(19)
(11) EP 1 893 371 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
05.08.2009  Patentblatt  2009/32

(21) Anmeldenummer: 06761977.5

(22) Anmeldetag:  14.06.2006
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B22D 41/18(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2006/005395
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2006/136285 (28.12.2006 Gazette  2006/52)

(54)

VERSCHLUSSSTOPFEN FÜR EIN METALLURGISCHES SCHMELZGEFÄSS

STOPPER FOR A METALLURGICAL MELTING POT

BOUCHON DE FERMETURE POUR CUVE DE FUSION MÉTALLURGIQUE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE SI SK TR

(30) Priorität: 21.06.2005 DE 102005029033

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
05.03.2008  Patentblatt  2008/10

(73) Patentinhaber: Refractory Intellectual Property GmbH & Co. KG
1100 Wien (AT)

(72) Erfinder:
  • FAUHL, Markus
    52379 Langerwehe (DE)
  • PERNOT, Jürgen
    41328 Mönchengladbach (DE)
  • MÜLLER, Helmut
    52152 Simmerath (DE)

(74) Vertreter: Becker, Thomas et al
Patentanwälte Becker & Kollegen Turmstrasse 22
40878 Ratingen
40878 Ratingen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
WO-A-20/05059185
FR-A1- 2 787 045
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen Verschlussstopfen für ein metallurgisches Schmelzgefäß. Derartige Stopfen dienen zur Regelung der Ausflussmenge einer Metallschmelze im Bereich einer Auslassöffnung eines zugehörigen Schmelzgefäßes, beispielsweise eines Tundish.

    [0002] Ein solcher Verschlussstopfen ist üblicherweise wie folgt aufgebaut: Er weist einen stabförmigen Körper aus mindestens einem feuerfesten keramischen Werkstoff auf, der entsprechend ein erstes oberes Ende und ein zweites unteres Ende aufweist. Vom ersten Ende erstreckt sich eine sackartige Öffnung in Axialrichtung des stabförmigen Körpers auf das zweite Ende hin, wobei diese Öffnung an einem Boden mit Abstand zum zweiten Ende des Körpers endet. Ein Gasauslasskanal mit einer gegenüber der Öffnung kleineren Querschnittsfläche verbindet den Boden der Öffnung mit einem Oberflächenabschnitt im Bereich des zweiten Endes des Körpers. Dem ersten Ende benachbart weist die Öffnung umfangsseitig Fixiermittel auf, die zur Festlegung einer korrespondierenden Halteeinrichtung, meist eine Haltestange, dienen, über die der Verschlussstopfen an einem Manipulator befestigt wird. Mit Hilfe des Manipulators wird der Stopfen auf- und abbewegt, um die Auslauföffnung des Schmelzgefäßes entweder abzudichten oder auf eine einstellbare Öffnungsweite freizugeben.

    [0003] Im Rahmen dieser Anmeldung beziehen sich Angaben hinsichtlich der Gestaltung und Funktion des Verschlussstopfens sowie dessen Teile und Einrichtungen stets auf die Funktionsposition des Verschlussstopfens, das heißt dessen vertikale Ausrichtung.

    [0004] Ein bekannter Verschlussstopfen der gattungsgemäßen Art ist aus der EP 0 358 535 B2 bekannt. Auf die Offenbarung dort wird Bezug genommen.

    [0005] Die Öffnung und der anschließende Gasauslasskanal dienen (auch) dazu, ein Gas durch den Verschlussstopfen hindurch in die Metallschmelze zu führen. Das Gas dient der sekundärmetallurgischen Behandlung der Schmelze. Beispielsweise sollen damit nicht metallische Einschlüsse in der Schmelze durch Flotation entfernt werden. Wichtig in diesem Zusammenhang ist eine konstante Strömung des Behandlungsgases.

    [0006] Befindet sich der Verschlussstopfen in einer Position mit Abstand zur Ausflussöffnung des Schmelzgefäßes, fließt Metallschmelze aus. Dabei kann durch die Strömung der Metallschmelze ein Unterdruck unterhalb des unteren Endes des Verschlussstopfens entstehen. Dieser Unterdruck kann so groß werden, dass die Gasströmung abreißt. Gleichzeitig kann Luft angesaugt werden. Beides ist unerwünscht.

