Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft eine Prüfvorrichtung für ein nockengetriebenes Kraftstoff-Einspritzsystem,
insbesondere ein Pumpe-Düse- oder Pumpe-Leitung-Düse-Einspritzsystem, nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Bei modernen Dieselmotoren wird der Kraftstoff direkt von einem Kraftstoff-Einspritzsystem
unter hohem Druck in den Brennraum eingespritzt. Dabei kommen verschiedene Typen von
Kraftstoff-Einspritzsystemen zur Anwendung, beispielsweise Pumpe-Düse-Einspritzsysteme
oder Pumpe-Leitung-Düse-Einspritzsysteme. Beide Kraftstoff-Einspritzsysteme werden
am Motor selbst über eine Nockenwelle betätigt. Eine Nocke auf der Nockenwelle bewirkt
über einen Hebel einen Hub eines Pumpenkolbens des Kraftstoff-Einspritzsystems. Dieser
erzeugt an einer Düse des Kraftstoff-Einspritzsystems einen sehr hohen Druck, durch
den eine Ventilnadel in eine geöffnete Stellung verdrängt und so Kraftstoff in einen
Brennraum des Motors eingespritzt wird. Die Einspritzmenge wird über ein Magnetventil
eingestellt, welches den Druckaufbau in dem Kraftstoff-Einspritzsystem steuert.
[0003] Der Einspritzdruck und die Einspritzmenge sind unter anderem abhängig von der Form
der Nocke und deren Hub. Unterschiedliche Kraftstoff-Einspritzsysteme weisen unterschiedliche
Hübe und Nockenformen auf. Zum Teil werden auch identische Kraftstoff-Einspritzsysteme
mit identischem Hub in unterschiedlichen Typen von Motoren mit unterschiedlichen Nocken
betätigt.
[0004] Zu Testzwecken und für die Qualitätskontrolle der oben beschriebenen nockengetriebenen
Kraftstoff-Einspritzsysteme sind vom Markt her Prüfvorrichtungen bekannt. In eine
solche Prüfvorrichtung wird ein nockengetriebenes Kraftstoff-Einspritzsystem eingebaut.
Über eine Nockenwelle und einen Hebel wird der Kolben des Kraftstoff-Einspritzsystems
beaufschlagt und hierdurch ein Betrieb simuliert.
[0005] Um das Kraftstoff-Einspritzsystem auf einer Prüfvorrichtung prüfen zu können, muss
die Betätigung des Einspritzsystems durch die Nocke der Prüfvorrichtung simuliert
werden. Des Weiteren muss mit dem Erreichen eines vorgegebenen Hubs der Nocke ein
Magnetventil im Einspritzsystem über ein zur Prüfvorrichtung gehörendes Steuergerät
angesteuert werden.
[0006] Die Ansteuerung des Magnetventils muss bei einem definierten Hub des Nockens erfolgen,
um den richtigen Einspritzdruck und die richtige Einspritzmenge zu erzeugen. Da die
Erfassung des Hubs aufwendiger ist als die Erfassung des Drehwinkels der Nockenwelle,
wird üblicherweise die Ansteuerung des Magnetventils in Abhängigkeit eines vorgegebenen
Drehwinkels der Nockenwelle durchgeführt. Um die Prüfvorrichtung an das zu prüfende
Einspritzsystem anzupassen, wird bei auf dem Markt verfügbaren Prüfvorrichtungen ein
Abgleich der Nocke durchgeführt. Dazu wird mit einer Messuhr der Grundkreis der Nocke
ermittelt und die Messuhr auf Null gestellt. Dann wird die Nockenwelle solange in
die Richtung gedreht, mit der sie auch während des Prüfvorgangs gedreht wird, bis
ein vorgegebener Hub, der von der Form der Nocke abhängt, erreicht ist. Diesem vorgegebenen
Hub ist ein Drehwinkel der Nockenwelle fest zugeordnet. Deshalb ist es möglich, nach
Erreichen des vorgegebenen Hubs einen Geber der Prüfvorrichtung so relativ zur Nockenwelle
zu verdrehen, dass genau bei diesem Hub ein Steuersignal vom Geber ausgegeben wird.
Damit ist die Prüfvorrichtung zur Prüfung des zu prüfenden Einspritzsystems eingestellt
und die Prüfung des Einspritzsystems kann vorgenommen werden. Nachteilig an diesem
Verfahren ist, dass beim Wechseln des zu prüfenden Einspritzsystems die Prüfvorrichtung
erneut eingestellt werden muss. Ursächlich hierfür ist es, dass verschiedene Typen
von Einspritzsystemen einen anderen Hub und infolgedessen einen anderen Nockenwinkel
als Startsignal für die Ansteuerung des Magnetventils in dem Einspritzsystem benötigen.
