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EP 1 900 526 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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18.08.2010 Patentblatt 2010/33 |
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Anmeldetag: 23.08.2007 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Tuchvorschub-Steuereinrichtung einer Reinigungsvorrichtung für Druckmaschinenzylinder
Cloth feed control device of a cleaning device for printing press cylinders
Dispositif de commande d'amenée de tissu d'un dispositif de nettoyage pour cylindre
d'imprimante
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT |
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Priorität: |
07.09.2006 DE 102006041894
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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19.03.2008 Patentblatt 2008/12 |
| (73) |
Patentinhaber: Baldwin Germany GmbH |
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86316 Friedberg (DE) |
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Erfinder: |
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- Nadolny, Siegbert
86405 Meitingen (DE)
- Ackermann, Werner
63743 Aschaffenburg (DE)
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| (74) |
Vertreter: Meissner, Bolte & Partner |
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Anwaltssozietät GbR
Postfach 10 26 05 86016 Augsburg 86016 Augsburg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 755 789 DE-A1- 10 044 861
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DE-A1- 4 442 412 DE-A1-102005 003 166
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Tuchvorschub-Steuereinrichtung einer Reinigungsvorrichtung
für Druckmaschinenzylinder gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.
[0002] Ferner betrifft die Erfindung eine Reinigungsvorrichtung, welche eine solche Tuchvorschub-Steuereinrichtung
aufweist.
[0003] Auch betrifft die Erfindung eine Steueranlage, welche zwei oder mehr Tuchvorschub-Steuereinrichtungen
für entsprechend zwei oder mehr Reinigungsvorrichtungen für Druckmaschinenzylinder
in einer Druckmaschine enthält, z. B. in einer Offset-Druckmaschine.
[0004] Die Reinigungsvorrichtungen sind zur drehbaren Lagerung von zwei Tuchrollen ausgebildet,
von welchen eine Tuchrolle eine Saubertuchrolle, und die andere Tuchrolle eine Schmutztuchrolle
ist. Die Schmutztuchrolle ist von einem Antrieb automatisch schrittweise antreibbar,
z. B. von einem Pneumatik-Zylinder, um das Reinigungstuch schrittweise um jeweils
eine vorbestimmte Tuchvorschublänge von der Saubertuchrolle auf die Schmutztuchrolle
zu übertragen. Das Reinigungstuch wird während eines Reinigungsvorgangs mindestens
einmal, vorzugsweise mehrmals um jeweils die vorbestimmte Tuchvorschublänge weiter
transportiert, sodass jeweils ein sauberer Tuchabschnitt an den Zylinderumfang des
zu reinigenden Druckmaschinenzylinders angelegt wird. Das Reinigungstuch kann trocken
oder feucht sein. Das Reinigungstuch kann bereits auf der Saubertuchrolle feucht sein
oder erst auf dem Weg zur Schmutztuchrolle an einer Stelle befeuchtet werden, welche
vor der Stelle liegt, an welcher das Reinigungstuch mittels eines Andrückelements
an den Zylinderumfang andrückbar ist.
Stand der Technik
[0006] Aus der
DE 10 2005 003 166 A1 ist eine Waschvorrichtung für eine Druckmaschine bekannt, welche einen Ultraschallsensor
zum Detektieren des Tuchniveaus einer Reinigungstuchrolle enthält. Damit wird festgestellt,
wann nur noch eine vorbestimmte kurze Resttuchmenge auf der Reinigungstuchrolle vorhanden
ist, die für einen neuen Druckvorgang nicht mehr ausreichen würde. Dadurch wird vermieden,
dass ein Druckvorgang abgebrochen werden muss, weil das Reinigungstuch nicht mehr
bis zum Ende des Druckvorgangs reicht.
[0007] Eine von mehreren Ausführungsformen einer Reinigungsvorrichtung für Druckmaschinenzylinder
ist aus der
DE 101 60 197 A1 bekannt.
[0008] Eine automatische Zylinderreinigungsvorrichtung für Druckmaschinen ist auch aus der
US 4,344,361 bekannt.
Kurze Beschreibung der Erfindung
[0009] Durch die Erfindung soll die Aufgabe gelöst werden, eine Reinigungsvorrichtung und
insbesondere ihre Steuereinrichtung für die Reinigung von Druckmaschinenzylindern
derart auszubilden, dass eine effizientere Nutzung des Reinigungstuchs möglich ist.
[0010] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch die Merkmale von Anspruch 1 gelöst.
[0011] Weitere Merkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen enthalten.
[0012] Ferner wird die Aufgabe gemäß der Erfindung durch eine Reinigungsvorrichtung gelöst,
welche mit einer Tuchvorschub-Steuereinrichtung nach der Erfindung versehen ist.
[0013] Die Erfindung betrifft auch eine Steueranlage, welche zwei oder mehr Tuchvorschub-Steuereinrichtungen
für entsprechend zwei oder mehr Reinigungsvorrichtungen für Druckmaschinenzylinder
enthält.
[0014] Entsprechend betrifft die Erfindung auch eine Anlage, welche zwei oder mehr Reinigungsvorrichtungen
zur Reinigung von Druckmaschinenzylindern und eine entsprechende Anzahl von Tuchvorschub-Steuereinrichtungen
enthält.
[0015] Die Erfindung beinhaltet mehrere Merkmale, die einzeln und in Kombination vorteilhaft
verwendbar sind:
[0016] Ein berührungsloser Sensor, vorzugsweise ein Ultraschallsensor, tastet die Umfangsfläche
einer der beiden Tuchrollen, vorzugsweise der Saubertuchrolle, ab und erzeugt in Abhängigkeit
von dem detektierten Abstand ein dem Radius der Tuchrolle entsprechendes Signal, insbesondere
eine elektrische Stromstärke oder alternativ eine Spannungshöhe. Der Sensor ist vorzugsweise
derart ausgebildet, dass Abstandsänderungen lineare Änderungen des Signalwerts zur
Folge haben. Mit dem somit ermittelten Radius wird der Tuchrollenumfang automatisch
errechnet. Der errechnete Tuchrollenumfang wird in Relation zu einer definierten Tuchvorschublänge
(Tuchvorschublänge-Sollwert) gesetzt mittels einer den Gesamtumfang der Tuchrolle
definierten Anzahl von Inkrementen. Die definierte Tuchvorschublänge ist die Tuchvorschublänge,
um welche das Tuch bei jedem Vorschubschritt von der Saubertuchrolle in Richtung zur
Schmutztuchrolle weiter transportiert werden soll. Der zu ermittelnde Wert für die
Anzahl der zurück zu legenden Inkremente, die für den Vorschub der definierten Tuchvorschublänge
erforderlich sind, wird im Fall von Dezimalwerten gerundet, beispielsweise ab einem
Dezimalwert von 0,5 zur nächsten ganzen Zahl aufgerundet, ansonsten zur nächsten ganzen
Zahl abgerundet. Wenn der aktive Tuchvorschub den ermittelten Wert der Inkremente
erreicht hat, wird der Tuchvorschub automatisch beendet, z. B. durch Deaktivierung
eines Ventils, durch welches einem pneumatischen Antrieb Druckluft zuführbar ist.
[0017] Gemäß einem weiteren Gedanken der Erfindung werden die Anzahl der bei einem Tuchvorschubschritt
zurückgelegten Inkremente addiert und in einem Summenspeicher gespeichert. Die gespeicherte
Anzahl von Inkrementen kann für verschiedene Zwecke verwendet werden, beispielsweise
zur automatischen Berechnung der verbrauchten Tuchlänge oder der auf der Saubertuchrolle
noch vorhandenen Tuchrestlänge und/oder zur Erzeugung eines Signals, wenn sich auf
der Saubertuchrolle nur noch eine vorbestimmte Mindestrestlänge an Tuch befindet.