    [0007] Die EP 1 401 600 B1 beschreibt einen gattungsgemäßen Verschlussstopfen (dort Monoblockstopfen genannt), bei dem in den Gasauslasskanal eine Kalibriereinrichtung eingebaut ist. Diese besteht aus einer Stange, die eine oder mehrere axiale Gaskanäle aufweist. Auf diese Weise soll ein bestimmter Strömungswiderstand eingestellt werden. Die bekannte Vorrichtung ist kompliziert in ihrer Herstellung. Außerdem ist es schwierig, einen bestimmten Strömungswiderstand einzustellen.

    [0008] Die nachveröffentlichte WO 2005/059185 beschreibt einen Stopfen mit einem Insert in der Stopfenöffnung, durch den ein Rohr geführt ist. Aus der FR 2787045 ist ein Stopfen bekannt, in dessen sackförmiger Öffnung eine Venturi-Düse für einen Gasdurchgang ausgebildet ist.

    [0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Verschlussstopfen anzubieten, der leicht herstellbar ist und mit dem der Transport und die Zuführung von Gas, insbesondere Inertgas, in eine Metallschmelze effektiv und sicher erfolgen kann.

    [0010] Zur Lösung dieser Aufgabe geht die Erfindung von folgenden Überlegungen aus: Die genannte sackartige Öffnung im Stopfenkörper weist üblicherweise eine kreisförmige Querschnittsfläche auf mit einem Durchmesser von mehreren Zentimetern. Der an die Öffnung anschließende Gasauslasskanal besitzt demgegenüber eine sehr viel kleinere Querschnittsfläche, üblicherweise mit einem Durchmesser von nur wenigen Millimetern.

    [0011] Die große Öffnung erstreckt sich üblicherweise über weit mehr als die Hälfte der Gesamtlänge des Stopfenkörpers, während der Gasauslasskanal nur im zweiten unteren Endabschnitt verläuft und entsprechend kurz ist.

    [0012] Um innerhalb des Verschlussstopfens einen gewissen Strömungswiderstand für das Gas einzustellen, ist es aber erforderlich, den endseitigen Gaskanal möglichst länger oder mit geringerem Durchmesser auszubilden. Aufgrund der skizzierten Anordnung sind beiden Maßnahmen Grenzen gesetzt.

    [0013] Insoweit geht die Erfindung von der Überlegung aus, die Mittel zur Einstellung des Gas-Strömungswiderstandes aus dem Bereich des Gasauslasskanals am unteren, zweiten Ende des Verschlussstopfens in die darüber liegende Öffnung zu verlegen. Die gegenüber dem Gasauslasskanal sehr viel größere Öffnung muss dazu mit einem entsprechenden Füllkörper zumindest teilweise ausgefüllt werden. Dieser Füllkörper kann sich über eine entsprechende Teillänge der Öffnung (in Axialrichtung des Stopfenkörpers betrachtet) erstrecken und füllt dabei die gesamte Querschnittsfläche der Öffnung aus.

    [0014] Die Verlagerung der Mittel zur Einstellung des Gas-Strömungswiderstandes in die Öffnung schafft zahlreiche Möglichkeiten, den Strömungswiderstand individuell einzustellen, je nachdem, an welcher Stelle der Öffnung über welche Länge der Füllkörper ausgebildet wird und wie viele Kanäle in welcher Form innerhalb des Füllkörpers angeordnet werden.

    [0015] Danach betrifft die Erfindung in ihrer allgemeinsten Ausführungsform einen Verschlussstopfen für ein metallurgisches Schmelzgefäß mit den Merkmalen von Anspruch 1.

    [0016] Der genannte Boden der Öffnung kann beliebig gestaltet sein. Er kann mehr oder weniger senkrecht zur Axialrichtung des Körpers verlaufen. Er kann auch gewölbt, beispielsweise konkav oder konvex gewölbt sein. Ebenso ist es möglich, den Bodenbereich - in Axialrichtung des Verschlussstopfens betrachtet - trichterförmig auszubilden, mit unmittelbarem Anschluss an den folgenden Gasauslasskanal.

