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(11) |
EP 1 889 969 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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23.11.2016 Patentblatt 2016/47 |
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Anmeldetag: 28.07.2007 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Verfahren zum Glätten von Bekleidungsstücken und Tunnelfinisher
Method for unwrinkling garments and tunnel finisher
Procédé destiné à défroisser des pièces de vêtements et finisseur à tunnel
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO
SE SI SK TR |
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Priorität: |
14.08.2006 DE 102006038094
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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20.02.2008 Patentblatt 2008/08 |
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Patentinhaber: Herbert Kannegiesser GmbH |
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32602 Vlotho (DE) |
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Erfinder: |
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- Littmann, Dirk
32108 Bad Salzuflen (DE)
- Heinz, Engelbert
32602 Vlotho (DE)
- Wolf, Jürgen
32049 Herford (DE)
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Vertreter: Möller, Friedrich et al |
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Meissner, Bolte & Partner GbR
Hollerallee 73 28209 Bremen 28209 Bremen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 573 726 DE-A1- 3 600 953 GB-A- 2 322 693 US-A- 3 644 085 US-A- 4 403 425
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DE-A1- 2 412 034 FR-A1- 2 533 239 JP-A- S55 118 798 US-A- 4 391 602
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Glätten von Wäschestücken gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1. Des Weiteren betrifft die Erfindung einen Tunnelfinisher gemäß dem
Oberbegriff des Anspruchs 12.
[0002] US-3.644.085A wird als nächstliegender Stand der Technik angesehen und offenbart ein Verfahren
und einen Tunnelfinisher gemäß den entsprechenden Oberbegriffen.
[0003] U-4.391.602A offenbart ebenso einen gattungsmäßigen Tunnelfinisher.
[0004] Tunnelfinisher dienen zum Glätten von Bekleidungsstücken mit heißem Dampf und/oder
heißer Luft. Die Bekleidungsstücke werden vorzugsweise an Transportbügeln hängend
kontinuierlich durch den Tunnelfinisher hindurchtransportiert.
[0005] Bei den bisher bekannten Tunnelfinishern sind kaum Maßnahmen ergriffen worden, um
den Energiebedarf zu senken. Aufgrund ständig steigender Energiekosten ist man nunmehr
bestrebt, den Energiebedarf von Tunnelfinishern so gering wie möglich zu halten.
[0006] Bei herkömmlichen Tunnelfinishern tritt an den Einlauf- und Auslauföffnungen der
Einund Auslaufkammern warme bzw. heiße Luft, insbesondere Sprühdampf, aus, die dadurch
nutzlos werden.
[0007] Schließlich hat es beim Glätten von Bekleidungsstücken mit Tunnelfinishern Probleme
mit der Restfeuchtigkeit in schwer zugänglichen Stellen oder mehrlagigen Teilen, beispielsweise
Säumen, von Bekleidungsstücken gegeben. Diese sind nicht trocken, wenn die Bekleidungsstücke
den Tunnelfinsiher verlassen. Um dieses Problem zu beseitigen, hat man insbesondere
in der Nachbehandlungszone am Ende des Tunnelfinishers mit höheren Temperaturen gearbeitet.
Das führt zu einer Beeinträchtigung der Bekleidungsstücke. Hierdurch kann es bei empfindlichen
Stoffen zu Überhitzungen, Verfärbungen oder sogar zu Verbrennungen des Gewebes kommen.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Glätten von Wäschestücken
und einen Tunnelfinisher zu schaffen, die schonend und mit geringem Energiebedarf
arbeiten.
[0009] Ein Verfahren zur Lösung dieser Aufgabe weist die Maßnahmen des Anspruchs 1 auf.
Dadurch, dass die Bekleidungsstücke zusätzlich von einem gegen die Transportrichtung
derselben durch die Behandlungskammer gerichteten Luftstrom, das heißt einen Gegenluftstrom,
beaufschlagt werden, erfolgt eine wirksamere und vor allem raschere Trocknung der
Bekleidungsstücke. Vor allem deshalb erfolgt eine raschere Trocknung der Bekleidungsstücke,
weil sich gezeigt hat, dass sich mit dem Gegenluftstrom höhere Trocknungsgeschwindigkeiten
erzielen lassen. Weil der Gegenluftstrom gegen die Transportrichtung der Bekleidungsstücke
im Tunnelfinisher gerichtet ist, wird feuchte Luft an den Anfang der Behandlungskammer
transportiert. Außerdem entsteht durch den Gegenluftstrom in der Einlaufkammer ein
zumindest geringer Überdruck, wodurch weniger kalte Außenluft durch die Einlauföffnung
in die Einlaufkammer gelangen kann.
[0010] Der Tunnelfinisher, insbesondere seine Behandlungskammer, ist aus mehreren aufeinanderfolgenden
Modulen gebildet. Durch Einleitung mindestens eines Teils der in wenigstens einem
Modul erzeugten Luft, insbesondere Warmluft, in den in Transportrichtung vorherigen
Modul erfolgt die Erzeugung des Gegenluftstroms. Dies geschieht dadurch, dass beim
Einleiten eines Teils der Warmluft in das vorherige Modul ein Überdruck in demselben
entsteht, der gegen die Transportrichtung von Modul zu Modul zunimmt. Dadurch entsteht
in der Behandlungskammer eine gegen die Transportrichtung sich durch die Behandlungskammer
erstreckende Spiralströmung, die den Gegenluftstrom in der Behandlungskammer herbeiführt,
insbesondere erzeugt. Durch Verändern der Menge der Luft, die vom Modul, indem sie
erzeugt wird, in das vorherige Modul geleitet wird, können die Druckunterschiede in
den aufeinanderfolgenden Modulen verändert und demzufolge die Strömungsgeschwindigkeit
des Gegenluftstroms vergrößert oder verringert werden.
[0011] Eine bevorzugte Weiterbildung des zuvor beschriebenen Verfahrens weist die Maßnahmen
des Anspruchs 3 auf. Durch eine Verlängerung der Ein- und/oder Auslaufkammer des Tunnelfinishers
wird die Verweilzeit der Bekleidungsstücke in der Ein- bzw. Auslaufkammer vergrößert.
Durch die verlängerte Einlaufkammer ist es möglich, in dieser die zu finishenden Bekleidungsstücke
schon so weit vorzuwärmen, dass sie insbesondere die Kühlgrenztemperatur von etwa
90°C erreichen. Dadurch kann in der nachfolgenden Behandlungskammer, und zwar schon
am Anfang derselben, das Finishen der Bekleidungsstücke erfolgen. So wird durch die
verlängerte Einlaufkammer die Behandlungskammer effektiver genutzt. Durch die Verlängerung
der Auslaufkammer erhalten die Bekleidungsstücke mehr Zeit zum Trocknen, insbesondere
wird die sogenannte Nachverdampfungszone verlängert. Dadurch können auch kritische
Stellen der Bekleidungsstücke, beispielsweise Nähte oder Aufdopplungen, im Tunnelfinisher
vollständig getrocknet werden, ohne dass dazu die Trockentemperatur so weit erhöht
werden muss, dass Schäden an den Bekleidungsstücken zu befürchten sind. Außerdem verringert
sich die Temperatur der Bekleidungsstücke am Auslauf aus dem Tunnelfinisher, so dass
diese nur noch eine relativ kurze Zeit abgekühlt werden müssen.
[0012] Bevorzugt wird die Ein- und/oder Auslaufkammer derart verlängert, dass die Länge
der Einlaufkammer bzw. Auslaufkammer in etwa der Länge eines Moduls der Behandlungskammer
entspricht. Zumindest erstrecken sich die Einlaufkammer und/oder die Auslaufkammer
mindestens über die gesamte Breite des Tunnelfinishers und vorzugsweise auch darüber
hinaus.
[0013] Eine weitere bevorzugte Weiterbildung des zuvor beschriebenen Verfahrens weist die
Maßnahmen des Anspruchs 5 auf. Demnach ist vorgesehen, die Ein- und/oder Auslauföffnung
des Tunnelfinishers, durch die die Bekleidungsstücke quergerichtet hindurchtransportiert
werden, mindestens bereichsweise schmaler als die Bekleidungsstücke auszubilden. Die
Bekleidungsstücke werden auf diese Weise im Bereich der Einlauf- und/oder Auslauföffnung
eingeschnürt und versperren dadurch die betreffende Öffnung mindestens teilweise,
wodurch weniger Heißluft aus dem Inneren des Tunnelfinishers an der Einlauföffnung
austreten kann bzw. weniger kalte Umgebungsluft durch die Auslauföffnung in den Tunnelfinisher
gelangen kann.
[0014] Weiterhin ist vorgesehen, an der Ein- und/oder Auslauföffnung der Ein- bzw. Auslaufkammer
des Tunnelfinishers mindestens einen Luftschleier oder eine Luftbarriere zu erzeugen.
Hierdurch wird der Austritt von Warmluft bzw. Dampf aus dem Tunneifinisher und/oder
der Eintritt kalter Außenluft in den Tunnelfinisher zumindest reduziert.
[0015] Des Weiteren ist bei einer bevorzugten Ausgestaltung des Verfahrens vorgesehen, dass
vor allem an der Eintrittsöffnung eine Luftabsaugung erfolgt. Dadurch wird der Austritt
warmer Luft, insbesondere Sprühdampfschwaden, aus dem Tunnelfinisher, vor allem der
Einlauföffnung desselben, vermieden oder wenigstens reduziert.
