[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Personenschutzanzug zum Schutz einer Person
in einer Gefahrenumgebung, umfassend eine die Person im Wesentlichen vollständig umgebende
Außenhülle, sowie Gaszuführungsmittel, mittels welchen ein Gas im Inneren der Außenhülle
freisetzbar ist, um die Person mit Einatemgas zu versorgen.
[0002] Personschutzanzüge dieser Art sind aus der industriellen Herstellung sowie aus der
Forschung bekannt und kommen zum Einsatz, wenn ein Aufenthalt einer Person zur Ausführung
einer Arbeitstätigkeit oder dergleichen innerhalb einer besonderen Gefahrenumgebung
notwendig ist, in der ein direkter Kontakt der Person mit der Umgebung vermieden werden
muss. Eine solche Gefahrenumgebung ist jede Umgebung, in der gesundheitsgefährdende
Stäube, Gase, Tröpfchen oder dergleichen mit einer ein bestimmtes Maß übersteigenden
Konzentration oder/und Wahrscheinlichkeit vorhanden sind, sowie auch jede Umgebung,
in der die Gefahr besteht, mit diesen Stäuben in Kontakt zu gelangen. Insbesondere
wird hierbei an Räumlichkeiten gedacht, in welchen sich toxische oder kanzerogene
Stoffe, gesundheitsgefährdende biologische Materialien, Viren oder ähnliche Substanzen
befinden.
[0003] Besonders häufig werden bekannte Personenschutzanzüge in Laboren, beispielsweise
für die Herstellung von Medikamenten oder dergleichen verwendet, in welchen die durch
den Schutzanzug geschützte Person mit den gesundheitsgefährdenden Stoffen zu hantieren
hat. Die Gaszuführungsmittel sind dann über einen Schlauch an eine externe Gasquelle
des Labors angeschlossen, welche kontinuierlich Einatemgas unter vorbestimmten Druck
bereitstellt, das von den Gaszuführungsmitteln im Inneren des Personenschutzanzugs
freigesetzt wird. Das zugeführte Einatemgas wird teilweise von der Person eingeatmet
und verlässt zum anderen Teil gemeinsam mit Ausatemgas der Person den Personenschutzanzug
durch Nahtstellen des Anzugs, Spalte im Bereich der Ärmelenden und der Hosenbeinenden,
durch andere Öffnungen oder durch spezielle Auslassspalte oder nicht federbelastete
Ausatemventile. Die Strömungsrate des zugeführten Einatemgases wird dabei auf einen
entsprechend hohen Wert eingestellt, um eine kontinuierliche Strömung von sauberem
Einatemgas aus allen Öffnungen des Personenschutzanzugs heraus sicherzustellen und
auf diese Weise ein Eindringen gefährlicher Stoffe durch Öffnungen des Personenschutzanzugs
zu verhindern. Auf diese Weise befindet sich die Person in dem Anzug im Wesentlichen
vollständig, d.h. im Wesentlichen "von Kopf bis Fuß", in einer sich ständig erneuernden
Umgebung aus sauberem Einatemgas.
[0004] Für die Sicherheit der Person in einem solchen Personenschutzanzug und damit die
Möglichkeit auch in einer Gefahrenumgebung arbeiten und sich bewegen zu können, mussten
bislang jedoch eine Reihe von beachtlichen Nachteilen in Kauf genommen werden. So
ist zum Beispiel zur Aufrechterhaltung der kontinuierlichen Durchströmung des Anzugs
mit sauberem Einatemgas aus Sicherheitsgründen eine relativ hohe Strömungsgeschwindigkeit
erforderlich. Die Person ist somit in dem Schutzanzug fortwährend einem beachtlichen
Durchzug von Luft ausgesetzt. Diese kontinuierliche Zugluft führt zur Austrocknung
der zu schützenden Person, welcher durch hohe Flüssigkeitszufuhr entgegengewirkt werden
muss. Zugluft birgt ferner die bekannten Gesundheitsrisiken, denen Personen in einer
Zugluftumgebung ausgesetzt sind, wie beispielsweise Verkühlungen, Verspannungen (Genickstarre),
etc. Zusätzlich geht mit der hohen Durchströmungsrate von Einatemgas durch den bekannten
Personenschutzanzug eine relativ hohe Lärmentwicklung durch Strömungsgeräusche des
Gases beim Eintreten in den Personenschutzanzug, beim Freisetzten aus Düsen innerhalb
des Anzugs, insbesondere innerhalb des Kopfbereichs, sowie beim Ausströmen des Gases
aus dem Personenschutzanzug einher.
[0005] Ein weiterer Nachteil bekannter Personenschutzanzüge liegt in dem relativ hohen Aufwand,
der zum Reinigen insbesondere zum Sterilisieren und Desinfizieren des Schutzanzugs
nach seiner Verwendung in einer Gefahrenumgebung notwendig ist. Die der Gefahrenumgebung
zugewandte Außenseite des Personenschutzanzug weist eine Vielzahl von Geräten, Schläuchen
Ankopplungssystemen und dergleichen auf, an welchen sich gesundheitsgefährdende Partikel
verfangen oder festsetzen können, was eine relativ aufwendige Reinigung bzw. Sterilisierung
dieser Elemente notwendig macht. Probleme bereiten dabei insbesondere eine zwischen
einer externen Gasquelle und dem Gaseingang des Personenschutzanzugs angeordnete Filtereinrichtung,
welche regelmäßig gewechselt und somit zusammen mit ihren zugeordneten Kupplungsmitteln
zu dekontaminieren und zu reinigen sind.
[0006] Ferner bietet die Außenhülle bekannter Personenschutzanzüge zwar einigen Schutz gegen
ein Eindringen gesundheitsgefährdender Stoffe, sie ist jedoch sehr schwer und relativ
steif, so dass die Arbeit in einem solchen Personenschutzanzug mit hohem Kraftaufwand
und geringer Bewegungsfreiheit verbunden ist. Der Tragekomfort von bekannten Personenschutzanzügen
ist zusätzlich dadurch beeinträchtigt, dass diese im Allgemeinen nur in einer oder
in wenigen Konfektionsgrößen gefertigt sind und aufgrund der hohen Herstellungskosten
solcher Anzüge eine Anpassung an die Konfektionsgröße einer bestimmten Person nicht
oder nur mit sehr hohem Aufwand möglich ist. Dementsprechend sind herkömmliche Personenschutzanzüge
in einer oder in wenigen Standardgrößen insbesondere für kleinere oder größere Personen
sehr unbequem zu tragen. Solchen Größenunterschiede machen sich insbesondere in den
die Hände oder Füße der Personen umschließenden Bereichen des Personenschutzanzugs
bemerkbar. Sollen mehrere Personen ein und denselben Schutzanzug abwechselnd gemeinsam
verwenden, so muss dafür ein Anzug angeschafft werden, dessen Größe insbesondere im
Bereich der Handschuhabschnitte oder der Schuhabschnitte an die Größe der größten
Person angepasst ist.