[0018] Eine besonders vorteilhafte Verwendung der im Summenspeicher gespeicherten Summenwerte
von zurückgelegten Inkrementen besteht darin, aus den Summenwerten von zwei oder mehreren
Reinigungsvorrichtungen einer Druckmaschine automatisch einen Durchschnittswert zu
errechnen und diesen Durchschnittswert als Sollwert für alle Reinigungsvorrichtungen
innerhalb der gleichen Druckmaschine zu bestimmen. Für alle Reinigungsvorrichtungen
wird die Differenz der zurückgelegten, im Summenspeicher gespeicherten Inkremente
zu dem Sollwert ermittelt und diese Differenz ebenfalls gespeichert. Bei Abweichungen
der Differenz von einem definierten Grenzwert an einer Reinigungsvorrichtung nach
oben oder nach unten werden bei mindestens dem der nächsten Tuchvorschübe desselben
Reinigungsvorgangs oder des nächsten Reinigungsvorgangs von der vom Tuchrollendurchmesser
abhängigen, zu ermittelnden Anzahl von Inkrementen die Anzahl der zurück zu legenden
Inkremente durch Erhöhung oder Reduzierung dahingehend angepasst, dass sich die Gesamtzahl
der zurückgelegten Inkremente der verschiedenen Reinigungseinrichtungen wieder aneinander
angleicht oder die Gesamtzahl der zurückgelegten Inkremente bei allen Reinigungsvorrichtungen
wieder gleich wird. Hierbei muss sichergestellt werden, dass bei einer Reduzierung
der Anzahl von Inkrementen bei einem Tuchvorschub ein definierter Mindestwert von
Inkrementen nicht unterschritten wird, damit sichergestellt ist, dass immer genügend
frisches Reinigungstuch an den zu reinigenden Druckmaschinenzylinder angestellt wird.
[0019] Die Reinigungsvorrichtungen werden üblicherweise als Waschbalken bezeichnet, da sie
sich balkenartig quer durch die Druckmaschine im Wesentlichen über die gleiche Länge
wie der zu reinigende Druckmaschinenzylinder erstrecken.
[0020] Vorteile der Erfindung: Die Erfindung verzichtet auf bisher benötigte mechanische
Teile wie z. B. Tuchende-Begrenzungshebel, Tuch-Tastlöffel oder Schaltrad mit einer
Antriebsrolle. Im Gegensatz zu diesen Teilen können bei der Erfindung keine Funktionsstörungen
in Folge von Verschmutzung auftreten, da alle gemäß der Erfindung erforderlichen Teile
in einem geschützten Raum untergebracht werden können. Ferner haben die bekannten
Teile den Nachteil, dass sie an der Druckmaschine durch Fremdeinwirkung verbogen oder
abgebrochen werden können. Auch diese Nachteile werden durch die Erfindung vermieden.
[0021] Die Erfindung wird im Folgenden mit Bezug auf die Zeichnungen anhand von bevorzugten
Ausführungsformen als Beispiele beschrieben. In den Zeichnungen zeigen
- Fig. 1
- schematisch eine Reinigungsanlage mit zwei (oder mehr) Reinigungsvorrichtungen und
zugehörigen Tuchvorschub-Steuereinrichtungen nach der Erfindung, welche zusammen eine
Steueranlage nach der Erfindung bilden,
- Fig. 2
- schematisch eine Darstellung, wie 360° um die Drehachse einer Tuchrolle in gleich
große Inkremente aufteilbar sind.
[0022] Fig. 1 zeigt schematisch zwei Tuchvorschub-Steuereinrichtungen 2-1 und 2-2 für eine
gleich große Anzahl von Reinigungsvorrichtungen 4-1 und 4-2 zur Reinigung von entsprechend
ebenfalls zwei Druckmaschinenzylindern 6-1 und 6-2 einer Druckmaschine, z. B. einer
Offset-Druckmaschine. Da beide Tuchvorschub-Steuereinrichtungen 2-1 und 2-2 sowie
die beiden Reinigungsvorrichtungen 4-1 und 4-2 jeweils gleich ausgebildet sein können,
wird im Folgenden nur die eine Tuchvorschub-Steuereinrichtung 2-1 für die eine Reinigungsvorrichtung
4-1 beschrieben, soweit im Folgenden nichts anderes erwähnt ist.
[0023] Die Reinigungsvorrichtung 4-1 erstreckt sich im Wesentlichen über die gesamte Länge
wie der von ihr zu reinigende Druckmaschinenzylinder 6-1. Sie ist zur drehbaren Lagerung
von zwei Tuchrollen ausgebildet, von welchen die eine eine Saubertuchrolle 8 und die
andere eine Schmutztuchrolle 10 ist. Die Schmutztuchrolle 10 wird von einer automatischen
Antriebsvorrichtung 11 schrittweise gedreht, um eine jeweils vorbestimmte Tuchvorschublänge
von der Saubertuchrolle 8 auf die Schmutztuchrolle 10 zu transportieren. Hierbei ändert
sich der Rollendurchmesser der beiden Tuchrollen 8 und 10. Auf dem Transportweg des
Reinigungstuchs 12 in Transportrichtung 14 befindet sich ein Andrückelement 16 zum
Andrücken des Reinigungstuchs 12 an den zu reinigenden Druckmaschinenzylinder 6-1.
Ferner kann eine Flüssigkeitssprühvorrichtung 18 zum Besprühen des Reinigungstuches
12 mit Flüssigkeit, z. B. Wasser und/oder einem Reinigungsmittel vorgesehen sein.
Für einen Reinigungsvorgang wird das Reinigungstuch 12 mindestens ein Mal oder mehrmals
mittels des Andrückelements 16 und/oder durch Verschieben der gesamten Reinigungsvorrichtung
4-1 an die Zylinderumfangsfläche des Druckmaschinenzylinders 6-1 angelegt und dann
wieder davon distanziert. Nach jedem Anlegen an den Druckmaschinenzylinder (oder gemäß
anderer Ausführungsform während des Anliegens) wird das Reinigungstuch in einem Arbeitsschritt
um die vorbestimmte Tuchvorschublänge weiter transportiert.
[0024] Die Antriebsvorrichtung 11 kann auf verschiede Weise ausgebildet sein. Sie kann beispielsweise
einen elektrischen Schrittmotor enthalten oder einen pneumatischen Antrieb 20 (Kolben-Zylinder-Einheit)
aufweisen, dessen Kolben von einem Ventil 22 gesteuert axial hin- und herbewegbar
ist und über eine Antriebsverbindung 24 einen Freilauf 26 antreibt, welcher mit einem
Tuchrollenkern 28 der Schmutztuchrolle 10 antriebsmäßig verbunden ist.