[0016] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung des Verfahrens ist vorgesehen, die an der Einlauföffnung
angesaugte Luft, insbesondere Heißluft oder Sprühdampf, an der Auslauföffnung auszublasen
zur Erzeugung eines Luftschleiers oder einer Luftbarriere an der Auslauföffnung. Dadurch
wird das Einsaugen kalter Umgebungsluft durch die Auslauföffnung in den Tunnelfinisher
wirksam vermieden. Es muss auch keine Heißluft zur Erzeugung der Luftbarriere oder
des Luftschleiers erzeugt werden, weil die ohnehin an der Einlauföffnung abgesaugte
Warmluft bzw. der abgesaugte Sprühdampf verwendet werden. Es wird so wirksam Energie
zum Betrieb des Tunnelfinishers eingespart.
[0017] Eine weitere bevorzugte Weiterbildung des zuvor beschriebenen Verfahrens weisst die
Maßnahmen des Anspruchs 8 auf. Demnach ist erfindungsgemäß vorgesehen, am Ende der
Behandlungskammer die Bekleidungsstücke mit Luft zu beaufschlagen, die nicht mit Fremdenergie
aufgeheizt worden ist. Die Bekleidungsstücke werden dann am Ende der Behandlungskammer
mit Luft beaufschlagt, die durch die Restwärme der Bekleidungsstücke erwärmt worden
ist. Dadurch stellt sich am Ende der Behandlungskammer des Tunnelfinishers eine Temperatur
ein, die unterhalb der übrigen Temperaturen der Behandlungskammer liegt. Dadurch wird
Energie zum Aufheizen der Luft im Tunnelfinisher eingespart und außerdem durch die
am Ende der Behandlungskammer reduzierte Temperatur eine größtmögliche Schonung der
Bekleidungsstücke herbeigeführt.
[0018] Bei Tunnelfinishern mit einer aus mehreren in Transportrichtung aufeinanderfolgenden
Modulen zusammengesetzten Behandlungskammer erfolgt vorzugsweise im letzten Modul
keine Fremdbeheizung der Luft. Insbesondere wird die Luft im letzten Modul erwärmt
durch die Restwärme der Bekleidungsstücke und/oder die Heißluft im vorangehenden Modul.
Dadurch verfügt die Behandlungsluft im letzten Modul zwar über eine im Vergleich zu
den anderen Modulen geringere Temperatur, diese reicht aber zur Beendigung des Finishvorgangs
am Ende der Behandlungskammer aus.
[0019] Gemäß einer Weiterbildung des Verfahrens ist vorgesehen, die Temperatur der Luft
im letzten Modul durch Einblasen von Heißluft an der Austrittsöffnung der Auslaufkammer
zu erhöhen, indem mindestens ein Teil der an der Auslauföffnung der Auslaufkammer
eingeblasenen Heißluft, vorzugsweise Heißluft, die an der Einlaufkammer angesaugt
worden ist, die Luft im letzten Modul wenigstens teilweise erwärmt.
[0020] Eine weitere bevorzugte Weiterbildung des zuvor beschriebenen Verfahrens weist die
Maßnahmen des Anspruchs 10 auf. Gemäß diesem Verfahren ist vorgesehen, zur Erhöhung
der Zeit zur Vorwärmung und/oder zum Nachverdampfen der Bekleidungsstücke im Endbereich
des Tunnelfinishers den Abstand zwischen aufeinanderfolgenden Bekleidungsstücken zu
verringern und/oder den Transportweg der Bekleidungsstücke durch den Einlauf- und/oder
Endbereich des Tunnelfinishers zu verlängern. Es kann so mit dem sich durch den gesamten
Tunnelfinisher erstreckenden Transportsystem bei Beibehaltung der Fördergeschwindigkeit
die Verweildauer der Bekleidungsstücke im Anfangs- und/oder Endbereich des Tunnelfinishers,
insbesondere im hinteren Teil der Behandlungskammer und/oder Auslaufkammer bzw. der
Einlaufkammer, verlängert werden. Dadurch vergrößert sich die Zeit zum Vorwärmen bzw.
Nachverdampfen der Bekleidungsstücke, wodurch auch kritische Stellen, insbesondere
Nähte, Säume und/oder Aufdopplungen der Bekleidungsstücke, vorwärmbar sind und diese
kritischen Bereiche getrocknet sind, bevor die Bekleidungsstücke den Tunnelfinisher
an der Auslauföffnung verlassen.
[0021] Ein Tunnelfinisher zur Lösung der Aufgabe weist die Merkmale des Anspruchs 12 auf.
Danach ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass der Behandlungskammer Mittel zur Erzeugung
eines gegen die Transportrichtung der Bekleidungsstücke durch die Behandlungskammer
gerichteten Luftstroms, nämlich eines Gegenluftstroms, zugeordnet sind. Der Gegenluftstrom
führt zu einer besonders intensiven Behandlung der Bekleidungsstücke im Finisher,
vor allem eine wirksamere Trocknung. Außerdem wird feuchte Luft an den Anfang der
Behandlungskammer transportiert und von dieser zur Einlaufkammer, wo die feuchte Luft
gegebenenfalls abgesaugt werden kann. All das trägt zur wirtschaftlicheren Betriebsweise
des Tunnelfinishers bei.
[0022] Bevorzugt wird der Gegenluftstrom erzeugt, indem mindestens eine in die Behandlungskammer
einmündende Luftzufuhröffnung mit zusätzlicher Luft aus einem dahinterliegenden Bereich
der Behandlungskammer versorgbar ist. Es wird so im vorderen Bereich der Behandlungskammer
ein Überdruck erzeugt, wodurch die Luft, insbesondere Heißluft, entgegen der Transportrichtung
der Bekleidungsstücke durch die Behandlungskammer in Richtung zum Anfang der Behandlungskammer
und zur Einlaufkammer des Tunnelfinishers strömt.
[0023] Gemäß der Erfindung wird die Behandlungskammer aus mehreren in Transportrichtung
der Bekleidungsstücke durch den Tunnelfinisher aufeinanderfolgende Module gebildet.
Die Anzahl der Module kann beliebig sein. Sie richtet sich nach der Leistungsfähigkeit
des Tunnelfinishers. Die Module sind durch in Transportrichtung verlaufende, vertikale
Trennwände unterteilt in einen Behandlungskammerabschnitt und eine danebenliegende
Luftführungskammer. Durch Ventilatoren ist Luft aus dem Bodenbereich des jeweiligen
Behandlungskammerabschnitts in die Luftzuführungskammer einsaugbar. Dabei ist erfindungsgemäß
vorgesehen, Luft aus dem Bodenbereich des Behandlungskammerabschnitts eines Moduls
zum Teil in die Luftführungskammer des gleichen Moduls und zum Teil in die Luftzuführungskammer
des in Transportrichtung vorangehenden Moduls einzusaugen. Es entsteht so ein spiralförmiger
Durchlauf der Luft durch die Behandlungskammer des Tunnelfinishers, und zwar gegen
die Transportrichtung. Dadurch wird ein durch die gesamte Behandlungskammer entgegen
der Transportrichtung strömender Gegenluftstrom erzeugt. Weil im in Transportrichtung
gesehen letzten Modul ein Teil der Luft aus dem Bodenbereich des Behandlungskammerabschnitts
in das vorangehende Modul geleitet wird, entsteht im letzten Modul ein Luftdefizit.
Dieses wird ausgeglichen durch Luft aus der Auslaufkammer. Im ersten Modul entsteht
hingegen ein Luftüberschuss. Die überschüssige Luft des ersten Moduls strömt in die
Einlaufkammer. Durch das Ansaugen von Luft aus der Auslaufkammer und das Abführen
von Luft in die Einlaufkammer kommt auch der gegen die Transportrichtung gerichtete
Gegenluftstrom zustande.
[0024] Eine bevorzugte Weiterbildung der zuvor beschriebenen Tunnelfinisher weist die Merkmale
des Anspruchs 15 auf. Demnach sind die Ein- und/oder Auslaufkammer mit einer verhältnismäßig
großen Länge versehen. Die Ein- und/oder Auslaufkammer erstrecken sich mindestens
über die gesamte Breite des Tunnelfinishers.
[0025] Bevorzugt weisen die Ein- und/oder Auslaufkammer eine Länge auf, die über die Breite
der Behandlungskammer hinausgeht, vorzugsweise um mindestens die Breite der Einund/oder
Auslaufkammer. Durch die relativ lange Einlaufkammer wird eine wirksame Aufwärmung
der Bekleidungsstücke oder auch Wäsche herbeigeführt. So können in der Einlaufkammer
die Bekleidungsstücke schon auf die Kühlgrenztemperatur von etwa 90°C erwärmt werden.
Sobald die Bekleidungsstücke die Behandlungskammer erreichen, kann der Finishvorgang
beginnen. Durch eine verhältnismäßig lange Auslaufkammer wird erreicht, dass die Nachverdampfungszone
sich verlängert. Schwer zu trocknenden Stellen der Bekleidungsstücke, wie Nähte, Säume
oder Dopplungen, können so länger getrocknet werden. Außerdem wird die Temperatur
der Bekleidungsstücke in der längeren Auslaufkammer relativ weit abgesenkt, so dass
sie beim Verlassen des Tunnelfinishers nicht oder nur noch wenig abgekühlt werden
müssen.