[0007] Die beschriebenen bekannten Personenschutzanzüge weisen jedoch auch sicherheitsrelevante
Nachteile auf. So ist die den Schutzanzug tragende Person bei kontinuierlicher Zufuhr
von Einatemgas zwar in der oben beschriebenen Weise vor einem direkten Kontakt mit
gesundheitsgefährdenden Stoffen in der Umgebung des Personenschutzanzugs geschützt,
dieser Schutz fällt jedoch relativ schnell weg, wenn die Gaszufuhr aufgrund einer
Störung unterbrochen wird. In einem solchen Fall kommt die das Eintreten von gesundheitsgefährdenden
Stoffen aus der Umgebung in den Personenschutzanzug verhindernde Strömung von Einatemgas
aus den Öffnungen der Außenhülle schlagartig zum Erliegen und es besteht die Gefahr,
dass besagte Stoffe in das Innere der Außenhülle gelangen, bevor die betreffende Person
den Personenschutzanzug abgelegt und in einen ungefährdeten Raum gelangt ist bzw.
bevor die Person in dem Personenschutzanzug eine Reinigungskammer oder dergleichen
erreicht. Im Umkehrschluss müssen somit kostenintensive Maßnahmen zur Sicherstellung
einer ausfallsicheren Gasversorgung ergriffen oder ein gewisses Sicherheitsrisiko
in Kauf genommen werden.
[0008] Das
US-Patent 5 978 960 offenbart einen Personenschutzanzug mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs
1 sowie einen Personenschutzanzug mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs
4. In dem gattungsgemäßen Personenschutzanzug werden Handschuhe oder Schuhe als Anschlussteile
an einem Ärmelabschnitt bzw. einem Hosenbeinabschnitt als Schlauchabschnitte des Personenschutzanzugs
montiert, wobei zwischen Schlauchabschnitt und Anschlussteil bei der Ankopplung ein
Ring eingefügt wird und über eine Mehrzahl von Gummi-O-Ringen der Schlauchabschnitt
und das Anschlussteil an dem Ring gehalten werden.
[0009] Vor dem Hintergrund der beschriebenen Nachteile bekannter Personenschutzanzüge ist
es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Personenschutzanzug bereitzustellen,
welcher einen erhöhten Tragekomfort aufweist und eine flexible Handhabung ermöglicht
und welcher gleichzeitig einen sicheren Schutz für die den Personenschutzanzug tragende
Person innerhalb einer Gefahrenumgebung bietet.
[0010] Nach einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird die oben genannte Aufgabe
durch einen Personenschutzanzug nach Anspruch 1 gelöst.
[0011] Ein in dieser Weise aufgebauter Personenschutzanzug bietet die Möglichkeit, Schuhe
mittels einer lösbaren Kopplung an dem Personenschutzanzug anzuschließen, so dass
diese im Bedarfsfalle auf einfache Art abgekoppelt bzw. angekoppelt werden können.
Somit ist es möglich, einen Personenschutzanzug mit verschiedenen Schuhen oder Paaren
von Schuhen zu kombinieren und damit den Anzug flexibel an verschiedene Größen verschiedener
Personen oder an verschiedene Einsatzzwecke anzupassen.
[0012] Ein wesentlicher Aspekt der erfindungsgemäßen Kopplung zwischen Schlauchabschnitt
und Anschlussteil (Schuh) liegt darin, dass der Randabschnitt des Schlauchabschnitts
zwischen dem Außenumfang des ersten Rings und dem Innenumfang des zweiten Rings im
Wesentlichen gasdicht aufgenommen und befestigt ist. Demzufolge kann der Randabschnitt
des Schlauchabschnitts (d.h. insbesondere der Randabschnitt des Hosenbeinabschnitts)
ohne Bereitstellung irgendwelcher zusätzlichen Kopplungsmittel an dem Schlauchabschnitt
direkt mittels der lösbaren Kopplung an dem Anschlussteil angebracht werden. Daraus
ergibt sich auch die Möglichkeit, die Hosenbeine des erfindungsgemäßen Personenschutzanzugs
auf einfache Weise, nämlich durch einfaches Abschneiden, auf eine gewünschte Länge
zu kürzen, da sich der Schlauchabschnitt auch nach dem Abschneiden direkt mittels
der erfindungsgemäßen Kopplung an dem Anschlussteil anschließen lässt. Somit wird
eine Möglichkeit zur flexiblen und kostengünstigen Anpassung der Größe des Personenschutzanzugs
an die Größe der zu schützenden Person bereitgestellt.
[0013] Die Ankopplung des Schlauchabschnitts an dem Anschlussteil ist dabei in einem einfachen
Arbeitsgang möglich, indem der Randabschnitt des Schlauchabschnitts über den Außenumfang
des ersten Rings gezogen wird und anschließend der zweite Ring über den ersten Ring
geschoben wird, so dass der Schlauchabschnitt entlang seines gesamten Umfangs sicher
und gasdicht zwischen den beiden Ringen festgehalten ist. Die Kopplung zwischen den
Ringen bzw. dem Schlauchabschnitt ist dabei insbesondere eine reibschlüssige Kopplung.
[0014] Zwischen dem Außenumfang des ersten Rings und dem Randabschnitt des Schlauchabschnitts
oder/und zwischen dem Innenumfang des zweiten Rings und dem Randabschnitt des Schtauchabschnitts
kann zur Verbesserung der Dichtigkeit eine umlaufende O-Ringdichtung angeordnet sein.
Eine solche O-Ringdichtung kann ferner die Reibung zwischen den 3 Elementen, erster,
zweiter Ring und Schlauchabschnitt, vergrößern, d.h. den festen Sitz dieser Elemente
aufeinander gewährleisten, und somit ein unbeabsichtigtes Lösen der Kopplung verhindern.
Insbesondere wird in diesem Zusammenhang daran gedacht, dass die O-Ringdichtung in
einer Ringnut des ersten oder/und zweiten Rings verläuft, so dass die O-Ringdichtung
sicher in ihrer Soll-Lage gehalten werden kann.
