gelangt. Der nun vom Förderer 16 abgekoppelte Transportbügel
15 mit dem Bekleidungsstück 14 wird anschließend eine kurze Zeit lang nicht weiterbefördert.
Während dieses Stillstands des Transportbügels 15 mit den Bekleidungsstücken 14 erfolgt
das Wiegen des Transportbügels 15 mit dem Bekleidungsstück 14 mit der dem Wiegelager
45 zugeordneten Waage 46. Aus dem Ergebnis des Wiegevorgangs ist das Gewicht des Bekleidungsstücks
14 durch Abzug des bekannten Gewichts des Transportbügels 15 errechenbar. Nach Abschluss
des Wiegevorgangs gelangt die Vorderseite des nachfolgenden Traghakens 18 zur Anlage
am Bügelhaken 20, wodurch dieser aus dem Bereich des Wiegelagers 45 herausbewegt wird
und über die nachfolgenden ansteigenden Abschnitte der Katheten 41 vom nachfolgenden
Traghaken 18 über den Scheitelpunkt 43 hinwegbewegt wird. Danach rutscht der Transportbügel
15 mit dem Bügelhaken 20 die abfallenden Katheten 42 herunter bis zur Anlage vor dem
Traghaken 18, von dem der Transportbügel 15 zuvor abgekoppelt worden ist. Beim zunehmenden
Herunterrutschen des Bügelhakens 20 von den abfallenden Katheten 42 der Platten 40
gelangt der Bügelhaken 20 des Transportbügels 15 wieder in Eingriff mit dem Traghaken
18, der den Transportbügel 15 mit dem daran hängenden Bekleidungsstück 14 nach Passieren
der Wiegeeinrichtung 39 in Transportrichtung 13 weitertransportiert. Es handelt sich
hierbei um den gleichen Traghaken 18, von dem der Transportbügel 15 zuvor zum Wiegen
abgehängt wurde.
[0057] Die Fig. 9 zeigt eine Abkopplungseinrichtung 49, die sich am Ende des Tunnelfinishers
befindet, die vorzugsweise in Transportrichtung 13 der Auslauföffnung 22 der Auslaufkammer
12 folgt. Die Abkopplungseinrichtung 49 arbeitet im Prinzip wie die zuvor beschriebene
Wiegeeinrichtung 39. Demnach verfügt auch die Abkoppeleinrichtung 49 über zwei parallele
Platten 50, zwischen denen die Traghaken 18 hindurchlaufen können. Die dreieckförmigen
Oberseiten der Platten 50 verfügen über in Transportrichtung 13 ansteigende Katheten
51 und in Transportrichtung 13 darauf folgende abfallende Katheten 52. Im Übergang
zwischen den Katheten 51 und 52 befindet sich ein Scheitelpunkt 53, der sich an der
höchsten Stelle der Platten 50 befindet. Die ansteigenden Katheten 51 sind durch einen
Absatz 54 unterteilt in einen vorderen und einen hinteren Kathetenabschnitt.
[0058] Beim Entlangbewegen eines Transportbügels 15 mit einem daran hängenden Bekleidungsstück
14 an der Abkopplungseinrichtung 49 gelangt der Bügelhaken 20 auf die ansteigenden
Katheten 51. Dabei wird der Transportbügel 15 mit dem daran hängenden Bekleidungsstück
14 angehoben, während der untere Teil des Traghakens 18 eintaucht in den Zwischenraum
zwischen den Platten 50. Dabei kommt es in Transportrichtung 13 gesehen kurz hinter
dem Absatz 54 zu einem Lösen des Bügelhakens 20 vom Traghaken 18. Der Transportbügel
15 rutscht nur etwas gegen die Transportrichtung 13 zurück, bis sein Bügelhaken 20
am Absatz 54 anschlägt und hier gestoppt wird. Durch Anlage des Bügelhakens 20 vor
dem nächstfolgenden Traghaken 18 wird nun der Transportbügel 15 auf den schräg ansteigenden
Katheten 51 hochgeschoben über den Scheitelpunkt 53 hinweg. Von hier aus rutscht der
Transportbügel 15 mit dem daran hängenden Bekleidungsstück 14 die abfallenden Katheten
52 herunter auf eine daran anschließend abwärtsgerichtete Abtransportbahn 55, wobei
es sich im einfachsten Fall um eine Schiene oder ein Rohr handelt. Der leere Traghaken
18 wird entlang der Förderkette 17 auf der Förderstrecke weiterbewegt vor die Einlauföffnung
21 des Tunnelfinishers, wo auf den Traghaken 18 ein neuer Transportbügel 15 mit einem
daran hängenden zu finishenden Bekleidungsstück 14 aufgehängt wird.
