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EP 1 900 890 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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14.12.2011 Patentblatt 2011/50 |
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Anmeldetag: 07.09.2007 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Schaltschrank mit Schrankkorpus und einem in der Schranktüre eingebauten Betätigungsglied
zum Schliessen und Öffnen der Schranktür
Control cabinet with cabinet corpus and an actuator fitted in the cabinet door for
opening and closing the cabinet door
Armoire électrique dotée d'un corps d'armoire et d'une articulation d'actionnement
intégrée dans les portes de l'armoire pour fermer et ouvrir la porte d'armoire
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO
SE SI SK TR |
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Priorität: |
11.09.2006 DE 102006043212
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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19.03.2008 Patentblatt 2008/12 |
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Patentinhaber: Rittal GmbH & Co. KG |
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35745 Herborn (DE) |
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Erfinder: |
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- Ramdohr, Martin
35759 Waldaubach (DE)
- Schmitt, Heinz
35716 Dietzhölztal (DE)
- Reuter, Wolfgang
56479 Liebenscheid (DE)
- Besserer, Horst
35745 Herborn (DE)
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Vertreter: Tönhardt, Marion et al |
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Forrester & Boehmert
Pettenkoferstrasse 20-22 80336 München 80336 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
AT-U1- 8 486 DE-U1-202006 006 657
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DE-U1- 20 014 656 FR-A3- 2 788 547
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Schaltschrank mit einem Schrankkorpus mit mindestens
einer Schranköffnung, die mittels einer auf der Anlenkseite angelenkten Schranktüre
verschließbar ist, wobei im Bereich der Schließseite in einer Bohrung der Schranktüre
ein Betätigungsglied eines Verschlusses drehbar angeordnet und mit dem Antrieb des
Verschlusses gekoppelt ist und wobei der Verschluss die Schranktüre in der Schließstellung
festlegt und zum Öffnen freigibt.
[0002] Auf diesem Gebiet der Verschlusstechnik für Schaltschranktüren sind schon zahlreiche
Ausführungen auf dem Markt, die mehr oder weniger stets auf eine bestimmte Anforderung
abgestellt sind.
[0003] So sind Handhebel als Bedienungselemente bekannt, die in einem muldenartigen Aufsatzteil
auf der Außenseite der Schranktüre in der abgeklappten Ausgangsstellung gehalten sind,
wobei mit einem schlüsselbetätigten Schloss diese Stellung gehalten und freigegeben
werden kann. Mit dem freigegebenen Handhebel kann dann die für das Betätigungselement
des Verschlusses erforderliche Drehbewegung ausgeführt werden. Diese Ausführung ist
aufwändig, sehr kompliziert und hat zudem große Nachteile für eine Reinhaltung.
[0004] Es sind auch einfache, als Steck-Vierkante ausgebildete Betätigungselemente bekannt,
die in plattenartigen Türen drehbar gelagert sind, wobei dieses Betätigungselement
mit einem aufsteckbaren Steckschlüssel verdrehbar sind, um den direkt mit dem Betätigungselement
verbundenen Verriegelungshebel zu steuern. Auch diese Ausbildung ist ungünstig für
eine hygienegerechte Reinigung.
[0005] Es ist Aufgabe der Erfindung, bei einem Schaltschrank der eingangs erwähnten Art
einen dichten Einbau des Betätigungselementes für den Verschluss in der Schranktüre
zu gewährleisten und dabei hohe Anforderungen an die Reinhaltung zu erfüllen.
[0006] Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, dass das Betätigungsglied als
domartiger Knauf mit abgerundeten Griffelementen auf der Vorderseite der Schranktüre
in einem runden Schlüsselschild mit formschlüssigem Übergang und abgedichtet drehbar
gelagert ist, dass das Schlüsselschild auf der Vorderseite der Schranktüre um die
Bohrung abgedichtet aufgesetzt ist, und dass im Bereich der Bohrung der Schranktüre
auf der Rückseite der Schranktüre der Knauf mit dem Antrieb des Verschlusses gekoppelt
ist.
[0007] Das als Knauf ausgebildete Betätigungselement bildet mit dem Schlüsselschild auf
der Vorderseite eine kompakte Form ohne Kanten Spalten, Ritzen oder dgl., die optimale
Voraussetzungen für die Reinhaltung erfüllt, zudem ist der Schlüsselschild ur Schranktüre
hin und der Schlüsselschild im Übergang zu Knauf hygienegerecht abgedichtet.
