[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen aktiven Schalldämpfer für eine Abgasanlage
einer Brennkraftmaschine, insbesondere in einem Kraftfahrzeug, mit den Merkmalen des
Oberbegriffs des Anspruchs 1.
[0002] Aufgrund stetig steigenden Anforderungen hinsichtlich der erlaubten Schallemissionen
von Abgasanlagen, kommen in den letzten Jahren vermehrt Abgasanlagen mit sogenannter
aktiver Lärmbekämpfung durch Antischall zum Einsatz. Die Funktionsweise beruht dabei
auf der Auslösung zweier sich überlagernder Schallsignale, wobei dem Störschall der
Abgasanlage ein synthetisch erzeugtes, meist von Lautsprechern abgestrahltes, gegenphasiges
Signal (Antischall) derart überlagt wird, dass das Störsignal vorzugsweise vollständig
ausgelöscht wird. Ein Vorteil derartiger aktiver Systeme besteht insbesondere in deren
geringer Baugröße und deren Flexibilität, wobei sich insbesondere moderne Systeme
dynamisch an sich verändernde Betriebsbedingungen, wie beispielsweise verschiedene
Drehzahlen oder verschiedene Motorengeräusche, anpassen können. Kritisch hingegen
ist die Temperaturbelastung, welche üblicherweise in der Abgasanlage herrscht und
welche von dem Antischallerzeuger über lange Zeit ohne Beeinträchtigungen ertragen
werden muss. Dabei wird bei modernen Abgasanlage mit aktiven Schalldämpfern versucht,
letztere wärmetechnisch von der Abgasanlage zu entkoppeln und/oder zusätzlich zu kühlen.
[0003] Aus der
EP 1 055 804 B1 ist ein aktiver Abgasschalldämpfer für eine Abgasanlage in Kraftfahrzeugen bekannt,
welcher ein Gehäuse umfasst, das von einem in seiner Rohrwand eine Schallkopplungsstelle
aufweisenden Abgasrohr durchsetzt ist. Weiterhin ist eine Einspeisungsstelle für Antischall
vorhanden, welche mit der Schallkopplungsstelle über den einen Resonanzkanal bildenden
Innenraum des Gehäuses verbunden ist. Generell sind dabei der die Einspeisstelle enthaltende
Abschnitt und der die Schallkopplungsstelle enthaltende Abschnitt des Resonanzkanals
durch einen von Kühlluft durchströmten Kühlspalt voneinander getrennt, wodurch sich
einerseits eine kompakte Bauweise und andererseits eine ausreichende Kühlung eines
wärmeempfindlichen Lautsprechers verwirklichen lassen soll. Die Ausbildung des Kühlkanals
bzw. des Kühlspaltes ist jedoch konstruktiv aufwändig und dadurch teuer.
[0004] Ein gattungsgemäßer aktiver Schalldämpfer ist aus der
EP 0 939 577 A bekannt und ist mit einem Antischallerzeuger zur Beaufschlagung von Abgas mit Antischall
ausgestattet, wobei der Antischallerzeuger einen Membranantrieb und wenigstens ein
Kopplungselement aus einem wärmeleitenden und schalldämpfenden Material aufweist.
Beim bekannten Schalldämpfer überbrückt das Kopplungselement einen Spalt, der zwischen
dem Membranantrieb und einer Anpressplatte vorgesehen ist, die mithilfe einer Spannschraube
an einer Außenwand des Schalldämpfers abgestützt ist. Die Schraube bildet dabei eine
Engstelle für eine Wärmeübertragung zwischen Kopplungselement und Außenwand.
[0005] Aus der
US 5,693,918 A ist ebenfalls eine aktiver Schalldämpfer bekannt, bei dem jedoch zwischen dem jeweiligen
Membranantrieb und der Außenwand des Schalldämpfers ein Spalt vorgesehen ist, derart,
dass zwischen dem Membranantrieb und der Außenwand eine Wärmeübertragung nur über
Wärmestrahlung möglich ist.
