[0001] Die Erfindung betrifft Sprühdüsenanordnung mit einer Sprühdüse mit einer Austritts-
oder Mischkammer und wenigstens zwei in die Austritts- oder Mischkammer mündenden
Durchgangsbohrungen, wobei die Durchgangsbohrungen jeweils mit einer Fluidleitung
verbunden sind. Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Betreiben einer erfindungsgemäßen
Sprühanordnung.
[0002] Für die Erzeugung eines möglichst feinen Tropfenspektrums werden Sprühdüsen mit einer
Austritts- oder Mischkammer und wenigstens zwei in die Austritts- oder Mischkammer
mündenden Durchgangsbohrungen, die jeweils mit einer Fluidleitung verbunden sind,
eingesetzt, insbesondere sogenannte Zweistoffdüsen. Ein Nachteil dieser Zweistoffdüsen
ist die Neigung zu Feststoffablagerungen insbesondere auch in den Zuluftbohrungen.
Der sichere Betrieb von Zweistoffdüsen erfordert in vielen Fällen einen häufigen Ausbau
der Düsenlanzen, an denen die Sprühdüsen angeordnet sind. Nur auf diese Weise sind
Düsen nach dem Stand der Technik für Reinigungsarbeiten zugänglich.
[0003] In der Verfahrenstechnik, insbesondere bei der Rauchgasreinigung, werden häufig Düsen
eingesetzt, die eine sehr feine Zerstäubung der Flüssigkeit ermöglichen. Neben Hochdruckeinstoffdüsen
kommen auch zunehmend Zweistoffdüsen zum Einsatz. Bei diesen wird die Flüssigkeit
unter Zuhilfenahme eines Druckgases, z.B. Druckluft oder Dampf, bei mäßigen Drücken
fein zerstäubt. Bei bekannten derartigen Zweistoffdüsen treten relativ häufig Betriebsstörungen
durch Ablagerungen in den Durchgangsbohrungen zur Austritts- oder Mischkammer auf.
Betroffen sind Engstellen einer Flüssigkeitszuführung zur Mischkammer, aber insbesondere
auch die meist radial angeordneten Bohrungen für die Drucklufteinleitung in die Mischkammer.
Dies zwingt zu einem häufigen Ausbau der Düsenlanzen und zur Reinigung der Düsen.
Da die Anlagen, in welche die Düsen eingebaut sind, insbesondere beim Einsatz für
die Rauchgasreinigung, zu diesem Zweck in aller Regel aber nicht abgefahren werden
können, schränken diese Erfordernisse den Einsatz von Zweistoffdüsen erheblich ein,
denn am Düseneinbauflansch muss in aller Regel Unterdruck in der Anlage herrschen,
damit keine Schadgase über den zum Ausbau der Düsenlanzen kurzzeitig geöffneten Flansch
austreten können. Ferner bedingen die Wartungsarbeiten einen großen Zeitaufwand. Die
Funktion der Anlage kann durch den wartungsbedingten Ausbau einer Düsenlanze beeinträchtigt
sein.
[0004] Aus der russischen Patentschrift
RU 2 102 160 C1 ist eine Sprühdüse zum Befeuchten und zum Reinigen von Luft und Rauchgasen in thermischen
Kraftwerken bekannt. Die Sprühdüse kann auch zum Waschen und Spritzen verschiedener
Gegenstände in der Bauindustrie verwenden werden. Stromaufwärts eines tieftrichterförmig
erweiternden Mundstückes ist eine Mischkammer vorgesehen, in die über eine konzentrisch
zum Mundstück liegende Flüssigkeitseintrittsdüse zu versprühende Flüssigkeit eingeleitet
wird. Die Flüssigkeitseintrittsdüse ist in Längsrichtung der Düse verstellbar, um
mehr oder weniger Luft zu der zu versprühenden Flüssigkeit zu zumischen. Die Flüssigkeitseintrittsdüse
ist soweit in Richtung auf eine Engstelle vor dem trichterförmigen Mundstück verstellbar,
dass die Flüssigkeitseintrittsdüse an der Engstelle anliegt. In der Engstelle selbst
können, siehe Fig. 6, Einlassbohrungen vorgesehen sein, um zusätzlich Flüssigkeit
einzuleiten.
[0005] Mit der Erfindung sollen Verschmutzungen von Sprühdüsen weitgehend unterbunden werden,
so dass lange, wartungsfreie Betriebsintervalle von solchen Sprühdüsen und Sprühanordnungen
erzielt werden können.
[0006] Erfindungsgemäß ist hierzu eine Sprühanordnung mit den Merkmalen von Anspruch 1 vorgesehen.
[0007] Mittels der erfindungsgemäßen Sprühanordnung wird die Entstehung von Ablagerungen
an den Durchgangsbohrungen dadurch verhindert, dass diese entweder selbstreinigend
ausgebildet sind oder zusätzliche Vorrichtungen zum Reinigen wenigstens einer der
Durchgangsbohrungen vorgesehen sind. Die Selbstreinigung erfolgt dabei während eines
Sprühbetriebs und die Vorrichtungen zum Reinigen entfernen eventuelle Ablagerungen
in den Durchgangsbohrungen während des Sprühbetriebs oder eines Reinigungsbetriebs.
[0008] In Weiterbildung der Erfindung weist wenigstens eine der Durchgangsbohrungen auf
ihrer, der Austritts- oder Mischkammer abgewandten Seite einen derart abgerundeten,
sich verjüngenden Querschnitt auf, dass eine Fluidströmung die Durchgangsbohrung bis
zur Mündung in die Mischkammer ohne Strömungsablösung passiert.
[0009] Auf diese Weise wird die Entstehung von Ablagerungen in der Durchgangsbohrung verhindert,
da in der Bohrung durchgehend eine von der Fluidströmung erzeugte Wandschubspannung
auf die Bohrungswand in Richtung auf die Mischkammer zu wirkt. Diese Wandschubspannung
behindert ein Zurückfließen von Fluid in die Bohrungen, so dass die Bildung von Ablagerungen
weitgehend unterbunden ist.
[0010] In Weiterbildung der Erfindung ist die Durchgangsbohrung auf ihrer, der Mischkammer
abgewandten Seite düsenförmig abgerundet.
[0011] Auf diese Weise wird zuverlässig verhindert, dass sich die Fluidströmung von der
Wandung der Durchgangsbohrung ablöst.
[0012] In Weiterbildung der Erfindung ist wenigstens eine der Fluidleitungen als Flüssigkeitszuleitung
zu der Mischkammer ausgebildet und im Bereich wenigstens einer als Flüssigkeitseintrittsbohrung
ausgebildeten Durchgangsbohrung ist ein beweglicher Stößel zur Reinigung der Flüssigkeitseintrittsbohrung
vorgesehen.
[0013] Ein solcher Stößel kann zuverlässig sicherstellen, dass eventuelle Ablagerungen wieder
gelöst und entfernt werden. Der Stößel kann beispielsweise magnetostriktiv oder auf
hydraulischem Wege bewegt werden.
[0014] In Weiterbildung der Erfindung ist der Stößel stromaufwärts der Flüssigkeitseintrittsbohrung
angeordnet und an seinem, der Flüssigkeitseintrittsbohrung zugewandten Ende kegelförmig
oder kegelstumpfförmig ausgebildet.
[0015] Mittels einer solchen Ausbildung wird eine zuverlässige Reinigungswirkung erreicht.
[0016] In Weiterbildung der Erfindung ist der Stößel in der Zuleitung zur Flüssigkeitseintrittsbohrung
mit seiner Längsrichtung parallel zur Strömungsrichtung angeordnet und an beiden Enden
sich verjüngend ausgebildet.
[0017] Auf diese Weise kann der Stößel strömungsgünstig gestaltet werden und der durch den
Stößel verursachte Strömungswiderstand in der Flüssigkeitszuleitung kann gering gehalten
werden.
[0018] Vorteilhafterweise ist das kegel- oder kegelstumpfförmige Ende des Stößels an einen
sich in Strömungsrichtung verjüngenden Eintrittsbereich der Flüssigkeitseintrittsbohrung
angepasst.
[0019] In Weiterbildung der Erfindung ist eine der Fluidleitungen als Flüssigkeitszuleitung
ausgebildet und es sind Mittel vorgesehen, um auf die in der Flüssigkeitszuleitung
befindliche Flüssigkeit Druckstöße aufzuprägen.
[0020] Auch das Aufbringen von Druckstößen kann zur Reinigung der Durchgangsbohrungen verwendet
werden. Vorteilhaft ist dabei, dass keine mechanischen Einrichtungen in die Durchgangsbohrung
eingeführt werden müssen und dass die Druckstöße auch während des Sprühbetriebs aufgeprägt
werden können. Vorteilhafterweise werden Druckstöße mit Frequenzen im Ultraschallbereich
aufgeprägt. Auf diese Weise können eventuelle Ablagerungen zertrümmert und über die
Mischkammer der Düse ausgetragen werden. In gewissem Sinne ist die dadurch entstehende
Reinigungswirkung mit der Ultraschallzertrümmerung von Nierensteinen zu vergleichen.
[0021] In Weiterbildung der Erfindung ist eine der Fluidleitungen als Druckgaszuleitung
zu einer Mischkammer ausgebildet und stromaufwärts der als Druckgaseintrittsbohrung
ausgebildeten wenigstens einen Durchgangsbohrung sind Mittel zum Einbringen von abrasiv
wirkenden Stäuben in die Druckgaszuleitung vorgesehen.
[0022] Mittels abrasiv wirkender Stäube können Ablagerungen erosiv entfernt werden. Die
Härte der abrasiv wirkenden Feinstäube sollte dabei wesentlich geringer sein als die
Härte des Düsenmaterials.
[0023] In Weiterbildung der Erfindung ist eine der Fluidleitungen als Druckgaszuleitung
zu einer Mischkammer ausgebildet und stromaufwärts der als Druckgaseintrittsbohrung
ausgebildeten wenigstens einen Durchgangsbohrung sind Mittel zum Einbringen von Reinigungsflüssigkeit
in die Druckgaszuleitung vorgesehen.
[0024] Eine solche Reinigungsflüssigkeit kann beispielsweise demineralisiertes Wasser sein
und das Druckgas wird mit einem Tropfennebel der Reinigungsflüssigkeit beaufschlagt.
Es kann dabei hilfreich sein, die Reinigungsflüssigkeit mit Chemikalien zu beaufschlagen,
um den Lösungsprozess an den Ablagerungen in den Durchgangsbohrungen zu unterstützen.
Es ist nicht erforderlich, die Zerstäubungsluft fortwährend mit Reinigungsflüssigkeit
zu dotieren, vielmehr kann in vielen Fällen auch eine intermittierende Beaufschlagung
ausreichend sein. Gegebenenfalls kann eine getrennte Zerstäubungskammer vorgesehen
sein, um die Reinigungsflüssigkeit vor der Einleitung in die Druckgaszuleitung in
kleine Tropfen zu zerlegen.
[0025] In Weiterbildung der Erfindung ist eine der Fluidleitungen als Druckgaszuleitung
zu einer Mischkammer ausgebildet und stromaufwärts der als Druckgaseintrittsbohrung
ausgebildeten wenigstens einen Durchgangsbohrung sind Mittel zum Einbringen von schwamm-
oder schaumstoffartigen Teilchen in die Druckgaszuleitung vorgesehen, die unter dem
Druck des zugeführten Druckgases durch die wenigstens eine Druckgaseintrittsbohrung
gepresst werden können.
[0026] Mittels solcher schwamm- oder schaumstoffartigen Teilchen, beispielsweise in Kugelform,
können Ablagerungen oder Verstopfungen entfernt oder verhindert werden. Üblicherweise
sind mehrere Druckgaseintrittsbohrungen vorgesehen und die Reinigungsteilchen werden
dann nach stochastischen Gesetzmäßigkeiten durch alle Durchgangsbohrungen hindurchgepresst.