[0026] Die eingangs genannte Aufgabe wird des Weiteren gelöst durch eine bevorzugte Weiterbildung
der zuvor beschriebenen Tunnelfinisher mit den Merkmalen des Anspruchs 16.
[0027] Demnach ist die Breite der Ein- und/oder Auslauföffnung mindestens über einen Teil
ihrer Höhe geringer als die durchschnittliche Breite der Bekleidungsstücke. Die Bekleidungsstücke
werden üblicherweise quer zur Transportrichtung orientiert durch den Tunnelfinisher
hindurchtransportiert. Demzufolge weisen üblicherweise die Ein- und Auslauföffnungen
eine Breite auf, die der maximalen Breite der zu finishenden Bekleidungsstücke entspricht,
vorzugsweise etwas größer ist. Die Einlauföffnung kann hingegen auch etwas kleiner
als die maximale Breite der zu finishenden Bekleidungsstücke sein. Dadurch führen
die Ein- und Auslauföffnungen zu verhältnismäßig geringen Energieverlusten. Es wird
so beim erfindungsgemäßen Tunnelfinisher die Fläche der Ein- und Auslauföffnungen
so klein wie möglich gehalten. Außerdem kommt es im Bereich der Ein- und Auslauföffnung
zu einer Einschnürung der Kleidungsstücke, die dadurch die Öffnungen größtenteils
verschließen, wodurch der Luftaustausch an der Einlauf- und/oder der Auslauföffnung
verringert wird, was zu weniger Energieverlusten im Tunnelfinisher führt.
[0028] Bevorzugt sind die Ein- und Auslauföffnungen nur in einem von einem Transportbügel
herunterhängenden unteren Bereich der durch den Tunnelfinisher hindurchzutransportierenden
Bekleidungsstücke in der Breite reduziert. Dadurch können die starren Transportbügel
mit oberen Teilen der Bekleidungsstücke ungehindert durch die Ein- und Auslauföffnungen
quergerichtet hindurchtransportiert werden, während die unter den Transportbügeln
sich befindenden weichen und flexiblen Bereiche der Bekleidungsstücke in den schmaleren
Ein- und Auslauföffnungen eingeschnürt werden.
[0029] Ein Tunnelfinisher zur Lösung der eingangs genannten Aufgabe weist vorzugsweise die
weiteren Merkmale des Anspruchs 17 auf. Demnach ist vorgesehen, der Einlauföffnung
und/oder der Auslauföffnung Saug- oder Blasöffnungen zuzuordnen. Diese erzeugen eine
Luftbarriere, die dazu führt, dass der Austritt von Luft, insbesondere Heißluft oder
Heißdampf, aus der Einlaufkammer bzw. Eintritt von Umgebungsluft in die Auslaufkammer
wenigstens weitestgehend vermieden wird. Dadurch geht warme Luft aus dem Tunnelfinisher
nur in verringertem Umfange verloren und es wird nicht im nennenswerten Umfang kalte
Umgebungsluft angesaugt, die im Tunnelfinisher erwärmt werden müsste.
[0030] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Vorrichtung ist vorgesehen, dass die an den
Saugöffnungen der Einlauföffnungen angesaugte Warmluft verwendet wird, um die Blasöffnungen
an der Auslauföffnung der Auslaufkammer zu speisen. Die an der Einlauföffnung abgesaugte
Warmluft wird so verwendet, um an der Auslauföffnung einen das Einsaugen von kalter
Umgebungsluft mindestens größtenteils vermeidenden Warmluftschleier zu bilden.
[0031] Eine Weiterbildung der zuvor beschriebenen Tunnelfinisher weist die Merkmale des
Anspruchs 19 auf. Dieser Tunnelfinisher zeichnet sich dadurch aus, dass mindestens
im Endbereich der Behandlungszone die Förderstrecke der Bekleidungsstücke durch die
Behandlungszone vergrößert wird. Bei der Behandlungszone kann es sich um einen Endbereich
der Behandlungskammer oder auch um die Auslaufkammer handeln. Da die am Transportbügel
hängenden Bekleidungsstücke üblicherweise mit einem umlaufenden Förderer durch den
Tunnelfinisher transportiert werden, ist die Verweildauer der Bekleidungsstücke in
jedem Längenabschnitt des Tunnelfnishers zwangläufig die gleiche. Durch die erfindungsgemäß
verlängerte Förderstrecke des Tunnelfinishers, dem die verlängerte Förderstrecke zugeordnet
ist, kann die Verweildauer der Bekleidungsstücke erhöht werden. Dadurch ist es beispielsweise
möglich, die Zeit der Nachverdampfung der Bekleidungsstücke im Tunnelfinisher zu erhöhen,
obwohl die Fördergeschwindigkeit des kontinuierlich durch den Tunnelfinisher laufenden
Förderers auch im Bereich der Nachverdampfung und/oder Trocknung derjenigen der vorangehenden
Bereiche des Tunnelfinishers entspricht.
[0032] Die Verlängerung der Förderstrecke in bestimmten Bereichen des Tunnelfinishers wird
bevorzugt herbeigeführt durch einen schlangenlinienartigen Verlauf der Förderstrecke
in den betreffenden Bereichen des Tunnelfinishers.
[0033] Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung
näher erläutert. In dieser zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Draufsicht auf einen Tunnelfinisher,
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht des Tunnelfinishers ohne Vorderwände,
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht des Tunnelfinishers der Fig. 2 im Querschnitt, und
- Fig. 4
- eine perspektivische Darstellung einer Einlaufkammer des Tunnelfinishers mit einer
Einlauföffnung, und
- Fig. 5
- die Ausbildung des Förderers des Tunnelfinishers zur Verlängerung der Förderstrecke.
[0034] Der in den Figuren gezeigte Tunnelfinisher verfügt über eine Behandlungskammer 10,
eine Einlaufkammer 11 und eine Auslaufkammer 12. Die nur andeutungsweise in der Fig.
1 dargestellten Bekleidungsstücke 14 oder auch andere Wäschestücke werden an nicht
gezeigten Transportbügeln hängend in durch Pfeile angedeuteter Transportrichtung 13
durch den Tunnelfinisher hindurchtransportiert. Die Bekleidungsstücke 14 werden quer
zur Transportrichtung 13 ausgerichtet durch den Tunnelfinisher hindurchtransportiert.
Die Transportrichtung 13 verläuft senkrecht zur Fläche bzw. Breite der Bekleidungsstücke
14. Dazu ist im Deckenbereich des Tunnelfinishers ein umlaufender Förderer, beispielsweise
ein Kettenförderer, angeordnet. Die Transportkette des Kettenförderers verfügt über
Traghaken. An jeweils einem Traghaken ist ein Transportbügel mit dem darauf jeweils
hängenden Bekleidungsstück 14 angehängt.
[0035] Die an den Transportbügeln hängenden Bekleidungsstücke 14 werden durch die Einlauföffnung
15 vom Kettenförderer in die Einlaufkammer 11 transportiert. Entlang der Transportrichtung
13 gelangen die Bekleidungsstücke 14 aus der Einlaufkammer 11 in die darauffolgende
Behandlungskammer 10. Am Ende der Behandlungskammer 10 werden die Bekleidungsstücke
14 in Transportrichtung 13 weitertransportiert durch die Auslaufkammer 12. Durch eine
Auslauföffnung 16 am in Transportrichtung 13 gesehen hinteren Ende der Auslaufkammer
12 verlassen die gefinishten Bekleidungsstücke 14 an ihrem Transportbügel hängend
den Tunnelfinisher.
[0036] Die Behandlungskammer 10 des hier gezeigten Tunnelfinishers ist aus drei in Transportrichtung
13 hintereinander angeordneten Modulen 17 gebildet. Im gezeigten Ausführungsbeispiel
sind alle drei Module 17 etwa gleich ausgebildet, vor allem gleich lang. Je nach Art
der zu behandelnden Bekleidungsstücke 14 kann der Tunnelfinisher mehr oder auch weniger
als drei Module 17 aufweisen. Jedes Modul 17 ist durch eine längs zur Transportrichtung
13 verlaufende aufrechte Trennwand 18 unterteilt in einen einen Teil der Behandlungskammer
10 bildenden Behandlungskammerabschnitt 24 und eine danebenliegende Luftführungskammer
19. Die Trennwand 18 ist luftdicht ausgebildet. Jedoch endet die Trennwand 18 mit
geringem Abstand über dem Boden 20 des jeweiligen Moduls 17. Dadurch entsteht ein
schmaler Schlitz 21 unter der Trennwand 18, der im gezeigten Ausführungsbeispiel sich
über die gesamte Länge (in Transportrichtung 13 gesehen) des jeweiligen Moduls 17
erstreckt. Der Schlitz 21 bildet eine Überströmöffnung zwischen dem Behandlungskammerabschnitt
24 und der Luftführungskammer 19. Von durch eine Heizquelle erwärmter bzw. aufgeheizter
Heißluft erzeugt ein Ventilator 23 in der Luftführungskammer 19 eine Heißluftströmung,
die von oben her in die Behandlungskammer 10, nämlich den Behandlungskammerabschnitt
24, des jeweiligen Moduls 17 gelangt. Dadurch entsteht im Behandlungskammerabschnitt
24 des jeweiligen Moduls 17 ein von oben nach unten gerichteter quer zur Transportrichtung
13 verlaufender Heißluftstrom (Querluftstrom).