[0006] Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem, für einen aktiven Abgasschalldämpfer
eine verbesserte Ausführungsform anzugeben, bei welcher insbesondere eine verbesserte
Kühlung eines Antischallerzeugers durch eine konstruktiv einfache Maßnahme erreicht
wird.
[0007] Dieses Problem wird erfindungsgemäß durch den Gegenstand des unabhängigen Anspruchs
gelöst. Vorteilhafte Ausführungsform sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0008] Die vorliegende Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, bei einem aktiven
Schalldämpfer für eine Abgasanlage einer Brennkraftmaschine einen besonders hitzeempfindlichen
Teil eines Antischallerzeugers wärmeübertragend und gleichzeitig schalldämpfend mit
einer von kühler Umgebungsluft umströmten Außenwand zu verbinden und dadurch einerseits
effektiv zu kühlen und andererseits eine Schallübertragung von einem Membranantrieb
des Antischallerzeugers über die Außenwand in die Umgebung zu verhindern. Der Antischallerzeuger
ist dabei zur Beaufschlagung von Abgasen mit Antischall ausgebildet und weist einen
Membranantrieb, insbesondere einen elektromechanischen Membranantrieb, in der Art
eines Schwingungserzeugers auf, welcher die erforderlichen Antischallsignale erzeugt
und an eine Membran weiterleitet. Da insbesondere der Membranantrieb des Antischallerzeugers
beim Betrieb des Antischallerzeugers zusätzlich zu den Abgasen Wärme produziert, ist
es erfindungsgemäß vorgesehen, diesen aktiv zu kühlen, in dem er über ein wärmeleitendes
und schalldämpfendes Kopplungselement mit oben erwähnter Außenwand gekoppelt wird,
wobei das Kopplungselement einen zwischen der Außenwand und dem Membranantrieb vorgesehenen
Spalt überbrückt. Die Wärme übertragende Kopplung zwischen der Außenwand und dem Membranantrieb
des Antischallerzeugers führt zu einem Wärmeabfluss vom Membranantrieb über das Kopplungselement
und die Außenwand in die Umgebung und dadurch zu einer aktiven Kühlung des Membranantriebs.
Gleichzeitig wird durch die schalldämpfende Kopplung, beispielsweise einer mechanisch
elastischen Kopplung, verhindert, dass sich Schwingungen des Membranantriebs auf die
mit der Umgebung in Kontakt stehende Außenwand übertragen und dadurch die Schallemission
reduzierende Wirkung des aktiven Schalldämpfers contrakarieren.
[0009] Erfindungsgemäß besteht das Kopplungselement aus einem wärmeleitenden und gleichzeitig
schalldämpfenden Material. Denkbar sind hierbei gut wärmeleitende, zähe Substanzen,
beispielsweise in Form von sogenannter Wärmeleitpasten oder eine Schicht eines gut
wärmeleitenden, elastischen Materials, beispielsweise eines sogenannten Wärmeleit-Pads.
Neben der hervorragenden Wärmeleitung erfüllen diese Substanzen bzw. Materialien durch
die hohe Kompressibilität einen für die Fertigung nötigen Toleranzausgleich eines
Spaltes zwischen der Außenwand und dem Membranantrieb des Antischallerzeugers, welcher
zwar einerseits schalltechnisch vorhanden sein muss, andererseits jedoch so klein
als möglich ausgeführt sein sollte. Eine derartige Wärmeleitpaste ermöglicht somit
einen guten Wärmeübertrag zwischen dem Membranantrieb des Antischallerzeugers und
der mit der Umgebung in Kontakt stehenden Außenwand, wodurch die Wärme über die Außenwand
schnell abgeführt werden kann und dadurch eine effektive Kühlung des Membranantriebs
erreicht werden kann. Gleichzeitig bewirkt die Elastizität der Wärmeleitpaste eine
schalltechnische Entkopplung zwischen Membranantrieb und Außenwand.