[0025] Die Tuchvorschub-Steuereinrichtung 2-1 enthält einen berührungslos arbeitenden Abstandssensor
30. Der Abstandssensor 30 ist zur Erzeugung von Signalen, vorzugsweise Analogsignalen,
in Form eines elektrischen Stromwerts oder eines elektrischen Spannungswerts in Abhängigkeit
von dem jeweiligen radialen Abstand des Abstandssensors 30 von dem Außenumfang einer
der beiden Tuchrollen ausgebildet, beispielsweise der Saubertuchrolle 8 (oder der
Schmutztuchrolle 10). Die Signale des Abstandssensors 30 verändern sich linear proportional
zu radialen Abstandsänderungen des Außenumfangs der Tuchrolle von dem Abstandssensor
30. Der Abstandssensor 30 ist auf einem vorbestimmten Abstand 32 von der Drehachse
34 der Saubertuchrolle 8 radial zur Drehachse 34 positioniert, sodass die analogen
Signale des Abstandssensors 30 dem jeweiligen Radius der Tuchrolle entsprechen, obwohl
der Abstandssensor 30 tatsächlich nur seinen Abstand zur Tuchrollenumfangsfläche detektiert.
Der Abstandssensor 30 ist vorzugsweise ein Ultraschallsensor, dessen Schall-Laufzeit
vom Abstandssensor 30 zur Tuchrollenumfangsfläche und wieder zurück ein Maß für den
Abstand ist. Fig. 1 zeigt schematisch den gesendeten Ultraschallstrahl 36 und den
reflektierten Ultraschallstrahl 38.
[0026] Ferner enthält die Tuchvorschub-Steuereinrichtung 2-1 einen Steuerteil 40, welcher
mit dem Abstandssensor 30 verbunden ist und aus dessen analogem Signal, welches dem
Radius der detektierten Saubertuchrolle 8 entspricht, die jeweilige Umfangsgröße dieser
Saubertuchrolle 8 errechnet. In dem Steuerteil 40 ist ein Tuchvorschublänge-Sollwert
42 gespeichert oder speicherbar, welcher angibt, wie groß die Tuchvorschublänge bei
einem Vorschubschritt sein soll. Ferner ist in dem Steuerteil 40 eine vorbestimmte
Anzahl von Inkrementen für eine 360°-Drehung der Tuchrolle 8 gespeichert. Mit anderen
Worten: Der Umfang der Tuchrolle 8 von 360° ist in gleich große Drehwinkel-Inkremente
aufgeteilt.
[0027] Der Steuerteil 40 ist zur Berechnung ausgebildet, um wie viel Inkremente die Tuchrolle
8 gedreht werden muss, um bei der errechneten Umfangsgröße der Tuchrolle 8 das Reinigungstuch
um eine dem Sollwert entsprechende Tuchvorschublänge mittels der Antriebsvorrichtung
11 zu transportieren. Hierfür ist der Steuerteil 40 zur Erzeugung eines den errechneten
Inkrementen entsprechenden Stellsignal-Sollwerts für die Antriebsvorrichtung 11 ausgebildet.
[0028] Der Steuerteil 40 ist vorzugsweise mit mindestens einem Prozessor zur Durchführung
der Berechnungen und mit einem Datenspeicher versehen.
[0029] Fig. 2 zeigt schematisch eine Stirnansicht einer der beiden Tuchrollen, beispielsweise
der Saubertuchrolle 8. Ihre Stirnseite ist um ihre Drehachse 34 über 360° in die genannte
vorbestimmte Anzahl von jeweils gleich großen Inkrementen aufgeteilt. Je größer die
Anzahl der Inkremente ist, desto höher ist die Genauigkeit der Tuchvorschubsteuerung.
Beispielsweise können 360 Inkremente oder 720 Inkremente vorgesehen sein. Zur deutlichen
Darstellung des Prinzips sind in Fig. 2 nur 16 Inkremente 0 bis 16 dargestellt. Die
Tuchvorschublänge, welche bei Drehung der Tuchrolle 8 um ein Inkrement transportiert
wird, ist abhängig von dem äußeren Tuchrollendurchmesser oder Radius. Aus dem gemessenen
Radius berechnet der Steuerteil 42 den Tuchrollenumfang. Als Beispiel sei angenommen,
beim Tuchrollenumfang U1 beträgt der Tuchrollenabschnitt zwischen zwei Inkrementen
10 mm. Ferner wird angenommen, dass bei einem kleineren Durchmesser U2 der Tuchlängenabschnitt
zwischen zwei Inkrementen nur 5 mm beträgt. Daraus ist ersichtlich, dass für eine
gewünschte Tuchvorschublänge (Sollwert) von 10 mm die Saubertuchrolle 8 bei dem großen
Durchmesser U1 nur um ein Inkrement weiter gedreht zu werden braucht, während sie
bei dem kleinen Durchmesser U2 um 2 Inkremente weitergedreht werden muss, um die gleiche
Tuchvorschublänge von der Tuchrolle 8 abzuwickeln. Die gleiche Funktion kann erreicht
werden, wenn der analoge Abstandssensor 30 nicht die Saubertuchrolle 8, sondern die
Schmutztuchrolle 10 detektiert.
[0030] Bei der Berechnung im Steuerteil 40, um wie viele Inkremente die Saubertuchrolle
8 gedreht werden muss, um bei einer errechneten Umfangsgröße das Reinigungstuch 12
um eine dem Sollwert entsprechende Tuchvorschublänge mittels der Antriebsvorrichtung
11 zu transportieren, können sich Dezimalbeträge (Komma-Beträge) ergeben. Der Steuerteil
40 kann derart ausgebildet sein, dass er diese Dezimalbeträge stets aufrundet oder
stets abrundet oder derart ausgebildet sein, dass er ab einem vorbestimmten Dezimalwert
von beispielsweise 0,5 jeweils zur nächsten ganzen Zahl aufrundet, ansonsten zur nächsten
ganzen Zahl abrundet.
[0031] Es gibt mehrere Möglichkeiten zur Erkennung, um wie viele Inkremente die Tuchrolle
8 oder 10 bei jedem Tuchvorschub oder ab einer bestimmten Startposition für alle Tuchvorschübe
insgesamt gedreht wurde. Wenn die Schmutztuchrolle 10 von einem elektrischen Schrittmotor
angetrieben wird, besteht die Möglichkeit, die Steuerimpulse und damit die einzelnen
Schritte des Schrittmotors als Inkremente in einem automatischen Zähler zu zählen
und in einem Speicher zu speichern. Eine andere Möglichkeit der Zählung und Speicherung
von Inkrementen besteht in der Verwendung eines Encoders 44. Er kann zur Zählung der
Inkremente (Drehschritte) der Schmutztuchrolle 10 oder der Saubertuchrolle 8 angeordnet
werden. Die Zählung der Inkremente an der Saubertuchspindel 8 ist exakter als an der
Schmutzruchrolle 10, wegen der Dehnfähigkeit des Reinigungstuchs 12 und wegen Spiel
zwischen den einzelnen Elementen. Als eine der Möglichkeiten zeigt Fig. 1 einen Encoder
44, welcher eine mit Inkrementmarkierungen 45 (Striche, Löcher etc.) versehene Encoderscheibe
46 und einen Encodersensor 47 zur Detektierung der Inkrementmarkierungen 45 aufweist.
Der Encodersensor 47 ist mit dem Steuerteil 40 verbunden, um diesem bei jeder Detektion
einer Inkrementmarkierung 45 ein elektrisches Signal zu liefern. Die Inkrementschiebe
46 ist mit der Schmutztuchrolle 10 (oder der Saubertuchrolle 8) über ein Verbindungselement
48 zur gemeinsamen Drehung verbunden. Das Verbindungselement ist z. B. mit einem Kupplungselement
verbunden, welches mit dem Wickelkern 28 der Schmutzruchrolle 10 (oder der Saubertuchrolle
8) verbunden oder verbindbar ist. Die Inkrementmarkierungen 45 können anstatt an einer
Encoderscheibe 46 an einem anderen Rotationselement vorgesehen sein, welches mit der
betreffenden Tuchrolle 10 oder 8 direkt oder über eine Untersetzung oder Übersetzung
verbunden ist.