[0037] Zwischen den Luftführungskammern 19 benachbarter Module 17 befindet sich jeweils
eine quer zur Transportrichtung 13 verlaufende aufrechte Trennwand 25. Die Trennwände
25 sind in der Fig. 3 der besseren Übersicht halber nicht gezeigt. Gegenüberliegende
Trennwände 25 aufeinanderfolgender Module 17 begrenzen in Transportrichtung 13 gesehen
die Luftführungskammer 19 jedes Moduls 17. Auch mindestens einige Trennwände 25 zwischen
den Modulen 17 enden mit geringem Abstand über dem Boden 20 des Tunnelfinishers zur
Bildung eines Schlitzes 26 zwischen aufeinanderfolgenden Luftführungskammern 19. Hinter
dem Schlitz 26 jedes Moduls 17 befindet sich in der Luftführungskammer 19 ein Luftführungskanal
27, der von der Luftführungskammer 19 aus an einen in Transportrichtung 13 gesehen
vorderen Teil, insbesondere eine vordere Hälfte, des Schlitzes 21 unter der längs
zur Transportrichtung 13 verlaufenden Trennwand 18 zwischen dem Behandlungskammerabschnitt
24 und der Luftführungskammer 19 eines jeweiligen Moduls 17 anschließt. Im Behandlungskammerabschnitt
24 jedes Moduls 17 ist mit parallelem Abstand über dem Boden 20 ein siebartiges Rost
angeordnet, bei dem es sich im gezeigten Ausführungsbeispiel um ein Flusensieb 22
handelt. Das Flusensieb 22 verfügt über einen Abstand vom Boden 20, der der Höhe des
Schlitzes 21 unter der Trennwand 18 entspricht. Etwa auf halber Länge (in Transportrichtung
13 gesehen) jedes Moduls 17 ist unter dem Flusensieb 22 eine quer zur Transportrichtung
13 verlaufende aufrechte Trennwand angeordnet. Diese Trennwand schließt an den Luftführungskanal
27 am Boden der Luftführungskammer 19 an, so dass Luft, insbesondere Heißluft, aus
der in Transportrichtung 13 gesehen hinteren (zum nachfolgenden Modul 17 bzw. zur
Auslaufkammer 12 weisenden) Hälfte des jeweiligen Moduls 17, beispielsweise des zweiten
mittleren Moduls 17 des Ausführungsbeispiels der Fig. 3, durch die hinten liegende
Teilfläche des Flusensiebs 22 und den Schlitz 21 hindurch in die Luftführungskammer
19 des gleichen (zweiten) Moduls 17 einsaugbar ist. Durch den Luftführungskanal 27
gelangt Luft, insbesondere Heißluft, aus einem in Transportrichtung 13 gesehen nachfolgenden
(dritten) Modul 17 in die Luftführungskammer 19 des zweiten Moduls 17. Dadurch werden
die Luftführungskammern 19 der Module 17 (mit Ausnahme des letzten Moduls 17) sowohl
mit Heißluft aus dem Behandlungskammerabschnitt 24 des jeweiligen Moduls 17 als auch
aus dem Behandlungskammerabschnitt 24 des nachfolgenden Moduls 17 gespeist. Die Folge
ist, dass die in Transportrichtung 13 gesehen vorderen Module 17 mehr Warmluft erhalten
als die sich dahinter befindenden Module 17, so dass sich im hinteren (letzten) Modul
17 ein niedrigerer Luftdruck einstellt als in den sich davor befindlichen Modulen
17, nämlich der Luftdruck von Modul 17 zu Modul 17 gegen die Transportrichtung 13,
also zum ersten Modul 17, stufenweise zunimmt. Dadurch entsteht in der Behandlungskammer
10 ein Gegenstrom entgegengesetzt zur Transportrichtung 13, also in Richtung zur Einlauföffnung
15 des Tunnelfinishers. Auf diese Weise erfolgt erfindungsgemäß eine Beaufschlagung
der zu finishenden Bekleidungsstücke insbesondere in der Behandlungskammer 10 mit
einer Querluftströmung und einer Gegenluftströmung, und zwar jeweils mit aufgeheizter
Luft. Die aufrechte Trennwand kann auch außermittig unter dem Flusensieb 22 angeordnet
sein. Dann wird durch unterschiedlich große Teilflächen des Flusensiebs 22 Luft aus
dem Behandlungskammerabschnitt 24 des jeweiligen Moduls 17 in die Luftführungskammer
19 gesaugt. Folglich gelangt mehr oder weniger als die halbe Luftmenge aus dem jeweiligen
Behandlungskammerabschnitt 24 in die Luftführungskammer des vorherigen Moduls 17.
[0038] An der Decke der Behandlungskammer 10 des Tunnelfinishers befinden sich hier nicht
gezeigte Luftdüsen, aus denen Dampf und die Heißluft von oben auf die zu finishenden
Bekleidungsstücke 14 geleitet wird. Dieser Dampf wird von der im Querstrom und erfindungsgemäß
auch im Gegenstrom geführten Heißluft gegen die Transportrichtung 13 mitgenommen zum
Anfang der Behandlungskammer 10 und vorzugsweise bis in die Einlaufkammer 11 hinein.
[0039] Erfindungsgemäß sind die Einlaufkammer 11 und die Auslaufkammer 12 mit einer verhältnismäßig
großen Länge (in Durchlaufrichtung der Bekleidungsstücke 14 gesehen) versehen. Im
Ausführungsbeispiel der Fig. 2 weisen die Einlaufkammer 11 und die Auslaufkammer 12
beide eine gleiche Länge auf, erstrecken sich nämlich über die gesamte Breite des
Tunnelfinishers, nämlich eines Moduls 17. Dementsprechend weisen die Einlaufkammer
11 und die Auslaufkammer 12 jeweils eine Länge auf, die der Breite der Luftführungskammern
19 und des Behandlungskammerabschnitts 24 des jeweiligen Moduls 17 entsprechen. Beim
Ausführungsbeispiel der Fig. 1 sind die Einlaufkammer 11 und die Auslaufkammer 12
länger als die Breite des Tunnelfinishers. Etwa um den Betrag der Breite der Behandlungskammer
ragen die Einlaufkammer 11 und die Auslaufkammer 12 über der Vorderseite 28 des Tunnelfinishers
vor. Außerdem sind die gegenüber der Vorderseite 28 vorstehenden Bereiche der Einlaufkammer
11 und der Auslaufkammer 12 um 90° abgewinkelt, und zwar so, dass die Einlauföffnung
15 vor der Einlaufkammer 11 und die Auslauföffnung 16 hinter der Auslaufkammer 12
zueinandergerichtet sind und sich ein gewisses Maß in Richtung der Mitte des Tunnelfinishers
hin erstrecken. In dieser Einlaufkammer 11 und Auslaufkammer 12 werden die Bekleidungsstücke
während des Transports zwei Mal um 90° umgelenkt, bevor sie in die Behandlungskammer
10 gelangen bzw. von der Behandlungskammer 10 die Auslauföffnung 16 erreichen.
[0040] Durch die erfindungsgemäße Verlängerung der Einlaufkammer 11 können die Bekleidungsstücke
14 schon in der Einlaufkammer 11 verhältnismäßig intensiv aufgewärmt werden, wobei
die dazu benötigte Energie aus der infolge der Gegenströmung in der Behandlungskammer
10 von derselben in die Einlaufkammer gelangenden Heißluft und den mitgeführten Heißdampf
stammt. Die Bekleidungsstücke 14 sind dann beim Eintritt in die Behandlungskammer
10 so weit vorgewärmt, dass sofort die Finishbehandlung beginnt, nämlich Heißdampf
von der Decke der Behandlungskammer 10 auf die Bekleidungsstücke 14 geblasen werden
kann.
[0041] Durch die Verlängerung der Auslaufkammer 12 wird erreicht, dass die Bekleidungsstücke
14 mehr Zeit zum Trocknen und Abkühlen in derselben haben. Dadurch ist gewährleistet,
dass schwer zu trocknende Partien der Bekleidungsstücke 14, beispielsweise Nähte,
Aufdopplung und Säume, im Wesentlichen vollständig getrocknet sind, wenn die Bekleidungsstücke
14 die Auslaufkammer 12 durch die Auslauföffnung 16 verlassen.
[0042] Beim gezeigten Tunnelfinisher, bei dem die Behandlungskammer 10 aus mehreren in Transportrichtung
13 hintereinander angeordneten Modulen 17 gebildet ist, erfolgt erfindungsgemäß keine
Beheizung des letzten Moduls 17 vor der Auslaufkammer 12. Aus der Luftführungskammer
19 des letzten Moduls 17 wird demnach nur Luft, die nicht aufgeheizt worden ist, in
den Behandlungskammerabschnitt 24 geleitet. Somit wird in den Behandlungskammerabschnitt
24 des letzten Moduls 17 unerwärmte Luft aus der Luftführungskammer 19 des letzten
Moduls 17 geleitet.
[0043] Die Aufheizung von Luft im letzen Modul 17 kann beim erfindungsgemäßen Tunnelfinisher
unterbleiben, weil eine intensive Finishbehandlung in den vorangehenden Modulen 17
erfolgt, insbesondere die Finishbehandlung schon im ersten Modul 17 beginnt. Weil
im letzten Modul 17 keine Aufheizung der Luft mehr erfolgt, kann beim erfindungsgemäßen
Tunnelfinisher Energie eingespart werden und es wird zuverlässig die Gefahr der Überhitzung
der Bekleidungsstücke 14 vermieden.