[0015] Nach einem zweiten Aspekt wird die oben genannte Aufgabe der Erfindung durch einen
Personenschutzanzug nach Anspruch 4 gelöst. In einem solchen Personenschutzanzug ist
auch der Randabschnitt eines Anschlussteils (eines Handschuhs oder eines Schuhs) um
den Außenumfang des ersten Rings gezogen und somit lösbar an dem ersten und zweiten
Ring angebracht. Dies ist insbesondere für die Kopplung eines Handschuhs an einem
Ärmelabschnitt vorteilhaft, da ein üblicherweise zu verwendender Handschuh (etwa Laborgummihandschuh)
bereits einen für diese erfindungsgemäße Art der Kopplung geeigneten Randabschnitt
aufweist und somit Handschuh und Ärmelabschnitt ohne vorherige Bearbeitung oder irgendwelche
weitere Befestigungsschritte direkt über die lösbare Kopplung miteinander gekoppelt
werden können. Weiterhin stellen sich auch bei dieser Alternative die für die erste
Alternative angesprochenen Vorteile ein. Insbesondere wird durch die Anwendung einer
reibschlüssigen Kopplung zwischen dem ersten Ring, dem zweiten Ring, dem Anschlussteil
und dem Schlauchabschnitt eine feste und gleichzeitig im Wesentlichen gasdichte Verbindung
geschaffen.
[0016] Bei einer Kopplung gemäß dem zweiten Aspekt der Erfindung sind eine oder mehrere
O-Ringdichtungen vorgesehen, welche gewünschtenfalls zur Lagefixierung in einer Ringnut
des ersten oder/und des zweiten Rings verlaufen können, um den Reibschluss der Kopplung
weiter zu verbessern. Ferner können sich der Randabschnitt des Anschlussteils und
der Randabschnitt des Schlauchabschnitts einander in axialer Richtung mit wählbarem
Überlappungsgrad überlappen, wodurch eine noch sicherer Verbindung und Abdichtung
der Kopplung sowie gleichzeitig eine Längenverstellbarkeit des Schlauchabschnitts
bereitgestellt wird.
[0017] Die beiden alternativen Gegenstände des ersten und zweiten Aspekts der Erfindung
können besonders vorteilhaft auch an ein und demselben Personenschutzanzug verwirklicht
sein, indem beispielsweise bei der Ankopplung der Schuhe der erste Ring gemäß der
ersten Alternative an einem Randabschnitts des jeweiligen Schuhs befestigt ist, während
bei der Ankopplung der Handschuhe ein Randabschnitt der Handschuhe gemäß der zweiten
Alternative um den erste Ring herum gelegt ist und somit mit dem Randabschnitt des
Ärmelabschnitts zwischen den beiden Ringen eingeklemmt wird.
[0018] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform kann in beiden Aspekten jeweils vorgesehen
sein, dass der erste Ring eine konischförmige Außenumfangsfläche aufweist, oder/und
der zweite Ring eine konusförmige Innenumfangsfläche aufweist. Beim Übereinanderschieben
der beiden Ringe zum Schließen der Kopplung gleitet dann die konusförmige Fläche mindestens
eines der beiden Ringe entlang einer Fläche des anderen Rings, so dass die beiden
Ringe mit fortschreitender gegenseitiger Verschiebung zunehmend unter Spannung aneinander
anliegen. Die entsprechenden Dichtflächen zwischen den Ringen werden durch ein solches
Verklemmen der beiden Ringe sicher aufeinander gepresst, wodurch die Dichtigkeit und
die Sicherheit der Kopplung weiter verbessert werden.
[0019] Die erfindungsgemäße Kopplung gemäß dem ersten oder zweiten Aspekt der vorliegenden
Erfindung ist ferner besonders einfach und kostengünstig herzustellen, wenn der zweite
Ring in Umfangsrichtung durchgehend ausgebildet ist. Vorteile in Bezug auf die Herstellungskosten
sowie im Hinblick auf das Gewicht der Kopplung und somit des gesamten Personenschutzanzugs
werden ferner dann erzielt, wenn der erste oder/und der zweite Ring aus Kunststoff
oder einem Leichtmetall gebildet ist/sind.
[0020] Die Ringe der Kopplung sind besonders einfach herzustellen (z.B. durch Drehen) und
zu benutzen, wenn sie im Wesentlich Kreisform aufweisen. In einer weiteren Ausführungsform
der Kopplung gemäß dem ersten oder dem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist
jedoch vorgesehen, dass der erste und der zweite Ring eine von einer Kreisform abweichende
Ringform, insbesondere im Wesentlichen ovale, eine im Wesentlichen elliptische oder
im Wesentlichen eiförmige Ringform aufweisen. Eine solche Ringform entspricht den
natürlichen Körperformen des Benutzers in den Bereichen, in welchen sich die Kopplungen
während des Tragens des Personenschutzanzugs befinden, wesentlich besser als eine
Kreisform, so dass auf diese Weise der Tragkomfort des Personenschutzanzugs weiter
verbessert werden kann. Zudem sind die so geformten Ringe weniger sperrig und so während
der Arbeit für den Benutzer weniger störend.
[0021] In einer weiteren Ausführungsform kann die Kopplung gemäß dem ersten oder zweiten
Aspekt der vorliegenden Erfindung so gestaltet sein, dass der zweite Ring durch mindestens
eine Sicherungsschraube an dem ersten Ring gesichert ist. Auf diese Weise kann mit
noch größerer Zuverlässigkeit verhindert werden, dass sich die Kopplung während der
Arbeit in einer Gefahrenumgebung unerwünscht löst und somit die Gefahr einer Kontamination
hervorruft.
[0022] Insbesondere in einer Ausführungsform, in welcher der über dem ersten Ring angeordnete
zweite Ring zum Lösen der Kopplung in eine Richtung zum Körper des Benutzers hin zu
schieben ist, kann eine solche Fixierung mittels mindestens einer Sicherungsschraube
zuverlässig verhindern, dass der äußere Ring unbeabsichtigt vom inneren Ring abgezogen
wird, wenn sich der Benutzer streckt oder wenn aus anderen Gründen Zug auf den Schlauchabschnitt
des Personenschutzanzugs ausgeübt wird. Als Sicherungsschrauben werden vorzugsweise
Madenschrauben eingesetzt, so dass die Schrauben nicht oder nur unwesentlich über
eine Oberfläche des Rings vorstehen.
[0023] Nach einer besonders bevorzugten Variante der genannten Fixierung mittels Sicherungsschrauben
ist vorgesehen, dass die mindestens eine Sicherungsschraube eine Durchgangsbohrung
des zweiten Rings im Gewindeeingriff mit einem Gewinde der Durchgangsbohrung durchsetzt
und gegen einen Anschlagsabschnitt des ersten Rings geschraubt ist. Eine solche Anordnung
ermöglicht eine einfache Realisierung der genannten Fixierung, wobei jede der mindestens
einen Sicherungsschraube den ersten Ring an dem zweiten Ring fixiert.