[0032] Der Steuerteil 40 enthält vorzugsweise einen Summenzähler 50 zum Zählen der Gesamtanzahl
von Inkrementen oder Inkrementmarkierungen 45, um welche die Schmutztuchrolle 10 und
damit auch die Saubertuchrolle 8 seit einem erstmaligen Start für alle bisher durchgeführten
Fortwärtsbewegungen von Tuchvorschublängen gedreht wurde. Die Gesamtzahl der bereits
gedrehten Inkremente kann für verschiedene Zwecke verwendet werden. Sie ist ein Maß
dafür, wie viel Reinigungstuch bereits von der Saubertuchrolle 8 auf die Schmutztuchrolle
10 gewickelt wurde und auch dafür, wie viel Resttuchlänge noch auf der Saubertuchrolle
vorhanden ist. Es besteht die vorteilhafte Möglichkeit, die Gesamtzahl der Inkremente
oder ein dieser Gesamtzahl entsprechendes Längenmaß automatisch optisch anzuzeigen,
entweder die von der Saubertuchrolle 8 bereits abgewickelte Tuchlänge oder die auf
ihr noch verbleibende Resttuchlänge. Ferner besteht die Möglichkeit, ein optisches
oder akustisches Signal zu erzeugen, wenn sich auf der Saubertuchrolle 8 nur noch
eine vorbestimmte Mindest-Resttuchlänge befindet. Die Mindest-Resttuchlänge kann dafür
wichtig sein, ob sie noch für die Durchführung von allen Reinigungsvorgängen während
eines Druckvorganges ausreicht, oder eine neue Saubertuchrolle 8 erforderlich ist,
um einen Druckvorgang ohne Unterbrechung durchführen zu können.
[0033] Der analoge Abstandssensor 30 und/oder der Encoder 44 sind vorzugsweise auf der Reinigungsvorrichtung
4-1 bzw. 4-2 angeordnet und bilden zusammen mit diesem eine Baueinheit, die in eine
Druckmaschine einsetzbar ist. Der Steuerteil 40 kann ebenfalls auf der Reinigungsvorrichtung
angeordnet werden, ist jedoch vorzugsweise getrennt von ihr angeordnet.
[0034] Eine Druckmaschine enthält meistens mehrere Reinigungsvorrichtungen 4-1, 4-2 usw.
(Waschbalken) zur Reinigung von mehreren Druckmaschinenzylindern 6-1, 6-2 usw. Es
ist wünschenswert, die Reinigungstücher 12 bei allen Reinigungsvorrichtungen 4-1,
4-2 usw. gleichzeitig zu wechseln, damit der Druckbetrieb nicht mehrmals unterbrochen
werden muss. Die Erfindung bietet die Möglichkeit, die Gesamtzahl von seit einem erstmaligen
Start von Tuchvorschüben gezählten und gespeicherten Inkrementen bei allen Reinigungsvorrichtungen
4-1 und 4-2 miteinander zu vergleichen und Änderungen des Stellsignal-Sollwerts für
die Antriebsvorrichtung 11 derart vorzunehmen, dass unterschiedliche Gesamtzahlen
von Inkrementen wieder ausgeglichen werden. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung sind deshalb die Steuerteile 40 von allen Reinigunsvorrichtungen 4-1
und 4-2 zum Erzeugen eines Differenzsignals aus dem Istwert der Gesamtzahl von gezählten
Inkrementen ihres Summenzählers 50 und aus einem Inkrementen-Gesamtzahl-Sollwert ausgebildet.
Der Inkrementen-Gesamtzahl-Sollwert ist der Durchschnittswert von mehreren Reinigungsvorrichtungen
4-1 und 4-2 in einer Druckmaschine, welcher sich durch Addition der Gesamtzahl von
gezählten Inkrementen der Summenzähler 50 von allen Reinigungsvorrichtungen 4-1 und
4-2 und dann durch Teilung des Additionswerts durch die Anzahl der Reinigungsvorrichtungen
4-1 und 4-2 ergibt. Diese Berechnung kann vorzugsweise automatisch durchgeführt werden
oder von einer Person, welche die Gesamtzahl von gezählten Inkrementen der Summenzähler
50 an einem Summenzähler-Display oder von einem Ausdruck (print-out) abliest, dann
addiert und den Additionswert durch die Anzahl der Reinigungsvorrichtungen teilt,
und dann den so errechneten Inkrementen-Gesamtzahl-Sollwert in die Steuerteile 40
eingibt. Die Steuerteile 40 von allen Reinigungsvorrichtungen 4-1 und 4-2 sind zur
Erzeugung eines korrigierten Stellsignal-Sollwerts ausgebildet, welcher anstatt des
ursprünglichen Sollwerts für die vorbestimmte Tuchvorschublänge wirksam wird, falls
das Differenzsignal von einem vorbestimmten zulässigen Differenzwert abweicht. Dieser
Differenzwert kann 0 sein oder einen anderen Wert haben.
[0035] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist eine Steuereinrichtungskombination
vorgesehen, welche zwei oder mehr Tuchvorschub-Steuereinrichtungen 2-1 und 2-2 für
entsprechend zwei oder mehr Reinigungsvorrichtungen 4-1, 4-2 usw. in einer Druckmaschine
aufweist, und welche zur automatischen Berechnung und Anwendung des Inkrementen-Gesamtzahl-Sollwerts
ausgebildet ist.
[0036] Die Steuereinrichtungskombination enthält einen Vergleichsteil 60, welcher an die
Steuerteile 40 von allen Reinigungsvorrichtungen 4-1, 4-2 usw. angeschlossen ist und
einen Summenspeicher 62 aufweist. Der Vergleichsteil 60 enthält einen Rechner 64,
welcher die Gesamtzahl von Inkrementen der Summenzähler 50 von allen Steuerteilen
40 zu einer Gesamtzahl addiert, in dem Summenspeicher 62 speichert und dann die gespeicherte
Gesamtzahl von gezählten Inkrementen durch die Anzahl von allen Steuerteilen 40, welche
der Anzahl der Reinigungsvorrichtungen 4-1, 4-2 usw. entspricht, teilt und dadurch
einen Durchschnittswert bildet, welcher von dem Vergleichsteil 60 in Form des Inkrementen-Gesamtzahl-Sollwerts
zu allen Steuerteilen 40 geleitet wird. Die Steuerteile 40 bilden daraus das Differenzsignal
zwischen diesem Inkrementen-Gesamtzahl-Sollwert und dem Istwert der Gesamtzahl von
gezählten Inkrementen ihres Summenzählers 50.
[0037] Vorzugsweise wird der korrigierte Stellsignal-Sollwert auf einen Mindestwert begrenzt,
damit sichergestellt ist, dass das Reinigungstuch 12 bei jedem gemäß einem Reinigungsprogramm
vorgesehenen Vorschubschritt tatsächlich um eine vorbestimmte Mindestanzahl von Inkrementen
weiter transportiert wird. Dadurch wird sichergestellt, dass bei jedem gemäß dem Reinigungsprogramm
vorgesehenen Vorschubschritt tatsächlich ein Tuchvorschub stattfindet und dadurch
ein frischer Tuchabschnitt an den Druckmaschinenzylinder 6-1 bzw. 6-2 angelegt wird,
auch dann, wenn das errechnete Differenzsignal einen korrigierten Stellsignal-Sollwert
ergibt, bei welchem kein Tuchvorschub beim nächsten Vorschubschritt stattfinden würde.