[0044] Es ist des Weiteren erfindungsgemäß vorgesehen, die Einlauföffnung 15 der Einlaufkammer
11 und/oder die Auslauföffnung 16 der Auslaufkammer 12 in der Breite mindestens teilweise
zu reduzieren. Beim hier gezeigten Tunnelfinisher ist nur die Einlauföffnung 15 in
der Breite reduziert, und zwar abgesehen von einem oberen breiteren Bereich 29. Dieser
Bereich 29 ist so bemessen, dass er etwas größer ist als die Breite der Transportbügel,
mit denen die Bekleidungsstücke 14 durch den Tunnelfinisher hindurchtransportierbar
sind. Unter dem breiteren Bereich 29 ist die Einlauföffnung 15 vorzugsweise gleichermaßen
eingeschnürt durch an gegenüberliegenden Seiten der Einlauföffnung 15 angeordnete
Kastenaufsätze 30. Beide Kastenaufsätze 30 engen die Einlauföffnung 15 etwa um ein
Drittel bis zur Hälfte der Breite des oberen Bereichs 29 ein. Die Kastenaufsätze 30
sind (von oben im Querschnitt gesehen) im gezeigten Ausführungsbeispiel trapezartig
ausgebildet, indem sie zu ihren zur Mitte der Einlauföffnung 15 weisenden Deckflächen
31 schmaler werden. Durch diese Ausbildung der Kastenaufsätze 30 werden die Bekleidungsstücke
14 beim Hindurchtransportieren durch die Einlauföffnung 15 mit den unter den Transportbügeln
hängenden Bereichen zusammengedrückt und somit eingeschnürt. Dadurch verschließen
die Bekleidungsstücke die Einlauföffnung 15 beim Hindurchtransportieren. Es wird somit
ein unerwünschter Luftaustausch durch die Einlauföffnung 15 verhindert oder zumindest
reduziert, wodurch Energieverluste im Bereich der Einlauföffnung 15 eliminiert werden.
[0045] Der erfindungsgemäße Tunnelfinisher ist im Bereich der Einlauföffnung 15 oder der
Auslauföffnung 16 mit Mitteln versehen, die eine pneumatische Barriere erzeugen. Beim
hier gezeigten Tunnelfinisher sind solche Mittel sowohl der Einlauföffnung 15 als
auch der Auslauföffnung 16 zugeordnet.
[0046] Die pneumatische Barriere wird im Bereich der Einlauföffnung 15 erzeugt durch Blasdüsen
oder Blasschlitze, die in der Ebene der Einlauföffnung 15 und direkt dahinter angeordnet
sind, wodurch die pneumatischen Barrieren, insbesondere Luftschleier, in der Ebene
der Einlauföffnung 15 liegen. Wie vor allem die Fig. 1 zeigt, wird die Heißluft im
verengten Bereich der Einlauföffnung 15 bzw. dahinter abgesaugt, also dort, wo die
zusammengedrückten Bekleidungsstücke 14 die Einlauföffnung 15 schon teilweise verschließen.
Gleiches kann analog für die Auslauföffnung gelten. Die Saugdüsen dienen zum An- bzw.
Absaugen von Sprühdampf, insbesondere Sprühdampfschwaden, bzw. Heißluft im Bereich
der Einsaugöffnung 15. Dadurch wird ein Heißluft- bzw. Sprühdampfaustritt aus der
Einlaufkammer 11 zumindest reduziert und insoweit einem Energieverlust entgegengewirkt.
Die Absaugdüsen bzw. -schlitze sind an der Rückseite der Kastenaufsätze 30, die auch
zur Verringerung der Breite der Einlauföffnung 15 dienen, angeordnet und im gezeigten
Ausführungsbeispiel auch an den Kästen oberhalb des breiteren Bereichs 29 (Fig. 4).
Durch eine Unterdruckbeaufschlagung des Inneren der im Übrigen luftdichten Kastenaufsätze
30 wird Heißluft bzw. Sprühdampf durch die Saugdüsen bzw. Saugschlitze in die Kastenaufsätze
30 eingesaugt. Im breiteren Bereich 29 oberhalb der Kastenaufsätze 30 können weitere
Absaugdüsen bzw. Absaugschlitze angeordnet sein, wodurch über die gesamte Einlauföffnung
15 ein Heißluftaustritt bzw. Sprühdampfaustritt aus der Einlaufkammer 11 mindesten
größtenteils vermieden wird.
[0047] An der Auslauföffnung 16 würde wegen des Gegenstroms in der Behandlungskammer 10
kalte Außenluft angesaugt werden. Um das zu vermeiden, sind Blasdüsen oder Blasschlitze
vorgesehen, die eine Luftbarriere erzeugen, die in der Ebene der Auslauföffnung 16
oder in Transportrichtung 13 gesehen davor sich befindet. Demzufolge sind alle Blasdüsen
bzw. Blasschlitze in der Ebene oder nahe der Ebene der Auslauföffnung 16 angeordnet
und so ausgebildet, dass die aus den Blasdüsen oder -schlitzen austretende Luft in
der Ebene der Auslauföffnung 16 oder parallel dazu liegt.
[0048] Im unteren Bereich der Einlauföffnung 15 sind die Blasdüsen bzw. Blasschlitze in
den Kastenaufsätzen 30 angeordnet. Im breiteren Bereich 29 oberhalb der Kastenaufsätze
30 können weitere Blasdüsen bzw. Blasschlitze angeordnet sein. Durch Versorgung der
Blasdüsen bzw. Blasschlitze mit Druckluft kann auch an der Einlauföffnung 15 eine
pneumatische Barriere geschaffen werden, die den Eintritt von kalter Umgebungsluft
in die Einlaufkammer 11 verhindert oder zumindest reduziert.
[0049] Beim hier gezeigten Ausführungsbeispiel (Fig. 1) ist vorgesehen, die Blasdüsen und/oder
Blasschlitze der Auslauföffnung 16 mit an der Einlauföffnung 15 abgesaugter Heißluft
oder Sprühdampf zu versorgen. Demzufolge wird die an der Einlauföffnung 15 abgesaugte
Luft über eine Luftleitung 32 zur Auslauföffnung 16 geführt. Zur Erzeugung einer ausreichenden
Luftströmung und eines ausreichenden Luftdrucks an den Blasdüsen bzw. Blasschlitzen
der Auslauföffnung 16 ist in der Luftleitung 32 ein Ventilator 33 vorgesehen. Beim
gezeigten Tunnelfinisher zweigt von der zur Auslauföffnung 16 führenden Luftleitung
32 eine Nebenleitung 34 ab, womit überschüssige Heißluft oder Heißdampf über einen
Schornstein ins Freie gelangen kann.
[0050] Durch die Verwendung von Heißluft aus dem Bereich der Einlauföffnung 15 zur Erzeugung
einer pneumatische Luftbarriere im Bereich der Auslauföffnung 16 kann eine Luftbarriere
aus Warmluft an der Auslauföffnung 16 erzeugt werden, wodurch aus den Blasdüsen und/oder
Blasschlitzen der Auslauföffnung 16 Heißluft oder zumindest wärmere Luft als die Umgebungsluft
ausströmt. Dadurch gelangt relativ warme oder noch heiße Luft zur Erzeugung der pneumatischen
Barriere an der Auslauföffnung 16 in die Auslaufkammer 12 zur Beschleunigung der Trocknung
der Bekleidungsstücke 14 in der Auslaufkammer 12. Der Eintritt von kalter Umgebungsluft
durch die Auslauföffnung 16 in die Auslaufkammer 12 wird so vermieden. Außerdem verbleibt
so im letzten, unbeheizten Modul 17 ein höheres Temperaturniveau.
[0051] Die Saugdüsen bzw. Schlitze sind so um die Einlauföffnung 15 herum angeordnet, dass
sie eine Art Absaugrahmen an der Einlauföffnung 15 bilden. Auch die Blasdüsen bzw.
Blasschlitze der Auslauföffnung 16 bilden einen Blasrahmen an der Auslauföffnung 16.
[0052] Die Erfindung zeichnet sich des Weiteren dadurch aus, dass die Verweildauer der Bekleidungsstücke
14 im Nachverdampfungsbereich des Tunnelfinishers verlängert wird. Die Verlängerung
der Verweildauer der Bekleidungsstücke 14 in der Behandlungskammer 10 beginnt nach
der vorderen Sprühdampfzone der Behandlungskammer 10, in der die Bekleidungsstücke
14 auch mit Dampf beaufschlagt werden. Zusätzlich oder alternativ kann auch die Verweildauer
der Bekleidungsstücke 14 in der Auslaufkammer 12 und/oder Einlaufkammer 11 oder mindestens
einem Teil derselben verlängert werden. Dadurch erhalten die Bekleidungsstücke 14
mehr Zeit zum Trocknen und/oder Vorwärmen, weil die Verweildauer in der jeweiligen
Zone des Tunnelfinishers vergrößert wird.