[0024] Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Fixierung mittels mindestens einer Sicherungsschraube
sieht vor, dass der Anschlagsabschnitt des ersten Rings eine Vertiefung, insbesondere
eine den ersten Ring umlaufende Ringnut, umfasst, in welcher die Schraube in ihrer
Sicherungsstellung formschlüssig eingreift. Der Eingriff der Schraube in einer solchen
Vertiefung bietet zusätzlich zu einem möglichen Klemmeingriff eine sichere formschlüssige
Fixierung der Sicherungsschraube an dem ersten Ring und trägt somit zu einer weiteren
Steigerung der Zuverlässigkeit der Kopplung gegen unbeabsichtigtes Lösen bei.
[0025] Die vorstehend beschriebenen Möglichkeiten der Sicherung der Kopplung mittels Schraubsicherung
führt nicht zu einer wesentlichen Erschwernis der Bedienung der Kopplung. Die oben
beschriebenen Bedienschritte zum Schließen und Öffnen der Kopplung bleiben im Wesentlichen
unverändert, wobei jedoch beim Schließen der Kopplung nach dem Übereinanderschieben
der Ringe die mindestens eine Sicherungsschraube festzuziehen ist und vor dem Öffnen
der Kopplung die mindestens eine Sicherungsschraube zu lösen ist. Wird die mindestens
eine Sicherungsschraube beim Lösen nicht vollständig aus ihrem Gewinde heraus geschraubt,
so kann sie bis zur nächsten Verwendung verliersicher an dem zweiten Ring gehalten
werden.
[0026] Die Erfindung wird nachfolgend anhand einer bevorzugten Ausführungsform unter Bezugnahme
auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert.
Figur 1 zeigt eine schematische Vorderansicht eines Personenschutzanzugs gemäß einer
Ausführungsform der Erfindung.
Figur 6 zeigt den Aufbau einer lösbaren Kopplung zwischen einem Ärmel und einem Handschuh
in einer geöffneten sowie einer geschlossenen Stellung.
Figur 7 zeigt eine Querschnittsansicht der lösbaren Kopplung gemäß Linie 7-7 in Fig.
6.
Figuren 8a und 8b zeigen Querschnittsansichten einer lösbaren Kopplung gemäß zwei
Varianten der Erfindung.
Figur 9 zeigt den Aufbau einer lösbaren Kopplung zwischen einem Schuh und einem Hosenbein
in einer geöffneten sowie einer geschlossenem Stellung.
Figur 10 zeigt eine Querschnittsansicht der lösbaren Kopplung gemäß Linie 10-10 in
Fig. 9.
[0027] In Figur 1 und Figur 2 ist ein Personenschutzanzug gemäß einer Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung allgemein mit 10 bezeichnet. Er umfasst eine Außenhülle 12,
welche Arme, Beine, Rumpf und einen Teil des Kopfes im Wesentlichen vollständig umhüllt,
ein Sichtfenster 14, Handschuhe 16, sowie Schuhe 18. Über einen gasdichten Reißverschluss
20 lässt sich die Außenhülle 12 soweit öffnen, dass eine Person über diese Öffnung
bequem in den Schutzanzug 10 einsteigen und aus diesem aussteigen kann.
[0028] Die Außenhülle 12 ist aus einem Polyurethan-Material mit einer Textilverstärkung
aus einem Polyester-Gewirk gebildet, welches unter der Bezeichnung NIMBA-Tex für Anwendungen
im Bereich der Pflege als Bettunterlage vertrieben wird. Das Material wird entsprechend
der gewünschten Form der Außenhülle 12 zugeschnitten, vernäht und verklebt oder/und
verschweißt.
[0029] Das Sichtfenster 14 ist aus einer flexiblen, transparenten Kunststoffplatte gebildet,
wie sie auch als Fenstermaterial für Kraftfahrzeug-Faltdächer zum Einsatz kommt. Das
Sichtfenster 14 erstreckt sich über nahezu den gesamten Kopfbereich des Personenschutzanzugs
10, wobei es gleichzeitig ein relativ geringes Gewicht aufweist. Mit der Außenhülle
12 wird das Sichtfenster vernäht, verklebt oder/und verschweißt.
[0030] Der Personenschutzanzug 10 ist über einen Schlauch 22 an eine externe Gasquelle 24
angeschlossen, mittels welcher der Innenraum des Personenschutzanzugs 10 mit einem
Einatemgas versorgt wird, so dass im Inneren des Personenschutzanzugs 10 eine die
zu schützende Person im Wesentlichen vollständig umhüllende Atmosphäre aus Einatemgas
geschaffen ist.
[0031] Der Schlauch 22 ist an in Figur 1 allgemein mit 26 bezeichnete Gasführungsmittel
angeschlossen, welche das Einatemgas in das Innere des Personenschutzanzugs führen,
filtern und an einer gewünschten Stelle im Inneren des Personenschutzanzugs 10 freisetzen.
Die Gasführungsmittel 26 umfassen einen die Außenhülle 12 durchdringende Gaseingangsabschnitt
28 sowie im Inneren des Personenschutzanzugs 10 eine Filtereinrichtung 30, eine Gasführung
32 sowie eine Gasfreisetzungsanordnung 34 im Kopfbereich des Personenschutzanzugs
10. Durch die Gasquelle 24 bereitgestelltes und durch den Schlauch 22 dem Personenschutzanzug
10 zugeführtes Einatemgas tritt durch den Gaseingangsabschnitt 28 in das Innere des
Personenschutzanzugs 10 ein, wird in der Filtereinrichtung 30 gefiltert, strömt durch
die Gasführung 32 zu der Gasfreisetzungsanordnung 34 und wird dort im Inneren des
Personenschutzanzugs 10 im Kopfbereich freigesetzt.
[0032] Figuren 6 bis 10 illustrieren das erfindungsgemäße Ankopplungssystem für Handschuhe
16 bzw. Schuhe 18 an Ärmeln bzw. Hosenbeinen der Außenhülle 12.
[0033] Figur 6 zeigt links den Aufbau der Ankopplung für einen Handschuh 16 an einen Rand
122 eines Ärmels 123 der Außenhülle 12. Die Kopplung umfasst einen ersten Ring 124
mit einer sich zu dem Ärmel 123 hin verjüngenden Außenumfangsfläche 126 sowie einen
zweiten Ring 128 mit einer sich zum Handschuh 16 hin erweiternden Innenumfangsfläche
130.
