(19)
(11) EP 1 889 982 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
23.11.2016  Patentblatt  2016/47

(21) Anmeldenummer: 07114108.9

(22) Anmeldetag:  09.08.2007
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E04B 7/02(2006.01)

(54)

Dachstuhlkonstruktion aus Holz, eine dabei zur Längsaussteifung verwendbare Anordnung sowie ein Verfahren zum Errichten einer solchen Dachkonstruktion

Roof truss construction made of wood, an assembly for longitudinal bracing and method for assembling such a roof construction

Structure de charpente en bois, une installation ainsi utilisable pour le renforcement longitudinal tout comme un procédé destiné à édifier une telle structure de charpente


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO SE SI SK TR

(30) Priorität: 09.08.2006 DE 102006037224

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
20.02.2008  Patentblatt  2008/08

(73) Patentinhaber: Eleco Bauprodukte GmbH
85356 Freising (DE)

(72) Erfinder:
  • Rottmüller, Vitus
    84079, Bruckberg (DE)

(74) Vertreter: Melzer, Wolfgang 
Mitscherlich PartmbB Patent- und Rechtsanwälte Sonnenstrasse 33
80331 München
80331 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-A1- 3 117 628
GB-A- 137 557
US-B1- 6 412 233
FR-A- 1 432 691
GB-A- 1 362 199
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Dachstuhlkonstruktion aus Holz, eine bei einer solchen Dachstuhlkonstruktion zur Längsaussteifung verwendbare Anordnung sowie ein Verfahren zum Errichten einer solchen Dachkonstruktion.

    [0002] Der traditionelle zimmermännische handgefertigte Dachstuhl beruht auf traditionellen Vorbildern und der Erfahrung der ausführenden Handwerker und nützt vereinfachte statische Berechnungen aufgrund der Tatsache zahlreicher Auflagen auf Mauerwerken. Deren Verwendung ist bei Wohnhäusern weiterhin üblich und die im Folgenden dargestellten Überlegungen spielen keine wesentliche Rolle.

    [0003] Bei Dächern für Hallen mit großen Spannweiten und insbesondere ohne Zwischenmauerwerk wie für Hallen von Warenlagern, landwirtschaftlichen Anwesen, Sportanlagen oder dergleichen, also bei Dächern mit zwei oder mehr Auflagen, und insbesondere dort, wo das Dach gänzlich oder zum Teil zur Steigerung der Raumhöhe ausgenutzt wird, wird hingegen angestrebt, die statischen Vorgaben zwar zumindest vollständig zu erfüllen, möglichst jedoch so, dass die Stabilität erhöht ist, dabei jedoch Materialkosten und Herstellkosten zu minimieren. Ein wesentlicher Ansatz ist, vorgefertigte Bauelemente zu verwenden, die fabrikmäßig hergestellt werden und die auf der Baustelle im wesentlichen lediglich zu montieren sind. Hier haben sich Dachstuhlkonstruktionen bewährt, die aus parallel angeordneten Bindern gleicher Bauart bestehen, die typisch aus einem Obergurt, einem Untergurt und diese verbindenden Füllstäben zur Aufnahme von Druck- und Zugkräften nach statischen Erfordernissen bestehen. Diese Binder können fabrikmäßig vorgefertigt werden und beispielsweise durch Wahl der Abstände zwischen benachbarten Bindern hinsichtlich des Verbrauches an Holz optimiert werden. Zweckmäßig wird bei der Bestimmung dieses Abstandes auch berücksichtigt, dass Dämmstoffe typisch nur in bestimmten Breiten hergestellt werden und ein Zuschnitt auf der Baustelle kostspielig ist, sodass für einen solchen Abstand benachbarter Binder typisch auf die handelsüblichen Breiten von Dämmstoffen ebenfalls zurückgegriffen wird. Allerdings genügt es nicht, derartige vorgefertigte Binder bauseits mit den vorgegebenen Abständen traufseitig aufzulegen und zu verankern und dann die Lattung gegebenenfalls mit Konterlattung oder die Schalung aufzubringen. Vielmehr sind wesentliche dynamische Belastungen einer gesamten Dachkonstruktion zu berücksichtigen, insbesondere Schneelasten und Windlasten, die zwar einseitig aber durchaus aus unterschiedlichen Richtungen angreifen können. Es ist daher zwingend erforderlich, eine Längsaussteifung vorzusehen. Darüber hinaus können unvermeidbare Ungenauigkeiten bei der Montage dazu führen, dass die Binder nicht genau vertikal ausgerichtet sind, sondern von der Vertikalen abweichen, was dazu führt, dass einzelne Füllstäbe einer Druckbelastung ausgesetzt werden, die über die bei der statischen Berechnungen als maximal angesetzten hinausgeht, so dass die Ausknick-Gefahr von insbesondere Füllstäben, aber auch der Obergurte, höher ist als bei der statischen Berechnung angesetzt. Die Abweichung von der Vertikalen lässt nämlich zusätzlich in Längsrichtung der mit der Dachstuhlkonstruktion versehenen Gebäude (also senkrecht zur Ebene eines Binders) wirkende Kräfte entstehen, die keinesfalls vernachlässigbar sind.

    [0004] Die Längsaussteifung wird im wesentlichen durch zwei Maßnahmen erreicht, nämlich durch das Vorsehen von Verbandgebinden oder Parallelbindern einerseits, von denen zumindestens zwei jeweils giebelseitig angeordnet werden, und durch so genannte Windrispen andererseits.