[0010] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lösung ist der Antischallerzeuger
ein Lautsprecher, der eine vom Membranantrieb anregbare Schwingungsmembran aufweist.
Dabei können handelsübliche Lautsprecher in Betracht gezogen werden, welche eine erforderliche
Bandbreite an Frequenzen zur Erzeugung geeigneten Antischalls abdecken. Wichtig ist
dabei jedoch, dass der Lautsprecher zumindest eine gewisse Temperaturbelastung beeinträchtigungslos
über längere Zeit ertragen kann, wobei der Lautsprecher in der Abgasanlage auftretende
Temperaturen vorzugsweise über die gesamte Lebensdauer des aktiven Schalldämpfers
ertragen kann.
[0011] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Lösung weist
die mit der Umgebung in Kontakt stehende Außenwand zumindest eines der nachfolgenden
Wärmeübertragungselemente auf: Sicke, strukturierte Oberfläche, Windleitelement. Alle
drei genannte Wärmeübertragungselemente tragen dazu bei, eine Oberfläche der Außenwand
zu vergrößern und dadurch einen Wärmeaustausch mit der Umgebung zu beschleunigen.
Insbesondere Sicken oder Kühlrippen sind dabei zur Steigerung des Wärmeaustausches
hinlänglich bekannt. Gleichfalls eingesetzt werden können sogenannte Windleitelemente,
welche einen Fahrtwind so umlenken bzw. leiten, dass eine möglichst hohe Wärmeübertragungsrate
erzielt werden kann. Richtig angeordnet, erhöhen sie eine Wärmeübertragung zwischen
Umgebung und Außenwand und damit auch eine Wärmeübertragung zwischen dem Membranantrieb
und der Außenwand, wodurch der Membranantrieb effektiver gekühlt werden kann und dadurch
seine Lebensdauer verlängert werden kann.
[0012] Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen,
aus den Zeichnungen und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung anhand der Zeichnungen.
[0013] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen.
[0014] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt
und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert, wobei sich gleiche Bezugszeichen
auf gleiche oder ähnliche oder funktional gleiche Bauteile beziehen.
[0015] Es zeigen, jeweils schematisch,
- Fig. 1
- eine Schnittdarstellung durch einen erfindungsgemäßen aktiven Schalldämpfer,
- Fig. 2
- eine Ansicht auf eine Außenseite des erfindungsgemäßen Schalldämpfers.
[0016] Entsprechend Fig. 1 umfasst ein erfindungsgemäßer, aktiver Schalldämpfer 1 für eine
lediglich teilweise dargestellte Abgasanlage 2 einer Brennkraftmaschine zumindest
einen Antischallerzeuger 3 zur Beaufschlagung von Abgas mit Antischall. Die Abgasanlage
2 kann dabei insbesondere wie in der Fig. 1 dargestellt ausgeführt sein, in der sie
ein abgasführendes Rohr 4 aufweist, welches im Bereich des Schalldämpfers 1 schalldurchlässig,
insbesondere perforiert, ist. Denkbar ist selbstverständlich auch eine andere Anordnung
bzw. Ausführungsform des abgasführenden Rohres 4. Dabei steht ein Inneres des abgasführenden
Rohrs 4 zumindest schalltechnisch gesehen kommunizierend mit einem ersten Raum 5 des
aktiven Schalldämpfers 1 in Verbindung. Der erste Raum 5 seinerseits ist durch eine
Trennwand 6 von einem zweiten Raum 7 getrennt, wobei die Trennwand 6 eine Wandöffnung
8 aufweist. Dabei sei ausdrücklich angemerkt, dass die gemäß Fig. 1 gewählte Darstellung
mit dem abgasführenden Rohr 4, dem ersten Raum 5, der Trennwand 6 und dem zweiten
Raum 7 rein exemplarisch zu verstehen ist, so dass auch andere Ausführungsformen bzw.
andere Anordnungen des Antischallerzeugers 3 bezüglich der Abgasanlage 2 von der Erfindung
mit umschlossen sein sollen.