[0059] Die zuvor beschriebene Wiegeeinrichtung 39 und auch die Abkopplungseinrichtung 49
eignen sich nicht nur für Umlaufförderer an Tunnelfinishern, sondern auch für andere
Umlaufförderer im Wäschereibereich, beispielsweise zum Zuführen von Bekleidungsstücken
zu Faltautomaten.
Bezugszeichenliste:
10 |
Behandlungskammer |
37 |
Abschnitt |
11 |
Einlaufkammer |
38 |
Kettenrad |
12 |
Auslaufkammer |
39 |
Wiegeeinrichtung |
13 |
Transportrichtung |
40 |
Platte |
14 |
Bekleidungsstück |
41 |
Kathete |
15 |
Transportbügel |
42 |
Kathete |
16 |
Förderer |
43 |
Scheitelpunkt |
17 |
Förderkette |
44 |
Ausnehmung |
18 |
Traghaken |
45 |
Wiegelager |
19 |
Kettenglied |
46 |
Waage |
20 |
Bügelhaken |
47 |
Stufe |
21 |
Einlauföffnung |
48 |
Stufenabschnitt |
22 |
Auslauföffnung |
49 |
Abkopplungseinrichtung |
23 |
Modul |
50 |
Platte |
24 |
Dampfaustrittsöffnung |
51 |
Kathete |
25 |
Längsmittelebene |
52 |
Kathete |
26 |
Linie |
53 |
Scheitelpunkt |
27 |
Rohr |
54 |
Absatz |
28 |
Rohr |
55 |
Abtransportbahn |
29 |
Gelenkachse |
56 |
schlangenlinienartiger Schlitz |
30 |
Zylinderfortsatz |
57 |
Dampfaustrittsöffnung |
31 |
Ende |
58 |
Rohr |
32 |
Lasche |
59 |
Rohr |
33 |
Führungszapfen |
60 |
Rohr |
34 |
freies Ende |
61 |
Schrittbereich |
35 |
Platte |
62 |
Achselbereich |
36 |
Längsschlitz |
|
|
1. Verfahren zum Glätten von Bekleidungsstücken (14) in einem Tunnelfinisher, wobei die
Bekleidungsstücke (14) in Transportrichtung (13) längs durch eine Behandlungskammer
(10) des Tunnelfinishers hindurchtransportiert und mit Dampf besprüht werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Bekleidungsstücke (14) während des Durchlaufs durch denjenigen Teil der Behandlungskammer
(10), in dem eine Dampfbeaufschlagung der Bekleidungsstücke (14) erfolgt, der sogenannten
Sprühdampfzone, von im Deckenbereich der Behandlungskammer (10) angeordneten Dampfaustrittsöffnungen
(24) von oben mit Dampf beaufschlagt werden, wobei die Dampfaustrittsöffnungen (24)
mit in Transportrichtung (13) sich ändernden Abständen gegenüber einer in Transportrichtung
(13) verlaufenden, vertikalen Längsmittelebene (25) der Behandlungskammer (10) so
in derselben angeordnet sind, dass die Bekleidungsstücke (14) an wechselnden Stellen
von oben mit Dampf beaufschlagt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bekleidungsstücke (14) diskontinuierlich bzw. impulsartig mit aus den Dampfaustrittsöffnungen
(24) austretendem Dampf beaufschlagt werden, wobei Phasen der Dampfbeaufschlagung
und Phasen ohne Dampfbeaufschlagung einander abwechseln.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass Beine aufweisende Bekleidungsstücke (14) zusätzlich im Schrittbereich (61) und/oder
Ärmel aufweisende Bekleidungsstücke (14) zusätzlich in Achselbereichen (62) mit Dampf
beaufschlagt werden.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen benachbarten Bekleidungsstücken (14) mindestens zum Teil zeitweise
vergrößert wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Transportbügel (15) mit den daran hängenden Bekleidungsstücken (14) während des
Durchlaufs durch die Behandlungskammer (10) mindestens in der Sprühdampfzone um vertikale
Mittelachsen verdreht werden, insbesondere die Transportbügel (15) mit den Bekleidungsstücken
(14) paarweise gegensinnig verdreht werden, vorzugsweise derart, dass die Enden zweier