    [0005] Bei einem Verbandgebinde sind zwei mit dem zuvor ermittelten Abstand angeordnete Binder miteinander durch aussteifende Hölzer fest miteinander verbunden, und zwar im Bereich der Obergurte, da im Normalfall nur diese knickgefährdet sind. Im übrigen sind schon aus optischen Gründen Aussteifungen im Bereich der Untergurte und im Bereich der Füllstäbe unerwünscht. Entsprechend der Größe des durch das Dach zu überdeckenden Raumes werden mehrere solcher Verbandgebinde vorgesehen, d.h. auch zwischen den beiden giebelseitigen Verbandgebinden. Dies allein genügt jedoch noch nicht den Anforderungen. Typisch werden als Windrispen aus Metallbandmaterial bestehende Rispenbänder diagonal gespannt, wobei die firstseitigen Enden am jeweils abgewandten Binder eines Verbandgebindes festgelegt sind und mindestens über drei Binderabstände, also vier Binder, verlaufen. Kreuzungen der unterschiedlichen diagonal verlaufenden Windrispen in sowohl Firstbereich als auch Traufbereich sind dabei erwünscht. Die Windrispen sollen gespannt sein und an jedem Binder, den sie kreuzen, sicher festgelegt sein. Hier ergeben sich in der Praxis jedoch die größten Probleme. Es ist kaum möglich, das Bandmaterial einer Windrispe, insbesondere bei großen Dachflächen, sicher straff zu verlegen und zu befestigen. Darüber hinaus bleibt unberücksichtigt, dass bei Dachkonstruktionen im Sommer Temperaturen von über 50°C und im Winter Temperaturen von unter -30°C durchaus möglich sind, so dass die Auswirkungen der thermischen Dehnung nicht vernachlässigbar sind. Diese wirken auf das Befestigungsmittel, Nagel oder Bolzen, in erheblichen Umfang ein und neigen zum Aufweiten des demgegenüber weicheren Holzmaterials, so dass die sichere Befestigung leidet. Somit kann auch durch diese Maßnahme die vertikale Ausrichtung der Binder nicht gewährleistet werden.

    [0006] Ganz abgesehen davon können bei der Aufbringung der Lattung oder Konterlattung oder der Schalung, die zur Aussteifung nicht unwesentlich beitragen, immer dann Probleme auftreten, wenn deren Befestigung dort erfolgen soll, wo die Windrispe mit dem Binder verbunden ist.

    [0007] Die vorgenannten Probleme treten in besonderem Maße bei so genannten Nagelplattenbindern auf, bei denen die feste Verbindung zwischen den Bestandteilen eines Binders über so genannte Nagelplatten erfolgt, gemäß DIN 1052. Bei solchen Nagelplatten handelt es sich um Platten aus verzinktem oder korrosionsbeständigem Stahlblech mit Blechdicken von mindestens 1 bis maximal 2,5 mm, bei denen typisch durch Stanzung und Ausbiegung vertikale Nägel erreicht sind. Diese Nagelplatten werden hydraulisch in einer Fabrikhalle in definierter Lage in das Holz eingebracht und erreichen eine außerordentlich sichere Verbindung mit kostengünstiger Fertigung von vorgefertigten, fabrikmäßig hergestellten Bindern. Die gleiche Vorgehensweise wird auch für vorgefertigte Verbände zur Aussteifung zwischen den Obergurten bei einem Verbandgebinde herangezogen. Jedoch wird die Gefahr, die Lattung, Konterlattung oder Schalung gegebenenfalls auch eine der Windrispen nicht sicher befestigen zu können, erhöht, wenn nämlich die Befestigung im Bereich einer Nagelplatte erfolgen soll. Es sei noch erwähnt, dass es üblich ist, bei der Montage zwischen den Bindern, insbesondere deren Füllstäben, Montagehölzer zu nageln und auch als Läufer zu belassen, ohne dass auch nur im Ansatz erkennbar wäre, ob statische Funktionen erfüllbar sein könnten.

    [0008] Zur Überwindung dieses Problems werden beim Stand der Technik zusätzliche Verbandgebinde vorgesehen und wird eine größere Menge an Windrispen vorgesehen, was offensichtlich kostspielig und aufwändig ist, das eigentliche Problem aber nicht beseitigt.

    [0009] DE 3117628 offenbart eine Dachaussteifung, insbesondere einem sattelförmigen Binderdach, wobei bei einem Dach mit Fachwerkbinder und mit horizontalen Aussteifungsverbänden, die am Firstpunkt aufgelagert sind, Verstrebungen für die Ableitung der Auflagerkräfte zum Traufpunkt fuhren.

    [0010] GB 1362199 offenbart ein Anordnung von aus Holzstäben gebildeten Verbänden, insbesondere eine Hauskonstruktion, bei der die Haut des Hauses auf einer Dachstuhlkonstruktion aufgebracht ist.

    [0011] Ausgehend hiervon ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Konstruktion zu finden, die bei Erfüllung der statischen Anforderungen eine sichere Aussteifung erlaubt.

    [0012] Die Aufgabe wird bei einer Dachstuhlkonstruktion aus Holz durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst, wird durch die Verwendung einer Längsaussteifung durch die Merkmale des Anspruchs 10 gelöst, und wird bei einem Verfahren zum Errichten einer Dachstuhlkonstruktion durch die Merkmale des Anspruchs 7 gelöst.

    [0013] Die Erfindung wird durch die Merkmale der abhängigen Ansprüche weitergebildet.

    [0014] Der grundsätzliche Gedanke der vorliegenden Erfindung ist darin zu sehen, insbesondere statt der nur auf der Baustelle und mit den erwähnten Mängeln verwendbaren Windrispe eine vorfertigbare, fabrikmäßig herstellbare Längsaussteifung vorzusehen, die insbesondere an den primär gefährdeten Füllstäben unmittelbar angreift, also den Füllstäben, die einer Druckbelastung ausgesetzt sind. Diese Anordnung besteht aus aus Holzstäben oder -gurten gebildeten Verbänden mit im Wesentlichen rechteckigem Aufbau, wobei schräg oder diagonal verlaufende Holzstäbe zusätzlich vorsehbar sind. Bauseits können nach In-Lage-Bringen der Binder diese Verbände aneinander gereiht eingeschoben werden und mit den korrespondierenden Druckstäben benachbarter Binder über die gesamte Dachstuhlkonstruktion hindurch fest verbunden werden. Windrispen an der Oberkante der Obergurte entfallen vollständig. Es zeigt sich, dass diese Verbände eine derartige Steifigkeit erreichen, dass die Anzahl der vorzusehenden Verbandgebinde verringert werden kann, unter Umständen sogar auf die beiden giebelseitig vorzusehenden verringert werden kann. Von Vorteil können diese Verbände in Nagelplattenbauweise hergestellt werden. Hohe Erfahrung beim Einbringen dieser Verbände ist im Gegensat zu der bei dem Aufbringen von Windrispen erforderlichen Erfahrung nicht erforderlich.