    [0017] Der Füllkörper (mit den darin verlaufenden Gaskanälen) kann - wie ausgeführt - eine nahezu beliebige Länge aufweisen. Seine Länge wird unter anderem davon abhängen, wie groß der Strömungswiderstand sein soll, der für die Gasströmung im jeweilige Anwendungsfall gewünscht wird. Normalerweise wird der Füllkörper - in Axialrichtung des Körpers betrachtet - eine Länge aufweisen, die mindestens 5 % der Länge der Öffnung beträgt. Dieser Wert kann nach verschiedenen Ausführungsformen auch > 10 %, > 15 %, bis auf Werte > 25 % gesteigert werden.

    [0018] Auch die Anordnung des Füllkörpers innerhalb der Öffnung ist nahezu beliebig. Der Füllkörper kann bis auf den Gasdurchlassbereich dicht sein.

    [0019] Eine Anordnung des Füllkörpers unmittelbar benachbart zum Boden der Öffnung weist jedoch strömungstechnische Vorteile auf. Zu diesem Zweck ist sicherzustellen, dass die bodenseitige Öffnung des Gaskanals, der im Füllkörper verlauft oder im Kontaktbereich zwischen Füllkörper und Körper des Verschlussstopfens, in strömungstechnischer Verbindung mit der gaseinlassseitigen Öffnung des Gasaustrittskanals am unteren Ende des Stopfenkörpers (am so genannten Stopfenkopf) ist.

    [0020] üblicherweise werden Verschlussstopfen der genannten Art durch isostatisches Pressen hergestellt. Dabei wird in situ die Öffnung und der Gasauslasskanal ausgebildet. Beispielsweise bei einem solchen Stopfenkörper kann der Füllkörper nachträglich eingegossen werden. Ein mögliches Herstellungsverfahren dazu wird im Rahmen der anschließenden Figurenbeschreibung dargestellt.

    [0021] Der Füllkörper kann aber auch ein gepresstes Teil sein, welches während der Herstellung oder nachträglich in die Öffnung des vorgepressten Stopfenkörpers eingesetzt wird.

    [0022] Ein wesentliches Merkmal ist die Ausbildung des mindestens einen Gaskanals. Der Gaskanal kann durch den Füllkörper verlaufen. Er kann auch auf der Außenwand des Füllkörpers in Form einer Nut ausgebildet sein. Die Wand der Öffnung begrenzt den Gaskanal dabei außenseitig. Umgekehrt kann die Wand der Öffnung eine Nut aufweisen und der Füllkörper (seine Umfangsfläche) begrenzt die Nut dann innenseitig, so dass ein Gaskanal entsteht. Der Gaskanal kann spiralförmig um die Mittenlängsachse herum angeordnet sein.

    [0023] Aus den genannten Gründen ist es vorteilhaft, einen längeren Gaskanal auszubilden. Dazu kann die Länge des Füllkörpers vergrößert werden. Ein besonderer Vorteil der erfindungsgemäßen Gestaltung liegt darin, dass der Füllkörper innerhalb der großen Öffnung angeordnet ist und damit eine erhebliche Querschnittsfläche aufweist, die es ermöglicht, den Gaskanal beispielsweise mäanderförmig oder schraubenlinienförmig durch den Füllkörper hindurch oder zwischen Füllkörper und Körper zu führen. Damit wird seine Länge zum Teil wesentlich größer als der kürzeste Abstand seiner endseitigen (unteren und oberen) Austrittsöffnungen.

    [0024] Beispielsweise um das Eindringen von Fremdkörpern zu verhindern kann es sinnvoll sein, zumindest die obere Öffnung des Gaskanals des Füllkörpers und/oder das gaseintrittsseitige Endes des Gasauslasskanals mit einem porösen Filter, beispielsweise einem porösen, temperaturbeständigen Filterpapier oder mit einem porösen Stopfen abzudecken. Ein solches poröses, schwammartiges Element kann auch als Bestandteil des Füllkörpers vorgesehen werden.

    [0025] Um eine möglichst turbulenzfreie Gasströmung zu erreichen, sieht eine weitere Ausführungsform der Erfindung vor, den Gasauslasskanal koaxial zur Mittenlängsachse des Körpers am zweiten Ende des Körpers austreten zu lassen.