[0017] Im zweiten Raum 7 ist der Antischallerzeuger 3 angeordnet, wobei dieser zumindest
aus einem schwingungserzeugenden Membranantrieb 9 und einer diese Schwingungen abstrahlende
Membran 10 besteht. Dabei ist der Antischallerzeuger 3 so im zweiten Raum 7 angeordnet,
dass er den ersten Raum 5 durch die Wandöffnung 8 hindurch mit Antischall beaufschlagen
kann. Denkbar ist dabei, dass die Membran 10 des Antischallerzeugers 3 die Wandöffnung
8 dicht abschließt. Ebenfalls vorstellbar ist, dass die Membran 10 des Antischallerzeugers
3 Bestandteil der Trennwand 6 ist und beispielsweise zusammen mit dieser hergestellt
wird.
[0018] Im Betrieb des aktiven Schalldämpfers 1 erzeugt der Antischallerzeuger 3 Schallsignale,
welche die vom im Rohr 4 strömenden Abgasstrom ausgehenden Schallwellen vorzugsweise
eliminiert. Dies kann beispielsweise über eine phasenverschobene Aussendung von Antischallsignalen
erfolgen, welche die durch das im Abgasrohr 4 strömende Abgas erzeugte Störsignale
derart überdeckt, dass letztere ausgelöscht werden.
[0019] Da die Abgasanlage 2 während des Betriebs relativ hohe Betriebstemperaturen erreichen
kann und zudem der Membranantrieb 9 im Betrieb ebenfalls Wärme erzeugt, kann es zu
hohen Temperaturbelastungen kommen, welche die Lebensdauer des Antischallerzeugers
3 beeinträchtigen. Um dem entgegen zu wirken und damit die Lebensdauer des Antischallerzeugers
3 verlängern zu können, sollte letzterer vorzugsweise gekühlt werden. Eine derartige
Kühlung erreicht die erfindungsgemäße Lösung dadurch, dass der Membranantrieb 9 des
Antischallerzeugers 3 über wenigstens ein Kopplungselement 11 wärmeleitend und schalldämpfend
mit einer, mit der Umgebung 12 in Kontakt stehenden Außenwand 13 des Schalldämpfers
1 gekoppelt ist. Das wärmeleitende und schalldämpfende Kopplungselement 11 bewirkt
dabei eine Wärmeübertragung vom Membranantrieb 9 über das Kopplungselement 11 in die
Außenwand 13 des Schalldämpfers 1, von wo die Wärme in die Umgebung 12 abgeführt werden
kann. Die Außenwand 13 wirkt somit als Kühloberfläche für den Membranantrieb 9.
[0020] Die schalldämpfende Ausbildung des Kopplungselementes 11 hingegen verhindert eine
Übertragung von Schall vom Antischallerzeuger 3 auf die Außenwand 13 und von dieser
eine Abstrahlung in die Umgebung 12. Dabei kann das Kopplungselement 11 aus einem
wärmeleitenden und gleichzeitig schalldämpfenden Material, beispielsweise in Form
einer zähen Substanz, wie beispielsweise eine Wärmeleitpaste oder einer Schicht eines
gut wärmeleitenden elastischen Materials bestehen. Neben einer erhöhten Wärmeleitung
erfüllt eine derartige Substanz bzw. ein derartiges Material einen für die Fertigung
des Schalldämpfers 1 nötigen Toleranzausgleich, da zwischen dem Membranantrieb 9 und
der Außenwand 13 stets ein Spalt vorhanden sein muss, dieser jedoch so klein wie möglich
sein sollte. Als Membranantrieb 9 kommt hierbei beispielsweise eine übliche Magnetspule
in Betracht. Eine weitere wichtige Eigenschaft des Kopplungselements 11 ist eine gewisse
mechanische Elastizität, welche eine Übertragung von Schallwellen vom Membranantrieb
9 über das Kopplungselement 11 in die Außenwand 13 verhindert. Hierdurch wird vermieden,
dass die Außenwand 13 als schallabstrahlende Membran fungiert und dadurch die schalldämpfende
Wirkung des Antischallerzeugers 3 zu Nichte macht. Das Kopplungselement 11 weist dabei
üblicherweise eine Dicke von ca. 0,1 mm bis ca. 5 mm auf.