    [0015] Die Erfindung wird anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen:
    Fig. 1
    einen Ausschnitt aus einer Dachstuhlkonstruktion mit einer Anordnung zur Längsversteifung gemäß einer Ausführungsform der Erfindung,
    Fig. 2
    schematisch in Aufsicht eine Dachstuhlkonstruktion in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung,
    Fig. 3
    eine andere Ansicht einer Einzelheit der vorliegenden Erfindung,
    Fig. 4
    schematisch in Aufsicht eine Dachstuhlkonstruktion gemäß dem Stand der Technik,
    Fig. 5
    eine Einzelheit einer Dachstuhlkonstruktion gemäß dem Stand der Technik.


    [0016] Im Folgenden wird zunächst eine Dachstuhlkonstruktion gemäß dem Stand der Technik und eine bei einer derartigen Dachstuhlkonstruktion verwendete Längsaussteifung anhand der Fig. 4 und Fig. 5 näher erläutert.

    [0017] Fig. 4 zeigt perspektivisch und in Aufsicht eine Dachstuhlkonstruktion 101, wie sie derzeit für Hallen 100 wie Warenlagern, Einkaufsmärkte oder dergleichen verbreitet üblich ist. Auf einem schematisch dargestellten Mauerwerk 102 sind eine Reihe von Bindern 103 parallel und vertikal nebeneinander traufseitig abgelegt, mit über die Längserstreckung der Halle 100 gleichem Abstand 104. Die traufseitige Verbindung mit dem Mauerwerk 102 erfolgt in an sich bekannter Weise mittels Ankern und dergleichen, weshalb dies nicht im Einzelnen dargestellt ist.

    [0018] Bestimmte Paare von Bindern 103 sind zu einem Verbandgebinde 105 vereinigt mittels in der späteren Dachebene verlaufenden traufartigen Stäben 106, firstseitigen Stäben 107 und typisch im Zickzack verlaufenden Verbindungsstäben 108. Bei der Dachstuhlkonstruktion 101 gemäß dem Stand der Technik sind solche Verbandgebinde 105 nicht nur giebelseitig sonder mehrfach, über die Längserstreckung des Gebäudes, verteilt angeordnet. Nach deren Verankerung stellen diese Verbandgebinde 105 in Längsrichtung der Halle 100 aussteifende Anordnungen dar. Eine Längsaussteifung der Binder 103 zwischen benachbarten Verbandgebinden 105 erfolgt mit Hilfe diagonal verspannter Windrispen 109 und 110. Fig. 5 zeigt deutlicher den firstseitigen Anschluss dieser Windrispen 109 und 110. Jede Windrispe 109, 110 ist an dem in der der Verspannrichtung der jeweiligen Windrispe 109, 110 abgewandten Binder 103 eines Verbandgebindes 105 festgelegt, so dass sich die Windrispen 109, 110 im Bereich des Verbandgebindes 105 kreuzen. Wie aus Fig. 4 erkennbar, erfolgt die traufseitige Festlegung am benachbarten Verbandgebinde 105 in korrespondierender Weise.

    [0019] Aus Fig. 5 ergibt sich auch, dass das Verbandsgebinde 105 nicht nur den traufseitigen Stab 106, den firstseitigen Stab 105 sowie die diagonalen Verbindungsstäbe 108 enthält, sondern auch Verbandsgurte 111, die parallel zur Oberseite der jeweiligen Obergurte 112 der Binder 103 verlaufen.

    [0020] Die Binder 103 weisen dabei neben den Obergurten 112 Untergurte 113 sowie eine Reihe von Füllstäben 114 zwischen Obergurt 112 und Untergurt 113 auf. Die Füllstäbe 114 dienen nach statischen Erfordernissen der Aufnahme von Zug- und Druckkräften.

    [0021] Es zeigt sich, dass die Binder 103 identischen Aufbau besitzen und typisch vorgefertigt, insbesondere fabrikmäßig vorgefertigt sind. Es zeigt sich, wie aus Fig. 5 herleitbar, dass auch die Anordnung aus den Verbandsgurten 111, de, traufseitigen Stab 106, dem firstseitigen Stab 107 sowie den Verbindungsstäben 108 nicht notwendigerweise bauseits vorgenommen werden muss, sondern bevorzugt ebenfalls vorgefertigt, insbesondere fabrikmäßig vorgefertigt werden kann, wobei diese feldartige Anordnung dann bauseits mit den ein Verbandgebinde 105 bildenden Bindern 103 zu verbinden ist. Es zeigt sich, dass es auch möglich ist, ein solches Verbandsgebinde 105 bereits insgesamt vorgefertigt, beispielsweise auch fabrikmäßig vorgefertigt auf das Mauerwerk 102 abzusetzen. Ob dies erfolgt, wird baustellenabhängig nach wirtschaftlichen Überlegungen, auch hinsichtlich insbesondere der Transportkosten, entschieden werden.

    [0022] Der Abstand 104 benachbarter Binder 103, wobei dieser Abstand 104 auch für den Abstand zwischen den Bindern 103 eines Verbandgebindes 105 zutrifft, richtet sich zwar primär nach statischen Erfordernissen, jedoch wird vorteilhaft ein Abstand 104 gewählt, der für die Endfertigung eines Daches wirtschaftlich sinnvoll ist, insbesondere wird ein Abstand 104 ausgewählt werden, der der Breite handelsüblicher Isolierbahnen entspricht, da das bauseitige Zuschneiden von Isolierbahnen zeit- und damit äußerst kostenaufwändig ist. Neben dem Aufbringen einer solchen Isolation wird bei einer Dachstuhlkonstruktion der geschilderten Art eine Lattung gegebenenfalls mit Konterlattung oder auch eine Schalung aufgebracht, um die endgültige Eindeckung aufbringen zu können.

    [0023] Auf diese Weise kann eine den statischen Anforderungen genügende Dachstuhlkonstruktion geschaffen werden, die bei geringem Holzverbrauch wirtschaftlich gefertigt werden kann, da weitgehend eine Vorfertigung, insbesondere eine fabrikmäßige Vorfertigung möglich ist.