[0027] In Weiterbildung der Erfindung ist eine der Fluidleitungen als Druckgaszuleitung
zu einer Mischkammer ausgebildet und stromaufwärts der als Druckgaseintrittsbohrung
ausgebildeten wenigstens einen Durchgangsbohrung sind Mittel zum Einbringen von Wasserdampf
in die Druckgaszuführungsleitung vorgesehen.
[0028] Das Einbringen von Wasserdampf kann bereits eine ausreichende Reinigungswirkung erzeugen.
[0029] Eine der Fluidleitungen kann als Flüssigkeitszuleitung ausgebildet sein und die als
Flüssigkeitseintrittsbohrung ausgebildete Durchgangsbohrung können eine Engstelle
aufweisen, wobei ein Verhältnis von Länge zu Durchmesser der Engstelle größer als
1, insbesondere größer als 1,5, ist. Durch Ablagerungen in der Flüssigkeitseintrittsbohrung
kann es dazu kommen, dass ein in die Mischkammer eintretender Flüssigkeitsstrahl seitlich
abgelenkt wird. Durch die entsprechende Bemessung der Engstelle wird der Flüssigkeitsstrahl
selbst dann weitgehend zentrisch symmetrisch in die Mischkammer eingeleitet, wenn
sich Ablagerungen in Form von Belagsplättchen vor der Engstelle angesammelt haben.
[0030] Eine der Fluidleitungen kann als Flüssigkeitszuleitung zu einer Mischkammer und eine
der Fluidleitungen kann als Druckgaszuleitung zu der Mischkammer ausgebildet sein,
wobei die Druckgaszuleitung die Mischkammer wenigstens abschnittsweise ringförmig
umgibt und mehrere als Druckgaseintrittsbohrungen ausgebildete Durchgangsbohrungen
in Bezug auf eine Mittelachse der Sprühdüse radial zur Mischkammer angeordnet sind.
[0031] Eine solche Ausbildung erlaubt eine Erzeugung sehr feiner Tropfen und zusammen mit
den erfindungsgemäßen Maßnahmen kann eine Verschmutzung einer solchen Zweistoffdüse
weitgehend verhindert werden.
[0032] Das der Erfindung zugrundeliegende Problem wird auch durch ein Verfahren zum Betreiben
einer erfindungsgemäßen Sprühanordnung gelöst, bei dem der Schritt des Einbringens
eines Reinigungsfluids oder von Reinigungsteilchen in eine als Druckgaszuleitung ausgebildete
Fluidleitung stromaufwärts wenigstens einer als Druckgaseintrittsbohrung ausgebildeten
Durchgangsbohrung in die Mischkammer und Einsparen der Reinigungsflüssigkeit in die
Flüssigkeitszuleitung stromaufwärts der Mischkammer vorgesehen ist.
[0033] Durch Einbringen von Reinigungsfluid oder von Reinigungsteilchen können eventuell
entstandene Ablagerungen in den Durchgangsbohrungen der Sprühdüse zuverlässig entfernt
und beispielsweise zusammen mit dem Sprühstrahl ausgetragen werden. Beispielsweise
kann Wasserdampf, chemisch wirkende Reinigungsflüssigkeit oder abrasiv wirkender Feinstaub
stromaufwärts der wenigstens einen Druckgaseintrittsbohrung eingebracht werden. Alternativ
oder zusätzlich ist auch das Einbringen von schwamm- oder schaumstoffartigen Reinigungsteilchen
stromaufwärts der wenigstens einen Druckgaseintrittsbohrung möglich, die dann unter
dem Druck des Druckgases durch die Druckgaseintrittsbohrungen in die Mischkammer gepresst
werden.
[0034] In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, auf die zu zerstäubende Flüssigkeit
in der als Flüssigkeitszuleitung ausgebildeten Fluidleitung stromaufwärts der als
Flüssigkeitseintrittsbohrung in die Mischkammer ausgebildeten wenigstens einen Durchgangsbohrung
Druckstöße aufzuprägen.
[0035] Mittels solcher Druckstöße können Verunreinigungen oder Ablagerungen in den Durchgangsbohrungen
ebenfalls zuverlässig gelöst werden. Beispielsweise können Druckstöße mit Frequenzen
im Ultraschallbereich aufgeprägt werden, um Ablagerungen in den Durchgangsbohrungen
oder an sonstigen Teilen der Düse zu zertrümmern.
[0036] Bei der erfindungsgemäßen Sprühanordnung können Mittel vorgesehen sein, um in einem
Reinigungsbetrieb in wenigstens einer der Fluidleitungen und der zugehörigen Durchgangsbohrung
eine Fluidströmung von der Misch- oder Austrittskammer in die Fluidleitung zu bewirken.
Durch eine Fluidströmung von der Misch- oder Austrittskammer in die Fluidleitung kann
ein Reinigungseffekt erreicht werden. Das zu versprühende Fluid kann bspw. eine Flüssigkeit
oder eine flüssige Feststoffsuspension sein. Die erfindungsgemäße Sprühanordnung kann
mit Zweistoffdüsen oder auch sogenannten Einstoff-Rücklaufdüsen verwendet werden,
bei denen ein Teil des in die Austrittskammer strömenden Fluids nicht aus der Düse
austritt sondern in eine Rücklaufleitung zurückgeführt wird. Im Extremfall ist bei
Einstoff-Rücklaufdüsen die Rücklaufmenge gleich der Zulaufmenge, so dass kein Fluid
in einen Gasraum eingedüst wird. Dieser Effekt kann für einen Reinigungsbetrieb genutzt
werden. Insbesondere bei Zweistoffdüsen wird im Reinigungsbetrieb zwischen Mischkammer
und Flüssigkeitszuleitung beziehungsweise einem gegebenenfalls vorgeschalteten Filter
eine gegenüber dem Sprühbetrieb umgekehrte Strömungsrichtung eingestellt. Durch Umkehrung
einer Strömungsrichtung in einem Reinigungsbetrieb gegenüber einem Sprühbetrieb können
Ablagerungen oder Verstopfungen in der Regel zuverlässig entfernt werden.
[0037] Die Fluidleitungen können eine Druckgaszuleitung zu der Mischkammer und eine Flüssigkeitszuleitung
zu der Mischkammer aufweisen und die Mittel zum Umkehren der Strömungsrichtung bewirken
im Reinigungsbetrieb eine Fluidströmung aus der Mischkammer durch die Flüssigkeitseintrittsbohrung
hinaus und in die Flüssigkeitszuleitung hinein.
[0038] Auf diese Weise kann die Flüssigkeitseintrittsbohrung in einem Reinigungsbetrieb
zuverlässig gereinigt werden.
[0039] Eine als Flüssigkeitszuleitung ausgebildete Fluidleitung kann wenigstens ein Absperrventil
und wenigstens ein in Flüssigkeitszuführrichtung stromabwärts des Absperrventils liegendes
Reinigungsventil aufweisen. Nach Öffnen des Reinigungsventils kann der gegenüber dem
Sprühbetrieb in umgekehrter Richtung fließende Fluidstrom durch das Reinigungsventil
abgeführt werden, so dass eventuelle Verschmutzungen oder Ablagerungen aus der Sprühanordnung
ausgetragen werden können.
[0040] Es kann eine Unterdruckquelle vorgesehen sein, die mittels des Reinigungsventils
mit der Flüssigkeitszuleitung verbindbar ist.
[0041] Auf diese Weise kann die Rückströmung in der Flüssigkeitszuleitung verstärkt werden,
es kann durch Anlegen eines entsprechend hohen Unterdrucks aber beispielsweise auch
verhindert werden, dass im Reinigungsbetrieb Flüssigkeit oder Druckgas aus der Austrittsöffnung
der Düse in die Prozessumgebung austritt.
[0042] Es kann ein Abschlämmbehälter vorgesehen sein, der mittels des Reinigungsventils
mit der Flüssigkeitszuleitung verbindbar ist.
[0043] In einem Abschlämmbehälter können Ablagerungen aufgefangen werden.
[0044] Es kann eine Filtereinrichtung vorgesehen sein, die seriell in die Flüssigkeitszuleitung
eingeschaltet ist und die stromaufwärts und stromabwärts eines Filtereinsatzes mit
jeweils einer Filterkammer versehen ist, wobei beide Filterkammern mittels jeweils
eines Reinigungsventils mit einer Abschlämmleitung verbindbar sind.
[0045] Auf diese Weise kann auch eine Filtereinrichtung im Reinigungsbetrieb bei umgekehrter
Strömungsrichtung gereinigt werden. Im Reinigungsbetrieb werden sich die gelösten
Ablagerungen in der im Sprühbetrieb stromabwärts gelegenen Filterkammer sammeln. Im
normalen Sprühbetrieb werden sich Verschmutzungen der zugeführten, zu versprühenden
Flüssigkeit in der stromaufwärts gelegenen Filterkammer ansammeln. Im Reinigungsbetrieb
können dann beide Filterkammern entleert und über die Abschlämmleitung beispielsweise
mit einem Abschlämmbehälter verbunden werden.
[0046] Es kann eine der Fluidleitungen als Druckgaszuleitung ausgebildet sein und es können
Mittel zum Einbringen einer Reinigungsflüssigkeit in die Druckgaszuleitung vorgesehen
sein.
[0047] Es kann ein Auffangbehälter für Reinigungsflüssigkeit und es können Mittel zum Fördern
der Reinigungsflüssigkeit aus dem Auffangbehälter in die Druckgaszuleitung vorgesehen
sein.
[0048] Auf diese Weise kann die Reinigungsflüssigkeit in der erfindungsgemäßen Sprühanordnung
zirkuliert werden, beispielsweise so lange, bis ihre Reinigungswirkung erschöpft ist.
Auf diese Weise ist ein sehr wirtschaftlicher Betrieb der erfindungsgemäßen Sprühanordnung
möglich.
[0049] Es können Mittel zum Zumischen der Reinigungsflüssigkeit aus dem Auffangbehälter
während des Sprühbetriebs in die Flüssigkeitszuleitung vorgesehen sein.
[0050] Auf diese Weise kann ein abwasserfreier Betrieb der erfindungsgemäßen Sprühanordnung
erreicht werden, da für den Reinigungsbetrieb verwendete Reinigungsflüssigkeit zunächst
im Auffangbehälter gesammelt wird und dann während des Sprühbetriebs wieder in die
zu versprühende Flüssigkeit zudosiert wird. Die Zumischung kann dabei so erfolgen,
dass die Reinigungsflüssigkeit im Sprühbetrieb bis zur Unwirksamkeit verdünnt aus
der Sprühdüse ausgetragen wird. Als Auffangbehälter kann ein ohnehin vorhandener Abschlämmbehälter
eingesetzt werden.
[0051] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren kann der Schritt des Umkehrens einer Fluidströmungsrichtung
in einem Reinigungsbetrieb gegenüber einem Sprühbetrieb wenigstens in einen Bereich
der Mündung einer der Fluidleitungen in die Misch- oder Austrittskammer vorgesehen
sein.
[0052] Auf diese Weise können Verschmutzungen, die sich im Sprühbetrieb vor die Durchgangsbohrungen
legen, im Reinigungsbetrieb zuverlässig in umgekehrter Richtung ausgespült werden.
[0053] In Weiterbildung der Erfindung ist eine Fluidleitung der Sprühdüse als in die Mischkammer
mündende Flüssigkeitszuleitung und eine andere Fluidleitung als in die Mischkammer
mündende Druckgaszuleitung ausgebildet und folgende Schritte sind vorgesehen:
[0054] In einem Reinigungsbetrieb, Abschalten einer Flüssigkeitszufuhr mittels eines Absperrventils
in der Flüssigkeitszuleitung und Öffnen eines Reinigungsventils in Flüssigkeitszuführrichtung
stromabwärts des Absperrventils, Einleiten eines Reinigungsfluidstroms über die Gaszuleitung
und die Mischkammer in die Flüssigkeitszuleitung zum Reinigungsventil.