[0008] Zu einer eindeutigen Funktion und für die Definition der Betriebsstellungen des Knaufes
ist nach einer Ausgestaltung vorgesehen, dass der Dom des Knaufes mittels einer Bodenplatte
verschlossen ist, die über Schraubstutzen mit einer Montageplatte verbunden ist, dass
die Montageplatte eine Aufnahme für einen Adapter aufweist, die durch die Bohrung
der Schranktüre geführt und im Schlüsselschild drehbar gelagert ist und dass dabei
der Drehbereich des Knaufes durch Anschläge der Befestigungsplatte und des Schüsselschildes
begrenzt ist.
[0009] Zur Montagevereinfachung sieht eine Weiterbildung vor, dass ein zweiteiliges Verschlussgehäuse
auf der Rückseite der Schranktüre zusammen mit dem auf der Vorderseite der Schranktüre
aufgesetzten Schlüsselschild mittels Befestigungsschrauben an der Schranktüre befestigt
ist, wobei die Trennebene der Verschlussgehäuse parallel zur Schranktüre verläuft.
[0010] Die Abdichtung zwischen dem Knauf und dem Schlüsselschild lässt sich dadurch verbessern
und optimieren, dass der Knauf in einen senkrecht zur Schranktüre stehenden Dichtungssteg
ausläuft, der in eine ringförmige Aufnahmenut des Schlüsselschildes eingeführt ist,
die einen ersten Dichtungsring aufnimmt, und dass der Außenschenkel der Aufnahmenut
von einem Umfangsbund des Knaufes überdeckt ist, wobei zwischen dem Außenschenkel
und dem Umfangsbund ein zweiter Dichtungsring eingebracht ist, während für die dichte
Auflage des Schlüsselschildes auf der Vorderseite der Schranktüre vorgesehen ist,
dass der Schlüsselschild der Schaltschranktüre zugekehrt einen Umfangsabsatz aufweist,
in den ein dritter Dichtungsring eingebracht ist.
[0011] Die Reinigung der aus Schlüsselschild und Knauf gebildeten Einheit auf der Vorderseite
der Schranktüre wird dabei dadurch gewährleistet, dass der dritte Dichtungsring, die
Umfangswand des runden Schlüsselschildes, der zweite Dichtungsring und der Umfangsbund
etwa formschlüssig ineinander und über eine Abrundung des Umfangsbundes in den Knauf
übergehen. Die Dichtungsringe sind dabei vorzugsweise aus Silikon.
[0012] Der Verschluss kann in bekannter Weise dadurch mit einfacher Ausgestaltung erreicht
werden, dass die Verschlussgehäuse ein Zahnritzel zur Verstellung von zwei Schubstangen
aufnehmen, das unverdrehbar mit dem Adapter gekoppelt ist.
[0013] Eine Erleichterung für die Bedienung des Betätigungselementes wird nach einer Variante
dadurch erreicht, dass der Knauf mit einer geschlossenen Haube in dem Schlüsselschild
drehbar und abgedichtet gelagert ist und dass an der Haube ein Hebelgriff zur Bedienung
des Knaufes angeformt ist. Die geschlossene Haube mit dem angeformten Hebelgriff-stellt
keine Probleme für eine hygienegerechte Reinigung dar, der Hebelgriff kann besser
gefasst und das Betätigungselement leichter verdreht werden.
[0014] Ist nach einer Weiterbildung vorgesehen, dass das Betätigungsglied als kuppenartiges
Steckelement ausgebildet ist, auf das eine Steckhaube mit komplementärer Aufnahme
eines Steckverschlusses oder Steckknaufes unverdrehbar aufsteckbar ist, dann können
dem Steckelement als Betätigungselement verschiedene Bedienelemente zugeordnet werden,
die mit einer Steckhaube mit komplementärer Aufnahme versehen sind und auf das als
Steckelement ausgebildete Steckelement aufsteckbar und/oder aufrastbar sind. Dabei
kann durch abweichende Aufnahmen auch eine unterschiedliche Bedienung für den Benutzer
der Bedienungselemente eingeführt werden.
