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EP 1 897 627 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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15.08.2012 Patentblatt 2012/33 |
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Anmeldetag: 30.08.2007 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Siebmaschine, insbesondere spezifische Resonanzsiebmaschine für schwer trennbare Gemische,
wie Schweröl-Sand-Gemische
Sieving machine, in particular a specific resonance sieving machine for mixtures difficult
to separate such as heavy oil-sand mixtures
Crible, en particulier un crible à résonance spécifique pour des mélanges difficilement
séparables, comme les mélanges de sable et d'huile lourde
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO
SE SI SK TR |
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Priorität: |
07.09.2006 DE 102006041989
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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12.03.2008 Patentblatt 2008/11 |
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Patentinhaber: Paul GmbH & Co. KG |
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36396 Steinau (DE) |
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Erfinder: |
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- Naberg, Ralph
06220 Vallauris (FR)
- Zöllner, Udo Artur
92369 Sengenthal-Buchberg (DE)
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Vertreter: Hübner, Gerd et al |
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Rau, Schneck & Hübner
Patentanwälte
Königstrasse 2 90402 Nürnberg 90402 Nürnberg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 1 812 372 DE-C- 628 949 US-A- 3 032 175
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DE-A1- 3 322 012 US-A- 2 353 492
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine spezifische Resonanzsiebmaschine für schwer trennbare
Gemische, wie Schweröl-Sand-Gemische.
[0002] Am Beispiel der erwähnten Schweröl-Sand-Gemische ist der Hintergrund der Erfindung
näher zu erläutern. So entsteht in geologischen Lagen mit einem hohen Sandanteil im
Zuge der Erdölförderung eine nicht unerhebliche Menge von Ölschlick, welcher mit einem
hohen Sandanteil versetzt ist. Um auch das in diesem Ölschlick enthaltene Erdöl nutzen
zu können, ist es notwendig, dass der feine Sand vom Ölschlick abgetrennt wird, so
dass im Ergebnis dieses Trennungsprozesses ein weitestgehend sandfreies, rohes Schweröl
zur Verfügung steht.
[0003] Die Trennung solcher hoch viskoser Schweröl-Sand-Gemische erfolgt mit bekannten Siebmaschinen,
deren Siebbeschleunigung maximal 6,35 g erreicht. Derartige Siebmaschinen weisen in
der Regel einen Siebkasten als Schwingmasse auf, der über Dämpfungsfedern schwingend
gegenüber dem Aufstellboden gelagert ist. Die Siebschwingung wird durch am Siebkasten
angeflanschte Unwuchtmotoren erzielt.
[0004] Eine hohe, auch als Siebkennziffer K
V bezeichnete Siebbeschleunigung ist insbesondere für die Feinabsiegung notwendig,
bei der massearme Teilchen, die aufgrund der Siebschwingung nach oben geworfen werden,
beim Rückfall in Richtung des ihnen entgegenkommenden Siebbodens durch dessen Trennöffnungen
gedrückt werden. Je größer die Siebkennziffer K
v ist, um so größer ist die spezifische Durchdrückkapazität, das heißt, dass die Siebleistung
pro Siebfläche dem K
V-Faktor proportional folgt.
[0005] Bei der Abtrennung von Sanden aus Ölschlick sind bisher keine zufrieden stellenden
Werte erreicht worden, was laut Fachmeinung in erster Linie auf die Siebkennziffer
zurückzuführen ist. Die bekanntermaßen erreichte maximale Siebkennziffer liegt - wie
vorstehend erwähnt - bei einem Wert von maximal 6,35 g, was für die erwähnten Schweröl-Sand-Gemische
zu niedrig ist.
[0006] Bekanntermaßen soll die Siebbeschleunigung oder Siebkennziffer einer Siebmaschine
so ausgelegt sein, dass der mittlere Siebdrehwinkelbereich bei ca. 360° oder ganzzahligen
Vielfachen davon liegt. Dies ist erforderlich, damit das herunterfallende Gutteilchen
in dem Augenblick auf den Siebboden auftrifft, wenn dieser seine maximale Gegengeschwindigkeit
nach oben erreicht hat. Durch die dann ebenfalls maximale relative Aufprallgeschwindigkeit
zwischen Teilchen und Siebboden erfolgt eine hochgradige Abtrennung auch sehr feiner
Feststoffpartikel, beispielsweise auch aus sehr hochviskosen Medien.