[0055] Durch diese Maßnahmen durchquert der Reinigungsfluidstrom die Mischkammer gegenüber
dem Sprühbetrieb in umgekehrter Richtung, so dass Verstopfungen oder Verschmutzungen
von Durchgangsbohrungen entfernt werden können. Das Reinigungsfluid kann dabei während
des Sprühbetriebs verwendetes Druckgas sein.
[0056] In Weiterbildung der Erfindung kann ein Unterdruck an das Reinigungsventil während
des Reinigungsbetriebes angelegt werden.
[0057] Auf diese Weise kann zum einen die Strömungsumkehr während des Reinigungsbetriebs
unterstützt werden, und es kann darüber hinaus auch verhindert werden, dass während
des Reinigungsbetriebs Reinigungsfluid aus der Sprühdüse austritt.
[0058] In Weiterbildung der Erfindung ist das Reinigungsfluid ein Gemisch aus Druckgas und
Reinigungsflüssigkeit. Alternativ kann das Reinigungsfluid ausschließlich aus Reinigungsflüssigkeit
bestehen. Weiterhin kann während des Reinigungsbetriebs Umgebungsgas durch eine Düsenaustrittsöffnung
angesaugt werden, so dass das Reinigungsfluid Umgebungsgas enthält. Beispielsweise
kann Rauchgas angesaugt werden, wenn davon auszugehen ist, dass die Eigenschaften
des Rauchgases aus der Prozessumgebung das Lösen von Ablagerungen nicht beeinträchtigen.
[0059] Es kann vorgesehen sein, dass das Reinigungsfluid vom Reinigungsventil zur Druckgasleitung
durch die Mischkammer und die Flüssigkeitszuleitung wieder zum Reinigungsventil zu
zirkulieren.
[0060] Auf diese Weise kann das Reinigungsfluid mehrfach verwendet werden. Das Reinigungsfluid
kann dann während des Reinigungsbetriebs in einem Auffangbehälter aufgefangen werden
und, um einen abwasserfreien Betrieb zu erreichen, während des Sprühbetriebs wieder
aus dem Auffangbehälter in die Flüssigkeitszuleitung zugemischt werden.
[0061] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung im Zusammenhang mit den Zeichnungen. Dabei
können Einzelmerkmale der unterschiedlichen dargestellten Ausführungsformen in beliebiger
Weise miteinander kombiniert werden, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. In
den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine Schnittansicht einer Zweistoffdüse nach dem Stand der Technik,
- Fig. 2
- eine ausschnittsweise Vergrößerung der Schnittansicht der Zweistoffdüse der Fig. 1,
- Fig. 3
- eine weiter vergrößerten Ausschnitt der Schnittansicht der Fig. 1,
- Fig. 4
- eine erfindungsgemäße Zweistoffdüse gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung,
- Fig. 5
- eine Schnittansicht einer erfindungsgemäßen Zweistoffdüse gemäß einer zweiten Ausführungsform,
- Fig. 6
- eine ausschnittsweise Vergrößerung der Schnittansicht der Fig. 5 und
- Fig. 7
- eine schematische Ansicht einer erfindungsgemäßen Sprühanordnung.
[0062] Fig. 1 zeigt in einer schematischen Schnittansicht den Aufbau einer bekannten Zweistoffdüse
nach dem Stand der Technik. Eine zu zerstäubende Flüssigkeit 1 wird über ein Rohr
2 der weitgehend zentrisch symmetrischen Zweistoffdüse 3 zugeführt, während Druckgas
17 über Bohrungen 5 aus einem äußeren Ringraum 6 in eine Mischkammer 7 eingeblasen
wird. Bei der dargestellten Düse ist das Zuführungsrohr 2 für die Flüssigkeit im Inneren
des Rohres 4 für die Zuleitung des Druckgases geführt. Dies ist jedoch keinesfalls
zwingend. Über eine Düsenmündung 8 verlässt ein Zweistoffgemisch 9 aus Zerstäubungsgas
und Tropfen mit relativ hoher Geschwindigkeit die Mischkammer 7.
[0063] Da das Zerstäubungsgas in den meisten Fällen aus Druckluft besteht, wird nachfolgend
zur Vereinfachung nur noch von Luft gesprochen.
[0064] Bei den bekannten Zweistoffdüsen 3 treten relativ häufig Betriebsstörungen durch
Ablagerung 11 und 15 auf, wie in Fig. 2 zu erkennen ist. Betroffen sind eine Engstelle
10 einer Flüssigkeitseintrittsbohrung in die Mischkammer 7, aber insbesondere auch
radiale Durchgangsbohrungen für die Druckgas- oder Drucklufteinleitung in die Mischkammer
7. Fig. 2 veranschaulicht in einer Ausschnittvergrößerung diesen Sachverhalt. Solche
Ablagerungen 11, 15 zwingen zu einem häufigen Ausbau der Düsenlanzen und zur Reinigung
der Düsen. Da die Anlagen, in welche die Düsen eingebaut sind, beispielsweise Rauchgasreinigungsanlagen,
zu diesem Zweck in aller Regel nicht abgefahren werden können, schränken diese Erfordernisse
den Einsatz von Zweistoffdüsen erheblich ein, denn am Düseneinbauflansch muss in aller
Regel Unterdruck in der Anlage herrschen, damit keine Schadgase über den zum Ausbau
der Düsenlanzen kurzzeitig geöffneten Flansch austreten können. Ferner bedingen die
Wartungsarbeiten einen großen Zeitaufwand. Und die Funktion der Anlage kann durch
den wartungsbedingten Ausbau einer Düsenlanze beeinträchtigt sein.
[0065] Bei bekannten Sprühdüsen und insbesondere bekannten Zweistoffdüsen 3 sind die Durchgangsbohrungen
5 für Druckgas am Übergang von einer Ringkammer 6 zur Mischkammer 7 scharfkantig ausgeführt.
Dies hat zur Folge, wie in Fig. 3 dargestellt ist, dass die Luftströmung an einer
Eintrittskante 12 der Durchgangsbohrungen 5 Ablösegebiete 13 bildet, die sich bis
zur Mischkammer 7 hin erstrecken können. In dieses ringförmige Ablösegebiet 13 kann
die zu zerstäubende Flüssigkeit gegen die Strömungsrichtung der Luft zurückströmen,
wie durch Pfeile 14 angedeutet ist, und bildet hier auftrocknende Ablagerungen 11,
die bereits in Fig. 2 dargestellt sind. Diese Ablagerungen 11 verringern den Luftdurchsatz
und zwingen zu einer regelmäßigen Reinigung der Düsen.
[0066] Auch an der Durchgangsbohrung zum Zuführen von zu versprühender Flüssigkeit zur Mischkammer
7 existiert in aller Regel eine Engstelle 10, die in den Fig. 1 und 2 dargestellt
ist. Hier kann es ebenfalls zu Ablagerungen 15 kommen, insbesondere von Plättchen,
die sich aus Wandbelägen in den Flüssigkeitszuleitungen abgelöst haben. Diese Plättchen
15 sammeln sich vorzugsweise an einer beispielsweise kegelstumpfförmigen Verengung
am Übergang von dem Innendurchmesser der Flüssigkeitszuleitung zur Engstelle 10.
[0067] Die Darstellung der Fig. 4 zeigt eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Zweistoffdüse 60. Wie in Fig. 4 zu erkennen ist, sind die Durchgangsbohrungen 5 für
Druckgas oder Druckluft auf der Seite der Druckgaszuleitung, die hier eine die Mischkammer
7 abschnittsweise umgebende Ringkammer bildet, mit einer Abrundung 16 versehen. Im
Unterschied zur Darstellung der Fig. 3 ist die Eintrittskante 12 somit nicht scharfkantig
ausgeführt sondern abgerundet, so dass sich der Querschnitt der Durchgangsbohrungen
5 für die Druckgaszuleitung in die Mischkammer 7 ausgehend von der, der Mischkammer
7 abgewandten Seite verjüngt. Diese Abrundung 16 bewirkt, dass sich die Luftströmung
nicht mehr von der Bohrungswand ablöst. Vielmehr wirkt in den jetzt düsenartig ausgeformten
Durchgangsbohrungen 5 durchgehend eine von der Luftströmung erzeugte Wandschubspannung
auf die Bohrungswand in Richtung auf die Mischkammer 7 zu. Diese Wandschubspannung
behindert ein Zurückfließen von Flüssigkeit aus der Mischkammer 7 in die Durchgangsbohrungen
5, so dass die Bildung von Belägen durch den auftrocknenden Verdampfungsrückstand
der Flüssigkeit weitgehend unterbunden wird.
[0068] Wie in Fig. 4 zu erkennen ist, ist die erfindungsgemäße Zweistoffdüse 60 zu einer
Mittelachse 61 achsensymmetrisch aufgebaut. Eine Flüssigkeitszuleitung 62 ist mittig
durch einen Düsenkörper geführt und mündet nach einer kegelstumpfförmigen Verjüngung
63 und der zylindrischen Engstelle 10 in die Mischkammer 7. Zu versprühende Flüssigkeit
aus der Flüssigkeitszuleitung 62 schießt somit zentrisch in die Mischkammer 7 ein.
An die Mischkammer 7 schließt sich in Austrittsrichtung eine kegelstumpfförmige Verengung
64 an, die dann wieder in einen sich kegelstumpfartig erweiternden Ausgangstrichter
65 übergeht. Die Druckgaszuleitung 4 ist als Ringkanal ausgebildet und umgibt die
Flüssigkeitszuleitung 62 und in ihrem weiteren Verlauf dann abschnittsweise die Mischkammer
7. In den Seitenwänden der zylindrischen Mischkammer 7 sind mehrere Durchgangsbohrungen
5 radial angeordnet, durch die, wie bereits ausgeführt wurde, Druckgas aus der Druckgaszuleitung
4 in die Mischkammer gelangt. In der Mischkammer 7 wird der eintretende Flüssigkeitsstrahl
mit dem ebenfalls eintretenden Druckgas innig vermischt, so dass aus dem Ausgangstrichter
65 ein Sprühstrahl mit feinem Tropfenspektrum austritt.
[0069] Auch durch die düsenförmige Abrundung 16 der Durchgangsbohrungen 5 für Druckgas lassen
sich Ablagerungen in den Durchgangsbohrungen 5 jedoch nicht absolut vermeiden. Dies
hängt damit zusammen, dass das eintretende Druckgas, beispielsweise Luft, in wenn
auch geringem Umfang Feinstäube enthält. Diese können sich auf der Wand der radial
angeordneten Durchgangsbohrungen 5 ablagern und bilden hier eine Art Kapillarpumpe:
In der feinkapillaren Staubschicht kann Flüssigkeit aus der Mischkammer 7 gegen die
Strömungsrichtung der Zerstäubungsluft, also dem durch die Durchgangsbohrungen 5 eintretenden
Druckgas, in die radialen Durchgangsbohrungen 5 zurückgesaugt werden. Dies führt mit
der Zeit zu einer Verdickung der Belagsschichten. Belägen können sich in den radialen
Durchgangsbohrungen 5 ferner während instationärer Zerstäubungsprozesse infolge temporärer
Rückströmung in die Durchgangsbohrungen 5 zum Zuführen von Luft bilden. Bei bekannten
Zweistoffdüsen nach dem Stand der Technik, wie sie in Fig. 1 bis 3 dargestellt sind
und die scharfe Eintrittskanten 12 aufweisen, werden Beläge sogar in der Ringkammer
6 festgestellt, die doch eigentlich nur von Luft durchströmt sein sollte.