[0015] Die Erfindung wird anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- in perspektivischer Vorderansicht einen mit einer Schranktüre verschlossenen Schrankkörper,
wobei in der Schranktüre ein Betätigungselement für den Verschluss nach der Erfindung
drehbar gelagert ist,
- Fig. 2
- den Einbau und die Abdichtung des Betätigungselementes und die Kopplung mit dem Verschluss
in Einzelheiten,
- Fig. 3
- die Einzelelemente für den dichten Einbau des Betätigungselementes in Explosionsdarstellung
auf die Vorderseite der Schranktüre gesehen und
- Fig. 4
- die Einzelelemente für den dichten Einbau des Betätigungselementes von der Vorderseite
der Schranktüre aus gesehen.
[0016] In Fig. 1 ist ein Schrankkorpus dargestellt, der in der Deckwand 10.1 zwei Aufnahmen
10.2 zum Einschrauben von Kranösen trägt. Die vertikalen Seitenwände 10.5 und 10.6
des Schrankkorpus gehen über nach innen geneigte Seitenabschnitte 10.3 und 10.4 in
die Öffnung 10.6 des Schrankkorpus über. Die im Bereich des Seitenabschnittes 10.4
angelenkte Schranktüre 10 stellt die Scharnierseite 10.7 dar, während der Übergang
von dem Seitenabschnitt 10.3 zur Schranktüre 10 die Schließseite 10.8 bildet. Die
Schranktüre 10 ist mit abgekanteten Rändern versehen, die mit am Schrankkorpus angebrachter,
umlaufender Dichtung die Schließstellung des Schaltschrankes abdichten. Im mittleren,
vertikalen Bereich der Schließseite 10.8 ist in der Schranktüre 10 ein Betätigungselement
30 für einen Verschluss drehbar und abgedichtet in einem Schlüsselschild 40 gelagert,
wie noch gezeigt ist. Die Einheit aus Betätigungselement 30 und Schlüsselschild 40
bildet eine domartige abgerundete und kanten- und spaltfreie Einheit, die sehr leicht
hygienegerecht zu reinigen ist. Dabei ist das Betätigungselement 30 vorzugsweise als
leicht fassbarer und drehbarer Knauf ausgebildet.
[0017] Wie Fig. 2 zeigt, ist das Betätigungselement 20 domartig als Knauf ausgebildet, und
weist mit den abgerundeten Griffelementen 21 keine Kanten auf, so dass es leicht hygienegerecht
rein gehalten werden kann.
[0018] Der Schranktüre 10 zugekehrt läuft der Knauf in einen ringförmigen Dichtungssteg
23 aus, der in eine Umfangsnut 45 eines auf die Vorderseite der Schranktüre 10 aufgesetzten
runden Schlüsselschild 40 eingeführt. Die Umfangsnut 45 nimmt einen ersten Dichtungsring
14 auf, der diesen Übergang von dem Knauf zu dem Schlüsselschild 40 abdichtet. Die
der Vorderseite der Schranktüre 10 zugekehrte Seite des Schlüsselschildes 40 ist umfangsseitig
mit einem zum Außenumfang des runden Schlüsselschildes 40 hin offenen Umfangsabsatz
47 versehen, in den ein dritter Dichtungsring 12 eingesetzt ist, der den Übergang
von dem Schlüsselschild 40 zur Vorderseite der Schranktüre 10 abdichtet. Der Außenschenkel
41 der Umfangsnut 45 des Schlüsselschildes 40 wird von einem Umfangsbund 22 des Knaufes
überdeckt, der über einen zweiten Dichtungsring 13 eine zweite Abdichtung zwischen
dem als Knauf ausgebildeten Betätigungselement 20 und dem Schlüsselschild 40 bildet.
Der Umfangsbund 22 geht abgerundet in die Außenwand der mit einer Bodenplatte 24 verschlossenen
Unterseite des Knaufes über. Das dritte Dichtungselement 12, die Außenwand des Außenschenkels
41, der zweite Dichtungsring 13 und die Außenseite des Umfangsbundes 22 schließen
etwa bündig ab, so dass die Einheit aus Knauf und Schlüsselschild 40 ohne Spalt umfangsseitig
bei der Reinigung keine Probleme ergeben.
[0019] Wie die Fig. 3 und 4 erkennen lassen, trägt die Bodenplatte 24 der Schranktüre 10
zugekehrt angeformte Schraubstützen 25, über die eine Montageplatte 30 mit dem Knauf
verbunden werden kann, wie die Befestigungsaufnahmen 32 der Montageplatte 30 zeigen.