1. Tuchvorschub-Steuereinrichtung einer Reinigungsvorrichtung für Druckmaschinenzylinder,
wobei die Reinigungsvorrichtung (4-1, 4-2) zur drehbaren Lagerung von zwei Tuchrollen
(8, 10) ausgebildet ist, von welchen die eine eine Saubertuchrolle (8) und die andere
eine Schmutztuchrolle (10) ist, und wobei die Schmutztuchrolle (10) von einer automatischen
Antriebsvorrichtung (11) schrittweise antreibbar ist, um das Reinigungstuch (12) schrittweise
um jeweils eine vorbestimmte, einem Tuchvorschublänge-Sollwert entsprechende Tuchvorschublänge
von der Saubertuchrolle (8) auf die Schmutztuchrolle (10) zu übertragen, wobei sich
der Rollendurchmesser der beiden Tuchrollen verändert;
wobei die Tuchvorschub-Steuereinrichtung folgendes aufweist: einen Steuerteil (40),
in welchem der Tuchvorschublänge-Sollwert (42) speicherbar oder gespeichert ist; einen
berührungslos arbeitenden Abstandssensor (30), welcher zur Erzeugung von Signalen
in Abhängigkeit von radialen Abstandsänderungen des Außenumfangs einer der beiden
Tuchrollen (8, 10) von dem Abstandssensor (30) ausgebildet ist, wobei der Abstandssensor
(30) auf einem vorbestimmten radialen Abstand von der Drehachse der Tuchrolle (8,
10) radial zur Drehachse positioniert oder positionierbar ist, sodass die Signale
dem jeweiligen Radius der Tuchrolle (8, 10) entsprechen;
dadurch gekennzeichnet,
dass der Abstandssensor (30) zur Erzeugung von Signalen linear proportional zu den radialen
Abstandsänderungen des Außenumfangs einer der beiden Tuchrollen (8, 10) von dem Abstandssensor
(30) ausgebildet ist; dass der Steuerteil (40) derart ausgebildet ist, dass er aus
den Signalen des Abstandssensors (30), welche dem jeweiligen Radius entsprechen, die
jeweilige Umfangsgröße der Tuchrolle (8, 10) errechnet; dass in dem Steuerteil (40),
in welchem ein Tuchvorschublänge-Sollwert (42) speicherbar oder gespeichert ist, auch
eine vorbestimmte Anzahl von Drehwinkel-Inkrementen für den 360°-Umfang der Tuchrolle
(8, 10) gespeichert ist; wobei der Steuerteil (40) ausgebildet ist zur Berechnung,
um wie viel Inkremente die Tuchrolle (8, 10) gedreht werden muss, um bei der errechneten
Umfangsgröße der Tuchrolle das Reinigungstuch um eine dem Tuchvorschublänge-Sollwert
entsprechende Tuchvorschublänge mittels der Antriebsvorrichtung (11) zu transportieren,
und wobei der Steuerteil (40) zur Erzeugung eines den errechneten Inkrementen entsprechenden
Stellsignal-Sollwertes für die Antriebsvorrichtung (11) ausgebildet ist.
2. Tuchvorschub-Steuereinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Steuerteil (40) zum Aufrunden ab einer vorbestimmten Dezimalzahl und zum Abrunden
unterhalb der vorbestimmten Dezimalzahl jeweils auf eine ganzzahlige Zahl von Inkrementen
für den Fall ausgebildet ist, dass die Berechnung der Inkremente keine ganzzahlige
Zahl ergibt, und wobei der Steuerteil (40) zum Erzeugen eines entsprechend aufgerundeten
oder abgerundeten Stellsignal-Sollwerts ausgebildet ist.
3. Tuchvorschub-Steuereinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Steuerteil (40) zum Aufrunden von Dezimalzahlen auf jeweils eine ganzzahlige
Zahl für den Fall ausgebildet ist, dass die Berechnung der Inkremente keine ganzzahlige
Zahl ergibt, und der Steuerteil (40) ferner zur Erzeugung eines entsprechend aufgerundeten
Stellsignal-Sollwerts ausgebildet ist.
4. Tuchvorschub-Steuereinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Steuerteil (40) zum Abrunden von Dezimalzahlen auf jeweils eine ganzzahlige Zahl
für den Fall ausgebildet ist, dass die Berechnung der Inkremente keine ganzzahlige
Zahl ergibt, und ferner der Steuerteil (40) zu Erzeugung eines entsprechend abgerundeten
Stellsignal-Sollwertes ausgebildet ist.
5. Tuchvorschub-Steuereinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch
einen Encoder (44) zum Detektieren von Drehwinkel-Inkrementen von einer der beiden
Tuchrollen (8, 10), wobei der Encoder bei jedem von ihm detektierten Drehwinkel-Inkrement
ein elektrisches Signal erzeugt und an den Steuerteil (40) liefert, wobei der Steuerteil
(40) während eines Tuchvorschubschritts den Tuchvorschub abschaltet, wenn die Signale
des Encoders dem Stellsignal-Sollwert entsprechen.
6. Tuchvorschub-Steuereinrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Encoder (44) Inkrement-Markierungen (45) aufweist, welche entsprechend den Inkrementen
der Tuchrolle (8, 10) auf 360° um die Drehachse eines Rotationselements (46) verteilt
angeordnet sind, welches sich mit der Tuchrolle (8, 10) synchron dreht.
7. Tuchvorschub-Steuereinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Steuerteil (40) einen Summenzähler (50) zum Zählen der Gesamtanzahl von Inkrementen
aufweist, um welche die Tuchrolle seit einem erstmaligen Start gedreht wurde.
8. Tuchvorschub-Steuereinrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Steuerteil (40) zum Erzeugen eines Differenzsignals aus der Differenz zwischen
Istwert der Gesamtzahl von gezählten Inkrementen des Summenzählers und aus einem Inkrementen-Gesamtzahl-Sollwert
ausgebildet ist und ferner zur Erzeugung eines korrigierten Stellsignal-Sollwerts
ausgebildet ist, falls das Differenzsignal von einem vorbestimmten zulässigen Differenzwert
abweicht.
9. Tuchvorschub-Steuereinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Abstandssensor ein Ultraschallsensor ist.
10. Steuereinrichtungskombination, enthaltend zwei oder mehr Tuchvorschub-Steuereinrichtungen
(2-1, 2-2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche für entsprechend zwei oder mehr
Reinigungsvorrichtungen (4-1, 4-2) einer Druckmaschine,
gekennzeichnet durch
einen Vergleichsteil (60), welcher einen Summenspeicher (62) aufweist und an die Summenzähler
(50) der Steuerteile (40) von allen Tuchvorschub-Steuereinrichtungen (2-1, 2-2) angeschlossen
ist und die Gesamtzahl von gezählten Inkrementen von allen Summenzählern (50) zählt
und in dem Summenspeicher (62) speichert, und dass ferner der Vergleichsteil (60)
ausgebildet ist, die Gesamtzahl aller gezählten Inkremente von allen Steuerteilen
(40) durch die Anzahl der Steuerteile (40) von allen Reinigungsvorrichtungen zu teilen und einen
dem Teilungsergebnis entsprechenden Durchschnittswert als Inkrementen-Gesamt-Sollwert
zu errechnen, der allen Steuerteilen (40) zugeleitet wird.