[0070] Um solche Ablagerungen in den Durchgangsbohrungen 5 zu vermeiden oder nach deren
Entstehen zu entfernen, ist vorgesehen, die Zerstäubungsflüssigkeit mit einer Reinigungsflüssigkeit
21 zu dotieren, bevorzugt mit demineralisiertem Wasser. Die Reinigungsflüssigkeit
21 wird über eine in Fig. 4 dargestellte Düse 66 in die Druckgaszuleitung 4 stromaufwärts
der Durchgangsbohrungen 5 eingebracht. Die Reinigungsflüssigkeit 21 kann nahe der
Mischkammer 7 in die Druckgaszuleitung 4 eingebracht werden. Die Beaufschlagung des
Druckgases, beispielsweise Luft, mit einem Tropfennebel aus Reinigungsflüssigkeit
21 kann aber auch in größerem Abstand von der Mischkammer 7 vorgenommen werden. Die
Reinigungsflüssigkeit 21 wird von der Zerstäubungsluft in der Druckgaszuleitung 4
mit hoher Geschwindigkeit durch die meist, aber keineswegs zwingend, radial angeordneten
Durchgangsbohrungen 5 gepresst, die auf diese Weise von Belägen freigehalten werden.
In Abstimmung auf die Art der Beläge in den Durchgangsbohrungen 5 kann es hilfreich
sein, die Reinigungsflüssigkeit 21 mit Chemikalien zu beaufschlagen, durch die der
Lösungsprozess der Ablagerungen 11 in den Durchgangsbohrungen 5 unterstützt wird.
Dabei ist es nicht erforderlich, die Zerstäubungsluft fortwährend mit Reinigungsflüssigkeit
21 zu dotieren. Vielmehr ist auch eine intermittierende Beaufschlagung in vielen Fällen
ausreichend.
[0071] Es kann vorteilhaft sein, die Reinigungsflüssigkeit 21 in einer getrennten, in Fig.
4 schematisch angedeuteten Zerstäubungskammer 67 in kleine Tropfen zu zerlegen, so
dass die radialen Durchgangsbohrungen 5 mit einer Luft-Tropfennebel-Strömung beaufschlagt
werden.
[0072] Es kann auch ausreichend sein, die Zerstäubungsluft beispielsweise durch Einblasen
von Wasserdampf 18 mittels einer Düse 68 aufzufeuchten oder sogar mit Wasserdampf
zu sättigen. Die Wasserdampfdüse 68 kann ebenfalls in der ringförmigen Druckgaszuleitung
4 angeordnet sein. Bei der Expansion der in den Durchgangsbohrungen 5 beschleunigten
Druckluft in die Mischkammer 7 hinein kommt es zu einer Temperatur-absenkung und somit
zu einer Rekondensation von Wasserdampf. Dies passiert zwar überwiegen in der Strömung
außerhalb der Strömungsgrenzschichten, bei üblichen Prandtlzahlen jedoch auch noch
in geringem Umfange an den Wänden 19 der Durchgangsbohrungen 5. Die Benetzung der
Bohrungswand durch Rekondensat kann in vielen Fällen eine ausreichende Reinigung bewirken.
[0073] Bei der Zweistoffdüse 60 der Fig. 4 ist eine weitere Möglichkeit angedeutet, Belagsblättchen
im Bereich vor der Engstelle 10 der Flüssigkeitseintrittsbohrung in die Mischkammer
7 zu entfernen. Hierzu ist in der Darstellung der Fig. 4 schematisch ein Flatterventil
69 in der Flüssigkeitszuleitung 62 angedeutet, das zugeschaltet werden kann. Mittels
des Flatterventils 69 ist es möglich, auf die zu zerstäubende Flüssigkeit in der Flüssigkeitszuleitung
62 Druckstöße aufzuprägen, die eine Zertrümmerung der Verlegungen oder Belagsplättchen
bewirken, insbesondere im Bereich der Verjüngung 63 und der Engstelle 10 der Flüssigkeitseintrittsbohrung
in die Mischkammer 7. In gewissen Sinne ist dies mit der Ultraschallzertrümmerung
von Nierensteinen zu vergleichen. Anstelle des Flatterventils 69 kann beispielsweise
auch ein Ultraschallgeber mit einem geeigneten Ultraschallwandler eingesetzt werden,
der Druckstöße im Ultraschallbereich aufprägt und dadurch für eine Reinigung der Flüssigkeitszuleitung
62 und insbesondere der Verjüngung 63 und der Engstelle 10 sorgt.
[0074] Eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Zweistoffdüse 70 ist in der
schematischen Schnittansicht der Fig. 5 dargestellt. Die Zweistoffdüse 70 weist in
weiten Teilen einen identischen Aufbau zur Zweistoffdüse 60 der Fig. 4 auf, so dass
lediglich die zur Zweistoffdüse 60 der Fig. 4 unterschiedlichen Elemente detailliert
erläutert werden.
[0075] Alternativ oder zusätzlich zu der Einbringung von Wasserdampf 18 oder Reinigungsflüssigkeit
21 kann die Zerstäubungsluft in der Druckgaszuleitung 4 mit kleinen Schaumstoffkügelchen
72 beaufschlagt werden, wie in Fig. 5 schematisch dargestellt ist. Diese werden in
die Druckgaszuleitung 4 eingebracht und dann nach stochastischen Gesetzmäßigkeiten
abwechselnd durch die diversen Durchgangsbohrungen 5 gepresst. Dadurch können die
radialen Durchgangsbohrungen 5 frei von Belägen gehalten werden. Ein vergleichbares
Verfahren wird bisher ausschließlich für die Reinigung von langen Kondensatorrohren
eingesetzt. Das Einbringen der Schaumstoffkügelchen 72 kann mit oder ohne zusätzliche
Dotierung mit einer Reinigungsflüssigkeit 21 zur Anwendung kommen.
[0076] Ebenfalls alternativ oder zusätzlich kann die Zerstäubungsluft mit abrasiv wirkenden
Feinstäuben 74 beaufschlagt werden, die dann in den Durchgangsbohrungen 5 ebenfalls
zu einer erosiven Ablösung der Beläge führen. Das Einbringen solcher abrasiv wirkenden
Feinstäube 74 ist in der Darstellung der Fig. 5 schematisch dargestellt. Dabei sollte
die Härte der abrasiv wirkenden Feinstäube 74 wesentlich geringer sein als die Härte
des Düsenmaterials, so dass tatsächlich nur die Beläge und nicht etwa die Bohrungswände
abgetragen werden.
[0077] Da nicht nur die radialen Durchgangsbohrungen für die Zufuhr der Zerstäubungsluft
durch Belagsbildung verlegt werden können, sondern auch die Durchgangsbohrung 76 für
die Flüssigkeitszuführung mit der Engstelle 10, insbesondere, wie in Fig. 2 dargestellt
ist, durch Belagsplättchen 15 aus der Flüssigkeitszuleitung 2, ist bei der Zweistoffdüse
70 gemäß Fig. 5 auch für die Flüssigkeitseintrittsbohrung 76 ein Reinigungsmechanismus
vorgesehen. Zur Reinigung der Flüssigkeitseintrittsbohrung 76 dient ein Stößel 20,
der in Fig. 5 schematisch dargestellt ist und der beispielsweise magnetostriktiv oder
auf hydraulischem Wege entlang dem in Fig. 5 angedeuteten Doppelpfeil bewegt werden
kann. Durch Bewegen des Stößels 20 in der Weise, dass dieser auf die kegelstumpfförmige
Verengung 73 der Flüssigkeitseintrittsbohrung aufstößt, werden die Blättchen zertrümmert
und können über die Mischkammer 7 aus der Düse 70 ausgetragen werden.
[0078] Wie in Fig. 5 zu erkennen ist, weist der Stößel 20 einen kreiszylindrischen Grundkörper
auf und verjüngt sich an seinen beiden Enden kegelförmig. Der Stößel 20 ist mit seiner
Längsachse parallel zur Strömungsrichtung und konzentrisch zur Mittelachse 71 der
Düse 70 angeordnet. Die in Strömungsrichtung gesehen der Mischkammer 7 zugewandte
kegelförmige Verjüngung des Stößels 20 ist an die Verjüngung 73 der Flüssigkeitseintrittsbohrung
76 angepasst. Auf diese Weise kommt der Stößel 20 im Bereich der Verjüngung 73 flächig
zur Anlage und kann dadurch dort eventuell vorhandene Belagsplättchen zertrümmern.
Die an beiden Enden verjüngte Ausgestaltung des Stößels 20 und dessen Anordnung mit
seiner Längsachse parallel zur Strömungsrichtung führt zu einem geringen Strömungswiderstand
und somit zu einem geringen Druckverlust in der Flüssigkeitszuleitung 2. Der Stößel
20 ist dabei innerhalb einer Stößelkammer 75 beweglich angeordnet, die gegenüber der
Flüssigkeitszuleitung 2 einen erweiterten Querschnitt aufweist und in Strömungsrichtung
gesehen zur Mischkammer hin durch die Verjüngung 73 und die Engstelle 10 der Flüssigkeitseintrittsbohrung
76 begrenzt wird.
[0079] Die Darstellung der Fig. 6 stellt einen Ausschnitt der erfindungsgemäßen Zweistoffdüse
70 der Fig. 5 vergrößert dar. Im Bereich der Flüssigkeitseintrittsbohrung 76 sind
plättchenförmige Ablagerungen 15 zu erkennen, die sich im Bereich der Verjüngung 73
vor der Engstelle 10 angelagert haben. Diese Ablagerungen sind in der Regel im Unterschied
zu den Ablagerungen, die an der Luftdurchgangsbohrung 5 entstehen, nicht an der Flüssigkeitseintrittsbohrung
76 selbst gebildet worden, sondern stellen zu einem meist überwiegenden Prozentsatz
Abschalungen von Ablagerungen dar, die in dem ausgedehnten Rohrleitungssystem der
Flüssigkeitszufuhr wie auch in der Düsenlanze selbst entstanden sind. Durch Erschütterungen
oder thermische Spannungen können sich derartige Ablagerungen in Blättchenform von
den Wandungen ablösen. Sie werden dann von der Flüssigkeitsströmung mitgerissen und
führen bei entsprechenden Abmessungen der Flüssigkeitseintrittsbohrung 76 und insbesondere
an der Engstelle 10 zur Verlegung des Querschnitts durch die Blättchen 15. Hiermit
wird nicht nur der Flüssigkeitsdurchsatz in unzulässiger Weise gedrosselt, es kommt
ferner zu einer Störung der Geschwindigkeitsverteilung in der Mischkammer 7, weil
besagte Plättchen 15 wie kleine Leitbleche wirken, die eine seitliche Ablenkung des
Flüssigkeitsstrahles verursachen, so dass dieser nicht mehr zentrisch symmetrisch
in die Mischkammer 7 einschießt. Daher ist es nach Untersuchungen des Erfinders sehr
vorteilhaft, das Verhältnis von Länge I zu Durchmesser d an der Engstelle 10 größer
als 1 und speziell größer als 1,5 zu wählen. Auf diese Weise wird der Flüssigkeitsstrahl
aus der Flüssigkeitseintrittsbohrung 74 selbst dann weitgehend zentrisch symmetrisch
in die Mischkammer 7 eingeleitet, wenn sich Belagsplättchen 15 vor der Engstelle 10
angesammelt haben.
[0080] Mit den beschriebenen Zweistoffdüsen und den zugehörigen Betriebsverfahren kann der
Inspektions- und Wartungsaufwand an Zweistoffdüsensystemen auf ein Minimum verringert
werden und es kann über lange Betriebszeiten hinweg eine optimale Verdüsung sichergestellt
werden.
[0081] In der schematischen Darstellung der Fig. 7 ist eine erfindungsgemäße Sprühanordnung
80 gemäß einer bevorzugen Ausführungsform dargestellt. In der Vergangenheit wurden
Zweistoffdüsen häufig zur Eindampfung der Suspension eingesetzt, die in nassen Rauchgasreinigungsanlagen
anfällt. Somit war es möglich, ein abwasserfreies Verfahren anzubieten. Neuerdings
wird jedoch auch verstärkt die Rauchgasreinigung selbst in derartigen, mit Zweistoffdüsen
ausgestatteten Apparaten durchgeführt. Hierzu muss die zu versprühende Flüssigkeit
1 mit einem Sorbens, beispielweise mit Kalkmilch angereichert sein, um die Einbindung
der Säurebildner wie Schwefeldioxid und Chlorwasserstoff zu bewirken. Bei einer für
das Rauchgasreinigungsverfahren vorteilhaften Kalkmilchkonzentration von beispielsweise
10% ist das Verschmutzungsrisiko für die Rohrleitungen sowie für die Düsenlanzen und
Düsen erheblich erhöht, so dass Ablagerungen auftreten können.