Dabei ist ein Schraubstutzen 25 des Knaufes 25 mit einem Fixieransatz und die Montageplatte
30 mit einer angepassten Fixieraufnahme versehen, so dass die Montageplatte 30 nur
in einer bestimmten Drehstellung am Knauf befestigt werden kann. Der Schranktüre 10
zugekehrt trägt die Montageplatte 30 eine Aufnahme 33 für einen quadratischen Abschnitt
eines Adapters 50 und um diese Aufnahme 33 Anschläge 31, die in eine Mitten-Aufnahme
des Schlüsselschildes 40 ragen und mit Gegenanschlägen 49 die Drehbewegung des Knaufes
mit der Montageplatte 30 gegenüber dem Schlüsselschild 40 begrenzen. Aus den Fig.
3 und 4 sind am Knauf der Dichtungssteg 23 und der Umfangsbund 22 zu erkennen.
[0020] Außerdem ist daraus ableitbar, dass der erste Dichtungsring 14 für die Umfangsnut
45 einen kleineren Durchmesser als der zweite Dichtungsring 13 zwischen dem Umfangsbund
22 und dem Außenschenkel 41 der Aufnahmenut 45 des Schlüsselschildes 40 hat. Der dritte
Dichtungsring 12 zwischen dem Schlüsselschild 40 und der Vorderseite der Schranktüre
10 hat denselben Durchmesser wie der zweite Dichtungsring 13. In Fig. 3 ist am Schlüsselschild
40 die Umfangsnut 45 erkennbar, die der Unterseite des Knaufes zugekehrt ist. Die
Montageplatte 40 ragt mit der Aufnahme 33 durch die Mitten-Aufnahme 48 des Schlüsselschildes
40 hindurch auf die Rückseite der Schranktüre 10. Dabei arbeiten die Anschläge 31
der Montageplatte 30 mit den Gegenanschlägen 49 des Schlüsselschildes 40 zusammen
und bestimmen den Drehwinkel des Knaufes auf dem Schlüsselschild 40.
[0021] Wie noch aus Fig. 2 zu entnehmen ist, können die beiden Verschlussgehäuse 41 und
42 zusammen mit dem Schlüsselschild 40 mittels Befestigungsschrauben 44 von der Rückseite
der Schranktüre 10 aus an der Schranktüre 10 befestigt werden. Die Trennebene der
beiden Verschlussgehäuse 41 und 42 verläuft dabei parallel zur Rückseite der Schranktüre
10. Die zusammengesetzten Verschlussgehäuse 41 und 42 nehmen ein Zahnritzel auf, das
mit dem Lagerbund 51 im Gehäuse positioniert und/oder drehbar gelagert ist. Der zweite
quadratische Abschnitt des Adapters 50 ist in der quadratischen Mitten-Aufnahme des
Zahnritzels gelagert, so dass mit der Verdrehung des Knaufes das Zahnritzel mit verschwenkt
wird. Die auf einem horizontalen Durchmesser des Zahnritzels angeordneten Schubstangen
15 stehen über Lochleisten im Eingriff mit dem Zahnritzel, so dass sie bei einer Verdrehung
des Knaufes stets gegenläufig verstellt werden, wobei in einer Drehrichtung die Schubstangen
15 die Schließstellung einnehmen und die Schranktüre 10 in der eingenommenen Schließstellung
festlegen. In der anderen Drehrichtung geben die Schubstangen 15 ihre Schließstellung
auf und lassen die Öffnung der Schranktüre 10 zu. Wie aus der Beschreibung hervorgeht,
hat die aus dem Knauf als Betätigungselement 20 und dem auf der Schranktüre 10 aufgesetzten
Schlüsselschild 40 gebildete Einheit auf der Vorderseite der Schranktüre 10 eine kantenlose
Form ohne Spalten, Ritzen oder dgl., die in hygienischer Hinsicht keine Reinigungsprobleme
aufweist und sich besonders für Hygieneschränke eignet.
