[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Rauch- und Wärmeabzug
sowie zum Be-und Entlüften von Räumen.
[0002] Aus der Praxis sind Vorrichtungen bekannt, bei denen große und schwere Klappen z.B.
mittels Zahnstangenantrieben, parallel zur jeweiligen Dachöffnung angehoben werden
können.
[0003] Bekannt sind derartige Vorrichtungen beispielsweise auch als Lichtelemente mit einer
eine Dachöffnung umgrenzenden Zarge an welcher mittels Scharnier eine Klappe schwenkbar
gelagert und an der gegenüber liegenden Zargenseite verriegelbar angeordnet ist. Die
Öffnung der Klappe erfolgt mittels Hubelement nach außen.
[0004] Solche Lichtelemente können z.B. Lichtkuppeln oder in Dachoberlichtbändern integrierte
Lichtklappen sein, die in Öffnungen von flachen oder leicht geneigten Dächern eingebaut
sind. Derartige Klappen dienen allgemein dem erforderlichen und vorgeschriebenen Rauch-
und Wärmeabzug, vor allem im Katastrophenfall, bei dem sie durch Fernauslösung entweder
mit einem selbsttätigen Thermo-Auslöser oder von Hand mit Hilfe eines Hubelements
aufgeklappt werden.
[0005] In der
DE 33 38 092 C3 ist der spezielle Antrieb und der Hebelmechanismus zum Öffnen einer derartigen Klappe
nach außen gezeigt und beschrieben. Die Klappe kann demnach über einen Winkel von
bis zu 170° geöffnet werden.
[0006] Aus der
DE 297 06 030 U1 ist eine Rauch- und Wärmeabzugsanlage bekannt, die an der oberen Stelle eines Treppenhauses
eine Lüftungsöffnung aufweist. Die Lüftungsöffnung ist mittels einer schwenkbaren
Klappe verschlossen. Als Öffnungsmittel dient ein Zahnstangenmotor, dessen Zahnstange
die Klappe nach außen hin öffnet. Über die geöffnete Klappe kann Rauch oder warme
Luft aus dem Treppenhaus in die Umgebung entweichen.
[0007] Eine weitere Vorrichtung zum Rauch- und Wärmeabzug ist aus der
DE 94 11 812 U1 bekannt. Dort wird u. a. auf die Problematik der Aerodynamik bei derartigen Abzügen
eingegangen und vorgeschlagen, dass zur Entlüftung im Firstbereich eines Gebäudes
auf jeder Firstseite eine schwenkbare Klappe angeordnet ist, wobei die Klappen in
Längsrichtung des Firstes zueinander versetzt sind. Die Klappen öffnen sich auch bei
diesem Vorschlag nach außen.
[0008] In der
DE 33 45 185 A1 ist ein Dachflächenfenster gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 gezeigt und beschrieben,
bei dem eine Klappe an einer Zarge mittels eines Scharniers an einer Zargenseite beweglich
gelagert und an der gegenüber liegenden Seite verriegelbar ist, wobei die Klappe.
zum Zwecke der Reinigung auch nach innen geschwenkt werden kann.
[0009] Aus der
OE 25 16 098 A1 ist eine Entlüftungseinrichtung, insbesondere Rauch- und Brandentlüftungseinrichtung
bekannt, bei der eine zu öffnende Klappe in den Innenraum zu öffnen ist. Einzelheiten
zu der Öffnungsrichtung sind der Druckschrift nicht zu entnehmen, da in jener im Wesentlichen
die Problematik der Dämpfung beim Öffnen der Klappe abgehandelt wird. Eine hydraulische
Bremseinrichtung bewirkt dort eine progressiv ansteigende Dämpfung mit zunehmendem
Öffnungswinkel.
[0010] Die aufgeführten Beispiele sollen die Vielfalt der Möglichkeiten darstellen, dabei
ließe sich die Liste der technischen Lösungen ohne weiteres verlängern.