benachbarter Transportbügel (15) auf einer Seite einer vertikalen Längsmittelebene
(25) der Behandlungskammer (10) einen geringeren Abstand aufweisen als auf der gegenüberliegenden
Seite der Längsmittelebene (25) und/oder die Transportbügel (15) mit den daran hängenden
Bekleidungsstücken (14) während des Weitertransports längs der Transportrichtung (13)
in entgegengesetzten Richtungen verdreht werden, vorzugsweise derart, dass die Abstände
zwischen den Enden jeweils zweier aufeinanderfolgender Transportbügel (15) abwechselnd
sich vergrößern und verkleinern.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Transportbügel (15) mit den daran hängenden Bekleidungsstücken (14) mechanisch,
hydraulisch und/ oder aerodynamisch verdreht werden, wobei das hydraulische Verdrehen
der Transportbügel (15) durch die Beaufschlagung der Bekleidungsstücke (14) mit Dampf
vorgenommen wird.
7. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bekleidungsstücke (14) im Tunnelfinisher diskontinuierlich mit Dampf beaufschlagt
werden.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Bekleidungsstücke (14) mit zeitlich aufeinanderfolgenden kurzen Dampfschüben
bzw. Dampfstößen beaufschlagt werden, vorzugsweise durch Dampfaustrittsöffnungen zur
Beaufschlagung der Bekleidungsstücke (14) mit Dampf, die nur zeitweise geöffnet werden,
wobei insbesondere die Dampfbeaufschlagung der Bekleidungsstücke (14) durch gleichzeitigen
Austritt von Dampf aus allen Dampfaustrittsöffnungen erfolgt, und dabei vorzugsweise
aus allen Dampfaustrittsöffnungen nur zeitweise Dampf austritt.
9. Tunnelfinisher zum Glätten von Bekleidungsstücken (14) mit einer Behandlungskammer
(10), durch die die an Transportbügeln (15) herunterhängenden Bekleidungsstücke (14)
von einem Förderer (16) in Transportrichtung (13) hindurchtransportierbar sind und
in der Behandlungskammer (10) angeordnete Dampfaustrittsöffnungen (24), dadurch gekennzeichnet, dass die Dampfaustrittsöffnungen (24) im Deckenbereich der Behandlungskammer (10) angeordnet
sind und die Bekleidungsstücke (14) von oben mit Dampf beaufschlagen, wobei die Dampfaustrittsöffnungen
(24) mit in Transportrichtung (13) sich ändernden Abständen gegenüber einer in Transportrichtung
(13) verlaufenden, vertikalen Längsmittelebene (25) der Behandlungskammer (10) in
derselben angeordnet sind.
10. Tunnelfinisher nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Reihe von in Transportrichtung (13) mit Abstand aufeinanderfolgenden
Dampfaustrittsöffnungen (24) auf jeder Seite der Längsmittelebene (25) der Behandlungskammer
(10) angeordnet ist, insbesondere die Reihen der Dampfaustrittsöffnungen (24) auf
gegenüberliegenden Seiten der Längsmittelebene (25) antiparallel zur Längsmittelebene
(25) verlaufen, vorzugsweise die Reihen der Dampfaustrittsöffnungen (24) auf beiden
Seiten der Längsmittelebene (25) in Transportrichtung (13) leicht divergierend oder
konvergierend verlaufen.
11. Tunnelfinisher nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Dampfaustrittsöffnungen (24) in Reihen auf gegenüberliegenden Seiten einer vertikalen
Längsmittelebene (25) der Behandlungskammer (10) angeordnet sind, wobei die Dampfaustrittsöffnungen
(24) auf der einen Seite der Längsmittelebene (25) in Transportrichtung (13) versetzt
sind zu den Dampfaustrittsöffnungen (24) auf der gegenüberliegenden Seite der vertikalen
Längsmittelebene (25).