[0021] Um eine Wärmeübertragung zwischen der Außenwand 13 über das Kopplungselement 11 und
dem Membranantrieb 9 des Antischallerzeugers 3 weiter steigern zu können und damit
eine weiter verbesserte Kühlung des Membranantriebs 9 erreichen zu können, ist die
mit der Umgebung 12 in Kontakt stehende Außenwand 13 des Schalldämpfers 1 so ausgebildet,
dass eine erhöhte Wärmeübertragung zur Umgebung 12 stattfinden kann. Dies wird beispielsweise
durch spezielle Wärmeübertragungselemente 14 oder durch eine entsprechende Ausgestaltung
der Oberfläche der Außenwand 13 erreicht. Eine entsprechend gestaltete Oberfläche
kann dabei eine stark zerklüftete Struktur aufweisen, wodurch die Oberfläche vergrößert
wird und somit der Kühleffekt unterstützt wird. Als Wärmeübertragungselemente 14 kommen
beispielsweise Rippen, Sicken und Windleitelemente in Betracht, welche ebenfalls die
Oberfläche der Außenwand 13 vergrößern oder darüber hinaus eine spezifische Luftströmung
erzeugen, welche die Kühlwirkung zusätzlich unterstützt. Dabei ist davon auszugehen,
dass die Außenwand 13 des Schalldämpfers 1 üblicherweise unterhalb eines Kraftfahrzeugs
angeordnet ist und dadurch im Betrieb des Kraftfahrzeugs dem Fahrtwind ausgesetzt
wird.
[0022] Generell können dabei die Wärmeleitelemente 14 wie eben beschrieben beispielsweise
als Sicken oder Rippen ausgebildet sein und entweder eine geradlinige oder eine gekrümmte
Gestalt aufweisen. In Fig. 2 ist eine Sicke 14' an der Außenwand 13 ausgebildet, welche
im wesentlich kreisrund ist und welche an eine Form des Membranantriebs 9 angepasst
ist, so dass die Sicke 14' den Membranantrieb 9 umgibt. Allgemein gesprochen kann
dabei eine dem Membranantrieb 9 zugewandte Oberfläche der Außenwand 13 an eine, der
Außenwand 13 zugewandte Kontur des Membranantriebs 9 angepasst sein.
[0023] Die Kopplung zwischen dem Antischallerzeuger 3 und der Außenwand 13 durch das Kopplungselement
11 bewirkt darüber hinaus eine Versteifung der Außenwand 13, wodurch diese deutlich
weniger vom Antischallerzeuger 3 erzeugten Antischall nach außen abstrahlt. Ohne jeden
mechanischen Kontakt zwischen der Außenwand 13 und dem Membranantrieb 9 würde die
Außenwand 13 aufgrund der hohen, durch den Antischallerzeuger 3 erzeugten Schalldruckpegel
deutlich mehr Körperschall abstrahlen, so dass, um dem entgegen wirken zu können,
die Blechstärke der Außenwand 13 signifikant erhöht werden müsste, was wiederum eine
höhere Masse und höhere Kosten sowie einen höheren Wärmeleitwiderstand zur Folge hätte
und dadurch die Wärmeabfuhr des Membranantriebs 9 verschlechtern würde.