11. Steuereinrichtungskombination nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass der korrigierte Stellsignal-Sollwert auf einen Mindestwert begrenzt ist, der sicherstellt,
dass das Reinigungstuch bei jedem gemäß einem Reinigungsprogramm vorgesehenen Vorschubschritt
tatsächlich um eine vorbestimmte Mindestanzahl von Inkrementen weitertransportiert
wird.
12. Druckmaschinenzylinder-Reinigungsanlage, enthaltend mindestens eine Reinigungsvorrichtung
für mindestens einen Druckmaschinenzylinder,
gekennzeichnet durch
mindestens eine Tuchvorschub-Steuereinrichtung (2-1, 2-2) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche.
13. Tuchvorschub-Steuerverfahren für den Tuchvorschub eines Reinigungstuches von einer
Saubertuchrolle zu einer Schmutztuchrolle in einer Reinigungsvorrichtung zum Reinigen
von Druckmaschinenzylindern, wobei
mittels eines berührungslos arbeitenden Abstandssensors (30), welcher Signale in Abhängigkeit
von radialen Abstandsänderungen eines Tuchrollenumfangs von dem Abstandssensor (30)
erzeugt, der radiale Abstand zur Umfangsfläche einer der beiden Tuchrollen, vorzugsweise
der Saubertuchrolle, detektiert wird und daraus ein dem Radius der Tuchrolle entsprechendes
Signal gebildet wird;
dadurch gekennzeichnet,
dass mittels des Abstandssensors (30), vorzugsweise mittels eines Ultraschallsensors,
die Signale linear proportional zu den radialen Abstandsänderungen des Tuchrollenumfangs
von dem Abstandssensor (30) erzeugt werden; dass mit diesem dem Radius entsprechenden
Signal mittels eines Steuerteils (40) automatisch der Tuchumfang berechnet wird; dass
in dem Steuerteil (40) ein Tuchvorschublänge-Sollwert gespeichert wird und eine vorbestimmte
Anzahl von Drehwinkel-Inkrementen für den 360°-Umfang der Tuchrolle (8, 10) gespeichert
wird;
dass mittels des errechneten Tuchumfangs automatisch berechnet wird, um wie viele Winkel-Inkremente
die Tuchrolle gedreht werden muss durch eine Antriebsvorrichtung, um das Reinigungstuch
jeweils während eines durch ein Reinigungsprogramm vorgesehenen Tuchvorschubschritts
um eine vorbestimmte Vorschublänge entsprechend dem Tuchvorschublänge-Sollwert von
der Saubertuchrolle auf eine Schmutztuchrolle weiter zu bewegen.
14. Tuchvorschub-Steuerverfahren nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass mittels eines Encoders (44) die Drehwinkel-Inkremente von mindestens einer der beiden
Tuchrollen (8, 10) detektiert und in einem Summenspeicher (50) des Steuerteils (40)
der Summen-Istwert der detektierten Drehwinkel-Inkremente gespeichert wird.
15. Tuchvorschub-Steuerverfahren nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass von zwei oder mehr Reinigungsvorrichtungen in einer Druckmaschine die gespeicherten
Summen-Istwerte von allen Summenspeichern (50) automatisch addiert und durch Teilung
des Gesamtsummenwertes durch die Anzahl der Reinigungsvorrichtungen ein Durchschnitts-Sollwert
für die Anzahl der bereits zurückgelegten Inkremente errechnet wird;
dass für jede Reinigungsvorrichtung die Differenz zwischen diesem Durchschnitts-Sollwert
und dem Summen-Istwert der zurückgelegten Drehwinkel-Inkremente gebildet wird und
der Differenzwert gespeichert wird;
und dass bei Abweichung der Differenz von einem definierten Grenzwert an einer oder mehreren
der Reinigungsvorrichtungen bei mindestens einem der nächsten Tuchvorschübe an der
betreffenden Reinigungsvorrichtung die Differenz mindestens teilweise automatisch
kompensiert wird durch entsprechendes automatisches Verändern einer Stellgröße für
den Tuchvorschubantrieb.
1. Cloth feed control device of a cleaning device for printing press cylinders, the cleaning
device (4-1, 4-2) being designed for the rotatable mounting of two cloth rolls (8,
10), of which one is a clean cloth roll (8) and the other is a dirty cloth roll (10),
and it being possible for the dirty cloth roll (10) to be driven step by step by an
automatic drive device (11) in order to transfer the cleaning cloth (12) step by step,
by in each case a predetermined cloth feed length corresponding to a cloth feed length
setpoint, from the clean cloth roll (8) to the dirty cloth roll (10), the roll diameters
of the two cloth rolls changing;
the cloth feed control device having the following: a control part (40), in which
the cloth feed length setpoint (42) can be stored or is stored; a distance sensor
(30) which operates without contact and which is designed to generate signals as a
function of radial distance changes of the outer circumference of one of the two cloth
rolls (8, 10) from the distance sensor (30), the distance sensor (13) being positioned
or capable of being positioned at a predetermined radial distance from the axis of
rotation of the cloth roll (8, 10), radially with respect to the axis of rotation,
so that the signals correspond to the respective radius of the cloth roll (8, 10);
characterized in that
the distance sensor (30) is designed to generate signals linearly proportional to
the radial distance changes of the outer circumference of one of the two cloth rolls
(8, 10) from the distance sensor (30); in that the control part (40) is designed in such a way that it calculates the respective
circumferential size of the cloth roll (8, 10) from the signals from the distance
sensor (30) which correspond to the respective radius; in that, in the control part (40), in which a cloth feed length setpoint (42) can be stored
or is stored, a predetermined number of rotational angle increments for the 360° circumference
of the cloth roll (8, 10) is also stored; the control part (40) being designed to
calculate by how many increments the cloth roll (8, 10) must be rotated in order,
given the calculated circumferential size of the cloth roll, to transport the cleaning
cloth by a cloth feed length corresponding to the cloth feed length setpoint by means
of the drive device (11), and the control part (40) being designed to generate an
actuating signal setpoint for the drive device (11) which corresponds to the calculated
increments.
2. Cloth feed control device according to Claim 1,
characterized in that
the control part (40) is designed to round up beginning at a predetermined decimal
number and to round down below the predetermined decimal number, in each case to an
integer number of increments for the case in which the calculation of the increments
does not result in an integer number, and the control part (40) being designed to
generate a correspondingly rounded-up or rounded-down actuating signal setpoint.
3. Cloth feed control device according to Claim 1,
characterized in that
the control part (40) is designed to round up decimal numbers to an integer number
in each case for the case in which the calculation of the increments does not result
in an integer number, and the control part (40) is further designed to generate a
correspondingly rounded-up actuating signal setpoint.
4. Cloth feed control device according to Claim 1,
characterized in that
the control part (40) is designed to round down decimal numbers to an integer number
in each case for the case in which the calculation of the increments does not result
in an integer number, and the control part (40) is further designed to generate a
correspondingly rounded-down actuating signal setpoint.
5. Cloth feed control device according to one of the preceding claims,
characterized by
an encoder (44) for detecting rotational angle increments of one of the two cloth
rolls (8, 10), the encoder generating an electric signal at each rotational angle
increment detected by it and supplying the said signal to the control part (40), the
control part (40) switching off the cloth feed during a cloth feed step when the signals
from the encoder correspond to the actuating signal setpoint.
6. Cloth feed control device according to Claim 5,
characterized in that
the encoder (44) has increment markings (45) which are arranged distributed over 360°
about the axis of rotation of a rotational element (46) which rotates synchronously
with the cloth roll (8, 10), corresponding to the increments of the cloth roll (8,
10).