[0022] Man kann das Betätigungselement 20 auch nur als Steckelement auslegen, auf das eine
Steckhaube mit einer komplementären Steckaufnahme für das als Steckelement ausgebildete
Steckelement aufsteckbar und/oder aufrastbar ist. An der Steckhaube kann zusätzlich
noch ein als Bedienungselement dienender Hebelgriff angeformt sein. Die Ausbildung
des Steckelementes und verschiedene Steckaufnahmen der Steckhauben lassen dabei die
Bildung unterschiedlicher Bedienungsgruppen zu. Die Steckhaube kann auch Teil eines
Steckschlüssels sein.
[0023] Bei dem im Schlüsselschild 40 drehbar gelagerten Knauf als Betätigungselement kann
auch eine Variante mit Knaufhaube und angeformtem Griffhebel gewählt werden. Die Knaufhaube
hat eine geschlossene domartige Außenseite und bereitet überhaupt keine Probleme bei
der Reinigung.
1. Schaltschrank mit einem Schrankkorpus mit mindestens einer Schranköffnung (10.6),
die mittels einer auf der Anlenkseite (10.7) angelenkten Schranktüre (10) verschließbar
ist, wobei im Bereich der Schließseite (10.8) in einer Bohrung (10.9) der Schranktüre
(10) ein Betätigungsglied (20) eines Verschlusses drehbar angeordnet und mit dem Antrieb
des Verschlusses gekoppelt ist und wobei der Verschluss die Schranktüre (10) in der
Schließstellung festlegt und zum Öffnen freigibt,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Betätigungsglied (20) als domartiger Knauf mit abgerundeten Griffelementen (21)
auf der Vorderseite der Schranktüre (10) in einem runden Schlüsselschild (40) mit
formschlüssigem Übergang und abgedichtet drehbar gelagert ist,
dass das Schlüsselschild (40) auf der Vorderseite der Schranktüre (10) um die Bohrung
(10.9) abgedichtet aufgesetzt ist, und
dass im Bereich der Bohrung (11) der Schranktüre (10) auf der Rückseite der Schranktüre
(10) der Knauf mit dem Antrieb des Verschlusses gekoppelt ist.
2. Schaltschrank nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Dom des Knaufes mittels einer Bodenplatte (24) verschlossen ist, die über Schraubstutzen
(24) mit einer Montageplatte (30) verbunden ist, dass die Montageplatte (30) eine
Aufnahme (33) für einen Adapter (50) aufweist, die durch die Bohrung (11) der Schranktüre
(10) geführt und im Schlüsselschild (40) drehbar gelagert ist und
dass dabei der Drehbereich des Knaufes durch Anschläge (31 und 48) der Befestigungsplatte
(30) und des Schüsselschildes (40) begrenzt ist.
3. Schaltschrank nach Anspruch 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein zweiteiliges Verschlussgehäuse (42, 43) auf der Rückseite der Schranktüre (10)
zusammen mit dem auf der Vorderseite der Schranktüre (10) aufgesetzten Schlüsselschild
(40) mittels Befestigungsschrauben (44) an der Schranktüre (10) befestigt ist, wobei
die Trennebene der Verschlussgehäuse (42, 43) parallel zur Schranktüre (10) verläuft.
4. Schaltschrank nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Knauf in einen senkrecht zur Schranktüre (10) stehenden Dichtungssteg (23) ausläuft,
der in eine ringförmige Aufnahmenut (45) des Schlüsselschildes (40) eingeführt ist,
die einen ersten Dichtungsring (14) aufnimmt, und dass der Außenschenkel (41) der
Aufnahmenut (45) von einem Umfangsbund (22) des Knaufes überdeckt ist, wobei zwischen
dem Außenschenkel (41) und dem Umfangsbund (22) ein zweiter Dichtungsring (13) eingebracht
ist.
5. Schaltschrank nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Schlüsselschild (40) der Schaltschranktüre (10) zugekehrt einen Umfangsabsatz
(47) aufweist, in den ein dritter Dichtungsring (12) eingebracht ist.
6. Schaltschrank nach Anspruch 4 und 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass der dritte Dichtungsring (12), die Umfangswand des runden Schlüsselschildes (40),
der zweite Dichtungsring (13) und der Umfangsbund (22) etwa formschlüssig ineinander
und über eine Abrundung des Umfangsbundes (22) in den Knauf übergehen.
7. Schaltschrank nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verschlussgehäuse (41, 42) ein Zahnritzel zur Verstellung von zwei Schubstangen
(15) aufnehmen, das unverdrehbar mit dem Adapter (50) gekoppelt ist.