12. Tunnelfinisher nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstände der in Transportrichtung (13) aufeinanderfolgenden Dampfaustrittsöffnungen
(24) der Reihen auf beiden Seiten der Längsmittelebene (25) der Behandlungskammer
(10) etwa gleich sind und die Dampfaustrittsöffnungen (24) der Reihen auf gegenüberliegenden
Seiten der Längsmittelebene (25) um den halben Abstand zwischen zwei aufeinanderfolgenden
Dampfaustrittsöffnungen (24) zueinander versetzt sind, und/oder die Abstände der in
Transportrichtung (13) aufeinanderfolgenden Dampfaustrittsöffnungen (24) etwa doppelt
so groß sind wie die zur Aufnahme der Transportbügel (15) dienenden Traghaken (18)
des Förderers (16).
13. Tunnelfinisher nach einem der Ansprüche 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Förderer (16) voneinander beabstandete Traghaken (18) zur Aufnahme jeweils eines
Transportbügels (15) aufweist und die Traghaken (18) unabhängig voneinander während
des Transports durch die Behandlungskammer (10), die Einlaufkammer (11) und/oder die
Auslaufkammer (12) in wechselnden Richtungen verdrehbar sind.
14. Tunnelfinisher nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass aufeinanderfolgende Traghaken (18) in wechselnden Richtungen verdrehbar sind, insbesondere
die Traghaken (18) von in einer ortsfesten Führung im Bereich des Förderers (16) entlanggleitenden
Führungszapfen (33) verdrehbar sind, vorzugsweise in wechselnden Richtungen.
15. Tunnelfinisher nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Dampfaustrittsöffnungen (24), vorzugsweise alle Dampfaustrittsöffnungen (24),
als Dampfaustrittsdüsen ausgebildet sind.
16. Tunnelfinisher nach einem der Ansprüche 9 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Dampfaustrittsöffnungen (24) periodisch mit Dampf beaufschlagbar sind.
17. Tunnelfinisher nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass einzelne Dampfaustrittsöffnungen (24) nur zeitweise und/oder periodisch mit Dampf
beaufschlagbar sind, oder Gruppen von Dampfaustrittsöffnungen (24) abwechselnd mit
Dampf beaufschlagbar sind.
1. A method for smoothing articles of clothing (14) in a tunnel finisher, with the articles
of clothing (14) being transported in the transport direction (13) longitudinally
through a treatment chamber (10) of the tunnel finisher and being sprayed with steam,
characterized in that the articles of clothing (14) are impinged on with steam from above from steam outlet
openings (24) disposed in the ceiling region of the treatment chamber (10) while passing
through that part of the treatment chamber (10) in which steam impingement of the
articles of clothing (14) takes place, that is to say in the spray steam zone, wherein
the steam outlet openings (24) with spacings which vary in the transport direction
(13) with respect to a vertical longitudinal central plane (25), which runs in the
transport direction (13) of the treatment chamber (10), are arranged in the latter
such that the articles of clothing (14) are impinged on with steam from above at alternating
points..
2. The method as claimed in claim 1, wherein the articles of clothing (14) are impinged
on in a discontinuous fashion or in pulses with steam discharged from the steam outlet
openings (24), wherein phases of steam impingement alternate with phases without steam
impingement.
3. The method as claimed in claim 1 or 2, characterized in that articles of clothing (14) which have legs are additionally impinged on with steam
in the crotch region (61) and/or articles of clothing (14) which have sleeves are
additionally impinged on with steam in the armpit regions (62).
4. The method as claimed in one of the previous claims, characterized in that the spacing between adjacent articles of clothing (14) is at least partially enlarged
at times.
5. The method as claimed in claim 4, characterized in that the transport hangers (15) with the articles of clothing (14) hanging thereon are
rotated about vertical central axes at least in the spray steam zone while passing
through the treatment chamber (10), in particular the transport hangers (15) with
the articles of clothing (14) are rotated in opposite directions in pairs preferably
in such a way that the ends of two adjacent transport hangers (15) have a smaller
spacing on one side of a vertical longitudinal central plane (25) of the treatment
chamber (10) than on the opposite side of the longitudinal central plane (25), and/or
the transport hangers (15) with the articles of clothing (14) hanging thereon are,
while being transported further along the transport direction (13), rotated in opposite
directions, preferably in such a way that the spacing between the ends of in each
case two successive transport hangers (15) are alternately increased and decreased
in size.