[0034] Der erste Ring 124 weist in seiner Außenumfangsfläche 126 zwei parallel zu einander
Verlaufende Umfangsnuten 132 auf, wobei in einer Umfangsnut 132 ein O-Ring 134 eingesetzt
ist.
[0035] Zur Ankopplung des Handschuhs 16 an dem Ärmelrand 122 wird der Handschuh 16 mit seinem
Öffnungsrand über den ersten Ring 124 gezogen bis ein am Öffnungsrand des Handschuhs
16 vorgesehener Umfangswulst 136 in die keinen O-Ring 134 tragende Umfangsnut 132
eingesetzt ist. In einem Fall, dass ein Handschuh 16 verwendet wird, welcher keinen
integral an seinem Öffnungsende angeformten Umfangswulst 136 aufweist, kann auch in
die zweite Umfangsnut 132 ein O-Ring 134 eingelegt sein, der von dem Öffnungsrand
des Handschuhs 16 etwas überlappt wird.
[0036] In einem weiteren Schritt wird dann der Ärmelrand 122 zumindest soweit über den ersten
Ring 124 gezogen, bis er den O-Ring 134 überlappt (vergleiche auch Figur 7). Wahlweise
kann der Ärmelrand 122 auch weiter über den ersten Ring 124 gezogen werden und gewünschtenfalls
über diesen hinaus reichen, so dass sich auf diese Weise bequem eine gewünschte Ärmellänge
einstellen lässt.
[0037] Anschließend wird der Ring 128 in axialer Richtung von der Seite des Ärmels her über
den ersten Ring 124 geschoben. Durch entsprechende Ausbildung der konischen Innen-
bzw. Außenflächen 126 bzw. 130 nähern sich diese beim Übereinanderschieben der beiden
Ringe 124, 128 allmählich aneinander an und klemmen zwischen sich den Öffnungsabschnitt
des Handschuhs 16 und den Ärmelrand 122 mit ihren jeweiligen Dichtungen 134, 136 sicher
ein. Wenn schließlich der zweite Ring 128 vollständig über den ersten Ring 124 geschoben
ist, wie dies in der rechten Darstellung der Figur 6 bzw. in Figur 7 illustriert ist,
so sind der Handschuh 16 und der Ärmel der Außenhülle 12 sicher und staubdicht aneinander
gekoppelt.
[0038] Zum Lösen der Kopplung werden die genannten Schritte jeweils umkehrt, d.h. der zweite
Ring 128 wird in Richtung des Ärmels 123 von dem ersten Ring 124 abgeschoben und anschließend
werden der Handschuh 16 sowie der Ärmelrand 122 von dem ersten Ring 124 abgelöst.
[0039] Figur 8a zeigt eine Variante des erfindungsgemäßen Ankopplungssystems, in welcher
der Umfangswulst 136 des Handschuhs 16 in die vom Handschuh entfernter Umfangsnut
132 eingreift und die O-Ringdichtung 134 in der dem Handschuh 16 näheren Umfangsnut
132 liegt. Der Öffnungsrand des Handschuhs 16 und der Ärmelrand 122 sind dann zwischen
den beiden Ringen 124, 128 einander überlappend angeordnet, wodurch eine zusätzliche
Abdichtung der Kopplung erreicht wird.
[0040] Figur 8b zeigt eine weitere Variante des erfindungsgemäßen Ankopplungssystems, in
welcher ein Eingriff eines Umfangswulsts des Handschuhs 16 in einer Nut des ersten
Rings nicht vorgesehen ist, bzw. der Handschuh 16 keinen Umfangswulst der oben beschriebenen
Art aufweist. In dieser Variante ist in beiden Umfangsnuten 132 eine O-Ringdichtung
134 eingesetzt und sowohl der Öffnungsrand des Handschuhs 16 als auch der Ärmelrand
122 überlappen jeweils beide O-Ringdichtungen 134. Die beiden Stofflagen des Handschuhs
16 und des Ärmelrands 122 sind somit bei geschlossener Kopplung vorwiegend in zwei
Bereichen, nämlich jeweils zwischen einem der O-Ringdichtungen 134 und dem Innenumfang
des zweiten Rings, eingeklemmt.
[0041] Allgemein kann der Grad der Überlappung des Öffnungsrands des Handschuhs 16 und des
Ärmelrands 122 miteinander oder/und mit den Ringen 124, 128 in allen Varianten gemäß
Figur 7 oder Figuren 8a und 8b je nach Bedarf frei gewählt werden, um die Ärmellänge
zu verändern oder/und die Abdichtung an der Kopplung zu verbessern.
[0042] Figuren 9 und 10 zeigen ein erfindungsgemäßes Ankopplungssystem für die Ankopplung
eines Schuhs 18 an einem Randabschnitt 138 eines Hosenbeins 139 der Außenhülle 12.
Das Ankopplungssystem weist einen ersten Ring 124' mit einer sich zum Schuh 18 hin
verjüngenden Außenumfangsfläche 126' sowie einen zweiten Ring 128' mit einer sich
zum Hosenbein 139 hin erweiternden Außenumfangsfläche 130' auf. Der erste Ring 124'
ist aus einem Leichtmetall gebildet und mittels einer Klebverbindung an dem oberen
Randabschnitt des Schafts des Schuhs 18 befestigt. In einer in der Außenumfangsfläche
126' verlaufenden Umfangsnut 132' liegt eine O-Ringdichtung 134'.
[0043] In Figur 10 ist ferner eine Madenschraube 140 zu erkennen, welche eine mit passendem
Innengewinde versehene Durchgangsbohrung 142 des zweiten Rings 128' durchsetzt, Insgesamt
sind über den Umfang des zweiten Rings 128' eine Mehrzahl von derartigen Madenschrauben
mit passendem Durchgangsloch, z.B. zwei, drei oder vier Madenschrauben, verteilt angeordnet.
In dem in Figur 10 dargestellten Lösezustand der Madenschraube 140 übt die Madenschraube
140 keinen Druck auf den zwischen dem ersten Ring 124' und dem zweiten Ring 128' angeordneten
Randabschnitt 138 aus. Wird die Madenschraube 140 in das Gewinde der Durchgangsöffnung
142 des zweiten Rings 128' eingeschraubt, so drückt ihr Ende gegen den ersten Ring
124'. In der Außenumfangsfläche 126' des ersten Rings 124' ist eine den Ring umlaufende
Eingriffsnut 144 ausgebildet, welche das vordringende Ende der Madenschraube 140 aufnimmt.