[0053] Die Vergrößerung der Verweildauer der Bekleidungsstücke 14 in insbesondere der Nachverdampfungszone
erfolgt durch eine Verringerung des Abstands zwischen aufeinanderfolgenden Bekleidungsstücken
14 und/oder einen schlangenlinien-artigen Verlauf desjenigen Bereichs der Förderstrecke,
indem die Verweildauer der Bekleidungsstücke 14 im Tunnelfinisher bzw. der jeweiligen
Kammer verlängert werden soll, also bevorzugt in mindestens einem Teil der Nachverdampfungszone,
vorzugsweise der gesamten Nachverdampfungszone. Der schlagenlinienartige Verlauf der
Förderstrecke ist in der Fig. 1 schematisch angedeutet. Obwohl infolge des im Kreislauf
geführten Transportsystems für die Transportbügel mit den daran hängenden Bekleidungsstücken
14 die Fördergeschwindigkeit derselben durch den Tunnelfinisher überall gleich ist,
wird durch die verlängerte Förderstrecke die Verweildauer der Bekleidungsstücke 14
in diesem Bereich erhöht. Durch den schlangenlinienartigen Verlauf der Förderstrecke
kommt es außerdem zu einem Zusammenrücken der Bekleidungsstücke 14, wodurch eine größere
Anzahl von Bekleidungsstücken in der Nachverdampfungszone unterbringbar ist und dementsprechend
die Bekleidungsstücke 14 über einen längeren Zeitraum in der Nachverdampfungszone
verbleiben können.
[0054] Die Fig. 5 zeigt eine Möglichkeit zur Verlängerung der Verweildauer der Bekleidungsstücke
14 in ausgewählten Bereichen des erfindungsgemäßen Tunnelfinishers. Demnach wird eine
Förderkette 35 oder ein vergleichbarer Förderstrang eines umlaufenden Fördersystems,
beispielsweise ein Riemen, dort, wo die Verweildauer der Bekleidungsstücke 14 im Tunnelfinisher
erhöht werden soll, von aufeinanderfolgenden Zahnrädern 36 umgelenkt. Die Zahnräder
36 können frei drehbar sein. Denkbar ist es auch, mindestens eines der Zahnräder 36
anzutreiben. Die senkrechten Drehachsen 37 der Zahnräder 36 liegen vorzugsweise alle
auf einer gemeinsamen Linie, die in Transportrichtung 13 verläuft. Die Förderkette
35 ist wechselweise um gegenüberliegende Seiten der Zahnräder 36 herumgeführt, wodurch
der schlangenlinienartige Verlauf der Förderkette 35 zustande kommt.
[0055] Oberhalb der Zahnräder ist eine feststehende längliche Kulisse 38 angeordnet, die
eine dem schlangenlinienartigen oder S-förmigen Verlauf der Förderkette 35 korrespondierenden
Führungsschlitz 39 aufweist. In den Führungsschlitz 39 ragen gegenüber der Förderkette
35 hochstehende Zapfen 40 hinein. Diese Zapfen 40 sind denjenigen Kettengliedern 41
der Förderkette 35 zugeordnet, an denen jeweils ein Traghaken 42 für einen nicht gezeigten
Transportbügel sich befindet. Der Zapfen 40 ist durch eine nicht gezeigte Lasche mit
parallelem Abstand zu einer frei gegenüber dem Kettenglied 41 um eine vertikale Drehachse
drehbaren Traghaken 42 fest verbunden. Auf diese Weise kommt es zu einer Drehung des
Traghakens 42 um die senkrechte Drehachse. Dadurch werden die Traghaken 42 während
ihrer schlangenlinienartigen Bewegung in Transportrichtung 13 stets so gedreht, dass
sie immer gleich ausgerichtet sind, wodurch die Transportbügel mit den daran hängenden
Bekleidungsstücken 14 auch im S-förmigen oder schlangenlinienartigen Bereich der Förderstrecke
stets quer zur Transportrichtung 13 ausgerichtet sind. Die Transportbügel mit den
daran hängenden Bekleidungsstücken 14 bleiben also stets quer zur Transportrichtung
13 ausgerichtet, auch wenn zur Verlängerung der Verweilzeit der Bekleidungsstücke
14 im Tunnelfinisher die Förderkette 35 schlangenlinienartig geführt bzw. umgelenkt
ist.
[0056] Die Erfindung eignet sich für Tunnelfinisher zum Behandeln von Bekleidungsstücken
aller Art, und zwar in Wäschereibetrieben oder auch in Konfektionsbetrieben. In letzteren
kann der Tunnelfinisher auch zum Finishen von Teilen fertiger Bekleidungsstücke dienen.
Die erfindungsgemäßen Tunnelfinisher können aber auch zum Finishen anderer Textilien
Verwendung finden, beispielsweise von Fahrzeugsitzen.
Bezugszeichenliste:
| 10 |
Behandlungskammer |
36 |
Zahnrad |
| 11 |
Einlaufkammer |
37 |
Drehachse |
| 12 |
Auslaufkammer |
38 |
Kulisse |
| 13 |
Transportrichtung |
39 |
Führungsschlitz |
| 14 |
Bekleidungsstück |
40 |
Zapfen |
| 15 |
Einlauföffnung |
41 |
Kettenglied |
| 16 |
Auslauföffnung |
42 |
Traghaken |
| 17 |
Modul |
|
|
| 18 |
Trennwand |
|
|
| 19 |
Luftführungskammer |
|
|
| 20 |
Boden |
|
|
| 21 |
Schlitz |
|
|
| 22 |
Flusensieb |
|
|
| 23 |
Ventilator |
|
|
| 24 |
Behandlungskammerabschnitt |
|
|
| 25 |
Trennwand |
|
|
| 26 |
Schlitz |
|
|
| 27 |
Luftführungskanal |
|
|
| 28 |
Vorderseite |
|
|
| 29 |
breiterer Bereich |
|
|
| 30 |
Kastenaufsatz |
|
|
| 31 |
Deckfläche |
|
|
| 32 |
Luftleitung |
|
|
| 33 |
Ventilator |
|
|
| 34 |
Nebenleitung |
|
|
| 35 |
Förderkette |
|
|
1. Verfahren zum Glätten von Bekleidungsstücken (14) in einem Tunnelfinisher, wobei die
Bekleidungsstücke (14) durch eine Einlaufkammer (11), eine Behandlungskammer (10)
und eine Auslaufkammer (12) des Tunnelfinishers in Transportrichtung (13) hindurchtransportiert
werden und in der Behandlungskammer (10) ein quer zur Transportrichtung (13) der Bekleidungsstücke
(14) durch die Behandlungskammer (10) gerichteter Luftstrom, das heißt ein Querluftstrom,
erzeugt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlungskammer (10) aus in Transportrichtung (13) aufeinanderfolgenden Modulen
(17) gebildet wird, zusätzlich zum Querluftstrom die Bekleidungsstücke (14) mit einem
gegen die Transportrichtung (13) der Bekleidungsstücke (14) durch die Behandlungskammer
(10) gerichteten Luftstrom, das heißt einem Gegenluftstrom, beaufschlagt werden und
ein Teil der in mindestens einem Modul (17) erzeugten Luft in den in Transportrichtung
(13) vorherigen Modul (17) eingeleitet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Querluftstrom sowie der Gegenluftstrom Heißluftströme sind.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass durch eine Verlängerung der Einlaufkammer (11) und/oder der Auslaufkammer (12) die
Verweilzeit der Bekleidungsstücke (14) in der Einlaufkammer (11) und/oder der Auslaufkammer
(12) vergrößert wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlaufkammer (11) und/oder die Auslaufkammer (12) derart verlängert werden,
dass sie mindestens der Länge und/oder Breite eines Moduls (17) zur Bildung eines
Teils der Behandlungskammer (10) entsprechen.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bekleidungsstücke (14) quergerichtet durch die Einlauföffnung (15) und/oder die
Auslauföffnung (16) transportiert werden, wobei die Einlauföffnung (15) und/oder die
Auslauföffnung (16) mindestens bereichsweise schmaler als die Bekleidungsstücke (14)
sind.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Einlauföffnung (15) und/oder der Auslauföffnung (16) ein Luftschleier
bzw. eine Luftbarriere vorzugsweise pneumatisch erzeugt werden, insbesondere im Bereich
der Einlauföffnung (15) eine Luftabsaugung erfolgt und/oder im Bereich der Auslauföffnung
(16) Luft ausgeblasen wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Austritt von Heißluft oder Heißdampf aus der Einlauföffnung (15) durch Absaugen
der Heißluft oder des Heißdampfs an der Einlauföffnung (15) mindestens reduziert wird
und/oder an der Einlauföffnung (15) angesaugte Luft aus dem Tunnelfinisher im Bereich
der Auslauföffnung (16) ausgeblasen wird zur Erzeugung eines das Einsaugen von Umgebungsluft
an der Auslauföffnung (16) mindestens größtenteils vermeidende Luftbarriere, insbesondere
einer Warmluftbarriere, aus der an der Einlauföffnung (15) angesaugten Heißluft und/oder
Dampf.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am Ende der Behandlungskammer (10) die Bekleidungsstücke (14) mindestens zum Teil
mit unaufgeheizter Luft beaufschlagt werden.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Luft im letzten Modul (17) nicht direkt aufgeheizt wird, vorzugsweise die Luft
durch die bei der Beaufschlagung mit Heißluft in mindestens einem vorhergehenden Modul
(17) von den Bekleidungsstücken (14) aufgenommenen Wärme aufgeheizt wird, insbesondere
die Temperatur der Luft im letzten Modul (17) durch das Einblasen von Heißluft, vorzugsweise
aus der Einlauföffnung (15) angesaugter Heißluft, aus der Auslaufkammer (12) erhöht
wird.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zum länger andauernden Vorwärmen, Nachverdampfen und/oder Trocknen der Bekleidungsstücke
(14) der Abstand zwischen aufeinanderfolgenden Bekleidungsstücken (14) verringert
wird und/oder der Transportweg der Bekleidungsstücke (14) verlängert wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Verringerung des Abstands zwischen den Bekleidungsstücken (14) und/oder die Verlängerung
des Transportwegs der Bekleidungsstücke (14) mindestens im Bereich der Einlaufkammer
(11) und/oder der Auslaufkammer (12) und/oder am Ende der Behandlungskammer (10),
vorzugsweise hinter der Sprühdampfzone, erfolgt.