    [0024] Aus wirtschaftlichen Überlegungen hat sich bei derartigen Dachstuhlkonstruktionen die Fertigung mittels Nagelplattenbindern gemäß DIN 1052 grundsätzlich bewährt und zwar nicht nur bei der fabrikmäßigen Verbindung von Obergurten, Untergurten und Füllstäben, sondern auch, wie sich insbesondere aus Fig. 5 ergibt, bei der fabrikmäßigen Herstellung eines Versteifungsfeldes, bestehend aus Verbandsgurten 111, traufseitigem Stab 106, firstseitigem Stab 107 und Aussteifungs- bzw. Verbindungsstäben 108. Dies ist in Fig. 5 durch Nagelplatten 115 schematisch dargestellt, wobei sich die Größe der Nagelplatten nach den statischen Vorgaben richtet. Wie an sich bekannt, vergleiche insbesondere DIN 1052, handelt es sich bei den Nagelplatten um Platten aus verzinktem oder korrosionsbeständigem Stahlblech mit Blechdicken von mindestens 1 bis maximal 2,5 mm, aus denen durch Stanzen und Biegen nagelartige Verankerungsglieder vertikal wegragen. Die Nagelplattenbauweise ist beispielsweise kurz dargestellt in Frank Ostertag, "Under Pressure" in Holzbau und Technik, April 4/1995. Hierzu ist auch ein Sonderdruck als Fachinformation KM 95/1 erhältlich.

    [0025] Probleme ergeben sich allerdings in der Praxis, und zwar insbesondere bei der baustellenseitigen Montage. Aufgrund der Abmessungen der einzelnen Binder 103, bei denen die Untergurte 113 durchaus Längen von deutlich über 20m haben können und entsprechenden Firsthöhen ist in der Praxis eine millimetergenaue VertikalAusrichtung aller Binder 103 einer Dachstuhlkonstruktion 101 nicht möglich, weshalb schon deshalb die Ausknickgefahr bei insbesondere Druckkräfte aufnehmenden Füllstäben 114 und Obergurten 112 eines Binders 103 erhöht ist. Darüber hinaus ist die vorgeschriebene straffe Verspannung mit den Windrispen 109, 110 jedenfalls bei den hier in Rede stehenden Abmessungen nicht wirklich erreichbar. Hier wird es auf der Baustelle wellenartige Verläufe geben. Deren Wirkung wird noch verstärkt durch die Tatsache, dass die aus Metall bestehenden Windrispen 109, 110 erheblichen thermischen Längenänderungen unterliegen, da in der Praxis im Sommer Temperaturen von 50°C und mehr, dagegen im Winter Temperaturen von -30°C und tiefer keinesfalls realitätsfern sind. Diese thermischen Längenänderungen haben wesentlichen Einfluss auf die festen Verbindungen zu den einzelnen Bindern, wobei diese festen Verbindungen zimmermännisch mittels Nageln typisch erreicht sind, so dass, auch aufgrund der Tatsache dass Holz weicher als Metall ist, die Verbindungen zwischen den Windrispen 109, 110 und den Obergurten 112 der Binder 103 relativ weich ist. Die möglichen Folgen dieser Probleme werden in der Praxis nach dem Stand der Technik dadurch überwunden, dass Verbandgebinde 105 in höherer Anzahl vorgesehen werden, was erkennbar die Kosten erhöht. Die Ursache, die vertikale Ausrichtung der Binder 103 nicht sicherstellen zu können, wird jedoch nicht überwunden.

    [0026] Schließlich ist auch die Aufbringung der Dachlatten (oder dem Schalungselement) beeinträchtigt, die ebenfalls eine Längsaussteifung erreichen, allerdings dort, wo Windrispen 109, 110 über Obergurte 112 verlaufen, nicht befestigt werden können, weshalb in solchen Fällen örtlich komplizierte und damit aufwändige Sonderkonstruktionen vorgesehen werden müssen.

    [0027] Diese Probleme werden gemäß der vorliegenden Erfindung überwunden.

    [0028] Fig. 2 zeigt in Anlehnung an Fig. 4 ebenfalls eine Dachstuhlkonstruktion 1, die auf einem Mauerwerk 2 errichtet ist, und aus parallel zueinander angeordneten vertikalen Bindern 3 mit einem Abstand 4 besteht, der in gleicher Weise wie zuvor ausgewählt wird. Auch hier sind Verbandgebinde 5 über die Längserstreckung der Dachstuhlkonstruktion 1 vorgesehen, von denen je einer etwa giebelseitig vorgesehen ist. Die Verbandgebinde 5 haben dem Grundsatz nach den gleichen Aufbau wie gemäß dem Stand der Technik. Deutlich erkennbar sind keine Windrispen vorgesehen. Die Längsaussteifung erfolgt erfindungsgemäß in anderer Weise, was insbesondere in den Fig. 1 und 3 dargestellt ist.

    [0029] Aus Fig. 1 und Fig. 3 ist zunächst erkennbar, dass jeder Binder 3 wie bekannt einen Obergurt 12, einen Untergurt 13 sowie eine Reihe von Füllstäben 14 besitzt. Die Längsaussteifung erfolgt hier gemäß der Erfindung durch aneinander gereihte Verbände 20, 21 bzw. 22, die korrespondierende Füllstäbe 14 benachbarter Binder 3 einschließlich der Binder 3 der Verbandgebinde 5 verbinden.

    [0030] Der grundsätzliche Aufbau wird anhand des Verbandes 20 erläutert. Jeder Verband besteht aus Längs- und Querstäben, die ein im Wesentlichen rechteckiges Feld bilden, wobei Diagonalstäbe bzw. schräg gestellte Stäbe zur Aussteifung vorgesehen sein können, wobei ein Verband mindestens zwei benachbarte Binder 3 überdeckt. Der Verband 20 zeigt als Beispiel einen oberen Längsstab 25, einen unteren Längsstab 26, regelmäßig angeordnete Querstäbe 27 und regelmäßig angeordnete Diagonalstäbe 28. Es zeigt sich, dass diese Verbände vorgefertigt, insbesondere fabrikmäßig vorgefertigt sein können und insbesondere auch in Nagelplattenbauweise.

    [0031] Der Verband, wie der Verband 20, erstreckt sich in Längsrichtung der Dachstuhlkonstruktion 1 und ist mit jedem entsprechenden Füllstab 14 der benachbarten Binder 3 fest verbunden, beispielsweise durch Nageln, Heften oder dergleichen. Vorzugsweise sind insbesondere Druckkräfte aufnehmende Füllstäbe 14 der Binder 3 der Dachstuhlkonstruktion 1 mittels derartigen Verbände fest miteinander verbunden.