In dem so hergestellten Sicherungszustand, also dem Zustand, in welchem die Madenschraube
140 festgezogen ist, ist die Madenschraube 140 sowohl durch eine Klemmkraft als auch
durch eine formschlüssige Fixierung der Madenschraube 140 in der Eingriffsnut 144
sicher gehalten. Die beschriebene Sicherung mittels Madenschrauben kann in analoger
Art natürlich auch für die Ankopplung des Handschuhs 16 eingesetzt werden.
[0044] Zur Ankopplung des Schuhs 18 an der Außenhülle 12, d.h. an dem Hosenbeinrand 138,
wird der Hosenbeinrand 138 über den Außenumfang 126' des ersten Rings 124' zumindest
soweit gezogen bis der Hosenbeinrand 138 die O-Ringdichtung 134' sicher überlappt.
Durch eine mehr oder weniger starke Überlappung kann dabei auch auf einfache Weise
eine Länge des Hosenbeins wunschgemäß variiert werden. Anschließend wird der zweite
Ring 128' von dem Schuh 18 her über den ersten Ring 124' geschoben. Dabei nähern sich
die konische Außenumfangsfläche 128' des ersten Rings 124' und die entsprechend entgegengesetzt
konische Innenumfangsfläche 130' des zweiten Rings 128' aneinander an und klemmen
zwischen sich den Hosenbeinrand 138 sicher ein.
[0045] Zum Lösen der Kopplung werden die genannten Schritte entsprechen umgekehrt, d.h.
der zweite Ring 128' wird in Richtung des Schuhs 18 von dem ersten Ring 124' abgeschoben
und der Hosenbeinrand 138 wird von dem ersten Ring 124' abgezogen.
[0046] Wenngleich die konischen Umfangsflächen 126' und 130' umgekehrt ausgebildet sein
können, so dass der zweite Ring 128' zum Schließen der Kopplung von Seiten des Hosenbeins
139 aus auf den ersten Ring 124' aufgeschoben werden muss, so bietet die in Figuren
9 und 10 gezeigte Variante jedoch den Vorteil, dass der zweite Ring 128' im gelösten
Zustand der Kopplung verliersicher am Schaft des Schuhs 18 gehalten ist (vergleiche
Figur 9, linke Darstellung).
[0047] Selbstverständlich sind beide beschriebenen Beispiele des erfindungsgemäßen Kopplungssystems
wahlweise sowohl für die Ankopplung eines Handschuhs an einem Ärmel als auch für die
Ankopplung eines Schuhs an einem Hosenbein einsetzbar. In jedem Fall ist es möglich,
eine Länge des Ärmels bzw. des Hosenbeins auf einfache Weise dadurch zu variieren,
dass der Grad der Überlappung des Ärmels bzw. Hosenbeins mit dem jeweiligen ersten
Ring 124 bzw. 124' variiert wird. Außerdem kann eine dauerhafte Kürzung des Ärmels
bzw. Hosenbeins auf einfache Weise dadurch realisiert werden, dass der Ärmel bzw.
das Hosenbein an geeigneter Stelle abgeschnitten wird, da die erfindungsgemäße Ankopplung
an dem vorderen Randabschnitt des Ärmels bzw. Hosenbeins, d.h. an der Schnittkante,
keinerlei besonderen Kopplungsmittel oder dergleichen erfordert.
1. Personenschutzanzug (10) zum Schutz einer Person in einer Gefahrenumgebung, umfassend
eine die Person im Wesentlichen vollständig umgebende Außenhülle (12) sowie Gaszuführungsmittel
(26), mittels welchen ein Gas im Inneren der Außenhülle (12) freisetzbar ist, um die
Person mit Einatemgas zu versorgen,
wobei die Außenhülle (12) mindestens einen von einem Hosenbeinabschnitt gebildeten
Schlauchabschnitt (139) und mindestens ein dem Schlauchabschnitt (139) zugeordnetes
Anschlussteil in Form eines Schuhs (18) aufweist,
wobei das mindestens eine Anschlussteil über eine lösbare Kopplung (124', 128') betriebsmäßig
im Wesentlichen gasdicht oder staubdicht an dem Schlauchabschnitt (139) angeschlossen
ist, und wobei die lösbare Kopplung (124', 128') einen ersten Ring (124') umfasst,
an dessen Außenumfang (126') ein Randabschnitt (138) des Schlauchabschnitts (123,
139) entlang seines gesamten Umfangs anliegt, und einen zweiten Ring (128') umfasst,
der den ersten Ring (124') umgibt, so dass der Randabschnitt (138) des Schlauchabschnitts
(123, 139) zwischen dem Außenumfang (126') des ersten Rings (124') und dem Innenumfang
(130') des zweiten Rings (128') im Wesentlichen gasdicht aufgenommen und befestigt
ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass bei einer Ankopplung des Anschlussteils ein Randabschnitt des Anschlussteils (18)
im Wesentlichen gasdicht an dem ersten Ring (124') befestigt ist.
2. Personenschutzanzug (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Außenumfang (126') des ersten Rings (124') und dem Randabschnitt (138)
des Schlauchabschnitts (139) oder/und zwischen dem Innenumfang (130') des zweiten
Rings (128') und dem Randabschnitt (138) des Schlauchabschnitts (139) eine umlaufende
O-Ringdichtung (134') angeordnet ist.
3. Personenschutzanzug (10) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die O-Ringdichtung (134') in einer Ringnut (132') des ersten oder/und zweiten Rings
(124', 128') verläuft.
4. Personenschutzanzug (10) zum Schutz einer Person in einer Gefahrenumgebung, umfassend
eine die Person im Wesentlichen vollständig umgebende Außenhülle (12) sowie Gaszuführungsmittel
(26), mittels welchen ein Gas im Inneren der Außenhülle (12) freisetzbar ist, um die
Person mit Einatemgas zu versorgen,
wobei die Außenhülle (12) mindestens einen, insbesondere von einem Ärmelabschnitt
(123) oder einem Hosenbeinabschnitt gebildeten Schlauchabschnitt (123) und mindestens
ein dem Schlauchabschnitt (123) zugeordnetes Anschlussteil, insbesondere in Form eines
Handschuhs (16) oder eines Schuhs, aufweist,
wobei das mindestens eine Anschlussteil über eine lösbare Kopplung (124, 128) betriebsmäßig
im Wesentlichen gasdicht an dem Schlauchabschnitt (123) angeschlossen ist, und
wobei die lösbare Kopplung (124, 128) einen ersten Ring (124) umfasst, um dessen Außenumfang
(126) ein Randabschnitt des Anschlussteils und ein Randabschnitt (122) des Schlauchabschnitts
(123) herumgeführt sind, und einen zweiten Ring (128) umfasst, der den ersten Ring
(124) umgibt, so dass der Randabschnitt des Anschlussteils und der Randabschnitt (122)
des Schlauchabschnitts (123) zwischen dem Außenumfang (126) des ersten Rings (124)
und dem Innenumfang (130) des zweiten Rings (128) im Wesentlichen gasdicht aufgenommen
und befestigt sind,
dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Außenumfang (126) des ersten Rings (124) und dem Innenumfang (130) des
zweiten Rings (128) oder/und innerhalb des Randabschnitts (136) des Anschlussteils
eine umlaufende O-Ringdichtung (134) angeordnet ist.