    [0026] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Merkmalen der Unteransprüche sowie den sonstigen Anmeldungsunterlagen.

    [0027] Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert. Dabei zeigen - in jeweils stark schematisierter Darstellung -
    Figur 1:
    einen unteren Endabschnitt eines Verschlussstopfens im Längsschnitt während der Herstellung
    Figur 2:
    eine Abbildung analog zu Figur 1 im fertigen Zustand mit einem spezifischen Verlauf eines Gaskanals im Füllkörper.


    [0028] In den Figuren sind gleiche oder gleich wirkende Bauteile mit gleichen Bezugsziffern dargestellt.

    [0029] In Figur 1 ist ein unterer Abschnitt 10 eines stabförmigen Körpers eines Verschlussstopfens zu erkennen. Der stabförmige Körper besteht aus einem feuerfesten Werkstoff üblicher Art. Koaxial zur Mittenlängsachse M - M verläuft im Körper 10 eine Öffnung 12, die sich von einem (nicht dargestellten) oberen Ende des Körpers 10 in Richtung auf ein zweites unteres Ende 14 erstreckt und mit Abstand zu diesem Ende im Bereich eines Bodens 16 endet. Von diesem Boden 16, der in Richtung der Mittenlängsachse M - M eine sackartige Verlängerung 18 aufweist, erstreckt sich ein Gasauslasskanal 20 koaxial zur Mittenlängsachse M - M bis zum untersten Abschnitt des zweiten Endes 14.

    [0030] Figur 1 zeigt eine Stufe der Herstellung des Verschlusskörpers, wobei der Körper 10 zunächst in üblicher Weise durch isostatisches Pressen hergestellt wurde. In einem nächsten Schritt wird ein Draht 22 über den Gasauslasskanal 20 eingezogen, wobei der Draht 22 an seinem freien unteren Ende eine Verdickung 22d aufweist, während der Abschnitt, der im Gasauslasskanal 20 einliegt, einen größeren Durchmesser aufweist (den Gasauslasskanal 20 weitestgehend ausfüllt) als der darüber verlaufende Abschnitt 22a, der sich durch die Öffnung 12 bis zum ersten oberen Ende des Verschlusskörpers erstreckt und dort auf nicht dargestellte Art temporär befestigt wird. Im nächsten Schritt wird ein feuerfester Beton in die Öffnung 12 eingefüllt und mit Hilfe eines Stößels vorgeschoben, bis etwa der schraffiert ausgebildete Bereich oberhalb des Gasauslasskanals 20 mit dem noch viskosen Beton ausgefüllt ist, der dabei den Draht 22 im Abschnitt 22a umschließt.

    [0031] Sobald der Beton ausgehärtet ist, wird der Draht 22 entgegen seiner Zuführrichtung wieder entfernt. Dazu kann der Draht 22 an der Verdickung 22d gegriffen und nach unten ausgezogen werden. Parallel dazu wird in dem gegossenen Betonabschnitt 24, nachstehend als Füllkörper bezeichnet, ein entsprechender Gaskanal 26 ausgebildet, der sich in den Gasauslasskanal 20 fortsetzt.

    [0032] Es ist ersichtlich, dass die Anzahl der im Füllkörper 24 ausgebildeten Gaskanäle 26, deren Größe sowie deren Verlauf beliebig einstellbar ist.

    [0033] Anstelle eines oder mehrerer Drähte, die ausgezogen werden, können auch ausbrennbare Körper verwendet werden. Beim anschließenden Brennen des Verschlussstopfens kommt es durch Ausbrennen dieser Einlagen zur Ausbildung der gewünschten Gaskanäle in der gewünschten Anordnung und Geometrie.

    [0034] Anstelle eines gegossenen Füllkörpers 24 kann dieser auch als vorgefertigtes, beispielsweise gepresstes Bauteil eingesetzt werden, wie in Figur 2 skizziert. Im dargestellten Ausführungsbeispiel weist der gepresste Füllkörper-Einsatz 24 einen spiralartig gestalteten Gaskanal 26 auf, dessen unteres auslassseitiges Ende koaxial zur Mittenlängsachse M - M des Körpers 10 verläuft.