    [0032] Fig. 1 und Fig. 3 zeigen, dass die verschiedenen Füllstäben zugeordneten Verbände unterschiedlichen Aufbau besitzen können und nicht über die gesamte Längenerstreckung jedes Füllstabes 14 vorgesehen sein müssen. Der Verband 20 beispielsweise ist lediglich im obergurtseitigen Bereich der zugehörigen Füllstäbe 14 vorgesehen. Der Verband 21 ist im untergurtseitigen Bereich der entsprechenden Füllstäbe 14 vorgesehen, während der Verband 22 vollständig den Bereich zwischen Obergurt und Untergurt der entsprechenden Füllstäbe 14 überdeckt. Fig. 1 zeigt ferner, dass nicht alle Füllstäbe 14 mittels Verbänden miteinander verbunden sein müssen. Insbesondere bei Zugkräfte aufnehmenden Füllstäben 14 ist das Vorsehen derartiger Verbände entbehrlich.

    [0033] Fig. 1 und auch Fig. 3 zeigen ferner, dass ein solcher Verband auch mehr als zwei Längsstäbe, hier Längsstäbe 28, 29, 30 aufweisen kann und dass der Abstand der Querstäbe nicht mit dem Abstand 4 zwischen benachbarten Bindern 3 übereinstimmen muss. Dies bedeutet, dass die Herstellung der Verbände sogar unabhängig von dem jeweiligen Bauprojekt erfolgen kann.

    [0034] Es zeigt sich, dass alle bei der Verwendung von Windrispen gemäß dem Stand der Technik auftretenden Probleme überwunden sind und auch bei nach unten offenen Dachkonstruktionen ein ästhetisches Aussehen erzielt ist. Die über die Längserstreckung des Gebäudes gleichförmige Ausbildung der Verbände 20, 21, 22 verhindert auch, dass ungeschulte Kräfte, etwa Handwerker anderer Berufssparten deren Bestandteile als unwesentliche und daher entfernbare Montagehölzer aussehen könnten.

    [0035] Insbesondere Fig. 1 und 3 zeigen, dass bei einem Verbandgebinde 5 nicht nur die an sich bekannte obergurtseitige Aussteifung vorgesehen ist, wie sie anhand Fig. 5 erläutert wurde, sondern auch eine weitere Aussteifung zwischen benachbarten Bindern 3 zwischen ausgewählten Füllstäben 14, gegebenenfalls auch im Untergurtbereich. Diese weitere Aussteifung hat im wesentlichen gleichen Aufbau wie die obergurtseitige Aussteifung aus einem traufseitigen Stab 32, einem firstseitigen Stab 33, diagonal verlaufenden Verbindungsstäben 34 sowie füllstabparallele und dort anliegende den Verbandsgurten 111 entsprechende Gurtstäbe 35. Auch diese feldartigen weiteren Aussteifungen sind vorfertigbar, insbesondere fabrikmäßig vorfertigbar und auch in Nagelplattenbauweise fertigbar, wie dargestellt. Durch diese weitere Aussteifung, die die lichte Weite zwischen insbesondere Füllstäben 14 überbrückt, wird in Verbindung mit den Verbänden 20, 21, 22 eine wesentliche Kräfteableitung erreicht und wird ferner die Vertikalausrichtung der Binder 3 der Dachstuhlkonstruktion 1 gesichert. Die erwünschte rechtwinklige Ausrichtung zwischen Füllstäben 14 und Verbänden 20, 21, 22 wird ebenfalls gewähleistet.

    [0036] Es zeigt sich, dass die erfindungsgemäße Art, bei einer Dachstuhlkonstruktion die Längsaussteifung zu erreichen, grundsätzlich immer anwendbar ist, wenn die Dachstuhlkonstruktion gattungsgemäß aus parallel nebeneinander angeordneten vertikalen Bindern errichtet wird. Die Erfindung wurde zwar anhand von Dreieckbindern näher erläutert, ist jedoch grundsätzlich bei allen Arten solcher Binder anwendbar, einschließlich Bogenbindern, und insbesondere dort von Vorteil, wo vorgefertigte, insbesondere fabrikmäßig vorgefertigte Bauelemente verwendet werden sollen. Selbstverständlich ist die Erfindung auch bei solchen Dachkonstruktionen anwendbar, bei denen Nebendachkonstruktionen üblich sind, wie in Fig. 4 angedeutet.


    Ansprüche

    1. Dachstuhlkonstruktion aus Holz für insbesondere Dächer mit zwei oder mehr Auflagen, wie für Hallen von Warenlagern, landwirtschaftlichen Anwesen, Sportanlagen oder dergleichen,
    bestehend:

    aus parallel mit im wesentlich gleichen Abstand (4) nebeneinander angeordneten Bindern (3), die jeweils Obergurt (12), Untergurt (13) und diese verbindende Füllstäbe (14) zum Aufnehmen von Druck- und Zuglasten nach statischen Erfordernissen aufweisen und die traufseitig aufliegen,

    aus einer bauseitig aufzutragenden Lattung, gegebenenfalls mit Konterlattung oder gegebenenfalls einer Schalung, und

    aus einer Längsaussteifung, die zumindest zwei jeweils bauseits giebelseitig anzuordnende Verbandgebinde (5) sowie eine mit mehreren benachbarten Bindern (3) einschließlich der Verbandgebinde bauseits fest verbundene Anordnung aufweist,

    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Anordnung durch aus Holzstäben (25, 26, 27, 29, 30, 31) gebildete Verbände (20, 21, 22) gebildet ist, die rechteckige Felder definieren, wobei diagonal angeordnete Holzstäbe (28) vorsehbar sind, und die bauseits mit in der Lage im Binder (3) zueinander korrespondierenden und insbesondere Druckkräfte aufnehmenden Füllstäben (14) zumindest zweier benachbarter Binder (3) fest verbunden sind, wobei entsprechende Verbände (20, 21, 22) aneinander gereiht über alle Binder (3) vorgesehen sind.
     