6. The method as claimed in claim 5, characterized in that the transport hangers (15) with the articles of clothing (14) hanging thereon are
rotated mechanically, hydraulically and/or aerodynamically, wherein the hydraulic
rotation of the transport hangers (15) is carried out by means of the impingement
of the articles of clothing(14) with steam.
7. The method as claimed in one or more of the previous claims, characterized in that the articles of clothing (14) in the tunnel finisher are impinged on with steam in
a discontinuous fashion.
8. The method as claimed in claim 7, characterized in that the articles of clothing (14) are impinged on with short steam pulses or steam surges
which are successive in terms of time, preferably through steam outlet openings for
the impingement of the articles of clothing (14) with steam, which are opened only
temporarily, wherein in particular the steam impingement of the articles of clothing
(14) takes place by means of the simultaneous discharge of steam from all of the steam
outlet openings, preferably with steam being discharged only temporarily from all
steam outlet openings.
9. A tunnel finisher for smoothing articles of clothing (14), having a treatment chamber
(10) through which articles of clothing (14) which hang down from transport hangers
(15) can be transported by a conveyer (16) in the transport direction (13), and having
steam outlet openings (24) arranged in the treatment chamber (10), characterized in that the steam outlet openings (24) are disposed in the ceiling region of the treatment
chamber (10) and the articles of clothing are impinged on with steam from above, wherein
the steam outlet openings (24) are arranged in the treatment chamber (10) with spacings
which vary in the transport direction (13) with respect to a vertical longitudinal
central plane (25), which runs in the transport direction (13), of the treatment chamber
(10).
10. The tunnel finisher as claimed in claim 11, characterized in that at least one row of steam outlet openings (24), which are arranged in succession
with spacing in the transport direction (13), is arranged on each side of the longitudinal
central plane (25) of the treatment chamber (10), in particular the rows of steam
outlet openings (24) on opposite sides of the longitudinal central plane (25) run
antiparallel with respect to the longitudinal central plane (25), preferably the rows
of steam outlet openings (24) on both sides of the longitudinal central plane (25)
running so as to diverge or converge slightly in the transport direction (13).
11. The tunnel finisher as claimed in claim 9 or 10, characterized in that the steam outlet openings (24) are arranged in rows on opposite sides of a vertical
longitudinal central plane (25) of the treatment chamber (10), wherein the steam outlet
openings (24) on the one side of the longitudinal central plane (25) in the transport
direction (13) are offset with respect to the steam outlet openings (24) on the opposite
side of the vertical longitudinal central plane (25).
12. The tunnel finisher as claimed in claim 11, characterized in that the spacings of the steam outlet openings (24), which are arranged in succession
in the transport direction (13), of the rows on both sides of the longitudinal central
plane (25) of the treatment chamber (10) are approximately identical, and the steam
outlet openings (24) of the rows on opposite sides of the longitudinal central plane
(25) are offset with respect to one another by half of the spacing between two successive
steam outlet openings (24), and/or the spacings of the steam outlet openings (24),
which are arranged in succession in the transport direction (13), are approximately
twice as large as the carrying hooks (18) of the conveyer (16) which serve to hold
the transport hangers (15).
13. The tunnel finisher as claimed in one of the claims 11 or 12, characterized in that the conveyer (16) has carrying hooks (18), which are spaced apart from one another,
for holding in each case one transport hanger (15), and the carrying hooks (18) can
be rotated independently of one another in alternating directions while being transported
through the treatment chamber(10), the entry chamber (11) and/or the exit chamber
(12).
14. The tunnel finisher as claimed in claim 13, characterized in that successive carrying hooks (18) can be rotated in alternating directions, in particular
that the carrying hooks (18) can be rotated by guide pins (33) which slide along in
a positionally fixed guide in the region of the conveyer (16), preferably in alternating
directions.
15. The tunnel finisher as claimed in claim w13, characterized in that the steam outlet openings (24), preferably all steam outlet openings (24), are embodied
as steam outlet nozzles.
16. The tunnel finisher as claimed in in one of the claims 9 to 15, characterized in that the steam outlet openings (24) can be periodically impinged upon with steam.