5. Personenschutzanzug (10) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Randabschnitt des Anschlussteils (16) und der Randabschnitt des Schlauchabschnitts
(123) einander in ihrer axialen Richtung überlappen.
6. Personenschutzanzug (10) nach Anspruch 4 oder Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die O-Ringdichtung (134; 136) in einer Ringnut (132) des ersten oder/und zweiten
Rings (124, 128) verläuft.
7. Personenschutzanzug (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Ring (124; 124') eine konusförmige Außenumfangsfläche (126; 126') aufweist
oder/und dass der zweite Ring (128; 126') eine konusförmige Innenumfangsfläche (130;
130') aufweist.
8. Personenschutzanzug (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Ring (128; 128') in Umfangsrichtung durchgehend ausgebildet ist.
9. Personenschutzanzug (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der erste oder/und der zweite Ring (124, 128; 124', 128') aus Kunststoff (124, 128;
128') oder einem Leichtmetall (124') gebildet ist/sind.
10. Personenschutzanzug (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der erste und der zweite Ring eine von einer Kreisform abweichende Ringform, insbesondere
im Wesentlichen ovale, eine im Wesentlichen elliptische oder im Wesentlichen eiförmige
Ringform aufweisen.
11. Personenschutzanzug (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Ring (128') durch mindestens eine Sicherungsschraube (140) an dem ersten
Ring (124') gesichert ist.
12. Personenschutzanzug (10) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Sicherungsschraube (140) eine Durchgangsbohrung (142) des zweiten
Rings (128') im Gewindeeingriff mit einem Gewinde der Durchgangsbohrung (142) durchsetzt
und gegen einen Anschlagssbschnitt des ersten Rings (124') geschraubt ist.
13. Personenschutzanzug (10) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlagsabschnitt des ersten Rings (124') eine Vertiefung, insbesondere eine
den ersten Ring (124') umlaufende Ringnut (144), umfasst, in welcher die Sicherungschraube
(140) in ihrer Sicherungsstellung formschlüssig eingreift.
1. Protective suit (10) to protect a person in a dangerous environment, comprising an
outer covering (12) substantially completely surrounding the person as well as a gas
supply means (26), by means of which a gas can be released in the interior of the
outer covering (12) in order to supply the person with breathing gas, wherein the
outer covering (12) has at least one tube portion (139) formed by a trouser leg portion
and at least one connection part in the form of a shoe (18) associated with the tube
portion (139), wherein the at least one connection part is operationally connected
in a substantially gas-tight or dust-tight manner to the tube portion (139) by means
of a detachable coupling (124', 128'), and wherein the detachable coupling (124',
128') comprises a first ring (124'), on the outer periphery (126') of which an edge
portion (138) of the tube portion (123, 139) rests along its entire periphery, and
comprises a second ring (128'), which surrounds the first ring (124'), so the edge
portion (138) of the tube portion (123, 139) is received in a substantially gas-tight
manner between the outer periphery (126') of the first ring (124') and the inner periphery
(130') of the second ring (128') and is fastened, characterised in that during a coupling of the connection part, an edge portion of the connection part
(18) is fastened in a substantially gas-tight manner to the first ring (124').
2. Protective suit (10) according to claim 1, characterised in that a peripheral O-ring seal (134') is arranged between the outer periphery (126') of
the first ring (124') and the edge portion (138) of the tube portion (139) or/and
between the inner periphery (130') of the second ring (128') and the edge portion
(138) of the tube portion (139).
3. Protective suit (10) according to claim 2, characterised in that the O-ring seal (134') extends in an annular groove (132') of the first and/or second
ring (124', 128').
4. Protective suit (10) to protect a person in a dangerous environment, comprising an
outer covering (12) substantially completely surrounding the person and gas guiding
means (26), by means of which a gas can be released in the interior of the outer covering
(12) to supply the person with breathing gas, wherein the outer covering (12) has
at least one tube portion (123) in particular formed by a sleeve portion (123) or
a trouser leg portion, and at least one connection part associated with the tube portion
(123), in particular in the form of a glove (16) or a shoe, wherein the at least one
connection part is operationally connected in a substantially gas-tight manner to
the tube portion (123) by means of a detachable coupling (124, 128), and wherein the
detachable coupling (124, 128) comprises a first ring (124), around the outer periphery
(126) of which an edge portion of the connection part and an edge portion (122) of
the tube portion (123) are guided, and comprises a second ring (128), which surrounds
the first ring (124), so the edge portion of the connection part and the edge portion
(122) of the tube part (123) are received in a substantially gas-tight manner between
the outer periphery (126) of the first ring (124) and the inner periphery (130) of
the second ring (128) and are fastened, characterised in that a peripheral 0-ring seal (134) is arranged between the outer periphery (126) of the
first ring (124) and the inner periphery (130) of the second ring (128) or/and inside
the edge portion (136) of the connection part.
5. Protective suit (10) according to claim 4, characterised in that the edge portion of the connection part (16) and the edge portion of the tube portion
(123) overlap one another in their axial direction.
6. Protective suit (10) according to claim 4 or 5, characterised in that the O-ring seal (134; 136) extends in an annular groove (132) of the first or/and
second ring (124, 128).
7. Protective suit (10) according to any one of claims 1 to 6, characterised in that the first ring (124; 124') has a conical outer peripheral face (126; 126') or/and
in that the second ring (128; 126') has a conical inner peripheral face (130; 130').
8. Protective suit (10) according to any one of claims 1 to 7, characterised in that the second ring (128; 128') is continuous in the peripheral direction.
9. Protective suit (10) according to any one of claims 1 to 8, characterised in that the first or/and the second ring (124, 128; 124', 128') is/are formed from plastics
material (124, 128; 128') or a light metal (124').
10. Protective suit (10) according to any one of claims 1 to 9, characterised in that the first and the second ring have an annular shape deviating from a circular shape,
in particular a substantially oval, substantially elliptical or substantially ovoid
annular shape.