[0007] Eine Steigerung der Siebkennziffer über den bei derzeit üblichen Siebmaschinen erreichten
Wert von 6,35 g entsprechend 2 x 360°-720° hinaus ist nur sinnvoll, wenn der nächste
Siebdrehwinkelbereich von 3 x 360° = 1080° erreicht wird. Die zugehörige Siebkennziffer
beträgt K
V=9,5. Alle dazwischen liegenden K
V-Werte lassen nur verminderte Siebfähigkeiten zu.
[0008] Aus der
US 2,353,492 A ist eine Siebvorrichtung bekannt, bei der ein Siebkasten über Schraubenfedern an
einen Basislagerrahmen aufgchängt ist, der mit einer Exzentereinnobttjng in Schwingungen
zu versetzen ist Der Basislagerrahmen ist wiederum über Schraubenfedern an einem deckenartigen
Fundament aufgehängt. Schematisch zeigt diese Druckschrift auch die kinemntische Umkehrung,
bei dem Siebkasten und Basislagerrahmen jeweils über Schraubenfedern verbunden auf
einem Fundament stehend gelagert sind.
[0009] Die
DE 628 949 Z zeigt ein schwingendes Sieb, bei dem ein Siebkasten und ein schwingungsfähiger
Lagerrahmen jeweils über blattfederartige Konstruktionen an einem Fundament schwingend
gelagert sind. Siebkasten und Lagerrahmen sind über eine schraubenfederartige Kopplung
lose miteinander verbunden und können durch einen Exzentertrieb am lagerrahmen in
Schwingungen versetzt werden.
[0010] Die
US 3,032,175 A offenbart schließlich einen Vibrations. Rinnenförderer, wobei eine Vibrationsrinne
über Doppelfederanordnungen aus Kopf an Kopf angeordneten Schraubenfedern schwingend
an einem Basislagerrahmen angekoppelt ist. Letzterer ist mit Unwuchtmotoren versehen
und über Schraubenfederbeine auf einem Fundament ebenfalls schwingend gelagert.
[0011] Ausgehend von der Eingangs geschilderten Problematik herkömmlicher Siebmaschinen
liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Siebmaschine in ihrer Grundkonstruktion
so weiterzubilden dass eine deutliche Erhöhung der Siebkennziffer bis zu einem Bereich
von K
V = 9,5 g erzielbar ist.
[0012] Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebene Konstruktionsweise einer Siebmaschine
gelöst, die umfasst
- einen über Dämpfungsfedern schwingend gegenüber dem Aufstellboden gelagerten Basislagerrahmen
als Gegenschwingmasse,
- mehrere am Basislagerrahmen abgestützte, geneigte Energiespeicher-Federpakete in Form
einer Doppel-Schraubenfederanordnung, die einen Siebkasten als Schwingmasse tragen,
und
- mehrere am Basislagerrahmen angeflanschte Unwuchtmotoren, die den Basislagerrahmen
und über die Energiespeicher-Federpakete den Siebkasten in eine gerichtete Siebschwingung
mit einem effektiven Kv-Wert von 9,5 g versetzen, wobei die Energiespeicher-Federpakete jeweils aus einer
Doppelfederanordnung bestehend aus paarweise koaxial Kopf an Kopf aneinandergereihten,
mit ihren einander abgewandten Enden jeweils fest am Basislagerrahmen abgestützten
Schraübenfedern gebildet sind, wobei der Siebkasten jeweils mit einem kastenfesten
Lager zwischen den paarweise zugeordneten Köpfen der under Vorspannung stehenden Schraubenfedern
eingespannt ist.
[0013] Mit dieser Konstruktion verlässt die Erfindung die bisher praktizierte direkte Beschleunigung
des Siebkastens durch dessen schwingende Lagerung gegenüber dem Aufstellboden und
die direkt an ihm angebrachten Unwuchtmotoren. Ferner werden zur Energieübertragung
zwischen den Schwingungspartnern Energiespeicherfedern eingesetzt, die nicht mehr
die mechanischen Begrenzungen von Anschlagpuffem, Führungselementen und Lenkerarmen
zwischen den Schwingungspartnern aufweisen, wie dies beispielsweise in der
DE 11 87 897 A oder
DE 68 11 940 U der Fall ist. Dies war der Grund dafür, dass Siebmaschinen nach dem Stand der Technik
auf einen K
V- Wert von ca. 5 g bis 6 g beschränkt waren. Der erfindungsgemäße Lösungsansatz sieht
demgegenüber die Kombination von zwei Schwingmassen vor, nämlich der eigentlichen
Schwingmasse in Form des Siebkastens und einer Gegenschwingmasse in Form des Basislagerrahmens,
der über Dämpfungsfedern schwingend gegenüber dem Aufstellboden gelagert ist. Grundgedanke
dieses Aufbaus ist es dabei, den Basislagerrahmen als Erregermasse auf ca. 3 g zu
beschleunigen und in Verbindung mit den Energiespeicher-Federpaketen die Beschleunigung
des Siebkastens aufgrund seiner gerichteten Siebschwingung in den Bereich von absolut
10 g zu erhöhen. Diese Beschleunigung zerlegt sich aufgrund der Neigung des Schwingwinkels
auf dem Siebboden in einen K
V-Wert von etwa 9,5 g. Als Energiespeicherfedern kommen dabei Doppel-Schraubenfederanordnungen
zum Einsatz, die besonders energieeffizient, da dämpfungsarm und mit stark erhöhten
Kräften arbeiten können. Dieser Effekt wird durch die Vorspannung der Schraubenfedern
drastisch verstärkt.
[0014] In den abhängigen Ansprüchen sind bevorzugte Weiterbildungen der Siebmaschine insbesondere
in konstruktiver Hinsicht angegeben. Zur Erörterung deren Merkmale, Einzelheiten und
Vorteile wird auf die nachfolgende Beschreibung verwiesen, in der ein Ausführungsbeispiel
des Erfindungsgegenstandes anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert wird.
Es zeigen:
- Fig. 1
- eine prinzipielle Darstellung der Zusammenhänge zwischen kritischen Siebdrehwinkeln
und der Siebkennziffer KV,
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht einer Siebmaschine, sowie
- Fig. 3 bis 5
- eine Seiten-, Drauf- und Frontansicht der Siebmaschine gemäß Fig. 2.
[0015] In Fig. 1 ist strichpunktiert der Siebboden einer Siebmaschine angedeutet, der eine
durch die durchgezogene Linie versinnbildlichte Sinusschwingung vollführt. Die Maximalgeschwindigkeit
des Siebbodens in Vertikalrichtung liegt beim Nulldurchgang der Siebschwingung vor.
Siebtechnisch sinnvoll ist dabei nur der nach oben gerichtete Nulldurchgang. Strichliert
ist in Fig. 1 die Wurfparabel von Teilchen x für steigende Siebkennziffern mit den
Werten 3,2 g; 6,35 g und 9,5 g aufgetragen. Die Wurfweite hängt von der eigentlichen
Maschinenbeschleunigung K sowie dem Wurfwinkel α und der Siebneigung β ab. Diese drei
Werte verhalten sich nach der bekannten Formel:

[0016] Wie oben erwähnt, gehört zu einem Siebdrehwinkel R°
C=1080 eine Siebkennziffer K
V=9,5 g.
[0017] Die in den Fig. 2 bis 5 dargestellte Siebmaschine weist die grundsätzliche konstruktive
Fähigkeit auf, eine derart hohe Siebkennziffer zu erreichen. Sie weist dazu als grundsätzliche
Konstruktionselemente einen Grundrahmen 1, Dämpfungsfedern 2, einen Basislagerrahmen
3, einen Siebkasten 4, Unwuchtmotoren 6 sowie zwischen Basislagerrahmen 3 und Siebkasten
4 angeordnete Energiespeicher-Federpakete 5 auf.
[0018] Die bezogen auf Fig. 2 hinteren Dämpfungsfedern 2 sind über einen Fuß 7 auf der hinteren
Querstrebe 8 des Grundrahmens 1 abgestützt. Auf der vorderen Querstrebe 8' des Grundrahmens
ist eine vertikal darüber stehende Trägerbrücke 9 errichtet, an deren Horizontaltraverse
10 ein senkrecht wirkender Kolben-Zylinder-Antrieb 11 angeordnet ist. An dessen Kolbenstange
12 ist ein höhenverstellbarer Hubrahmen 13 aufgehängt, an dessen unterer Quertraverse
14 sich die beiden vorderen Dämpfungsfedern 2 des Basislagerrahmens 3 abstützen. Die
Ankopplung der vier Dämpfungsfedern 2 an den Basislagerrahmen 3 erfolgt jeweils über
ein Schwenklager 15, dessen Schwenkachse horizontal in Querrichtung verläuft.
[0019] Der Basislagerrahmen 3 selbst ist im Wesentlichen durch zwei die Längsseiten 16,
17 bildende, hochkant stehende Wangen und zwei diese in Querrichtung an den Enden
verbindende, die Querseiten 18, 19 bildende Wangen zusammengesetzt. Durch die damit
umgrenzte Rahmenöffnung des Basislagerrahmens 3 kann das durch den Siebboden 20 des
Siebkastens 4 tretende Fein-Siebgut nach unten fallen und durch einen hier nicht näher
dargestellten Transportmechanismus abtransportiert werden.
[0020] Der in seinem Grundriss im Wesentlichen dem Basislagerrahmen 3 entsprechende Siebkasten
4 ist an zwei Längsseiten 21, 22 und der hinteren Querseite 23 bezogen auf Fig. 2
durch vertikal stehende Wangen umgrenzt. An der vorderen Querseite 24 ist der Siebkasten
4 offen, so dass dort das nicht durch den Siebboden 20 hindurch getretene Grob-Siebgut
vom Siebboden 20 weggeführt werden kann. Der Siebboden 20 selbst ist durch stufig
versetzte, aneinander gereihte Siebeinsätze 25 gebildet, deren nicht näher dargestellten
Netze eine Maschenweite von beispielsweise 5 µm aufweisen, wie sie für die Abtrennung
von Feinsand aus Ölschlick erforderlich ist.
[0021] Wie insbesondere aus den Fig. 2 und 3 deutlich wird, ist der Siebkasten 4 über jeweils
acht Energiespeicher-Federpakete 5, die über seine Längsseiten 21, 22 verteilt sind,
mit einem die Siebschwingung zulassenden Vertikalabstand oberhalb des Basislagerrahmens
3 an diesem befestigt. Diese Energiespeicher-Federpakete 5 sind jeweils durch eine
Doppelfederanordnung bestehend aus paarweise koaxial, Kopf 29 an Kopf 30 aneinander
gereihten Schraubenfedern 26, 27 gebildet, wobei der Siebkasten 4 jeweils mit einem
kastenfesten Lager 28 zwischen den paarweise zugeordneten Köpfen 29, 30 der Schraubenfedern
26, 27 eingespannt ist. Jedes Lager 28 ist dazu durch eine Lagerkonsole 31 mit einem
vom Siebkasten seitlich abstehenden Einspann-Lagerflansch 32 gebildet.
[0022] Die Schraubenfedern 26, 27 stehen dabei unter einer Vorspannung, die eine Erhöhung
der Schwingungsamplitude des Siebkastens 4 um das Dreifache gegenüber der des Basislagerrahmens
3 erlaubt. Damit wird der angestrebte hohe K
v-Wert von 9,5 g erreichbar.
[0023] Zur Anbindung der Schraubenfedern 26, 27 an den Basislagerrahmen 3 weist letzterer
an seinen Längsseiten 16, 17 angeordnete, seitlich abstehende Stützkonsolen 33 auf,
auf denen jeweils die unteren Schraubenfedern 26 aufliegen. Von den Stützkonsolen
33 ragt eine in Fig. 3 strichliert angedeutete, starr daran angekoppelte Haltestange
34 nach oben, auf deren freies Ende ein deckelartiger Gegenhalter 35 aufgesetzt ist.
Die Haltestange 34 durchsetzt den Einspann-Lagerflansch 32 der Lagerkonsole 31 des
Siebkastens 4 unter seitlichem Spiel.
[0024] Die obere Schraubenfeder 26 eines jeden Energiespeicher-Federpakets 5 ist zwischen
diesem Einspann-Lagerflansch 32 und dem Gegenhalter 35 eingespannt.
[0025] Die an den beiden Längsseiten 16, 17 des Basislagerrahmens 3 nach außen abstehenden,
angeflanschten Unwuchtmotoren 6 versetzen nun beim Betrieb der Siebmaschine den Basislagerrahmen
3 in eine Grundschwingung mit einer Siebkennziffer von ca. 3 g. Die Bewegungsenergie
des Basislagerrahmens 3 wird auf die Energiespeicher-Federpakete 5 übertragen, die
wiederum den Siebkasten 4 mit einer weiter erhöhten Schwingungsenergie in eine Siebschwingung
mit den angestrebten 10 g versetzt. Der Basislagerrahmen 3 fungiert dabei als Gegenschwingmasse
für den als Schwingmasse wirkenden Siebkasten 4. Durch eine auf die jeweiligen Massen
von Siebkasten 4 und Basislagerrahmen 3 abzustimmende Auslegung der Federkonstanten
der Schraubenfedern 26, 27 und der Dämpfungsfedern 2 wird das angestrebte Siebverhalten
optimiert.
[0026] Wie aus Fig. 3 deutlich wird, liegen die Energiespeicher-Federpakete 5 mit ihrer
Federrichtung 36 in einem kleinen spitzen Winkel α von optimaler Weise ca. 20° zur
Vertikalen, der den Wurfwinkel des Siebkastens 4 definiert. Die Stoßlinie der Unwuchtmotoren
6 ist dabei in gleicher Richtung wie die Federpakete 5 ausgerichtet. Durch den höhenverstellbaren
Hubrahmen 13 kann der Siebneigungswinkel als solcher eingestellt werden.
1. Spezifische Resonanzsiebmaschine für schwer trennbare Gemische, wie Schweröl-Sand-Gemische,
umfassend
- einen über Dämpfungsfedern (2) schwingend gegenüber dem Aufstellboden gelagerten,
im Wesentlichen horizontal ausgerichteten Basislagerrahmen (3) als Gegenschwingmasse,
- mehrere am Basislagerrahmen (3) abgestützte, geneigte Energiespeicher-Federpakete
(5) in Form jeweils einer Doppel-Schraubenfederanordnung, die einen Siebkasten (4)
als Schwingmasse tragen, und
- mehrere am Basislagerrahmen (3) angeflanschte Unwuchtmotoren (6), die den Basislagerrahmen
(3) und über die Energiespeicher-Federpakete (5) den Siebkasten (4) in eine gerichtete
Siebschwingung versetzen, wobei die Energiespeicher-Federpakete (5) jeweils aus einer
Doppelfederanordnung bestehend aus paarweise koaxial Kopf an Kopf aneinandergereihten,
mit ihren einander abgewandten Enden jeweils fest am Basislagerrahmen (3) abgestützten
Schraubenfedern (26, 27) gebildet sind, und wobei der Siebkasten (4) jeweils mit einem
kastenfesten Lager (28) zwischen den paarweise zugeordneten Köpfen (29, 30) der derart
under Vorspannung Stehenden Schraubenfedern (26, 27) eingespannt ist, dass eine gerichtete
Siebschwingung mit einem effektiven Kv-Wert von etwa 9,5 g erreichbar ist.
2. Siebmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpfungsfedern (2) jeweils an den Enden der Längsseiten (16, 17) des Basislagerrahmens
(3) angeordnet sind.
3. Siebmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die an den gegenüberliegenden Längsenden zweier Längsseiten (16, 17) angeordneten
Dämpfungsfedern (2) höhenverstellbar gelagert sind.
4. Siebmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhenverstellung durch einen die Dämpfungsfedern abstützenden Hubrahmen (13)
gebildet ist.
5. Siebmaschine nach einem der vorgenannten Anspruche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vielzahl von Energiespeicher-Federpaketen (5) entlang der beiderseitigen Längsseiten
(16, 17; 21 22) von Basislagerrahmen (3) und Siebkasten (4) aufgereiht sind.
6. Siebmaschine nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Energiespeicher-Federpakete (5) jeweils mit ihrer Federrichtung in einem kleinen
spitzen Winkel (α) von etwa 20° geneigt zur Vertikalen angeordnet sind.
7. Siebmaschine nach einem der vorgenannten Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die zwischen den Schraubenfedern (26, 27) eingespannten Lager (28) für den Siebkasten
(4) jeweils durch eine Lagerkonsole (31) mit einem vom Siebkasten (4) abstehenden
Einspann-Lagerflansch (32) gebildet sind.
8. Siebmaschine nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstützung der beiden Schraubenfedern (26, 27) eines Energiespeicher-Federpakets
(5) am Basislagerrahmen (3) einer-seits durch eine Stützkonsole (33) am Basislagerrahmen
(3) und and-rerseits durch einen Gegenhalter (35) gebildet ist, der über eine durch
den Innenraum der Schraubenfedern (26, 27) verlaufende Haltestange (34) starr an die
Stützkonsole (33) angekoppelt ist.
9. Siebmaschine nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils ein Paar von Unwuchtmotoren (6) an jeder Längsseite (16, 17) des Basislagerrahmens
in Schwingungsrichtung angeordnet ist.
10. Siebmaschine nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Unwuchtmotoren (6) mit ihrer Stoßlinie jeweils parallel zur Ausrichtung der Energiespeicher-Federpakete
(5) angeordnet sind.
1. A specific resonance screening apparatus for mixtures, which are difficult to separate,
as e.g. crude oil sand mixtures, comprising
- a base support frame (3), aligned substantially horizontally, supported relative
to the support floor through damping springs (2) as a counter oscillating mass;
- several inclined energy storage spring packages (5), each provided as a double coil
spring assembly, carrying a sieve box (4) as an oscillating mass; and
- several unbalanced mass motors (6), flanged to the base support frame (3), imparting
an oriented sieve oscillation upon the base support frame and through the energy storage
spring packets (5) upon the sieve box (4), wherein the energy storage spring packets
(5) are formed by a respective double spring assembly, comprised of coil springs (26,
27), aligned in pairs coaxial head to head, with their ends facing away from each
other and mounted to the base support frame (3) in a rigid manner, and wherein the
sieve box (4) is clamped together with a box mounted support (28) respectively, between
the heads (29, 30), associated in pairs, of the biased coil springs (26, 27) such
that an oriented sieve oscillation with an effective Kv value of 9.5 can be achieved.
2. A screening apparatus according to claim 1, characterized in that the damping springs (2) are disposed at the ends of the longitudinal sides (16, 17)
of the base support frame (3), respectively.
3. A screening apparatus according to claim 2, characterized in that the damping springs (2), disposed at the opposing longitudinal ends of two longitudinal
sides (16, 17), are supported, so that they can be adjusted in elevation.
4. A screening apparatus according to claim 3, characterized in that the elevation adjustment is formed through a lifting frame (13), supporting the damping
springs.
5. A screening apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that a plurality of energy storage spring packets (5) is lined up along the two longitudinal
sides (16, 17; 21, 22) of the base support frame (3) and the sieve box (4).
6. A screening apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the energy storage spring packets (5) are disposed with their spring axes at a small
acute angle α of approximately 20°, relative to vertical.
7. A screening apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the supports (28), clamped between the coil springs (26, 27), for the sieve box (4)
are formed by a support console (31) respectively, with a clamping support flange
(32) protruding from the sieve box (4).
8. A screening apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the support of the two coils springs (26, 27) of an energy storage spring packet
(5) is formed at the base support frame (3) on the one hand through a support console
(33) at the base support frame (3), and on the other hand through an opposite support
(35), which is coupled to the support console (33) in a rigid manner by a holding
rod (34), extending through the interior of the coil springs (26, 27).
9. A screening apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that a pair of unbalanced mass motors (6) is disposed at each longitudinal side (16, 17)
of the base support frame in oscillating direction.
10. A screening apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the unbalanced mass motors (6) are aligned with their thrust lines in parallel to
the alignment of the energy storage spring packets (5).
1. Crible à résonance spécifique pour des mélanges difficilement séparables, comme des
mélanges d'huile lourde et de sable, comprenant
- un châssis de palier de base (3) disposé essentiellement à l'horizontale par rapport
au socle support, vibrant sur des ressorts d'amortissement (2), servant de compensation
à la masse oscillante,
- plusieurs blocs-ressorts à stockage d'énergie (5), inclinés, s'appuyant sur le châssis
de palier de base (3), chacun sous la forme d'un ensemble double de ressorts hélicoïdaux
qui supportent un caisson de tamisage (4) en tant que masse oscillante et
- plusieurs moteurs à balourd (6) bridés sur le châssis de palier de base (3) qui
déplacent le châssis de palier de base (3) et le caisson de tamisage (4) par l'intermédiaire
des blocs-ressorts à stockage d'énergie (5) dans une oscillation de tamisage orientée
où les blocs-ressorts à stockage d'énergie (5) sont chacun constitué d'un ensemble
double de ressorts à base de ressorts hélicoïdaux (26, 27) s'appuyant solidement sur
le châssis de palier de base (3) avec leurs extrémités opposées l'une à l'autre, alignés
par paires de manière coaxiale, tête contre tête, et où le caisson de tamisage (4)
est inséré respectivement avec un palier résistant au caisson (28) entre des têtes
(29, 30) des ressorts hélicoïdaux (26, 27) disposées par paires, ainsi mis sous précontrainte,
de sorte qu'une oscillation de tamisage orientée avec une valeur de K
v effectif d'environ 9,5 g peut être atteinte.
2. Crible selon la revendication 1 caractérisé en ce que les ressorts d'amortissement (2) sont disposés chacun aux extrémités des faces longitudinales
(16, 17) du châssis de palier de base (3).
3. Crible selon la revendication 2 caractérisé en ce que les ressorts d'amortissement (2) disposés aux extrémités longitudinales situées à
l'opposé de deux faces longitudinales (16, 17) sont implantés réglables en hauteur.
4. Crible selon la revendication 3 caractérisé en ce que le réglage en hauteur est réalisé par un cadre de levage (13) s'appuyant sur les
ressorts d'amortissement.
5. Crible selon l'une des revendications précitées caractérisé en ce qu'un grand nombre de blocs-ressorts à stockage d'énergie (5) est aligné le long des
faces longitudinales (16, 17, 21 22) des deux côtés du châssis de palier de base (3)
et du caisson de tamisage (4).
6. Crible selon l'une des revendications précitées caractérisé en ce que les blocs-ressorts à stockage d'énergie (5) sont disposés chacun avec l'orientation
du ressort inclinée à un petit angle aigu (α) d'environ 20 ° par rapport à la verticale.
7. Crible selon l'une des revendications précitées caractérisé en ce que les paliers (28) insérés entre les ressorts hélicoïdaux (26, 27) pour le caisson
de tamisage (4) sont formés chacun par une console de palier (31) avec une bride de
palier d'arrimage (32) dépassant du caisson de tamisage (4).
8. Crible selon l'une des revendications précitées caractérisé en ce que l'appui des deux ressorts hélicoïdaux (26, 27) d'un bloc-ressorts à stockage d'énergie
(5) sur le châssis de palier de base (3) est formé, d'une part, par une console d'appui
(33) sur le châssis de palier de base (3), et d'autre part, par une contre-poignée
(35) qui est couplée fixement avec la console d'appui (33) par l'intermédiaire d'une
barre de maintien (34) s'étendant dans l'espace intérieur des ressorts hélicoïdaux
(26, 27).
9. Crible selon l'une des revendications précitées caractérisé en ce que chaque fois une paire de moteurs à balourd (6) est disposée sur chaque face longitudinale
(16, 17) du châssis de palier de base dans la direction de l'oscillation.
10. Crible selon l'une des revendications précitées caractérisé en ce que les moteurs à balourd (6) sont disposés chacun avec sa ligne de poussée parallèle
par rapport à l'orientation des blocs-ressorts à stockage d'énergie (5).
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