17. The tunnel finisher as claimed in claim 16, characterized in that individual steam outlet openings (24) can be impinged upon with steam only temporarily
and/or periodically, or groups of steam outlet openings (24) can be impinged on alternately
with steam.
1. Procédé de défroissage de pièces de vêtements (14) dans un tunnel de finissage, les
pièces d'habillement (14) étant transportées dans une direction de transport (13)
à travers une chambre de traitement (10) du tunnel de finissage et de la vapeur d'eau
y étant projetée, caractérisé en ce que
pendant leur traversée de la partie de la chambre de traitement (10) dans laquelle
de la vapeur d'eau est projetée sur les pièces d'habillage (14), appelée zone de pulvérisation
de vapeur d'eau, de la vapeur d'eau est projetée par le haut sur les pièces d'habillage
(14) par des ouvertures (24) de sortie de vapeur d'eau disposées au niveau du toit
de la chambre de traitement (10) et
en ce que les ouvertures (24) de sortie de vapeur d'eau sont disposées dans la chambre de traitement
(10) à des distances variables par rapport à un plan longitudinal central vertical
(25) de la chambre de traitement qui s'étend dans la direction de transport (13),
de telle sorte que de la vapeur d'eau soit projetée depuis le haut sur les pièces
de vêtements (14) en des emplacements alternés.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la vapeur d'eau sortant des ouvertures (24) de sortie de vapeur d'eau est projetée
de manière discontinue ou par impulsions sur les pièces de vêtements (14), les phases
de projection de vapeur d'eau et les phases sans projection de vapeur d'eau alternant
les unes avec les autres.
3. Procédé selon les revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que lorsque de la vapeur d'eau est projetée sur des pièces de vêtements (14) présentant
des jambes, elle est également projetée au niveau de la taille et/ou lorsque de la
vapeur d'eau est projetée sur des pièces de vêtements (14) présentant des manches,
elle est également projetée au niveau des épaules (62).
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la distance entre des pièces de vêtements (14) voisines est augmentée au moins une
partie du temps.
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que les cintres de transport (15) sur lesquels sont suspendues les pièces de vêtements
(14) pendant leur traversée de la chambre de traitement (10) sont tournés autour d'un
axe vertical dans la zone de projection de vapeur d'eau, et en particulier les cintres
de transport (15) dotés des pièces de vêtements (14) sont tournés deux à deux dans
des sens opposés, de préférence de telle sorte que les extrémités de deux cintres
de transport (15) voisins présentent sur un côté d'un plan longitudinal central vertical
(25) de la chambre de traitement (10) une distance plus petite que sur le côté opposé
du plan longitudinal central (25) et/ou que les cintres de transport (15) sur lesquels
sont suspendues les pièces de vêtements (14) sont tournés dans des directions opposées
pendant la poursuite de leur transport dans la direction de transport (13), de telle
sorte que les distances entre les extrémités de deux cintres de transport (15) successifs
augmentent et diminuent en alternance.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que les cintres de transport (15) sur lesquels sont suspendues les pièces de vêtements
(14) sont tournés mécaniquement, hydrauliquement et/ou aérodynamiquement, la rotation
hydraulique des cintres de transport (15) étant réalisée par la projection de vapeur
d'eau sur les pièces d'habillage (14).
7. Procédé selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que de la vapeur d'eau est appliquée de manière discontinue sur les pièces de vêtements
(14) dans le tunnel de finissage.
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que de courtes projections ou de courts coups de vapeur d'eau successifs sont projetés
sur les pièces de vêtements (14), de préférence par les ouvertures de sortie de vapeur
d'eau qui projettent de la vapeur d'eau sur les pièces de vêtements (14) et qui ne
sont ouvertes qu'une partie du temps, la projection de vapeur d'eau sur les pièces
de vêtements (14) s'effectuant en faisant sortir de la vapeur d'eau simultanément
par toutes les ouvertures de sortie de vapeur d'eau, de la vapeur d'eau sortant des
ouvertures de sortie de vapeur d'eau de préférence qu'une partie du temps.