[0007] Da die Einstellung der Prüfvorrichtung für jeden Typ von Einspritzsystemen erneut
erfolgen muss, ist der Wechsel des zu prüfenden Einspritzsystems stets mit einem erheblichem
Zeitaufwand verbunden und es können bei der Einstellung der Prüfvorrichtung Fehler
auftreten.
[0008] Aus der
US 2005/0150271 A1 ist eine Vorrichtung zum Kalibrieren eines Kraftstoffeinspritzsystems, umfassend
eine Pumpeneinheit, ein Einspritzleitung und einer Einspritzdüse, bekannt. Das Kalibrieren
erfolgt durch Verdrehen der Pumpeneinheit und die Verwendung verschieden dicker Ausgleichsscheiben
(shims).
[0009] Diese Prüfvorrichtung ist nur bei einer bestimmten Bauart eines Kraftstoffeinspritzystems
einsetzbar. Daher muss für jede Bauart eine gesonderte Vorrichtung angefertigt werden,
was erhebliche Kosten verursacht.
Offenbarung der Erfindung
[0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und ein zum Einstellen einer
Prüfvorrichtung und eine verbesserte Prüfvorrichtung anzugeben, bei denen fehlerhafte
Einstellungen vermieden werden können und bei denen der Wechsel des zu prüfenden Einspritzsystems
einen geringeren Zeitaufwand für das Umrüsten der Prüfvorrichtung erfordert.
[0011] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einer Prüfvorrichtung für ein nockengetriebenes
Kraftstoff-Einspritzsystem nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 durch die kennzeichnenden
Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0012] Durch den erfindungsgemäß beanspruchten Drehwinkelsensor ist es möglich, jedem Drehwinkel
der Nockenwelle einen zugehörigen Hub der Nocke zuzuordnen. Da diese Zuordnung ausschließlich
von der Form der Nocke abhängt, kann diese Zuordnung schon bei der Montage während
der Herstellung der erfindungsgemäßen Prüfvorrichtung vorgenommen werden und abgespeichert
werden. Bei der erfindungsgemäßen Prüfvorrichtung können ein Hebel, welcher die Steuerbewegungen
der Nocken auf ein Pumpenelement des zu prüfenden Einspritzsystems überträgt, zusammen
mit einer Befestigungsvorrichtung für das zu prüfende Kraftstoff-Einspritzsystem in
axialer Richtung der Nockenwelle in unterschiedliche Betriebspositionen verschiebbar
ist, wobei der Hebel in jeder Betriebsposition mit einer anderen Nocke zusammenarbeitet.
Infolgedessen muss der Benutzer der erfindungsgemäßen Prüfvorrichtung die Prüfvorrichtung
nicht mehr einstellen, bevor er ein Kraftstoffeinspritzsystem prüft.
[0013] Dadurch wird erheblich Zeit beim Umrüsten der Prüfvorrichtung von einem Einspritzsystem
auf ein anderes Einspritzsystem eingespart und es können Fehler durch falsche Einstellungen
der Prüfvorrichtung vollständig vermieden werden.
[0014] Selbstverständlich ist es auch möglich, die zum Prüfen verschiedener Typen von Einspritzsystemen
erforderlichen Hübe der Nocke der Nockenwelle verschiedenen Drehwinkeln der Nockenwelle
zuzuordnen. Auch diese Zuordnungen können schon bei der Herstellung und der Montage
der erfindungsgemäßen Prüfvorrichtung vorgenommen werden und in Form einer Tabelle
in dem Speicherelement der Prüfvorrichtung abgelegt werden. Es kann auch, falls gewünscht,
die gesamte Kontur des Nockens in Abhängigkeit des Drehwinkels der Nockenwelle abgespeichert
werden, so dass Fertigungstoleranzen bei der Herstellung der Nocke vollständig eliminiert
werden.
[0015] Die erfindungsgemäßen Vorteile werden bei der Durchführung eines erfindungsgemäßen
Verfahrens, zum Einstellen einer Prüfvorrichtung für ein nockengetriebenes Kraftstoff-Einspritzsystem
gemäß Anspruch 4 erreicht
[0016] Es hat sich weiter als vorteilhaft erwiesen, wenn ein Referenzsignal des Winkelsensors
vor dem Erreichen des Nullhubs der Nockenwelle abgegeben wird.
[0017] Insbesondere hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn das Referenzsignal zwischen
30° und 10° vor Erreichen des Nullhubs der Nockenwelle abgegeben wird.
[0018] Selbstverständlich ist es auch möglich, die zu verschiedenen Einspritzsystemen gehörenden
verschiedenen Hübe bei denen ein Magnetventil der Kraftstoff-Einspritzsysteme angesteuert
werden soll, nacheinander zu erfassen und die zugehörigen Drehwinkel der Nockenwelle
zu erfassen und abzuspeichern. Dadurch ist es möglich, schon bei der Herstellung der
erfindungsgemäßen Prüfvorrichtung zu allen Hüben, die während des Betriebs der Prüfvorrichtung
erforderlich sind, die zugehörigen Drehwinkel der Nockenwelle zu erfassen und abzuspeichern.
[0019] Im Ergebnis ist mit dem erfindungsgemäßen Verfahren nicht nur eine erhebliche Zeitersparnis
beim Umrüsten der Prüfvorrichtung von einem Kraftstoff-Einspritzsystem auf ein anderes
Kraftstoff-Einspritzsystem verbunden, sondern die Möglichkeit von fehlerhaften Einstellungen
der Prüfvorrichtung beim Wechsel des zu prüfenden Kraftstoff-Einspritzsystems wird
vollständig eliminiert.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0020] Nachfolgend wird ein besonders bevorzugtes Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung
unter Bezugnahme auf die beiliegende Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:
- Figur 1
- eine schematische und teilweise geschnittene Darstellung einer Prüfvorrichtung für
ein nockengetriebenes Kraftstoff-Einspritzsystem;
- Figur 2
- eine perspektivische, ebenfalls zum Teil geschnittene und stärker detaillierte Darstellung
der Prüfvorrichtung von Figur 1;
- Figur 3:
- ein Ablaufdiagramm eines erfindungsgemäßen Verfahrens; und
- Figur 4:
- die Einstellung des Referenzsignals des Drehwinkelsensors relativ zum Nullhub der
Nocke.
Ausführungsformen der Erfindung
[0021] Eine Prüfvorrichtung trägt in den Figuren 1 und 2 insgesamt das Bezugszeichen 10.
Sie dient zum Prüfen eines nockengetriebenen Kraftstoff-Einspritzsystems, im vorliegenden
Beispiel eines Pumpe-Düse-Einspritzsystems 12, welches jedoch nur in Figur 1 gezeigt
ist. Zunächst sei dessen Aufbau und Funktion erläutert.
[0022] Das Pumpe-Düse-Einspritzsystem 12 umfasst ein Gehäuse 14 mit einer Düsenspitze 16,
die in eine Einspritzkammer 18 der Prüfvorrichtung 10 hineinragt. In dem Gehäuse 14
ist eine Düsennadel 20 verschieblich aufgenommen, die von einer Feder 22 in eine geschlossene
Position beaufschlagt wird.
[0023] Eine Pumpe des Pumpe-Düse-Einspritzsystems 12 ist mit 24 bezeichnet und umfasst einen
Kolben 26, der einen Förderraum 28 begrenzt. Dieser ist mit einem Druckraum 30 verbunden,
der von einer an der Düsennadel 20 ausgebildeten und in deren Öffnungsrichtung wirkenden
Druckfläche 32 begrenzt wird. Der Förderraum 28 ist ferner über ein magnetisches Steuerventil
34 und eine Vorförderpumpe 36 mit einem Fluidbehälter 38 verbindbar, in dem im vorliegenden
Fall ein Prüffluid bevorratet ist.
[0024] Bei einem Saughub des Kolbens 26 wird bei geöffnetem Steuerventil 34 Prüffluid aus
dem Fluidbehälter 38 in den Förderraum 28 angesaugt. Bei geschlossenem Steuerventil
34 wird bei einem Förderhub des Kolbens 26 das im Förderraum 28 eingeschlossene Prüffluid
komprimiert, was zu einer entsprechenden Druckerhöhung im Druckraum 30 führt. Übersteigt
die an der Druckfläche 32 angreifende hydraulische Kraft die Kraft der Feder 22, öffnet
die Düsennadel 20, und Prüffluid wird von der Düsenspitze 16 in die Einspritzkammer
18 eingespritzt, wo es gesammelt und weitergeleitet wird.
[0025] Für die Prüfung des Pumpe-Düse-Einspritzsystems 12 verfügt die Prüfvorrichtung 10
über zwei wesentliche Teilvorrichtungen: Eine Betätigungsvorrichtung 40 und eine Befestigungsvorrichtung
42. Zunächst zu letzterer:
[0026] Die Befestigungsvorrichtung 42 umfasst eine Führungsplatte 44 mit mehreren parallel
zueinander angeordneten Führungsnuten 46, von denen aus Gründen der Übersichtlichkeit
nur eine ein Bezugszeichen trägt. Durch diese Führungsnuten 46 werden unterschiedliche
Befestigungspositionen für ein als Adapterplatte 48 ausgebildetes Adapterelement definiert.
An dieser Adapterplatte 48 ist wiederum auf hier nicht näher dargestellte Art und
Weise das Gehäuse 14 des Pumpe-Düse-Einspritzsystems 12 befestigt.
[0027] Die Führungsplatte 44 ist in 50 an einer stationären Basis 52 der Prüfvorrichtung
10 gelenkig gelagert. Um im Betrieb ein Kippen der Führungsplatte 44 zu verhindern,
stützt sich diese an ihrem vom Gelenk 50 beabstandeten Ende über eine Pendelstütze
54 an einem Lagerbock 56 ab, der ebenfalls mit der stationären Basis 52 verbunden
ist. Am Lagerbock 56 ist ein als Dehnmessstreifen 58 ausgebildeter Sensor angeordnet,
der eine auf den Lagerbock 56 über die Pendelstütze 54 einwirkende Querkraft erfasst.
[0028] Die Betätigungsvorrichtung 40 ist folgendermaßen aufgebaut. Ein Schlepphebel 60 ist
in 62 wieder an der stationären Basis 52 schwenkbar gelagert. Das Schwenkgelenk 62
ist dabei seitlich beabstandet von einer Längsachse 64 des Kolbens 26 des Pumpe-Düse-Einspritzsystems
12. Ein Arm 66 des Schlepphebels 60 erstreckt sich zum Kolben 26 hin. An ihm ist eine
ein Zwischenelement bildende Zwischenplatte 68 befestigt, in der mehrere Gewindebohrungen
70 vorhanden sind (aus Darstellungsgründen ist wieder nur eine mit einem Bezugszeichen
versehen). Diese bilden Befestigungspositionen für ein mit einem Kugelkopf versehenes
Betätigungselement 72. Wie aus Figur 1 ersichtlich ist, sind die Gewindebohrungen
70 von der durch das Gelenk 62 definierten Schwenkachse des Schlepphebels 60 unterschiedlich
beabstandet. Der Kugelkopf des Betätigungselement 22 arbeitet mit einer komplementären
Ausnehmung (ohne Bezugszeichen) im Kolben 26 des Pumpe-Düse-Einspritzsystems 12 zusammen.
[0029] Auf der vom Kolben 26 abgewandten Seite des Arms 66 ist an diesem ein Rollenhalter
74 mit einer Rolle 76 angeordnet. Diese arbeitet wiederum mit einer Nocke 78 einer
Nockenwelle 80 zusammen. Diese wird von einem hier nicht dargestellten Antriebsmotor,
beispielsweise einem Elektromotor, angetrieben. Ein zweiter Arm 82 des Schlepphebels
60 wird von einer Druckfeder 84 beaufschlagt, die zwischen dem Arm 82 und wiederum
der stationären Basis 52 verspannt ist. Auf diese Weise wird die Rolle 76 ständig
gegen die Nocke 78 gedrückt.
[0030] Die Prüfvorrichtung 10 arbeitet folgendermaßen: Bei einer Drehung der Nockenwelle
80 wird der Schlepphebel 60 um seine Schwenkachse 62 verschwenkt. Aufgrund des Hebelarms
zwischen dem Betätigungselement 72 und der durch das Gelenk 62 definierten Schwenkachse
(dieser Hebelarm ist in Figur 1 mit 86 bezeichnet) ergibt sich für jede Gewindebohrung
70 ein bestimmter Hub. Dieser ist bei jener Gewindebohrung 70, in der in Figur 1 das
Betätigungselement 72 eingeschraubt ist, am geringsten. Entsprechend ergibt sich ein
vergleichsweise geringer Hub des Kolbens 26. Die Reaktionskraft, die durch den Druckaufbau
im Förderraum 28 über das Gehäuse 14 und die Adapterplatte 48 in die Führungsplatte
44 eingeleitet wird, wird über die Pendelstütze 54 in den Lagerbock 56 übertragen
und dort vom Dehnmessstreifen 58 erfasst.
[0031] Soll das gleiche Pumpe-Düse-Einspritzsystem 12 mit größerem Hub getestet werden,
wird die Adapterplatte 48 einfach in anderen Führungsnuten 46 an der Führungsplatte
44 befestigt und das Betätigungselement 72 in eine andere der Gewindebohrungen 70
eingeschraubt. Soll ein anderes Pumpe-Düse-Einspritzsystem 12 getestet werden, wird
eine andere Adapterplatte 48 verwendet. Möglich, jedoch nicht dargestellt, ist es,
dass die Führungsnuten individualisiert sind, so dass jedem Typ von Kraftstoff-Einspritzsystem
eine bestimmte Befestigungsposition und damit auch ein bestimmter Hub unverwechselbar
zugeordnet ist. In einem ebenfalls nicht dargestellten Ausführungsbeispiel kann darüber
hinaus die Befestigungsvorrichtung zusammen mit der Betätigungsvorrichtung (ohne Nockenwelle)
in Längsrichtung der Nockenwelle verschoben werden. Die entsprechende Nockenwelle
verfügt dann über eine Mehrzahl unterschiedlicher und nebeneinander angeordneter Nocken,
so dass je nach Position der Betätigungseinrichtung die Rolle mit einer anderen Nocke
zusammenarbeitet.
[0032] An der Nockenwelle 80 ist ein Drehwinkelsensor 82 vorgesehen. Der Drehwinkelsensor
82 hat eine sehr hohe Auflösung. Es hat sich bei praktischen Versuchen als ausreichend
erwiesen, wenn die Auflösung des Drehwinkelsensors kleiner als 0,1 Grad ist.
[0033] Ein Nullhub H
0 der Nocke 78 ist in Figur 1 ebenfalls eingetragen. Wenn nun beispielsweise ein Magnetventil
des zu prüfenden Kraftstoff-Einspritzsystems bei einem Hub H
1 angesteuert werden soll, so kann dem Hub H
1 ein Drehwinkel ϕ
1 der Nockenwelle 80 zugeordnet werden. Dabei gilt für den Nullhub H
0, dass der Drehwinkel ϕ
0 gleich 0 ist.
[0034] Somit ist es möglich, dem Hub H
1 oder auch anderen Hübe H
i jeweils einen Drehwinkel ϕ
1 oder ϕ
i der Nockenwelle 80 zuzuordnen. Bei der Durchführung einer Prüfung eines Kraftstoff
Einspritzsystems kann dann in Abhängigkeit des Drehwinkels ϕ das Magnetventil des
zu prüfenden Kraftstoff-Einspritzsytems angesteuert werden. In Figur 2 ist der Drehwinkelsensor
82 nicht dargestellt.
[0035] In Figur 3 ist ein Ablaufdiagramm eines erfindungsgemäßen Verfahrens zur Einstellung
einer erfindungsgemäßen Prüfvorrichtung dargestellt.
[0036] Nach einem Startblock wird in einem Block 84 der Grundkreis einer Nocke 78 einer
Nockenwelle 80 erfasst. Am Grundkreis hat die Nocke 78 einen Hub H
0 = 0.
[0037] In einem weiteren Block 86 wird die Nockenwelle 80 so weit gedreht bis ein vorgegebener
Hub H
1 erreicht wird. Der zu diesem Hub H
1 gehörende Drehwinkel ϕ
1 wird erfasst und in einem dritten Block 88 auf einem Speichermedium abgespeichert.
[0038] Falls zu verschiedenen Hüben H; die zugehörigen Drehwinkel ϕ
i der Nockenwelle 80 erfasst werden sollen, werden die Blöcke 86 und 88 so oft durchlaufen,
bis zu jedem Prüfhub H; ein Drehwinkel ϕ
i der Nockenwelle 80 erfasst und abgespeichert ist. Mit diesen abgespeicherten Werten,
die für jede Prüfvorrichtung nach erfolgter Montage individuell erfasst werden, kann
die Prüfvorrichtung ausgeliefert und beim Kunden eingesetzt werden. Durch die individuelle
Zuordnung der Drehwinkel ϕ
i zu den Prüfhüben H; können auch eventuelle Fertigungsungenauigkeiten, beispielsweise
in der Kontur der Nocke 78 eliminiert werden, so dass alle ausgelieferten Prüfvorrichtungen
eine identische Genauigkeit aufweisen.
[0039] In Figur 4 ist eine Seitenansicht einer Nockenwelle 80 mit einer Nocke 78 dargestellt.
Der Nullhub H
0 ist bei einem Winkel ϕ
0 = 0° erreicht.
[0040] Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, wenn ein Referenzsignal des nicht dargestellten
Winkelsensors 82 10° bis 30° vor dem Erreichen des Nullhubs abgegeben wird. Der Bereich,
innerhalb dessen vorteilhafterweise das Referenzsignal des Drehwinkelsensors 82 abgegeben
wird, ist in Figur 4 mit dem Bezugszeichen 90 versehen.
1. Prüfvorrichtung (10) für ein nockengetriebenes Kraftstoff-Einspritzsystem (12), insbesondere
ein Pumpe-Düse-Einspritzsystem oder ein Pumpe-Leitung-Düse-Einspritzsystem, mit einer
Nockenwelle (80), die mittelbar auf einen Kolben (26) des Kraftstoff-Einspitzsystems
(12) wirken kann, wobei mindestens mittelbar an der Nockenwelle (80) ein Drehwinkelsensor
(82) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass im Betrieb die Nockenwelle (80) über einen Hebel (60) auf den Kolben (26) wirken
kann, dass die Nockenwelle (80) eine Mehrzahl nebeneinander angeordneter unterschiedlicher
Nocken (78) aufweist, dass der Hebel (60) zusammen mit einer Befestigungsvorrichtung
für das Kraftstoff-Einspritzsystem (12) in axialer Richtung der Nockenwelle (80) in
unterschiedliche Betriebspositionen verschiebbar ist, und dass der Hebel (60) in jeder
Betriebsposition mit einer anderen Nocke (78) zusammenarbeitet.
2. Prüfvorrichtung (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Prüfvorrichtung ein Speicherelement umfasst, und dass in dem Speicherelement
mindestens einem Drehwinkel (ϕ1) der Nockenwelle (80) ein Hub (H1) des Nockens (78) der Nockenwelle (80) zugeordnet ist.
3. Prüfvorrichtung (10) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Speicherelement als ein random access memory (RAM), ein read only memory (ROM),
ein flash-Speicher, ein optisches Speichermedium oder ein magnetisches Speichermedium
ausgebildet ist.
4. Verfahren zum Einstellen einer Prüfvorrichtung für ein nockengetriebenes Kraftstoff-Einspritzsystem
(12), wobei die Prüfeinrichtung eine Nockenwelle (80) umfasst, die Nockenwelle (80)
über einen Hebel (60) auf einen Kolben (26) des Kraftstoff-Einspritzsystems (12) wirken
kann, wobei mindestens mittelbar an der Nockenwelle (80) ein Drehwinkelsensor (82)
angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Nockenwelle (80) eine Mehrzahl nebeneinander angeordneter unterschiedlicher Nocken
(78) aufweist, wobei der Hebel (60) zusammen mit einer Befestigungsvorrichtung für
die Kraftstoff-Einspritzsystems (12) in axialer Richtung der Nockenwelle (80) in unterschiedliche
Betriebspositionen verschiebbar ist und wobei der Hebel (60) in jeder Betriebsposition
mit einer anderen Nocke (78) zusammenarbeitet,
gekennzeichnet, durch folgende Verfahrensschritte:
- Verschieben des Hebel (60) zusammen mit der Befestigungsvorrichtung in axialer Richtung
der Nockenwelle (80) in eine gewünschte Betriebsposition
- Erfassen eines Grundkreises (Hub = H0) mindestens einer Nocke (78) einer Nockenwelle (80),
- Verdrehen der Nockenwelle (80) bis ein vorgegebener Hub (H1) der mindestens einen Nocke (78) erreicht ist,
- Erfassen des mit dem vorgegeben Hub (H1) der mindestens einen Nocke (78) korrelierenden Drehwinkels (ϕ1) der Nockenwelle (80) und
- Abspeichern von Drehwinkel (ϕ1) und Hub (H1) auf einem Speichermedium.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Referenzsignal des Winkelsensors (82) vor dem Erreichen des Nullhubs (H0) der Nockenwelle (80) abgegeben wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Referenzsignal des Drehwinkelsensors (82) zwischen 30° und 10° vor dem Erreichen
des Nullhubs (H0) der Nockenwelle (80) abgegeben wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass für verschiedene Hübe (Hi) der mindestens einen Nocke (78) die mit den verschiedenen Hüben (Hi) korrelierenden Drehwinkel (ϕi) der Nockenwelle (80) erfasst und auf einem Speichermedium abgespeichert werden.
8. Computerprogramm, das auf einem Rechengerät, insbesondere einem Steuergerät () zur
Steuerung einer Prüfvorrichtung für ein nockengetriebenes Kraftstoff-Einspritzsystem
(12) ablauffähig ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Computerprogramm zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 4
bis 6 programmiert ist, wenn das Computerprogramm auf dem Rechengerät abläuft.
9. Computerprogramm nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Computerprogramm auf einem Speicherelement, insbesondere auf einem dem Rechengerät
zugeordneten Speicherelement, abgespeichert ist, wobei das Speicherelement als ein
random access memory (RAM), ein read only memory (ROM), ein flash-Speicher, ein optisches
Speichermedium oder ein magnetisches Speichermedium ausgebildet ist.
1. Tester device (10) for a cam-driven fuel injection system (12), in particular a pump
nozzle injection system or a pump line nozzle injection system having a cam shaft
(80) which can act indirectly on a piston (26) of the fuel injection system (12),
wherein a rotation angle sensor (82) is arranged at least indirectly on the cam shaft
(80), characterized in that during operation the cam shaft (80) can act on the piston (26) via a lever (60) in that the cam shaft (80) has a multiplicity of different cams (78) arranged one next to
the other, in that the lever (60) can be slid, together with an attachment device for the fuel injection
system (12), in the axial direction of the cam shaft (80) into different operating
positions, and in that in each operating position the lever (60) cooperates with another cam (78).
2. Test device (10) according to Claim 1, characterized in that the test device comprises a storage element, and in that in the storage element a stroke (H1) of the cam (78) of the cam shaft (80) is assigned to a rotational angle (ϕ1) of the cam shaft (80).
3. Test device (10) according to Claim 2, characterized in that the storage element is embodied as a random access memory (RAM), a read only memory
(ROM) a flash memory, an optical storage medium or a magnetic storage medium.
4. Method for adjusting a test device for a cam-driven fuel injection system (12), wherein
the test device comprises a cam shaft (80) which can act on a piston (26) of the fuel
injection system (12) via a lever (60), wherein a rotation angle sensor (82) is arranged
at least indirectly on the cam shaft (80),
characterized in that the cam shaft (80) has a multiplicity of different cams (78) which are arranged one
next to the other, wherein the lever (60) can be slid, together with an attachment
device for the fuel injection system (12), in the axial direction of the cam shaft
(80) into different operating positions, and wherein in each operating position the
lever (60) cooperates with another cam (78),
characterized by the following method steps:
- sliding the lever (60), together with the attachment device, in the axial direction
of the cam shaft (80) into a desired operating position,
- detecting a base circle (stroke = H0) of at least one cam (78) of a cam shaft (80),
- rotating the cam shaft (80) until a predefined stroke (H1) of the at the least one cam (78) is reached,
- detecting the rotation angle (ϕ1) of the cam shaft (80) which correlates with the predefined stroke (H1) of the at least one cam (78), and
- storing the rotation angle (ϕ1) and the stroke (H1) in a storage medium.
5. Method according to Claim 4, characterized in that a reference signal of the angle sensor (82) is output before the zero stroke (H0) of the cam shaft (80) is reached.
6. Method according to Claim 5, characterized in that the reference signal of the rotation angle sensor (82) is output between 30° and
10° before the zero stroke (H0) of the cam shaft (80) is reached.
7. Method according to one of Claims 4 to 6, characterized in that the rotation angles (ϕi) of the cam shaft (80) which correlate with the various stokes (Hi) are detected for various stokes (Hi) of the at least one cam (78) and stored in a storage medium.
8. Computer program which can run on a computing device, in particular a control device
() for controlling a test device for cam-driven fuel injection system (12), characterized in that the computer program is programmed to carry out a method according to one of Claims
4 to 6 when the computer program runs on the computing device.
9. Computer program according to Claim 8, characterized in that the computer program is stored on a storage element, in particular on a storage element
which is assigned to the computing device, wherein the storage element is embodied
as a random access memory (RAM), a read only memory (ROM), a flash memory, an optical
storage medium or a magnetic storage medium.
1. Ensemble de vérification (10) pour un système (12) d'injection de carburant entraîné
par came, en particulier un système d'injection à tuyère et pompe ou un système d'injection
à tuyère, conduit et pompe, l'ensemble présentant un arbre (80) à cames qui peut agir
indirectement sur un piston (26) du système (12) d'injection de carburant, un capteur
(82) d'angle de rotation étant disposé de manière au moins indirecte sur l'arbre (80)
à cames,
caractérisé en ce que
en fonctionnement, l'arbre (80) à cames peut agir sur le piston (26) par l'intermédiaire
d'un levier (60),
en ce que l'arbre (80) à cames présente plusieurs cames (78) différentes disposées les unes
à côté des autres,
en ce que le levier (60) peut se déplacer en différentes positions de fonctionnement dans la
direction axiale de l'arbre (80) à cames en même temps qu'un dispositif de fixation
du système (12) d'injection de carburant et
en ce que le levier (60) coopère avec une autre came (78) dans chaque position de fonctionnement.
2. Ensemble de vérification (10) selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'ensemble de vérification comporte un élément de mémoire et en ce qu'une course (H1) de la came (78) de l'arbre (80) à cames est associée à au moins un angle de rotation
(ϕ1) de l'arbre (80) à cames.
3. Ensemble de vérification (10) selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'élément de mémoire est configuré comme mémoire à accès aléatoire ("random access
memory" - RAM), comme mémoire morte ("read only memory" - ROM), comme mémoire flash,
comme support optique de mémoire ou comme support magnétique de mémoire.
4. Procédé de réglage d'un ensemble de vérification d'un système (12) d'injection de
carburant entraîné par came, l'ensemble de vérification comportant un arbre (80) à
cames, l'arbre (80) à cames pouvant agir sur un piston (26) du système (12) d'injection
de carburant par l'intermédiaire d'un levier (60), un capteur (82) d'angle de rotation
étant disposé de manière au moins indirecte sur l'arbre (80) à cames,
caractérisé en ce que
en ce que l'arbre (80) à cames présente plusieurs cames (78) différentes disposées les unes
à côté des autres,
en ce que le levier (60) peut se déplacer en différentes positions de fonctionnement dans la
direction axiale de l'arbre (80) à cames en même temps qu'un dispositif de fixation
du système (12) d'injection de carburant et
en ce que le levier (60) coopère avec une autre came (78) dans chaque position de fonctionnement,
caractérisé par les étapes suivantes :
déplacement du levier (60) en même temps que l'ensemble de fixation dans la direction
axiale de l'arbre (80) à cames jusque dans une position de fonctionnement souhaitée,
détection d'un cercle de base (course = H0) d'au moins une came (78) de l'arbre (80) à cames,
rotation de l'arbre (80) à cames jusqu'à ce qu'une course (H1) prédéterminée de la ou des cames (78) soit atteinte,
détection de l'angle de rotation (ϕ1) de l'arbre (80) à cames qui est corrélé à la course prédéterminée (H1) de la ou des cames (78) et
mise en mémoire de l'angle de rotation (ϕ1) et de la course (H1) sur un support de mémoire.
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce qu'un signal de référence du capteur angulaire (82) est délivré avant que la course nulle
(H0) de l'arbre (80) à cames soit atteinte.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que le signal de référence du capteur (82) d'angle de rotation est compris entre 30°
et 10° avant que la course nulle (H0) de l'arbre (80) à cames soit atteinte.
7. Procédé selon l'une des revendications 4 à 6, caractérisé en ce que pour différentes courses (Hi) de la ou des cames (78), les angles de rotation (ϕi) corrélés aux différentes courses (Hi) de l'arbre (80) à cames sont saisis et conservés en mémoire sur un support de mémoire.
8. Programme informatique apte à être exécuté sur un appareil de calcul, en particulier
un appareil de commande () qui commande un ensemble de vérification d'un système (12)
d'injection de carburant entraîné par came, caractérisé en ce que le programme informatique est programmé pour mettre en oeuvre un procédé selon l'une
des revendications 4 à 6 lorsque le programme informatique est exécuté sur un appareil
de calcul.
9. Programme informatique selon la revendication 8, caractérisé en ce que le programme informatique est conservé sur un élément de mémoire, en particulier
sur un élément de mémoire associé à l'appareil de calcul, l'élément de mémoire étant
configuré comme mémoire à accès aléatoire ("random access memory" - RAM), comme mémoire
morte ("read only memory" - ROM), comme mémoire flash, comme support optique de mémoire
ou comme support magnétique de mémoire.