[0082] Diese Ablagerungen bewirken eine meist unzulässige Beeinträchtigung der Zerstäubung,
so dass wesentlich größere Tropfen auftreten, als dies bei Düsen ohne Inkrustierungen
der Fall wäre. Große Tropfen sind nicht nur für das Rauchgasreinigungsverfahren nachteilig,
da sie eine geringere Fläche für die Schadstoffaufnahme anbieten, sie benötigen auch
eine erhebliche Verdunstungszeit, so dass sie in aller Regel nicht mehr im Fluge verdunstet
werden können. Somit besteht das Risiko einer Verschlammung oder Inkrustierung nachgeschalteter
Komponenten, beispielsweise eines Gewebefilters oder eines Gebläses. Daher erzwingen
derartige Ablagerungen in den Düsenlanzen und Düsen einen häufigen Ausbau zur Reinigung
derselben. Da die Anlagen, in welche die Düsen eingebaut sind, zur Reinigung der Düsen
in aller Regel nicht abgefahren werden können, schränken diese Reinigungszwänge den
Einsatz von Zweistoffdüsen erheblich ein; so muss beispielsweise am Düseneinbauflansch
in aller Regel Unterdruck in der Anlage herrschen, damit keine Schadgase über den
zum Ausbau der Düsenlanzen kurzzeitig geöffneten Flansch austreten können, oder es
müssen aufwendige Schleusen eingebaut werden. Ferner bedingen die Wartungsarbeiten
einen großen Zeitaufwand. Und die Funktion der Anlage kann durch den wartungsbedingten
Ausbau einer Düsenlanze beeinträchtigt sein. Mittels der in Fig. 7 dargestellten erfindungsgemäßen
Sprühanordnung und einem zugehörigen Betriebsverfahren kann eine Reinigung der Düsenlanze
sowie eines Abschnitts der Flüssigkeitszuleitung erreicht werden.
[0083] Wie bereits ausgeführt wurde, treten neben den Belägen, die durch Ausfällungen in
den Zweistoffdüsen selbst entstanden sind, auch Querschnittsverlegungen durch plättchenförmige
Abschalungen aus den Zuleitung zur Düsenlanze sowie aus der Düsenlanze selbst auf.
Die Abschalungen aus den Zuleitungen zu den Düsenlanzen können in bekannter Weise
mit Hilfe eines Grobfilters eliminiert werden. Die Maschenweite dieses Filters muss
allerdings kleiner sein als der engste Querschnitt an der Flüssigkeitseinleitung in
die Mischkammer.
[0084] Da es jedoch auch in den Düsenlanzen selbst zu Ablagerungen und in der Folge zu blättchenförmigen
Abschalungen kommen kann, müsste nach dem Stand der Technik zur Vermeidung von Störungen
der Zerstäubung ein weiterer Filter unmittelbar vor der Mischkammer in die Zweistoffdüse
integriert werden. Erfindungsgemäß können Ablagerungen am Flüssigkeitseintritt in
die Mischkammer zertrümmert werden, wie dies beispielsweise anhand der Fig. 5 beschrieben
wurde. Für die Unterbringung eines Filters nahe der Zweistoffdüse ist der Raum nicht
ausreichend. Ferner müsste ein derartiger Filter von Zeit zu Zeit gereinigt werden.
Dies würde ebenfalls einen Ausbau der Düsenlanze erfordern, was es ja gerade zu vermeiden
gilt.
[0085] Mit der Sprühanordnung der Fig. 7 können die betagsgefährdeten Bereiche der Düsenlanze
und der Düse intermittierend gereinigt werden, ohne dass die Düsenlanze hierfür ausgebaut
werden müsste. Dies wird erfindungsgemäß durch eine Umkehr der Strömungsrichtung in
der Flüssigkeitszufuhr zur Düse erreicht, verbunden mit der Rückspülung von lockeren
Ablagerungen zu einem in die Zuleitung zur Düsenlanze angeordneten Partikelabscheider.
Dieser Reinigungsprozess kann noch durch chemisch wirksame Reinigungsflüssigkeiten
verbessert werden.
[0086] In der Darstellung der Fig. 7 ist eine Zweistoffdüsenlanze 117 nach dem Stand der
Technik mit den Anschlussflanschen 118 für die zu verdüsende Flüssigkeit und mit Anschlussflanschen
119 für Druckgas ausgestattet, welches die Zerstäubung bewirkt.
[0087] In die Flüssigkeitszuleitung 125 ist ein beidseitig wirkendes, grobmaschiges Filter
120 eingebaut. Mit Hilfe eines Flüssigkeitshauptventils 121 kann die Flüssigkeitszufuhr
zur Düsenlanze 117 geregelt bzw. unterbrochen werden. Zur Abschlämmung von Partikeln,
die im Filter 120 abgeschieden wurden, können die Reinigungsventile 122, 123 und ein
Abschlämmventil 124 zum Abschlämmbehälter 126 hin geöffnet werden. Mittels einer Pumpe
128 und eines Unterdruckventils 127 kann der Abschlämmbehälter auf Unterdruck gebracht
werden. Im Abschlämmbehälter 126 werden Feststoffe bzw. Dickschlamm 134 und Abschlämmflüssigkeit
132 gesammelt. Während der Dickschlamm 134 über ein Ablassventil 135 ausgetragen werden
kann, besteht die Möglichkeit, die Abschlämmflüssigkeit 132 mit den enthaltenen Reinigungsadditiven,
d.h. der verwendeten Reinigungsflüssigkeit, über eine Leitung 133 zu rezirkulieren.
Mit Hilfe der Pumpe 154 kann die Abschlämmflüssigkeit 132, die einen großen Anteil
an verwendeter Reinigungsflüssigkeit enthält, in einen Vorlagebehälter gefördert und
somit nochmals für Reinigungszwecke eingesetzt werden. Bei Parallelschaltung mehrerer
Zweistoffdüsenlanzen 117 kann der Abschlämmbehälter 126 als zentrale Einheit für die
Aufnahme der Schlämme und der Reinigungsflüssigkeit eingesetzt werden. Dies ist durch
die Zuleitungen mit den Bezugszeichen 129, 130 und 131 angedeutet.
[0088] Das Druckgas 115 für die Zerstäubung der Flüssigkeit wird vom Kompressor 136 geliefert
und über das Druckgashauptventil 137 in die Druckgaszuleitung 138 eingespeist. Hier
kann auch an eine Stelle 139 die Einspeisung der Reinigungsflüssigkeiten 140 und 141
erfolgen, die in den Behältern 142 und 143 gespeichert sind. Zur Einspeisung der Reinigungsflüssigkeiten
in das Druckgas muss der Druck in den Speichern 142 und 143 etwas höher sein als jener
des Druckgases. Daher ist eine Druckgasbeaufschlagung 148 der Behälter über die Ventile
144 und 145 vorgesehen. Reinigungsflüssigkeit kann wahlweise über die Ventile 146
und 147 in die Druckgasleitung 138 eingespeist werden. Die Reinigungsflüssigkeiten
werden von der Druckgasströmung mitgerissen und über die Durchgangsbohrungen 5 für
das Druckgas zunächst in die Mischkammer 7 eingetragen.
[0089] Wie bereits erwähnt wurde, kann die Abschlämmflüssigkeit 132 rezirkuliert werden
und wird dann beispielsweise von der Pumpe 154 in einen der Behälter 142, 143 gefördert.
[0090] In einem Sprühbetrieb wird somit zu versprühende Flüssigkeit 1 bei geöffnetem Hauptflüssigkeitsventil
121 durch die Flüssigkeitszuleitung 125 zur Düsenlanze 117 gefördert. Gleichzeitig
gelangt über den Kompressor 136 Umgebungsluft 115 durch das Ventil 137 in die Leitung
138 und die Druckgaszuleitung 4 der Düsenlanze 117. Im Sprühbetrieb wird in der Regel
keine Reinigungsflüssigkeit über die Einspeisestelle 139 zugeführt. Das Druckgas gelangt
in die Ringkammer 6, die die Mischkammer 7 wenigstens abschnittsweise umgibt und durch
die Durchgangsbohrungen 5 in die Mischkammer 7. Die zu versprühende Flüssigkeit schießt
durch die Engstelle 10 der Flüssigkeitseintrittsbohrung zentrisch symmetrisch in die
Mischkammer 7 ein. Eine weitere Engstelle 114 schließt die Mischkammer 7 zum Düsenaustritt
8 hin ab. Nach der Engstelle 114 schließt sich ein Austrittstrichter an, so dass durch
den Düsenaustritt 8 ein Sprühstrahl in die Prozessumgebung 116 austritt.
[0091] Zum Einstellen eines Reinigungsbetriebs wird zunächst das Hauptflüssigkeitsventil
121 abgeschaltet und die Reinigungsventile 122, 123, 124 werden geöffnet. Die Druckgaszufuhr
wird weiter aufrechterhalten und über die Einspeisestelle 139 wird Reinigungsflüssigkeit
aus den Behältern 142, 143 eingespeist, so dass in der Druckgaszuleitung 4 sich ein
Gemisch aus Reinigungsflüssigkeit und Druckgas, speziell Umgebungsluft 115 befindet.
Bei abgeschaltetem Hauptflüssigkeitsventil 121 und geöffneten Reinigungsventilen 122,
123, 124 wird zumindest ein Teil des Druckgases mit der Reinigungsflüssigkeit über
die Mischkammer 7 durch das Lanzenrohr 2 und die Zuleitung 125 zum Filter 120 gefördert
und von hier in den Abschlämmbehälter 126 ausgetragen. Ein Teil des Reinigungsfluides,
des Gemisches aus Druckgas, Reinigungsflüssigkeit und Resten der zu versprühenden
Flüssigkeit im Lanzenrohr 2, durchströmt eine Filterscheibe 149 rückwärts, die somit
ebenfalls abgereinigt wird. Nötigenfalls kann hierfür das Reinigungsventil 132 zeitweise
angedrosselt werden, um das Reinigungsfluid verstärkt durch die Filterscheibe 149
zu leiten.
[0092] Im Reinigungsbetrieb wird somit gegenüber dem Sprühbetrieb eine Strömungsumkehr in
der Flüssigkeitszuleitung, dem Lanzenrohr 2 und der Zuleitung 125 zum Filter erreicht.
Dadurch können Verlegungen in der Engstelle 10 zuverlässig abtransportiert und über
den Filter 120 in den Abschlemmbehälter 126 ausgetragen werden. Die Flüssigkeit in
der Flüssigkeitszuleitung kann dabei alleine durch den von der einströmenden Verdüsungsluft
in der Mischkammer 7 aufgebauten Überdruck zum Filter zurücktransportiert werden.
[0093] Das in die Mischkammer 7 einströmende Druckgas kann im Reinigungsbetrieb prinzipiell
über zwei Öffnungen aus der Mischkammer 7 austreten, einmal über die etwas größere
Engstelle 114 der Mischkammer 7 zum Gasraum 116 hin oder über die Engstelle 10 in
die Flüssigkeitszuleitung, nämlich das Lanzenrohr 2 und dann zum Filter 120 bzw. zum
Abschlämmbehälter 26 hin. Untersuchungen des Erfinders haben gezeigt, dass der dynamische
Druck, der zum Filter 20 hin strömenden Zerstäubungsluft für einen Abtransport von
plättchenförmigen Abschalungen im Bereich der Engstelle 10 gemeinsam mit der noch
in der Flüssigkeitszuleitung, dem Lanzenrohr 2, vorhandenen Flüssigkeit 1 zurück zum
Filter 120 in aller Regel durchaus genügt. Verstärken kann man diesen Reinigungsluftstrom
durch Anlegen eines Unterdruckes an den Abschlämmbehälter 126, was, wie bereits beschrieben,
durch Öffnen des Ventils 127 und Aktivieren der Pumpe 28 erfolgt.