11. Protective suit (10) according to any one of claims 1 to 10, characterised in that the second ring (128') is secured by at least one securing screw (140) to the first
ring (124').
12. Protective suit (10) according to claim 11, characterised in that the at least one securing screw (140) passes through a through-bore (142) of the
second ring (128') in threaded engagement with a thread of the through-bore (142)
and is screwed against a stop portion of the first ring (124').
13. Protective suit (10) according to claim 12, characterised in that the stop portion of the first ring (124') comprises an indentation, in particular
an annular groove (144) running round the first ring (124'), in which the securing
screw (140) positively engages in its securing position.
1. Vêtement de protection personnel (10) pour la protection d'une personne dans un environnement
dangereux, comprenant une enveloppe extérieure (12) entourant essentiellement complètement
la personne ainsi que des moyens d'amenée de gaz (26), au moyen desquels un gaz peut
être libéré à l'intérieur de l'enveloppe extérieure (12) afin d'alimenter la personne
en gaz à respirer,
l'enveloppe extérieure (12) présentant au moins une section tubulaire (139) formée
d'une section de jambe de pantalon et au moins une partie de raccordement associée
à la section tubulaire (139) en forme de chaussure (18),
l'au moins une partie de raccordement étant raccordée d'une façon adaptée au fonctionnement
essentiellement de manière étanche au gaz ou étanche à la poussière à la section tubulaire
(139) par un couplage (124', 128') amovible, et
le couplage (124', 128') amovible comprenant une première bague (124'), sur la périphérie
extérieure de laquelle (126') repose une section de bord (138) de la section tubulaire
(123, 139) le long de sa périphérie entière, et comprend une seconde bague (128')
qui entoure la première bague (124') de sorte que la section de bord (138) de la section
tubulaire (123, 139) soit reçue et fixée essentiellement de manière étanche au gaz
entre la périphérie extérieure (126') de la première bague (124') et la périphérie
intérieure (130') de la seconde bague (128'),
caractérisé en ce que
lors d'un couplage de la partie de raccordement, une section de bord de la partie
de raccordement (18) est fixée essentiellement de manière étanche au gaz sur la première
bague (124').
2. Vêtement de protection personnel (10) selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un joint torique (134') rotatif est disposé entre la périphérie extérieure (126')
de la première bague (124') et la section de bord (138) de la section tubulaire (139)
et/ou entre la périphérie intérieure (130') de la seconde bague (128') et la section
de bord (138) de la section tubulaire (139).
3. Vêtement de protection personnel (10) selon la revendication 2, caractérisé en ce que le joint torique (134') s'étend dans une rainure annulaire (132') de la première
et/ou de la seconde bague (124', 128').
4. Vêtement de protection personnel (10) pour la protection d'une personne dans un environnement
dangereux, comprenant une enveloppe extérieure (12) entourant essentiellement complètement
la personne ainsi que des moyens d'amenée de gaz (26), au moyen desquels un gaz peut
être libéré à l'intérieur de l'enveloppe extérieure (12) afin d'alimenter la personne
en gaz à respirer,
l'enveloppe extérieure (12) présentant au moins une section tubulaire (123) formée
en particulier d'une section de manche (123) ou d'une section de jambe de pantalon
et au moins une partie de raccordement associée à la section tubulaire (123) en particulier
en forme de gant (16) ou de chaussure,
l'au moins une partie de raccordement étant raccordée de façon adaptée au fonctionnement
essentiellement de manière étanche au gaz à la section tubulaire (123) par un couplage
(124, 128) amovible, et
le couplage (124, 128) amovible comprenant une première bague (124), autour de la
périphérie extérieure de laquelle (126) sont guidées une section de bord de la partie
de raccordement et une section de bord (122) de la section tubulaire (123) qui entoure
la première bague (124) de sorte que la section de bord de la partie de raccordement
et la section de bord (122) de la section tubulaire (123) soient reçues et fixées
essentiellement de manière étanche au gaz entre la périphérie extérieure (126) de
la première bague (124) et la périphérie intérieure (130) de la seconde bague (128),
caractérisé en ce qu'un joint torique (134) rotatif est disposé entre la périphérie extérieure (126) de
la première bague (124) et la périphérie intérieure (130) de la seconde bague (128)
et/ou dans la section de bord (136) de la partie de raccordement.
5. Vêtement de protection personnel (10) selon la revendication 4, caractérisé en ce que la section de bord de la partie de raccordement (16) et la section de bord de la
section tubulaire (123) se chevauchent dans leur sens axial.
6. Vêtement de protection personnel (10) selon la revendication 4 ou 5, caractérisé en ce que le joint torique (134 ; 136) s'étend dans une rainure annulaire (132) de la première
et/ou de la seconde bague (124, 128).
7. Vêtement de protection personnel (10) selon l'une quelconque des revendications 1
à 6, caractérisé en ce que la première bague (124 ; 124') présente une surface périphérie extérieure (126 ;
126') conique et/ou en ce que la seconde bague (128 ; 126') présente une surface périphérique intérieure (130 ;
130') conique.
8. Vêtement de protection personnel (10) selon l'une quelconque des revendications 1
à 7, caractérisé en ce que la seconde bague (128 ; 128') est réalisée en continu dans le sens périphérique.
9. Vêtement de protection personnel (10) selon l'une quelconque des revendications 1
à 8, caractérisé en ce que la première et/ou la seconde bague (124, 128 ; 124', 128') est/sont formées de plastique
(124, 128 ; 128') ou de métal léger (124').
10. Vêtement de protection personnel (10) selon l'une quelconque des revendications 1
à 9,
caractérisé en ce que la première et la seconde bague présentent une forme de bague divergeant d'une forme
circulaire, en particulier une forme de bague essentiellement ovale, essentiellement
elliptique ou essentiellement ovoïdale.
11. Vêtement de protection personnel (10) selon l'une quelconque des revendications 1
à 10, caractérisé en ce que la seconde bague (128') est bloquée par au moins une vis d'arrêt (140) sur la première
bague (124').
12. Vêtement de protection personnel (10) selon la revendication 11, caractérisé en ce que l'au moins une vis d'arrêt (128') traverse un perçage traversant (142) de la seconde
bague (128') en engagement fileté avec un filet du perçage traversant (142) et est
vissée contre une section de butée de la première bague (124').
13. Vêtement de protection personnel (10) selon la revendication 12, caractérisé en ce que la section de butée de la première bague (124') comprend une cavité, en particulier
une rainure annulaire (144) entourant la première bague (124'), dans laquelle la vis
d'arrêt (140) s'engage par complémentarité de formes dans sa position de blocage.