1. Aktiver Schalldämpfer (1) für eine Abgasanlage (2) einer Brennkraftmaschine, insbesondere
in einem Kraftfahrzeug, mit zumindest einem Antischallerzeuger (3) zur Beaufschlagung
von Abgas mit Antischall, wobei der Antischallerzeuger (3) einen Membranantrieb (9)
und wenigstens ein Kopplungselement (11) aus einem wärmeleitenden und schalldämpfenden
Material aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Antischallerzeuger (3) mit dem Membranantrieb (9) über das wenigstens eine Kopplungselement
(11) wärmeleitend und schalldämpfend mit einer, mit der Umgebung (12) in Kontakt stehenden
Außenwand (13) des Schalldämpfers (1) gekoppelt ist, indem das Kopplungselement (11)
einen zwischen der Außenwand (13) und dem Membranantrieb (9) vorgesehenen Spalt überbrückt.
2. Schalldämpfer nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Kopplungselement (11) eine Dicke von ca. 0,1 bis 5,0 mm aufweist.
3. Schalldämpfer nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Antischallerzeuger (3) ein Lautsprecher ist und eine vom Membranantrieb (9) anregbare
Schwingungsmembran (10) aufweist.
4. Schalldämpfer nach einem Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die mit der Umgebung (12) in Kontakt stehenden Außenwand (13) des Schalldämpfers
(1) so ausgebildet ist, dass eine erhöhte Wärmeübertragung zur Umgebung (12) stattfinden
kann.
5. Schalldämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die mit der Umgebung (12) in Kontakt stehende Außenwand (13) zumindest eines der
nachfolgenden Wärmeübertragungselemente (14) aufweist: Sicke, strukturierte Oberfläche,
Windleitelement.
6. Schalldämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine dem Membranantrieb (9) zugewandte Oberfläche der Außenwand (13) an eine, der
Außenwand (13) zugewandte Kontur des Membranantriebs (9) angepasst ist.
7. Schalldämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
- dass der aktive Schalldämpfer (1) ein abgasführendes, perforiertes Rohr (4) aufweist,
das mit einem ersten Raum (5) schallübertragend verbunden ist,
- dass der Antischallerzeuger (3) in einem, durch eine Trennwand (6) mit einer Wandöffnung
(8) vom ersten Raum (5) getrennten zweiten Raum (7) angeordnet ist, wobei der Antischallerzeuger
(3) den ersten Raum (5) durch die Wandöffnung (8) mit Antischall beaufschlagen kann.
8. Schalldämpfer nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Membran (10) des Antischallerzeugers (3) die Wandöffnung (8) dicht abschließt.
9. Schalldämpfer nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekenzeichnet,
dass die Membran (10) des Antischallerzeugers (3) Bestandteil der Trennwand (6) ist.
1. An active silencer (1) for an exhaust system (2) of an internal combustion engine,
in particular in a motor vehicle, with at least one anti-sound generator (3) for subjecting
exhaust gas to anti-sound, wherein the anti-sound generator (3) comprises a diaphragm
drive (9) and at least one coupling element (11) of a heat-conducting and sound-absorbing
material, characterized in that the anti-sound generator (3) with the diaphragm drive (9) is coupled via the at least
one coupling element (11) in a heat-conducting and sound-absorbing manner to an outer
wall (13) of the silencer which is in contact with the surroundings (12)while the
coupling element (11) bridges a gap provided between the outer wall (13) and the diaphragm
drive (9).
2. The silencer according to Claim 1, characterized in that the coupling element (11) has a thickness of approximately 0.1 to 5.0 mm.
3. The silencer according to any one of the preceding claims, characterized in that the anti-sound generator (3) is a loudspeaker and comprises a resonation diaphragm
(10) that can be excited by the diaphragm drive (9).
4. The silencer according to any one of the Claims 1 to 3, characterized in that the outer wall (13) of the silencer (1) that is in contact with the surroundings
(12) is designed so that an increased heat transfer to the surroundings (12) can take
place.
5. The silencer according to any one of the Claims 1 to 4, characterized in that the outer wall (13) that is in contact with the surroundings (12) comprises at least
one of the following heat transfer elements (14): bead, textured surface, wind guidance
element.