[0094] Der Reinigungseffekt kann durch Aufbringen von Druckstößen auf das Reinigungsfluid
verstärkt werden. Hierzu kann eines der Ventile zwischen Mischkammer 7 und Abschlämmbehälter
126 als Flatterventil ausgeführt sein.
[0095] Wenn es jedoch darum geht, nicht nur lockere Partikel zur Abschlämmung zurückzutransportieren,
sondern auch fest haftende Beläge von der Düse sowie von den Wänden der Flüssigkeitszuleitung
in der Düsenlanze 117 abzulösen, ist es notwendig, die Zerstäubungsluft mit Reinigungsflüssigkeit
zu beaufschlagen, wie vorstehend beschrieben wurde. Hierfür kommen z.B. Säuren oder
Laugen in Frage, die in den ansteuerbaren Behältern 142, 143 gespeichert sind. Bei
einer Parallelschaltung mehrerer Düsenlanzen besteht auch die Möglichkeit einer Zentralversorgung
mit Reinigungsflüssigkeit, wie dies prinzipiell auch für die Abschlämmung 126 der
Fall ist.
[0096] Während des Reinigungsbetriebs mit einer Einspeisung von Reinigungsflüssigkeit in
die Druckgaszuleitung kann auch Reinigungsflüssigkeit aus dem Düsenmund 8 austreten.
Dies ist in aller Regel erwünscht, um auch Beläge im Mündungsbereich der Düse abzulösen.
Diese Reinigungsflüssigkeit, die über den Düsenmund 8 in den Gasraum 116 eintritt,
wird auch im Reinigungsbetrieb derart fein versprüht, dass sie für nachgeschaltete
Komponenten keine Gefahr darstellt, da die Tropfen rechtzeitig verdunstet sind. Abgesehen
davon kann gemäß der Erfindung der über den Düsenmund 8 austretende Teilstrom des
Reinigungsfluides durch Anlegen eines ausreichend tiefen Unterdrucks an den Abschlämmbehälter
126 beliebig weit abgesenkt werden. Nötigenfalls kann man auch den Druck der Zerstäubungsluft
entsprechend reduzieren.
[0097] Bei einer Ausführungsform eines Verfahrens zum Betreiben der Sprühanordnung 80 kann
durch eine ausreichend starke Absenkung des Unterdrucks im Abschlämmbehälter 126 Gas
über den Düsenmund 8 durch die Flüssigkeitszuleitung, das Lanzenrohr 2, und die Zuleitung
125 zur Düsenlanze 117 angesaugt werden, sofern dies bei entsprechender Zusammensetzung
des Gases im Gasraum 116, beispielsweise eine geeignete Rauchgaszusammensetzung, nicht
nachteilig erscheint. In nicht dargestellter Weise werden Zweistoffdüsenlanzen häufig
nicht nur mit der zu zerstäubenden Flüssigkeit und Druckgas beschickt, sondern auch
noch mit Hüllluft, welche in einem Rohr geführt ist, das die Zweistoffdüsenlanze konzentrisch
umschließt. Diese Hüllluft umschließt dann im Betrieb den Düsenmund 8. Bei der Rücksaugung
von Gas während des Reinigungsbetriebs muss in diesem Fall demnach nicht etwa Rauchgas
über die Düsenlanze zurückgesaugt werden. Vielmehr kann das rückgesaugte Gas aus neutraler
Hüllluft bestehen. Bei der Rücksaugung von Hüllluft besteht somit die Möglichkeit,
Düsen und Düsenlanzen zu reinigen, ohne dass die Reinigungsflüssigkeit in das Rauchgas
gelangen müsste. Und es muss ja nicht immer Rauchgas im Gasraum 16 vorliegen. In der
Lebensmittelverfahrenstechnik kann eine starkes Interesse daran bestehen, keine Reinigungsflüssigkeit
in die mit Lebensmitteln in Berührung kommenden Anlagenteite gelangen zu lassen.
[0098] Wie bereits erwähnt wurde, kann die Reinigungsflüssigkeit, die den größten Prozentsatz
der Abschlämmflüssigkeit 132 im Abschlämmbehälter 126 ausmacht, über die Rohrleitung
133 und die Pumpe 154 rezirkuliert werden, bis ihre Aufnahmefähigkeit unter Berücksichtigung
von Wirtschaftlichkeitsaspekten erschöpft ist. Daher sollte Reinigungsflüssigkeit
nur insoweit über den Düsenmund 8 in den Gasraum 116 eingeblasen werden, wie dies
für das Verfahren zuträglich bzw. für die Reinigung des Düsenmundes 8 notwendig ist.
[0099] Alternativ kann während eines Reinigungsbetriebs auch durch Anlegen eines entsprechenden
Unterdrucks an den Abschlämmbehälter 126 und Schließen des Druckgasventils 137 ausschließlich
Reinigungsflüssigkeit angesaugt werden. Ein Reinigungsfluid besteht dann ausschließlich
aus Reinigungsflüssigkeit und es ist möglich, die Sprühanordnung 80 mit Reinigungsflüssigkeit
zu spülen. Die Reinigungsflüssigkeit wird dann nicht in das Druckgas eingespeist,
sondern das Druckgas wird vollständig abgeschaltet, so dass die Druckgasseite ausschließlich
mit Reinigungsflüssigkeit beaufschlagt wird. Bei Aufprägung eines Unterdruckbetriebes
von der Abschlämmung her würde dann die Reinigungsflüssigkeit ebenfalls über die Zuluftbohrungen
5 und die Mischkammer 7 rückwärts durch das Lanzenrohr 2 für die Flüssigkeitszufuhr
zum Filter 120 gefördert werden. Dabei könnte in gewissem Umfange auch Gas aus dem
Gasraum 116 über den Düsenmund 8 zurückgesaugt werden.
[0100] Um ein abwasserfreies Verfahren anbieten zu können, müsste letztlich auch die Abschlämmflüssigkeit
132, die ja zum großen Teil aus Reinigungsflüssigkeit besteht, eingedampft werden.
Dies kann durch Zumischen der Abschlämmflüssigkeit 132 in den Hauptflüssigkeitsstrom
1 während des Sprühbetriebs geschehen. Die Eindosierung der Abschlämmflüssigkeit 132
in den Hauptflüssigkeitsstrom 1 erfolgt dabei zweckmäßigerweise so, dass die Abschlämmflüssigkeit
132 zur Unwirksamkeit verdünnt aus dem Düsenmund 8 austritt. In der Darstellung der
Fig. 7 kann Abschlämmflüssigkeit über die Leitung 133 entnommen und mittels der Pumpe
154 und die gestrichelt dargestellte Zuleitung 81 der zu versprühenden Flüssigkeit
1 zugemischt werden. Bei extremen Verschmutzungen und Ablagerungen kann mittels der
Zuleitung 81 auch so viel Reinigungsflüssigkeit eingespeist werden, dass praktisch
ausschließlich Reinigungsflüssigkeit zur Mischkammer 7 gefördert wird und dadurch
eine gründliche Reinigung bewirkt.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0101]
- 1
- zu zerstäubende Flüssigkeit
- 2
- Zuleitrohr der Flüssigkeit
- 3
- Zweistoff Düse
- 4
- Zuleitrohr des Druckgases
- 5
- Durchtrittsbohrungen des Druckgases
- 6
- äußerer Ringraum bzw. Ringkammer
- 7
- Mischkammer
- 8
- Düsenmündung
- 9
- Zweistoffgemisch aus Druckgas und Flüssigkeitströpfchen
- 10
- Durchtrittsbohrung der Flüssigkeit (Engstelle)
- 11
- Feststoffablagerungen
- 12
- scharfkantige Durchtrittsbohrungen
- 13
- Ablösegebiet
- 14
- in das Ablösegebiet strömende Flüssigkeit
- 15
- Ablagerungen in der Engstelle der Flüssigkeitszufuhr
- 16
- Abrundungen an den Durchtrittsbohrungen des Druckgases
- 17
- Druckgas
- 18
- Wasserdampf
- 19
- Wand der Bohrung 5
- 20
- Stößel
- 21
- Reinigungsflüssigkeit
- 60
- Zweistoffdüse
- 61
- Mittelachse
- 62
- Flüssigkeitszuleitung
- 63
- Verjüngung der Flüssigkeitszuleitung
- 64
- Verengung der Mischkammer
- 65
- Ausgangstrichter
- 66
- Düse für Reinigungsflüssigkeit
- 67
- Zerstäubungskammer
- 68
- Düse für Wasserdampf
- 69
- Flatterventil
- 70
- Zweistoffdüse
- 71
- Mittelachse
- 72
- Schaumstoffkügelchen
- 73
- Verengung der Flüssigkeitszuleitung
- 74
- Feinstäube
- 75
- Stößelkammer
- 76
- Flüssigkeitseintrittsbohrung
- 80
- Sprühanordnung
- 81
- Zuleitung
- 114
- Engstelle am Austritt der Mischkammer
- 115
- Druckgas
- 116
- Gasraum, in den eingesprüht wird
- 117
- Zweistoffdüsenlanze
- 118
- Anschlussflansch der Düsenlanze für die zu versprühende Flüssigkeit
- 119
- Anschlussflansch der Düsenlanze für das Druckgas
- 120
- Filtergehäuse
- 121
- Hauptflüssigkeitsventil
- 122
- abströmungsseitiges Abschlämmventil
- 123
- zuströmungsseitiges Abschlämmventil
- 124
- Hauptabschlämmventil
- 125
- Flüssigkeitszuleitungsrohr vom Filter zur Düsenlanze
- 126
- Abschlämmbehälter
- 127
- Unterdruckventil am Abschlämmbehälter
- 128
- Vakuumpumpe am Abschlämmbehälter
- 129
- Zuleitung von parallel geschalteter Düsenlanze mit Filter
- 130
- Zuleitung von parallel geschalteter Düsenlanze mit Filter
- 131
- Zuleitung von Parallel geschalteter Düsenlanze mit Filter
- 132
- Flüssigkeitsüberstand im Abschlämmbehälter
- 133
- Rezirkulationsleitung für Reinigungsflüssigkeit
- 134
- Dickschlamm und Partikel
- 135
- Austragsorgan für Dickschlamm und Partikel
- 136
- Kompressor für Druckgas
- 137
- Druckgashauptventil
- 138
- Druckgaszuleitung zur Düsenlanze
- 139
- Einspeisung von Reinigungsflüssigkeit
- 140
- Reinigungsflüssigkeit (z. B. Säure)
- 141
- Reinigungsflüssigkeit (z. B. Lauge)
- 142
- Speicherbehälter für Reinigungsflüssigkeit
- 143
- Speicherbehälter für Reinigungsflüssigkeit
- 144
- Druckluftabsperrventil am Speicher 142
- 145
- Druckluftabsperrventil am Speicher 143
- 146
- Ventil für die Zuleitung von Reinigungsflüssigkeit
- 147
- Ventil für die Zuleitung von Reinigungsflüssigkeit
- 148
- Druckluft bzw. Druckgas
- 149
- Grobmaschiges Sieb oder Lochplatte im Filter 120
- 150
- Einspeisungsleitung für die Reinigungsflüssigkeit zwischen Flüssigkeitshauptventil
und Filter
- 151
- Hauptventil für eine direkte Einspeisung der Reinigungsflüssigkeit vor dem Filter
20
- 152
- Ventil für die Direkteinspeisung aus Speiche 143
- 153
- Ventil für die Direkteinspeisung aus Behälter 142
- 154
- Pumpe für die Rezirkulation von Reinigungsflüssigkeit aus dem Abschlämmbehälter
1. Sprühanordnung mit einer Sprühdüse mit einer Austritts- oder Mischkammer (7) und wenigstens
zwei in die Austritts- oder Mischkammer (7) mündenden Durchgangsbohrungen, wobei die
Durchgangsbohrungen jeweils mit einer Fluidleitung verbunden sind, dadurch gekennzeichnet dass wenigstens eine der Durchgangsbohrungen (5) selbstreinigend ausgebildet ist und/oder
Vorrichtungen zum Reinigen wenigstens einer der Durchgangsbohrungen (74) vorgesehen
sind, wobei wenigstens eine der Fluidzuleitungen als Flüssigkeitszuleitung (125) zu
der Mischkammer (7) ausgebildet ist,
wobei wenigstens eine der Fluidzuleitungen als Druckgaszuleitung (138) zu der Mischkammer
(7) ausgebildet ist,
wobei wenigstens ein Behälter (142, 143) mit Reinigungsflüssigkeit (140, 141) vorgesehen
ist,
wobei eine Einspeiseleitung für Reinigungsflüssigkeit über ein Ventil (146, 147) vom
Behälter (142, 143) zur Druckgaszuleitung (138) führt, und
wobei eine Einspeiseleitung (150) für Reinigungsflüssigkeit über ein Ventil (151,
152, 153) vom Behälter (142, 143) zur Flüssigkeitszuleitung führt.
2. Sprühanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der Durchgangsbohrungen (5) der Sprühdüse auf ihrer, der Austritts-
oder Mischkammer (7) abgewandten Seite einen derart abgerundeten, sich verjüngenden
Querschnitt aufweist, dass eine Fluidströmung die Durchgangsbohrung (5) bis zur Mündung
in die Mischkammer ohne Strömungsablösung passiert.
3. Sprühanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchgangsbohrung (5) der Sprühdüse auf ihrer, der Mischkammer (7) abgewandten
Seite düsenförmig abgerundet ist.
4. Sprühanordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der Fluidleitungen als Flüssigkeitszuleitung zu der Mischkammer (7)
ausgebildet ist und im Bereich wenigstens einer als Flüssigkeitseintrittsbohrung (76)
ausgebildeten Durchgangsbohrung der Sprühdüse ein beweglicher Stößel (20) zur Reinigung
der Flüssigkeitseintrittsbohrung (76) vorgesehen ist.
5. Sprühanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Stößel (20) stromaufwärts der Flüssigkeitseintrittsbohrung (76) angeordnet ist
und an seinem, der Flüssigkeitseintrittsbohrung (76) zugewandten Ende kegelförmig
oder kegelstumpfförmig ausgebildet ist.
6. Sprühanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das kegel- oder kegelstumpfförmige Ende des Stößels (20) an einen sich in Strömungsrichtung
verjüngenden Eintrittsbereich (73) der Flüssigkeitseintrittsbohrung (76) angepasst
ist.
7. Sprühanordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Stößel (20) in der Zuleitung zur Flüssigkeitseintrittsbohrung (76) mit seiner
Längsrichtung parallel zur Strömungsrichtung angeordnet und an beiden Enden sich verjüngend
ausgebildet ist.
8. Sprühanordnung nach wenigstens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Fluidleitungen als Flüssigkeitszuleitung (62) ausgebildet ist und Mittel
(69) vorgesehen sind, um auf die in der Flüssigkeitszuleitung befindliche Flüssigkeit
Druckstöße aufzuprägen.
9. Sprühanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Aufprägen von Druckstößen mit Frequenzen im Ultraschallbereich geeignet
sind.
10. Sprühanordnung nach wenigstens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Fluidleitungen als Druckgaszuleitung (4) zu der Mischkammer (7) ausgebildet
ist und stromaufwärts der als Druckgaseintrittsbohrung ausgebildeten wenigstens einen
Durchgangsbohrung (5) Mittel zum Einbringen von abrasiv wirkenden Stäuben (74) in
die Druckgaszuleitung (4), Mittel (66) zum Einbringen von Reinigungsflüssigkeit (21)
in die Druckgaszuleitung (4), Mittel zum Einbringen von schwamm- oder schaumstoffartigen
Teilchen (72) in die Druckgaszuleitung (4), die unter dem Druck des zugeführten Druckgases
durch die wenigstens eine Druckgaseintrittsbohrung gepresst werden können und/oder
Mittel (68) zum Einbringen von Wasserdampf (18) in die Druckgaszuführungsleitung vorgesehen
sind.
11. Sprühanordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Sprühdüse eine Misch-
oder Austrittskammer (7) und wenigstens zwei in die Misch- oder Austrittskammer mündende
Fluidleitungen aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, um in einem Reinigungsbetrieb in wenigstens einer der Fluidleitungen
und der zugehörigen Durchgangsbohrung eine Fluidströmung von der Misch- oder Austrittskammer
(7) in die Fluidleitung zu bewirken.
12. Verfahren zum Betreiben einer Sprühanordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch, in einem Reinigungsbetrieb, Einspeisen einer Reinigungsflüssigkeit oder von Reinigungsteilchen
(72) in die Druckgaszuleitung (4) stromaufwärts wenigstens einer als Druckgaseintrittsbohrung
ausgebildeten Durchgangsbohrung (5) in die Mischkammer (7) und Einspeisen der Reinigungsflüssigkeit
in die Flüssigkeitszuleitung (125) stromaufwärts der Mischkammer (7).
13. Verfahren nach Anspruch 12, gekennzeichnet durch Einbringen von Wasserdampf (18), Reinigungsflüssigkeit (21), abrasiv wirkender Stäube
(74) und/oder schwamm- oder schaumstoffartigen Teilchen (72), die unter dem Druck
des Druckgases durch die wenigstens eine Druckgaseintrittsbohrung gepresst werden, stromaufwärts der wenigstens
einen Druckgaseintrittsbohrung.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 oder 13, gekennzeichnet durch Aufprägen von Druckstößen auf die zu zerstäubende Flüssigkeit in der als Flüssigkeitszuleitung
(62) ausgebildeten Fluidleitung stromaufwärts der als Flüssigkeitseintrittsbohrung
in die Mischkammer (7) ausgebildeten wenigstens einen Durchgangsbohrung, insbesondere
im Ultraschallbereich.
15. Verfahren zum Betreiben einer Sprühanordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche
1 bis 11, mit einer Sprühdüse mit einer Misch- oder Austrittskammer (7) und wenigstens
zwei in die Misch- oder Austrittskammer mündenden Fluidleitungen, gekennzeichnet durch Umkehren einer Fluidströmungsrichtung in einem Reinigungsbetrieb gegenüber einem
Sprühbetrieb wenigstens in einem Bereich der Mündung einer der Fluidleitungen in die
Misch- oder Austrittskammer (7).
16. Verfahren nach Anspruch 15, wobei eine Fluidleitung der Sprühdüse als in die Mischkammer
(7) mündende Flüssigkeitszuleitung (2) und eine andere Fluidleitung als in die Mischkammer
(7) mündende Druckgaszuleitung (4) ausgebildet ist,
gekennzeichnet durch folgende Schritte:
- In einem Reinigungsbetrieb, Abschalten einer Flüssigkeitszufuhr mittels eines Absperrventils
(121) in der Flüssigkeitszuleitung (2) und Öffnen wenigstens eines Reinigungsventils
(122, 123, 124) in Flüssigkeitszuführrichtung stromabwärts des Absperrventils (21);
- Einleiten eines Reinigungsfluidstroms über die Druckgaszuleitung (4) und die Mischkammer
(7) in die Flüssigkeitszuleitung (2) zum Reinigungsventil (122, 123, 124).
17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Reinigungsfluid während des Sprühbetriebs verwendetes Druckgas ist.
18. Verfahren nach Anspruch 16 oder 17, gekennzeichnet durch Anlegen eines Unterdrucks an das Reinigungsventil (122, 123, 124) während des Reinigungsbetriebs.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 bis 18, gekennzeichnet durch Einbringen einer Reinigungsflüssigkeit in die Druckgaszuleitung (4) während des Reinigungsbetriebs,
so dass das Reinigungsfluid ein Gemisch aus Druckgas und Reinigungsflüssigkeit ist.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass das Reinigungsfluid ausschließlich aus Reinigungsflüssigkeit besteht.
21. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 15 bis 20, gekennzeichnet durch Ansaugen von Umgebungsgas durch eine Düsenaustrittsöffnung (8) während des Reinigungsbetriebs, so dass das Reinigungsfluid
Umgebungsgas enthält.
1. A spray device including a spray nozzle with an output or mixing chamber (7) and at
least two through bores leading to the output or mixing chamber (7), wherein the through
bores are respectively connected with a fluid line characterized in that at least one of the through bores (5) is formed for a self-cleaning process and/or
devices for cleaning at least one of the through bores (74) are provided, wherein
at least one of the fluid lines is formed as a liquid supply line (125) to the mixing
chamber (7),
wherein at least one of the fluid lines is formed as a pressurised gas supply line
(138) to the mixing chamber (7),
wherein at least one reservoir (142, 143) for cleaning liquid (140, 141) is provided,
wherein a supply line for cleaning liquid passes via a valve (146, 147) from the reservoir
(142, 143) to the pressurised gas supply line (138), and wherein a supply line (150)
for cleaning liquid passes via a valve (151, 152, 153) from the reservoir (142, 143)
to the liquid supply line.
2. The spray device according to claim 1, characterized in that at least one of the through bores (5) of the spray nozzle on its side oriented away
from the output or mixing chamber (7) features a rounded and tapered cross-section
such that fluid flow passes via the through bore (5) up to the orifice into the mixing
chamber without a stall of flow.
3. The spray device according to claim 2, characterized in that the through bore (5) of the spray nozzle, on its side oriented away from the mixing
chamber (7), is rounded in a nozzle form.
4. The spray device according to any of the preceding claims, characterized in that at least one of the fluid lines is formed as a liquid supply line to the mixing chamber
(7) and, in the vicinity of at least one through bore of the spray nozzle formed as
a liquid inlet bore (76), a movable tappet (20) is provided for cleaning the liquid
inlet bore (76).
5. The spray device according to claim 4, characterized in that the tappet (20) is located upstream of the liquid inlet bore (76) and, on its end
oriented towards the liquid inlet bore (76), is in a conical or frustoconical shape.
6. The spray device according to claim 5, characterized in that the conical or frustoconical end of the tappet (20) is adapted to a tapered inlet
area (73) in the flow direction of the liquid inlet bore (76).
7. The spray device according to any of the preceding claims 4 to 6, characterized in that the tappet (20), in the supply line to the liquid inlet bore (76), is arranged with
its longitudinal direction parallel to the flow direction and is tapered in shape
on both ends.
8. The spray device according to at least one of the preceding claims, characterized in that one of the fluid lines is formed as a liquid supply line (62), and means (69) are
provided for applying pressure surges to the liquid in the liquid supply line.
9. The spray device according to claim 8, characterized in that the means are suitable for applying pressure surges with ultrasonic range frequencies.
10. The spray device according to at least one of the preceding claims, characterized in that one of the fluid lines is formed as a pressurised gas supply line (4) to the mixing
chamber (7) and upstream of at least one through bore (5), that is formed as a pressurised
gas inlet bore, are provided means for introducing abrasively acting dust particles
(74) into the pressurised gas supply line (4), means (66) for introducing cleaning
liquid (21) into the pressurised gas supply line (4), means for introducing sponge-like
or foam-like particles (72) into the pressurised gas supply line (4), which can be
pressed through the at least one pressurised gas inlet bore under the pressure of
the in-fed pressurised gas, and/or means (68) are provided for introducing steam (18)
into the pressurised gas supply line.