8. Schaltschrank nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Knauf mit einer geschlossenen Haube in dem Schlüsselschild (40) drehbar und abgedichtet
gelagert ist und
dass an der Haube ein Hebelgriff zur Bedienung des Knaufes angeformt ist.
9. Schaltschrank nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Betätigungsglied (20) als kuppenartiges Steckelement ausgebildet ist, auf das
eine Steckhaube mit komplementärer Aufnahme eines Steckverschlusses oder Steckknaufes
unverdrehbar aufsteckbar ist.
10. Schaltschrank nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Verschluss zwei mit dem Zahnritzel gegenläufig verstellbare Zahnstangen (15)
aufweist, die auf einem horizontalen Durchmesser beidseitig mit dem Zahnritzel in
Wirkverbindung mit Lochleisten der Schubstangen (16) stehen.
1. A switchgear cabinet, comprising a cabinet body with at least one cabinet opening
(10.6) which is closable by a cabinet door (10) hinged on a hinge side (10.7), wherein
an actuation unit (20) of a closure is swivelably arranged in a borehole (10.9) of
the cabinet door (10) in the area of the closing side (10.8) and is coupled with the
drive of the closure and wherein the closure fixes the cabinet door (10) in the closing
position and releases it to be opened, characterized in
that the actuation unit (20), as a dome shaped knob with rounded gripping elements (21),
is swivelably seated with form fit transition and in a sealed manner in a round key
plate (40) on the front side of the cabinet door (10), and
that said key plate is placed on the front side of the cabinet door (10) around borehole
(10.9) in a sealed manner and
that in the area of the borehole (11) of the cabinet door (10) on the rear side of the
cabinet door (10) the knob is coupled with the drive of the closure.
2. The switchgear cabinet of claim 1, characterized in that the dome of the knob is closed by means of a bottom plate (24) which is connected
with a mounting plate (30) through screwing bolts (24), that the mounting plate (30)
comprises a receptacle (33) for an adapter (50) which is placed through the borehole
(11) of the cabinet door (10) and swivelably seated within the key plate (40) and
that the slewing area of the knob is limited by stop elements (31 and 48) of the mounting
plate (30) and the key plate (40).
3. The switch gear cabinet of claim 1 and 2, characterized in that a two-piece closure housing (42, 43) is fixed to the rear side of the cabinet door
(10) together with the key plate (40) placed on the front side of the cabinet door
(10), by means of fastening screws (44) at the cabinet door (10), wherein the parting
plane of the closure housing (42, 43) is parallel to the cabinet door (10).
4. The switch gear cabinet of any of claims 1 to 3, characterized in that the knob terminates as a sealing bar (23) positioned in perpendicular to the cabinet
door (10) which is introduced into an annular receiving groove (45) of the key plate
(40) receiving a first seal ring (14) and that the outer leg (41) of the receiving
groove (45) is covered by a circumferential flange (22) of the knob, wherein a second
seal ring (13) is placed between the outer leg (41) and the circumferential flange
(22).
5. The switch gear cabinet of any of claims 1 to 4 characterized in that said key plate (40) facing to the switch gear cabinet door (10) comprises a circumferential
step (47) into which a third seal ring (12) is placed.
6. The switch gear cabinet of claim 4 and 5, characterized in that the third seal ring (12), the circumferential hole of the round key plate (40), the
second seal ring (13) and the circumferential flange (22) merge substantially in a
form fit manner and merge through a rounding of the circumferential flange (22) in
the knob.
7. The switch gear cabinet of any of claims 1 to 6, characterized in that the closure housings (41, 42) accommodate a toothed pinion for adjusting two push
rods (15), said pinion coupled with the adapter (50) in a non-rotating manner.
8. The switch gear cabinet of any of claims 1 to 7, characterized in that the knob with a closed hood is swivelably seated in a sealed manner in said key plate
(40) and that a lever handle for actuating the knob is formed to the hood.
9. The switch gear cabinet of any of claims 1 to 7, characterized in that said actuating unit (20) is configured as a crest-like pluggable element onto which
a pluggable hood with complementary receptacle of a pluggable closure or pluggable
knob can be plugged in a non-rotating manner.
10. The switch gear cabinet of any of claims 1 to 9, characterized in that the closure comprises two toothed rods (15) working in opposite direction to the
toothed pinion which on a horizontal diameter are on both sides with the toothed pinion
in operative connection with hole rails of the push rods (16).