    [0035] Eine weitere Alternative zeigt Figur 3. Der Gaskanal 26 ist im Übergangsbereich von Füllkörper 24 und Körper 10 ausgebildet. Der Füllkörper 24 weist dazu eine spiralförmige Nut 26n auf seine Umfangsfläche 24u auf, die außenseitig von der Begrenzungswand 12i der Öffnung 12 begrenzt wird. Gemeinsam von Füllkörper 24 und Körper 10 wird dabei der Gaskanal 26 gebildet, der eine strömungstechnische Verbindung von der Öffnung 12 zum Gasauslasskanal 20 schafft.


    Ansprüche

    1. Verschlussstopfen für ein metallurgisches Schmelzgefäß mit folgenden Merkmalen:

    a) einem stabförmigen Körper (10) aus mindestens einem feuerfesten keramischen Werkstoff, mit einem ersten oberen Ende und einem zweiten unteren Ende (14),

    b) vom ersten Ende erstreckt sich eine sackartige Öffnung (12) in Axialrichtung des Körpers (10) in Richtung auf das zweite Ende (14),

    c) die Öffnung (12) endet an einem Boden (16) mit Abstand zum zweiten Ende (14) des Körpers (10),

    d) ein Gasauslasskanal (20) verbindet die Öffnung (12) mit einem Oberflächenabschnitt im Bereich des zweiten Endes (14) des Körpers (10),

    e) der Gasauslasskanal (20) hat eine Querschnittsfläche, die kleiner ist als die Querschnittsfläche der Öffnung (12),

    f) in Axialrichtung des Körpers (10) erstreckt sich ein Füllkörper (24) über einen Teil der Öffnung (12),

    g) durch den Füllkörper (24) oder zwischen Füllkörper (24) und Körper (10) verläuft mindestens ein Gaskanal (26), der die Öffnung (12) mit dem Gasauslasskanal (20) strömungstechnisch verbindet,

    h) der mindestens eine Gaskanal (26) weist eine Länge auf, die größer ist als der kürzeste Abstand der endseitigen Austrittsöffnungen des Gaskanals (26).


     
    2. Verschlussstopfen nach Anspruch 1, bei dem der Füllkörper (24) - in Axialrichtung des Körpers (10) - eine Läge aufweist, die mindestens das 0,05-fache der Länge der Öffnung (12) beträgt.
     
    3. Verschlussstopfen nach Anspruch 1, bei dem der Füllkörper (24) ein gegossenes Teil ist.
     
    4. Verschlussstopfen nach Anspruch 1, bei dem der Füllkörper (24) ein gepresstes Teil ist.
     
    5. Verschlussstopfen nach Anspruch 1, bei dem der mindestens eine Gaskanal (26) mäanderförmig oder gewindeartig gestaltet ist.
     
    6. Verschlussstopfen nach Anspruch 1, bei dem der Füllkörper (24) zumindest abschnittweise schwammartig gestaltet ist.
     
    7. Verschlussstopfen nach Anspruch 1, bei dem der Gasauslasskanal (20) koaxial zur Mittenlängsachse des Körpers (10) am zweiten Ende (14) des Körpers (10) austritt.
     
    8. Verschlussstopfen nach Anspruch 1, bei dem der mindestens eine Gaskanal (26) zumindest teilweise von einer Oberflächen-Vertiefung des Füllkörpers (24) gebildet wird.
     
    9. Verschlussstopfen nach Anspruch 1, bei dem der mindestens eine Gaskanal (26) zumindest teilweise von einer Oberflächen-Vertiefung auf einer Begrenzungswand (12i) der Öffnung (12) gebildet wird.
     


    Claims

    1. Stopper for a metallurgical melting vessel having the following features:

    a) a rod-shaped body (10) made of at least one refractory ceramic material, having a first upper end and a second lower end (14),

    b) a blind-type opening (12) extends in the axial direction of the body (10) from the first end in the direction of the second end (14),

    c) the opening (12) ends at a bottom (16) at a distance from the second end (14) of the body (10),

    d) a gas outlet channel (20) connects the opening (12) to a surface section in the region of the second end (14) of the body (10),

    e) the gas outlet channel (20) has a cross-sectional area which is less than the cross-sectional area of the opening (12),

    f) a filling body (24) extends in the axial direction of the body (10) over a part of the opening (12),

    g) at least one gas channel (26), which fluidically connects the opening (12) to the gas outlet channel (20), runs through the filling body (24) or between the filling body (24) and the body (10),

    h) the at least one gas channel (26) has a length which is greater than the shortest distance between the end-side outlet openings of the gas channel (26).