6. The silencer according to any one of the Claims 1 to 5, characterized in that a surface of the outer wall (13) facing the diaphragm drive (9) is adapted to a contour
of the diaphragm drive (9) facing the outer wall (13).
7. The silencer according to any one of the Claims 1 to 6,
characterized
- in that the active silencer (1) comprises an exhaust gas-carrying, perforated pipe (4), which
is connected to a first chamber (5) in a sound-transmitting manner,
- in that the anti-sound generator (3) is arranged in a second chamber (7) which is separated
from the first chamber (5) through a separating wall (6) with a wall aperture (8),
wherein the anti-sound generator (3) can subject the first chamber (5) to anti-sound
through the wall aperture (8).
8. The silencer according to Claim 7, characterized in that the diaphragm (10) of the anti-sound generator (3) tightly seals the wall opening
(8).
9. The silencer according to Claim 7 or 8, characterized in that the diaphragm (10) of the anti-sound generator (3) is part of the separating wall
(6).
1. Silencieux actif (1) pour une installation de gaz d'échappement (2) d'un moteur à
combustion interne, notamment dans un véhicule automobile, comportant au moins un
générateur d'anti-bruit (3) pour solliciter le gaz d'échappement avec un anti-bruit,
dans lequel le générateur d'anti-bruit (3) présente un actionneur à membrane (9) et
au moins un élément de couplage (11) constitué d'un matériau conducteur de chaleur
et atténuant les bruits, caractérisé en ce que le générateur anti-bruit (3) avec l'actionneur à membrane (9) est couplé par l'intermédiaire
d'au moins un élément de couplage (11) de manière thermiquement conductrice et atténuant
les bruits avec une paroi extérieure (13) du silencieux (1) entrant en contact avec
l'environnement ambiant (12), en ce que l'élément de couplage (11) enjambe un interstice prévu entre la paroi extérieure
(13) et l'actionneur à membrane (9).
2. Silencieux selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément de couplage (11) présente une épiasseur d'environ 0,1 à 5,0 mm.
3. Silencieux selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le générateur d'anti-bruit (3) est un haut-parleur et présente une membrane anti-vibrations
(10) excitable par l'actionneur à membrane (9).
4. Silencieux selon une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la paroi extérieure (13) du silencieux (1) étant en contact avec l'environnement
ambiant (12) est conçue de telle sorte qu'une transmission thermique accrue par rapport
à l'environnement ambiant (12) puisse avoir lieu.
5. Silencieux selon une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la paroi extérieure (13) étant en contact avec l'environnement (12) ambiant présente
au moins un des éléments de transmission thermique (14) suivants : moulure, surface
structurée, élément de conduction éolienne.
6. Silencieux selon une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que une surface de la paroi extérieure (13) tournée vers l'actionneur à membrane (9)
est adaptée à un contour de l'actionneur à membrane (9) tourné vers la paroi extérieure
(13).
7. Silencieux selon une des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce que
- le silencieux actif (1) présente un tuyau perforé (4) évacuant les gaz d'échappement,
qui est relié d'une manière transmettant les sons à un premier espace (5),
- le générateur d'anti-bruit (3) est disposé dans un deuxième espace (7) séparé du
premier espace (5) par une paroi de séparation (6) comportant une ouverture de paroi
(8), dans lequel le générateur d'anti-bruit (3) peut solliciter avec de l'anti-bruit
le premier espace (5) par l'intermédiaire de l'ouverture de paroi (8).
8. Silencieux selon la revendication 7, caractérisé en ce que la membrane (10) du générateur d'anti-bruit (3) isole de manière étanche l'ouverture
de paroi (8).
9. Silencieux selon la revendication 7 ou 8, caractérisé en ce que la membrane (10) du générateur d'anti-bruit (3) est partie intégrante de la paroi
de séparation (6).