1. Armoire électrique, comportant un corps d'armoire avec au moins une ouverture (10.6)
qui peut être fermée au moyen d'une porte (10) articulée sur le côté d'articulation
(10.7), un organe d'actionnement (20) pour un système de verrouillage étant monté
rotatif dans la zone du côté de fermeture (10.8) dans une forure (10.9) de la porte
(10) et étant couplé à l'entraînement du système de verrouillage, ledit système de
verrouillage immobilisant la porte (10) dans la position de fermeture et la libérant
pour l'ouverture,
caractérisée
en ce que l'organe d'actionnement (20), sous la forme d'un bouton de porte en forme de pommeau
avec des éléments de préhension (21) arrondis, est monté de manière étanche et rotative
sur la face avant de la porte (10) en s'engageant par conjugaison de forme dans un
écusson (40) rond,
en ce que l'écusson (40) est posé de manière étanche autour de la forure (10.9) sur la face
avant de la porte (10), et
en ce que le bouton de porte est couplé à l'entraînement du système de verrouillage dans la
zone de la forure (11) de la porte (10) sur la face arrière de la porte (10).
2. Armoire électrique selon la revendication 1, caractérisée en ce que le bouton de porte est fermé par une plaque de fond (24), qui est reliée à une plaque
de fixation (30) par l'intermédiaire de tétons filetés (24), en ce que la plaque de fixation (30) comporte un logement (33) pour un adaptateur (50), lequel
est guidé à travers la forure (11) de la porte (10) et est monté rotatif dans l'écusson
(40), et en ce que la zone de rotation du bouton de porte est limitée par des butées (31 et 48) de la
plaque de fixation (30) et de l'écusson (40).
3. Armoire électrique selon les revendications 1 et 2, caractérisée en ce qu'un boîtier de serrure (42, 43) en deux parties sur la face arrière de la porte (10)
est fixé sur la porte (10) au moyen de vis de fixation (44), conjointement avec l'écusson
(40) posé sur la face avant de la porte (10), le plan de séparation du boîtier de
serrure (42, 43) étant orienté parallèlement à la porte (10).
4. Armoire électrique selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que le bouton de porte se termine par une nervure d'étanchéité (23) perpendiculaire à
la porte (10) et s'engageant dans une rainure (45) annulaire, réalisée dans l'écusson
(40) et recevant une première bague d'étanchéité (14), et en ce que la branche extérieure (41) de la rainure (45) est recouverte par un collet périphérique
(22) du bouton de porte, une deuxième bague d'étanchéité (13) étant placée entre la
branche extérieure (41) et le collet périphérique (22).
5. Armoire électrique selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que l'écusson (40), sur la face orientée vers la porte (10), comporte une saillie périphérique
(47), dans laquelle est posée une troisième bague d'étanchéité (12).
6. Armoire électrique selon les revendications 4 et 5, caractérisée en ce que la troisième bague d'étanchéité (12), la paroi périphérique de l'écusson (40) rond,
la deuxième bague d'étanchéité (13) et le collet périphérique (22) s'emboîtent sensiblement
l'un dans l'autre par conjugaison de forme et sont en prolongement du bouton de porte
par l'intermédiaire d'un arrondi du collet périphérique (22).
7. Armoire électrique selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que les boîtiers de serrure (41, 42) logent un pignon denté permettant de déplacer deux
tringles de commande (15) et couplé de manière immobile en rotation avec l'adaptateur
(50).
8. Armoire électrique selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que le bouton de porte avec une calotte fermée est monté de manière rotative et étanche
dans l'écusson (40), et en ce qu'un levier pour actionner le bouton de porte est formé sur la calotte.
9. Armoire électrique selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que l'organe d'actionnement (20) est réalisé sous la forme d'un élément à enficher convexe,
sur lequel peut être enfichée de manière immobile en rotation une calotte avec un
logement complémentaire d'une serrure enfichable ou d'un bouton de porte enfichable.
10. Armoire électrique selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisée en ce que le système de verrouillage comporte deux crémaillères (15) mobiles en sens opposé
au moyen du pignon denté et positionnées de part et d'autre sur un diamètre horizontal
avec le pignon denté en coopération avec des rebords perforés des tringles de commande
(16).