7. Cloth feed control device according to one of the preceding claims,
characterized in that
the control part (40) has a summing counter (50) for counting the total number of
increments by which the cloth roll has been rotated since a first start.
8. Cloth feed control device according to Claim 7,
characterized in that
the control part (40) is designed to generate a difference signal from the difference
between the actual value of the total number of counted increments from the summing
counter and an increment total number setpoint and, furthermore, to generate a corrected
actuating signal setpoint in the event that the difference signal deviates from a
predetermined permissible difference value.
9. Cloth feed control device according to one of the preceding claims,
characterized in that
the distance sensor is an ultrasonic sensor.
10. Control device combination, containing two or more cloth feed control devices (2-1,
2-2) according to one of the preceding claims for correspondingly two or more cleaning
devices (4-1, 4-2) of a printing press,
characterized by
a comparison part (60), which has a summing memory (62) and is connected to the summing
counter (50) of the control parts (40) of all cloth feed control devices (2-1, 2-2)
and counts the total number of counted increments from all the summing counters (50)
and stores them in the summing memory (62), and in that, furthermore, the comparison
part (60) is designed to divide the total number of all the counted increments from
all the control parts (40) by the number of control parts (40) of all the cleaning
devices and to calculate an average value corresponding to the result of the division
as an increment total setpoint, which is fed to all the control parts (40).
11. Control device combination according to Claim 10,
characterized in that
the corrected actuating signal setpoint is limited to a minimum value which ensures
that, during each feed step provided in accordance with a cleaning program, the cleaning
cloth is actually transported onward by a predetermined minimum number of increments.
12. Printing press cylinder cleaning system, containing at least one cleaning device for
at least one printing press cylinder,
characterized by
at least one cloth feed control device (2-1, 2-2) according to one of the preceding
claims.
13. Cloth feed control method for the cloth feed of a cleaning cloth from a clean cloth
roll to a dirty cloth roll in a cleaning device for cleaning printing press cylinders,
by means of a distance sensor (30) which operates without contact and which generates
signals as a function of radial distance changes of a cloth roll circumference from
the distance sensor (30), the radial distance to the circumferential surface of one
of the two cloth rolls, preferably the clean cloth roll, being detected and, from
this, a signal corresponding to the radius of the cloth roll being formed;
characterized in that
by means of the distance sensor (30), preferably by means of an ultrasonic sensor,
the signals are generated linearly proportional to the radial distance changes of
the cloth roll circumference from the distance sensor (30); in that, by using this signal corresponding to the radius, the cloth circumference is calculated
automatically by a control part (40); in that, in the control part (40), a cloth feed length setpoint is stored and a predetermined
number of rotational angle increments for the 360° circumference of the cloth roll
(8, 10) is stored;
in that, by means of the calculated cloth circumference, it is automatically calculated by
how many angular increments the cloth roll must be rotated by means of a drive device
in order, in each case during a cloth feed step provided by a cleaning program, to
move the cleaning cloth onward from the clean cloth roll to a dirty cloth roll by
a predetermined feed length corresponding to the cloth feed length setpoint.
14. Cloth feed control method according to Claim 13,
characterized in that
by means of an encoder (44), the rotational angle increments of at least one of the
two cloth rolls (8, 10) are detected, and the actual summed value of the detected
rotational angle increments is stored in a summing memory (50) of the control part
(40).
15. Cloth feed control method according to Claim 14,
characterized in that
from two or more cleaning devices in a printing press, the stored actual summed value
from all the summing memories (50) is added automatically and, by dividing the total
summed value by the number of cleaning devices, an average setpoint for the number
of increments already covered is calculated;
in that for each cleaning device, the difference between this average setpoint and the actual
summed value of the rotational angle increments covered is formed and the difference
value is stored;
and in that, in the event of a deviation of the difference from a defined limiting value on one
or more of the cleaning devices, during at least one of the next cloth feeds on the
relevant cleaning device, the difference is at least partially automatically compensated
for by means of corresponding automatic changing of an actuating value for the cloth
feed drive.
1. Dispositif de commande d'amenée de tissu de dispositif de nettoyage pour cylindre
d'imprimante, le dispositif de nettoyage (4-1, 4-2) étant réalisé pour loger de façon
tournante deux rouleaux de tissu (8, 10), parmi lesquels un des rouleaux est un rouleau
de tissu propre (8) et l'autre est un rouleau de tissu sale (10), le rouleau de tissu
sale (10) étant entraîné pas à pas par un dispositif d'entraînement automatique (11),
pour transmettre respectivement progressivement au tissu de nettoyage (12) une longueur
d'amenée de tissu prédéfinie correspondant à la valeur théorique de longueur d'amenée
de tissu du rouleau de tissu propre (8) au rouleau de tissu sale (10), le diamètre
de rouleau des deux rouleaux de tissu variant ; le dispositif de commande d'amenée
de tissu comportant les éléments suivants : une partie de commande (40) dans laquelle
la valeur théorique de longueur d'amenée de tissu (42) est mémorisable ou mémorisée
; un capteur d'écartement (30) sans contact conçu pour émettre des signaux en fonction
des variations d'écartement du périmètre extérieur d'un des deux rouleaux de tissu
(8, 10) par rapport au capteur d'écartement (30), le capteur d'écartement (30) étant
positionné ou pouvant être positionné à une distance radiale prédéfinie de l'axe de
rotation du rouleau de tissu (8, 10), radialement par rapport à l'axe de rotation,
de sorte que les signaux coïncident avec le rayon respectif du rouleau de tissu (8,
10) ; caractérisé en ce que : le capteur d'écartement (30) est conçu pour émettre des signaux linéairement proportionnels
aux variations d'écartement radiales du périmètre extérieur d'un des deux rouleaux
de tissu (8, 10) à partir du capteur d'écartement (30) ; la partie de commande (40)
est conçue de telle sorte qu'elle calcule la grandeur de périmètre respective du rouleau
de tissu (8, 10) à partir des signaux du capteur d'écartement (30) coïncidant avec
le rayon respectif ; dans la partie de commande (40) dans laquelle une valeur théorique
de longueur d'amenée de tissu (42) est mémorisable ou mémorisée, un nombre prédéfini
d'incréments d'angle de rotation est mémorisé pour le périmètre de 360° du rouleau
de tissu (8, 10) ; la partie de commande (40) étant réalisée pour calculer les incréments
de rotation nécessaires du rouleau de tissu (8, 10), pour transporter, pour la grandeur
de périmètre calculée du rouleau de tissu, le tissu de nettoyage sur une longueur
d'amenée de tissu correspondant à la valeur théorique de longueur d'amenée de tissu
à l'aide du dispositif d'entraînement (11) et la partie de commande (40) étant réalisée
pour générer une valeur théorique de signal de réglage correspondant aux incréments
calculés pour le dispositif d'entraînement (11).
2. Dispositif de commande d'amenée de tissu selon la revendication 1, caractérisé en ce que la partie de commande (40) est conçue pour effectuer un arrondi à la valeur supérieure
au-delà d'un nombre décimal prédéfini et pour effectuer un arrondi à la valeur inférieure
en deçà d'un nombre décimal prédéfini en vue d'obtenir respectivement un nombre entier
d'incréments lorsque le calcul des incréments n'aboutit pas à un nombre entier et
la partie de commande (40) étant conçue pour fournir une valeur théorique de signal
de réglage arrondie de façon correspondante à la valeur supérieure ou inférieure.