12. Tunnelfinisher zum Glätten von Bekleidungsstücken mit einer eine Einlauföffnung (15)
aufweisenden Einlaufkammer (11), einer Behandlungskammer (10) und einer eine Auslauföffnung
(16) aufweisenden Auslaufkammer (12), wobei in der Behandlungskammer (10) eine quer
zur Transportrichtung (13) der Bekleidungsstücke (14) durch die Behandlungskammer
(10) gerichtete Luftströmung erzeugbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlungskammer (10) in Transportrichtung (13) aufeinanderfolgende Module (17)
aufweist und der Behandlungskammer (10) Mittel zur Erzeugung eines gegen die Transportrichtung
(13) der Bekleidungsstücke (14) durch die Behandlungskammer (10) gerichteten Luftstroms,
das heisst einen Gegenluftstrom, zugeordnet sind.
13. Tunnelfinisher nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass in die Behandlungskammer (10) Luftzufuhröffnungen einmünden, wobei mindestens die
Luftzufuhröffnungen im vorderen Bereich oder am Anfang der Behandlungskammer (10)
mit zusätzlicher Luft aus einem nachfolgenden Bereich der Behandlungskammer (10) versorgbar
sind zur Erzeugung eines Gegenstroms in der Behandlungskammer (10).
14. Tunnelfinisher nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass jedem Modul (17) neben dem Behandlungskammerabschnitt (24) eine Luftführungskammer
(19) zugeordnet ist und/oder jedes Modul (17) zwischen dem Behandlungskammerabschnitt
(24) und der Luftführungskammer (19) eine Trennwand (18) aufweist, die am unteren
Ende einen in die Luftführungskammer (19) einmündenden Schlitz (21) zur Bildung einer
Luftzufuhröffnung aufweist, wodurch Luft von dem Behandlungskammerabschnitt (24) des
jeweiligen Moduls (17) in die Luftführungskammer (19) des gleichen Moduls (17) strömen
kann und einem Teil des Schlitzes (21) ein in der Luftführungskammer (19) angeordneter
Luftführungskanal (27) zugeordnet ist, wodurch Luft aus dem Behandlungskammerabschnitt
(24) des nachfolgenden Moduls (17) der Luftführungskammer (19) des davorliegenden
Moduls (17) zuführbar ist.
15. Tunnelfinisher nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlaufkammer (11) und/oder die Auslaufkammer (12) eine Länge aufweisen, die
sich mindestens über die gesamte Breite des Tunnelfinishers erstrecken.
16. Tunnelfinisher nach einem oder mehreren der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite der Einlauföffnung (15) und/oder der Auslauföffnung (16) mindestens teilweise
geringer ist als die durchschnittliche Breite der Bekleidungsstücke.
17. Tunnelfinisher nach mindestens einem der Ansprüche 12 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Einlauföffnung (15) und/oder der Auslauföffnung (16) Saug- und/oder Blasöffnungen
zur mindestens weitestgehenden Verringerung des Austritts von Luft aus der Einlaufkammer
(11) bzw. des Eintritts von Umgebungsluft in die Auslaufkammer (12) zugeordnet sind.
18. Tunnelfinisher nach mindestens einem der Ansprüche 12 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass bereichsweise die Förderstrecke der Bekleidungsstücke (14) vergrößert ist.
19. Tunnelfinisher nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass zur Vergrößerung der Förderstrecke der Bekleidungsstücke (14) die Förderstrecke einen
schlangenlinienartigen Verlauf aufweist, wobei bevorzugt der schlangenlinienartige
Verlauf der Förderstrecke durch mehrfaches Umlenken eines Förderstrangs an aufeinanderfolgenden
Rädern gebildet ist, wobei die Räder auf einer in Transportrichtung (13) vorzugsweise
mittig durch die Behandlungskammer (10) und/oder die Auslaufkammer (12) bzw. die Einlaufkammer
(11) verlaufende Linie liegende, vertikale Drehachsen (37) aufweisen.
1. A method for smoothing articles of clothing (14) in a tunnel finisher, the articles
of clothing (14) being transported in the transporting direction (13) through an admission
chamber (11), a treatment chamber (10) and a discharge chamber (12) of the tunnel
finisher, and, in the treatment chamber (10), an air flow directed transversely with
respect to the transporting direction (13) of the articles of clothing (14) through
the treatment chamber (10), that is to say, a transverse air flow, being produced,
characterized in that the treatment chamber (10) is formed from modules (17) following one another in the
transporting direction (13), in addition to the transverse air flow, the articles
of clothing (14) are subjected to an air flow directed counter to the transporting
direction (13) of the articles of clothing (14) through the treatment chamber (10),
that is to say a counter air flow, and a portion of the air produced in at least one
module (17) is introduced into the previous module (17) as seen in the transporting
direction (13).
2. The method as claimed in claim 1, characterized in that the transverse air flow and the counter air flow are hot air flows.
3. The method as claimed in claim 1 or 2, characterized in that, by means of an extension of the admission chamber (11) and/or of the discharge chamber
(12), the residence time of the articles of clothing (14) in the admission chamber
(11) and/or in the discharge chamber (12) is increased.
4. The method as claimed in claim 3, characterized in that the admission chamber (11) and/or the discharge chamber (12) are extended in such
a manner that they correspond at least to the length and/or width of a module (17)
for forming part of the treatment chamber (10).
5. The method as claimed in one of the previous claims, characterized in that the articles of clothing (14) are transported in a transversely directed manner through
the admission opening (15) and/or the discharge opening (16), the admission opening
(15) and/or the discharge opening (16) being narrower at least in some regions than
the articles of clothing (14).
6. The method as claimed in one of the previous claims, characterized in that an air curtain or air barrier is produced preferably pneumatically in the region
of the admission opening (15) and/or of the discharge opening (16), in particular
air is removed by suction in the region of the admission opening (15) and/or air is
blown out in the region of the discharge opening (16).
7. The method as claimed in one of the previous claims, characterized in that the exit of hot air or hot steam out of the admission opening (15) is at least reduced
by removal of the hot air or of the hot steam by suction at the admission opening
(15) and/or air sucked up at the admission opening (15) is blown out of the tunnel
finisher in the region of the discharge opening (16) in order to produce an air barrier,
in particular a hot air barrier, made of the hot air or hot steam sucked up at the
admission opening (15), which air barrier, at least for the most part, avoids ambient
air being sucked in at the discharge opening (16).
8. The method as claimed in one of the previous claims, characterized in that, at the end of the treatment chamber (10), the articles of clothing (14) are at least
partly subjected to unheated air.
9. The method as claimed in claim 8, characterized in that the air in the last module (17) is not directly heated, preferably the air is heated
by the heat absorbed by the articles of clothing (14) when subjected to hot air in
at least one preceding module (17), in particular the temperature of the air in the
last module (17) is raised by blowing in hot air from the discharge chamber (12),
preferably hot air sucked in from the admission opening (15).
10. The method as claimed in one of the previous claims, characterized in that, for the preheating, re-evaporation and and/or drying of the articles of clothing
(14) to last for a longer time, the distance between consecutive articles of clothing
(14) is reduced and/or the transporting distance of the articles of clothing (14)
is extended.
11. The method as claimed in claim 10, characterized in that the reduction in the distance between the articles of clothing (14) and/or the extension
of the transporting distance of the articles of clothing (14) takes/take place at
least in the region of the admission chamber (11) and/or of the discharge chamber
(12) and/or at the end of the treatment chamber (10), preferably downstream of the
spray steam zone.
12. A tunnel finisher for smoothing articles of clothing, with an admission chamber (11)
having an admission opening (15), a treatment chamber (10) and a discharge chamber
(12) having a discharge opening (16), it being possible, in the treatment chamber
(10), to produce an air flow which is directed transversely with respect to the transporting
direction (13) of the articles of clothing (14) through the treatment chamber (10),
characterized in that the treatment chamber (10) has modules (17) which follow one another in the transporting
direction (13) and the treatment chamber (10) is assigned means for producing an air
flow directed counter to the transporting direction (13) of the articles of clothing
(14) through the treatment chamber (10), that is to say, a counter air flow.
13. The tunnel finisher as claimed in claim 12, characterized in that air supply openings open into the treatment chamber (10), it being possible for at
least the air supply openings in the front region or at the start of the treatment
chamber (10) to be supplied with additional air from a following region of the treatment
chamber (10) in order to produce a counter air flow in the treatment chamber (10).
14. The tunnel finisher as claimed in claim 12 or 13, characterized in that each module (17) is assigned an air guiding chamber (19) in addition to the treatment
chamber section (24) and/or each module (17) has a partition (18) between the treatment
chamber section (24) and the air guiding chamber (19), said partition having, at the
lower end, a slot (21) which opens into the air guiding chamber (19) in order to form
an air supply opening, as a result of which air can flow from the treatment chamber
section (24) of the particular module (17) into the air guiding chamber (19) of the
same module (17), and a part of the slot (21) is assigned an air guiding passage (27)
arranged in the air guiding chamber (19), as a result of which air can be supplied
from the treatment chamber section (24) of the following module (17) to the air guiding
chamber (19) of the module (17) situated before it.
