Berleburger Schaumstoffwerk GmbH, Am Hilgenacker 24, 57319 Bad Berleburg
[0001] Verwendung von Bahnen oder Streifen aus einem Gummi-Polyurethan-Verbundmaterial mit
einer Beschichtung
[0002] Die Erfindung betrifft die Verwendung von Bahnen oder Streifen aus einem Gummi-Polyurethan-Verbundmaterial
zur Verlegung in Gebäuden aus Mauerwerk, Beton oder Holz bzw. jedem beliebigen Baustoff,
um eine Körperschallentkopplung zu ermöglichen.
[0003] Die Bahnen oder Streifen aus einem solchen Gummi-Polyurethan-Verbundmaterial sind
seit Jahrzehnten unter der Marke "Regupol" für die verschiedensten Zwecke im Handel
und bieten eine einfache und kostengünstige Verlegung. Sie können z.B. für Sportplätze
und -hallen oder als Isolier- und Bautenschutz zum Einsatz kommen, wie durch die
DE 195 22 484 C2 bekannt geworden, um z. B. Abdichtungen und Isolierungen zuverlässig und dauerhaft
vor Beschädigung zu schützen, oder werden zur extrem dauerhaften Körperschalldämmung
unter Eisenbahn-/U-Bahn-Fahrbahnen sowie unter Maschinenfundamenten und auch zur Trittschalldämmung
für Bodenbeläge eingesetzt.
[0004] Die Verlegebahnen/-Streifen aus Gummi-Polyurethan-Verbundmaterial zeichnen sich durch
eine hohe Langlebigkeit, gleich bleibende Elastizität über Jahrzehnte und durch -
je nach Korngrößenverteilung - steuerbare Wasserdurchlässigkeit aus, bilden also im
gesamten Schichtenaufbau keine Sperrschicht.
[0005] Trotz der seit vielen Jahren bekannten Eigenschaften von "Regupol" und den vielfältigen
Anwendungen werden im Hochbau zum Schallschutz, um horizontale und vertikale Schallausbreitung
so weit wie möglich zu reduzieren, unverändert elastische Wandstreifen mit entsprechender
Tragfähigkeit aus Polyurethan-Kautschuk bzw. Polyurethan-Kautschuk und Korkgranulaten
mit Polyurethanbindemittel verwendet. Die Bahnen/Streifen werden in den üblichen Mauerbreiten
für tragende und nicht-tragende Wände eingesetzt.
[0006] Damit lassen sich zwar Körperschallübertragungen, wie sie im Hochbau durch Trittschallgeräusche,
laute Geräte, lautes Sprechen, etc. über flankierende Bauteile (Decken und Wände)
auf andere Bauteile und damit Wohnungen, Büroräume oder dergleichen übertragen werden,
vermeiden. Jedoch besteht dabei die Gefahr, daß bei der Verarbeitung Mörtel in die
poröse Materialstruktur eintritt und Schallbrücken bildet, die die positive Dämmwirkung
erheblich reduzieren. Außerdem können durch das Kriechverhalten der vorgenannten Produkte
Querzugspannungen entstehen, die in die Mauerwerkselemente bis zur Beschädigung durch
Rissbildung und dergleichen einwirken.
[0007] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die im Hochbau mit den bekannten
Materialien auftretenden, vorgenannten Nachteile zu vermeiden.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Verwendung von Bahnen oder Streifen
aus einem Gummi-Polyurethan-Verbundmaterial mit einer Feuchtigkeit sperrenden Beschichtung
als elastische Wandlagerung zur Verlegung zwischen Gebäudewänden und den Boden-/Deckenwänden
eines Gebäudes gelöst. Als Beschichtung, die zumindest einseitig auf der Bahn/dem
Streifen vorgesehen wird und kapillarbrechend sein sollte, eignet sich jedes elastische
Material, z.B. PU, PE, PP oder PVC.
[0009] Ein weiterer Vorschlag der Erfindung sieht die Verwendung von in den Gebäudewänden
vertikal verlegten Bahnen oder Streifen aus Gummi-Polyurethan-Verbundmaterial vor.
Es lässt sich somit nicht nur eine Entkopplung zwischen Gebäudewand und Decke und/oder
Boden des Gebäudes erreichen, sondern eine quasi Rundum-Schallschutzeinkleidung. Das
lässt sich erfindungsgemäß durch eine gleichzeitige Verlegung mit einer Trittschalldämmung
weiter optimieren.
[0010] Der besonderen, erfindungsgemäßen Verwendung dieser Schutzbahnen/-streifen als elastische
Wandlagerung liegt die in eindrucksvoller Weise durch Nachmessungen an versuchsweise
damit ausgerüsteten Mustergebäuden bestätigte Erkenntnis und Überlegung zugrunde,
daß eine Trennung (oben und/oder unten) zwischen Gebäudewänden und den Decken/Böden
mit solchen eine Beschichtung aufweisenden Bahnen/Steifen aus Gummi-Polyurethan-Verbundmaterial
als wirksame Sperre dient. Das sowohl gegen eintretenden Mörtel als auch gegen eintretende
Feuchtigkeit, weil die elastische Wandlagerung gleichzeitig auch kapillarbrechend
wirkt und somit auch aufsteigende Feuchtigkeit absperrt. Dadurch erübrigen sich die
ansonsten häufig als horizontale Feuchtigkeitssperre eingesetzten Bitumenbahnen/-streifen.