11. The spray device according to any of the preceding claims, wherein the spray nozzle
includes a mixing or output chamber (7) and at least two fluid lines leading to the
mixing or output chamber, characterized in that means are provided to cause, during a cleaning operation, in at least one of the
fluid lines and the associated through bore a fluid flow from the mixing or output
chamber (7) to the fluid line.
12. A method for operating a spray device according to any of the preceding claims, characterized in that during a cleaning operation, feeding a cleaning fluid or of cleaning particles (72)
into the pressurised gas supply line (4) upstream of at least one through bore (5)
formed as a pressurized gas input bore and feeding the cleaning fluid into the liquid
supply line (125) upstream of the mixing chamber (7).
13. The method according to claim 12, characterized by introducing of steam (18), cleaning liquid (21), abrasively acting dust particles
(74) and/or sponge-like or foam-like particles (72) which are pressed through at least
one pressurised gas inlet bore under the pressure of the pressurised gas, upstream
of the at least one pressurised gas inlet bore.
14. The method according to any of claims 12 or 13, characterized by applying pressure surges to the liquid to be atomised in the fluid line that is formed
as a liquid supply line (62) upstream of the at least one through bore formed as a
liquid inlet bore in the mixing chamber (7), in particular in the ultrasonic range.
15. The method for operating a spray device according to any of the preceding claims 1
to 11, including a spray nozzle with a mixing or output chamber (7) and at least two
fluid lines leading to the mixing or output chamber, characterized by reversing a fluid-flow direction during a cleaning operation in contrast to a spraying
operation, at least in one orifice area of the fluid lines into the mixing or output
chamber (7).
16. The method according to claim 15, wherein one fluid line of the spray nozzle is formed
as a liquid supply line (2) leading into the mixing chamber (7) and another fluid
line is formed as a pressurised gas supply line (4) leading into the mixing chamber
(7),
characterized by the following steps:
- during a cleaning operation, switching off a liquid supply by means of a shut-off
valve (121) in the liquid supply line (2) and opening at least one cleaning valve
(122, 123, 124) in the liquid supply direction downstream of the shut-off valve (21),
- introducing a cleaning fluid flow via the pressurised gas supply line (4) and mixing
chamber (7) in the liquid supply line (2) to the cleaning valve (122, 123, 124).
17. The method according to claim 16, characterized in that, the cleaning fluid is pressurised gas used during the spraying operation.
18. The method according to claim 16 or 17, characterized by applying a negative pressure to the cleaning valve (122, 123, 124) during the cleaning
operation.
19. The method according to any of the claims 16 to 18, characterized by introducing a cleaning liquid into the pressurised gas supply line (4) during the
cleaning operation, so that the cleaning fluid is a mixture of pressurised gas and
cleaning liquid.
20. The method according to any of the claims 16 to 19, characterized in that the cleaning fluid is composed exclusively of cleaning liquid.
21. The method according to at least one of the claims 15 to 20, characterized by drawing in environmental gas through a nozzle output orifice (8) during the cleaning
operation, so that the cleaning fluid contains environmental gas.
1. Ensemble de pulvérisation doté d'une tuyère de pulvérisation qui présente une chambre
de sortie ou de mélange (7) et au moins deux alésages de passage qui débouchent dans
la chambre de sortie ou de mélange (7), les alésages de passage étant tous reliés
à un conduit de fluide respectif,
caractérisé en ce que
au moins l'un des alésages de passage (5) est configuré de manière à être auto-nettoyant
et/ou
en ce que des dispositifs de nettoyage d'au moins l'un des alésages de passage (74) sont prévus,
en ce qu'au moins l'un des conduits d'amenée de fluide est configuré comme conduit (125) d'amenée
de liquide à la chambre de mélange (7),
en ce qu'au moins l'un des conduits de fluide est configuré comme conduit (138) d'amenée de
gaz sous pression dans la chambre de mélange (7),
en ce qu'au moins un récipient (142, 143) rempli de liquide de nettoyage (140, 141) est prévu,
en ce qu'un conduit d'injection de liquide de nettoyage conduit du récipient (142, 143) au
conduit (138) d'amenée de gaz sous pression par l'intermédiaire d'une soupape (146,
147) et
en ce qu'un conduit d'injection (150) de liquide de nettoyage conduit du récipient (142, 143)
au conduit d'amenée de liquide par l'intermédiaire d'une soupape (151, 152, 153).
2. Ensemble de pulvérisation selon la revendication 1, caractérisé en ce que sur son côté non tourné vers la chambre de sortie ou de mélange (7), au moins l'un
des alésages de passage (5) de la tuyère de pulvérisation présente une section transversale
arrondie et se rétrécit de telle sorte qu'un écoulement de fluide traverse l'alésage
de passage (5) jusqu'à déboucher dans la chambre de mélange sans d'évitement de l'écoulement.
3. Ensemble de pulvérisation selon la revendication 2, caractérisé en ce que sur son côté non tourné vers la chambre de mélange (7), l'alésage de passage (5)
de la tuyère de pulvérisation est arrondi en forme de tuyère.
4. Ensemble de pulvérisation selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins l'un des conduits de fluide est configuré comme conduit d'amenée de liquide
vers la chambre de mélange (7) et en ce qu'un poussoir mobile (20) est prévu pour nettoyer l'alésage (76) d'entrée de liquide
au niveau d'au moins un alésage de passage de la tuyère de pulvérisation configuré
comme alésage (76) d'entrée de liquide.
5. Ensemble de pulvérisation selon la revendication 4, caractérisé en ce que le poussoir (20) est disposé en amont de l'alésage (76) d'entrée de liquide et est
configuré en forme de cône ou de tronc de cône à son extrémité tournée vers l'alésage
(76) d'entrée de liquide.
6. Ensemble de pulvérisation selon la revendication 5, caractérisé en ce que l'extrémité en forme de cône ou de tronc de cône du poussoir (20) est adaptée à une
partie d'entrée (73) de l'alésage (76) d'entrée de liquide qui se rétrécit dans la
direction de l'écoulement.
7. Ensemble de pulvérisation selon l'une des revendications 4 à 6 qui précèdent, caractérisé en ce que le poussoir (20) est disposé dans le conduit d'amenée conduisant à l'alésage (76)
d'entrée de liquide avec le sens de sa longueur parallèle à la direction d'écoulement
et se rétrécit à ses deux extrémités.
8. Ensemble de pulvérisation selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'un des conduits de fluide est configuré comme conduit (62) d'amenée de liquide
et en ce que des moyens (69) qui impriment des impulsions de pression au liquide présent dans
le conduit d'amenée de liquide sont prévus.
9. Ensemble de pulvérisation selon la revendication 8, caractérisé en ce que les moyens exerçant des impulsions de pression à des fréquences dans la plage des
ultrasons conviennent.
10. Ensemble de pulvérisation selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'un des conduits de fluide est configuré comme conduit (4) d'amenée de gaz sous
pression vers la chambre de mélange (7) et en ce que des moyens permettant d'apporter des poussières (74) à action abrasive dans le conduit
(4) d'amenée de gaz sous pression, des moyens (66) qui apportent du liquide de nettoyage
(21) dans le conduit (4) d'amenée de gaz sous pression, des moyens qui apportent des
particules (72) en forme de mousse ou d'éponge dans le conduit (4) d'amenée de gaz
sous pression et qui peuvent être comprimés sous la pression du gaz sous pression
apporté par le ou les alésages d'entrée de gaz sous pression et/ou des moyens (68)
qui apportent de la vapeur d'eau (18) dans le conduit d'amenée de gaz sous pression
sont prévus en amont du ou des alésages de passage (5) configurés comme alésages d'entrée
de gaz sous pression.
11. Ensemble de pulvérisation selon l'une des revendications précédentes, dans lequel
la tuyère de pulvérisation présente une chambre de mélange ou de sortie (7) et au
moins deux conduits de fluide qui débouchent dans la chambre de mélange ou de sortie,
caractérisé en ce qu'il présente des moyens qui ont pour effet un écoulement de fluide depuis la chambre
de mélange ou de sortie (7) jusque dans le conduit de fluide dans un fonctionnement
en nettoyage dans au moins l'un des conduits de fluide et au moins un des alésages
de passage associé.
12. Procédé de conduite d'un ensemble de pulvérisation selon l'une des revendications
précédentes, caractérisé par, dans un fonctionnement en nettoyage, l'injection d'un liquide de nettoyage ou de
particules nettoyantes (72) dans le conduit (4) d'amenée de gaz sous pression, en
amont d'au moins un alésage de passage (5) configuré comme alésage d'entrée de gaz
sous pression dans la chambre de mélange (7), et par l'injection du liquide de nettoyage
dans le conduit (125) d'amenée de liquide en amont de la chambre de mélange (7).
13. Procédé selon la revendication 12, caractérisé par l'apport de vapeur d'eau (18), d'un liquide de nettoyage (21), de poussières à action
abrasive (74) et/ou de particules (72) en forme d'éponge ou de mousse qui sont comprimées
au moins sous la pression de gaz sous pression par le ou les alésages d'entrée de
gaz sous pression, en amont du ou des alésages d'entrée de gaz sous pression.
14. Procédé selon l'une des revendications 12 ou 13, caractérisé par l'application d'impulsions de pression sur le liquide à pulvériser dans le conduit
de fluide configuré comme conduit (62) d'amenée de liquide, en amont du ou des alésages
de passage configurés comme alésages d'entrée de liquide dans la chambre de mélange
(7), en particulier dans la plage des ultrasons.
15. Procédé de conduite d'un ensemble de pulvérisation selon l'une des revendications
1 à 11, qui présente une tuyère de pulvérisation dotée d'une chambre de mélange ou
de sortie (7) et d'au moins deux conduits de fluide qui débouchent dans la chambre
de mélange ou de sortie, caractérisé par l'inversion de la direction d'écoulement d'un fluide en fonctionnement de nettoyage
par rapport au fonctionnement en pulvérisation, au moins dans une partie de l'embouchure
de l'un des conduits de fluide dans la chambre de mélange ou de sortie (7).
16. Procédé selon la revendication 15, dans lequel un conduit de fluide de la tuyère de
pulvérisation est configuré comme conduit (2) d'amenée de liquide débouchant dans
la chambre de mélange (7) et un autre conduit de fluide est configuré comme conduit
(4) d'amenée de gaz sous pression débouchant dans la chambre de mélange (7), le procédé
étant
caractérisé par les étapes suivantes :
dans un fonctionnement en nettoyage, débranchement de l'amenée de liquide au moyen
d'une soupape de blocage (121) prévue dans le conduit (2) d'amenée de liquide et ouverture
d'au moins une soupape de nettoyage (122, 123, 124) prévue en aval de la soupape de
blocage (21) dans la direction d'amenée de liquide et
introduction d'un écoulement de fluide de nettoyage par l'intermédiaire du conduit
(4) d'amenée de gaz sous pression et de la chambre de mélange (7) dans le conduit
(2) amenant le liquide à la soupape de nettoyage (122, 123, 124).
17. Procédé selon la revendication 16, caractérisé en ce que le fluide de nettoyage est le gaz sous pression utilisé en fonctionnement en pulvérisation.
18. Procédé selon les revendications 16 ou 17, caractérisé par l'application d'une dépression sur la soupape de nettoyage (122, 123, 124) en fonctionnement
en nettoyage.
19. Procédé selon l'une des revendications 16 à 18, caractérisé par l'introduction d'un liquide de nettoyage dans le conduit (4) d'amenée de gaz sous
pression pendant le fonctionnement en nettoyage de telle sorte que le fluide de nettoyage
est un mélange de gaz sous pression et de liquide de nettoyage.
20. Procédé selon l'une des revendications 16 à 19, caractérisé en ce que le fluide de nettoyage est constitué exclusivement du liquide de nettoyage.
21. Procédé selon au moins l'une des revendications 15 à 20, caractérisé par l'aspiration de gaz environnant par une ouverture (8) de sortie de tuyère pendant
le fonctionnement en nettoyage, de telle sorte que le fluide de nettoyage contienne
du gaz de l'environnement.