9. Tunnel de finissage destiné à repasser des pièces de vêtements (14) et présentant
une chambre de traitement (10) qui peut être traversée dans une direction de transport
(13) par les pièces de vêtements (14) suspendues à des cintres de transport (15),
par un transporteur (16), et des ouvertures (24) de sortie de vapeur d'eau disposées
dans la chambre de traitement (10),
caractérisé en ce que
les ouvertures (24) de sortie de vapeur d'eau sont disposées au niveau du plafond
de la chambre de traitement (10) et projettent de la vapeur d'eau depuis le haut sur
les pièces de vêtements (14), les ouvertures (24) de sortie de vapeur d'eau étant
disposées dans la chambre de traitement (10) à des distances variables dans la direction
de transport (13) par rapport à un plan longitudinal central vertical (25) qui s'étend
dans la direction de transport (13) dans la chambre de traitement.
10. Tunnel de finissage selon la revendication 11, caractérisé en ce qu'au moins une rangée (24) d'ouvertures de sortie de vapeur d'eau successives à distance
mutuelle dans la direction de transport (13) est disposée de chaque côté du plan longitudinal
central (25) de la chambre de traitement (10), et en particulier en ce que les rangées d'ouvertures (24) de sortie de vapeur d'eau s'étendent sur des côtés
opposés du plan longitudinal central (25) en directions antiparallèles par rapport
au plan longitudinal central (25), les rangées d'ouvertures (24) de sortie de vapeur
d'eau situées sur les deux côtés du plan longitudinal central (25) divergeant légèrement
ou convergeant légèrement dans la direction de transport (13).
11. Tunnel de finissage selon les revendications 9 ou 10, caractérisé en ce que les ouvertures (24) de sortie de vapeur d'eau sont disposées en rangées sur des côtés
opposés d'un plan longitudinal central vertical (25) de la chambre de traitement (10),
les ouvertures (24) de sortie de vapeur d'eau situées sur un côté du plan longitudinal
central (25) dans la direction de transport (13) étant décalées par rapport aux ouvertures
(24) de sortie de vapeur d'eau situées sur le côté opposé du plan longitudinal central
vertical (25).
12. Tunnel de finissage selon la revendication 11, caractérisé en ce que les distances entre les ouvertures (24) de sortie de vapeur d'eau successives dans
la direction de transport (13) sont sensiblement identiques sur les deux côtés du
plan longitudinal central (25) de la chambre de traitement (10) et en ce que les ouvertures (24) de sortie de vapeur d'eau des rangées situées sur des côtés opposés
du plan longitudinal central (25) sont décalées les unes par rapport aux autres de
la demi-distance entre deux ouvertures (24) successives de sortie de vapeur d'eau
et/ou en ce que les distances entre les ouvertures successives (24) de sortie de vapeur d'eau dans
la direction de transport (13) représentent environ le double de la distance entre
les crochets de support (18) du transporteur (16) qui servent à reprendre les cintres
de transport (15).
13. Tunnel de finissage selon l'une des revendications 11 ou 12, caractérisé en ce que le transporteur (16) présente des crochets de support (18) maintenus à distance mutuelle
pour reprendre chacun un étrier de transport (15) et en ce que les crochets de support (18) peuvent être tournés dans des directions alternées indépendamment
les uns des autres pendant le transport dans la chambre de traitement (10), la chambre
d'entrée (11) et/ou la chambre de sortie (12).
14. Tunnel de finissage selon la revendication 13, caractérisé en ce que des crochets de support (18) successifs peuvent être tournés dans des directions
alternées et en particulier en ce que les crochets de support (18) peuvent être tournés par des tourillons de guidage (33)
qui coulissent dans un guide fixe situé au niveau du transporteur (16), et ce de préférence
dans des directions alternées.
15. Tunnel de finissage selon la revendication 13, caractérisé en ce que les ouvertures (24) de sortie de vapeur d'eau et en particulier toutes les ouvertures
(24) de sortie de vapeur d'eau sont configurées comme tuyères de sortie de vapeur
d'eau.
16. Tunnel de finissage selon l'une des revendications 9 à 15, caractérisé en ce que les ouvertures (24) de sortie de vapeur d'eau peuvent être alimentées périodiquement
en vapeur d'eau.
17. Tunnel de finissage selon la revendication 16, caractérisé en ce que certaines ouvertures (24) de sortie de vapeur d'eau ne peuvent être alimentées en
vapeur d'eau qu'une partie du temps et/ou périodiquement ou en ce que des groupes d'ouvertures (24) de sortie de vapeur d'eau sont alimentés en alternance
en vapeur d'eau.