[0011] Die zitierten Rauch- und Wärmeabzugsanlagen kurz RWA genannt können jedoch bei bestimmten
Wetter-Verhältnissen ihre Funktionsfähigkeit verlieren. Wenn - wie im Winter 2005/2006
- die Schneemassen auf den Dächern von Gebäuden ungewöhnlich hoch sind, werden die
RWA vom Schnee überdeckt. Die mechanischen Öffnungseinrichtungen sind nicht mehr in
der Lage, die nach oben und außen öffnenden Klappen gegenüber der Schneelast zu bewegen.
Im Brandfall hat dies zur Folge, dass die RWA wegen der fehlenden Öffnungsmöglichkeit
den Rauch und die Wärme nicht mehr ins Freie ableiten können. Eine Verrauchung der
Räume, bzw. der Gebäude ist die Folge und eine Rettung oder ein kontrollierter Löschangriff
sind nicht mehr möglich. Darüber hinaus steigt wegen der fehlenden Wärmeableitung
die Temperatur im brennenden Gebäude schneller an, als bei der Konzeption des Baus
berücksichtigt wurde, so dass negative Auswirkungen auf die Statik der Tragwerke unvermeidbar
sind und zum Versagen der Tragwerke führen können.
[0012] Die bekannten RWA können demnach bei gewissen Wetter-Verhältnissen ihre Funktion
nicht mehr gewährleisten, so dass in diesen Fällen hohe Personen- und Sachschäden
die Folge sein können.
[0013] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, eine Vorrichtung zum
Be- und Entlüften von Räumen zu schaffen, die die Nachteile des Standes der Technik
nicht aufweist, und die auch bei großen Schneelasten auf ihren Einbauorten den Abzug
von Rauch und Wärme gewährleistet beziehungsweise ermöglicht.
[0014] Diese Aufgabe wird mit einer Vorrichtung gelöst, welche die Merkmale des Anspruchs
1 aufweist.
[0015] Die Vorteile der erfindungsgemäßen Vorrichtung liegen in der hohen Betriebssicherheit
und in der Vermeidung oder zumindest Verminderung hoher Personen- und Sachschäden
im Brandfall.
[0016] Vorteilhaft ist eine Vorrichtung zum Rauch- und Wärmeabzug sowie zum Be-und Entlüften
von Räumen, bei der eine Klappe, an einer eine Dachöffnung umgrenzenden Zarge derart
gelagert ist, dass die Dachöffnung mit Hilfe der Klappe zu öffnen und zu schließen
ist, wobei die Zarge und die Klappe so ausgebildet sind, dass eine Öffnung der Klappe
nach innen zum Raum hin möglich ist, wobei es besonders vorteilhaft ist, wenn die
Klappe parallel zur Zarge nach innen zum Raum hin zu öffnen ist.
[0017] Des weiteren ist eine Vorrichtung zum Rauch- und Wärmeabzug sowie zum Be-und Entlüften
von Räumen von Vorteil, wenn eine Klappe an einer eine Dachöffnung umgrenzenden Zarge
mittels wenigstens einem Scharnier schwenkbar gelagert und an der dem Scharnier gegen-überliegenden
Seite verriegelbar ausgebildet ist, und wenn das Scharnier so ausgebildet ist, dass
es eine Öffnung der Klappe nach innen zum Raum hin ermöglicht.
[0018] Darüber hinaus ist es von Vorteil, wenn die Klappe von einem wenigstens zweigeteilten
Rahmen derart umsäumt ist, wobei ein Haupt-Rahmen und ein Hilfs-Rahmen gebildet wird,
so dass sich die Klappe mittels des Hilfs-Rahmens nach innen zum Raum hin öffnen lässt.
[0019] Vorteilhaft ist es außerdem, wenn die Klappe von einem wenigstens zweigeteilten Rahmen
derart umsäumt ist, dass ein Haupt-Rahmen und ein Hilfs-Rahmen gebildet wird, und
wenn sich die Klappe mittels des Haupt-Rahmens nach außen ins Freie und/oder mittels
des Hilfs-Rahmens nach innen zum Raum hin öffnen lässt.
[0020] Ferner ist eine Vorrichtung vorteilhaft, bei der Hilfs-Rahmen integrierter Bestandteil
der Klappe ist.
[0021] Weitere Vorteile sind der abhängigen Ansprüchen zu entnehmen und im Folgenden kurz
aufgelistet:
[0022] Eine Vorrichtung der genannten Art ist dann besonders vorteilhaft, wenn die Ver-
und,Entriegelung der Klappe mittels temperaturempfindlichem Element erfolgt.
[0023] Außerdem kann es vorteilhaft sein, die Ver- und Entriegelung der Klappe mittels rauchempfindlichem
Element zu steuern.
[0024] Günstig ist eine Klappe, wenn sie eine Lichtdurchlässige Scheibe oder eine Lichtdurchlässige
Kuppel aufweist.
[0025] Eine Vorrichtung ist auch dann vorteilhaft, wenn die Klappe integrierter Bestandteil
eines Lichtbandes ist.
[0026] Die Klappe kann in vorteilhafter Ausgestaltung auch integrierter Bestandteil einer
mehrklappigen Rauchabzugseinrichtung oder integrierter Bestandteil einer Licht- und/oder
Rauchkuppel sein.
[0027] Eine Vorrichtung ist dann besonders vorteilhaft, wenn der Hilfs-Rahmen integrierter
Bestandteil einer Licht- und/oder Rauchkuppel ist.
[0028] Mit Hilfe von Ausführungsbeispielen wird die Erfindung anhand der Zeichnungen noch
näher erläutert.
[0029] Es zeigt
Figur 1 eine Rauch- und Wärmeabzugsanlage im perspektivischen Teilschnitt;
Figur 2 die Rauch- und Wärmeabzugsanlage aus Figur 1 mit nach außen geöffnetem Rahmen;
Figur 3 die Rauch- und Wärmeabzugsanlage aus Figur 1 mit unter Schneelast nach innen
geöffnetem Rahmen;
Figur 4 eine Rauch- und Wärmeabzugsanlage in Form einer
Lichtkuppel;
Figur 5 die Rauch- und Wärmeabzugsanlage gemäß Figur 4 unter Schneelast nach innen
geöffnet und
Figur 6 eine weitere Variante einer Rauch- und Wärmeabzugsanlage.
[0030] Eine in Figur 1 schematisch dargestellte Rauch- und Wärmeabzugsanlage 1 befindet
sich in einer Öffnung 2 eines Daches 3. Das Dach 3 ist mit einer Isolierung 4 versehen,
welche sich auch in den Innenbereichen der Öffnung 2 des Daches 3 befindet. Die Öffnung
2 im Dach 3 wird von einer Zarge 5 umgrenzt. An der Zarge 5 ist an einem nicht dargestellten
und deshalb auch nicht bezeichneten Scharnier eine Klappe 6 der Rauchund Wärmeanzugsanlage
1 klappbar befestigt. Im dargestellten Bereich liegt die Klappe 6 der Rauch- und Wärmeabzugsanlage
1 auf der Zarge 5 auf. Zur Abdichtung der Klappe 6 gegenüber der Zarge 5 sind Dichtelemente
7 und 8 vorgesehen, die sich zwischen der Zarge 5 und einem Rahmen 9 befinden, welcher
die Klappe 6 umgibt und mit der Zarge 5 korrespondiert. Der Rahmen 9 ist' zweiteilig
ausgebildet und besteht aus einem Haupt-Rahmen 9a und einem Hilfs-Rahmen 9b. Der Hilfs-Rahmen
9b nimmt eine Scheibe 10 auf, durch welche Licht in die Öffnung 2 des Daches 3 gelangt.
Der Haupt-Rahmen 9a nimmt den Hilfs-Rahmen 9b zusammen mit der Scheibe 10 auf.
[0031] Im Normalfall - welcher in Figur 2 dargestellt ist - kann die Klappe 6 mit Hilfe
ihres Rahmens 9 und des nicht dargestellten Scharniers komplett, d.h. zusammen mit
dem Haupt-Rahmen 9a, dem Hilfs-Rahmen 9b und der Scheibe 10 nach außen hin geöffnet
werden und erlaubt so das Lüften des darunter befindlichen Raums. Diese Normal-Funktion
ist in der Figur 2 durch eine aufgestellte Klappe 6 gezeigt, wobei die Variante mit
aufgeklappter Klappe 6 in dünneren Linien dargestellt ist. Die Bezugszeichen für gleiche,
gleichartige oder gleichwirkende Elemente sind die gleichen wie in Figur 1, was auch
bei der Beschreibung der weiteren Figuren gilt. Die in dünneren Linien dargestellte
Variante stellt insofern den Normalfall dar, als dieser sowohl das normale Öffnen
nach außen hin zum Zwecke der normalen Lüftung umfasst, als auch das Öffnen im Notfall,
wenn keine Schnee- und/oder Eislasten das Öffnen nach außen verhindern.
[0032] In Figur 3 ist die besondere Situation im speziellen Notfall gezeigt. Eine Schneelast
S lagert auf der Rauch- und Wärmeabzugsanlage 1 sowie in deren Umfeld und verhindert
das Öffnen nach außen. Die herkömmlichen Lösungen lassen ein Öffnen nach außen nicht
zu, da der Bewegungsraum der Rauch- und Wärmeabzugsanlage 1 durch Schnee- und Eismassen
S blockiert ist. In der Darstellung von Figur 3 ist allerdings die Klappe 6 bereits
in erfindungsgemäßer Weise nach innen geöffnet und die Schneelast S ist im Bereich
der freigegeben Öffnung bereits nach innen abgerutscht, so dass der Bereich über der
Öffnung 2 ohne Schneelast dargestellt ist.
[0033] Die Funktion der herkömmlichen Rauch- und Wärmeabzugsanlagen 1 beruht darauf, dass
entsprechend grosse Öffnungsflächen in der beschriebenen Art von Lichtkuppeln oder
auch anderen mechanisch nach außen öffnenden Rauch- und Wärmeabzugsklappen mittels
Steuer- und Bewegungselementen nach oben bewegt und ins Freie geöffnet werden. Die
warmen bzw. heißen Rauch- und Brandgase werden dadurch ins Freie abgeleitet. Im Falle
von größeren Schneemassen S auf dem Dach 3 des Gebäudes müssen die Klappen beim Öffnungsvorgang
aufliegende Schneemassen anheben und verdrängen. Ein geringer Teil der Schneemassen
wird durch den Öffnungsvorgang von der Rauch- und Wärmeabzugsanlage abrutschen und
durch die entstehende Öffnung in das Innere des Raumes fallen. Der größere Anteil
wird bei entsprechenden Schneemassen beim Aufklappvorgang verdichtet und die weitere
Öffnung der Rauch- und Wärmeabzugsanlage blockieren. Zu berücksichtigen ist auch noch,
dass die zum Öffnen aufzubringenden Kräfte stark ansteigen, da die Übergangskanten
rund um die Öffnung Eisschichten aufweisen, welche zusätzlich aufgebrochen werden
müssen. Die Funktion der Rauch- und Wärmeabzugsanlage ist demgemäß beim Aufliegen
großer Schneemassen nicht mehr gewährleistet.
[0034] Hier setzt die Erfindung ein. Durch die besondere Ausbildung des Rahmens 9 mit einem
Haupt-Rahmen 9a und einem HilfsRahmen 9b wird eine Öffnung der Klappe 6 nach innen
in den Raum hinein ermöglicht. Dazu verbleibt der Haupt-Rahmen 9a in seiner Lage auf
der Zarge 5, aber der Hilfs-Rahmen 9b wird nach innen geklappt und gibt eine Öffnung
2 zum Abzug der Wärme und der Rauchgase frei. Dies kann mit Hilfe eines nicht dargestellten
und daher nicht näher bezeichneten Scharniers geschehen, wobei die Ausbildung des
Scharniers nicht Gegenstand der Erfindung sein soll. Diese Lösung mit einem Doppelrahmen
9a, 9b ermöglicht es, bei den erfindungsgemäßen Rauch-und Wärmeabzugsanlagen 1 eine
Klappe 6 auch unter aufliegender Last zu öffnen, und zwar nach innen zum Raum hin.
Schnee und Eis fallen dann zwar im den Innenraum, aber der Rauchund Wärmeabzug kann
ungehindert erfolgen, weil die entsprechende Öffnung 2 zum Rauch- und Wärmeabzug freigegeben
ist.
[0035] Die durch das Öffnen der Klappe 6 nach innen herunterfallenden Schnee- und Eisreste
stellen zwar eine gewisse potentielle Gefahr für zufällig darunter vorbeilaufende
Flüchtende und Hilfskräfte dar, in Bezug auf die Gefahren eines nicht funktionierenden
Rauch- und Wärmeabzugs sind diese Gefahren allerdings zu vernachlässigen.
[0036] Die Schnee- und Eismassen unterstützen durch ihr Eigengewicht die Tendenz der Klappe
6, sich nach unten zu öffnen. Für die Klappe 6 bieten sich verschiedene Ver- und Entriegelungsmechanismen
an. Beispielsweise kann eine an sich bekannte thermische Ver- und Entriegelung vorgesehen
sein. In diesem Fall kann durch die Abstimmung mit dem Eigengewicht der Klappe 6 zusätzliche
Öffnungsenergie nicht erforderlich sein. Dennoch kann es vorteilhaft sein, die Absenkung
der Klappe durch pneumatische, hydraulische, mechanische und/oder elektromechanische
Geräte zu unterstützen. Eine derartige Lösung gewährleistet immer eine zuverlässige
Öffnung nach innen, wenn im Raum eine vorbestimmte Temperatur erreicht ist. Die Auslösung
der Öffnung kann aber auch über einen an sich bekannten Rauchmelder oder andere Auslöseelemente
erfolgen.
[0037] Durch an sich ebenfalls bekannte Halteelemente wird sicher gestellt, dass die Klappe
6 beim Öffnen nicht nach unten in den Raum fallen kann. Diese Maßnahme verhindert
zusätzliche Verletzungsgefahren. Derartige Halteelemente sind jedoch nicht Gegenstand
der Erfindung, sie können als Ketten, Teleskopstäbe oder dergleichen ausgebildet sein.
(Scharnier)
[0038] In Figur 4 wird ein weiteres Ausführungsbeispiel in Form einer Lichtkuppel dargestellt.
Ein Rauch- und Wärmeabzugsanlage 1 deckt eine Öffnung 2 in einem Dach 3 ab, welches
mit einer Isolierung 4 versehen ist. Eine Zarge 5 umschließt die Öffnung 2 an ihren
oberen Umfang. Auf der Zarge 5 liegt ein Rahmen 9 einer Klappe 6 auf, die zu öffnen
ist und als Rauchund Wärmeabzug dient. Ferner kann mittels der zu öffnenden Klappe
6 der darunter befindliche Raum belüftet werden, wobei der Rahmen 9 eine lichtdurchlässige
Kuppel 10 trägt, welche eine Belichtung des Raumes ermöglicht. Die Kuppel 10 ist mittels
des Rahmens 9 zu öffnen. Dabei besteht der Rahmen 9 - wie im vorherigen Ausführungsbeispiel
- aus zwei Teilen, dem Haupt-Rahmen 9a und dem Hilfs-Rahmen 9b. Bei der normalen Belüftung
des Raumes wird die Klappe 6 mit der Kuppel 10 mit Hilfe des gesamten Rahmens 9 nach
oben bewegt. Dazu dienen Öffnungsmechanismen, wie sie aus dem Stand der Technik hinreichend
bekannt sind. Dies ist aus diesem Grund hier auch nicht gezeigt und braucht auch nicht
näher erläutert zu werden.
[0039] In Figur 5 wird eine andere Situation gezeigt. Der Rahmen 9 ist zweiteilig ausgebildet
und besteht im Wesentlichen aus einem Hauptrahmen 9a und einem Hilfsrahmen 9b. Mit
Hilfe des Hauptrahmens 9a lässt sich die Klappe 6 nach außen öffnen und mit Hilfe
des Hilfsrahmens 9b lässt sich die Klappe 6 nach innen zum Raum hin öffnen, was im
Katastrophenfall vorteilhaft ist. Aufgrund einer hohen Schneelast S kann im Katastrophenfall
die Klappe 6 mit der Kuppel 10 nicht nach außen hin geöffnet werden. Der zweiteilige
Rahmen 9 ermöglicht aber dennoch die Aufrechterhaltung der Rauch und Wärme ableitenden
Funktion der Rauch- und Wärmeabzugsanlage, indem die Klappe 6 mit der Kuppel 10 mit
Hilfe des Hilfsrahmens 9b nach innen zum Raum hin geöffnet werden kann. Bei der Darstellung
wurde berücksichtigt, dass sich die Klappe 6 bereits nach innen zum Raum hin geöffnet
hat, so dass in dieser Situation oberhalb der Klappe 6 keine Schneelast S mehr befindet.
Diese ist bereits in den darunter befindlichen Raum abgerutscht. Zu diesem Ausführungsbeispiel
gelten uneingeschränkt die Aussagen, die bereits zum vorstehenden Ausführungsbeispiel
gemäß der Figuren 1 bis 3 gemacht wurden.
[0040] In Figur 6 ist eine Rauch- und Wärmeabzugsanlage 1 dargestellt, bei der in besonders
vorteilhafter Weise der Hilfs-Rahmen 9b integraler Bestandteil der Klappe 6 ist. Dieses
Ausführungsbeispiel kann fertigungstechnische Vorteile bieten. Die sonstigen Bauelemente
entsprechen sinngemäß den vorbeschriebenen Beispielen und sind wie diese in allen
Zeichnungen stark schematisiert dargestellt.
Bezugszeichenliste
[0041]
- 1
- Rauch- und Wärmeabzugsanlage
- 2
- Öffnung
- 3
- Dach
- 4
- Isolierung
- 5
- Zarge
- 6
- Klappe
- 7
- Dichtung
- 8
- Dichtung
- 9
- Rahmen
- 9a
- Hauptrahmen
- 9b
- Hilfsrahmen
- 10
- Scheibe, Lichtkuppel
1. Vorrichtung (1) zum Rauch- und Wärmeabzug sowie zum Be-und Entlüften von Räumen die
in einer Dachöffnung anordbar ist, wobei die Vorrichtung (1) eine Klappe (6) und eine
Zarge (5) aufweist, wobei die Klappe (6) an der umgrenzenden Zarge (5) mittels wenigstens
einem Scharnier schwenkbar gelagert und an der dem Scharnier gegenüberliegenden Seite
verriegelbar ausgebildet ist, wobei die Klappe (6) von einem wenigstens zweigeteilten
Rahmen (9) derart umsäumt ist, dass ein Haupt-Rahmen (9a) und ein Hilfs-Rahmen (9b)
gebildet wird, wobei ein erstes Scharnier so ausgebildet und zwischen Haupt-Rahmen
(9a) und Zarge (5) angeordnet ist, dass sich die Klappe (6) mittels des Haupt-Rahmens
(9a) zusammen mit dem Hilfs-Rahmen (9b) nach aussen ins Freie öffnen lässt und ein
zweites Scharnier so ausgebildet und zwischen Haupt-Rahmen (9a) und Hilfs-Rahmen (9b)
angeordnet ist, dass sich die Klappe (6) mittels des Hilfs-Rahmens (9b) nach innen
zum Raum hin öffnen lässt, wobei der Haupt-Rahmen (9a) in seiner Lage auf der Zarge
(5) verbleibt, dadurch gekennzeichnet, daß das erste und das zweite Scharnier an der gleichen Zargenseite der Vorrichtung (1)
angeordnet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ver- und Entriegelung der Klappe (6) mittels temperaturempfindlichem Element
erfolgt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ver- und Entriegelung der Klappe (6) mittels rauchempfindlichem Element erfolgt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Klappe (6) eine Lichtdurchlässige Scheibe (10) aufweist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Klappe (6) eine Lichtdurchlässige Kuppel (10) aufweist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Klappe (6) integrierter Bestandteil eines Lichtbandes ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Klappe (6) integrierter Bestandteil einer mehrklappigen Rauchabzugseinrichtung
ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Klappe (6) integrierter Bestandteil einer Licht- und/oder Rauchkuppel (10) ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Hilfs-Rahmen (9b) integrierter Bestandteil einer Licht- und/oder Rauchkuppel
(10) ist.
1. Device (1) for the extraction of smoke and heat from rooms as well as for the ventilation
of rooms, which is arrangeable in a roof opening, wherein the device (1) exhibits
a flap (6) and a casing (5), wherein the flap (6) is swivelmounted on the bounding
casing (5) by at least one hinge and is lockable on the side opposite the hinge, wherein
the flap (6) is bordered by frame (9) that is split into at least two parts in such
a manner that a main frame (9a) and a sub-frame (9b) are formed, wherein a first hinge
is formed and arranged between the main frame (9a) and the casing (5) in such a way
that the flap (6) can be opened outwards into the open air together with the sub-frame
(9b) by means of the main frame (9a) and a second hinge is formed and arranged between
the main frame (9a) and the sub-frame (9b) in such a way that the flap (6) can be
opened inwards into the room by means of the sub-frame (9b), wherein the main frame
(9a) remains in its position on the casing (5), characterised in that the first and second hinges are arranged on the same casing side of the device (1).
2. Device according to claim 1, characterised in that the locking and unlocking of the flap (6) takes place by means of a temperature-sensitive
element.
3. Device according to claim 1, characterised in that the locking and unlocking of the flap (6) takes place by means of a smoke-sensitive
element.
4. Device according to claim 1, characterised in that the flap (6) exhibits a translucent pane (10).
5. Device according to claim 1, characterised in that the flap (6) exhibits a translucent dome (10).
6. Device according to claim 1, characterised in that the flap (6) is an integrated component of a window strip.
7. Device according to claim 1, characterised in that the flap (6) is an integrated component of a multi-flap smoke extraction installation.
8. Device according to claim 1, characterised in that the flap (6) is an integrated component of a dome light and/or smoke dome (10).
9. Device according to claim 1, characterised in that the sub-frame (9b) is an integrated component of a dome light and/or smoke dome (10).
1. Dispositif(1) de désenfumage et d'extraction de chaleur, mais aussi de ventilation
de locaux disposant d'une ouverture en toiture, sachant que le dispositif (1) présente
un volet (6) et un châssis (5), sachant que le volet (6) est positionné sur le châssis
(5) voisin au moyen d'une charnière orientable au moins et qu'il est logé de façon
verrouillable sur le côté opposé à la charnière, sacrant que le volet (6) est bordé
d'au moins un cadre (9) en deux parties, à savoir un cadre principal (9a) et un cadre
auxiliaire (9b), sachant qu'une première charnière est configurée et disposée entre
le cadre principal (9a) et le châssis (5) de sorte que le volet (6) peut s'ouvrir
vers l'extérieur grâce au cadre principal (9a) avec le cadre auxiliaire (9b) et qu'une
seconde charnière est configurée et placée entre le cadre principal (9a) et le cadre
auxiliaire (9b) de sorte que le volet (6) peut s'ouvrir vers l'intérieur du local
au moyen du cadre auxiliaire (9b), sachant que le cadre principal (9a) reste à sa
position sur le châssis (5), étant caractérisé par le fait que la première et la deuxième charnières sont disposées sur le même côté du dispositif
(1).
2. Dispositif selon l'exigence 1, caractérisé par le fait que le verrouillage/déverrouillage du volet (6) s'effectue au moyen d'un élément sensible
à la température.
3. Dispositif selon l'exigence 1, caractérisé par le fait que le verrouillage/déverrouillage du volet (6) s'effectue au moyen d'un élément sensible
à la fumée.
4. Dispositif selon l'exigence 1, caractérisé par le fait que le volet (6) présente une vitre translucide (10).
5. Dispositif selon l'exigence 1, caractérisé par le fait que le volet (6) présente une coupole translucide (10).
6. Dispositif selon l'exigence 1, caractérisé par le fait que le volet (6) est intégrera un bandeau lumineux.
7. Dispositif selon l'exigence 1, caractérisé par le fait que le volet (6) est intégré à un dispositif d'extraction de fumée à plusieurs volets.
8. Dispositif selon l'exigence 1, caractérisé par le fait que le volet (6) est intégré à une coupole translucide et/ou de désenfumage (10).
9. Dispositif selon l'exigence 1, caractérisé par le fait que le cadre auxiliaire (9b) est intégré à une coupole translucide et/ou de désenfumage
(10).