15. The tunnel finisher as claimed in one of the claims 12 to 14, characterized in that the admission chamber (11) and/or the discharge chamber (12) is/are of a length extending
at least over the entire width of the tunnel finisher.
16. The tunnel finisher as claimed in one or more of the claims 12 to 15, characterized in that the width of the admission opening (15) and and/or of the discharge opening (16)
is at least in part smaller than the average width of the article of clothing.
17. The tunnel finisher as claimed in at least one of the claims 12 to 16, characterized in that the admission opening (15) and/or the discharge opening (16) is/are assigned suction
and/or blowing openings for the at least very substantial reduction in the exiting
of air from the admission chamber (11) and/or in the entry of ambient air into the
discharge chamber (12).
18. The tunnel finisher as claimed in at least one of the claims 12 to 17, characterized in that some regions of the conveying route of the articles of clothing (14) are increased.
19. The tunnel finisher as claimed in claim 18, characterized in that in order to increase the conveying route of the articles of clothing (14), the conveying
route has a serpentine-like course, wherein preferably the serpentine-like course
of the conveying route is formed by multiple deflection of a conveying section at
consecutive wheels, the wheels having vertical axes of rotation (37) lying on a line
running in the transporting direction (13), preferably running centrically through
the treatment chamber (10) and/or the discharge chamber (12) or admission chamber
(11).
1. Procédé destiné à défroisser des pièces de vêtement (14) dans un finisseur à tunnel,
les pièces de vêtement (14) étant transportées à travers une chambre d'admission (11),
une chambre de traitement (10) et une chambre de sortie (12) du finisseur à tunnel
dans la direction de transport (13) et un courant d'air orienté transversalement à
la direction de transport (13) des pièces de vêtement (14) à travers la chambre de
traitement (10), c'est-à-dire un courant d'air transversal, étant produit dans la
chambre de traitement (10), caractérisé en ce que la chambre de traitement (10) est formée de modules (17) se suivant dans la direction
de transport (13), les pièces de vêtement (14) étant alimentées, en sus du courant
d'air transversal, avec un courant d'air orienté contre la direction de transport
(13) des pièces de vêtement (14) à travers la chambre de traitement (10), c'est-à-dire
un contre-courant d'air et une partie de l'air produit dans au moins un module (17)
étant introduit dans le module (17) précédent dans la direction de transport (13).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le courant d'air transversal ainsi que le contre-courant d'air sont des courants
d'air chaud.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le temps de séjour des pièces de vêtement (14) dans la chambre d'admission (11) et/ou
dans la chambre de sortie (12) est allongé en allongeant la chambre d'admission (11)
et/ou la chambre de sortie (12).
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que la chambre d'admission (11) et/ou la chambre de sortie (12) sont rallongées de telle
sorte qu'elles correspondent au moins à la longueur et/ou à la largeur d'un module
(17) servant pour la formation d'une partie de la chambre de traitement (10).
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les pièces de vêtement (14) sont transportées selon une orientation transversale
à travers l'ouverture d'admission (15) et/ou l'ouverture de sortie (16), l'ouverture
d'admission (15) et/ou l'ouverture de sortie (16) étant au moins en partie plus étroites
que les pièces de vêtement (14).
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un rideau d'air et/ou une barrière d'air sont produits de préférence de façon pneumatique
dans la région de l'ouverture d'admission (15) et/ou de l'ouverture de sortie (16),
une aspiration d'air se- produisant notamment dans la région de l'ouverture d'admission
(15) et/ou l'air étant évacué dans la région de l'ouverture de sortie (16).
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la sortie d'air chaud ou de vapeur chaude hors de l'ouverture d'admission (15) est
au moins réduite par l'aspiration de l'air chaud ou de la vapeur chaude au niveau
de l'ouverture d'admission (15) et/ou que l'air aspiré au niveau de l'ouverture d'admission
(15) est évacué hors du finisseur à tunnel dans la région de l'ouverture de sortie
(16), pour produire une barrière d'air, notamment une barrière d'air chaud, évitant
au moins en grande partie l'aspiration d'air ambiant au niveau de l'ouverture de sortie
(16), à partir de l'air chaud et/ou de la vapeur aspirés au niveau de l'ouverture
d'admission (15).
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les pièces de vêtement (14) sont alimentées à la fin de la chambre de traitement
(10) au moins en partie avec de l'air non chauffé.
9. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce que l'air contenu dans le dernier module (17) n'est pas chauffé directement, de préférence
l'air étant chauffé par la chaleur absorbée par les pièces de vêtement (14) lors de
l'application d'air chaud dans au moins un module (17) précédent, la température de
l'air dans le dernier module (17) étant notamment augmentée à partir de la chambre
de sortie (12) en insufflant de l'air chaud, de préférence de l'air chaud aspiré hors
de l'ouverture d'admission (15).
10. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que pour préchauffer, évaporer et/ou sécher plus durablement les pièces de vêtement (14),
la distance entre les pièces de vêtement (14) se suivant est réduite et/ou le trajet
de transport des pièces de vêtement (14) est rallongé.
11. Procédé selon la revendication 10, caractérisé en ce que la réduction de la distance entre les pièces de vêtement (14) et/ou l'allongement
du trajet de transport des pièces de vêtement (14) se produit au moins dans la région
de la chambre d'admission (11) et/ou de la chambre de sortie (12) et/ou à la fin de
la chambre de traitement (10), de préférence derrière la zone de vaporisation.
12. Finisseur à tunnel destiné à défroisser des pièces de vêtement avec une chambre d'admission
(11) comportant une ouverture d'admission (15), avec une chambre de traitement (10)
et avec une chambre de sortie (12) comportant une ouverture de sortie (16), un flux
d'air orienté transversalement à la direction de transport (13) des pièces de vêtement
(14) à travers la chambre de traitement (10) pouvant être produit dans la chambre
de traitement (10), caractérisé en ce que la chambre de traitement (10) comporte des modules (17) se suivant dans la direction
de transport (13) et que des moyens pour produire un courant d'air orienté contre
la direction de transport (13) des pièces de vêtement (14) à travers la chambre de
traitement (10), c'est-à-dire un contre-courant d'air, sont associés à la chambre
de traitement (10).
13. Finisseur à tunnel selon la revendication 12, caractérisé en ce que des ouvertures d'alimentation en air débouchent dans la chambre de traitement (10),
au moins les ouvertures d'alimentation en air pouvant être alimentées, dans la région
avant ou au début de la chambre de traitement (10), en air supplémentaire provenant
d'une région suivante de la chambre de traitement (10) pour produire un contre-courant
dans la chambre de traitement (10).
14. Finisseur à tunnel selon la revendication 12 ou 13, caractérisé en ce qu'une chambre de guidage d'air (19) est associée à chaque module (17) en plus de la
section de chambre de traitement (24) et/ou que chaque module (17) comporte entre
la section de chambre de traitement (24) et la chambre de guidage d'air (19) une paroi
de séparation (18) comportant, au niveau de l'extrémité inférieure, une fente (21)
débouchant dans la chambre de guidage d'air (19) pour la formation d'une ouverture
d'alimentation en air, grâce à quoi l'air provenant de la section de chambre de traitement
(24) du module (17) respectif peut s'écouler dans la chambre de guidage d'air (19)
du même module (17) et qu'un canal de guidage d'air (27) disposé dans la chambre de
guidage d'air (19) est associé à une partie de la fente (21), grâce à quoi l'air sortant
de la section de chambre de traitement (24) du module (17) suivant peut être amené
à la chambre de guidage d'air (19) du module (17) placé en amont.
15. Finisseur à tunnel selon l'une quelconque des revendications 12 à 14, caractérisé en ce que la chambre d'admission (11) et/ou la chambre de sortie (12) présentent une longueur
s'étendant au moins sur la totalité de la largeur du finisseur à tunnel.
16. Finisseur à tunnel selon l'une quelconque des revendications 12 à 15 ou plusieurs
d'entre elles, caractérisé en ce que la largeur de l'ouverture d'admission (15) et/ou de l'ouverture de sortie (16) est
au moins en partie plus réduite que la largeur moyenne des pièces de vêtement.
17. Finisseur à tunnel selon au moins l'une quelconque des revendications 12 à 16, caractérisé en ce que des ouvertures d'aspiration et/ou de soufflerie sont associées à l'ouverture d'admission
(15) et/ou à l'ouverture de sortie (16) pour réduire au moins dans la plus grande
mesure la sortie d'air hors de la chambre d'admission (11) et/ou l'admission d'air
ambiant dans la chambre de sortie (12).
18. Finisseur à tunnel selon au moins l'une quelconque des revendications 12 à 17, caractérisé en ce que le tronçon de transport de pièces de vêtement (14) est agrandi par endroits.
19. Finisseur à tunnel selon la revendication 18, caractérisé en ce que pour agrandir le tronçon de transport des pièces de vêtement (14), le tronçon de
transport présente une trajectoire sinueuse, de façon préférée la trajectoire sinueuse
du tronçon de transport étant formée par de multiples déviations d'une file de transport
au niveau de roues successives, les roues comportant des axes de rotation (37) verticaux
reposant sur une ligne s'étendant dans la direction de transport (13), de préférence
de façon centrale à travers la chambre de traitement (10) et/ou la chambre de sortie
(12) et/ou la chambre d'admission (11).
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