[0011] Die Polyurethan-Kautschuk-Produkte können als Formkörper in jeder beliebigen Dimension
hergestellt werden und lassen sich zudem durch variable Verdichtung unterschiedlichen
Tragfähigkeitsklassen anpassen. Durch die Anwendung als elastisches Wandlager mit
hochwirksamen Effekt zur Reduzierung von Körperschallübertragungen bei gleichzeitiger
Funktion als Sperre gegen aufsteigende Feuchtigkeit lässt sich durch den niedrigen
Reibungskoeffizienten der Bahnen/Streifen mit Beschichtung weiterhin auch noch eine
praxisgerechte Reduzierung der Querzugspannung erreichen. Es wird nämlich die Reibung
zwischen der Gebäudewand und der Decke und/oder dem Boden verringert, da sich die
Gebäudewand auf der Beschichtung noch etwas bewegen kann. Somit wird in Verbindung
mit dem sehr günstigen Kriechverhalten des Produkts Rissbildung in dem Mauerwerk vermieden.
[0012] Weitere Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und
der nachfolgenden Beschreibung eines in der einzigen Figur sehr schematisch dargestellten
Ausführungsbeispiels.
[0013] Von einem Gebäude sind in der Zeichnungsfigur lediglich eine Deckenwand 1 sowie ein
von dieser getrennter oberer Raum 2 und ein unterer Raum 3 mit jeweils gegenüberliegenden
Gebäudewänden 2a" 2b bzw. 3a, 3b gezeigt. Im Ausführungsbeispiel sind sowohl oberhalb
als auch unterhalb der Deckenwand 1 zwischen dieser und den Gebäudewänden 2a, 2b und
3a, 3b zur Schallentkopplung verlegte, etwa der Breite der Gebäudewände entsprechende
Bahnen/Streifen 4 aus beschichtetem Gummi-Polyurethan-Material angeordnet. Die Streifen/Bahnen
4 verhindern, daß sich ein von einer Schallquelle 5 z.B. des unteren Raumes 3 ausgehender
Lärm in den oberen Raum 2 fortpflanzt.
[0014] Eine weiter optimierte Schalldämmung lässt sich erreichen, wenn auch vertikal in
den Gebäudewänden 2a, 2b und 3a, 3b, solche Streifen/Bahnen 4 angeordnet werden und,
wie im Ausführungsbeispiel für die Wände 2 b und 3 b angedeutet, unter dem Estrich
auf der Bodenfläche der Deckenwand 1 Trittschalldämm-Bahnen/Streifen 6 angeordnet
sind.
1. Verwendung von Bahnen oder Streifen (4) aus einem Gummi-Polyurethan-Verbundmaterial
mit einer Feuchtigkeit sperrenden Beschichtung als elastische Wandlagerung zur Verlegung
zwischen Gebäudewänden (2a, 2b; 3a, 3b) einerseits und den Boden-/Deckenwänden andererseits
(1) eines Gebäudes.
2. Verwendung nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch
in den Gebäudewänden (2a, 2b; 3a, 3b) vertikal verlegte Bahnen oder Streifen (4) aus
Gummi-Polyurethan-Verbundmaterial.
3. Verwendung nach Anspruch 1 oder 2 in Kombination mit zur Trittschalldämmung auf den
Böden eines Gebäudes verlegten Bahnen oder Streifen (6) aus Gummi-Polyurethan-Verbundmaterial.
1. Use of webs or strips (4) of a rubber-polyurethane composite material having a moisture-blocking
coating as elastic wall mounting for laying between building walls (2a, 2b; 3a, 3b)
on the one hand and the floor/ceiling walls on the other hand (1) of a building.
2. The use according to claim 1,
characterised by
webs or strips (4) of rubber-polyurethane composite material laid vertically in the
building walls (2a, 2b; 3a, 3b).
3. The use according to claim 1 or 2 in combination with webs or strips (6) of rubber-polyurethane
composite material laid on the floors of a building for impact noise insulation.
1. Utilisation de bandes ou feuilles (4)d'un matériau composite caoutchouc/polyuréthane
comportant un revêtement bloqueur d'humidité comme garniture de paroi élastique à
disposer entre des parois de bâtiment (2a,2b ;3a,3b) d'une part et des parois de sol/plafond
(1) d'un bâtiment d'autre part.
2. Utilisation selon la revendication 1,
caractérisé par
des bandes ou feuilles (4) d'un matériau composite caoutchouc/polyuréthane disposées
verticalement dans les parois de bâtiment (2a,2b ;3a,3b).
3. Utilisation selon la revendication 1 ou 2 en combinaison avec des bandes ou feuilles
(5) d'un matériau composite caoutchouc/polyuréthane disposées dans le sol d'un bâtiment
à des fins d'isolation sonore.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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