     
    2. Stopper according to Claim 1, in which the filling body (24) has - in the axial direction of the body (10) - a length which is at least 0.05-times the length of the opening (12).
     
    3. Stopper according to Claim 1, in which the filling body (24) is a cast part.
     
    4. Stopper according to Claim 1, in which the filling body (24) is a pressed part.
     
    5. Stopper according to Claim 1, in which the at least one gas channel (26) is of meander-shaped or screwthread-like design.
     
    6. Stopper according to Claim 1, in which the filling body (24) is of sponge-like design at least in certain sections.
     
    7. Stopper according to Claim 1, in which the gas outlet channel (20) emerges coaxially with the central longitudinal axis of the body (10) at the second end (14) of the body (10).
     
    8. Stopper according to Claim 1, in which the at least one gas channel (26) is formed at least partially by a surface depression of the filling body (24).
     
    9. Stopper according to Claim 1, in which the at least one gas channel (26) is formed at least partially by a surface depression on a boundary wall (12i) of the opening (12).
     


    Revendications

    1. Bouchon de fermeture pour une cuve de fusion métallurgique présentant les caractéristiques suivantes :

    a) un corps (10) en forme de barreau en au moins un matériau céramique réfractaire, avec une première extrémité supérieure et une seconde extrémité inférieure (14),

    b) de la première extrémité une ouverture (12) de type sac s'étend dans le sens axial du corps (10) en direction de la seconde extrémité (14),

    c) l'ouverture (12) se termine par un fond (16) à distance de la seconde extrémité (14) du corps (10),

    d) un canal d'évacuation de gaz (20) relie l'ouverture (12) à une section de surface dans la zone de la seconde extrémité (14) du corps (10),

    e) le canal d'évacuation de gaz (20) présente une aire de section qui est plus petite que l'aire de section de l'ouverture (12),

    f) dans le sens axial du corps (10) un corps de remplissage (24) s'étend sur une partie de l'ouverture (12),

    g) par le corps de remplissage (24) ou entre le corps de remplissage (24) et le corps (10) s'étend au moins un canal de gaz (26) qui relie en écoulement l'ouverture (12) au canal d'évacuation de gaz (20),

    h) l'au moins un canal de gaz (26) présente une longueur qui est plus grande que la distance la plus courte entre les ouvertures de sortie côté extrémités du canal de gaz (26).


     
    2. Bouchon de fermeture selon la revendication 1, dans lequel le corps de remplissage (24), dans le sens axial du corps (10), présente une longueur qui s'élève à au moins 0,05 fois la longueur de l'ouverture (12).
     
    3. Bouchon de fermeture selon la revendication 1, dans lequel le corps de remplissage (24) est un élément coulé.
     
    4. Bouchon de fermeture selon la revendication 1, dans lequel le corps de remplissage (24) est un élément réalisé par pressage.
     
    5. Bouchon de fermeture selon la revendication 1, dans lequel l'au moins un canal de gaz (26) est réalisé en forme de méandres ou de filetage.
     
    6. Bouchon de fermeture selon la revendication 1, dans lequel le corps de remplissage (24) est réalisé au moins par endroits de manière spongieuse.
     
    7. Bouchon de fermeture selon la revendication 1, dans lequel le canal d'évacuation de gaz (20) sort coaxialement à l'axe médian longitudinal du corps (10) au niveau de la seconde extrémité (14) du corps (10).
     
    8. Bouchon de fermeture selon la revendication 1, dans lequel l'au moins un canal de gaz (26) est formé au moins en partie par une cavité de surface du corps de remplissage (24).
     
    9. Bouchon de fermeture selon la revendication 1, dans lequel l'au moins un canal de gaz (26) est formé au moins en partie par une cavité de surface sur une paroi de délimitation (12i) de l'ouverture (12).
     




    Zeichnung











    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente