[0001] Die Erfindung betrifft einen Verschlussstopfen für ein metallurgisches Schmelzgefäß.
Derartige Stopfen dienen zur Regelung der Ausflussmenge einer Metallschmelze im Bereich
einer Auslassöffnung eines zugehörigen Schmelzgefäßes, beispielsweise eines Tundish.
[0002] Ein solcher Verschlussstopfen ist üblicherweise wie folgt aufgebaut: Er weist einen
stabförmigen Körper aus mindestens einem feuerfesten keramischen Werkstoff auf, der
entsprechend ein erstes oberes Ende und ein zweites unteres Ende aufweist. Vom ersten
Ende erstreckt sich eine sackartige Öffnung in Axialrichtung des stabförmigen Körpers
auf das zweite Ende hin, wobei diese Öffnung an einem Boden mit Abstand zum zweiten
Ende des Körpers endet. Ein Gasauslasskanal mit einer gegenüber der Öffnung kleineren
Querschnittsfläche verbindet den Boden der Öffnung mit einem Oberflächenabschnitt
im Bereich des zweiten Endes des Körpers. Dem ersten Ende benachbart weist die Öffnung
umfangsseitig Fixiermittel auf, die zur Festlegung einer korrespondierenden Halteeinrichtung,
meist eine Haltestange, dienen, über die der Verschlussstopfen an einem Manipulator
befestigt wird. Mit Hilfe des Manipulators wird der Stopfen auf- und abbewegt, um
die Auslauföffnung des Schmelzgefäßes entweder abzudichten oder auf eine einstellbare
Öffnungsweite freizugeben.
[0003] Im Rahmen dieser Anmeldung beziehen sich Angaben hinsichtlich der Gestaltung und
Funktion des Verschlussstopfens sowie dessen Teile und Einrichtungen stets auf die
Funktionsposition des Verschlussstopfens, das heißt dessen vertikale Ausrichtung.
[0004] Ein bekannter Verschlussstopfen der gattungsgemäßen Art ist aus der
EP 0 358 535 B2 bekannt. Auf die Offenbarung dort wird Bezug genommen.
[0005] Die Öffnung und der anschließende Gasauslasskanal dienen (auch) dazu, ein Gas durch
den Verschlussstopfen hindurch in die Metallschmelze zu führen. Das Gas dient der
sekundärmetallurgischen Behandlung der Schmelze. Beispielsweise sollen damit nicht
metallische Einschlüsse in der Schmelze durch Flotation entfernt werden. Wichtig in
diesem Zusammenhang ist eine konstante Strömung des Behandlungsgases.
[0006] Befindet sich der Verschlussstopfen in einer Position mit Abstand zur Ausflussöffnung
des Schmelzgefäßes, fließt Metallschmelze aus. Dabei kann durch die Strömung der Metallschmelze
ein Unterdruck unterhalb des unteren Endes des Verschlussstopfens entstehen. Dieser
Unterdruck kann so groß werden, dass die Gasströmung abreißt. Gleichzeitig kann Luft
angesaugt werden. Beides ist unerwünscht.
[0007] Die
EP 1 401 600 B1 beschreibt einen gattungsgemäßen Verschlussstopfen (dort Monoblockstopfen genannt),
bei dem in den Gasauslasskanal eine Kalibriereinrichtung eingebaut ist. Diese besteht
aus einer Stange, die eine oder mehrere axiale Gaskanäle aufweist. Auf diese Weise
soll ein bestimmter Strömungswiderstand eingestellt werden. Die bekannte Vorrichtung
ist kompliziert in ihrer Herstellung. Außerdem ist es schwierig, einen bestimmten
Strömungswiderstand einzustellen.
[0008] Die nachveröffentlichte
WO 2005/059185 beschreibt einen Stopfen mit einem Insert in der Stopfenöffnung, durch den ein Rohr
geführt ist. Aus der
FR 2787045 ist ein Stopfen bekannt, in dessen sackförmiger Öffnung eine Venturi-Düse für einen
Gasdurchgang ausgebildet ist.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Verschlussstopfen anzubieten, der
leicht herstellbar ist und mit dem der Transport und die Zuführung von Gas, insbesondere
Inertgas, in eine Metallschmelze effektiv und sicher erfolgen kann.
[0010] Zur Lösung dieser Aufgabe geht die Erfindung von folgenden Überlegungen aus: Die
genannte sackartige Öffnung im Stopfenkörper weist üblicherweise eine kreisförmige
Querschnittsfläche auf mit einem Durchmesser von mehreren Zentimetern. Der an die
Öffnung anschließende Gasauslasskanal besitzt demgegenüber eine sehr viel kleinere
Querschnittsfläche, üblicherweise mit einem Durchmesser von nur wenigen Millimetern.
[0011] Die große Öffnung erstreckt sich üblicherweise über weit mehr als die Hälfte der
Gesamtlänge des Stopfenkörpers, während der Gasauslasskanal nur im zweiten unteren
Endabschnitt verläuft und entsprechend kurz ist.
[0012] Um innerhalb des Verschlussstopfens einen gewissen Strömungswiderstand für das Gas
einzustellen, ist es aber erforderlich, den endseitigen Gaskanal möglichst länger
oder mit geringerem Durchmesser auszubilden. Aufgrund der skizzierten Anordnung sind
beiden Maßnahmen Grenzen gesetzt.
[0013] Insoweit geht die Erfindung von der Überlegung aus, die Mittel zur Einstellung des
Gas-Strömungswiderstandes aus dem Bereich des Gasauslasskanals am unteren, zweiten
Ende des Verschlussstopfens in die darüber liegende Öffnung zu verlegen. Die gegenüber
dem Gasauslasskanal sehr viel größere Öffnung muss dazu mit einem entsprechenden Füllkörper
zumindest teilweise ausgefüllt werden. Dieser Füllkörper kann sich über eine entsprechende
Teillänge der Öffnung (in Axialrichtung des Stopfenkörpers betrachtet) erstrecken
und füllt dabei die gesamte Querschnittsfläche der Öffnung aus.
[0014] Die Verlagerung der Mittel zur Einstellung des Gas-Strömungswiderstandes in die Öffnung
schafft zahlreiche Möglichkeiten, den Strömungswiderstand individuell einzustellen,
je nachdem, an welcher Stelle der Öffnung über welche Länge der Füllkörper ausgebildet
wird und wie viele Kanäle in welcher Form innerhalb des Füllkörpers angeordnet werden.
[0015] Danach betrifft die Erfindung in ihrer allgemeinsten Ausführungsform einen Verschlussstopfen
für ein metallurgisches Schmelzgefäß mit den Merkmalen von Anspruch 1.
[0016] Der genannte Boden der Öffnung kann beliebig gestaltet sein. Er kann mehr oder weniger
senkrecht zur Axialrichtung des Körpers verlaufen. Er kann auch gewölbt, beispielsweise
konkav oder konvex gewölbt sein. Ebenso ist es möglich, den Bodenbereich - in Axialrichtung
des Verschlussstopfens betrachtet - trichterförmig auszubilden, mit unmittelbarem
Anschluss an den folgenden Gasauslasskanal.
[0017] Der Füllkörper (mit den darin verlaufenden Gaskanälen) kann - wie ausgeführt - eine
nahezu beliebige Länge aufweisen. Seine Länge wird unter anderem davon abhängen, wie
groß der Strömungswiderstand sein soll, der für die Gasströmung im jeweilige Anwendungsfall
gewünscht wird. Normalerweise wird der Füllkörper - in Axialrichtung des Körpers betrachtet
- eine Länge aufweisen, die mindestens 5 % der Länge der Öffnung beträgt. Dieser Wert
kann nach verschiedenen Ausführungsformen auch > 10 %, > 15 %, bis auf Werte > 25
% gesteigert werden.
[0018] Auch die Anordnung des Füllkörpers innerhalb der Öffnung ist nahezu beliebig. Der
Füllkörper kann bis auf den Gasdurchlassbereich dicht sein.
[0019] Eine Anordnung des Füllkörpers unmittelbar benachbart zum Boden der Öffnung weist
jedoch strömungstechnische Vorteile auf. Zu diesem Zweck ist sicherzustellen, dass
die bodenseitige Öffnung des Gaskanals, der im Füllkörper verlauft oder im Kontaktbereich
zwischen Füllkörper und Körper des Verschlussstopfens, in strömungstechnischer Verbindung
mit der gaseinlassseitigen Öffnung des Gasaustrittskanals am unteren Ende des Stopfenkörpers
(am so genannten Stopfenkopf) ist.
[0020] üblicherweise werden Verschlussstopfen der genannten Art durch isostatisches Pressen
hergestellt. Dabei wird in situ die Öffnung und der Gasauslasskanal ausgebildet. Beispielsweise
bei einem solchen Stopfenkörper kann der Füllkörper nachträglich eingegossen werden.
Ein mögliches Herstellungsverfahren dazu wird im Rahmen der anschließenden Figurenbeschreibung
dargestellt.
[0021] Der Füllkörper kann aber auch ein gepresstes Teil sein, welches während der Herstellung
oder nachträglich in die Öffnung des vorgepressten Stopfenkörpers eingesetzt wird.
[0022] Ein wesentliches Merkmal ist die Ausbildung des mindestens einen Gaskanals. Der Gaskanal
kann durch den Füllkörper verlaufen. Er kann auch auf der Außenwand des Füllkörpers
in Form einer Nut ausgebildet sein. Die Wand der Öffnung begrenzt den Gaskanal dabei
außenseitig. Umgekehrt kann die Wand der Öffnung eine Nut aufweisen und der Füllkörper
(seine Umfangsfläche) begrenzt die Nut dann innenseitig, so dass ein Gaskanal entsteht.
Der Gaskanal kann spiralförmig um die Mittenlängsachse herum angeordnet sein.
[0023] Aus den genannten Gründen ist es vorteilhaft, einen längeren Gaskanal auszubilden.
Dazu kann die Länge des Füllkörpers vergrößert werden. Ein besonderer Vorteil der
erfindungsgemäßen Gestaltung liegt darin, dass der Füllkörper innerhalb der großen
Öffnung angeordnet ist und damit eine erhebliche Querschnittsfläche aufweist, die
es ermöglicht, den Gaskanal beispielsweise mäanderförmig oder schraubenlinienförmig
durch den Füllkörper hindurch oder zwischen Füllkörper und Körper zu führen. Damit
wird seine Länge zum Teil wesentlich größer als der kürzeste Abstand seiner endseitigen
(unteren und oberen) Austrittsöffnungen.
[0024] Beispielsweise um das Eindringen von Fremdkörpern zu verhindern kann es sinnvoll
sein, zumindest die obere Öffnung des Gaskanals des Füllkörpers und/oder das gaseintrittsseitige
Endes des Gasauslasskanals mit einem porösen Filter, beispielsweise einem porösen,
temperaturbeständigen Filterpapier oder mit einem porösen Stopfen abzudecken. Ein
solches poröses, schwammartiges Element kann auch als Bestandteil des Füllkörpers
vorgesehen werden.
[0025] Um eine möglichst turbulenzfreie Gasströmung zu erreichen, sieht eine weitere Ausführungsform
der Erfindung vor, den Gasauslasskanal koaxial zur Mittenlängsachse des Körpers am
zweiten Ende des Körpers austreten zu lassen.
[0026] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Merkmalen der Unteransprüche
sowie den sonstigen Anmeldungsunterlagen.
[0027] Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert.
Dabei zeigen - in jeweils stark schematisierter Darstellung -
- Figur 1:
- einen unteren Endabschnitt eines Verschlussstopfens im Längsschnitt während der Herstellung
- Figur 2:
- eine Abbildung analog zu Figur 1 im fertigen Zustand mit einem spezifischen Verlauf
eines Gaskanals im Füllkörper.
[0028] In den Figuren sind gleiche oder gleich wirkende Bauteile mit gleichen Bezugsziffern
dargestellt.
[0029] In Figur 1 ist ein unterer Abschnitt 10 eines stabförmigen Körpers eines Verschlussstopfens
zu erkennen. Der stabförmige Körper besteht aus einem feuerfesten Werkstoff üblicher
Art. Koaxial zur Mittenlängsachse M - M verläuft im Körper 10 eine Öffnung 12, die
sich von einem (nicht dargestellten) oberen Ende des Körpers 10 in Richtung auf ein
zweites unteres Ende 14 erstreckt und mit Abstand zu diesem Ende im Bereich eines
Bodens 16 endet. Von diesem Boden 16, der in Richtung der Mittenlängsachse M - M eine
sackartige Verlängerung 18 aufweist, erstreckt sich ein Gasauslasskanal 20 koaxial
zur Mittenlängsachse M - M bis zum untersten Abschnitt des zweiten Endes 14.
[0030] Figur 1 zeigt eine Stufe der Herstellung des Verschlusskörpers, wobei der Körper
10 zunächst in üblicher Weise durch isostatisches Pressen hergestellt wurde. In einem
nächsten Schritt wird ein Draht 22 über den Gasauslasskanal 20 eingezogen, wobei der
Draht 22 an seinem freien unteren Ende eine Verdickung 22d aufweist, während der Abschnitt,
der im Gasauslasskanal 20 einliegt, einen größeren Durchmesser aufweist (den Gasauslasskanal
20 weitestgehend ausfüllt) als der darüber verlaufende Abschnitt 22a, der sich durch
die Öffnung 12 bis zum ersten oberen Ende des Verschlusskörpers erstreckt und dort
auf nicht dargestellte Art temporär befestigt wird. Im nächsten Schritt wird ein feuerfester
Beton in die Öffnung 12 eingefüllt und mit Hilfe eines Stößels vorgeschoben, bis etwa
der schraffiert ausgebildete Bereich oberhalb des Gasauslasskanals 20 mit dem noch
viskosen Beton ausgefüllt ist, der dabei den Draht 22 im Abschnitt 22a umschließt.
[0031] Sobald der Beton ausgehärtet ist, wird der Draht 22 entgegen seiner Zuführrichtung
wieder entfernt. Dazu kann der Draht 22 an der Verdickung 22d gegriffen und nach unten
ausgezogen werden. Parallel dazu wird in dem gegossenen Betonabschnitt 24, nachstehend
als Füllkörper bezeichnet, ein entsprechender Gaskanal 26 ausgebildet, der sich in
den Gasauslasskanal 20 fortsetzt.
[0032] Es ist ersichtlich, dass die Anzahl der im Füllkörper 24 ausgebildeten Gaskanäle
26, deren Größe sowie deren Verlauf beliebig einstellbar ist.
[0033] Anstelle eines oder mehrerer Drähte, die ausgezogen werden, können auch ausbrennbare
Körper verwendet werden. Beim anschließenden Brennen des Verschlussstopfens kommt
es durch Ausbrennen dieser Einlagen zur Ausbildung der gewünschten Gaskanäle in der
gewünschten Anordnung und Geometrie.
[0034] Anstelle eines gegossenen Füllkörpers 24 kann dieser auch als vorgefertigtes, beispielsweise
gepresstes Bauteil eingesetzt werden, wie in Figur 2 skizziert. Im dargestellten Ausführungsbeispiel
weist der gepresste Füllkörper-Einsatz 24 einen spiralartig gestalteten Gaskanal 26
auf, dessen unteres auslassseitiges Ende koaxial zur Mittenlängsachse M - M des Körpers
10 verläuft.
[0035] Eine weitere Alternative zeigt Figur 3. Der Gaskanal 26 ist im Übergangsbereich von
Füllkörper 24 und Körper 10 ausgebildet. Der Füllkörper 24 weist dazu eine spiralförmige
Nut 26n auf seine Umfangsfläche 24u auf, die außenseitig von der Begrenzungswand 12i
der Öffnung 12 begrenzt wird. Gemeinsam von Füllkörper 24 und Körper 10 wird dabei
der Gaskanal 26 gebildet, der eine strömungstechnische Verbindung von der Öffnung
12 zum Gasauslasskanal 20 schafft.
1. Verschlussstopfen für ein metallurgisches Schmelzgefäß mit folgenden Merkmalen:
a) einem stabförmigen Körper (10) aus mindestens einem feuerfesten keramischen Werkstoff,
mit einem ersten oberen Ende und einem zweiten unteren Ende (14),
b) vom ersten Ende erstreckt sich eine sackartige Öffnung (12) in Axialrichtung des
Körpers (10) in Richtung auf das zweite Ende (14),
c) die Öffnung (12) endet an einem Boden (16) mit Abstand zum zweiten Ende (14) des
Körpers (10),
d) ein Gasauslasskanal (20) verbindet die Öffnung (12) mit einem Oberflächenabschnitt
im Bereich des zweiten Endes (14) des Körpers (10),
e) der Gasauslasskanal (20) hat eine Querschnittsfläche, die kleiner ist als die Querschnittsfläche
der Öffnung (12),
f) in Axialrichtung des Körpers (10) erstreckt sich ein Füllkörper (24) über einen
Teil der Öffnung (12),
g) durch den Füllkörper (24) oder zwischen Füllkörper (24) und Körper (10) verläuft
mindestens ein Gaskanal (26), der die Öffnung (12) mit dem Gasauslasskanal (20) strömungstechnisch
verbindet,
h) der mindestens eine Gaskanal (26) weist eine Länge auf, die größer ist als der
kürzeste Abstand der endseitigen Austrittsöffnungen des Gaskanals (26).
2. Verschlussstopfen nach Anspruch 1, bei dem der Füllkörper (24) - in Axialrichtung
des Körpers (10) - eine Läge aufweist, die mindestens das 0,05-fache der Länge der
Öffnung (12) beträgt.
3. Verschlussstopfen nach Anspruch 1, bei dem der Füllkörper (24) ein gegossenes Teil
ist.
4. Verschlussstopfen nach Anspruch 1, bei dem der Füllkörper (24) ein gepresstes Teil
ist.
5. Verschlussstopfen nach Anspruch 1, bei dem der mindestens eine Gaskanal (26) mäanderförmig
oder gewindeartig gestaltet ist.
6. Verschlussstopfen nach Anspruch 1, bei dem der Füllkörper (24) zumindest abschnittweise
schwammartig gestaltet ist.
7. Verschlussstopfen nach Anspruch 1, bei dem der Gasauslasskanal (20) koaxial zur Mittenlängsachse
des Körpers (10) am zweiten Ende (14) des Körpers (10) austritt.
8. Verschlussstopfen nach Anspruch 1, bei dem der mindestens eine Gaskanal (26) zumindest
teilweise von einer Oberflächen-Vertiefung des Füllkörpers (24) gebildet wird.
9. Verschlussstopfen nach Anspruch 1, bei dem der mindestens eine Gaskanal (26) zumindest
teilweise von einer Oberflächen-Vertiefung auf einer Begrenzungswand (12i) der Öffnung
(12) gebildet wird.
1. Stopper for a metallurgical melting vessel having the following features:
a) a rod-shaped body (10) made of at least one refractory ceramic material, having
a first upper end and a second lower end (14),
b) a blind-type opening (12) extends in the axial direction of the body (10) from
the first end in the direction of the second end (14),
c) the opening (12) ends at a bottom (16) at a distance from the second end (14) of
the body (10),
d) a gas outlet channel (20) connects the opening (12) to a surface section in the
region of the second end (14) of the body (10),
e) the gas outlet channel (20) has a cross-sectional area which is less than the cross-sectional
area of the opening (12),
f) a filling body (24) extends in the axial direction of the body (10) over a part
of the opening (12),
g) at least one gas channel (26), which fluidically connects the opening (12) to the
gas outlet channel (20), runs through the filling body (24) or between the filling
body (24) and the body (10),
h) the at least one gas channel (26) has a length which is greater than the shortest
distance between the end-side outlet openings of the gas channel (26).
2. Stopper according to Claim 1, in which the filling body (24) has - in the axial direction
of the body (10) - a length which is at least 0.05-times the length of the opening
(12).
3. Stopper according to Claim 1, in which the filling body (24) is a cast part.
4. Stopper according to Claim 1, in which the filling body (24) is a pressed part.
5. Stopper according to Claim 1, in which the at least one gas channel (26) is of meander-shaped
or screwthread-like design.
6. Stopper according to Claim 1, in which the filling body (24) is of sponge-like design
at least in certain sections.
7. Stopper according to Claim 1, in which the gas outlet channel (20) emerges coaxially
with the central longitudinal axis of the body (10) at the second end (14) of the
body (10).
8. Stopper according to Claim 1, in which the at least one gas channel (26) is formed
at least partially by a surface depression of the filling body (24).
9. Stopper according to Claim 1, in which the at least one gas channel (26) is formed
at least partially by a surface depression on a boundary wall (12i) of the opening
(12).
1. Bouchon de fermeture pour une cuve de fusion métallurgique présentant les caractéristiques
suivantes :
a) un corps (10) en forme de barreau en au moins un matériau céramique réfractaire,
avec une première extrémité supérieure et une seconde extrémité inférieure (14),
b) de la première extrémité une ouverture (12) de type sac s'étend dans le sens axial
du corps (10) en direction de la seconde extrémité (14),
c) l'ouverture (12) se termine par un fond (16) à distance de la seconde extrémité
(14) du corps (10),
d) un canal d'évacuation de gaz (20) relie l'ouverture (12) à une section de surface
dans la zone de la seconde extrémité (14) du corps (10),
e) le canal d'évacuation de gaz (20) présente une aire de section qui est plus petite
que l'aire de section de l'ouverture (12),
f) dans le sens axial du corps (10) un corps de remplissage (24) s'étend sur une partie
de l'ouverture (12),
g) par le corps de remplissage (24) ou entre le corps de remplissage (24) et le corps
(10) s'étend au moins un canal de gaz (26) qui relie en écoulement l'ouverture (12)
au canal d'évacuation de gaz (20),
h) l'au moins un canal de gaz (26) présente une longueur qui est plus grande que la
distance la plus courte entre les ouvertures de sortie côté extrémités du canal de
gaz (26).
2. Bouchon de fermeture selon la revendication 1, dans lequel le corps de remplissage
(24), dans le sens axial du corps (10), présente une longueur qui s'élève à au moins
0,05 fois la longueur de l'ouverture (12).
3. Bouchon de fermeture selon la revendication 1, dans lequel le corps de remplissage
(24) est un élément coulé.
4. Bouchon de fermeture selon la revendication 1, dans lequel le corps de remplissage
(24) est un élément réalisé par pressage.
5. Bouchon de fermeture selon la revendication 1, dans lequel l'au moins un canal de
gaz (26) est réalisé en forme de méandres ou de filetage.
6. Bouchon de fermeture selon la revendication 1, dans lequel le corps de remplissage
(24) est réalisé au moins par endroits de manière spongieuse.
7. Bouchon de fermeture selon la revendication 1, dans lequel le canal d'évacuation de
gaz (20) sort coaxialement à l'axe médian longitudinal du corps (10) au niveau de
la seconde extrémité (14) du corps (10).
8. Bouchon de fermeture selon la revendication 1, dans lequel l'au moins un canal de
gaz (26) est formé au moins en partie par une cavité de surface du corps de remplissage
(24).
9. Bouchon de fermeture selon la revendication 1, dans lequel l'au moins un canal de
gaz (26) est formé au moins en partie par une cavité de surface sur une paroi de délimitation
(12i) de l'ouverture (12).