    2. Dachstuhlkonstruktion nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass der Verband (20, 21, 22) eine Erstreckung in Längsrichtung der Dachstuhlkonstruktion (1) quer zur Binder-Ebene besitzt, die mehr als zwei Abstände (4) beträgt.
     
    3. Dachstuhlkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei ein Verbandgebinde (5) aus zwei parallel angeordneten Bindern (3) und einer obergurtseitigen feldartigen Aussteifung aus einem traufseitigen Stab (106), einem firstseitigen Stab (107), diagonale Verbindungsstäben (108) und gegebenenfalls obergurtparallelen Verbandsgurten (111) besteht, wobei die Aussteifung zwischen den Obergurten (12) bauseits fest angeordnet ist,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass zumindest eine weitere feldartige Aussteifung zwischen insbesondere den Füllstäben (14) des Verbandgebindes (5) bauseits fest angeordnet ist, die durch Verbände (20, 21, 22) bauseits verbunden sind, mit einem traufseitigen Stab (32), einem firstseitigen Stab (33), diagonalen Verbindungsstäben (34) sowie gegebenenfalls füllstabparallelen Gurtstäben (35).
     
    4. Dachstuhlkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass der Verband (20, 21, 22) und/oder der Binder (3) und/oder eine feldartige Aussteifung eines Verbandgebindes (5) in Nagelplattenbauweise ausgebildet ist.
     
    5. Dachstuhlkonstruktion nach Anspruch 4,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass der Verband (20, 21,22) und jeder zugeordnete bauseitige Binder (3) und/oder eine oder jede der feldartigen Aussteifungen eines Verbandgebindes (5) in Nagelplattenbauweise miteinander verbindbar sind.
     
    6. Dachstuhlkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Verbände (20, 21, 22) und/oder die Binder (3) und/oder eine oder jede der feldartigen Aussteifungen eines Verbandgebindes (5) fabrikmäßig hergestellt sind.
     
    7. Verfahren zum Errichten einer Dachstuhlkonstruktion (1) aus Holz für insbesondere Dächer mit 2 oder mehr Auflagen, wie für Hallen von Warenlagern, landwirtschaftlichen Anwesen, Sportanlagen oder dergleichen, bestehend aus parallel mit im wesentlichem gleichen Abstand (4) nebeneinander angeordneten Bindern (3), die jeweils Obergurt (12), Untergurt (13) und diese verbindende Füllstäbe (14) zum Aufnehmen von Druck- und Zugkräften nach statischen Erfordernissen aufweisen, und die traufseitig aufliegen, aus einer bauseitig auzutragenden Lattung gegebenenfalls mit Konterlattung, gegebenenfalls einer Schalung, und aus einer Längsaussteifung, die zumindest zwei jeweils bauseits giebelseitig anzuordnende Verbandgebinde (5) sowie eine mit mehreren benachbarten Bindern (3) einschließlich der Verbandgebinde (5) bauseits fest verbundene Anordnung aufweist,
    bei dem die Binder (3) fabrikmäßig hergestellt werden und die Verbandgebinde (5) aus fabrikmäßig hergestellten Bindern (3) entweder fabrikseitig oder bauseitig hergestellt werden,
    wobei die Binder (3) und die Verbandgebinde (5) bauseitig nach statischen Vorgaben mit dem Abstand (4) traufseitig aufgelegt werden,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Anordnung durch aus Holzstäben gebildeten Verbänden (20, 21, 22) gebildet ist, die rechteckige Felder definieren, wobei diagonal angeordnete Holzstäbe (28) vorsehbar sind, wobei die Verbände (20, 21, 22) fabrikmäßig hergestellt werden und bauseits nach dem Auflegen und Ausrichten in der Vertikalen der Binder (3) mit in der Lage in den Bindern (3) zueinander korrespondierenden und insbesondere Druckkräfte aufnehmenden Füllstäben (14) zumindest zweier benachbarter Binder (3) fest verbunden werden, wobei entsprechende Verbände (20, 21, 22) aneinandergereiht über alle Binder (3) vorgesehen und mit diesen fest verbunden werden.
     
    8. Verfahren nach Anspruch 7, bei dem ein Verbandgebinde (5) fabrikmäßig oder bauseitig durch paralleles Nebeneinanderanordnen zweier Binder (3) und Befestigen einer obergurtseitigen feldartigen Aussteifung aus einem traufseitigen Stab (106), einem firstseitigen Stab (107), diagonalen Verbindungsstäben (108) und gegebenenfalls obergurtparallelen Verbandsgurten (111) herstellt wird,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass zumindest eine vertikale feldartige Aussteifung zwischen insbesondere der Füllstäbe (14) des Verbandsgebindes (5) fest angeordnet wird, die durch Verbände (20, 21, 22) bauseits verbunden werden, mit einem traufseitigen Stab (32), einem firstseitigen Stab (33), diagonalen Verbindungsstäben (34) sowie gegebenenfalls füllstabparallelen Gurtstäben (35).
     
    9. Verfahren nach Ansprüche 7 oder 8,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass Verbände (20, 21, 22) und/oder Binder (3) gegebenenfalls auch eine oder jede der feldartigen Aussteifungen eines Verbandgebindes (5) in Nagelplattenbauweise fabrikmäßig hergestellt werden.
     
    10. Verwendung einer Längsaussteifung zur bauseitigen Längsaussteifung einer Dachstuhlkonstruktion nach einem der Ansprüche 1-6,
    wobei die Längsaussteifung durch aus Holzstäben (25, 26, 27, 29, 30, 31) gebildete Verbände (20, 21, 22) gebildet ist, die rechteckige Felder definieren, wobei diagonal angeordnete Holzstäbe (28) vorsehbar sind.
     


    Claims

    1. Roof system construction of wood for, in particular, roofs with two or more supports, such as for halls of warehouses, agricultural buildings, sports facilities or the like,
    consisting:

    of trusses (3) arranged parallel next to one another with substantially the same spacing (4), which trusses each have an upper chord (12), lower chord (13) and filling bars (14) connecting them for absorbing compressive and

    tensile loads according to static requirements and which bear on the eaves side,

    of battens to be applied on the building site, if appropriate with counter-battens or if appropriate a boarding, and

    of a longitudinal reinforcement which has at least two bracing assemblies (5), which are each to be arranged on the gable side on the building site, and an arrangement fixedly connected on the building site to a plurality of adjacent trusses (3) including the bracing assemblies,

    characterized in that
    the arrangement is formed by bracings (20, 21, 22) which are formed from wooden bars (25, 26, 27, 29, 30, 31) and which define rectangular fields, wherein diagonally arranged wooden bars (28) can be provided, and which are fixedly connected on the building site to filling bars (14) of at least two adjacent trusses (3) that correspond to one another in the position in the truss (3) and absorb compressive forces in particular, wherein corresponding bracings (20, 21, 22) are provided so as to be arranged in rows across all the trusses (3).
     
    2. Roof system construction according to Claim 1,
    characterized in that
    the bracing (20, 21, 22) has an extent in the longitudinal direction of the roof system construction (1) transversely to the truss plane that is more than two spacings (4).
     
    3. Roof system construction according to either of Claims 1 or 2, wherein a bracing assembly (5) consists of two trusses (3) arranged in parallel and an upper-chord-side field-like reinforcement composed of an eaves-side bar (106), a ridge-side bar (107), diagonal connecting bars (108) and, if appropriate, upper-chord-parallel bracing chords (111), wherein the reinforcement is fixedly arranged on the building site between the upper chords (12),
    characterized in that
    at least one further field-like reinforcement is fixedly arranged on the building site between, in particular, the filling bars (14) of the bracing assembly (5), which filling bars are connected on the building site by bracings (20, 21, 22), with an eaves-side bar (32), a ridge-side bar (33), diagonal connecting bars (34) and, if appropriate, filling-bar-parallel chord bars (35).
     
    4. Roof system construction according to one of Claims 1 to 3,
    characterized in that
    the bracing (20, 21, 22) and/or the truss (3) and/or a field-like reinforcement of a bracing assembly (5) is formed with a nail plate method of construction.
     
    5. Roof system construction according to Claim 4,
    characterized in that
    the bracing (20, 21, 22) and each assigned truss (3) on the building site and/or a or each of the field-like reinforcements of a bracing assembly (5) can be connected to one another with a nail plate method of construction.
     
    6. Roof system construction according to one of Claims 1 to 5,
    characterized in that
    the bracings (20, 21, 22) and/or the trusses (3) and/or a or each of the field-like reinforcements of a bracing assembly (5) are produced at the factory.
     
    7. Method for erecting a roof system construction (1) of wood for, in particular, roofs with 2 or more supports, such as for halls of warehouses, agricultural buildings, sports facilities or the like, consisting of trusses (3) which are arranged parallel next to one another with substantially the same spacing (4), which trusses each have an upper chord (12), lower chord (13) and filling bars (14) connecting them for absorbing compressive and tensile forces according to static requirements, and which bear on the eaves side, of battens to be applied on the building site, if appropriate with counter-battens, if appropriate a boarding, and of a longitudinal reinforcement which has at least two bracing assemblies (5), which are each to be arranged on the building site on the gable side, and an arrangement fixedly connected on the building site to a plurality of adjacent trusses (3) including the bracing assemblies (5),
    in which the trusses (3) are produced at the factory and the bracing assemblies (5) made up of trusses (3) produced at the factory are either produced at the factory or on the building site,
    wherein the trusses (3) and the bracing assemblies (5) are placed on the eaves side on the building site with the spacing (4) according to static specifications, characterized in that
    the arrangement is formed by bracings (20, 21, 22) which are formed from wooden bars and which define rectangular fields, wherein diagonally arranged wooden bars (28) can be provided, wherein the bracings (20, 21, 22) are produced at the factory and are fixedly connected on the building site, after placing and orienting the trusses (3) in the vertical, to filling bars (14) of at least two adjacent trusses (3) that correspond to one another in the position in the trusses (3) and absorb compressive forces in particular, wherein corresponding bracings (20, 21, 22) are provided so as to be arranged in rows across all the trusses (3) and are fixedly connected thereto.
     
    8. Method according to Claim 7, in which a bracing assembly (5) is produced at the factory or on the building site by arranging two trusses (3) next to one another in parallel and fastening an upper-chord-side field-like reinforcement composed of an eaves-side bar (106), a ridge-side bar (107), diagonal connecting bars (108) and, if appropriate, upper-chord-parallel bracing chords (111),
    characterized in that
    at least one vertical field-like reinforcement is fixedly arranged between, in particular, the filling bars (14) of the bracing assembly (5), which filling bars are connected on the building site by bracings (20, 21, 22), with an eaves-side bar (32), a ridge-side bar (33), diagonal connecting bars (34) and, if appropriate, filling-bar-parallel chord bars (35).
     
    9. Method according to Claim 7 or 8,
    characterized in that
    bracings (20, 21, 22) and/or trusses (3) and, if appropriate, also a or each of the field-like reinforcements of a bracing assembly (5) are produced at the factory with a nail plate method of construction.
     
    10. Use of a longitudinal reinforcement for longitudinally reinforcing a roof system construction according to one of Claims 1-6 on the building site, wherein the longitudinal reinforcement is formed by bracings (20, 21, 22) which are formed from wooden bars (25, 26, 27, 29, 30, 31) and which define rectangular fields, wherein diagonally arranged wooden bars (28) can be provided.
     


    Revendications

    1. Structure de charpente en bois, en particulier pour des toits avec deux appuis ou plus, comme pour des halles d'entrepôts de marchandises, des domaines agricoles, des installations sportives ou autres, constituée :

    d'attaches (3) disposées les unes à côté des autres avec une distance (4) globalement identique, qui comprennent chacune une membrure supérieure (12), une membrure inférieure (13) et des entretoises (14) reliant celles-ci, pour l'absorption de charges de compression et de traction selon les exigences statiques et qui reposent du côté du chéneau,

    d'un lattis à poser côté construction, le cas échéant avec un contre-lattis ou, le cas échéant avec un coffrage et

    d'une rigidification de champ longitudinale qui comprend au moins deux fermes de combles (5) ainsi qu'un dispositif relié de manière fixe côté construction avec plusieurs attaches adjacentes (3) y compris la ferme de comble,

    caractérisée en ce que
    le dispositif est constitué d'assemblage (20, 21, 22) constitués de poutres en bois (25, 26, 27, 29, 30, 31), qui délimitent des champs rectangulaires, des poutres en bois (28) disposée en diagonale pouvant être prévues, et qui sont reliées de manière fixe, côté construction, avec des entretoises (14), correspondant entre elles dans l'attache et absorbant plus particulièrement les forces de compression, d'au moins deux attaches (3) adjacentes, des assemblages (20, 21, 22) correspondants étant prévus de manière juxtaposée sur toutes les attaches (3).
     
    2. Structure de charpente selon la revendication 1,
    caractérisée en ce que
    l'assemblage (20, 21, 22) présente une extension dans le sens longitudinal de la structure de charpente (1) transversale par rapport au plan de l'attache, qui présente plus de deux distances (4).
     
    3. Structure de charpente selon l'une des revendications 1 ou 2, une ferme de comble (5) étant constituée de deux attaches (3) disposées parallèlement et d'une rigidification de champ du côté de la membrure supérieure constituée d'une poutre côté chéneau (106), d'une poutre côté faîte (107), de poutres de liaison diagonales (108) et, le cas échéant, de membrures d'assemblage (111) parallèles à la membrure supérieure, la rigidification de champ étant disposée de manière fixe côté construction entre les membrures supérieures (12),
    caractérisée en ce que
    au moins une autre rigidification de champ est disposée de manière fixe côté construction, plus particulièrement en les entretoises (14) de la ferme de comble (5), qui sont reliées côté construction à l'aide d'assemblages (20, 21, 22), avec une poutre côté chéneau (32), une poutre côté faîte (33), des poutres de liaison diagonales (34) ainsi que, le cas échéant des poutres de membrures (35) parallèles aux entretoises.
     
    4. Structure de charpente selon l'une des revendications 1 à 3,
    caractérisée en ce que
    l'assemblage (20, 21, 22) et/ou l'attache (3) et/ou une rigidification de champ d'une ferme de comble (5) est réalisée sous la forme d'une plaque d'amarrage.
     
    5. Structure de charpente selon la revendication 4,
    caractérisée en ce que
    l'assemblage (20, 21, 22) et chaque attache (3) correspondante côté construction et/ou une ou chacune des rigidifications de champ d'une ferme de comble (5) peuvent être reliés entre eux à la manière d'une plaque d'amarrage.
     
    6. Structure de charpente selon l'une des revendications 1 à 5,
    caractérisée en ce que
    les assemblages (20, 21, 22) et/ou les attaches (3) et/ou une ou chacune des rigidifications de champ d'une ferme de comble (5) sont réalisés à la manière d'un treillis.
     
    7. Procédé de construction d'une structure de charpente (1) en bois en particulier pour des toits avec deux appuis ou plus, comme des halles d'entrepôts de marchandises, des exploitations agricoles, des installations sportives ou autres, constitués d'attaches (3) disposées parallèlement les unes à côté des autres avec globalement la même distance (4), qui comprennent chacune une membrure supérieure (12), une membrure inférieure (13) et des entretoises (14) reliant celles-ci pour l'absorption des forces de compression et de traction selon les exigences statiques et qui sont posées côté chéneau, constitués d'un lattis à poser côté construction, le cas échéant avec un contre-lattis, le cas échéant un coffrage, et constitués d'une rigidification longitudinale, qui comprend au moins deux fermes de combles (5) à disposer chacune côté pignon, côté construction, ainsi qu'un dispositif relié de manière fixe côté construction avec plusieurs attaches (3) adjacentes, y compris la ferme de comble (5),
    dans lequel les attaches (3) sont réalisées à la manière d'un treillis et les fermes de combles (5) sont réalisées à l'aide d'attaches (3) réalisées à la manière d'un treillis soit côté treillis soit côté construction,
    les attaches (3) et les fermes de combles (5) étant posées côté construction selon les directives statiques avec la distance (4) côté chéneau,
    caractérisé en ce que
    le dispositif est constitué d'assemblages (20, 21, 22) constitués de poutres en bois, qui délimitent des champs rectangulaires, des poutres en bois (28) disposées en diagonale pouvant être prévues, les assemblages (20, 21, 22) étant réalisés à la manière d'un treillis et étant reliés de manière fixe, côté construction, après la pose et l'alignement à la verticale des attaches (3) avec des entretoises (14), correspondant entre elles dans la position dans les attaches (3) et plus particulièrement absorbant les forces de compression, d'au moins deux attaches (3) adjacentes, des assemblages (20, 21, 22) correspondants étant juxtaposés sur toutes les attaches (3) et reliés de manière fixe avec celles-ci.
     
    8. Procédé selon la revendication 7, dans lequel une ferme de comble (5) est réalisée à la manière d'un treillis ou côté construction par la juxtaposition parallèle de deux attaches (3) et la fixation d'une rigidification de champ côté membrure supérieure, constituée d'une poutre côté chéneau (106), d'une poutre côté faîte (107), de poutres de liaison diagonales (108) et, le cas échéant, de membrures de liaison (111) parallèles à la membrure supérieure,
    caractérisé en ce que
    au moins une rigidification de champ verticale est disposée de manière fixe entre plus particulièrement les entretoises (14) de la ferme de comble (5), qui sont reliées côté construction par des assemblages (20, 21, 22), avec une poutre côté chéneau (32), une poutre côté faîte (33), des poutres de liaison diagonales (34) ainsi que, le cas échéant, de poutres de membrures (35) parallèles aux entretoises.
     
    9. Procédé selon la revendication 7 ou 8,
    caractérisé en ce que
    les assemblages (20, 21, 22) et/ou les attaches (3), le cas échéant également une ou chacune des rigidifications de champ d'une ferme de comble sont réalisés à la manière d'une plaque d'amarrage sous la forme d'un treillis.
     
    10. Utilisation d'une rigidification longitudinale pour la rigidification longitudinale côté construction d'une structure de charpente selon l'une des revendications 1 à 6, la rigidification longitudinale étant constituée d'assemblages (20, 21, 22) constitués de poutres en bois (25, 26, 27, 29, 30, 31), qui délimitent des champs rectangulaires, des poutres en bois diagonales (28) pouvant être prévues.
     




    Zeichnung




















    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente




    In der Beschreibung aufgeführte Nicht-Patentliteratur