3. Dispositif de commande d'amenée de tissu selon la revendication 1, caractérisé en ce que la partie de commande (40) est conçue pour effectuer un arrondi à la valeur supérieure
des nombres décimaux pour obtenir respectivement un nombre entier lorsque le calcul
des incréments n'aboutit pas à un nombre entier et que la partie de commande (40)
est en outre conçue pour fournir une valeur théorique de signal de réglage arrondie
de façon correspondante à la valeur supérieure.
4. Dispositif de commande d'amenée de tissu selon la revendication 1, caractérisé en ce que la partie de commande (40) est conçue pour effectuer un arrondi à la valeur inférieure
des nombres décimaux pour obtenir respectivement un nombre entier lorsque le calcul
des incréments n'aboutit pas à un nombre entier et que la partie de commande (40)
est en outre conçue pour fournir une valeur théorique de signal de réglage arrondie
de façon correspondante à la valeur inférieure.
5. Dispositif de commande d'amenée de tissu selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé par un codeur (44) permettant de détecter des incréments d'angle de rotation d'un des
deux rouleaux de tissu (8, 10), le codeur générant, pour chaque incrément d'angle
de rotation produit par lui, un signal électrique et l'envoyant à la partie de commande
(40), la partie de commande (40) interrompant l'amenée de tissu pendant une étape
d'amenée de tissu, lorsque les signaux du codeur coïncident avec la valeur théorique
de signal de réglage.
6. Dispositif de commande d'amenée de tissu selon la revendication 5, caractérisé en ce que le codeur (44) comporte des repères d'incrément (45) disposés de façon répartie sur
360° autour de l'axe de rotation d'un élément de rotation (46) en fonction des incréments
du rouleau de tissu (8, 10), lesdits repères tournant de façon synchrone avec le rouleau
de tissu (8, 10).
7. Dispositif de commande d'amenée de tissu selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce que la partie de commande (40) comporte un compteur totaliseur (50) pour compter le nombre
total d'incréments utilisés pour tourner le tissu depuis le début.
8. Dispositif de commande d'amenée de tissu selon la revendication 7, caractérisé en ce que la partie de commande (40) est conçue pour générer un signal différentiel à partir
de la différence entre la valeur réelle du nombre total d'incréments comptés du compteur
totaliseur et d'une valeur théorique de nombre total d'incréments et pour émettre
en outre une valeur théorique de signal de réglage corrigée si le signal différentiel
s'écarte d'une valeur différentielle autorisée prédéfinie.
9. Dispositif de commande d'amenée de tissu selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce que le capteur d'écartement est un capteur à ultrasons.
10. Combinaison de dispositifs de commande; comprenant au moins deux dispositifs de commande
d'amenée de tissu (2-1, 2-2) selon l'une quelconque des revendications précédentes
conçus pour au moins deux dispositifs de nettoyage (4-1, 4-2) d'une imprimante, caractérisé par une partie de comparaison (60) comportant une mémoire totalisatrice (62) et étant
raccordée au compteur totaliseur (50) des pièces de commande (40) de tous les dispositifs
de commande d'amenée de tissu (2-1, 2-2) et comptant le nombre total d'incréments
comptabilisés par tous les compteurs totaliseurs (50) et le mémorisant dans la mémoire
totalisatrice (62) et par le fait que la partie de comparaison (60) est en outre conçue
pour diviser le nombre total de tous les incréments comptés par toutes les pièces
de commande (40) par l'intermédiaire du nombre de pièces de commande (40) de tous
les dispositifs de nettoyage et pour calculer une valeur moyenne correspondant au
résultat de la division sous la forme d'une valeur théorique incrémentielle globale
transmise à toutes les pièces de commande (40).
11. Combinaison de dispositifs de commande selon la revendication 10, caractérisé en ce que la valeur théorique de signal de réglage corrigée est limitée à une valeur minimale
qui garantit que le tissu de nettoyage est effectivement avancé d'un nombre minimal
d'incréments prédéfini lors de chaque étape d'amenée prévue par le programme de nettoyage.
12. Installation de nettoyage de cylindre d'imprimante, comprenant au moins un dispositif
de nettoyage par cylindre d'imprimante au moins, caractérisé par au moins un dispositif de commande d'amenée de tissu (2-1, 2-2) selon l'une quelconque
des revendications précédentes.
13. Procédé de commande d'amenée de tissu pour amener un tissu de nettoyage d'un rouleau
de tissu propre à un rouleau de tissu sale dans un dispositif de nettoyage pour nettoyer
des cylindres d'imprimante, l'écartement radial par rapport à la surface périphérique
d'un des deux rouleaux de tissu, de préférence le rouleau de tissu propre, étant détectée
à l'aide d'un capteur d'écartement (30) sans contact émettant des signaux en fonction
des variations d'écartement radiales d'un périmètre de rouleau de tissu à partir du
capteur d'écartement (30), formant ainsi un signal correspondant au rayon du rouleau
de tissu ; caractérisé en ce que les signaux sont émis de façon proportionnellement linéaire aux variations d'écartement
radiales du périmètre de rouleau de tissu à partir du capteur d'écartement (30), à
l'aide du capteur d'écartement (30), de préférence à l'aide d'un capteur à ultrasons
; avec ce signal correspondant au rayon, le périmètre du tissu est calculé automatiquement
à l'aide d'une partie de commande (40) ; une valeur théorique de longueur d'amenée
de tissu est mémorisée dans la partie de commande (40) et un nombre prédéfini d'incréments
d'angle de rotation est mémorisé pour le périmètre de 360° du rouleau de tissu (8,
10) ; on calcule automatiquement à l'aide du périmètre de tissu calculé les incréments
angulaires dont doit être tourné le rouleau de tissu à l'aide d'un dispositif d'entraînement
pour que le tissu de nettoyage se déplace respectivement d'une longueur d'amenée prédéfinie
pendant une étape d'amenée de tissu prévue par un programme de nettoyage en fonction
de la valeur théorique de longueur d'amenée de tissu du rouleau de tissu propre au
rouleau de tissu sale.
14. Procédé de commande d'amenée de tissu selon la revendication 13, caractérisé en ce que les incréments d'angle de rotation d'au moins un des deux rouleaux de tissu (8, 10)
sont détectés à l'aide d'un codeur (44) et mémorisés dans une mémoire totalisatrice
(50) de la partie de commande (40) de la valeur additionnée réelle des incréments
d'angle de rotation détectés.
15. Procédé de commande d'amenée de tissu selon la revendication 14, caractérisé en ce que les valeurs totalisées réelles mémorisées dans une imprimante sont additionnées automatiquement
par toutes les mémoires totalisatrices (50) des deux dispositifs de nettoyage ou plus
et que la division de la valeur totalisée totale par le nombre de dispositifs de nettoyage
permet de calculer une valeur théorique moyenne pour le nombre d'incréments déjà parcourus
; pour chaque dispositif de nettoyage, la différence entre cette valeur théorique
moyenne et la valeur additionnée réelle des incréments d'angle de rotation parcourus
est calculée et la valeur différentielle est mémorisée ; et la différence est compensée
au moins en partie automatiquement d'une grandeur de réglage prévue pour l'entraînement
d'amenée de tissu par des systèmes de modification automatique correspondants en divisant
la différence d'une valeur limite définie au niveau d'un dispositif de nettoyage ou
plus lors d'au moins une des amenées de tissu suivantes au niveau du dispositif de
nettoyage concerné.


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